Bisher 21 bestätigte, dazu 5 Plausible und 149 Verdachtsfälle
Ihre Suche in 2017
November

Iggingen (BW)

 12.11.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung des SWR vom 12.11.2017: "Erhebliche Unwetterschäden in der Region - Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller. Sturm und Starkregen haben in der Region erhebliche Schäden verursacht. In den Kreisen Alb-Donau, Biberach und Heidenheim zählte die Polizei bis zum Sonntagnachmittag rund 30 Schadensfälle. Am schlimmsten betroffen war der Ostalbkreis. Zwischen Schwäbisch Gmünd und dem Stadtteil Großdeinbach musste eine Straße gesperrt werden, weil Autofahrer durch umgestürzte Bäume eingekesselt waren. Über Verletzte ist bislang nichts bekannt. In Iggingen-Brainkofen im Ostalbkreis wütete eine Windhose. Die Dächer von zwei Supermärkten und rund 50 Häusern wurden abgedeckt, sagte Feuerwehr-Kommandant Matthias Behringer dem SWR."

Erhebliche Unwetterschäden in der Region (SWR, 12.11.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Barenthin (BB)

 10.11.2017 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 13.11.2017: "Erhebliche Schäden nach Tornado in Barenthin - Kurz, aber heftig: In der Prignitz ist am Wochenende eine Windhose durch einen Ort gezogen. Gebäude sind eingestürzt, Dächer wurden abgedeckt und Bäume entwurzelt. Augen- und Ohrenzeugen berichten von heftigen Szenen während dieses Tornados. Barenthin. Es war dunkel, als ein Tornado über das Gumtower Dorf Barenthin hinwegfegte. Welchen verheerenden Schaden er hinterließ, zeigte sich erst am Folgetag: Die Windhose vom späten Freitagabend hinterließ eine unübersehbare Schneise der Verwüstung. Abgedeckte Dächer, abgeknickte und entwurzelte Bäume waren das Ergebnis dieses Wetterphänomens. Einige Gebäude wurden völlig zerstört. Barenthins Ortsvorsteher Jörg Abraham ist angesichts des Schadensausmaßes froh, dass niemand verletzt wurde. „Trümmer des alten Pollo-Kleinbahnschuppens hatten sich bergeweise auf der Dorfstraße verteilt und mussten schnellstens beseitig werden“, berichtet Abraham, der als Feuerwehrmitglied bei dem Einsatz dabei war. Es gibt Augenzeugen, die mitbekamen, wie ein altes Gebäude und eine Scheune einstürzten. Teile dieser Dächer flogen mitunter mehrere Hundert Meter weit. Gerlinde Reiche aus Barenthin war gerade mit ihrem Hund unterwegs, als die Windhose über das Dorf hereinbrach. Im allerletzten Moment habe sie sich in eine massiv gemauerte Bushaltestelle retten können, die sich nur 30 Meter neben dem zerstörten Kleinbahnschuppen befindet. „Sekunden später brach die Hölle los. Es hörte sich an, als ob ein Düsenjäger über mich hinwegfliegt, und schon flogen Bäume und viele Trümmerteile umher“, berichtete Gerlinde Reiche. Auch laut Familie Steinke soll ein lautes Dröhnen zu hören gewesen sein. Sie berichten von „heftigem Wind“. Nach wenigen Minuten sei alles vorbei gewesen. Eine andere Barenthinerin erzählte der MAZ, dass es sich angehört hätte, als würde ein Hubschrauber landen. "Wir hatten riesiges Glück, dass das alles nicht über den Wohnhäusern passierte, sondern diese, wenn auch knapp, verschont blieben", so Steinkes." - Eine Vor-Ort-Untersuchung und Kartierung der Schäden ergab, dass es sich tatsächlich um einen Tornado handelte mit einer Schneisenlänge von 1,2 Kilometern und einer Breite von durchschnittlich etwa 40 Mtern und maximal etwa 90 Metern.

Schadenanalyse von Thilo Kühne (Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland, pdf, ca. 20 MB)
Tornado vom Freitag bestätigt (Wetterkanal, 15.11.17)
Erhebliche Schäden nach Tornado in Barenthin (Märkische Allgemeine, 12.11.17)
Weitere Fotos der Schäden (Twitter)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Oktober

Bohmte (NI)

 29.10.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 03:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der NOZ vom 30.10.2017: "Mittelaltermarkt in Bohmte vom Sturm zerzaust - Bohmte. Der Sonntag der Wittlager Reformationswoche der St.-Thomas-Gemeinde Bohmte sollte ganz im Zeichen des Mittelalters stehen. Doch Sturm „Herwart“ sorgte dafür, dass einige Aussteller gar nicht kamen, beziehungsweise ihre Stände nicht aufbauten. Und dann ging auch noch eine Windhose ins Märchenzelt, sodass bei den Ehrenamtlichen Traurigkeit und Resignation aufkam. Als die Sturmwarnung kam, haben wir direkt mit Spanngurten das komplette Märchenzelt abgespannt, sodass eigentlich nichts passieren konnte“, erklärt Sandra Korndorf, die sich für das leuchtende und farbenfrohe Zelt extrem engagiert hatte, sodass es sogar bundesweit Beachtung fand. "Doch dann ist heute Nacht um 4 Uhr eine Windhose dort durchgegangen. Einige Marktleute haben auf dem Gelände übernachtet und noch versucht, das Zelt zu halten. Es ist nicht weggeflogen, sondern hat sich in sich gedreht und das gesamte Eisengestänge ist zerbrochen", erläutert die Ehrenamtliche und ergänzt: "Es gab heute Morgen bittere Tränen." [...] Aber auch der Markt war vom Sturm betroffen. "Ein Zelt wurde durch den Wind zerrissen, das man nicht wieder aufstellen konnte", veranschaulicht Sandra Korndorf, die zudem die Organisation des Marktes übernommen hatte. [...]"

Mittelaltermarkt in Bohmte vom Sturm zerzaust (NOZ, 30.10.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Melchiorshausen (NI)

 05.10.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: eventuell gegen 12:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Tag24 am 03.10.2017: "Anstatt Urlaub erstmal nur Verwüstung - "Mini-Tornado" hinterlässt "Kleinholzwüste". Melchiorshausen - Von Katharina Schmidt. Eigentlich würde Marco Glawon auf Mallorca am Strand liegen. Stattdessen räumt er bei zwölf Grad und Regen zerbrochene Dachpfannen und Müllfetzen weg. Er wollte gerade in den Urlaub aufbrechen, als Sturmtief "Xavier" vor seiner Haustür unweit der B6 in Melchiorshausen ein Trümmerfeld anrichtete. Es ist eine Szene, die Glawon wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird: Er war gerade dabei, die letzten Vorbereitungen für den Urlaub zu treffen, als seine Frau meinte, er solle aus dem Fenster schauen. Dann ging alles ganz schnell. "Plötzlich war es rundherum am Klötern", erzählt Marco Glawon im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein "Mini-Tornado" habe draußen gewütet. Überall seien Dachpfannen umhergeweht. "Da hatte sich das mit dem Urlaub erledigt." Wenn er von vergangenem Donnerstag spricht, klingt Glawon ruhig, aber resigniert. Alles in allem beschreibt er die Situation als "abenteuerlich". Er wollte die Feuerwehr anrufen – habe aber nach ein paar Versuchen aufgegeben. "Da war kein Durchkommen." Überall habe er Sirenen gehört und Blaulicht gesehen. Insgesamt erfasste die Feuerwehr im Landkreis Diepholz rund 270 sturmbedingte Einsätze, davon 45 in Weyhe. Bei Marco Glawon und seiner Familie halfen schließlich Bekannte und Nachbarn, die Folgen der Windhose zu beseitigen. Das ganze Ausmaß der Verwüstung zeigte sich nach und nach: Das Dach ist abgedeckt, der First gebrochen. Der Sturm hat einen Pflaumenbaum aus der Erde gerissen und auf ein Auto geweht. Das Trampolin lag nach dem Unwetter 50 Meter von seinem ursprünglichen Platz entfernt am Zaun des Nachbarsgrundstücks. Die Mülltonnen waren umhergewirbelt. Gelbe Müllsäcke hingen auf dem Dach. Der Gartenpavillon ist zerstört. Das neue Spielgerüst war umgekippt und weitergeweht. "Es war ein kurioses Bild. Ein Scherbenhaufen", fasst Glawon zusammen. Besonders schade findet er, dass große Bäume auf einem Nachbargrundstück umgeknickt sind. "Alles am Haus lässt sich reparieren, aber der alte Baumbestand nicht", bedauert er. Beim Blick aus dem Fenster habe er bisher einen schönen Wald gesehen. Jetzt sei da nur noch eine "Kleinholzwüste". [...]" - Anmerkung: Es gibt natürlich keine "Mini-Tornados". Dieser Ausdruck wurde von einigen Medien erfunden, um zu zeigen, dass Tornados in Deutschland grundsätzlich schwächer sind als in den USA. Dies ist aber falsch.

„Mini-Tornado“ hinterlässt „Kleinholzwüste“ (Tag24, 03.10.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Bad Cannstatt (BW)

 03.10.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 05:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Tag24 am 03.10.2017: "Zahlreiche Notfälle wegen Starkregen im Ländle! Stuttgart - Feuerwehr und Polizei mussten in der Nacht und am frühen Dienstagmorgen mehrfach in Stuttgart und Umland ausrücken. Grund waren starke Regenfälle, Windböen und dadurch verursachte zumeist kleinere Unfälle. In Untertürkheim stürzte z.B. eine Birke auf das Dach eines Mehrfamilienhauses. Die Feuerwehr rückte mit einer Drehleiter an, um den 15 Meter hohen Baum von dem dreistöckigen Haus zu bekommen. Es entstand ein Sachschaden von ca. 20.000 Euro. Im Bereich der Wilhelma war die Fahrbahn überflutet, so dass die B10 für über eine Stunde voll gesperrt werden musste. Auch in Stuttgart-West im Bereich Birkenkopf stand das Wasser auf der Straße. In Bad Cannstatt flogen von mehreren Gebäuden Dachziegel auf die Straße und beschädigten geparkte Fahrzeuge. Weiterhin wurde die Polizei zu mehreren auf den Straßen liegenden Bäumen, Ästen, Bauzäunen und Verkehrszeichen gerufen. Personen wurden durch die Unwetterschäden nicht verletzt. Im gesamten Stadtgebiet rückte die Polizei zwischen 05.45 Uhr und 09.15 Uhr zu knapp 30 unwetterbedingten Einsätzen aus." - Aus einer Meldung von Tag24 am 04.10.2017: "Raste in der Nacht eine Windhose über Cannstatt? Stuttgart - Das Unwetter in der Nacht auf Dienstag (TAG24 berichtete) hat in der Region Stuttgart die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Kam es dabei auch zu einer Windhose in Bad Cannstatt? Einen Tag nach dem Unwetter haben unsere Redaktion Hinweise auf eine mögliche Windhose in Bad Cannstatt erreicht, die am Dienstag Schäden angerichtet haben soll. Dabei sei ein Biergarten in der Überkingerstraße in Mitleidenschaft gezogen worden. Bei der Feuerwehr konnte ein Sprecher gegenüber dieser Redaktion keine Windhose bestätigen. Dafür aber einen Einsatz "im Bereich eines Biergartens". Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) wird's schon konkreter. DWD-Experte Steffen Schröter: "Eine Windhose können wir nicht konkret bestätigen, aber es gibt Indizien, die darauf hindeuten." So sei etwa am frühen Morgen eine Kaltfront durch das Gebiet gezogen, auch seien örtlich sehr hohe Windgeschwindigkeiten gemessen worden. Und: "Es gab einen krassen Windsprung." Dabei ändere der Wind in kurzer Zeit seine Richtung. Im Fall Cannstatt von Südwest auf Nordwest."

Zahlreiche Notfälle wegen Starkregen im Ländle! (Tag24, 03.10.17)
Raste in der Nacht eine Windhose über Cannstatt? (Tag24, 04.10.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
September

Wehre (NI)

 25.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Gegen 16:35 konnte ich eine Funnelcloud 1 Kilometer westlich von Wehre beobachten. Mein Standort war Zum Cromschen Hof, Wehre mit Blickrichtung West. Die Trichterwolke entstand während eines schwachen Gewitters und reichte weit herunter, über mögliche Bodenkontakt kann ich nichts sagen. Aufnahmen sind mir leider nicht gelungen."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Altrip (RP)

bild
 20.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 16:30 bis ca. 16:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke unter anderem von Heidelberg, Speyer, Brühl (Baden) und Waldsee aus. Aus einer Meldung des Rheinpfalz vom 26.09.2017: ""So etwas habe ich noch nie gesehen" - Waldsee: Hat ein Leser einen Tornado gefilmt? Ein in unseren Breiten eher seltenes Naturphänomen hat RHEINPFALZ-Leser Armin Raquet über Waldsee gefilmt. Was es damit auf sich hat, haben wir einen Experten gefragt. [...]"

Trichterwolke bei Altrip
Weiteres Foto der Trichterwolke (Facebook)
Krasses Wetterphänomen über der Region gesichtet! (Heidelberg24, 20.09.17)
Waldsee: Hat ein Leser einen Tornado gefilmt? (Rheinpfalz, 26.09.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 20.09.2017 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:55 bis 10:00 Uhr MESZ. Mindestens drei Tornados auf dem Bodensee, daher drei Einträge. Aus einer Meldung im Blick vom 20.09.2017: "Windhosen toben über dem Bodensee - Leserreporter beobachteten heute Morgen, wie sich Windhosen über dem Bodensee bildeten. Sie können vor allem kleineren Schiffen gefährlich werden. "Kurz vor zehn Uhr bildeten sich mehrere Windhosen über dem Bodensee", sagt Samuel Herrmann aus Neukirch-Egnach TG zu BLICK. "Das war schon ziemlich krass." Die Mini-Tornados seien nach ihrer Entstehung bis zu fünf Minuten über dem See sichtbar geblieben. "Rumgewandert sind sie aber nicht, sie sind alle mehr oder weniger am gleichen Ort geblieben." Er und seine Frau hätten etwa drei Windhosen beobachtet. Auch Herbert Öller hat in Romanshorn TG die Windhose entdeckt und fotografiert: "Das ist ein seltenes und relativ kurzfristiges Ereignis." Die Windhose sei bestimmt zwei Minuten lang sichtbar gewesen. Bei der Kantonspolizei Thurgau ist noch keine Meldung wegen möglicher Schäden eingegangen. Mediensprecher Matthias Graf sagt zu BLICK: "Das ist ein seltenes Ereignis und kommt alle drei bis fünf Jahre, vor allem auf dem Obersee vor." Laut Seepolizei sollten vor allem kleinere Boote einer Windhose ausweichen. "Sonst kann es gefährlich werden.""

Windhosen toben über dem Bodensee (Blick, 20.09.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 20.09.2017 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:55 bis 10:00 Uhr MESZ. Mindestens drei Tornados auf dem Bodensee, daher drei Einträge. Aus einer Meldung im Blick vom 20.09.2017: "Windhosen toben über dem Bodensee - Leserreporter beobachteten heute Morgen, wie sich Windhosen über dem Bodensee bildeten. Sie können vor allem kleineren Schiffen gefährlich werden. "Kurz vor zehn Uhr bildeten sich mehrere Windhosen über dem Bodensee", sagt Samuel Herrmann aus Neukirch-Egnach TG zu BLICK. "Das war schon ziemlich krass." Die Mini-Tornados seien nach ihrer Entstehung bis zu fünf Minuten über dem See sichtbar geblieben. "Rumgewandert sind sie aber nicht, sie sind alle mehr oder weniger am gleichen Ort geblieben." Er und seine Frau hätten etwa drei Windhosen beobachtet. Auch Herbert Öller hat in Romanshorn TG die Windhose entdeckt und fotografiert: "Das ist ein seltenes und relativ kurzfristiges Ereignis." Die Windhose sei bestimmt zwei Minuten lang sichtbar gewesen. Bei der Kantonspolizei Thurgau ist noch keine Meldung wegen möglicher Schäden eingegangen. Mediensprecher Matthias Graf sagt zu BLICK: "Das ist ein seltenes Ereignis und kommt alle drei bis fünf Jahre, vor allem auf dem Obersee vor." Laut Seepolizei sollten vor allem kleinere Boote einer Windhose ausweichen. "Sonst kann es gefährlich werden.""

Windhosen toben über dem Bodensee (Blick, 20.09.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 20.09.2017 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:55 bis 10:00 Uhr MESZ. Mindestens drei Tornados auf dem Bodensee, daher drei Einträge. Aus einer Meldung im Blick vom 20.09.2017: "Windhosen toben über dem Bodensee - Leserreporter beobachteten heute Morgen, wie sich Windhosen über dem Bodensee bildeten. Sie können vor allem kleineren Schiffen gefährlich werden. "Kurz vor zehn Uhr bildeten sich mehrere Windhosen über dem Bodensee", sagt Samuel Herrmann aus Neukirch-Egnach TG zu BLICK. "Das war schon ziemlich krass." Die Mini-Tornados seien nach ihrer Entstehung bis zu fünf Minuten über dem See sichtbar geblieben. "Rumgewandert sind sie aber nicht, sie sind alle mehr oder weniger am gleichen Ort geblieben." Er und seine Frau hätten etwa drei Windhosen beobachtet. Auch Herbert Öller hat in Romanshorn TG die Windhose entdeckt und fotografiert: "Das ist ein seltenes und relativ kurzfristiges Ereignis." Die Windhose sei bestimmt zwei Minuten lang sichtbar gewesen. Bei der Kantonspolizei Thurgau ist noch keine Meldung wegen möglicher Schäden eingegangen. Mediensprecher Matthias Graf sagt zu BLICK: "Das ist ein seltenes Ereignis und kommt alle drei bis fünf Jahre, vor allem auf dem Obersee vor." Laut Seepolizei sollten vor allem kleinere Boote einer Windhose ausweichen. "Sonst kann es gefährlich werden.""

Windhosen toben über dem Bodensee (Blick, 20.09.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Wartenberg (HE)

 19.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18 und 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung von Osthessen News vom 20.09.2017: "Tornado oder Trichterwolke? Wetterphänomen sorgt für Wirbel - 20.09.17 - Tornado-Alarm im Landkreis Vogelsberg? Nicht ganz. Aber aus der Trichterwolke, die viele Menschen am Dienstag am Himmel sahen, können Tornados entstehen. In der Zeit zwischen 18 und 18:30 Uhr zeigte sich die „Funnel Cloud“ im Bereich Wartenberg, Angersbach, Landenhausen, Bad Salzschlirf und Müs. Sabrina Ritz befand sich gerade auf einem Spaziergang mit ihrer kleinen Tochter, als sie das seltene Naturphänomen erblickte. Geistesgegenwärtig zückte sie die Kamera und hielt den Moment fest. Andere Beobachter posteten Bilder der Trichterwolke auf Facebook. [...]"

Tornado oder Trichterwolke? Wetterphänomen sorgt für Wirbel (Osthessen News, 20.09.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Viernheim (HE)

 18.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:35 Uhr MESZ. Beobachtung eines mutmaßlichen Tornados: ""Wolkenrüssel" der kurzzeitig (<1min.) Bodenkontakt hatte. Aus der Ferne (ca. 1-2 Km) keine Aufwirbelungen (Blätter oder Staub) erkennbar, wohl aber rotierende Wolkenfetzen. Danach war am Boden immer wieder ein rotierender Wolkenteil zu beobachten und unterhalb der Wolkendecke ein deutlich ausgeprägter Trichter. Beobachtet habe ich das aus der Alexander Fleming Str. in Viernheim. Zu sehen war er von dort aus im NO. Er zog mit dem Wetter aus WSW Richtung ONO, begleitet von stärkeren Regenfällen, ansonsten wenig windig."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Bunde (NI)

bild
 17.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung des NDR vom 18.09.2017: "Wetterphänomen: Windhose in Weener gesichtet - Über Weener im Landkreis Leer hat sich am Sonntag eine Windhose gebildet, die sich in Richtung Boden streckte. Unklar ist, ob die Windhose diesen tatsächlich berührte. Augenzeugen filmten das Wetterphänomen mit ihren Handys. Demnach soll es mehrere Minuten gedauert haben, bis sich die Windhose wieder auflöste. Schäden entstanden keine. [...]"

Trichterwolke bei Bunde
Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Weiteres Foto der Trichterwolke (Facebook)
Weiteres Foto aus Möhlenwarf (Facebook)
Video einer Schiffsüberführung und der Trichterwolke (Facebook)
Kreuzfahrtschiff „World Dream“ wird minutenlang von Tornado begleitet (Nord-West-Media TV, 17.09.17)
Wetterphänomen: Windhose in Weener gesichtet (NDR, 18.09.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Saarlouis (SL)

bild
 17.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:58 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Trichterwolke: "Von Saarlouis aus gesehen in Richtung Gau / Frankreich mit Bodenkontakt. Foto wurde leider zu spät gemacht, da ich erst drehen musste. Vorher war der Rüssel länger bis zum Boden." - Unklar ist, ob der Fall noch in Deutschland oder bereits in Frankreich auftrat.

Trichterwolke bei Saarlouis
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Vechelde (NI)

 17.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 16:11 bis 16:14 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke im Bereich südöstlich von Peine: "gerade eben (16:11 - 16:14) konnte ich eine Funnelcloud westlich von Braunschweig beobachten. Mein Standort war Jahnstraße, Braunschweig mit Blickrichtung West-Nordwest. Die glatte, dünne, gerade Absenkung befand sich am Nordende eines Starkregenschauers bei Vechelde und reichte etwa ein Viertel der Distanz Wolkenbasis-Boden. Aufnahmen sind mir leider nicht gelungen."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Merzig (Saar) (SL)

 17.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des SR vom 17.09.2017: "Möglicherweise Tornado bei Merzig gesichtet - 17.09.2017 | 19:17 Uhr. Ein SR-Hörer hat am Sonntag bei Merzig-Besseringen möglicherweise einen Tornado gesichtet. Laut Wetterexperten sind solche Phänomene bei der derzeitigen Wetterlage durchaus möglich und kommen regelmäßig vor - wenn auch nicht mit der zerstörerischen Kraft wie in den USA. Bei der Polizei gingen bislang keine Meldungen über eine Sichtung ein. Auch über mögliche Schäden ist nichts bekannt. Im nördlichen Saarland hat sich am Sonntagnachmittag möglicherweise ein Tornado gebildet. Ein entsprechendes Bild hat SR-Hörer Lothar Beining geschickt.[...]"

Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Weiteres Foto der Trichterwolke (Facebook)
Möglicher Tornado im Nordsaarland gesichtet (Breaking News Saarland, 17.09.17)
Möglicherweise Tornado bei Merzig gesichtet (SR, 17.09.17)

Karlstadt (BY)

bild
 16.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:06 bis 18:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Karlstadt am Main aus in Richtung Westen: "Beobachtung einer Trichterwolke bei Karlstadt am Main. Diese reichte kurzzeitig sehr weit herunter, ein kurzzeitiger Bodenkontakt ist möglich, da das Gelände mit Waldstück an der vermuteten Position höher liegt. Die Trichterwolke hatte eine Lebensdauer von ca. 3-4 Minuten."

Trichterwolke bei Rohrbach
Weitere Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Oldersum (NI)

bild
 09.09.2017 / Stärke (n. bek.) Plausibel

Garatshausen (BY)
[Region: Starnberger See]

 02.09.2017 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 15:56 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Merkur vom 04.09.2017: "Tornado über dem Starnberger See - das sagt ein Meteorologe dazu. Landkreis – Es ist ein ruhiger Samstag am Starnberger See. Kein Sturm, kein Gewitter, die Wasserschutzpolizei in Starnberg wird später keinen Einsatz vermelden. Florian Lindner aus Berg begleitet an diesem Samstag mit Kameraden als Sicherungsdienst in einem Motorboot eine Segelregatta. Über dem südlichen Starnberger See hat sich eine dunkle Wolkenwalze zusammengebraut. "Die Wolkendecke hing bestimmt drei Stunden über dem See, fast unbeweglich", erzählt Lindner im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. "Es bildeten sich nur kleinere Wolkenverschiebungen, der Gesamteindruck war ziemlich Respekt einflößend", schildert der Kommunikationswirt die Stimmung. "Um 15.56 Uhr hat sich in der Wolkendecke ein weißes Band gebildet. Das hat sich wie ein Rüssel zur Wasseroberfläche bewegt. Als die Windhose den See berührte, bauschte sich das Wasser auf und legte sich wie eine Manschette um den Rüssel", beschreibt Lindner weiter, was er gesehen und mit seiner Handykamera festgehalten hat. Die Windstille auf dem spiegelglatten See habe die gespenstische Atmosphäre noch verstärkt. Das Naturereignis hat sich nach Lindners Angaben in der Seemitte etwa auf Höhe Garatshausen gebildet – und ging vollkommen lautlos über die Bühne. Einige Kilometer weiter nördlich sitzen fünf Wasserretter der DLRG Pöcking-Starnberg gerade beim Kaffee an ihrer Station in Possenhofen, als sich der Tornado bildet. "Plötzlich hat sich zwischen Wolken und Wasseroberfläche eine Art Kamin gebildet", berichtet Sophie Daberkow (28). "Wir haben so etwas vorher noch nie live gesehen", erzählt sie. "Der Tornado hat alles nach oben gezogen, man hat sogar Gischt gesehen." Wie lange das Wetterphänomen gedauert hat, können beide Augenzeugen nicht mit Gewissheit sagen. Florian Lindner spricht von etwa 25 Sekunden, Sophie Daberkow und ihre Kollegen wollen es ein paar Minuten lang gesehen haben. Er sei auf jeden Fall genauso lautlos verschwunden, wie er aufgetaucht sei. [...]"

Tornado über dem Starnberger See (Merkur, 04.09.17)

Tönning (Nordseebad) (SH)

 01.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mittags. Aus einer Meldung der Husumer Nachrichten vom 02.09.2017: "Windhosen über Husum und Tönning - Gleich zwei Windhosen in Husum und Umgebung und eine weitere bei Tönning konnten gestern beobachtet werden. Dabei handelte es sich um Funnels, Tornados ohne Bodenkontakt. "Der erste Übeltäter war ein kleiner Schauer, der sich zwischen Nordstrand und Schobüll gebildet und dort einen ersten Funnel produziert hat", so der Meteorologe Lars Rohwer (www.husumwetter.de). "Anschließend hat sich der Schauer über Husum geteilt und ein neuer, südlicher Teil hat einen weiteren Funnel verursacht." In einer kühlen Nordwestströmung mit Schauerwetter gebe es diese küstennahen Tornados/ Funnel besonders oft. "Bodennah entsteht eine kleine Rotation, die im Aufwindbereich eines Schauers nach oben getragen wird. So fängt die gesamte Luftsäule an zu rotieren", erläutert Rohwer. Mittags entstand über der Eider der nächste Trichter. Keine Seltenheit übrigens: "In den vergangenen Tagen waren schon mehrere Fälle zu verzeichnen, zum Beispiel in Büsum oder Klanxbüll, und es werden wohl weitere in den nächsten Tagen kommen", so der Meteorologe. Im Jahr 2016 habe es allein in Schleswig-Holstein 14 Tornados und 41 Verdachtsfälle gegeben "Wenn am Boden keine Beweise – sprich Schäden – entstehen, gehen die Beobachtungen nur als Verdachtsfall in die Statistik ein." Wobei das Ausmaß des sichtbaren Rüssels täuschen kann: "Die wirkliche Rotation reicht häufig viel weiter gen Boden als die auskondensierte Wolke. Rotierende Luft kann man aber nicht sehen.""

Windhosen über Husum und Tönning (Husumer Nachrichten, 02.09.17)

Schobüll bei Husum (SH)

 01.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Husumer Nachrichten vom 02.09.2017: "Windhosen über Husum und Tönning - Gleich zwei Windhosen in Husum und Umgebung und eine weitere bei Tönning konnten gestern beobachtet werden. Dabei handelte es sich um Funnels, Tornados ohne Bodenkontakt. "Der erste Übeltäter war ein kleiner Schauer, der sich zwischen Nordstrand und Schobüll gebildet und dort einen ersten Funnel produziert hat", so der Meteorologe Lars Rohwer (www.husumwetter.de). "Anschließend hat sich der Schauer über Husum geteilt und ein neuer, südlicher Teil hat einen weiteren Funnel verursacht." In einer kühlen Nordwestströmung mit Schauerwetter gebe es diese küstennahen Tornados/ Funnel besonders oft. "Bodennah entsteht eine kleine Rotation, die im Aufwindbereich eines Schauers nach oben getragen wird. So fängt die gesamte Luftsäule an zu rotieren", erläutert Rohwer. Mittags entstand über der Eider der nächste Trichter. Keine Seltenheit übrigens: "In den vergangenen Tagen waren schon mehrere Fälle zu verzeichnen, zum Beispiel in Büsum oder Klanxbüll, und es werden wohl weitere in den nächsten Tagen kommen", so der Meteorologe. Im Jahr 2016 habe es allein in Schleswig-Holstein 14 Tornados und 41 Verdachtsfälle gegeben "Wenn am Boden keine Beweise – sprich Schäden – entstehen, gehen die Beobachtungen nur als Verdachtsfall in die Statistik ein." Wobei das Ausmaß des sichtbaren Rüssels täuschen kann: "Die wirkliche Rotation reicht häufig viel weiter gen Boden als die auskondensierte Wolke. Rotierende Luft kann man aber nicht sehen.""

Windhosen über Husum und Tönning (Husumer Nachrichten, 02.09.17)

Husum (SH)

 01.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Husumer Nachrichten vom 02.09.2017: "Windhosen über Husum und Tönning - Gleich zwei Windhosen in Husum und Umgebung und eine weitere bei Tönning konnten gestern beobachtet werden. Dabei handelte es sich um Funnels, Tornados ohne Bodenkontakt. "Der erste Übeltäter war ein kleiner Schauer, der sich zwischen Nordstrand und Schobüll gebildet und dort einen ersten Funnel produziert hat", so der Meteorologe Lars Rohwer (www.husumwetter.de). "Anschließend hat sich der Schauer über Husum geteilt und ein neuer, südlicher Teil hat einen weiteren Funnel verursacht." In einer kühlen Nordwestströmung mit Schauerwetter gebe es diese küstennahen Tornados/ Funnel besonders oft. "Bodennah entsteht eine kleine Rotation, die im Aufwindbereich eines Schauers nach oben getragen wird. So fängt die gesamte Luftsäule an zu rotieren", erläutert Rohwer. Mittags entstand über der Eider der nächste Trichter. Keine Seltenheit übrigens: "In den vergangenen Tagen waren schon mehrere Fälle zu verzeichnen, zum Beispiel in Büsum oder Klanxbüll, und es werden wohl weitere in den nächsten Tagen kommen", so der Meteorologe. Im Jahr 2016 habe es allein in Schleswig-Holstein 14 Tornados und 41 Verdachtsfälle gegeben "Wenn am Boden keine Beweise – sprich Schäden – entstehen, gehen die Beobachtungen nur als Verdachtsfall in die Statistik ein." Wobei das Ausmaß des sichtbaren Rüssels täuschen kann: "Die wirkliche Rotation reicht häufig viel weiter gen Boden als die auskondensierte Wolke. Rotierende Luft kann man aber nicht sehen.""

Windhosen über Husum und Tönning (Husumer Nachrichten, 02.09.17)
August

Crimmitschau (SN),
Werdau (SN)

 31.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 02:25 und 02:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Tag24 vom 31.08.2017: "Schweres Unwetter: Baum stürzt auf Wohnwagen - Rund um Neukirchen/Pleiße blockierten umgestürzte Bäume die Straßen. Zwickau - Im Landkreis Zwickau hat in der Nacht zu Donnerstag eine heftige Gewitterzelle gewütet. Besonders heftig traf es das Gebiet rund um die Koberbachtalsperre, wo zahlreiche Bäume umstürzten. Ein Baum traf einen Wohnwagen auf dem Campingplatz. Verletzt wurde zum Glück niemand. In der Niederalbersdorfer Dorfstraße stürzte eine Esche auf ein Fachwerkhaus und richtete schwere Schäden am Dach an. In Crimmitschau und Meerane stürzten ebenfalls Bäume um, Dächer wurden abgedeckt und Stromleitungen heruntergerissen. Auch am Donnerstag kann es zu heftigen Gewittern kommen. Ab Freitag bringt Tief "Nepomuk" den Herbst nach Sachsen (TAG24 berichtete). [...] Update, 8 Uhr: Wie Radio Zwickau berichtet, ist bei dem schweren Unwetter zwischen 2.45 Uhr und 3 Uhr eine Windhose über Werdau, Neukirchen und Crimmitschau hinweggefegt. Rund 60 Bäume sollen dabei umgestürzt sein. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren in der Nacht im Einsatz, in der Rettungsleitstelle musste das Personal aufgestockt werden. Auch die S-Bahn nach Leipzig ist von dem Unwetter betroffen. Die Strecke ist derzeit noch gesperrt. Die Aufräumarbeiten laufen." - Aus einer Meldung der Freien Presse vom 31.08.2017: "Spuren der Verwüstung nach Sturm in Westsachsen - Niederalbersdorf/Meerane/Glauchau. Eine Windhose hat in der Nacht zu Donnerstag eine Spur der Verwüstung im Landkreis Zwickau hinterlassen. Auf dem Campingplatz an der Koberbachtalsperre Crimmitschau stürzten Bäume auf mindestens zehn Campingwagen. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Zwischen 2.30 und 3 Uhr war das Unwetter über die Region Werdau/Crimmitschau gezogen, teilte das Landratsamt Zwickau mit. Für Rolf Teicher war die Nacht auf dem Campingplatz an der Koberbachtalsperre zwischen 2.15 und 2.30 Uhr beendet. Ein Unwetter riss den 65-Jährigen aus dem Schlaf. "Es ging mit Hagel und Blitz los. Dann hat der Sturm auch schon die ersten Bäume umgeknickt", sagte der Geraer. Teicher, der seit 1995 seinen Wohnwagen auf dem Campingplatz stehen hat, stellte selbst nur kleinere Schäden am Vorzelt fest. Viel schlimmer hatte es einen Teil der Nachbarn getroffen. Dazu gehörte Ines Schiller. Eine riesige Kiefer landete auf ihrem Wohnwagen. "Zum Glück bin ich mit meinen Hunden da lebend rausgekommen. Das hätte auch ganz anders ausgehen können", sagte sie. Nach dem Schock hat sie Trost bei Verwandten, die ebenfalls auf dem Campingplatz sind, gefunden. Nachbarn halfen am Donnerstagvormittag bei den ersten Aufräumarbeiten. "Wir haben in dieser Nacht gespürt: Die Camper sind eine eingeschworene Gemeinschaft", sagte der Werdauer Gemeindewehrleiter Henning Tröger. Er war in der Nacht an der Koberbachtalsperre im Einsatz. Die Helfer haben umgestürzte Bäume von den Straßen geräumt und Camper beruhigt. Zwei Leichtverletzte mussten vom Rettungsdienst behandelt werden. Auch die Crimmitschauer Firma Walther Technik ist vom Unwetter schwer getroffen worden. Eine alte Eiche sei auf die Produktionshalle gefallen, teilte das Unternehmen mit. Auch die Crimmitschauer Firma Walther Technik ist vom Unwetter schwer getroffen worden. Eine alte Eiche sei auf die Produktionshalle gefallen, teilte das Unternehmen mit. Rund 90 Campingwagen stehen am Ufer der Koberbachtalsperre. "An zehn Campingwagen gibt es größere Schäden", sagte der Langenbernsdorfer Bürgermeister Frank Rose (parteilos). Er hatte sich am Vormittag gemeinsam mit dem Werdauer Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) einen Überblick über die Schäden verschafft. Auf dem Areal sind mindestens 20 Bäume umgestürzt. Seit Mittag war der Campingplatz gesperrt. Eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es. Denn die angekündigten Unwetter könnten weitere beschädigte Bäume umstürzen lassen.Betroffen war auch die Crimmitschauer Firma Walther Technik. Eine tonnenschwere Eiche war auf die Produktionshalle gefallen. Der Schaden belaufe sich auf rund 100.000 Euro. Die Produktion wurde vorerst eingestellt. "Die Auftragslage ist gut. Die Zwangspause wirft uns zurück. Unsere Mitarbeiter waren zuletzt schon neun Stunden am Tag und an einigen Samstagen im Einsatz", sagte Geschäftsführer Thomas Walther. Der Inhaber hofft auf eine rasche Regulierung durch die Versicherung. Das größte Problem: Die umgestürzte Buche hat an einigen Stellen auch Löcher in das Dach der Produktionshalle gerissen. Dadurch sei ein Teil des Regenwassers in die Dämmung gelaufen. Offen ist, ob so Sicherheits- und Elektrotechnik beschädigt wurde. Ein Lob verteilte Thomas Walther für die Arbeit der Feuerwehr. "Das läuft professionell und zuverlässig", sagte der Firmenchef. Dabei gab es für die Brandschützer in Crimmitschau viel Arbeit. 60 Frauen und Männer kümmerten sich in der Südstadt sowie in Rudelswalde und Langenreinsdorf um die Beseitigung der Schäden. In einer ersten Statistik tauchten rund 30 Einsatzstellen auf. In Meerane stürzten ebenfalls 20 Bäume um. Die Meeraner Feuerwehr musste 25-mal ausrücken. Laut dem stellvertretenden Wehrleiter Sven Hertwig wurden allein 20 umgestürzte Bäume gezählt. Die Verwüstung zog sich unter anderem vom Ortsteil Waldsachsen, über die Chemnitzer Straße, die Glauchauer Straße, den Niklasbusch, die Oststraße und die Talstraße in Richtung Pfaffroda und Schönberg. Viermal schlugen zudem Brandmeldeanlagen Alarm. "Wir vermuten, dass die Anlagen durch einen Blitzeinschlag ausgelöst wurden", sagt Hertwig. Die Sturmschäden in Meerane fielen auch Eltern auf, die ihre Kinder morgens in die Evangelische Grundschule an der Hospitalstraße gebracht haben. Laut Titus Gibbert, Vorsitzer des Fördervereins, ist ein Kastanienbaum auf das Schulgelände gefallen. Ein weiterer Baum landete im Garten des angrenzenden Pflegeheims. Außerdem wurden ein Ballsportnetz und ein Trampolin der Schule während des Gewitters zerstört. Dachziegeln seien ebenfalls hinunter gefallen. "Wir sperren den Schulgarten vorläufig ab, bis die restlichen Bäume untersucht worden sind", sagte Gibbert. In Glauchau musste die Feuerwehr laut Wehrleiter Mike Wunderlich ebenfalls mehrmals ausrücken. Dort landete an der Straße Am Staubholz ein Ast auf einer Stromleitung. Außerdem mussten die Feuerwehrleute zweimal nach Oberwiera fahren. Dort war im Ortsteil Wickersdorf gegen 4 Uhr nachts ein Baum auf eine Gaststätte gestürzt. Gegen 9 Uhr landete ein Kirschbaum auf einem Hausdach an der Waldenburger Straße. "So einen heftigen Sturm haben wir hier noch nicht erlebt", sagte Bürgermeister Bernd Geringswald (CDU). Er und seine Frau hätten unter dem Dach geschlafen und sind durch die Feuerwehreinsätze immer wieder aufgewacht. "Uns ist richtig Angst geworden", fügte er hinzu. Dass es sich tatsächlich um einen besonders starken Sturm gehandelt hat, bestätigt auch Feuerwehrmann Hertwig. "Wir waren erstaunt, welche großen Schäden in so kurzer Zeit entstanden sind", sagte er."

Schweres Unwetter: Baum stürzt auf Wohnwagen (Tag24, 31.08.17)
Spuren der Verwüstung nach Sturm in Westsachsen (Freie Presse, 31.08.17)
Schwere Schäden nach Windhose im Landkreis Zwickau (Radio Zwickau, 31.08.17)
Sturm hinterlässt Schneise der Verwüstung (MDR, 31.08.17)
Camper mussten wegen Unwetter aufs Klo flüchten (Tag24, 01.09.17)
Großes Aufräumen nach Windhose (Radio Leipzig, 01.09.17)
Windhose ruft viele Freiwillige auf den Plan (Blick Westsachsen, 06.09.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Reken (NW)

 30.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:05 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des WDR vom 31.08.2017: "Unwetter tobten rund um Münster und im Ruhrgebiet - Ein Unwetter hat am Mittwochabend (30.08.2017) im Münsterland zahlreiche Bäume entwurzelt. Durch Reken zog eine Windhose. Ein Baum stürzte auf ein Wohnhaus. Die drei Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, das Haus ist unbewohnbar. Der Sachschaden liegt nach Angaben der Polizei bei rund 150.000 Euro. Betroffen war auch ein Campingplatz. Dort mussten fünf Menschen ihre Mobilheime verlassen. In Dorsten fiel ebenfalls ein Baum auf ein Wohnhaus. Dabei entstand jedoch kein größerer Schaden. Insgesamt musste die Feuerwehr dort rund 25 umgestürzte Bäume wegräumen. Der Sturm führte auch zu erheblichen Verkehrsstörungen. Die Bahnstrecke zwischen Dorsten und Coesfeld war am Donnerstagmorgen wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt. Auch eine Kreisstraße war nicht mehr passierbar. [...]"

Unwetter tobten rund um Münster und im Ruhrgebiet (WDR, 31.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Hardheim (BW)

 25.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich gegen 20:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Fränkischen Nachrichten vom 27.08.2017: "Unwetterfront über Hardheim Zahlreiche Bäume umgeknickt / Dächer beschädigt / Keller unter Wasser - Windhose verursacht Schäden. Entlang des Hoffenbachs zwischen der Alten Würzburger Straße und der "Roten Au" hat eine Windhose am Freitagabend mehrere Bäume umgeknickt. Hardheim.Herumfliegende Mülltonnen, Gartenmöbel und Äste, lockere Dachziegel, umgeknickte Bäume und vollgelaufene Keller: Ausläufer der massiven Gewitterfront, die am Freitagabend große Verwüstungen im Rhein-Main-Gebiet hinterlassen hat, haben auch in Hardheim Schäden angerichtet. Anwohner der "Roten Au" und der benachbarten Straßen berichteten am Sonntag im Gespräch mit den FN von einer [...]"

Windhose verursacht Schäden (Fränkische Nachrichten, 27.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Prora (MV)

 23.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:30 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei weiteren Trichterwolken über der Ostsee, östlich von Prora beim Ostseebad Binz auf der Insel Rügen. Zwei Einträge, weil es zwei getrennte Fälle sind.

Foto der Trichterwolke (Facebook)

Prora (MV)

bild
 23.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:30 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei weiteren Trichterwolken über der Ostsee, östlich von Prora beim Ostseebad Binz auf der Insel Rügen. Zwei Einträge, weil es zwei getrennte Fälle sind.

Trichterwolke vor Prora
Foto der Trichterwolke (Facebook)

Rhede (NI)

 20.08.2017 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 11:25 Uhr MESZ. Einige Schäden in Rhede, dabei erhebliche Verfrachtungen. Betroffen waren vor allem die Straßenzüge Kirchstraße, am Westeresch und an der Neurheder Straße. Aus einer Meldung der HAZ vom 20.08.2017: "Windhose fegt über Dorf im Emsland - Eine Windhose hat im Emsland am Sonntagmittag innerhalb von Sekunden Dächer abgedeckt, Bäume stürzten um. Verletzt wurde offenbar niemand. Betroffen war der Ortskern von Rhede, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete. Rhede. Es habe im Vorfeld keinerlei Anzeichen für ein Unwetter gegeben, sagte Gemeindebrandmeister Stefan Schöpper der Zeitung. Gegen 11.50 Uhr sei die Feuerwehr alarmiert worden. Ein heftiger Windstoß hatte Baumkronen abgerissen, Dachziegel flogen durch die Luft. Ein Pferdestall und ein Carport wurden zerstört. Viele Einwohner seien während des Unwetters in der Kirche gewesen, sagte Bürgermeister Gerd Conens dem Blatt." - Aus einer Meldung des NDR vom 21.08.2017: "Sturm fegt durch Rhede - War es eine Windhose? In der Gemeinde Rhede im Emsland hat am Sonntag ein kurzer, aber heftiger Sturm hohe Schäden angerichtet. Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) sprach von einer Windhose, die am Sonntagmittag durch den Ort gezogen sei. "Sie trat sehr lokal auf, innerhalb des Ortskerns." Nach Angaben Conens seien Wintergärten durch herumfliegende Trümmer zerstört worden. Zudem seien etliche Hausdächer beschädigt oder teilweise abgedeckt worden. Auch mehrere Bäume seien umgefallen. "Wir können von Glück reden, dass niemand verletzt wurde", sagte der Bürgermeister. Die genaue Höhe des Schadens steht noch nicht fest."

Bericht und Schadenfotos von MeteoNordwest (Facebook)
Tornado wütet im emsländischen Rhede(Ems) (Facebook)
Video der Tornadoentstehung (Facebook)
Windhose richtet größere Schäden in Rhede an (NOZ, 20.08.17)
Windhose fegt über Dorf im Emsland (HAZ, 20.08.17)
Sturm fegt durch Rhede - War es eine Windhose? (NDR, 21.08.17)
Schäden im sechsstelligen Bereich nach Tornado in Rhede (NOZ, 21.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Lossow (BB)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung der Märkischen Onlinezeitung vom 22.08.2017: "Windhose reißt 15 Bäume um - Lossow (MOZ) "Wir sind sehr, sehr erleichtert, dass uns so etwas nicht beim Helene-Beach-Festival getroffen hat", sagt Uwe Grack am Montag. Der Betriebsleiter im Freizeit- und Campingpark Helenesee will sich gar nicht ausmalen, welche Schäden die Windhose hätte anrichten können, wäre sie über einen rappelvollen Zeltplatz oder über den Bereich an den Festivalbühnen, wo immer mehrere Tausend junge Leute ausgelassen feiern, hinweggefegt. Während des Unwetters am Abend des 18.08.2017 ist eine Windhose über den Freizeit- und Campingpark Helenesee gefegt und hat auf dem Zeltplatz, im Dauercamperbereich Ost, auf dem Sportplatz Ost und auf dem Parkplatz Ost mehr als 15 Bäume entwurzelt. Wie durch ein Wunder ist dabei kein Mensch verletzt worden. Auch auf dem Sportplatz am Oststrand und auf den beiden Parkplätzen Ost und Mitte werden Bäume umgeworfen oder Baumkronen abgebrochen. Auf dem Parkplatz Ost fällt eine riesige Pappel um. Ein Blick auf deren Wurzelballen zeigt: Tiefe Bordsteine, die vor Jahrzehnten direkt neben dem noch jungen Baum gesetzt worden waren, hatten das freie Wurzelwachstum in alle Richtungen verhindert, so dass die Wurzeln dem Baum letztlich keinen wirklichen Halt bieten konnten. Die Feuerwehr war am Freitagabend am Helenesee im Großeinsatz, hat gesplitterte Baumkronen gesichert. Ein Baumkletterer ist seit Sonnabend dabei, angebrochene Kronen und Äste zu entfernen. "Auf solche Fälle kann man sich nicht vorbereiten", betont Uwe Grack, "wir haben einen gesunden Baumbestand." Im Herbst werde es die nächste Baumbesichtigung geben. "Eventuell werden wir dann einige Bäume wegnehmen müssen", so der Betriebsleiter."

Windhose reißt 15 Bäume um (Märkische Onlinezeitung, 22.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Wilhelmsdorf (BW)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:35 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden im Wald, Ursache unklar: "Gemeinde Wilhelmsdorf im Ried, Nähe Naturschutzzentrum. Ein Freund und ich waren im Wald, als innerhalb von Sekunden die Hölle ausbrach, um uns herum wurzeln Bäume aus oder sind einfach abgebrochen. Wir konnten uns noch unter eine Tanne werfen und hoffen, dass wir überleben. Der Wind peitschte den Regen, es fühlte sich an wie Nadeln auf der Haut. Nach kurzer Zeit - ca. 10 min - sind wir die letzten Meter aus dem Wald herausgerannt. Am nächsten Tag sind wir nochmal zu der Stelle hingegangen und abgelaufen. Der Wald ist auf einer Länge von ca 1.5 km und einer Breite von 200m komplett umgelegt, Bäume sind ausgewurzelt, abgebrochen. Auch im freien Feld weiter hinten sieht man die Begrenzungslinie der Windhose (Tornado). Beim Naturschutzzentrum muss das Ding aus dem Wald (Ried) raus sein hat dann in Lengenweiler noch ein paar Bäume entwurzelt, die auf eine Oberleitung gefallen sind. Stromausfall war die Folge, ca. 2 Std. Man kann klare Begrenzungen dieses Tornados erkennen, links und rechts ist der Wald im Ried relativ intakt. Von der Luft aus würde man es sicherlich sofort erkennen." - Erste Fotos der Schäden und ein während des Unwetters aufgenommenes Video sprechen eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Selbitz (ST)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 18.08.2017: "Windhose im Landkreis Wittenberg richtet Schäden an - Eine Windhose hat auch in Selbitz (Landkreis Wittenberg) großen Schaden verursacht. Mehrere hohe Bäume stürzten um, durch die mindestens ein Mann leicht verletzt wurde. Eine Weide krachte auf ein Auto. Zudem sind Dächer und Zäune beschädigt worden."

Unwetter richtet in Sachsen-Anhalt große Schäden an (Mitteldeutsche Zeitung, 18.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Möst (ST)

 18.08.2017 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 19.08.2017: "Tornadoverdacht in Anhalt-Bitterfeld "Da kam eine schwarze Wolke auf uns zu" - Das Örtchen Möst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat nach den Unwettern am Freitagabend heftige Schäden davongetragen. Auf dem Möster Berg knickten zahlreiche Bäume um und richteten Schäden auf mehreren Grundstücken an. „Ich hatte lange keine Angst mehr, aber das war krass“, sagt Anwohner Mario Langer. Offenbar wütete die Natur in dem kleinen Gebiet zwischen Wolfen und Dessau besonders heftig. Die Winde enthaupteten mehrere Eichen und Kiefern. Die Einwohner sprechen sogar von einem Tornado. "Da kam eine schwarze Wolke auf uns zu, alles drehte sich. Es war so laut, dass wir gar nicht gehört haben, wie die Bäume gefallen sind", erzählt Gerd Könighaus. Er bedankte sich bei der Feuerwehr die noch am späten Freitagabend damit beschäftigt war, die Straßen wieder zu beräumen und gefallene Bäume zu zersagen." - Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 21.08.2017: "Tornadoverdacht in Möst Umgeknickte Bäume und beschädigte Gebäude - Das Geräusch von Motorsägen dominiert am Wochenende im Örtchen Möst. Dort tobte am Freitagabend gegen 19 Uhr ein heftiges Unwetter. Auf dem Möster Berg knickten starke Windböen zahlreiche Bäume um, Kronen von Eichen und Kiefern brachen ab. Mehrere Einwohner sprechen danach von einem Tornado. „Wir saßen gerade draußen bei einem Wein, da kam eine schwarze Wolke auf uns zu, alles drehte sich. Es war so laut, dass wir gar nicht gehört haben, wie die Bäume gefallen sind“, erzählt Gerd Könighaus. Mehrere Bäume stürzten auf sein Grundstück. Der Möster ist froh, dass niemand verletzt wurde. "Das ging alles so schnell, ich habe dagesessen und kein Wort rausbekommen." Seine Frau meint: "So etwas will ich nicht noch mal erleben." Ein Nachbar des Ehepaars ist der gleichen Ansicht: "Ich hatte lange keine Angst mehr, aber das war krass", berichtet Mario Langer. "Ich habe es gar nicht mehr geschafft, meine Jalousie zu schließen, so schnell ging das." Auffällig ist, dass die Bäume auf dem Möster Berg in unterschiedliche Richtungen umgekippt sind. Noch in den Abendstunden zersägten Raguhn-Jeßnitzer Feuerwehrleute viele umgeknickte Bäume und räumten damit wieder die Straßen frei. "Hut ab vor den Männern, die noch tief in der Nacht hier gearbeitet haben", bedankt sich Gerd Könighaus. Laut dem Raguhn-Jeßnitzer Stadtwehrleiter Steffen Münter waren am Freitagabend bis auf Retzau und Jeßnitz alles Ortsfeuerwehren der Stadt im Einsatz. "Möst hat es besonders schlimm erwischt." Aber auch in anderen Ortsteilen seien Schäden aufgetreten. Die Kameraden aus Lingenau und Marke kümmerten sich laut Münter um die B 184, die durch Bäume blockiert war. "Da ging teilweise gar nichts mehr." Der Feuerwehreinsatz war erst gegen 23 Uhr beendet, berichtet der Stadtwehrleiter. "Das war schon eine Herausforderung für uns." Nicht nur auf dem Möster Berg, auch einige hundert Meter weiter im Möster Dorfkern steckt den Einwohnern das Unwetter am Samstag noch in den Knochen: "Ich habe gedacht, die Fenster gehen kaputt. Sowas habe ich noch nicht erlebt, das kam so plötzlich", erzählt eine Frau. Vom Möster Berg her sei das Unwetter über die Häuser gerauscht. Wenige Minuten haben gereicht, um auch hier Bäume umzuknicken und Äste herunterzureißen. Auf einem Dach lösten sich Blechteile und flogen durch die Luft. Ein Teil wurde dabei gegen eine Fassade auf der anderen Straßenseite geweht und verursachte dort einen Schaden. Die Anwohner schlossen das Loch provisorisch mit zwei Holzleisten und Folie. Ansonsten sind 24 Stunden nach dem Unwetter viele Spuren der Naturgewalt in Raguhn-Jeßnitz verschwunden und die Straßen und Wege wieder frei. Gleiches gilt für den Schienenverkehr. Dort sorgte das Extremwetter für Beeinträchtigungen, wie die Deutsche Bahn auf Nachfrage erklärt. Zwischen Bitterfeld und Dessau gab es ab 19.18 Uhr Störungen im Zugverkehr. "Es ist am Abend zu Kollisionen auf der Strecke zwischen Dessau und Raguhn gekommen: Zum einen war ein Ast auf die Oberleitung gefallen, zum anderen lag ein Baum auf dem Gleis", erklärte eine Sprecherin. Die Züge wurden daher notgedrungen über Wittenberg umgeleitet. Ast und Baum mussten in der Nacht beräumt werden. "Das Gleis Raguhn-Dessau war um kurz vor sechs Uhr wieder befahrbar, das Gleis Dessau-Raguhn um 8.20 Uhr."" - Aufgrund der Schäden innerhalb einer mindestens 1,7 Kilometer langen und ca. 25 bis 40 Meter breiten Schneise sowie der Beschreibungen ist ein Tornado bestätigt.

Tornadoverdacht in Anhalt-Bitterfeld (Mitteldeutsche Zeitung, 19.08.17)
Tornadoverdacht in Möst: Umgeknickte Bäume und beschädigte Gebäude (Mitteldeutsche Zeitung, 21.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Leipferdingen (BW)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:02 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Südkurier vom 21.08.2017: "Tornado wütet im Leipferdinger Forst - Sturmtief "Kolle" knickt viele Bäume um. Großer Schaden für die Forstwirtschaft. Der Name "Kolle" ist zumindest bislang unter einem Begriff für Generationen als Aufklärer bekannt. Nun gibt es auch ein Sturmtief Namens "Kolle", das am Wochenende über das Land zog und sich nunmehr vorwiegend im Leipferdinger Gemeindewald in einer ganz anderen Art und Weise eine bleibende Erinnerung verschafft. Liegen in der gesamten Region mal hier ein Baum und dort Äste herum, sieht es jetzt im Stadtwald auf Gemarkung Leipferdingen auf einer riesigen Fläche ziemlich trostlos aus. Mindestens 2000 Festmeter Holz liegen am Boden. Revierleiter Hartmut Bertsche ist schockiert. Auf teilweise den besten Standorten der Raumschaft liegen reihenweise Bäume übereinander. Flächenwürfe mit weniger als einem Hektar, aber Schneisen durch den Wald, dann wieder einzelne Bäume. "Hier hat ein Tornado getobt, wobei das Epizentrum des Sturms auf der Länge in Fürstenberg war", erklärt Hartmut Bertsche. Denn die Bäume liegen in alle Richtungen – zum Teil nach Süden und dann wieder nach Norden. Und es wurden die schönsten Bäume entwurzelt. Bäume, die kerngesund sind, zirka 80 bis 100 Jahre alt, mit einem Volumen von einem bis eineinhalb Festmetern. Die wurden teilweise mitsamt dem Wurzelteller umgelegt, aber auch in unterschiedlicher Höhe einfach abgeknickt und abgerissen. Nicht nur Fichten, sondern auch mächtige Buchen. Viele der Bäume liegen auf Flächen, auf der mühsam Naturverjüngung herangezogen wurde. Dieser Schaden kommt noch hinzu. Und beschädigt sind nicht nur die umgerissenen Bäume, viele Bäume müssen gefällt werden, weil sie bereits Schieflage durch den Sturm haben. "Auch die müssen wir in die Naturverjüngungen hinein fällen", bedauert Bertsche, der damit seine und die der Forstwirte waldbauliche Nachwuchsarbeit in größter Gefahr sieht. [...] Manches Holz, das durch den Sturm zersplittert ist, kann aber nur mit qualitativen und preislichen Abschlägen verkauft werden. Eine große Gefahr sieht der Förster derzeit für die Pilzsammler im Wald. Er appelliert an die Bevölkerung, in den betroffenen Gebieten zwischen Neufertal und dem Gebiet oberhalb des Sportplatzes, dem Kohlhau oder Schmitts-Hölzle, den Wald zu meiden. Schräg hängende Bäume und angebrochene Äste sind eine große Gefahr für Spaziergänger und Pilzsammler. [...] Auch südlich der Aitrach, wie zum Beispiel im "Ackerholz", hat Kolle ebenfalls zugeschlagen und zahlreiche Bäume buchstäblich abrasiert. Auch hier ist Vorsicht geboten und der Wald sollte nicht betreten werden. Ähnliche Schäden wie in Leipferdingen sind beim Kreisforstamt bisher nicht bekannt. "Die Verwüstungen sind punktuell", wie der Leiter des Kreisforstamtes, Frieder Dinkelaker, auf Nachfrage mitteilte. Es sieht so aus, dass der Süden des Kreises besonders betroffen ist. So hat die Gemeinde Neuhausen rund 200 Festmeter auf dem Boden liegen."

Tornado wütet im Leipferdinger Forst (Südkurier, 21.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Kleinbardorf (BY)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mainpost vom 19.08.2017: "Unwetterschäden im nördlichen Unterfranken - Ein Sturm, starker Regen und Hagelschlag haben am Freitagabend im Landkreis Rhön-Grabfeld Schäden verursacht. In Bad Königshofen wurde unter anderem eine Fotovoltaikanlage vom Dach eines Marktes gerissen. Unwetter, die am Freitag in mehreren Bundesländern gewütet haben und unter anderem in Südbayern und Mittelfranken schwere Schäden angerichtet haben, haben auch Unterfranken berührt. Während im südlichen Unterfranken, im Spessart und im Raum Würzburg, zu keinen größeren Schäden kam und die Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsdiensten nach Auskunft der Integrierten Leitstelle Würzburg nur zu einem wetterbedingten Einsatz ausrücken mussten, sah in den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen und Haßberge anders aus. Knappe zehn Minuten dauerte ein Sturm mit starkem Regen und Hagelschlag, der am Freitagabend kurz vor 19 Uhr wie eine Windhose über Teile des Altlandkreises Königshofen hinweg zog. In Kleinbardorf (Lkr. Rhön-Grabfeld) stürzte ein Baum auf die Straße und beschädigte das Dach eines Hauses. Schäden entstanden auch am dortigen Sportgelände. Nur wenigen Minuten später lag ein Baum auf der Straße im Bereich der Postamtskreuzung und am Rennweg. An vielen Stellen wehte der Sturm die zur Leerung am Samstag aufgestellten Mülltonnen um und gelbe Säcke flogen oft weit davon. Dann kamen Einsätze für die Feuerwehr in Großbardorf (Lkr. Rhön-Grabfeld) hinzu, wo das Eternitdach einer Scheune teils abgedeckt wurde. Die Platten und Balken flogen teils auf aber auch über ein angrenzendes Wohnhaus und beschädigten dort das Dach. Schaden richtete der Sturm auch an einem Auto an, das in der offenen Garage stand. Eingedrückt wurde der Zaun des daneben liegenden Kindergartens. Ein weiterer Baum lag dann in der Raiffeisenstraße in Bad Königshofen (Lkr. Rhön-Grabfeld) und schließlich schlug der Blitz in einen Baum in Sulzfeld (Lkr. Rhön-Grabfeld) ein, der daraufhin Feuer fing. Eine richtige Schneise pflügte der Sturm in ein Feld in Aubstadt (Lkr. Rhön-Grabfeld), dort mussten die Feuerwehrleute auch einen Baum in der Nähe des Aussiedlerhofes beseitigen. Das gleiche Bild bot in Alsleben sowie in Herbstadt (beide Lkr. Rhön-Grabfeld). An der Umgehungsstraße Trappstadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) hatte das Unwetter die Ampelanlage regelrecht umgeweht. Sie wurde von Feuerwehrleuten wieder aufgestellt, gesichert und das Straßenbauamt informiert. Ziegel flogen vom Rathaus in Bad Königshofen und ein dort aufgestelltes Baugerüst drohte umzufallen. Ausrücken mussten die Wehrleute aus Althausen (Lkr. Rhön-Grabfeld), weil in Richtung Sambachshof ein Baum die Straße blockierte. In Sulzfeld wurde zudem ein Haus in Mitleidenschaft gezogen, ebenso eine Scheune, die gesichert werden musste. Die Feuerwehren Leinach und Eyershausen rückten ebenfalls aus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Im Gewerbegebiet Nord in Bad Königshofen hatte der Sturm fast die gesamte Fotovoltaikanlage vom Dach geweht. Die Einsatzkräfte mussten hier mit Vorsicht arbeiten, denn durch die Helligkeit bestand die Gefahr, dass auf den Leitungen noch Strom war. Laut einer Pressemitteilung der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt trafen die ersten Notrufe aufgrund von Unwetterschäden im Bereich Main-Rhön gegen 18.30 Uhr ein. Betroffen war zunächst der östliche Landkreis Haßberge, wo die Feuerwehren im Bereich von Ebelsbach, Stettfeld und Eltmann zu vier Einsätzen ausrückten. Im Landkreis Bad Kissingen waren es bis zum späten Abend 18 Feuerwehreinsätze, berichtet die ILS. In den meisten Fällen waren Bäum umgestürzt. Einsatzschwerpunkte lagen in und um Bad Kissingen sowie im Bereich Hammelburg. Grabfeld traf es am schwersten Die zahlreichsten Einsätze, 27 an der Zahl, gab es am Freitagabend jedoch im Landkreis Rhön-Grabfeld, vor allem im Bereich von Bad Königshofen. Die diesen Einsätzen, zu denen die ILS alarmiert hatte, kamen weitere, die den Feuerwehren vor Ort direkt gemeldet worden waren und die diese eigenständig abarbeiteten. Angesichts der Vielzahl von Notrufen während der wetterbedingten Ausnahmesituation verstärkte die ILS Schweinfurt am Freitagabend ihr diensthabendes Personal um vier zusätzliche Mitarbeiter."

Unwetterschäden im nördlichen Unterfranken (Mainpost, 19.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt mit Rotation (kachelmannwetter.com)

Cadolzburg (BY)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Meldung über das Meldeformular: "Im Cadolzburg von Deberndorf über Cadolzburg Richtung Seukendorf mehrere Feuerwehreinsätze. Es sind ca 15 bis 30 Häuserdächer abgedeckt worden und etliche Bäume und auch Carport und Gartenhäuser abgerissen und verteilt worden. Feuerwehr vom ganzen Landkreis Fürth sind im Einsatz. Bestätigung kann durch die Integrierte Leitstelle Nürnberg gegeben werden."

Tornadoverdacht in Cadolzburg
Schwere Sturmschäden im Kreis Fürth (Nordbayerischer Kurier, 19.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Meeder (BY)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:20 Uhr MESZ.Aus einer Meldung von infranken.de vom 19.08.2017: "Unwetter im Kreis Coburg: Wanderhütte wird auf A73 geschleudert - Eine Wanderhütte an der A73 im Gemeindebereich Meeder (Landkreis Coburg) wurde bei dem schweren Unwetter am Freitagabendweggerissen und auf die Autobahn geschleudert. Die Beamten der Verkehrspolizei staunten nicht schlecht, als gegen 18:30 Uhr bei der Einsatzzentrale die Meldung über eine Holzhütte auf der Autobahn einging. Als die Streife der Verkehrspolizei am Einsatzort ankam, lag tatsächlich eine zerstörte Holzhütte auf der rechten Fahrspur und dem Seitenstreifen der A73 in Richtung Nürnberg. Wie sich im Zuge der Ermittlungen herausstellte, handelte es sich nicht, wie zunächst angenommen, um verlorene Ladung, sondern um eine Wanderhütte der Gemeinde Meeder, die rund 30 Meter neben der A73 aufgestellt war. Die etwa vier mal fünf Meter große Hütte hatte dem heftigen Unwetter nicht standgehalten und war vermutlich durch eine Windhose weggerissen worden, wie die Polizei am Samstag berichtete. Ein Großteil der Konstruktion landete dann auf der Fahrbahn. Die Verkehrspolizei sicherte den Schadensort bis zum Eintreffen der Straßenmeisterei Coburg ab. Deren Mitarbeiter rückten mit Kran und Motorsäge an und beseitigten professionell die zerstörte Hütte. Verkehrsteilnehmer kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, abgesehen von der nicht reparablen Hütte entstand lediglich geringer Sachschaden an der Schutzplanke und dem Wildschutzzaun. Im Zuge des Einsatzes war die rechte Fahrspur der A73 in südliche Richtung für rund drei Stunden gesperrt."

Unwetter im Kreis Coburg: Wanderhütte wird auf A73 geschleudert (infranken.de, 19.08.17)
Windhose weht Schutzhütte auf die A 73 (Neue Presse Coburg, 21.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Morungen (ST)

 18.08.2017 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:00 bis 18:07 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 18.08.2017: "Tornado fegt durch Dörfer. Häuser in Morungen abgedeckt - Feuerwehr im Dauereinsatz. Morungen/Sangerhausen - Ein Tornado hat am Freitagabend für große Schäden im Landkreis Mansfeld-Südharz gesorgt. Betroffen waren nach Angaben der Rettungsleitstelle in Sangerhausen vor allem Gebiete nördlich von Sangerhausen. Der Tornado im Landkreis Mansfeld-Südharz soll in Morungen, Am Kunstteich, in Grillenberg, Dietersdorf, Schwenda sowie Molmerswende Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt haben. Die erste Meldung ging um 18.06 Uhr bei der Leitstelle am Sangerhäuser Schartweg ein. In der MZ-Redaktion meldeten sich Anrufer und berichteten davon, dass es am Kunstteich chaotisch aussehe. Viele Bäume seien umgeknickt. Die Feuerwehren der betroffenen Orte seien alle im Einsatz. In Morungen hatte der Tornado etwa zwölf Dächer teilweise abgedeckt. Darunter waren unter anderem auch ein Garagenkomplex im Ortszentrum und das Feuerwehrgerätehaus. Einwohner des Sangerhäuser Ortsteils sprachen davon, es habe sich angehört, als sei auf einmal ein großer Zug durch den Ort gerauscht. Erschwert wurden die Aufräumungsarbeiten durch starken Regen, der kurz nach 19 Uhr einsetzte. "So etwas war noch nie da", sagte der 71-jährige Günther Neumann aus Morungen. Daniel Henze blickte dort auf seinen Opel Mokka: Der Tornado hatte Steine in die Motorhaube gedrückt. Sangerhausens Oberbürgermeister Sven Strauß (SPD) machte sich am Abend noch selbst ein Bild von den Schäden in Morungen. In sozialen Netzwerken gab es Meldungen über kurzzeitige Stromausfälle. Grund dafür sei ein Blitzschlag in Gonna gewesen. Ortsbürgermeister Volker Kinne (BOS) meldete aus Grillenberg ebenfalls eine ganze Reihe umgestürzte Bäume. "Die Hollywoodschaukel des Nachbarn ist auf die Straße geflogen, am Hühnerberg lag ein Baum auf einer Garage", sagte er. Als Tornado wird eine um sich selbst rotierende Luftsäule bezeichnet. Sie kann, wenn sie den Boden berührt, schwere Schäden anrichten. Früher wurden solche Wettererscheinungen Windhose genannt. Tornado ist heute jedoch der gängigere, international gebräuchliche Begriff." Der Tornado wurde von Sangerhausen aus beobachtet und gefilmt.

Tornado in Morungen
Tornado fegt durch Dörfer (Mitteldeutsche Zeitung, 18.08.17)
Unwetter richtet in Sachsen-Anhalt große Schäden an (Mitteldeutsche Zeitung, 18.08.17)
Schwere Schäden nach Unwetter (MDR, 19.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Vilseck (BY)

 09.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich zwischen 23:00 und 23:05 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von BR Online vom 10.08.2017: "Blitze, entwurzelte Bäume und Brände bei Unwetter in Bayern - In der Nacht wüteten Gewitter über Bayern, die vor allem in der Oberpfalz erhebliche Spuren hinterlassen haben. Vermutlich eine Windhose entwurzelte Bäume. Im Landkreis Passau geriet eine Scheune und ein Stall nach einem Blitzschlag in Brand. Nach dem Sturm in der vergangenen Nacht hat sich das tatsächliche Ausmaß der Schäden erst heute Vormittag gezeigt. Wie die Polizei dem BR-Studio Niederbayern/Oberpfalz jetzt bestätigte, fielen allein im Bereich der Staatsstraße 2166 zwischen Vilseck (Lkr. Amberg-Sulzbach) und Sigl "500 plus x" Bäume möglicherweise einer Windhose zum Opfer. Auf einer Länge von mehreren hundert Metern zieht sich demnach eine mehrere Dutzend Meter breite und "sehr scharf begrenzte" Schneise durch kleinere Waldstücke. Innerhalb dieser Schneise stehe kein Baum mehr, hieß es. Die Bäume links und rechts davon seien hingegen unversehrt. Auch ein Scheunendach wurde vom Sturm abgedeckt. Die Feuerwehr hat inzwischen die Straße freigeräumt, die Bäume liegen links und rechts neben der Fahrbahn. Es sehe "wüst aus", so die Aussage der Polizei. Die wegen umgestürzter Bäume heute Früh gesperrte Bahnstrecke zwischen Neukirchen und Vilseck in der Oberpfalz ist wieder freigegeben worden. Das hat die DB Regio Bayern jetzt mitgeteilt. Bahnreisende zwischen Nürnberg und Weiden sollen aber noch mit Verzögerungen rechnen. [...]" - Aus einer Meldung von Onetz vom 10.08.2017: "Im Vilsecker Ortsteil Ködritz wurde ein Kindertrampolin gegen einen geparkten Pkw geweht. Die Staatsstraße 2166 war zwischen Vilseck und Sigl längere Zeit nicht passierbar, weil auf einer Länge von etwa 250 Metern zahlreiche Bäume umgestürzt waren und die Fahrbahn blockiert hatten. Auslöser war vermutlich eine Windhose." - Die Schäden vor Ort weisen deutlich auf einen Downburst (Gewitterfallböe) hin.

Blitze, entwurzelte Bäume und Brände bei Unwetter in Bayern (BR Online, 10.08.17)
Blitze, entwurzelte Bäume und Brände bei Unwetter in Bayern (Onetz, 10.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild etwas später mit Rotation (kachelmannwetter.com)

Laboe (SH)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 21:10 bis 21:15 Uhr MESZ. Meldung einer Trichterwolke im Bereich eines kleinen Schauers über die Skywarn-Hotline. "Ich befinde mich am Leuchtturm in Holtenau, [...] vor wenigen Minuten, von 21:10 bis 21:15 Uhr eine trichterförmige Wolkenabsenkung über der Förde in Richtung Laboe."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Köpenick (BE)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Tornadoverdacht im Osten Berlins. Dazu der Bericht des Anwohners Toni Pislariuk: "Das Gewitter, das mit Rotation am 03.08.2017 über das südliche Berlin gezogen ist, hat einige Sturmschäden verursacht. Meine Beobachtung vom Balkon in der Weinbergstraße war für mich zunächst eindeutig als Downburst zu erkennen. Der Wind kam stetig und kräftig aus Richtung West bis Südwest und verstärkte sich zusehends. Aus gewisser Entfernung war anschließend mehr und mehr ein Rauschen und Jaulen zu bemerken. Diese Geräusche verstärkten sich binnen kurzer Zeit und ließen auch einen rasanten Windrichtungswechsel von West auf Nordost bis Ost folgen. Woraufhin wahrnehmbar ein massives Windpfeifen vernommen werden konnte und nach einem erneuten Windrichtungswechsel von Ost auf West eine Weide das Nachsehen hatte. Ist es wahrscheinlich, dass solche Windrichrungswechsel bei einem Downburst auftreten oder ein schwacher Tornado auch möglicherweise ursächlich wäre. Eine Anwohnerin berichtet von Wirbeln am Boden. Durch den massiven Niederschlag konnte ich allerdings keine Struktur in der Wolke erkennen. Vielmehr kann ich sagen, dass das Windereigniss am Ende des Gewitters auftrat und zum Zeitpunkt dea Baumschadens bereita blauer Himmel direkt über dem Schadensort erkennbar war. Dies verwirrte mich ebenfalls, da ein Downburst oftmals vor einem Gewitter zu beobachten ist und nicht dahinter." - Ergänzend noch dies: "Die Verwirbelung war wohl an der Kreuzung Weinbergstraße/Parrisiusstraße in 12555 Berlin-Köpenick zu sehen. Ich möchte noch ergänzen, dass der Wind, nachdem es den Baum zerlegt hatte, stark nachgelassen hat und nur noch leichte bis mäßige Böen aufgetreten sind. Eine Wetterberuhigung trat binnen 1 bis 2 Minuten ein."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Zepernick (BB)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Tornadoverdacht nordnordöstlich von Berlin. Aus einer Meldung der BZ Berlin vom 03.08.2017: "Die Fahrerin saß im Auto, dann kam ein Trampolin angeflogen - Vom Wetter ist man in Berlin und Brandenburg aktuell viel gewohnt. Doch mit sowas hätte Maria Erdmann nicht gerechnet. Vertriebsmitarbeiterin Maria Erdmann (30) war am Donnerstagabend in ihrem Dienstwagen unterwegs. Ein ganz normaler Tag im Außendienst. Gegen 18.05 Uhr fuhr sie durch die Mühlenstraße in Zepernick/Bernau im Norden von Berlin. Ein Unwetter geht über dem Bezirk hernieder. Die junge Frau fährt rechts ran, um den schweren Wolkenbruch abzuwarten. Sie möchte kein unnötiges Risiko eingehen. Plötzlich rast eine Windhose auf Maria Erdmanns VW. Was da noch auf sie zufliegt, kann die 30-Jährige schlicht nicht fassen: "Da kam ein Trampolin angeflogen. Es hat meinen Wagen voll getroffen. Es gab einen Riesenknall." Die Windschutzscheibe wird eingedrückt und zersplittert. Das Trampolin hat der Tornado offenbar aus einem der umliegenden Gärten mitgerissen. Maria Erdmann kam mit dem Schrecken davon: "Aber die Windschutzscheibe ist hinüber." Und auch der Süden der Hauptstadt wurde am Abend wieder einmal vom Wetter überrascht. Gegen 17.30 Uhr gingen im Süden Berlins heftige Regenfälle nieder. Einige Kreuzungen standen unter Wasser."

Die Fahrerin saß im Auto, dann kam ein Trampolin angeflogen (BZ Berlin, 03.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Altglienicke (BE),
Grünau (BE)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:50 und 18:00 Uhr MESZ. Dazu der Bericht des Anwohners: "Auch in Altglienicke, Ortolfstraße, Höhe Netto-Discount, mehrere Straßenbäume umgestürzt und Lichtreklame bei Netto eingedrückt in schmaler Schneise. Nach Angaben der Nachbarn Windhose ca 17.50 Uhr. Gegen 18.00 Uhr Blickrichtung Grünau Bildung eines weißen Rüssels (bin leider Laie), der kurz vor Bodenkontakt wieder in Auflösung war. Kurzes Unwetter mit extremen Windböen und Hagel."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Niepars (MV)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Ostsee-Zeitung vom 04.08.2017: "Windhose lässt Bäume umstürzen, Blitz legt Zugverkehr lahm - Rund um Niepars (Vorpommern-Rügen) ging am Donnerstagabend gar nichts mehr. Umgestürzte Bäume blockierten die B 105. Ein Blitzeinschlag im Stellwerk sorgte für eine defekte Schranke in Martensdorf. Der Zugverkehr war lahm gelegt. Niepars. Rund um Niepars ging nach einem Gewitter am Donnerstagabend gar nichts mehr: Die Autofahrer standen gleich an zwei Stellen im Stau. Und auch der Zugverkehr zwischen Stralsund und Niepars war lahm gelegt. Verletzt wurde zum Glück niemand. Feuerwehrleute sprachen von einer Windhose, die zwischen Niepars und Martensdorf wütete. Durch das Unwetter waren auf dem Radweg an der Bundesstraße 105 gleich hinter Martensdorf Richtung Kummerow gegen 18 Uhr drei schlanke Bäume umgestürzt, deren Kronen aber bis auf die Straße fielen. "Wir mussten den Autoverkehr für rund 20 Minuten stoppen, denn die Bäume mussten von der Fahrbahn gezogen und dann zersägt und weggeräumt werden. Damit wir auch sicher arbeiten konnten, ging das nicht ohne Vollsperrung", sagt Gregor Wedig. [...]"

Windhose lässt Bäume umstürzen (Ostsee-Zeitung, 04.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Glindow (BB)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 04.08.2017: "Zog ein Tornado über Glindow? - In Glindow bei Werder/Havel hat am Donnerstagabend ein heftiges Gewitter gewütet. Auf engstem Raum wurden Gärten verwüstet und Bäume entwurzelt. Betroffene Anwohner glauben: Es sei ein Tornado gewesen, wie sie im Video erzählen. MAZ hat bei Wetterexperten nachgefragt. Glindow. "Erst kam der Regen, dann starker Regen und dann die Windhose. Man konnte bloß noch zwei, drei Meter weit sehen, so viel Regen fiel auf einem Schlag. Dann hat es geknallt, hinten sind Bäume umgekippt und vorn hat es auch geknallt und schon lag der Baum auf der Erde... Ein paar Sekunden und alles liegt auf der Erde." Anwohner Bernhard Kemnitz kann es kaum fassen, was sich am Donnerstagabend auf engem Raum in Glindow abgespielt hat. Blumentöpfe und allerlei anderes flog umher, sein Gewächshaus wird zerstört und beim Nachbarn fällt ein Baum auf die Veranda. Ist ein Tornado durch Glindow gezogen? Anwohner in den betroffenen Gebieten in der Heinrich-Heine- und in der Rosa-Luxemburg-Straße vermuten das. "Es war ein Tornado... Das kam auf einmal und hat sich gedreht", berichtet Karl-Heinz Greulich. Er lebe seit 1981 im Ort. "So etwas habe ich hier noch nie erlebt." So sieht das auch sein Nachbar Ralf Steinke, der mit seiner Frau gerade im Garten war, wo beide Schutz suchten. Als seine Frau danach nach vorn lief, sah sie das Unheil: Ein Baum war auf das Hausdach gefallen. Als die dunklen Wolken aufzogen, hätte er starken Regen und Blitze erwartet. "Aber so einen Tornado, der die Bäume entwurzelt, hätte ich nicht erwartet", so Steinke. Die Feuerwehr Werder war mit den Löschzügen I und II an dem Abend im Dauereinsatz. Rund 40 Einsätze auf engem Raum hatten die Feuerwehrleute zu bewältigen. Zahlreiche Gärten wurden verwüstet, mehrere Bäume umgeworfen – mindestens zwei fielen auf Häuser und beschädigten sie. Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand. [...]"

Zog ein Tornado über Glindow? (Märkische Allgemeine, 04.08.17)
Windhose in Glindow: Augenzeugen berichten (YouTube)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Pülfringen (BW)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 07:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von fnweb vom 03.08.2017: "Kleines Unwetter bei Pülfringen - Im Bereich Kläranlage und Hundesportplatz kam es am gestrigen Donnerstag zu einem lokalen Sturm. Kleine Windhose warf große Bäume um - Die von der Windhose am gestrigen Donnerstag bei Pülfringen geworfenen Bäume und deren Wurzelwerk hatten ein beachtliches Ausmaß. Vermutlich eine kleine Windhose entwurzelte am gestrigen Donnerstag bei Pülfringen mehrere Bäume und warf sie um. Passiert ist zum Glück nichts Schlimmeres. Pülfringen. Das war knapp: Sozusagen haarscharf rauschte eine kleine Windhose am gestrigen Donnerstag gegen 7.30 Uhr an der Wohnbebauung von Pülfringen vorbei. Aus Richtung Hardheim/Schweinberg kommend, zog sie Richtung Gissigheim [...]"

Kleine Windhose warf große Bäume um (fnweb, 03.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Oftersheim (BW)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich gegen 06:05 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Rhein-Neckar-Zeitung vom 30.08.2017: "War es ein Sturm oder gar eine Windhose auf dem Golfplatz? - Oftersheim. Ob es ein starker Sturm oder eine Windhose war, die in den frühen Morgenstunden des 3. August über den Golfplatz bei Oftersheim fegte und heftige Verwüstungen hinterließ, ließ sich bislang nicht klären. Man sieht jedenfalls jetzt, vier Wochen später, noch erhebliche Folgen: 225 Bäume wurden beschädigt, 60 Bäume sind umgestürzt. Der Berg der abgeräumten Baumstämme und Äste ist beachtlich angewachsen. Der Golfplatz bleibt wohl noch zwei Wochen gesperrt. [...] Viele Laubbäume, Birken, uralte Buchen und Eichen hat der Sturm umgeworfen, aber auch Kiefern, die bereits seit Generationen auf dem Areal standen. Der Sturm hat auf dem gesamten Golfplatz Schäden angerichtet: Auf jeder der 18 Golfbahnen wurden Bäume umgeworfen oder wurden vom Sturm stark beschädigt. Der Golfplatz am Hardtwald entstand Mitte der 1950er Jahre, als die amerikanischen Streitkräfte entschieden, den ehemaligen Truppenübungsplatz in einen Golfplatz zu verwandeln. [...]"

War es ein Sturm oder gar eine Windhose auf dem Golfplatz? (Rhein-Neckar-Zeitung, 30.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Pölitz bei Güstrow (MV)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des Güstrower Anzeigers vom 16.08.2017: "Nach Sturmschäden stellen Pölitzer ihre Lindenallee infrage – bisherige Untersuchungen geben aber keinen Anlass zur Sorge. [...] Vor zwei Wochen war ein Unwetter mit Windhose über Pölitz gekommen und hat etliche Bäume entwurzelt und umgeworfen. Alle Straßen seien inzwischen wieder befahrbar. Überall aber würden noch Stämme und Äste liegen. Manche auch noch abgeknickt an Bäumen hängen. [...]"

Sorge um labile Linden (Güstrower Anzeiger, 16.08.17)

Immenstaad (BW)

 02.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 03:15 Uhr MESZ. Tornadoverdacht am Bodensee. Aus einer Meldung von schwaebische.de vom 02.08.2017: "Tornado soll Bäume in Immenstad zerstört haben - Ein Bild der Zerstörung hat sich am Mittwochmorgen am Immenstaader Ufer gezeigt. Die Gemeinde vermutet jetzt einen Tornado (auch Windhose genannt) als Ursache dafür. Das Unwetter von Mittwochnacht hat Immenstaad heftiger getroffen als ursprünglich angenommen: "Wir waren auch geschockt, als wir heute Morgen das komplette Ausmaß gesehen haben", sagt Matthias Herrmann aus der Gemeindeverwaltung Immenstaad. Zwischen 30 und 40 Bäume hat der Sturm in der Nacht zwischen Kirchberger Wäldle und Aquastaad, den Schwimmbad der Gemeinde umgelegt. "Wir vermuten, dass da eine Windhose durchgezogen ist", soHermann wörtlich. Windhosen, im Volksmund Tornado genannt, sind eng begrenzte Wirbelstürme, die gelegentlich am Bodensee auftreten. Oft hinterlassen sie eine eng begrenzte Schneise der Zerstörung. Das könnte erklären, warum es in Immenstaad so eng begrenzte und heftige Verwüstungen gab, Nachbargemeinden aber weitgehend verschont wurden. "In Immenstaad hat heute Nacht ab etwa 3.15 Uhr eine Gewitterzelle für rund 15 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Immenstaad gesorgt. Vor allem entwurzelte Bäume auf Wegen und Straßen waren die Aufgabenstellung nach starken Windböen und Starkregen. Die Feuerwehr Immenstaad war mit allen Einsatzkräften unter Leitung von Kommandant Mecking bis gegen 7 Uhr im Einsatz und ist nun mit der Wiederherstellung der Gerätschaft beschäftigt", sagte ein Sprecher des Bodenseekreises am Mittwoch über die Folgen der Verwüstungen in Immenstaad. Den ganzen Mittwoch über liefen die Aufräumarbeiten in der Gemeinde auf Hochtouren. Während der Außenbereich des Aquastaads am Mittwoch gesperrt war, sollen Teilbereiche am Donnerstag wieder öffnen, heißt es vonseiten der Gemeindeverwaltung." - Aus einer weiteren Meldung von schwaebische.de vom 03.08.2017: "[...] Vor allem in der ersten Seereihe hat es Immenstaad zwischen Kirchberger Wäldle und Aquastaad erwischt: "Das war schon brutal, da ist es richtig rundgegangen", fasst Matthias Herrmann die Situation zusammen. Den ganzen Mittwoch über liefen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Während der Außenbereich des Aquastaads voll gesperrt war, sollen Teilbereiche am Donnerstag wieder öffnen, heißt es vonseiten der Gemeindeverwaltung. Matthias Herrmann lobte im Gespräch mit der SZ die Zusammenarbeit zwischen Förster, Bauhof und Verwaltung: "Das funktioniert richtig super." Er geht davon aus, dass die Hauptwege in den betroffenen Bereichen spätestens im Laufe des Donnerstags wieder freigegeben werden können. Bis jedoch alles wieder hergerichtet sein wird, werde es sicher "zwei, drei Tage brauchen bei dem Ausmaß", so Herrmann abschließend."

Tornado soll Bäume in Immenstad zerstört haben (schwaebische.de, 02.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt mit Rotation (kachelmannwetter.com)

Rickenbach (BW)

 02.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 02.08.2017: "[...] Werner Gebhardt, der Revierförster von Rickenbach, bestätigt die ungewöhnlichen Ausmaße des Unwetters. "Es war nicht vorherzusehen, dass so etwas passiert. Es sind etwa 50 größere und etliche kleinere Bäume umgestürzt. Auf der Höhe des Eggbergbeckens kann man eine richtige Schneise sehen. Dort ist die Windhose vorbeigezogen. Auf fünf Metern Höhe sind die Bäume abgebrochen. So etwas gab es bei Rickenbach zuletzt vielleicht beim Sturm Lothar", sagte er am Mittwoch. Selbst am Morgen lässt sich noch erahnen, welche Macht der Wind gehabt haben muss. Überall liegen Äste und auch kleinere abgebrochene Bäume. [...]"

Unglück im Zeltlager: Rekapitulation einer tragischen Nacht (Badische Zeitung, 02.08.17)
Unglück im Zeltlager verunsichert Leiter (Tagblatt, 04.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli

Körbecke (NW)

 25.07.2017 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: 18:01 bis 18:07 Uhr MESZ. Der Tornado wurde von Augenzeugen beobachtet, er richtete Schäden an mehreren Segelbootenb auf dem Möhnesee an. Aus einer Meldung des WDR vom 26.07.2017: "Windhose beschädigte Segelboote am Möhnesee - Fegte am Dienstag Nachmittag (25.07.2017) ein Tornado bei Körbecke über den Möhnesee ? Jedenfalls wurde ein Segelboot vom Steg gerissen, es lag mit dem Kiel oben im Wasser. Außerdem wurden einige Segelmaste geknickt. Die Feuerwehr musste ausrücken und das Boot bergen. Glück hatten Kinder, die zuvor noch mit den Segelbooten auf dem Wasser waren. Sie waren alle wieder an Land. Der Leiter der ADAC-Segelschule Udo Rahmann beobachtete, wie der Tornado entstand. "Ich habe gesehen, wie sich plötzlich zwischen den beiden Stegen so eine Windhose gebildet hat, wie das Wasser schäumte und wie dann diese Windhose zwischen den Steganlagen durchzog". Dann sei ein kleines Boot vom Steg abgerissen und durch die Luft geschleudert worden. Mit dem Mast nach unten sei es wieder auf der Wasseroberfläche gelandet. "Ich war schockiert, so was habe ich in vierzig Jahren am Möhnesee noch nicht erlebt". Meteologen können sich dieses Wetterereignis nicht erklären. Die nächsten Wetterstationen des Wetterdiensts Meteomedia stehen in Arnsberg und Soest - und die registrierten gleichmäßigen Regen und höchstens Windstärke 6. Das spreche nicht für einen Tornado, sagte ein Sprecher dem WDR. Auch der Deutsche Wetterdienst hat keine Windhose über dem Möhnesee registriert. Allerdings habe es im vergangenen Jahr fünf Tornados in Nordrhein-Westfalen gegeben - so selten sei dieses Wetterphänomen also nicht."

Tornado auf Möhnesee in NRW noch unsicher (Wetterkanal, 27.07.17)
Windhose beschädigte Segelboote am Möhnesee (WDR, 26.07.17)
Windhose soll Segelboot am Möhnesee in die Luft gehoben haben (Soester Anzeiger, 26.07.17)
Augenzeugin filmt Windhose über dem Möhnesee (Soester Anzeiger, 27.07.17)
Einsatzd er Feuerwehr Möhnesee (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Dopplerradarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Gleesen (NI)

 22.07.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:10 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der NOZ vom 23.07.2017: "Entwurzelte Eichen stürzen auf Bauernhof in Gleesen - Emsbüren. Gewitter, Starkregen und heftige Windböen haben am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag in der Region mehrere Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Schwere Schäden hat das Unwetter am Samstagabend im Emsbürener Ortsteil Gleesen angerichtet. Kurz nach 20 Uhr hatte am Samstagabend eine Windhose zahlreiche Bäume im Gemeindegebiet von Emsbüren entwurzelt oder abgeknickt. Am stärksten betroffen ist ein Landwirt an der Straße Zur Gleesener Schleuse. Dort sind mehrere dicke Eichen auf das Stallgebäude gestürzt. Ein Jungbulle verendete in einem total beschädigten Stall. Nicht trauen mochte die Landwirtsfamilie am Samstagabend ihren Augen beim Anblick des großen Sachschadens auf ihrem Hof. Eine zwischen 200 und 300 Jahre alte Eiche wurde entwurzelt und stürzte auf einen rund 300 Jahre alten historischen Strohstall, der noch im vergangenen Jahr von Grund auf saniert worden war. In dem total beschädigten Stall lebten 24 Jungbullen. Wie durch ein Wunder erlitt nur ein Tier tödliche Verletzungen, alle anderen konnten unverletzt ins Freie gelangen und mussten wieder eingefangen werden. Eine weitere dicke Eiche wurde auf etwa vier Meter Höhe abgeknickt und stürzte auf das vor wenigen Jahren umfangreich renovierte Hauptgebäude, in dem Mastbullen aufgestallt sind. Das Dach wurde total beschädigt. Tiere kamen nicht zu Schaden. Eine weitere dicke Eiche wurde entwurzelt; zudem wurde eine Eiche in etwa 15 Meter Höhe abgeknickt. "Gefangen" waren die Gäste auf einem in der Nähe liegenden Campingplatz (ehemals Yachtclub Lingen). Mehrere dicke Bäume, unter anderem eine Pappel mit einem Durchmesser von rund 130 Zentimetern, stürzten auf die Zuwegungen zum Campingplatz. Wie Emsbürens Gemeindebrandmeister Marco Lögering mitteilte, musste die Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag mehrfach ausrücken, da Straßen wegen umgeknickter Bäume blockiert waren. In den Morgenstunden wurden die Einsatzkräfte von der Drehleiter der Feuerwehr Lingen unterstützt. Die Bahnunterführung bei Elbergen stand unter Wasser. Der Wasserpegel am Regenrückhaltebecken des Emsbürener Wohngebietes Palhügel war durch den heftigen Regen so stark angestiegen, dass Wasser abgepumpt werden musste. [...]"

Entwurzelte Eichen stürzen auf Bauernhof in Gleesen (NOZ, 23.07.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Tilleda (Kyffhäuser) (ST)

 19.07.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: möglicherweise gegen 21:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 20.07.2017: "Kinder in Angst - Windhose fegt in Tilleda zwei Zelte weg. Mario Falk hat so etwas noch nie gesehen. "Am Mittwochabend wurde plötzlich der Himmel ganz schwarz und über die Baumwipfel zog eine Windhose hinüber", sagt der Vorsitzender vom Mittelalter-Verein "Corvos - Die Raben" aus Tilleda. Auf der Pfalz in Tilleda fand das vierte Jugend- und Mittelaltercamp statt, und Kinder wie Betreuer waren Zeuge eines Naturschauspiels. "Es ging innerhalb von Sekunden los und war augenblicklich wieder vorbei", schildert Falk. Zwei Zelte wurden durch die Luft gewirbelt, niemand kam dabei zu Schaden. "Ungefähr ein Meter war der Durchmesser der Windhose", schätzt Falk. Sie habe den Boden berührt und sei quer über die Freifläche weitergezogen, schildert er. Natürlich hätten die Kinder Angst gehabt, man habe sie sofort ins angrenzende Bauernhaus gebracht, das aus Stein ist. Dennoch hätten manche der acht- bis zehnjährigen Kinder bis tief in die Nacht hinein vor Aufregung keinen Schlaf gefunden. "Glücklicherweise sind wir mit dem Schreck davongekommen", so Falk. Ansonsten war das Unwetter in der Nacht zu Donnerstag in der Region weitestgehend glimpflich verlaufen. Lediglich zwei Einsätze der Feuerwehren verzeichnete die Rettungsleitstelle des Landkreises. In Unterrißdorf bei Eisleben setzte vermutlich ein Blitzschlag einen Dachstuhl eines Hauses in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, hieß es." - Unklar ist, ob es sich um einen Tornado (Windhose) handelte oder um einen Staubteufel.

Windhose fegt in Tilleda zwei Zelte weg (Mitteldeutsche Zeitung, 20.07.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Voslapp (NI)

 14.07.2017 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:16 Uhr MESZ. Der Tornado wurde gefilmt, auch Bodenkontakt des Wirbels ist nachgewiesen. Der Tornado entstand über den Kleingärten am Kniephauser Deich, zog über den Korallenring und löste sich schließlich an der Flutstrasse auf. Der Wirbel existierte 1:08 Minuten, und legte in Nord-Südrichtung eine Strecke von 0,9 km zurück. In der Flutstraße in Wilhelmshaven-Voslapp wurde ein Garten verwüstet.

Video des Tornados (Facebook)

Acholshausen (BY)

 12.07.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mainpost vom 14.07.2017: "Tornado fegt über den Gau Hannelore Grimm. Vor dem Angriff auf das weitläufige Anwesen riss der Tornado am Aufgang der gegenüberliegenden Kirchentreppe die lebensgroße steinerne Statue des Heiligen Josefs aus ihrer Verankerung. Wie die Hausbesitzer berichten, hatte der Sturm – von Starkregen begleitet – eine schier unglaubliche Gewalt. Bei dem nur wenige Minuten dauernden Wüten drückte das Wasser durch die geschlossenen Fenster ins Innere des Hauses. Draußen flogen die Ziegel von den Dächern, der Efeu wurde von der Wand gerissen und eine Scheunentür samt Riegel ging zu Bruch. Während der große Lindenbaum im Hof sich als standfest erwies, wurden die Gartenmöbel und der Grill völlig zerstört. Auf seinem weiteren Weg riss der Tornado neben einem Zwetschenbaum weiter unterhalb des Anwesens noch einige Bäume um. Über den großen Baum, der neben zwei kleineren in der Gaukönigshöfer Gemarkung liegt, wurde Bürgermeister Bernhard Rhein von Thomas Häußler aus Kaltenhof informiert. Die zirka 20 Meter hohe Esche mit ihren zwei Stämmen wurde mit ihrem Wurzelstock von rund vier Metern Durchmesser aus der Erde gehoben. Durch einen umgewehten Baum in einem angrenzenden Zuckerrübenacker wurde die gemauerte Einfassung der alten so genannten Heilsquelle zerstört. Diese Quelle hat früher das Wasser für eine Tückelhäuser Brauerei geliefert." - Wie die Mainpost auf einen Tornado als Ursache kommt, bleibt rätselhaft. Bisher sind keine Indizien bekannt, die für einen Tornado sprechen.

Tornado fegt über den Gau (Mainpost, 13.07.17)
Sturm um "Tornado" im Ochsenfurter Gau (Mainpost, 14.07.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Espenau (HE)

 12.07.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Hessenschau vom 13.07.2017: "Wirbelsturm zieht durch Espenau - Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume: Ein heftiges Unwetter ist am frühen Mittwochabend durchs Wolfhager Land gezogen. Besonders in Espenau hinterließ der Sturm sichtbare Spuren. Die Feuerwehren im Wolfhager Land im Landkreis Kassel waren bis zum späten Abend im Dauereinsatz. In der Region hatte sich am frühen Abend ein Unwetter mit Starkregen und schweren Windböen ausgetobt. Nach Angaben der Polizei waren auch der Schwalm-Eder-Kreis und der Landkreis Waldeck-Frankenberg betroffen. Besonders heftig erwischte es Espenau im Landkreis Kassel. Zeugen zufolge habe sich dort eine "kleine Windhose" gebildet und sei durch den Ort gezogen. Bei mindestens vier Häusern sowie der Kirche wurden die Dächer abgedeckt, wie die Feuerwehr berichtete. Die Einsatzkräfte waren mit einer Drehleiter im Einsatz, um die Dächer notdürftig abzudecken und von losen Ziegeln zu befreien. Auch durch Wolfhagen zog das Unwetter. Im Ortsteil Nothfelden wurde das Dach einer Scheune abgedeckt. Ein Partyzelt landete auf dem Dach eines Kindergartens. Große Mühe bereitete den Einsatzkräften ein umgestürzter Baum in Wolfhagen. Die etwa 20 Meter hohe und vier Tonnen schwere Fichte war nach Angaben der Feuerwehr auf das Dach eines Wohnhauses gekracht und konnte nur mithilfe eines Krans und einer Drehleiter entfernt werden. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Über die Höhe des Schadens wurde noch nichts bekannt."

Wirbelsturm zieht durch Espenau (Hessenschau, 13.07.17)
Sturm fegt durch Wolfhagen und Espenau (FFH, 13.07.17)
Windhose verwüstet Espenau - Unwettereinsätze in Wolfhagen (Hessennews, 13.07.17)
Sturm richtete in Espenau und im Wolfhager Land großen Schaden an (HNA, 13.07.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt mit Rotation (kachelmannwetter.com)

Emstek (NI),
Visbek (NI),
Einen (NI)

 07.07.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:10 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des NDR vom 08.07.2017: "Millionenschaden nach Unwetter rund um Vechta - Entwurzelte Bäume, beschädigte Häuser und Autos sowie überflutete Straßen und vollgelaufene Keller: Erneut hat ein schweres Unwetter mit heftigen Gewittern, Starkregen und Sturmböen über weiten Teilen Niedersachsens gewütet. Wieder ist ein Millionenschaden entstanden. Wieder waren Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz. Besonders betroffen waren am Freitagabend die Gemeinden Goldenstedt und Visbek im Landkreis Vechta. In den Gemeinden stürzten zahlreiche, zum Teil sehr alte und dicke Eichen um, Häuser, Stallungen, Autos und Photovoltaikanlagen wurden beschädigt, teilte die Polizei mit. Landstraßen mussten wegen der Schäden gesperrt werden. Auch die Bundesstraße 72 im Landkreis Cloppenburg war zeitweise gesperrt. Verletzt wurde niemand. Doch nicht nur in Vechta wütete das Unwetter: Auch in Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) hat eine Windhose für Schäden gesorgt, unter anderem stürzte ein Baum auf ein Haus. Auch die Ernte könnte betroffen sein, sagte ein Sprecher der Polizeileitstelle in Oldenburg. Mais und Weizen waren nach dem Sturm platt gelegt. In Emstek im Landkreis Cloppenburg wurden Bäume entwurzelt, vorübergehend war die Bahnstrecke Oldenburg-Cloppenburg blockiert. Auch in der Region Hannover gab es Unwetter. In Langenhagen waren die Feuerwehren im Dauereinsatz und mussten vollgelaufene Keller leerpumpen. Einige Straßen standen komplett unter Wasser. [...]"

Millionenschaden nach Unwetter im Landkreis Vechta(Nord-West-Media, 07.07.17)
Galerie: Tornado oder Downburst hinterlässt Schneise der Verwüstung (NonstopNews, 07.07.17)
Verdächtiges Video des möglichen Tornados (Facebook)
Millionenschaden nach Unwetter rund um Vechta (NDR, 08.07.17)
Unwetter in Niedersachsen: Luftbilder zeigen Verwüstung (NDR, 08.07.17)
Schneise der Verwüstung (NWZ Online, 08.07.17)
Nach Unwetter: Bilder der Verwüstung bei Goldenstedt (Kreiszeitung, 09.07.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild der rotierenden Gewitterzelle (kachelmannwetter.com)

Bockhorst (NI),
Esterwegen (NI),
Hilkenbrook (NI)

 07.07.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Osnabrücker Zeitung vom 07.07.2017: "Windhose, Böen, Regen: Sturm tobt über nördlichem Emsland - Papenburg/Hilkenbrook. Kurz, aber heftig ist am Freitagnachmittag ein Unwetter über das nördliche Emsland und den Landkreis Vechta hinweggezogen und hat größere Schäden angerichtet. Die Aufräumarbeiten bescheren den Feuerwehren mehrstündige Einsätze. In Aschendorf begruben umgestürzte Bäume drei Autos unter sich – zwei an der Schulstraße und einen an der Bülte. Allein die Aschendorfer Feuerwehr war nach Angaben von Papenburgs Stadtbrandmeister Josef Pieper mit 40 Mann im Einsatz. Ein Sprecher der Polizei in Papenburg berichtete auf Anfrage unserer Redaktion zunächst von lediglich acht Einsätzen wegen umgestürzter Bäume, abgedeckter Dächer und vollgelaufener Keller. "Das Ganze hat nur etwa zehn Minuten gedauert", sagte er über das Unwetter. Nach seinen Worten zog es von Papenburg über Surwold, Bockhorst, Esterwegen und Hilkenbrook. Berichte über Verletzte gab es nicht. Derweil sind vor allem in der Samtgemeinde Nordhümmling die Feuerwehren im Dauereinsatz. Ein Feuerwehrsprecher berichtete von mindestens 40 Einsätzen. Mehrfach würden umliegende Feuerwehren nachalarmiert. Die Feuerwehr sprach von einer "Windhose", die über Esterwegen, Hilkenbrook und Bockhorst gewütet habe. Die kleine Nordhümmlinggemeinde Hilkenbrook hat es besonders heftig erwischt. Augenzeugen berichteten von gewaltigen Sturmböen und starkem Hagel. Mehrere Bäume seien umgestürzt, einige Straßen nicht passierbar. Auch hier rückte die Feuerwehr zu Aufräumarbeiten aus. Wie ein Sprecher berichtete, seien an fast allen Straßen des Dorfes Bäume umgestürzt. Der Ort befand sich regelrecht in einem Ausnahmezustand. Die Einwohner standen auf den Straßen, um entweder den eigenen Garten von den Folgen des Unwetters zu befreien oder den Nachbarn dabei zu helfen. Die Feuerwehr kam gegen das Räumen der vielen umgestürzten Bäume nicht an, sodass auch Landwirte und Bauunternehmen mit ihren Baufahrzeugen zu Hilfe eilten. Die Bäume wurden an vielen Stellen samt Wurzelwerk aus dem Boden gehoben. Neben starkem Wind und Regen fielen in den wenigen Minuten des Unwetters den Einwohnern zufolge auch erbsen- bis tischtennisballgroße Hagelkörner vom Himmel. Darüber hinaus waren die Straßen des Ortes stellenweise vollkommen mit Laub bedeckt, dass mit dem starken Wind von den Bäumen gefallen war. Einige Bäume fielen teilweise auf den Spielplatz und zerstörten auch dort einige Geräte. Zudem waren einige Häuser und Ställe betroffen, denen beispielsweise das Blechdach durch den starken Wind vom Gebäude gehoben wurde. Auch die Ernte der örtlichen Landwirte war betroffen. So lag der Mais auf den Feldern teilweise platt am Boden. In Esterwegen waren nach Angaben eines Feuerwehrsprechers mehrere Straßen durch Bäume blockiert. "Wir haben unzählige Lagen", berichtete der Sprecher. Seine Esterweger Kameraden wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Lorup unterstützt. Auch Anwohner packten beim Aufräumen mit an. Einige kamen mit Traktoren. Geräumt werden musste unter anderem auf der Hauptstraße, der Dorfstraße und der Schützenstraße. Der Sprecher der Esterweger Feuerwehr war derweil mit einem Trupp in Bockhorst im Einsatz. Dort wurden sie von Kameraden aus Burlage und Surwold unterstützt. Die Hagelkörner, die auf dem Nordhümmling niedergingen, hätten einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimeter gehabt. Auch im Papenburger Stadtgebiet mussten die Feuerwehren mehrfach ausrücken. Wie Stadtbrandmeister Pieper berichtete, knickte in der Schulstraße in Aschendorf ein dicker Baum um und begrub zwei Autos unter sich. Auch in der Bülte in Aschendorf sowie am Splitting (Obenende) lagen mehrere Bäume und Äste auf der Straße. Ein weiterer Einsatz führte die Feuerwehr Pieper zufolge zur Johann-Bunte-Straße. Auch hier knickte ein Baum um und blockierte die Straße. Weitere Einsätze gab es auf dem Tunxdorfer Torfweg und auf der Tunxdorfer Straße. Am Untenende in Papenburg prasselte derweil lediglich starker Regen nieder. Wie die Polizei Cloppenburg/Vechta mitteilt, zog ein heftiges Unwetter mit Starkregen und Sturmböen auch durch den Nordkreis Vechta. Dort hätte das Unwetter eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Zwischen Wildeshausen und Vechta fahren keine Nordwestbahn, weil Bäume auf den Schienen liegen.Betroffen waren vorrangig die Gemeinde Goldenstedt mit den Ortsteilen Ellenstedt und Einen sowie die Gemeinde Visbek mit den Ortsteilen Endel und Bonrechtern. Umgestürzte Bäume beschädigten Häuser, Ställe und Fahrzeuge." - Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist von einem Downburst (Gewitterfallböe) auszugehen.

Hunderte Bäume entwurzelt (NonstopNews, 08.07.17)
Galerie: Hunderte Bäume entwurzelt (NonstopNews, 08.07.17)
Gewitter in der Region: Die Bilanz (Facebook)
Fotos der Schäden in Hilkenbrook (Facebook)
Windhose, Böen, Regen: Sturm tobt über nördlichem Emsland (Osnabrücker Zeitung, 07.07.17)
Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung (NWZ Online, 10.07.17)
Orkanschäden belasten Bockhorster Haushalt (Osnabrücker Zeitung, 23.07.17)
Juni

Groß Ilde (NI)

bild
 28.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab 21:09 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke oder eines möglichen Tornados von 31195 Neuhof aus in Richtung Norden: "Ich habe am 28.06.2017 ab 21:09 Uhr einen möglichen Tornado nördlich von 31195 Neuhof beobachten können. Eine deutliche Rotation konnte ich nicht beobchten, das Gebilde war circa 4 Minuten zu sehen, bis es sich auflöste."

Tornadoverdacht bei Groß Ilde
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Großhansdorf (SH)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Presseportals vom 23.06.2017: "THW-HH MV SH: U-Bahnstrecke und Straßen nach Windhose bei Großhansdorf geräumt. Großhansdorf (ots) - Zur Unterstützung der Feuerwehr Großhansdorf waren nach einer Windhose bei Großhansdorf die THW Ortsverbände Ahrensburg und Bad Oldesloe im Einsatz. Am Abend des Donnerstages 22. Juni zog eine Schlechtwetterfront über Norddeutschland. Insbesondere im südlichen Schleswig-Holstein gab es zahlreiche Einsätze um Verkehrswege wieder freizumachen. So entwickelte sich in der Gemeinde Großhansdorf nördlich von Ahrensburg eine Windhose, die dafür sorgte, dass unter anderem die U-Bahn-Strecke nach Hamburg von umgestürzten Bäumen befreit werden musste. 16 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus Ahrensburg und 15 aus dem THW Ortsverband Bad Oldesloe hatten neben diesem Einsatzort auch Bäume von Straßen zu entfernen und für einen Feuerwehreinsatz in dieser Nacht eine Straße zu sperren."

THW-HH MV SH: U-Bahnstrecke und Straßen nach Windhose bei Großhansdorf geräumt (Presseportal, 23.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Obermeiser (HE)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich gegen 18:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von HNA vom 23.06.2017: "Windhose zieht Schneise der Verwüstung durch Caldener Ortsteil Obermeiser - Obermeiser. Eine Windhose ist am Donnerstagabend durch den Caldener Ortsteil Obermeiser gezogen und hat erhebliche Schäden verursacht. Am Freitagmorgen bot sich ein Bild der Zerstörung entlang der Schneise, die der Sturm quer durch den Ort genommen hat. Los ging es am Westrand des Ortes an der Warburger Straße, von wo die Windhose quer über den Friedhof fegte. Dort wurde eine alte Linde auseinandergerissen und eine Trauerweide umgeworfen. "Wir hatten Glück, dass unsere Friedhofshalle nichts abbekommen hat", sagt Ortsvorsteher Helmuth Schopf. An der Niedermeiser Straße wurden zwei Nadelbäume auf einem Privatgrundstück umgeworfen. Sie begruben zwei Autos unter sich. Ein weiterer Wagen wurde vor dem alten Bürgermeisteramt beschädigt, wo der Sturm eine alte Linde der Länge nach durchriss. "Wir wollen aber versuchen, diesen schönen alten Baum zu erhalten", sagt der Leiter des Caldener Bauhofs, Marcus Hauser. Er schätzt, dass der Schaden im sechsstelligen Bereich liegt. Eine genaue Angabe ist schwer, da es sich vor allem um Privatschäden handelt. Gleich am Freitagmorgen war ein halbes Dutzend Dachdecker in Obermeiser unterwegs, um die Dächer wieder einzudecken. Die ersten Arbeiten haben am Donnerstagabend die Feuerwehren Obermeiser, Westuffeln und Calden mit rund 50 Einsatzkräften erledigt. Sie mussten auch die Bundesstraße 7 von umgestürzten Bäumen befreien, berichtet Gemeindebrandinspektor Eckhard Bornmann. "Weil die Feuerwehr so schnell reagiert hat, musste die B7 nicht gesperrt werden", lobte Hauser. Nach seiner Einschätzung werden die Aufräumarbeiten noch die ganze kommende Woche dauern."

Windhose zieht Schneise der Verwüstung durch Caldener Ortsteil Obermeiser (HNA, 23.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Schadewitz bei Finsterwalde (BB)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Daubhausen (HE)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von mittelhessen.de vom 22.06.2017: "Windhose reißt Dächer auf - Erhebliche Schäden an mindestens sechs Häusern in Daubhausen. Ehringshausen-Daubhausen/Aßlar Wetzlar Die Gewitterfront, die am Donnerstag gegen 15.45 Uhr über den Lahn-Dill-Kreis hinweggefegt ist, hat erhebliche Schäden angerichtet. Am schlimmsten traf es den Ehringshäuser Ortsteil Daubhausen. Die Zentrale Leitstelle für den Katastrophenschutz in Wetzlar meldete viele umgestürzte und abgeknickte Bäume in Wetzlar, Aßlar, Dillenburg, Haiger und Ehringshausen. Die größten Schäden aber gab es in Daubhausen, wo wahrscheinlich eine Windhose durch den Ort fegte und bei drei Häusern die Dächer teilweise abdeckte. Eine Gartenhütte wurde gleich ganz weggerissen. Vor einem Hauseingang landete ein rund zwölf Quadratmeter großes Dach, von dem die Feuerwehr bis zum Abend nicht wusste, wo es hergekommen war. Dachziegel, Trümmerteile, Zaunelemente und Gartenmöbel flogen viele Meter weit. Ein schwerer Gartengrill landete über sechs Meter hoch zwischen den Fetten eines aufgerissenen Daches. "Hier sieht es aus wie nach einem Bombenangriff", sagte Einsatzleiter Heiko Emmelius von der Ehringshäuser Feuerwehr. Alleine er hatte rund 60 Helfer der Einsatzabteilungen aus Ehringshausen, Kölschhausen, Breitenbach und Dillheim sowie der Feuerwache West im Einsatz. Zusätzlich kamen Spezialisten des Technischen Hilfswerks aus Wetzlar und Dillenburg und das Drehleiterfahrzeug aus Aßlar, um die aufgerissenen Dächer an drei Wohnhäusern notdürftig zu sichern. Bei drei weiteren Häusern wurden die Fassaden erheblich beschädigt. Insgesamt hatten die Ehringshäuser Wehrleute 20 verschiedene Einsatzstellen. Die Kreisstraße zwischen Dillheim und Daubhausen musste ganz gesperrt werden, weil mehrere Bäume dort auf der Fahrbahn liegen, um die sich der Gemeindebauhof am Freitag kümmern wird. Ebenfalls dicht ist der Radweg zwischen Ehringshausen und Kölschhausen. Der Waldkindergarten bleibt vorerst geschlossen, weil auch dort Bäume umgefallen sind. Das Betreten des Waldes ist momentan gefährlich. Die Revierförsterei Ehringshausen wird die Schäden ab Freitagmorgen begutachten und Gefahrenstellen nach und nach beseitigen. In Katzenfurt stürzte ein Baum um, blieb aber an der Fassade des daneben stehenden Hauses hängen. Dort gab es auch so starken Regen, dass drei Keller vollliefen. In einem stand das Wasser 50 Zentimeter hoch. Die Feuerwehr rückte mit Pumpen an. Als Cowboys betätigen mussten sich die Feuerwehrleute allerdings zwischen Ehringshausen und der Autobahnanschlussstelle. Dort war ebenfalls ein Weidezaun niedergedrückt worden. Die Rinder konnten aber wieder eingefangen werden." - Aus einer Meldung von FFH vom 23.06.2017: "Heftige Hitzegewitter haben sich über Hessen ausgetobt - vor allem über Mittelhessen. Am Nachmittag fegten Sturmböen über den Lahn-Dill-Kreis und Gießen hinweg. Die Polizei berichtete von über 80 Einsätzen innerhalb kürzester Zeit: Bäume stürzten um, Keller liefen voll, Hagelkörner prasselten herunter, ein Baugerüst in der Innenstadt drohte um zufallen, mehrere Autos wurden beschädigt. Bei Ehringshausen und auch bei Butzbach stürzten Bäume und Äste auf Oberleitungen, so dass es zu Zugausfällen im Raum Friedberg und Raum Gießen kam. Durch Ehringshausen-Daubhausen fegte möglicherweise eine Windhose. Sie deckte mehrere Häuser ab, schleuderte Gartenmöbel durch die Gegend und einen Grill in den Dachstuhl eines Hauses."

Windhose reißt Dächer auf (mittelhessen.de, 22.06.17)
Windhose schleudert Grill in Hausdach (FFH, 23.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Töppel (ST)

 22.06.2017 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des MDR vom 26.06.2017: "Nach dem Tornado: Das Dorf Töppel gibt nicht auf - Die heftigen Unwetter am vergangenen Donnerstag haben vor allem den Norden und den Osten Sachsen-Anhalts verwüstet. Besonders heftig traf es Töppel. In dem kleinen Dorf bei Zerbst zerstörte ein Tornado Hauswände und -dächer. Die Bewohner müssen jetzt den Schutt und die Trümmer beseitigen. Der Sturm am vergangenen Donnerstag hat Verwüstungen im ganzen Bundesland angerichtet. Besonders schwer hat es das Dorf Töppel getroffen, ein Ortsteil von Zerbst. Ein Tornado hat in dem 56-Seelen-Dorf Dächer abgedeckt, Autos zusammengeschoben und Wände zerstört. Aus einem Haus mit orangener Fassade ragt ein Balken aus einem Fenster, der Giebel ist schwer beschädigt. Insgesamt wurden sieben Häuser schwer beschädigt. "Der Sturm war in 10 Minuten durch. Dann wurde das ganze Ausmaß des Unglücks sichtbar. Die Nachbarn sind rausgekommen, haben geholfen. Es waren vorwiegend die Frauen zu Hause, die erstmal getröstet werden mussten und die auch völlig überfordert waren", sagte Ortsbürgermeister Thomas Wenzel MDR SACHSEN-ANHALT. Äste und Steine flogen durch die Luft, auch ein Trampolin wurde vom Wind erfasst, mehrere Meter in die Luft gehoben und fortgeweht. Auf seiner Terrasse wollte Michael Ulrich nachsehen, wie stark der Sturm werden würde: "Auf einmal wird es dunkel, dann kommt der Sturm und dann fliegen Steine. Aber wie! Mir kamen die Steine vom Nachbarn entgegengeflogen, da bin ich schnell wieder rein." Trotz der schweren Schäden – verletzt wurde in Töppel niemand. Wie hoch der angerichtete Schaden aber insgesamt ist, ist noch nicht klar. Die Bewohner haben mit dem Wiederaufbau begonnen. Michael Ulrich ist zuversichtlich: "Wir haben noch keine Hilfe gebraucht. Wir in Töppel, wir schaffen das."" - Der Tornado konnte an Hand des Schadenbildes nachgewiesen werden. Die Breite des betroffenen Bereiches beträgt weniger als 40 Meter. Rotation der auslösenden Gewitterzelle wurde analysiert.

Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung (Volksstimme, 24.06.17)
Nach dem Tornado: Das Dorf Töppel gibt nicht auf (MDR, 26.06.17)
Düstere Wetterprognosen nehmen zu (Volksstimme, 29.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt mit Rotation (kachelmannwetter.com)

Brandenburg an der Havel (BB)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Meetingpoint Brandenburg vom 23.06.2017: "Sturm-Bilanz: Windhose sorgt für 30 Einsätze - Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten sich seit Donnerstag um 42 Sturm- und Wassereinsätze kümmern, das meldet die Stadtverwaltung. "Gegen 14:30 Uhr war in der Stadt eine Windhose aufgetreten, die binnen weniger Minuten zu rund 30 Einsätzen führte. Im Laufe des Tages wurden insgesamt knapp 58 Einsätze abgearbeitet", heißt es in der Auswertung. Ab 14:45 Uhr wurde zunächst bis 18 Uhr und dann erneut von 22 Uhr bis 1 Uhr nachts der Ausnahmezustand ausgerufen und die technische Einsatzleitung (TEL) besetzt um die Einsätze im Stadtgebiet zu koordinieren. Diese war bereits seit 10 Uhr im Stand-by-Modus um eine schnelle Reaktion zu ermöglichen. "Die Anzahl Verletzter beschränkt sich zum Glück auf nur eine Person an der Plauer Brücke, die auf ihrem Boot befindlich durch einen herabgestürzten Ast getroffen wurde", melden die Einsatzkräfte weiter." - Das im Beitrag enthaltene Bild zeigt keinen Tornado, sondern die seitliche Ansicht einer durchziehenden Böenfront.

Sturm-Bilanz: Windhose sorgt für 30 Einsätze (Meetingpoint Brandenburg, 23.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Vorhop (NI)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung im Isenhagener Kreisblatt vom 24.06.2017: "Die Unruhe nach dem Sturm - pg/bo/alp Isenhagener Land. In weiten Teilen Norddeutschlands wütete am Donnerstag ein schweres Unwetter. Auch im Isenhagener Land deutete zunächst eine große, schwarze Wolkenfront gegen Mittag ein schweres Gewitter an, das kurz darauf hereinbrach. Zwei Tote forderte das Unwetter: Eine 83-jährige Frau aus der Gemeinde Dedelstorf und ein 50-jähriger Mann aus dem Nachbarkreis Uelzen verunglückten in ihren Pkws wegen des Sturmgeschehens. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mehr als eingespannt: Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden bei den Samtgemeinden Meinersen, Papenteich und Isenbüttel jeweils Vollalarme mit dem Einsatzstichwort „Bereitschaft im Gerätehaus“ ausgelöst. Später kamen weitere Gebietseinheiten, wie beispielsweise Brome hinzu. Die Einsatzleitfahrzeuge der Samtgemeinden bildeten dann sogenannte örtliche Einsatzleitungen, da die Flut der Einsätze von der Leitstelle Gifhorn nicht allein bewältigt werden konnte. Die Polizei des Landkreises Gifhorn hatte ebenfalls alle Hände voll zu tun: Zwischen 13 Uhr und 15.30 Uhr waren, neben dem Alltagsgeschäft, über 20 polizeiliche Einsätze zu bewältigen, die laut Polizeiangaben ausschließlich aus dem Sturm resultierten. Notrufe gab es in diesem Zeitraum zirka dreimal so viele, die Telefone in der Einsatzleitstelle standen laut Polizei kaum still. Aufkommende Einsätze wurden nach Priorität abgearbeitet, neben Sperr- und verkehrsleitenden Maßnahmen war auch der Einsatz zum tödlichen Verkehrsunfall auf der B 244 zu bewältigen. Die Vorhoperin Claudia Müller sendete dem IK das Foto einer Windhose, die sie um 13.08 Uhr über Vorhop gesichtet hat. Anschließend sei auch Vorhop von dem Sturm getroffen worden, der laut Müller einige Bäume zum Umfallen brachte. Wie unterschiedliche Medien berichteten, wurde sogar ein Tornado in Hamburg gesichtet. Dass während des Unwetters auch (mindestens) einer bei Uelzen gewütet hat, ist schwer nachzuweisen – ausgeschlossen ist es nicht. Gewissheit über das Auftreten eines Tornados könnten nur Augenzeugen oder idealerweise Fotos oder Filmaufnahmen bieten, betont der IK-Wetterexperte Reinhard Zakrzewski. Mitunter haben die Drehstürme nur eine Lebensdauer von einigen Sekunden – auch wenn ausgewachsene Exemplare sich mehr als eine Stunde halten und dabei einige Dutzend Kilometer zurücklegen können. Ein Merkmal ihres Durchzugs sind nach Zakrzewskis Angaben abgedehte oder enthäutete Bäume. "Ein Tornado wird aber oft mit einem Down-burst verwechselt", weiß der Experte. Dabei handelt es sich um Höhenwinde, die sich beim Aufprall von Kalt- und Warmfront bilden können und unter Umständen mit Orkanstärke bis zum Erdboden durchschlagen. Die atmosphärischen Bedingungen am Donnerstag gaben laut Zakrzewski jedenfalls beide Alternativen her: "An der Warmfront war eine Superzelle gewachsen – so eine Wetterlage habe ich an einem Mittag noch nicht erlebt." Superzellen sind besonders langlebige Gewitter, die eine Rotation aufweisen. Die Gemeinde Hankensbüttel sperrte außerdem umgehend das Waldgebiet Hagen: Es darf ab sofort nicht mehr betreten werden. Die dortigen Wege sind schwer beschädigt, überall drohen Äste von den Bäumen herabzustürzen." - Das im Beitrag enthaltene Bild zeigt keinen Tornado, sondern die seitliche Ansicht einer durchziehenden Böenfront.

Die Unruhe nach dem Sturm (Isenhagener Kreisblatt, 24.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt mit starker Rotation (kachelmannwetter.com)

Mölln (SH)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Lübecker Nachrichten vom 22.06.2017: "Dach abgedeckt: Unwetterschäden über dem "Nox" - Kurz und heftig brach das Unwetter am Donnerstagmittag über das Kreisgebiet Herzogtum Lauenburg herein. Überwiegend im Norden des Kreises sorgte der Sturm für umgekippte Bäume und der Starfkregen lies die Gullys teilweise überlaufen. Besonders schlimm traf es das ehemalige Sport- und Freizeitzentrum im Möllner Delvenauweg, in dem das „Nox“, ein Fitnesscenter und das beliebte „Bogarts“ untergebracht sind. Mölln. Während die unteren Räume, also Discothek, Bar und Fitnesscenter, verschont blieben, wurden die vier Wohnungen in der oberen Etage stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Wind blies so heftig, dass die Dachhaut über den Wohnungen regelrecht aufgerissen wurde und auf dem Dach oberhalb der Disco und des Fitnessclubs landete. Der heftige Regen flutete die Wohnungen, die nun nach Aussagen der Mieter nicht mehr bewohnbar sind. Eigentümer Thorsten Conring war schnell vor Ort und setzte alle Hebel in Bewegung, um das Dach noch vor dem nächsten Regen zumindest provisorisch wieder dicht zu bekommen. Eine etwa 200 Quadratmeter große Fläche sieht zur Zeit aus wie eine riesengroße Dachterrasse aus Holz. Sogar die Möllner Feuerwehr war mit einem Löschfahrzeug und der Drehleiter im Einsatz, doch so richtig helfen konnte hier nur eine Zimmerei und Dachdeckerei. Bewohner Marcus Künz (30) erlebte das Unglück im Badezimmer, wollte gerade Wäsche waschen. „Das Oberlicht, sonst weiß, wurde plötzlich richtig blau, wie in einer Neon-Light-Show. Ich bin sofort ins Wohnzimmer gegangen und sah eine riesige rotierende Wolke heranrasen. Das war aber keine Windhose. Die dürfte deutlich anders aussehen.“ Der Kern der Wolke sei leuchten blau gewesen. Kurz darauf krachte es heftig und er habe das wie einen elektrischen Impuls erlebt, der sich mit seiner großen Intensität entladen und dabei möglicherweise alles um sich herum weg fetzt habe. "Meine Wohnung steht komplett unter Wasser, etwa 10 Zentimeter hoch. Hier kann ich derzeit nicht wohnen", so Künze. Während die Zimmerleute immer mehr Material über eine Leiter auf das Dach schleppen, packen Künze und die übrigen Mieter der anderen Wohnungen ihre wichtigsten Sachen zusammen und tragen sie aus dem Haus. Unter den Mietern ist auch ein Kleinkind im Alter von neun Monaten. Sie wollen nun bei Bekannten oder Verwandten unterkommen und hoffen, dass Eigentümer Conring die Wohnungen so schnell wie möglich wieder hergerichtet hat."

Dach abgedeckt: Unwetterschäden über dem "Nox" (Lübecker Nachrichten, 22.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt mit Rotation (kachelmannwetter.com)

Helgoland (SH)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 09:44 Uhr MESZ. Beobachtung eines Wirbels auf der Wasseroberfläche, gesichtet auf einer Webcam im Bereich dicht nördlich der Insel. Das Webcambild liegt vor. Allerdings ist nicht klar, ob es sich um einen Tornado oder einen Gustnado handelte. Ein deutlicher Wirbel wurde über Wasser beobachtet Eine Verbindung zur Wolkenbasis ist im Video nicht einsehbar gewesen. Der Wirbel war sichtbar, sehr kurz bevor oder sogar während des Böenfrontdurchgangs bzw. -anfangs. Dazu liegen Messungen der beiden Stationen auf Helgoland mit Böen über 30 m/s kurz nach oder sogar während der Beobachtung des Wirbels (1 bis 2 Minuten Toleranz) vor. Damuit bleibt der Fall vorerst offen.

Bad Sobernheim (RP)

 15.06.2017 / Stärke (F1) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 18:55 Uhr MESZ. Medienmeldungen und Polizeimeldung über eine angebliche Windhose. Aus einer Meldung der Polizeidirektion Bad Kreuznach vom 16.06.2017: "Gemarkung Bad Sobernheim (ots) - Am 15.06.2017 gegen 19:00 Uhr trat aufgrund eines Unwetters eine starke Windhose in der Gemarkung Bad Sobernheim auf. Sie verlief von Meddersheim über Bad Sobernheim bis nach Waldböckelheim. Der Sturm brachte mehrere an den Straßen stehende Bäume zu Fall und riss Äste aus den Baumkronen. Diese stürzten teilweise auf die Fahrbahn, sodass diese blockiert wurde. Außerdem wurde an einem Haus in Bad Sobernheim und in Meddersheim das jeweilige Dach beschädigt. Hierbei kam es zu einem Sachschaden von insgesamt 500,00 Euro. Die Feuerwehr Bad Sobernheim und der umliegenden Gemeinden, sowie die Straßenmeisterei waren mit Kettensäge und schwerem Gerät im Einsatz um die Straßen zu Räumen und Gefahren zu beseitigen. Zu Personenschaden ist es glücklicherweise nicht gekommen." Das Schadensbild passt eindeutig zu einem Downburst (Gewitterfallböe), die Medienmeldungen beruhen auf der Polizeimeldung. Woher die dort geäußerte Annahme kommt, ist unklar.

POL-PDKH: Naturereignis, Starke Windhose (Polizeidirektion Bad Kreuznach, 16.06.17)
Starke Windhose wütet zwischen Meddersheim und Waldböckelheim (RPR1, 16.06.17)
Starke Windhose beschädigt Dächer in der VG Bad Sobernheim (Allgemeine Zeitung, 17.06.17)
Diskussion zum Fall (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Dinslaken (NW)

 15.06.2017 / Stärke (F1) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Niederrhein-Anzeigers vom 21.06.2017: "Tornado an Fronleichnam: Wege immer noch nur bedingt passierbar - Aufräumarbeiten in vollem Gang. Dinslaken. Nach einem lokalen Unwetter am Fronleichnamstag, 15. Juni, zwischen 16 und 17 Uhr war vor allem der nördliche Bereich des Hiesfelder Waldes stark betroffen. "Aufgrund von starkem Regen und hohen Temperaturschwankungen kam es dort zu einem kleinen örtlichen Tornado", erklärt Christoph Zebunke vom Regionalforstamt Niederrhein auf Nachfrage. Auf 80 Hektar Laubwaldgebiet wurden etwa 350 Bäume jeden Alters entwurzelt: Buchen, Eichen und Pappeln. Vor allem ältere Bäume, die wegen ihrer großen Baumkronen eine dementsprechend größere Angriffsfläche boten. "Die Aufräumarbeiten sind im Gange und die ersten Wegen werden in etwa zwei Wochen wieder freigegeben", so Zebunke und mahnt zur Vorsicht: "Waldbesucher sollten nur auf freigegebenen Wegen spazieren, nach oben schauen und auf lose Äste in den Baumkronen achten."" - Eine Vor-Ort-Untersuchung ergab, dass es hier keinen Tornado gab, sondern ein Downburst die Schäden anrichtete.

Tornado an Fronleichnam: Wege immer noch nur bedingt passierbar (Lokalkompass Dinslaken, 21.06.17)
Stadt und RVR fällen tote Bäume (WAZ, 08.11.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Bornhöved (SH)

 09.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Kieler Nachrichten vom 10.06.2017: "Wetterphänomen hielt Feuerwehr auf Trab - Ein starkes Gewitter mit "drehenden Wolken" hat am Freitagabend schwere Schäden in Bornhöved verursacht. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, Menschen wurden nicht verletzt. Bornhöved. Abgedrehte Baumkronen, zerstörte Dächer und jede Menge Holz auf den Straßen - die Freiwillige Feuerwehr Bornhöved war ab Freitagnachmittag wegen eines kräftigen Unwetters im Dauereinsatz. "Die erste Alarmierung erfolgte gegen 16.50 Uhr", sagte Gemeindewehrführer Dirk Stemke gegenüber KN-online. Bis Mitternacht folgten demnach rund 20 Einsätze, hauptsächlich in der sogenannten Seesiedlung rund um den Hornsweg. Die Bilanz: erheblicher Sachschaden, aber keine Verletzten. Nach Angaben des Wehrführers lagen die Bäume wie "abgeschält" auf der Straße, zwei landeten auf einem Carport und beschädigten es stark. Das darin geparkte Auto wurde demnach ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem sei eine Baumkrone auf das Dach eines Hauses gekracht und beschädigte es schwer. Ob sich bei dem starken Gewitter Windhosen gebildet hätten, konnte Stemke nicht bestätigen. Aber: "Anwohner haben berichtet, dass während des Gewitters plötzlich Ruhe war. Dann haben die Wolken begonnen, sich zu drehen und es folgten eine halbe Minute heftige Böen. Es krachte ordentlich, dann war alles vorbei", sagte Stemke. "So etwas hätten sie zuvor noch nicht erlebt." Unterstützt wurden die Bornhöveder Feuerwehrleute von ihren Kollegen aus Wahlstedt."

Wetterphänomen hielt Feuerwehr auf Trab (Kieler Nachrichten, 10.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Breitenbach am Herzberg (HE)

 06.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Osthessen-News vom 06.06.2017: "Heftige Windhose: Massive Fichte stürzt auf Auto - Fahrer schwer verletzt. 06.06.17 - Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am heutigen Dienstag gegen 15.20 Uhr auf der Landstraße 3294 zwischen Breitenbach am Herzberg und Machtlos (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Eine kurze aber heftige Windhose brachte eine massive an der Landstraße stehende Fichte zu Fall. Diese schlug auf einen vorbeifahrenden Pkw und verletzte den Fahrer schwer. Anwohner berichteten von einer kurzen Windhose in dem Gebiet nahe dem Campingplatz am Breitenbacher Silbersee. Unglücklicherweise fuhr genau in dem Moment, als die Fichte umstürzte, das Fahrzeug des Mannes aus Heppenheim / Südhessen vorbei. Der Baum fiel direkt auf die Motorhaube. Der Fahrer wurde im Skoda Yeti eingeklemmt, sein Beifahrer konnte sich glücklicherweise befreien. Es entstand ein Sachschaden von ca. 20.000,- Euro. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Breitenbach am Herzberg sowie Mitarbeiter des Bauhofes mussten zuerst den massiven Baumstamm vom Fahrzeug räumen, bevor sie den Mann befreien konnten. Er kam mit schweren Verletzungen ins Bad Hersfelder Klinikum. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Breitenbach am Herzberg sowie die Feuerwehr Niederaula (Bereitstellung eines zweiten Rettungssatzes) sowie der Rettungsdienst und Notarzt."

Heftige Windhose: Massive Fichte stürzt auf Auto - Fahrer schwer verletzt (Osthessen-News, 06.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Vesser (TH)

 06.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von in Südthüringen vom 06.06.2017: "Windhose fegt durch Vesser und wirft Baum auf eine Freileitung - Kurz, aber heftig schoss am Dienstag kurz 14 Uhr ein Unwetter durch das beschauliche Vesser. Mancher im Ort spricht von einer regelrechten Windhose, die in Sekundenschnelle durch den Ortsteil gefegt ist. Vesser - Kurz, aber heftig schoss am Dienstag gegen 14.10 Uhr ein Unwetter durch das beschauliche Vesser. Mancher im Ort spricht von einer regelrechten Windhose, die in Sekundenschnelle durch den Ortsteil gefegt ist. Schnell und heftig. So heftig, dass auf einer Fläche von etwa 50 mal 50 Metern im Bereich der Breitenbacher Straße Bäume umgeworfen und umgeknickt wurden wie Streichhölzer. Vier stattliche Bäume seien quer über die Straße gefallen und im Fallen habe einer der Bäume eine Niederspannungsleitung mit nach unten gerissen und den Mast mit sich gezogen, teilt Daniel Wiegmann, Sprecher der Suhler Feuerwehr, auf Anfrage von Freies Wort mit. Daraufhin ist der Störungsdienst der Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis (SWSZ) informiert worden. Fachleute wurden vor Ort geschickt und die haben die Stromversorgung in diesem Bereich unterbrochen, damit die Kameraden der Feuerwehr ungefährdet ihre Arbeit machen konnten. Je sechs Kameraden von der Suhler Hauptwache sowie von der Freiwilligen Feuerwehr Vesser befreiten die Straße mit Kettensägen und Manpower von den Baumsperren. Derweil haben auch Mitarbeiter vom Thüringen Forst den Schaden besichtigt. Ein großer Baum ist auf ein Grundstück gefallen - knapp neben ein Haus. Glücklicherweise aber sei hier kein größerer Schaden zu verzeichnen. "Wir haben einige Kollegen nach Vesser geschickt, um den Schaden so schnell wie möglich zu beheben und die Zeit des Stromausfalls in diesem Bereich in Grenzen zu halten", sagt Reinhard Koch, der Geschäftsführer der SWSZ auf Anfrage. Er bestätigt, dass ein kräftiger Baum auf eine Niederspannungsleitung gefallen sei und diese zerstört habe. Wie Anwohner berichten, sei eine Windhose durch den Ort gesaust und hätte für die Schäden gesorgt. Dies ist meteorologisch jedoch noch nicht bestätigt. Verletzt wurde durch die Folgen des kurzen, aber heftigen Unwetters niemand." - Die Uhrzeitangabe im Beitrag ist wahrscheinlich nicht korrekt.

Windhose fegt durch Vesser und wirft Baum auf eine Freileitung (in Südthüringen, 06.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Saerbeck (NW)

 03.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Westfälischen Nachrichten vom 05.06.2017: "Windhose entwurzelt etliche Bäume - Den Asphalt des Radwegs hob ein Baum an der Riesenbecker an, als die Windhose ihn ergriff. Während des Gewitters am Samstagabend hat eine Windhose eine Schneise nördlich des Bioenergieparks gezogen. An einem Wirtschaftsweg und an der Riesenbecker Straße wurden mehrere Bäume entwurzelt und umgekippt. Es war die zweite Windhose, die die Feuerwehr in Saerbeck verzeichnete. Eine Windhose ist am Samstagabend nördlich des Bioenergieparks über Saerbeck hinweg gezogen. Dabei richtete das Wetterereignis beträchtliche Schäden an. An einem Wirtschaftsweg direkt östlich des BEP entwurzelte die Windhose drei große Bäume, de auf einen Acker umkippten. Die Wurzelballen standen am Pfingstmontag senkrecht am Straßenrand. Auch einige Birken am Rand einer Waldfläche gleich daneben wurden umgeworfen. Jenseits des Ackers an der Riesenbecker Straße warf die Windhose vier Bäume auf die Fahrbahn. Die junge Maispflanzen dazwischen waren umgeknickt und wirkten wie in eine Richtung gebürstet. Die Freiwillige Feuerwehr beseitigte noch während des am Samstagabend vorüber ziehenden Gewitters in einem dreistündigen die Bäume auf den Straßen. Angesichts des Schadenslage in einer eng begrenzten Schneise, die westlich des BEP beginnt, ist sich Wehrführer Udo Meiners sicher, dass es sich um eine Windhose gehandelt hat. Es ist der zweite Mini-Tornado, den die Einsatzchronik der Feuerwehr in Saerbeck verzeichnet. Vor zwei bis drei Jahren nahm ein solches Wetterphänomen ebenfalls nördlich des Bioenergieparks seinen Anfang, zog dann aber zum Feldhoek weiter, erinnerte sich Udo Meiners." - Anmerkung: Einen "Mini-Tornado" gibt es natürlich nicht, ein Tornado ist ein Tornado.

Windhose entwurzelt etliche Bäume (Westfälische Nachrichten, 05.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Haan (NW)

 02.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:05 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Westfalen-Blatt vom 30.05.2017: "Rätselhafte Kraft verwirbelt Dachziegel - Windhose in Haan?: Rätselhafte Kraft verwirbelt Dachziegel. Die Feuerwehr inspiziert mit einer Drehleiter das Dach des Discounters. Haan. Eine nicht identifizierte Krafteinwirkung hat am Freitag Dachziegel auf einem Discounter in Haan bei Düsseldorf durcheinandergewirbelt. Ohne dass es in dem Supermarkt auffiel, entstand sogar ein Loch im Dach. Die Feuerwehr in Haan berichtet, dass sie von einem Anwohner alarmiert worden war. Er hatte gesehen, dass Dachziegel des Discounters an der Düsseldorfer Straße wie bei einer Verpuffung umherflogen. Niemand im Supermarkt oder Kunden auf dem Parkplatz hatten etwas bemerkt. Allerdings betätigten die Feuerwehrleute den Befund nach einer Inspektion des Daches mit einem Teleskopmast. Zahlreiche Dachziegel lagen nicht mehr richtig auf, es war sogar ein 1,5 Quadratmeter großes Loch entstanden, berichtet die Feuerwehr. Nur auf eine Verpuffung wies nichts hin. Auch die Feuerwehr steht vor einem Rätsel und schreibt: "Ein Nachbar äußerte, er habe eine kleinere Windhose wahrgenommen. Ob dies zutrifft, ist unklar."" Zu der betreffenden Uhrzeit war kein Schauer oder Gewitter in der Nähe.

Rätselhafte Kraft verwirbelt Dachziegel (RP Online, 02.06.17)
FW-HAAN: Verpuffung in einem Discountmarkt gemeldet (Feuerwehr Haan, 02.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai

Halle (NW)

 30.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Westfalen-Blatt vom 30.05.2017: "Windhose zerfetzt Dachteile und reißt Zelt heraus - Halle (WB/vh). "In dieser Art und Weise haben wir das meines Wissens hier noch nie gehabt", sagt Jörg Heitmann, Einsatzleiter der Haller Feuerwehr. Eine Windhose hat am Dienstagabend für größere Zerstörungen im Bereich des Gerry-Weber-Stadions gesorgt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Gegen 20.10 Uhr ging der Alarm bei der Haller Feuerwehr ein. 17 Einsatzkräfte rückten an und kümmerten sich darum, die Weststraße und die Roger-Federer-Allee von den größten abgebrochenen Ästen zu befreien, sperrten außerdem Teile der Zufahrtsstraßen für den Verkehr. Die Windhose hielt hat laut Heitmann nur drei bis vier Minuten gedauert. Ein Lagerzelt, das bereits für die anstehenden Gerry Weber Open aufgestellt worden war, wurde von dem kurzen, aber heftigen Tornado erfasst, samt Bodennägeln aus dem Untergrund gerissen und meterweit weggeweht. In einem Baum an der Unterführung kurz vor dem Stadion- und Hotel-Parkplatz blieb das Zelt samt Gestänge schließlich hängen. Am wenige Meter entfernten Holzfachhandel Speckmann riss die WIndhose Teile der Kunststoff-Lichtkuppeln aus dem Dach; sie landeten in viele Einzelteile zerfetzt auf dem weitläufigen Gelände rund um das Event-Center, teilweise auch auf der Bundesstraße 68. Das gesamte Ausmaß der Schäden stand am Abend noch nicht fest."

Windhose zerfetzt Dachteile und reißt Zelt heraus (Westfalen-Blatt, 30.05.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Drenkow (MV)

 30.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:35 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Parchimer Zeitung vom 30.05.2017: "Schrecksekunden am frühen Abend in Suckower Ortsteil Drenkow nahe der A24: Ein Tornado fegte mit voller Wucht durch die Gemeinde, entwurzelte dutzende Bäume und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. "Ich stand in der Dusche und da fliegen plötzlich meine Gartenmöbel durch die Luft", beschreibt Hartwig Lembke aus Drenkow die Gefahr, die ihn gefühlte 20 Sekunden in Angst und Schrecken versetzte. Allein an seinem Haus wurden unter anderem vier hundertjährige Eichen entwurzelt, die Scheune beschädigt. Als sich der Wind legt, wird das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich. Doch auch schnell wird klar, wieviel Glück im Unglück die Einwohner hatten: Es gab nach ersten Untersuchungen keine Verletzten. Da die Straßen hier sehr breit sind, fielen die oft mächtigen Bäume meist nur bis vor die Häuser. Dadurch hielten sich die Sachschäden nach ersten Eindrücken in Grenzen. Insgesamt waren den ganzen Abend mehr als zehn Feuerwehren aus der Region im Einsatz. Die Bundesstraße 321 musste zwischenzeitlich für Aufräumungsarbeiten voll gesperrt werden. Wegen ihres zum Teil sekundenschnellen Entstehens können diese Wirbelstürme oft nicht vorausgesagt werden. Im Juni 2015 raste in Tornado durch Bützow. Eine Radfahrerin wird schwer verletzt, es gibt 30 Leichtverletzte. In nur zehn Minuten entstanden damals allein Gebäudeschäden von etwa 40 Millionen Euro." - Das vorliegende Material (unter anderem ein Video) sprechen recht deutlich für einen Downburst als Ursache.

Video: Tornado entwurzelt mehr als 20 Bäume (Parchimer Zeitung, 30.05.17)
Der Tag nach der Windhose (Parchimer Zeitung, 31.05.17)
Windhose entwurzelt Bäume: Aufräumarbeiten gehen weiter (Ostsee-Zeitung, 01.06.17)
Nach Windhose: Schaden auf 100 000 Euro geschätzt (Ostsee-Zeitung, 07.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Lübbendorf (MV)

 30.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Hagenower Kreisblattes vom 31.05.2017: "Windbruch bei Lübbendorf - Extremes Wetter in Form einer Windhose oder Mini-Tornados hat am späten Dienstag Abend auch entlang der Straße von Lübtheen zum Ortsteil Lübbendorf für ein ziemliches Chaos gesorgt. Durch den stark böigen Wind im Rahmen eines Gewitters wurden entlang der Straße gleich Dutzende Bäume abgenickt oder gleich ganz umgerissen. In der Folge musste nahezu die komplette Feuerwehr des Amtsbereiches Lübtheen ausrücken, um zunächst die gröbsten Schäden zu beseitigen. Allein das dauerte nach Auskunft der Stadt Lübtheen gute drei Stunden. Die Kreisstraße konnte erst kurz vor Mitternacht wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zur Unterstützung der Feuerwehren kamen gleich noch am Abend die Mitarbeiter des Stadtbauhofes mit ihrer Technik zum Einsatz. Ordnungsamtsleiter Bernd Scobel bedankte sich bei Einsatzleiter Andreas Behnke für den Fleiß und die Arbeit aller Kameraden. "Wir haben Glück gehabt, dass dieser kleine Tornado nur das Wakldgebiet getroffen hat. In bewohntem Gebiet wäre die Gefahr von verletzten Menschen doch sehr groß gewesen", so Skobel." - Anmerkung: Einen "Mini-Tornado" gibt es natürlich nicht, ein Tornado ist ein Tornado.

Windbruch bei Lübbendorf (Hagenower Kreisblatt, 31.05.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Zühlen (ST)

 30.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 01.06.2017: "Eine Windhose bei Zühlen: Baum kracht auf Auto. Glück im Unglück hatte der Fahrer eines VW, der am Dienstag zwischen Zühlen und Heiligenfelde unterwegs war. Ein Baum war auf seinen Wagen gefallen, der Mann blieb unverletzt. Wehren aus Arendsee, Zühlen, Kleinau und Heiligenfelde waren im Einsatz. Arendsee. "Es muss eine Windhose gewesen sein, die zwischen Zühlen und Heiligenfelde acht Bäume beschädigt hat", erklärte Arendsees Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze nach dem Einsatz der Zühlener und Arendseer Feuerwehren am Dienstagabend. Nach eigenen Angaben waren insgesamt acht Bäume oder größere Äste auf die Straße gekracht. In einem Fall hatte ein Autofahrer Glück. Sein Wagen wurde von einem Baum getroffen, doch der Fahrer konnte anhalten und das Fahrzeug verlassen. Das Auto wurde stark beschädigt. Das war gegen 18.45 Uhr. "Es sind auch Bäume am Waldrand Richtung Rathsleben betroffen gewesen", schilderte Hinze das Geschehen am Abend. Im Einsatz waren auch Einsatzkräfte aus Sanne-Kerkuhn, die Bäume von der Straße zwischen Kerkuhn und Thielbeer beseitigen mussten. [...]"

Eine Windhose bei Zühlen: Baum kracht auf Auto (Allgemeine Zeitung, 01.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Knetzgau (BY)

 30.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:55 Uhr MESZ? Aus einer Meldung bei infranken.de vom 31.05.2017: "Windhose wirbelt Gewächshaus in Knetzgau durch die Luft - Durch Knetzgau zog am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr eine Windhose. Zwischen der Pfarrgasse und der Weißfrauenstraße wirkte sie sich aus. Bei den kräftigen Windstößen wurde das Gewächshaus einer Familie dort laut Zeugenaussage regelrecht durch die Luft gewirbelt. Große Augen machte Ella Noll, als sie das leicht verformte Gebilde im Kartoffelacker ihres Gartens entdeckte, der neben dem Grundstück liegt, auf dem das Gewächshaus ursprünglich stand. Verletzt wurde durch die Windhose offenbar niemand. Einsatzkräfte wurden nicht benötigt. Jedenfalls mussten Polizei und Feuerwehr nicht gerufen werden, wie die Inspektion in Haßfurt und die Integrierte Leitstelle in Schweinfurt übereinstimmend bestätigten."

Windhose wirbelt Gewächshaus in Knetzgau durch die Luft (infranken.de, 31.05.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Ellingstedtfeld (SH)

bild
 13.05.2017 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:55 Uhr MESZ. Beobachtung eines schwachen Tornados im Bereich nordöstlich von Ellingstedtfeld: "Unter einer rotierenden Wolkenbasis einer offensichtlichen Superzelle war im Verlauf aufgewirbelter Staub und eine dicke Ausstülpung der Wolke nach unten sowie kurzzeitig auch eine kleinere kurze Trichterwolke zu sehen. Der Tornado blieb für ca. 5 Minuten relativ ortsfest und hüllte sich dann in dichten Niederschlag. Schäden konnten an der Stelle kaum gefunden werden, lediglich einige abgebrochene Äste sowie entgegen der Zugrichtung der Zelle umgestürzte Gartenmöbel und Blumentöpfe. Zwei Anwohner am Rellinghus berichteten von einigen sehr stürmischen Minuten, während es an meiner ca. 800m entfernten Beobachterposition nur kräftig regnete, aber kaum stürmte. - Ich begann gegen 14:50 mit Filmaufnahmen des Bereichs (ursprünglich um Blitze einzufangen). Der Tornado war dann auch schon bald sichtbar und hielt sich mehrere Minuten lang mit sichtbarem Bodenkontakt relativ an Ort und Stelle. Gegen 15 Uhr, als ich den Tornado im Regen eingewickelt kaum noch erkennen konnte, verließ ich sicherheitshalber meine Beobachterposition und nahm um 15:08 nochmals direkt aus Schuby heraus (am Kreisverkehr an der B201) Richtung Südwesten die Panorama-Aufnahmen der sich bildenden Shelf/Wall-Strukturen auf, auf denen rechts der Bereich so aussieht, als wäre dort noch immer etwas aufgewirbelter Staub in der Luft."

Tornado bei Ellingstedtfeld
Tornado in Schleswig-Holstein, May 13th, 2017 (YouTube)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Buch (BY)

bild
 13.05.2017 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 12:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Trichterwolke im Bereich nordwestlich bis nördlich von Herzogenaurach, darunter deutliche und von Augenzeugen beobachtete Aufwirbelungen am Boden.
Tornado bei Buch
Fotos der Trichterwolke vom Modellflug-Club Herzogenaurach (Facebook)
Video der Trichterwolke vom Modellflug-Club Herzogenaurach (Facebook)
Foto der Trichterwolke aus Hannberg (Facebook)
Foto der Trichterwolke aus Erlangen (Facebook)
Trichterwolke über Herzogenaurach sorgt für Wirbel (nordbayern.de, 15.05.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Gültstein (BW)

bild
 03.05.2017 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 18:48 bis 18:58 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Trichterwolke in Herrenberg-Gültstein mit Bodenkontakt des Wirbels: "Sehr schnell rotierender Tornado mit Bodenkontakt über Herrenberg-Gültstein. 20 Minuten nach der ersten Funnelcloud über Herrenberg Stadt. Das untere Ende des Rüssels ist hinter dem Baum. Dauer des Schauspiels ca. 10 Minuten. Der Bodenkontakt dauerte aber nur 1-2 Minuten." Der Bodenkontakt war auf den Feldern im Bereich westlich der Autobahn A81 und nördlich der Bundesstraße B28 (Tübinger Straße).

Tornado nahe Gültstein
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
April

Wedtlenstedt (NI)

bild
 26.04.2017 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 17:44 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados: "Wir haben den Geburtstag meines Sohnes draussen gefeiert. Und dort dann die Formation gesehen. Schnell Foto geschossen und mit offenen Mund staunend das Schauspiel beobachtet. Definitiv rotiert und bis zum Boden. Ob es Schäden gab, kann ich allerdings nicht sagen, da es dort nur Felder und einen Kanal gibt, der Kanal ist immer so ne Art Wetterscheide. Nach ca 4 min hat die Rotation sich dann aufgelöst." Die Fotos wurden in Denstorf aufgenommen, Stadteil von Vechelde, Blickrichtung nordwestlich in Richtung Wedtlenstedt/Bortfeld.

Mutmaßlicher Tornado bei Vechelde
Fotos des möglichen Tornados (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Templin (BB)

bild
 17.04.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Trichterwolke.

Trichterwolkre bei Templin
[url=https://kachelmannwetter.com/de/regenradar/uckermark/20170417-1330z.html]Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt[/url ([url=http://kachelmannwetter.com/]kachelmannwetter.com[/url)

Prenzlau (BB)

bild
 17.04.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung des Nordkurier vom 17.04.2017: "Kräftiger Wind, Regen, Schnee und dann auch noch Hagelschauer – das alles mussten die Uckermärker zu Ostern hinnehmen. Dächer sahen weiß aus. Autos waren kristallin von Hagelkörnern dick bedeckt. Doch als wenn das nicht an Wetterkapriolen genug wäre, zog am Montagnachmittag offenbar ein Tornado über die Uckermark. "Ich bin mit dem Auto nach 14 Uhr von Boitzenburg über Prenzlau zur Autobahnauffahrt Prenzlau Ost gefahren. Als ich dann auf die A20 bog, kam mir eine dunkle, absolut bedrohlich wirkende tiefe Wolkenfront entgegen", berichtete der Wolgaster Tilo Wallrodt. Und die Situation schien noch prekärer zu werden. Wenig später habe er beobachten können, wie sich unter der blau-schwarzen Wolkenformation ein Trichter bildete, wie er für Windhosen oder Tornados typisch ist. "Er wurde immer länger und schien sich am Horizont sogar zum Bodenkontakt hinunterzuwirbeln", berichtete Wallrodt, der einige Schnappschüsse habe machen können." - Bisher liegen aber keine Beobachtungen des möglichen Bodenkontaktes vor.

Trichterwolke bei Prenzlau
Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Tornado stürmt über die Uckermark (Nordkurier, 17.04.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Abbehausen (NI)

 02.04.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 14:25 bis 14:26 Uhr MEZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Mein Mann sagte mir, gucke mal aus den Fenster, die Wolke. Da ging ich zum Fenster und sah eine kleine Trichterwolke Blickrichtung Süden-Südost, rannte schnell ins Schlafzimmer um schnell mein Handy zu holen, um ein Foto und ein kurzes Video zu drehen, leider nur noch die letzten Sekunden davon aufgenommen, bevor sich die kleine Trichterwolke wieder auflöste. Rotation war leicht zu sehen, geregnet hatte es nicht. Bevor ich mein Handy schnappte, war die Trichterwolke etwas größer als auf dem Bild und Video und gerade wie ein Bleistift. Uhrzeit der Entdeckung 14:25 Uhr, Aufnahme des Fotos und Video 14:26 Uhr."
März

Kürnach (BY)

bild
 09.03.2017 / Stärke (F1) Bestätigt

Mannheim (BW)

bild
 09.03.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 07:58 bis 07:59 Uhr MEZ. Beobachtung einer möglichen und sehr weit hinab reichenden Trichterwolke und damit eines möglichen Tornados: "Gesehen aus 67071 Ludwigshafen, Oggersheimer Straße. Von der Richtung her könnte es über dem Gebiet Ludwigshafen/Mannheim/Heidelberg gewesen sein. War um 8 Uhr, genauer gesagt 7.58 Uhr ca. Wie lange es zu sehen war, kann ich nicht sagen, wir waren im Auto und haben dann kurz darauf den Sichtkontakt verloren. Ne Drehung konnte ich in der kurzen Zeit nicht erkennen, da es dafür zu weit entfernt war." Eine Analyse ergab, dass sich das Gebilde wahrscheinlich dem Müllheizkraftwerk in Mannheim zuordnen lässt und damit eher kein Tornado war.

Tornadoverdacht bei Mannheim
Tornadoverdacht im Raum Mannheim (Wetterkanal)
Mannheim: Tornadoverdacht beschäftigt Wetterexperten / Hinweise gesucht (Feuerwehren Metropolregion RN, 09.03.17)
Foto des möglichen Tornados (Facebook)
Tornadoverdacht Raum Mannheim am Donnerstagmorgen (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

München (BY)

 06.03.2017 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 8 Uhr MEZ. Zahlreiche Beobachtungen eines Gebildes im Bereich Fürstenfeldbruck - München. Nach den vorliegenden Berichten, Bildern und Videos handelte es sich um einen ausgeprägten Fallstreifen - fallender Niederschlag, der in diesem Fall nicht den Boden erreichte. Eine Trichterwolke und damit auch ein Tornado kann ausgeschlossen werden.

Foto und Videos des Gebildes (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Erbach (SL)

 04.03.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MEZ. Meldung eines wahrscheinlichen Tornados. Dazu liegt ein Augenzeugenbericht vor.
Februar

Langen bei Bremerhaven (NI)

 28.02.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 15:40 bis 15:48 MEZ. "Beobachtung einer sehr breit ausgeprägten Trichterwolke, Standort/Richtung: Hinter Bremerhaven in nordöstlicher Richtung, in Zugrichtung Langen (Ortsteil Debstedt) (Niedersachsen). Die Ortschaft Langen (Niedersachsen) dunkelte sich sehr rasch ab, eine sehr breite Trichterwolke entstand nur in innerhalb von 3 Minuten und erreichte sein maximalen Volumen. Die Trichterwolke hielt sich ca. weitere 5 Minuten am Himmel und rotierte jedoch sehr zügig, eine Bodenberührung oder bekannte Schäden nach der Sichtung gab es jedoch nicht. Ich konnte die Aufnahme nur mit Handy fotografieren, die Rotation war fast über der gesamten Wolke, die gezielt aufgenommen wurde. Die meiste Rotation war jedoch nur der winzige Trichter, daher auch nur Verdacht ausgewählt, da dieser aus der Entfernung schwer zu sagen war, ob Bodenkontakt stattfand, es wurde nur der sichtbare Teil fotografiert. Rotation war auf jedem Fall zu erkennen; ob es weitere bemerkt haben, weiß ich jedoch nicht. Bildquelle: Thorsten Jagemann"

Tornadoverdacht bei Langen

Niederdorfelden (HE)

 27.02.2017 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MEZ. Schäden beim Durchzug eines kräftigen Schauers. Aus einer Meldung der Hessenschau vom 28.02.2017: "Anders im Main-Kinzig-Kreis: In Niederdorfelden bei Maintal deckte ein heftiger Windstoß ein Hallendach ab. Die Abdeckplatten wurden einige Meter durch die Luft geschleudert und landeten in umliegenden Gärten. Ursache war laut Polizei eine Windhose. Verletzt wurde niemand." - Aus einer Meldung der Frankfurter Neuen Presse vom 28.02.2017: "Orkanböe hinterlässt Spur der Verwüstung in Niederdorfelden - Weltuntergangs-Szenario am Dienstagabend in Niederdorfelden: Der Sturm pfeift durch den Ort und hinterlässt Verwüstungen an Häusern, Autos und der Kirche. Trotz eines fliegenden Daches wird zum Glück niemand verletzt. Aber die Feuerwehr ist im Großeinsatz. "Da muss ich 81 Jahre alt werden, um so etwas zu erleben ..." Frieda Wittich ist am Vormittag immer noch fassungslos. Die Seniorin blickt aus ihrem Fenster in der Gronauer Straße auf ein Trümmerfeld. Direkt gegenüber steht eine Lagerhalle – jetzt allerdings ohne Dach. Große Teile davon – Blech und Holz – liegen auf einem Berg davor. Ein anderer Teil ist sogar rund 80 Meter weit geflogen, als eine Windhose am Dienstag gegen 21 Uhr mit einer geschätzten Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern durch die kleine Main-Kinzig-Gemeinde pfiff. "Es gab einen lauten Knall und dann flog das Dach über unser Haus", erzählt Frieda Wittich. Das Gebäude kam glimpflich davon. Pech hat aber Reinhard Schott. Er wohnt quasi hinter Frau Wittich. Auf seinem Opel landen Blech und Holzbalken, zerstören die Heckscheibe des im Hof geparkten Autos. Und schneiden auch noch einen dicken Ast im nächsten Garten ab. Schott nimmt es mit Galgenhumor. Obwohl er sich gerade über die Versicherung ärgert, die ihm kein Ersatzfahrzeug zur Verfügung stellen will – und den Schaden erst in rund zwei Tagen begutachten kommen will. "Aber es hätte schlimmer kommen können – immerhin ist unsere Hausfassade heil geblieben", sagt Schott. "Und zum Glück ist niemand verletzt worden", freut sich auch Bürgermeister Klaus Büttner (SPD). Er macht gestern Morgen die Runde im Dorf, war am Sturmabend selbst nicht zuhause. Neben dem abgerissenen Dach und dem kaputten Auto hat es auch die evangelische Kirche getroffen: Der Sturm riss dort rund 30 Dachziegel runter. Betroffen ist auch ein anderes Wohnhaus in der Hainstraße. [...] Wie hoch die Schäden sind, ist noch unklar. Das ermitteln nun Sachverständige. Betroffen von der Windhose ist offenbar nur ein schmaler Streifen in Niederdorfelden. Nach rund einer Viertelstunde ist der Spuk vorbei. Kräftige Winde und Regen gibt es aber noch die ganze Nacht." - Aus einer Meldung von FFH vom 28.02.2017: "In Niederdorfelden im Main-Kinzig-Kreis wurden laut Polizei zwei Dächer abgedeckt. Das Dach einer Werkshalle wurde komplett abgedeckt, Teile krachten auf ein parkendes Auto. Und von einem Wohnhaus wurden ein paar Ziegel weg geweht. Schuld war nach den Angaben der Feuerwehr eine Windhose." - Aus einer Meldung der Feuerwehr Niederdorfelden vom 28.02.2017: "Zuerst wurde die Feuerwehr um 21:16 in die Hainstraße zu einem teils abgedeckten Dach alarmiert. [...] Fast gleichzeitig wurde in die Gronauer Straße gerufen. Hier war zunächst ein halb abgedecktes Garagendach gemeldet worden. Hier konnte man nicht mehr tun, wie lose Trümmerteile des Daches zu entfernen. Kurzdarauf meldeten sich Anwohner aus der Gronauer Straße zu drei weiteren Einsatzstellen: Die ca. 40 m² große Überdachung eines seitlichen Anbaus einer großen Gerätehalle wurde vom Wind etwa 70 Meter weiter in einen Garten und Hof eines Wohnhauses befördert und landete dort auch auf einem PKW. Einige Trümmerteile gerieten auch auf ein Nachbargrundstück und zerstörten dort ein weiteres Dach. An diesen Einsatzstellen konnte nicht mehr getan werden, wie das Sichern der Trümmerteile um weitere Gefahren zu vermeiden. Personen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen. Zu guter Letzt ging es noch in die Mühlgasse. Auch hier wurde ein Dach stark beschädigt. Dieses konnte mit Hilfe der Drehleiter aus Maintal wieder geschlossen werden."

Tornadoverdacht am Montagabend in Hessen bisher unbegründet (Wetterkanal)
Umgestürzte Bäume und abgedecktes Dach (Hessenschau, 28.02.17)
Orkanböe hinterlässt Spur der Verwüstung in Niederdorfelden (Frankfurter Neue Presse, 28.02.17)
Heftiges Unwetter entwurzelt Bäume bei Romrod – FFH.de (FFH, 28.02.17)

Loquard (NI)

bild
 05.02.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 16:22 bis 16:28 MEZ. Beobachtung einer Trichterwolke, Standort/Richtung: Schomerswolder Weg, in Richtung Loquard, Krummhörn. Diese hielt sich etwa 5 bis 7 Minuten. Bildquelle: Stefan und Nicole Rölling, Naturforschende Gesellschaft zu Emden von 1814.

Trichterwolke bei Loquard
Foto der Trichterwolke (Facebook)
Januar

Diefflen (SL)

 13.01.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Das Sturmtief "Egon" zog in der Nacht von Westen her über Nordrhein-Westfalen hinweg in Richtung Osten. An seiner Südseite gab es im Saarland Böen bis Orkanstärke. In Dillingen-Diefflen entstand dabei ein markanter Schaden. Aus einer Meldung des SR vom 13.01.2017: "In der Schulgartenstraße in Dillingen-Diefflen fegte der Sturm in der Nacht das Dach eines Wohnhauses – Schindeln plus Balken – zur Hälfte weg. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand."

Sturm "Egon" hinterlässt erhebliche Schäden (SR, 13.01.17)
Einsatzfotos der Feuerwehr Diefflen (Facebook)
Weitere Fotos der Schäden (Facebook)
Windböen zwischen 1 und 2 Uhr (kachelmannwetter.com)

Zwickau (SN)

 04.01.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von Television Zwickau vom 05.01.2017: "Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz - Ein Naturphänomen, mit dem in unseren Breiten künftig womöglich öfter zu rechnen ist, sorgte am Mittwochabend im Zwickauer Norden für Aufregung. Eine Windhose zog eine messerscharfe Schneise durch das Grundstück von Peter Seifert. [...] Zuerst hat der Tornado einen Pflaumenbaum entwurzelt, durchquerte das Grundstück zwischen Haus und Glasgewächshaus, ohne beide zu beschädigen, und traf dann auf zwei stämmige Tannenbäume. Einer davon wurde am Stamm regelrecht auseinandergerissen und zerfetzte die Telefonleitung. "Das war gestern, 22:35 Uhr ungefähr. [...] Ich hab plötzlich wie so Sand ans Fenster gehört, als ob jemand Sand ans Fenster, ja gut, hab ich gedacht, es kabbelt vielleicht ein kleines bisschen und dann wurde das innerhalb von Sekunden, wurde ohrenbetäubender Lärm, aber nicht das typische Sturmfauchen, sondern richtiger ohrenbetäubender Lärm, als ob ein Flugzeug oder weiß man gar nicht was, hab ich rausgeguckt, nix mehr gesehen und nach drei Minuten war alles zu Ende. Der Himmel klarte wieder auf, man hat sogar Sterne gesehen und windstill." [...]"

Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz (Television Zwickau, 05.01.17)
Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz (YouTube)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)