Bisher 229 bestätigte, dazu 9 Plausible und 312 Verdachtsfälle
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Noch nicht alle Verdachtsfälle aus 2016 erfasst

November 2016: Es fehlen noch zahlreiche Fälle aus dem Sommer 2016 mit wochenlangen Unwetterlagen und unzähligen Meldungen zu Trichterwolken und verdächtigen Schäden. Es wird alles nach und nach abgearbeitet. Die Tornadoliste ist leider kein Projekt, das hauptberuflich betrieben wird. Im Gegenteil, sie verschlingt viel Geld und noch mehr Zeit. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es etwas länger dauert. Es geht nichts verloren.
April
März

Kürnach (BY)

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 09.03.2017 / Stärke (F1) Bestätigt

München (BY)

 06.03.2017 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 8 Uhr MEZ. Zahlreiche Beobachtungen eines Gebildes im Bereich Fürstenfeldbruck - München. Nach den vorliegenden Berichten, Bildern und Videos handelte es sich um einen ausgeprägten Fallstreifen - fallender Niederschlag, der in diesem Fall nicht den Boden erreichte. Eine Trichterwolke und damit auch ein Tornado kann ausgeschlossen werden.

Foto und Videos des Gebildes (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Oktober

Schwabhausen (BY)

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 08.10.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 13:44 bis 13:46 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Vor ein paar Minuten im Landkreis Dachau Blickrichtung 85247 Schwabhausen. Uhrzeit des 1. Bildes war 13.44, des zweiten um 13.45 Uhr. Ob eine richtige Rotation stattgefunden hat, kann ich nicht genau sagen, es ist auf jeden Fall größer und kleiner geworden, also länglicher und breiter. Hab das dann ca. noch 1 min beobachtet, dann hat sich's aufgelöst. Zwischen den Ortschaften Pellheim, stetten und Niederroth hat's geschüttet wie aus Eimern und paar Meter weiter keinen Tropfen."

[url=http://www.tornadoliste.de/161008schwabhausen.htm}Trichterwolke bei Schwabhausen[/url]
Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
August
Juli
Juni

Ebermannstadt (BY)

 18.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:34 bis 17:43 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke: "Die genaue Beobachtungszeit war: 17:34, die Dauer der Beobachtung betrug 9 Minuten, der Ort der Beobachtung war Gosberg (Lkr. 91301 Forchheim) den 100%igen Ort, an dem die Trichterwolke entstand, kann ich leider nicht beurteilen, da wir mit dem Auto unterwegs waren. Aus der Ferne sah es so aus, als wäre der Trichter über 91352 Ebermannstadt, welches in einem Talkessel liegt. Es zog weiter Richtung Osten, Fränkische Schweiz, Lkr. 95445 Bayreuth."

Fotos der möglichen Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Bad Tölz (BY)

 17.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MESZ. Möglicher Tornado beobachtet. Aus einer Meldung des Merkur vom 21.06.2016: "Wirbelt hier ein Tornado durch Tölz? Bad Tölz - Ist es eine Windhose? Ein Tornado? Nein. Aber was unseren Lesern am Freitagabend in Bad Tölz aufgefallen ist, ist immerhin optisch einigermaßen spektakulär. Als Melanie Stiens am Freitagabend auf ihrem Balkon an der Tölzer Bahnhofstraße stand, zückte sie gleich die Kamera, um das Wetterphänomen im Bild festzuhalten. Ganz ähnlich das Motiv, das Irmgard Maier der Redaktion schickte. Auch andere Leser hatten die ungewöhnliche Gewitterstimmung beobachtet und fragen jetzt: Handelt es sich hier um eine Windhose, also einen Tornado über Bad Tölz?"

Wirbelt hier ein Tornado durch Tölz? (Merkur, 21.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Meeder (BY)

 11.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 bis 18:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Rödental aus in Richtung Nordwesten: "hat teilweise ziemlich rotiert und war mehrere Minuten lang ziemlich bodennah. 96472 Rödental ca 18.15-18.25 Blickrichtung Nordwesten"

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Ottmaring (BY)

 09.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen18:00 18:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Moos aus in Richtung Ottmaring.

Altötting (BY)

 09.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "gesehen in Altötting auf der Auffahrt von der St2107 auf die St2550 (Montessouri-Schule). Blickrichtung Osten über Neuöttinger Forst (Burghausen-Markt). Leider kein Bildmaterial"

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Arzberg (BY)

 08.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke.

Fürth (BY)

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 04.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:46 Uhr MESZ, Uhrzeit unsicher. Beobachtung einer Trichterwolke nordöstlich von Fürth. Meldung über das Meldeformular: "Es war eine Gewitterzelle entstanden die nordöstlich von Fürth entstand. Sehr rasch bildete sich dieser Tornado der keinen Bodenkontakt hatte. Eine Staubwolke konnte ich nicht ausmachen, da ein Gebäude die Sicht verwehrte. Nach knappen 10 Minuten verformte sich der schmale Windrüssel und löste sich schnell auf."

Trichterwolke bei Fürth
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Jägersdorf (BY)

 03.06.2016 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 19:55 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Trichterwolke. Aus einer Meldung im Merkur vom 04.06.2016: "Diese Windhose zog durch den Landkreis Freising. Wolfersdorf - Der Landkreis Freising blieb am Freitagabend weitgehend von Unwettern verschont. Umso erstaunlicher sind Leserfotos aus der Nähe von Wolfersdorf: Sie zeigen eine Windhose über der Landschaft. Ist das, was sie da in der Ferne erblickt hat, etwa ein Tornado? Mitten in Oberbayern, bei Jägerdorf nahe Wolfersdorf (Landkreis Freising)? Die FT-Leserin schießt zwei Fotos - und schreibt dann eine Facebook-Nachricht an die Heimatzeitung: "Hallo, das habe ich heute um 19.55 Uhr von Jägersdorf aus Richtung Au aufgenommen. War das ein richtiger Tornado?"" Der durch Kondensation sichtbare Teil des Wirbels reichte schon sehr weit hinab, ein Tornado ist damit sehr wahrscheinlich.

Foto der Trichterwolke (Facebook)
Diese Windhose zog durch den Landkreis Freising (Welt, 04.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Thierhaupten (BY)

 03.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung bei Meitingen TV vom 04.06.2016: "Das wird sich der ein oder andere wohl bei diesen Bildern denken. Patrick Rappenglitz aus Nordendorf sah den Rüssel eines Tornados gestern (03.06.2016) gegen 15.30 Uhr und hielt sofort drauf. Wie lange er da schon zu sehen war kann man nicht sagen. Auch in Thierhaupten soll ein Tornado-Rüssel gesichtet worden sein. Er ist zu Beginn oder am Ende eines Tornados zu sehen. Wenn er erst einmal den Boden erreicht hat, kann?s gefährlich werden."

ORDENDORF / THIERHAUPTEN: Nicht schon wieder! Tornado-Rüssel gesichtet! (Meitingen TV, 04.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Passau (BY)

 00.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht/-genau bekannt.
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung von medienDENK vom 09.08.2016: "Windhose entwurzelt drei Linden - Ein stürmisches Gewitter im Juni hat auch der denkmalgeschützten Lindenallee auf der Mariahilfstraße zugesetzt. Drei etwa 130 Jahre alte Baumriesen sind von einer Windhose entwurzelt worden, einer hätte beinahe ein Haus getroffen."

Das Sterben der Baumriesen (medienDENK, 09.08.16)
Mai

Bad Aibling (BY)

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 30.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 12:15 und 12:45 Uhr. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud über dem Mangfalltal im Bereich Bad Aibling - Kolbermoor. Aus einer Meldung des Oberbayerischen Volksblatts vom 02.06.2016: "Trichterwolke: Seltenes Himmelsschauspiel über Kolbermoor - Ingo Gotthart kennt dieses Phänomen: Wolkenverwirblungen am Himmel, die aussehen wie ein Trichter. Dementsprechend beunruhigt war der 42-Jährige, als er von seinem Wohnzimmer aus in der Fürstätter Straße in Kolbermoor kürzlich eine solche Wolkenformation am Himmel entdeckte. Daraus können ein Tornado beziehungsweise eine Windhose entstehen, das weiß er. "Ich kenne das von meinen Urlauben in Kanada." Dort hat er selbst schon einen Tornado miterlebt. "Ich bin sofort auf meinen Balkon raus und habe ein Foto mit dem Handy gemacht." Circa 80 Meter über dem Boden seien die Wolkenverwirblungen abgerissen, erzählt er. Nach fünf bis acht Minuten habe sich das Wolkenschauspiel aufgelöst. [...]"

Funnelcloud bei Bad Aibling
User-Fotos der Windhose über dem Mangfalltal (rosenheim24.de, 30.05.16)
Trichterwolke: Seltenes Himmelsschauspiel über Kolbermoor (Oberbayerisches Volksblatt, 02.06.16)
Funnelcloud über dem Mangfalltal (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Lonnerstadt (BY)

 29.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 21:45 bis 21:51 Uhr MESZ. Meldung über das Meldeformular: "Beobachtung einer Trichterwolke von Höchstadt a.d. Aisch in Richtung Uehfeld und Lonnerstadt, Trichter durch starke Blitze zu erkennen. Zugbahn ungefähr von Uehfeld West Richtung Lonnerstadt West. Bodenkontakt konnte vom Beobachtungsort nicht bestätigt werden wegen zu vieler Sichthindernisse."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Regenstauf (BY),
Maxhütte-Haidhof (BY)

 29.05.2016 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:28 Uhr MESZ. Tornado richtete größere Schäden in der Siedlung Deglhof an. Aus einer Meldung der Mittelbayerischen Zeitung vom 30.05.2016: "So wütete das Unwetter über Ostbayern - In Maxhütte-Haidhof entging eine Familie mit drei Kindern nur knapp einer Katastrophe. [...] Regensburg.Das volle Ausmaß der Zerstörung zeigt sich erst am Montagmorgen: mit fassungslosen Gesichtern, die Hände vors Gesicht geschlagen stehen Anwohner im Ortsteil Deglhof vor den Trümmern eines Hauses. Ein Tornado hat einer fünfköpfigen Familie aus Maxhütte-Haidhof am Sonntag im wahrsten Sinne des Worte das Dach über dem Kopf geraubt. Der Vater konnte sein zweijähriges Kind erst im letzten Moment aus dem Zimmer im Obergeschoss retten ? Sekunden später riss der extreme Wind zwei riesige Stücke des Daches weg. Gegen 21.30 Uhr schlug "ein zirkulierender Schlauch, vier bis fünf Meter im Durchmesser" eine Schneise der Zerstörung durch die Neubausiedlung. So schilderten mehrere Anwohner der MZ ihre Eindrücke des Unwetters. "Das klang wie ein dröhnender Nonstop-Donner, vielleicht 20 Sekunden lang", erklärte ein anderer Nachbar. Dazu das Geräusch von zersplitterndem Glas und heftigen Aufschlägen ? vermutlich, als riesige Teile das Daches auf die Straße und in einen Garten krachten. "Dann wurde es still, ehe dann starker Platzregen einsetzte." [...] Offenbar unter Schock flüchteten die Eltern mit ihren drei Kindern (2, 4 und 7 Jahre alt) in den Keller des Einfamilienhauses. Dort fanden zu Hilfe geeilte Nachbarn sie und brachten die Familie schließlich in Sicherheit. Mit den Helfern von Feuerwehr und THW holten sie das Wichtigste aus dem völlig beschädigten Haus ? "was noch zu retten war", erzählte eine Nachbarin. Ein Sturzbach ergoss sich da schon aus dem Obergeschoss hinunter, erinnert sie sich. Die Schäden seien sogar an den Wänden im Erdgeschoss sichtbar gewesen. Die Mutter und zwei Kinder kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. "Beim Eintreffen fehlten größere Teile vom Dach", beschrieb THW-Ortsbeauftragter Martin Liebl die Eindrücke seiner rund 30 eingesetzten Kräfte. Der freistehende Kamin musste von den Fachleuten per Kran "kontrolliert umgelegt" werden. "Teile des Gebäudes sind einsturzgefährdet", sagte der erfahrene THW-Mann. Mehr als vier Stunden zogen sich die Arbeiten des Technischen Hilfswerks in Deglhof. Das "in unserer Gegend ein Haus so massiv beschädigt" werde, hätten die Kollegen noch nie gesehen. "In dem Ausmaß kennen wir das nicht." Es war nicht der einzige Einsatz für die Retter ? nahezu jede Feuerwehr in den drei Städten Maxhütte-Haidhof, Burglengenfeld und Teublitz musste in der Nacht ausrücken. Vielerorts blockierten umgestürzte Bäume zahllose Straße und wurden Dächer abgedeckt. Großen Schaden hat auch der FC Maxhütte-Haidhof zu beklagen: Hier riss wohl auch der Tornado die Überdachung der Tribune auf dem Fußballplatz weg. Massive Stahlträger verbogen sich wie Strohhalme, mehrere große Einzelteile flogen bis zu 200 Meter weit weg. Gefordert waren die Ehrenamtlichen auch bei einem Zugunfall. Ein mit mehr als 150 Passagieren besetzter ?Alex? war zwischen Deglhof und Leonberg in einen Baum gefahren. Verletzt wurde dabei jedoch niemand. Der Zugführer war nach eigenen Angaben wegen der Unwetterwarnung mit "etwa 70 Kilometern pro Stunde" unterwegs und erfasste nur die auf seinen Schienen liegende Krone eines massiven Baumes. Dennoch band allein dieser fast dreistündige Einsatz rund 100 Ehrenamtliche von BRK, Johannitern und der Freiwilligen Feuerwehr. [...] Der Schock sitzt bei den Menschen im Maxhütter Ortsteil Deglhof spürbar tief: "Gott sei Dank ist niemand verletzt worden", sagte eine Frau angesichts des Trümmerfeldes nach dem Tornado. "Das war Riesenglück im Unglück für die ganze Familie." Bei der Stadt Maxhütte-Haidhof, wo jede Hand heute mit Aufräumarbeiten beschäftigt ist, will man helfen. Wie zweiter Bürgermeister Franz Brunner der MZ sagte, sei "die Familie erst mal versorgt und bei ihren Nachbarn untergekommen". Man wolle zunächst mit den Betroffenen sprechen. Der Vater sei aber derzeit im Krankenhaus bei seiner Frau und den Kindern." - Die Schäden befanden sich in einer Linie, die von dem stark beschädigten Haus in der Steigerstraße in Richtung Norden bis zum Stadtpark reichten. Außerhalb des am schlimmsten betroffenen Bereiches gab es ebenfalls Schäden, die aber meist nur sporadisch auftraten. Der Fall wurde auf Grund des Schadenbildes und der genauen Augenzeugenberichte bestätigt. Die Stärke wir eventuell noch auf F2 heraufgestuft. Vor Maxhütte schlug der Tornado bereits eine Schneise durch den wald bei Regenstauf.

So wütete das Unwetter über Ostbayern (Mittelbayerische, 30.05.16)
Video: Tornado zerstört ein Haus in Deglhof (Mittelbayerische, 30.05.16)
Schwere Schäden in Maxhütte-Haidhof (Onetz, 31.05.16)
Zum Trauma kommt nun die Existenzangst (Mittelbayerische, 07.06.16)
Windhose knickt 6000 Festmeter Holz um (Mittelbayerische, 25.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Tennenlohe (BY)

 29.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:55 Uhr MESZ. Meldung über das Meldeformular: "Hallo, ich konnte heute um ca. 18:55 auf der A3 kurz vor der Ausfahrt Tennenlohe eine rotierende Funnelcloud beobachten. Zu dieser Zeit begann sich das ganze Anscheind aufzubauen, ich konnte rotierende Wolkenfetzten erkennen die sich immer weiter Richtung Boden entwickelten. Danach verlor ich das ganze aus den Augen, da der Reisebus in von der Autobahn in ein Waldgebiet Abfuhr. Ca 5-10 Minuten später konnten ich und andere Fahrgäste eine gut ausgeprägte Funnelcloud erkennen. Leider wieder nur für einige Sekunden. Bilder konnte ich leider keine machen, da das ganze immer nur kurz zwischen den Bäumen zu sehen war. Bodenkontakt konnte ich nicht erkennen."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
September

Großostheim (BY)

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 19.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:41 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich zwischen Großostheim und Mömlingen. Über Schäden durch den Wirbel ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Großostheim
August

Kissing (BY)

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 14.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 17:32 bis 17:36 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Am Freitag, den 14 August um ca. 17:30 hatte sich mir dieses Bild beim Verlassen meines Hauses geboten. Die Funncloud bildete sich mit dem herannahendem Gewitter aus Südwest. Rotationen waren klar zu erkennen. Aber nach ca. 3min war der ganze Spuk vorbei und die Funnelcloud hatte sich aufgelöst."

Funnelcoud bei Kissing

Geisenfeld (BY)

 08.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 19:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Donaukurier vom 10.08.2015: "Tornado über der Birkenheide - Birkenheide (DK) Glück im Unglück hatten am frühen Samstagabend die Besucher des Biergartens Birkenheide. Ein Tornado entwurzelte mehrere Birken, Biertische wurden zerstört. Schwer verletzt wurde aber niemand. In kürzester Zeit ? es war kurz vor 19 Uhr ? bot sich den sprachlosen und entsetzten Gästen ein Bild der Zerstörung. Riesige Birken lagen im Biergarten, hatten Bierbänke und Biertische angehoben, andere Bäume in Mitleidenshaft gezogen, Lichterketten beschädigt. Eltern packten ihre Kinder unter den Arm und rannten in Deckung. Teresa, eine der Mitarbeiterinnen der Baumschule, erinnert sich haargenau: "Plötzlich kam aus Osten eine große Wolke. Man sah, dass es eine andere Wolke war als sonst. Sie war rot wie Feuer. In Minutenschnelle waren Regen und auch Hagel da." Dann ging alles blitzschnell: "Starker Wind kam auf und innerhalb von einer Sekunde war die erste Birke entwurzelt." Erika Mayer, Seniorchefin der Birkenheide, war zu Hause, sah aber nicht, wie die Bäume fielen. "Birken sind Flachwurzler", erzählt sie. "Zudem ist es total trocken. Es regnet zu wenig. Da haben die Birken keinen richtigen Halt mehr." Amelie Dangel, Wirtin des Biergartens, erzählte gestern von vier Birken, die der Sturm entwurzelt hat. "Es ging alles so schnell. So, als täte sich der Himmel auf. Zuerst hatte es zu regnen angefangen, dann kam der Wirbelsturm. Schneller als sonst ein Gewitter." Dangel sagt, dass sie stets das Wetter im Auge hätten. Vor allem Gewitter, weil die Biergarnituren ja unter Bäumen stünden. "Wir haben an solchen Tagen immer das Wetterradar im Blick." Furchteinflößend war, als der Tornado über dem Weiher wütete: "Das Wasser wurde vier, fünf Meter in die Höhe gesaugt", weiß Dangel. "Der Sturm verschwand so schnell wie er gekommen war." Nach ein paar Minuten, so Teresa, war alles vorbei. Sonnenschirme waren umgeknickt wie auch dünnere Bäume, die gestern noch in den Weiher hingen. Es mutet wie ein Wunder an, dass die umkrachenden Bäume keinen Biergartenbesucher verletzt haben. Ein Mann stürzte nach den Aussagen der Angestellten beim Wegrennen mit seinem Kind und fiel bei der Flucht unter die Überdachung auf den Rücken. Dangel: "Der Rettungssanitäter musste schon kommen." Laut Paul Weber vom Roten Kreuz in Geisenfeld wurde aber niemand ernstlich verletzt. Die Polizei war nicht vor Ort, weil sie nicht alarmiert worden war. Die Feuerwehr Ilmendorf war zwar informiert, wurde aber nicht zu Hilfe gerufen: "Der Pächter hat mir gesagt, dass sie selber aufräumen", so Kommandant Stefan Robin. Am Sonntag lief der Biergartenbetrieb wieder, als wäre nichts gewesen: Dangel: "Wir haben da schnell aufgeräumt.""

Tornado über der Birkenheide (Donaukurier, 10.08.15)
Juli

Leinburg (BY)

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 19.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 17:54 bis 17:58 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Unterhaidelbach aus in Richtung Westen: "Also der genaue Beobachtungsort war zwischen Unterhaidelbach und Weihersberg in der Gemeinde Leinburg (91227). Die Regen-/Gewitterfront zog von Südwest nach Nordost. Ich habe ihn um 17.54 Uhr entdeckt und um 17.58 Uhr hat er sich wieder aufgelöst."

Funnelcloud bei Leinburg

Schweinhütt (BY)

 08.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 01:00 und 01:30 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge: "Von Südwesten zog her eine Gewitterfront durch. Zwischen Schweinhütt und Zwiesel sind auf einer Länge von 3-4 km auf einer Linie gezogen die Bäume komplett abgebrochen, ein Tornado oder sehr starker Downburst war die Ursache. Die Schneise zieht sich über eine Länge von 3-4 km und ist ca. 100m breit."

Tornadoverdacht bei Schweinhütt

Selb (BY)

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 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:25 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in Selb. Aus einer Meldung der Frankenpost vom 09.07.2015: "Tornado fegt über Selb hinweg - Ein heftiges Unwetter sucht den Landkreis heim. In Teilen gehen tischtennisballgroße Hagelkörner nieder. In Selb herrscht die ganze Nacht lang Ausnahmezustand. Selb/Wunsiedel/Thierstein - Die Aufnahmen, die der Selber Tobias Oelsner am Dienstagabend mit seinem Handy gemacht hat, sind größtenteils schwarz. Nur wenn ein Blitz die Szenerie erhellt, sieht man schemenhaft den dunklen Schlauch, der sich aus den Wolken gen Boden windet. In Richtung der Pfaffenleithe in Selb hatte Oelsner gegen 22.50 Uhr sein Handy gerichtet und dabei wohl einen Tornado aufgenommen. "Ich habe aus dem Dachbodenfenster heraus gefilmt. Ganz aufs Dach, das wäre mir zu heikel gewesen", sagt er. "Ich habe nicht einmal mehr das Nachbarhaus gesehen, so stark hat es geregnet und gestürmt." Volker Wünsche, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, hat sich Standbilder des Films angesehen und kommt zu dem Schluss: "Wahrscheinlich war es ein Tornado", sagt er, räumt aber auch ein, dass man sich anhand der vorliegenden Bilder nicht ganz sicher sein kann. Erst am Mittwochvormittag wurde das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich. Wie Streichhölzer hatte der Sturm viele Bäume umgeknickt. In Selb maßen die Meteorologen Windgeschwindigkeiten von bis zu 119 Stundenkilometern. Zwar waren die größten Schäden auf einen schmalen Korridor von der Pfaffenleithe bis zum Christian-Höfer-Ring beschränkt, die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten aber auch in den anderen Teilen von Selb alle Hände voll zu tun. Bis Mittwochnachmittag waren über 90 Feuerwehrleute und etliche Mitarbeiter des Bauhofes mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Immer wieder galt es, herabstürzende Gebäudeteile zu sichern, oder Äste von den Straßen zu entfernen. "Am meisten war der Bereich von der Hartmannstraße bis zum Friedhof betroffen", zog Stadtbrandinspektor Kai Hoffmann am Mittwoch Bilanz. Gegen 22.30 Uhr wurden die Feuerwehrleute alarmiert: Da hatten die Sturmböen bereits nicht nur Mülltonnen, sondern sogar ein Gartenhäuschen auf dem Gelände des örtlichen Baumarkts umgeworfen. Teils waren Straßen blockiert. [...] Besonders schlimm traf es neben Selb auch die Gemeinden Thierstein und Höchstädt. Dort gingen tischtennisballgroße Hagelkörner nieder und sorgten für immense Schäden. Gewächshäuser gingen zu Bruch, Blumenkästen wurden aus ihren Verankerungen gerissen und an den Häusern hinterließ der Hagel ebenfalls seine Spuren. "Mein Rollo sieht aus, als wenn man mit dem Gewehr darauf geschossen hat", sagte ein Thiersteiner nach dem Unwetter." Das angesprochene Video könnte einen Tornado oder auch Fallstreifen bzw. einen eng begrenzten Bereich mit fallendem Niederschlag zeigen. Die Kamerazeit wurde überprüft, das Video wurde bereits um 22:40 Uhr aufgenommen. Ein zweites Video wurde um 22:41 bis 22:42 in Thiersheim mit Blickrichtung Nordosten (Selb) aufgenommen.

Tornadoverdacht in Selb
Verdachtsfall Selb (Skywarn)
Tornado fegt über Selb hinweg (Frankenpost, 09.07.15)
Selb (Lkr. Wunsiedel): Möglicher Tornado am Dienstag! (TV Oberfranken, 09.07.15)
Selb: Tornado hinterlässt Spur der Verwüstung (YouTube)
Möglicher Tornado bei Selb: Zweites Video aufgetaucht (TV Oberfranken, 10.07.15)
Zweites Video aus Thiersheim in Richtung Selb (Facebook)

Unterlauter (BY)

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 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:26 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, Dauer der Beobachtung: etwa 5 Minuten, Zugrichtung: von West nach Ost.

Funnelcoud bei Unterlauter

Ramsthal (BY),
Ebenhausen (BY)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mainpost vom 15.07.2015: "Ramsthal - Abgeknickte Bäume im Wald. Eine Schneise der Verwüstung zog eine Windhose, die am Mittwoch (Anmerkung: Es muss am Dienstag, 07.07. gewesen sein) vor einer Woche in den späten Abendstunden den Wald im Gebiet Altenreichthal durchquerte, wie sich erst jetzt herausstellte. Florian Greubel war zu dieser Zeit als Jäger in diesem Bereich unterwegs und erlebte die ungebändigte Kraft der Natur, bevor er die Flucht ergriff und sich in Sicherheit brachte. Sein Vater, der Vorsitzende der Waldkörperschaft Altenreichthal Erich Greubel, geht von einem Schaden aus, der mindestens bei 300 Festmetern liegen dürfte. Momentan ist er damit beschäftigt die Wege zu räumen und für Sicherheit im betroffenen Bereich zu sorgen. Wanderern wird empfohlen die Gebiete zu meiden und keinesfalls die Wege zu verlassen. Teile des Windbruches müssen nun mit einem Harvester verarbeitet werden. Dies betrifft besonders das Nadelholz. Alte Eichen und Buchen, die entwurzelt wurden, werden dann zu einem späteren Termin aufgearbeitet. Nach Angaben von Greubel lässt sich der Beginn der Schadenschneise an der Kützberger Straße feststellen. Aus dem Altenreichthal zog die Windhose weiter auf die Ebenhäuser Gemarkung. "

Abgeknickte Bäume im Wald (Mainpost, 15.07.15)

Kolitzheim (BY)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Mainfranken24.de vom 06.07.2015: "Mainfranken: Unwetter reißt Bäume um - keine Verletzten - 06.07.15 - 05:14 Uhr: Ein heftiges Unwetter ist am Sonntagabend und in der Nacht über Mainfranken gezogen. Bäume wurden stellenweise umgeweht. Größere Äste fielen auf Straßen und Bahngleise. Dachziegel wurden abgedeckt und beschädigten zum Teil auch Autos. Stellenweise wurden Straßenabschnitte überflutet. Bei Kolitzheim wollen Augenzeugen einen Tornado gesichtet haben. Verletzte gab es laut Polizei nicht. Das Würzburger Kiliani-Volksfest wurde um 23 Uhr geräumt."

Mainfranken: Unwetter reißt Bäume um - keine Verletzten (Mainfranken24.de, 06.07.15)

Haßfurt (BY)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 22:50 und 23:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von inFranken.de vom 06.07.2015: "Unwetter: Schwere Schäden in Haßfurt - Stürme und Gewitter haben in Unterfranken zu Schäden geführt. Besonders schlimm hat es Haßfurt getroffen. Mehrere Dächer wurden abgedeckt, auch die Kirchturmspitze der Stadtpfarrkirche mit dem Wetterhahn ein Opfer des heftigen Windes. Die Feuerwehr vermutet, dass es einen Tornado gegeben hat. Erst Hitze, dann Sturm. Gewitter und Sturmböen haben in Unterfranken zu Schäden geführt. Besonders schlimm hat es Haßfurt erwischt. Hier gehen immer noch neue Berichte von Schäden ein, die Polizei ist seit Sonntag 23.30 Uhr im Dauereinsatz. Bisher habe es über 70 Einsätze in Haßfurt gegeben. Feuerwehren aus dem Umland und das THW unterstützen die Arbeit. Der Schaden werde weit über 100 000 Euro liegen - sei aber noch nicht abschließend bewertbar, sagte Martin Volpert von der Haßfurter Feuerwehr. Allein in der Nacht von Sonntag auf Montag verzeichnete die Haßfurter Polizei 16 registrierte Meldungen. Es handelte sich zum Großteil um umgestürzte Baume, abgerissene Äste und abgedeckte Dächer sowie beschädigte Autos. Etwa die Hälfte der Meldungen betraf die Kreisstadt Haßfurt. Dort waren außerdem durch den Sturm noch verschiedene Zelte und Wohnwägen am Gries beschädigt worden. In der Zeiler Straße könnte es einen Tornado gegeben haben. Das legt zumindest das Schadensbild nahe: Das Dach eines Firmengebäudes wurde 30 bis 40 Meter durch die Gegend geschleudert - mitsamt massiver Stahlträger. Umstehende Bäume wurden umgeknickt. Laut Feuerwehr haben sich Bruchstücke wie Geschosse in eine Hauswand gebohrt. Auch drei Straßenlaternen seien vom Wind einfach umgeknickt worden. Die Windgeschwindigkeiten müssen weit jenseits der 100 km/h gelegen haben, um so ein Schadensbild verursacht zu haben, vermutet Volpert. Auf einem weiteren Firmengelände wurde das 2200 Quadratmeter große Dach einer Lagerhalle abgedeckt. Durch den starken Regen wurde das Innere der Halle schwer beschädigt. Auch die Stadtpfarrkirche auf dem Marktplatz hat es erwischt. Hier war die Kirchturmspitze des Südturms der Stadtpfarrkirche St. Kilian abgebrochen und hing glücklicherweise noch an am Blitzableiterstrang, sodass sie nicht abstürzte. Die Spitze hing mitsamt dem Wetterhahn herunter. Auch in der Haßfurter Promenade putzte der Sturm ordentlich durch: Etliche der schönen alten Bäume hier büßten zum Teil auch starke Äste ein. Auch im weiteren Stadtgebiet knickte es Bäume um oder wurden Dächer abgedeckt wie etwa bei einem Haus in der Hofheimer Straße in Haßfurt. Laut Feuerwehr und Polizei kam es zumindest zu keinen Verletzungen."

Unwetter: Schwere Schäden in Haßfurt (inFranken.de, 06.07.15)
Juni

Altenbuch (BY)

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 27.06.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:28 Uhr MESZ. "Bei Durchzug der tornadischen Superzelle gab es gegen 21:28 mehrere Funnel zwischen Plattling und Straßkirchen." - Foto: Tobias Hartl

Funnelcloud bei Plattling

Hardt (BY)

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 27.06.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab 18:58 bis 19:18 Uhr MESZ. Mehrfache Beobachtung einer möglichen Funnelcloud: "Wir haben die Superzelle von Nürnberg bis Regensburg verfolgt und etwas Verdächtiges im Zeitraffer entdeckt. Dieses Video haben wir gegen 19:00 Uhr bei Hardt (südsöstlich von Parsberg) aufgenommen. Bei Sekunde 5 und 9 sieht man etwas verdächtiges."

Mögliche Funnelcloud bei Hardt
Tornadoverdacht Parsberg 27.06.2015 - 19:00 Uhr (YouTube)

Diespeck (BY),
Dettendorf (BY)

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 27.06.2015 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 15:55 bis ca. 16:04 Uhr MESZ. Markante Funnelcloud, Bodenkontakt von einem Skywarn-Beobachter und weiteren Augenzeugen bestätigt. Der Wirbel hatte nördlich und östlich von Diespeck, im Bereich zwischen Dettendorf und Altenbuch, Bodenkontakt.

Tornado bei Diespeck
Tornado bei Diespeck (Skywarn)
Weitere Fotos des Tornados (WetterOnline)
Tornado bei Neustadt Aisch (YouTube)
Tornado über Mittelfranken (YouTube)

Hankofen (BY)

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 16.06.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:24 bis 12:27 Uhr MESZ. Funnelmeldung im Bereich Hankofen, LK Straubing-Bogen: "Ich hatte heute Mittag um 12:24 bis 12:27 einen Funnel gesichtet. Über Schäden oder Bodenkontakt ist nichts bekannt."

Funnelcloud im Bereich Hankofen

Mödingen (BY)

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 09.06.2015 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Funnelcloud in 89426 Wittislingen, Landkreis Dillingen, in Richtung Nordosten. Über den wahrscheinlichen Bodenkontakt des Wirbels ist derzeit nichts bekannt.

Funnelcloud bei Mödingen

Mattenham bei Vilshofen (BY)

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 09.06.2015 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:45 bis 16:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Funnelcloud im Bereich südwestlich von Vilshofen an der Donau. - Der Fall wurde am 29.12.2015 bei einer Konferenz der Tornado-Arbeitsgruppe diskutiert und als Tornado bestätigt. Ein kontrastverstärktes Foto zeigt den im untersten Bereich breiter werdenden Wirbel praktisch bis zum Boden. Dazu kommt eine Meldung über den beobachteten Bodenkontakt, der im Bereich zwischen Mattenham und Waizenbach stattgefunden haben dürfte.

Funnelcloud bei Mattenham

Bühl am Alpsee (BY)

 06.06.2015 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados über die ESWD: "Auszug aus Augenzeugenbericht: "Verschiedene Zeugenaussagen belegen, dass die Windhose aus Seemitte, am unteren Ende des Sees auftrat und in exakt Nord-Südrichtung über eine Länge von 450 m und ca.20 m breite. Die Sträucher und Bäume wurden teilweise entlaubt, und kleine Äste abgerissen. Ein Kunsthandwerkermarkt mit Pavillons und Zelten mittig getroffen. Von 40 Zelten 9 Zelte die in der Schneise lagen trotz ausreichender Sicherung gehoben und fortgetragen. Zu beobachten war eine dicht über dem Wasser liegende langgezogene Wolke oder Nebel die sich rasch wieder verzog."" (Quelle: ESWD
Mai

Hilpoltstein (BY),
Ohausen bei Freystadt (BY)

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 29.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 17:55 bis 18:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mittelbayerischen vom 01.06.2015: "Windhose wirft einen Lastwagen um - Auf der A9 bei Hilpoltstein erfasste eine Bö einen Sattelschlepper, der eine Böschung hinunterkippte. Schaden: 41000 Euro. Hilpoltstein. Während eine Windhose im Freystadter Ortsteil Ohausen zahlreiche Häuser beschädigt hat, wurde fast zur selben Zeit ein Sattelzug auf der A9 ebenfalls von einer Windhose erfasst. Wie die Polizei am Montag berichtete, ereignete sich kurz vor 18 Uhr ein ähnliches Wetterphänomen zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Allersberg. Ein 38-jähriger Kraftfahrer aus Polen war mit seinem Sattelzug auf der A9 Richtung Berlin untewegs gewesen, als ihn die Windhose erfasste und den Sattelzug nach rechts drückte. Dabei kam er von der Fahrbahn ab, durchbrach die rechte Leitplanke, kippte auf die Beifahrerseite und kam schließlich zirka 20 Meter tief im Böschungsbereich neben der Fahrbahn zum Liegen." Die Entstehung des Tornados wurde gefilmt. Der Tornado zog weiter nach Freystadt-Ohausen, wo etwa 20 Dächer beschädigt wurden und einige Bäume umstürzten. Der Tornado wurde auch hier von mehreren Augenzeugen beobachtet und auch gefilmt.

Tornado in Freystadt-Ohausen
Verdachtsfall Ohausen (Skywarn)
Tornado - Region Hilpoltstein - Freystadt - 29.5.2015 (YouTube)
Windhose wirft einen Lastwagen um (Mittelbayerische, 01.06.15)
Gewitterzelle / Funnel Freystadt (YouTube)
Windhose fegt über Ohausen (neumarktaktuell, 29.05.15)
Windhose fegt über oberpfälzisches Dorf (n-tv, 29.05.15)
Schwere Windhose zieht Schneise der Verwüstung (NonstopNews, 29.05.15)
Radarbild von 18:00 Uhr MESZ (Twitter)
Aufräumarbeiten laufen nach Tornado in der Oberpfalz (Abendzeitung München, 30.05.15)
Unwetter: Oberfränkische Sturmjäger sichten Tornado! (TV Oberfranken, 30.05.15)
Das große Aufräumen (Donaukurier, 31.05.15)
Nach der Windhose in Ohausen (Mittelbayerische, 01.06.15)
Helfer und Gaffer in Ohausen (Mittelbayerische, 01.06.15)
Unterstützung für Tornado-Betroffene? (Mittelbayerische, 01.06.15)
Windhose von Ohausen war ein "F1-Tornado" (nordbayern.de, 02.06.15)
Als der Tornado über Ohausen fegte (BR, 29.05.16)

Bilder und Videos der Schäden:
Galerie: Schwere Windhose zieht Schneise der Verwüstung (NonstopNews, 29.05.15)
Windhose rast über Ohausen bei Freystadt (nordbayern.de, 29.05.15)

Lebenhan (BY)

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 25.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:12 und 20:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Funnelcloud von Bad Neustadt und Reyersdorf aus. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels im Bereich zwischen Lebenhan und Wollbach ist nichts bekannt. Dazu diese Meldung: "97616 Bad Neustadt/Saale, Westliche Außenstadt, Uhrzeit ca. 20.20 Uhr Richtung Nord. Aus einer kleinen Zelle beobachteten wir eine Funnelcloud, die in der gleichen Farbe der Wolke war, plötzlich wuchs daraus ein heller gefärbter rotierender, schlanker, langer "Rüssel", der weiter unten leider durch eine Häuserzeile verdeckt wurde. Wir konnten deshalb einen evtl. Bodenkontakt nicht feststellen. Das Schauspiel hielt nur kurz an, dann bildete sich der "Rüssel" sehr schnell nach oben zurück. Die Funnelcloud bildete sich dann etwas langsamer zurück. Die kleine Zelle zog dann Richtung SSO weiter."

Funnelcloud bei Lebenhan

Stettenhofen (BY),
Affing (BY),
Aichach (BY)

 13.05.2015 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 22:15 bis ca. 22:45 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden gemeldet: "Es wurde eine regelrechte Schneise der Verwüstung quer durch den gesamten Ort gezogen. Die Schneise ist ca. 150 m breit. Die Schäden sind enorm und dürften in die Millionen gehen. Unter anderem Dächer abgedeckt, bei einem Haus wurde der gesamte Dachstuhl in das angrenzende Feld verfrachtet, der Maibaum wurde umgerissen, Dachziegel wurden in einen Wohnwagen gebohrt, es wurden sogar Teile aus massiven Mauern gerissen und umhergeschleudert und Verkehrszeichen mit Metallstangen einfach umgebogen. Ein Augenzeuge berichtete, dass kurz vor zuvor ein starker Hagelschauer niederging, der dann schlagartig stoppte und er dann plötzlich einen enormen Unterdruck verspürte. Bei einem anderen wurden die Fenster von innen hinausgedrückt. Auch gibt es jemanden, der einen Tornado beobachtet haben soll. Das Schadensbild spricht jedoch sehr für einen Tornado." Auch in Affing gab es teils schwere Gebäudeschäden. - Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 13.05.2015: "Schwere Unwetter - 100 Menschen in Stettenhofen evakuiert. Über der Region sind am Mittwochabend schwere Unwetter niedergegangen. In Stettenhofen (Kreis Augsburg) mussten 100 Menschen evakuiert werden. In Augsburg meldet die Polizei zahlreiche umgestürzte Bäume. In Stettenhofen (Landkreis Augsburg) wurde das Dach eines Hauses abgedeckt. Weil es sich um einen größeren Wohnkomplex handelt, mussten etwa 100 Personen evakuiert werden, berichtet die Polizei. "Wir müssen erstmal schauen, wo wir die unterbringen", sagte ein Polizeisprecher gegenüber AZ-Online. In Affing (Landkreis Aichach-Friedberg) wurde ebenfalls ein Haus beschädigt. Personenschäden sind der Polizei aber bislang nicht gemeldet worden. "Der Landkreis Augsburg war offenbar stärker betroffen als die Stadt", sagte ein Polizeisprecher." - Aus einer Meldung des Bayerischen Rundfunks vom 13.05.2015: "Unwetter in der Region Augsburg - "Alles ist durch die Gegend geflogen". Bei dem heftigen Sturm in der Region Augsburg sind am Abend Dutzende Häuser schwer beschädigt worden. Am heftigsten traf es Affing und Stettenhofen. Seit dem Morgen gehen die Aufräumarbeiten weiter. Baufirmen und Handwerker sollen sich melden. Das Unwetter mit golfballgroßen Hagelkörnern hat laut Polizeipräsidium Schwaben Nord zum Teil eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. In Affing (Landkreis Aichach-Friedberg) sind mehr als 30 Häuser, zumeist Einfamilienhäuser, stark beschädigt. Die Böen deckten Dächer ab und rissen Dachstühle mit. Ziegelmauern wurden eingedrückt, Autos demoliert, Bäume stürzten um. Mehrere Häuser sind nicht mehr bewohnbar und mussten geräumt werden. Sieben Menschen wurden leicht verletzt. Ein Großteil der Betroffenen kam bei Verwandten unter, 19 Menschen sind in der Schulturnhalle Affing untergebracht. Sie dient als Notunterkunft und Betreuungsstelle. Nach den schweren Sturmschäden rund um Affing, Anwalting, Gebenhofen und Aichach werden dringend Baufirmen und Handwerker gebraucht, die auch am Feiertag einsatzbereit sind. Das Landratsamt Aichach-Friedberg bittet insbesondere Dachdecker, Glaser, Gebäudereiniger und Abbruchfirmen sowie Betriebe mit Hubsteigern und schwerem Räumgerät sich zu melden. In Stettenhofen im Landkreis Augsburg wurde ein Mehrfamilienhaus so stark beschädigt, dass es einsturzgefährdet ist. Das komplette Dach des Hauses wurde nach Zeugenaussagen von einem Tornado abgedeckt. Das Gebäude, in dem 50 Menschen leben, wurde evakuiert. Die meisten Betroffenen kamen bei Angehörigen unter. 19 Evakuierte wurden zuerst im Pfarrheim von Stettenhofen und anschließend in einer Jugendherberge in Augsburg untergebracht. Die Ortsdurchfahrt von Stettenhofen bleibt heute gesperrt. "Es hat einen Schlag getan. Erst war's Regen, dann Hagel ganz kurz - dann hat' s 'Wusch!' gemacht und alles ist durch die Gegend geflogen. Das war maximal eine Minute." In Aichach deckte der Sturm ein Teil des Dachs der Wittelsbacher Realschule ab. Wegen der Schäden entfällt morgen, Freitag, der Unterricht an der Realschule. Aus Augsburg meldet die Polizei umgestürzte Bäume." - Der Tornado schwächte sich östlich von Affing deutlich ab, erreichte aber noch Aichach hinweg, wo er die genannten Schäden anrichtete.

Übersichten:
Bericht von Daniel Richter (pdf, ca. 7.7 MB)
Tornado in Stettenhofen, Affing (Skywarn)
F3 Tornado in Affing (WZ-Forum)
13.05.2015 Eine Schneise der Verwüstung Nördlich Augsburg (My Bolg "Markus3134" Wetter und Unwetter)

Bilder und Videos der Schäden:
Die Schäden belaufen sich allein im Landkreis Aichach-Friedberg auf mindestens 40 Millionen Euro.
Schäden in und um Aichach
Tornado über Augsburg: Luftbilder zeigen Verwüstung von Gebenhofen Affing (YouTube)
13.05.2015 Enorme Tornadoschäden Stettenhofen (YouTube)
Fotos: Tornado richtet im Kreis Aichach-Friedberg Verwüstungen an (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Fotos: Tornado in Aichach (Aichacher Zeitung, 14.05.15)

Meldungen:
Schwere Unwetter - 100 Menschen in Stettenhofen evakuiert (Augsburger Allgemeine, 13.05.15)
Unwetter in der Region Augsburg (BR, 13.05.15)
Unwetter wütet im Landkreis (Landkreis Augsburg, 13.05.15)
Unwetter hinterlässt Verwüstung: Haus evakuiert und sieben Verletzte (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Nach dem Tornado stehen Anwohner vor den Ruinen ihrer Häuser (Augsburger Allgemeine, 14.05.15)
Die Spur des Tornados (Süddeutsche Zeitung, 14.05.15)
Tornado wütet in Bayern (n-tv, 14.05.15)
Schock nach Tornado in Bayern sitzt tief (nordbayern.de, 15.05.15)
Tornado-Opfern droht die Obdachlosigkeit (Augsburger Allgemeine, 16.05.15)
Hilfe für Tornadoopfer auf breiter Front (Augsburger Allgemeine, 24.05.15)

Regnitzlosau (BY)

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 12.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:40 und 20:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich östlich von Hof: "Anschließend wurde es allgemein sehr dunkel, die Aufnahme entstand um 20:44. Standort Trogen (Landkreis Hof), Richtung Südost." Die Trichterwolke reichte maximal bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden hinab.

Funnelcloud bei Regnitzlosau

Winzer (BY)

 09.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ, Dauer etwa 1 Minute. Beobachtung einer Funnelcloud südöstlich von Deggendorf, genauer von Schöllnach aus in Richtung Osterhofen.

Foto der Funnelcloud (Facebook)
Oktober

Baar-Ebenhausen (BY)

 21.10.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 21 und 21:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Donaukurier vom 22.10.2014: "Baar-Ebenhausen (mms) Der Sturm in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat auch in Baar-Ebenhausen seine Spuren hinterlassen. Wie Bürgermeister Ludwig Wayand berichtet, meldete die örtliche Feuerwehr zehn Schäden, zumeist abgerissene Äste und umgestürzte Bäume. Eine Windhose, erzählt Wayand, habe sich ihren Weg von West nach Ost durch den südlichen Gemeindebereich gebahnt. Auf seinem Weg kam dem Sturm auch der Maibaum in die Quere. Dieser hielt dem Wind nicht stand und brach zweimal. Ein Teil fiel dabei Dienstagnacht zwischen 21 und 22 Uhr auf das alte Rathaus. Das Baumstück stürzte auf ein Fenster, das nicht nur zu Bruch ging, sondern auch aus der Verankerung gerissen wurde. Auch die Mauer wurde beschädigt. [...]"

Maibaum bricht entzwei (Donaukurier, 22.10.14)

Geldersheim (BY)

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 01.10.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 15:10 bis 15:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Schweinfurt aus in Richtung Westen und von Rothmühle aus in Richtung Norden. Zeitweise reichte die Funnelcloud - also der sichtbare Teil des Wirbels - bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden hinab.

Funnelcloud bei Geldersheim
September

Amerdingen (BY)

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 11.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:12 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud von Wittislingen aus in Richtung Nordnordost.

Funnelcloud bei Amerdingen

Böbing (BY)

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 10.09.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: 16:05 bis 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Funnelcloud, sie wurde vom Hohenpeißenberg aus in Richtung Süden beobachtet: "Am 10.09.2014 konnten ich und weitere Mitarbeiter vom Meteorologischen Observatorium zwischen 16:05 Uhr und 16:30 Uhr südlich von Hohenpeißenberg einen schwachen Tornado beobachten. Die rotierende Wolke befand sich zwischen Böbing und der Ammerschlucht. Kurzeitig war sehr wahrscheinlich auch ein Bodenkontakt zu erkennen. Berichte über Schäden sind keine bekannt." Bilder der Webcam auf dem Hohenpeißenberg zeigen, dass die Funnelcloud um 16:10 Uhr offenbar bis zum Boden hinabreichte. Damit gilt der Tornado mit unbekannter Stärke als bestätigt. - Foto: Johann Siemens

Tornadoverdacht bei Böbing
Möglicher Tornado am Hohenpeißenberg (Facebook)
Möglicher Tornado Hohenpeißenberg - 10.9.2014 (YouTube)
August

Hohendilching bei Holzkirchen (BY)

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 30.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud von Feldkirchen aus in Richtung Westen und von Bad Aibling aus: "Ich habe den Funnel von Bad Aibling aus für etwa 4 Minuten beobachten können. Er reichte, die Distanz zwischen Wolkenuntergrenze und Erdboden als Referenz genommen, ca. 30 % herab. Von Bad Aibling (ca. 15 km entfernt) aus war dieser Funnel sehr gut sichtbar, da sowohl hinter als auch vor der CU kaum weitere Bewölkung vorhanden war. In Bad Aibling selbst hat es dann für einen 3-minütigen Regenschauer gereicht."

30.8.2014/Feldkirchen/Funnelsichtung (Stormchaser Europe)
30.8.Überraschungsfunnel (WZ-Forum)

Nordheim am Main (BY)

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 19.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 11:04 bis 11:08 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Sommerach aus in Richtung Nordwesten bis Norden.

Funnelcloud bei Nordheim

Bergen (Mittelfranken) (BY)

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 02.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud vom Gelände des "Playground Open Air" nahe Nennslingen in Richtung Nordwesten bis Norden.

Funnelcloud bei Bergen
Juli

Unterbrücklein (BY)

 27.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 17 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Frankenpost vom 28.07.2014: "Kurz nach 17 Uhr knickte eine Windhose gleich Dutzende von Bäumen Bäume entlang der B 85 bei Unterbrücklein wie Strohhalme. Etliche Stämme waren auch auf die Bundesstraße gestürzt und hatten für kurze Zeit den gesamten Verkehr blockiert. Die Feuerwehr machte die Fahrbahn wieder frei. Rund eine Stunde lang war die B 85 nur einspurig befahrbar."

Verdachtsfall Unterbrücklein (Skywarn)
Großeinsatz für alle Helfer (Frankenpost, 28.07.14)

Bergen (Mittelfranken) (BY)

 20.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Markantes Sturmereignis bei Weißenburg: "Bei uns gab es am Sonntag, den 20.7 gegen 17 Uhr ein heftiges Gewitter. Merkmale des Gewitters waren starker Wind, heftiger Niederschlag (5 Meter Sicht, dann "Wasserwand/Grauschleier") und Hagel (1-2cm Durchmesser). Auch drehte der Wind während des Sturms 1-2 mal abrupt (Wind plötzlich aus Gegenrichtung, 1 Min. später wieder wie vorher). Nördlich der Ortschaft wurden große Forstschäden entdeckt, auch innerorts wurde ein Dach teilweise abgedeckt und Bäume gefällt."

Verdachtsfall Bergen (Skywarn)
Sturm hinterließ reichlich Waldschäden (nordbayern.de, 23.07.14)
Sturm in Bergen (Forstbetriebsgemeinschaft Franken-Süd, 27.07.14)
Luftaufnahmen der Schäden (Facebook)

Kauerndorf (BY)

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 11.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Möglicher Tornado an einer Böenfront, beobachtet vom Ort See in Richtung Kauerndorf: Hier ergeben sich zwei Möglichkeiten: Ein "Zacken" einer Böenfront hing recht weit hinab und zufällig verbanden sich aufsteigende Wolkenfetzen durch die Perspektive scheinbar mit diesem Zacken. Das wäre dann eine Art Fakenado. Oder ein Gustnado geriet in den Aufwindbereich an der Böenfront und nahm Verbindung mit dieser auf. Kurzzeitig wurde daraus ein schwacher Tornado.

11.07.2014 Shelfcloud, Böenkragen & Funnelclouds (Stormchaser Brandenburg)
Video: Tornadoverdacht 11.07.2014 See bei Kulmbach (YouTube)

Weiding (BY)

 07.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:15 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose mit Schäden (abgedeckte Dächer). Aus einer Meldung der Mittelbayerischen Zeitung vom 08.07.2014: "Am heftigsten aber erwischte es Weiding, in dem nach einer ersten Begutachtung am gestrigen Vormittag ?wohl kein Haus davon gekommen? sei. Kreisbrandmeister Anton Bierl schätzte den Schaden auf einen ?mehrfach zweistelligen Millionenbetrag?. Die Summe erklärte sich schnell, als die Firma Rädlinger ihre Schadensschätzung abgab. Ein umgestürzter 100-Tonnen-Kran begrub drei Lastwagen unter sich, die Südwestfassade des Firmengebäudes und das Dach wurden komplett zerstört."

Verdachtsfall Weiding (Skywarn)
Schadensfotos bei Weiding
Unwetter: Schaden geht in die Millionen (Mittelbayerische Zeitung, 08.07.14)
Juni
Mai

Moosfürth (BY)

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 27.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:55 Uhr MESZ, Dauer: ca. 4-5 Minuten ab Beobachtungsbeginn. Beobachtung einer lang gestreckten, teils horizontal verlaufenden Funnelcloud in der Nähe von Moosfürth, östlich von Wallersdorf, Landkreis Dingolfing-Landau in Niederbayern.

Funnelcloud bei Moosfürth
April

Aubstadt (BY)

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 29.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 18:20 bis 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud von Aubstadt aus in Richtung Osten. Aus einer Meldung der Mainpost vom 29.04.2014: "Eine außergewöhnliche Wetterbeobachtung machte am Montag um 18.23 Uhr Barbara Elsner in Aubstadt. Als sie auf ihrem Balkon stand, näherte sich aus östlicher Richtung eine Windhose. Etwa fünf Minuten lang war sie am Himmel zu sehen, bevor der Tornado wieder in sich zusammenfiel."

Funnelcloud bei Aubstadt
Windhose von Ost (Mainpost, 29.04.14)

Haar bei München (BY)

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 22.04.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 15:52 bis 16:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten und sehr weit hinab reichenden Funnelcloud im Südosten von München, von Bodenkontakt des Wirbels ist auszugehen. Der Fall wurde bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland als Tornado bestätigt.

Funnelcloud bei München-Haar
Verdachtsfall Haar, Vaterstetten (Skywarn)
22.4.2014 Tornadoverdacht bei Zorneding (WZ-Forum)
2014-04-22: Gewitter mit Funnel (Die Wettercommunity)
Weitere Fotos der Funnelcloud (Facebook)
März
September

Burgkunstadt (BY)

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 13.09.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:03 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud im Bereich einer Schauerzelle. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen. Im Video ist kurzzeitig ein Trombenfuß zu erkennen, auch zeigt sich für kurze Zeit ein "Multivortx-Tornado", also mehr als ein Teilwirbel.

Funnel in Burgkunstadt am 13 September 2013 (YouTube)
Funnelcloud bei Burgkunstadt

Dießen am Ammersee (BY)

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 01.09.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ, Dauer: 5-10 Minuten. Beobachtung eines schwachen Tornados am Westufer des Ammersees. Fotos und Videos liegen vor. Der Wirbel reichte sichtbar von der Wolkenbasis bis auf den Boden, schwache Rotation wurde beobachtet. Über Schäden ist nichts bekannt. Die Aufnahmen entstanden beim Segeln auf dem Ammersee ? das Phänomen haben auch die Segler am Westufer beobachtet, es handelt sich dabei um die Gegend zwischen Dießen und Holzhausen.

Tornado am Ammersee
August

Bad Königshofen (BY)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Mainpost vom 07.08.2013: "Schäden halten sich in Grenzen - Die Schäden, die der heftige Sturm am späten Dienstagnachmittag in Bad Königshofen angerichtet hatte, halten sich nach Worten des stellvertretenden Bauhofleiters Alois Kuhn in Grenzen. Kuhn erklärte, dass im Stadtgebiet allerdings viele Zweige und Äste von Bäumen abgeknickt wurden, die von Straßen und Gehwegen entfernt werden mussten. Infolge einer Windhose brach an einer mächtigen, unmittelbar neben dem Kneuerskeller in der Nähe der Herbstädter Straße stehenden Esche ein dicker Ast ab und beschädigte die Ziegeleinfassung der Kelleraußenwand. Im Bereich der Frankentherme wurde ein großes Wahlplakat aus seiner Verankerung gerissen und demoliert. Am Bad Königshöfer Rathaus musste die Feuerwehr Dachziegeln ersetzen."

Schäden halten sich in Grenzen (Mainpost, 07.08.13)
Juli

Edelsfeld (BY),
Königstein (BY),
Freihung (BY)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Oberpfalznetz vom 29.07.2013: "Amberg-Sulzbach. (ll) Es war nur ein ganz schmaler Streifen, wenige Kilometer breit nach der Einschätzung von Kreisbrandrat Fredi Weiß, aber das Unwetter, das dort am Sonntagnacht durch den Landkreis zog, hatte es in sich: Die Windhose, die manche Feuerwehrleute an einen Tornado erinnerte, wie man ihn aus den USA kennt, knickte ausgewachsene Bäume wie Streichhölzer, warf sie in Stromleitungen, wo sie Feuer fingen, und deckte ganze Dächer ab." - Der Bericht eines Anwohners: "Das war kein gewöhnlicher Sturm mehr. Die Wucht war unbeschreiblich, dauerte nur wenige Minuten. Dabei war ein brummender Ton zu hören. Beschädigungen an Dächern, Gewächshäusern, gesunden kräftigen Bäumen. Bei mir hat es einen Birnbaum mit ca. 1m Stammumfang so stark bewegt, dass das Erdreich um ca. 2 cm rundherum weggedrückt wurde und mehrere Risse im Boden zu erkennen sind. Eine geschlossene Tür wurde aufgedrückt, nachdem die Türfalle aus dem Türstock herausgerissen wurde. Ziegel aus einer neuen intakten Dachdeckung ( Falzziegel versetzt verlegt ) wurden aus meiner Dachfläche herausgerissen. Im näheren Umkreis von Mönlas wurde praktisch jedes Dach beschädigt und zahlreiche Bäume entwurzelt oder abgeknickt. Die Schneise der Verwüstung ist seitlich begrenzt und zieht sich von südwestlicher in nordöstlicher Richtung. Starke Schäden habe ich gestern bis etwa Ortschaft Vilseck gesehen." Auch in anderen Teilen der Oberpfalz gab es schwere Unwetter, u.a. in Kaltenbrunn, wo eine Scheune einstürzte.

Vermutlich Tornado in der nördlichen Oberpfalz (WZ-Forum)
Mit der Gewalt eines Tornados (Oberpfalznetz, 29.07.13)
Oberpfalz: Unwetter beanspruchte vor allem Hilfe der Feuerwehren (Oberpfalz TV, 29.07.13)
Wie ein Tornado (Oberpfalznetz, 30.07.13)
Sturmschäden werden jetzt erst sichtbar (BR Online, 01.08.13)

Geisenhausen (BY)

 04.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud, mehr folgt.
Juni

Bernried (BY)

 24.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud bei Bernried über dem Starnberger See. Ob es Kontakt zur Wasseroberfläche gab, ist nicht bekannt.

Neuweiler (BY)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 25.06.2013: "Unwetter hat bei Neuweiler ganze Arbeit geleistet. - Buttenwiesen/Neuweiler. Es sieht aus, als wäre hier ein Ufo gelandet. Wie Zündhölzer stehen im Wald bei Neuweiler die abgeknickten, zersplitterten Fichtenstämme, reihenweise liegen Bäume am Boden, das Wurzelwerk ragt in die Luft. Das Astwerk einer alten Eiche ragt unter Gestrüpp hervor aus einem Wirrwarr von dem, was Gewitter und Sturm am vergangenen Donnerstag vom Wald übrig gelassen haben. ?Das war ein kleiner Tornado?, verschafft sich Johann Stuhlenmiller, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen einen Überblick über die Situation und schaut, ebenso wie Waldbesitzer Johann Müller, betreten auf die Schneise der Zerstörung, die das Wetter geschlagen hat. Das Schadens-Areal ist nicht groß, eher ein Rund, das die Windhose verwirbelt hat."

Die Zukunft gehört der Tanne (Augsburger Allgemeine, 25.06.13)

Neusäß (BY)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: zwischen 17:45 und 18:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 22.06.2013: "[...] Auf seine jahrzehntelange Erfahrung dagegen schon. ?Aus meiner Sicht war das mindestens Windstärke zwölf?, sagt Hager. Das heißt, der Sturm peitschte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometer durch Neusäß. ?Das war ein Mini-Tornado.? Zwar habe niemand ein Foto des charakteristischen Rüssels gemacht. ?Aber die Knickspuren an den Bäumen deuten darauf hin, dass eine Drehbewegung da war.?[...]" - Anmerkung: Windstärke 12 kann auch leicht in einer Gewitterböe erreicht werden. "Abgedrehte" Bäume sind kein eindeutiges Tornadoindiz, da kaum ein Baum symmetrisch wächst und auch durch eine geradlinige Böe beim Fallen allzu leicht verdreht werden kann. Zudem gibt es keine "Mini-Tornados". Dieser von Medien geschaffene Begriff aollte mal zeigen, dass Tornados in Deutschland nicht so stark sind wie in den USA, was aber nicht stimmt. Die Schäden in diesem Fall sind großflächig über den Westen Augsburgs verteilt und die Bäume sind alle in Richtung Norden gefallen, auch nach Aussage weiterer Anwohner ist von einem Downburst (Gewitterfallböe) und nicht von einem Tornado auszugehen.

Unwetter und verwüsten die Region Augsburg, Neusäß, Hirblingen (Markus Brunninger)
Mini-Tornado trifft Wetterexperten (Augsburger Allgemeine, 22.06.13)
Bildergalerie (Nachrichten aus Neusäß und der Region)

Petershausen (BY)

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 11.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ, Dauer ca. 1 Minute. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud bei Petershausen, nördlich von München.

Funnelcloud bei Petershausen
Mai

Tann (BY)

bild
 20.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Wurmannsquick-Edstall aus in Richtung Südosten. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 22.05.2013: "Da staunte Hans Meier nicht schlecht, als er am Pfingstmontag gegen 16.30 Uhr sein Modellflugzeug direkt vor seinem Bauernhof in Edstall fliegen ließ. Aus einer dicken Gewitterwolke über Tann sah der Landwirt plötzlich einen bedrohlichen, wirbelnden Rüssel in Richtung Boden wachsen. "So etwas hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Ich hab gleich gedacht, das ist ein kleiner Tornado", erzählt der 59-Jährige. Seine Frau Maria hat das Phänomen mit der Kamera festgehalten." Der Wirbel war maximal noch etwa um die Hälfte länger als auf den Fotos.

Funnelcloud bei Tann
Wirbel am Gewitterhimmel (Passauer Neue Presse, 22.05.13)
Februar

Weisendorf (BY)

 05.02.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von inFranken.de vom 05.02.2013: ""Ich stand am Fenster, sah, wie sich unser Geräteschuppen zur Seite neigte und lief nach unten. Als ich vor meiner Haustür stand, wurde der Geräteschuppen von einer Windhose gepackt und gute drei Meter hoch durch die Luft gewirbelt" schilderte Michael Förster den Vorfall. Doch nicht nur der Geräteschuppen, auch der Gartenzaun wurden in Mitleidenschaft gezogen. Durch den starken Wind stürzte Försters Ehefrau, die zwischenzeitlich auch vor dem Haus war. Sie verletzte sich leicht am Zaun, auf den sie gefallen war. Der Schaden am Geräteschuppen und am Zaun beläuft sich bei Familie Förster auf etwa 600 bis 700 Euro. Auch beim Nachbarn gab es einen Schaden zu vermelden. Hier wurde das Gewächshaus von der Windhose erfasst und blieb ebenso wie der Geräteschuppen im angrenzenden Acker liegen. Nach Auskunft der Polizei Herzogenaurach waren bis zum Nachmittag keine weiteren Schäden durch die Windhose bekannt."

Verdachtsfall Weisendorf (Skywarn)
05.02.13, Weisendorf (Lkr. Erlangen-Höchstadt) (Stormchaser-Europe-Forum)
Windhose hinterlässt Chaos in Weisendorf (inFranken.de, 05.02.13)
Weisendorf: Wind wirbelt Gartenhütte und Gewächshaus durch die Luft (nordbayern.de, 05.02.13)
Oktober

Starnberg (BY)
[Region: Starnberger See]

 29.10.2012 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 07:30 und 08:00 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornado und einer Funnelcloud: "[...] Etwa eine halbe Stunde danach gab es am Starnberger See eine weitere Wasserhose und eine Funnelcloud zu beobachten. Bei Tutzing hing - wie zuvor schon am Ammersee - eine tiefbasige und dunkle Haufenwolkenbank über dem noch 13 Grad warmen See. Am Steg bei Tutzing zeigte sich kurz darauf ein rotierender Wolkentrichter unter der Wolkenbasis. Am See war auf der Wasseroberfläche auskondensierter Wasserdampf zu sehen, der auch sichtlich rotierte. Zwischen dem Trichter und der Wasseroberfläche war zeitweise hauchzart eine Verbindung zu sehen. Über der Wasseroberfläche war der Wirbel dann noch für kurze Zeit zu erkennen, obwohl sich an der Wolkenbasis der Trichter schon wieder aufgelöst hatte. Danach gab es noch eine Funnelcloud über dem Starnberger See zu beobachten." (Quelle: Walter Stieglmair)

Wasserhosen und mehrere Funnelclouds am 29.10.2012 (Walter Stieglmair)
29.10.2012 - Wasserhosen und Funnels Ammersee / Starnberger See (WZ-Forum)
29.10.2012 (Teil 2) - Funnelparade am Ammersee (WZ-Forum)

Dießen am Ammersee (BY)
[Region: Ammersee ]

bild
 29.10.2012 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 07:30 und 08:30 Uhr MESZ. Beobachtung von 2 Tornados und mehreren Funnelclouds: "Am Morgen des 29.10.2012 zwischen 7:00 Uhr und 7:30 Uhr gab es am Ammersee zwei Wasserhosen und mehrere Funnelclouds zu beobachten. Über dem 11 Grad Celsius warmen Ammersee hing bei leichtem Frost eine tiefbasige und turbulente Haufenwolkenbank. Über dem See gab es dann zwei Wasserhosen und dazwischen mehrere Funnelclouds zu sehen. Die beiden Wasserhosen hatten jeweils eine Lebensdauer von ca. einer Minute. Es war auch jeweils gut der Kontakt zur Wasseroberfläche zu erkennen, obwohl die Lichtverhältnisse bei der Morgendämmerung noch nicht so gut waren." (Quelle: Walter Stieglmair)

Wasserhosen und mehrere Funnelclouds am 29.10.2012 (Walter Stieglmair)
29.10.2012 - Wasserhosen und Funnels Ammersee / Starnberger See (WZ-Forum)
29.10.2012 (Teil 2) - Funnelparade am Ammersee (WZ-Forum)

Dießen am Ammersee (BY)
[Region: Ammerssee]

bild
 29.10.2012 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 07:30 und 08:30 Uhr MESZ. Beobachtung von 2 Tornados und mehreren Funnelclouds: "Am Morgen des 29.10.2012 zwischen 7:00 Uhr und 7:30 Uhr gab es am Ammersee zwei Wasserhosen und mehrere Funnelclouds zu beobachten. Über dem 11 Grad Celsius warmen Ammersee hing bei leichtem Frost eine tiefbasige und turbulente Haufenwolkenbank. Über dem See gab es dann zwei Wasserhosen und dazwischen mehrere Funnelclouds zu sehen. Die beiden Wasserhosen hatten jeweils eine Lebensdauer von ca. einer Minute. Es war auch jeweils gut der Kontakt zur Wasseroberfläche zu erkennen, obwohl die Lichtverhältnisse bei der Morgendämmerung noch nicht so gut waren." (Quelle: Walter Stieglmair)

Wasserhosen und mehrere Funnelclouds am 29.10.2012 (Walter Stieglmair)
29.10.2012 - Wasserhosen und Funnels Ammersee / Starnberger See (WZ-Forum)
29.10.2012 (Teil 2) - Funnelparade am Ammersee (WZ-Forum)
September

Starnberg (BY)
[Region: Starnberger See]

 01.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 07:30 und 08:30 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt: "Am Morgen des 01.09.2012 gab es bei Tutzing am Westufer des noch 21°C warmen Starnberger Sees bei kühlen 9°C Lufttemperatur für ca. 2 Minuten einen weit herabreichenden Trichter über dem See zu beobachten. Es war auch gut die Wolkenrotation um die Trichterwolke zu erkennen. Anschliessend war noch für ca. eine Minute eine dünne Funnelcloud erkennbar. Danach gab es weiterhin sich stationär regenerierend, tiefbasige und turbulente Wolken über dem See, bevor wieder leichter Regen einsetzte. Zum Vergrößern der Bilder einfach auf die Bildvorschau klicken." (Quelle: Walter Stieglmair)

Funnelcloud am Starnberger See am 01.09.2012 (Walter Stieglmair)
01.09.2012 - Beinahe-Wasserhose am Starnberger See (WZ-Forum)
Verdachtsfall Tutzing (Skywarn)
Juli

Büttelbronn (BY)

 28.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:45 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch einen zertifizierten Skywarn-Beobachter. Die Funnelcloud zog von West nach Ost. Beobachtungsort: Zwischen Langenaltheim und Büttelbronn. Näheres ist nicht bekannt.

Memmingerberg (BY)

 05.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 20:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Locally vom 06.07.2012: "Am Donnerstag Abend sorgten Unwetter für schwere Schäden in Schwaben. Am Allgäu Airport strandeten ca. 200 Passagiere, nachdem alle Flüge durch die Flugsicherung gestrichen wurden. Am Verwaltungsgebäude sorgte eine Windhose für starke Beschädigungen. Verletzt wurde niemand. BRK, Malteser, Johanniter, Feuerwehr und das THW betreuten die ganze Nacht hindurch die Passagiere welche am Airport übernachten müssen. Als um kurz nach 20.30 Uhr eine Gewitterfront über Schwaben jagdte, wussten die knapp 200 Passagiere zweier Flüge nach Porto und Faro noch nicht, dass sie länger als ursprünglich geplant auf ihren Start in den Urlaub warten müssen. Minuten später erfasste eine Windhose, nur wenige hundert Meter vom Terminal entfernt, das Dach des Verwaltungsgebäudes und Deckte diese bis zur Hälfte ab. Teile des Daches begruben mehrere geparkte Autos unter sich. Aufgrund des Sturmes stellte die Flugsicherung den Flugverkehr von und nach Memmingen und Lindau ein. [...]"

Memmingerberg: 200 Passagiere stranden nach Unwetter am Flughafen (Locally, 06.07.12)
Juni

Knetzgau (BY)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 23:00 Uhr MESZ. Schäden innerhalb eines eng begrenzten Bereiches gemeldet.

Nordhalben (BY)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 23 und 00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen Presse Coburg vom 06.07.2012: "Nordhalben - In einem der Waldgrundstücke von Michael Wunder am "Buckenberg" bei Nordhalben sieht es aus wie nach einem Bombeneinschlag. Bäume liegen kreuz und quer, einige drei Meter hohe, abgesplitterte Stümpfe stehen noch und der Rest des Bestandes biegt sich wie die Trauerweiden. Als Michael Wunder am Tag nach dem Sturm seine Grundstücke abfuhr, hat er nicht schlecht gestaunt. "Bei meinen anderen Wäldern gab es wenige Schäden, nur im Randbereich eines Grundstücks hat es einige Bäume erwischt", sagt Wunder. "Aber als ich hierhergekommen bin, habe ich mir gedacht: So eine Katastrophe." [...] Einen solchen Sturm im Sommer hat der Waldbesitzer noch nicht erlebt. "Das ist schon außergewöhnlich", sagt er und auch die Tatsache, dass sich der Schaden auf sein Grundstück beschränkte, wundert ihn: "Am ganzen Buckenberg gab es nicht so viele Schäden wie hier." [...] Michael Wunder vermutet, dass es sich um eine Windhose gehandelt hat, die Schäden verursacht hat. Dies könnte das punktuelle Auftreten erklären. Nach den nun anstehenden Aufräumarbeiten werden an der Stelle wahrscheinlich wenig Bäume übrig bleiben. "Ein Drittel des Bestandes ist gebrochen und fast der ganze Rest sind Bogenlampen, so Michael Wunder. [...]"

Verdachtsfall Nordhalben (Skywarn)
Windhose verwüstet Privatwald (Neue Presse Coburg, 06.07.12)

Wertingen (BY)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 21 und 22 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeine vom 01.07.2012: "Relativ glimpflich davongekommen sind die Zusamstadt Wertingen und deren unmittelbare Umgebung bei dem Unwetter am Samstagabend. 19 Einsätze hatte die Feuerwehr dennoch zu bewerkstelligen. So hatte in der Sudetenstraße eine Windhose eine Birke abgerissen und auf die Terrasse ?fliegen? lassen."

Baum erschlägt Frau im fahrenden Auto (Augsburger Allgemeine, 01.07.12)

Geiselwind (BY)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Kleinräumiges Sturmereignis im Freizeitpark Geiselwind. Aus einer Meldung von infranken.de vom 04.07.2012: "Stunden vor dem Gewitter am Wochenende fegte ein Tornado durch das Freizeit-Land Geiselwind. Nach vier Tagen Aufräumarbeiten öffnet der Park heute wieder für Besucher. [...] "Gegen 19 Uhr fuhr aus heiterem Himmel eine Windhose im Zickzack durch den Park und machte innerhalb von ein paar Minuten alles nieder, was ihr in den Weg kam", berichtet Geschäftsführer Mensinger. Verletzt wurden dabei glücklicherweise weder Menschen noch Tiere, dem Freizeitpark entstand aber ein immenser Schaden. "Es waren zum Glück keine Besucher mehr im Park, das wäre sehr gefährlich gewesen. Aber einige Arbeiter waren noch da, die aufgeräumt haben." Diese Männer waren geschockt von der unglaublichen Gewalt der Windhose und informierten sofort ihren Chef, der noch am Abend eine Krisensitzung einberief. "Es war klar, dass wir am Sonntag nicht würden aufmachen können, dafür war einfach zu viel kaputt." Ein richtiger kleiner Tornado sei es gewesen, der um die 30 große Bäume - zum Teil mit 40 Zentimeter Durchmesser - entwurzelt und abgeknickt hat. Er zerlegte einige Sitzgruppen, zerriss Zäune und warf das Führerhäuschen der Schwanenboote um. [...]" Nach den bisherigen Erkenntnissen und auch nach Beschreibungen von Stormchasern, die auf der nahen Autobahn A3 unterwegs waren, ist ein Tornado unwahrscheinlich.

Tornado wütet im Freizeit-Land Geiselwind (Parkscout, 01.07.12)
Tornado: Freizeitpark geschlossen (T-Online, 03.07.12)
Tornado richtet 100.000 Euro Schaden an (infranken.de, 04.07.12)

Fischbach (BY)

 27.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. Dazu ein Augenzeuge: "Vor ca. 20 Minuten habe ich gesehen, wie sich ein Rüssel in der Nähe von Fischbach aus den Wolken Richtung Erde aufbaute, der sich aber schätzungsweise noch ca. 200 - 300 Meter über Boden wieder langsam auflöste. Die ungefähren Daten sind: 49 Grad 24 Minuten Nord, 11 Grad 12 Minuten Ost (Nähe Fischbach bei Nürnberg). Der Durchmesser des Rüssels betrug schätzungsweise 100 bis 150 Meter (auf diese Entfernung schwer zu schätzen). Wolkenhöhe geschätzt ca. 800 bis 1200 Meter."

Riederau (BY)

 20.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:18 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 21.06.2012: "Am Mittwoch ist wie berichtet ein Unwetter über den Landkreis hinweggefegt, welches in den meisten Orten nur wolkenbruchartige Regenfälle brachte. Hier am Oberen Forst in Riederau wirbelte jedoch eine Windhose durch den Wald und ließ hohe Fichten wie Streichhölzer brechen. Förster Alwin Rammo schätzt, dass die Windgeschwindigkeit bei bis zu 150 Stundenkilometer lag, da Bäume auch in der Mitte abgerissen wurden. Es habe auch ganz normalen Windwurf gegeben. Da die Richtung, in der die Bäume fielen sehr unterschiedlich war, geht der Forstmann von einer Windhose aus. Der Sturm erschreckte nicht nur die Riederauer, sondern ließ auch noch einen Teil der Dießener im Dunkeln sitzen. Um 16.18 Uhr fiel der Strom aus und erst um 20.42 Uhr war die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt, wie Pressesprecher Peter Wendler von Eon Bayern erläutert. Die meisten hätten wieder ab 18.41 Uhr Strom gehabt. Es seien mehrere Bäume in die Mittelspannungs-Freileitung, das heißt die 20000-Volt-Leitung, gefallen. 21 Trafostationen seien betroffen gewesen." Die festgestellten unterschiedlichen Fallrichtungen sprechen für einen Tornado.

Verdachtsfall Riederau (Skywarn)
Windhose fällt 500 Festmeter (Augsburger Allgemeine, 21.06.12)

Rugendorf (BY)

bild
 16.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:25 Uhr MESZ. Mögliche Funnelcloud: "Ich stand ca. 6km NO von Kulmbach / 2km WSW von Stadtsteinach. Blickrichtung war ziemlich genau Nord. Die Entfernung zum mögl. Funnel schätze ich auf 3-4km ein - er wäre zu dem Zeitpunkt also etwa zwischen Oberzaubach und Rugendorf gewesen. Das Bild entstand um 20:25."

Mögliche Funnelcloud bei Rugendorf

Pfersdorf (BY)

 13.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud nahe der Autobahn A71. Ein Foto liegt vor. Ein Autofahrer beschreibt die Funnelcloud so: "Er ist, wie auf dem Foto zu sehen, im oberen Teil relativ breit und dunkel. Nach meinen Beobachtungen hatte er deutlich Bodenkontakt, war dennoch im unteren Bereich sehr dünn. Zeitpunkt war ungefähr 13:30. Rotationsbewegung war erkennbar."

Salzweg (BY)

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 12.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Salzweg aus. Bodenkontakt des Wirbels ist möglich, aber unwahrscheinlich.

Funnelcloud bei Salzweg

Hafenlohr (BY)

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 11.06.2012 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:20 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados, der westlich bis nordwestlich von Hafenlohr von Südwest nach Nordost zwischen Hafenlohr und Windheim zog. Augenzeugen berichten, dass die Funnelcloud zeitweise bis unten reichte, von Bodenkontakt ist also auszugehen. Über das Ausmaß möglicher Schäden ist nichts bekannt.

Tornado bei Hafenlohr

Dittelbrunn (BY)

 04.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 21 und 22 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Bayerischen Rundfunks vom 05.06.2012: "Eine Windhose hat am Montagabend im unterfränkischen Dittelbrunn mehrere Autos und Hausdächer beschädigt." - Die Meldung wurde später korrigiert und aus der Windhose eine Windböe gemacht. Diese Korrektur erscheint aber nicht ausreichend begründet.

Verdachtsfall Dittelbrunn (Skywarn)
04.06.2012 Tornado-Verdacht in Dittelbrunn (WZ-Forum)
Sturmböen demolierten Häuser und Autos (Bayerischer Rundfunk, 05.06.12)
Windböe beschädigt Häuser und Autos (OVB Online, 05.06.12)
Windhose zerstört Hausdächer (T-Online, 05.06.12)
Mai

Starnberg (BY)
[Region: Starnberger See]

 24.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:20 und 16:23 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt: "... zusammen mit Eric Chibidziura eine weit herabreichende und recht große Funnelcloud, etwa zwischen 16:20 - 16:23 Uhr über dem Nordteil des Starnberger Sees, geschätzt etwa 2 Km südöstlich von Starnberg, an der Rückseite eines nach Süden abziehenden Hagelgewitters. Rotation war auf die Entfernung (und im Starnberger Stau mit schwieriger Sicht zwischen den Häusern) nicht zu erkennen, aber auf meinen Bildern erkennt man in der Bilderfolge wie es sich eindreht und dass der Trichter schön auskondensiert war." (Quelle: Walter Stieglmair)

Mesozyklone und Funnelcloud am 24.05.2012 (Walter Stieglmair)

Sindelsdorf (BY)

 23.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:15 und 19:17 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt: "... eine dünne Funnelcloud etwa 2 Kilometer südlic hvon Sindelsdorf zwischen etwa 19:15 und 19:17 Uhr an der Rückseite eines nach Süden zum Alpenrand abziehenden Hagelgewitters - unterwegs im Auto. Die Rotation war zu erkennen, da ich fast genau darunter auf der BAB 95 vorbeifuhr." (Quelle: Walter Stieglmair)

Hagelgewitter und Funnelcloud am 23.05.2012 (Walter Stieglmair

Eggerszell (BY)

bild
 12.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
April

München (BY)

 21.04.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Tornadomeldung aus der Innenstadt: "Hallo Forumaner, heute gegen 15:30 ist eine Trombe ausgehend von einer rotierenden Cumluswolke (anders kann ich das Phänomen leider nicht beschreiben) durch die Theresienwiese gezogen. Zu diesem Zeitpunkt fanden die Vorbereitungen für einen großen Flohmarkt statt, und es waren mehrere hundert Zelte aufgebaut, als der rotierende Wirbel durch das Flohmarkgelände gezogen war, wurden 15-20 Zelte vom Wind verfrachtet, ein Zelt wurde ca. 100m in die Luft gezogen und schwebte mehre Minuten in der Luft. Danch ist der Wirbel Richtung Stadtzentrum gezogen, Richtung Goetheplatz, Hauptbahnhof, ich konnte danch nur noch den minuten lang rotierend Aufwindbereich direkt über mir, der offebar der Grund für die am Boden wirkende Trombe war, beobachten. Falls jemand heute dieses Phänomen beobachtet hat (es wahren mehrere Tausend Menschen vor Ort), möge er sich doch bitte melden, vielleicht kommt ja was in der Zeitung. P.S. Leider hatte ich keine Kamera dabei, da ich bei diesen Bedingungen niemals damit gerechnet habe." (Quelle: Trombe in München)

Trombe in München (WZ-Forum)
Verdachtsfall München (Skywarn)
September

Meierhof (BY)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Durch ein sehr kurzzeitiges Ereignis wurden in Meierhof bei Weißenstadt im Fichtelgebirge 6 Häuser teilweise abgedeckt und 2000 Festmeter Staatswald vernichtet; ein Buswartehäuschen wurde um etwa einen Meter verrückt, ein Jägerstand, unbekannter Herkunft, lag auf der Wiese. Ein Garagentor (aus Zinkblech) wurde in die Garage gedrückt. Das Ereignis am 11. September 2011 um 22:00 Uhr wurde von den Anwohnern des Dörfchens Maierhof bei Weißenstadt im Fichtelgebirge als "Tornado" beschrieben, der nur etwa 30 Sekunden dauerte.

Tornadoverdacht bei Meierhof

Marienheim (BY)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:35 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch einen Skywarnbeobachter.

Zell am Ebersberg (BY)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Mainpost vom 12.09.2011: "[...] Das Technische Hilfswerk Haßfurt und die Feuerwehren aus Haßfurt, Zell, Sand und Zeil waren im Großeinsatz in Zell am Ebersberg ? insbesondere im sogenannten Weiki-Hof. Dort war offenbar eine Windhose, ein kleiner Tornado, quer durch das große Anwesen gezogen. Die Familie Endres und ihre Mitarbeiter stehen am Montagvormittag wie unter Schock vor den Trümmern zwischen den beiden großen Hallen. ?Das hat maximal zwei Minuten gedauert, fürchterlich gepfiffen, dann war es schon vorbei?, berichtet Franziska Endres von dem kurzen Moment am Sonntagabend, der für den Betrieb ihrer Familie einen enormen Schaden bedeutet. Mitten in der Apfelernte ist die große Produktionshalle ohne Dach, das Dach der zweiten Halle daneben ist schwer beschädigt, eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch die Obstplantage. Die Dachkonstruktion der Halle, in der die Trockenfrüchte des Weiki-Hofes entstehen, wurde von der Windhose komplett abgehoben ? mit der gesamten Balkenkonstruktion. Der größte Teil liegt nun als Schuttberg zwischen den beiden Hallen im Hof. Nur ein großer Kran wird hier Räumarbeiten leisten können. Auch in der Wiese hinter einer der Hallen liegt ein großes Stück Blechdach. Von der Halle hängen Teile des Blechdachs wie Stofffetzen. In der Obstplantage hinter dem Haus kann man nachvollziehen, welchen Weg der Tornado genommen hat. Wie Streichhölzer wurden ganze Reihen von Apfelbäumen einfach geknickt ? und die Metallstangen, an die die Stämme angebunden waren, gleich mit. Seniorchef Alois Endres hielt sich während des Sturm in der weniger beschädigten Halle auf. Glücklicherweise ging er nicht nach draußen, denn draußen herrschte akute Lebensgefahr. Dort flogen neben Teilen der Dächer auch halbe Bäume durch die Luft. Und das große Trampolin, das aus dem Privatgarten der Familie Endres über die hohe Hecke gehoben wurde. Etwa hundert Meter weiter kam es auf einer Wiese zum Liegen. Das Dach des Wohnhauses der Familie Endres wurde ebenfalls beschädigt, von der Feuerwehr nachts noch notdürftig geschlossen. Die Familie Endres ist den Feuerwehrleuten und dem Technischen Hilfswerk sehr dankbar für die schnelle Hilfe am Sonntagabend. Die Bilanz der Verwüstung ist allerdings vernichtend: Auf eine halbe Million Euro schätzt die Polizei Haßfurt den entstandenen Schaden." - Aus einer weiteren Meldung der Mainpost vom 30.12.2011 zum Jahresrückblick für den Kreis Hassberge: "Noch teurer waren die Folgen eines Unwetters, das am späten Nachmittag des 11. September das Maintal hinaufzog. In Zell hinterließ eine Windhose eine Spur der Verwüstung. Allein auf dem Weiki-Hof entstand ein Schaden von einer halben Million Euro. Der Wind hatte das Dach einer Produktionshalle weggeweht, ein weiteres Dach beschädigt und zahlreiche Obstbäume umgeknickt. Abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume gab es auch aus Knetzgau und Sand zu vermelden."

Eine halbe Million Euro Schaden (Mainpost, 12.09.11)
Aufgeben kommt nicht in Frage (Mainpost, 30.12.11)
August

Gilching (BY)

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 15.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:30 bis 18:32 Uhr MESZ. Der genaue Ort ist nicht bekannt. Beobachtung einer deutlich rotierenden Funnelcloud mit eventuellem Bodenkontakt von einem Feld bei Puchhheim aus in Richtung Gilching/Geisenbrunn. Die Funnelcloud bewegte sich nach
Osten und war recht schräg geneigt. Ein kontrastverstärktes Bild zeigt die Fortsetzung des Funnels nahezu bis zum Boden. Über Schäden ist nichts bekannt.

Mesozyklone und Funnelcloud am 15.08.2011 (Walter Stieglmair)
15.08.2011 - Meso, Funnel, Böenfront (WZ-Forum)
kontrastverstärktes Bild (WZ-Forum)

Zorneding (BY)

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 05.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 19:01 bis 19:03 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados vom Golfplatz Harthausen aus in Richtung Ostnordost (Zorneding). Ob es sich tatsächlich um einen kurlebigen Tornado handelte, ist derzeit offen, über Schäden ist nichts bekannt.

Superzelle mit Hagelsturm und Tornado am 05.08.2011 (Walter Stieglmair)
Verdachtsfall Zorneding (Skywarn)
05.08.2011 - Superzelle mit Hagel, Tornado östl. München (WZ-Forum)
Video aus Erding/Williamsville: Tornado on 5th of August 2011 near Munich (vimeo)

Schirnding (BY)

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 04.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 13:54 bis 13:56 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, über den wahrscheinlichen Bodenkontakt in einem Waldgebiet südöstlich von Schirnding ist nichts bekannt. Sehr wahrscheinlich lag der Ort des Bodenkontaktes aber in Tschechien.

Funnel nahe Arzberg/Oberfranken am 04.08.2011 (YouTube)
Juli

Asbach (BY)

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 22.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:32 Uhr MESZ, Dauer 3-5 Minuten. Der genaue Ort wird noch ermittelt. Meldung einer Funnelcloud, die u.a. von Petershausen und Sigmertshausen aus beobachtet wurde. Die Funnelcloud reichte zeitweise bis etwa 3/4 der Strecke Wolke - Boden hinab. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Asbach

Frauenau (BY)

 13.07.2011 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Meldungen zu Schäden, darunter abgedeckte Dächer und eine zerstörte Reithalle. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 13.07.2011: "Komplett gesperrt war nicht nur hier die Straße für den Verkehr. Auch in Richtung Grafenau gab es umgestürzte Bäume. In Richtung Frauenau wurden aber sogar größere Waldbereiche wie Streichhölzer geknickt oder samt Wurzelteller umgeweht." Zwei Augenzeugen sollen von der Beobachtung einer Windhose berichtet haben. Allerdings sprechen die vorliegenden Bilder des Unwetters eher für einen Downburst. In Riechnach, Ortsteil Schlag, etwa 8 Kilometer südwestlich von Frauenau, traten in der Nähe der Bundesstraße B 85 eng begrenzt Schäden auf. Ein Anwohner berichtet von einem Tornado, sicher ist dies aber nicht. Durch die vorhandenen Luftbilder ist von einem Downburst als Ursachse auszugehen.

Verdachtsfall Frauenau ( Skywarn )
Fotos der Schäden bei Frauenau
Bei Frauenau: Tornado schlägt Schneise der Verwüstung ( Martin Zoid l)
13.07.2011 - Gewaltige Tornadoschneise bei Frauenau / Bayer. Wald ( WZ-Forum)
15.07.2011 - Gewaltige Tornadoschneise bei Frauenau / Bayer. Wald (Stormchaser-Europe-Forum [/url])
Schwere Sturmschäden - Straße gesperrt ( Passauer Neue Presse , 13.07.11)
Elf Verletzte nach Tornado in Bayern ( DerWesten, 14.07.11)

Sautorn (BY)

 13.07.2011 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: früher Abend. Meldungen zu Schäden, darunter abgedeckte Dächer. Aus einer Meldung von idowa.de vom 13.07.2011: "Bei Plattling sei eine Überlandleitung umgeknickt, Sturmböen rissen Bäume um und Straßen wurden unterspült." - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 13.07.2011: "In Plattling (Landkreis Deggendorf) wurde ein Lkw einfach von der Straße geweht. Zwei Trapezblechdächer flogen in der Isarstadt durch die Luft, zum einen von einem Wohnblock an der Amesmeierstraße, hier traf es die Anwohner an der Mater-Corona-Straße besonders schwer. Das andere Dach löste sich beim AVP-Autocenter und schlug in mehreren Dächern ein. Ansonsten: Umgeknickte Stromleitungen (auch im Bereich Aholming/Penzling), entlang der B8 nach Straubing wurden Bäume geknickt und ein Lkw in den Straßengraben "geblasen". Der Zugverkehr nach Passau war unterbrochen. Die Feuerwehren der Stadt waren im Dauereinsatz." - Aus einer Meldung der Mittelbayerischen Zeitung vom 14.07.2011: "In Sautorn blieb nach Angaben eines Augenzeugen fast kein Haus unbeschädigt. Ein Anwohner sagte, er wohne bereits seit den 1980er Jahren in dem Ort ? ?aber so etwas habe ich noch nie erlebt?." Die vorgefundenen Schäden sprechen eindeutig für einen Tornado, deutliche Indizien dafür sind u.a. Verfrachtungen gegen die Zugrichtung.

Tornado Sautorn ( Skywarn )
13.07.2011 Tornado-Verdacht Sautorn - Plattling ( WZ-Forum )
13.07.2011 - Unwetter mit Tornado bei Plattling ( Martin Bohmann )
13.07.2011 / Sautorn bei Plattling / Tornadoschäden in Niederbayern (Stormchaser-Europe-Forum)
13.07.2011 - Tornadoschäden in Sautorn bei Plattling (Niederbayern) ( WZ-Forum)
Weitere Fotos der Schäden in Sautorn
Handyvideo of Sautorn tornadic HP-Supercell ( YouTube)
Starkregen über Niederbayern - Keller vollgelaufen ( idowa.de, 13.07.11)
Unwetter in Niederbayern: Lastwagen umgeweht, Stadt Regen überflutet ( Passauer Neue Presse, 13.07.11)
Fotos: Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung ( Passauer Neue Presse, 13.07.11)
Elf Verletzte nach Tornado in Bayern ( DerWesten, 14.07.11)
Niederbayern: Unwetter fordert elf Verletzte ( Mittelbayerische Zeitung, 14.07.11)
Wiederaufbau mit und ohne Versicherung ( Passauer Neue Presse, 14.10.11)

Philippsreut (BY)

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 01.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Tutzing (BY)

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 01.07.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 08:00 Uhr MESZ. Tornado auf dem See gemeldet. Beobachtung über dem mittleren Teil des Sees, von Ammerland am Ostufer aus in Richtung Westen vor Tutzing. Foto: Peter Maier

Tornado auf dem Starnberger See
Juni

Weyarn (BY)

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 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 20:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen und sehr weit hinabreichenden Funnelcloud: "Mein Standort bei Maxmühle, ca. 2 Km nordwestlich von Weyarn. Bildung einer kleinräumigen, raschen Rotation im Bereich der Böenfront fast genau über meinem Standort. Dazu kurzfristig schwere, plötzlich kalte Sturmböen auf Nordwest drehend. Kurz darauf Trichter südöstlich von meinem Standort beobachtet für den Zeitraum von ca. 2 Minuten. Während der Zeit rasche Entfernung des Trichters von ca. 1 km auf mindestens 2 Km in ostsüdöstliche Richtung."

Superzelle, Hagelsturm und Trichterwolke am 22.06.2011 (Walter Stieglmair)
22.06.2011 / Rosenheim - Weyarn / Superzelle mit Hagelsturm und weit herabreichender Wolkentrichter (Stormchaser-Europe-Forum)

Gerolsbach (BY)

 16.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz vor 13 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Merkur Online vom 18.06.2011: "Scheunendach von Windhose mitgerissen - Geroldsbach/Pfaffenhofen - 50 Meter weit hat der Wind am Samstag im oberbayerischen Geroldsbach (Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm) ein Scheunendach getragen. Dabei richtete er großen Schaden an. ?Das Unwetter war eigentlich harmlos - es muss sich eine Windhose gebildet haben?, berichtete die Polizei Pfaffenhofen. Ein Großteil des Scheunendachs sei mitsamt der sich darauf befindenden Solaranlage in ein entferntes Maisfeld geflogen. Andere Teile des Dachs beschädigten ein anliegendes Hausdach und zwei Autos. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehr als 100 000 Euro." - Aus einer Meldung des Donaukuriers vom 19.06.2011: "Es war kurz vor 13 Uhr, als sich am Jahnweg in Gerolsbach wie aus dem Nichts der Wirbelsturm näherte. Er erfasste eine frei stehende Scheune am Ende das Jahnwegs und riss die gesamte Dacheindeckung ab. Ziegel und Holzlatten wurden bis zu 50 Meter weit in die Luft geschleudert, auch eine Reihe von Solarmodulen. Als die Trümmer auf dem Boden landeten, beschädigten sie zwei geparkte Autos und das Hausdach eines Nachbarn. Ein Zeuge, der den Sturm von seiner Terrasse aus beobachtete, berichtete, dass er von dem Wirbelsturm mitsamt seinem Stuhl gegen die Mauer seines Hauses gedrückt wurde. Auch er überstand den Spuk, der weniger als eine Minute dauerte, unverletzt. Der Wirbelsturm zog vom Jahnweg offenbar am Ortsrand von Gerolsbach weiter; über weitere Schäden im Ortsgebiet liegen bisher keine Meldungen vor."

Tornado bei Gerolsbach ( Skywarn)
[Verdacht] 16.11.11 / Gerolsbach - Schadensbilder ( Stormchaser-Europe-Forum )
Fotos der Schäden
Scheunendach von Windhose mitgerissen ( Merkur Online, 18.06.11)
Windhose zerstört Scheune und Fotovoltaikanlage ( Donaukurier, 19.06.11)
Windhose vernichtet Solaranlage ( Donaukurier, 19.06.11)
Windhose deckt Dach ab ( Donaukurier, 19.06.11)
Windhose deckt Scheune ab ( Augsburger Allgemeine, 20.06.11)

Bayreuth (BY)

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 13.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 18:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud über dem Bayreuther Stadtgebiet. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud über Bayreuth

Issing (BY)

 08.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:00 Uhr MESZ. Möglicher Tornado beobachtet. Wahrscheinlich handelte es sich um eine so genannte "Scud-Cloud", Wolkenfetzen, die beim Aufsteigen sehr feuchter Luft entstehen. Dieses können in manchen Fällen scheinbar recht gut organisiert sein und fast wie ein Tornado aussehen.

Tornado bei Issing am 08.06.2011 ( Christoph Seefelder)

Schweitenkirchen (BY)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung des Donaukuriers vom 07.06.2011: "Die Unwetterfront, die am Montagabend den Freistaat mit starken Hagelfällen und heftigem Regen heimgesucht hat, sorgte in Güntersdorf und Teilen des Schweitenkirchener Gemeindegebiets für Chaos. [...] Nachdem die Aufräumarbeiten in der Nacht zu Ende gingen, wartete auf die Gemeindemitarbeiter noch eine böse Überraschung: Eine Windhose hatte mehrere Quadratmeter Dach der neuen Bauhofhalle in Schweitenkirchen abgedeckt." Näheres ist nicht bekannt.

Unwetterfront trifft Güntersdorf ( Donaukurier, 07.06.11)

Marktheidenfeld (BY)

 05.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mainpost vom 06.06.2011: "Dass sich etwas zusammenbraute über der Stadt, war schon eine Weile vor Beginn des Unwetters zu sehen und spüren. Dunkle Wolken zogen aus Richtung Wertheim auf, es war drückend schwül. Noch bevor die ersten dicken Tropfen vom Himmel fielen, fegte der Wind über das Land. Auf dem Festplatz riss eine Windhose mehrere Sonnenschirme um. Beim Versuch, die umherwirbelnden Schirme unter Kontrolle zu bringen, seien ein junger Mann und eine Frau leicht verletzt worden, sagt Kreisbrandinspektor Elmar Väth, der am Bürgerfest in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Partnerschaftskomitees teilnahm."

Ein Donnerwetter mit Folgen ([url=http://www.mainpost.de/]Mainpost, 06.06.11)
September

Sauerlach (BY)

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 24.09.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends, Dauer: ca. 4 Minuten. Dazu der Beobachter: "Am Abend des 24. September 2010 gab es nach einem warmen und föhnigen Tag teils kräftige Gewitter mit Hagel und Starkregen. Zwei Gewitterzellen konnte ich im Münchner Süden beobachten. Bei der ersten, vorlaufenden Zelle konnte ich etwas östlich von Sauerlach am Aufwindbereich eine Funnelcloud beobachten. Die Funnelcloud war schön ausgeprägt, hatte gut erkennbare Rotation und hielt sich ca. 4 Minuten lang."

Gewitter mit Funnelcloud und Hagel am 24.09.2010 (Walter Stieglmair)

Obermeitingen (BY)

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 10.09.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 17:15 bis 17:20 Uhr MESZ. Gut ausgeprägte Funnelcloud (schmaler Schlauch) in der gesamten Region von Königsbrunn bis Landsberg am Lech beobachtet und fotografiert. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelbeobachtung bei Obermeitingen

Urfersheim (BY)

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 04.09.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:00 bis 16:06 Uhr MESZ. Gut ausgeprägte Funnelcloud, die etwa 20 bis 25 Prozent der Strecke Wolke - Boden hinabreichte, von Urfersheim aus in Richtung Osten bis Nordosten und von Bad Windsheim aus in Richtung Südwesten beobachtet und fotografiert.

Funnelsichtung zwischen Urfersheim und Bad Windsheim
August

Mörlbach (BY),
Bergtshofen (BY)

 27.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 02:30 Uhr MESZ. Etwa 600 bis 700 Meter südöstlich von Mörlbach stürzten zwei Waggons eines Güteszuges um. Es wird angenommen, dass eine Windböe die Ursache war. Von dort aus erstreckt sich eine 100-300m breite Schneise ca. 6km über Bergtshofen in Richtung Buchheim. Nordöstlich von Buchheim soll es weitere Schäden geben.

Verdachtsfall Mörlbach ( Skywarn)
Downburst/Tornadoverdacht Mörlbach ( WZ-Forum)
Bahnstrecke Würzburg-Ansbach wieder frei ( BR Online , 28.08.10)

Ettenbeuren (BY),
Schönenberg (BY)

 17.08.2010 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz vor 20 Uhr MESZ. Tornado richtete leichte Schäden an Bäumen und Dächern an, er wurde von Augenzeugen beobachtet und gefilmt. Dazu aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 17.08.2010: "Schönenberg/Ettenbeuren Eine Windhose hat in Ettenbeuren und im Jettinger Ortsteil Schönenberg für Aufregung gesorgt. Kurz vor 20 Uhr fegte der Sturm durch die Orte und riss Dachplatten und Bäume mit sich."

Windhose hält Schönenberger und Ettenbeurer in Atem ( Augsburger Allgemeine, 17.08.10)
Video: Windhose in Ettenbeuren ( Augsburger Allgemeine, 17.08.10)
Die Windhose wirbelt sich an erste Stelle ( Augsburger Allgemeine, 07.02.11)

Sächsenheim (BY)

 12.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:57 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. (Quelle: ehemaliges Video bei YouTube)

Wolnzach (BY)

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 05.08.2010 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:13 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados mit kurzzeitigem Bodenkontakt. Der genaue Ort ist nicht bekannt. Augenzeugen sind u.a. die amerikanischen Passagiere eines Busses, auch ein Foto des Funnels liegt vor.

Tornado im Raum Wolnzach

Salzweg (BY)

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 03.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:36 Uhr MESZ. Wahrscheinliche Funnelcloud beobachtet und fotografiert, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelbeobachtung bei Salzweg
Juli

Au bei Bad Aibling (BY)

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 29.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Schlauchförmige Funnelcloud an der Vorderseite eines kurzen, aber sehr intensiven gewittrigen Schauers von Bad Aibling aus in Richtung Süden beobachtet, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. Beobachtungsdauer: ca. 1,5 Minuten.

Funnelbeobachtung bei Bad Aibling

Versbach (BY)

 24.07.2010 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: ca. 13:58 bis 14:05 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados auf einem Feld nahe Würzburg-Versbach, dazu einer der beiden Beobachter: "Zuvor sind uns schon kleinere Funnel aufgefallen, die sich aber bereits nach kürzester Zeit wieder auflösten. Dann jedoch hatte sich eine stärker rotierende Wallcloud bemerkbar gemacht. Diese hatte einen deutlichen Trichter erzeugt, der sich zügig dem Boden genähert hat. Innerhalb weniger Sekunden war ein deutlicher Bodenkontakt (13:58 Uhr) sichtbar. Es waren definitiv deutliche Rotationen sowohl in der Wolke als auch am Ende des Tornados sichtbar. Der Tornado behielt anschließend noch bis 14:05 Uhr den Bodenkontakt. Der Ort des Geschehens war direkt vom IKEA-Parkplatz Würzburg-Lengfeld sichtbar (Entfernung ca 1-2 km Nord-Westlich unseres Standorts, ein Feld), wobei sich der Tornado ungefähr 500m Richtung Westen bewegte um sich abschließend kurz unmittelbar vor der bewohnten Gegend (Hochhäuser) aufzulösen. Die Wolke rotierte anschließend noch ca 10 Minuten weiter, jedoch ohne neue Funnelbildung."

Penzberg (BY)

 22.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16 und 17 Uhr MESZ im Bereich westlich von Penzberg. Funnelcloud beobachtet, die sich zeitweise bis etwa 40 Prozent von der Wolke in Richtung Boden erstreckte. Über möglichen Bodenkontakt ist nicht bekannt. Auslöser war eine Superzelle, die an dem Tag dicht nördlich der Alpen von West nach Ost zog.

Funnelbeobachtung westlich von Penzberg
Hagelgewitter mit langer Funnelcloud am 10.05.2010 (Walter Stieglmair)
22.07.2010 / Superzelle und Hagel 6 bis >7 cm (Bilder+Video) (Stormchaser-Europe-Forum)

Lonnerstadt (BY)

 12.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung von inFranken am 12.07.2010: "Bei Lonnerstadt zogen heftige Windböen über die Felder und Straßen. Auf der B 470 wurde ein Lastwagen samt Anhänger von einer Windhose erfasst und in die Luft geschleudert. Er landete auf der Seite und blockierte eine Fahrbahn der Bundesstraße zwischen Mailach und Lonnerstadt. Laut Zeugenaussagen, hatte der Lastwagen kurzzeitig keinen Bodenkontakt mehr. Zwei Spezialkräne waren notwenig, um den liegenden Lastzug wieder auf die Räder zu stellen. Die B 470 war bis 22 Uhr gesperrt. Der Lkw-Fahrer wurde nicht verletzt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf ca. 10.000 Euro."

Verdachtsfall Lonnerstadt ( Skywarn)
Sturm legt Lastzug und Bäume um ( inFranken, 12.07.10)
Mai

Gilching (BY)

 22.05.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Laut Augenzeugenberichten wurde bei Gilching eine Funnelcloud in Schlauchform beobachtet, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Verdachtsfall Gilching ( Skywarn)

Germering (BY)

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 10.05.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:07 Uhr und 18:09 Uhr MESZ, Dauer: ca. 2 Minuten. Dazu der Beobachter: "Am frühen Abend konnte ich am westlichen Münchner Stadtrand ein kräftiges Gewitter mit Hagel und einer langen Funnelcloud beobachten. Gegebenfalls könnte es sogar Bodenkontakt gegeben haben; es sah unterhalb des Trichters kurzfristig so aus, als wurde etwas nach oben gezogen (Staub und Schmutz). Der gut die Hälfte zwischen Wolkenbasis und Boden herabreichende Wolkentrichter befand sich an der Südkande der Gewitterzelle am Aufwindbereich in südwestlicher Richtung meines Standortes bei M-Aubing/Lochhausen. Der Trichter dürfte sich etwa in Richtung Germering befunden haben. Danach gab es einen Hagelschauer und es bildete sich eine Hagelschicht. Es gab auch viele Blitze dazu, es donnerte zeitweise durchgehend."

Hagelgewitter mit langer Funnelcloud am 10.05.2010 ( Walter Stieglmair)
März

Mainz (BY)

 26.03.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:45 Uhr MEZ. Augenzeugen sollen auf dem Lerchenberg (Sendeanstalt des ZDF) einen Tornado gesehen haben. Tatsächlich wurde eine Verwirbelung beobachtet und gefilmt. Allerdings ist nicht klar, ob es sich um einen Tornado oder um einen Boenfrontwirbel, einer Kleintrombe unterhalb einer Böenfront, handelte. Nach derzeitigem Stand ist trotz anderslautender Pressemeldungen nicht von einem Tornado, sondern von einem Gustnado (Böenfrontwirbel) auszugehen.

Verdachtsfall Mainz ( Skywarn)
Video des möglichen Tornados ( ZDF / YouTube)

Tornadoverdacht Mainz ( WZ-Forum)

Sturmböen und Starkregen in der Region - Windhose streift Mainz ( Wiesbadener Tagblatt, 26.03.10)
Tornado tobt über Mainz ( OVB Online, 26.03.10)
Wind wirbelt Teile vom Dach ( Allgemeine Zeitung, 27.03.10)
Kaltfront prallt auf die warme Frühlingsluft ( wetter.info, 26.03.10)
Oktober
September

Wolfratshausen (BY)

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 04.09.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa zwischen 18:15 und 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer recht weit hinabreichenden Funnelcloud im Bereich südlich von Wolfratshausen, östlich des Starnberger Sees. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. Dazu der Beobachter: "Am Abend des 4. September 2009 ab 18:00 Uhr bis ca. 18:30 Uhr konnte ich am Ostufer des Starnberger Sees zwischen Münsing und Seeshaupt ein Gewitter mit Starkregen beobachten. An der Gewitterrückseite konnte ich dann südlich von Wolfratshausen eine große Funnelcloud beobachten. Gegebenenfalls war es kurzzeitig sogar ein Tornado mit Bodenkontakt des Wolkentrichters, wie ich unterwegs zwischen Waldlücken erkennen konnte. Ich konnte aber, da ich zu der Zeit noch unterwegs auf der Autobahn war, kein Video davon machen. Auf der Autobahn München-Garmisch lagen kurz nach der ersten Sichtung des Wolkentrichters etwa zwischen Eurasburg und Degerndorf heruntergerissene Äste und Laub auf der Straße, zuvor und danach gab es kaum Laub auf der Autobahn. Erst bei Wolfratshausen gab es eine Möglichkeit zu filmen. Dort gab es aber keinen erkennbaren Bodenkontakt des Wolkentrichters mehr. Der mögliche Tornado/die Funnelcloud zog vom Starnberger See kommend etwa zwischen 18:15 Uhr und 18:30 Uhr südlich an Wolfratshausen, etwa in Höhe Achmühle weiter über Gelting in Richtung Ascholding rasch von West nach Ost entlang." Gewitter mit einer Funnelcloud am 04.09.2009 (Walter Stieglmair)
August

Obergünzburg (BY)

 13.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung von all-in.de am 31.08.2009: "Sogar Mitte August fegte noch eine Windhose durchs Günztal bei Obergünzburg (Landkreis Ostallgäu) und knickte Bäume um wie Streichhölzer. Der Schaden ist vor allem in den Wäldern beträchtlich." Die Verteilung der Schäden und die kaum abweichenden Fallrichtungen sowie der Ablauf des Ereignisses spricht für einen Downburst als Ursache. Verdachtsfall Obergünzburg (Skywarn) Windhose schlägt Schneise in Wald (BR Online, 28.08.09) Herbstbeginn mit hochsommerlichen Temperaturen (all-in.de, 31.08.09)

Hohenkammer (BY)

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 09.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 14:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer recht weit hinabreichenden Funnelcloud im Bereich Hohenkammer, nördlich von München. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. Dazu der Beobachter: "Ein Gewitter mit Starkregen konnte ich um ca. 14:15 Uhr zwischen Hohenkammer und Petershausen beobachten. Bei Hohenkammer konnte ich an der Vorderseite der Gewitterzelle eine weit herabreichende Funnelcloud mit deutlicher Rotation beobachten. Leider fand ich keine Möglichkeit anzuhalten und ein Video von der Funnelcloud zu machen."

Gewitter mit einer Funnelcloud am 09.08.2009 (Walter Stieglmair)

Tutzing (BY)

 03.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen Mittag. Möglicher Tornado im Bereich des Westufers des Starnberger See, nahe Tutzing. Es konnte nicht sicher geklärt werden, ob es sich tatsächlich um einen Tornado mit Rotation oder um aufsteigende Nebelfetzen handelte. Tornado Starnberger See (flickr) Details zu den Fotos (flickr)
Juli

Sandbach (BY)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden innerhalb eines engen Bereiches, darunter Schäden an einem Hausdach und am Mauerwerk darunter. Laut Feuerwehrbericht sollen Augenzeugen die Windhose gesehen haben. Recherchen haben aber ergeben, dass hier kein Tornado aufgetreten war. Es handelte sich höchstwahrscheinlich um einen stärkeren Downburst (Gewitterfallböe).

23.07.09 Nach Unwetter Dachstuhl abgerissen (Feuerwehr Sandbach, 23.07.09)

Natternberg (BY),
Deggendorf (BY)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:10 und 16:30 Uhr MESZ. Ein markantes Sturmereignis ereignete sich im Raum Deggendorf. Der Bereich der schlimmsten Schäden erstreckte sich von Natternberg über Fischersdorf bis nach Oberfrohnstetten über eine Länge von etwa 10 Kilometern. Ein weiterer Schwerpunkt der Schäden lag nahe der Isarmündung bis zur nahen Autobahn A3 zwischen Hengersberg und dem Autobahnkreuz Deggendorf.

Tornadoverdacht bei Deggendorf
?Als wäre ein Hurrikan hindurchgefegt? (Passauer Neue Presse, 06.08.09)
Technische Hilfeleistung nach starkem Unwetter (Feuerwehr Plattling)

Bad Wörishofen (BY)

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 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 12:05 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. Dazu aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 08.07.2009: "Bad Wörishofen (AZ) - Bedrohlich windet sich ein Rüssel aus einer mächtigen Wolke: Über der Kurstadt Bad Wörishofen im Unterallgäu hat sich am Dienstag ein Tornado gebildet." Der beobachtete Funnel entstand nordöstlich von Bad Wörishofen und zog weiter in Richtung Wiedergeltingen/Buchloe.

Tornadoverdacht bei Bad Wörishofen
Ein "Tornado" über Bad Wörishofen (Augsburger Allgemeine, 08.07.09)
Tornado vor der Haustür (Augsburger Allgemeine, 08.07.09)

Aystetten (BY)

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 06.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:50 und 17:00 Uhr MESZ. Zwei Funnelbeobachtungen von nördlichen Augsburg aus in Richtung Aystetten / Ottmarshausen gemeldet. In einem Fall soll zweiminütiger Bodenkontakt vorgelegen haben, dazu ein Augenzeuge: "Die Windhose mit Bodenkontakt war unten nur wenig schmaler wie oben, oben zu unten wie 4 zu 3. Sie schien zeitweise aus mehreren miteinander verwobenen Einzelwirbeln zu bestehen. Die Sicht war frei und man konnte erkennen, daß vom Boden etwas hochgewirbelt wurde. Die Erscheinung war klar und eindeutig als Windhose erkennbar. Über Schäden ist mir nichts bekannt. Mein Beobachtungsort war ein höheres Gebäude in Augsburg-Oberhausen in der Nähe der Bahnlinie. Die Beobachtungsrichtung war westlich, leicht nördlich vorbei am Bezirkskrankenhaus Augsburg, ca. 275 Grad. Vom Beobachtungsort aus sieht man ca. 1 km hinter dem Krankenhaus einen in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Wald bzw. Waldstreifen. Die Windhose hatte aus meiner Sicht in diesem Waldstreifen Bodenkontakt, wahrscheinlich nicht weit hinter den ersten Baumreihen. Dies kann das Waldstück zwischen Adalbert-Stifter-Straße im Norden und der Schillerstraße im Süden gewesen sein, aber auch rein von der Richtung im Umkreis von ca. 1 km um das Dorf Hainhofen, von der Entfernung her im Extremfall aber auch das Waldgebiet zwischen Aystetten und Biburg, westlich das Augsburger Nordens."

Tornadoverdacht bei Aystetten
Augsburg / Superzelle (Stormchaser-Europe-Forum)
Superzelle über Augsburg (Stormchaser-Europe-Forum)

Gräfelfing (BY)

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 05.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 11:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer recht weit hinabreichenden Funnelcloud im Bereich Lochham / Gräfelfing im Südwesten der Stadt München. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. Dazu der Beobachter: "Ich konnte unterwegs auf der Autobahn München-Lindau über dem südwestlichen Münchner Stadtgebiet, etwa in Höhe Lochham/Gräfelfing eine relativ weit herabreichende Funnelcloud beobachten. Die Funnelcloud reichte am Anfang über die Hälfte zwischen Boden und Wolkenuntergrenze herab. Bis ich einen geeigneten Standort am westlichen Münchner Stadtrand gefunden hatte, um ein Foto und ein Video zu machen, reichte die Funnelcloud schon nicht mehr so weit herab und löste sich bald darauf auf. Die Funnelcloud befand sich an einer sich vorlaufend bildenden Gewitterzelle. Insgesamt hat sich die Funnelcloud gute 3 bis 4 Minuten gehalten."

Funnelcloud und Gewitter mit Starkregen am 05.07.2009 (Walter Stieglmair)
Juni

Breitenberg (BY)

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 30.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:47 Uhr MESZ. In einer Meldung der PNP vom 07.07.09 wird über eine "Windhose" über dem Dreisesselberg (1332 m) berichtet: "Dreisessel. Ein interessantes Naturschauspiel hat sich am Dienstag, 30. Juni, um 12.47 Uhr am Dreisessel abgespielt. Markus Leutemaier aus Vöhringen, der zu dieser Zeit im Breitenberger Edlgütl Urlaub gemacht hatte, sah vom Passauer Land aus ein imposantes Unwetter anziehen und zückte die Kamera, als sich die Windhose bildete und über das Mittelgebirgsmassiv zog. Schäden sind dabei nach Angaben des Forstbetriebs Neureichenau nicht entstanden."

Tornadoverdacht bei Breitenberg
Windhose am Dreisessel (WZ-Forum)

Grimolzhausen (BY)

 28.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:45 Uhr MESZ. Von Pöttmes und von Sandizell aus schlauchartiger Funnel aus einer Gewitterfront beobachtet und fotografiert. Der sichtbare Schlauch reichte zeitweise praktisch bis zum Boden hinab, über Schäden ist aber nichts bekannt.

Valley (BY)

 27.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 12:14 bis 12:18 Uhr MESZ. Möglicher Funnel im Bereich Valley. Zeitraffer einer Webcam am Golfplatz Valley vorhanden, es zeigt ein funnelartiges, rotierendes Gebilde in einiger Entfernung.

Kaufering (BY)

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 26.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:20 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung von Landsberg a. Lech aus in Richtung Nordosten. Fotografiert werden konnte aber nur noch die Auflösungsphase des Funnels.

Funnelbeobachtung bei Kaufering

Gagers (BY)

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 25.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 15:00 bis 15:03 Uhr MESZ. Beobachtung eines Funnels/Tornados im Bereich des Ortsteils Gagers, etwa zwei Kilometer nordwestlich von Alling im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Tornadoverdacht bei Alling

Höhenrain (BY)

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 21.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich des Starnberger Sees: "Heute konnte ich am frühen Abend bei Höhenrain am Ostufer des Starnberger Sees an der linken Seite einer von Nordwesten herannahenden Gewitterzelle eine relativ weit herabreichende Funnelcloud beobachten. Die Funnelcloud hielt sich ca. 2 Minuten lang, bevor sie sich rasch auflöste. Die Funnelcloud dürfte sich etwa 2 Km nordwestlich von meinem Standort ca. 1 Km westlich von Höhenrain befunden haben."

Uffenheim (BY),
Custenlohr (BY)

 11.06.2009 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Nürnberger Nachrichten vom 13.06.09: "NÜRNBERG (Eig. Ber./gi) - Ein Tornado ist durch den Raum Uffenheim gezogen. Die Windhose verwüstete einen Hektar Wald und deckte Häuser ab. [...] Der Wirbelsturm sauste nach Augenzeugenberichten in einer 20 bis 30 Meter breiten Spur von Westen her über die Region und zerstörte beim Uffenheimer Ortsteil Welbhausen rund einen Hektar Wald, wie Ortssprecher Erich Schirmer der Fränkischen Landeszeitung sagte. Im Nachbardorf Custenlohr (Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) seien die Dächer von etwa 15 Häusern beschädigt worden, sagte Ortssprecher Daniel Müller."

Tornadoverdacht Uffenheim, Custenlohr
Tornado im Raum Uffenheim (Nürnberger Nachrichten, 13.06.09)
Tornadoverdacht Uffenheim, Welbhausen, Custenlohr (Skywarn)
Tornadoverdacht Bayern: Uffenheim, Custenlohr (WZ-Forum)
Mai

Obereschenbach (BY),
Fuchsstadt (BY)

 08.05.2009 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Der Tornado zog durch die Orte Obereschenbach, Pfaffenhausen und Fuchsstadt am Südrand von Hammelburg im bayerischen Landkreis Bad Kissingen. Vor allem an Bäumen, Dächern und Fahrzeugen richtete er dabei erhebliche Schäden an. Nach neuesten Erkenntnissen setzt sich die Schneise nach Osten über die Autobahn A7 bis ca. 2.2Km nordwestlich von Wasserlossen fort. Die Gesamtlänge der Schneise beträgt damit mindestens 11 Kilometer.

Tornado von Obereschenbach bis Fuchsstadt
Windhose deckte Häuser in Obereschenbach ab (Mainpost, 09.05.09)
Fotoserie zur Windhose in Obereschenbach (Mainpost, 09.05.09)
April

Marktoffingen (BY)

 04.04.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Mögliche Funnelbeobachtung im Bereich nördlich von Nördlingen im Donau-Ries-Kreis, genauer von Wallerstein aus: "Von Bodenkontakt habe ich nichts gesehen, aber der Rüssel war schon ziemlich ausgeprägt und es war auch eine Rotation zu erkennen. Das ganze Schauspiel hielt leider nur ca. 30 Sekunden an, bzw. 30 Sekunden, nach dem ich ihn entdeckt hatte. Während dessen veränderte er seine Form, zuerst ging es ziemlich geradlinig runter und dann kringelte er sich noch, bevor er dann wieder verschwand. Leider hatte ich keine Möglichkeit, Bilder oder gar ein Video zu machen. Regen gab es an dem Tag - soweit ich weiß - keinen; es war teilweise bewölkt, etwas windig, sonst jedoch ganz annehmbar, für die Jahreszeit. Von der Richtung her schaute ich gen Norden. Meiner Meinung nach muss es zwischen Marktoffingen, Maihingen und Birkhausen gewesen sein, wo der Rüssel runterkam. Er war von der Wolke bis ca. 1/3 des Weges Richtung Boden ersichtlich. An die Form erinnere ich mich auch noch ganz genau. Er war nicht sonderlich breit und verlief nach unten ganz spitz. Also Trichter. Und er war auch nicht irgendwie löchrig oder so, sondern schön ausgeprägt, also ganz klare Konturen. Kam erst ziemlich geradlinig runter bevor er sich dann kringelte, etwa S-förmig und dann verschwand. Leider wie gesagt nur ein sehr kurzer Anblick."
März

München (BY)

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 20.03.2009 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MEZ. Kleinräumiger, bodennaher Staubwirbel nahe München-Blumenau beobachtet und fotografiert. Der Beobachter konnte unmittelbar nach dem Auftreten des sichtbar ca. 100 Meter hoch reichenden Wirbels aufsteigende und gegenläufig ziehende Wolkenfetzen in der Wolkenbasis der Schauerrückseite erkennen. Diese Beobachtung vorhandener Rotation an der Wolkenbasis zeigt, dass es eine Verbindung vom bodennahen Wirbel bis zur Wolkenbasis gab und es sich um einen schwachen Tornado gehandelt haben muss. Auf dem getroffenen Hof gab es leichte Schäden. Eine Animation der Fotos zeigt, dass ein Teil eines Schuppendaches bis etwa 10 Zentimeter angehoben wurde und dass sich die Bäume im Hofbereich deutlich bewegten. Einzelne Äste brachen ab.

Schwacher Tornado im Münchner Südwesten (Walter Stieglmair)
Beobachtung eines Wirbels (WZ-Forum)
Animationen der Fotos (WZ-Forum)
Tornado München Blumenau/Kleinhadern (Skywarn)
Kräftige Staubtrombe unter Schauerrückseite (Stormchaser-Europe-Forum)
September

Nördlingen (BY)

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 24.09.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15 und 17 Uhr MESZ. Beobachtungsort: Nördlinger Ries zwischen Benzenzimmern und Riesbürg-Goldburghausen, Blick nach Osten. Der Schlauch dürfte sich demnach schon im angrenzenden Bayern befunden haben (Umgebung von Nördlingen). Über Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelbeobachtung bei Nördlingen

Lauf an der Pegnitz (BY)

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 22.09.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 17 und 17:30 Uhr MESZ. Ein deutlich ausgeprägter Funnel wurde über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet, nach kurzer Auflösung bildete er sich neu und reichte dabei mit deutlich sichtbarer Rotation bis zum Boden hinab. Über Auswirkungen am Boden ist allerdings nichts bekannt.

Funnelbeobachtung bei Lauf
August

Rott am Inn (BY)

 22.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Bamberg (BY)

 01.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. "heftiger Starkregen mit Hagel. Bildung kleinerer Windhosen deren Ende nicht ganz zum boden reicht!!!" (Quelle: ESWD, DWD Online-Unwettermeldung)
Juni

Pankofen (BY)

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 30.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 12:30 bis 12:35 Uhr MESZ. Funnelsichtung zwischen Plattling und dem Deggendorfer Autobahnkreuz. Er wird als langer, dünner Schlauch beschrieben, der mehr als die Hälfte der Strecke Wolke-Boden hinabreichte.

Tornadoverdacht nahe Plattling

Kleinhadern (BY)

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 25.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:45 Uhr MESZ. Funnelsichtung durch Walter Stieglmair im Südwesten der Stadt München: "Auf der weiteren Heimfahrt konnte ich dann auf der Fürstenriederstrasse ab der Laimer Unterführung an der Rückseite einer nach Osten abziehenden Hagelzelle eine weitere, relativ weit herabreichende deutliche Funnelcloud beobachten. Die Funnelcloud befand sich etwa 2 Km weiter südlich der Laimer Unterführung in Höhe München-Kleinhadern."

Hagelunwetter mit Funnelclouds am 25.06.2008 ( Walter Stieglmair)
Funnelcloud über München-Südwest ( WZ-Forum)

Dachau (BY)

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 25.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:41 bis 18:43 Uhr MESZ. Funnelsichtung durch Walter Stieglmair. Zu der Zeit befand sich die Funnelcloud am erkennbar rotierenden Aufwindbereich der nach Osten abziehenden Gewitterzelle, etwa 5 Km südöstlich von seinem Standort zwischen Puchschlagen und Schwabhausen entfernt etwa in Höhe Dachau-Stadt.

Hagelunwetter mit Funnelclouds am 25.06.2008 ( Walter Stieglmair)
Hagel bis 4 cm und Funnelcloud ( Stormchaser-Europe-Forum)

Unterpfaffenhofen (BY)

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 11.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Beobachtung zweier Funnel im Westen Münchens durch Walter Stieglmair: "Die beiden Funnel habe ich zwischen 15:00 Uhr und ca. 15:10 Uhr vom westlichen Münchner Stadtrand aus (Aubing/Germering) in westlicher Richtung, ca 5 Km entfernt, beobachten können. Die Funnelclouds dürften sich etwa in Höhe Unterpfaffenhofen befunden haben. Lt. Exif-Datei meiner Kamera war die erste Funnelsichtung kurz nach 15:00 Uhr."
Funnelclouds und Gewitter am 11.06.2008 ( Walter Stieglmair)

Eggerszell (BY)

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 08.06.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 14:00 bis 14:20 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung im Bereich Eggerszell. Augenzeugen beschreiben, dass Staub und Äste aufgewirbelt wurden, einige Bäume stürzten um. Die Trichterwolke wurde von zahlreichen Augenzeugen im Raum Kirchroth bis St. Englmar beobachtet.

Funnelbeobachtung bei Eggerszell
Funnelbeobachtung in Obermotzing
Schäden bei Falkenfels (ca. 9 MB)
08.06.2010-Superzelle mit Tornado bei Eggerszell ( Martin Bohmann)

Waldsassen (BY)

 04.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:40 Uhr MESZ. Augenzeugenbericht über einen mutmaßlichen Tornado mit kurzzeitigem Bodenkontakt auf einem Feld, keine Schäden. Der mutmaßliche Tornado war ungefähr 900 m vom Beobachter enfernt und war zwischen der Finkenbühlstraße und Konnersreuther Straße in einer Wiese, wo Staub aufgewirbelt wurde.
April

Edenried (BY)

 11.04.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Am Abend: "Windhose zieht über Edenried: Aichach-Edenried (ech) - Einen riesigen Schreck bekam eine Edenrieder Familie am Freitagabend. Ein heftiges Gewitter mit Orkanböen beschädigte das Dach ihres Hauses. "Ich dachte, da ist fällt uns der Dachstuhl auf den Kopf", sagte die erschreckte Bewohnerin. Was war passiert? Eine Windhose hatte in rund 70 Meter Entfernung das gesamte Wellblechdach eines landwirtschaftlichen Gebäudes abgerissen und den Großteil der Last auf das Wohnhaus und Nebengebäude geschleudert. Das "fliegende Dach" musste dabei die Hürde über ein Gebäude und zwei Stromleitungen nehmen." (Quelle: Augsburger Allgemeine)

Windhose deckte gestern Dächer ab ( Augsburger Allgemeine, 13.04.08)
März

Kalchreuth (BY),
Kleingeschaidt (BY),
Nuschelberg (BY)

 01.03.2008 / Stärke (F1) Bestätigt
Kalchreuth liegt etwa 12 Kilometer nordnordöstlich der Nürnberger Innenstadt. Von mehreren Häusern wurden die Dächer abgedeckt und Dachstühle stark beschädigt. Unter anderem hob ein Bauwagen aus Metall ab und fiel auf eine Garage. Nach einer Analyse schließt sich weiter östlich eine kilometerlange Schneise an, dazu aus einer Meldung eines Skywarn-Nutzers: "fast alle Dächer der oberen Siedlung von Kleingeschaidt z.T. stark beschädigt; Dach des Wasserturms fortgerissen; ca. 20-50m breite Schneise im Wald, in der Bäume umgeknickt sind, läßt sich mindestens (!) von Johannisthal über Tauchersreuth, Hub und Nuschelberg verfolgen." Insgesamt ist die Schneise ca. 8 Kilometer lang. In Kalchreuth gab es Augenzeugen, die den Saugrüssel gesehen haben und beobachtet haben, dass Kieselsteine und Grasnarben davonflogen. Auch ein Augenzeuge in Tauchersreuth beschreibt eine Windhose. Nach späteren Untersuchungen setzten sich die Schäden fort bis an den Nordrand von Lauf a.d. Pegnitz.

Bericht zum Tornadoverdacht Kalchreuth

Landshut (BY)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Betroffen war vor allem die Bayerwaldsiedlung. "Heute gab es in Landshut einen Tornado, der von der Isar in Richtung Kreuzung Konrad-Adenauerstr. / Niedermeyerstr.zog und alle Bäume, die ihn in den Weg kamen umschmiss (sogar Ampeln sind kaputt). Es gleicht alles einen Schlachtfeld." (Quelle: Stormchaser-Europe-Forum). Unter anderem wurde das komplette Dach einer Reihenhaushälfte abgedeckt und zum Teil verfrachtet. Dazu aus einer Meldung der Moosburger Zeitung: "Das Orkantief Emma hat am Samstagvormittag, 1. März, eine Schneise der Verwüstung durch die Stadt geschlagen. Am schlimmsten erwischte es den Landshuter Osten: Die Windhose ließ Bäume wie Streichholze abknicken und deckte Häuser ab. Am Kasernenberg wurden vier Autos von herabstürzenden Bäumen beschädigt. Dabei wurde ein vierjähriger Junge aus dem Landkreis verletzt. An der Waldkirchener Straße wurde das Dach einer Sporthalle beschädigt. Obwohl in der Halle acht bis zehn Personen waren, wurde niemand verletzt." Ein Anwohner des Bereiches am so genannten Kasernenberg an der Niedermayerstraße in Landshut bestätigte telefonisch, rotierende Strukturen gesehen zu haben, wodurch Bäume regelrecht "abgedreht" worden sind. Auffällig ist, dass sehr kleinräumig extreme Schäden aufgetreten sind. Ein Hangwald wurde vollständig "gerodet" und Ampelanlagen sind vollständig zerstört worden. Der genannte Anwohner hat mitgeteilt, dass Bäume neben seinem Anwesen und in seinem Garten komplett zerstört worden sind, während sein Haus zum Glück völlig unbeschädigt geblieben ist.

Verdacht - 1.03.2008 Landshut/Bayern ( Stormchaser-Europe-Forum)
Orkantief "Emma" verwüstete Landshut ( Moosburger Zeitung, 02.03.08)

Orkan "Emma" wütete über Landshut ( Feuerwehr Landshut)
Einsatzdokumentation ( Feuerwehr Altdorf)

Altenmarkt (BY)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 10:20 Uhr MEZ. "Orkan reißt Kirchturmspitze um. Über Altenmarkt bei Osterhofen ist am Vormittag offenbar eine Windhose hinweg gefegt. Nach Informationen eines Polizeisprechers ist dabei die Turmspitze der Basilika Altenmarkt abgebrochen und ins Dach gestürzt. In der Stadt Plattling war längere Zeit flächendeckend der Strom ausgefallen. Stromausfälle werden uns nach wie vor aus weiten Teilen des südlichen Landkreises Passau gemeldet. Unter anderem sind Neuburg am Inn, Fürstenzell, Rustorf und Neuhaus teils ohne Strom. Eine genaue Übersicht über die Schäden liegt noch nicht vor." (Quelle: Mainpost). Weitere Meldung: "Mehr als 280 Jahre lang hat sie Wind und Wetter getrotzt. Am Samstag genügten drei Sekunden, um die Kirchturmspitze der Asambasilika in Altenmarkt zu stürzen. ?Emma? war stärker. Das Sturmtief war schon weit gereist, als es am Samstagmorgen um 10.20 Uhr eine Windhose direkt auf die Kirche zutrieb. [...] In Altenmarkt wurde niemand verletzt, als der etwa zehn Meter hohe Teil der Kirchturmspitze auf das Dach des Kirchenschiffs krachte: Die Trümmer blieben auf dem Dachstuhl liegen und brachen nicht in das Innere des Gebäudes durch. Sie sollen heute mit einem Autokran entfernt und das klaffende Loch soll abgedeckt werden - gestern war der Wind noch zu stark, so dass der Einsatz des 200 Tonnen schweren Krans abgebrochen werden musste." (Quelle: Passauer Neue Presse)

Tornadoverdacht Altenmarkt ( Skywarn)
Die wütende ?Emma? ( Passauer Neue Presse, 03.03.08)
Orkan reißt Kirchturmspitze um ( Unser Radio Passau, 01.03.08)
Bilanz von "Emma": viel Sachschaden, ein leicht Verletzter ( Unser Radio Passau, 02.03.08)

Leberskirchen (BY),
Eggenpoint (BY)

 01.03.2008 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:30 Uhr MEZ. "Wie nach einem Bombenangriff mutet die Lage in der kleinen Ortschaft Eggenpoint zwischen Frauensattling und Johannesbrunn an. Nahezu alle Häuse wurden von "Emma" abgedeckt ­ teilweise wurden die gemauerten Giebel herausgerissen. "Es war, als ob ein Düsenjet über uns hinwegrast, ich habe nur noch das Dach und andere Sachen fliegen sehen und in zwei Minuten war alles vorbei und mein Haus vollständig abgedeckt", berschreibt ein Anwohner seine Erlebnisse am Samstag gegen 9.30 Uhr. Die Aufräumarbeiten werden in Eggenpoint wohl noch Tage dauern. Minuten des Schreckens haben zur gleichen Zeit auch die Bewohner von Leberskirchen durchlebt. Die heftige Windhose von "Emma" riss die 15 Meter hohe Spitze des Kirchturms der Filialkirche "St. Ruppert" weg. Sie landete verstreut in alle Einzelteile auf dem Friedhof neben der Kirche. Das Gotteshaus wurde gegen 1700 erbaut und erst 1993 grundlegend renoviert. Wann die Kirche wieder ihren sakralen Zweck erfüllen kann, ist fraglich. Der Schaden wird von den Verantwortlichen auf 100.000 bis 200.000 Euro geschätzt." (Quelle: Moosburger Zeitung)

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Tornadoverdacht Leberskirchen, Eggenpoint ( Skywarn)
Emma: Schneise der Verwüstung ( Moosburger Zeitung, 02.03.08)
Einsatz 1. März 20008/1 Gerzen ( Feuerwehr Gerzen)

Tuchenbach (BY)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09 Uhr MEZ. ""Tornado" in Tuchenbach. Spektakulär klopfte das Sturmtief in der Gemeinde Tuchenbach (Landkreis Fürth) am Samstagvormittag an. Gegen 9 Uhr zog ein ebenso kurzer wie heftiger Tornado durch die Straßen. Die Windhose zerlegte eine Scheune in alle Einzelteile, rund 20 Dächer wurden komplett abgedeckt." (Quelle: Nürnberger Nachrichten). Weitere verdächtige Schäden entstanden in anderen Teilen des Nürnberger Landes - siehe Zeitungsberichte.

Bericht zum Tornadoverdacht Tuchenbach
Tornadoverdacht Tuchenbach ( Skywarn)
"Emma" hinterlässt Spur der Verwüstung ( Nürnberger Nachrichten, 01.03.08)
Tuchenbach: Sturm legt zwei Scheunen flach ( Nürnberger Nachrichten, 01.03.08)
«Emma« rollt das Kirchendach auf ( Nürnberger Nachrichten, 01.03.08)

Lülsfeld (BY)

 01.03.2008 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 08:05 und 08:10 Uhr MEZ. "Besonders schwer getroffen im Umland wurde die Ortschaft Lülsfeld. Massive Schäden gibt es am Kloster Maria Schnee. Dort wurde unter anderem der Glockenturm komplett abgerissen. Zahlreiche Fenster an der Hauptfassade gingen zu Bruch. Möglicherweise wurden die Schäden sogar von einer lokal begrenzten Windhose ausgelöst." (Quelle: Mainpost). Augenzeugen sollen den Tornado beobachtet haben. Es traten Millionenschäden auf, auch größere Schäden an Dachkonstruktionen traten auf. Mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ist in diesem Fall von einem Tornado auszugehen, der Fall wird derzeit genauer untersucht.

Bericht zum Tornadoverdacht in Lülsfeld

Niederwerrn (BY)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 07:30 und 08:15 Uhr MEZ. In Niederwerrn bei Schweinfurt gab es am "Icedome" größere Schäden, eine laufende Eislaufveranstaltung wurde abgebrochen und die Halle evakuiert. Eine "Windhose" soll beobachtet worden sein.

Tornadoverdacht Niederwerrn ( Skywarn)

Aschaffenburg (BY)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 07:30 Uhr MEZ. Es traten Schäden an Gebäuden auf, u.a. wurde an einem Dachstuhl in der Maximilianstraße auch die Konstruktion beschädigt. Ein Feuerwehrsprecher nannte einen Tornado als Ursache. Es gab erhebliche Verfrachtungen, Dachteile wurden hunderte Meter weiter transportiert.

Tornadoverdacht Aschaffenburg ( Skywarn)
Verdacht - 1.03.2008 Aschaffenburg ( Stormchaser-Europe-Forum)
Orkan Emma wütet auch am Untermain ( TVtouring)
"Emma" wütet in Unterfranken - Diashow ( Main-Echo)
Oktober
August
Juli

Althegnenberg (BY)

 21.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden südlich bis südöstlich von Augsburg. Dazu aus einem Bereicht der Augsburger Allgemeinen vom 23.07.07: "Sehr arbeitsreich war die Nacht zum Sonntag 21/22. Juli für die Rettungskräfte im Süden des Lkr. Aichach-Friedberg: Gewitter und Windhose sorgten für Arbeit. Denn ab 22 Uhr sorgte ein heftiger Gewittersturm mit zwei Windhosen vor allem in den südlichen Orten Steindorf, Hofhegnenberg, Hausen und Baindlkirch für etliche vollgelaufene Keller. Auch etliche Sachschäden sind zu vermelden: Nicht nur Hausdächer wurden in Mitleidenschaft gezogen, vor allem Bäume fielen dem kurzen aber kräftigen Wirbelsturm zum Opfer." Blockiert war nach Angaben der Feuerwehr Althegnenberg u.a. auch die Bundesstraße B2 Althegnenberg-Steinach.

Bayreuth (BY)

 19.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in und um Bayreuth. Dazu aus einer Meldung der Frankenpost am 19.07.07: "Nicht nur in Bayreuth, auch im Fichtelgebirge hat das Gewitter sichtbare Spuren hinterlassen. Nach einem heftigen Gewitterguss standen in Wunsiedel die Maximilianstraße und die Karl-Sand-Straße unter Wasser, vier Keller wurden überflutet. In Weidenberg, Seulbitz, Mistelbach und Fleckl stürzten ebenfalls Bäume auf Straßen und auf Hausdächer. Auch hier waren zahlreiche Keller durch die großen Wassermassen überflutet worden. Scheunen wurden zum Teil komplett zerstört, Strom- und Telefonnetze brachen zusammen. Umgestürzte Bäume blockierten die Bahngleise zwischen Bayreuth und Creussen." Einige Indizien sprechen für einen Tornado als Ursache, nachgewiesen werden konnte ein Tornado allerdings nicht.

Tornadoverdacht Bayreuth (Skywarn)
Die Superzelle vom 19. Juli 2007 in Oberfranken (Oberfranken-Wetter)
Fotos der Wallcloud über Bayreuth
Tornado in Bayreuth (Wetterzentrale)
Millionenschaden in Bayreuth (Frankenpost, 19.07.07)
Unwetter in Bayreuth - Übersicht (YouTube)
Unwetter in Bayreuth (YouTube)
Schweres Unwetter in Bayreuth und Umgebung (MySnip.de)

Schwarzenberg (BY)

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 04.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:18 Uhr MESZ. Funnelartiges Gebilde im Bereich nördlich von Fischbachau beobachtet und fotografiert. Über einen möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Fotos des Funnels und Bericht
Juni

Tettau (BY)

 25.06.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Nach einer Meldung der Neuen Presse Coburg vom 26.06.07 soll eine Windhose in Oberfranken aufgetreten sein: "Eine Windhose, die am Montagabend über den oberen Frankenwald hinwegfegte, fällte im Raum Tettau zahlreiche Bäume. Zwischen Schauberg und Langenau stürzten elf große, bis zu 25 Meter lange Fichten und Buchen auf die Kreisstraße KC 9. Die Freiwilligen Feuerwehren Tettau, Langenau und Schauberg waren mit 40 Kräften im Einsatz, um die Straße freizuräumen."

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Verdachtsfall Tettau (Skywarn)
Sturm fegt über Tettau hinweg (Neue Presse Coburg, 26.06.07)

Altbabensham (BY)

 15.06.2007 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 18:15 Uhr MESZ. Schäden an 10 Dächern und eine Schneise im angrenzenden Wald. Dazu aus einer Meldung von BR Online: "In Altbabensham im Landkreis Rosenheim hat offenbar ein Wirbelsturm zehn Wohngebäude abgedeckt und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen: Feuerwehr und Polizei, die bis in die Nacht ununterbrochen im Einsatz waren, um die gröbsten Schäden zu beseitigen, sprachen von einer "tornado-ähnlichen Entwicklung", die der Sturm genommen habe. Während in der unmittelbaren Nachbarschaft der kleinen Ortschaft keine Schäden aufgetreten sind, zerstörte der Sturm hier neben den Gebäudedächern ein Maisfeld und schlug eine Schneise der Zerstörung durch ein Waldstück: Auf einer Breite von 50 Metern sind alle Bäume in der Mitte abgerissen." Dazu aus der Augsburger Allgemeinen: "In Babensham (Landkreis Rosenheim) deckte ein Mini-Tornado die Dächer von zehn Häusern ab. An einigen Gebäuden wurden sogar die Dachstöcke in Mitleidenschaft gezogen. Der Sturm wirbelte Dachbalken wie Streichhölzer durch die Luft. Allein in dieser Gemeinde entstand ein Schaden in Höhe von zusammen rund 750.000 Euro."

Verdachtsfall Altbabensham (Skywarn)
Schwere Unwetter in Oberbayern (Augsburger Allgemeine, 16.06.07)

Baiersdorf (BY),
Forchheim (BY)

 15.06.2007 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 17:05 bis 17:20 Uhr MESZ. Der Tornado zog nach den bisherigen Erkenntnissen von Dechsendorf nordostwärts an Baiersdorf vorbei bis nach Forchheim. In der Innenstadt von Forchheim gab es Schäden an Bäumen und ein Obststand auf dem Paradeplatz wurde zerstört. Zuvor konnten Stormchaser bereits über Heßdorf, etwa 15 Kilometer südwestlich von Forchheim, eine rotierende und abgesenkte Wolkenbasis beobachten und filmen. Wenig weiter nordöstlich blockierten nach einer Meldung der Erlanger Nachrichten Bäume eine Straße: "Geflutete Unterführungen behinderten Fußgänger und Radfahrer, umgestürzte Bäume auf der Straße nach Dechsendorf ließen den Verkehr zusammenbrechen, im Bahnverkehr ging in Richtung Forchheim/Bamberg lange Zeit gar nichts mehr." Weiter nordöstlich hatte die Feuerwehr Baiersdorf ab 17:10 Uhr 11 sturmbedingte Einsätze. Beobachtungen eines Tornadoschlauches liegen u.a. aus der Nähe von Dechsendorf, aus Baiersdorf und aus Forchheim vor.

Schadensbericht aus Baiersdorf
Verdachtsfall Forchheim (Skywarn)
Video aus Heßdorf (15 km SW. von Forchheim) (YouTube)
Schäden bei Baiersdorf
Einsätze 2007 (Feuerwehr Stadt Baiersdorf)
Mai

Olching (BY)

 25.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 19:30 bis 19:45 Uhr MESZ. Zwischen Olching und Dachau soll diese Windhose aufgetreten sein, dazu ein Augenzeugenbericht: "Um 19:30 Uhr bildete sich eine Windhose zwischen Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) und Dachau, der Rüssel hatte aber keinen Bodenkontakt. Die Windhose zog Richtung München und löste sich kurz vor den Langenwieder Seen wieder auf. Das war so um 19:45 Uhr. Da die Windhose nur über Land zog, richtete sie keine Schäden an (es wurden zumindest keine Schäden gesehen). Die Windhose reichte nicht ganz zum Boden. So ca. 10 Meter haben gefehlt, es wurde Staub hochgewirbelt. Mein Bruder kann das ganze bezeugen, wir waren gerade auf den Weg zum Langenwieder See zum Baden als wir das Naturschauspiel beobachteten. Leider gibt es keine Fotos, wir haben die Handys zu Hause gelassen (weil wir ja Baden wollten), aber wir haben das ganze genau beobachtet. Die Windhose war die ganze Zeit gut sichtbar (wir sind auf der Autobahn A8 Richtung München gefahren, von der Autobahnanschlusstelle Dachau/Fürstenfeldbruk bis Autobahnanschlussstelle Langenwied). Leider hat sie sich dann wieder aufgelöst kurz vor den Langenwieder Seen, das ganze Naturschauspiel dauerte ca. 15 Minuten." (Skywarn Österreich)

Ergoldsbach (BY)

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 14.05.2007 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 20:20 und 20:50 Uhr MESZ. Die ersten Schäden an Bäumen und Gebäuden gab es im Bereich Kläham - Siegensdorf, südwestlich von Ergoldsbach (ca. 15-17 km nordöstlich von Landshut). Zudem wurde hier eine Hochspannungsleitung zerrissen. Gegen 20:23 Uhr zieht ein deutlich ausgeprägter Funnel über Ergoldsbach hinweg. In Ergoldsbach fiel Hagel mit einer Größe von mehr als 2 Zentimetern. Der Funnel soll dann nordöstlich von Ergoldsbach sichtbar Bodenkontakt gehabt haben. Im Bereich zwischen Ergoldsbach und Bayerbach gibt es weitere Schäden, hier sind einzelne Wurffelder mit Buchen- und Fichtenbestand vorhanden. Weiter nordöstlich setzen sich die Schäden fort, bei Asbach gibt es immer wieder Schäden an Bäumen. In Asbach fielen gegen 20:35 Uhr Hagelkörner bis zu einem Durchmesser von 1,5 cm. Auch bei Feldkirchen bei Straubing wurde gegen 20:50 Uhr ein Funnel beobachtet. Dieser Beobachtungsort liegt 27 bis 28 Kilometer nordöstlich von Ergoldsbach. Auslöser war sehr wahrscheinlich dieselbe Gewitterzelle. Insgesamt ergibt sich eine Zuggeschwindigkeit zwischen 60 und 65 km/h. Zuvor war die Gewitterzelle bereits vom Allgäu her knapp nördlich von München über die Kreise Dachau und Freising nach Nordosten gezogen.

Tornado im Raum Ergoldsbach
Feuerwehr Ergoldsbach
Januar

Sparneck (BY)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Im Grenzbereich der Kreise Hof und Wunsiedel sind zwischen dem Großen Waldstein und dem Bergkopf innerhalb einer Schneise erhebliche Waldschäden aufgetreten. Betroffen war auch ein Messfeld des Bayreuther Zentrums für Ökologie und Umweltforschung an der Universität Bayreuth.

Orkantief Kyrill: Angeblich Tornado in Bayreuth (Skywarn)
Beträchtliche Schäden durch Kyrill (Universität Bayreuth)
Messfeld Waldstein Weidenbrunnen (Universität Bayreuth)
Dezember

Salching (BY)

 10.12.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
An der Wetterwarte Straubing in der Gäubodenkaserne in Feldkirchen (südlich von Straubing) konnten am Sonntag, um 15:10 Uhr MEZ zwei Beobachter der Wetterwarte etwa 5 bis 10 Kilometer südöstlich der Station oberhalb Salching/Oberpiebing einen möglichen Tornado filmen. Schäden sind keine bekannt. Der Rüssel reichte optisch nicht ganz bis zum Boden.

Bericht zum mutmaßlichen Tornado
August

Altdorf bei Nürnberg (BY)

 28.08.2006 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr östlich von Nürnberg. Hier zieht sich eine Schadenspur von Altenthann knapp an Westhaid vorbei bis in den Raum nördlich von Rasch bei Altdorf. Die Spurlänge beträgt mindestens 5 Kilometer. Aus einer meldung der Zeitung Der Bote: "NÜRNBERGER LAND ? Das ist kein Kunstwerk auf der Weide, sondern war einmal eine Heuraufe für Kühe. Die rund 350 Kilogramm schwere Futterstation wurde Opfer des Tornados, dessen Ausläufer am Montag auch das Nürnberger Land heimsuchten. 100 Meter wirbelte die Windhose auf der Windau bei Westhaid das Eisengestell über den Boden, bevor es nach mehreren Aufsetzern vollkommen demoliert landete. In Altenthann wurde eine Garage abgedeckt, oberhalb von Rasch ein Baum von den Naturgewalten regelrecht abgedreht und Dächer von Holzlagerstätten wurden abgerissen."

Nürnberg (BY)

 28.08.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 18:25 und ca. 18:37 Uhr MESZ im Nürnberger Süden, hier vor allem in den Stadtteilen Gartenstadt und Falkenheim. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, von einem Haus wurde ein kleiner Teil des Giebels mit heruntergerissen. Dazu stürzten viele Bäume um. Insgesamt waren 150 Menschen direkt betroffen, verletzt wurde aber niemand. Der Gesamtschaden beträgt etwa 2 Millionen Euro. Mehrere Gebäude waren vorerst unbewohnbar. Nach der Analyse der Schäden, einiger Fotos und eines Kurzvideos sowie zahlreicher Aussagen von Augenzeugen ist dieser Fall bestätigt.

Bericht zum Tornado in Nürnberg
Windhose verursacht Millionenschäden (Der Tagesspiegel, 29.08.06)
Juli

Seefeld (BY)

 22.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: am späten Abend gegen 22:20 Uhr MESZ im Landkreis Starnberg, östlich des Ammersees. Im Ort traten erhebliche Schäden auf, die Medien meldeten teilweise eine Windhose und es gab Verfrachtungen sowie entsprechende Zeugenaussagen. Dennoch berichteten einige Augenzeugen, darunter auch Nikolai Dotzek von TorDACH, nur von einem starken Downburst.

Bericht von Jürgen Römmler

Reutin (BY)

 12.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen Mitternacht (MESZ). Nach einer Meldung der Schwäbische Zeitung vom 13.07.2006 soll dieser mutmaßliche Tornado in Lindau-Reutin zahlreiche Bäume umgeworfen haben, darunter eine Platane mit einem Stammdurchmesser von etwa 80 Zentimetern: "Nach Auskunft der Lindauer Polizei war eine Windhose durch Reutin gezogen und hatte dort massive Schäden angerichtet. Mehrere große Bäume und herabfallende Äste blockierten Straßen, andere waren zum Teil überflutet. 40 Feuerwehrler waren zwei Stunden im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen. In der Bregenzer Straße entwurzelte der Wind eine Platane mit einem Stammdurchmesser von 80 Zentimetern. Da der Baum beide Fahrstreifen blockierte, war die Straße in diesem Bereich über eine Stunde lang gesperrt. Auch in der Ladestraße hielt ein großer Baum dem Sturm nicht stand und stürzte auf die Fahrbahn. Zwei Straßen waren teilweise überflutet: Herabfallende Äste und Laub verstopften die Gullis. (Schwäbische Zeitung)"

Tornado im Kreis Lindau/Weißenberg am 11/12.7.? (Skywarn)
Sturm reißt unzählige Bäume aus (Schwäbische Zeitung, 13.07.06)
Juni

Cadolzburg (BY)

 27.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Eine "Windhose" wird in der örtlichen Presse erwähnt: "Zwischen Kirchfarrnbach und Keidenzell wurden durch eine Windhose auf einer Strecke von mehr als 100 Metern Bäume entwurzelt. Sie fielen auf die Fahrbahn und blockierten den Verkehr." (Quelle: Fürther Nachrichten). Augenzeugen sollen den Tornado gesehen haben, darunter der Zugführer eines Personenzuges auf der Strecke Zirndorf - Cadolzburg. Wenige Minuten nach der Sichtung musste der Zug wegen umgestürzter Bäume halten.

Tornado bei Cadolzburg (Lkr. Fürth)!?

Urspring (BY)

 21.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Neu-Ulmer Zeitung vom 23.12.2006 trat im Juni 2006 eine Windhose auf: "Sturm fällt Maibaum: Gerade einmal ein Jahr stand der Maibaum in Urspring. Dann wurde ihm ein Unwetter zum Verhängnis. Eine Art Windhose hatten Augenzeugen im Juni über dem Dorf gesichtet. Der Maibaum neigte sich unter ..." Auch in weiteren Teilen des Kreises Weilheim-Schongau traten Schäden durch Sturm, Hagel und Starkregen auf, darunter in Peiting, etwa 12 Kilometer nordöstlich von Urspring. Aus einer weiteren Meldung der Neu-Ulmer Zeitung vom 24.06.2006: "Sturm fällt Maibaum in Urspring: In handliche Teile zersägt für den Abtransport liegt der Urspringer Maibaum neben dem Platz, auf dem er vergangenes Jahr aufgestellt worden war. Eines der Unwetter der vergangenen Tage wurde ihm zum ..."
Mai

Mannsgereuth an der Rodach (BY)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt nicht bekannt. Hier wurde das Dach eines Kindergartens abgedeckt und die Dachplatten teilweise mehr als 100 Meter verfrachtet. Mannsgereuth liegt etwa 12 Kilometer nordöstlich von Lichtenfels. (Quelle: u.a. Feuerwehr Lichtenfels)

Ebern (BY)

 20.05.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: am Abend. Erste Schäden gab es nach den vorliegenden Meldungen in Ebern. In Recheldorf wurden mehrere Dächer abgedeckt, Augenzeugen konnten den Tornado beobachten. In Kaltenbrunn an der Bundesstraße 4 wurde das Lagerhaus eines Betriebes stark beschädigt. Im ganzen Hof lagen unzählige Dachziegel verstreut, einige hatten sogar in das Vordach Löcher beim durchschlagen gerissen, alle Bäume auf dem Grundstück hatten starke Äste verloren oder waren gleich komplett mit den Wurzeln herausgerissen.

Königsberg in Bayern (BY)

 20.05.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 18:40 Uhr MESZ
"In Königsberg in Bayern, OT Holzhausen, beschädigte eine Windhose ca. 20 Häuser, bei einer Scheune besteht Einsturzgefahr. Über Personenschäden gibt es keine Erkenntnisse. Die örtliche Feuerwehr ist im Einsatz." Quelle: sw-express.de. Aus Holzhausen liegen auch Augenzeugenberichte vor. Hier sind auch eindeutige Tornadoschäden erkennbar: Das Rathaus wurde vom Tornado in Zugrichtung gestreift und die Ziegel zur linken Seite in die nächste Hauswand verfrachtet.
Die Schadensbilanz des gestrigen Unwetters in Unterfranken (sw-express.de)
Verdachtsfall Schweinfurt
Bericht in der Heimatzeitung für den Kreis Hassfurt
Zitat aus diesem Artikel, Augenzeugenbericht von Stefanie Brantner: "Plötzlich sahen wir beim Spaziergang, wie sich die Wolken verdunkelten, ein tiefes Grummeln lag in der Luft. Dann wirbelte es die Wolken im Kreis herum und innerhalb von wenigen Sekunden war alles geschehen!"
Als Regiomontanus vom Sockel bollerte (Mainpost, 20.05.11)
Als die Windhose alles kurz und klein schlug (inFranken.de, 21.05.11)
Ob Schäden in Schweinfurt-Süd auf denselben Tornado zurückzuführen sind oder auf einen weiteren Fall, ist noch offen. Insgesamt zieht sich eine Schadensspur von Schweinfurt-Ost bis Leuzendorf (ca. 27 km westlich von Lichtenfels) in Unterfranken. Dies sind ca. 35 km und nach bisherigen Schätzungen ergibt sich ein Waldschaden von 11.500 Festmeter Holz. In dem Wald hinter der Landstraße Buch - Abersfeld zieht sich das Schadensgebiet kurzzeitig in die Breite. Hier sind lt. Revierförster auf einer Breite von ca. 1km immer wieder vereinzelte kleine Wurffelder sowie
abgedrehte Buchen feststellbar.
April

Schwandorf (BY)

bild
 26.04.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Die Aufnahmen machte Hans Westiner gegen 18:40 Uhr MESZ beim Durchzug eines kleinen Gewitters von Schwandorf aus in Richtung Osten. Ob sie allerdings nur Wolkenfetzen - so genannte Fractus - zeigen oder einen schwachen Tornado, ist offen. Die Suche nach möglichen Schäden blieb aber ergebnislos.

Fotos und Bericht von Hans Westiner
Diskussion zu den Fotos
Oktober

Motten (BY)

 22.10.2005 / Stärke (F2) Bestätigt
Am Abend des 22. Oktober hinterließ ein starker Tornado gegen 19:20 Uhr MESZ erhebliche Schäden im hessisch-bayerischen Grenzgebiet bei Motten. Wegen der bereits eingesetzten Dunkelheit gab es nur zwei Augenzeugen, die in einer Fischerhütte den direkten Durchzug des Tornados überlebten. In einer breiten Schneise brachen nahezu sämtliche Bäume ab oder wurden entwurzelt. In einem Gewerbegebiet am Rande von Motten gab es erhebliche Schäden in mehreren Betrieben. Glücklicherweise war der Ort Motten selbst nicht betroffen und niemand wurde verletzt.

Mehr zum Tornado in Motten
September
August

Dießen am Ammersee (BY)

 17.08.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Gegen 17:30 Uhr beobachteten Alexander Frey und mindestens drei weitere Augenzeugen einen vermutlich schwachen Tornado etwas westlich, eventuell südwestlich des Ammersees in Oberbayern: "Leider hatte ich keinen Foto zur Hand und war auch relativ weit weg, genauer gesagt in Grafrath, ca. 6 km nördlich des Ammersees, deswegen ist die Entfernungsangabe mit Vorsicht zu genießen. Das Naturschauspiel war lange Zeit zu beobachten - ich schätze mindestens 15 Minuten. Der Rüssel war deutlich ausgeprägt und reichte unmittelbar nach der ersten Sichtung aus der dunklen Regenwolke bis ca. 80% zum Boden - oben dick unten dünn. Zum Schluss löste sich der Rüssel in eine lockere Wolkenstruktur auf, die sich dann innerhalb von 3-5 Minuten zerfiel. Eigentlich müssten reichlich viele Beobachter Schnappschüsse gemacht haben". Ein vorübergehender Bodenkontakt kann in diesem Fall nicht ausgeschlossen werden, wer hat weitere Informationen/Fotos zu diesem Fall?
Juli

Dingolfing (BY)

 31.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Tornado zwischen Landshut und Landau gemeldet, nichts Näheres bekannt.

Waldthurn (BY)

 29.07.2005 / Stärke (F2) Bestätigt
Zunächst wurde vor allem über die Schäden in Sachsen berichtet, erst später wurden die Schäden im Bereich Waldthurn in der Oberpfalz systematischer erfasst. Dabei kann ein Tornado gegen 22:20 Uhr MESZ als gesichert angenommen werden, mindestens ein weiterer Verdachtsfall liegt vor.
Karte zu den beiden Fällen bei Waldthurn
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Berichte zum Unwetter am 29.7.05 (Benjamin Schön, Waldthurn)
F2/T4 Tornado auf der Ostseite des Fahrenberg (Benjamin Schön, Waldthurn)
Gesamtübersichtskarte der Schäden (Benjamin Schön)
Schäden vom 29.7. 05 in Oberfranken auch durch Tornado
Schäden vom 29.7. 05 in Oberfranken?
Waldthurn: 2 weitere platt gemachte Waldstücke
Diskussion im Forum von Skywarn
Zu den Sturmschäden vom 29.07.05 in der Oberpfalz (Martin Hubrig)

Großaitingen (BY)

 25.07.2005 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach einer Archivmeldung der Neu-Ulmer Zeitung vom 03.08.2005 trat am 25. Juli 2005 eine Windhose auf: "Minitornado zieht durch die Gärten: Großaitingen (rr). Erst jetzt wurde bekannt, dass am Montag, 25. Juli, ein Minitornado in Großaitingen Schäden in Höhe von mehreren tausend Euro angerichtet hat. Wie Bürgermeister Franz Stellinger ..."
Juni
Mai

Steinbach bei Eltmann (BY)

 14.05.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Der dritte Tornado am Abend des 14. Mai (Pfingstsamstag) richtete erhebliche Schäden in Hassberge an, das etwa 30 Kilometer östlich von Schweinfurt liegt. Der Tornado entstand an einer weiteren Schauerzelle. Mehr zu allen Fällen dieses Abends finden Sie auf einer Seite zu den Tornados bei Schweinfurt.

Schonungen (BY)

bild
 14.05.2005 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Am frühen Abend des 14. Mai (Pfingstsamstag) entstanden bei Schweinfurt und östlich davon mindestens drei Tornados. Nach Auflösung des ersten Tornados bei wurde östlich von Schweinfurt bei Schonungen eine Neubildung gesichtet. Mehr zu allen Fällen dieses Abends finden Sie auf einer Seite zu den Tornados bei Schweinfurt.

Arnschwang (BY),
Cham (BY)

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 05.05.2005 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Einen weiteren Verdachtsfall gab es am Nachmittag des Himmelfahrttages im Bayerischen Wald, wo Stefan Engl entsprechende Beobachtungen machte. Danach entstand eine Diskussion über den möglichen Tornado, zu dem bislang noch keine Schäden am Boden nachgewiesen werden konnten. Dies dürfte in den ausgedehnten und teils nur schwer zugänglichen Wäldern auch schwierig werden.

Tornado oder Fractus? (Bild + Video von Stefan Engl)
November
September

Aufkirchen (BY)

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 12.09.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Der schwache Tornado wurde von Walter Stieglmair beobachtet: "Es gab einen Tornado am Ostufer des Starnberger Sees, an einer Anhöhe bei dem Ort Aufkirchen bei Starnberg. Der Tornado bildete sich sehr schnell aus einer turbulenten und rotierenden Wolkenvertiefung und hatte für ca. 40 Sekunden deutlichen Bodenkontakt." Dazu noch diese Links:
Bericht von Walter Stieglmair
Bericht und Diskussion im Forum der Wetterzentrale
Diagnose von Matthias Jaeneke im Forum der Wetterzentrale
Der Fall war unter den Experten nicht unumstritten, wie die Diskussion zeigt:
Weitere Diskussion im Forum der Wetterzentrale
August

München (BY)

 17.08.2004 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 17:30 und 18:00 Uhr MESZ. Ein ehrenamtlicher DWD-Beobachter war Augenzeuge dieses Tornados, über das Ausmaß der Schäden ist nichts bekannt.
Juli

Mitterlern (BY)

 24.07.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:44 Uhr MESZ. Schwacher Tornado zwischen Berglern-Mitterlern und Wartenberg.
Juni

Adelzhausen (BY)

 30.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Juni. "Und auch der Katastrophenschutz rückt immer mehr ins Blickfeld der Feuerwehr, wie die Wetterereignisse in den letzten Jahren, die Windhose im Juni 2004, oder auch die Überschwemmungen nach starken Regenfällen zeigen." (Quelle: Feuerwehr Adelzhausen ). Adelzhausen liegt im Landkreis Aichach-Friedberg.

Markt Indersdorf (BY)

 27.06.2004 / Stärke (F1) Verdacht
Ausführlicher Bericht zum Sturm von Markt Indersdorf. Allerdings ist nicht klar, ob es sich in diesem Fall um "normale" Gewitterfallböen oder um einen möglichen Tornado gehandelt hat. Auf jeden Fall richteten Hagelschlag und Böen in Orkanstärke erhebliche Schäden an. In dem Bericht finden Sie Aufnahmen, die vor, während und nach dem Unwetter gemacht wurden.

Haar bei München (BY)

 23.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer dünnen Funnelcloud. (Quelle: Janina Kufner)

Gilching (BY)

 20.06.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 10:50 Uhr MESZ. Schwacher Tornado zwischen Gilching und Puchheim (Augenzeuge u.a. Nikolai Dotzek)
Mai
September

Heufeld (BY)

 13.09.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:32 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich Heufeld, nordöstlich von Götting. (Quelle: Thorsten Falke)
August

Waldthurn (BY)

 18.08.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Trichterwolke bei Waldthurn gegen 19:45: Augenzeuge: Benjamin Schön." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Rosenheim (BY)

 18.08.2003 / Stärke (F0) Bestätigt
"Tornado im Landkreis Rosenheim, gegen 14:00. Stärke T1/F0. Zugrichtung von West nach Ost. Tornado entwickelte sich am südlichen Ende einer Superzelle." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Memmingen (BY)

 11.08.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Archivmeldung der Neu-Ulmer Zeitung vom 12.08.2003 trat am 11. August 2003 eine Windhose auf: "Windhose deckt Dach ab: Susanne Messner aus dem Memminger Hoppenriedweg fuhr ein Schrecken in die Glieder, als sie gestern kurz nach 16 Uhr in den Garten blickte, in dem ihre Kinder planschten. "Wie aus dem Nichts", so ..."
Juli

Königsbrunn bei Augsburg (BY)
[Region: Ilsesee]

 17.07.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Trichterwolke bei Ilsesee/ Königsbrunn bei Augsburg gegen 14 Uhr. Dauer 5 Minuten. Entwicklung von mehreren kurzlebigen Trichterwolken aus einer einzigen Gewitterzelle" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)
Juni

München (BY)

bild
 28.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, dazu der Bericht von Walter Stieglmair: "Als ich gegen 16:00 Uhr im Stadtteil Fröttmaning, im Münchner Norden angekommen bin, bot sich mir ein sehr beeindruckendes Bild. Ich war gerade auf der Autobahn München-Nürnberg unterwegs, als ich in nordwestlicher Richtung eine sich rasch bildende Funnelcloud erkennen konnte. Die Trichterwolke bildete sich an der westlichen Seite der Gewitterwolke, und wuchs rasch nach unten [...]. Die Funnelcloud war durch die hinter der Gewitterzelle scheinende Sonne hell beleuchtet und sehr deutlich zu sehen. Ich konnte auch trotz der Entfernung, und obwohl ich nur kurz beobachten konnte, deutliche Rotation erkennen."

Gewitter mit Funnelcloud im Münchner Norden am 28.06.2003 (Walter Stieglmair)

Deiningen (BY)

 23.06.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Erhebliche Baumschäden im Bereich der Deininger Flur: "Windhose kam aus dem Nichts - Sturmböe entwurzelt und zerfetzt Bäume in Deininger Flur auf 300 Metern ..." Quelle: Schwabmuenchner Allgemeine, 25.06.03

Zirndorf (BY),
Oberasbach (BY)

 23.06.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Am Montag, den 23. Juni 2003, fegte gegen 18.45 ein Tornado über die Zirndorfer Ortsteile Wintersdorf und Leichendorf hinweg. Aus einer Meldung von Short News am 24.06.2003: "Wirbelsturm im Landkreis Fürth - Im mittelfränkischen Landkreis Fürth hat eine Windhose bei einem Gewitter am gestrigen Abend erheblichen Sachschaden angerichtet. Der Drehwind zog hierbei seine Bahn der Zerstörung durch die Gemeinden Wintersdorf, Leichendorf, Zirndorf und Oberasbach. Innerhalb weniger Minuten wurden mehrere Bäume und Straßenschilder umgeworfen und zwei Autos beschädigt. Bei einem Blitzschlag wurden elektrische Geräte durch Überspannung unbrauchbar. Schadenshöhe: bisher 50.000 Euro."

Wirbelsturm im Landkreis Fürth (Short News, 24.06.03)

Büchlberg (BY)

 18.06.2003 / Stärke (F2) Bestätigt
Dieser mutmaßliche Tornado fegte am Mittwochnachmittag durch die niederbayerische Ortschaft Büchlberg im Landkreis Passau. Etwa 20 Häuser wurden beschädigt, der Tornado deckte unter anderem das Dach eines Busunternehmens komplett ab. Eine Tornadosichtung liegt aber noch nicht vor. Dazu einige Links:
Tornado in Büchlberg -> Zeitungsbericht mit Fotos (WZ-Forum)
Neueste Meldungen zum Passau-Tornado (WZ-Forum)
Tornado bei Passau (WZ-Forum)
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Sedlbrunn (BY)

 14.06.2003 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Auf Gut Sedlbrunn bei Pöttmes deckte eine Windhose ein Pferdezelt und mehrere Partyzelte ab. Rund 20 Tiere liefen in Panik davon, ein Pferd wurde bei Gundelsdorf von einem Auto erfasst." (Quelle: Schwabmuenchner Allgemeine, 15.06.03)

Gut Sedlbrunn

Mitterteich (BY)

 12.06.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Laut einer Analyse von Andreas Betzl entstanden innerhalb einer ca. 2,5 km langen und bis zu 100 Meter breiten, von Südwest nach Nordost gerichteten Schneise einige Schäden. In Mitterteich wurde das Dach einer Reithalle teilweise abgedeckt und einige Bäume stürzten um, einer davon auf einen PKW.

Mainaschaff (BY),
Miltenberg (BY)

 08.06.2003 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Tornado zwischen Mainaschaff und Miltenberg. Tornado trat beim Durchgang einer Kaltfront auf. Über 100 Bäume wurden gefällt. Beobachtet vom DWD, Dirk Heizenreder." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Egling (BY)

 04.06.2003 / Stärke (F0) Bestätigt
"Tornado 10 km südöstlich von Irschenhausen gegen 16:35 Uhr. Beobachtung von Helmut von Rohland" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)
Mai

Sulzemoos (BY)

 19.05.2003 / Stärke (F0) Bestätigt
Westlich von München bildete sich bei Sulzemoos an der Autobahn A 8 dieser schwache Tornado, der nur für sehr kurze Zeit auf einem Feld Bodenkontakt hatte.

Hilpertsried (BY)

 19.05.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Zwei Skywarn-Beobachter)

Tutzing (BY),
Pöcking (BY)

 19.05.2003 / Stärke (F0) Bestätigt
"Tornado bei Tutzing / Pöcking gegen 17:31 Uhr. Stärke T0/F0, Beobachtungszeit 2 Minuten. Zugrichtung West nach Ost Windhose entwickelte sich an einer intensiven Böenfront, beobachtet von 3 Spottern gleichzeitig mit einer Videokamera. Personen südlich von Starnberg sowie in Weilheim und Peissenberg beobachteten das Ereignis ebenfalls. Quelle Skywarn: Daniel Robrecht." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003) - Der schwache Tornado wurde von Stormchasern südlich von Starnberg gefilmt. Es gab keine Schäden, da der Tornado nur über Felder zog. Hier der Link zum MPEG-Video
Oktober

Würzburg (BY)

 26.10.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: morgens. Nach einer Meldung der Pressestelle des Ordinariates Würzburg soll eine Windhose aufgetreten sein: "Sachschaden in Höhe von mindestens 500.000 Euro hat am Samstagmorgen, 26. Oktober, eine Windhose am Würzburger Neumünster verursacht. Wie Domdekan Prälat Kurt Witzel sagte, fegte der Wind die Spitze mit der greifartigen Wetterfahne von der Kuppel der Kirche. Dabei durchschlug das abgebrochene Objekt, das etwa 500 Kilogramm schwer ist, zwei bis drei Dachsparren."

Sturm fegt Spitze von Neumünsterkuppel (Pressestelle des Ordinariates Würzburg)
August

Cham (BY)

 17.08.2002 / Stärke (F1) Verdacht
"Tornado in Cham gegen 14:00 Uhr MEZ. Stärke T3, Spurbreite 40 m" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2002)
Juli

Weichenberg (BY)

 09.07.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
"Die Windhose bildete sich gegen 15.45 Uhr beim Aindlinger Ortsteil Weichenberg. Sie riss Bäume um, darunter die etwa 150 Jahre alte große Buche bei der Kappelle. Weiter wurde der Stall eines Anwesens zur Hälfte abgedeckt und ein Glashaus der Firma Christoph zerstört. Äste von Bäumen lagen bis zu 100 Meter weit in einem Gerstenfeld. Dachplatten waren im weiten Umkreis zu finden." (Quelle: Schwabmuenchner Allgemeine, 10.06.03)
Juni

Waldmünchen (BY)

 20.06.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:10 Uhr MESZ. Schwacher Tornado in Waldmünchen, weiter nichts bekannt." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2002)

Immenreuth (BY)

 15.06.2002 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Feuerwehr Tirschenreuth: "Um 14.00 Uhr zog eine Windhose eine rund 100 Meter breite Spur der Verwüstung durch den Ortskern von Immenreuth. Zwei 10-jährige Jungen kamen mit dem Schrecken davon, nachdem eine 25m hohe Birke entwurzelt wurde, an die sie kaum eine Minute vorher ihre Fahrräder gelehnt hatten..."

Blechgarage fliegt durch die Luft (Oberpfalznetz)
Baum über der Fahrbahn in Immenreuth, Mühlweg (Kreisfeuerwehrverband Tirschenreuth)

Stockdorf (BY)

 06.06.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Forum der Wetterzentrale gemeldet.

Schrobenhausen (BY)

 05.06.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Forum der Wetterzentrale gemeldet.
Mai
März

Bad Heilbrunn (BY)

 22.03.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
Der schwache Tornado trat nördlich Bad Heilbrunn bei Penzberg auf. - "Tornado in Penzberg, Stärke T0, keine weiteren Angaben, keine Schäden" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003 sowie Augenzeuge Felix Geis)
August
Mai
April

Niederrunding (BY),
Göttling (BY)

 10.04.2001 / Stärke (F0) Bestätigt
Der schwache Tornado zog gegen 18:30 Uhr MESZ im Bereich Niederrunding, Göttling von Nordwet nach Südost. Stefan Engl konnte damals Aufnahmen machen. Größere Schäden gab es nicht.
März
Juli

Waldkraiburg (BY)

bild
 15.07.2000 / Stärke (F0) Bestätigt
Dieser schwache Tornado bildete sich gegen 15:30 Uhr bei Waldkraiburg, östlich von München. Der Tornado hielt sich etwas mehr als eine Minute und richtete kaum Schäden an, da er über freie Felder hinwegzog.

Bericht mit Fotos von Walter Stieglmair
Juni

Brannenburg (BY)

 10.06.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud. Über Bodenkontakt ist nichts bekannt. Vor Ort wurden nur Hagelschäden durch bis zu 5 cm große Hagelkörner gefunden. (Quelle: Mark Vornhusen)

Etting (BY),
Eberfing (BY)

 04.06.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Gegen 16:30 Uhr MESZ Beobachtung einer Funnelcloud, u.a. durch Nikolai Dotzek.
Mai
Juli

Karlstein (BY)

 31.07.1999 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Juli 1999 - Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich Karlstein bei Regenstauf (Helmut Birk).

Freising (BY),
Erding (BY)

 31.07.1999 / Stärke (F0) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Monat Juli 1999 - Gegen 17:00 Uhr MESZ trat dieser schwache Tornado zwischen Freising und Erding auf, er wurde von Ismaning aus beobachtet (Quelle: Augenzeugenbericht)
Juni

Würzburg (BY)

 02.06.1999 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
In einem Beitrag des TV-Senders RTL wurde über den Tornado nahe Würzburg berichtet.
August

Weiden (BY)

 31.08.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1998 - Näheres über diesen Tornado westlich von Weiden ist nicht bekannt (Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998)
Juni

Hochgreut (BY)

 06.06.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres zu diesem Fall ist nicht bekannt. (Quellen: "Journal of Meteorology", vol. 25 (2000), page 210 sowie "The Climatological Observers Link" (COL), Juni 1998)

Arnbruck (BY)

 20.06.1996 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 23:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mittelbayerischen vom 26.08.2016: "Vor 20 Jahren verwüstet eine Windhose das Anwesen Josef Müllers. Der heute 70-Jährige spricht trotz allem von großem Glück. Arnbruck. Als vor gut einem Jahr im schwäbischen Dorf Affing ein Tornado eine millionenschwere Verwüstung anrichtete, erinnerten sich viele Arnbrucker an eine ähnliche Katastrophennacht, in der ein kleiner Tornado an mehreren Gebäuden der Familie Josef Müller in der Waltersau bei Arnbruck die Dächer mit sich fortriss und zu Kleinholz zerschmetterte. Josef Müller (70) erinnert sich noch genau: "In dieser Nacht haben wir gemeint, die Welt geht unter!" Kein Wunder, denn durch die Verwüstungen war auch die unweit vorbeiführende 20-KV-Stromleitung betroffen, so dass es in ganz Arnbruck finster war. Erst am frühen Morgen des 21. Juni 1996 wurde ihnen das Ausmaß des Schadens langsam klar, aber auch, welches Glück sie hatten, denn niemand war verletzt worden. Weder in der Familie von Josef Müller, noch im 50 Meter weiter unten stehenden Altbau, in dem Sohn Kuno Müller mit seiner Familie wohnte. Josef, der Jüngste, war zu dieser Zeit auf der Technikerschule in Regensburg. Unglaubliches Glück aber hatte der Zweitälteste, Andreas Müller, der mit seiner hochschwangeren Frau Silke, den Söhnen Andreas und Thomas, damals sechs und vier, im ausgebauten Dachgeschoss wohnte. Der Tornado riss ihnen buchstäblich das Dach über dem Kopf weg, über den Betten der Buben lagen Bretter und Reste der Sparren, aber keiner trug auch nur einen Kratzer davon. Nur den Akku-Schrauber, der auf einem Tisch in der Mitte des Kinderzimmers lag, fand man später 100 Meter weiter auf der Wiese. Silke gebar in derselben Nacht im Krankenhaus in Viechtach den Jüngsten, Markus, ohne Komplikationen. Noch ein weiteres unglaubliches Vorkommnis gab es: Das Dach des alten Wohnhauses, in dem Josef Müllers Ältester, Kuno, mit seiner Frau Marion und den beiden kleinen Kindern Matthias (3) und Monika (1) wohnte, wurde von der Windhose komplett abgehoben, wobei der hohe Kamin unbeschädigt stehen blieb. Lediglich die nördliche Giebelmauer war umgestoßen. Das Dach lag 200 Meter weiter östlich, wo es die hohen Fichten vor dem Wohnhaus von Ernst Haider abgefangen hatten. Neben dem Altbau stand auch ein mächtiger Kirschbaum mit einem Stammdurchmesser von zirka 35 Zentimetern; den hatte es am Wurzelstock regelrecht abgedreht und zur Seite gelegt. Der ganze Spuk hatte nur wenige Sekunden gedauert. Wie erlebten die Bewohner diesen Tornado? – Josef Müller: "Meine Frau und ich sind am 20. Juni um halb zwölf ins Bett gegangen. Zehn vor zwölf hörte ich auf einmal ein Pfeifen, einen hellen und schrillen Ton, ich bin raus aus dem Bett, ich dachte, ein Flugzeug stürzt ab, dann sah ich einen grellen Blitz und einen schwarzen Schatten, der nach oben verschwand, und dann war alles still, alles finster. Ich suchte eine Taschenlampe, leuchtete herum, hinunter zum alten Haus, dann nach oben und dann hörte ich von oben den Andreas schreien." Welche Erleichterung es war, als man die beiden Buben unverletzt unter den Trümmern hervorziehen konnte, als man registrierte, dass niemand verletzt war, dass auch die Urlaubsgäste im Häuschen unten mit dem Schrecken davongekommen waren. Der Sachschaden aber war beträchtlich, weil auch mehrere Autos schrottreif demoliert worden waren. Der Klein-Tornado zog eine rund 20 Meter breite Schneise der Verwüstung mit umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern hinauf bis zum Freibad, zum alten Sportplatz und zum Anwesen von Max Jungbeck; Trümmer lagen überall. Später wurden sogar Holzteile und Isoliermaterial auf der Schareben gefunden. Später fand man auch heraus, was es mit dem vermeintlichen Kugelblitz auf sich hatte: Hubert Rackl hatte im Talgrund Bauholz für sein Einfamilienhaus gelagert. Von dort wurden Balken wie Zündhölzer hochgewirbelt, stürzten in die 20-KV-Leitung und verursachten einen gewaltigen Kurzschluss, der Blitz und Stromausfall auslöste. Noch in der Nacht rückten die Feuerwehren aus Arnbruck und Umgebung aus, leuchteten die Unglücksstelle aus, halfen, die zwei Wohnhäuser notdürftig mit Planen abzudecken. Bald begann es zu regnen. Josef Müller: "Drei Wochen lang hat es dann ohne Unterlass geregnet!" Kein Wunder, dass es da dem Josef Müller angst und bang wurde, als er zu rechnen begann: Drei Autos (davon ein neues der Urlauber) hatten Totalschaden, weitere fünf waren beschädigt. "Gottlob hat damals die Versicherung bezahlt!" Auch die Nachbarschaftshilfe funktionierte bestens: "Es waren immer 30 bis 40 Leute da, die aufräumen halfen, auch die Hausratversicherung hat bezahlt, aber wir hatten damals keine Sturmversicherung!" sagt Josef Müller, der die Kosten der Wiederherstellung mit 360 000 DM beziffert. Durch die nicht bezifferte Eigenleistung und die großartige Nachbarschaftshilfe konnte diese Summe beträchtlich reduziert werden. Wenn Josef Müller heute über die Katastrophe spricht, dann dringt immer wieder die Dankbarkeit durch, weil niemand verletzt worden war und sie in der Notsituation nicht alleingelassen wurden: "Wir haben trotz allem ein unglaubliches Glück gehabt!""

"Ich meinte, die Welt geht unter!" (Mittelbayerische, 26.08.16)
August

Großwallstadt (BY)

 20.08.1995 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus dem Einsatzbericht der Freiwilligen Feuerwehr Großwallstadt: "Sonntag, 20.08.95, 17.40 Uhr, Alarmierung zu Sturm- und Wasserschäden auf der B469, Weichgasse, Birkenstraße. Nach Wirbelsturmartigen Regenfälle müssen umgestürzte Bäume von der Fahrbahn entfernt werden. In der Weichgasse u. Birkenstr. müssen Keller ausgepumpt werden." Ein Augenzeuge beschrieb den Tornado: "Die Windhose entstand zwischen Großwallstadt und Obernburg am Main. Dauer ca. 45 s bis 1 min. Fegte über die Landstrasse an der Brücke über die B469. Einige kleinere Bäumchen wurden auf die Fahrbahn geschleudert. Polizei und Feuerwehr waren kurz darauf mit Aufräumarbeiten beschäftigt".
Juli

Rothenburg ob der Tauber (BY)

 22.07.1995 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Am 22.07.1995 zerstört in den Forstämtern Schrozberg (Baden-Württemberg) und Rotenburg o. d. Tauber (Bayern) ein Hagelsturm - in dessen Zentrum sich eine Windhose gebildet haben soll - erhebliche Flächen an Kleinprivatwald (Quelle: Martin Hubrig: "Schwere lokale Stürme", 1999).
Januar
Juli

Pfreimd (BY)

 16.07.1993 / Stärke (F2) Bestätigt
Auf einer Breite von etwa 150 Meter und einer Länge von 500 Meter zog dieser Tornado zwischen Weiden und Schwandorf hindurch. (Quelle: Seite der Stadt Pfreimd) - Dazu aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 19. Juli 1993: "Ein Wirbelsturm richtete im oberpfälzischen Pfreimd verheerende Schäden an: Eine Lagerhalle fiel zusammen, ein Dachstuhl brach ein, mehrere PKW wurden von ihren Parkplätzen hinweggefegt. Nach Augenzeugenberichten dauerte der Spuk lediglich eine Minute." - Aus einer Meldung der Weidener Tageszeitung "Der neue Tag" vom 19. Juli 1993: "Am stärksten betroffen war Pfreimd im Landkreis Schwandorf. Innerhalb kürzester Zeit wurde in der Nacht zum Samstag von dem Wirbelsturm eine leerstehende Lagerhalle niedergedrückt, in einer Schreinerei brach der Dachstuhl ein, mehrere PKW wurden von ihren Parkplätzen hinweggefegt. Außerdem entwurzelte der Sturm eine Reihe von Alleebäumen, knickte einen Strommast ein und deckte mehrere Hausdächer teilweise ab. Nach Augenzeugenberichten dauerte der Spuk lediglich eine Minute. Personen kamen laut Polizei nicht zu Schaden. Allein in Pfreimd liegt die Schadenshöhe bei mindestens 1,5 Millionen Mark."

Bericht und Foto des Tornados (Der Session-Kreis)

Ramspau (BY)

 10.07.1993 / Stärke (F0) Bestätigt
Schwacher Tornado in Ramspau i.d. Oberpfalz, von West nach Ost ziehend (Quelle: Helmut Birk, Maxhütte-Haidhof).
Mai
Januar

Rupboden (BY)

 15.01.1993 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 05:10 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Saale-Zeitung vom 16.01.1993: "Windhose hob in Rupboden Dach einer Lagerhalle ab und schleuderte Teile gegen Nachbarhaus. Zeitlofs-Rupboden. "Als ich gegen 5.10 Uhr wach wurde, hörte ich ein ganz komisches Geräusch. Dann folgte gleich ein fürchterlicher Krach und der ganze Spuk war vorbei", so beschreibt Angelus A. die Auswirkungen des Sturmes, der sich gestern Morgen im Sinntal austobte. Der Randstreifen einer Windhose hatte einen Teil des Lagerdachs im Hirschgraben aufgehoben. Stücke davon walzten den Zaun des Nachbaranwesens nieder und trafen den Anbau. Deutlich ließen sich die Spuren verfolgen: Am Verwaltungsgebäude des Holzwerkes Würfel waren Ziegel heruntergeschlagen, dann hatte der Sturm im Hirschgraben gewütet und das Eternit-Plattendach der Lagerhalle aufgerissen. Meterlange Streifen bohrten sich im Rasen ein, warfen den etwa 40 Meter entfernten Zaun des Nachbaranwesens nieder, schlugen im Anbau ein und zerbrachen einige Dachziegel. Weiter oben im Wald hatte der Sturm einige Bäume wie Streichhölzer umgeknickt. [...]"
Juli

Ascha (BY),
Haibach (BY)

 24.07.1988 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Dazu der Bericht von Martin Bohmann: "Tornado im nördlichen Kreis Straubing-Bogen: Am späten Nachmittag des 24. Juli 1988 wurde der Landkreis Straubing-Bogen zwischen 16:00 und 18:00 Uhr von einem schweren Gewitter mit größerem Hagel, Starkregen und Orkanböen überquert. Bereits rund um die Stadt Straubing gab es massive Sturmschäden. Kurz nach Steinach konnte zudem zwischen Ascha und Haibach eine mächtige Trichterwolke von zahlreichen Augenzeugen aus den umliegenden Gemeinden beobachtet werden. Zeitweise hatte die Windhose zwischen Ascha und Haibach dabei Bodenkontakt. Da das betroffene Gebiet weitestgehend bewaldet ist und keine Ortschaft von der Windhose erfasst wurde, blieben größere Schäden an Häusern und Gebäuden aus. Trotz allem gab es in manchen Einödhöfen beispielsweise in Au bei Ascha Schäden an einer Scheune. Bei Roßhaupten in der Gemeinde Haselbach wurden gleich mehrere Waldstücke komplett von der Windhose vernichtet." Das Datum ist auf den 24.07. korrigiert worden.

Infos zur Windhose im August 1988 gesucht (Wetterstation Eggerszell, 26.09.2016)

Berching (BY)

 05.07.1988 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 07. Juli 1988: "Orkanartige Stürme, Hagel und starke Regenfälle haben in Bayern Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Bei Berching ließ eine Windhose eine Scheune einstürzen."

Regen Blitz Hagel (Abendblatt, 07.07.1988)

Krumbach (BY)

 01.07.1987 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung btrat dieser Tornado am Nachmittag auf. - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 03. Juli 1987: "Bonn (ADN). Die schweren Unwetter mit Gewitterstürmen und sintflutartigen Niederschlägen, die von Mittwoch bis Donnerstag morgen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen heimsuchten, richteten nach Polizeiberichten Schäden in Höhe von mehreren Millionen Mark an. Straßen und Keller wurden überflutet, Bäume entwurzelt, Stromleitungen unterbrochen und Gebäude durch Blitzschlag zerstört. Im Landkreis Augsburg verwürsteten taubeneigroße Hagelkröner die Gärten, verbeulten Motorhauben und Autodächer. Im Allgäu knickte eine Windhose einen knapp drei Hektar großen Fichtenwald wie Streichhölzer um." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juni

Gauaschach (BY)

 13.06.1987 / Stärke (F2) Bestätigt
Im unterfränkischen Hammelburg (Kreis Bad Kissingen) gab es am Nachmittag - etwa zeitgleich zum Tornado in Poppenhausen - erhebliche Schäden an Häusern, Bäumen und Autos. Dabei wurden 3 Menschen in ihrem Gartenhaus ca. 20 Meter durch die Luft gewirbelt, zwei Menschen wurden dabei verletzt. Augenzeugen beobachteten die "Windhose", als sie aufzog. - Dazu aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15. Juni 1987: "Windhose wirbelte Haus 20 Meter durch die Luft. dpa/ap Bad Kissingen - Es war wie ein Spuk. Es dauerte nur eine Minute, da war alles vorbei - zurück blieb eine 150 Meter breite Schneise der Verwüstung. Eine Windhose hat am Sonnabend in Gauaschach bei Hammelburg (Unterfranken) zwölf Häuser und zwölf Scheunen abgedeckt, sechs Autos umgestürzt, unzählige Bäume entwurzelt und ein Gartenhäuschen mit drei Menschen durch die Luft gewirbelt. Hausbesitzer Josef Scherpf: "Erst regnete und hagelte es. Dann rief meine Schwägerin plötzlich: "Da kommt eine Windhose" Wir flüchteten in unser Gartenhaus. Erst flog die Türklinke ab, dann die ganze Tür, dann war auf einmal die Wand weg, und plötzlich hob das ganze Haus ab..." 20 Meter flog das Gartenhäuschen durch die Luft. Josef Scherpf fand sich festgeklammert an einem Zaun wieder. Seine beiden Verwandten blieben ebenfalls unverletzt." - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 15. Juni 1987: "Wirbelsturm in der BRD - Bonn (ADN). Ein Tornado richtete am Wochenende in Unterfranken schwere Verwüstungen und mehr als eine Million DM Sachschaden an. Wie die Polizei mitteilte, schlug eine Windhose in der Stadt Hammelburg eine Schneise durch eine Gartenkolonie. Ein Gartenhaus, in das sich drei Menschen geflüchtet hatten, wurde 20 Meter weit durch die Luft gewirbelt. Die Schutzsuchenden kamen mit dem Schrecken davon. Innerhalb weniger Minuten wurden Wohnhäuser und Scheunen abgedeckt, Autos umgestürzt und Bäume entwurzelt." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Beitrag im Forum der Wetterzentrale
Tornados tobten über Rhön und Franken (Fuldaer Zeitung)
Windhose wirbelte Haus 20 Meter durch die Luft (Hamburger Abendblatt, 15.06.1987)
Oktober

Nersingen (BY)

 22.10.1986 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 22. Oktober 1986 zu den Auswirkungen eines Orkantiefs in Europa: "Eine Windhose wirbelte durch die bayerische Gemeinde Nersingen und beschädigte 30 Häuser. Schaden: eine Million Mark." Nersingen liegt im bayerischen Landkreis Neu-Ulm.
August

Chammünster (BY)

 06.08.1985 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf trat dieser Tornado in Chammünster auf.
Juli

Baldham (BY),
Vaterstetten (BY)

 12.07.1984 / Stärke (F1) Bestätigt
Tornado von Augenzeuge beobachtet, ausgeprägtes Fallmuster der Bäume. (Quelle: Walter Stieglmair, www.sturmwetter.de)
Dezember

Berching (BY),
Wissing (BY)

 Jahr 1983 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1983 - Nach einem Bericht von Helmut Birk gab es innerhalb einer 400 bis 500 Meter breiten Schneise erhebliche Schäden.
Juni

Ottobrunn (BY),
Hohenbrunn (BY)

 21.06.1983 / Stärke (F1) Bestätigt
Schwere Unwetter im Süden Bayerns. Bauwagen umgestürzt, Dächer beschädigt, Bäume umgeworfen. Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998. In der Süddeutschen Zeitung erschien ein Foto eines sehr gut ausgepägten, bis zum Boden reichenden Schlauches.
August

Hohenbrunn (BY)

 31.08.1982 / Stärke (F2) Verdacht
Datum nicht bekannt, August 1982 - "Ausgedehnte Schäden hat das Unwetter Anfang August im Gebiet von Hohenbrunn angerichtet. Stark betroffen ist der Waldgrütel bei der Luitpoldsiedlung und der Höhenkirchner Forst im Bereich des Möschenfelder Weges. Am auffälligsten sind jedoch die Verheerungen am Pframmerer Weg, wo der Sturm 200 Jahre alte gesunde Eichen entwurzelt hat. Der Eichenwald am östlichen Rand der Rodungsinsel ist wegen seiner Seltenheit erst kürzlich zum flächenhaften Naturdenkmal erklärt worden. Text und Photo: Rieck" (Quelle: Münchener Stadtanzeiger, 17.09.1982).

Malzhausen (BY),
Schrobenhausen (BY)

 16.08.1981 / Stärke (F1) Bestätigt
Schwerer Hagel in Malzhausen; Etwa 3 Kilometer lange Schadensspur nordwestlich von Schrobenhausen, zwischen Sandizell und Malzhausen. Betroffen waren vor allem freie Flächen und Maisfelder. (Quelle: Martin Hubrig)
Mai

Gunzenhausen (BY)

 12.05.1981 / Stärke (F1) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht Deutscher Wetterdienst)
Dezember

Königshütte (BY)

 Jahr 1980 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1980 - "1980- Eine Windhose überzieht Königshütte" (Quelle: Zeitgeschichtliche Sammlung - 70 Jahre Königshütte im Harz. April 2006, Stadtarchiv Elbingerode (Harz))
August

Konradshofen (BY)

 04.08.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 06.08.1980 trat dieser Tornado gegen 22:30 Uhr MESZ etwa 25 Kilometer südwestlich von Augsburg trat am Abend auf.

Dasing (BY)

 04.08.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Dieser Tornado trat am Abend östlich von Augsburg auf. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juli

Grettstadt (BY)

 14.07.1980 / Stärke (F2) Bestätigt
"Auf über eine Million DM wird der Schaden geschätzt, den eine Windhose in der unterfränkischen Gemeinde Grettstadt im Landkreis Schweinfurt anrichtete. Der Sturm von höchstens drei Minuten Dauer hatte gegen 19.20 Uhr eine schmale Schneise durch den Ort und in den Gemeindewald geschlagen. Bis Anlieger erschreckt auf die Straße laufen konnten, war bereits alles vorbei." Mehr als 50 Wohnhäuser wurden beschädigt, dazu ebenso viele landwirtschaftliche Gebäude. Im Wald wurden 450 Festmeter Holz zerstört. Der Tornado zog von West nach Ost über den Ort hinweg. Dabei wurden Äste und Baumteile aus dem Wald bis in den Ort getragen. (Quelle: Schweinfurter Volkszeitung) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 16. Juli 1980: "Wirbelsturm schlug Schneise in BRD-Ort - Schweinfurt (ND). Ein Wirbelsturm hat am Montag abend in Grettstedt (BRD) Schäden von über einer Million Mark angerichtet. Die Windhose schlug innerhalb von drei Minuten eine Schneise durch den Ort. An über 50 Gebäuden gab es Zerstörungen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Der Gruselsommer 1980 - ein Rückblick (Wetterzentrale)
Weitere Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998
Dezember

Perlhütte (BY)

 Jahr 1979 / Stärke (F0) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1979 - Näheres über den schwachen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: Helmut Birk)
September
Dezember
April
September

Maxhütte-Haidhof (BY)

 01.09.1973 / Stärke (F0) Bestätigt
Datum nicht bekannt, September 1973 - Der Tornado zog mittags von Südwest nach Nordost, Näheres über diesen schwachen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: Anwohner Helmut Birk)
August

Hain (BY),
Wiesthal (BY),
Frammersbach (BY)

 14.08.1972 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
In der Nacht vom 14. zum 15. August richteten mehrere Sturmereignisse im Sepessart erhebliche Schäden an. Dazu berichtet ein Wanderer: "Ich lag damals nachts etwa 1,3 km südlich des kleinen Örtchens Hain i. Spessart. Ich erwachte morgens unbeschadet, während der Tornado etwa 50 Meter an mir vorbei gezogen war und eine ca. 200 m breite Schneise in den Wald geschnitten hatte, in der nichts mehr stand. Tags zuvor war sonnig warmes Wetter, ein schöner klarer Abend. Der Tornado muss am frühen Morgen durchgezogen sein. Meine Wanderung führte mich nach Bergrothenfels am Main (Burg, Jugendherberge) und ich sah unterwegs immer wieder Schäden verschiedener Stärke. Was mich nahe Hain so frapiert hatte, war, daß alle Bäume um waren, aber die wenigsten entwurzelt, sondern in ca. 3 m Höhe abgeknickt oder abgedreht. Viel geregnet kann es nicht haben und morgens war das Wetter wieder sehr freundlich." - Weiter berichtete das Lohrer Echo am 14.08.08: "1972: Sturmnacht in Frammersbach und Wiesthal: Gegen 22 Uhr bringt ein Gewitter sintflutartigen Regen. Eine Windhose knickt 25 000 Festmeter Fichtenbestand des Gemeindewaldes um. Alle Straßen nach Frammersbach sind durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Hauptstraße ..." (Weitere Quelle: u.a. D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Dezember

Dürrfeld (BY)

 Jahr 1970 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1970 - Aus einer Meldung zum Tornado in Grettstadt am 15.07.1980: "Landrat Beck erinnerte sich an eine ähnliche Windböe vor zehn Jahren im benachbarten Dürrfeld, die jedoch bei weitem nicht den hohen Schaden wie in Grettstadt angerichtet hatte." (Quelle: Schweinfurter Tagblatt, 16.07.1980)
August

Teublitz (BY)

 15.08.1968 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht genau bekannt ("Mitte August"), 500 bis 1000 Meter lange und bis zu 50 Meter breite Schneise, von Westnordwest nach Ostsüdost verlaufend (Quelle: Helmut Birk)
Juli

Landsberg am Lech (BY)

 06.07.1968 / Stärke (F0) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: Monatsarbeit der Wetterdienst-Referendarausbildung, 1978, 56 S., Recherchen von Dietwald Fuchs)
Mai

Münchberg (BY)

 06.05.1968 / Stärke (F1) Bestätigt
Auszug aus der Chronik der Feuerwehr Münchberg in Oberfranken: "Bei der Wirbelsturmkatastrophe am 6.Mai 1968 war die gesamte Wehr eingesetzt um die im Siedlungsgebiet südl. des Kreuzberges entstandenen Schäden mit Dachabdeckungen beseitigen zu helfen. 15 schwere Einsätze hielten die Wehr und die Einwohnerschaft in Atem."
August
Februar
September

Reckendorf (BY)

 06.09.1966 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum: 05. oder 06.09.1966, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Juli

Lichtenfels (BY)

 31.07.1963 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 02. August 1963: "WIRBELSTURM. Die oberfränkische Kreisstadt Lichtenfels ist am Mittwochnachmittag durch einen Wirbelsturm schwer verwüstet worden. Im Zentrum der Stadt deckte der Sturm, der Spitzengeschwindigkeiten bis zu 120 km/h erreichte, nahezu sämtliche Dächer ab." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Juni

Büchlberg (BY)

 30.06.1963 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 02. Juli 1963 über Unwetter im Landkreis Passau: "[...] In Büchlberg richtete das Unwetter verheerende Schäden an. Landrat Hans Karl fuhr gestern nach Büchlberg, um sich von den Ausmaßen der Verwüstungen ein Bild zu machen. Besonders betroffen wurde das sogenannte "Bergholz" an der Kreisstraße Büchlberg - Obermühle. In das etwa acht Plannummern umfassende Waldstück hat der Sturm tiefe Schneisen gerissen, zahlreiche Bäume entwurzelt und geknickt. Es sieht aus, als hätte ein Wirbelsturm gewütet. Baumriesen mit mehr als drei Kubikmeter Holz wurden wie Streichhölzer in halber Höhe geknickt und durch die Luft gewirbelt. Etwa 30 Bäume lagen kreuz und quer über die Kreisstraße nach Obermühle, erst nach Stunden konnten sie von der Büchlberger Feuerwehr entfernt werden. [...] Der Sturm war von solcher Gewalt, daß verschiedenen, besonders geschützt stehenden Bäumen, etwa einem Meter unterhalb des Wipfels die Spitzen abgerissen wurden. [...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Nürnberg (BY)

 18.06.1963 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 20. Juni 1963: "Nürnberg (lb). Franken wurde am Dienstagabend von einem schweren Unwetter heimgesucht, bei dem mehrere Menschen verletzt und erheblicher Sachschaden angerichtet wurde. Der Schwerpunkt des kurzen, aber um so heftigeren Gewittersturms lag bei Nürnberg. Am Dutzendteich entwurzelte der Wirbelsturm zahlreiche bis zu 80 Zentimeter starke Bäume. Einer der Baumriesen stürzte krachend auf ein Bootshaus, unter dem vier junge Ruderer vor dem Unwetter Schutz gesucht hatten. Sie erleitten durch das zusammenstürzende Gebäude zum Teil schwere Verletzungen. Boote für rund 5000 DM wurden vernichtet. [...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
April

Maisach (BY)

 02.04.1962 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 03.04.1962: "Eine Windhose raste durch eine Straße des bayrischen Dorfes Maisach (Landkreis Fürstenfeldbruck). Dabei wurden das zentnerschwere Wellblechdach einer Garage und das Lager eines Schuppens 200 Meter weit durch die Luft gewirbelt. Auch eine Holzhütte landete auf der Dorfstraße. Menschen sind glücklicherweise nicht verletzt worden." - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 04. April 1962: "Windhose verwüstete Dorfstraße - Fürstenfeldbruck. In Furcht und Schrecken wurden die Bewohner des Pfarrdorfes Maisach im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck durch eine Windhose versetzt, die durch die Bräuhausstraße raste. Nachdem die Naturerscheinung wie ein Spuck vorbeigebraust war, sah es auf einer Strecke von etwa 250 Metern wie nach einem Fliegerangriff aus. Das zentnerschwere Wellblechdach der Garage und des Lagerschuppens einer Spenglerei war von der Windhose 200 Meter weit durch die Luft gewirbelt worden und hatte auf seinem gefährlichen Flug einen Birnbaum und eine dickstämmige Tanne abrasiert. Das Dachgebälk der Garage und des Schuppens können nur noch als Brennholz verwendet werden. Eine Holzhütte wurde meterweit durch die Luft auf die Straße geschleudert. Menschen kamen nicht zu Schaden." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Windhose im Dorf (Hamburger Abendblatt, 03.04.1962)
August
Mai

Gangkofen (BY)

 14.05.1961 / Stärke (F3) Bestätigt
"1961, 14.05.: Ein Wirbelsturm quer durch den Landkreis Eggenfelden verursacht auch in und um Gangkofen große Schäden." (Quelle: Chronik der FF Markt Gangkofen). Gangkofen liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich von Eggenfelden. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 16.05.1961: "Wie von einer scharfen Sichel, die dicht über das Land fegte, abrasiert, wurden am Sonntag durch den Wirbelsturm in Niederbayern Dächer, Wälder und auch ganze Häuser. Besonders schwer betroffen von dieser in Deutschland ungewöhnlichen Unwetterkatastrophe wurde, wie berichtet, die Gemeinde Gangkofen (Kreis Eggenfelden). Noch heute morgen boten sich diese Bilder schlimmster Verwüstungen, und es wird noch Wochen dauern, bis die Spuren des "Schwarzen Sonntags" wieder verwischt sind. Die Bewohner des Bauernhauses (oberes Bild) werden vorläufig nicht wieder in ihr Haus einziehen können, dessen Dach von den Sturmböen mitgerissen wurde. Vielen Besitzern von Kraftfahrzeugen erging es wie jenem Gangkofener, der sein Fahrzeug nach dem Sturm völlig demoliert unter einem Trümmerberg wiederfand (rechtes Bild). Nach den vorläufigen Feststellungen wurden insgesamt 42 Anwesen zerstört oder schwer beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf etwa zwei bis drei Millionen DM geschätzt." - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15.05.1961: "[...] In den betroffenen Gebieten, vor allem in den Gemeinden Mitterskirchen, Hirschhorn, Gangkofen, Vorder- und Hinterreisach wurde sofort Katastrophenalarm gegeben. Noch in den späten Abendstunden waren Feuerwehr, Landpolizei und technische Nothilfe mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Auf der Bahnstrecke Gangkofen - Frontenhausen blockierten umgestürzte Bäume mehrere Stunden lang den Zugverkehr. Besonders schwere Verluste haben die Bauern unter ihren Obstbaumbeständen zu verzeichnen. Im Landkreis Vilsbiburg wurde ein etwa drei Kilometer langer und hundert Meter breiter Streifen mit über hundertjährigem Baumbestand völlig abrasiert Bewohner der am schwersten betroffenen Ortschaften sagten: "Als das Unwetter hereinbrach, glaubten wir, das Ende der Welt sei gekommen.""

Wirbelsturm über Niederbayern (Hamburger Abendblatt, 15.05.1961)
Nach dem verheerenden Wirbelsturm in Niederbayern (Hamburger Abendblatt, 16.05.1961)

Mitterskirchen (BY),
Hirschhorn (BY)

 14.05.1961 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15.05.1961: "Zahlreiche Dörfer wurden verwüstet / Über zwei Millionen DM Sachschaden - Weite Gebiete der niederbayerischen Landkreise Eggenfelden und Vilsbiburg wurden gestern nachmittag von einem heftigen Wirbelsturm heimgesucht. Das urplötzlich hereinbrechende Unwetter richtete einen Sachschaden von über zwei Millionen DM an. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Die Sturmböen fegten mit solcher Gewalt über die Dörfer, daß mehrere Gebäude wie Streichholzschachteln zusammenfielen. Zahlreiche Dächer wurden vom Sturm abgerissen, alte Baumbestände entwurzelt und sogar Stahlmasten einer Hochspannungsleitung geknickt. In den betroffenen Gebieten, vor allem in den Gemeinden Mitterskirchen, Hirschhorn, Gangkofen, Vorder- und Hinterreisach wurde sofort Katastrophenalarm gegeben. Noch in den späten Abendstunden waren Feuerwehr, Landpolizei und technische Nothilfe mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt." (Weitere Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976)

Wirbelsturm über Niederbayern (Hamburger Abendblatt, 15.05.1961)
Juli

Limberg am See (BY),
Weitgassing am See (BY),
Fridolfing (BY)

 19.07.1960 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 19. Juli 1960 wütete ein Wirbelsturm, der große Schäden im Bereich Limberg, Salling, Hörgassing, Schröckenbauer und Weitgassing verursachte. Bei den Aufräumarbeiten waren Strafgefangene von der Jugendstrafanstalt Laufen-Lebenau sieben Tage im Einsatz. Die einzige Kettensäge in der Gemeinde aus der Moosmühle leistete wertvolle Dienste." (Quelle: FC Leutenbach). Die betroffenen Orte liegen im Landkreis Traunstein im Süden Bayerns. - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 21. Juli 1960: "Katastropheneinsatz der Bundeswehr - Traunstein (lb). Ein heftiges Unwetter, das am Dienstagabend über den Landkreis Laufen niederging, richtete vor allem in der Gemeinde Frodolfing durch Hagel, Sturm und Regen so schwere Schäden an, daß noch in der Nacht zum Mittwoch über 80 Mann der in Traunstein stationierten Panzereinheiten der Bundeswehr zum Katastropheneinsatz nach Fridolfing kamen. Am Mittwochmorgen wurden erneut 140 Mann der Bundeswehr nach Fridolfing geschickt, die vor allem damit beschäftigt sind, die beschädigten Dächer wieder instand zu setzen. [...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Verdachtsfall Limberg, Weitgassing (Skywarn)
Chronik der FF Taching am See (Feuerwehr Taching am See)
Juni

Bad Höhenstadt (BY)

 03.06.1960 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 09. Juni 1960: "Gewitter mit Wirbelsturm - Bad Höhenstadt. Über Bad Höhenstadt ist am Freitag ein schweres Gewitter mit Wirbelsturm niedergegangen. Am Bahnhof wurde an dem Wohnhaus Kristlbauer das Dach abgedeckt, Gartenmauern abgetragen und Bäume umgerissen. Einem vor dem Hause abgestellten Pkw wurde durch einen schweren Ast die hintere Fensterscheibe zertrümmert. In der Ortschaft Grund wurde Hagelschaden an Zuckerrüben gemeldet." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Juli

Halfing (BY)

 15.07.1959 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 16. Juli 1959: "Windhose holte Wolke vom Himmel - Rosenheim. Eine seltene Naturerscheinung bot sich den Bewohnern der Gemeinde Halfing im Kreis Rosenheim. Eine tiefhängende Wolke geriet dort in den Sog einer großen Windhose, wurde von ihr nach unten gezogen und knapp über dem Boden in Nebelfetzen zerrissen. Die Rotationsenergie des Luftwirbels war so groß, daß eine Hütte in ihre Bestandteile zerlegt wurde und die Trümmer im Umkreis von 100 Metern verstreut lagen. Armdicke Äste wirbelten mit Heu bis in eine Höhe von 200 Metern, Pappeln bogen sich wie Gerten bis auf den Boden und ein Obstbaum wurde samt Wurzelstock angehoben und wie ein Streichholz abgedreht." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Juni

Hüttenkofen (BY)

 22.06.1959 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: nachmittags oder abends. Das Kirchendach wurde abgedeckt und mehrere Stallungen wurden vollständig zerstört, Näheres ist nicht bekannt (Quellen u.a.: Bericht eines Anwohners sowie Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
August

Hofheim in Unterfranken (BY),
Sulzdorf an der Lederhecke (BY)
[Region: Haßberge]

 01.08.1958 / Stärke (F1) Bestätigt
"Ein Beispiel gibt Abbildung 84 über eine Sturmgasse, die im Gefolge eines Frontalgewitters am 1. August 1958 in den Haßbergwäldern entstand." (Quellen: Dr. Phil. Joachim Blüthgen, Allgemeine Klimageographie. Berlin. 1964 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978)
Juli

Heinrichsbrunn (BY)

 31.07.1958 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 01. August 1958: "Wirbelsturm im Kreis Wolfstein - Freyung (Eigenbericht). Die Gemeinde Heinrichsbrunn im Kreis Wolfstein wurde von einem schweren Unwetter heimgesucht. Ein orkanartiger Sturm richte schwere Schäden an Häusern und im Wald an. Ein bewohntes Haus wurde abgedeckt, das Dach 100 Meter weit fortgetragen. Ein anderes Haus wurde fast völlig zerstört. Ein Neubau verlor sein Blechdach. Im Staatsforst riß der Sturm eine breite Schneise. Der im Wald entstandene Schaden wird auf 1500 Festmeter Holz geschätzt. Viele starke Bäume wurden glatt umgeknickt." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Juni

Schilding (BY),
Röcklmühle (BY)

 20.06.1958 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 24. Juni 1958: "Regen und Sturm - Aicha v.W. Am vergangenen Freitag ging nachmittags ein Platzregen über Aicha nieder. Weiter östlich, über Schilding und Röcklmühle, artete er in einen Wolkenbruch aus. Bachartig schoß das Wasser aus den Kartoffeläckern heraus. Während sich über der Hofmark der Wind in mäßigen Grenzen hielt, nahm er über den genannten Ortschaften die Form eines Wirbelsturms an. Im Kell von Röcklmühle wütete er mit besonderer Heftigkeit. Rund 150 Baumstämme in allen Höhen und Stärken wurden wie Streichhölzer geknickt, kreuz und quer liegen die Trümmer durcheinander. Vereinzelt wurden auch Bäume entwurzelt. Eine besonders starke Eiche widerstand dem Toben, dafür aber rasierte der Sturm die Krone ab. Den betroffenen Waldbesitzern erwächst bedeutender Schaden, weil das Holz, das um diese Jahreszeit ohnedies nicht vollwertig ist, nur als Brennholz verwertet werden kann." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek, weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juli

Riedenberg (BY)

 14.07.1956 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 17. Juli 1956: "Riedenberg (LB). Im Gebiet um Riedenberg ging am Samstagnachmittag ein Gewitter mit Wolkenbrüchen und Hagelschlag nieder, das die Ernte zu 50 Prozent vernichtete. Das Unwetter kam so plötzlich, daß die Bauern keine Zeit mehr hatten, um von Feldern und Wiesen zu flüchten. Der Wirbelsturm entwurzelte dicke Bäume. Ein beladenes Fuder Heu war plötzlich vor den Augen des Bauern leer, der Sturm hat die ganze Ladung in die Luft gewirbelt. Hagelkörner in der Größe von Taubeneiern zertrümmerten Fensterscheiben, entblätterten ganze Rübenfelder und schlugen das Getreide auf den Boden, wo die noch unreifen Körner ausgedroschen wurden." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Schalding (BY)

 04.07.1955 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 07. Juli 1955: "Schalding l.d.D. Glück im Unglück hatten am Montag ein Bauherr und einige Arbeiter aus Gaishofen. Als sie gerade die letzten Handgriffe bei der Fertigstellung des neuerbauten Dachstuhls anlegten, kam ein starker Wirbelwind und drückte die Giebelmauer und damit auch einige Dachstuhlbalken nieder. Die Leute konnten sich nur noch mit einem Sprung auf die Erde retten und somit der Gefahr entrinnen, erschlagen zu werden. Der Schaden wird auf 600 DM geschätzt." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Juni

Giebelstadt (BY)

 11.06.1954 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Mai

Nürnberg (BY)

 02.05.1954 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 04. Mai 1954: "Gewittersturm über Nürnberg - Nürnberg (BD). Der erste Gewittersturm dieses Jahres, der am Sonntagabend mit 90 km/std über Nürnberg hinwegbrauste, richtete beträchtliche Schäden an. Im Osten der Stadt wurde das mehrere hundert Quadratmeter große Dach einer großen Lagerhalle von einer Windhose auf die benachbarte Reitbahn des Tattersall "Noris" geschleudert, wo noch wenige Minuten vorher ein Turnier im Gange gewesen war." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek
April

Rosenheim (BY)

 30.04.1954 / Stärke (F0) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Monat April 1954. Nach Recherchen von Raymund Windolf trat dieser schwache Tornado auf (Recherche von 1997/98).
Juli

Aicha vorm Wald (BY)

 18.07.1953 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 21. Juli 1953: "Nicht nur im Isar- und Vilstal richtete am Samstagnachmittag ein furhtbares Unwetter ungeheure Schäden an landwirtschaftlichen Gütern und Gebäuden an, auch im Vorwald wütete ein Tornado, wie seines gleichen seit Menschengedenken nicht mehr dagewesen war. [...] Sie sind nicht die einzige Familie in der Gemeinde, die dringend der Hilfe bedarf: da ist der Bauer Alois Weinberger in Stolzing, dem es das Scheunendach glatt um einen Meter verschob, da ist ein anderer Bauer, Alois Kreipl in Weferting, dessen neugebauter Stadel eingedrückt wurde, da ist die Gastwirtschaft Georg Ellinger in Renholding, deren Blechdach 50 Meter vom Hause entfernt in den Obstbäumen hängt. Und schließlich das Feuerwehrhaus in Weferding: der fünf Meter hohe Turm ist zusammengestürzt, von den Dachschindeln ist nichts mehr zu sehen. Auch die umliegenden Wälder haben stark gelitten, der Windbruch hat sich an zahlreichen Stellen bemerkbar gemacht. Aber von Waldungen bei der Ortschaft Kapfham bei Fürstenstein werden sie noch weit übertroffen. Achtzigjährige Stämme liegen hier bunt durcheinandergewirbelt auf dem Erdboden, fast durchweg in einer Höhe von vier bis fünf Metern wie von einer riesigen Faust abgeknickt. 60 Tagwerk sind vernichtet und können nur noch als Brennholz verwandt werden. Einzelne der Bäume hatten einen Umfang, den zwei Männer kaum umspannen konnte, jetzt bedecken sie den Boden wie riesiges Reisig. [...] Von der übrigen Gemeindeflur (Anm.: Gemeinde Fürstenstein) wurde besonders Nammering stark betroffen, hier haben auch die Gebäude erheblichen Schaden erlitten. [...] Neukirchen v.W. ist die nächste Station. In dieser Gemeinde wurden nur einzelne Ortschaften betroffen, die in der etwa zweieinhalb Kilometer breiten Sturmbahn lagen." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Mai

Eglfing (BY)

 16.05.1953 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf trat dieser Tornado südlich von München auf.
August

Bayreuth (BY)

 13.08.1952 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 23. August 1952 zu den diesjährigen Wagner-Festspielen: "Einige Streiflichter am Rande: In der ersten "Walküren"-Pause beim zweiten "Ring"-Zyklus entlud sich nach einer heftigen Windhose über dem Festspielhügel ein Gewitter, das an elementarer Urgewalt jenes im stürmischen Orchestervorspiel bedeutend übertraf - als ob die Natur zeigen wollte, daß sie es doch noch besser verstünde als Wagner... Der Gewittersturm zerfetzte die Zeltüberdachung zum Festspiel-Restaurant; kleine Sturzbäche von Regenwasser bahnten sich ihren Weg [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Gauting (BY)

 31.08.1951 / Stärke (F0) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Sommer 1951 - Südwestlich von München trat dieser schwache Tornado auf. (Quellen: Raymund Windolf und F. Rossmann, Meteorologische Rundschau, Nr. 11, Seiten 51-54, 1958)

Fridolfing (BY)
[Region: Lamprechtshausen (Österreich)]

 31.08.1951 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Schwere Schäden" durch Windhose in Lamprechtshausen, knapp 5 km östlich der Grenze zu Bayern (Quelle: u.a. Anton Pühringer, Windhosen in Österreich - Katalog österreichischer Tromben, Wien, 1972) - Lamprechtshausen liegt dicht hinter der Grenze Deutschland - Österreich. Ob auch deutsches Gebiet betroffen war, ist nicht bekannt.

Neuhaus am Inn (BY)

 31.08.1951 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Schäden durch Windhose in Schärding an der Grenze zu Bayern. Dazu aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 04. September 1951: "Freileitung umgerissen - Schärding. Am 31. August richtete der Sturm an den österreichischen Höhenzügen am Inn infolge einer durch Stauung hervorgerufenen Windhose größere Schäden an. In Gopperding bei Schärding wurde eine Freileitung in einer Länge von etwa 200 m umgerissen. Am Stadtrand wurde die Krone einer gewaltigen Linde abgedreht und etwa 100 Meter weit davongetragen und im Fronwald bei Schardenberg fiel eine Reihe von Fichten und Tannen dem Sturm zum Opfer." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek) - Der Tornado trat kurz hinter der Grenze Deutschland - Österreich auf. Ob auch deutes Gebiet betroffen war, ist nicht bekannt.

Ebern (BY),
Staffelstein (BY)

 09.08.1951 / Stärke (F2) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado in Bayern ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juni

Rohrbrunn (BY)

 18.06.1951 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum korrekt? Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 26. Juni 1951: "Windhose im Spessart. Eine Windhose, die während eines Gewitters über zwei Stellen des Spessarts im Revier Rohrbrunn wütete, entwurzelte auf einer Fläche von 6-8 Hektar die Buchen- und Eichenbestände und vernichtete insgesamt etwa 2000-3000 Kubikmeter Nutzholz. Der Schaden wird auf rund eine halbe Million Mark geschätzt." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek, weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung sowie der Zeitung Neue Zeit vom 28. Juni 1951: "Frankfurt a. M. (ADN). Im Revier Rohrbrunn im Spessart entwurzelte ebenfalls eine Windhose 8 ha Buchen- und Eichenwald und vernichtete 3000 cbm Nutzholz. Der Schaden beträgt 500 000 WM." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Weiherberg (BY)

 18.06.1951 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Ort: Tiefenbach-Weiherberg. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 21. Juni 1951: "Anwesen fast völlig eingeäschert - Tiefenbach. Das Unwetter in der Nacht zum 19. Juni hat auch in unserem Gebiete großen Schaden angerichtet. Auf der Siedlung Weiherberg stürzten Dachgiebel ein und viel Schaden wurde an Dächern angerichtet. Im Ortsteil Unterjacking traf der Blitz das Anwesen Sellner und äscherte es fast vollständig ein. Ein umfallender Bretterstoß bei der Schreinerei Pretzer beim Bahnhof Tiefenbach nötigte den Abendzug zum Halten auf offener Strecke. Besonders die Obstgärten litten sehr unter dem Orkan." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
September

Neuburg am Inn (BY)
[Region: Neuburger Wald]

 20.09.1950 / Stärke (F2) Bestätigt
Tornado südlich von Passau. Dabei zunächst Schäden im Neuburger Wald, dann wahrscheinlich Grenzübertritt über den Inn nach Oberösterreich, wo in Fraunhof (etwa 1 km östlich der Grenze und ca. 4 km südlich von Passau) viele Häuser abgedeckt wurden. (Quelle: u.a. Anton Pühringer, Windhosen in Österreich - Katalog österreichischer Tromben, Wien, 1972) - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 21. September 1950: "Wirbelsturm im Neuburger Wald - Die Staatsforsten des Neuburger Waldes, unweit des Cafè Abrahamhof, wurden am Mittwochnachmittag von einem Wirbelsturm heimgesucht. Die Windtrombe brach in einer Breite von etwa 50 Metern in den Wald ein und knickte übermannsdicke, 30 Meter lange Fichten in halber Höhe, entwurzelte zahlreiche Laubbäume und richtete starke Verwüstungen an. Der Wald bot an den betroffenen Stellen einen Anblick wie nach einem Bombenangriff. Einzelne Holzsucher, die von dem Unwetter im Wald überrascht worden waren, konnten sich noch rechtzeitig aus dem Bereich der Windhose retten. Ein Augenzeuge berichtet, daß er sein letztes Stündlein gekommen glaubte, als plötzlich mit ohrenbetäubendem Krachen die Bäume abbrachen und der Himmel sich durch herumwirbelnde Zweige und Erd- und Laubmassen verfinsterte. Wie hoch der Schaden ist, den der Wirbelsturm an den Nutzholzbeständen angerichtet hat, konnte noch nicht festgestellt werden." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek) - Aus einer Meldung der Mittelbayerischen Zeitung vom 23. September 1950: "Wirbelsturm bei Passau - Passau. Ein kurzes Unwetter ging über Passau nieder, das von einem Gewitter und Hagelschlag begleitet war. Eine Windhose brach in einer Breite von etwa 50 Metern in den Neuburger Wald an der Innseite ein und knickte Hunderte von 30 Meter hohen Fichten in halber Höhe. Zahlreiche Laubbäume wurden entwurzelt. Der Staatswald bietet an den betroffenen Stellen einen Anblick wie nach einem Bombenangriff." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek
Juli

Pleinting (BY)

 15.07.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung der Mittelbayerischen Zeitung vom 17. Juli 1950: "Der Sturm war schuld daran - Pleinting. Als sich der Fuhrwerkslenker Karl Kellenberger von Pleinting zwischen den Bahnhöfen Girching und Pleinting der Strecke Regensburg-Passau mit seinem Getreidewagen auf dem beschrankten, fernbedienten Wegübergang befand, warf ein plötzlich auftretender Wirbelsturm den Getreidewagen um. K. spannte die Ochsen aus und brachte sie in Sicherheit. Das Fuhrwerk begleitende Leute liefen dem herannahenden Zug entgegen, um den Lokführer auf das Hindernis aufmerksam zu machen. Dieser konnte infolge des aufgewirbelten Staubes den im Geleise liegenden Wagen nicht sehen und überfuhr ihn." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Juni

Thyrnau (BY)

 12.06.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 15. Juni 1950: "Thyrnau. Ein seltenes Naturschauspiel. Am Montag nachmittag wurde von verschiedenen Einwohnern eine Windhose von gewaltiger Stärke beobachtet. In der Wiese des Gastwirts Franz Zeindl raffte dieselbe ein halbes Fuder Heu zusammen und trug es in ziemlicher Höhe wie eine Wolke über die Hofmark dahin. Der größte Teil ging dann im Forst nieder." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Mai

Traunstein (BY)

 02.05.1950 / Stärke (F1) Bestätigt
Schlechtern bei Traunstein, Ort nicht bekannt. Nach einer Recherche von Raymund Windolf trat dieser Tornado auf.

Pfarrkirchen (BY)

 14.05.1949 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der [url=http://www.pnp.de/]Passauer Neuen Presse vom 19. Mai 1949: "Am 14. Mai hob in Pfarrkirchen eine Windhose eine Anzahl Alleebäume aus. Es entstand dabei ein Kurzschluß, der den südlichen Teil der Stadt die Nacht über außer Strom setzte." (Quelle: [url=http://www.bsb-muenchen.de/]Bayerische Staatsbibliothek)
April

Dasing (BY)

 09.04.1949 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado bei Augsburg ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juli

Nürnberg (BY)

 22.07.1948 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 22.07.1948 ereignete sich im Bereich Nürnberg zwischen 14:55 und 16:00 Uhr ein schweres Gewitter mit vorgelagerter Böenwalze und einem Wirbelfeld. Dadurch wurden erhebliche Sachschäden in Nürnberg sowie 69.000 Fm Windbruch und Windwurf verursacht." (Quelle: W. Müldner: Die Windbruchschäden des 22.7.1948 im Reichswald bei Nürnberg, 1950). - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 27. Juli 1948: "Orkan fordert Todesopfer - Nürnberg, 23. Juli (Dena). Ein über Nordbayern am Donnerstag niedergegangenes Unwetter, das in Nürnberg zu 40 Ruinen-Einstürzen führte und 4 Todesopfer und 11 Verletzte forderte, richtete in Oberfranken weitere erhebliche Schäden an." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek) - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 23. Juli 1948: "Wirbelsturm über Nürnberg - Nürnberg (ADN). Nürnberg und Umgebung wurden am Donnerstagnachmittag von einem heftigen Wirbelsturm heimgesucht, der zahlreiche Gebäude zerstörte und große Bäume entwurzelte. Nach dem Sturm, der eine Geschwindigkeit von 100 km pro Stunde erreichte, stürzte der Regen in Sturzbächen auf die Stadt, die völlig in Dunkelheit gehüllt war. Nach bisher vorliegenden Berichten wurden durch das Unwetter mehrere Personen schwer verletzt." (Quelle: [url=http://staatsbibliothek-berlin.de/]Staatsbibliothek zu Berlin - Die Beschreibungen und Skizzen von J. Letzmann lassen auf ein sehr komplexes Schadensbild schließen, das möglicheriweise nur durch Mehrfachwirbel oder durch ein Zusammenspiel aus einem großen Wirbel und weiteren Böen zu erklären ist.

Auerbach (BY),
Grafenwöhr (BY)

 22.07.1948 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 27. Juli 1948: "Orkan fordert Todesopfer - Nürnberg, 23. Juli (Dena). Ein über Nordbayern am Donnerstag niedergegangenes Unwetter, das in Nürnberg zu 40 Ruinen-Einstürzen führte und 4 Todesopfer und 11 Verletzte forderte, richtete in Oberfranken weitere erhebliche Schäden an. In Auerbach (Oberpfalz) entstanden durch einen Wirbelsturm schwere Dachschäden, ein Teil der Obsternte wurde vernichtet. Die dortige Maximilianshütte meldete größere Gebäudeschäden. 150 badende Kinder wurden von dem Sturm überrascht. Sie gerieten zum Teil unter zusammenstürzende Badekabinen, dabei fand ein 12jähriges Mädchen den Tod. Besondere Verwüstungen verursachte der Orkan in der amerikanischen Zeltstadt des Truppen-Übungsplatzes Grafenwöhr." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Waldmünchen (BY)

 22.07.1948 / Stärke (n. bek.) Verdacht
In Waldmünchen, Landkreis Cham, trat vermutlich ein stärkerer Tornado auf. Dazu aus der Meldung des Bayerwald-Echo vom 03.02.2007: "Als am 23. Juli 1948 ein ebenso kurzer wie schwerer Wirbelsturm die Trenckstadt traf, wurden die Bürger überrascht. Viele Fenster wurden durch dessen Wucht zertrümmert, berichtet der Chronist, kleinere Fahrzeuge von der Straße geschleudert und Telefonmasten geknickt." Außerdem fiel eine 300jährige Linde auf eine Kapelle und blieb waagerecht - frei schwebend - auf ihr liegen.

Möglicher Tornado 1948 (Wetterzentrale)

Rothschwaig (BY)

 28.07.1946 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"An dessen Stelle richtete sich der Blick der zuständigen Stellen auf Schleißheim oder den Westen von Fürstenfeldbruck. In letzterem Bereich hatte der Wirbelsturm des Jahres 1946 in einer Breite von mehreren Kilometern den gesamten alten Waldbestand niedergewalzt." (Quelle: [url=http://www.fuerstenfeldbruck.de/]Homepage Stadt Fürstenfeldbruck) - Auch weiter östlich gab es erhebliche Schäden. Dazu aus einer Meldung der Mittelbayerischen Zeitung vom 30.07.1946: "Unwetter über Oberbayern (Eigenmeldung der "MZ") - Über Oberbayern ging in den späten Nachmittagsstunden des Sonntags ein schweres Unwetter nieder, das teilweise erhebliche Schäden anrichtete. Das Zentrum des Gewittersturmes tobte vor allem in der Gegend zwischen München und Freising mit besonderer Heftigkeit. Starke Bäume wurden wie Streichhölzer geknickt, Bretter und Holzteile weite Strecke durch die Luft fortgetragen. Die wolkenbruchartigen Gewitterschauer riefen vor allem zwischen Freising und Landshut Überschwemmungen hervor. Durch die schweren Stürme wurde die Oberleitung der Eisenbahnlinie München - Landshut gestört, so daß die verkehrenden Züge mit mehreren Stunden Verspätung eintrafen. Über das gesamte Ausmaß der Schäden liegen noch keine genaueren Informationen vor." (Quelle: [url=http://www.bsb-muenchen.de/]Bayerische Staatsbibliothek)

[url=http://www.skywarn.de/forum/viewtopic.php?f=48&t=7667]Verdachtsfall Rothschwaig ([url=http://www.skywarn.de/]Skywarn)
September

Nürnberg (BY)

 18.09.1939 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976)
April

Passau (BY)

 17.04.1939 / Stärke (F1) Bestätigt
Am 17. April 1939 richtete ein Tornado großen Schaden in der Stadt an. In der Sailerwöhr wurden zwei Hausdächer abgedeckt (Quelle: Passauer Neue Presse).
Juli

Kirchdorf (BY),
Niedereulenbach (BY)

 13.07.1938 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum unsicher. Tornado von Nordwest nach Südost ziehend, Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho".
August

Unholzing (BY)

 29.08.1937 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Völkischen Beobachters, Süddeutsche Ausgabe (München) vom 31.08.1937: "Windhose über niederbayerischem Dorf. Landshut, 30. August. Über die Ortschaft Unholzing bei Postau ging bei einem schweren Gewitter ein Wirbelsturm hinweg, der die Form einer Windhose annahm. Im Nu waren von zwölf Häusern die Dächer abgerissen, während die anderen völlig unbeschädigt blieben. In den Höfen der betroffenen Anwesen und auf den Straßen lagen ganze Haufen von zerbrochenen Ziegeln. Außerdem wurden Obstgärten verwüstet, Bäume ausgerissen, Bäume abgedreht, umgeworfen oder geknickt und viel Obst von den Bäumen geschleudert. Ein Blechdach im Ausmaß von 10 X 10 X 20 Meter wurde fortgetragen, Kamine stürzten ein und die Lichtleitung wurde unterbrochen. Der schwere Gewitterregen drang in die Abgedeckten Häuser und schädigte die Betroffenen schwer." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juli

Straubing (BY)

 24.07.1937 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus der Tübinger Chronik vom 28.07.1937: "Obstkarren durch die Luft - Windhosen in Sachsen, Thüringen, Bayern - Eine riesige Windhose suchte auch die Gegend von Straubing in Niederbayern heim. Zahlreiche Scheunen und Häuser wurde in Mitleidenschaft gezogen. Besonders schwerer Schaden ist durch das Unwetter bei Eggenfelden im Kulbachtal angerichtet worden. Auch der Waldbestand hat stark gelitten." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).
Dezember

Rothschwaig (BY)

 Jahr 1936 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"In der fast 120jährigen Geschichte der Kirche gab es natürlich auch schmerzliche Ereignisse. 1936 riss ein Wirbelsturm das Dach herunter und drehte zentnerschwere Kreuzblumen vom Turm ab." (Quelle: Initiativkreis Nordstadt)
Juli

Leoni (BY)

 27.07.1936 / Stärke (F2) Bestätigt
"Schweres Unwetter in einem Korridor zwischen dem nördlichen Starnberger See und dem Raum Glonn-Ebersberg. Besonders betroffen waren die Orte Leoni, Berg (Starnberger See), Baierbrunn, Aying, Höhenkirchen-Siegertsbrunn. In Leoni fielen Hagelschloßen mit einem Gewicht bis 75 Gramm. "Felder in der Umgebung wurden restlos zerschlagen, Bäume stehen zum Teil völlig kahl da, Straßen und Plätze sind übersät mit Schutt, Sand, Scherben, Ziegelsteinen, Zweigen und Ästen. Einige Schwimmer im Starnberger See wurden von den Hagelschloßen blutig geschlagen und halb bewußtlos an Land gebracht. Auf dem Dampfer "Starnberg", der sich gerade auf der Fahrt nach Starnberg befand, wurden auf der Backbordseite alle Fenster eingeschlagen. Augenzeugen sahen vom Ort Berg aus nach 18h den typisch fahlen, gelblichen Rand der Hagelwolke. Im Seehotel Berg mussten die Gäste ins Innere des Hauses (sprich in Räume ohne Fenster) flüchten, da die Hagelkörner auf der Westseite des Hauses fast alle Fensterscheiben durchschlugen.(...)
In Baierbrunn wurden Dächer beschädigt, Fenster eingeschlagen, Bäume umgerissen, entlaubt oder in der Rinde zerfetzt.(...) Bei Aying wurde ein Personenzug vom Hagelsturm überrascht. Zahlreiche Fenster wurden zertrümmert, zudem stürzten einige Wagen aus den Gleisen. Zum Glück war der Zug nur schwach besetzt.(...) Über größere Verletzungen ist noch nichts bekannt. Weiter wurde in Aying ein neuerbauter Stadel umgerissen, ein Hausdach vom Sturm fortgetragen sowie starke Bäume umgelegt. Auf den Feldern und Gärten wurde überall schwerer Schaden angerichtet." Soweit die Berichte einen Tag später. In der Ausgabe vom 29.07 wurde dem Unwetter sogar eine ganze Seite gewidmet. Leider hatte ich nicht mehr genügend Zeit, um den gesamten Artikel durchzugehen. Ich versuche an eine Kopie zu kommen, da es zum rausschreiben doch etwas viel ist. Es sind auch einige Fotos vorhanden, u.a. von einem völlig zerstörten Waldstück, dem zerstörten Stadel und einem Zirkus zu sehen, von dem nur noch ein paar Trümmer übrig sind. Es wird einige Male von einem Wirbelsturm gesprochen, allerdings gibt es keine Augenzeugenberichte und der Schadenspfad scheint dafür auch zu breit zu sein (es wurden bis 8km Breite angegeben, jedoch ohne Details, ob damit nur der Hagel oder auch der Sturmschaden gemeint ist). Es scheint sich hier also um ein Ereignis zu handeln, welches sowohl dem 24.07.1988 als auch dem 3.08.2001 ähnlich ist. Vorläufig gehe ich von DH T5/F2 aus." Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH. - Dazu aus einer Bildunterschrift der Freiburger Zeitung vom 30.07.1936: "Der furchtbare Zyklon, der in der Umgebung des Starnberger Sees tobte und riesigen Schaden anrichtete, deckte auch zahlreiche Bauernhäuser ab." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
September

Warnhofen (BY)

 19.09.1934 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 19. September 1934 kommt ein furchtbares Gewitter. Es dauert eine ganze Stunde von 14:30 - 15:30 Uhr, bringt viel Regen und Hagel. Die Straßen werden tief ausgeschwemmt (sie waren noch nicht asphaltiert, sondern nur wassergebunden). Die daumennagelgroßen Hagelkörner vernichten die Gärten, schlagen das Obst von den Bäumen, zerfetzen die Blätter von Rüben, Kohl und Weißkraut. Zwischen Diemantstein und Warnhofen entwickelt sich eine Windhose, die über Warnhofen wandert und dort großen Schaden anrichtet. Beim Bürgermeister (Hs.Nr. 5) deckt sie das Dach ab, nimmt bei Gutöhrlein (Hs.Nr. 7) 50 Dachziegel mit, bei Rieder (Hs.Nr. 13) auch einige, beschädigt die Häuser Nr. 16, 17, 18, 19, reißt bei Rieder (Hs.Nr. 22 ½) das halbe Dach mit (300 Ziegel) und wirbelt gegen Osten weiter. Der wahnsinnige Wind drückt an vielen Häusern in Diemantstein und Warnhofen die Fenster ein." (Quelle: Geschichtliche Materialsammlung, Diemantstein) Warnhofen liegt im Landkreis Dillingen a.d. Donau.
Juni

Oettingshausen (BY)

 20.06.1934 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 22.06.1934: "Oettingshausen, 22. Juni. Windhose. Eine über unsere Gegend ziehende Windhose richtete im Gehöfte der hiesigen Domäne insofern Schaden an, daß sie einen noch tragenden Nußbaum völlig zersplitterte. Einige Aeste fielen auf das Dach und beschädigten es." Oettingshausen bei Bad Rodach, etwa 12 Kilometer nordwestlich von Coburg.
August

Prienbach (BY)

 28.08.1933 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 29.08.1933: "Eine Windhose richtete nördlich von Prienbach großen Schaden an. Innerhalb einer Minute, in der sie wie ein Orkan wütete, wurden in einem Umkreis von einigen hundert Metern die Häuser halb abgedeckt, Obstbäume entwurzelt und der Aeste beraubt und in einem Falle die Giebelmauer eines Stadels umgeworfen. Auch die umliegenden Waldbestände wurden verschiedentlich beschädigt." Prienbach liegt etwa vier Kilometer nordöstlich von Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn.

Großheirath (BY)

 20.08.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 21.08.1933: "Unwetter. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ging über die Stadt sowie das ganze Coburger Land ein Sturmwetter nieder, dem am Sonntagnachmittag ein gleiches folgte. Nach uns vorliegenden Meldungen wurden in Coburg sowie in der Umgegend besonderer Schaden in den Obstbaumbeständen angerichtet. In Großheirath wurde eine Windhose festgestellt."

Weißenburg in Bayern (BY)

 08.08.1933 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 10.08.1933: "Weißenburg, 10. Aug. Ein eigenartiges Vorkommnis ereignete sich vor einigen Tagen in der Nähe Weißenburgs. Anscheinend durch eine plötzliche Windhose wurde auf dem Felde liegendes Getreide in die Luft gewirbelt. Es berührte die beiden Drähte der Hochspannungsleitung vom Walchenseeewerk. Dadurch entstand Kurzschluß und zwei der hohen eisernen Masten schmolzen bis auf kleine Stumpen zusammen."
Juli

Oberschur (BY)

 23.07.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 23. Juli bildete sich über dem oberen Prischoß eine Windhose, die im Alzenauer Ortsteil Oberschur große Schäden verursachte. Von dem erst kurz vorher fertiggestellten "Christkönigshaus" wurde das komplette Dach abgehoben und in den Wald getragen." (Quelle: Veröffentlichungen von Werner B. Kempf)

Leben und Zusammenleben im ehemaligen "Freien Gericht vor dem Berge Welmisheim" (Veröffentlichungen von Werner B. Kempf). Alzenau liegt im Landkreis Aschaffenburg im Nordwesten Bayerns.

Türkheim (BY)

 07.07.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.07.1932 zu Unwettern im bayerischen Teil Schwabens: "Mindelheim, 8. Juli. Unwetter über Schwaben. Das Unwetter, das in verschiedenen Teilen des Gaues vorgestern nachmittag großen Schaden angerichtet hat, ist auch in der Kaufbeurer, Wörishofer, Türkheimer und Buchloer Gegend mit großer Heftigkeit niedergegangen. [...] In Türkheim wurden durch den Wirbelsturm Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt."
Juni

Erlangen (BY)

 18.06.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.06.1932: "Erlangen, 18. Juni. Der Sturmwind trägt Obstbäume davon. Nachdem erst am letzten Sonntag eine Windhose in der Gärtnerei Petsch größeren Schaden verursacht hat (Anmerkung: Hierbei handelte es sich vermutlich um einen sehr starken Staubteufel), strich vorgestern nachmittag eine Windsbraut über den Marktplatz, warf vier Obstbäume um und trug ihre einzelnen Teile gegen die an der Westseite des Marktplatzes stehenden Häuser. Die Kirschen und das übrige zum Verkauf stehende Obst wurden auf den Platz und die Straße zerstreut."

Rosenheim (BY)

 20.06.1931 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 20.06.1931: "Furchtbares Unwetter in Oberbayern. Samstag nachmittag ging über Rosenheim ein furchtbares Hagelwetter nieder, wie es in diesem Ausmaß schon seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt wurde. Es prasselte ein gewaltiger Hagelschlag nieder, der mit orkanartigem Sturm und wolkenbruchartigem Regen begleitet war. Nach dem Unwetter bot die Stadt ein vollkommen winterliches Bild. Bäume waren entlaubt und Dächer abgetragen. Auf dem Friedhof wurde das Dach der Leichenhalle 100 Meter weit fortgeschleudert. Schlimmer noch als im Stadtbezirk Rosenheim hauste das Unwetter in der näheren Umgebung. Hier ist die Ernte vollständig vernichtet worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Mai

Bad Kissingen (BY)

 14.05.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.05.1931: "Bei dem schweren Gewitter am Himmelfahrtstage über Kissingen schlug der Blitz im benachbarten Garitz in die Scheune des Landwirtes Dominikus Hemmel, die mit allen Futtervorräten vollkommen niederbrannte. - In Bad Kissingen entstand bei dem Gewitter eine Windhose, die die Hallen des städtischen Licht-, Luft- und Sonnenbades einriß und beträchtlichen Schaden anrichtete."

Lindau (Bodensee) (BY)

 03.05.1931 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 04.05.1931: "Katastrophe auf dem Bodensee - 10 Tote. Lindau, 4. Mai. Als am Sonnabend ein Kutter mit 11 Mann Besatzung zu einer Uebungsfahrt in Richtung Schweizer Ufer ausfuhr, kam auf halber Seehöhe plötzlich ein sehr schwerer Föhn auf - man spricht davon, daß eine Windhose sich auf dem See befunden habe -, der das Boot zum Kentern brachte." Weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 05.05.1931: "Am Sonntag früh wurde die Fahrt an der Insel Mainau vorbei nach Konstanz fortgesetzt. Gegen 10 Uhr vormittags geriet das Boot in einen starken Wellensturm, der viel Wasser in das Boot warf. Der Bootsführer ordnete sofort das Anlegen von Korkwesten an. Sämtliche Insassen waren gute Schwimmer. Trotz größter Anstrengungen gelang es der Mannschaft nicht, das Wasser aus dem Boot herauszuschöpfen. Plötzlich fiel der Kutter um und sämtliche Insassen stürzten ins Wasser."
Januar
Juli

Thüngen (BY),
Karlstadt (BY)

 09.07.1930 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 10.07.1930: "Die Unwetterschäden in Unterfranken. Karlstadt, 9. Juli. Ueber die Gewitterschäden in Unterfranken erfahren wir folgende Einzelheiten: Zu Thüngen wurden durch den Sturm Aeste von den Bäumen gerissen und die Läden an den Häusern aus den Angeln gehoben. Der Hagel schlug sämtliche Fensterscheiben ein. Strichweise wurde das Getreide bis zu 40 Prozent vernichtet. In Karlstadt richtete der Sturm an Gebäuden und Bäumen, hauptsächlich an Obstbäumen schweren Schaden an. Die Bäume wurden entwurzelt und Aeste abgerissen. Außerdem wurde das Badehaus vom Sturm sehr mitgenommen, das Dach wurde abgehoben und eine Wand eingedrückt. Der Hagel, der teilweise in Taubeneigröße fiel, richtete auch in den Gärten großen Schaden an. Wiesenfeld wurde vom Unwetter am stärksten mitgenommen. Hier soll der Ernteausfall an Getreide, Obst und Hackfrüchten 50-60 Prozent betragen. In Lohr (Anm.: Lohr am Main) können sich alte Leute an ein derart schreckliches Hagelwetter nicht mehr erinnern. In Bolkach (?) fielen ebenfalls Schloßen in Taubeneigröße und bedecken in dichter Lage den Boden. Der Schaden an den Weinbergen ist groß."
Dezember

Schweinhütt (BY)

 Jahr 1929 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1929 - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 30. Juni 1960: "Schweinhütt. Nachdem hier schon am Fronleichnamssonntag ein Hagelunwetter niedergegangen war, kam es am Sonntag um die Mittagszeit erneut zu einem so schweren Hagelsclag von solchem Ausma&szli;, daß die Bevölkerung Vergleiche mit dem Unwetter von 1929 zog, wobei allerdings damals noch ein verheerender Wirbelsturm auftrat, der zum Glück diesmal fehlte. [...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Juli

Schönau am Königssee (BY)

 04.07.1929 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.07.1929: "Auch Bad Reichenhall und Umgebung wurden durch die Unwetter schwer heimgesucht. Ein verheerender Wirbelsturm raste über das Berchtesgadener Land und richtete auch dort allenthalben großen Schaden an. Am schwersten tobte der Sturm auf dem Königssee und zwar zu einer Zeit, wo fast sämtliche Boote der Königseer Schiffahrt unterwegs waren. Das Motorschiff Hochkaiser, auf dem sich etwa 100 Passagiere befanden, wurde vom Sturm erfaßt und abgetrieben. Das ganze Oberdeck des Schiffes wurde glatt abrasiert. Auf dem Schiff entstand eine Panik. Die Passagiere legten sich auf dem Deck nieder und schrieen um Hilfe. Dank der Umsicht der Schiffsleitung konnte ein größeres Unglück vermieden werden. In schwere Bedrängnis kamen vor allem die kleinen Ruderboote, doch gelang es den meisten, sich doch in Sicherheit zu bringen. Der Berliner Kaufmann Labuhn, der sich mit seiner Frau in einem Kahn befand, versank in den Wellen. Seine Leiche konnte bis jetzt noch nicht geborgen werden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Neuburg an der Donau (BY)

 04.07.1929 / Stärke (F2) Bestätigt
"In der Richtung Donauwörth - Ingolstadt wütete ebenfalls ein Wirbelsturm, der hunderte von Telegraphenmasten umlegte, hölzerne Masten buchstäblich knickte und sogar Eisenstangen in Kniehöhe abbog. Tausende von Vögeln und viel hundert Stück Wild findet man erschlagen auf. Der in Schwaben angerichtete Schaden wird auf weit über 1 Mio. Rm geschätzt." (Quelle: WZ-Forum und Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho".)

4.07 1929: ein grosser severe weather outbreak (WZ-Forum, 01.02.2002)

Straubing (BY),
Sankt Englmar (BY)

 04.07.1929 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.07.1929: "Bei Straubing wurde ein Mann mit Pferd und Wagen in die Donau geschleudert und ist ertrunken." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) Zwei Tage später wurden aus der Nähe von Straubing gemeldet, dass viele Häuser abgedeckt wurden und es wurde das Foto eines komplett eingestürzten Hauses gezeigt. - Weiter aus einem Bericht über den 1.048 Meter hohen Berg Pröller, nördlich von St. Englmar: "Bereits bei Erwerb des Gipfelgrundstückes plante die Sektion die Errichtung eines Gipfelkreuzes. Gutsbesitzer Edenhofer in Klinglbach spendierte ein solches im Jahre 1923, das ein Wirbelsturm jedoch am 4. Juli 1929 stürzte." (Quelle: Bayerischer Wald-Verein e.V.). St. Englmar liegt etwa 16 Kilometer nordöstlich der Donau bei Straubing; daher ist ein Zusammenhang der beiden Ereignisse anzunehmen.

Zwiesel (BY)

 04.07.1929 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Laut einer vorliegenden Postkarte vollständige Zerstörung eines Waldgebietes.

Altdorf (BY)

 04.07.1929 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.07.1929 zu einem Hagelunwetter in Altdorf bei Nürnberg: "Starke Bäume wurden in der Mitte abgerissen und ihre Kronen bis zu 80 m weit fortgeschleudert. Auch wurden viele Bäume entwurzelt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Chiemsee (BY)

 04.07.1929 / Stärke (W) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.07.1929: "Traunstein, 4. Juli. Heute nachmittag zog über den Chiemgau ein heftiges Unwetter. Die Bäume wurden durch den Sturm wie Streichhölzer geknickt, die Telephonleitungen zerstört, sogar der Eisenbahnverkehr mußte für einige Zeit eingestellt werden. Beladene Heuwagen wurden umgeworfen und in den Dörfern die Dächer fast durchweg abgedeckt. Auf dem Chiemsee herrschten Wirbelstürme, die das Wasser bis 30 Meter hoch stauten." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Hemau (BY),
Beratzhausen (BY)

 15.08.1928 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 18.08.1928: "Dietfurt, 18. Aug. Eine Windhose über der Oberpfalz. Am Mittwochabend wurde der südwestliche Teil der Oberpfalz von einem windhosenartigen Orkan heimgesucht. In Hemau wurden Dächer abgedeckt und viele Bäume geknickt. In Beratzhausen wurde Brandleider Beitz das Hilfsdach von seinem Hause gerissen und die vordere Giebelseite des abgebranten Neubaues eingeworfen. Am schwersten betroffen wurde das Städtchen Dietfurt a. A. Hier wurde die große Maschinenhalle Wittl auf einer Breite von 10 Meter völlig abgedeckt. Durch das einstürzende Mauerwerk wurden die darin stehenden Dreschmaschinen vollständig zertrümmert. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Schaden beträgt mehr als 10 000 Mark. Auch in der Gegend von Töging brach der Sturm viele Bäume. Besonders die Obstgärten wurden in den betroffenen Gebieten schwer geschädigt."

Dietfurt an der Altmühl (BY)

 15.08.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 18.08.1928: "Dietfurt, 18. Aug. Eine Windhose über der Oberpfalz. Am Mittwochabend wurde der südwestliche Teil der Oberpfalz von einem windhosenartigen Orkan heimgesucht. In Hemau wurden Dächer abgedeckt und viele Bäume geknickt. In Beratzhausen wurde Brandleider Beitz das Hilfsdach von seinem Hause gerissen und die vordere Giebelseite des abgebranten Neubaues eingeworfen. Am schwersten betroffen wurde das Städtchen Dietfurt a. A. Hier wurde die große Maschinenhalle Wittl auf einer Breite von 10 Meter völlig abgedeckt. Durch das einstürzende Mauerwerk wurden die darin stehenden Dreschmaschinen vollständig zertrümmert. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Schaden beträgt mehr als 10 000 Mark. Auch in der Gegend von Töging brach der Sturm viele Bäume. Besonders die Obstgärten wurden in den betroffenen Gebieten schwer geschädigt."

Gaustadt (BY),
Bamberg (BY)

 05.08.1928 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung des Bayreuther Tagblattes (heute: Nordbayerischer Kurier) vom 06.08.1928: "Die alte historische Stadt Bamberg und Umgebung wurde in der Nacht zum Sonntag von einem Unwetter heimgesucht, das in seiner Größe und Gewalt gewöhnlich nur in Amerika oder in tropischen Ländern vorzukommen pflegt. Mit ungeheurer Wucht setzte am Samstag nachts ein heftiger Sturm ein, begleitet von Hagelschauer, Blitz und Donner. Innerhalb kurzer Zeit hatte das entfesselte Element alle Bäume, die schönen Stadtanlagen von Bamberg, die berühmten Gärtnereien, die noch auf den Feldern stehende Ernte vollständig vernichtet. Der Schaden beläuft sich auf eine Million Mark. Das Stadion mit den Verkaufsbuden bietet ein Bild grauenhafter Verwüstung. Der in der Nähe von Bamberg gelegene Bruderwald ist wie durch heftiges Artilleriefeuer vollständig niedergelegt worden. Bäume von eineinhalb Meter Durchmesser wurden geknickt wie Streichhölzer. In der Stadt selbst ist fast kein Haus ohne Schaden geblieben. Die Straßen sind von herabgeschleuderten Ziegeln, Fensterscheiben, Mauerwerk vollständig übersät, sogar mehrere Fabrikschlöte wurden geknickt und umgeworfen, Dächer wurden abgedeckt und meterweit geschleudert. Die Zollscheune wurde vom Sturme vollständig zertrümmert. In der Schuhfabrik Ranz wurden Steinmauern auf eine Länge von 15 Meter umgeworfen. Der berühmte Naturgarten der Stadt, das beliebte und geheiligte "Bamberger Hain", ist völlig verwüstet. Die stärksten Eichenstämme sind auf hunderte Meter niedergelegt und bieten ein grauenhaftes Bild der Verwüstung. Reichswehr, Landespolizei, Feuerwehr und Sanitätskolonnen hatten die ganze Nacht hindurch zu tun, um die Verwüstungen beiseite zu schaffen. Alle Zufahrtsstraßen nach Bamberg sind durch umgestürzte Bäume gesperrt. Bamberg, 6. Aug. Hier wurden sechs Personen in das Krankenhaus eingeliefert, die durch das Unwetter Verletzungen erlitten hatten. Der Bamberger Oberbürgermeister, der sich zur Zeit in Urlaub befindet, wurde telegraphisch zurück gerufen. Der Löwensteg, eine Verbindungsbrücke aus Holz und Beton, über die Pegnitz wurde vom Sturm vollständig niedergerissen."

Tornado in Bamberg am 04.08.1928

Glashütten (BY),
Mistelbach (BY),
Bamberg (BY)

 04.08.1928 / Stärke (F3) Bestätigt
Zwischen 21:30 und 22:30 Uhr MEZ richtete ein Tornado erhebliche Schäden im Bereich Glashütten - Mistelbach - Saas - Bayreuth an. Tausende Bäume stürzten um, darunter ganze Waldstücke. Außerdem wurden sehr viele Dächer abgedeckt, an einzelnen Gebäuden stürzten auch massive Mauern ein und vereinzelt fielen Scheunen komplett zusammen. Weitere Schäden gab es u.a. zwischen 18 und 19 Uhr im Raum Ansbach, in Bamberg, bei Hollfeld und gegen 22 Uhr in Weidenberg (östlich von Bayreuth). Ob hier weitere Tornados auftraten oder Gewitterböen für die Schäden verantwortlich waren, ist derzeit nicht bekannt.

Tornado in Bayreuth 1928
Unwetter am 4. August 1928 (Oberfranken-Wetter)
Teileinsturz eines Kamins (Malzfabrik Weyermann)

Neustadt an der Aisch (BY)

 04.08.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Bayreuther Tagblattes (heute: Nordbayerischer Kurier) vom 07.08.1928: "Neustadt a. Aisch, 6. Aug. Ein starker Wirbelwind verbunden mit Hagelschlag richtete am Samstag Abend zwischen 1/2 7 und 7 Uhr in der Stadt und der Umgebung großen Schaden an. Eisstücke von Faustgröße sausten herab und zertrümmerten unzählige Fensterscheiben. Im Rathaus zu Neustadt ist kein Fenster mehr ganz. Das geschnittene Getreide wurde auf dem Felde ziemlich ausgedroschen. Auch der Hopfen, sowie die Obsternte haben schwer gelitten. Einige Kinder wurden durch Hagelschlossen verletzt."
Juni

Presseck (BY)

 18.06.1927 / Stärke (F3) Bestätigt
In der Nacht vom 17. zum 18. Juni zerstörte ein Tornado das Schützenhaus in Presseck. Mehr in der Chronik der Priv. Schützengesellschaft 1834 Presseck: "Das Schützenhaus wird bei einem schweren Unwetter in der Nacht vom 17. zum 18. Juli schwer beschädigt, das Dach fast vollständig abgedeckt. In einer Zeitung finden wir unter dem 18. Juni 1927 folgende Notiz: "Einen ganz enormen Schaden richteten die in vergangener Nacht über unsere Höhen gezogenen Gewitter an ... Am fürchterlichsten gehaust hat es an unserem Schützenhaus auf dem nahegelegenen Knock. Von einer Windhose oder vielleicht auch von einem sog. kalten Blitzstrahl wurde die Ostgiebel Seite des Hauses eingedrückt oder eingeschlagen. Der riesige Sturm erfasste einen Teil des Daches und schleuderte die Dachbeschallung mit dem Schiefer samt 15-18 cm starken Balken frei in der Luft mit solcher Wucht über die Längsseite des Übrigen Dachteils, dass der Stamm der am Haupteingang des Schießhauses vor dem Balkon stehenden, 1871 gepflanzten Friedenseiche vom Giebel bis auf Meterhöhe vom Boden zersplittert wurde. Ein Teil des abgerissenen Daches liegt halbwegs von der Bezirksstrasse zum Schiesshause auf freiem Platz der Anlagen, der andere Teil links vom Schützenhause auf dem Hasenstandhäuschen. Die Verwüstung ist mit Worten nicht zu schildern."".

Chronik (Priv. Schützengesellschaft 1834 Presseck)

Denzingen (BY),
Günzburg (BY)

 02.06.1927 / Stärke (F2) Bestätigt
"Ein von einem Gewitter begleiteter Wirbelsturm knickte heute Nachmittag die dicksten Bäume wie Streichhölzer, schleuderte Äste über hundert Meter weit fort und riß den Schornstein der Maschinenfabrik Günzburg um, der das Dach vollständig durchschlug. Der etwa 23 Meter hohe Wasserkühlturm der Fabrik wurde ebenfalls umgelegt. In Denzingen wurde eine Scheune vollständig zusammengedrückt und das Vieh unter den Trümmern begraben. Die Feuerwehr Günzburgs mußte die Straßen freimachen. Die Staatsstraße nach Dillingen ist gesperrt, weil hunderte Bäume und Telegraphenstangen auf der Erde liegen. Etwa 20 Minuten lang fielen taubeneigroße Hagelkörner. Die Stadt Günzburg ist noch ohne Licht (...)." Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH, Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho". - Ebenso aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 03.06.1927: "Günzburg, 2. Juni (WTB.) Ein von Gewittern begleiteter Wirbelsturm knickte heute nachmittag die stärksten Bäume wie Zündhölzer um, schleuderte die Aeste über 100 Meter und riß den Schornstein der Maschinenfabrik Günzburg um, der das Dach der Fabrik vollständig durchschlug. Der etwa 25 Meter hohe Wasserkühlturm der Fabrik wurde ebenfalls umgelegt. In Denzingen wurde ein Stall vollständig zusammengedrückt und das Vieh unter den Trümmern begraben. Die Feuerwehr mußte die Straßen freimachen. Die Stadtstraße nach Dillingen ist polizeilich gesperrt, weil hunderte von Bäumen und Telegraphenstangen auf der Straße liegen. Etwa 20 Minuten lang fielen taubeneigroße Hagelkörner nieder. Die Stadt Günzburg ist ohne Licht und Kraft. Menschenleben kamen nicht zu Schaden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Wallersdorf (BY)

 08.08.1922 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 12.08.1922: "Ein verheerendes Unwetter hat in Wallerdorf b. Landau an der Isar gehaust. In den umliegenden Ortschaften wurden Scheunen dem Erdboden gleichgemacht. Der Turm der schönen Wallersdorfer Kirche ist in 13 Meter Höhe abgerissen und in den Friedhof gestürzt. Der angerichtete Gesamtschaden ist riesengroß." Wallersdorf liegt im Landkreis Dingolfing-Landau.
September

München (BY)

 20.09.1921 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum: September oder Oktober, nach dem 17. September. "Die deutschen Achterbahnen waren vielleicht weniger spektakulär als ihre amerikanischen Vorbilder, dafür waren sie sicherer - von Anfang an überwachte der TÜV die Fahrtüchtigkeit der Bahnen. Selbst das half allerdings nicht immer: "Ruprechts Gebirgsbahn", die 1921 auf dem Oktoberfest Premiere feierte, half das nicht. Der Betreiber hatte - wohl um das Transportgewicht zu verkleinern - am Material gespart. Nach nur wenigen Tagen riss eine Windhose die Konstruktion um. Die Achterbahn wurde komplett zerstört, der Schaden betrug über eine Million Reichsmark." (Quelle: einestages). Eröffnung des Oktoberfestes war am 17.09.1921.

Kopfüber durch das Kurvenmonster (einestages)
Mai

Memmingen (BY)

 16.05.1920 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 16:10 Uhr MEZ trat dieser Tornado westlich des Flusses Iller auf, er zog von Nordwest nach Südost. (Quelle: F. Heß, 1920: Kristalline Hagelform. Das Wetter, 37, 159-160.)
April

Donndorf (BY)

 15.04.1919 / Stärke (F0) Bestätigt
Gegen 17:40 Uhr MEZ trat im Bereich einer Böenfront dieser schwache Tornado bei Donndorf auf, er wurde auch von der Wetterwarte Bayreuth aus beobachtet. (Quelle: A. Schmauß, 1919: Ein interessanter Luftwirbel. Das Wetter, 36, 127.)
Januar

Lahm im Itzgrund (BY),
Steinfeld (BY),
Grafenwöhr (BY)

 03.01.1916 / Stärke (F3) Bestätigt
Das auslösende Gewitter richtete nach verschiedenen Quellen auf seinem Weg von Nordwest nach Südost auf einer bis zu 85 Kilometer langen Spur gewaltige Schäden an. Allein in Steinfeld (bei Stadelhofen) und in umliegenden Dörfern sollen nach einer Quelle hunderte Häuser zerstört worden sein. Die Schadensspur betraf nach einem Bericht aus der Oberfränkischen Heimat, 13.Jg (1936) zahlreiche Orte: "Von Ermershausen im Nordosten des Kreises Unterfranken herkommend, berührte sie Lahm im Itzgrund, ging dann weder durch Höhenzüge und Gebirgskämme, noch durch Einschnitte und tiefe Taleinsenkungen aufgehalten oder irgendwie abgelenkt in gerader Linie über die Orte Roschlaub, Pausdorf, Steinfeld, Treunitz, Wiesentfels, Treppendorf, Mengersdorf, Gollenbach, Altenhimmel bis in die Oberpfalz." Ob es sich tatsächlich um nur einen Tornado handelte, ist fraglich, zusätzlich können auch heftige Gewitterböen aufgetreten sein. Die Stärke des Tornados liegt mindestens im F3-Bereich (mehr als 255 km/h), könnte aber in einzelnen Abschnitten auch noch höher liegen. Darauf deuten die vielen zerstörten Häuser hin, aber auch Kleinigkeiten wie diese in einer Meldung der Oberfränkischen Heimat, 13.Jg (1936): "Ungeheuere Zerstörung wurden durch den Zyklon angerichtet. Am ärgsten gelitten haben die Dörfer Mengersreuth, Wiesentfels, und Gollenbach. Im prächtigen Glashüttener Forst wurden 25.000 Festmeter im Wert von einer viertel Mio. Mark vernichtet. Dem Auge bot sich ein Anblick, als ob eine Dampfwalze die Bäume wie Getreide oder Grashalme umgelegt und zu Boden gedrückt hätte. Es dauerte Monate bis die geknickten, gesplitterten, von denen manche entwurzelt, abgedreht, manche glatt wie eine Säge waren, aufgeräumt wurden." - "Glatt wie eine Säge" könnte auf Entrindung durch den Sandstrahleffekt hinweisen, der erst ab F4 (ab ca. 335 km/h) auftritt.

Berichte zum Tornado in Bayern
Der F3+ Tornado vom 3. Januar 1916 in Nordostbayern ( Oberfranken-Wetter)
Der Tornado vom 3. Januar 1916 ( Marktgemeinde Schnabelwaid)
Juli

Nürnberg (BY),
Hersbruck (BY)

 23.07.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 26.07.1910: "Nürnberg, 23. Juli. (Orkan.) Eine Vorstellung von den ungeheuren Kräften, welche der am Freitag nacht über Nürnberg hinweggegangene Orkan entfaltet hat, kann man sich machen, wenn man hört, daß der über 50 Meter breite Riesen-Portalkran der Firma Joh. Funk, Marmorwerke Nürnberg, im Gewichte von 2000 Ztr. unter Sprengung der Bremsen und teilweiser Zerstörung des Fahrwerkes, 60 Meter weit getrieben wurde. Derselbe überrannte sogar die Endpuffer, kippte und rammte sich in der Erde fest." - Weiter aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 26.07.1910: "Wirbelsturm in Nürnberg hat Stadt und Umgebung gewaltig verwüstet. Ein furchtbarer Wirbelsturm mit einem überaus heftigen Gewitter ging in der Nacht von Freitag auf Samstag über Nürnberg und die Umgebung nieder und richtete gewaltige Verheerungen an, deren Größe jetzt noch nicht zu übersehen ist. Der Blitz schlug an zahlreichen Orten ein; die Stallungen der Burg wurden auch davon getroffen, so daß jetzt Einsturzgefahr besteht und man Sicherheitsmaßregeln treffen mußte. Eine ganze Anzahl Häuser sind zerstört worden, ein Feuerwehrturm bei Schweinau wurde total abgedeckt, ebenso die Antoniuskirche. Auch an anderen Gebäuden wurde vielfache Beschädigungen angerichtet. Der Stadtpark, eine der schönsten Anlagen Nürnbergs, bildet einen einzigen großen Trümmerhaufen, die ältesten Bäume wurden umgeknickt, entwurzelt und durcheinander geworfen. Nicht einmal die stärksten Bäume vermochten dem Wirbelsturm Widerstand zu leisten. Auf dem Wirschaftsplatz auf dem Plaitenberg liegt alles wüst durcheinander, alle Telephon- und Telegraphenleitungen sind nahezu ganz zerstört. Fenster, Dachziegel usw. liegen überall auf Straßen und Plätzen herum und werden noch durch den Sturm durch die Straßen gejagt. Im städtischen Gaswerk wurde ein schwerer Aufzugskran und ein Gerüst zu einem Neubau umgeworfen. Der angerichtete Schaden ist ungeheuerlich. Auch am Dutzendteich und im Luitpoldhain sind die Verwüstungen groß. Und das geschah alles in knapp einer halben Stunde. Ebenso furchtbar wie in Nürnberg hat der Sturm in Hersbruck und in der Fränkischen Schweiz gehaust. Auch dort wurden die Hausdächer abgedeckt, die Telegraphenleitungen umgeworfen und besonders großer Schaden in den Hopfenpflanzungen angerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

München (BY)

 05.07.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 06.07.1910: "München. Eine Windhose hat im Englischen Garten die stärksten Bäume entwurzelt." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)
Juni
Mai
Juli

Hengersberg (BY),
Lalling (BY),
Zell (BY)

 13.07.1908 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 14.07.1908: "Orkan im bayerischen Wald. Im niederbayerischen Markt Hengersberg und in den Ortschaften der nächsten Umgebung des Bayerischen Waldes hat während eines Gewitters ein furchtbarer Orkan gehaust. Viele Gebäude des Marktes, selbst solche aus Eisenkonstruktion sind zerstört, mehrere Dörfer fast vollständig entdacht und die Scheunen total vernichtet. Die eingebrachte Ernte wurde bündelweise vom Wirbelwind entführt. Auch in Feld und Wald sind die größten Verwüstungen angerichtet worden. Auf der Staatsstraße von Zweifel nach Theresienthal sind die Bäume wie Streichhölzer geknickt und total entwurzelt."

Tornado in Markt Hengersberg am 13.07.1908
Juni

Pullach (BY)

 14.06.1906 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
11:04 Uhr bis 11:10 Uhr MEZ Windhose in Pullach bei München (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Mai

Coburg (BY)

 31.05.1906 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 02.06.1906: "Im Osten und Westen stiegen gestern Abend gegen 9 Uhr unerwartet mehrere Gewitter auf, die sich über der Stadt zu dichtem Gewölkt vereinigten. Gleich einer Windsbraut fegte der Sturm daher, prasselnd fiel der Regen ein und dabei jagten die Wolken unter heftigen elektrischern Entladungen vorüber, [...]" Es folgte eine ausführliche Beschreibung der Schäden in Coburg und Umgebung. - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 03.06.1906: "Ein gewaltiger von Gewitter begleiteter Orkan richtete in Koburg und Umgebung großen Schaden an. Hunderte von Bäumen wurden entwurzelt. Der Verkehr auf den Straßen ist gestört und die Telegraphenleitungen sind zerstört." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Mönchröden (BY)

 31.05.1906 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 03.06.1906: "Mönchröden, 1. Juni. Das Gewitter vom gestrigen Abend hat auch hier verheerende Spuren hinterlassen. Ganze Dächer wurden abgedeckt, Fenster herabgeschleudert und Gartenzäune umgeworfen, Schlote umgerissen und Holzstöße umgeworfen. Zahlreiche Bäume, z.T. von nahezu 1 m Durchmesser, wurden entwurzelt. Ein Glück war es, daß nur ein kleiner Teil des Dorfes berührt wurde und zwar betraf es den n.-w., den Riesberg. Im übrigen Teil des Ortes ist der angerichtete Schaden nur gering."

Seemannshausen (BY),
Reicheneibach (BY),
Rimbach (BY)

 30.05.1906 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 01.06.1906: "Berlin, 30. Mai. Ein furchtbarer Orkan hat gestern den Bezirk Eggenfelden heimgesucht. Namentlich die drei Gemeinden Rimbach, Reicheneibach und Seemannshausen sind besonders schwer betroffen. Die Straßen sind mit hunderten entwurzelter Bäume bedeckt. Zahlreiche Bauernhöfe sind stark beschädigt, Dächer sind abgedeckt, mehrere Schuppen dem Erdboden gleich gemacht. Der Kuppelturm der Kirche zu Rimbach wurde auf das Feld geschleudert und drei Neubauten sind zusammengestürzt. Der Orkan hat 5 Minuten gedauert und war von starkem Regenschauer und Hagel begleitet." Eine nahezu gleich lautende Meldung erschien am 01.06.1906 in der Freiburger Zeitung.
September

Hösbach (BY)

 10.09.1905 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Genaues Datum nicht ganz sicher. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 13.09.1905: "Schwere Unwetter wüteten am Mittel-Main in Franken. In Hösbach schleuderte der Sturm den Turm des Kirchenneubaus herunter."
Juni

Bamberg (BY)

 18.06.1904 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 19.06.1904: "Bamberg, 18. Juni. In der vergangenen Nacht wütete hier ein heftiger Orkan ohne Regen, dem heute morgen ein furchtbarer Hagelschlag folgte. Großer Schaden wurde an den Obstanlagen angerichtet, tausende von Zentnern Kirschen sind zu Grunde gerichtet worden."
Dezember

Eslarn (BY)
[Region: Weißensulz in Tschechien]

 Jahr 1902 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1902 - "Am 1. August 1901 wurde Weißensulz von einer Hochwasserkatastrophe und 1902 von einem Wirbelsturm heimgesucht, die erhebliche Schäden anrichteten und die Hilfe des Staates erforderlich machten." (Quelle: Heimatkreis Bischofteinitz). Weißensulz - heute Belá nad Radbuzou - liegt etwa 10 Kilometer östlich der bayerischen Grenze nahe Eslarn. Wegen der Stärke des Ereignissses ist nicht ausgeschlossen, dass - nach den heutigen Grenzen - auch deutsches Gebiet betroffen war.

Weissensulz (Heimatkreis Bischofteinitz)
Juli

Ahrain bei Wörnsmühl (BY),
Niederaichbach (BY)

 28.07.1902 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 31.07.1902: "H. München, 30. ds. Die niederbayerischen Gemeinden Ahrein und Nieder-Aischbach wurden vorgestern von einem Sturme mit Hagelschauer und Windhose heimgsucht. Viele Bäume und Telegraphenstangen wurden einfach abgedreht. 26 Heimwesen wurden arg zugerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Aschaffenburg (BY)

 29.07.1900 / Stärke (F1) Bestätigt
In der Nacht zum 29. Juli zog ein Tornado vor allem durch den Schlossgarten, in dem sehr viele Bäume umgerissen wurden. Quelle: Stadt Aschaffenburg.

Wasserburg am Inn (BY)

 03.07.1900 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 07.07.1900: "Wasserburg (Baiern), 4. Juli. Ein Gewittersturm riß gestern Nachmittag ein im Bau begriffenes Oekonomiegebäude um, wobei sämmtliche Arbeiter unter den Trümmern verschüttet wurden. 10 Arbeiter wurden hervorgezogen, darunter 1 Todter. Eine Frau starb auf dem Transport ins Krankenhaus. 5 Personen sind schwer, die übrigen leicht verletzt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Arzthofen (BY)

 03.06.1900 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1900, 3. Juni. Ein Naturschauspiel in Art einer Windhose stellte sich heute im nahen Weiler Arzthofen ein. Es war gegen halb zwei Uhr nachmittag, als sich bei Tauernfeld ein starker Windstrich bemerkbar machte, der in der Richtung gegen Arzthofen herankam, begleitet von dichten finsteren Staubwolken und einem solchen Gerassel, dass man meinen sollte, es käme eine ganze Reihe Fuhrwerke in größter Geschwindigkeit auf der Landstraße angefahren. In Arzthofen selbst wurden starke Äste von den Bäumen gebrochen und von zwei an der Straße gelegenen Häusern die Dächer auf je einer Seite vollständig abgedeckt. Ein starkes Brett, das die Windhose mit sich riss, wurde bis Lengenbach geworfen." (Quelle: Gemeinde Deining)

Aus dem Archiv geplaudert ( Gemeinde Deining)
Mai

München (BY)

 27.05.1897 / Stärke (F0) Bestätigt
ca. 17:45 Uhr (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
März

Grub am Forst (BY)

 19.03.1897 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.03.1897: "Grub a.F., 19. März. Gewitter. Gestern Nacht wüthete ein Gewitter derartig, daß von vielen Häusern die Ziegeln vom Winde abgerissen und auf die Straße geworfen wurden. Manche Ziegeln wurden sehr weit von den Gebäuden fortgeschleudert. An manchen Stellen hob der Wind sogar Gartenzäune auf und trug sie einige Meter davon. Der Regen ergoß sich in Strömen und verursachte dadurch großen Schaden, daß er durch die bloßgelegten Dächer in die untergebrachten Vorräthe drang."

Fürth am Berg (BY)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 21.03.1897: "Aus dem Steinachgrund, 19. März. Gestern Abend gegen 8 Uhr zogen mehrere schwere Gewitter über unsere Gegend, die von orkanartigen Stürmen begleitet waren und an Dächern, Schornsteinen und Waldungen vielfach Schaden anrichteten. Ein Wirbelsturm hat in Fürth am Berg die große Bretterhalle des Mühlenbesitzers August Mauer total niedergerissen und in einen Trümmerhaufen verwandelt. Ein Blitzstrahl traf das Wohnhaus desselben und zerschmetterte eine Reihe Dachziegel, sowie mehrere Scheiben eines Fensters, ohne glücklicherweise größeren Schaden anzurichten."

Wiesenfeld bei Coburg (BY)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.03.1897: "Wiesenfeld, 19. März. Sturm. Der gestrige Sturm (Abends 7 1/2 Uhr) hat den größten Theil aller Dächer auf der Südseite des Dorfes stark beschädigt und manche fast ganz abgedeckt. Er hat ein schweres Scheunenthor abgerissen, eine Scheune verschoben und eine, die durchaus nicht baufällig war, mit anstoßendem Bienenhaus umgeworfen, desgl. eine Holzhalle. Ein einstöckiges Haus ist derartig geschüttelt worden, daß der Kalk der Stubendecke an einigen Stellen abgefallen ist. Die wenigen Obstbäume, die die hiesigen Gärten aufweisen konnten, sind an der Krone abgebrochen. Die Straße und die Höfe sind mit Ziegel- und Kalkstücken besät. Menschen sind glücklicherweise nicht verletzt worden."
Juli

Itzgrund (BY)

 10.07.1896 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 12.07.1896: "Aus dem Itzgrund, 11. Juli. Sturmwind. Vor dem gestrigen Gewitter erhob sich auf hiesiger Flur ein heftiger Wirbelwind. Das noch auf den Wiesen liegende Heu wurde nach allen Richtungen hin zerstreut. Viele Obstbäume sind stark beschädigt worden."

Forstinning (BY),
Tading (BY),
Isen (BY)

 14.07.1894 / Stärke (F4) Bestätigt
Am Nordrand des Ebersberger Forstes östlich von München zerstörte dieser Tornado zahlreiche Häuser, es gab 2 Tote und weitere Verletzte. Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 17.07.1894: "München, 16. Juli. Mehrere Ortschaften Oberbayerns wurden am Sonnabend von einer cyclonartigen Windhose heimgesucht; 200 Anwesen wurden zerstört. 100 Pioniere sind zur Hülfeleistung hingesandt." Weiter aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 16.07.1894: "Furchtbare Katastrophe in Bayern. München, 16. ds. Eine furchtbare Katastrophe fand am Sonnabend nachmittag an der württembergischen Grenze infolge einer großartigen Windhose statt. Ueber 200 Bauernhöfe sind zerstört, 12 Dörfer total vernichtet. Der Prinzregent wies sofort 30,000 Mark für die Geschädigten an. 100 Pioniere sind an die Unglücksstätte zur Hülfeleistung abgegangen." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Berichte zum Tornado in Bayern
Windhose am 14. Juli 1894 Original-Holzstich nach E. Kaiser ( [url=http://www.antiqpaper.de/]antiqpaper.de)

München (BY)

 21.07.1891 / Stärke (F0) Bestätigt
Um 11:22 bis 11:26 Windhose, Tornadoschlauch zwischen Gewitterwolken gesichtet (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juni

Augsburg (BY)

 27.06.1891 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 01.07.1891: "Augsburg, 27. Juni. (Gewitterorkan.) Um 7 Uhr Abends tobte hier ein Gewitterorkan. Ein stürzender Baum tödtete dabei einen Bankier Namens Wolf aus Frankfurt am Main und zerschmetterte dem Schwiegersohne des hiesigen Fabrikanten Landauer das Bein." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
September

Ansbach (BY)

 16.09.1886 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 23. September 1886: "Eine Windhose wurde am 16. d.M. in Ansbach beobachtet. Dächer wurden abgedeckt, Fenster eingedrückt, Ziegel und Dachsparren regnete es förmlich. Auf der Straße befindliche Leute wurden hochgehoben oder umgeworfen. die ganze Erscheinung dauerte nur wenige Minuten, begleitet von einigen dumpfen Donnerschlägen, denen ein unerheblicher Regen folgte." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Mai

Coburg (BY)

 16.05.1885 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 18.05.1885: "Coburg, 16. Mai. Eine Naturerscheinung eigenthümlicher Art versetzte am vorgestrigen Mittwoch einige fünfzig auf dem Ketschenanger mit Wäschetrocknen beschäftigte Frauen und Mädchen in nicht geringe Aufregung. Kurz vor Mittag kam von der Ostseite her eine wohl 15 bis 20 Fuß im Durchmesser haltende Windhose, welche, indem sie in westlicher Richtung über den Anger strich, alle in ihrem Bereich liegenden und in ihrem Laufe von ihr berührten Wäschestücke thurmhoch in die Höhe und mit sich fortnahm. Die so entführten sehr zahlreichen Wäschestücke glichen in der Höhe kleinen, in wilder Hast umherschwirrenden Vögeln und konnten, nachdem die seltsame Naturerscheinung vorüber war, nur mit großer Mühe wieder gesammelt und - da sie bunt durcheinander gewürfelt waren - von den einzelnen Frauen und Mädchen als ihr Eigenthum ausgeschieden werden. Einige Wäschestücke sind gar nicht mehr vorgefunden worden und es mögen dieselben in die Itz gefallen sein, zu anderen wieder fanden sich erst nach langem Hin- und Herfragen die betreffenden Eigenthümer." (Weitere Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juni

Amberg (BY)

 17.06.1866 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus dem Münchener Boten für Stadt und Land vom 22. Juni 1866: "In Amberg hat am 17. ds. eine Windhose arge Verwüstungen angerichtet."

Ettenkofen (BY),
Ottering (BY)

 27.06.1863 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus der Passauer Zeitung vom 02. Juli 1863: "Ottering, bei Dingolfing, 28. Juni. Gestern 1/2 12 Uhr Mittag hat hier eine einer Gewitterwolke vorhergehende Windhose eine arge Verwüstung angerichtet. In einem Nu wurden 21 Wohnhäuser sammt den Oekonomiegebäuden, darunter die Pfarrgebäude und das Schulhaus, ganz oder theilweise abgedeckt und ruiniert, zwei Städel ganz umgeworfen, das Zimmerwerk und die in denselben aufgewahrten Wägen und übrigen Oekonomiegeräthe zerschlagen, eine große Menge Obstbäume entwurzelt oder abgebrochen, ja sogar in den anliegenden Feldern die Früchte ganz niedergedrückt. Daß es dabei eine Menge zerbrochener Fenster gibt, ist leicht denkbar, weil nicht nur die Schindeln, sondern auch die Dachziegel wie Federn herumflogen und den Leuten, die beim Essen saßen, auf dem Tische das Geschirr zerschmetterten. Leute wollen diesen furchtbaren Gast schon von Weitem abwechselnd auf dem Boden und in der Luft wie ein Gespenst daher kommen gesehen haben. Auch in Ettenkofen, bei Mengkosen, wie heute erzählt wird, soll Aehnliches geschehen sein. (Ldsh. Ztg.)"

Tornado in Ettenkofen, Ottering ( Skywarn)
August

Hergensweiler (BY)

 31.08.1862 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1862 - "Bei dem letzten Gewitter hat in der Gemarkung Hergensweiler eine Windhose bedeutende Zerstörungen angerichtet." (Quelle: Bayerische Zeitung, 05.08.1862) - "Lindau, 20. Aug. Die in letzter Zeit häufig über hiesige und die Allgäuer Gegend sich verbreitenden Gewitterregen sind von traurigen Episoden für manche Gemeinden begleitet; nachdem unlängst in der Gemeinde Hergensweiler das sonst selten in derartiger Stärke beobachtete Phänomen einer Windhose in kürzester Zeit auf Fluren, Straßen, an Wohnungen Verheerungen anrichtete, wurde vorgestern Abends die Gemeinde Schäffau von einem Unwetter heimgesucht." (Quelle: Neue Augsburger Zeitung, 24.08.1862)
Juli

Seebach (BY)

 23.07.1859 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Regensburg, 25. Juli. Letzten Samstag Nachmittag zwischen l und 2 Uhr wurde das Dampfschiff "Passau" bei Seebach, zwischen Vilshof und Passau, an einer überaus gefährlichen felsigen Stelle von einer Windhose überrascht und quer über auf Felsen geworfen. Der Geistesgegenwart des Kapitäns Riffel gelang es, sämmtliche Passagiere an's Land zu bringen. Daa Schiff liegt vollkommen unter Wasser und wird die Hebung große Mühe und bedeutende Kosten verursachen." (Quelle: Fränkischer Kurier, 27.07.1859) - Anmerkung aus dem Skywarn-Forum: "Im Text wird Seebach als zwischen Passau und Vilshofen liegend beschrieben. Jedoch gibt es in der Region kein Seebach, sondern nur eines, das weiter flussaufwärts, also zwischen Vilshofen und Regensburg, liegt. Zumal es dort auch an der Donau tatsächlich Felsen gibt."
Januar

Greifenberg (BY)

 12.01.1859 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Windhose. Aus Greifenberg wird berichtet, dass am 12. Januar Abends 7 Uhr das bei Greifenberg liegende Haus des Landraths von der Marwitz von einer gewaltigen Windhose fast gänzlich zerstört wurde." (Quelle: Wochenschrift fur Astronomie, Meterologie und Geographie, 16.03.1859; recherchiert bei Google Books)
Juni

Hofheim in Unterfranken (BY)

 12.06.1857 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Uffenheim, 17. Juni. Eine ähnliche Erscheinung, wie ohnweit Hofheim am 12. d. M. früh gegen 11 Uhr sich zeigte, kam am gleichen Tage Abends zwischen 6 und 7 Uhr in Ermetzhofen, k. Lansgerichts Uffenheim, vor. Es bildete sich auch gegen Norden ein Gewitter und zugleich eine säulenartige Wolke (Windhose), welche so ziemlich die Erde berührte, und näherte sich jedoch ganz langsam dem genannten Dorfe. Dort angekommen, Wirbelte auf einmal eine dichte Staubwolke voran und mit großer Heftigkeit drehte dieselbe einen Weidenbaum strickartig zusammen, vernichtete ihn und fing nun an den nächsten Gebäuden seine Verheerung an, deckte einen ziemlichen Theil der nächstgelegenen Dächer ab und zerbrach in einem von Gebäuden umgebenen Hausgarten 9 Obstbäume in Stücke, deren Aeste zerstreut umher gefunden wurden. Weiter fand sich keine vernichtende Spur vor. Ein Gewitter entlud sich gleich darauf, begleitet von Regen mit etwas Hagel." (Quelle: Ansbacher Morgenblatt, 24.06.1857)

Ermetzhofen (BY)

 12.06.1857 / Stärke (F1) Bestätigt
"Uffenheim, 17. Juni. Eine ähnliche Erscheinung, wie ohnweit Hofheim am 12. d. M. früh gegen 11 Uhr sich zeigte, kam am gleichen Tage Abends zwischen 6 und 7 Uhr in Ermetzhofen, k. Lansgerichts Uffenheim, vor. Es bildete sich auch gegen Norden ein Gewitter und zugleich eine säulenartige Wolke (Windhose), welche so ziemlich die Erde berührte, und näherte sich jedoch ganz langsam dem genannten Dorfe. Dort angekommen, Wirbelte auf einmal eine dichte Staubwolke voran und mit großer Heftigkeit drehte dieselbe einen Weidenbaum strickartig zusammen, vernichtete ihn und fing nun an den nächsten Gebäuden seine Verheerung an, deckte einen ziemlichen Theil der nächstgelegenen Dächer ab und zerbrach in einem von Gebäuden umgebenen Hausgarten 9 Obstbäume in Stücke, deren Aeste zerstreut umher gefunden wurden. Weiter fand sich keine vernichtende Spur vor. Ein Gewitter entlud sich gleich darauf, begleitet von Regen mit etwas Hagel." (Quelle: Ansbacher Morgenblatt, 24.06.1857)

Tornado in Ermetzhofen (Skywarn)
Mai

Regensburg (BY)

 31.05.1856 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.06.1856: "München, 2. Juni. Der heftige Sturmwind, welcher vorgestern hier tobte, ist nach Berichten, die uns gestern Abend aus Regensburg zukamen, dort in derselben Gestalt aufgetreten, wie der Orkan, welcher am 26. August v.J. (Anm.: = vorigen Jahres) den englichen Garten hier verwüstet hat, nur mit dem Unterschiede, daß sämmtliche im schönsten Stande befindliche Felder um Regensburg total verheert sind. Die Berichte lautend sehr betrübend, da auch ein Menschenleben durch das 20 Minuten dauernde Unwetter verloren wurde." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Frauenchiemsee (BY)

 29.05.1856 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Von Frauenchiemsee, 29. Mai wird geschrieben: Unsere allen Reisenden als der freundlichste Aufenthalt bekannte und auch heuer schon von vielen Gästen besuchte Insel erlebte heute Morgens ein Naturschauspiel, das durch seine Neuheit die ältesten wie die jüngsten Bewohner in gleicher Weise in Erstaunen setzte. Morgens 4 Uhr nämlich wurde auf der südwestlichen Seite des Horizontes eine Wolke bemerkt, welche sich langsam über den Wendelstein auf den See hereinzog, denselben gegen 4 3/4 Uhr bei Stock belegte und dann mit einer rasenden Schnelligkeit sich uns als Windhose darstellte, über unsere Insel der Art fuhr, daß die auf der Westseite gelegenen Häuser von der Wolke bedeckt waren, in Zeit von höchstens einer halben Stunde aber der ganze Weg über den See, dessen Länge 7 geometrische Stunden beträgt, zurückgelegt war. Ein bedeutender Sturm, welcher aber bloß gegen 1 1/2 Stunden andauerte, folgte der Erscheinung, welche auch keinen Schaden anrichtete, aber allen Sehern für ihre Lebenszeit unvergeßlich bleiben wird." (Quelle: Landshuter Zeitung, 08. Juni 1856)
August

München (BY)

 26.08.1855 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 31.08.1855: "München, 26. Aug. Heute Nachmittag entlud sich über unsere Hauptstadt nach dreitägiger fast unerträglicher Hitze ein ungemein heftiges, von einem Orkan begleitetes Gewitter, welches, von einem Hagelschlag gefolgt, an Häusern und Gärten ungemeinen Schaden anrichtete und mit kurzer Unterbrechung bis gegen 8 Uhr Abends andauerte. Die ältesten Leute wissen sich eines ähnliches Sturmes nicht zu erinnern. Im englischen Garten liegen zahllose Bäume entwurzelt, so daß Fahr- und Gehwege förmlich verbarricadirt waren. Um 6 Uhr 50 Min. schlug es im englischen Garten ein mit einem einem Kanonenschusse ähnlichen Knalle. Der Hagel hatte die Größe von Hühnereiern und darüber und fiel mit außerordentlicher Gewalt zu Boden. Merkwürdigerweise ist bei diesem aus NW. kommenden Orkan die innere Stadt nicht berührt worden. Die Hauptschäden finden sich im äußeren Theile der Maxvorstadt. Während im Pfarrhause neben der Ludwigskirche alle Fenster eingeschlagen wurden, blieben die Fenster der nebenanstehenden Kirche unversehrt. Den vollen Umfang des durch diesen Orkan angerichteten Schadens kann man für jetzt nicht einmal annähernd bestimmen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Aus Journal de Toulouse, Lundi 10 Septembre 1855: "Le premier coup de tonnerre a été accompagné d'une trombe de vent et de la chute de grêlons de dimensions énormes (quelques-uns pesaient jusqu'à 30 onces). La trombe de vent n'a frappé, ainsi que la grêle, qu'une partie de la ville, et a seulement traversé le Jardin Anglais dans le sens de la largeur. Dans la Thérasien Strasse, l'Aldabert Strasse, la Koeniginn Strasse et une partie de la Ludwig Strasse, il n'est pas resté une fenêtre." - Der erste Donnerschlag wurde von einem Wirbelwind von Wind und Hagel von großer Größe (einige mit einem Gewicht von bis zu 30 Unzen) begleitet. Die Wasserhose Wind geschlagen hat, und Hagel, ein Teil der Stadt, und nur durch den Englischen Garten in Richtung der Breite. In Thérasien Strasse, Aldabert Strasse, Koeniginn Straße und ein Teil des Ludwig-Straße, hat er nicht ein Fenster zu bleiben. (recherchiert von François Paul)
Juli

Seenheim (BY)

 16.07.1855 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"16. Juli zu Seenheim (Bayern) aus einer Gewitterwolke nach etlichen Donnerschlägen eine Trombe, die wie bei einem Brande aufwärts wirbelte, auf Obstfeldern Bäume entwurzelte, einen 12' weit forthob. Am gleichen Tage 4h Nachmittags bei einem Gewittersturm mit Wolkenbruch und Hagelfall eine Windhose von W-O zu Celle (Hannover); eine gefüllte Scheuer wurde niedergedrückt, das Gemäuer nach aussen umgelegt, ein Stall zertrümmert; eine zweite Scheuer jenseits der Aller zerstört." (Quelle: Oberstudienrath Th. Plieninger, Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg. 1862)
Juni

Regensburg (BY)

 02.06.1855 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"2. Juni zu Regensburg Verwüstungen durch eine Windhose." (Quelle: Oberstudienrath Th. Plieninger, Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg, Jahrgang 1855 und 1856, herausgegeben 1862)
August

Landshut (BY)

 02.08.1854 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 08.08.1854: "München, 3. August. Gestern ist in der Gegend von Landshut ein verheerendes Sturm- und Hagelwetter zum Ausbruche gekommen. Der Postomnibus hatte hierherwärts Landshut passiert, als plötzlich dieser Sturm mit solcher Heftigkeit losbrach, daß durch seine Gewalt beide große belastete Hauptwagen auf ebener Straße umgestürzt und so beschädigt wurden, daß sie nicht weiter geführt werden konnten. Eine Beichaise wurde ebenfalls umgestürzt, von den Pferden fortgezogen und der Postillon an den Zügeln eine Viertelstunde weit mitgeschleift, so daß es ihn vielleicht den Arm kosten wird. Auch andere Passagiere waren so bedeutend verletzt, daß, nachdem sie mit den übrigen auf Leiterwagen bis zur Station Moosburg befördert worden waren, daselbst zurückgelassen werden mußten. Außerdem aber sind ausgerissene verwüstete Bäume noch Zeugen der furchtbaren Katastrophe und auf eine weite Strecke ist der Telegraph zerstört, die Stangen zertrümmert." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Dezember

München (BY)

 Jahr 1852 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum und Jahr nicht bekannt. - "Die Finanzierung und Wahl des Standortes erwies sich zunächst schwierig, doch eines Tages konnte die Gemeinde Haidhausen zwei Äcker erwerben, die hinter der bestehenden Krankenanstalt angrenzten. Auf diesem Gelände entstand ein vierstöckiger Neubau (Pavillon I), der im November 1848 in Betrieb genommen wurde. [...] Schon damals mussten sich die Architekten eine Reduzierung des Bauprogramms durch die Gemeinde gefallen lassen, denn die ursprünglich vorgesehene Dachkonstruktion wurde z. B. durch ein Eisenblechdach ersetzt, das einige Jahre später (vermutlich zur Schadenfreude der Planer) einem Wirbelsturm zum Opfer fiel." (Quelle: Bauamt TU München).

Klinikum rechts der Isar der TU München (Bauamt TU München)
September

Edling (BY)

 03.09.1851 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Eventuell auch am 25.08.1851? "Aus Ebersberg erhält der "Münchner Herold" folgende Zuschrift: Als Neuigkeit melde ich Ihnen, daß wir zwischen Steinhöring und Wasserburg die seltene Erscheinung einer Windhose hatten, welche mit solchem Geräusche sich ankündigte, daß die Leute auf den Feldern, ein Erdbeben befürchtend, ihre Arbeitswerkzeuge wegwarfen und bleichen Gesichtes den Wohnungen zueilten, woselbst sie jedoch mit Schrecken die Schindein und Steine, ja theilweise sogar die Dächer von den Häusern dahinfliegen sahen. Die Erscheinung machte sich an 2 verschiedenen, etwa eine viertel Stunde von einander entfernten Punkten, durch Feuersäulen, welche auf die Vermuthung zweier zugleich ausgebrochener Feuersbrünste führten, so daß man in Ebersberg die Feuerspritzen in Bereitschaft setzte, fernehin sichtbar und fiel in die Zeit zwischen 4 - 5 Uhr Nachmittags. Der Schaden ist theilweise für die Betroffenen nicht unbedeutend; so hat dies gewaltige elementarische Ereigniß z. B. einem gering begüterten Landmann ein allerdings schon schadhaftes Nebengebäude aus der Erde gehoben und über das Hauptgebäude wieder zu Boden geworfen. Der "Bergersee" wurde ganz aus seinem Bette gehoben und die Wassermasse auf die nüchstgelegene Flur gepeitscht, bei einem Bauern aber bei Giglberg die im sogenannten Badhause befindliche Magd 3mal 4 Schuh hoch in die Höhe geschleudert. Unmittelbar nach der Erscheinung, welche beiläufig 10 Minuten währte, war die Atmosphäre mit Schwefel- und Brandgeruch geschwängert." (Quelle: Donau-Zeitung, Vereinigte Blätter des Kourier an der Donau und der Passavia, No. 246, 07. Sept. 1851; recherchiert bei Google Books) - "Aus München vom 3. September eine Wasserhose berichtet bei Wasserburg am Inn mit Verwüstungen an Dächern; eine Hütte sei über das Dach eines Hauses getragen und auf der anderen Seite wieder abgeworfen worden; der Bergensee, ein Teich, ausgehoben und über die Felder ausgeschüttet worden; zwei Feuersäulen, 1/4 Stunde von einander entfernt, verleiteten zur Vermuthung ausgebrochenen Brandes; dauerte etwa 10 Minuten und hinterliess Schwefel- und Brandgeruch in der Luft." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Stuttgart 1852; recherchiert bei Google Books)
August

Thanheim (BY)

 28.08.1851 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 25. August zu Steinhöning bei Ebersberg (Baiern) eine Windhose mit Verwüstungen auf dem Felde und an Häusern; am 28. August habe sich dasselbe Phänomen im Vilsthal zu Thanheim bei Ensdorf wiederholt, Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Stuttgart 1852; recherchiert bei Google Books)

Steinhöring (BY)

 25.08.1851 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 25. August zu Steinhöning bei Ebersberg (Baiern) eine Windhose mit Verwüstungen auf dem Felde und an Häusern; am 28. August habe sich dasselbe Phänomen im Vilsthal zu Thanheim bei Ensdorf wiederholt, Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Stuttgart 1852; recherchiert bei Google Books)
Juli

Schwarzenbach (BY),
Großkonreuth (BY)

 06.07.1846 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Innerhalb eines rund 70 Kilometer langen und recht schmalen Bereiches gab es erhebliche Hagelschäden, lokal aber auch Sturmschäden, deren Ursache aber derzeit unbekannt ist. "Erwähnenswert ist noch ein Ereignis aus dem vorigen Jahrhundert. Am 6. Juli 1846 verwüstete ein Unwetter die gesamte Ernte in der Gemeinde Schwarzenbach. "An diesem Tag entlud sich um dreivierteldrei Uhr nachmittags ein Gewitter mit einem so furchtbaren Hagelschlag, wie der älteste Mann in dieser Gegend eines solchen nicht entsinnen konnte. In wenigen Minuten waren alle Fenster, die nach Westen schauen, in Scherben, alle Bäume entblättert, alle Saaten dem Boden gleichgelegt, nicht wenige Häuser der Dächer beraubt." Eine sehr gute Ernte im darauffolgenden Jahr ließ das Unwetter vergessen. Aus Dankbarkeit für die gute Ernte im Jahr 1847 wurde ein gußeisernes Kruzifix gestiftet. Dieses Kreuz wurde zum Erntedankfest 1848 feierlich auf dem Friedhof aufgerichtet. Wie sehr das Dorf mit seiner Vergangenheit verbunden ist, geht daraus hervor, daß mit einem Festwagen beim Erntedankfestzug 1971 in der Kreisstadt Tirschenreuth der Mißernte von 1846 und der guten Ernte von 1847 gedacht wurde." (Quelle: Schwarzenbach) - Aus der Pfarrchronik Großkonreuth: "Nachdem bis zu diesem Jahre immer Mangel und Teuerung geherrscht hatte, war uns im Frühjahr 1846 die Hoffnung einer segensreichen Ernte gegeben. Alle Früchte standen prachtvoll, und es wurden schon die Sensen zum Getreidmähen zubereitet, als mit einem Male alle Hoffnung vernichtet war. Am 6. Juli brach um 1/2 8 früh bei großer Schwüle ein heftiges Gewitter aus, worauf sich der Himmel wieder aufklärte, die Schwüle dauerte fort. Um 4 Uhr nachmittags stieg ein düsteres Wolkenmeer im Westen auf, jedoch ahnte man nicht, was daraus folgte, weil man in der hiesigen Gegend noch niemals einen allgemeinen Hagelschlag erlitten hatte. Da stürzten die Schloßen in ungeheuerer Menge und in der Größe von Hühnereiern hernieder unter ununterbrochenem Donnerrollen und schrecklich dumpfen Brausen, wodurch die Feldfrüchte gänzlich zerstört wurden. Kein Grashalm, keine Pflanze, kein Blatt am Baum war mehr zu sehen. Die Dächer wurden teils beschädigt, teils abgehoben, alle Fenster gegen West und Süd zertrümmert. Wegen plötzlich erfolgten Sturmes konnte man die Fensterläden nicht schließen. [...] Das Hagelwetter fing bei Auerbach an und erstreckte sich über Pressath, Eschenbach, Beidl, Tirschenreut, längs der Straße über Griesbach, Mähring bis Marienbad, wo fast alle Fenster in Trümmer gingen. [...] Im Pfarrgarten dahier (Anm.: Poppenreut, zwischen Tirschenreut und Mähring) wurden mehrere Bäume abgebrochen."

[url=http://wuzergagl.wu.funpic.de/index.php?option=com_content&task=view&id=12&Itemid=28]Aus der Vergangenheit des Dorfes
und der Pfarrei Schwarzenbach[/url] ( Schwarzenbach)
Juni

Bamberg (BY)

 09.06.1845 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht sicher - Aus Le Progrès du Pas-de-Calais, Mercredi vom 11. Juli 1845: "Les journaux bavarois annoncent qu'une trombe a causé des dommages considérables dans les champs situés aux environs de Bamberg." (recherchiert von François Paul) - Demnach richtete ein Tornado erhebliche Schäden in den Feldern in der Nähe von Bamberg an.
Dezember

Donndorf (BY)

 Jahr 1834 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1834 - Aus Ingo Toussaint, Lustgärten um Bayreuth, Hildesheim 1998, 336 S.: "Während ich in den kahlen Mauern des leeren Hauses umherging, wo ein Beamter des Prinzen, der die neuen Arbeiten inspicirte, mir erzählte wie es sonst gewesen und mich auf die schönsten Aussichtspuncte aufmerksam machte, umzog sich der Himmel ganz schwarz und einer der fürchterlichsten Orkane überfiel uns, der einem Tornado glich. Wir wußten uns in den halb Fenster- und Thürlosen Stuben gar nicht mehr zu bergen, und glaubten nichts anderes als nächstens mit dem ganzen Schloß davonzufliegen. Die größten Bäume im Garten bogen sich bis zur Erde, viele wurden vor unseren Augen entwurzelt und dann den Abhang hinabgeschleudert. Regen und Hagel fiel dazu in Strömen. Durch alle Töne heulte und brauste der Sturm, es schien ein Beginn der Sündfluth. Nach einer Stunde brannte die Sonne wieder, und ich betrachtete in ihrem Schein die älteste Linde Deutschlands, deren Stamm über fünfzig Fuß Umfang hatte. Der Sturm hatte ihr einen Ast geraubt und die noch dichte Krone häßlich zerzaust." - Das Lustschloß Phantasie liegt etwa 5 Kilometer westlich von Bayereuth.

Geilsheim (BY)

 03.12.1832 / Stärke (F2) Bestätigt
"Der 3. Dez. brachte dem Dorfe Geilsheim, Ldk. Wassertrüdingen, einen Morgen des Schreckens und der Gefahr. Früh 7 Uhr zog ein Gewitter von Südwest nach Nordost über das Dorf. 2 starke Blitze und 2 heftige Donnerschläge folgten dicht aufeinander und zugleich entwickelte sich ein furchtbarer Orkan, eine Windhose, wodurch in 2 Minuten 21 Wohnhäuser und 16 Scheunen, wie auch die alte Kapelle nebst Thurm, ihrer Bedachungen beraubt, von einem Hause und 2 Scheunen die Dächer ganz heruntergeworfen, die Häuser aus ihren Fugen geschoben und dem Einsturze nahe gebracht wurden. An mehreren Häusern stürzten die Kamine ein; in einigen Gärten wurden ungefähr 40, meistens große Fruchtbäume, theils abgebrochen, theils in einer kreisförmigen Bewegung mit den Wurzeln aus der Erde herausgerissen. Eine Tanne, die 50 Schritte von einer Scheune entfernt stand, und 1/2 Fuß im Durchmesser hatte, wurde in der Mitte abgebrochen, und der Wipfel in die offen stehende Scheune hinein geworfen." (Quelle: Der Bayerische Landbote, 19.12.1832)
April

Plattling (BY),
Osterhofen (BY),
Passau (BY)

 10.04.1830 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 28.04.1830: "Bei einem Sturm und Gewitter, die am 10. April Mittags um Passau sich plötzlich erhoben, sind mehrere Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt, und eine sogenannte Matzille von den Wellen des Inns umgestürzt, und die Schiffleute in den Fluthen begraben worden. Dieser Orkan verbreitete sich weithin aufwärts des Inn bis Simbach zu, war mit Wolkenbruch, Donner und Blitzen begleitet, und richtete in Ortschaften und Fluren Verheerungen an." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.05.1830: "München den 27. April. Das Gewitter, welches am verflossenen Charsamstag in der Gegend von Passau, Pelsting und Landau so große Verheerungen anrichtete, war auch um Plattling und Osterhofen nicht weniger fürchterlich. In dem gräflich Preysingischen Schlosse zu Moos sah man einen der Schloßtürme von einer Seite zur anderen wanken, und die Glocken erthönten von selbst, was offenbar nicht die Folge des Orkans, sondern vielmehr eines Erdbebens seyn mußte, welches auch an andern Orten verspürt wurde. So wollte man bei dem vor einigen Tagen eingetretenen Sturmwinde auch hier in München ein Erdbeben verspürt haben, das 2 - 3 Sekunden gedauert haben soll." (Quelle jeweils: Universitätsbibliothek Freiburg)
März

Regensburg (BY)

 05.03.1828 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Witterung zu Regensburg im März 1828. - Barometerstand bey -t- 10° R. Während der ersten 5 Tage sank das Barometer, anfangs gleichförmig, am 5. aber sehr schnell bis zu einem, dem obigen Minimum beynahe gleichkommenden, Stande herab. Seit dieser Zeit hatten wir immer stürmische Witterung, und am 5. Nachmittags eine förmliche Windsbraut mit eiökörnigem Schnee und Regenschauern. (Das nämliche Phänomen, um Donner und Blitz, wurde gleichzeitig in München beobachtet.)" - (Quelle: Regensburger Zeitung, 10.04.1828)

Verdachtsfall Regensburg ( Skywarn)
August

München (BY)

 17.08.1827 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung der Bayreuther Zeitung vom 27.08.1827: "München, 21.August - [...] Verflossene Woche hatte sich eine Windhose den Spaß gemacht, die stärksten Bäume in dem Englischen- und Hofgarten entweder zu entwurzeln oder in der Mitte entzwei zu brechen; auch einem Hause, welches noch nicht vollends gedeckt war, nahm er alle Dachplatten und einen Theil des Dachstuhles. Beschädigt wurden übrigens dabei keine Menschen." Das genaue Datum wird nicht genannt, der 17.08. entspricht in etwa der Mitte der "vorherigen" Woche.
April

Trostberg (BY)

 22.04.1819 / Stärke (F1) Bestätigt
"Elektrische Einigung Alzflusses mit einem Wölkchen. - Am 22. April 1819, Abends nach 8 Uhr, zog zu Trosburg, im Pfarkreise eine schwarze Wolke herab, und senkte sich dergestalt über den Alzfluß nieder, daß die Augenzeugen dafür hielten, es steige aus dem Wasser eine Rauchwolke auf. Sie entzündete sich, und warf, gleich einem Feuerrade, einige Augenblicke leuchtende Kügelchen um sich her, welche im Zerplatzen krachten. Sie zog sich nach dem Wasser von Götzing hin, wo die Aeußerungen des Feuerrades sich über einen am Wasser liegenden Bauerhof viel stärker wiederholten. Zugleich hob ein plötzlich entstandener Wirbelwind - Windhose - unter Sausen und Krachen die Schindeln ab. Der starke Regen, welcher in diesem Augenblicke niederfiel, endete für die Einwohner zwei furchtbare Minuten." (Quelle: Samuel Christoph Wagener: Das Leben des Erdballs und aller Welten - Neue Umsichten und Folgerungen aus Thatsachen: allen Erforschern und Sinnigen Freunden der Natur. Amelang, Berlin, 1828, 760 S.)
Februar
Juli

Würzburg (BY)

 08.07.1811 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus Mémoires d'agriculture, d'économie rurale et domestique, tome XV, 1812. Résultats des observations météorologiques appliquées à l'agriculture, faites à Montmorency pendant l'année 1811, p. 190. Par M. Cotte: "Le 8 ((juillet)), trombe dans la principauté de Wurtzbourg." (recherchiert von François Paul)
April

Aufkirchen (BY),
Reisen (BY),
Niederlern (BY)

 19.04.1809 / Stärke (F2) Bestätigt
"Ich habe mich unlängst mit einem Heimatforscher aus Erding getroffen. Er hat einige Dokumente zu einem Tornado aus dem Jahre 1809 bei Erding gefunden. Das Ereignis fand am 19.04 nachmittags gegen 14h45 statt. Der Wirbel bildete sich bei Aufkirchen und zog über die Felder bei Ober- und Niederding nach Reisen, wo es große Schäden gab. Dann zog der Tornado weiter nach Eiting, wobei sich die Zirkulation bodennah jedoch abschwächte und es wenige Schäden gab, dann auf dem Weg nach Mitter- und Niederlern aber wieder stärker wurde und Dächer und Zäune beschädigt oder zerstört hat. Während des Tornados wurde nur wenig Regen beobachtet, wohl aber mehrmals Blitzeinschläge in der Umgebung und Donner. Nach dem Tornado gab es noch Hagelschlag, kurz darauf ein weiteres Gewitter mit heftigem Regen und stürmischem, kaltem Nordwestwind. Der Tornado soll etwa eine halbe Stunde gedauert haben. Es gibt einen sehr ausführlichen Bericht im "Litteratur- und Kunst-Anzeiger" vom 30.06 1809 mit genauen Augenzeugenberichten und sogar Wind- und Temperaturdaten." Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH - Weiter: "[...] Die häufigsten meteorischen Erscheinungen waren ganz anderer Art, statt der Meteormassen sah man Wetterwirbel und statt der Erdbeben ungewöhnliche Fluth und Ebbe, oder Orcane von seltener Stärke. Den 19ten April sah man eine schwarze bis zu den Wolken reichende Säule bey Niederding in Bayern sich bilden und über Raisen und Lern hinwegziehen wobey sie große Verwüstungen anrichtete, aber nur einzelne Hagelschlossen und keinen Regen fallen ließ" (Quelle: Friedrich Schnurrer, Chronik der Seuchen in Verbindung mit den gleichzeitigen Vorgängen in der physischen Welt und in der Geschichte der Menschen. Tübingen. 1823)
Mai

Schwabelweis (BY)

 12.05.1783 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des "Mercure de France" vom Juni 1783: "Paris, den 17. Juni. Neben diesem außerordentlichen Phänomen, legen wir die Details eines anderen vor au einem Bericht in Straßburg, das sich am 12. des letzten Monats in der Nähe des Dorfes Schwabelweiss am Ufer des Flusses Danube (Anm.: Donau) ereignete." Es folgen Berichte über Geräusche und umgestürzte Bäume. "[...] Dieser Wirbel dauerte drei Minuten, danach war alles ruhig." (recherchiert von François Paul)
Juni

Gräfenberg (BY)

 08.06.1778 / Stärke (F3) Bestätigt
In Gräfenberg bei Erlangen gab es schwere Schäden: "Ein großes Unglück mit sieben Toten und vielen Verletzten brachte ein im Jahre 1778 niedergegangenes Gewitter, das von einem geradezu entsetzlichen Wolkenbruch begleitet war. Der Sturm brach am 2. Pfingstfeiertag, dem 8. Juni abends nach sieben Uhr aus und kam aus Richtung Erlangen. Die Verheerungen, die er in und bei dem Städtchen an Feldern und Gebäuden anrichtete, waren fürchterlich und gaben sogar Veranlassung zur Herausgabe eines Albums, in dem das Ereignis in Wort und Bild dargestellt wurde. Dieses Werk ist in Nürnberg erschienen und trägt den Titel: ?Abbildung der vorzüglichsten Ruinen, welche ein am 8. Junius 1778 Abends zwischen acht und neun Uhr zu Gräfenberg niedergegangener Wolkenbruch in dasiger Vorstadt veranlaßte.?" Quelle: Die Geschichte der Stadt Gräfenberg (Stadt Gräfenberg)
Dezember

Jandelsbrunn (BY)

 Jahr 1760 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1760 - Genaues Jahr nicht bekannt. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 29. Juli 1960: "[...] Wenn dann erst eine Windhose über die Fluren rast, besteht allergrößte Gefahr. So passierte es vor etwa 200 Jahren in der Gegend von Wollaberg-Jandelsbrunn nach der glaubwürdigen Erzählung des Hochschulprofessors Dr. Schmöller, daß eine Windhose eine junge Dirn erfaßte, in die Höhe wirbelte, und mit sich fortriß. Sie entschwand den Blicken ihrer Arbeitsgenossen. Man hat nie mehr etwas von dem Mädchen gehört. Es dürfte bis über die Wälder des Sreisessels getragen worden und dort in die Bäume abgestürzt sein.[...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek). Wollaberg-Jandelsbrunn liegt im heutigen Landkreis Passau.
Juli

Lonnerstadt (BY)

 15.07.1754 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Tornado in Lonnerstadt beobachtet (Quelle: Kurtz-gefaßte historische Nachrichten zum Behuf der neuern europäischen Begebenheiten, Band 36, 1754).

Tornado in Lonnerstadt 1754
Juni

Tiefendorf (BY)

 22.06.1739 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"22. Juni: Wirbelsturm in Tieffendorf bei Hof" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Johannes Matthaeus Barth: Von einer seltsamen Begebenheit, die sich im Voigtlande u.s.w. zugetragen. Regensburg 1739) - Weiterer Bericht: "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] welcher in der Nähe von Prenzlau einen Schäfer samt seinen Schafen aufgehoben, und auf das nähste feld gesetzet: welches um destoweniger unglaublich sein darf, da wir zu unsern zeiten 1738. von dergleichen Wind vernommen haben, daß er in Franken zu Tiefendorf gleichmäßige würckung gehabt, und unter andern ein Bauerhaus aufgehoben, und an eine andere stelle versetzet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1., Seite 499 - Berlin, 1751)
Dezember

Nürnberg (BY)

 Jahr 1728 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1728 - Aus den Anmerkungen zu der im 78ten Stück des Hannoverschen Magazins enthaltenden Beschreibung der am 18ten Aug. d. J. im Amte Springe gesehenen Windsbraut. In: Hannoverisches Magazin. 1763-1790. 1785 , 23.Jg. , S. 1575 - 1584 (recherchiert über Uni Bielefeld): "Der Professor Molker zu Altorf hat bei Gelegenheit eines im Jahr 1728 in der Stadt Nürnberg großen Schaden angerichteten Wirbelwindes hierüber eine besondere Dissertation unter dem Titel "de Anemocaeris" geschrieben."
Juli

Freising (BY)

 06.07.1721 / Stärke (F2) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf trat dieser Tornado gegen 13 Uhr in Freising bei München auf und richtete hier erhebliche Schäden an.

Augsburg (BY)

 02.07.1587 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Es war kurz nach Mittag, als es dunkel wurde über Augsburg. Und aus den schwarz-grauen Wolken brach eine Windhose hervor, "wie der Schwanz eines großen Drachen", sagte ein Zeuge." Zitat aus einer Flugschrift von Hanns Schulthes. Zwischen 12 und 13 Uhr (Quelle: Alfred Wegener: "Wind- und Wasserhosen in Europa") soll dieser Tornado aufgetreten sein. Hans Schultes der Jüngere verewigt das ungewöhnliche Ereignis einer Windhose über Augsburg auf der Flugschrift, zusammen mit der ältesten bekannten Darstellung eines Tornados. Weiter aus der Flugschrift: "Anno 1587, den 2.Juli / zwischen 12. und 1. Uhr / nachmittag / hat sich inn der Lufft ein grosses ungeheures Gewülckh zusammen gehausset / gleichsam als ob eins chweres Wetter / mit Hagel / Donner / und Blitz anziehen und sich herfür thon wolte / Inn sollichem begibt sich augenscheinlich/das sich ganz scheulich und schröcklich / gegen Mitternacht / ein greulicher Wölckh / geformiert wie ein Schwanz eines grossen Drachen / oder Lindwurms / (Wie er dann hie in diser Figur sichtbarlich abgemahlt / oder entworfen ist.) hat sehen lassen. Wellicher jetzt auff die Rechte / bald auff die Lincke Seyten sich gekrümmet / und gewunden / Ja sich zu letzt / unden herab verkleinert / ganz scharpff unnd spitzig gemachet hat / Ist also nahend bey einer halben Stund lang gestanden / und hernach allgemach verschwunden." (Quelle: Gustav Hellmann (Hrsg.): Wetterprognosen und Wetterberichte des XV. und XVI. Jahrhunderts, Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus No. 12, Asher, Berlin 1899, recherchiert von Johannes Hofmeister)
August

Regensburg (BY)

 31.08.1552 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"21. August: In Thüringen und in der Mark Brandenburg, in Meissen und in Braunschweig sehr heftiger Sturm, stellenweise Wirbelsturm" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Chronicon Magdeburgense, Magdeburger Schöppenchronik bis 1565. In Chroniken deutscher Städte, Bd. VII und XXVII. Leipzig 1869 und 1899)

Regensburg (BY)

 19.08.1535 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"19. August: Starkes Gewitter mit Hagel und Wirbelsturm in Regensburg" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Leonhart Widmann (gest. 1557): Regensburger Chronik. In Chroniken deutscher Städte, Bd. XV. Leipzig 1878)
Juni

Wörth (BY)

 30.06.1520 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genauer Ort unbekannt, eventuell heute Wörth? "30. Juni: 200 Häuser werden bei Werd in Bayern durch einen Wirbelsturm umgeworfen" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Wilhelm Rem (gest. 1529): Cronica newer geschichten. In Chroniken deutscher Städte, Bd. 25. Leipzig 1896)

Nördlingen (BY)

 26.06.1517 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 26. Iuni 1517 Abends stürmte eine Windsbraut mit furchtbarer Gewalt über das Ries hin, ?warf das langkhaus zu sant Haimprandts kirchen auf dem perg, von einer guten, newlicher jar ernewten, doch einer alten, dicken maur on pfehler, bis auf das erdtrich gar ernieder vnd beschedigte den chor hart." (Quelle: Anton von Steichele, Das Bistum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben, 1872)

Verdachtsfall Nördlingen ( Skywarn)

Regensburg (BY)

 11.06.1511 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 11. Tag des Junius war hierauf ein groß grausam Ungewitter von Regensteinen (Hagel) begleitet; den mehrern Theil hin ob der Stadt. Zu Prüfling hat es im Kloster merklichen Schaden gethan an Vieh und anderm; an einem Barn vier Roße ertränkt, die Mauern oben im Hof am Stall eingerissen; die Roße und den Barn, daran sie geheft seyn gewesen, Steine (darunter gehaute Stücke zu 6 Centner gewesen,) aufs Feld hinausgeführt, viel Vögel erschlagen und ertränkt, auch auf dem Freudhofe zu Niedermünster auf den Linden viele Krähen zu Tod geschlagen. Item in den Winzer-Bergen in einer Wiegen hat's einen guten Theil eines Weingarten (der Trainer genannt) Stöcke und Erde herabgetragen, und ein Wint oder Biethaus mit Grund und Boden, Bottich und allem Geschirr in die Donau gerissen und hinweggeführt. - Einige behaupten, der Bodeb hätte dabei gebebet, und die Stöße im Abgrunde der Erde seyen im ganze Lande bemerkt worden." (Quelle: Carl Theodor Gemeiner, Die Regensburgische Chronik. 1824)
Dezember

Freising (BY)

 Jahr 0788 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 788 - "Holzregen [also Windhose] bei Freysingen in Bayern" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Aventinus (Turmair), Johannes (gest. 1534): Annales Boiorum. Mit Nachtrag. Leipzig 1710; Annales Fuldenses, Chronik des Klosters Fulda. Bei Marquard Freher: Germanicarum rerum scriptores etc. Frankfurt a.M. 1600-1611)