Bisher 21 bestätigte und 110 Verdachtsfälle
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Juli

Mutzschen (Sachsen)

 22.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: später Abend. Aus einer Meldung des Sachsenspiegel (MDR) vom 23.07.2015: "In Mutzschen war letzte Nacht eine Windhose durch den Ort gefegt. Heute geht es ans Aufräumen. Vor allem die B6 musste von den zahlreichen umgestürzten Bäumen befreit werden. Verletzt wurde hier zum Glück niemand." - Dazu noch diese Mitteilung über das Meldeformular: "kurzer heftiger Wind, entwurzelte kleinere Bäume, Abgeknickte Bäume, Gartenlauben entdacht. Überflutungen, engräumiges Schadensbild."


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Geißmannsdorf (Sachsen),
Pickau (Sachsen)

 19.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von MOPO24 vom 19.07.2015: "Sturmböen sind am Wochenende über Sachsen gezogen. Tief ?Xaver? wütete besonders im Nordosten des Freistaats, brachte Hagel und Starkregen etwa nach Rochlitz, Döbeln oder Bischofswerda. Am Montag zeigt sich im Raum Dresden die Sturmbilanz: Starke Regenfälle haben am Sonntagabend zu mehreren Verkehrsunfällen in Sachsen geführt. Auf der A4 und auf der A72 prallte bei drei Unfällen jeweils ein Wagen gegen die Mittelleitplanke. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden zwei Frauen dabei leicht verletzt. Starker Wind sorgte vor allem in Ostsachsen zudem für abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume. In Görlitz knickte ein Telefonmast wegen kräftiger Böen um. In Weißwasser mussten zwei Straßen wegen Sturmschäden gesperrt werden. Wie hoch der Gesamtschaden ist, war zunächst unklar. Kurz vor 20:00 Uhr verdunkelte sich am Sonntag der Himmel über Bischofswerda: Wind kam auf, es fing an mit Regnen. Nur zwei Minuten später öffnete der Himmel seine Schleusen, Massen an Wasser strömten herab. Gleichzeitig bildete sich eine riesige Windhose zwischen Rammenau und Geißmannsdorf. Diese zog dann über Geißmannsdorf hinweg, über Pickau, die S111 bis Schmölln. In Geißmannsdorf stürzte eine Fichte auf ein Wohnhaus und drückte dabei ein Anbau ein. Die S111 zwischen Bischofswerda und Wölkau war knapp eine Stunde voll gesperrt. In Bischofswerda stürzte eine Fichte auf ein Wohnhaus. Unzählige Bäume stürzten hier auf die Straße. Die Windhose schob eine etwa 20 Meter breite und 50 Meter lange Schneise in den Wald. Auch der Fahrradweg war voller umgestürzter Bäume. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bischofswerda, Geißmannsdorf und Weickersdorf waren mehrere Stunden im Einsatz um die Sturmschäden zu beseitigen. Über die Höhe des Schadens kann aktuell noch keine Angaben gemacht werden."

Heftige Unwetter wirbeln Sachsen durcheinander (MOPO24, 19.07.15)


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Leinburg (Bayern)

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 19.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: 17:54 bis 17:58 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Unterhaidelbach aus in Richtung Westen: "Also der genaue Beobachtungsort war zwischen Unterhaidelbach und Weihersberg in der Gemeinde Leinburg (91227). Die Regen-/Gewitterfront zog von Südwest nach Nordost. Ich habe ihn um 17.54 Uhr entdeckt und um 17.58 Uhr hat er sich wieder aufgelöst."

Funnelcloud bei Leinburg


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Dresden (Sachsen)

 19.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von MOPO24 vom 19.07.2015: "Gegen 17 Uhr fegte eine Windhose über den Airport Dresden und deckte Teile des Daches einer Fliegerhalle der IABG ab. Dachpappe, Styroporteile und Plaste-Fensterelemente flogen meterweit durch die Luft und beschädigten auch andere Gebäude in der Nachbarschaft." - Anmerkung: Es dürfte "Hunderte Meter weit" gemeint sein. Der Zeitpunkt 17 Uhr kann nicht ganz stimmen, es muss früher oder später gewesen sein.

Heftige Unwetter wirbeln Sachsen durcheinander (MOPO24, 19.07.15)


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Neuostheim (Baden-Württemberg)

 19.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung von rth.info vom 19.07.2015: "Christoph 53 durch Windhose beschädigt - Mannheim (BWÜ): Am heutigen Sonntagnachmittag (19. Juli) ist der Rettungshubschrauber Christoph 53 durch eine Windhose von seiner Plattform am Flugplatz Neuostheim geschoben worden. Wie auf ersten Fotos zu erkennen ist wurde die Maschine dabei beschädigt. Die DRF Luftrettung teilte bereits mit, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt Techniker auf dem Weg zur Station seien um den Helikopter wieder aufzurichten und diesen auf Schäden hin zu untersuchen. Weiterhin ist eine Ersatzmaschine auf dem Weg nach Mannheim um die Einsatztauglichkeit von Christoph 53 zeitnah zu gewährleisten. Wie den Bildern zu entnehmen ist, handelt es sich bei der beschädigten Maschine um den Typ BK 117 mit der Kennung D-HAID (c/n 7018)"

Christoph 53 durch Windhose beschädigt (rth.info, 19.07.15)


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Rheingönheim (Rheinland-Pfalz)

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 19.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:31 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "zwar keine Tornadosichtung, aber einen kleinen Funnelansatz, mit sichtbar stark rotierenden Aufwinden von unten. Das Ganze während eines (für unsere Region in der Rheinebene) eher ungewöhnlich starken Gewitters. Ist in unserer Gegend 67067 Ludwigshafen eher selten."

Funnelcloud bei Rheingönheim


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Dittersbach (Sachsen)

 18.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 18.07.2015: "Unwetter zieht über Mittel- und Nordsachsen - Vermutlich kleine Windhose in Dittersbach. Leipzig/Frankenberg. Ein kräftiges Unwetter ist am Samstagnachmittag über Mittelsachsen gezogen. Schäden hat es vor allem im Frankenberger Ortsteil Dittersbach gegeben. Bäume und Äste stürzten auf Straßen, mehrere Hausdächer wurden beschädigt. Auch die Autobahn 4 war betroffen, zwischen Siebenlehn und Frankenberg blockierten in Richtung Chemnitz gleich mehrere Bäume den rechten Fahrstreifen. Auf der B169 zwischen der Autobahnabfahrt Frankenberg und Dittersbach gab es eine Vollsperrung. Die Feuerwehren Frankenberg und Dittersbach mussten herabhängende Äste von Bäumen schneiden, zudem Äste aus der Stromleitung entfernen. "Wir waren mit etwa 20 Leuten im Einsatz", erklärte der stellvertretende Wehrleiter Michael Knoth. "Alarm war 16.07 Uhr, drei Minuten später sind wir los. Die Schäden in Dittersbach haben uns überrascht, denn in Frankenberg selbst, nur zwei Kilometer entfernt, gab es gar nichts. Wir nehmen an, dass hier eine kleine Windhose gewütet hat. Schließlich flogen auch mehrere Schiefer und Plastikteile von Dächern einiger Häuser." Auf der Autobahn war die Hainichener Feuerwehr im Einsatz, kurz vor der Abfahrt Frankenberg stand nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung, es bildete sich schnell ein Stau. "Hier waren mehrere Bäume umgestürzt, zum Teil auf den rechten Fahrstreifen", berichtete Sven Illgen von der Feuerwehr Hainichen, die mit 15 Mann im Einsatz war. Die Wehr aus dem Ortsteil Gersdorf-Falkenau musste einen Baum wegräumen, der die Verbindungsstraße zwischen Gersdorf und Irbersdorf blockierte. [...]" - Aus einer Meldung der Freien Presse vom 20.07.2015: "[...] Wie in Wolkenburg-Kaufungen spricht die Polizei deshalb von einer Windhose, also eine besondere, eng begrenzte Form eines Wirbelsturms. Dabei rotiert die Luft schnell um eine vertikale Achse."

Unwetter zieht über Mittel- und Nordsachsen - Vermutlich kleine Windhose in Dittersbach (Freie Presse, 18.07.15)


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Wolkenburg-Kaufungen (Sachsen)

 18.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:31 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 20.07.2015: "Windhose kappt Stromleitung, fällt Bäume und überflutet Keller - Mehrere Unwetter haben am Wochenende Schäden in Burgstädt, Wolkenburg-Kaufungen und Bräunsdorf verursacht. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Limbach-Oberfrohna/Burgstädt. Schwere Unwetter sind am Wochenende über die Region gezogen. Nach der Schwüle entlud sich am Sonnabendnachmittag ein Gewitter über Burgstädt und Limbach-Oberfrohna sowie gestern Mittag in Bräunsdorf. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Polizei sprach sogar von einer Windhose, die am Samstag über Wolkenburg-Kaufungen gezogen war. Menschen wurden nicht verletzt. Im Ortsteil Wolkenburg-Kaufungen riss der Tornado, wie Meteorologen die Windhose auch bezeichnen, in der Holzmühlenstraße mehrere Bäume um, die auf eine Zehn-Kilovolt-Stromleitung fielen. "Um die Bäume zu entfernen, musste die Leitung gekappt werden", sagte Feuerwehrchef Thomas Luderer. Die Kaufunger Feuerwehr zersägte anschließend die Stämme. Netzbetreiber Mitnetz-Strom bestätigte, dass von 15.31 bis 16.21 Uhr der Strom in 1800 Haushalten unterbrochen war. Durch eine Umschaltung sei danach wieder ein Großteil der Häuser mit Strom versorgt worden, sagte Sprecherin Claudia Anke. Die Reparaturarbeiten dauerten bis gegen 20 Uhr, fügte sie hinzu. Dann hätten die restlichen Häuser wieder Strom erhalten. Die Arbeiten an der Leitung und beim Aufräumen, verbunden mit einer Vollsperrung der Holzmühlenstraße hätten ebenso lange gedauert. Die Wolkenburger und Dürrengerbisdorfer Wehren mussten zudem umgestürzte Bäume auf der Mühlenstraße in Wolkenburg bergen. Gestern Mittag versperrten zwei umgestürzte Bäume nahe der Biogasanlage in Bräunsdorf die Straße. Im Dauereinsatz war am Sonnabendnachmittag auch die Burgstädter Feuerwehr. Dabei kam mehrfach die Drehleiter zum Einsatz. "Wir mussten umgestürzte Bäume im gesamten Stadtgebiet entfernen und überflutete Straßen abpumpen", sagte Wehrleiter Thomas Döring. 35 Einsatzkräfte bargen mehrere große, alte Laubbäume an der Promenade und am Anger. Einige waren dabei auf Autos gefallen, ergänzte er. Doch auch überflutete Keller - vor allem an der Mohsdorfer Straße - mussten ausgepumpt werden, fügte Feuerwehrmann René Brandt hinzu. Toll sei gewesen, dass einige Burgstädter die Feuerwehrmänner mit Kaffee, Wasser und einem kleinen Imbiss versorgt haben, sagte er. Auch die Autobahn 4 war vom Unwetter betroffen: Zwischen Siebenlehn und Frankenberg blockierten in Richtung Chemnitz gleich mehrere Bäume den rechten Fahrstreifen. Schäden gab es auch im Frankenberger Ortsteil Dittersbach. Bäume und Äste stürzten auf Straßen, mehrere Hausdächer wurden beschädigt. Auf der B 169 zwischen der Autobahnabfahrt Frankenberg und Dittersbach gab es eine Vollsperrung. Die Feuerwehren Frankenberg und Dittersbach mussten herabhängende Äste von Bäumen schneiden, zudem Äste aus der Stromleitung entfernen. "Wir waren mit 20 Leuten im Einsatz", sagte Vize-Wehrleiter Michael Knoth. "Die Schäden in Dittersbach haben uns überrascht, denn in Frankenberg selbst, nur zwei Kilometer entfernt, gab es nichts." Wie in Wolkenburg-Kaufungen spricht die Polizei deshalb von einer Windhose, also eine besondere, eng begrenzte Form eines Wirbelsturms. Dabei rotiert die Luft schnell um eine vertikale Achse.""

Windhose kappt Stromleitung, fällt Bäume und überflutet Keller (Freie Presse, 20.07.15)


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Doberlug-Kirchhain (Brandenburg)

 18.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Blaulichtreport Elbe Elster vom 21.07.2015: " Schönborn. Am vergangenen Samstag kam es im Raum Schönborn und Doberlug - Kirchhain zu einer Vielzahl von Einsätzen. Schuld daran war eine Windhose die sich in Schönborn entwickelte und dann ihr Unwesen bis in die Stadt Doberlug - Kirchhain trieb. Es war ein kurzer Augenblick, doch dieser hinterließ ein Bild der Verwüstung. In Schönborn war die Bahnhofstraße durch mehrere umgestürzte Bäume blockiert. Weiterhin kippte ein Baum in die Gasstation, auch an den Neubaublöcken wurden mehrere Bäume entwurzelt und fielen auf die angrenzenden Garagen. Durch den herbei gerufenen Notfallmanager, wurde die Bahnstrecke Doberlug- Kirchhain bis Falkenberg/Elster komplett gesperrt. Ein umgestürzter Baum verursachte einen Kurzschluss in den Oberleitungen, so dass der Strom ausfiel. Ein Personenzug der sich im Bereich der Alten Poststraße befand, sollte evakuiert werden. Durch das schnelle beräumen der Kameraden aus Schönborn, musste dieses aber nicht durchgeführt werden. Nach ca. einer Stunde konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden und der herbei gerufene Bus wieder unverrichteter Dinge weiter fahren. Weitere Bäume mussten die Kameraden aus Schönborn in der Kindergartenstraße und auf der Ortsverbindung Schönborn Richtung Lindena beräumen. Insgesamt wurde die Freiwillige Feuerwehr Schönborn zu 9 Einsätzen alarmiert. Die Nachbarstadt Doberlug - Kirchhain war noch schlimmer betroffen, hier hatte der Sturm ganze Arbeit geleistet. Mehrere große Kastanien wurden im Bereich Kleinhof entwurzelt. Ebenfalls fiel eine Kastanie auf ein Neubaublock, welcher erheblicher Schaden von sich trug. Ein weiterer Neubaublock wurde am aufgrund der Wetterlage am Dach beschädigt. Die Freiwillige Feuerwehr aus Finsterwalde half bis in die späten Nachtstunden die Schäden in Doberlug - Kirchhain zu beseitigen. Den Kameraden wurde mal wieder alles abverlangt. Die Kameraden der Stadt Doberlug - Kirchhain wurden zu über 20 Einsätzen gerufen. Die Koordinierung erfolgte vom Gerätehaus der Stadt aus." - Konkrete Indizien, die für einen Tornado sprechen, werden in der Meldung nicht genannt.

Windhose am vergangenen Wochenende in Doberlug Kirchhain und Schönborn (Blaulichtreport Elbe Elster, 21.07.15)


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Schweinhütt (Bayern)

 08.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 01:00 und 01:30 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge: "Von Südwesten zog her eine Gewitterfront durch. Zwischen Schweinhütt und Zwiesel sind auf einer Länge von 3-4 km auf einer Linie gezogen die Bäume komplett abgebrochen, ein Tornado oder sehr starker Downburst war die Ursache. Die Schneise zieht sich über eine Länge von 3-4 km und ist ca. 100m breit."

Tornadoverdacht bei Schweinhütt


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Selb (Bayern)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:25 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in Selb. Aus einer Meldung der Frankenpost vom 09.07.2015: "Tornado fegt über Selb hinweg - Ein heftiges Unwetter sucht den Landkreis heim. In Teilen gehen tischtennisballgroße Hagelkörner nieder. In Selb herrscht die ganze Nacht lang Ausnahmezustand. Selb/Wunsiedel/Thierstein - Die Aufnahmen, die der Selber Tobias Oelsner am Dienstagabend mit seinem Handy gemacht hat, sind größtenteils schwarz. Nur wenn ein Blitz die Szenerie erhellt, sieht man schemenhaft den dunklen Schlauch, der sich aus den Wolken gen Boden windet. In Richtung der Pfaffenleithe in Selb hatte Oelsner gegen 22.50 Uhr sein Handy gerichtet und dabei wohl einen Tornado aufgenommen. "Ich habe aus dem Dachbodenfenster heraus gefilmt. Ganz aufs Dach, das wäre mir zu heikel gewesen", sagt er. "Ich habe nicht einmal mehr das Nachbarhaus gesehen, so stark hat es geregnet und gestürmt." Volker Wünsche, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, hat sich Standbilder des Films angesehen und kommt zu dem Schluss: "Wahrscheinlich war es ein Tornado", sagt er, räumt aber auch ein, dass man sich anhand der vorliegenden Bilder nicht ganz sicher sein kann. Erst am Mittwochvormittag wurde das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich. Wie Streichhölzer hatte der Sturm viele Bäume umgeknickt. In Selb maßen die Meteorologen Windgeschwindigkeiten von bis zu 119 Stundenkilometern. Zwar waren die größten Schäden auf einen schmalen Korridor von der Pfaffenleithe bis zum Christian-Höfer-Ring beschränkt, die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten aber auch in den anderen Teilen von Selb alle Hände voll zu tun. Bis Mittwochnachmittag waren über 90 Feuerwehrleute und etliche Mitarbeiter des Bauhofes mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Immer wieder galt es, herabstürzende Gebäudeteile zu sichern, oder Äste von den Straßen zu entfernen. "Am meisten war der Bereich von der Hartmannstraße bis zum Friedhof betroffen", zog Stadtbrandinspektor Kai Hoffmann am Mittwoch Bilanz. Gegen 22.30 Uhr wurden die Feuerwehrleute alarmiert: Da hatten die Sturmböen bereits nicht nur Mülltonnen, sondern sogar ein Gartenhäuschen auf dem Gelände des örtlichen Baumarkts umgeworfen. Teils waren Straßen blockiert. [...] Besonders schlimm traf es neben Selb auch die Gemeinden Thierstein und Höchstädt. Dort gingen tischtennisballgroße Hagelkörner nieder und sorgten für immense Schäden. Gewächshäuser gingen zu Bruch, Blumenkästen wurden aus ihren Verankerungen gerissen und an den Häusern hinterließ der Hagel ebenfalls seine Spuren. "Mein Rollo sieht aus, als wenn man mit dem Gewehr darauf geschossen hat", sagte ein Thiersteiner nach dem Unwetter." Das angesprochene Video könnte einen Tornado oder auch Fallstreifen bzw. einen eng begrenzten Bereich mit fallendem Niederschlag zeigen.

Verdachtsfall Selb (Skywarn)
Tornado fegt über Selb hinweg (Frankenpost, 09.07.15)
Selb: Tornado hinterlässt Spur der Verwüstung (YouTube)


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Guben (Brandenburg)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:20 Uhr MESZ. Dazu ein Augenzeuge: "Gesten Abend zog in Guben ein Schwergewitter auf, es blitzte in Sekundentakt, auf einmal kam die Wolkenfront ganz schnell auf uns zu. Die wolken haben sich gedreht und ein Funnel war sichtbar. Ob es wirklich ein Tornado war - keine Ahnung, es wurden zahlreichen Bäume entwurzelt. Der Wind war so stark, dass es mein Fenster, das zu war, aufgedrückt hat." Besonders betroffen war ein Bereich von der Kaltenborner Straße im Süden der Stadt nordostwärts bis zum Bereich um den Bahnhof und weiter zur Neiße.


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Ramsthal (Bayern),
Ebenhausen (Bayern)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mainpost vom 15.07.2015: "Ramsthal - Abgeknickte Bäume im Wald. Eine Schneise der Verwüstung zog eine Windhose, die am Mittwoch (Anmerkung: Es muss am Dienstag, 07.07. gewesen sein) vor einer Woche in den späten Abendstunden den Wald im Gebiet Altenreichthal durchquerte, wie sich erst jetzt herausstellte. Florian Greubel war zu dieser Zeit als Jäger in diesem Bereich unterwegs und erlebte die ungebändigte Kraft der Natur, bevor er die Flucht ergriff und sich in Sicherheit brachte. Sein Vater, der Vorsitzende der Waldkörperschaft Altenreichthal Erich Greubel, geht von einem Schaden aus, der mindestens bei 300 Festmetern liegen dürfte. Momentan ist er damit beschäftigt die Wege zu räumen und für Sicherheit im betroffenen Bereich zu sorgen. Wanderern wird empfohlen die Gebiete zu meiden und keinesfalls die Wege zu verlassen. Teile des Windbruches müssen nun mit einem Harvester verarbeitet werden. Dies betrifft besonders das Nadelholz. Alte Eichen und Buchen, die entwurzelt wurden, werden dann zu einem späteren Termin aufgearbeitet. Nach Angaben von Greubel lässt sich der Beginn der Schadenschneise an der Kützberger Straße feststellen. Aus dem Altenreichthal zog die Windhose weiter auf die Ebenhäuser Gemarkung. "

Abgeknickte Bäume im Wald (Mainpost, 15.07.15)


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Brachwitz bei Halle (Sachsen-Anhalt)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:22 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 08.07.2015: "Ortsbürgermeister der Ortschaft Brachwitz Jan Richter über die Schäden durch das Unwetter - Gegen 20.22 Uhr verdunkelte sich mit einem Mal der Himmel und alles wurde undurchsichtig und grau. So wie die Bilder die Windhose von außen darstellen grau und diesig, genau so sah es aus, nur eben mit einem Blick aus dem Tornadoinneren. Gegen 21.00 Uhr ging das Unwetter dann zum Glück in ein "normales Gewitter mit Regen und Blitzen" über. Eine kurze Sachstandserhebung in Brachwitz ergibt folgendes Bild. Scheinbar baute sich der Tornado aus Richtung Gimritz/Döblitz kommend mitten über Brachwitz zu seiner vollen Stärke auf (vielleicht verstärkt durch das Wasser der Saale) und zerstörte auf seinem Weg von der Aue und der Gimritzer Straße (Höhe Rat der Gemeindeamt) über den Friedhof, Platz der Jugend, weiter über die Morlstraße und den Lindenbergweg bis über den Burgwall weiter in Richtung Saale/ Saale-Kietz/Lettin/Dölau... Dieser Weg zeigt ein Bild der Verwüstung, Sämtliche Bäume in dieser Schneise sind entwurzelt, teilweise wurden Dächer abgedeckt und wo der Wind nicht stark genug war, zerstörten umfallende Bäume den Rest. Die Feuerwehren aus Brachwitz, Friedrichsschwerz, Nauendorf, Döblitz und Wettin sind vor Ort im Einsatz. Die Straßen sind von den Bäumen zu befreien und das Motorsägengeräusch hängt über dem Dorf, um die umgestürzten Bäume so zu kürzen, dass keiner mehr zu Schaden kommen kann."

Jan Richter über die Schäden durch das Unwetter (Mitteldeutsche Zeitung, 08.07.15)


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Stadtlengsfeld (Thüringen),
Dorndorf (Thüringen)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Südthüringer Zeitung vom 08.07.2015: "Tornado knickt Bäume wie Streichhölzer um - Ein kleiner Tornado hat in mehreren Wäldern im Großraum Stadtlengsfeld und nördlich von Dorndorf enorme Schäden angerichtet. Über 5000 Festmeter Holz kam zu Bruch.
Stadtlengsfeld - Der Weg, der den der Tornado am Sonntag nördlich vom Baier aus genommen hat, lässt sich an Hand der enormen Bruchschäden genau nachvollziehen. Auf der Westseite des Berges muss es zu extremen Temperaturunterschiedne gekommen sein, erklärt Forstamtsleiter Uth. Daraus hat sich während des schweren Gewitters ein Mini-Tornado entwickelt, der nach Norden ins Fischbachtal gezogen ist und sich geteilt hat. Rein ins Feldertal, westlich vorbei an Stadtlengsfeld prallte der Sturm bei Dorndorf auf den Mäuseberg. Der andere Teil zog an Stadtlengsfeld vorbei Richtung Leinbach und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Auf insgesamt über 5000 Festmeter Bruchholz schätz Jörn Uth den Schaden. Am stärksten betroffen ist das Revier Hohenwart, gefolgt vom Revier Vizeroda. Nördlich des Bornkopfes bei Hämbach hat der Sturm 700 bis 800 Festmeter umgehauen. Die ersten Schäden hinterließ der lokale Tornado im Fischbachtal in einem Aufforstungsgebiet aus den 1950er Jahren, dem so genannten "Schweineghetto". Jörn Uth kennt die Geschichte, die hinter dem Namen steckt. Die Forstbetriebe mussten zur damaligen Zeit zur Lebensmittelversorgung beitragen. Die Idee der Förster, im Fischbachtal einen Altbestand einzugattern und Schweine zu halten, wurde tatsächlich umgesetzt. "Bis zu 100 Schweine waren da drin."
Das Forstamt muss jetzt die Aufarbeitung der Schäden organisieren. "Das könne wir nur durch eine spezialisierte Firma machen lassen", sagt Jörn Uth. Ausschließlich Maschinen sollen in den Wald, für Holzarbeiter ist das Sicherheitsrisiko im Bruchfeld zu hoch. Die Hälfte der Schäden betrifft Privatwald und ein Kommunalwald, die andere den Staatswald. Man wird versuchen, so viel Holz wie möglich zu verwerten, um den finanziellen Schaden zu minimieren. Weil die Bäume aber abgebrochen sind und nicht umgeworfen, gibt es viel Splitterholz. Die Bäume standen bei der Trockenheit sehr fest, die große Kraft des Sturms brach sie in 6 bis 8 Metern. Keine Baumart blieb verschont. Ob Fichte, Kiefer, Lärche oder Laubbaum - innerhalb weniger Sekunden gingen die zu Bruch. "das Splitterholz nimmt uns natürlich kein Sägewerk ab, kann nur noch al Brenn- oder Industrieholz verwendet werden." Die Einbußen beim Holzverkauf schätzt Jörn Uth auf mindestens 50 000 Euro. Dazu kommen die Aufforstungsarbeiten in den Schneisen, die eigentlich erst in 40 oder 50 Jahren vorgesehen waren.
Mit dem letzten Sturm, den "Cynthia" 2010 bescherte, kann man den kleinen Tornado nicht vergleichen. Er richtete nur ein Drittel des Schadens von "Cynthia" an.
Alle betroffenen Waldgebiete sollten jetzt von Bürgern gemiedne werden. Sie abzusperren, ist nicht möglich. Deshalb appelliert Jörn Uth eindringlich: "Dort, wo Bäume liegen, sollte man auf keinen Fall abenteuerlustig werden."" - Dazu auch der Bericht eines Augenzeugen in Dorndorf: "Ein Gewitter zog aus westlicher Richtung heran, wie auch deutlich am Regen erkennbar war. Plötzlich verstärkten sich der Wind und Regen enorm, auch Hagel war dabei. Die drehende Windbewegung war deutlich zu beobachten, und nach 10 bis 15 Minuten war es wieder deutlich ruhiger. Überall heulten die Sirenen, die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Auffällig in Dorndorf war, dass die Schäden auf einer nicht einmal 100 Meter breiten Schneise zu beobachten waren. Eine rund zehn Meter hohe, gesunde Edeltanne wurde zum Beispiel entwurzelt, lag aber in Süd-Nord-Richtung, was ebenfalls die Drehbewegung des Windes belegte. Gewächshäuser und Gartengerätehäuser wurden komplett zerstört, viele Gebäudedächer beschädigt, zahlreiche Bäume abgeknickt oder entwurzelt, Blumentöpfe, Früchte und Blätter flogen umher, auch hier war eine kreisförmige Streuung zu beobachten. Der beobachtete Tornado war Teil eines Unwetters, welches über dem Wartburgkreis wütete. Insgesamt 54 Feuerwehreinsätze meldete die Leitstelle des Wartburgkreises, neben Dorndorf waren unter anderem auch betroffen: Vacha, Stadtlengsfeld, Dermbach, Kieselbach, Merkers, Tiefenort, Weilar, Leimbach, Bad Salzungen, Immelborn, Barchfeld, Wildprechtroda, Mihla (viele Einsätze), Unterrohn, Oberrohn und Pferdsdorf-Spichra."


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Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:10 Uhr MESZ. Sehr gut ausgeprägte Wallcloud und Schäden im Hallenser Stadtgebiet. Betroffen sind besonders die Stadtteile Lettin und Trotha. Augenzeugen sprechen von der Beobachtung eines Tornados. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.07.2015: "Besonders erheblich sind die Schäden offenbar im Norden von Halle (Kröllwitz, Dölau). "Hier war die Hölle los", berichtete Online-Redakteur Alexander Schultz per E-Mail, "überall entwurzelte Bäume auf den Straßen, Garagen und Grundstücken. Die Leute sprechen von einem Tornado." In einem Waldstück gegenüber dem Edeka-Markt in Heide-Nord habe der Sturm eine Schneise geschlagen und dabei rund 50 Birken umgeknickt. Vermutlich sei dort eine Windhose durchgefegt. Auch in Trotha wurde ein Tornado beobachtet."

Verdachtsfall Lettin, Trotha (Skywarn)
Schwergewitter 07.07.2015 (Wetter Halle)
Tornadoverdacht Halle (Saale) bis Delitzsch (Beobachtungen/Schäden) (WZ-Forum)
Unwetter verwüstet Region (Mitteldeutsche Zeitung, 07.07.15)
Wallcloud bei Halle (WZ-Forum)
Fotos der Schäden (Facebook)
Radarbild (Kachelmannwetter)


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Münster bei Dieburg (Hessen)

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 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Auffällige Wolke nahe Münster, Landkreis Darmstadt in Südhessen. Bei dem Gebilde handelte es sich um eine Rollcloud. Leichte Rotation des Gebildes wurde beobachtet. Die beiden Fotos wurdne kurz nacheinander aufgenommen, kurze Zeit später ist das Gebilde zusammengefallen.

Rollcloud bei Münster/Hessen


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Röblingen am See (Sachsen-Anhalt),
Erdeborn (Sachsen-Anhalt)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Innerhalb weniger Minuten extrem starker Wind, Starkregen, Hagel mit 2-4 cm Durchmesser. Abgerissene Äste, Schäden an Dächern (größere Flächen fehlender Ziegel), zerschlagene Vordächer. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.07.2015: "Im Seegebiet Mansfelder Land fiel am Dienstagabend der Strom aus, die Feuerwehren sammelten sich in der Einsatzzentrale in Röblingen am See. Auch ein Feuerwehrmann hat einen Tornado beobachtet."

Unwetter verwüstet Region (Mitteldeutsche Zeitung, 07.07.15)
Gewitterfront trifft Mitteldeutschland (MDR, 08.07.15)


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Frankfurt am Main (Hessen)

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 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Funnelcloud zu beobachten für ca. 3 Minuten in Frankfurt-Kalbach: "Ich würde sagen, dass er mit den Wolken, relativ langsam, aus Richtung Südwest nach Nordost gezogen ist. Er befand sich zwischen den Ortsteilen Kalbach und Riedberg. Ich konnte ihn für ca. 4 Minuten beobachten, bis er sich auflöste. Einen Bodenkontakt habe ich nicht feststellen können."

Funnelcoud in Frankfurt-Kalbach


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Kelbra (Kyffhäuser) (Sachsen-Anhalt)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.07.2015: "Unwetter verwüstet Region - Eine Windhose hat auf dem Zeltplatz Kelbra (Mansfeld-Südharz) und in der Stadt Kelbra eine Schneise geschlagen. Zahlreiche Bäume sind umgestürzt. Auf dem Zeltplatz war unter anderem ein Wohnwagen umgestürzt und hat ein Ehepaar unter sich begraben. Die Frau konnte sich selbst befreien. Der Mann wurde von drei Campern befreit, die sofort Erste Hilfe leisteten. Wie es dem Mann jetzt geht, ist nicht bekannt. Rettungshubschrauber und die Feuerwehr von Kelbra war auf dem Zeltplatz vor Ort. Die Feuerwehren aus Thürungen und Sittendorf waren mit der Beseitigung der Schäden in der Stadt beschäftigt."

Unwetter verwüstet Region (Mitteldeutsche Zeitung, 07.07.15)


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Linsengericht (Hessen)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Gelnhäuser Tageblatts vom 08.07.2015: "Wie leer gefegt - UNWETTER Windhose saugt beim TC Rot-Weiß das Ziegelmehl von den Tennisplätzen. Linsengericht (oh/red). Das jüngste Unwetter bescherte dem TC Rot-Weiß Linsengericht nun eine böse Überraschung. Die Plätze der Tennisanlage waren am späten Abend sprichwörtlich "wie leer gefegt". "Der Wetterumschwung hat uns gegen 19 Uhr eine Windhose beschert, die das - leider zu trockene - Ziegelmehl in einer roten Windhose Richtung Eidengesäß geblasen hat. Das gab es noch nie", erklärt Vereinsvorsitzender Michael Bollmann gegenüber dem GTAugenzeugen hatten gesehen, wie die Windhose, den Platz "leer gesaugt" habe. Am Mittwochvormittag lud der Vorsitzende daher zu einem spontanen Arbeitseinsatz ein, um die geplanten Tennis-Spiele zu retten. "Wir hatten noch etwa einen Kubikmeter Reserve, das genügte", so Bollmann. Insgesamt vier "Ersthelfer" gingen Bollmann dann gestern bei der Platzrettung vier Stunden lang zur Hand. "Wir haben bis zum Nachmittag drei der sechs Plätze geschafft und Schippe für Schippe pro Platz sechs bis sieben Schubkarren neues Ziegelmehl eingeworfen, gewässert und die Plätze abgezogen". Die anderen drei Plätze sollten am Mittwochabend von einer anderen Helfertruppe wieder instand gesetzt werden. Die Windhose hat allerdings noch für mehr Ärger gesorgt, als nur den Tennenboden leer zu fegen: "Unsere Gerätehütte hat Dachteile verloren und verschiedene Windplanen wurden aus den Ösen gerissen", so Bollmann abschließend, der nun noch auf etwas Regen hofft, damit sich das neue Ziegelmehl noch mehr setzen kann."

Wie leer gefegt (Gelnhäuser Tageblatt, 08.07.15)


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Lauscha (Thüringen)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Kein Tornado
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung von inSüdthüringen.de vom 08.07.2015: "Windhose hinterlässt in Lauscha immense Schäden - Ein Bild der Verwüstung bietet sich unmittelbar nach dem Unwetter, das in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, über dem Rennsteig nieder ging. Blitzeinschlag, umgefallene Bäume und Stromausfälle waren die Folge. Richtig stark hauste eine Windhose in Lauscha. Dicke Bäume und Äste landeten auf öffentlichen Wegen und Straßen, als eine Windhose durch den Steinachgrund fegte. Glück im Unglück hatte dabei das Schwimmbad, das erst am Dienstag in die Saison gestartet war. Der Sturm tobte sich um das Wald herum aus, während noch Besucher vor Ort waren. Nach deren Aussagen wurde innerhalb von nur etwa zwei Minuten ein kompletter Baumbestand am Steilhang nieder. Nach diesen wenigen Minuten sei alles vorbei gewesen und es habe wieder Windstille geherrscht." Ein Video mit Luftaufnahmen der Schäden deutet sehr in Richtung Downburst (Gewitterfallböe).

Windhose hinterlässt in Lauscha immense Schäden (inSüdthüringen.de, 08.07.15)
Windhose legt Wald in Lauscha in zwei Minuten flach (YouTube)


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Bad Sachsa (Niedersachsen)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung des NDR vom 08.07.2015: "Windhose zieht durch Bad Sachsa - In Bad Sachsa im Südharz richtete eine Windhose ebenfalls schweren Schaden an. Mehrere Häuser und ein Schwimmbad waren laut Polizei von dem Wetterphänomen betroffen. Dächer seien teilweise abgedeckt und Schornsteine heruntergerissen worden. Menschen seien jedoch nicht verletzt worden. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehr als 100.000 Euro." - Aus einer Meldung der Welt vom 08.07.2015: "Bad Sachsa (dpa/lni) - Ein heftiger Gewittersturm hat im Südharzer Ferienort Bad Sachsa erhebliche Verwüstungen angerichtet. Dabei wurden Dächer von Freizeit-Einrichtungen und Wohnhäusern abgedeckt. Andere Gebäude wurden durch herumfliegende Teile beschädigt, teilte die Polizei in Bad Lauterberg am Mittwoch mit. Menschen wurden aber nicht verletzt. Die Feuerwehr schätzt den Sachschaden auf mehrere Hunderttausend Euro. Detlef Schulz (55) war am Dienstagabend mit seinem Hund spazieren, als er von der Unwetterfront im Ort überrascht wurde. Neben ihm stürzten Bäume um, Dachteile eines Indoor-Spielplatzes wirbelten durch die Luft. «Das war unglaublich, welche Kräfte da gewirkt haben. Es war eine unvorstellbar heftige Böenwalze», sagte Schulz am Mittwoch. Schäden gab es aber nicht im ganzen Ort, der Sturm wütete nur auf einer etwa 500 Meter breiten Schneise. Die Gewitterfront hatte am Dienstagabend etwa 15 Minuten über Bad Sachsa getobt, sagte Ortsbrandmeister Karl-Heinz Woyda. Extreme Sturmböen sorgten dafür, dass bei einer Tennishalle die Hälfte des Daches weggerissen wurde. Ziegel und Balken seien herumgewirbelt worden. «Sie schlugen in Nachbargebäude ein», sagte Woyda. Betroffen war auch eine Bowlingbahn. «Es ist ein Riesenglück, dass sich dort gerade keine Leute aufhielten», sagte der Ortsbrandmeister. Von einigen Gebäuden seien Schornsteine und Antennenteile abgestürzt. Der Sturm riss auch ein Gewächshaus weg. «Es ist zwei Grundstücke weitergeflogen», sagte der Ortsbrandmeister. Zudem wurden zahlreiche Bäume umgeworfen. Die Straße von Bad Sachsa in den Nachbarort war durch umgestürzte Stämme blockiert. Auch auf dem derzeit ungenutzten Parkplatz eines Hotels türmten sich umgeworfene Eichen. Es werde längere Zeit dauern, alle Schäden zu beseitigen, sagte Woyda." Der Bericht in der Zeitung "Die Welt" lässt auf einen Downburst als Ursache schließen.

Verdachtsfall Bad Sachsa (Skywarn)
Gewitter und Windhose richten schwere Schäden an (NDR, 08.07.15)
Schwere Schäden durch Gewittersturm in Bad Sachsa (Die Welt, 08.07.15)


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Beesenlaublingen (Sachsen-Anhalt)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 08.07.2015: "Windhose deckt Dach ab - Binnen drei Tagen wird die Region Bernburg zum zweiten Mal von einem schwerem Gewitter heimgesucht. Diesmal trifft es Beesenlaublingen und Könnern. Der geschätzte Schaden bewegt sich im unteren fünfstelligen Bereich. Es war eine Rettung in letzter Sekunde: Uwe Liebrecht aus Beesenlaublingen entkam am Dienstagabend nur knapp einer Windhose, die während des Unwetters über sein Grundstück fegte. ?Ich war nur kurz noch einmal draußen, um nach meinem Kater zu sehen, dann wurde plötzlich der Staub aufgewirbelt und ich spürte einen richtigen Druck?, erinnert sich der 49-Jährige an den Sturm. Gerade noch rechtzeitig konnte er sich ins Haus retten und die Tür zuschließen. Weniger Glück hatte seine Garage. ?Als ich ein paar Minuten später aus dem Fenster sah, lag das komplette, dreieinhalb Tonnen schwere Garagendach in meinem Garten. Erkannt habe ich es erst an der Lampe, die noch dran hing?, erzählt der Beesenlaublinger. Für ihn besonders bitter: In seiner Garage parkte sein gerade erst restaurierter Wartburg 311 Pick up, der wie sein Anhänger mitten im Regenwasser stand. Geschätzter Schaden insgesamt: im unteren fünfstelligen Bereich. Aber nicht nur Liebrechts Grundstück am Ortsrand von Beesenlaublingen wurde vom Unwetter heimgesucht."

Windhose deckt Dach ab (Mitteldeutsche Zeitung, 08.07.15)


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Edingen (Baden-Württemberg)

 07.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:28 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen vom 13.07.2015: "Ein heftiges Unwetter hat am Dienstagabend in Edingen schwere Sturmschäden verursacht. Augenzeugen schildern einen deutlich sichtbaren Sturm, der aus westlicher Richtung die Gemeinde getroffen hat. An 46 Einsatzstellen entstanden Sturmschäden, wurden Dächer abgedeckt und Bäume beschädigt oder entwurzelt. Die Höhe des Sachschadens beläuft sich wohl auf mehrere zehntausend Euro. Menschen wurden nicht verletzt. [...] Eine wissenschaftliche Bestätigung, ob es sich bei dem Wetterphänomen tatsächlich um einen Tornado gehandelt hat, gibt es derzeit noch nicht. Solch ein Ereignis ist für europäische Verhältnisse äußerst selten. Inzwischen hat ein Tornadoforscher Kontakt mit der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen aufgenommen." Nach derzeitigem Stand ist eher vom einer Gewitterfallböe (Downburst) auszugehen.

Nach Angaben der Feuerwehr liegen praktisch alle Bäume und Äste in der selben Fallrichtung. Die Schneise ist viel zu breit für ein trombisches Event und Augenzeugen können keine Rotation der Wolkenbasis bestätigen.

Schwere Sturmschäden in Edingen (>Feuerwehr Edingen-Neckarhausen, 13.07.15)


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Framersheim (Rheinland-Pfalz)

 07.07.2015 / Stärke (F2) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in und um Framersheim, östlich von Alzey. Die Schäden reichen bis in den F2-Bereich, sind aber nach den Beobachtungen mehrerer Sturmjäger und deren Videos auf einen Downburst (Gewitterfallböe) zurückzuführen. Nach ersten Schätzungen sollen die Schäden im Bereich 8 bis 10 Millionen Euro liegen.

Mutmaßlicher Tornado in Framersheim
Verdachtsfall Framersheim (Skywarn)
Tornadoverdacht Framersheim (WZ-Forum)
Aufräumen nach Unwetter in Framersheim geht weiter (Focus, 08.07.15)
Video in Alzey, Industriegebiet Richtung Framersheim (YouTube)
Amateurvideo aus Framersheim (Spiegel Online, 07.07.15)
Schwere Unwetterschäden in Rheinhessen (SWR, 08.07.15)
Windhose verwüstet Kleinstadt in Rheinland-Pfalz (Stern Online, 08.07.15)


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Kolitzheim (Bayern)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Mainfranken24.de vom 06.07.2015: "Mainfranken: Unwetter reißt Bäume um - keine Verletzten - 06.07.15 - 05:14 Uhr: Ein heftiges Unwetter ist am Sonntagabend und in der Nacht über Mainfranken gezogen. Bäume wurden stellenweise umgeweht. Größere Äste fielen auf Straßen und Bahngleise. Dachziegel wurden abgedeckt und beschädigten zum Teil auch Autos. Stellenweise wurden Straßenabschnitte überflutet. Bei Kolitzheim wollen Augenzeugen einen Tornado gesichtet haben. Verletzte gab es laut Polizei nicht. Das Würzburger Kiliani-Volksfest wurde um 23 Uhr geräumt."

Mainfranken: Unwetter reißt Bäume um - keine Verletzten (Mainfranken24.de, 06.07.15)


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Haßfurt (Bayern)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 22:50 und 23:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von inFranken.de vom 06.07.2015: "Unwetter: Schwere Schäden in Haßfurt - Stürme und Gewitter haben in Unterfranken zu Schäden geführt. Besonders schlimm hat es Haßfurt getroffen. Mehrere Dächer wurden abgedeckt, auch die Kirchturmspitze der Stadtpfarrkirche mit dem Wetterhahn ein Opfer des heftigen Windes. Die Feuerwehr vermutet, dass es einen Tornado gegeben hat. Erst Hitze, dann Sturm. Gewitter und Sturmböen haben in Unterfranken zu Schäden geführt. Besonders schlimm hat es Haßfurt erwischt. Hier gehen immer noch neue Berichte von Schäden ein, die Polizei ist seit Sonntag 23.30 Uhr im Dauereinsatz. Bisher habe es über 70 Einsätze in Haßfurt gegeben. Feuerwehren aus dem Umland und das THW unterstützen die Arbeit. Der Schaden werde weit über 100 000 Euro liegen - sei aber noch nicht abschließend bewertbar, sagte Martin Volpert von der Haßfurter Feuerwehr. Allein in der Nacht von Sonntag auf Montag verzeichnete die Haßfurter Polizei 16 registrierte Meldungen. Es handelte sich zum Großteil um umgestürzte Baume, abgerissene Äste und abgedeckte Dächer sowie beschädigte Autos. Etwa die Hälfte der Meldungen betraf die Kreisstadt Haßfurt. Dort waren außerdem durch den Sturm noch verschiedene Zelte und Wohnwägen am Gries beschädigt worden. In der Zeiler Straße könnte es einen Tornado gegeben haben. Das legt zumindest das Schadensbild nahe: Das Dach eines Firmengebäudes wurde 30 bis 40 Meter durch die Gegend geschleudert - mitsamt massiver Stahlträger. Umstehende Bäume wurden umgeknickt. Laut Feuerwehr haben sich Bruchstücke wie Geschosse in eine Hauswand gebohrt. Auch drei Straßenlaternen seien vom Wind einfach umgeknickt worden. Die Windgeschwindigkeiten müssen weit jenseits der 100 km/h gelegen haben, um so ein Schadensbild verursacht zu haben, vermutet Volpert. Auf einem weiteren Firmengelände wurde das 2200 Quadratmeter große Dach einer Lagerhalle abgedeckt. Durch den starken Regen wurde das Innere der Halle schwer beschädigt. Auch die Stadtpfarrkirche auf dem Marktplatz hat es erwischt. Hier war die Kirchturmspitze des Südturms der Stadtpfarrkirche St. Kilian abgebrochen und hing glücklicherweise noch an am Blitzableiterstrang, sodass sie nicht abstürzte. Die Spitze hing mitsamt dem Wetterhahn herunter. Auch in der Haßfurter Promenade putzte der Sturm ordentlich durch: Etliche der schönen alten Bäume hier büßten zum Teil auch starke Äste ein. Auch im weiteren Stadtgebiet knickte es Bäume um oder wurden Dächer abgedeckt wie etwa bei einem Haus in der Hofheimer Straße in Haßfurt. Laut Feuerwehr und Polizei kam es zumindest zu keinen Verletzungen."

Unwetter: Schwere Schäden in Haßfurt (inFranken.de, 06.07.15)


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Knesebeck (Niedersachsen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 06.07.2015: "Feuerwehren im Dauerstress - Das Dach des Hauses in Knesebeck wurde von dem Sturm am Sonntagabend teilweise abgedeckt. Anwohner berichten, dass eine Windhose durch den Ort gerast sein soll. Landkreis Gifhorn. Das Unwetter sorgte am Sonntag im Landkreis für jede Menge Chaos. Die Feuerwehrleute waren zunächst damit beschäftigt, die Hauptstraßen von umgestürzten Bäumen zu befreien. "Vor allem, damit die Rettungswagen durchkommen", so Feuerwehrsprecher Michael Gose. Pausenlos waren die Retter bis tief in die Nacht im Einsatz. In Knesebeck beispielsweise stürzte ein Straßenbaum auf die Ortsdurchfahrt. Hausbesitzer berichten von Windböen, die ihre Gartenstühle und -tische wie Möbel einer Puppenstube durch die Gärten geweht hätten. Autobesitzer fanden ihre Karossen in einigen Fällen nur noch als geknautschtes Blech wieder vor, weil Bäume auf den Pkw lagen. [...]"

Feuerwehren im Dauerstress (Allgemeine Zeitung, 06.07.15)


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Karlsminde (Schleswig-Holstein)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des SHZ vom 07.07.2015: "Orkan: Camper bangten um ihr Leben - Auf dem Campingplatz Karlsminde wirbelte der Sturm Angelboote durch die Luft. Dieses hinterließ auf seinem Weg vom Strand eine Spur der Verwüstung und landete im Fenster eines Wohnwagens. Nur 15 Minuten dauerte am Sonntagabend das Unwetter, das eine Gewitterfront, die übers ganze Land zog, mit sich brachte. Aber das reichte, um auf den Campingplätzen in Karlsminde und Ludwigsburg in der Gemeinde Waabs eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen. Besonders hart getroffen hat es den Ostsee-Campingplatz Gut Ludwigsburg. Dort wirbelte der Gewittersturm nicht nur alle 20 Zelte auf der Wiese durcheinander, sondern brachte selbst Wohnwagen zum Umkippen. Die Feuerwehr meldete zwei Leichtverletzte. Auf dem Campingplatz Karlsminde riss sich ein Angelboot am Strand von den Leinen los, flog durch die Luft und blieb in dem Fenster eines Wohnwagens stecken. Es war 22.15 Uhr, als Mona Engel (19) und Michael Fauser (20) gerade ins Bett gehen wollten, sicher und trocken in ihrem Wohnwagen. Es war der erste Abend der beiden Abiturienten auf dem Campingplatz Gut Ludwigsburg. Ihr Wohnwagen steht auf der Wiese neben dem kleinen See. Alles war ruhig, "bis es auf einmal zu regnen und zu stürmen anfing", erzählt die Itzehoerin. Was dann folgte, löste selbst bei der erfahrenen Camperin Ängste aus. "Es hat so heftig geknackt und geballert, der Wohnwagen schaukelte. Ich hatte minutenlang schon Angst, dass er umkippt", so die 19-Jährige. Der Lärm sei ohrenbetäubend gewesen. Kaum war das Unwetter vorüber, sahen sie sich draußen um. Es war ein Bild der Verwüstung, was sich ihnen und dem Platzwart, Karl-Heinz Andermann, bot: umgekippte Wohnwagen, deren Inhalte teilweise über die überflutete Wiese verstreut lagen, abgeknickte Äste und Zweige. Einige Camper packten ihre zerstörten Zelte zusammen und reisten noch in derselben Nacht ab. Gleiches galt für manche Wohnwagenbesitzer, die ihre zerstörten Vorzelte zusammenrafften und ebenfalls den Platz noch in der Nacht verließen. Das Ausmaß der Zerstörung war so groß, dass Andermann die Feuerwehr rief. "Seit 13 Jahren bin ich hier. So etwas habe ich noch nicht erlebt", sagt der Platzwart, der in der Saison selbst in einem Wohnwagen auf dem Platz wohnt. Eine Windhose oder eine Fallböe mit Orkanstärke sei für diese Zerstörung verantwortlich, mutmaßt Nis Juhl, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Waabs. Denn alle Schäden hätten sich in einer Schneise von 50 Meter Breite und 200 Meter länge befunden. Links und rechts davon sei weitestgehend alles in Ordnung geblieben. Auch spreche die Art der Zerstörung bei den Bäumen für diese Annahme. "Die Äste sind regelrecht verwirbelt. Das macht kein normaler Sturm", sagt der Wehrführer. Unterstützt durch die Feuerwehr Damp waren von 22.30 Uhr bis Mitternacht 35 Feuerwehrleute auf dem Platz im Einsatz, suchten nach Menschen in den umgestürzten Campingwagen, bargen zwei Leichtverletzte und verteilten Decken an diejenigen Urlauber, die in dem Moment nichts Trockenes mehr hatten. Fünf beschädigte Wohnwagen, ein zerstörtes Auto und drei beschädigte Angelboote ? das ist das Ergebnis der Gewitterfront auf dem Campingplatz Karlsminde. Der Sturm riss die Angelboote von ihren Sicherungsleinen und wirbelte sie durch die Luft. Eines legte eine rund 50 Meter lange Strecke hinter sich und sorgte für starke Schäden an Wohnwagen, die in der ersten Reihe direkt hinter dem Strand stehen. Zunächst flog es auf das Vordach eines Wohnwagens, wurde auf einen Geländewagen geweht, schrammte die Wand eines weiteren Wohnwagens, bevor es in es in einem Fenster eines dritten Wohnwagens steckenblieb. Dessen Besitzer, Dieter Koll, weilte zum Glück in seiner Wohnung in Hamburg, sodass niemand verletzt wurde. Er kam noch in der Nacht, um das Fenster morgens zu reparieren. Überhaupt hatte Platzwart Klaus Wilke, genau wie sein Kollege in Ludwigsburg, gestern alle Hände voll zu tun, um die Schäden aufzunehmen oder Anrufe besorgter Dauercamper zu beantworten."

Orkan: Camper bangten um ihr Leben (SHZ, 07.07.15)


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Römhild (Thüringen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Südthüringer Zeitung vom 08.07.2015: "Unwetter zum dritten: Diesmal ging's glimpflich ab - Hildburghausen - Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist am Dienstagabend ein Unwetter mit Starkregen, Sturmböen, Blitz und Donner über dem Landkreis niedergegangen. Die Schäden hielten sich aber in Grenzen, so dass keine größeren Feuerwehreinsätze nötig wurden. [...] Andernorts war man noch mit den Nachwehen des weitaus schwereren Unwetters vom Sonntagabend beschäftigt. So befreiten Römhilder Feuerwehrleute noch am Montagabend nach Auskunft von Wehrführer Stefan Griebsch Bäume am örtlichen Kindergarten von abgerissenen Ästen, um den Kindern schon am Dienstag wieder das gefahrlose Spielen im Freien zu ermöglichen. Der städtische Bauhof hätte erst am Freitag tätig werden können. Auch in Gompertshausen - durch den Ort zog wie in Römhild eine Windhose - dauerten die Aufräum- und Reinigungsarbeiten noch an."

Unwetter zum dritten: Diesmal ging's glimpflich ab (Südthüringer Zeitung, 08.07.15)


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Gompertshausen (Thüringen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Südthüringer Zeitung vom 08.07.2015: "Unwetter zum dritten: Diesmal ging's glimpflich ab - Hildburghausen - Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist am Dienstagabend ein Unwetter mit Starkregen, Sturmböen, Blitz und Donner über dem Landkreis niedergegangen. Die Schäden hielten sich aber in Grenzen, so dass keine größeren Feuerwehreinsätze nötig wurden. [...] Andernorts war man noch mit den Nachwehen des weitaus schwereren Unwetters vom Sonntagabend beschäftigt. So befreiten Römhilder Feuerwehrleute noch am Montagabend nach Auskunft von Wehrführer Stefan Griebsch Bäume am örtlichen Kindergarten von abgerissenen Ästen, um den Kindern schon am Dienstag wieder das gefahrlose Spielen im Freien zu ermöglichen. Der städtische Bauhof hätte erst am Freitag tätig werden können. Auch in Gompertshausen - durch den Ort zog wie in Römhild eine Windhose - dauerten die Aufräum- und Reinigungsarbeiten noch an."

Unwetter zum dritten: Diesmal ging's glimpflich ab (Südthüringer Zeitung, 08.07.15)


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Elleringhausen (Hessen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Waldeckische Landeszeitung vom 08.07.2015: "Tornados wüten im Dominalwald - Ein Tornado hat enorme Schäden im Dominalwald zwischen Elleringhausen, Landau und der Buchholzschneise verursacht. Die Kreisstraße 9 zwischen Volkhardinghausen und dem Abzweig nach Elleringhausen wurde komplett gesperrt, der Wald darf in den nächsten beiden Wochen nicht betreten werden. Weiterhin können Äste auf Spaziergänger oder Radfahrer herabstürzen.
Bei den beiden schweren Gewitterstürmen am Sonntagabend haben Tornados Bäume abgedreht. Dabei sind weniger Bäume mit dem Wurzeltellern umgekippt, sondern im oberen oder mittleren Abschnitt abgebrochen.
Fichten, Kiefern und die als besonders zäh geltenden Lärchen sowie Buchen und Eichen aus allen Altersgruppen sind schwer geschädigt worden, wie der zuständige Hessen-Forst-Revierleiter Peter-Jürgen Scholl (Dehringhausen) auf Anfrage der WLZ berichtet.
200 Jahre alte Buchen hat es ebenso erwischt wie 180 bis 250 Jahre alte Eichen. Ein Glück, dass die Gaststätte "Waldschmiede" unmittelbar neben den Eichenbeständen verschont blieb.
"Der wirtschaftliche Schaden im Wald ist enorm", sagt Scholl. Beziffern lässt er sich noch nicht. Doch schon jetzt lässt sich absehen, dass viel Bruchholz anfällt. [...] Die Aufarbeitung des Bruchholzes wird sich voraussichtlich bis in den Spätherbst hinziehen. [...]"


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Korbach (Hessen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 06.07.2015: "Unwetter-Bilanz: Bäume stürzen auf Gräber, Blitz trifft Kilian - Waldeck-Frankenberg. Nach dem schweren Unwetter am Sonntag über Waldeck-Frankenberg sind erst am nächsten Morgen alle Schäden deutlich geworden. Vielerorts gab es sintflutartige Regenfälle und Hagel, Blitz und Donner und orkanartige Sturmböen. Vor allem der Nordkreis war betroffen. Mehrere Feuerwehren rückten aus, um zum Beispiel umgestürzte Bäume zu beseitigen, vollgelaufene Keller leerzupumpen oder verstopfte Gullyeinläufe zu reinigen. Es entstanden teils hohe Schäden. Über Korbach tobte das Unwetter gegen 19.30 Uhr. Starkregen ergoss sich über der Kreisstadt. Einige Straßen wurden überflutet, unter anderem die Arolser Landstraße unter der Eisenbahnbrücke. Dort stecken mehrere Autos fest. [...] Auf dem und rund um den Korbacher Friedhof riss der Sturm zahlreiche Äste ab, eine große Birke brach in einer Höhe von gut zwei Metern ab und kippte auf mehrere Gräber. Der Friedhof müsse vermutlich am Montag für Besucher vorerst gesperrt werden, sagte am Abend Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, der als Grund für die in diesem Gebiet verstärkten Schäden eine Windhose sieht. ?An anderen Stellen ist überhaupt nichts passiert?, meine Schmidt. Die Stadt werde Fachfirmen hinzuziehen, um die vielen Unwetterschäden zu beseitigen. Auch müssten wohl viele Bäume daraufhin untersucht werden, ob weitere Äste gebrochen seien und entfernt werden müssten. Die Heerstraße in Korbach wurde halbseitig gesperrt, da dort am Fahrbahnrand der Stamm eines großen Baumes regelrecht gespalten wurde. [...]"

Unwetter-Bilanz: Bäume stürzen auf Gräber, Blitz trifft Kilian (HNA, 06.07.15)


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Groß Ellershausen (Niedersachsen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 05.07.2015: "Unwetter: Windhose trifft auf Groß Ellershausen, Baum fällt auf Oberleitung - Göttingen. Ein Unwetter traf ab Sonntag gegen 18.15 Uhr auf die Region Göttingen. Umgeknickte Bäume, vollgelaufene Keller und abgedeckte Häuser waren die Folge. Die Feuerwehren waren in Stadt und Landkreis Göttingen im Großeinsatz. Am schlimmsten traf es Groß Ellershausen bei Göttingen. Dort beschädigte vermutlich eine Windhose mehrere Dächer. Eine Gartenlaube wurde komplett aus dem Garten gerissen und über mehrere Meter auf einen Feldweg geschleudert."

Unwetter: Windhose trifft auf Groß Ellershausen, Baum fällt auf Oberleitung (HNA, 05.07.15)


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Hennef (Nordrhein-Westfalen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:00 und 18:10 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des General-Anzeigers Bonn vom 06.07.2015: "Kleiner Tornado beschädigte mehrere Bäume - HENNEF. Bis in die frühen Morgenstunden waren Mitglieder des Technischen Hilfswerks im Ortsteil Geisbach im Einsatz: Dort hatte während des Gewitters am Vortag eine Windhose mehrere Dutzend Bäume stark beschädigt. Da die abgebrochenen Äste, Baumkronen sowie Stämme den Hanfbach verstopften und somit für Überflutungsgefahr sorgten, wurden die Helfer hinzugezogen, um das Gewässer wieder freizulegen. Mit schwerem Gerät und reichlich Manpower ausgestattet, bezogen sie gegen 23.20 Uhr Station auf dem angrenzenden Spielplatz. Erst gegen 6 Uhr morgens war ihr Einsatz abgeschlossen."

Kleiner Tornado beschädigte mehrere Bäume (General-Anzeiger Bonn, 06.07.15)


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Fritzlar (Hessen),
Dorla (Hessen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 05.07.2015: "Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren - Fritzlar. Das Unwetter, das am frühen Sonntagabend über Nordhessen zog, hat in Fritzlar und dem Stadtteil Wehren große Schäden verursacht. [...] In der Kernstadt musste die Stadt Fritzlar den neuen Friedhof für Besucher sperren. Hier hatte eine Windhose eine 200 Meter breite Schneise gezogen und zahlreiche Bäume entwurzelt und dicke Äste abgebrochen. Wie Hartmut Hucke, Stadtbrandinspektor und Leiter des städtischen Bauhofs, am Montag sagte, habe man nach Rücksprache mit Bürgermeister Hartmut Spogat nach dem Ortstermin darauf verzichtet, noch am Sonntagabend mit den Aufräumarbeiten zu beginnen, da keine unmittelbare Gefahr bestand."

Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren (HNA, 05.07.15)
Schwere Unwetter in Gudensbergs Stadtteil Dorla (HNA, 05.07.15)
Die Folgen des Unwetters in Fritzlar (HNA, 05.07.15)


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Wehren (Hessen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 05.07.2015: "Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren - Fritzlar. Das Unwetter, das am frühen Sonntagabend über Nordhessen zog, hat in Fritzlar und dem Stadtteil Wehren große Schäden verursacht. In Wehren fand das Brunnenfest ein jähes Ende, der Sturm hatte das Zelt umgeblasen, dazu wurden im Ortskern zahlreiche Dächer teilweise abgedeckt. Übel zugerichtet wurde die Feldscheune zwischen Wehren und Kirchberg. Hier hatte eine Windhose das halbe Dach abgerissen und es samt Gebälk über 150 Meter weit auf ein Feld geworfen. Verletzt wurde niemand.[...]"

Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren (HNA, 05.07.15)
Die Folgen des Unwetters in Fritzlar (HNA, 05.07.15)


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Rothenuffeln (Nordrhein-Westfalen)

 05.07.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Mindener Tageblattes vom 06.07.2015: "Blitze, Hagel und Regen: Sturm überrascht Veranstalter im Mühlenkreis - In Rothenuffeln krachte eine Eiche in das alte Gasthaus am Griepshop. Minden/Hille (mt). Für den Deutschen Wetterdienst war es ein durchschnittliches Gewitter, das am Sonntagnachmittag über den Mühlenkreis hinweg gezogen war ? zumindest aus statistischer Sicht. Alles andere als durchschnittlich hingegen war der Aktionstag des Heimatvereins Rothenuffeln, der von dem Gewittersturm jäh beendet wurde. ?Das kam aus dem Nichts?, sagte Torsten Siemon, der als Vereinsvorsitzender hautnah mit dabei war. Besonders die großen Pavillon-Zelte hatten dem Wind eine Angriffsfläche geboten. Damit sich Gäste, die darunter Schutz vor dem Regen gesucht hatten, in Sicherheit bringen konnten, hatten einige Vorstandsmitglieder versucht, die Zelte am Boden zu halten. Dabei wurde ein Helfer mehrere Meter mit in die Luft gehoben und erlitt Prellungen am Brustkorb, berichtet Siemon. Weitere Verletzte hat es offenbar nicht gegeben, die Menschen fanden im Heuerlingshaus und in der Kulturscheune Unterschlupf. Nur wenige Minuten, nachdem die Windhose gegen 16.30 Uhr über den Kurpark in Rothenuffeln hinweggezogen war, war auch schon alles vorbei ? und das Festgelände verwüstet. Von den vier Zelten, die der Verein aufgestellt hatte, ist nur noch eins intakt, auch die Aussteller haben vermutlich größere Verluste erlitten. ?Ich habe so etwas noch nicht erlebt, das war fast wie ein Tornado?, sagt Heimatpfleger Uwe Meyer. Dass trotz Gewitter, Sturm und Hagel noch alles einigermaßen glimpflich ausgegangen ist, führt er auch auf die Arbeit der Feuerwehr zurück, die sich schnell zum Beispiel umgestürzte Bäume gekümmert habe: ?Die haben großartig zusammengearbeitet.? Auch die Mitarbeiter des Heimatvereins hätten schnell reagiert und gerettet, was zu retten sei, sagt ein Augenzeuge."

Blitze, Hagel und Regen: Sturm überrascht Veranstalter im Mühlenkreis (Mindener Tageblatt, 06.07.15)


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Seeburg bei Potsdam (Brandenburg)

 04.07.2015 / Stärke (F0) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des rbb vom 05.07.2015: "Gewitter und die Folgen - Teilweise kräftige Gewitter zogen in der vergangen Nacht über Brandenburg hinweg. Abkühlung brachten sie nicht, es blieb eine tropische Nacht. Und es gab teilweise erhebliche Schäden. In Dallgow-Döberitz schlug eine Windhose zu. Nach orkanartigen Windböen und Blitzeinschlägen kippten reihenweise Bäume um. Die Dorfstraße von Seeburg war nach dem Unwetter nicht wiederzuerkennen. Den ganzen Folgetag dauerten die Aufräumarbeiten bei erneut sehr sehr hohen Temperaturen an. Die Windhose von Seeburg wütete übrigens nur direkt im Ort. In den Nachbardörfern hatte es nicht einmal geregnet." In einem Video des Senders heißt es "Teilweise kräftige Gewitter zogen in der vergangenen Nacht über Brandenburg hinweg. Abkühlung brachten sie nicht, es blieb eine tropische Nacht. Und es gab teilweise erhebliche Schäden. In Dallgow-Döberitz schlug eine Windhose zu. Nach orkanartigen Windböen und Blitzeinschlägen kippten reihenweise Bäume um. Die Dorfstraße von Seeburg war nach dem Unwetter nicht wiederzuerkennen. Den ganzen Folgetag dauerten die Aufräumarbeiten bei erneut sehr sehr hohen Temperaturen an. Die Windhose von Seeburg wütete übrigens nur direkt im Ort. In den Nachbardörfern hatte es nicht einmal geregnet." In dem verlinkten Video wird mehrfach von einer Windhose gesprochen. Oliver Frandrup-Kuhr von der Freiwilligen Feuerwehr Dallgow-Döberitz berichtet: "Hier ist unmittelbar eine Windhose durchgegangen." Auch diese Aussage ist interessant: "Die Windhose hatte nur in der Dorfstraße gewütet und war am Ende kraftlos übers Feld weitergezogen." - Eine Anwohnerin berichtet: "Es ging von jetzt auf gleich und dann kam eine Windböe und dann drehte sich das und da bekam ich dann Angst. Nur noch ab in den Keller." Auch diese Aussage spricht für einen Tornado.

Verdachtsfall Dallgow-Döberitz (Skywarn)
Gewitter und die Folgen (rbb, 05.07.15)


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Tannenbergsthal / Vogtland (Sachsen)

 03.07.2015 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Zahlreiche umgestürzte Bäume in einem eng begrenzten Bereich, dabei ergibt sich ein sehr chatoisches Fallmuster mit allen möglichen Fallrichtungen. Der Fall wird derzeit noch untersucht, ein Bericht folgt noch.


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Juni

Diespeck (Bayern),
Dettendorf (Bayern)

bild
 27.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 15:55 bis ca. 16:04 Uhr MESZ. Markante Funnelcloud, Bodenkontakt von einem Skywarn-Beobachter und weiteren Augenzeugen bestätigt. Der Wirbel hatte nördlich und östlich von Diespeck, im Bereich zwischen Dettendorf und Altenbuch, Bodenkontakt.

Tornado bei Diespeck
Tornado bei Diespeck (Skywarn)
Weitere Fotos des Tornados (WetterOnline)
Tornado bei Neustadt Aisch (YouTube)
Tornado über Mittelfranken (YouTube)


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Thiessow (Mecklenburg-Vorpommern)

 23.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Bin am Badeort Thiessow auf Rügen, wo ich heute Morgen gegen 9:00 einen Funnel oder sogar Tornado über der Ostsee gesehen habe. Blickrichtung war SO, der Rüssel trat links (also wohl etwa NW-lich) eines kräftigen Schauers (unter der regenfreien Basis) aus. Er lebte weniger als 5 Minuten - leider recht weit entfernt - und kein Handy dabei gehabt" (Quelle: WZ-Forum)

Rüsselsichtung (WZ-Forum)


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Karolinenkoog (Schleswig-Holstein)

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 23.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht


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UNBEKANNT (n.bek.)
Region: Nordseeküste

 22.06.2015 / Stärke (Wasserhose) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt, eventuell morgens. Beobachtung eines Tornados auf der Nordsee? Ein Foto wurde in Zusammenhang mit weiteren Beobachtungen am 22. Juni an der Nordsee veröffentlicht.

Foto des Tornados (Facebook)


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Sulz am Neckar (Baden-Württemberg)

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 21.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Plausibel
Sichtung eines wahrscheinlichen Tornado vor einem starken Niederschlagsbereich mit Gewitteraktivität !
Der Trichter reichte weit zum Boden hinab.
Nach ca. 2-3 Min. löste sich der Trichter auf.
Der Beobachtungsort war Sulz a.N./Kastell in südwestlicher Richtung.
Schäden sind keine bekannt.



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Rathenow (Brandenburg)

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 13.06.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:25 Uhr MESZ. Schäden und erhebliche Verfrachtungen in einem eng begrenzten Bereich. Die Schneisenbreite betrug etwa 50 - 75m, maximal 100m, die Schneisenlänge etwa 400 - 500m. In einem Haus steckte eine etwa 2-3m lange Holzlatte in der Dachrinne. An einem Gartenhaus wurden Steine durch den Schutzzaun in die Wand geschossen, bei deren Nachbarn flogen Sandkalksteine in den Garten und gruben sich in die Erde ein. Von Zabakuck aus wurden Aufnahmen des Tornados gemacht. Der Tod eines Besuchers der Bundesgartenschau in Rathenow wurde durch eine Gewitterböe verursacht und hängt nicht mit dem möglichen Tornado zusammen.

13.06.2015 F1 Tornado fegte durch Rathenow Süd / Havelland / Brandenburg (Stormchaser Brandenburg)
Tod auf der Buga: Baum wird untersucht (Märkische Allgemeine Zeitung, 14.06.15)


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Karlshorst (Berlin)

 09.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: 20:25 bis 20:30 Uhr MESZ. Kurzer Bericht eines Beobachters: "Dauer ca. 3 bis 5 Minuten, genauerer Ort: Volkspark Wuhlheide, kurz hinter der Kindelbühne, Zugrichtung südöstlich. Bodenkontakt war vorhanden. Stärke F0, geringe Schäden an Bäumen." Die vorgefunden Schäden waren allerdings komplett Altschäden.

Tornadoverdacht Karlshorst


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Mödingen (Bayern)

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 09.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Funnelcloud in 89426 Wittislingen, Landkreis Dillingen, in Richtung Nordosten. Über den wahrscheinlichen Bodenkontakt des Wirbels ist derzeit nichts bekannt.

Funnelcloud bei Mödingen


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Neustadt in Holstein (Schleswig-Holstein)
Region: Lübecker Bucht

 09.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 10 Uhr MESZ. Meldung mindestens eines Tornados (Wasserhose) in der Lübecker Bucht von dem Schiff "Priwall" an das Maritime Lagezentrum in Cuxhaven. Der Fall konnte bisher nicht bestätigt werden.


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Beuren (Baden-Württemberg)

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 01.06.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 18:49 bis 18:53 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Mein genauer Standort ist in 88682 Salem, Ortsteil Beuren. Die erste Aufnahme wurde um 18:51 Uhr gemacht. Die letzte um 18:53 Uhr. Der Funnel trat auf der Rückseite - von der Zugrichtung aus gesehen ? an einer kreisrunden Wolke auf. Die Zugbahn verlief von Süd/ Westen nach Nord/ Osten. Es war beinahe windstill, nach dem Durchzug der Zelle fing es zu regnen an."

Funnel Salem Beuren 01.06.2015 (Facebook)


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Mai

Hilpoltstein (Bayern),
Ohausen bei Freystadt (Bayern)

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 29.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 17:55 bis 18:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mittelbayerischen vom 01.06.2015: "Windhose wirft einen Lastwagen um - Auf der A9 bei Hilpoltstein erfasste eine Bö einen Sattelschlepper, der eine Böschung hinunterkippte. Schaden: 41000 Euro. Hilpoltstein. Während eine Windhose im Freystadter Ortsteil Ohausen zahlreiche Häuser beschädigt hat, wurde fast zur selben Zeit ein Sattelzug auf der A9 ebenfalls von einer Windhose erfasst. Wie die Polizei am Montag berichtete, ereignete sich kurz vor 18 Uhr ein ähnliches Wetterphänomen zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Allersberg. Ein 38-jähriger Kraftfahrer aus Polen war mit seinem Sattelzug auf der A9 Richtung Berlin untewegs gewesen, als ihn die Windhose erfasste und den Sattelzug nach rechts drückte. Dabei kam er von der Fahrbahn ab, durchbrach die rechte Leitplanke, kippte auf die Beifahrerseite und kam schließlich zirka 20 Meter tief im Böschungsbereich neben der Fahrbahn zum Liegen." Die Entstehung des Tornados wurde gefilmt. Der Tornado zog weiter nach Freystadt-Ohausen, wo etwa 20 Dächer beschädigt wurden und einige Bäume umstürzten. Der Tornado wurde auch hier von mehreren Augenzeugen beobachtet und auch gefilmt.

Tornado in Freystadt-Ohausen
Verdachtsfall Ohausen (Skywarn)
Tornado - Region Hilpoltstein - Freystadt - 29.5.2015 (YouTube)
Windhose wirft einen Lastwagen um (Mittelbayerische, 01.06.15)
Gewitterzelle / Funnel Freystadt (YouTube)
Windhose fegt über Ohausen (neumarktaktuell, 29.05.15)
Windhose jagt durch Oberpfalz: Mehrere Häuser beschädigt (nordbayern.de, 29.05.15)
Windhose fegt über oberpfälzisches Dorf (n-tv, 29.05.15)
Schwere Windhose zieht Schneise der Verwüstung (NonstopNews, 29.05.15)
Radarbild von 18:00 Uhr MESZ (Twitter)
Aufräumarbeiten laufen nach Tornado in der Oberpfalz (Abendzeitung München, 30.05.15)
Unwetter: Oberfränkische Sturmjäger sichten Tornado! (TV Oberfranken, 30.05.15)
Das große Aufräumen (Donaukurier, 31.05.15)
Ein Tornado ist ein Tornado (OberpfalzNetz, 01.06.15)
Nach der Windhose in Ohausen (Mittelbayerische, 01.06.15)
Helfer und Gaffer in Ohausen (Mittelbayerische, 01.06.15)
Unterstützung für Tornado-Betroffene? (Mittelbayerische, 01.06.15)
Windhose von Ohausen war ein "F1-Tornado" (nordbayern.de, 02.06.15)

Bilder und Videos der Schäden:
Galerie: Schwere Windhose zieht Schneise der Verwüstung (NonstopNews, 29.05.15)
Windhose rast über Ohausen bei Freystadt (nordbayern.de, 29.05.15)


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Dormagen (Nordrhein-Westfalen)

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 28.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer mutmaßlichen Funnelcloud, dazu der Bericht von Gerd Bierling: "Am Abend des 28.5.2015 zogen von Westen Schauer über den Rhein-Erft-Kreis. Oft es ist so das am Ende der Schauer noch schöne Regenbögen zu sehen sind. Gegen 19.00 Uhr zog wieder ein Schauer auf und der hatte eine Überraschung für mich im Gepäck. Als ich den Himmel beobachtete, bildete sich für ca. 6-7 Minuten ein kleiner Funnel. Der Schauer befand sich meiner Meinung nach über dem Bereich Dormagen. Rotation konnte ich aufgrund der Entfernung nicht erkennen. Jedoch war ich schon sehr überrascht, dass sich aus diesem ?Kleinen? Schauer so etwas zeigen würde. Übrigens, einen Regenbogen habe ich an diesem Abend nicht gesehen."

Funnel am 28.5.2015 (Gerd Bierling)


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Lebenhan (Bayern)

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 25.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:12 und 20:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Funnelcloud von Bad Neustadt und Reyersdorf aus. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels im Bereich zwischen Lebenhan und Wollbach ist nichts bekannt. Dazu diese Meldung: "97616 Bad Neustadt/Saale, Westliche Außenstadt, Uhrzeit ca. 20.20 Uhr Richtung Nord. Aus einer kleinen Zelle beobachteten wir eine Funnelcloud, die in der gleichen Farbe der Wolke war, plötzlich wuchs daraus ein heller gefärbter rotierender, schlanker, langer "Rüssel", der weiter unten leider durch eine Häuserzeile verdeckt wurde. Wir konnten deshalb einen evtl. Bodenkontakt nicht feststellen. Das Schauspiel hielt nur kurz an, dann bildete sich der "Rüssel" sehr schnell nach oben zurück. Die Funnelcloud bildete sich dann etwas langsamer zurück. Die kleine Zelle zog dann Richtung SSO weiter."

Funnelcloud bei Lebenhan


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Müllheim (Baden-Württemberg)

 25.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Dirk Basile konnte am 25.05.15 gegen 14:20 diese ausgeprägte Funnelcloud beobachten. Aufnahmeort ist Bantzenheim/Rumersheim (Frankreich, an der deutschen Grenze) mit Blickrichtung Blauen (Osten). Nach 4-5 Minuten hat er sich wieder aufgelöst. Ein Bodenkontakt über deutschem Gebiet rund um Müllheim erscheint möglich."

Funnelsichtung (Facebook)


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Stettenhofen (Bayern),
Affing (Bayern),
Aichach (Bayern)

 13.05.2015 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 22:15 bis ca. 22:45 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden gemeldet: "Es wurde eine regelrechte Schneise der Verwüstung quer durch den gesamten Ort gezogen. Die Schneise ist ca. 150 m breit. Die Schäden sind enorm und dürften in die Millionen gehen. Unter anderem Dächer abgedeckt, bei einem Haus wurde der gesamte Dachstuhl in das angrenzende Feld verfrachtet, der Maibaum wurde umgerissen, Dachziegel wurden in einen Wohnwagen gebohrt, es wurden sogar Teile aus massiven Mauern gerissen und umhergeschleudert und Verkehrszeichen mit Metallstangen einfach umgebogen. Ein Augenzeuge berichtete, dass kurz vor zuvor ein starker Hagelschauer niederging, der dann schlagartig stoppte und er dann plötzlich einen enormen Unterdruck verspürte. Bei einem anderen wurden die Fenster von innen hinausgedrückt. Auch gibt es jemanden, der einen Tornado beobachtet haben soll. Das Schadensbild spricht jedoch sehr für einen Tornado." Auch in Affing gab es teils schwere Gebäudeschäden. - Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 13.05.2015: "Schwere Unwetter - 100 Menschen in Stettenhofen evakuiert. Über der Region sind am Mittwochabend schwere Unwetter niedergegangen. In Stettenhofen (Kreis Augsburg) mussten 100 Menschen evakuiert werden. In Augsburg meldet die Polizei zahlreiche umgestürzte Bäume. In Stettenhofen (Landkreis Augsburg) wurde das Dach eines Hauses abgedeckt. Weil es sich um einen größeren Wohnkomplex handelt, mussten etwa 100 Personen evakuiert werden, berichtet die Polizei. "Wir müssen erstmal schauen, wo wir die unterbringen", sagte ein Polizeisprecher gegenüber AZ-Online. In Affing (Landkreis Aichach-Friedberg) wurde ebenfalls ein Haus beschädigt. Personenschäden sind der Polizei aber bislang nicht gemeldet worden. "Der Landkreis Augsburg war offenbar stärker betroffen als die Stadt", sagte ein Polizeisprecher." - Aus einer Meldung des Bayerischen Rundfunks vom 13.05.2015: "Unwetter in der Region Augsburg - "Alles ist durch die Gegend geflogen". Bei dem heftigen Sturm in der Region Augsburg sind am Abend Dutzende Häuser schwer beschädigt worden. Am heftigsten traf es Affing und Stettenhofen. Seit dem Morgen gehen die Aufräumarbeiten weiter. Baufirmen und Handwerker sollen sich melden. Das Unwetter mit golfballgroßen Hagelkörnern hat laut Polizeipräsidium Schwaben Nord zum Teil eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. In Affing (Landkreis Aichach-Friedberg) sind mehr als 30 Häuser, zumeist Einfamilienhäuser, stark beschädigt. Die Böen deckten Dächer ab und rissen Dachstühle mit. Ziegelmauern wurden eingedrückt, Autos demoliert, Bäume stürzten um. Mehrere Häuser sind nicht mehr bewohnbar und mussten geräumt werden. Sieben Menschen wurden leicht verletzt. Ein Großteil der Betroffenen kam bei Verwandten unter, 19 Menschen sind in der Schulturnhalle Affing untergebracht. Sie dient als Notunterkunft und Betreuungsstelle. Nach den schweren Sturmschäden rund um Affing, Anwalting, Gebenhofen und Aichach werden dringend Baufirmen und Handwerker gebraucht, die auch am Feiertag einsatzbereit sind. Das Landratsamt Aichach-Friedberg bittet insbesondere Dachdecker, Glaser, Gebäudereiniger und Abbruchfirmen sowie Betriebe mit Hubsteigern und schwerem Räumgerät sich zu melden. In Stettenhofen im Landkreis Augsburg wurde ein Mehrfamilienhaus so stark beschädigt, dass es einsturzgefährdet ist. Das komplette Dach des Hauses wurde nach Zeugenaussagen von einem Tornado abgedeckt. Das Gebäude, in dem 50 Menschen leben, wurde evakuiert. Die meisten Betroffenen kamen bei Angehörigen unter. 19 Evakuierte wurden zuerst im Pfarrheim von Stettenhofen und anschließend in einer Jugendherberge in Augsburg untergebracht. Die Ortsdurchfahrt von Stettenhofen bleibt heute gesperrt. "Es hat einen Schlag getan. Erst war's Regen, dann Hagel ganz kurz - dann hat' s 'Wusch!' gemacht und alles ist durch die Gegend geflogen. Das war maximal eine Minute." In Aichach deckte der Sturm ein Teil des Dachs der Wittelsbacher Realschule ab. Wegen der Schäden entfällt morgen, Freitag, der Unterricht an der Realschule. Aus Augsburg meldet die Polizei umgestürzte Bäume." - Der Tornado löste sich östlich von Affing weitgehend auf. Weiter östlich zog ein schwacher Tornado über Aichach hinweg. Ob es sich um denselben Fall oder eine Neubildung handelt, wird noch geprüft.

Übersichten:
Tornado in Stettenhofen, Affing (Skywarn)
F3 Tornado in Affing (WZ-Forum)
13.05.2015 Eine Schneise der Verwüstung Nördlich Augsburg (My Bolg "Markus3134" Wetter und Unwetter)

Bilder und Videos der Schäden:
Die Schäden belaufen sich allein im Landkreis Aichach-Friedberg auf mindestens 40 Millionen Euro.
Schäden in und um Aichach
Tornado über Augsburg: Luftbilder zeigen Verwüstung von Gebenhofen Affing (YouTube)
13.05.2015 Enorme Tornadoschäden Stettenhofen (YouTube)
Fotos: Tornado richtet im Kreis Aichach-Friedberg Verwüstungen an (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Fotos: Tornado in Aichach (Aichacher Zeitung, 14.05.15)

Meldungen:
Schwere Unwetter - 100 Menschen in Stettenhofen evakuiert (Augsburger Allgemeine, 13.05.15)
Unwetter in der Region Augsburg (BR, 13.05.15)
Unwetter wütet im Landkreis (Landkreis Augsburg, 13.05.15)
Unwetter hinterlässt Verwüstung: Haus evakuiert und sieben Verletzte (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Nach dem Tornado stehen Anwohner vor den Ruinen ihrer Häuser (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Die Spur des Tornados (Süddeutsche Zeitung, 14.05.15)
Tornado wütet in Bayern (n-tv, 14.05.15)
Schock nach Tornado in Bayern sitzt tief (nordbayern.de, 15.05.15)
Tornado-Opfern droht die Obdachlosigkeit (Augsburger Allgemeine, 16.05.15)
Hilfe für Tornadoopfer auf breiter Front (Augsburger Allgemeine, 24.05.15)


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Bonndorf im Schwarzwald (Baden-Württemberg),
Lembach (Baden-Württemberg),
Fützen (Baden-Württemberg)

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 13.05.2015 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 21:30 und 22 Uhr MESZ. Um 21:38 Uhr Beobachtung des Tornados zwischen Geisingen und Tengen, gegen 21:50 Uhr Meldung eines Tornados durch einen Skywarn-Beobachter bei Welschingen im Landkreis Konstanz. Die Schadensaufnahme lässt auf einen starken Tornado schließen, der in einer fast 30 Kilometer langen und 100 und bis zu 400 Metern breiten Schneise erhebliche Schäden anrichtete. Der Tornado erreichte mindestens die Stufe F2 auf der Fujita-Skala. Aus einer Meldung des Radiosenders baden.fm vom 14.05.2015: "Ein kurzes aber heftiges Gewitter hat am Mittwochabend in weiten Teilen Südbadens für Chaos gesorgt. Die Unwetterfront war innerhalb von rund 15 Minuten über Südbaden gezogen und hat dabei vor allem in den Großräumen Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen teils orkanartige Winde, starken Regen und Hagel mit sich gebracht. [...] In Bonndorf hat eine gewaltige Windhose zwei tonnenschweren Kastenwagen samt Anhänger auf einem Firmengelände umgeworfen. In Wutach im Schwarzwald war zwischenzeitlich der Strom ausgefallen. Dort hatte im Ortsteil Münchingen außerdem ein einschlagender Blitz das Dach einer Kirche in Brand gesetzt." - Aus einer Meldung des Südkurier vom 15.05.2015: "Große Schäden im Raum Bonndorf/Wutach nach Unwetter - Erheblichen Sachschaden richtete ein Unwetter an, das am Mittwochabend über die Region Bonndorf/Wutach hinwegzog. ?So etwas habe ich noch nie gesehen, die Windhose hat bei Glashütte eine richtige Schneise in den Wald geschlagen?, berichtet Olaf Thor, Pressewart der Feuerwehr Bonndorf. [...] Im Landkreis Waldshut stürzten durch das heftige Gewitter in der Zeit zwischen 21 und 22 Uhr eine Vielzahl von Bäumen um und blockierten etliche Landes- und Kreisstraßen. Auch die B 315 zwischen Wellendingen und Bonndorf war zeitweise betroffen. Hier kippten zwei Bäume um, die die Straße blockierten und den Zaun eines Tiergeheges beschädigten. Mehrere Hirsche flohen aus dem Gehege. In Lembach warf die Windhose ebenfalls viele Bäume wie Streichhölzer um, wie unser Mitarbeiter Bruno Morath berichtet. Auf einem Firmengelände in der Allmendstraße wurden durch den starken Wind zwei Kleintransporter und ein Anhänger umgeworfen, heißt es in der Meldung der Bonndorfer Wehr. In Glashütte wurde ein Dach abgedeckt, das die Feuerwehr mit der Abteilung Gündelwangen mit einer Plane überdeckte, um größeren Schaden zu verhindern. Im Bonndorfer Neubaugebiet Mittlishardt deckte die Windhose das Dach einen Hauses zu 80 Prozent ab, wie die Feuerwehr berichtet. Die Dachziegel bohrten sich wie Geschosse in die Wand des Nachbarhauses. Im Einsatz waren in dieser Nacht alle Fahrzeuge der Feuerwehr Bonndorf. Einsatzende war am Donnerstag gegen 3 Uhr morgens." - Aus einer weiteren Meldung des Südkurier vom 15.05.2015: "Tornado fegt über Lausheim - Ein schweres Unwetter fegte am Mittwoch, gegen 22 Uhr, auch über Lausheim und hinterließ schwere Schäden. Abgedeckte Dächer, weggerissene Photovoltaik-Anlagen, umgestürzte und entwurzelte Bäume, abgeknickte Strom- und Telefonmasten sowie Stromausfälle waren an diesem Abend zu verzeichnen. Beschädigte Hausdächer, abgeknickte Bäume und Strommasten sowie ein Unfall mit drei Leichtverletzten sind die Folgen des Unwetters, das am Mittwochabend im Raum Stühlingen niedergegangen ist. Der Gesamtschaden lässt sich noch nicht beziffern. Wie ein Tornado sei es gewesen, sagte Jürgen Büche, einer der Anwohner auf dem Lindenberg am Morgen nach dem Unwetter. Gegen 22 Uhr war die Gewitterfront über den Lausheimer Lindenberg und das Tal hinweg Richtung Grimmelshofen gezogen. Die Windhose riss Ziegel und Photovoltaik-Anlagen von den Dächern. In einer 150 Meter breiten Schneise wurden große Waldflächen zersplittert. In der Siedlung auf dem Lindenberg in Lausheim waren sechs Wohnhäuser und einige Ökonomiegebäude betroffen. Abgerissene Baumkronen schleuderte der Sturm auf die Dächer und riss große Löcher. Dabei wurden auch Strom- und Telefonmasten umgeknickt. Die Bewohner hatten bis vier Uhr morgens keinen Strom." - Aus einer Meldung des vom 14.05.2015: "Das starke Unwetter in der Nacht zum Donnerstag hat beim Blumberger Ortsteil Fützen eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Ein Tornado knickte hier unter anderem einen eisernen Strommasten um. Dieses Szenario spielte sich nahe der Schweizer Grenze, vorbei an den dortigen landwirtschaftlichen Anwesen, ab. Ganz besonders erwischte es den nicht mehr bewohnten Buchhof. Nach der Hitze des Mittwochs zog am Mittwochabend, wie von den Meteorlogen vorhergesagt, eine starke Gewitterfront über Süddeutschland auf. Besonders stark betroffen war der Landkreis Waldshut, wo das Unwetter viele Schäden anrichtete. Gewitter, Starkregen und Hagel fegten über die Region und streiften so auch den Bereich der Schweizer Grenze, wo sich der Sturm zu einem kleinen Tornado entwickelte. Die Wucht dieses hier eher seltenen Naturereignisses war so gewaltig, dass der Tornado eine etwa zehn bis 20 Meter breite Schneise in die Natur riss. In diesem Bereich wurden Bäume umgeknickt, aber auch ein Strommast aus Eisen wurde wie ein Streichholz abgebrochen. Stark beschädigt wurde der unbewohnte Buchhof. Wiesen und Fruchtfelder wurden hier regelrecht niedergewalzt. Von etwa 22.15 Uhr an war das Stromnetz für etwa eine Stunde unterbrochen. Die Freiwillige Feuerwehr Fützen war von etwa 1 Uhr bis am Morgen im Einsatz und beseitigte umgestürzte Bäume. In Fützen selbst gab es zum Glück keine Schäden." Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Münstertal und Lenzkirch/Glashütte. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen.

Tornado Südschwarzwald 13.05.2015 (Schweizer Sturmforum)
13.05.15 ? Tornado bei Tengen, Lembach, Blumegg, Grimmelshofen, Fützen (Benjamin Wolf)
Foto des Tornados um 21:38 Uhr (Facebook)
Skywarn-Meldung (Facebook)
Schadensbild westlich von Tengen (Facebook)
Radarbild zu dem Termin (Facebook)
Fotos der Schäden: Tornado bei Blumberg-Fützen (Facebook)

Bilder und Videos der Schäden:
Schäden Bonndorf bis Fützen
Feuerwehr Lenzkirch mit Schadensfotos

Meteorologische Daten:
Radaranimation des Abends (Skywarn)
Radarloop 20-23 Uhr MESZ (meteoradar.ch)

Meldungen:
Unwetter bei Fützen: Tornado knickt Strommast (Südkurier, 14.05.15)
Fotos der Schäden (nicht wie angegeben aus Wutach!) (Badische Zeitung, 14.05.15)
Unwetter bei Fützen: Tornado knickt Strommast (Südkurier, 14.05.15)
Heftiges Unwetter mit Hagel und Starkregen über Südbaden (baden.fm, 14.05.15)
Große Schäden im Raum Bonndorf/Wutach nach Unwetter (Südkurier, 15.05.15)
Sturm und Hagel wüten im Südwesten (Südkurier, 15.05.15)
Tornado fegt über Lausheim (Südkurier, 15.05.15)
Schock nach dem Tornado über Bonndorf (Südkurier, 15.05.15)
Die Sturmschäden sind immens (Badische Zeitung, 16.05.15)


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Lenzkirch (Baden-Württemberg),
Glashütte (Baden-Württemberg)

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 13.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud, Standort: Wittlekofen südlich von Bonndorf im Schwarzwald, Blickrichtung Nordwesten. Im Schwendetal südwestlich vom Ortskern von Lenzkirch gibt es erhebliche Schäden (Totalschaden) im Wald. Die Fallrichtung der Bäume ist überwiegend recht einheitlich, allerdings vor allem am linken Rand auch konvergent. Der mutmaßliche Tornado wurde von den Hausbewohnern in dem Tal beobachtet. Der Tornado löste sich hinter Glashütte zumindest vorübergehend auf. Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Münstertal und Bonndorf bis Tengen. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen. - Zu Schäden im Wald nahe des Feldberges, etwa 10 Kilometer westlich von Lenzkirch aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 13.06.2015: "Tornado ist eine Chance für den Bannwald bei Oberried - Mitte Mai hat ein Tornado binnen Sekunden hunderte Bäume umgeknickt oder entwurzelt. [...] Wie Streichhölzer sind Hunderte Baumriesen während des heftigen Hagelsturms an Christi Himmelfahrt im Bannwald Napf bei Oberried umgeknickt, als ein Tornado durch den Talkessel pflügte. Erst Tage später bemerkten die Förster, dass in dem abgelegenen Gebiet auf 1300 Metern Höhe die Stämme wie Mikado-Stäbe übereinander lagen ? und freuten sich. Denn was in einem Wirtschaftswald ein großer finanzieller Verlust wäre, ist in einem Bannwald eine Chance für die niedrigere Vegetation. Es ist schwer, an die Stelle zu kommen, in die der Tornado die Schneise der Verwüstung gefräst hat. Hans-Ulrich Hayn und Georg Mayer laufen vorsichtig den Alpinen Steig entlang, einen schmalen Pfad, der bis vor Kurzem noch den Stübenwasen, den sechsthöchsten Berg des Schwarzwalds, mit dem Hüttenwasensattel unterhalb des Feldbergs verband. Mittlerweile ist der Wanderweg, der bereits seit vielen Jahren nicht mehr offiziell beschildert ist und nur noch als Geheimtipp unter Wanderern galt, nicht mehr passierbar. Auf einer Fläche von mehr als zehn Hektar hat der Tornado Mitte Mai die Bäume komplett umgenietet. Kaum ein Baum konnte der Kraft des Wirbelsturms standhalten, und nun liegen die jahrzehntealten und tonnenschweren Giganten zersplittert im Talkessel und versperren auch den Durchgang über den Alpinen Steig. [...] Hayn klettert auf einen Baumstumpf und schaut in den Hang hinein. Dass dieser bis vor wenigen Wochen noch dicht bewaldet war, kann man sich kaum vorstellen. Der Forstwirt ist fasziniert von dem Naturschauspiel. "Diese Urgewalt, mit der der Tornado hier zugange war, ist unbeschreiblich.""

Tornado bei Glashütte
Foto der Funnelcloud (Facebook)
Weiteres Foto der Funnelcloud (Facebook)
Tornado ist eine Chance für den Bannwald bei Oberried (Badische Zeitung, 13.06.15)


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Münstertal / Schwarzwald (Baden-Württemberg)

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 13.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 15.05.2015: "Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz - MÜNSTERTAL (mie). Eine Windhose ist am Mittwochabend durch den Wald bei Münstertal gezogen. Das berichtete Johannes Geiger, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Münstertal. Die Kameraden waren gegen 20.30 Uhr (Anmerkung: Zeit kann nicht stimmen) alarmiert worden, weil umgestürzte Bäume die Stohrenstraße im Bereich des Abzweigs Hörhalde blockierten. Mit 25 Mann sei die Feuerwehr Münstertal ausgerückt, um vor Ort festzustellen, dass in der Nacht nichts mehr auszurichten sein. "Es waren doch einige Festmeter Holz, die da rumlagen", sagte Geiger der BZ ? deutlich mehr als 100 Bäume seien der Windhose zum Opfer gefallen. Die Feuerwehrleute richteten eine Straßensperrung, die wohl noch über das Wochenende Bestand haben werde, so die Einschätzung des Kommandanten. Die Feuerwehr Bad Krozingen musste achtmal ausrücken, um im Bereich Biengen/Hausen umgestürzte Bäume zu entfernen." Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Lenzkirch/Glashütte und Bonndorf bis Tengen. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen.

Tornadoverdacht Münstertal
Bericht zu den Schäden im Münstertal (Schweizer Sturmforum)
Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz (Badische Zeitung, 15.05.15)
Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz (Feuerwehr Münstertal, 15.05.15)

Anmerkung: Bereits in den Vogesen hatte dieselbe Superzelle mindestens einen Tornado der Stärke F2 hervorgerufen:
Tornade EF2 à Gerbépal (Vosges) le 13 mai 2015 (Keraunos)


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Kenzingen (Baden-Württemberg)

 13.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 14.05.2015: ""Rotierende Zelle" ringt alte Buchen nieder - Ein kleiner Tornado verursacht im Kenzinger Forlenwald auf zwei Hektar Fläche einen Schaden von rund 25 000 Euro. Mehrere Forst- und Wanderwege sind gesperrt. KENZINGEN. Einen starken Sturmschaden nach dem schweren Gewitter am Mittwochabend meldet die Stadt Kenzingen: Alte Buchenbestände im Forlenwald zwischen Hecklingen und Bombach wurden auf einer Fläche von rund zwei Hektar vermutlich von einer tornadoartigen Windhose umgeworfen. Der Schaden liegt bei mindestens 25000 Euro. Forstfachleute warnen davor, das Waldstück zu betreten. Das schwere Gewitter, das im Kreis Emmendingen sonst kaum Schäden anrichtete, entlud sich am Mittwoch gegen 21 Uhr über Kenzingen. Dabei gab es orkanartige Böen. Wetterexperte Jörg Kachelmann meldete kurz zuvor im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter für Kenzingen und Nordweil eine "rotierende Zelle" und schloss einen "Tornado" nicht aus. Der Spur der Verwüstung, die sich Johannes Kaesler, Revierförster der Stadt Kenzingen, am Donnerstag bot, zeigt, dass Kachelmann mit seiner Prognose nicht falsch lag. Getroffen hat es eine rund zwei Fußballfelder große Fläche im alten, ökologisch wertvollen Forlenwald zwischen Hecklingen und Bombach. Die Holzmenge, die am Boden liegt, wird von Johannes Kaesler auf rund 800 Kubikmeter geschätzt. Bei den umgestürzten Bäumen handelt es sich in der Mehrzahl um 150-jährige Buchen. "Diese Bestände sind standortgerecht. Sie haben sogar den Orkan Lothar überlebt und galten als sturmsicher", sagt Kaesler der BZ. Die Bäume wurden von Nord nach Süd geworfen, was für Sturmschäden in dieser Gegend eher ungewöhnlich sei. Die Hauptwind- und Sturmrichtung ist Südwesten. Darauf stellen sich die Wälder ein. "Die Bäume liegen alle in Richtung Freiburg", erläutert Kaesler. Die mächtigen Buchen hatten ihr Blattwerk mittlerweile voll entfaltet, was wie ein mächtiges Segel gewirkt habe. Fatal, wenn die Orkanböe oder gar ein Tornado aus der falschen Richtung auftrifft. [...] Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hecklingen und Bombach ist nach dem schweren Windwurf komplett gesperrt. Andere Forstwege in der Nähe sowie Wanderwege und Sportpfade seien ebenfalls durch umgestürzte Bäume blockiert, teilt Kaesler mit. Wanderer, Jogger und Mountainbiker werden deshalb dringend gebeten, die sturmgeschädigten Waldbestände nicht zu betreten und Absperrungen zu beachten. "Die Gefahr ist sehr groß", sagt Kaesler. Viele Bäume seien angeschoben und würden an anderen Bäumen festhängen, könnten aber jederzeit auch umstürzen. Die Aufräumarbeiten könnten mehrere Wochen andauern und seien "äußert gefährlich", weil durch das Laub alles "sehr unübersichtlich" sei." - Radarbilder zeigten zu dieser Zeit und an diesem Ort eine stark rotierende Superzelle mit einem so genannten Hook-Echo und einer mutmaßlichen Trümmerwolke.

Bilder + Karte zu den Schäden bei Kenzingen/Hecklingen (WZ-Forum)
Weitere Fotos der Schäden (WZ-Forum)
Chasingbericht vom 13.05.2015 (Sturmjäger NRW)
"Rotierende Zelle" ringt alte Buchen nieder (Badische Zeitung, 14.05.15)
Waren die Tornados am Mittwochabend (13.05.) vorhersehbar? (Facebook)


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Regnitzlosau (Bayern)

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 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:40 und 20:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich östlich von Hof: "Anschließend wurde es allgemein sehr dunkel, die Aufnahme entstand um 20:44. Standort Trogen (Landkreis Hof), Richtung Südost." Die Trichterwolke reichte maximal bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden hinab.

Funnelcloud bei Regnitzlosau


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Coswig (Anhalt) (Sachsen-Anhalt)

 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud bei Dessau aus größerer Entfernung. Ebenfalls Sichtung um 18:32-18:33 von der Autobahn A9 aus im Bereich nordwestlich von Coswig und recht dicht westlich der Autobahn. Rotation konnte so schnell nicht erkannt werden.

12.05.2015 Tornadoverdacht Coswig / Sachsen Anhalt (Stormchaser Brandenburg)
Foto der Funnelcloud (Facebook)


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Alten (Sachsen-Anhalt)

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 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:11 Uhr MESZ. Beobachtung eines bodennahen Wirbels mit Verbindung zur rotierenden Wolkenbasis im Bereich südwestlich des Flugplatzes Dessau, etwa zwischen Alten und Mosigkau. Definitionsgemäß handelte es sich damit um einen Tornado, der aber nur schwach gewesen sein dürfte.

Tornado in Dessau
Foto des Wirbels (Facebook)


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Kinderode (Thüringen),
Nohra bei Nordhausen (Thüringen),
Wollersleben (Thüringen)

 12.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Ein Tornado richtete an Häusern und Bäumen einige Schäden an. Der Wirbel wurde beobachtet und fotografiert. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 12.05.2015"Kleine Windhose zerstört Dach des Konsums in Nohra. Die Feuerwehr Nohra war am Abend mit zwölf Mann in der Ortslage Nohra im Einsatz. Am Einkaufsmarkt wurde durch eine Art Windhose ein etwa 50 Quadratmeter großes Stück des Daches beschädigt. Die Dacheindeckung verteilte sich auf der Hauptstraße. Die Kameraden sammelten sie wieder ein. Die Straße war etwa eine halbe Stunde gesperrt für die Aufräumarbeiten. Mit einem Dachdeckerbetrieb wurde das Dach notdürftig gegen Wind und Regen gesichert. Des Weiteren beseitige die Feuerwehr Nohra mehrere Gefahrenstellen durch lockere Ziegeln und Äste in der Ortslage. Die Feuerwehren Wollersleben und Mörbach waren auf der Straße zwischen Hünstein und Wollersleben im Einsatz und beseitigen dort mehrere umgestürzte Bäume. In der Gemarkung Nohra sind mehrere große Bäume entwurzelt beziehungsweise auseinandergerissen. Augenzeugen beobachteten eine braune rotierende Windsäule, die von südwestlich nach nordöstlich durch das Wuppertal (Anmerkung: korrekt ist Wippertal) zog, von Kinderode Richtung Nohra bis nach Wollersleben knickte sie etliche Bäume an der Wipper ab, darunter 20 Meter hohe Pappeln."

Tornado in Nohra
Kleine Windhose zerstört Dach des Konsums in Nohra (Thüringer Allgemeine, 12.05.15)
Windhose in Nohra (nnz-online.de, 12.05.15)


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Kirchgandern (Thüringen)

 12.05.2015 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:25 Uhr MESZ. Ein mutmaßlicher Tornado richtete an Häusern und Bäumen einige Schäden an. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 13.05.2015: "Tornado wütet in Kirchgandern und reißt kompletten Dachstuhl weg - Kirchgandern. Zwei Minuten habe es gedauert. Länger nicht. Helga Herwig schiebt sich die Brille zurecht. Sie kann das Geschehene vom Dienstag noch immer nicht in Worte fassen. Wie Wurfgeschosse beschädigten Trümmerteile von Herwigs Dach Häuser in der Nachbarschaft. ?Ich hatte gerade Kaffee gekocht?, erinnert sie sich. Ihr Mann Lothar war aus dem Garten gekommen. Dort hatte er nach den Hühnern gesehen. Das Ehepaar wollte sich eine gemeinsame Pause gönnen. Doch daraus wurde nichts. Der Kaffee stand noch am Abend in der Küche. Nicht ein Schluck fehlte.Windig war es. Und es regnete. Aber mit dem, was dann plötzlich geschah, hatte keiner in Kirchgandern gerechnet. Augenzeugen sagen: Es sei ein Tornado gewesen. Braungelbfarbene Luft ? in der Form eines Trichters. Der starke Wirbel kam von Besenhausen rüber, zog übers Dorf hinweg, am Gänsebach entlang zum Kahlen Berg. Er hinterließ eine Schneise im Ort, die an den Dächern zu erkennen ist, auf denen Ziegel fehlen. ?Es hat mächtig geknallt?, berichtet Helga Herwig. ?Und schon war unser Nebengebäude ohne Dach.? Es geschah genau um 16.25 Uhr. ?Ich habe sofort auf die Uhr geschaut.? Auch der Stationsweg zur Kapelle wurde durch das Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Der Tornado entwurzelte zwei Linden, zertrümmerte eine kleine Wanderhütte und zerstörte auch die dritte Station (im Bild) des Kreuzweges. Als seien die Holzbalken nur aus Pappe ? so leicht hob der Luftwirbel das Dach hoch, ?und weg war es?, staunt Lothar Herwig auch einen Tag später noch über diese Naturgewalten. ?Ein Glück, dass unser Wohnhaus vom Sturm weitestgehend verschont blieb.? Dort fehlen nur ein paar Ziegel, und die Dachrinne ist beschädigt. Es hätte schlimmer kommen können. Nach dem Tornado war die Straße ?Hinterm Dorf? ein Trümmerfeld. Die Balken von Herwigs Dachstuhl lagen überall herum. Einige waren zuvor wie Wurfgeschosse gegen benachbarte Gebäude geprallt. Auch am Haus Benedikt ? eine Tagespflege für Senioren ? sind die Schäden unübersehbar." - Ein Tornado ist nach einer Schadensanalyse sehr wahrscheinlich.

Verdachtsfall Kirchgandern (Thüringer Storm Chaser)
Tornado wütet in Kirchgandern (Thüringer Allgemeine, 13.05.15)
Schadensanalyse 16.5.15 von Oliver und Peter_HIG (Thüringer Allgemeine, 13.05.15)


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Arfurt (Hessen),
Weilmünster (Hessen)

 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:20 bis 16:27 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Weilburger Tageblattes vom 12.05.2015: "Unwetter zieht über den Landkreis - Böen verursachen Schäden in Weilmünster, Arfurt, Schadeck und Staffel. Limburg-Weilburg (ve/flu/uls). Ein plötzlich aufkommender Sturm hat am Dienstagnachmittag als Ausläufer eines Gewitters im Bereich Weilmünster, Weinbach, Runkel, Villmar und Limburg-Staffel teils erhebliche Sachschäden verursacht. Verletzt wurde dabei niemand. Laut Feuerwehr beschädigten die Sturmböen mehrere Gebäude. Dabei wurden Dächer teilweise abgedeckt oder Bäume auf Häuser geschleudert. Die Leitstelle Limburg-Weilburg vermeldete in einer Zusammenfassung um 19 Uhr solche Sturmschäden an einem Haus in Weilmünster, einem weiteren in Staffel sowie an zwei Scheunen in Arfurt und in Schadeck. Besonders viele Bäume fielen zwischen Weilmünster und Aulenhausen um. Die dort verlaufende Kreisstraße 442 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden, bis die Feuerwehrleute die Fahrbahnen wieder freigeschnitten hatten. Bäume riss der Sturm auch im Bereich Runkel um. So mussten die Einsatzkräfte einen Baum auf der Straße zwischen Runkel und Villmar beseitigen. Die Leitstelle registrierte insgesamt 26 Bäume, die auf Straßen gefallen waren und von Feuerwehrleuten oder der Straßenmeisterei von der Fahrbahn entfernt werden mussten. In Dehrn sollen zwei Dächer beschädigt worden sein, im Bereich Kerkerbach riss der Sturm eine Oberleitung auf der Bahnlinie ab. In Staffel war der Bereich um den Bahnhof besonders betroffen. Dort wurden an zwei Gebäuden Teile des Daches abgedeckt und es stürzten mehrere Bäume um. Betroffen waren das Gasthaus in der Koblenzer Straße 3 neben dem Bahnübergang und das Dach einer ehemaligen Scheune. Im Hof des Grundstücks wurde ein größeres Zelt abgedeckt. Auf der gegenüberliegenden Seite fiel eine Tanne auf eine benachbarte Tanne, die auf das Dach eines Wohnhauses stürzte. Als die Feuerwehr den Einsatzort verlassen wollte, riss von einem Laubbaum ein dicker Ast ab. TAGEBLATT-Leser meldeten zudem, dass ein Tornado im Raum Villmar und Runkel gesichtet worden sei. [...]" - Aus einer Meldung der Nassauischen Neuen Presse vom 13.05.2015: "?Wie eine Windhose?, sagt Limburgs Stadtbrandinspektor Uwe Zimmermann. Eine Windhose mit mächtig Wirkung. Am Bahnübergang in Staffel entwurzelte der Sturm zwei mächtige Nadelbäume, die auf die dort stehende Villa stürzten. Die ehemalige Gaststätte Schwenk verlor einen Teil der Dacheindeckung, die auf dem gegenüberliegenden Parkplatz landete. Die dahinter stehende Scheune verlor etliche Dachziegel. Und hinter dem Kindergarten stürzten noch zwei Bäume um. [...] Der Sturm hinterließ eine deutlich sichbar Spur das Lahntal hinauf. Zwischen Eschhofen und Dehrn entwurzelte er eine ganze Reihe von Bäumen, in Schadeck ließ er einen mächtigen Baum auf das Wohnhaus des Aussiedlerhofes ?Lahnblick? stürzen. Aus Arfurt meldet die Feuerwehr das zum Teil abgedeckte das Dach Grundschule wurde teilweise abgeräumt. Am Bahnhof Kerkerbach hing ein Stromkabel über den Gleisen. Umgestürzte Bäume gab es außerdem im Stadtgebiet Runkel in der Schadecker Straße und in der August-Gerhart-Straße in Richtung Wehreley sowie auf der Landesstraße zwischen Runkel und Villmar. Im Einsatz waren die Feuerwehren Runkel und Schadeck mit rund 25 Leuten. Nach Angaben von Kreisbrandinspektor Georg Hauch hat der Sturm noch weitere Schäden im Landkreis verursacht. Im Ortsteil Möttau der Gemeinde Weilmünster wurde eine Scheune so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nun einsturzgefährdet ist. Umgestürzte Bäume beseitigen die Einsatzkräfte den Feuerwehren zudem noch in den Gemeinden Villmar, Weinbach und Beselich." In der Sendung "Maintower" des Hessischen Rundfunks wurde eine Feuerwehrfrau interviewt: "Ich war draußen und man konnte überhaupt nicht die Augen offen halten, weil so viel Dreck rumgewirbelt ist. Mein Mann kam auch gerad von der Arbeit heimn, der hat halt gesagt, man hat wirklich in 300 Meter Höhe oben eine richtige Windhose über dem Dorf drehen sehen."

Verdachtsfall Kreis Limburg-Weilburg (Skywarn)
Bericht zum Fall (Facebook)
Unwetter zieht über den Landkreis (Weilburger Tageblatt, 12.05.15)
Schneise der Zerstörung (Nassauische Neue Presse, 13.05.15)


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Seelbach (Hessen)

 12.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:55 Uhr MESZ. Dazu der Bericht von Bernold Feuerstein: "Ich habe leider nur puntkuell einige Schäden betrachten können - sie bewegen sich im Bereich T2 bis max. T3. An einer Stelle übrigens eindeutige Tornadoschäden - die Bäume liegen wie Mikado mit tw. entgegengesetzter Fallrichtung. Auch gibt es eine Handvoll unabhängiger Augenzeugen eines rotierenden Staubfußes. Der Tornado selbst war wohl kaum auskondensiert (wie Pfungstadt 1998)." Wie dieser mit den weiteren Verdachtsfällen am selben Tag in Hessen zusammenhängt, ist noch offen.

Tornadoschäden Villmar-Seelbach (Facebook)


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Niederquembach (Hessen)

 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung dee Wetzlarer Neuen Zeitung vom 13.05.2015: "Windhose bringt viele Bäume zu Fall - Schöffengrund (ho/lu). Eine Windhose in Kombination mit einem Regenguss hat am Dienstagnachmittag in Schöffengrund zahlreiche Bäume zu Fall gebracht. Die Aufräumarbeiten dauern an. Nicht nur Fichten fielen nach Angaben von Revierförster Frank Bremer um, sondern auch Buchen und Eichen. Die Straße zwischen Nieder- und Oberwetz musste wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt werden, die Feuerwehr räumte auf und machte die Durchfahrt wieder frei. Besonders schlimm wütete der starke Wind im Revier oberhalb der Kreisstraße zwischen Nieder- und Oberquembach, die voraussichtlich bis zum heutigen Freitag gesperrt bleibt. Hier knickten allein 80 Nadelbäume um. Einige fielen auf die Straße und zermalmten auf etwa 100 Meter Länge die Leitplanken. Am Mittwochvormittag telefonierte Bremer einen Harvester herbei. Diese Holzerntemaschine soll im Zusammenspiel mit dem ortsansässigen Forstbetrieb Zimmermann die Straße wieder sicher und befahrbar machen. Es werde noch dauern, bis alle Schäden erfasst sind, erläuterte Jürgen Hackerott, stellvertretender Forstamtsleiter. Er riet davon ab, in den nächsten drei bis vier Wochen vom Sturm betroffene Waldbereiche zu betreten. "Viele Bäume stehen momentan instabil." Während die gefallenen Fichten per Harvester verschwinden, sollen Buchen und Eichen mit Motorsägen bearbeitet und für die weitere Verwertung vorbereitet werden." Nach einer Vor-Ort-Untersuchung ist ein Downburst in diesem Fall sehr wahrscheinlich.

Fotos der Schäden bei Niederquembach
Windhose bringt viele Bäume zu Fall (Wetzlarer Neue Zeitung, 13.05.15)
Einsätze 2015 (Feuerwehr Brandoberndorf


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Reimershagen (Mecklenburg-Vorpommern)

 12.05.2015 / Stärke (F0) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des NDR am 12.05.2015: "Erneut Unwetter mit Tornado über MV - Eine Woche nach dem verheerenden Tornado in Bützow (Landkreis Rostock) ist erneut eine Unwetterfront über Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Diesmal war insbesondere die Region um Güstrow, Lohmen und Krakow am See betroffen. In Reimershagen bei Krakow berichtete ein NDR Reporter von einem Tornado, der den Ort streifte. Ein rotierender rüsselförmiger Wirbel sei über den Reimershagener See gezogen. Es soll vereinzelt zu Schäden an Dächern und Fenstern gekommen sein, Äste wurden von den Bäumen gerissen. Das Ausmaß soll jedoch bei Weitem nicht so gravierend wie bei dem Bützower Tornado gewesen sein, hieß es weiter. Vereinzelt kam es auf einigen Straßen in der Region zu Verkehrsbehinderungen wegen herabgestürzter Äste und umgestürzter Bäume. Bei Friedland nahe Neubrandenburg stürzte ein Baum in ein Haus. Auf der B 197 kam es daraufhin zu einem Stau." - Eine Vort-Ort-Untersuchung der Schäden ergab dies: "Dokumentation ausgewählter Sturmschäden (umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste mit Durchmesser mind. 10cm) vom Downburst 12.5.2015 südlich von Güstrow. Ein Tornadoereignis ist auf Grund der Schadensstruktur unwahrscheinlich. Untersucht wurden die Abschnitte L17 zwischen Güstrow und Lohmen, L11 zwischen Lohmen und Reimershagen, Waldweg zwischen Reimershagen und Alt Sammit, B103 in Krakow am See, L71 zwischen Krakow am See und A19, A19 zwischen zwischen den Anschlussstellen 14 und 13. Schadensaufnahme: Frank Böttcher."

Erneut Unwetter mit Tornado über MV (NDR, 12.05.15)


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Krakow am See (Mecklenburg-Vorpommern)

 12.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von NonstopNews am 12.05.2015: "Offensichtliches großes Glück hatten die Menschen am Nachmittag bei Krakow am See. Nach mehreren Meldungen ist möglicherweise eine Windhose entlang der nahen A19 gezogen und hat auf ihrem Weg eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Auf einer Länge von mehreren hundert Metern steht kein Baum mehr, die Autobahn ist von abgeknickten Stämmen übersäht. Die Polizei ließ die A19 in beide Richtungen komplett für den Verkehr sperren. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Sturm hat dabei förmlich eine Schneise erzeugt, in der kein Baum mehr steht. Ob es sich dabei um einen Tornado gehandelt hat, wie mehrere Augenzeugen insbesondere in sozialen Netzwerken berichten, oder um einen Downburst, bei dem Wind genau gegenteilig zu einer Windhose mit hohem Tempo von oben herab auf den Boden trifft und schwere Schäden erzeugen kann, ist zur Stunde noch nicht geklärt. Die Feuerwehr spricht vor Ort von einem sehr schadensträchtigen Ereignis." Ein User bei Twitter schreibt: "Bei Krakow am See drückt Fenster aus Angeln, Firstziegel vom Dach, Äste von Bäumen gerissen. Augenzeugen beschreiben typisch rotierende Windhose. Zieht Ri Südost." (Quelle: Meldung bei Twitter - Eine Vort-Ort-Untersuchung der Schäden ergab dies: "Dokumentation ausgewählter Sturmschäden (umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste mit Durchmesser mind. 10cm) vom Downburst 12.5.2015 südlich von Güstrow. Ein Tornadoereignis ist auf Grund der Schadensstruktur unwahrscheinlich. Untersucht wurden die Abschnitte L17 zwischen Güstrow und Lohmen, L11 zwischen Lohmen und Reimershagen, Waldweg zwischen Reimershagen und Alt Sammit, B103 in Krakow am See, L71 zwischen Krakow am See und A19, A19 zwischen zwischen den Anschlussstellen 14 und 13. Schadensaufnahme: Frank Böttcher."

Schweres Unwetter zog über Autobahn (NonstopNews, 12.05.15)
Galerie: Schweres Unwetter zog über Autobahn (NonstopNews, 12.05.15)
A19 nach Sturmschäden voll gesperrt (Güstrower Anzeiger, 12.05.15)
Weitere Fotos der Schäden (Facebook)


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Rakow bei Neubukow (Mecklenburg-Vorpommern)

 05.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:30 und 19:45 Uhr MESZ. Dazu wurde dieser Bericht gemeldet: "Am 05.05.2015 kam es im Zeitraum von 19.30-19.45 zu einem eventuellen Tornado in 18516 Süderholz OT Rakow. Laut Aussagen der Anwohner kam es zu Bodenkontakt des Rüssels. Auf einer Breite von ca 700m und einer Länge von 1000m sind Dächer stark beschädigt mindestens 15 Bäume umgekippt bzw abgebrochen und ca 50 Bäume stark beschädigt im Kronenbereich. Ein Biobauer hat an seinem großen Gewächshaus große Schäden, die Aufräumarbeiten laufen noch immer, die Dächer wurden notdürftig repariert. 2 Verkehrszeichen sind auch umgeknickt. Es sind auch Einsatzberichte der Feuerwehr Süderholz im Internet. Leider gibt es kein Foto oder Film von dem Tornado." Die breite Schneise spricht für einen Downburst, es liegt aber auch eine Meldung über die Beobachtung einer Funnelcloud vor. Erste Untersuchungen vor Ort sprechen ebenfalls deutlich für einen Downburst.

Einsätze 2015 (Löschzug Süderholz)


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Woland (Mecklenburg-Vorpommern)

 05.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Bestätigt
Ab südlich von Hohen Sprenz verläuft eine 3,4 Kilometer lange Schneise über Dudinghausen und Woland weiter über die A19 und es verläuft sich im Wald beim Flughafen Rostock-Laage. Zwischen Dudinghausen und dem Flughafen Rostock-Laage markante Vegetationsschäden etwa 0,5 km ostnordöstlich der Ortschaft Woland, es ist ein homogener Kiefernbestand mit Mikadofallmuster. Das Areal gehört schon zum Flughafen Rostock-Laage und ist nicht begehbar. Da sich der Bützow-Tornado bei Werle Hof (Kassow) auflöste, muss von einer Neubildung ausgegangen werden (Bericht von Thilo Kühne).


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Rühn (Mecklenburg-Vorpommern),
Bützow (Mecklenburg-Vorpommern),
Kassow (Mecklenburg-Vorpommern)

 05.05.2015 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 18:45 und 18:50 Uhr MESZ. Tornado mit etwa 30 Verletzten und erheblichen Schäden. Die Schäden dürften nach Auskunft des Bürgermeisters von Bützow im zweistelligen Millionenbereich liegen, 16 Häuser wurden zunächst für unbewohnbar erklärt und gesperrt. Vor allem am Nordrand des kleinen Triensees im Südwesten der Stadt gab es Schäden bis in den F3-Bereich. In der Stadt selbst ist ein PKW verfrachtet worden, was ebenfalls auf F3-Stärke hinweis. Es existieren viele Spekulationen über mehr als F3, einen konkreten Hinweis gibt es derzeit aber nicht. Der Tornado zog weiter bis hinter Kassow, bisher sind mehr als 13 Kilometer der Zugbahn erfasst. Der Tornado war ein breiter, so genannter "Multivortex-Tornado", der aus mehreren Teilwirbeln bestand.

Tornado in Bützow (Skywarn)
Tornado(s) nahe Schwerin 05.05.2015 (WZ-Forum)
Video des Tornados (Twitter)
Foto eines umgestürzten Autos (Facebook)
Tornado-Spezial (Schweriner Volkszeitung)
Schwerer Tornado verwüstet ganze Ortschaft (NonstopNews, 05.05.15)
Galerie: Schwerer Tornado verwüstet ganze Ortschaft (NonstopNews, 05.05.15)
Bützow ein einziges Trümmerfeld (Schweriner Volkszeitung, 05.05.15)
Tornado? Schwere Verwüstungen in Bützow (NDR, 06.05.15)
10 Minuten Todesangst - NDR Spezial zum Tornado über Bützow vom 5.5.2015 (NDR/YouTube)
Tornado as violent storms batter northern Germany (BBC, 06.05.15)

Bilder und Videos des Tornados:
Entstehender Tornado bei Warnow? (NDR, 06.05.15)
Video: Tornado über Bützow am 05.05.2015 (YouTube)
Entstehung des Multivortex-Tornados (Facebook)
Weiteres Video des Tornados (Facebook)
Bützow: Mitten im Tornado (05.05.2015) (YouTube)
Im Inneren des Tornados von Bützow (Langversion, 05.05.2015) (YouTube)
Tornado in Bützow - Augenzeugen-Video (YouTube)
F3 Tornado Impact Bützow (YouTube)

Bilder und Videos der Schäden:
Fotos der Schäden in Bützow
Zerstörerische Windhose fegt durch Bützow (n-tv, 06.05.15)
Tornado tobt in Kleinstadt, ein Toter in Hamburg (T-Online, 06.05.15)
Aufräumen nach dem Tornado in Bützow (NDR, 06.05.15)
Drohnenvideo: Die Zerstörungen in Bützow (NDR/Facebook)
Bützow nach dem Tornado | Zusammenfassung (YouTube)
Tornado hits Germany, leaving Extensive damage (YouTube)
besonderer Einsatz: Tornado zieht Schneise der Verwüstung durch Bützow (Feuerwehr Bad Doberan)


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Groß Laasch (Mecklenburg-Vorpommern)

 05.05.2015 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung des NDR vom 05.05.2015: "Auch durch Groß Laasch zog nach Angaben der Feuerwehr ein Tornado. Dabei wurden drei Häuser, mehrere Autos und ein Lkw teils schwer beschädigt. Ein Haus sei regelrecht explodiert, sagte ein Anwohner. Umherfliegende Trümmerteile trafen Autos. Auf einer Fläche von zwei Hektar wurden Bäume umgeknickt wie Streichhölzer." Die Baumschäden und auch die Art der Gebäudeschäden sind eindeutig und es ist von einem starken Tornado auszugehen. - Aus einer Meldung der Schweriner Volkszeitung vom 07.05.2015: "Bjørn Pedersen wühlt in den Trümmern des ehemaligen Bahnhofsgebäudes von Groß Laasch. ?Das Haus ist nicht mehr zu retten?, ist er sicher. ?60 000 Euro Schaden, und keine Versicherung wird zahlen. Es ist ein Rohbau, und da sind Elementarschäden nicht abgedeckt?, erklärt der Däne. Eigentlich sollte hier einmal das Zuhause seiner Familie entstehen. Pedersens waren beim Ausbau. Dann kam der Tornado am Dienstagabend über Groß Laasch (SVZ berichtete). Augenzeugen berichten Dramatisches. Demnach hat sich die Windhose nördlich des Bahnübergangs herabgesenkt, ist dann ein ganzes Stück Richtung Süden gewandert, dann umgekehrt und hat den gleichen Weg der Zerstörung zurück genommen. Mittendrin liegt das ehemalige Bahnhofsgebäude. Pedersens hat es am Ärgsten getroffen. Das Gebäude dahinter, in dem jemand anderes wohnt, sieht weniger beschädigt aus. Was wirklich kaputt ist, werden Fachleute ermitteln."

Verdachtsfall Groß Laasch (Skywarn)
Fotos der Schäden (Unwetternetzwerk)
Tornado? Schwere Verwüstungen in Bützow (NDR, 06.05.15)
Vor Trümmern nach dem Tornado (Schweriner Volkszeitung, 07.05.15)
Einige Fotos der Schäden (Facebook)


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Ahrensbök (Mecklenburg-Vorpommern)

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 05.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 18:20 und 18:30 Uhr MESZ. Tornado nordöstlich von Schwerin im Bereich Ahrensboek (Gemeinde Cambs) gemeldet und gefilmt. Zumindest kurzzeitiger Bodenkontakt des Wirbels ist durch sichtbare Aufwirbelungen gesichert. Im Bereich Ahrensboek gab es zudem erhebliche Schäden an Bäumen.

Tornado bei Schwerin
Verdachtsfall Rampe (Skywarn)
05.05.2015 Tornado in der Nähe von Rampe, M-V (YouTube)
5.5.2015 Tornado Windhose Cambs Mecklenburg (YouTube)
Tornado gestern: 05.05.2015 [18:30] lokaler Zeit, 15 km Nordöstlich von Schwerin (YouTube)
Video aus Schwerin-Mitte (Facebook)
Weiteres Video aus Schwerin-Mitte (Facebook)
Foto nordöstlich von Schwerin (Facebook)


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Lübeck (Schleswig-Holstein)

 05.05.2015 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 17:40 Uhr MESZ. Windhose in den Lübecker Nachrichten genannt. Aus einer Meldung der Lübecker Nachrichten vom 07.05.2015: "Windhose fällte 60 Linden ? Straße bleibt länger gesperrt. Die Windhose, die am späten Dienstagnachmittag durch den Kreis Stormarn gefegt ist, hat auch eine ganze Baumallee an der Landesstraße 88 zwischen dem Pölitzer Ortsteil [...] - Wie an einer Perlenschnur aufgereiht blockieren die Linden die Straße zwischen Pölitz und Lasbek." Dis bisher vorliegenden Meldungen lassen an dieser Stelle auf einen Downburst schließen. Allerdings gab es von Hamberge über Lübeck-Buntekuh, Lübeck-St. Lorenz-Nord, Lübeck St. Gertrud und die Lohmühle und bis zum Schellbruch in einem eng begrenzten Bereich einige Schäden. Am Nordrand dieser bis zu 300 Meter breiten Schneise fielen die Bäume meist in Richtung Norden oder sogar Nordwesten. Aus der Lübecker Innenstadt liegt eine Beobachtung einer Trichterwolke von der Possehlstraße in Richtung Nordwesten bis Norden (Lohmühle) vor.

05.05.15 / Lübeck / Unwetterschäden durch Gewitterfront (viele Bilder!) (Stormchaser Europe)
Windhose fällte 60 Linden (Lübecker Nachrichten, 07.05.15)
05.05.15 Tief "Zoran" live Lübeck (YouTube)


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Ganderkesee (Niedersachsen)

 05.05.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MESZ. Medienmeldung einer Windhose. Aus einer Meldung der Neuen OZ vom 05.05.2015: "Delmenhorst/Ganderkesee. Das kurze aber heftige Gewitter, das am Dienstagnachmittag kurz nach 16 Uhr über Delmenhorst und die Region gezogen ist, hat schwere Schäden hinterlassen. In Ganderkesee hat eine Windhose eine Schneise der Verwüstung gezogen. [...] Auch in Ganderkesee hat das Gewitter teils schwere Schäden hinterlassen. Laut Ortsbrandmeister Rolf Meyer zog eine Windhose vom Brüninger Weg über die Grüppenbührener Straße in Richtung Schlutter. Die Windhose habe eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, so Meyer. Die Arbeiten der Feuerwehr werden noch bis in die Nacht andauern, weil weiter Baumteile abzustürzen drohen. Die Schäden durch die Windhose sind schwerer als zunächst angenommen. Mehrere Dächer wurden teilweise abgedeckt. Auch von Häusern in Elmeloh sind bereits Dachschäden gemeldet worden. Zahlreiche Kräfte sind damit beschäftigt, die beschädigten Dächer abzusichern. Mehrere Straßen wurden abgesperrt."

Verdachtsfall Ganderkesee (Skywarn)
Windhose reißt auf 200 Metern etliche Eichen aus dem Boden (NonstopNews, 05.05.15)
Galerie: Windhose reißt auf 200 Metern etliche Eichen aus dem Boden (NonstopNews, 05.05.15)
Unwetter mit Tornado über Großraum Delmenhorst (YouTube)
Unwetter in der Region: Windhose über Ganderkesee (Neue OZ, 05.05.15)
Bäume knicken wie Streichhölzer (Nordwest Zeitung, 06.05.15)


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April

Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern)

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 30.04.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: 20:21 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud durch Rüdiger Manig von der Wetterwarte Neuhaus in Neu-Kaliß in Richtung Dömitz/Elbe. Die Sicht war durch ein nahes Waldstück nach unten sehr eingeschränkt, die Funnelcloud war vor den beiden Aufnahmen markanter in der Ausbildung.

Funnelcloud bei Dömitz
Foto der Funnelcloud (Thüringer Storm Chaser)
Foto der Funnelcloud (Facebook)


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Schöpstal (Sachsen)

 27.04.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:25 bis 19:27 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud nördlich von Görlitz nahe der BGrenze zu Polen. Dazu aus einem Bericht der Stormchaser Brandenburg: "Wir konnten aus Schöpstal in Richtung Nordost eine wunderschöne weit herabreichende Funnelcloud beobchten."

Verdachtsfall Schöpstal (Skywarn)
27.04.2015 Toller Chasingauftakt mit Tornadoverdacht (Stormchaser Brandenburg)


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Bischofswerda (Sachsen)

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 27.04.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: ab etwa 18:22 bis 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud bei Bischofswerda: "Der Beobachtungspunkt war auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Frankenthal und Rammenau in Höhe des Ortsteils Schaudorf der Gemeinde Rammenau. Blickrichtung war Südost, als ich den Schlauch sah. Der Schlauch befand sich meines Erachtens in dem Gebiet der Stadt Bischofswerda. Die angezeigte Zeit auf den Fotos ist noch Winterzeit - bitte 1 h vorrechnen. Der Schlauch war also gegen 18.23 Uhr zu sehen. Rotation war zu erkennen. Dauer der Beobachtung: max. 1 min."

Funnelcloud bei Bischofswerda
Verdachtsfall Bischofswerda (Skywarn)


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Birkwitz (Sachsen)

 02.04.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Morgenpost Sachsen vom 03.04.2015: "Windhose deckt Dach von Kita ab! Pirna - Nach der Ruhe kam der Sturm: Im Pirnaer Ortsteil Birkwitz hat offenbar eine Windhose erheblichen Schaden angerichtet. Das Dach der örtlichen Kindertagesstätte flog umher, die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Das Wetter schlägt manchmal seltsame Kapriolen. Während vielerorts die Menschen von heftigen Schneefällen geplagt werden, haben die Anwohner von Birkwitz wahre Schreckensmomente hinter sich. Eine Windhose zog am frühen Abend durch den Ort. Polizeisprecher Lutz Milker: "Gegen 17.35 Uhr erreichte uns die Meldung, dass es dort zu mehreren wetterbedingten Sachschäden gekommen ist." Schlimm erwischt hat es die Kita Schatzfinder in der Pratzschwitzer Straße. Die Windhose hat das Flachdach herunter geweht. Die Feuerwehr sichert derzeit das Gebäude. Auch abseits der Kita entstanden im Ort Schäden. Ziegel von Dächern kamen runter, ein hölzerner Hochstand wurde von der Windhose umgerissen, ein Fussballplatz wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Auch diverse Zäune nahe der Kita wurden umgerissen. "Bislang haben wir keine Informationen über Verletzte", so der Polizeisprecher. Während des Mini-Tornados befanden sich wohl mehrere Kinder nahe der Kita, konnten aber rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Eine Windhose ist nichts anderes als ein Tornado, also ein kleinräumiger, meist schlauchförmiger Wirbel, der von einer Schauer- oder Gewitterwolke durchgehend bis zum Boden reicht. Selten sind die Naturereignisse längst nicht mehr. Sturmjäger filmen und erfassen immer wieder auch solche Windhosen in Sachsen. Im Juli richtete zum Beispiel ein kleiner Tornado im beschaulichen Schönau, einem Ortsteilvon Ralbitz-Rosenthal (bei Bautzen), erheblichen Schaden an. Dächer wurden abgedeckt, Autos von umgestürzten Bäumen beschädigt. Umher fliegende Teile schlugen zudem in mehreren Fenstern ein." - Derzeit deuten die Schäden und die Berichte von Anwohnern nicht auf einen Tornado hin.

Verdachtsfall Birkwitz (Skywarn)
Windhose deckt Dach von Kita ab (Morgenpost Sachsen, 03.04.15)
Windhose wütet in Pirna (Sächsische Zeitung, 03.04.15)
Fotos: Sturmschäden in Birkwitz (Sächsische Zeitung, 03.04.15)


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März

Langhecke (Hessen)

 31.03.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Datum unsicher. Dazu der Bericht von Bernold Feuerstein: "Ich habe beim Wandern einen sehr verdächtigen Sturmschaden bei Langhecke (Ortsteil von Villmar) gefunden. Es handelt sich um eine recht schmale (gut 50 m) aber nicht sehr lange (wenige 100 m) Schneise in einem dichten, aber stabil wirkenden Fichtenbestand, der praktisch einen Totalschaden erlitten hat. Viele Bäume sind geworfen, einige gebrochen. Fallrichtung nicht einheitlich, z. T. liegen Bäume verschiedene Fallrichtungen übereinander. Bei geworfenen Exemplaren zusätzlich deutliche Druckschäden zu sehen. Ich schätze die Intensität auf T3/F1. In der weiteren Umgebung nur isolierte Schäden. Über den Zeitpunkt kann ich (außer dass der Schaden recht frisch ist) wenig sagen. Es könnte bis zu den Stürmen in der Karwoche zurückgehen, aber evtl. auch jünger (nächtliches Gewitter am 26.04.)."

Tornadoschäden Villmar-Seelbach (Facebook)


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Bad Karlshafen (Hessen)

 31.03.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19 und 20 Uhr MESZ. Bericht eines Anwohners: "Als Stormchaser wohne ich direkt in Bad Karlshafen, wo sich heute zwischen 19 und 20 Uhr ein sehr schweres Gewitter entlud. Meine private Station hatte 134,7 km/h gemessen. Es gab quasi eine Schneise der Verwüstung in einem 2km2 Stück. Auf der B83 zwischen Bad Karlshafen (Bremer Straße) gibt es nur noch sehr wenige Bäume, die stehen. Diese sind auffällig entgegen der Windrichtung gefallen und zwar Richtung Westen, obwohl der Wind genau aus West kam. Weiter ging es so, dass nur wenige Bäume diese Sache überlebt haben. Besonders schlimm traf es den Campingplatz Bad Karlshafen, dort wurden Wohnwagen umgekippt bzw. einfach wie Würfel umgeworfen. Es gab auch Verletzte. An den angrenzenden Straßen sind einige Bäume umgefallen (ca. 250m Luftline), danach war es dann vorbei und keine Schäden mehr feststellbar. Die Bäume, die über den Gehweg gestürzt sind, sind alle komplett entgegen der Windrichtung gefallen, ebenso hinter dem Campingplatz, die Baumkronen lagen alle in Richtung Nordwesten/Westen." - Auf dem Campingplatz stürzten 6 Wohnwagen um, einer überschlug sich, mindestens 6 weitere wurden in unterschiedliche Richtungen verschoben. In einem 500 bis 600 Meter langen Bereich wurden Laternen umgebogen und Straßenschilder abgeknickt. Außerhalb dieser Schneise waren keine größeren Schäden feststellbar. Bei einem Haus in der Weserstraße wurden im 3. Obergeschoss Fenster herausgerissen. Das Glas lag samt halbem Fenster auf der Straße, ohne dass auch nur eine Scherbe die Wohnung gesehen hatte. Das Fenster liegt zudem völlig geschützt zum Hinterhof hin, wobei noch ein massives Wohnhaus daneben steht (windgeschützte Seite). Das Wohnhaus ist das vorletze Gebäude vor dem Campingplatz. Danach kommt der Campingplatz und dann die Weser.

Verdachtsfall Bad Karlshafen (Skywarn)
Bad Karlshafen: Orkan "Niklas" trifft auf Campingplatz in Bad Karlshafen (Polizeipresse, 01.04.15)
Orkan "Niklas" trifft auf Campingplatz (Hessennews, 01.04.15)
Unwetter: Orkan "Niklas" über Nordhessen 31.03.2015 (Hessennews / YouTube, 01.04.15)
Niklas trifft auf Campingplatz - Frau schwer verletzt (NH24, 01.04.15)
?Niklas? zieht ab und hinterlässt viele Schäden (FAZ, 01.04.15)
Mutter durch umstürzenden Wohnwagen schwer verletzt (HNA, 01.04.15)
Fotos: Wohnwagen stürzten in Bad Karlshafen um (HNA, 01.04.15)
Sturmtief Niklas hinterlässt Schneise der Verwüstung (Facebook)


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Nobitz (Thüringen)

 31.03.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: 17:15 bis 17:21 Uhr MESZ. "[...] von 17:15 Uhr bis 17:21 Uhr konnte man einen Tornado beobachten; Bodenkontakt ca. 5 Sekunden. Konnte alles auf Video festhalten. Hatte einen Durchmesser von ungefähr 1 - 2 m; nicht stark aber schön anzusehen." - gemeldet bei der Unwetterzentrale: 31.03.2015 um 17:26 Uhr - Thüringen - Landkreis Altenburger Land - 04603 Nobitz

Verdachtsfall Nobitz (Skywarn)


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Coppenbrügge (Niedersachsen)

 31.03.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Hannover Reporter vom 31.03.2015: "Windhose zieht durch kleinen Ort: NordWestBahn mit Baum kollidiert / Dächer beschädigt / Bahnstrecke Hildesheim-Hameln gesperrt - Sturmtief nimmt bereits Kurs auf ganz Deutschland zu und richtet schon seit heute Morgen erste Schäden an. Der Höhepunkt wird in Niedersachsen am Nachmittag erwartet. Offenbar ist gegen 8 Uhr durch die Ortschaft Coppenbrügge eine Windhose gezogen. Dabei wurde eine große Fichte entwurzelt ist auf die Bahngleise gestürzt. Trotz Warnungen der Leitstelle ist die NordWestBahn 82056 mit dem Baum kollidiert. 17 Reisende mussten den Zug verlassen, der Triebwagen ist in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass derzeit der Bahnverkehr auf der Strecke Hildesheim-Hameln eingestellt wurde. Mehrere Dächer wurden ebenfalls beschädigt. Für die Feuerwehr und Dachdecker gibt es alle Hände voll zu tun."

Windhose zieht durch kleinen Ort (Hannover Reporter, 31.03.15)
Bildergalerie: Windhose zieht durch kleinen Ort (Hannover Reporter, 31.03.15)


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Otterbach (Hessen)

 02.03.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 03:30 und 03:40 Uhr MEZ. Schneisenlänge: 0,6 km, Breite max.: 120 m / Breite mittel: 100 m über Otterbach, Gemeinde Gemünden (Felda) im Vogelsbergkreis, von Westen nach Osten. Verfrachtungen von Material (u.a. Silagefolie) bis zu 600 Meter linksseitig zum Schneisenverlauf. Starke Konvergenz bei Bäumen. Heuballen mittlerer Größe (bis 500 kg) heruntergestürzt und einige Meter gerollt. Baumbrüche durch Fäule in einigen Fällen direkt auf Erdbodenhöhe, einzelne Kronenbrüche. Dächer beschädigt (Intensität maximal bis F1/T2). In kleinem Areal am Südwestende des Ortes äußerst markante Konvergenz im Fallmuster (Eichen mit Stammfäule und Birken) und bewegte Heuballen - Intensität kann hier mit F1/T3 festgesetzt werden. F2-Schäden liegen nachweislich nicht vor (Ausführliche Schadensdokumentation: Thilo Kühne - Ergebnis der Beratung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland im April 2015, Mainz).

Verdachtsfall Otterbach (Skywarn)
Tornadomeldung Gemünden/Osthessen 02.03. 2015 (WZ-Forum)
Grobe Karte mit den Schäden und Verfrachtungen (Google)
War es ein Tornado? Unwetter zerstört 16 Dächer (n-tv, 02.03.15)
Tornado-Verdacht (Die Welt, 02.03.15)
Gewittersturm tobt durch Osthessen: Tornado-Verdacht (Focus, 02.03.15)
Unwetter im Vogelsbergkreis (Gießener Allgemeine, 02.03.15)
Tornado schreckt 76 Einwohner auf - Massive Schäden an vielen Häusern (Osthessen News, 02.03.15)
Sechzehn Dächer durch Windhose beschädigt (NH24, 02.03.15)
Windhose fegt durch Ortschaft (Lauterbacher Anzeiger, 03.03.15)
Windhose fegt durch Osthessen (HR / YouTube)


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Januar

Heygendorf (Thüringen)

 14.01.2015 / Stärke (nicht bekannt) Plausibel
Zeitpunkt: zwischen 07:10 und 07:20 Uhr MEZ. Meldung eines Tornados: "Heute 14.01.15, ca. 7:20 Uhr in Heygendorf. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei, es war auch noch nicht wirklich hell. Hatte einen kleinen Durchmesser, Stärke zw. f1-f2 begleitet von dem üblichen starken Gewitter und sehr starkem Regen. Zum Glück hat er nur einen Baum erwischt und ging dann aufs offene Feld."

Tornadoverdacht bei Heygendorf


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Westerweyhe (Niedersachsen)

 10.01.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 03.03.2015: "Uelzen-Westerweyhe. Es stehen nur noch die Lärchen. Sie trotzten der Windhose, die ihre Schneise der Verwüstung durch ein privates Waldstück im Sieken zwischen Westerweyhe und Barum gezogen hat. Die Kiefern, die dort standen, boten mit ihren Nadelästen dem ?Tornado? eine Angriffsfläche und wurden umgerissen. Wenige hundert Meter weiter hat es noch nicht einmal mehr die Lärchen im Boden gehalten, als sich der Sturm seinen Weg suchte. Rund 1,8 Hektar Waldfläche, so schildert Jörg Becker, Bezirksförster für Molzen, seien in diesem Gebiet gefallen. Wenige Wochen sei das gerade einmal her, sagt er. Zu Beginn des neuen Jahres sind die Sturmschäden im Gebiet des Forstamtes Uelzen bereits enorm. Rund 20000 Festmeter an Waldhölzern fielen im Januar Windstürmen zum Opfer. ?Das ist knapp der Einschlag von zwei Revierförstereien während eines Jahres?, erklärt Becker. Auffällig sei, dass zunehmend Windhosen über den Landkreis hinwegziehen und in der Forst Schlachtfelder hinterlassen. ?Ich stelle seit fünf Jahren eine zunehmende Häufung solcher Windhosen fest?, so Becker. Dabei gebe es wie im Sieken auch Waldstücke, die immer wieder betroffen seien. Über sie werde eine Dokumentation geführt. [...]"

Windhosen wüten in Wäldern (Allgemeine Zeitung, 03.03.15)


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Kamerun (Niedersachsen),
Sarenseck (Niedersachsen),
Seerau (Niedersachsen)

 10.01.2015 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 11.01.2015: "[...] In Karwitz selbst entwurzelte eine Sturmböe eine Douglasie mit einem Stammdurchmesser von mehr als einem Meter. Der Baum stürzte über die Dorfstraße und landete in einer Hofmauer. Wenige Meter weiter zerstörte die Böe einen Schuppen und knickte einen alten Apfelbaum ab. Anwohner berichteten davon, dass sich der Himmel schlagartig verdunkelte, als die Böe niederging, andere vermuten, dass ein Tornado für die Verwüstungen verantwortlich sein könnte. Zwischen Hitzacker und Kähmen stürzten am Sonntagnachmittag gleich mehrere Bäume auf eine Hochspannungsleitung und rissen die Kabel herunter. In der Elbestadt und den umliegenden Ortschaften gingen für Stunden die Lichter aus, bis der Stromversorger den Schaden behoben hatte. Die gleiche Sturmböe, die die Bäume auf die Hochleitung kippen ließ, verwüstete auch einen an der Straße liegenden Wald, wo dutzende Bäume entwurzelt wurden oder schlicht abknickten. Noch am Sonntag begannen dort die Aufräumarbeiten, um die blockierten Wege wieder frei zu machen und das Holz aufzuarbeiten." - In Karwitz gibt es derzeit keine Hinweise auf einen Tornado, anders sieht es bei Seerau (zwischen Hitzacker und Kähmen) aus. Im Bereich von Metzingen über Kamerun und Sarenseck bis nach Seerau zieht sich ein meist etwa 200 Meter breiter und mherere Kilometer langer Bereich mit erhenlichen Schäden an Bäumen. - Bei einem Treffen der Tornado-Arbeitsgruppe im Februar 2015 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen. Über nahezu den gesamten Verlauf der Schneise finden sich immer wieder deutlich konvergente Fallmuster der Bäume, die nicht durch eine Fallböe erklärbar sind. Dazu kommt der mindestens 5,6 Kilometer lange und höchstens 200 Meter breite betroffene Bereich.

Tornado bei Hitzacker (mehr als 200 Fotos)
Tornado Kamerun, Sarenseck, Seerau (Skywarn)
Video der Sturmschäden (YouTube, Schäden ab 3:25 min)
Tornado bei Seerau? 24.01.2015 genaue Schadensaufnahmen (YouTube)
Video der Schäden bei Kamerun (YouTube)
Riesenschäden durch Sturm (Elbe-Jeetzel-Zeitung, 11.01.15)
Tornado wütet in Lüchow-Dannenberg (Elbe Jeetzel Zeitung, 24.02.15)


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Below (Mecklenburg-Vorpommern)

 10.01.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:42 Uhr MEZ. Schneisenlänge: 1,4 km, Breite max.: 60 m / Breite mittel: 35 m. Der Tornado entstand entlang der Kaltfront des Orkantiefs "Felix". Er zog vom äußersten südwestlichen Bereich der Woblitz (See) zwischen Below und Voßwinkel in Richtung Südost über die B198 und weiter bis nördlich des Grauen Büchensees (Moor) nahe des Gehöfts Below Teerofen (Ausfühe Schadensuntersuchung und Dokumentation: Thilo Kühne - Ergebnis der Beratung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland im April 2015, Mainz).


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Zootzen bei Gransee (Brandenburg)

 09.01.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:04 Uhr MEZ. Schneisenlänge: 1,2 km (WNW-OSO), Breite max.: 80 m / Breite mittel: 30 m. Der Tornado zog vom südlichen Ortseingang Zootzen (Bäume entwurzelt) über Feld bis in den Wald zwischen Zootzen und Bredereiche an der L214. Weiter zieht sich die Schneise mit stark konvergentem Fallmuster bis in den Flussbereich der Havel (Ausführliche Schadensuntersuchung und Dokumentation: Heiko Wichmann - Ergebnis der Beratung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland im April 2015, Mainz).


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Priborn (Mecklenburg-Vorpommern)

 09.01.2015 / Stärke (nicht bekannt) Verdacht
Zeitpunkt: gegen Mittag. Erhebliche Schäden im Ort, Leichte Verfrachtungen und Einschläge von Dachteilen. Eine Untersuchung vor Ort ergab aber keine weitere Tornadoindizien und mit hoher Wahrscheinlichkeit ist von einer Orkanböe als Ursache auszugehen.

Orkantief "Elon" - Sturmschäden in Mecklenburg-Vorpommern (Wetter24, 09.01.15)
Tornadoverdacht Priborn, Mecklenburg-Vorpommern (WZ-Forum)


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