Bisher 21 bestätigte und 64 Verdachtsfälle
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Juli

Fritzlar (Hessen),
Dorla (Hessen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 05.07.2015: "Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren - Fritzlar. Das Unwetter, das am frühen Sonntagabend über Nordhessen zog, hat in Fritzlar und dem Stadtteil Wehren große Schäden verursacht. [...] In der Kernstadt musste die Stadt Fritzlar den neuen Friedhof für Besucher sperren. Hier hatte eine Windhose eine 200 Meter breite Schneise gezogen und zahlreiche Bäume entwurzelt und dicke Äste abgebrochen. Wie Hartmut Hucke, Stadtbrandinspektor und Leiter des städtischen Bauhofs, am Montag sagte, habe man nach Rücksprache mit Bürgermeister Hartmut Spogat nach dem Ortstermin darauf verzichtet, noch am Sonntagabend mit den Aufräumarbeiten zu beginnen, da keine unmittelbare Gefahr bestand."

Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren (HNA, 05.07.15)
Schwere Unwetter in Gudensbergs Stadtteil Dorla (HNA, 05.07.15)
Die Folgen des Unwetters in Fritzlar (HNA, 05.07.15)


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Wehren (Hessen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 05.07.2015: "Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren - Fritzlar. Das Unwetter, das am frühen Sonntagabend über Nordhessen zog, hat in Fritzlar und dem Stadtteil Wehren große Schäden verursacht. In Wehren fand das Brunnenfest ein jähes Ende, der Sturm hatte das Zelt umgeblasen, dazu wurden im Ortskern zahlreiche Dächer teilweise abgedeckt. Übel zugerichtet wurde die Feldscheune zwischen Wehren und Kirchberg. Hier hatte eine Windhose das halbe Dach abgerissen und es samt Gebälk über 150 Meter weit auf ein Feld geworfen. Verletzt wurde niemand.[...]"

Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren (HNA, 05.07.15)
Die Folgen des Unwetters in Fritzlar (HNA, 05.07.15)


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Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

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 04.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20 und 20:30 Uhr MESZ. Der Schlauchförmige Wirbel ging dann in Richtung Boden und löste sich auf, so wie es aussah. In diesem fall ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem so genannten "Horse show vortex" auszugehen. Ein Foto folgt noch. Mehr dazu auch hier: Tornado-FAQ


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Juni

Diespeck (Bayern),
Dettendorf (Bayern)

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 27.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 15:55 bis ca. 16:04 Uhr MESZ. Markante Funnelcloud, Bodenkontakt von einem Skywarn-Beobachter und weiteren Augenzeugen bestätigt. Der Wirbel hatte nördlich und östlich von Diespeck, im Bereich zwischen Dettendorf und Altenbuch, Bodenkontakt.

Tornado bei Diespeck
Tornado bei Diespeck (Skywarn)
Weitere Fotos des Tornados (WetterOnline)
Tornado bei Neustadt Aisch (YouTube)
Tornado über Mittelfranken (YouTube)


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Thiessow (Mecklenburg-Vorpommern)

 23.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Bin am Badeort Thiessow auf Rügen, wo ich heute Morgen gegen 9:00 einen Funnel oder sogar Tornado über der Ostsee gesehen habe. Blickrichtung war SO, der Rüssel trat links (also wohl etwa NW-lich) eines kräftigen Schauers (unter der regenfreien Basis) aus. Er lebte weniger als 5 Minuten - leider recht weit entfernt - und kein Handy dabei gehabt" (Quelle: WZ-Forum)

Rüsselsichtung (WZ-Forum)


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Karolinenkoog (Schleswig-Holstein)

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 23.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht


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UNBEKANNT (n.bek.)
Region: Nordseek?ste

 22.06.2015 / Stärke (Wasserhose) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt, eventuell morgens. Beobachtung eines Tornados auf der Nordsee? Ein Foto wurde in Zusammenhang mit weiteren Beobachtungen am 22. Juni an der Nordsee veröffentlicht.

Foto des Tornados (Facebook)


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Rathenow (Brandenburg)

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 13.06.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:25 Uhr MESZ. Schäden und erhebliche Verfrachtungen in einem eng begrenzten Bereich. Die Schneisenbreite betrug etwa 50 - 75m, maximal 100m, die Schneisenlänge etwa 400 - 500m. In einem Haus steckte eine etwa 2-3m lange Holzlatte in der Dachrinne. An einem Gartenhaus wurden Steine durch den Schutzzaun in die Wand geschossen, bei deren Nachbarn flogen Sandkalksteine in den Garten und gruben sich in die Erde ein. Von Zabakuck aus wurden Aufnahmen des Tornados gemacht. Der Tod eines Besuchers der Bundesgartenschau in Rathenow wurde durch eine Gewitterböe verursacht und hängt nicht mit dem möglichen Tornado zusammen.

13.06.2015 F1 Tornado fegte durch Rathenow Süd / Havelland / Brandenburg (Stormchaser Brandenburg)
Tod auf der Buga: Baum wird untersucht (Märkische Allgemeine Zeitung, 14.06.15)


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Karlshorst (Berlin)

 09.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: 20:25 bis 20:30 Uhr MESZ. Kurzer Bericht eines Beobachters: "Dauer ca. 3 bis 5 Minuten, genauerer Ort: Volkspark Wuhlheide, kurz hinter der Kindelbühne, Zugrichtung südöstlich. Bodenkontakt war vorhanden. Stärke F0, geringe Schäden an Bäumen." Die vorgefunden Schäden waren allerdings komplett Altschäden.

Tornadoverdacht Karlshorst


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Mödingen (Bayern)

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 09.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Funnelcloud in 89426 Wittislingen, Landkreis Dillingen, in Richtung Nordosten. Über den wahrscheinlichen Bodenkontakt des Wirbels ist derzeit nichts bekannt.

Funnelcloud bei Mödingen


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Neustadt in Holstein (Schleswig-Holstein)
Region: Lübecker Bucht

 09.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 10 Uhr MESZ. Meldung mindestens eines Tornados (Wasserhose) in der Lübecker Bucht von dem Schiff "Priwall" an das Maritime Lagezentrum in Cuxhaven. Der Fall konnte bisher nicht bestätigt werden.


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Beuren (Baden-Württemberg)

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 01.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 18:49 bis 18:53 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Mein genauer Standort ist in 88682 Salem, Ortsteil Beuren. Die erste Aufnahme wurde um 18:51 Uhr gemacht. Die letzte um 18:53 Uhr. Der Funnel trat auf der Rückseite - von der Zugrichtung aus gesehen ? an einer kreisrunden Wolke auf. Die Zugbahn verlief von Süd/ Westen nach Nord/ Osten. Es war beinahe windstill, nach dem Durchzug der Zelle fing es zu regnen an."

Funnel Salem Beuren 01.06.2015 (Facebook)


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Mai

Hilpoltstein (Bayern),
Ohausen bei Freystadt (Bayern)

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 29.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 17:55 bis 18:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mittelbayerischen vom 01.06.2015: "Windhose wirft einen Lastwagen um - Auf der A9 bei Hilpoltstein erfasste eine Bö einen Sattelschlepper, der eine Böschung hinunterkippte. Schaden: 41000 Euro. Hilpoltstein. Während eine Windhose im Freystadter Ortsteil Ohausen zahlreiche Häuser beschädigt hat, wurde fast zur selben Zeit ein Sattelzug auf der A9 ebenfalls von einer Windhose erfasst. Wie die Polizei am Montag berichtete, ereignete sich kurz vor 18 Uhr ein ähnliches Wetterphänomen zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Allersberg. Ein 38-jähriger Kraftfahrer aus Polen war mit seinem Sattelzug auf der A9 Richtung Berlin untewegs gewesen, als ihn die Windhose erfasste und den Sattelzug nach rechts drückte. Dabei kam er von der Fahrbahn ab, durchbrach die rechte Leitplanke, kippte auf die Beifahrerseite und kam schließlich zirka 20 Meter tief im Böschungsbereich neben der Fahrbahn zum Liegen." Die Entstehung des Tornados wurde gefilmt. Der Tornado zog weiter nach Freystadt-Ohausen, wo etwa 20 Dächer beschädigt wurden und einige Bäume umstürzten. Der Tornado wurde auch hier von mehreren Augenzeugen beobachtet und auch gefilmt.

Tornado in Freystadt-Ohausen
Verdachtsfall Ohausen (Skywarn)
Tornado - Region Hilpoltstein - Freystadt - 29.5.2015 (YouTube)
Windhose wirft einen Lastwagen um (Mittelbayerische, 01.06.15)
Gewitterzelle / Funnel Freystadt (YouTube)
Windhose fegt über Ohausen (neumarktaktuell, 29.05.15)
Windhose jagt durch Oberpfalz: Mehrere Häuser beschädigt (nordbayern.de, 29.05.15)
Windhose fegt über oberpfälzisches Dorf (n-tv, 29.05.15)
Schwere Windhose zieht Schneise der Verwüstung (NonstopNews, 29.05.15)
Radarbild von 18:00 Uhr MESZ (Twitter)
Aufräumarbeiten laufen nach Tornado in der Oberpfalz (Abendzeitung München, 30.05.15)
Unwetter: Oberfränkische Sturmjäger sichten Tornado! (TV Oberfranken, 30.05.15)
Das große Aufräumen (Donaukurier, 31.05.15)
Ein Tornado ist ein Tornado (OberpfalzNetz, 01.06.15)
Nach der Windhose in Ohausen (Mittelbayerische, 01.06.15)
Helfer und Gaffer in Ohausen (Mittelbayerische, 01.06.15)
Unterstützung für Tornado-Betroffene? (Mittelbayerische, 01.06.15)
Windhose von Ohausen war ein "F1-Tornado" (nordbayern.de, 02.06.15)

Bilder und Videos der Schäden:
Galerie: Schwere Windhose zieht Schneise der Verwüstung (NonstopNews, 29.05.15)
Windhose rast über Ohausen bei Freystadt (nordbayern.de, 29.05.15)


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Dormagen (Nordrhein-Westfalen)

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 28.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer mutmaßlichen Funnelcloud, dazu der Bericht von Gerd Bierling: "Am Abend des 28.5.2015 zogen von Westen Schauer über den Rhein-Erft-Kreis. Oft es ist so das am Ende der Schauer noch schöne Regenbögen zu sehen sind. Gegen 19.00 Uhr zog wieder ein Schauer auf und der hatte eine Überraschung für mich im Gepäck. Als ich den Himmel beobachtete, bildete sich für ca. 6-7 Minuten ein kleiner Funnel. Der Schauer befand sich meiner Meinung nach über dem Bereich Dormagen. Rotation konnte ich aufgrund der Entfernung nicht erkennen. Jedoch war ich schon sehr überrascht, dass sich aus diesem ?Kleinen? Schauer so etwas zeigen würde. Übrigens, einen Regenbogen habe ich an diesem Abend nicht gesehen."

Funnel am 28.5.2015 (Gerd Bierling)


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Lebenhan (Bayern)

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 25.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:12 und 20:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Funnelcloud von Bad Neustadt und Reyersdorf aus. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels im Bereich zwischen Lebenhan und Wollbach ist nichts bekannt. Dazu diese Meldung: "97616 Bad Neustadt/Saale, Westliche Außenstadt, Uhrzeit ca. 20.20 Uhr Richtung Nord. Aus einer kleinen Zelle beobachteten wir eine Funnelcloud, die in der gleichen Farbe der Wolke war, plötzlich wuchs daraus ein heller gefärbter rotierender, schlanker, langer "Rüssel", der weiter unten leider durch eine Häuserzeile verdeckt wurde. Wir konnten deshalb einen evtl. Bodenkontakt nicht feststellen. Das Schauspiel hielt nur kurz an, dann bildete sich der "Rüssel" sehr schnell nach oben zurück. Die Funnelcloud bildete sich dann etwas langsamer zurück. Die kleine Zelle zog dann Richtung SSO weiter."

Funnelcloud bei Lebenhan


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Müllheim (Baden-Württemberg)

 25.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Dirk Basile konnte am 25.05.15 gegen 14:20 diese ausgeprägte Funnelcloud beobachten. Aufnahmeort ist Bantzenheim/Rumersheim (Frankreich, an der deutschen Grenze) mit Blickrichtung Blauen (Osten). Nach 4-5 Minuten hat er sich wieder aufgelöst. Ein Bodenkontakt über deutschem Gebiet rund um Müllheim erscheint möglich."

Funnelsichtung (Facebook)


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Stettenhofen (Bayern),
Affing (Bayern),
Aichach (Bayern)

 13.05.2015 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 22:15 bis ca. 22:45 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden gemeldet: "Es wurde eine regelrechte Schneise der Verwüstung quer durch den gesamten Ort gezogen. Die Schneise ist ca. 150 m breit. Die Schäden sind enorm und dürften in die Millionen gehen. Unter anderem Dächer abgedeckt, bei einem Haus wurde der gesamte Dachstuhl in das angrenzende Feld verfrachtet, der Maibaum wurde umgerissen, Dachziegel wurden in einen Wohnwagen gebohrt, es wurden sogar Teile aus massiven Mauern gerissen und umhergeschleudert und Verkehrszeichen mit Metallstangen einfach umgebogen. Ein Augenzeuge berichtete, dass kurz vor zuvor ein starker Hagelschauer niederging, der dann schlagartig stoppte und er dann plötzlich einen enormen Unterdruck verspürte. Bei einem anderen wurden die Fenster von innen hinausgedrückt. Auch gibt es jemanden, der einen Tornado beobachtet haben soll. Das Schadensbild spricht jedoch sehr für einen Tornado." Auch in Affing gab es teils schwere Gebäudeschäden. - Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 13.05.2015: "Schwere Unwetter - 100 Menschen in Stettenhofen evakuiert. Über der Region sind am Mittwochabend schwere Unwetter niedergegangen. In Stettenhofen (Kreis Augsburg) mussten 100 Menschen evakuiert werden. In Augsburg meldet die Polizei zahlreiche umgestürzte Bäume. In Stettenhofen (Landkreis Augsburg) wurde das Dach eines Hauses abgedeckt. Weil es sich um einen größeren Wohnkomplex handelt, mussten etwa 100 Personen evakuiert werden, berichtet die Polizei. "Wir müssen erstmal schauen, wo wir die unterbringen", sagte ein Polizeisprecher gegenüber AZ-Online. In Affing (Landkreis Aichach-Friedberg) wurde ebenfalls ein Haus beschädigt. Personenschäden sind der Polizei aber bislang nicht gemeldet worden. "Der Landkreis Augsburg war offenbar stärker betroffen als die Stadt", sagte ein Polizeisprecher." - Aus einer Meldung des Bayerischen Rundfunks vom 13.05.2015: "Unwetter in der Region Augsburg - "Alles ist durch die Gegend geflogen". Bei dem heftigen Sturm in der Region Augsburg sind am Abend Dutzende Häuser schwer beschädigt worden. Am heftigsten traf es Affing und Stettenhofen. Seit dem Morgen gehen die Aufräumarbeiten weiter. Baufirmen und Handwerker sollen sich melden. Das Unwetter mit golfballgroßen Hagelkörnern hat laut Polizeipräsidium Schwaben Nord zum Teil eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. In Affing (Landkreis Aichach-Friedberg) sind mehr als 30 Häuser, zumeist Einfamilienhäuser, stark beschädigt. Die Böen deckten Dächer ab und rissen Dachstühle mit. Ziegelmauern wurden eingedrückt, Autos demoliert, Bäume stürzten um. Mehrere Häuser sind nicht mehr bewohnbar und mussten geräumt werden. Sieben Menschen wurden leicht verletzt. Ein Großteil der Betroffenen kam bei Verwandten unter, 19 Menschen sind in der Schulturnhalle Affing untergebracht. Sie dient als Notunterkunft und Betreuungsstelle. Nach den schweren Sturmschäden rund um Affing, Anwalting, Gebenhofen und Aichach werden dringend Baufirmen und Handwerker gebraucht, die auch am Feiertag einsatzbereit sind. Das Landratsamt Aichach-Friedberg bittet insbesondere Dachdecker, Glaser, Gebäudereiniger und Abbruchfirmen sowie Betriebe mit Hubsteigern und schwerem Räumgerät sich zu melden. In Stettenhofen im Landkreis Augsburg wurde ein Mehrfamilienhaus so stark beschädigt, dass es einsturzgefährdet ist. Das komplette Dach des Hauses wurde nach Zeugenaussagen von einem Tornado abgedeckt. Das Gebäude, in dem 50 Menschen leben, wurde evakuiert. Die meisten Betroffenen kamen bei Angehörigen unter. 19 Evakuierte wurden zuerst im Pfarrheim von Stettenhofen und anschließend in einer Jugendherberge in Augsburg untergebracht. Die Ortsdurchfahrt von Stettenhofen bleibt heute gesperrt. "Es hat einen Schlag getan. Erst war's Regen, dann Hagel ganz kurz - dann hat' s 'Wusch!' gemacht und alles ist durch die Gegend geflogen. Das war maximal eine Minute." In Aichach deckte der Sturm ein Teil des Dachs der Wittelsbacher Realschule ab. Wegen der Schäden entfällt morgen, Freitag, der Unterricht an der Realschule. Aus Augsburg meldet die Polizei umgestürzte Bäume." - Der Tornado löste sich östlich von Affing weitgehend auf. Weiter östlich zog ein schwacher Tornado über Aichach hinweg. Ob es sich um denselben Fall oder eine Neubildung handelt, wird noch geprüft.

Übersichten:
Tornado in Stettenhofen, Affing (Skywarn)
F3 Tornado in Affing (WZ-Forum)
13.05.2015 Eine Schneise der Verwüstung Nördlich Augsburg (My Bolg "Markus3134" Wetter und Unwetter)

Bilder und Videos der Schäden:
Die Schäden belaufen sich allein im Landkreis Aichach-Friedberg auf mindestens 40 Millionen Euro.
Schäden in und um Aichach
Tornado über Augsburg: Luftbilder zeigen Verwüstung von Gebenhofen Affing (YouTube)
13.05.2015 Enorme Tornadoschäden Stettenhofen (YouTube)
Fotos: Tornado richtet im Kreis Aichach-Friedberg Verwüstungen an (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Fotos: Tornado in Aichach (Aichacher Zeitung, 14.05.15)

Meldungen:
Schwere Unwetter - 100 Menschen in Stettenhofen evakuiert (Augsburger Allgemeine, 13.05.15)
Unwetter in der Region Augsburg (BR, 13.05.15)
Unwetter wütet im Landkreis (Landkreis Augsburg, 13.05.15)
Unwetter hinterlässt Verwüstung: Haus evakuiert und sieben Verletzte (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Nach dem Tornado stehen Anwohner vor den Ruinen ihrer Häuser (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Die Spur des Tornados (Süddeutsche Zeitung, 14.05.15)
Tornado wütet in Bayern (n-tv, 14.05.15)
Schock nach Tornado in Bayern sitzt tief (nordbayern.de, 15.05.15)
Tornado-Opfern droht die Obdachlosigkeit (Augsburger Allgemeine, 16.05.15)
Hilfe für Tornadoopfer auf breiter Front (Augsburger Allgemeine, 24.05.15)


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Bonndorf im Schwarzwald (Baden-Württemberg),
Lembach (Baden-Württemberg),
Fützen (Baden-Württemberg)

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 13.05.2015 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 21:30 und 22 Uhr MESZ. Um 21:38 Uhr Beobachtung des Tornados zwischen Geisingen und Tengen, gegen 21:50 Uhr Meldung eines Tornados durch einen Skywarn-Beobachter bei Welschingen im Landkreis Konstanz. Die Schadensaufnahme lässt auf einen starken Tornado schließen, der in einer fast 30 Kilometer langen und 100 und bis zu 400 Metern breiten Schneise erhebliche Schäden anrichtete. Der Tornado erreichte mindestens die Stufe F2 auf der Fujita-Skala. Aus einer Meldung des Radiosenders baden.fm vom 14.05.2015: "Ein kurzes aber heftiges Gewitter hat am Mittwochabend in weiten Teilen Südbadens für Chaos gesorgt. Die Unwetterfront war innerhalb von rund 15 Minuten über Südbaden gezogen und hat dabei vor allem in den Großräumen Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen teils orkanartige Winde, starken Regen und Hagel mit sich gebracht. [...] In Bonndorf hat eine gewaltige Windhose zwei tonnenschweren Kastenwagen samt Anhänger auf einem Firmengelände umgeworfen. In Wutach im Schwarzwald war zwischenzeitlich der Strom ausgefallen. Dort hatte im Ortsteil Münchingen außerdem ein einschlagender Blitz das Dach einer Kirche in Brand gesetzt." - Aus einer Meldung des Südkurier vom 15.05.2015: "Große Schäden im Raum Bonndorf/Wutach nach Unwetter - Erheblichen Sachschaden richtete ein Unwetter an, das am Mittwochabend über die Region Bonndorf/Wutach hinwegzog. ?So etwas habe ich noch nie gesehen, die Windhose hat bei Glashütte eine richtige Schneise in den Wald geschlagen?, berichtet Olaf Thor, Pressewart der Feuerwehr Bonndorf. [...] Im Landkreis Waldshut stürzten durch das heftige Gewitter in der Zeit zwischen 21 und 22 Uhr eine Vielzahl von Bäumen um und blockierten etliche Landes- und Kreisstraßen. Auch die B 315 zwischen Wellendingen und Bonndorf war zeitweise betroffen. Hier kippten zwei Bäume um, die die Straße blockierten und den Zaun eines Tiergeheges beschädigten. Mehrere Hirsche flohen aus dem Gehege. In Lembach warf die Windhose ebenfalls viele Bäume wie Streichhölzer um, wie unser Mitarbeiter Bruno Morath berichtet. Auf einem Firmengelände in der Allmendstraße wurden durch den starken Wind zwei Kleintransporter und ein Anhänger umgeworfen, heißt es in der Meldung der Bonndorfer Wehr. In Glashütte wurde ein Dach abgedeckt, das die Feuerwehr mit der Abteilung Gündelwangen mit einer Plane überdeckte, um größeren Schaden zu verhindern. Im Bonndorfer Neubaugebiet Mittlishardt deckte die Windhose das Dach einen Hauses zu 80 Prozent ab, wie die Feuerwehr berichtet. Die Dachziegel bohrten sich wie Geschosse in die Wand des Nachbarhauses. Im Einsatz waren in dieser Nacht alle Fahrzeuge der Feuerwehr Bonndorf. Einsatzende war am Donnerstag gegen 3 Uhr morgens." - Aus einer weiteren Meldung des Südkurier vom 15.05.2015: "Tornado fegt über Lausheim - Ein schweres Unwetter fegte am Mittwoch, gegen 22 Uhr, auch über Lausheim und hinterließ schwere Schäden. Abgedeckte Dächer, weggerissene Photovoltaik-Anlagen, umgestürzte und entwurzelte Bäume, abgeknickte Strom- und Telefonmasten sowie Stromausfälle waren an diesem Abend zu verzeichnen. Beschädigte Hausdächer, abgeknickte Bäume und Strommasten sowie ein Unfall mit drei Leichtverletzten sind die Folgen des Unwetters, das am Mittwochabend im Raum Stühlingen niedergegangen ist. Der Gesamtschaden lässt sich noch nicht beziffern. Wie ein Tornado sei es gewesen, sagte Jürgen Büche, einer der Anwohner auf dem Lindenberg am Morgen nach dem Unwetter. Gegen 22 Uhr war die Gewitterfront über den Lausheimer Lindenberg und das Tal hinweg Richtung Grimmelshofen gezogen. Die Windhose riss Ziegel und Photovoltaik-Anlagen von den Dächern. In einer 150 Meter breiten Schneise wurden große Waldflächen zersplittert. In der Siedlung auf dem Lindenberg in Lausheim waren sechs Wohnhäuser und einige Ökonomiegebäude betroffen. Abgerissene Baumkronen schleuderte der Sturm auf die Dächer und riss große Löcher. Dabei wurden auch Strom- und Telefonmasten umgeknickt. Die Bewohner hatten bis vier Uhr morgens keinen Strom." - Aus einer Meldung des vom 14.05.2015: "Das starke Unwetter in der Nacht zum Donnerstag hat beim Blumberger Ortsteil Fützen eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Ein Tornado knickte hier unter anderem einen eisernen Strommasten um. Dieses Szenario spielte sich nahe der Schweizer Grenze, vorbei an den dortigen landwirtschaftlichen Anwesen, ab. Ganz besonders erwischte es den nicht mehr bewohnten Buchhof. Nach der Hitze des Mittwochs zog am Mittwochabend, wie von den Meteorlogen vorhergesagt, eine starke Gewitterfront über Süddeutschland auf. Besonders stark betroffen war der Landkreis Waldshut, wo das Unwetter viele Schäden anrichtete. Gewitter, Starkregen und Hagel fegten über die Region und streiften so auch den Bereich der Schweizer Grenze, wo sich der Sturm zu einem kleinen Tornado entwickelte. Die Wucht dieses hier eher seltenen Naturereignisses war so gewaltig, dass der Tornado eine etwa zehn bis 20 Meter breite Schneise in die Natur riss. In diesem Bereich wurden Bäume umgeknickt, aber auch ein Strommast aus Eisen wurde wie ein Streichholz abgebrochen. Stark beschädigt wurde der unbewohnte Buchhof. Wiesen und Fruchtfelder wurden hier regelrecht niedergewalzt. Von etwa 22.15 Uhr an war das Stromnetz für etwa eine Stunde unterbrochen. Die Freiwillige Feuerwehr Fützen war von etwa 1 Uhr bis am Morgen im Einsatz und beseitigte umgestürzte Bäume. In Fützen selbst gab es zum Glück keine Schäden." Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Münstertal und Lenzkirch/Glashütte. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen.

Tornado Südschwarzwald 13.05.2015 (Schweizer Sturmforum)
13.05.15 ? Tornado bei Tengen, Lembach, Blumegg, Grimmelshofen, Fützen (Benjamin Wolf)
Foto des Tornados um 21:38 Uhr (Facebook)
Skywarn-Meldung (Facebook)
Schadensbild westlich von Tengen (Facebook)
Radarbild zu dem Termin (Facebook)
Fotos der Schäden: Tornado bei Blumberg-Fützen (Facebook)

Bilder und Videos der Schäden:
Schäden Bonndorf bis Fützen
Feuerwehr Lenzkirch mit Schadensfotos

Meteorologische Daten:
Radaranimation des Abends (Skywarn)
Radarloop 20-23 Uhr MESZ (meteoradar.ch)

Meldungen:
Unwetter bei Fützen: Tornado knickt Strommast (Südkurier, 14.05.15)
Fotos der Schäden (nicht wie angegeben aus Wutach!) (Badische Zeitung, 14.05.15)
Unwetter bei Fützen: Tornado knickt Strommast (Südkurier, 14.05.15)
Heftiges Unwetter mit Hagel und Starkregen über Südbaden (baden.fm, 14.05.15)
Große Schäden im Raum Bonndorf/Wutach nach Unwetter (Südkurier, 15.05.15)
Sturm und Hagel wüten im Südwesten (Südkurier, 15.05.15)
Tornado fegt über Lausheim (Südkurier, 15.05.15)
Schock nach dem Tornado über Bonndorf (Südkurier, 15.05.15)
Die Sturmschäden sind immens (Badische Zeitung, 16.05.15)


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Lenzkirch (Baden-Württemberg),
Glashütte (Baden-Württemberg)

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 13.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud, Standort: Wittlekofen südlich von Bonndorf im Schwarzwald, Blickrichtung Nordwesten. Im Schwendetal südwestlich vom Ortskern von Lenzkirch gibt es erhebliche Schäden (Totalschaden) im Wald. Die Fallrichtung der Bäume ist überwiegend recht einheitlich, allerdings vor allem am linken Rand auch konvergent. Der mutmaßliche Tornado wurde von den Hausbewohnern in dem Tal beobachtet. Der Tornado löste sich hinter Glashütte zumindest vorübergehend auf. Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Münstertal und Bonndorf bis Tengen. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen. - Zu Schäden im Wald nahe des Feldberges, etwa 10 Kilometer westlich von Lenzkirch aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 13.06.2015: "Tornado ist eine Chance für den Bannwald bei Oberried - Mitte Mai hat ein Tornado binnen Sekunden hunderte Bäume umgeknickt oder entwurzelt. [...] Wie Streichhölzer sind Hunderte Baumriesen während des heftigen Hagelsturms an Christi Himmelfahrt im Bannwald Napf bei Oberried umgeknickt, als ein Tornado durch den Talkessel pflügte. Erst Tage später bemerkten die Förster, dass in dem abgelegenen Gebiet auf 1300 Metern Höhe die Stämme wie Mikado-Stäbe übereinander lagen ? und freuten sich. Denn was in einem Wirtschaftswald ein großer finanzieller Verlust wäre, ist in einem Bannwald eine Chance für die niedrigere Vegetation. Es ist schwer, an die Stelle zu kommen, in die der Tornado die Schneise der Verwüstung gefräst hat. Hans-Ulrich Hayn und Georg Mayer laufen vorsichtig den Alpinen Steig entlang, einen schmalen Pfad, der bis vor Kurzem noch den Stübenwasen, den sechsthöchsten Berg des Schwarzwalds, mit dem Hüttenwasensattel unterhalb des Feldbergs verband. Mittlerweile ist der Wanderweg, der bereits seit vielen Jahren nicht mehr offiziell beschildert ist und nur noch als Geheimtipp unter Wanderern galt, nicht mehr passierbar. Auf einer Fläche von mehr als zehn Hektar hat der Tornado Mitte Mai die Bäume komplett umgenietet. Kaum ein Baum konnte der Kraft des Wirbelsturms standhalten, und nun liegen die jahrzehntealten und tonnenschweren Giganten zersplittert im Talkessel und versperren auch den Durchgang über den Alpinen Steig. [...] Hayn klettert auf einen Baumstumpf und schaut in den Hang hinein. Dass dieser bis vor wenigen Wochen noch dicht bewaldet war, kann man sich kaum vorstellen. Der Forstwirt ist fasziniert von dem Naturschauspiel. "Diese Urgewalt, mit der der Tornado hier zugange war, ist unbeschreiblich.""

Tornado bei Glashütte
Foto der Funnelcloud (Facebook)
Weiteres Foto der Funnelcloud (Facebook)
Tornado ist eine Chance für den Bannwald bei Oberried (Badische Zeitung, 13.06.15)


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Münstertal / Schwarzwald (Baden-Württemberg)

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 13.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 15.05.2015: "Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz - MÜNSTERTAL (mie). Eine Windhose ist am Mittwochabend durch den Wald bei Münstertal gezogen. Das berichtete Johannes Geiger, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Münstertal. Die Kameraden waren gegen 20.30 Uhr (Anmerkung: Zeit kann nicht stimmen) alarmiert worden, weil umgestürzte Bäume die Stohrenstraße im Bereich des Abzweigs Hörhalde blockierten. Mit 25 Mann sei die Feuerwehr Münstertal ausgerückt, um vor Ort festzustellen, dass in der Nacht nichts mehr auszurichten sein. "Es waren doch einige Festmeter Holz, die da rumlagen", sagte Geiger der BZ ? deutlich mehr als 100 Bäume seien der Windhose zum Opfer gefallen. Die Feuerwehrleute richteten eine Straßensperrung, die wohl noch über das Wochenende Bestand haben werde, so die Einschätzung des Kommandanten. Die Feuerwehr Bad Krozingen musste achtmal ausrücken, um im Bereich Biengen/Hausen umgestürzte Bäume zu entfernen." Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Lenzkirch/Glashütte und Bonndorf bis Tengen. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen.

Tornadoverdacht Münstertal
Bericht zu den Schäden im Münstertal (Schweizer Sturmforum)
Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz (Badische Zeitung, 15.05.15)
Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz (Feuerwehr Münstertal, 15.05.15)

Anmerkung: Bereits in den Vogesen hatte dieselbe Superzelle mindestens einen Tornado der Stärke F2 hervorgerufen:
Tornade EF2 à Gerbépal (Vosges) le 13 mai 2015 (Keraunos)


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Kenzingen (Baden-Württemberg)

 13.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 14.05.2015: ""Rotierende Zelle" ringt alte Buchen nieder - Ein kleiner Tornado verursacht im Kenzinger Forlenwald auf zwei Hektar Fläche einen Schaden von rund 25 000 Euro. Mehrere Forst- und Wanderwege sind gesperrt. KENZINGEN. Einen starken Sturmschaden nach dem schweren Gewitter am Mittwochabend meldet die Stadt Kenzingen: Alte Buchenbestände im Forlenwald zwischen Hecklingen und Bombach wurden auf einer Fläche von rund zwei Hektar vermutlich von einer tornadoartigen Windhose umgeworfen. Der Schaden liegt bei mindestens 25000 Euro. Forstfachleute warnen davor, das Waldstück zu betreten. Das schwere Gewitter, das im Kreis Emmendingen sonst kaum Schäden anrichtete, entlud sich am Mittwoch gegen 21 Uhr über Kenzingen. Dabei gab es orkanartige Böen. Wetterexperte Jörg Kachelmann meldete kurz zuvor im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter für Kenzingen und Nordweil eine "rotierende Zelle" und schloss einen "Tornado" nicht aus. Der Spur der Verwüstung, die sich Johannes Kaesler, Revierförster der Stadt Kenzingen, am Donnerstag bot, zeigt, dass Kachelmann mit seiner Prognose nicht falsch lag. Getroffen hat es eine rund zwei Fußballfelder große Fläche im alten, ökologisch wertvollen Forlenwald zwischen Hecklingen und Bombach. Die Holzmenge, die am Boden liegt, wird von Johannes Kaesler auf rund 800 Kubikmeter geschätzt. Bei den umgestürzten Bäumen handelt es sich in der Mehrzahl um 150-jährige Buchen. "Diese Bestände sind standortgerecht. Sie haben sogar den Orkan Lothar überlebt und galten als sturmsicher", sagt Kaesler der BZ. Die Bäume wurden von Nord nach Süd geworfen, was für Sturmschäden in dieser Gegend eher ungewöhnlich sei. Die Hauptwind- und Sturmrichtung ist Südwesten. Darauf stellen sich die Wälder ein. "Die Bäume liegen alle in Richtung Freiburg", erläutert Kaesler. Die mächtigen Buchen hatten ihr Blattwerk mittlerweile voll entfaltet, was wie ein mächtiges Segel gewirkt habe. Fatal, wenn die Orkanböe oder gar ein Tornado aus der falschen Richtung auftrifft. [...] Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hecklingen und Bombach ist nach dem schweren Windwurf komplett gesperrt. Andere Forstwege in der Nähe sowie Wanderwege und Sportpfade seien ebenfalls durch umgestürzte Bäume blockiert, teilt Kaesler mit. Wanderer, Jogger und Mountainbiker werden deshalb dringend gebeten, die sturmgeschädigten Waldbestände nicht zu betreten und Absperrungen zu beachten. "Die Gefahr ist sehr groß", sagt Kaesler. Viele Bäume seien angeschoben und würden an anderen Bäumen festhängen, könnten aber jederzeit auch umstürzen. Die Aufräumarbeiten könnten mehrere Wochen andauern und seien "äußert gefährlich", weil durch das Laub alles "sehr unübersichtlich" sei." - Radarbilder zeigten zu dieser Zeit und an diesem Ort eine stark rotierende Superzelle mit einem so genannten Hook-Echo und einer mutmaßlichen Trümmerwolke.

Bilder + Karte zu den Schäden bei Kenzingen/Hecklingen (WZ-Forum)
Weitere Fotos der Schäden (WZ-Forum)
Chasingbericht vom 13.05.2015 (Sturmjäger NRW)
"Rotierende Zelle" ringt alte Buchen nieder (Badische Zeitung, 14.05.15)
Waren die Tornados am Mittwochabend (13.05.) vorhersehbar? (Facebook)


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Regnitzlosau (Bayern)

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 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:40 und 20:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich östlich von Hof: "Anschließend wurde es allgemein sehr dunkel, die Aufnahme entstand um 20:44. Standort Trogen (Landkreis Hof), Richtung Südost." Die Trichterwolke reichte maximal bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden hinab.

Funnelcloud bei Regnitzlosau


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Coswig (Anhalt) (Sachsen-Anhalt)

 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud bei Dessau aus größerer Entfernung. Ebenfalls Sichtung um 18:32-18:33 von der Autobahn A9 aus im Bereich nordwestlich von Coswig und recht dicht westlich der Autobahn. Rotation konnte so schnell nicht erkannt werden.

12.05.2015 Tornadoverdacht Coswig / Sachsen Anhalt (Stormchaser Brandenburg)
Foto der Funnelcloud (Facebook)


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Alten (Sachsen-Anhalt)

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 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:11 Uhr MESZ. Beobachtung eines bodennahen Wirbels mit Verbindung zur rotierenden Wolkenbasis im Bereich südwestlich des Flugplatzes Dessau, etwa zwischen Alten und Mosigkau. Definitionsgemäß handelte es sich damit um einen Tornado, der aber nur schwach gewesen sein dürfte.

Tornado in Dessau
Foto des Wirbels (Facebook)


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Kinderode (Thüringen),
Nohra bei Nordhausen (Thüringen),
Wollersleben (Thüringen)

 12.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Ein Tornado richtete an Häusern und Bäumen einige Schäden an. Der Wirbel wurde beobachtet und fotografiert. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 12.05.2015"Kleine Windhose zerstört Dach des Konsums in Nohra. Die Feuerwehr Nohra war am Abend mit zwölf Mann in der Ortslage Nohra im Einsatz. Am Einkaufsmarkt wurde durch eine Art Windhose ein etwa 50 Quadratmeter großes Stück des Daches beschädigt. Die Dacheindeckung verteilte sich auf der Hauptstraße. Die Kameraden sammelten sie wieder ein. Die Straße war etwa eine halbe Stunde gesperrt für die Aufräumarbeiten. Mit einem Dachdeckerbetrieb wurde das Dach notdürftig gegen Wind und Regen gesichert. Des Weiteren beseitige die Feuerwehr Nohra mehrere Gefahrenstellen durch lockere Ziegeln und Äste in der Ortslage. Die Feuerwehren Wollersleben und Mörbach waren auf der Straße zwischen Hünstein und Wollersleben im Einsatz und beseitigen dort mehrere umgestürzte Bäume. In der Gemarkung Nohra sind mehrere große Bäume entwurzelt beziehungsweise auseinandergerissen. Augenzeugen beobachteten eine braune rotierende Windsäule, die von südwestlich nach nordöstlich durch das Wuppertal (Anmerkung: korrekt ist Wippertal) zog, von Kinderode Richtung Nohra bis nach Wollersleben knickte sie etliche Bäume an der Wipper ab, darunter 20 Meter hohe Pappeln."

Tornado in Nohra
Kleine Windhose zerstört Dach des Konsums in Nohra (Thüringer Allgemeine, 12.05.15)
Windhose in Nohra (nnz-online.de, 12.05.15)


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Kirchgandern (Thüringen)

 12.05.2015 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:25 Uhr MESZ. Ein mutmaßlicher Tornado richtete an Häusern und Bäumen einige Schäden an. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 13.05.2015: "Tornado wütet in Kirchgandern und reißt kompletten Dachstuhl weg - Kirchgandern. Zwei Minuten habe es gedauert. Länger nicht. Helga Herwig schiebt sich die Brille zurecht. Sie kann das Geschehene vom Dienstag noch immer nicht in Worte fassen. Wie Wurfgeschosse beschädigten Trümmerteile von Herwigs Dach Häuser in der Nachbarschaft. ?Ich hatte gerade Kaffee gekocht?, erinnert sie sich. Ihr Mann Lothar war aus dem Garten gekommen. Dort hatte er nach den Hühnern gesehen. Das Ehepaar wollte sich eine gemeinsame Pause gönnen. Doch daraus wurde nichts. Der Kaffee stand noch am Abend in der Küche. Nicht ein Schluck fehlte.Windig war es. Und es regnete. Aber mit dem, was dann plötzlich geschah, hatte keiner in Kirchgandern gerechnet. Augenzeugen sagen: Es sei ein Tornado gewesen. Braungelbfarbene Luft ? in der Form eines Trichters. Der starke Wirbel kam von Besenhausen rüber, zog übers Dorf hinweg, am Gänsebach entlang zum Kahlen Berg. Er hinterließ eine Schneise im Ort, die an den Dächern zu erkennen ist, auf denen Ziegel fehlen. ?Es hat mächtig geknallt?, berichtet Helga Herwig. ?Und schon war unser Nebengebäude ohne Dach.? Es geschah genau um 16.25 Uhr. ?Ich habe sofort auf die Uhr geschaut.? Auch der Stationsweg zur Kapelle wurde durch das Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Der Tornado entwurzelte zwei Linden, zertrümmerte eine kleine Wanderhütte und zerstörte auch die dritte Station (im Bild) des Kreuzweges. Als seien die Holzbalken nur aus Pappe ? so leicht hob der Luftwirbel das Dach hoch, ?und weg war es?, staunt Lothar Herwig auch einen Tag später noch über diese Naturgewalten. ?Ein Glück, dass unser Wohnhaus vom Sturm weitestgehend verschont blieb.? Dort fehlen nur ein paar Ziegel, und die Dachrinne ist beschädigt. Es hätte schlimmer kommen können. Nach dem Tornado war die Straße ?Hinterm Dorf? ein Trümmerfeld. Die Balken von Herwigs Dachstuhl lagen überall herum. Einige waren zuvor wie Wurfgeschosse gegen benachbarte Gebäude geprallt. Auch am Haus Benedikt ? eine Tagespflege für Senioren ? sind die Schäden unübersehbar." - Ein Tornado ist nach einer Schadensanalyse sehr wahrscheinlich.

Verdachtsfall Kirchgandern (Thüringer Storm Chaser)
Tornado wütet in Kirchgandern (Thüringer Allgemeine, 13.05.15)
Schadensanalyse 16.5.15 von Oliver und Peter_HIG (Thüringer Allgemeine, 13.05.15)


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Arfurt (Hessen),
Weilmünster (Hessen)

 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:20 bis 16:27 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Weilburger Tageblattes vom 12.05.2015: "Unwetter zieht über den Landkreis - Böen verursachen Schäden in Weilmünster, Arfurt, Schadeck und Staffel. Limburg-Weilburg (ve/flu/uls). Ein plötzlich aufkommender Sturm hat am Dienstagnachmittag als Ausläufer eines Gewitters im Bereich Weilmünster, Weinbach, Runkel, Villmar und Limburg-Staffel teils erhebliche Sachschäden verursacht. Verletzt wurde dabei niemand. Laut Feuerwehr beschädigten die Sturmböen mehrere Gebäude. Dabei wurden Dächer teilweise abgedeckt oder Bäume auf Häuser geschleudert. Die Leitstelle Limburg-Weilburg vermeldete in einer Zusammenfassung um 19 Uhr solche Sturmschäden an einem Haus in Weilmünster, einem weiteren in Staffel sowie an zwei Scheunen in Arfurt und in Schadeck. Besonders viele Bäume fielen zwischen Weilmünster und Aulenhausen um. Die dort verlaufende Kreisstraße 442 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden, bis die Feuerwehrleute die Fahrbahnen wieder freigeschnitten hatten. Bäume riss der Sturm auch im Bereich Runkel um. So mussten die Einsatzkräfte einen Baum auf der Straße zwischen Runkel und Villmar beseitigen. Die Leitstelle registrierte insgesamt 26 Bäume, die auf Straßen gefallen waren und von Feuerwehrleuten oder der Straßenmeisterei von der Fahrbahn entfernt werden mussten. In Dehrn sollen zwei Dächer beschädigt worden sein, im Bereich Kerkerbach riss der Sturm eine Oberleitung auf der Bahnlinie ab. In Staffel war der Bereich um den Bahnhof besonders betroffen. Dort wurden an zwei Gebäuden Teile des Daches abgedeckt und es stürzten mehrere Bäume um. Betroffen waren das Gasthaus in der Koblenzer Straße 3 neben dem Bahnübergang und das Dach einer ehemaligen Scheune. Im Hof des Grundstücks wurde ein größeres Zelt abgedeckt. Auf der gegenüberliegenden Seite fiel eine Tanne auf eine benachbarte Tanne, die auf das Dach eines Wohnhauses stürzte. Als die Feuerwehr den Einsatzort verlassen wollte, riss von einem Laubbaum ein dicker Ast ab. TAGEBLATT-Leser meldeten zudem, dass ein Tornado im Raum Villmar und Runkel gesichtet worden sei. [...]" - Aus einer Meldung der Nassauischen Neuen Presse vom 13.05.2015: "?Wie eine Windhose?, sagt Limburgs Stadtbrandinspektor Uwe Zimmermann. Eine Windhose mit mächtig Wirkung. Am Bahnübergang in Staffel entwurzelte der Sturm zwei mächtige Nadelbäume, die auf die dort stehende Villa stürzten. Die ehemalige Gaststätte Schwenk verlor einen Teil der Dacheindeckung, die auf dem gegenüberliegenden Parkplatz landete. Die dahinter stehende Scheune verlor etliche Dachziegel. Und hinter dem Kindergarten stürzten noch zwei Bäume um. [...] Der Sturm hinterließ eine deutlich sichbar Spur das Lahntal hinauf. Zwischen Eschhofen und Dehrn entwurzelte er eine ganze Reihe von Bäumen, in Schadeck ließ er einen mächtigen Baum auf das Wohnhaus des Aussiedlerhofes ?Lahnblick? stürzen. Aus Arfurt meldet die Feuerwehr das zum Teil abgedeckte das Dach Grundschule wurde teilweise abgeräumt. Am Bahnhof Kerkerbach hing ein Stromkabel über den Gleisen. Umgestürzte Bäume gab es außerdem im Stadtgebiet Runkel in der Schadecker Straße und in der August-Gerhart-Straße in Richtung Wehreley sowie auf der Landesstraße zwischen Runkel und Villmar. Im Einsatz waren die Feuerwehren Runkel und Schadeck mit rund 25 Leuten. Nach Angaben von Kreisbrandinspektor Georg Hauch hat der Sturm noch weitere Schäden im Landkreis verursacht. Im Ortsteil Möttau der Gemeinde Weilmünster wurde eine Scheune so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nun einsturzgefährdet ist. Umgestürzte Bäume beseitigen die Einsatzkräfte den Feuerwehren zudem noch in den Gemeinden Villmar, Weinbach und Beselich." In der Sendung "Maintower" des Hessischen Rundfunks wurde eine Feuerwehrfrau interviewt: "Ich war draußen und man konnte überhaupt nicht die Augen offen halten, weil so viel Dreck rumgewirbelt ist. Mein Mann kam auch gerad von der Arbeit heimn, der hat halt gesagt, man hat wirklich in 300 Meter Höhe oben eine richtige Windhose über dem Dorf drehen sehen."

Verdachtsfall Kreis Limburg-Weilburg (Skywarn)
Bericht zum Fall (Facebook)
Unwetter zieht über den Landkreis (Weilburger Tageblatt, 12.05.15)
Schneise der Zerstörung (Nassauische Neue Presse, 13.05.15)


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Seelbach (Hessen)

 12.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:55 Uhr MESZ. Dazu der Bericht von Bernold Feuerstein: "Ich habe leider nur puntkuell einige Schäden betrachten können - sie bewegen sich im Bereich T2 bis max. T3. An einer Stelle übrigens eindeutige Tornadoschäden - die Bäume liegen wie Mikado mit tw. entgegengesetzter Fallrichtung. Auch gibt es eine Handvoll unabhängiger Augenzeugen eines rotierenden Staubfußes. Der Tornado selbst war wohl kaum auskondensiert (wie Pfungstadt 1998)." Wie dieser mit den weiteren Verdachtsfällen am selben Tag in Hessen zusammenhängt, ist noch offen.

Tornadoschäden Villmar-Seelbach (Facebook)


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Niederquembach (Hessen)

 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung dee Wetzlarer Neuen Zeitung vom 13.05.2015: "Windhose bringt viele Bäume zu Fall - Schöffengrund (ho/lu). Eine Windhose in Kombination mit einem Regenguss hat am Dienstagnachmittag in Schöffengrund zahlreiche Bäume zu Fall gebracht. Die Aufräumarbeiten dauern an. Nicht nur Fichten fielen nach Angaben von Revierförster Frank Bremer um, sondern auch Buchen und Eichen. Die Straße zwischen Nieder- und Oberwetz musste wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt werden, die Feuerwehr räumte auf und machte die Durchfahrt wieder frei. Besonders schlimm wütete der starke Wind im Revier oberhalb der Kreisstraße zwischen Nieder- und Oberquembach, die voraussichtlich bis zum heutigen Freitag gesperrt bleibt. Hier knickten allein 80 Nadelbäume um. Einige fielen auf die Straße und zermalmten auf etwa 100 Meter Länge die Leitplanken. Am Mittwochvormittag telefonierte Bremer einen Harvester herbei. Diese Holzerntemaschine soll im Zusammenspiel mit dem ortsansässigen Forstbetrieb Zimmermann die Straße wieder sicher und befahrbar machen. Es werde noch dauern, bis alle Schäden erfasst sind, erläuterte Jürgen Hackerott, stellvertretender Forstamtsleiter. Er riet davon ab, in den nächsten drei bis vier Wochen vom Sturm betroffene Waldbereiche zu betreten. "Viele Bäume stehen momentan instabil." Während die gefallenen Fichten per Harvester verschwinden, sollen Buchen und Eichen mit Motorsägen bearbeitet und für die weitere Verwertung vorbereitet werden." Nach einer Vor-Ort-Untersuchung ist ein Downburst in diesem Fall sehr wahrscheinlich.

Fotos der Schäden bei Niederquembach
Windhose bringt viele Bäume zu Fall (Wetzlarer Neue Zeitung, 13.05.15)
Einsätze 2015 (Feuerwehr Brandoberndorf


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Reimershagen (Mecklenburg-Vorpommern)

 12.05.2015 / Stärke (F0) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des NDR am 12.05.2015: "Erneut Unwetter mit Tornado über MV - Eine Woche nach dem verheerenden Tornado in Bützow (Landkreis Rostock) ist erneut eine Unwetterfront über Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Diesmal war insbesondere die Region um Güstrow, Lohmen und Krakow am See betroffen. In Reimershagen bei Krakow berichtete ein NDR Reporter von einem Tornado, der den Ort streifte. Ein rotierender rüsselförmiger Wirbel sei über den Reimershagener See gezogen. Es soll vereinzelt zu Schäden an Dächern und Fenstern gekommen sein, Äste wurden von den Bäumen gerissen. Das Ausmaß soll jedoch bei Weitem nicht so gravierend wie bei dem Bützower Tornado gewesen sein, hieß es weiter. Vereinzelt kam es auf einigen Straßen in der Region zu Verkehrsbehinderungen wegen herabgestürzter Äste und umgestürzter Bäume. Bei Friedland nahe Neubrandenburg stürzte ein Baum in ein Haus. Auf der B 197 kam es daraufhin zu einem Stau." - Eine Vort-Ort-Untersuchung der Schäden ergab dies: "Dokumentation ausgewählter Sturmschäden (umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste mit Durchmesser mind. 10cm) vom Downburst 12.5.2015 südlich von Güstrow. Ein Tornadoereignis ist auf Grund der Schadensstruktur unwahrscheinlich. Untersucht wurden die Abschnitte L17 zwischen Güstrow und Lohmen, L11 zwischen Lohmen und Reimershagen, Waldweg zwischen Reimershagen und Alt Sammit, B103 in Krakow am See, L71 zwischen Krakow am See und A19, A19 zwischen zwischen den Anschlussstellen 14 und 13. Schadensaufnahme: Frank Böttcher."

Erneut Unwetter mit Tornado über MV (NDR, 12.05.15)


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Krakow am See (Mecklenburg-Vorpommern)

 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von NonstopNews am 12.05.2015: "Offensichtliches großes Glück hatten die Menschen am Nachmittag bei Krakow am See. Nach mehreren Meldungen ist möglicherweise eine Windhose entlang der nahen A19 gezogen und hat auf ihrem Weg eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Auf einer Länge von mehreren hundert Metern steht kein Baum mehr, die Autobahn ist von abgeknickten Stämmen übersäht. Die Polizei ließ die A19 in beide Richtungen komplett für den Verkehr sperren. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Sturm hat dabei förmlich eine Schneise erzeugt, in der kein Baum mehr steht. Ob es sich dabei um einen Tornado gehandelt hat, wie mehrere Augenzeugen insbesondere in sozialen Netzwerken berichten, oder um einen Downburst, bei dem Wind genau gegenteilig zu einer Windhose mit hohem Tempo von oben herab auf den Boden trifft und schwere Schäden erzeugen kann, ist zur Stunde noch nicht geklärt. Die Feuerwehr spricht vor Ort von einem sehr schadensträchtigen Ereignis." Ein User bei Twitter schreibt: "Bei Krakow am See drückt Fenster aus Angeln, Firstziegel vom Dach, Äste von Bäumen gerissen. Augenzeugen beschreiben typisch rotierende Windhose. Zieht Ri Südost." (Quelle: Meldung bei Twitter - Eine Vort-Ort-Untersuchung der Schäden ergab dies: "Dokumentation ausgewählter Sturmschäden (umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste mit Durchmesser mind. 10cm) vom Downburst 12.5.2015 südlich von Güstrow. Ein Tornadoereignis ist auf Grund der Schadensstruktur unwahrscheinlich. Untersucht wurden die Abschnitte L17 zwischen Güstrow und Lohmen, L11 zwischen Lohmen und Reimershagen, Waldweg zwischen Reimershagen und Alt Sammit, B103 in Krakow am See, L71 zwischen Krakow am See und A19, A19 zwischen zwischen den Anschlussstellen 14 und 13. Schadensaufnahme: Frank Böttcher."

Schweres Unwetter zog über Autobahn (NonstopNews, 12.05.15)
Galerie: Schweres Unwetter zog über Autobahn (NonstopNews, 12.05.15)
A19 nach Sturmschäden voll gesperrt (Güstrower Anzeiger, 12.05.15)
Weitere Fotos der Schäden (Facebook)


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Rakow bei Neubukow (Mecklenburg-Vorpommern)

 05.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:30 und 19:45 Uhr MESZ. Dazu wurde dieser Bericht gemeldet: "Am 05.05.2015 kam es im Zeitraum von 19.30-19.45 zu einem eventuellen Tornado in 18516 Süderholz OT Rakow. Laut Aussagen der Anwohner kam es zu Bodenkontakt des Rüssels. Auf einer Breite von ca 700m und einer Länge von 1000m sind Dächer stark beschädigt mindestens 15 Bäume umgekippt bzw abgebrochen und ca 50 Bäume stark beschädigt im Kronenbereich. Ein Biobauer hat an seinem großen Gewächshaus große Schäden, die Aufräumarbeiten laufen noch immer, die Dächer wurden notdürftig repariert. 2 Verkehrszeichen sind auch umgeknickt. Es sind auch Einsatzberichte der Feuerwehr Süderholz im Internet. Leider gibt es kein Foto oder Film von dem Tornado." Die breite Schneise spricht für einen Downburst, es liegt aber auch eine Meldung über die Beobachtung einer Funnelcloud vor. Erste Untersuchungen vor Ort sprechen ebenfalls deutlich für einen Downburst.

Einsätze 2015 (Löschzug Süderholz)


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Woland (Mecklenburg-Vorpommern)

 05.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Bestätigt
Ab südlich von Hohen Sprenz verläuft eine 3,4 Kilometer lange Schneise über Dudinghausen und Woland weiter über die A19 und es verläuft sich im Wald beim Flughafen Rostock-Laage. Zwischen Dudinghausen und dem Flughafen Rostock-Laage markante Vegetationsschäden etwa 0,5 km ostnordöstlich der Ortschaft Woland, es ist ein homogener Kiefernbestand mit Mikadofallmuster. Das Areal gehört schon zum Flughafen Rostock-Laage und ist nicht begehbar. Da sich der Bützow-Tornado bei Werle Hof (Kassow) auflöste, muss von einer Neubildung ausgegangen werden (Bericht von Thilo Kühne).


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Rühn (Mecklenburg-Vorpommern),
Bützow (Mecklenburg-Vorpommern),
Kassow (Mecklenburg-Vorpommern)

 05.05.2015 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 18:45 und 18:50 Uhr MESZ. Tornado mit etwa 30 Verletzten und erheblichen Schäden. Die Schäden dürften nach Auskunft des Bürgermeisters von Bützow im zweistelligen Millionenbereich liegen, 16 Häuser wurden zunächst für unbewohnbar erklärt und gesperrt. Vor allem am Nordrand des kleinen Triensees im Südwesten der Stadt gab es Schäden bis in den F3-Bereich. In der Stadt selbst ist ein PKW verfrachtet worden, was ebenfalls auf F3-Stärke hinweis. Es existieren viele Spekulationen über mehr als F3, einen konkreten Hinweis gibt es derzeit aber nicht. Der Tornado zog weiter bis hinter Kassow, bisher sind mehr als 13 Kilometer der Zugbahn erfasst. Der Tornado war ein breiter, so genannter "Multivortex-Tornado", der aus mehreren Teilwirbeln bestand.

Tornado in Bützow (Skywarn)
Tornado(s) nahe Schwerin 05.05.2015 (WZ-Forum)
Video des Tornados (Twitter)
Foto eines umgestürzten Autos (Facebook)
Tornado-Spezial (Schweriner Volkszeitung)
Schwerer Tornado verwüstet ganze Ortschaft (NonstopNews, 05.05.15)
Galerie: Schwerer Tornado verwüstet ganze Ortschaft (NonstopNews, 05.05.15)
Bützow ein einziges Trümmerfeld (Schweriner Volkszeitung, 05.05.15)
Tornado? Schwere Verwüstungen in Bützow (NDR, 06.05.15)
10 Minuten Todesangst - NDR Spezial zum Tornado über Bützow vom 5.5.2015 (NDR/YouTube)
Tornado as violent storms batter northern Germany (BBC, 06.05.15)

Bilder und Videos des Tornados:
Entstehender Tornado bei Warnow? (NDR, 06.05.15)
Video: Tornado über Bützow am 05.05.2015 (YouTube)
Entstehung des Multivortex-Tornados (Facebook)
Weiteres Video des Tornados (Facebook)
Bützow: Mitten im Tornado (05.05.2015) (YouTube)
Im Inneren des Tornados von Bützow (Langversion, 05.05.2015) (YouTube)
Tornado in Bützow - Augenzeugen-Video (YouTube)
F3 Tornado Impact Bützow (YouTube)

Bilder und Videos der Schäden:
Fotos der Schäden in Bützow
Zerstörerische Windhose fegt durch Bützow (n-tv, 06.05.15)
Tornado tobt in Kleinstadt, ein Toter in Hamburg (T-Online, 06.05.15)
Aufräumen nach dem Tornado in Bützow (NDR, 06.05.15)
Drohnenvideo: Die Zerstörungen in Bützow (NDR/Facebook)
Bützow nach dem Tornado | Zusammenfassung (YouTube)
Tornado hits Germany, leaving Extensive damage (YouTube)
besonderer Einsatz: Tornado zieht Schneise der Verwüstung durch Bützow (Feuerwehr Bad Doberan)


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Groß Laasch (Mecklenburg-Vorpommern)

 05.05.2015 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung des NDR vom 05.05.2015: "Auch durch Groß Laasch zog nach Angaben der Feuerwehr ein Tornado. Dabei wurden drei Häuser, mehrere Autos und ein Lkw teils schwer beschädigt. Ein Haus sei regelrecht explodiert, sagte ein Anwohner. Umherfliegende Trümmerteile trafen Autos. Auf einer Fläche von zwei Hektar wurden Bäume umgeknickt wie Streichhölzer." Die Baumschäden und auch die Art der Gebäudeschäden sind eindeutig und es ist von einem starken Tornado auszugehen. - Aus einer Meldung der Schweriner Volkszeitung vom 07.05.2015: "Bjørn Pedersen wühlt in den Trümmern des ehemaligen Bahnhofsgebäudes von Groß Laasch. ?Das Haus ist nicht mehr zu retten?, ist er sicher. ?60 000 Euro Schaden, und keine Versicherung wird zahlen. Es ist ein Rohbau, und da sind Elementarschäden nicht abgedeckt?, erklärt der Däne. Eigentlich sollte hier einmal das Zuhause seiner Familie entstehen. Pedersens waren beim Ausbau. Dann kam der Tornado am Dienstagabend über Groß Laasch (SVZ berichtete). Augenzeugen berichten Dramatisches. Demnach hat sich die Windhose nördlich des Bahnübergangs herabgesenkt, ist dann ein ganzes Stück Richtung Süden gewandert, dann umgekehrt und hat den gleichen Weg der Zerstörung zurück genommen. Mittendrin liegt das ehemalige Bahnhofsgebäude. Pedersens hat es am Ärgsten getroffen. Das Gebäude dahinter, in dem jemand anderes wohnt, sieht weniger beschädigt aus. Was wirklich kaputt ist, werden Fachleute ermitteln."

Verdachtsfall Groß Laasch (Skywarn)
Fotos der Schäden (Unwetternetzwerk)
Tornado? Schwere Verwüstungen in Bützow (NDR, 06.05.15)
Vor Trümmern nach dem Tornado (Schweriner Volkszeitung, 07.05.15)
Einige Fotos der Schäden (Facebook)


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Ahrensbök (Mecklenburg-Vorpommern)

bild
 05.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 18:20 und 18:30 Uhr MESZ. Tornado nordöstlich von Schwerin im Bereich Ahrensboek (Gemeinde Cambs) gemeldet und gefilmt. Zumindest kurzzeitiger Bodenkontakt des Wirbels ist durch sichtbare Aufwirbelungen gesichert. Im Bereich Ahrensboek gab es zudem erhebliche Schäden an Bäumen.

Tornado bei Schwerin
Verdachtsfall Rampe (Skywarn)
05.05.2015 Tornado in der Nähe von Rampe, M-V (YouTube)
5.5.2015 Tornado Windhose Cambs Mecklenburg (YouTube)
Tornado gestern: 05.05.2015 [18:30] lokaler Zeit, 15 km Nordöstlich von Schwerin (YouTube)
Video aus Schwerin-Mitte (Facebook)
Weiteres Video aus Schwerin-Mitte (Facebook)
Foto nordöstlich von Schwerin (Facebook)


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Lübeck (Schleswig-Holstein)

 05.05.2015 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 17:40 Uhr MESZ. Windhose in den Lübecker Nachrichten genannt. Aus einer Meldung der Lübecker Nachrichten vom 07.05.2015: "Windhose fällte 60 Linden ? Straße bleibt länger gesperrt. Die Windhose, die am späten Dienstagnachmittag durch den Kreis Stormarn gefegt ist, hat auch eine ganze Baumallee an der Landesstraße 88 zwischen dem Pölitzer Ortsteil [...] - Wie an einer Perlenschnur aufgereiht blockieren die Linden die Straße zwischen Pölitz und Lasbek." Dis bisher vorliegenden Meldungen lassen an dieser Stelle auf einen Downburst schließen. Allerdings gab es von Hamberge über Lübeck-Buntekuh, Lübeck-St. Lorenz-Nord, Lübeck St. Gertrud und die Lohmühle und bis zum Schellbruch in einem eng begrenzten Bereich einige Schäden. Am Nordrand dieser bis zu 300 Meter breiten Schneise fielen die Bäume meist in Richtung Norden oder sogar Nordwesten. Aus der Lübecker Innenstadt liegt eine Beobachtung einer Trichterwolke von der Possehlstraße in Richtung Nordwesten bis Norden (Lohmühle) vor.

05.05.15 / Lübeck / Unwetterschäden durch Gewitterfront (viele Bilder!) (Stormchaser Europe)
Windhose fällte 60 Linden (Lübecker Nachrichten, 07.05.15)
05.05.15 Tief "Zoran" live Lübeck (YouTube)


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Ganderkesee (Niedersachsen)

 05.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MESZ. Medienmeldung einer Windhose. Aus einer Meldung der Neuen OZ vom 05.05.2015: "Delmenhorst/Ganderkesee. Das kurze aber heftige Gewitter, das am Dienstagnachmittag kurz nach 16 Uhr über Delmenhorst und die Region gezogen ist, hat schwere Schäden hinterlassen. In Ganderkesee hat eine Windhose eine Schneise der Verwüstung gezogen. [...] Auch in Ganderkesee hat das Gewitter teils schwere Schäden hinterlassen. Laut Ortsbrandmeister Rolf Meyer zog eine Windhose vom Brüninger Weg über die Grüppenbührener Straße in Richtung Schlutter. Die Windhose habe eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, so Meyer. Die Arbeiten der Feuerwehr werden noch bis in die Nacht andauern, weil weiter Baumteile abzustürzen drohen. Die Schäden durch die Windhose sind schwerer als zunächst angenommen. Mehrere Dächer wurden teilweise abgedeckt. Auch von Häusern in Elmeloh sind bereits Dachschäden gemeldet worden. Zahlreiche Kräfte sind damit beschäftigt, die beschädigten Dächer abzusichern. Mehrere Straßen wurden abgesperrt."

Verdachtsfall Ganderkesee (Skywarn)
Windhose reißt auf 200 Metern etliche Eichen aus dem Boden (NonstopNews, 05.05.15)
Galerie: Windhose reißt auf 200 Metern etliche Eichen aus dem Boden (NonstopNews, 05.05.15)
Unwetter mit Tornado über Großraum Delmenhorst (YouTube)
Unwetter in der Region: Windhose über Ganderkesee (Neue OZ, 05.05.15)
Bäume knicken wie Streichhölzer (Nordwest Zeitung, 06.05.15)


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April

Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern)

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 30.04.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: 20:21 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud durch Rüdiger Manig von der Wetterwarte Neuhaus in Neu-Kaliß in Richtung Dömitz/Elbe. Die Sicht war durch ein nahes Waldstück nach unten sehr eingeschränkt, die Funnelcloud war vor den beiden Aufnahmen markanter in der Ausbildung.

Funnelcloud bei Dömitz
Foto der Funnelcloud (Thüringer Storm Chaser)
Foto der Funnelcloud (Facebook)


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Schöpstal (Sachsen)

 27.04.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:25 bis 19:27 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud nördlich von Görlitz nahe der BGrenze zu Polen. Dazu aus einem Bericht der Stormchaser Brandenburg: "Wir konnten aus Schöpstal in Richtung Nordost eine wunderschöne weit herabreichende Funnelcloud beobchten."

Verdachtsfall Schöpstal (Skywarn)
27.04.2015 Toller Chasingauftakt mit Tornadoverdacht (Stormchaser Brandenburg)


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Bischofswerda (Sachsen)

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 27.04.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: ab etwa 18:22 bis 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud bei Bischofswerda: "Der Beobachtungspunkt war auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Frankenthal und Rammenau in Höhe des Ortsteils Schaudorf der Gemeinde Rammenau. Blickrichtung war Südost, als ich den Schlauch sah. Der Schlauch befand sich meines Erachtens in dem Gebiet der Stadt Bischofswerda. Die angezeigte Zeit auf den Fotos ist noch Winterzeit - bitte 1 h vorrechnen. Der Schlauch war also gegen 18.23 Uhr zu sehen. Rotation war zu erkennen. Dauer der Beobachtung: max. 1 min."

Funnelcloud bei Bischofswerda
Verdachtsfall Bischofswerda (Skywarn)


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Birkwitz (Sachsen)

 02.04.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Morgenpost Sachsen vom 03.04.2015: "Windhose deckt Dach von Kita ab! Pirna - Nach der Ruhe kam der Sturm: Im Pirnaer Ortsteil Birkwitz hat offenbar eine Windhose erheblichen Schaden angerichtet. Das Dach der örtlichen Kindertagesstätte flog umher, die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Das Wetter schlägt manchmal seltsame Kapriolen. Während vielerorts die Menschen von heftigen Schneefällen geplagt werden, haben die Anwohner von Birkwitz wahre Schreckensmomente hinter sich. Eine Windhose zog am frühen Abend durch den Ort. Polizeisprecher Lutz Milker: "Gegen 17.35 Uhr erreichte uns die Meldung, dass es dort zu mehreren wetterbedingten Sachschäden gekommen ist." Schlimm erwischt hat es die Kita Schatzfinder in der Pratzschwitzer Straße. Die Windhose hat das Flachdach herunter geweht. Die Feuerwehr sichert derzeit das Gebäude. Auch abseits der Kita entstanden im Ort Schäden. Ziegel von Dächern kamen runter, ein hölzerner Hochstand wurde von der Windhose umgerissen, ein Fussballplatz wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Auch diverse Zäune nahe der Kita wurden umgerissen. "Bislang haben wir keine Informationen über Verletzte", so der Polizeisprecher. Während des Mini-Tornados befanden sich wohl mehrere Kinder nahe der Kita, konnten aber rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Eine Windhose ist nichts anderes als ein Tornado, also ein kleinräumiger, meist schlauchförmiger Wirbel, der von einer Schauer- oder Gewitterwolke durchgehend bis zum Boden reicht. Selten sind die Naturereignisse längst nicht mehr. Sturmjäger filmen und erfassen immer wieder auch solche Windhosen in Sachsen. Im Juli richtete zum Beispiel ein kleiner Tornado im beschaulichen Schönau, einem Ortsteilvon Ralbitz-Rosenthal (bei Bautzen), erheblichen Schaden an. Dächer wurden abgedeckt, Autos von umgestürzten Bäumen beschädigt. Umher fliegende Teile schlugen zudem in mehreren Fenstern ein." - Derzeit deuten die Schäden und die Berichte von Anwohnern nicht auf einen Tornado hin.

Verdachtsfall Birkwitz (Skywarn)
Windhose deckt Dach von Kita ab (Morgenpost Sachsen, 03.04.15)
Windhose wütet in Pirna (Sächsische Zeitung, 03.04.15)
Fotos: Sturmschäden in Birkwitz (Sächsische Zeitung, 03.04.15)


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März

Langhecke (Hessen)

 31.03.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Datum unsicher. Dazu der Bericht von Bernold Feuerstein: "Ich habe beim Wandern einen sehr verdächtigen Sturmschaden bei Langhecke (Ortsteil von Villmar) gefunden. Es handelt sich um eine recht schmale (gut 50 m) aber nicht sehr lange (wenige 100 m) Schneise in einem dichten, aber stabil wirkenden Fichtenbestand, der praktisch einen Totalschaden erlitten hat. Viele Bäume sind geworfen, einige gebrochen. Fallrichtung nicht einheitlich, z. T. liegen Bäume verschiedene Fallrichtungen übereinander. Bei geworfenen Exemplaren zusätzlich deutliche Druckschäden zu sehen. Ich schätze die Intensität auf T3/F1. In der weiteren Umgebung nur isolierte Schäden. Über den Zeitpunkt kann ich (außer dass der Schaden recht frisch ist) wenig sagen. Es könnte bis zu den Stürmen in der Karwoche zurückgehen, aber evtl. auch jünger (nächtliches Gewitter am 26.04.)."

Tornadoschäden Villmar-Seelbach (Facebook)


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Bad Karlshafen (Hessen)

 31.03.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19 und 20 Uhr MESZ. Bericht eines Anwohners: "Als Stormchaser wohne ich direkt in Bad Karlshafen, wo sich heute zwischen 19 und 20 Uhr ein sehr schweres Gewitter entlud. Meine private Station hatte 134,7 km/h gemessen. Es gab quasi eine Schneise der Verwüstung in einem 2km2 Stück. Auf der B83 zwischen Bad Karlshafen (Bremer Straße) gibt es nur noch sehr wenige Bäume, die stehen. Diese sind auffällig entgegen der Windrichtung gefallen und zwar Richtung Westen, obwohl der Wind genau aus West kam. Weiter ging es so, dass nur wenige Bäume diese Sache überlebt haben. Besonders schlimm traf es den Campingplatz Bad Karlshafen, dort wurden Wohnwagen umgekippt bzw. einfach wie Würfel umgeworfen. Es gab auch Verletzte. An den angrenzenden Straßen sind einige Bäume umgefallen (ca. 250m Luftline), danach war es dann vorbei und keine Schäden mehr feststellbar. Die Bäume, die über den Gehweg gestürzt sind, sind alle komplett entgegen der Windrichtung gefallen, ebenso hinter dem Campingplatz, die Baumkronen lagen alle in Richtung Nordwesten/Westen." - Auf dem Campingplatz stürzten 6 Wohnwagen um, einer überschlug sich, mindestens 6 weitere wurden in unterschiedliche Richtungen verschoben. In einem 500 bis 600 Meter langen Bereich wurden Laternen umgebogen und Straßenschilder abgeknickt. Außerhalb dieser Schneise waren keine größeren Schäden feststellbar. Bei einem Haus in der Weserstraße wurden im 3. Obergeschoss Fenster herausgerissen. Das Glas lag samt halbem Fenster auf der Straße, ohne dass auch nur eine Scherbe die Wohnung gesehen hatte. Das Fenster liegt zudem völlig geschützt zum Hinterhof hin, wobei noch ein massives Wohnhaus daneben steht (windgeschützte Seite). Das Wohnhaus ist das vorletze Gebäude vor dem Campingplatz. Danach kommt der Campingplatz und dann die Weser.

Verdachtsfall Bad Karlshafen (Skywarn)
Bad Karlshafen: Orkan "Niklas" trifft auf Campingplatz in Bad Karlshafen (Polizeipresse, 01.04.15)
Orkan "Niklas" trifft auf Campingplatz (Hessennews, 01.04.15)
Unwetter: Orkan "Niklas" über Nordhessen 31.03.2015 (Hessennews / YouTube, 01.04.15)
Niklas trifft auf Campingplatz - Frau schwer verletzt (NH24, 01.04.15)
?Niklas? zieht ab und hinterlässt viele Schäden (FAZ, 01.04.15)
Mutter durch umstürzenden Wohnwagen schwer verletzt (HNA, 01.04.15)
Fotos: Wohnwagen stürzten in Bad Karlshafen um (HNA, 01.04.15)
Sturmtief Niklas hinterlässt Schneise der Verwüstung (Facebook)


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Nobitz (Thüringen)

 31.03.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: 17:15 bis 17:21 Uhr MESZ. "[...] von 17:15 Uhr bis 17:21 Uhr konnte man einen Tornado beobachten; Bodenkontakt ca. 5 Sekunden. Konnte alles auf Video festhalten. Hatte einen Durchmesser von ungefähr 1 - 2 m; nicht stark aber schön anzusehen." - gemeldet bei der Unwetterzentrale: 31.03.2015 um 17:26 Uhr - Thüringen - Landkreis Altenburger Land - 04603 Nobitz

Verdachtsfall Nobitz (Skywarn)


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Coppenbrügge (Niedersachsen)

 31.03.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Hannover Reporter vom 31.03.2015: "Windhose zieht durch kleinen Ort: NordWestBahn mit Baum kollidiert / Dächer beschädigt / Bahnstrecke Hildesheim-Hameln gesperrt - Sturmtief nimmt bereits Kurs auf ganz Deutschland zu und richtet schon seit heute Morgen erste Schäden an. Der Höhepunkt wird in Niedersachsen am Nachmittag erwartet. Offenbar ist gegen 8 Uhr durch die Ortschaft Coppenbrügge eine Windhose gezogen. Dabei wurde eine große Fichte entwurzelt ist auf die Bahngleise gestürzt. Trotz Warnungen der Leitstelle ist die NordWestBahn 82056 mit dem Baum kollidiert. 17 Reisende mussten den Zug verlassen, der Triebwagen ist in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass derzeit der Bahnverkehr auf der Strecke Hildesheim-Hameln eingestellt wurde. Mehrere Dächer wurden ebenfalls beschädigt. Für die Feuerwehr und Dachdecker gibt es alle Hände voll zu tun."

Windhose zieht durch kleinen Ort (Hannover Reporter, 31.03.15)
Bildergalerie: Windhose zieht durch kleinen Ort (Hannover Reporter, 31.03.15)


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Otterbach (Hessen)

 02.03.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 03:30 und 03:40 Uhr MEZ. Schneisenlänge: 0,6 km, Breite max.: 120 m / Breite mittel: 100 m über Otterbach, Gemeinde Gemünden (Felda) im Vogelsbergkreis, von Westen nach Osten. Verfrachtungen von Material (u.a. Silagefolie) bis zu 600 Meter linksseitig zum Schneisenverlauf. Starke Konvergenz bei Bäumen. Heuballen mittlerer Größe (bis 500 kg) heruntergestürzt und einige Meter gerollt. Baumbrüche durch Fäule in einigen Fällen direkt auf Erdbodenhöhe, einzelne Kronenbrüche. Dächer beschädigt (Intensität maximal bis F1/T2). In kleinem Areal am Südwestende des Ortes äußerst markante Konvergenz im Fallmuster (Eichen mit Stammfäule und Birken) und bewegte Heuballen - Intensität kann hier mit F1/T3 festgesetzt werden. F2-Schäden liegen nachweislich nicht vor (Ausführliche Schadensdokumentation: Thilo Kühne - Ergebnis der Beratung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland im April 2015, Mainz).

Verdachtsfall Otterbach (Skywarn)
Tornadomeldung Gemünden/Osthessen 02.03. 2015 (WZ-Forum)
Grobe Karte mit den Schäden und Verfrachtungen (Google)
War es ein Tornado? Unwetter zerstört 16 Dächer (n-tv, 02.03.15)
Tornado-Verdacht (Die Welt, 02.03.15)
Gewittersturm tobt durch Osthessen: Tornado-Verdacht (Focus, 02.03.15)
Unwetter im Vogelsbergkreis (Gießener Allgemeine, 02.03.15)
Tornado schreckt 76 Einwohner auf - Massive Schäden an vielen Häusern (Osthessen News, 02.03.15)
Sechzehn Dächer durch Windhose beschädigt (NH24, 02.03.15)
Windhose fegt durch Ortschaft (Lauterbacher Anzeiger, 03.03.15)
Windhose fegt durch Osthessen (HR / YouTube)


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Januar

Heygendorf (Thüringen)

 14.01.2015 / Stärke (nicht bekannt) Plausibel
Zeitpunkt: zwischen 07:10 und 07:20 Uhr MEZ. Meldung eines Tornados: "Heute 14.01.15, ca. 7:20 Uhr in Heygendorf. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei, es war auch noch nicht wirklich hell. Hatte einen kleinen Durchmesser, Stärke zw. f1-f2 begleitet von dem üblichen starken Gewitter und sehr starkem Regen. Zum Glück hat er nur einen Baum erwischt und ging dann aufs offene Feld."

Tornadoverdacht bei Heygendorf


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Westerweyhe (Niedersachsen)

 10.01.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 03.03.2015: "Uelzen-Westerweyhe. Es stehen nur noch die Lärchen. Sie trotzten der Windhose, die ihre Schneise der Verwüstung durch ein privates Waldstück im Sieken zwischen Westerweyhe und Barum gezogen hat. Die Kiefern, die dort standen, boten mit ihren Nadelästen dem ?Tornado? eine Angriffsfläche und wurden umgerissen. Wenige hundert Meter weiter hat es noch nicht einmal mehr die Lärchen im Boden gehalten, als sich der Sturm seinen Weg suchte. Rund 1,8 Hektar Waldfläche, so schildert Jörg Becker, Bezirksförster für Molzen, seien in diesem Gebiet gefallen. Wenige Wochen sei das gerade einmal her, sagt er. Zu Beginn des neuen Jahres sind die Sturmschäden im Gebiet des Forstamtes Uelzen bereits enorm. Rund 20000 Festmeter an Waldhölzern fielen im Januar Windstürmen zum Opfer. ?Das ist knapp der Einschlag von zwei Revierförstereien während eines Jahres?, erklärt Becker. Auffällig sei, dass zunehmend Windhosen über den Landkreis hinwegziehen und in der Forst Schlachtfelder hinterlassen. ?Ich stelle seit fünf Jahren eine zunehmende Häufung solcher Windhosen fest?, so Becker. Dabei gebe es wie im Sieken auch Waldstücke, die immer wieder betroffen seien. Über sie werde eine Dokumentation geführt. [...]"

Windhosen wüten in Wäldern (Allgemeine Zeitung, 03.03.15)


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Kamerun (Niedersachsen),
Sarenseck (Niedersachsen),
Seerau (Niedersachsen)

 10.01.2015 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 11.01.2015: "[...] In Karwitz selbst entwurzelte eine Sturmböe eine Douglasie mit einem Stammdurchmesser von mehr als einem Meter. Der Baum stürzte über die Dorfstraße und landete in einer Hofmauer. Wenige Meter weiter zerstörte die Böe einen Schuppen und knickte einen alten Apfelbaum ab. Anwohner berichteten davon, dass sich der Himmel schlagartig verdunkelte, als die Böe niederging, andere vermuten, dass ein Tornado für die Verwüstungen verantwortlich sein könnte. Zwischen Hitzacker und Kähmen stürzten am Sonntagnachmittag gleich mehrere Bäume auf eine Hochspannungsleitung und rissen die Kabel herunter. In der Elbestadt und den umliegenden Ortschaften gingen für Stunden die Lichter aus, bis der Stromversorger den Schaden behoben hatte. Die gleiche Sturmböe, die die Bäume auf die Hochleitung kippen ließ, verwüstete auch einen an der Straße liegenden Wald, wo dutzende Bäume entwurzelt wurden oder schlicht abknickten. Noch am Sonntag begannen dort die Aufräumarbeiten, um die blockierten Wege wieder frei zu machen und das Holz aufzuarbeiten." - In Karwitz gibt es derzeit keine Hinweise auf einen Tornado, anders sieht es bei Seerau (zwischen Hitzacker und Kähmen) aus. Im Bereich von Metzingen über Kamerun und Sarenseck bis nach Seerau zieht sich ein meist etwa 200 Meter breiter und mherere Kilometer langer Bereich mit erhenlichen Schäden an Bäumen. - Bei einem Treffen der Tornado-Arbeitsgruppe im Februar 2015 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen. Über nahezu den gesamten Verlauf der Schneise finden sich immer wieder deutlich konvergente Fallmuster der Bäume, die nicht durch eine Fallböe erklärbar sind. Dazu kommt der mindestens 5,6 Kilometer lange und höchstens 200 Meter breite betroffene Bereich.

Tornado bei Hitzacker (mehr als 200 Fotos)
Tornado Kamerun, Sarenseck, Seerau (Skywarn)
Video der Sturmschäden (YouTube, Schäden ab 3:25 min)
Tornado bei Seerau? 24.01.2015 genaue Schadensaufnahmen (YouTube)
Video der Schäden bei Kamerun (YouTube)
Riesenschäden durch Sturm (Elbe-Jeetzel-Zeitung, 11.01.15)
Tornado wütet in Lüchow-Dannenberg (Elbe Jeetzel Zeitung, 24.02.15)


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Below (Mecklenburg-Vorpommern)

 10.01.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:42 Uhr MEZ. Schneisenlänge: 1,4 km, Breite max.: 60 m / Breite mittel: 35 m. Der Tornado entstand entlang der Kaltfront des Orkantiefs "Felix". Er zog vom äußersten südwestlichen Bereich der Woblitz (See) zwischen Below und Voßwinkel in Richtung Südost über die B198 und weiter bis nördlich des Grauen Büchensees (Moor) nahe des Gehöfts Below Teerofen (Ausfühe Schadensuntersuchung und Dokumentation: Thilo Kühne - Ergebnis der Beratung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland im April 2015, Mainz).


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Zootzen bei Gransee (Brandenburg)

 09.01.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:04 Uhr MEZ. Schneisenlänge: 1,2 km (WNW-OSO), Breite max.: 80 m / Breite mittel: 30 m. Der Tornado zog vom südlichen Ortseingang Zootzen (Bäume entwurzelt) über Feld bis in den Wald zwischen Zootzen und Bredereiche an der L214. Weiter zieht sich die Schneise mit stark konvergentem Fallmuster bis in den Flussbereich der Havel (Ausführliche Schadensuntersuchung und Dokumentation: Heiko Wichmann - Ergebnis der Beratung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland im April 2015, Mainz).


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Priborn (Mecklenburg-Vorpommern)

 09.01.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen Mittag. Erhebliche Schäden im Ort, Leichte Verfrachtungen und Einschläge von Dachteilen. Eine Untersuchung vor Ort ergab aber keine weitere Tornadoindizien und mit hoher Wahrscheinlichkeit ist von einer Orkanböe als Ursache auszugehen.

Orkantief "Elon" - Sturmschäden in Mecklenburg-Vorpommern (Wetter24, 09.01.15)
Tornadoverdacht Priborn, Mecklenburg-Vorpommern (WZ-Forum)


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