Bisher 2 bestätigte und 12 Verdachtsfälle
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Noch nicht alle Verdachtsfälle aus 2016 erfasst

November 2016: Es fehlen noch zahlreiche Fälle aus dem Sommer 2016 mit wochenlangen Unwetterlagen und unzähligen Meldungen zu Trichterwolken und verdächtigen Schäden. Es wird alles nach und nach abgearbeitet. Die Tornadoliste ist leider kein Projekt, das hauptberuflich betrieben wird. Im Gegenteil, sie verschlingt viel Geld und noch mehr Zeit. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es etwas länger dauert. Es geht nichts verloren.
April

Abbehausen (NI)

 02.04.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 14:25 bis 14:26 Uhr MEZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Mein Mann sagte mir, gucke mal aus den Fenster, die Wolke. Da ging ich zum Fenster und sah eine kleine Trichterwolke Blickrichtung Süden-Südost, rannte schnell ins Schlafzimmer um schnell mein Handy zu holen, um ein Foto und ein kurzes Video zu drehen, leider nur noch die letzten Sekunden davon aufgenommen, bevor sich die kleine Trichterwolke wieder auflöste. Rotation war leicht zu sehen, geregnet hatte es nicht. Bevor ich mein Handy schnappte, war die Trichterwolke etwas größer als auf dem Bild und Video und gerade wie ein Bleistift. Uhrzeit der Entdeckung 14:25 Uhr, Aufnahme des Fotos und Video 14:26 Uhr."
März

Kürnach (BY)

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 09.03.2017 / Stärke (F1) Bestätigt

Mannheim (BW)

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 09.03.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 07:58 bis 07:59 Uhr MEZ. Beobachtung einer möglichen und sehr weit hinab reichenden Trichterwolke und damit eines möglichen Tornados: "Gesehen aus 67071 Ludwigshafen, Oggersheimer Straße. Von der Richtung her könnte es über dem Gebiet Ludwigshafen/Mannheim/Heidelberg gewesen sein. War um 8 Uhr, genauer gesagt 7.58 Uhr ca. Wie lange es zu sehen war, kann ich nicht sagen, wir waren im Auto und haben dann kurz darauf den Sichtkontakt verloren. Ne Drehung konnte ich in der kurzen Zeit nicht erkennen, da es dafür zu weit entfernt war." Eine Analyse ergab, dass sich das Gebilde wahrscheinlich dem Müllheizkraftwerk in Mannheim zuordnen lässt und damit eher kein Tornado war.

Tornadoverdacht bei Mannheim
Tornadoverdacht im Raum Mannheim (Wetterkanal)
Mannheim: Tornadoverdacht beschäftigt Wetterexperten / Hinweise gesucht (Feuerwehren Metropolregion RN, 09.03.17)
Foto des möglichen Tornados (Facebook)
Tornadoverdacht Raum Mannheim am Donnerstagmorgen (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

München (BY)

 06.03.2017 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 8 Uhr MEZ. Zahlreiche Beobachtungen eines Gebildes im Bereich Fürstenfeldbruck - München. Nach den vorliegenden Berichten, Bildern und Videos handelte es sich um einen ausgeprägten Fallstreifen - fallender Niederschlag, der in diesem Fall nicht den Boden erreichte. Eine Trichterwolke und damit auch ein Tornado kann ausgeschlossen werden.

Foto und Videos des Gebildes (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Februar

Langen bei Bremerhaven (NI)

 28.02.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 15:40 bis 15:48 MEZ. "Beobachtung einer sehr breit ausgeprägten Trichterwolke, Standort/Richtung: Hinter Bremerhaven in nordöstlicher Richtung, in Zugrichtung Langen (Ortsteil Debstedt) (Niedersachsen). Die Ortschaft Langen (Niedersachsen) dunkelte sich sehr rasch ab, eine sehr breite Trichterwolke entstand nur in innerhalb von 3 Minuten und erreichte sein maximalen Volumen. Die Trichterwolke hielt sich ca. weitere 5 Minuten am Himmel und rotierte jedoch sehr zügig, eine Bodenberührung oder bekannte Schäden nach der Sichtung gab es jedoch nicht. Ich konnte die Aufnahme nur mit Handy fotografieren, die Rotation war fast über der gesamten Wolke, die gezielt aufgenommen wurde. Die meiste Rotation war jedoch nur der winzige Trichter, daher auch nur Verdacht ausgewählt, da dieser aus der Entfernung schwer zu sagen war, ob Bodenkontakt stattfand, es wurde nur der sichtbare Teil fotografiert. Rotation war auf jedem Fall zu erkennen; ob es weitere bemerkt haben, weiß ich jedoch nicht. Bildquelle: Thorsten Jagemann"

Tornadoverdacht bei Langen

Niederdorfelden (HE)

 27.02.2017 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MEZ. Schäden beim Durchzug eines kräftigen Schauers. Aus einer Meldung der Hessenschau vom 28.02.2017: "Anders im Main-Kinzig-Kreis: In Niederdorfelden bei Maintal deckte ein heftiger Windstoß ein Hallendach ab. Die Abdeckplatten wurden einige Meter durch die Luft geschleudert und landeten in umliegenden Gärten. Ursache war laut Polizei eine Windhose. Verletzt wurde niemand." - Aus einer Meldung der Frankfurter Neuen Presse vom 28.02.2017: "Orkanböe hinterlässt Spur der Verwüstung in Niederdorfelden - Weltuntergangs-Szenario am Dienstagabend in Niederdorfelden: Der Sturm pfeift durch den Ort und hinterlässt Verwüstungen an Häusern, Autos und der Kirche. Trotz eines fliegenden Daches wird zum Glück niemand verletzt. Aber die Feuerwehr ist im Großeinsatz. "Da muss ich 81 Jahre alt werden, um so etwas zu erleben ..." Frieda Wittich ist am Vormittag immer noch fassungslos. Die Seniorin blickt aus ihrem Fenster in der Gronauer Straße auf ein Trümmerfeld. Direkt gegenüber steht eine Lagerhalle – jetzt allerdings ohne Dach. Große Teile davon – Blech und Holz – liegen auf einem Berg davor. Ein anderer Teil ist sogar rund 80 Meter weit geflogen, als eine Windhose am Dienstag gegen 21 Uhr mit einer geschätzten Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern durch die kleine Main-Kinzig-Gemeinde pfiff. "Es gab einen lauten Knall und dann flog das Dach über unser Haus", erzählt Frieda Wittich. Das Gebäude kam glimpflich davon. Pech hat aber Reinhard Schott. Er wohnt quasi hinter Frau Wittich. Auf seinem Opel landen Blech und Holzbalken, zerstören die Heckscheibe des im Hof geparkten Autos. Und schneiden auch noch einen dicken Ast im nächsten Garten ab. Schott nimmt es mit Galgenhumor. Obwohl er sich gerade über die Versicherung ärgert, die ihm kein Ersatzfahrzeug zur Verfügung stellen will – und den Schaden erst in rund zwei Tagen begutachten kommen will. "Aber es hätte schlimmer kommen können – immerhin ist unsere Hausfassade heil geblieben", sagt Schott. "Und zum Glück ist niemand verletzt worden", freut sich auch Bürgermeister Klaus Büttner (SPD). Er macht gestern Morgen die Runde im Dorf, war am Sturmabend selbst nicht zuhause. Neben dem abgerissenen Dach und dem kaputten Auto hat es auch die evangelische Kirche getroffen: Der Sturm riss dort rund 30 Dachziegel runter. Betroffen ist auch ein anderes Wohnhaus in der Hainstraße. [...] Wie hoch die Schäden sind, ist noch unklar. Das ermitteln nun Sachverständige. Betroffen von der Windhose ist offenbar nur ein schmaler Streifen in Niederdorfelden. Nach rund einer Viertelstunde ist der Spuk vorbei. Kräftige Winde und Regen gibt es aber noch die ganze Nacht." - Aus einer Meldung von FFH vom 28.02.2017: "In Niederdorfelden im Main-Kinzig-Kreis wurden laut Polizei zwei Dächer abgedeckt. Das Dach einer Werkshalle wurde komplett abgedeckt, Teile krachten auf ein parkendes Auto. Und von einem Wohnhaus wurden ein paar Ziegel weg geweht. Schuld war nach den Angaben der Feuerwehr eine Windhose." - Aus einer Meldung der Feuerwehr Niederdorfelden vom 28.02.2017: "Zuerst wurde die Feuerwehr um 21:16 in die Hainstraße zu einem teils abgedeckten Dach alarmiert. [...] Fast gleichzeitig wurde in die Gronauer Straße gerufen. Hier war zunächst ein halb abgedecktes Garagendach gemeldet worden. Hier konnte man nicht mehr tun, wie lose Trümmerteile des Daches zu entfernen. Kurzdarauf meldeten sich Anwohner aus der Gronauer Straße zu drei weiteren Einsatzstellen: Die ca. 40 m² große Überdachung eines seitlichen Anbaus einer großen Gerätehalle wurde vom Wind etwa 70 Meter weiter in einen Garten und Hof eines Wohnhauses befördert und landete dort auch auf einem PKW. Einige Trümmerteile gerieten auch auf ein Nachbargrundstück und zerstörten dort ein weiteres Dach. An diesen Einsatzstellen konnte nicht mehr getan werden, wie das Sichern der Trümmerteile um weitere Gefahren zu vermeiden. Personen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen. Zu guter Letzt ging es noch in die Mühlgasse. Auch hier wurde ein Dach stark beschädigt. Dieses konnte mit Hilfe der Drehleiter aus Maintal wieder geschlossen werden."

Tornadoverdacht am Montagabend in Hessen bisher unbegründet (Wetterkanal)
Umgestürzte Bäume und abgedecktes Dach (Hessenschau, 28.02.17)
Orkanböe hinterlässt Spur der Verwüstung in Niederdorfelden (Frankfurter Neue Presse, 28.02.17)
Heftiges Unwetter entwurzelt Bäume bei Romrod – FFH.de (FFH, 28.02.17)

Loquard (NI)

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 05.02.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 16:22 bis 16:28 MEZ. Beobachtung einer Trichterwolke, Standort/Richtung: Schomerswolder Weg, in Richtung Loquard, Krummhörn. Diese hielt sich etwa 5 bis 7 Minuten. Bildquelle: Stefan und Nicole Rölling, Naturforschende Gesellschaft zu Emden von 1814.

Trichterwolke bei Loquard
Foto der Trichterwolke (Facebook)
Januar

Diefflen (SL)

 13.01.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Das Sturmtief "Egon" zog in der Nacht von Westen her über Nordrhein-Westfalen hinweg in Richtung Osten. An seiner Südseite gab es im Saarland Böen bis Orkanstärke. In Dillingen-Diefflen entstand dabei ein markanter Schaden. Aus einer Meldung des SR vom 13.01.2017: "In der Schulgartenstraße in Dillingen-Diefflen fegte der Sturm in der Nacht das Dach eines Wohnhauses – Schindeln plus Balken – zur Hälfte weg. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand."

Sturm "Egon" hinterlässt erhebliche Schäden (SR, 13.01.17)
Einsatzfotos der Feuerwehr Diefflen (Facebook)
Weitere Fotos der Schäden (Facebook)
Windböen zwischen 1 und 2 Uhr (kachelmannwetter.com)

Zwickau (SN)

 04.01.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von Television Zwickau vom 05.01.2017: "Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz - Ein Naturphänomen, mit dem in unseren Breiten künftig womöglich öfter zu rechnen ist, sorgte am Mittwochabend im Zwickauer Norden für Aufregung. Eine Windhose zog eine messerscharfe Schneise durch das Grundstück von Peter Seifert. [...] Zuerst hat der Tornado einen Pflaumenbaum entwurzelt, durchquerte das Grundstück zwischen Haus und Glasgewächshaus, ohne beide zu beschädigen, und traf dann auf zwei stämmige Tannenbäume. Einer davon wurde am Stamm regelrecht auseinandergerissen und zerfetzte die Telefonleitung. "Das war gestern, 22:35 Uhr ungefähr. [...] Ich hab plötzlich wie so Sand ans Fenster gehört, als ob jemand Sand ans Fenster, ja gut, hab ich gedacht, es kabbelt vielleicht ein kleines bisschen und dann wurde das innerhalb von Sekunden, wurde ohrenbetäubender Lärm, aber nicht das typische Sturmfauchen, sondern richtiger ohrenbetäubender Lärm, als ob ein Flugzeug oder weiß man gar nicht was, hab ich rausgeguckt, nix mehr gesehen und nach drei Minuten war alles zu Ende. Der Himmel klarte wieder auf, man hat sogar Sterne gesehen und windstill." [...]"

Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz (Television Zwickau, 05.01.17)
Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz (YouTube)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)