Bisher 226 bestätigte, dazu 7 Plausible und 356 Verdachtsfälle
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September
August

Reken (NW)

 30.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:05 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des WDR vom 31.08.2017: "Unwetter tobten rund um Münster und im Ruhrgebiet - Ein Unwetter hat am Mittwochabend (30.08.2017) im Münsterland zahlreiche Bäume entwurzelt. Durch Reken zog eine Windhose. Ein Baum stürzte auf ein Wohnhaus. Die drei Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, das Haus ist unbewohnbar. Der Sachschaden liegt nach Angaben der Polizei bei rund 150.000 Euro. Betroffen war auch ein Campingplatz. Dort mussten fünf Menschen ihre Mobilheime verlassen. In Dorsten fiel ebenfalls ein Baum auf ein Wohnhaus. Dabei entstand jedoch kein größerer Schaden. Insgesamt musste die Feuerwehr dort rund 25 umgestürzte Bäume wegräumen. Der Sturm führte auch zu erheblichen Verkehrsstörungen. Die Bahnstrecke zwischen Dorsten und Coesfeld war am Donnerstagmorgen wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt. Auch eine Kreisstraße war nicht mehr passierbar. [...]"

Unwetter tobten rund um Münster und im Ruhrgebiet (WDR, 31.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli

Körbecke (NW)

 25.07.2017 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: 18:01 bis 18:07 Uhr MESZ. Der Tornado wurde von Augenzeugen beobachtet, er richtete Schäden an mehreren Segelbootenb auf dem Möhnesee an. Aus einer Meldung des WDR vom 26.07.2017: "Windhose beschädigte Segelboote am Möhnesee - Fegte am Dienstag Nachmittag (25.07.2017) ein Tornado bei Körbecke über den Möhnesee ? Jedenfalls wurde ein Segelboot vom Steg gerissen, es lag mit dem Kiel oben im Wasser. Außerdem wurden einige Segelmaste geknickt. Die Feuerwehr musste ausrücken und das Boot bergen. Glück hatten Kinder, die zuvor noch mit den Segelbooten auf dem Wasser waren. Sie waren alle wieder an Land. Der Leiter der ADAC-Segelschule Udo Rahmann beobachtete, wie der Tornado entstand. "Ich habe gesehen, wie sich plötzlich zwischen den beiden Stegen so eine Windhose gebildet hat, wie das Wasser schäumte und wie dann diese Windhose zwischen den Steganlagen durchzog". Dann sei ein kleines Boot vom Steg abgerissen und durch die Luft geschleudert worden. Mit dem Mast nach unten sei es wieder auf der Wasseroberfläche gelandet. "Ich war schockiert, so was habe ich in vierzig Jahren am Möhnesee noch nicht erlebt". Meteologen können sich dieses Wetterereignis nicht erklären. Die nächsten Wetterstationen des Wetterdiensts Meteomedia stehen in Arnsberg und Soest - und die registrierten gleichmäßigen Regen und höchstens Windstärke 6. Das spreche nicht für einen Tornado, sagte ein Sprecher dem WDR. Auch der Deutsche Wetterdienst hat keine Windhose über dem Möhnesee registriert. Allerdings habe es im vergangenen Jahr fünf Tornados in Nordrhein-Westfalen gegeben - so selten sei dieses Wetterphänomen also nicht."

Tornado auf Möhnesee in NRW noch unsicher (Wetterkanal, 27.07.17)
Windhose beschädigte Segelboote am Möhnesee (WDR, 26.07.17)
Windhose soll Segelboot am Möhnesee in die Luft gehoben haben (Soester Anzeiger, 26.07.17)
Augenzeugin filmt Windhose über dem Möhnesee (Soester Anzeiger, 27.07.17)
Einsatzd er Feuerwehr Möhnesee (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Dopplerradarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juni

Dinslaken (NW)

 15.06.2017 / Stärke (F1) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Niederrhein-Anzeigers vom 21.06.2017: "Tornado an Fronleichnam: Wege immer noch nur bedingt passierbar - Aufräumarbeiten in vollem Gang. Dinslaken. Nach einem lokalen Unwetter am Fronleichnamstag, 15. Juni, zwischen 16 und 17 Uhr war vor allem der nördliche Bereich des Hiesfelder Waldes stark betroffen. "Aufgrund von starkem Regen und hohen Temperaturschwankungen kam es dort zu einem kleinen örtlichen Tornado", erklärt Christoph Zebunke vom Regionalforstamt Niederrhein auf Nachfrage. Auf 80 Hektar Laubwaldgebiet wurden etwa 350 Bäume jeden Alters entwurzelt: Buchen, Eichen und Pappeln. Vor allem ältere Bäume, die wegen ihrer großen Baumkronen eine dementsprechend größere Angriffsfläche boten. "Die Aufräumarbeiten sind im Gange und die ersten Wegen werden in etwa zwei Wochen wieder freigegeben", so Zebunke und mahnt zur Vorsicht: "Waldbesucher sollten nur auf freigegebenen Wegen spazieren, nach oben schauen und auf lose Äste in den Baumkronen achten."" - Eine Vor-Ort-Untersuchung ergab, dass es hier keinen Tornado gab, sondern ein Downburst die Schäden anrichtete.

Tornado an Fronleichnam: Wege immer noch nur bedingt passierbar (Lokalkompass Dinslaken, 21.06.17)
Stadt und RVR fällen tote Bäume (WAZ, 08.11.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Saerbeck (NW)

 03.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Westfälischen Nachrichten vom 05.06.2017: "Windhose entwurzelt etliche Bäume - Den Asphalt des Radwegs hob ein Baum an der Riesenbecker an, als die Windhose ihn ergriff. Während des Gewitters am Samstagabend hat eine Windhose eine Schneise nördlich des Bioenergieparks gezogen. An einem Wirtschaftsweg und an der Riesenbecker Straße wurden mehrere Bäume entwurzelt und umgekippt. Es war die zweite Windhose, die die Feuerwehr in Saerbeck verzeichnete. Eine Windhose ist am Samstagabend nördlich des Bioenergieparks über Saerbeck hinweg gezogen. Dabei richtete das Wetterereignis beträchtliche Schäden an. An einem Wirtschaftsweg direkt östlich des BEP entwurzelte die Windhose drei große Bäume, de auf einen Acker umkippten. Die Wurzelballen standen am Pfingstmontag senkrecht am Straßenrand. Auch einige Birken am Rand einer Waldfläche gleich daneben wurden umgeworfen. Jenseits des Ackers an der Riesenbecker Straße warf die Windhose vier Bäume auf die Fahrbahn. Die junge Maispflanzen dazwischen waren umgeknickt und wirkten wie in eine Richtung gebürstet. Die Freiwillige Feuerwehr beseitigte noch während des am Samstagabend vorüber ziehenden Gewitters in einem dreistündigen die Bäume auf den Straßen. Angesichts des Schadenslage in einer eng begrenzten Schneise, die westlich des BEP beginnt, ist sich Wehrführer Udo Meiners sicher, dass es sich um eine Windhose gehandelt hat. Es ist der zweite Mini-Tornado, den die Einsatzchronik der Feuerwehr in Saerbeck verzeichnet. Vor zwei bis drei Jahren nahm ein solches Wetterphänomen ebenfalls nördlich des Bioenergieparks seinen Anfang, zog dann aber zum Feldhoek weiter, erinnerte sich Udo Meiners." - Anmerkung: Einen "Mini-Tornado" gibt es natürlich nicht, ein Tornado ist ein Tornado, sofern es in diesem Fall einer war. Nach einer Vor-Ort-Untersuchung liegen keine deutlichen Anzeichen für einen Tornado vor: "Es zeichnet sich ein recht deutliches Schadensbild ab. Das schadensgebiet ist eher flächig als schneisenförmig. Die Fallrichtung der Bäume entspricht zu 90% der Zugrichtung des Gewitters. nur einzelne "Querschläger" waren dabei. Verfrachtungen habe ich keine gefunden, alle abgetrennten Kronen lagen neben dem dazugehörigen Baum. Interessant finde ich jedoch, wie sporadisch die schäden auftraten. Mitten in einer Gruppe Bäume ist nur eine Krone abgetrennt von einem meiner Meinung nach gesunden Baum, hier und da mal ein Baum entwurzelt, hin und wieder auch mal ein paar mehr."

Windhose entwurzelt etliche Bäume (Westfälische Nachrichten, 05.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Haan (NW)

 02.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:05 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Westfalen-Blatt vom 30.05.2017: "Rätselhafte Kraft verwirbelt Dachziegel - Windhose in Haan?: Rätselhafte Kraft verwirbelt Dachziegel. Die Feuerwehr inspiziert mit einer Drehleiter das Dach des Discounters. Haan. Eine nicht identifizierte Krafteinwirkung hat am Freitag Dachziegel auf einem Discounter in Haan bei Düsseldorf durcheinandergewirbelt. Ohne dass es in dem Supermarkt auffiel, entstand sogar ein Loch im Dach. Die Feuerwehr in Haan berichtet, dass sie von einem Anwohner alarmiert worden war. Er hatte gesehen, dass Dachziegel des Discounters an der Düsseldorfer Straße wie bei einer Verpuffung umherflogen. Niemand im Supermarkt oder Kunden auf dem Parkplatz hatten etwas bemerkt. Allerdings betätigten die Feuerwehrleute den Befund nach einer Inspektion des Daches mit einem Teleskopmast. Zahlreiche Dachziegel lagen nicht mehr richtig auf, es war sogar ein 1,5 Quadratmeter großes Loch entstanden, berichtet die Feuerwehr. Nur auf eine Verpuffung wies nichts hin. Auch die Feuerwehr steht vor einem Rätsel und schreibt: "Ein Nachbar äußerte, er habe eine kleinere Windhose wahrgenommen. Ob dies zutrifft, ist unklar."" Zu der betreffenden Uhrzeit war kein Schauer oder Gewitter in der Nähe.

Rätselhafte Kraft verwirbelt Dachziegel (RP Online, 02.06.17)
FW-HAAN: Verpuffung in einem Discountmarkt gemeldet (Feuerwehr Haan, 02.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai

Halle (NW)

 30.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Westfalen-Blatt vom 30.05.2017: "Windhose zerfetzt Dachteile und reißt Zelt heraus - Halle (WB/vh). "In dieser Art und Weise haben wir das meines Wissens hier noch nie gehabt", sagt Jörg Heitmann, Einsatzleiter der Haller Feuerwehr. Eine Windhose hat am Dienstagabend für größere Zerstörungen im Bereich des Gerry-Weber-Stadions gesorgt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Gegen 20.10 Uhr ging der Alarm bei der Haller Feuerwehr ein. 17 Einsatzkräfte rückten an und kümmerten sich darum, die Weststraße und die Roger-Federer-Allee von den größten abgebrochenen Ästen zu befreien, sperrten außerdem Teile der Zufahrtsstraßen für den Verkehr. Die Windhose hielt hat laut Heitmann nur drei bis vier Minuten gedauert. Ein Lagerzelt, das bereits für die anstehenden Gerry Weber Open aufgestellt worden war, wurde von dem kurzen, aber heftigen Tornado erfasst, samt Bodennägeln aus dem Untergrund gerissen und meterweit weggeweht. In einem Baum an der Unterführung kurz vor dem Stadion- und Hotel-Parkplatz blieb das Zelt samt Gestänge schließlich hängen. Am wenige Meter entfernten Holzfachhandel Speckmann riss die WIndhose Teile der Kunststoff-Lichtkuppeln aus dem Dach; sie landeten in viele Einzelteile zerfetzt auf dem weitläufigen Gelände rund um das Event-Center, teilweise auch auf der Bundesstraße 68. Das gesamte Ausmaß der Schäden stand am Abend noch nicht fest." - Der WDR hat in Halle/Westfalen gedreht und einen Augenzeugen befragt. Dieser hat demnach einen "Wolkentrichter" gesehen. Der Schadenspfad ist nur etwa 500 Meter lang und "sichelförmig".

Windhose zerfetzt Dachteile und reißt Zelt heraus (Westfalen-Blatt, 30.05.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Bockhorst (NW)

 30.05.2017 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:40 Uhr MESZ. Bericht von Martin Hubrig über gemeldete Schäden in Versmold-Bockhorst: "Schon von der Schilderung am Telefon war der Fall eigentlich eindeutig. Nach ihrer Beschreibung vor Ort in Kombination mit den Schäden und Verfrachtungen muss ich diesen Fall als bestätigt ansehen. Es flogen Eternit-Platten mehr als 400 m weit und in einer Wirbelbewegung in mehr als 20 m Höhe über Häuser, die selbst nicht beschädigt wurden. Dies wurde nicht nur von unserer Freundin, sondern auch den Nachbarn beobachtet. Einen auskondensierten Luftwirbel hat es aber wohl nicht gegeben. Ob eine Funnelcloud im Spiel war, konnte sie mir nicht sagen, zumal die Sicht durch die Häuser dort nicht in alle Richtungen gut ist – und sie, als sie die Trümmer fliegen sah, schnell ins Haus geeilt ist. Geregnet hatte es bis dahin nicht. Die Schäden lagen meistens im T0-T1-Bereich (entspricht F0, ob überhaupt T2 erreicht wurde, ist für mich nicht eindeutig, die Platten waren wohl nicht so ganz leicht) und waren damit nicht sonderlich prägnant und für sich genommen bis auf die Verfrachtungen, die aber heute nicht mehr zu sehen waren, überhaupt nicht aussagekräftig. Auf jeden Fall ist solch ein Sturmschaden nur mittels eines Foto- oder Videobeweises oder einer in sich schlüssigen Augenzeugenberichtes, welcher hier gegeben war, eindeutig zuordbar. In etwaiger Zugrichtung gab es nur gut 5 km weiter einen 2. Fall (vorerst Verdachtsfall) in Halle/Westf., ebenfalls GT, NW, laut Feuerwehreinsatz offenbar um kurz vor 20:00 Uhr, was gut zum Radarbild passen würde."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
März
November

Bösingfeld (NW)

 18.11.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 06:40 Uhr MEZ. Aus einer Meldung des Nordlippischen Anzeigers vom 18.11.2016: "Zerstörte Dächer durch morgendliche Windhose in Extertal-Bösingfeld - Heute früh gegen viertel vor 7 hat sich beim kurzen, aber heftigen Unwetter über Teilen von Extertal-Bösingfeld eine Windhose gebildet. Leidtragende des seltenen Wetterphänomens waren die Firmen Uwe Dreier und Karl Fahrenkamp & Sohn an der Bösingfelder Bruchstraße. Viele Autofahrer haben heute früh die, am Straßenrand verteilten, Dachtrümmer noch gesehen, das ganze Ausmaß sieht man aber erst vom Hinterhof aus. Bei der Firma Dreier wurde die gesamte Dach-Rückseite des Bürogebäudes abgedeckt, die Dachteile flogen bis zu 600 Meter weit ins angrenzende Wohngebiet. Auch die Firma Fahrenkamp ist betroffen: Hier wurde ein 6-Meter-hohes Vordach auf der gesamten Länge eingeknickt, die Plane eines LKWS wurde abgerissen. Auch hier hat die Windhose die Trümmerteile auf die angrenzenden Grundstücke verteilt. Die Aufräumarbeiten sind bei beiden Firmen schon in vollem Gange, auch die Dachdecker sind bereits vor Ort. Doch die Fachmänner können nur provisorisch helfen. Nach Angaben von Uwe Dreier kann das Dach erst im Frühjahr, bei Temperaturen von + 10 Grad, wieder komplett instand gesetzt werden. Trotzdem Glück im Unglück: Es blieb bei den Dachschäden, verletzt wurde niemand." Bei einer Vor-Ort-Untersuchung der Schäden wurden einige Hinweise auf einen möglichen Tornado gefunden.

Tornadoverdacht in Bösingfeld am 18.11.2016
Zerstörte Dächer durch morgendliche Windhose in Extertal-Bösingfeld (Nordlippischer Anzeiger bei Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Illingen (NW)

 18.11.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 05:50 Uhr MEZ. Aus einer Meldung des Soester Anzeigers vom 18.11.2016: "Windhose wirbelt Illingen durcheinander - Illingen - Sturmtief Mirja hat im Welveraner Ortsteil Illingen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Jetzt beginnen für die Bewohner die Aufräumarbeiten. Die Brieftaube saß noch Stunden später mit nassem Gefieder und wie betäubt mitten auf einer Weide. Beim näher kommen flog sie wie betrunken davon, landete unsanft auf dem nächsten Baum. Sie war offensichtlich in den Wirbelsturm geraten, der Freitagmorgen gegen sechs Uhr von West nach Ost über Illingen hinwegtobteund dabei Bäume umknickte wie Strohhalme, Dächer abdeckte und Dachflächen abhob und in der Umgebung verteilte. Sogar ein ganzes Gartenhaus wurde dem Erdboden gleich gemacht. Viele Bürger in Illingen schraken beim Nahen des Tornados aus aus dem Schlaf hoch. "Es war ein Schock", sagt eine Anwohnerin. "Ich dachte, mir fliegt das Dach weg!". Sie hatte Glück. Nur ein paar Dachpfannen wurden abgehoben und ein alter von Misteln durchwachsener Apfelbaum zerbarst unter der Wucht des Sturms. Alfred Hagedorn von der Illinger Straße 34 wurde ebenfalls vom Sturm aufgeschreckt. Es gelang ihm kaum, sein Schlafzimmer-Fenster zu schließen, als der Wirbel durchs Dorf fegte. Was draußen passierte, konnte er kaum erkennen, nur dass alles durcheinander flog. Als sich der Wind abgeschwächt hatte, schaute er auf das Chaos in seinem Garten. Sein kleines Gartenhaus war abgehoben und geschreddert worden. Nur noch die Bruchstücke lagen im Garten. Seine Brieftauben blickten völlig verstört durch das offene Dach ihres Schlages. Ähnlich erschrocken waren Irmgard und Bernhard Vollmer. Bei ihnen hatte der Orkan die Alu-Platten vom Pferdestall abgehoben. Teile krachten unter dem Giebel in die Schiefer-Verkleidung. Eine Platte flog hundert Meter weiter nach Osten auf ein Feld, eine andere aufs Auto. Überall im Dorf hinterließ der Mini-Tornado Verwüstung. Ganze Bäume wurden abgeknickt, Bänke und Blumentöpfe umgeworfen. Auf einem Stapel Pflastersteine wurde ein gute dutzend herausgehoben und verstreut. Ganz übel erwischte es den Illinger Wald. Der Wirbelsturm furchte mitten hindurch, brach dutzende Bäume einfach ab. Das Waldstück wurde dabei weitgehend zerstört. Ehe dort der Bruch beseitigt ist, ist ein Betreten sicher lebensgefährlich. Die Illinger verloren indes nicht ihren Humor und gingeln lächelnd ans Aufräumen. „Ich muss wohl einen großen Container bestellen“, blickt Alfred Hagedorn auf den Haufen Gerümpel, der von seinem Gartenhaus übrig geblieben ist. "Zum Glück gibt es ja Versicherungen.", weiß er, dass wohl zumindest finanziell kein Problem auf ihn zukommt. Und zum Glück gibt es natürlich die Feuerwehr und den Bauhof der Gemeinde, die den Bürgern halfen, die größten Schäden erst einmal mit Kettensäge und händischer Aufräumarbeit zu beseitigen. Die Feuerwehr war mit den Zügen eins und drei zwischen 6 und etwa 10 Uhr im Gemeindegebiet im Einsatz, der zweite Zug übernahm währenddessen den Grundschutz. Schäden gab es vor allem auch im Welveraner Zentrum, wo Bäume umknickten und vereinzelt Dachziegel herab stürzten. Der Markt konnte dann aber schon wieder wie gewohnt über die Bühne gehen." Eine Untersuchung der Schäden vor Ort brachte kein eindeutiges Ergebnis.

Bericht und Fotos zu den Schäden
Windhose wirbelt Illingen durcheinander (Soester Anzeiger, 18.11.16)
Video: Sturmtief Mirja wütet in Welver und Werl (YouTube)
Fotos der Schäden (Hellwegradio, 18.11.16)
Illingen: Drei Monate nach dem Sturm (Westfälischer Anzeiger, 18.02.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Sölderholz (NW)

 18.11.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 05:27 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der WAZ vom 18.11.2016: "Sturm weht Wohnwagen auf Dortmunder Grünkohlfeld - Dortmund. Sturm und Starkregen sorgten in Dortmund für 25 Einsätze. Bäume kippten um, der der Zoo bleibt geschlossen. Heftig erwischte es einen Wohnwagen. Ungemütlicher Start in den Freitag: Ein Sturmtief zog am Morgen über Dortmund hinweg. Besonders betroffen war der Südwesten der Stadt. Gegen 5.30 Uhr erreichten erste Notrufe die Feuerwehr-Leitstelle, wie Sprecher André Lüddecke im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte. Bis Mittag hatte die Feuerwehr 25 Sturm-Einsätze gezählt, danach beruhigte sich die lage. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Im Bereich der An der Goymark / Ecke Benninghofer Straße musste der Feuerwehrkranwagen eingesetzt werden, da ein Baum dort quer über der Fahrbahn lag, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. Die Straße musste zeitweise gesperrt werden. "Das hat im Berufsverkehr auch für viel Stau gesorgt", so André Lüddecke. Den wahrscheinlich spektakulärsten Einsatz gab es am Freitagmorgen an der Primelstraße in Sölderholz. Ein am Straßenrand geparkter Wohnwagen wurde von einer Sturmböe erfasst und 20 Meter durch die Luft geschleudert. Die Einzelteile des Wohnwagens landeten dann in einem benachbarten Grünkohlfeld. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Auch im Zoo Dortmund gab es eine stürmische Nacht, mehrere Bäume knickten um und blockieren die Wege. Menschen oder Tiere kamen nicht zu Schaden. Das teilte die Stadt am Morgen in einer Pressemitteilung mit. Wegen der Aufräumarbeiten bleibt der Zoo jedoch am Freitag geschlossen. [...]" - Verdächtig ist die Verfrachtung des Wohnwagens über die Distanz von etwa 20 Metern und Gegnständen daraus über weite Strecken.

Sturm weht Wohnwagen auf Dortmunder Grünkohlfeld (Der Westen, 18.11.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
September

Lendringsen (NW)

 04.09.2016 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der WAZ vom 05.09.2016: "Stromausfälle nach Unwetter - Das Gewitter war kurz, aber heftig: Wolkenbruchartige Regenfällen sorgten am Sonntag über Mittag für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei. Menden. Die Ortsteile Oesbern, Barge und Werringsen waren nach einem Blitzschlag in die Windkraftanlage 73 Minuten lang ohne Strom. Anrufer erreichten die Stadtwerke nicht, denn deren Telefonanlage war laut Joachim Schattner ebenso betroffen wie der Hochbehälter in Oesbern. Offensichtlich hatte der Volltreffer in das Windrad um 12.30 Uhr die 10-KV-Station darunter lahmgelegt, die erst um 13.43 Uhr wieder ans Netz gehen konnte. Am Tulpen- und Rosenweg in Lendringsen bekamen es die Bürger mit einem ganz anderen Phänomen zu tun: Anwohner beschwören, dass es eine Windhose war, die ihnen die Ziegel vom Dach fegte. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr sechs Häuser betroffen, deren Dächer vom Fachbetrieb wieder in Stand gesetzt werden mussten. Eine Windhose soll es auch gewesen sein, die aus dem Dach der Firma SAM Schulte in der Horlecke eine Fläche von etwa 15 Quadratmetern der Länge nach herausriss und eine Birke an den nahen Gleisen umwarf. Umherfliegende Teile beschädigten laut Feuerwehr-Einsatzleiter Frank Wyczisk die Absauganlage der Firma, aber auch abgestellte Autos. Das Problem für die Wehrleute und den herbeigerufenen Dachdecker: Die herausgerissenen Teile des Eternitdachs enthielten mutmaßlich Asbest, was eine Bergung unter Atemschutz notwendig machte. Wyczisk: "Der Schaden, der mittags entstanden sein muss, wurde erst um 16.15 Uhr von Nachbarn gemeldet. An der Stelle, an der die Dachteile überall herumlagen, sind also zahlreiche Autofahrer vorbeigekommen, ohne etwas zu melden." [...]" - Eine Vor-Ort-Untersuchung der Schäden hat gezeigt, dass zumindest bei den Schäden am Tulpen- und Rosenweg von einem Tornado ausgegangen werden muss. Verfrachtungen gegen die Zugrichtung und die Augenzeugenberichte sind eindeutig. Ein herausgerissenes Dachfenster landete entgegen der Zugrichtung auf einem Balkon.

Stromausfälle nach Unwetter (WAZ, 05.09.16)
Beweis gesucht: War es wirklich eine Windhose? (WAZ, 07.09.16)
Tornado in Lendringsen bestätigt (WAZ, 07.09.16)
Also doch: Es war ein Tornado (WAZ, 08.09.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
August

Gescher (NW)

 21.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:35 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 21.08.2016: "Eine Windhose ist Sonntagabend durch einige Straßenzüge von Gescher gezogen und hat erheblichen Sachschaden angerichtet. Gegen 19.40 Uhr, als es andernorts nur stark regnete, wurden die Anwohner im Bereich Königstraße und Zur Hambrücke auf das Wetterphänomen aufmerksam. „Das hat nur wenige Sekunden gedauert, dann war es vorbei“, berichtete Matthias Efsing. An mindestens zehn Häusern, so Einsatzleiter Marko Bricke von der Feuerwehr Gescher, wurden die Dächer beschädigt. Auf dem Parkplatz vor dem früheren Jugendzentrum Hotspot stürzte ein Baum auf drei Pkw. Einen weiteren Baum musste die Wehr sicherheitshalber fällen. Kaputte Dachziegel und Astwerk verschmutzten die Straßen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Feuerwehr war gut drei Stunden im Einsatz."

Windhose fegt durch Gescher und richtet erhebliche Sachschäden an (Allgemeine Zeitung, 21.08.16)
21.08.2016 – Windhose sorgt für Einsätze (Feuerwehr Gescher)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli

Köln (NW)

 29.07.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:42 Uhr MESZ. Beobachtung einer kleinen Trichterwolke: "Funnel cloud/Trichterwolke : beobachtet am 29.07.2016 von 17:43:39 Uhr bis 17:46:22. Aufnahmeort: Köln-Neustadt-Süd, Blickrichtung NNW. Die letzten 7 Aufnahmen der Serie zeigen die Wolkenformation nach Auflösung des Funnels, aus der er entstanden ist." (Ort: etwa im Bereich 50825 Köln)

Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Brächen (NW),
Bielstein (NW),
Bomig (NW)

 28.07.2016 / Stärke (F0) Bestätigt

Villip (NW)

 28.07.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:05 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des General-Anzeigers Bonn vom 28.07.2016: "Windhose reißt Baum um - Die Feuerwehr räumt die Straße wieder frei. Villip. Der Fahrer eines Abschleppwagens hat am Donnerstag einen umgestürzten Baum an der Burg Gudenau entdeckt und um 15.12 Uhr die Wachtberger Feuerwehr verständigt. Die rückte sofort mit 7 Helfern an, zersägte die rund 25 Meter hohe Eiche und räumte alles zur Seite. Es entstand zwar kein Schaden, allerdings konnten Autos und Busse während der Arbeiten für eine Dreiviertelstunde nicht weiterfahren. Wahrscheinlich hat der Vorfall nichts mit dem Regenguss zu tun. Eine Villiperin meinte, eine kleine Windhose habe dem Baum zugesetzt. Erst vor Kurzem entstanden an der Burg große Schäden durch ein Unwetter, als der Graben unter Wasser gestanden hatte. Dabei hatten eine Brücke, Mauern und der Barockgarten gelitten."

Windhose reißt Baum um (General-Anzeiger Bonn, 28.07.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Kierspe (NW)

 20.07.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von come-on.de vom 21.07.2016: "Unruhige Stunden für Wehrleute - Durch eine unwetterbedingte Windhose brachen am Höferhof drei Bäume ab. Die Wehr musste ausrücken. Kierspe - Das Unwetter am Mittwochabend sorgte bei der heimischen Feuerwehr für unruhige Stunden. Um 19.52 Uhr wurde der Löschzug Stadtmitte von der Kreisleitstelle zu einem Einsatz am Höferhof gerufen. Dort waren durch einen Mini-Tornado drei Bäume abgebrochen worden. Eine Baumkrone hatte sich in sechs Metern Höhe in einem weiteren Baum verfangen. Deshalb musste die Drehleiter aus Meinerzhagen hinzugerufen wurde. Die Wehrleute – insgesamt waren zwölf vor Ort – beseitigten die Gefahrenstellen und das Holz." - Anmerkung: Es gibt keine "Mini-Tornados", ein Tornado ist ein Tornado.

Bericht der Feuerwehr Kierspe (Facebook)
Bericht der Feuerwehr Kierspe (Facebook)
Baum Auf strasse (Feuerwehr Kierspe, 20.07.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Marienfeld (NW)

 20.07.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Much heute vom 20.07.2016: "Windhose über Marienfeld ließ mächtige Alleebäume umstürzen - Am heutigen Abend ist gegen 19.30 Uhr - noch bevor eine Stunde später eine Unwetterwarnung herausgegeben wurde - ein zumeist rund 15-minütiger Starkregen über der Region niedergegangen. Im Osten des Gemeindegebietes wurde dieser von einem seltenen Naturphänomen begleitet - einer Windhose. Wie zahlreiche Anwohner Marienfelds berichteten, sei deutlich die Drehbewegung eines starken Windes zu beobachten gewesen, der sich in einem Bogen über dem Bereich der Dorfstraße und der Marienstraße im Osten Marienfelds bewegte. Im Ort wurden - in einer räumlich eng begrenzten Schneise - Äste aus großen und kleinen Bäumen herausgebrochen, hölzerne Sichtschutzzäune wurden umgerissen und herumgewirbelt, mit Gartenmöbeln geschah ähnliches. Ein Schafstall wurde von dem Luftwirbel nur knapp verfehlt. Als die Windhose auf die Lindenallee der Mucher Straße (Kreisstraße 31) traf, zeigte sich die Kraft des Luftwirbels, der als minihafter Tornado geschildert wurde. Zwei der großen Bäume beidseits der Straße wurden ein Opfer der Windhose. Einer der beiden wurde komplett entwurzelt, er stürzte mitsamt eines mächtigen Wurzeltellers von rund sechs Metern Durchmesser auf die Wiese neben der Fahrbahn. Eine gegenüberstehende Linde brach in Bodenhöhe ab. Die Spuren an der verbliebenen Wurzel und dem Schaft des Baumes zeugen davon, daß der Baum nicht schlicht abgebrochen war, sondern wie herausgedreht zerrissen erscheint. Dieser Baum fiel auf die Kreisstraße und blockierte eine Fahrspur. Auch im weiteren Verlauf der Allee in Richtung Alefeld wurden zahlreiche Äste abgerissen und Baumkronen beschädigt. Ferner wurden aus benachbarten Orten vergleichbare kleinere Schäden gemeldet, so aus Nieder- und Oberdreisbach, wo ein Teil eines mehrstämmigen Baumes außerhalb des Ortes (also nicht das Naturdenkmal im Ort) quer über die Straße schlug (im Foto rechts die Reste nach der Räumung der Straße). In Müllerhof fiel ein kleinerer Baum in eine Telefonleitung, in Niederbonrath ein weiterer in eine Stromleitung. Die Straßen in dem gesamten Gebiet sind übersäht mit kleineren Ästen und Laub. Zu einer entsprechend vorsichtigen Fahrweise wird daher geraten. Die Freiwillige Feuerwehr wurde erstmals nach dem Umsturz der Bäume bei Marienfeld alarmiert. Die Einsatzkräfte zerlegten den auf der Straße liegenden Baum und schnitten von der Drehleiter aus herabhängende Äste aus den übrigen Linden der Allee. Sicherheitshalber mußte die Kreisstraße 31 komplett gesperrt werden. Die Sperrung dauerte um 22 Uhr noch an. Auch an den anderen gemeldeten Orten waren die Ehrenamtler im Einsatz, um die betroffenen Leitungen freizuschneiden. In begrenzten Teilen des Gemeindegebietes war es zuvor zu einem Stromausfall gekommen. Bei dem auf der Südseite der Mucher Straße umgestürzten Baum handelt es sich um einen der beiden, die ohnehin einer Aufweitung der Kreisstraße zum Opfer fallen sollten, um eine neue Linksabbiegerspur zum Abbiegen in die Marienstraße anlegen zu können. Über diese Straße soll später das geplante Wohngebiet "Stockemssiefen" erschlossen werden, das sich zwischen der Kreisstraße 31 und der Oberdorfstraße erstrecken soll." - Dazu die Beschreibung eines Augenzeugen: "Gegen 19:30 zog ein Gewitter durch Marienfeld. Als Ich bemerkte, dass der Wind stärker wird, schaute ich aus dem Fenster und sah, wie der Wind sich auf dem Boden wirbelt und lauter Kleinteile durch die Gegend schleuderte."

Windhose über Marienfeld ließ mächtige Alleebäume umstürzen (Much heute, 20.07.16)
Unwetter Schneise der Verwüstung nach Gewitter in Hennef und Much (Kölner Stadtanzeiger, 21.07.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Hamminkeln (NW)

 20.07.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 21.07.2016: "Bäume und Strommast abgeknickt - Fallböe richtet Schäden in Hamminkeln an. Hamminkeln. Ein Sturm hat in Hamminkeln Bäume und einen Strommast umgeknickt und ein Hausdach erheblich beschädigt. Anwohner berichten, eine Windhose sei durch den Ort gezogen. Ein Meteorologe vemutet eine schwere Fallböe, einen sogenannten "Downburst". Mittwochabend gegen 18.30 Uhr zog das Unwetter über Hamminkeln. Der Strommast knickte ab, dicke, alte Bäume fielen um. Dabei wurde das Dach eines Gebäudes massiv beschädigt. Noch am Abend begannen die Anwohner mit den Aufräumarbeiten. Die Polizei bestätigte unserer Redaktion, dass im Ortsteil Dingden ein Strommast abgeknickt ist. Dadurch kam es an zwei Schranken an Bahnübergängen zum Stromausfall. Die Polizei sicherte die Übergänge an den Straßen Zum Bilderstöckchen /Ecke Lankernbrok sowie an der Potery. Anwohner berichteten, sie hätten etwas wie eine Windhose gesehen, die durch den Ort gezogen sei und die örtlich massiven Schäden verursacht hat. Malte Witt, Meteorolge beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen, kann auf seinen Radarbildern aber keine Auffälligkeiten erkennen, die auf eine Windhose hindeuten. "Völlig ausschließen kann ich es nicht, aber es ist eher unwahrscheinlich", sagt er. Um ein abschließendes Urteil zu fällen, müsste sich der Meteorologe die Schäden vor Ort angucken, zum Beispiel, in welcher Art die Bäume abgeknickt sind. Dass Anwohner gedacht haben, es handele sich um eine Windhose, erklärt Witt so: Die Gewitterzelle über Hamminkeln war sehr heftig und enthielt auch Hagel. Wenn Niederschlag, wie zum Beispiel Hagel, aus einer Gewitterwolke zur Erde fällt, verdunstet er in der Luft. Dieser Vorgang verbraucht Energie, die Luft kühlt sich ab. Auf ihrem Weg in Richtung Erde trifft die kalte Luft auf warme Luftmassen. Weil die kalte Luft schwerer ist als die warme, stürzt sie förmlich nach unten. Dabei entstehen kräftige Winde, Meteorologen sprechen von "Abwinden", die dem Anschein nach wie ein Vorhang aus der Wolke heraushängen und deshalb für Laien wie eine Windhose aussehen können. "Das ist ein sogenannter 'Downburst'", sagt Witt. Die kräftigen Winde können schwere Schäden verursachen."

Fallböe richtet Schäden in Hamminkeln an (RP Online, 21.07.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juni

Eitorf (NW)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer rotierenden Wolkenbasis mit möglicher Trichterbildung. Dazu diese Anmerkung eines Anwohners nahe Ruppichteroth, nördlich Eitorf: "Die Trichterwolke in Eitorf kann ich so nicht bestätigen, da es sich dabei um Nebel/Dunst handelte, der von der Zelle angesaugt wurde, sprich eine von unten nach oben Bewegung und nicht umgekehrt. Ich wohn hinter dem Wald, der auf dem Video zu sehen ist und bei mir vor der Tür zog das alles nach oben wie des öffteren die letzten Tage."

Video der möglichen Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild mit Rotation zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Espelkamp (NW)

 24.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Möglicher Tornado richtet Schäden an. Aus einer Meldung der Neuen Westfälischen vom 25.06.2016: "Windhose verursacht Schäden in Fiestel - Espelkamp-Fiestel. Bedrohliche Wetterphänomene: Diese von Sven Hagemeier gemachte Aufnahme entstand am späten Freitagnachmittag in Fiestel am Azaleenring. Dort bildete sich gerade der Rüssel eines Tornados, oder auch Windhose genannt. Hagemeier fotografierte nach eigenen Angaben den "Rücken" der Wolkenspirale, die anschließend in Richtung Rahden weiterzog. Mit im Gepäck hatte sie kräftige Sturmböen und Hagelkörner, so groß wie ein Fünf-Euro-Stück. Das Unwetter entwurzelte mehrere Bäume. Außerdem hatten viele Bürger mit vollgelaufenen Kellern zu kämpfen. Im Nachbarort Rahden erwischte es vor allem das Autohaus Bureck, wo viele Autos beschädigt wurden. Auch in Stemwede wurden viele Bäume entwurzelt." - Der Beobachter: "Meine Beobachtungen direkt an unserem Haus im Espelkamper Ortsteil Fiestel waren, das sich drei sehr niedrige Wolken aus 3 verschiedenen Richtungen aufeinander zu bewegten. Die normale Windrichtung war SSW und die 3 Wolken kamen von NNW, S und W. Als sie sich tragen flog viel Laub, sehr starker Regen trat ein und gleich danach großer Hagel. Der Niederschlag wehte plötzlich nur waagerecht. Beim öffnen der Haustür drohte sie mir aus der Hand zu ziehen und ich schloss sie wieder. Als es etwas schwächer wurde waren unsere Terrassenstühle ein paar Meter weiter weg und ich sah am Himmel diesen rotierenden Rüssel, welcher erst sehr waagerecht verlief und sich dann später wieder aufstellte und Richtung Rahden zog. Der Presse entnehme ich heute abgedeckte Hallendächer, überspülte Straßen und Keller, viele stark beschädigte Autos und umgestürzte Bäume. Soweit ich weiß, sind die stärksten Beschädigungen von der Schulstrasse in Alt-Espelkamp über das Autohaus Burek an der B239 nach Rahden ins Zentrum (Lange Straße). Ebenfalls etwas westlicher hat es ein großes Hallendach von Feinkost Rila in Stemwede-Levern zum Einsturz gebracht." - Der Meteorologe Friedrich Föst war vor Ort und schreibt zu den Schäden: "Ich bin gestern 2 Stunden durch die Schadensregion nördlich von Lübbecke gefahren und habe mir besonders die Gegend des mutmaßlichen Tornados angeschaut. Es bietet sich ein komplexeres Schadensbild als jenes aus Minden-Meißen. Die meisten Bäume sind in südliche bis südöstliche Richtung gefallen, auch sehr gut erkennbar an den zerstörten Mais- und Getreidefeldern. Hier hat eindeutig der RFD gewütet. Interessant war aber, dass einzelne Bäume von Destel bis Rahden in nördliche Richtungen gefallen sind. Das war immer mal wieder der Fall. Letztendlich könnte man das auch dem RFD zu Lasten legen. Auch zwischen Fiestel und Vehlage (dort, wo das Foto [Anm.: von Herrn Hagemeier] entstanden ist) ergibt sich ein ähnliches Schadensbild. Gebäude wurden insgesamt kaum beschädigt (keine abgedeckten Dächer, wohl aber massive Schäden dort, wo Bäume auf Gebäude gestürzt sind), an einem Bauernhof in Vehlage sind aber Firstpfannen abgedeckt worden. Ein typisches Tornadoschadensbild habe ich nicht vorgefunden. Wohl aber in einem Feld ein ca. 10 Meter breites kreisrundes Muster, das sich in einem wenige 100 Meter entfernten Gerstenfeld wiederholt. Ein komplexes bzw. konvergentes Wurfbild an Bäumen fand ich nicht vor. In der Umgebung Rahden sind die meisten Bäume in östliche Richtungen gefallen, eher divergent so wie in Minden-Meißen. Es wurde eine Mesozyklone [Anmerkung: Gewitter mit rotierendem Aufwindbereich) beobachtet und wir haben ein Bild, das wahrscheinlich einen mehr als 2/3 auskondensierten Funnel zeigt, der sich laut Augenzeugen gedreht hat. Bodenkontakt ist auf keinem Bild zu sehen und wurde von niemandem beobachtet, zudem kein eindeutiges Schadensbild. Was für einen kurzzeitigen Touchdown spricht, sind die kreisrunden Muster in den beiden Feldern und die einzelnen, nach Norden umgestürzten Bäume. Zu den Schäden: Beim Autohaus Bureck in Rahden hat es die Autos durch Hagelschlag zerbeult, das Dach der Firma Rila hat den Wassermassen nicht standgehalten (ist letztes Jahr im August schon einmal eingestürzt). Hat also in beiden Fällen nichts mit Wind zu tun." - Schäden werden auch aus Bad Essen (Niedersachsen) gemeldet, dazu aus einer Meldung von NonStopNews vom 24.06.2016: "In Bad Essen gab es sogar eine Windhose, die erheblichen Schaden in der Gemeinde anrichtete: Sie deckte zahlreiche Dächer ab, knickte Bäume um und sorgte für zahlreiche weitere Schäden."

Fotos der möglichen Trichterwolke (Facebook)
Windhose verwüstet Bad Essen (NonStopNews, 24.06.16)
Windhose verwüstet Bad Essen - Galerie (NonStopNews, 24.06.16)
Windhose verursacht Schäden in Fiestel (Neue Westfälische, 25.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Völlinghausen (NW)

 24.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Soester Anzeigers vom 24.06.2016: "In Völlinghausen kamen heftige Sturmböen dazu, die sich im Bereich zwischen Syringer Straße und Möhnestraße zu einer Windhose auswuchsen. Etliche Bäume wurden hier umgeknickt, beindicke Äste abgerissen. Besonders hart traf es einen Anlieger der Syringer Straße. Hier krachte ein umgestürzter Baumriese aufs Familienauto, der Sachschaden ist erheblich. Südlich der Möhne entwickelte sich die Straße Zum Wildpark zwischenzeitlich zu einem Wildbach, weil das Wasser über die Bankette und die vollgelaufenen Gullis nicht ablaufen konnte."

Starkregen mit Hagel in Neuhaus, Wamel und Völlinghausen (Soester Anzeiger, 24.06.16)
Radarbild">http://kachelma[...]html">Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Eschweiler (NW)

 15.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:32 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke an der Bahnstrecke zwischen Aachen und Köln. "Ich bin gerade durch ein Unwetter gefahren und konnte gegen 18:32 etwa diese sich schnell drehende Wolke aufnehmen. Ich hatte versucht noch ein Video zu machen, aber als ich den Auslöser gedrückt habe, kamen Bäume, ein Tunnel und danach hat es so stark geregnet, dass ich nichts mehr sehen konnte. Der Zug fuhr in Aachen um 18:18 ab und kam 19:12 in Köln an. Ich bin zu der Zeit, als ich das Bild gemacht habe, um 18:30 etwa aus Stollberg rausgefahren, Richtung Eschweiler, als mir die Wolke auf der rechten Seite des Gleises aufgefallen ist. Am Ende des Bahnhofs habe ich das Bild gemacht. Kurz danach bin ich noch relativ nah an der Wolke vorbeigefahren, sodass ich genau sehen konnte, wie sie sich gedreht hat und der Regen wie Schleier umhergewirbelt wurde. Es sah aber zu dem Zeitpunkt nicht so aus, als wenn es bis zum Boden ging. Mehr konnte ich dann leider nicht mehr sehen. Als ich gegen 18:34 in Eschweiler war, hat es sehr stark geregnet. In dem Video sieht man praktisch nichts durch die Bäume. Für den Bruchteil einer Sekunde kann man etwas zwischen den Bäumen sehen." Foto und Video liegen vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Neukirchen-Vluyn (NW)

 15.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:05 Uhr MESZ. Uhrzeit unsicher. Beobachtung einer Trichterwolke. Anmerkung zum Zeitungsartikel: Eine Trichterwolke ist nicht die Vorstufe eines Tornados, sondern der durch Kondensation sichtbare Teil des Wirbels. Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 15.06.2016: "Vorstufe eines Tornados über Neukirchen-Vluyn - Neukirchen-Vluyn. Über Neukirchen-Vluyn hat sich Mittwoch eine sogenannte Trichterwolke gebildet. "Daraus kann sich ein Tornado entwickeln", erklärt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst. Das Foto, hat Yasmin Haykir von der Schillerstraße aus in Richtung Halde Norddeutschland gemacht und uns zur Verfügung gestellt. "Es wäre ein Tornado, wenn sich unterhalb der Wolke der Wind gedreht hätte und es zu einem Bodenkontakt gekommen wäre", erklärt der Tornadoexperte weiter. Das sei auf den Foto aber nicht zu erkennen, da die Baumreihe den Blick versperrt. Zeugen berichten, dass sich die Trichterwolke nach fünf Minuten wieder aufgelöst habe. Dieses Wetterphänomen kommt bei der aktuellen Wetterlage rund zehn Mal pro Tag in Deutschland vor."

Vorstufe eines Tornados über Neukirchen-Vluyn (RP Online, 15.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Kierspe (NW)

 14.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke bei 58566 Kierspe, Meldung über das Meldeformular: "Kurzzeitig ausgeprägter Trichter bis unmittelbar über Wald, kein Sichtbarer Bodenkontakt. Dauer ca. 1 minute, dann rasche Auflösung. Keine Schäden bekannt. Bilder aufgrund der Dunkelheit nicht möglich."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Sinnersdorf (NW)

 05.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:18 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke bei Sinnersdorf durch den Skywarn-Beobachter Gerd Bierling: "Ich befinde mich in Nordrhein-Westfalen, im Rhein-Erft-Kreis in Sinnersdorf. Ich beobachte eine Funnelcloud, die sich von Nordost nach Südwest bewegt, und zwar im Bereich Sinnersdorf. Hat sich aber jetzt wieder aufgelöst, aber ich habe davon Fotos gemacht und auch Video. Ich denke, da kann man das Ganze gut drauf sehen. Keine Schäden gesehen."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Duisburg (NW)

 04.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:23 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados: "Es zeigt eine verdächtige ?Säule? grob in der Bildmitte. Die Aufnahme entstand am Samstag, 4.6., um 19:23 Uhr in Duisburg-Rheinhausen, fast am Ende der Sackgasse Fährstraße am Rhein nahe der "Brücke der Solidarität". Ziemlich genau Richtung Norden fotografiert."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Havixbeck (NW)

 02.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:20 und 16:25 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des WDR vom 03.06.2016: "[...] Ganze Straßen wurden überflutet. In einer Wohnsiedlung waren zahlreiche Dächer abgedeckt worden, die Straßen und Gärten waren daraufhin übersät mit Dachziegeln. Augenzeugen berichteten von einer Windhose, die durch die Siedlung gefegt war. Mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk aus dem ganzen Kreis Coesfeld waren mehr als fünf Stunden im Einsatz." - Aus einer Meldung der Feuerwehr Havixbeck über das Unwetter: "Auch eine Windhose riss Bäume um und deckte Dächer im Wohngebiet Hangwerfeld ab." Die Einsätze begannen um 16:27 Uhr.

Verdachtsfall Havixbeck (Skywarn)
In Havixbeck laufen mehr als 100 Keller voll (WDR, 03.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Westenborken (NW)

 01.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Borkener Zeitung vom 01.06.2016: "Noch heftiger war das Unwetter ab etwa 19.30 Uhr. Eine Windhose knickte bei Westenborken mehrere Bäume um. Überall im Stadtgebiet gingen Äste zu Boden, außerdem liefen erneut Keller voll, laut Sobbe diesmal vor allem in der Kernstadt und auch in Westenborken. Die ehemalige B67 musste in Richtung Rhede zeitweise gesperrt werden, weil sie überflutet war." In dem Zeitungsbericht ist eine Fotostrecke mit einigen Fotos der beschädigten Bäume an der B67 enthalten.

Verdachtsfall Westenborken (Skywarn)
Unwetter trifft Westmünsterland und Niederrhein (Borkener Zeitung, 01.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Kalbeck (NW)

 01.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke bzw. eines möglichen Tornados zwischen Goch und Uedem. Das Video wurde auf der Landesstraße L77 zwischen Goch und Uedem mit Blickrichtung Uedem aufgenommen, die beiden Fotos in Kevelaer. In Weeze musste die Feuerwehr auf der Uedemerstraße ab 19:30 Uhr zunächst Äste und dann noch einen umgestürzten Baum beseitigen. Ein Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Tornado ist aber derzeit nicht bekannt.

Video der Trichterwolke (Facebook)
Foto der Trichterwolke aus Kevelaer (Facebook)
Weiteres Foto der Trichterwolke aus Kevelaer (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Velbert (NW)

 01.06.2016 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:40 Uhr MESZ. Tornado im Norden der Stadt Velbert. Aus einer Meldung des SuperTipp vom 02.06.2016: "[...] An der Langenhorster Straße und an der Werdener Straße mussten Bäume, die auf die Straße bzw. gegen ein Haus gestürzt waren, mit der Kettensäge zerteilt und entfernt werden."

Video des Tornados (Facebook)
Kreis Mettmann von Unwettern betroffen (WDR, 02.06.16)
Land unter in Velbert (SuperTipp, 02.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai

Spradow (NW)

 30.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:40 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "War vorher als durchgehend zu sehen gewesen, bevor ich das fotografieren konnte. Hat sich dann nach kurzer Zeit aufgelöst. Das war am 30. Mai um 16:40 Uhr. Gesichtet von Bünde/Spradow aus." Foto liegt vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Meißen (NW)

 22.05.2016 / Stärke (F1) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 19:45 Uhr MESZ. Meldung eines mutmaßlichen Tornados mit Schäden in Minden-Meißen. Aus einer Meldung von Blaulicht-Report vom 23.05.16: "Tornado, schwere Schäden und ein Verletzter im Kreisgebiet - Am 22.05.2016 ab ca. 19.30 Uhr ging ein extremes Unwetter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel über dem Kreis Minden-Lübbecke nieder. Betroffen waren insbesondere die Städte Minden, Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und Petershagen. Der Stadtteil Minden-Meißen wurde von einem #Tornado heimgesucht. Die Polizei wurde zu 61 Einsätzen gerufen. Zahlreiche Gebäude und Fahrzeuge wurden durch umstürzende Bäume beschädigt. Durch den Tornado wurden mehrere Dächer abgedeckt. Fünf Häuser mussten wegen Einsturzgefahr evakuiert werden. Hiervon waren insgesamt 33 Personen betroffen. Es wurde niemand verletzt." - Der Fall wurde vor Ort untersucht, es war kein Tornado, sondern Gewitterböen ("Downburst").

Kein Tornado in Minden am Sonntagabend (kachelmannwetter.com)
Tornado, schwere Schäden und ein Verletzter im Kreisgebiet (n-tv, 23.05.16)
Tornado jagt durch Minden (Blaulicht-Report, 23.05.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Blitzortung wenige Minuten später (kachelmannwetter.com)

Dörenhagen (NW)

 22.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:20 und 19:25 Uhr MESZ. Schäden an einer Windkraftanlage. Aus einer Meldung des Westfalen-Blatts vom 22.05.2016: "Trümmer fliegen mehr als 100 Meter weit - Die zerfetzten Flügelblätter wurden von den Sturmböen mehrere hundert Meter weit weg geschleudert und wurden teilweise in den Boden gerammt. Borchen-Dörenhagen (WB). Ein Windrad bei Dörenhagen im Kreis Paderborn ist während eines Unwetters Sonntagabend völlig zerfetzt worden. Teile der Flügel flogen mehr als 100 Meter weit in das Ackerfeld hinein. Die Feuerwehren Dörenhagen und Kirchborchen waren vor Ort im Einsatz, um mögliche Folgeschäden zu verhindern. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, da die etwa 100 Meter hohe Anlage weit im Feld stand."

Trümmer fliegen mehr als 100 Meter weit (Westfalen-Blatt, 22.05.16)
Windrad an B68 von Unwetter zerstört (YouTube)
Fotos der Windkraftanlage (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Blitzanalyse zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
April
März

Kaunitz (NW)

 28.03.2016 / Stärke (F0) Plausibel
Zeitpunkt: zwischen 16:10 und 16:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Zeitung Die Glocke vom 30.03.2016: "Windhose zerstört Vordach in Sekunden - Kaunitz (matt) - Der Schreck sitzt Elke und Peter Zgit am Dienstag noch in den Gliedern. Am Ostermontag hat eine Windhose gegen 16 Uhr große Teile des Gartens zerstört, und das mitten in Kaunitz. Kurios: In der Nachbarschaft ist im Prinzip alles heil geblieben. Mischlingshund Moritz hat das Unglück offenbar vorausgeahnt. Jaulend versteckte sich der Vierbeiner Ostermontag im Wohnzimmer, kurz bevor das Unheil seinen Lauf nahm. "Es war nicht richtig dunkel, aber ein eigenartiges Licht. So richtig beschreiben kann ich das gar nicht", erzählt Elke Zgit. Es gewitterte und ein paar Blitze zuckten vom Himmel. Elke und Peter Zgit saßen mit Freunden aus Gütersloh an der Kaffeetafel. "Ich bin aufgestanden und zum Wohnzimmerfenster gegangen, als plötzlich wie aus dem Nichts ein lautes Zischen zu hören war und so etwas wie eine Nebelwand aus westlicher Richtung durch den Garten rauschte", beschreibt die 69-Jährige das Ereignis, das nur Sekunden gedauert hat. "Mehr als zehn Sekunden hat das nicht gedauert. Dann war alles vorbei!" Auf den ersten Blick schien der Schaden nicht groß zu sein. Die Möbel der Terrasse waren durch den Garten gewirbelt worden und der Lamellenzaun war seitlich weggekippt. Das wahre Ausmaß offenbarte sich dem Ehepaar erst, als es durch die Garage in den Garten wollte. "Ich bekam die Tür gar nicht auf", sagt Elke Zgit. Das war der Moment, an dem die Kaunitzerin ahnte, dass mehr kaputt gegangen sein musste als gedacht. Und tatsächlich: Das 13,5 Quadratmeter große Vordach hat der Wind weggerissen. Die massive Holzwand, die vor ungebetenen Besuchern im Garten schützen soll, liegt platt auf dem Boden. Die Satellitenanlage auf der Garage: umgepustet. "Schwere Töpfe und Dachziegel lagen im Garten verstreut", zählt Peter Zgit auf, der sich gleich an die Aufräumarbeiten machte. So tief der Schreck beiden in den Knochen sitzt, so fasziniert sind sie auf der anderen Seite von der Kraft der Naturgewalt. Verwundert ist das Paar, als es sich bei Nachbarn umsieht: "Nirgendwo ist etwas passiert. Bei unseren Nachbarn gegenüber steht selbst die Gartendekoration noch", sagt der 66-Jährige. Zwar hat vier Häuser weiter der Sturm eine transparente Wellplatte vom Dach einer Werkstatt gelöst, aber ansonsten sind dem Ehepaar keine weiteren Schäden bekannt. Ärgerlich ist für die Zgits, gar nicht mal der materielle Schaden, sondern die Arbeit, die sie haben. Die Versicherung wird höchstens einen Teil der Schäden übernehmen." - Kaunitz liegt etwa 4 km südöstlich von Verl im Kreis Gütersloh. Wegen der extrem kurzen Andauer und eng begrenzten Wirkung sowie verwirbelten Gegenständen in dem genannten Garten erscheint ein Tornado plausibel.

Windhose zerstört Vordach in Sekunden (Die Glocke, 30.03.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Kaldenkirchen (NW)

 02.03.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: um 18:32 Uhr MEZ. Sturmschäden innerhalb eines eng begrenzten Bereiches in Nettetal-Kaldenkirchen. Ein Augenzeuge berichtet: "Der "Sturm" traf mit voller Wucht am Mittwoch, den 2.3.16 um genau 18.32 Uhr, verbunden mit starkem Eisregen und plötzlicher Dunkelheit auf. Der ganze Spuk dauerte ca. 20 Sekunden. Der Starkregen hielt länger an. Das ganze Ausmaß des Schadens konnte man erst am Donnerstagmorgen erkennen. Die Auswirkungen des Sturms konnte man in West-Ost Richtung verfolgen und betrug "nur" ca. 300 Meter (vor allem Dach-Autoschäden)." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 05.03.2016: "Kurzer Sturm mit erheblichen Schäden - Nettetal. Punkt 18.30 Uhr am Donnerstag verfinsterte sich der Himmel. Es regnete, hagelte, schneite, der Wirbelwind jagte nur knapp eine Minute über den Ort, richtete aber einigen Schaden an. An einigen Gebäuden zwischen Kehrstraße/ Ecke Jahnstraße bis etwa zur katholischen Grundschule gab es Beschädigungen. Das Dach der Deutschen Bank musste ebenso repariert werden wie Dächer von Häusern auf dem Kirchplatz oder an der Jahnstraße. Es waren regelrechte Löcher in Dächer gerissen, ein Dachfirst zerstört, Bäume entwurzelt. "Ich wusste gar nicht, dass ich so schnell laufen kann", wunderte sich Fritz Schouren, der die wenigen Meter vom Geschäft an der Kehrstraße bis zum Wohnhaus an der Jahnstraße zurückzulegen hatte. Als er das Wohnhaus betrat, knallte es gewaltig. Der Mammutbaum, der zur Hälfte in seinem Garten und mit der anderen Hälfte auf öffentlichem Gelände steht, ist stark beschädigt. Es handelt sich um einen unter Naturschutz stehenden Berg- oder Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum), dessen Heimat die Sierra Nevada in Kalifornien ist. Solche Bäume werden bis zu 95 Meter hoch bei einen Stammumfang bis zu zwölf Metern. Zerstört wurden auch alte Rhododrenden und Azaleen. Die Untere Landschaftsbehörde hat sich die Verwüstungen angesehen. Der Mammutbaum wird überleben. Michel Geller (Sequoiafarm) hat ihn vor drei Jahren vermessen. Er hat drei Meter Durchmesser und ist 28 Meter hoch. Der Baum muss an den Bruchstellen versorgt werden. An den abgebrochenen dicken Ästen kann man viel ablesen, etwa die Jahresringe." - In der Zeitungsmeldung ist der falsche Tag genannt, der mögliche Tornado trat bereits einen Tag früher auf. Vom Radar wurde der auslösende Schauer nur unzureichend erfasst, da zum betreffenden Zeitpunkt das Radargerät am Essener Standort ausgefallen war.

Kurzer Sturm mit erheblichen Schäden (Rheinische Post, 05.03.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Februar

Köln (NW)

 09.02.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MEZ. Erhebliche Sturmschäden, an der Oskar-Jäger-Straße in Köln-Ehrenfeld Verfrachtung von Dachteilen, die in andere Dächer in der Nachbarschaft einschlugen. Aus einer Meldung von NonstopNews am 09.02.2016: "Unwetter deckt 30 Meter langes Dach fast komplett ab und schleudert Trümmer quer durch die Nachbarschaft ? Balken schlagen in Dächer der Nachbarschaft ein. Großes Trümmerfeld ? Trotz umherwirbelnder Bruchstücke keine Verletzten. (sj) Das Unwetter dauerte nur zwei Minuten, hatte es aber in sich: In Köln verdunkelte sich am späten Nachmittag plötzlich der Himmel, es fiel Starkregen und es wurde so windig, dass einige Beobachter bereits von einer Windhose sprachen. Und dieses Unwetter blieb nicht ohne Folgen: Der heftige Wind deckte zum Beispiel einen 30 Meter langen Giebel eines Hauses fast komplett ab. Die Trümmerteile schlugen in der Nachbarschaft in Dachluken und andere Dächer ein. Verletzte gab es bei diesem Vorfall glücklicherweise keine. Um das Dach zu sichern, musste die Feuerwehr anrücken und mit einer Dachdeckerfirma die restlichen Trümmerteile entfernen. Wie hoch der Schaden ist, kann bislang nicht gesagt werden." - Dass laut Meldung einige Anwohner von einer Windhose sprachen, hat nichts zu bedeuten, das Wort Windhose (Tornado) ist schnell mal zur Hand. Dennoch sind die Verfrachtungen und der Winkel der Einschläge verdächtig.

Windhose in Köln? (NonstopNews, 09.02.16)
Bildergalerie: Windhose in Köln? (NonstopNews, 09.02.16)
Sturmtief Susanna hält die Kölner Feuerwehr in Atem (Kölner Stadtanzeiger, 09.02.16)
Radarbild der Gewitterzelle (kachelmannwetter.com

Hennef (Sieg) (NW)

bild
 08.02.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 15:39 bis 15:45 Uhr MEZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Sankt Augustin aus in Richtung Ost bis Ostsüdost und damit grob im Bereich der Stadt Hennef (Sieg). Foto: Thomas Heinemann
September

Labbeck (NW)

 22.09.2015 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Ein Video zeigt eine fast bis zum Boden reichende, eindrucksvolle Wallcloud mit Funnelbildungen und Bodenkontakt von kleineren Teilwirbeln, die auch visuell Bodenkontakt hatten.

Eindrucksvolles Video (Facebook)

Geistenbeck (NW)

 22.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:09 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud. Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 24.09.2015: "Bedrohlicher Windwirbel über Geistenbeck - Mönchengladbach. Hätte das ein gefährlicher Tornado werden können? Oder war es nur eine seltene Wolkenverwirbelung? Ludger Horstmann hat die "Windhose" ohne Bodenhaftung am Dienstagnachmittag um 15.09 Uhr in Geistenbeck entdeckt und aufgenommen. Er stand an der Schroffstraße mit Blickrichtung Osten. "Meine Kamera habe ich immer dabei", sagt der Mönchengladbacher. Ein Glück. So konnte Ludger Horstmann den bedrohlichen Wirbel, der ständig in Bewegung war und sich drehte, festhalten. "Nach ein bis zwei Minuten war das ganze Spiel vorbei", berichtet er. Bevor sich der rotierende Wolkenrüssel bildete, habe es ordentlich geregnet, erinnert sich der Hobbyfotograf." - Eventuell handelte es sich um eine so genannte Bilndtrombe, weil der sichtbare Teil des Wirbels in die Horizontale abknickt.

Bedrohlicher Windwirbel über Geistenbeck (Rheinische Post, 24.09.15)

Hamm (NW)

bild
 16.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:55 Uhr MESZ. Mögliche Funnelcloud in Hamm. Dazu der Beobachter von Stormchaser Sauerland: "Also Bild gemacht gestern den 16.9.15 gegen 18:55Uhr in 59063 Hamm, es war kurz Rotation zu erkennen, aus meinem Fenster konnte ich es ca 2-3 Min beobachten, danach war es aus meinem Blickfeld, habe mein Zimmer Verlassen um aus dem Hausflur am Fenster zu gucken, da war es aber Weg bzw. habe ich es nicht mehr gesehen."

Mögliche Funnelcloud bei Hamm

Gronau (NW)

bild
 14.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Kleine Funnelcloud südwestlich von Gronau im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.

Funnelcloud bei Gronau

Nümbrecht (NW)

bild
 14.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:10 Uhr und 16:20 Uhr MESZ. Funnelcloud beobachtet. Ort : Nümbrecht-Malzhagen, Oberbergischer Kreis, NRW. Blickrichtung Nord bis Nordost Richtung Nümbrecht-Bruch /-Winterborn. Beschreibung des Beobachters: "Ich habe im Vorfeld eines aufziehenden Gewitters eine Funnelcloud gesichtet. Zuerst dachte ich an Fraktus aber beim genauen Hinsehen konnte ich deutliche Rotation beobachten."

Funnelcloud bei Nümbrecht

Bonn (NW)

bild
 14.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16 und 18 Uhr MESZ. Kleine Funnelcloud von 53111 Bonn aus beobachtet.

Funnelcloud bei Bonn

Stommeln (NW)

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 04.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Als ich heute Nachmittag durch Zufall aus meinem Zimmerfenster schaute, traute ich meinen Augen nicht. Aus eine Wolke völlig unerwartet sehe ich, dass sich dort ein kleiner Funnel bildete. Dieser war ca. 1 Minute zu sehen, bevor er sich wieder auflöste. Die Bilder 1- 4 zeigen den Funnel, das Bild 5 zeigt, wie sie sich beginnt aufzulösen. Das Ganze war am 4.9.2015 in Sinnersdorf, das ist im Rhein-Erft-Kreis, gegen 16.35 Uhr mit Blick nach Westen. Rotation war erkennbar, wie man an Hand des Bild 5 auch erkennen kann, als er sich auflöste. War nett anzusehen. Seltsam, dass es eine normale Wolke war, nicht mal Regen fiel daraus. Ich war sehr überrascht." Die Funnelcloud befand sich etwa zwischen Stommeln und Pulheim.

Funnelcloud bei Stommeln
August

Lienen (NW),
Hohne (NW)

 14.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 02:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Westfälischen Nachrichten vom 14.08.2015: "Gewitter-Nacht: Windhosen zogen durch den Kreis Steinfurt. Lienen/Lengerich/Münster - Es hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mancherorts heftig gekracht: Lautstarke Gewitter tobten im Münsterland. Zu mehreren Einsätzen musste die Feuerwehr im Kreis Steinfurt ausrücken. Durch den Lengericher Stadtteil Hohne und Lienen waren zwei Windhosen gezogen. Aufgrund der Wirbelwinde waren viele Bäume umgestürzt. In Lienen wurde durch die Windhose das Dach eines Hauses abgedeckt. Rechtzeitig verhindern konnte die Feuerwehr die Ausbreitung eines Feuers, das nach einem Blitzeinschlag in einen Dachstuhl im Recker Ortsteil Obersteinbeck ausgebrochen war. Eine "ruhige" Nacht hingegen erlebte die Feuerwehr in Münster, die trotz eines heftigen Gewitters in der Domststadt keine nennenswerte Einsätze verzeichnete. [...]" - Aus einer weiteren Meldung der Westfälischen Nachrichten vom 14.08.2015: "Die Sägen kreischen um die Wette - Ulrich Grotholtmann setzt die Säge an. Wenn er Helm und Schutzkleidung angelegt hat, muss der Gartenschaftsgärtner diesen Stamm mit einem Durchmesser von 65 Zentimetern zerkleinern. Die Eiche hat den Giebel des ehemaligen Schweinestalls auf dem Hof in Höste zerstört. Lienen/Lengerich - Kein Strom, kein Telefon, Hunderte von entwurzelten Bäumen, überflutete Straßen. Dafür haben in der Nacht zum Freitag zwei Windhosen in den Lienener Bauerschaften Höste und Holperdorp sowie dem Lengericher Stadtteil Hohne gesorgt. Es ist beträchtlicher Sachschaden entstanden. Menschen wurden nicht verletzt. Am schlimmsten hat es Ulrich Grotholtmann am Höster Damm in Lienen erwischt. Dort ist ein 30 Meter lange und über 100 Jahre alte Eiche auf den Giebel des einstigen Schweinestalls gekracht. Dabei ist ein weiterer Baum mitgerissen worden. Auf das Dach einer ehemaligen Garage liegen zwei weitere Kronen. "Um 3.25 Uhr bin ich wach geworden. Wir haben einen tierischen Wind gehabt. Dann ging alles ziemlich schnell." Als der 57-Jährige Motorsägen kreischen hört, steht er auf und sieht die Bescherung. Strom ist am Morgen nicht da. Den Kaffeekocher versorgt ein Notstromaggregat mit elektrischer Energie. "Ich habe alle Termine abgesagt", erzählt der Landschaftsgärtner, der auf dem Hof sein Unternehmen "Tipp Top Garten" betreibt. Die Kunden haben Verständnis. Die Höhe des Schadens mag Grotholtmann nicht beziffern. "Für uns ist das Ganze plötzlich und unerwartet gekommen", berichtet Ralph Meier. Lienens Wehrführer hat am Vorabend keine Unwetterwarnung auf dem Schirm gehabt. Um 2.18 Uhr gehen die ersten Notrufe ein. 55 Einsatzkräfte der Löschzüge Lienen und Kattenvenne müssen sägen, was das Zeug hält. Im Bereich Höster Damm, Warendorfer Weg, Zum Herzfeld und Waldweg sowie in Holperdorp nahe der Jausenstation Malepartus versperren Stämme die Straße und liegen Äste auf der Straße. Telefonleistungen sind zerrissen. Gut sieben Stunden haben die Wehrleute zu tun. Im Dauereinsatz sind auch die Mitarbeiter des Lienener Bauhofs. Sie kommen gegen die Arbeit kaum an. "Für die großen Sachen haben wir eine Fachfirma engagiert", ergänzt Günter Glose. Dabei verhehlt der Allgemeine Vertreter des Lienener Bürgermeisters nicht, dass das natürlich kostet. Im Liener Berg sind mehrere Hektar Fichten und Buchen dem knapp 15-minütigen Sturm zum Opfer gefallen. Um 2.27 Uhr war die Nachtruhe für die Kameraden der Lengerich Feuerwehr beendet. Insgesamt 32 Kameraden mussten zur Beseitigung von Sturmschäden, vornehmlich im Bereich Niedermark, ausrücken. "Insbesondere der Bereich Steinige Haar und Brombeerweg war betroffen", berichtet Hartwig Hübner. In einem Bereich habe es so ausgesehen, als sei eine Windhose durch ein kleines Wäldchen gestürmt, ergänzt der Leiter der Feuerwache. "Personen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen." Bis gegen 10 Uhr waren die Einsatzkräfte der Wehr damit beschäftigt, auf Straßen gestürzte Bäume zu zerschneiden und die Wege frei zu räumen. An der Sudenfelder Straße ist ein Baum auf ein Wohngebäude gefallen. In der Bauerschaft Schollbruch wurde eine Oberleitung so beschädigt, dass die Versorgung mit elektrischem Strom unterbrochen war. Drei oder vier Bauernhöfe, so Hartwig Hübner, seien davon betroffen gewesen. Der von dem Sturm mitgebrachte starke Regen führte nur zu einem Einsatz der Wehr, die einen vollgelaufenen Keller auspumpen musste. In Mitleidenschaft gezogen wurde auch die Bahnstrecke Münster-Osnabrück. Dort hatte der Sturm in der Nähe der Brücke des Hohner Damms die Oberleitung auf einer Seite beschädigt. Der Zugverkehr musste vorübergehend über ein Gleis geführt werden."

Windhosen zogen durch den Kreis Steinfurt (Westfälische Nachrichten, 14.08.15)
Windhosen knicken Hunderte Bäume wie Streichhölzer (Westfälische Nachrichten, 14.08.15)
Juli

Bedburg (NW)

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 30.07.2015 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: etwa 19:00 bis 19:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich südsüdwestlich von Grevenbroich und nordwestlich bis nördlich von Bedburg, damit am Südostrand des Tagebaus Garzweiler I, zwischen Bedburg-Kaster und dem Tagebau Garzweiler. Es liegen Berichte über aufgewirbelten Dreck vor. Der Fall wurde am 24.01.2016 bei einer Konferenz der Tornado-Arbeitsgruppe diskutiert und als Tornado bestätigt.

Tornado bei Bedburg
Weitere Meldungen und Fotos (Facebook)

Stiepel (NW)

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 29.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud: "Das Foto wurde in Bochum-Weitmar gemacht und Blickrichtung ist SSO, Uhrzeit 21:05 Uhr. Sah von den Farben schon allein toll aus. Dass dann noch ein Funnel zu sehen war, war natürlich DAS Highlight. Hielt sich aber maximal 2 Minuten."

Mögliche Funnelcloud über Bochum

Hennef (NW)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:00 und 18:10 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des General-Anzeigers Bonn vom 06.07.2015: "Kleiner Tornado beschädigte mehrere Bäume - HENNEF. Bis in die frühen Morgenstunden waren Mitglieder des Technischen Hilfswerks im Ortsteil Geisbach im Einsatz: Dort hatte während des Gewitters am Vortag eine Windhose mehrere Dutzend Bäume stark beschädigt. Da die abgebrochenen Äste, Baumkronen sowie Stämme den Hanfbach verstopften und somit für Überflutungsgefahr sorgten, wurden die Helfer hinzugezogen, um das Gewässer wieder freizulegen. Mit schwerem Gerät und reichlich Manpower ausgestattet, bezogen sie gegen 23.20 Uhr Station auf dem angrenzenden Spielplatz. Erst gegen 6 Uhr morgens war ihr Einsatz abgeschlossen."

Kleiner Tornado beschädigte mehrere Bäume (General-Anzeiger Bonn, 06.07.15)

Rothenuffeln (NW)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Mindener Tageblattes vom 06.07.2015: "Blitze, Hagel und Regen: Sturm überrascht Veranstalter im Mühlenkreis - In Rothenuffeln krachte eine Eiche in das alte Gasthaus am Griepshop. Minden/Hille (mt). Für den Deutschen Wetterdienst war es ein durchschnittliches Gewitter, das am Sonntagnachmittag über den Mühlenkreis hinweg gezogen war ? zumindest aus statistischer Sicht. Alles andere als durchschnittlich hingegen war der Aktionstag des Heimatvereins Rothenuffeln, der von dem Gewittersturm jäh beendet wurde. ?Das kam aus dem Nichts?, sagte Torsten Siemon, der als Vereinsvorsitzender hautnah mit dabei war. Besonders die großen Pavillon-Zelte hatten dem Wind eine Angriffsfläche geboten. Damit sich Gäste, die darunter Schutz vor dem Regen gesucht hatten, in Sicherheit bringen konnten, hatten einige Vorstandsmitglieder versucht, die Zelte am Boden zu halten. Dabei wurde ein Helfer mehrere Meter mit in die Luft gehoben und erlitt Prellungen am Brustkorb, berichtet Siemon. Weitere Verletzte hat es offenbar nicht gegeben, die Menschen fanden im Heuerlingshaus und in der Kulturscheune Unterschlupf. Nur wenige Minuten, nachdem die Windhose gegen 16.30 Uhr über den Kurpark in Rothenuffeln hinweggezogen war, war auch schon alles vorbei ? und das Festgelände verwüstet. Von den vier Zelten, die der Verein aufgestellt hatte, ist nur noch eins intakt, auch die Aussteller haben vermutlich größere Verluste erlitten. ?Ich habe so etwas noch nicht erlebt, das war fast wie ein Tornado?, sagt Heimatpfleger Uwe Meyer. Dass trotz Gewitter, Sturm und Hagel noch alles einigermaßen glimpflich ausgegangen ist, führt er auch auf die Arbeit der Feuerwehr zurück, die sich schnell zum Beispiel umgestürzte Bäume gekümmert habe: ?Die haben großartig zusammengearbeitet.? Auch die Mitarbeiter des Heimatvereins hätten schnell reagiert und gerettet, was zu retten sei, sagt ein Augenzeuge."

Blitze, Hagel und Regen: Sturm überrascht Veranstalter im Mühlenkreis (Mindener Tageblatt, 06.07.15)
Juni
Mai

Dormagen (NW)

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 28.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer mutmaßlichen Funnelcloud, dazu der Bericht von Gerd Bierling: "Am Abend des 28.5.2015 zogen von Westen Schauer über den Rhein-Erft-Kreis. Oft es ist so das am Ende der Schauer noch schöne Regenbögen zu sehen sind. Gegen 19.00 Uhr zog wieder ein Schauer auf und der hatte eine Überraschung für mich im Gepäck. Als ich den Himmel beobachtete, bildete sich für ca. 6-7 Minuten ein kleiner Funnel. Der Schauer befand sich meiner Meinung nach über dem Bereich Dormagen. Rotation konnte ich aufgrund der Entfernung nicht erkennen. Jedoch war ich schon sehr überrascht, dass sich aus diesem ?Kleinen? Schauer so etwas zeigen würde. Übrigens, einen Regenbogen habe ich an diesem Abend nicht gesehen."

Funnel am 28.5.2015 (Gerd Bierling)
Oktober

Stolberg (NW)

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 03.10.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:15 bis 16:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Wallcloud mit der Ausbildung von zwei Funnelclouds von Vossenack aus in Richtung Nordwesten.

Wallcloud und Funnelclouds bei Stolberg
September

Mülheim (NW)

 22.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Gemeint ist Mülheim südöstlich von Soest. Aus einer Meldung des Soester Anzeigers vom 25.09.2014: "Windhose entwurzelte Bäume in Mülheim - Verkehrsteilnehmer, die am Donnerstag die Mülheimer Pater-Nikodemus-Straße in Richtung Altenmellrich befahren wollten, mussten ihre Fahrzeuge auf halber Strecke umdrehen. Bereits am Montag hatte eine Windhose im Tal des Mülheimer Ritterbergs gewütet und für eine Menge Kleinholz gesorgt. ?Das hat keine zehn Minuten gedauert, da war alles wieder vorbei und die Bäume lagen auf dem Boden?, schildert Josef Brüggemann, Besitzer des ?Gut Mülheim?, dessen Dach am Donnerstagvormittag von einer großen entwurzelten Eiche befreit werden musste. [...] Bei der Begutachtung der Schäden traute Brüggemann seinen Augen nicht: ?Sowas habe ich noch nie in meinen Leben gesehen. Die Eichen sind an der Straße entwurzelt worden, im Ritterbergs-Tal sind die dicken Stämme wie Streichhölzer abgeknickt?, so Brüggemann. [...] Wie hoch die Kosten für den Hofbesitzer ausfallen werden, ist unklar: ?Da die Bäume mir gehören, muss ich mich natürlich auch um die Räumung kümmern. Das Dachgeschoss meines Gebäudes ist zum Glück heile geblieben, da sind nur einige Dachpfannen und ein paar Querbalken beschädigt. Billig wird das ganze dennoch nicht?, weiß Brüggemann bereits jetzt. ?Das gibt Brennholz für mehr als ein Jahr.?"

Windhose entwurzelte Bäume in Mülheim (Soester Anzeiger, 25.09.14)

Banfe (NW)

 22.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Siegener Zeitung vom 21.09.2014: "Eine Windhose wütete in Banfe - Banfe. Bäume stürzten nicht nur auf die L718 zwischen Banfe und dem Abzweig Richtung Bernshausen, sondern auch auf Telefonleitungen. howe - Das war schon ein heftiger Einsatz, den die 16 Kameraden des Löschzugs Banfetal und zehn Feuerwehrleute des Kernstadt-Löschzugs der Bad Laaspher Feuerwehr da am Samstagnachmittag abarbeiten mussten. Um 17.28 Uhr erfolgte die Alarmierung zur Technischen Hilfe 1 auf der L718 zwischen Banfe und der Kreuzung Bernshausen. Dort lagen acht große Bäume über der Straße, sodass sich vor Ort überhaupt kein Rad mehr drehte. Augenzeugen berichteten der Siegener Zeitung gestern von einer starken Windhose, die regelrecht eine Schneise durch das Tal gewirbelt habe. Der Einsatz gestaltete sich schwierig, weil sich das Arbeiten in der acht bis zehn Meter tiefen Böschung als nicht ungefährlich erwies. Um eine geeignete Seilwinde vor Ort in Einsatz zu bringen, alarmierten die Kameraden aus Banfe das HLF nach, unter Einsatzleitung von Dirk Höbener wurde auch die Drehleiter alarmiert, um die Bäume sicher von der Straße entfernen zu können. Durch die umgeknickten Bäume wurden auch Telefonmasten und Leitungen in Mitleidenschaft gezogen. Die Banfer Feuerwehr schaffte es, die Verbindung zu sichern, um einen Komplettausfall der Telefonleitung im Oberen Banfetal zu verhindern. Die L718 wurde für zwei Stunden gesperrt. Parallel war auch der Löschzug Oberes Lahntal im Ilsetal im Einsatz. Auch hier hinterließ das Unwetter seine unübersehbaren Spuren. Während die Feudinger diesen Einsatz abarbeiteten, war bekanntlich das komplette Banfetal kurz vor Bernshausen vor Ort. Auch auf der Straße nach Bernshausen musste ein umgestürzter Baum beseitigt werden."

Eine Windhose wütete in Banfe (Siegener Zeitung, 21.09.14)
August

Beckum (NW)

 31.08.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud zwischen Beckum und Oelde, ein Augenzeuge: "Der hatte später Bodenberührung! Man sah richtig, wie er unten viel Dreck hochwirbelte, jedoch war keine durchgängige Verbindung zu sehen"

Wolkenschlauch über dem Münsterland

Rheine (NW)

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 31.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud oder eines Tornados nahe Rheine.

Tornadoverdacht bei Rheine

Attendorn (NW)

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 31.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:45 bis 16:50 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados am Stadtrand von Attendorn im Sauerland mit einminütigem Bodenkontakt. Möglich ist auch ein so genannter Fakenado, also ein Gebilde, das nur so aussieht wie ein Tornado.

Tornadoverdacht Attendorn
Tornadoverdacht Attendorn (Facebook)

Kempen (NW),
Kerken (NW)

 10.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:40 Uhr MESZ. Beobachtung einer rotierenden Wolkenabsenkung zwischen Tönisvorst und Issum, der genau Ort ist nicht bekannt. Bisher ist nicht bekannt, ob es sich um eine Funnelcloud mit Tornadoverdacht oder nur um Wolkenfetzen (Fractus) handelt. Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 10.08.2014: "Aus Tönisvorst im Kreis Viersen machte ein Bild einer Windhose auf offenem Feld die Runde im sozialen Netzwerk Facebook. Auf Häuser traf diese Winhose nach Angaben der Feuerwehr im Kreis Viersen jedoch nicht. Im Kreis Viersen gab es jedoch zwei Einsätze wegen abgeknickter Äste." Ein weiterer Bericht zu dem Fall: "Und zwar haben wir Sonntagabend während des Durchzugs einer Gewitterzelle im direkten Vorfeld der eintreffenden Kaltfront vermutlich die Entstehung einer Funnelcloud in 47647 Kerken (Kreis Kleve, NRW) beobachtet und fotografiert. Diese Zelle hatte sich gegen 19 Uhr wahrscheinlich direkt über uns gebildet. Neben einigen Blitzentladungen gab es ca. 5 Minuten relativ heftigen Starkregen. Wind habe ich gar nicht wahr genommen. Jedenfalls war das turbulente Wolkenverhalten das auffälligste. Die Windscherung war an den in alle Richtungen ziehenden Wolken gut zu erkennen. Die Wolke, aus der sich die Funnelcloud gebildet hat, hat rotiert. So eindrucksvoll hab ich das noch nicht gesehen. Jedenfalls war diese "Funnel" ein paar Minuten zu sehen. Im gesamten Südkreis Kleve gab es keinerlei Unwettereinsatze der Feuerwehren. Im Nordkreis schon, dort zog aber einige Zeit davor eine andere Zelle durch."

Evtl. Tornado bei Tönisvorst am 10.08.14? (WZ-Forum)
Foto des Gebildes (Facebook)
Nur wenige Einsätze nach Unwetter in NRW (Rheinische Post, 10.08.14)

Steinfurt (NW)

 10.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Zwischen 19 und 20 Uhr MESZ. "In der Nähe der Ausfahrt Burgsteinfurt der B54 (Anmerkung: damit im Nordosten von Steinfurt) konnte man eine Rotierung am Himmel beobachten. Als sie begann, wurde es auf einmal richtig stürmisch. Man kann davon ausgehen, dass es ein Tornado war, sicher war es aber nicht. Der Tornado hatte keinen Bodenkontakt und konnte daher keinen Schaden anrichten. Später gegen 20 Uhr konnte man am Himmel wieder einen Trichter sehen. Aber wieder ist nichts passiert."

Spork (NW)

 10.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Bocholter Borkener Volksblattes vom 11.08.2014: "Windhose stürzt in Bocholt mehrere Bäume um - Eine Schneise an der Sporker Ringstraße hinterließ eine Windhose, die dort am Sonntagabend durchzog. Mehrere Bäume waren auf auf die Straße gestürzt. Zudem rissen mehrere Telefonleitungen, weshalb Techniker der Telekom anrücken mussten. [...]"

Verdachtsfall Bocholt (Skywarn)
Windhose stürzt in Bocholt mehrere Bäume um (Bocholter Borkener Volksblatt, 11.08.14)
Sturm zog Schneise im Bereich der Sporker Ringstraße (Stadt Bocholt, 11.08.14)

Wüllen (NW)

 10.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung des WDR vom 11.08.2014: " Zerstörerische Windhose: Eine Windhose hat in Ahaus-Wüllen einen Schaden von rund 100.000 Euro angerichtet. Während eines Gewitters gestern Abend hatte die Windhose nur etwa eine Minute auf einem Bauernhof gewütet und dabei mehrere Gebäude zerstört. Vor allem eine Scheune, in der Wohnwagen untergestellt waren, wurde von der Windhose verwüstet. Schäden außerhalb des Bauernhofes gab es nicht. Verletzt wurde niemand." - Aus einer Meldung der Zeitung Der Ahauser vom 10.08.2014: "Windhose wütet in Wüllen: In der Bauernschaft Unterortwick hat am Sonntagabend eine Windhose ganze Arbeit geleistet. Sie hinterließ eine Spur der Verwüstung. Die Anwohner berichteten, dass es sich alles in wenigen Minuten abgespielt hat. Die Besitzer des Hofes: ?Es war kurzfristig so heftig, dass wir nur tatenlos zusehen konnten, wie der Tornado auf dem Hof wütete.? Die Feuerwehr Wüllen und die Drehleiter der Feuerwehr Ahaus hatten gut zu tun, um die vielen Bäume und den verursachten Schaden zu beseitigen. Windhose ist der deutsche Begriff für einen Tornado, der sich über Land bewegt. In Unwetterwarnungen wurden bereits am Sonntagmorgen für den Abend auch in der Ahauser Gegend auftretende Tornados angekündigt."

Verdachtsfall Ahaus-Wüllen (Skywarn)
Zerstörerische Windhose (WDR, 11.08.14)
Windhose wütet in Wüllen (Der Ahauser, 10.08.14)
Windhose wütet in Bauerschaft Unterortwick (Münstersche Zeitung, 11.08.14)
Juli

Wassenberg (NW)

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 20.07.2014 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:20 bis 15:28 Uhr MESZ. Im Bereich der Stadt Wassenberg gab es erhebliche Schäden, zahlreiche Bäume stürzten auf Straßen, Autos und Häuser. Es gibt deutliche Hinweise auf einen mutmaßlichen Tornado im Stadtteil Birgelen. Mehrere Augenzeugen konnten hier eine deutlich rotierende Trichterwolke beobachten. Anwohner berichteten über ein ungewöhnliches Summen in der luft, das immer lauter wurde. Die ganze Luft war von diesem Summen ausgefüllt. Ein Trampolin mit einem Durchmesser von 5 Metern flog über drei hohe Zäune hinweg drei Grundstücke weiter und landete auf einer Gartenhütte. Die Schäden setzen sich von dort aus fort über Dalheim-Rödgen bis nach Arsbeck. - Aus einer Meldung des WDR vom 21.07.2014: "Windhose wütet in Wassenberg - Es war kurz aber heftig: Eine Windhose ist am Sonntag Nachmittag (20.07.) über den Kreis Heinsberg hinweg gefegt. Besonders erwischt hat es Wassenberg: Hier stürzten Bäume um und richteten erheblichen Schaden an. Zum Glück wurde niemand verletzt." Ein Augenzeuge: "Am Sonntag, 20.07.2014 um 15.28 Uhr in Wassenberg-Birgelen ein lautes Summen in der Luft. Trichter aus den Wolken bis kurz über den Boden. Starke Sturmböen, Zinkbleche von Hauswand abgerissen, Dächer abgedeckt. Als der hagel kam, brach der Trichter zusammen."

Tornadoverdacht in Wassenberg
Foto aus Birgelen (Facebook)
Weitere Fotos aus Birgelen (Facebook)
Unwetterschäden in Wassenberg (Facebook)
Schweres Unwetter über Wassenberg und Wegberg (Polizeireporter, 20.07.14)
Windhose wütet in Wassenberg (WDR, 21.07.14)
Wassenberger Wald ist wieder offen (RP Online, 31.10.14)

Wesel (NW)

 06.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Meldung eines möglichen Tornados: "Gestern abend habe ich durch Zufall aus dem Küchenfenster geschaut (ca. 19:50 Uhr). Ich sah eine schnelle Rotation der Wolken und einen Trichter, der zu Boden sank. Am Boden sah ich dann eine dunkle Wolke (weiß nicht wie ich es nennen soll), die wild umher zog. Ich wollte gerade mein Handy holen um es zu fotografieren. Da war es auch schon vorbei. Ich war wie erstarrt, weil sowas hatte ich noch nie gesehen und habe zu spät reagiert. Die Rotation am Himmel war ziemlich groß. Der Trichter, der zu Boden ging, war auch groß und sehr schnell im Tempo zum Boden. Das war kein kleiner, sondern ein dickes Ding. Auch wenn ich noch nie einen gesehen habe, ich war wie gelähmt aus Angst und Faszination. Kurz danach sehr starker Regen mit im Wechsel von warmen und kalten Böen. Ort der Sichtung: das Dorf Mehrhoog in 46499 Hamminkeln. Geschätzter Kontakt zum Boden: Wald oder Felder hinter dem Bahnhof leicht in Richtung Wesel. Eher Richtung Bergerfurth. Ein älterer Herr hat ihn auch gesehen."

Brochterbeck (NW)

 06.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Westfälischen Nachrichten vom 07.07.2014: "Windhose zieht über die Dast - Eine Windhose ist am Sonntagabend über die Dast und durch das Bocketal gezogen. Der Löschzug Brochterbeck der Freiwilligen Feuerwehr musste zwei Mal ausrücken. Gleich zu zwei Einsätzen ist der Löschzug Brochterbeck der Freiwilligen Feuerwehr am Sonntagabend gerufen worden. Um 18.08 Uhr, so der stellvertretende Löschzugführer Harry Heise, ging der erste Alarm ein: Auf der Straße Bocketal war unterhalb der ?Osnabrücker Wand? ein Baum auf die Straße gestürzt.Die Blauröcke waren noch nicht wieder im Gerätehaus, als die zweite Alarmmeldung einging. Über die Dast sei eine Windhose hergezogen, mehrere Bäume drohten umzustürzen. ?Vor Ort haben wir gesehen, dass eine Eiche gefällt werden musste?, berichtet Harry Heise. Die Einsatzkräfte machten sich, unterstützt durch Landwirt Ewald Schulte-Laggenbeck und dessen Geräte, an die Arbeit und holten den mächtigen Baum zu Boden. Von weiteren Eichen sei keine Gefahr ausgegangen, berichtete der Einsatzleiter. Gegen 21 Uhr war dieser Einsatz für die Brochterbecker Feuerwehrkräfte beendet."

Windhose zieht über die Dast (Westfälische Nachrichten, 07.07.14)
Juni

Solingen (NW)

 09.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. "Ich habe am 09.06.2014, als das schwere Unwetter in Deutschland wütete, in der Nähe von Solingen eine Tornado ähnliche Entdeckung gemacht. Er sog eine Staubwolke nach oben die rotierte, da war ich mir fast sicher das ich meinen ersten Tornado, wenn auch klein, sah. Der Wirbel wurde von Solingen-Widdert aus in Richtung Süden beobachtet. Die Aufwirbelung dauerte ca 30-50 Sekunden, sie war recht schnell wieder weg." Es besteht die Möglichkeit, dass es sich um einen schwachen so genannten Böenfronttornado handelte, der entsteht, wenn ein bodennaher Wirbel Verbindung mit einer aufziehenden Böenfront aufnimmt.

Düsseldorf (NW)

 09.06.2014 / Stärke (F1) Kein Tornado
Zeitpunkt: abends zwischen 19:50 und 22 Uhr MESZ. Durchzug einer massiven Gewitterfront mit einem so genannten Bow-Echo und Orkanböen vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet. Es gab zahlreiche Meldungen zu angeblichen Tornados, die enormen Schäden wurden aber durch extreme Gewitterfallböen ausgelöst.

Schwere Gewitterfront in NRW am 09.06.2014 (Unwetterzentrale)
Unwetter vom 9.-12.6.2014 - Schäden und Nachbetrachtungen (WZ-Forum)
Hitzegewitter richten schwere Schäden an (n-tv, 10.06.14)
Übersichtsseite zum Unwetter (WDR)
Chronik zum Sturm: Das Unwetter und seine Folgen (WDR)
Feuerwehren ziehen Bilanz (WDR, 13.06.14)
Fotos: Sturmschäden in Essen (Der Westen, 18.06.14)
Aufräumarbeiten in Essener Wäldern starten erst ab Herbst (Der Westen, 18.06.14)

Dreierwalde (NW)

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 09.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15 und 15:50 Uhr MESZ. Im Inflowbereich einer Wallcloud immer wieder Beobachtung mehrerer kurzlebiger Funnelclouds, darunter eine recht weit hinabreichende Funnelcloud.

Funnelcloud bei Dreierwalde
Mai

Elmpt (NW)

 13.05.2014 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 17:50 und 18:00 Uhr MESZ. Schäden wie teilweise abgedeckte Dächer und umherfliegende Gegenstände. Betroffen war der Bereich Overhetfelder Straße, Hauptstraße, Im Grund, Schulstraße, Dürerstraße, Niederkrüchten-Elmpt liegt im Kreis Viersen. Unterhalb einer rotierenden Wolkenabsenkung wurde ein Wirbel beobachtet, der die Schäden am Boden anrichtete. Der Tornado war nicht durchgehend sichtbar.

Tornado in Elmpt (Skywarn)
Tornado-Meldung aus NRW (UWZ) (WZ-Forum)
Fegte ein Tornado über Elmpt hinweg? (Rheinische Post, 15.05.14)
Amateur-Aufnahmen zeigen den Tornado von Elmpt (Rheinische Post, 20.05.14)
Tornado -- Niederkrüchten-Elmpt am 13.5.2014 (YouTube)

Lienen (NW)

 09.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Münsterländischen Volkszeitung vom 12.05.2014: "Lienen - "Das habe ich noch nicht mitgemacht." Wilhelm Goldau sitzt vor dem Bildschirm und verfolgt eine Sendung über Gut Erpenbeck in Lengerich. Plötzlich geht der Fernseher aus, draußen stürmt und kracht es. Eine Windhose zieht vorbei. Doch die 120 Sekunden reichen. Die Windhose hat eine 100 Jahre alte Eiche entwurzelt. Der Stamm blockiert die Zufahrt vom Ellerhooksweg. Zum Glück gibt es über die Siebenwege noch eine Alternative. Im Garten wird eine (kranke) Fichte in einem Meter Höhe vom Stamm gedreht. Die Krone aus der Buche stürzt zu Boden, verfehlt nur knapp den Flüssiggas-Tank. Von der Holzscheune scheppern 30 Dachziegel zu Boden. Der Hof ist von Zweigen übersät. ?Wir konnten nicht aus der Haustür?, berichtet Goldau. Seine Bilanz: Acht Bäume ? darunter vier Obstbäume ? sind entweder geknickt oder entwurzelt worden. [...] Wenige Meter vom Hof am Ellerhooksweg entfernt ist eine mächtige Pappel umgestürzt. Um die Beseitigung kümmerte sich die Wehr. Das kurze aber heftige Gewitter am Freitag um 20.45 Uhr hat der Wehr eine Menge Arbeit beschert. Der Löschzug Lienen wurde am Freitag um 20.58 Uhr zu umgestürzten Bäumen auf der Kattenvenner Straße gerufen. In kurzen Abständen kamen weitere Einsatzstellen hinzu. Insgesamt waren die Einsatzkräfte an sechs Orten (Westerbecker Damm, Kattenvenner Straße, Meckelweger Straße und Glandorfer Straße) tätig. Es handelte sich jeweils um umgestürzte Bäume. Auf der Meckelweger Straße 13 (kurz hinter Zimmerei Voß) ist ein Ahorn samt Baumwurzel umgekippt und hat die Bankette bis direkt an den Asphalt beschädigt. Dort klafft jetzt ein knapp ein Meter tiefes Loch. [...] Auch am Dannenkamp gab es kleinere Schäden in einem Wäldchen. Der Löschzug Lienen war mit sieben Einsatzfahrzeugen und 35 Kameraden bis gegen 23.30 Uhr im Einsatz. Im Ausrückebereich des Löschzugs Kattenvenne waren dagegen keine Unwetterschäden." - Lienen liegt im Kreis Steinfurt.

Wilhelm Goldau über eine Windhose (Münsterländische Volkszeitung, 12.05.14)

Gescher (NW)

 09.05.2014 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 20:09 bis 20:13 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von retter.tv vom 11.05.2014: "Windhose in Gescher - Zu einem Unwetter Einsatz ist ein Zug des Löschzuges Gescher-Stadt an den Mühlengrund in Höhe des Freibades gerufen worden. Wie Anwohner berichteten, drehte sich eine Windhose mehrere hundert Meter entlang der Straße vom Berkeltal bis zu den Häusern hinterm Freibad. An mehreren Gebäuden entstand Sachschaden durch abgerissenene Äste und umgestürzte Bäume. Auch wurden teilweise Dächer von dem starken Wind abgedeckt. Zum Glück wurde niemand verletzt. Die 25 Einsatzkräfte beseitigten mit Motorsägen die umgestürzten Bäume und räumten die Straße. Mit Leitern und dem Teleskopmastfahrzeug wurden abgerissenen Äste, die auf die Straße zu fallen drohten, beseitigt." - Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung Coesfeld vom 12.05.2014: "Gescher. Staunend sitzt Hermann-Josef Berlemann im Freibad vor dem großen PC. Dort läuft ein Film aus der Überwachungskamera, der das Wetterphänomen am Freitagabend aufgezeichnet hat. ?Um 20.12 Uhr wird es windiger, kurz danach geht es richtig los?, sagt der Schwimmmeister. In Schwarz-Weiß-Bildern ist zu sehen, wie die ?Windhose? durchs Freibad fegt. Wie von Zauberhand werden die Bäume an der Westseite zu Boden gedrückt, Wasser aus dem Kinderbecken und dem Schwimmerbecken wird einige Meter in die Höhe gesogen und klatscht dann wieder nach unten, eine Sitzbank fliegt 30 Meter durch die Luft. Nach knapp zwei Minuten ist der Spuk vorbei." Bilder einer Überwachungskamera und Augenzeugen belegen eindeutig eine starke Gewitterfallböe als Ursache. Weitere Einzelheiten folgen noch.

Windhose in Gescher (retter.tv, 11.05.14)
09.05.2014 ? Windhose in Gescher (Feuerwehr Gescher, 09.05.14)
Gescher: Windhose knickt Bäume am Freibad um (Ad Hoc News, 11.05.14)
Windhose knickt Bäume am Freibad um (Allgemeine Zeitung, 11.05.14)
Fotostrecke: Windhose sorgt am Freibad für Verwüstung (Allgemeine Zeitung, 11.05.14)
11.05.2014: Windhose beschäftigt Feuerwehr abermals (Feuerwehr Gescher, 11.05.14)
Überwachungskamera zeigt Naturgewalten (Allgemeine Zeitung, 12.05.14)

Stockum (NW)

 09.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung Coesfeld vom 10.05.2014: "Coesfeld. Bäume liegen wie Streichhölzer kreuz und quer übereinander vor der Haustür von Familie Roß. Die Betonbrücke über den angrenzenden Bach ? durchgebrochen, als wäre sie ein Bierdeckel. Eine Windhose hat am Freitagabend in der Bauerschaft Stockum punktuell für Verwüstung gesorgt. [...] ?Auf einmal wurde es dunkel und fing an zu hageln und ehe wir's genau gemerkt haben, was da vor sich ging, war es auch schon wieder vorbei?, beschreibt Christel Roß den Moment, als die Windhose innerhalb einer Minute an ihrem Grundstück vorbeifegte. ?Dann meinte mein Mann Ludger schon: ,Das musst du dir ansehen!'?, erzählt Roß. Einen Rüssel wie bei einem Tornado habe sie jedoch nicht gesehen. Hinter einem kleinen Bach befindet sich ein Löschteich. Die kleine Betonbrücke, die dort herführt, hat der Sturm mühelos durchgebrochen. Es scheint jedoch, als habe die Windhose alle wichtigen Gebäude verschont. Lediglich eine alte Hundehütte hat eine umgestürzte Fichte getroffen. Hinterm Hühnerstall liegt noch ein Pflaumenbaum. Am Hühnerstall selbst: kein Kratzer. ?Das kann man gar nicht verstehen?, meint Christel Roß immer noch verdutzt. Noch am Freitagabend musste die Feuerwehr wenige Meter weiter eine dicke Eiche von der Straße entfernen."

Windhose tobt in Stockum (Allgemeine Zeitung, 10.05.14)
Fallwinde oder Tornado in Stockum? (Allgemeine Zeitung, 11.05.14)
Fotostrecke: Schwerer Sturm tobt vor der Haustür von Familie Roß in Stockum (Allgemeine Zeitung, 11.05.14)
April

Lette bei Oelde (NW)

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 29.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer kleinen Funnelcloud von Oelde aus in Richtung Lette: "beobachtet habe ich ziemlich genau um 16:00 Uhr von Oelde aus Richtung Lette. Für zwei Minuten war das Ereignis zu sehen. In Natur konnte man sehr gut eine Rotation erkennen. Die Wolke zog von Nord-Ost nach Süd-West Richtung Ostenfelde."

Funnelcloud bei Lette

Dahlbruch (NW)

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 24.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14 Uhr MESZ. Beobachtung einer kleinen Funnelcloud von Dreis-Tiefenbach aus in Richtung Norden: "Ich wohne in Dreis-Tiefenbach und habe heute Mittag gegen 14 Uhr eine Funnelcloud am Nordhimmel gesehen. Sie entstand am Rande eines Gewittersystems über dem nördlichen Siegerland bis zum Sauerland."

Gewitter mit Funnelcloud 24.04.2014 (YouTube)
Januar

Schlangen (NW),
Horn-Bad Meinberg (NW)

 03.01.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lippischen Landeszeitung vom 06.01.2014: "Windhose entwurzelt Bäume - Sturm beschert Wehren viele Einsätze: Kurz, heftig und ohne Vorwarnung ist am Freitag ein Unwetter über Lippe gezogen. In einigen Orten richteten Windböen großen Schaden an. Die Feuerwehren im gesamten Kreisgebiet waren lange im Einsatz. Kreis Lippe. Gewitter gibt es im Winter eher selten. "Es kam wirklich wie aus dem Nichts", erinnert sich Ralph Klare, Pressesprecher der Feuerwehr Horn-Bad Meinberg. Vor allem in Richtung der Altenbekener Straße sei die Feuerwehr über drei Stunden, bis 23:30 Uhr, im Einsatz gewesen. "Wir mussten rund 20 Bäume beseitigen", so Klare. Und an den Straßenrändern seien 60 bis 70 Bäume umgefallen. "Die sind einfach aus dem Boden gedreht worden, mit Wurzel und allem", sagt Klare. Trotz dieser Wucht und Überraschung habe es keine Verletzten gegeben. "Die Frau eines Kameraden, die auf dem Heimweg war, hatte sehr viel Glück, denn direkt vor ihrem Auto ist ein Baum auf Straße gestürzt", so Klare. Glück im Unglück hatten in Schlangen die Bewohner eines Hauses, das von einem Baum getroffen wurde. "Die Betroffenen sind mit dem Schrecken davon gekommen" sagt Hauptbrandmeister Dirk Obenhausen von der Feuerwehr Schlangen. Insgesamt sei die Feuerwehr mit 22 Kameraden knapp vier Stunden im Einsatz gewesen. Überall seien Straßenlaternen, Schilder, Zäume umgerissen und Dachziegel umher geflogen. Auch am Samstag zeigten sich die Folgend es Unwetters. Ein Baum, der vermutlich durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden war, stürzte auf den Verbindungsweg zwischen Kohlstädter Straße und Gartenstraße. Der Weg, der von vielen Fußgängern und Fahrradfahrern benutzt wird, war blockiert. Der Löschzug Schlangen rückte aus und zersägte den Baum. [...]" - Aus einem Bericht der Feuerwehr Horn-Bad Meinberg vom 12.01.2014: "Ein Bild der Verwüstung bot sich den Einsatzkräften, als sie am 03.01.2014 um 20:49 Uhr alarmiert wurden. Auf der Altebekener Strasse waren vermutlich durch eine Windhose zahlreiche Bäume umgestürzt. 15 Bäume versperrten die Weiterfahrt, da sie direkt auf der Strasse lagen, ca. 60 Bäume standen seitlich im unmittelbaren Gefahrenbereich der Strasse schief oder waren etwa auf halber Höhe regelrecht vom Stamm abgedreht. Um diese wichtige Verbindungsstrasse nach Feldrom so schnell wie möglich wieder passierbar zu machen, wurde eine Holzrückemaschine angefordert. Den ca. fünfzehn bis zwanzig Meter hohen Fichten und Buchen wurde so mit schwerem Gerät und mehreren Kettensägen zu Leibe gerückt."

Feuerwehr Horn-Bad Meinberg

Alpen (NW)

 03.01.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lokalzeit Duisburg im WDR vom 04.01.2014: "Es dauerte nur wenige Minuten, tobte sich über dem Niederrhein aus und zog dann weiter. Das Gewitter von gestern Abend richtete in der Region auch keine größeren Schäden an, nur manche waren gleich doppelt unglücklich, so wie diese Familie aus Alpen. "Ralf B. steht fassungslos vor seinem Haus. Seit gestern Abend haben er und seine Familie tatsächlich kein Dach mehr über dem Kopf. Eine Windhose hatte hier, nur hier gewüttet."" Ein Augenzeuge beschreibt einen lauten Knall, da ein LKW-Anhänger auf eine Mauer gefallen wäre. Nach einem zweiten lauten Knall lag der Innenhof voll mit Dachziegeln. "Bei kaputten Ziegeln blieb es nicht. Der Wind hatte gleich den halben Dachstuhl weggrissen. Die Feuerwehr konnte nur provisorisch helfen. Auch vor dem Haus herrscht Chaos. Dort hatte die gleiche Böe einen Laster in eine Mauer des Grundstücks gedrückt. Mauer hin, Strommast schief - immerhin: Der Fahrer blieb unverletzt. [...]"
Oktober

Erwitte (NW)

 27.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Zeitung Der Patriot vom 28.10.2013: "Glück im Unglück hatten am Sonntag Besucher der Reithalle im Erwitter Bruch. Gegen 19.30 Uhr zog offenbar eine kleine Windhose am Bruchweg in Erwitte entlang und riss dabei mehrere dicke Pappeln und Birken um. Das Dach der Reithalle wurde beschädigt, ebenso mehrere Autos. Verletzt wurde zum Glück niemand."

Umgeknickt wie Streichhölzer (Der Patriot, 28.10.13)

Osterath (NW)

 22.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Express vom 23.10.2013: "Meerbusch - Es dauert nur wenige Minuten, dann ist jahrzehntelange Tradition zerstört: Eine Windhose zerfetzt in der Nacht zu Mittwoch in Osterath das Zelt des "Circus Hansa" und stürzt sogar einen tonnenschweren Lkw-Anhänger um. Der Zirkus steht vor dem Aus." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 23.12.2013 zum Neustart des Zirkus: "Begonnen hatte alles in einer schicksalhaften Nacht am 22. Oktober. Eine Windhose hatte das Zelt und einen Anhänger des Zirkus Hansa dem Erdboden gleichgemacht."

Verdachtsfall Osterath (Skywarn)
Herbst-Unwetter bläst Zirkuszelt um (Express, 23.10.13)
Zirkus Hansa: Große Freude über neues Zelt (Rheinische Post, 23.12.13)
September

Schwefe (NW),
Ampen (NW)

 11.09.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Soester Anzeigers vom 12.09.2013: "Windhose in Ampen: Häuser zerstört - AMPEN - Herabstürzende 20 bis 30 Zentimeter dicke Äste haben am Mittwochabend die Dächer von zwei Wohnhäusern in der Inselstraße in Ampen getroffen und teilweise zerstört - in einem Haus fielen die Äste sogar bis in einen Wohnraum. Die Bewohner übernachten auf Anraten des hinzugerufenen Ordnungsamtes aus Vorsicht vor weiteren herabstürzenden Ästen heute Nacht in einem Hotel beziehungsweise bei Bekannten. Feuerwehr-Einsatzleiter Teiner sprach von einer ?Windhose?, die im Zuge des Gewitters von Schwefe in Richtung Ampen gezogen sei. Dicht an den Häusern in der Inselstraße stehen mehrere rund 30 Meter hohe Eichen. Zwei weitere Bäume hat die Windhose knapp über der Erde umgeknickt. Wegen der Höhe der Eichen hätte die Feuerwehr heute Abend selbst mit einer Drehleiter nicht nachsehen können, inwieweit die Kronen beschädigt worden sind und ob noch Gefahr durch herunterfallende Äste besteht. Dies muss morgen ein Sachverständiger erledigen."

Windhose in Ampen: Häuser zerstört (Soester Anzeiger, 12.09.13)

Griesemert (NW)

 08.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 07:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Siegener Zeitung vom 08.09.2013: "Windhose in Griesemert - Eine Schneise der Zerstörung. Griesemert. Mit einer bösen Überraschung wurden am Sonntagmorgen die Bewohner von Griesemert aus dem Schlaf gerissen bzw. vom Frühstückstisch aufgeschreckt: Um 7.40 Uhr bildete sich eine Windhose, die sich von der Bundesstraße 55 mit großer Gewalt durch die engen Straßen des kleinen Dorfs schob. Besonders an den Straßen Am Sprint und Gerstenhagen richtete das Naturereignis erheblichen Schaden an. Mächtige Bäume wurden wie Zahnstocher gebrochen, von den Dächern wurden Dachpfannen abgedeckt, einige in Gärten aufgestellte Trampoline flogen wie Drachen hunderte von Metern durch die Luft. An der alten Grillhütte, die mittlerweile als Unterstand genutzt wird, wurde eine ganze Außenwand komplett herausgerissen. Ein kleiner Stall wurde komplett zerstört. Personen kamen nicht zu Schaden, wohl, weil aufgrund der frühen Stunde am Sonntag niemand draußen unterwegs war, und auch ein kleines Pony auf einer Weide überstand alles unbeschadet. Den Bewohnern stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Viele packten mit an, als die Olper Feuerwehr nach dem nur Minuten dauernden Spuk anrückte, um die Schäden zu beseitigen. Wie die Polizei mitteilt, berichtete eine Zeugin, dass die Windhose sich trichterförmig auf der Höhenlage nahe der Bundesstraße gebildet hatte und dann talabwärts in Richtung Siedlung weiterzog. Nach erster überschlägiger Schätzung von Polizei und Feuerwehr richtete die Windhose einen Schaden von rund 10 000 Euro an." Die Beschreibung des Augenzeugen spricht sehr für einen Tornado. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Der Augenzeugenbericht liegt bisher nur über Dritte vor.

Eine Schneise der Zerstörung (Siegener Zeitung, 08.09.13)
Krasser Wechsel von Hochsommer zu Herbst (wa.de, 08.09.13)
Windhose zog über Wohngebiete hinweg (Der Westen, 08.09.13)

Borkenwirthe (NW)

 06.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:45 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge berichtet über eine "Windhose" auf der Borkener Straße (L 600), Kreuzungsbereich Engeland Esch in Borkenwirthe. Über Schäden ist nichts bekannt.

Wesel (NW)

 06.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:10 Uhr MESZ. Nach einem Bericht des WDR in der "Aktuellen Stunde" soll eine Windhose aufgetreten sein: "[...] Richtig heftig wars am Niederrhein. Dort wütete eine Windhose. Gegen 16:30 Uhr soll es losgegangen sein, so berichten Anwohner. Plötzlich wurde der Himmel ganz schwarz und eine Windhose raste über den südlichen Kreis Kleve und über den Norden des Kreises Wesel. [...] Ganz plötzlich sei die Windhose entstanden. Sie fegte dann besonders heftig über Issum hinweg. Dort wurde eine Punpstation beschädigt, der Strom soll ausgefallen sein. Ja, zahlreiche Bäume hat sie auch umgerissen und wohl ein komplettes Maisfeld niedergedrückt und zerstört. Später soll die Windhose Richtung Bocholt und Borken abgezogen sein. Dort gibt es Schäden an und auf der Bundesstraße 67, die war bis in den Abend mehrere Stunden voll gesperrt." - Derzeit spricht vieles für Gewitterböen als Ursache, einen hinreichenden Verdacht für einen Tornado gibt es aktuell nicht.

06.09.2013 Gegen 16:30 Uhr Tornado am Niederrhein? (WZ-Forum)
Unwetter sorgt für viele Schäden am Niederrhein (Der Westen, 06.09.13)
"Kurz, aber heftig" - 100 Feuerwehreinsätze nach Unwetter in Wesel (Der Westen, 06.09.13)
Schwerer Sturm in Wesel (YouTube, 06.09.13)
Schwerer Sturm über Wesel (Lokalkompass, 06.09.13)
Der Sturm in Wesel (Lokalkompass, 06.09.13)
Wesel am 06.09.2013 - War das etwa ein Tornado? (Lokalkompass, 06.09.13)
Windhose verwüstet Weseler Hafen (Lokalkompass, 06.09.13)
Wind reißt Bäume an der B8 um (Rheinische Post, 06.09.13)
August

Gronau (NW)

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 28.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich südwestlich von Sankt Augustin und südlich von Bonn - Beuel.

Funnelcloud bei Bonn

Radevormwald (NW)

 25.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 17:35 bis 17:38 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Remscheid-Lennep aus in Richtung Nordosten und damit nahe Radevormwald. Über möglichen Bodenkontakt hinter Hügeln und Schäden ist nichts bekannt.

Tornado 25.8.13 Radevormwald 17.40 (YouTube)

Frille (NW)

 07.08.2013 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:15 Uhr MESZ. Schäden in Petershagen-Frille, ein Tornado ist sehr wahrscheinlich. Aus einer Meldung des Mindener Tageblattes vom 08.08.2013: "Petershagen: Windhose deckt Dächer in Frille ab - Bäume entwurzelt. Petershagen-Frille (dh/nik). Eine Windhose hat am Mittwochabend in Frille mehrere Dächer abgedeckt und einige Bäume entwurzelt. Laut ersten Informationen der Feuerwehr waren insgesamt fünf Straßen betroffen: Wietersheimer Straße, Breede, Klappenburg, Holzstraße und Erstes Dorf. Die Löschgruppen Frille und Lahde waren etwa eineinhalb Stunden im Einsatz, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen und Anwohnern zu helfen. Auf einem Hof wurden durch herabfallende Ziegel einige Autos beschädigt. Auf einem weiteren Grundstück stürzte ein Baum auf einen aufblasbaren Swimmingpool. Mehrere große Bäume fielen über die Aue, so die Feuerwehr. Der Wasserbeschaffungsverband NRW nahm den Schaden am Donnerstag auf. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Tornado in Frille (Skywarn)
Petershagen: Windhose deckt Dächer in Frille ab - Bäume entwurzelt (Mindener Tageblatt, 08.08.13)

Bentlage (NW)

 07.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:51 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud durch einen Skywarn-Beobachter (Quelle: ESWD).
Juli

Uedorf (NW)

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 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. ab 16:25 bis 16:36 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud. Aufgewirbelte Blätter, die in Bornheim-Uedorf teilweise im Rhein landeten, deuten auf einen durchgehenden Wirbel von der Wolkenbasis bis zum Boden hin. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Funnelcloud bei Bornheim
Verdachtsfall Bornheim-Uedorf (Skywarn)
Tornado in Bornheim-Uedorf bei Bonn heute (?) (WZ-Forum)
28.07.2013 Swisttal - rotierender Aufwind und möglicher T- oder Funnel - Verdacht (WZ-Forum)
Der Trichter wirbelte viel Laub auf (General-Anzeiger Bonn, 30.07.13)
Weiteres Foto aus Swisttal (WZ-Forum)
28.07.2013 Swisttal - rotierender Aufwind und möglicher T- oder Funnel - Verdacht (WZ-Forum)
Video: Funnel Cloud Uedorf 28.07.2013 (YouTube)
Video: Funnel Cloud Rheidt 28.07.2013 (YouTube)
Foto der Funnelcloud (Facebook)

Beverungen (NW)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 14:47 - 15.00 Uhr MESZ. Aus dem Bereich Beverungen wurden umgestürzte Bäume und abgebrochene Baumkronen gemeldet. Ein Foto aus Bad Karlshafen, aufgenommen zwischen Krukenburg und Hugenottenturm, könnte eine mögliche Funnelcloud zeigen. Insgesamt vier Augenzeugen sollen von der Krukenburg Helmarshausen einen Schlauch beobachtet haben, den sie als Windhose bezeichneten. Dieser zog aus Helmarshausen (Krukenburg) quer durch den Wald nach Bad Karlshafen und verschwand dann wieder. Hinterher berichtete ein Anwohner von Baumkronen, die von ca. 10 Bäumen abgebrochen waren, 500 Meter weiter dann ca. 15 umgestürzte Buchen über einem Wanderweg.

Heute Nachmittag (Funnel oder Fractus?) (WZ-Forum)

Ummeln (NW)

 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen Westfälischen Bielefeld vom 29.07.2013: "Unwetter wütete im Süden der Stadt - Es brauchte nur wenige Minuten. Mit brachialer Gewalt hat ein Wirbelsturm innerhalb kürzester Zeit in Ummeln stattliche Bäume aus der Erde gerissen und meterweit durch die Luft geschleudert. Der Sachschaden rund um die Gütersloher und Isselhorster Straße dürfte immens sein. Bäume, Äste, Sturm und hühnereiergroße Hagelkörner beschädigten Hunderte Gebäude und Autos. [...] auf der Gütersloher Straße ... "Plötzlich drehte der Wind, der zuvor aus Isselhorst gekommen war, und kam nun schräg links von vorne. Das hat die Bäume vor und hinter uns zum Umstürzen gebracht." Mehrere Autofahrer auf der Gütersloher Straße wurden zwischen herabstürzenden Baumstämmen eingeschlossen. Riesengroße Hagelkörner zerstörten Häuser und Autos. Feuerwehreinsatzleiter Bernd Heißenberg sprach von einem Wirbelsturm, der deurch Ummeln fegte." - Aus einer Meldung der Bielefelder Zeitung vom 29.07.2013: "[...] Im Bereich Gütersloher- / Kasseler Straße / Bohlenweg legte eine Windhose reihenweise große Bäume flach, lässt Stämme brechen und reißt Äste ab. "Auf einer Länge von 250 Metern sieht es aus, als wäre hier ein Tornado durchgezogen", sagt Detlev Eikelmann, Gesamtsprecher der Freiwilligen Feuerwehren."
Juni

Marienberg (NW)

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 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Beobachtung einer leicht rotierenden Funnelcloud von Zweibrüggen aus. Zweibrüggen ist ein Ortsteil von Übach-Palenberg im Kreis Heinsberg. Der Wolkentrichter war in Richtung Südwesten, etwa über den Ortschaften Marienberg und Rimburg (NL) zu sehen. Er war nicht länger als 5 Minuten zu sehen.

Funnelcloud bei Marienberg

Brüninghausen (NW)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung von come-on.de vom 26.06.2013: "Brüninghausen - Lüdenscheids Feuerwehrchef Martin Walter brachte es auf den Punkt: Das Tief ?Manni? am vergangenen Donnerstag sei lediglich ein 20-minütiges Sommergewitter gewesen, also überhaupt nicht vergleichbar mit dem Orkan Kyrill. Doch einige Stellen in Brüninghausen lassen durchaus die Erinnerung an das Unwetter von vor sechs Jahren aufkommen. Windhosen haben Löcher in die Wälder rasiert, Bäume sind wie Streichhölzer umgeknickt. Blockierte Straßen wie die Leifringhauser Straße, die Platehofstraße, der Weg nach Wigginghausen oder die Einbahnstraße zum evangelischen Friedhof sind zwar wieder befahrbar, aber drumherum sind die gravierenden Schäden und Einschläge noch deutlich zu sehen. In den Hanglagen von Brüninghausen sind zurzeit Waldarbeiter mit Motorsägen im Einsatz. Harvester ernten umgestürzte Bäume und verladen sie auf Transporter. Fast hätte es auch das Feuerwehrgerätehaus getroffen. Direkt dahinter liegen Bäume kreuz und quer ineinander verflochten am Hang."

"Mannis" Windhosen rasierten Löcher in Wälder (come-on.de, 26.06.13)

Diestedde (NW)

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 19.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 18:15 bis 18:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud am westliches Ortsrand Diesteddes mit Blickrichtung nach Beckum. Rotation war insbesondere in der Auflösungsphase deutlich zu erkennen.

Funnelcloud bei Diestedde
Mai

Mönchengladbach (NW)

 23.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:20 bis 16:25 Uhr MESZ, Dauer ca. 5-7 Minuten. Beobachtung einer Funnelcloud von westsüdwestlich Dülken in Richtung Südosten, etwa im Bereich zwischen Mönchengladbach und Rickelrath: "Unterhalb eines recht normalen Regenschauers (kein Gewitter). Wallcloud war auch erkennbar + leichte Rotation der Wallcloud."

Hangelar (NW)

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 20.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Mögliche Tornadobeobachtung etwa am südlichen Rand von Sankt Augustin am Birlinghovener Wald. Die Wolke zog dann weiter Richtung Siegburg / Hennef. Das Ereignis wurde gefilmt. Ein Augenzeuge: "Mehr durch Zufall filmte ich eine Wolkenformation, die scheinbar über dem Waldrand aufstieg. Dann fing der untere Wolkenrand an zu rotieren und ich meine eine Art Rüssel erkannt zu haben. Etwa eine Minute später verschwand "Er" wieder. Wieder etwas später (ca. 3min) nochmal das gleiche Phänomen aber weiter östlich."- Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Tornado in Hangelar ? (YouTube)
Tornado in Hangelar ? (Teil 2) (YouTube)
Mögliche Funnelcloud über Sankt-Augustin bei Bonn vom 20.05.2013 (YouTube)
20.05.2013 - [Verdacht] Schauerzellen-Funnel über Sankt Augustin, Rhein-Sieg-Kreis (Wetterzentraum NRW)
Oktober

Hüls (NW)

 06.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der WAZ vom 07.10.2012: "Festzelt von Windhose zerstört - Marl. Einige Bühnentechniker waren gerade dabei, die letzten Feinabstimmungen vorzunehmen für das geplante Oktoberfest auf der Wiese von Landwirt Wilhelm Ovelhey in Hüls am Abend, ein paar Helfer richteten die Tische für die ?bajuwarische? Fete her. Doch die Party, für die im Vorfeld bereits 1700 Karten verkauft worden waren, sie fand nicht statt: Denn am Samstag gegen halb Zwölf erfasste eine plötzliche Windhose das mehr als 2000 m² große Zelt ? und machte es binnen einer Minute völlig unbrauchbar. Das Oktoberfest und der bayerische Frühschoppen wurden daraufhin abgesagt. Genauer gesagt: verschoben. [...] Erleichtert zeigte sich Lambernd darüber, dass bei dem Vorfall keine Person ernsthaft verletzt wurde. Lediglich eine Frau, teilte Andreas Willming-Weber vom Polizeipräsidium Recklinghausen auf WAZ-Nachfrage mit, sei infolge des Zusammensturzes des Zeltgerüstes am Kopf getroffen worden, sie soll eine leichte Prellung erlitten haben. Die übrigen Anwesenden kamen mit dem Schrecken davon. Und dies, obwohl nach Zeugenberichten die Windböe nicht nur das Gerüst des Zeltes im Besitz des Halterner Verleihers Josef Balster zerbrechen ließ und das Dach selbst zerriss, sondern auch eine etwa 200 Meter entfernt stehende Eiche zum Umknicken brachte. [...] Auf mehrere 100 000 Euro, spekulierten Zeugen, belaufe sich der Schaden. Die Polizei wollte dies indes gestern nicht bestätigen."

Windhose zerstört Partyzelt (WAZ, 06.10.12)
Windhose zerreist Oktoberfestzelt in Marl-Hüls (lokalkompass.de - Dorsten, 06.10.12)
Bildergalerie: Windhose zerreist Oktoberfestzelt in Marl-Hüls (lokalkompass.de - Dorsten, 06.10.12)
Jetzt erst recht - Hülser Oktoberfest verschoben (Stimberg Zeitung, 06.10.12)
Jetzt erst recht - Hülser Oktoberfest verschoben (Dattelner Morgenpost, 06.10.12)
Oktoberfest geht in die (Wind)Hose - Festzelt eingestürzt (lokalkompass.de - Marl, 06.10.12)
Bildergalerie: Oktoberfest geht in die (Wind)Hose - Festzelt eingestürzt (lokalkompass.de - Marl, 06.10.12)
Zelt brach zusammen (Wiebold TV, 06.10.12)
Festzelt von Windhose zerstört (WAZ, 07.10.12)

Bad Salzuflen (NW)

 06.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 11:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Lippischen Landes-Zeitung vom 07.10.2012: "Windhose legt Verkehr auf Herforder Straße lahm - Bad Salzuflen. Innerhalb weniger Minuten hat eine Windhose am Samstagmittag eine große Zerstörung angerichtet und auch den Verkehr auf der Hauptroute nach Herford für eine Stunde zum Erliegen gebracht. Um kurz nach 11 Uhr flogen an der Her­forder Straße Dachpfannen umher, und eine zehn Meter hohe Linde wurde entwurzelt. Der Baum versperrte die gesamte Straße und musste von der Feuerwehr beseitigt werden. Von einem Firmengrundstück wurden Wellbleche durch die Luft geweht und landeten in einem Vorgarten."

Windhose legt Verkehr auf Herforder Straße lahm (Lippische Landes-Zeitung, 07.10.12)

Dielingen (NW)

 06.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von kreiszeitung.de vom 09.10.2012: "Windhose zieht über Dielingen hinweg - Dielingen - Es dauerte nur gut eine Minute, dann war alles wieder vorbei. Eine kleine Windhose ist am Wochenende über Teile Dielingens hinweggezogen und hat dabei einige Verwüstung hinterlassen. Am Samstagmorgen gegen 11 Uhr hatte der Sturm die Menschen im Dielinger Ortskern erschreckt, wie Augenzeugen gestern berichteten. Die Schäden erstreckten sich vom Bereich nahe ZF Friedrichshafe und Tennishalle zur Kreuzung Reiniger Straße/Dielinger Straße und weiter über den Koppelweg und Westfalentor bis zur Straße Am Klei. Vornehmlich wurden Gärten verwüstet und Bäume umgeknickt, aber auch einige Dächer hielten dem Wirbelsturm nicht stand. Auch wenn es nur von kurzer Dauer war, das Dielinger Ortsbild hat das Unwetter dauerhaft verändert. Auf dem Grundstück von Angelika und Uwe Meyer an der Dielinger Straße stand seit jeher eine 18 Meter hohe Edeltanne. Sie galt vielen als einer der schönsten Bäume des Ortskerns. Aber auch ihre Wurzeln waren nicht stark genug, um der Kraft der Windhose standzuhalten. Zwar bedauert Uwe Meyer den Verlust des Baumes, dennoch ist er froh, dass keine Menschen verletzt wurden und auch kein höherer Sachschaden entstand. ?Wäre der Baum etwas anders gefallen, dann hätte er das Haus getroffen?, so Meyer, der in den nächsten Tagen etwas mehr Zeit als geplant in seinem Garten verbringen wird. Sein Nachbar hatte etwas weniger Glück. Rund 300 Pfannen habe ihm der Sturm vom Dach gerissen, berichtet Uwe Meyer. Der Schaden wurde dank der schnellen Hilfe der heimischen Dachdecker aber schon wieder behoben. Da es sich vorwiegend um kleinere Schäden auf privaten und öffentlichen Grundstücken handelte, musste die Freiwillige Feuerwehr am Samstag nicht ausrücken, wie ihr Sprecher Torsten Fischer gestern bestätigte."

Windhose zieht über Dielingen hinweg (kreiszeitung.de, 09.10.12)

Buschhausen (NW)

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 05.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 18:19 bis 18:24 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Duisburg-Neumühl aus in Richtung Osten und damit im Bereich Oberhausen-Buschhausen, Zugbahn ebenfalls in östliche Richtung. Rotation war deutlich zu erkennen, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornado in Duisburg??
Tornado in Duisburg?? (YouTube)

Louisendorf (NW)

 03.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus Bildunterschriften bei RP Online vom 04.10.2012: "Bilder wie nach Kyrill: Eine Windhose hat im Bedburg-Hauer Ortsteil Louisendorf Bäume entwurzelt und Häuser abgedeckt. [...] Hoher Sachschaden ist besonders durch umherfliegende Trümmer entstanden, die parkende Autos beschädigten. Auch ein Gartentisch wurde durch die Luft gewirbelt. [...] Zum Glück wurde bei der Windhose, die über Louisdendorf zog, niemand verletzt."

Windhose zieht über Louisendorf (RP Online, 04.10.12)

Spellen (NW)

 03.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 19 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der WAZ vom 04.10.2012: "Windhose hinterlässt Spur der Verwüstung in Voerde-Spellen - Voerde. Eine Spur der Verwüstung hat eine Windhose am Mittwochabend innerhalb weniger Minuten in Teilen von Spellen hinterlassen. Verletzt wurde niemand. Bäume stürzten um, Dächer wurden abgedeckt und ein Mini-Trampolin flog durch die Luft. Anwohner berichten von "Höllenlärm". Eine Spur der Verwüstung hat am Mittwochabend eine Windhose innerhalb weniger Minuten in Teilen von Spellen hinterlassen. Es war gegen kurz nach 19 Uhr, als sie ? nach Angaben der Feuerwehr ? in einer Breite von etwa 50 bis 60 Metern über den Voerder Ortsteil hinwegfegte und in dem Bereich große Schäden anrichtete. Verletzt wurde zum Glück niemand. Bäume fielen um, machten an einigen Stellen Straßen unpassierbar. Dachpfannen flogen durch die Luft. Die um 19.19 Uhr alarmierte Feuerwehr rückte mit rund 50 Kräften der Löschzüge Spellen und Friedrichsfeld aus und war bis Mitternacht mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. An zehn Stellen innerhalb der Schneise, die die Windhose geschlagen hatte, war sie im Einsatz. Das Wäldchen an der Schweizer Straße/Rheinstraße musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, Bäume, die umzufallen drohten, mussten gefällt werden, wie Ernst Wardemann, Leiter der Voerder Feuerwehr, erklärt. [...] An der Schweizer Straße war am Mittwochabend ein riesiger Baum auf fünf parkende Autos gestürzt, ein Mini-Trampolin war durch die Luft geflogen und in die Gaube eines Mehrfamilienhauses im dritten Obergeschoss gekracht, wie Michael Bruckhausen berichtet. Der Chef des Löschzuges Spellen und Leiter des Einsatzes am Mittwochabend hatte gerade zu Hause im Wohnzimmer gesessen, als die Windhose nur 100 Meter von ihm entfernt über Spellen zog. Er dachte in dem Moment an einen sehr starken Regen. Ganz anders hörte sich die Sache für Rainer Abel auf dem Hof seiner Eltern an, an dem die Windhose direkt vorbei zog. Sie waren gerade in der Küche, als sie einen ?Höllenlärm?, ein ?Dröhnen und Scheppern? hörten. ?Ich bin nicht ängstlich, aber das war schon ein komisches Gefühl?, sagt Abel, der von einer Art ?Luftsog? berichtet. Gute zwei Minuten hätte es gedauert, ?dann war alles passiert?. Die Windhose hat das Dach der großen Scheune auf einem Teil abgedeckt, auch an den Stallungen sind Dachpfannen herunter gefegt worden. Zudem sind auf dem Grundstück der Abels an der Boltraystraße Bäume umgeknickt, zwei Eichen sähen aus ?wie gerupft?. Auch das Busunternehmen Hülser an der Rheinstraße wurde von der Wucht der Windhose getroffen. Ein großer Ast stürzte auf die Bushalle, die daraufhin gesperrt werden musste. Das Gebäude sei zum Glück zu dem Zeitpunkt leer gewesen, erklärt Christian Hülser, der von einem ?metallenen Geräusch? berichtet, das er und seine Familie gehört hatten. Als sie die Rollläden öffneten, hätten sie ihren ?komplett verwüsteten Garten? gesehen. Wie groß der durch die Windhose angerichtete Schaden ist, dazu war gestern nichts zu erfahren."

Verdachtsfall Spellen (Skywarn)
Windhose hinterlässt Spur der Verwüstung in Voerde-Spellen (WAZ, 04.10.12)
September

Südfelde (NW)

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 24.09.2012 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. von 16:58 bis 17:08 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Oldenburgischen Volkszeitung vom 24.09.2012: "Damme. Es war eine Schneise der Verwüstung: Eine Windhose hat am Montag gegen 17 Uhr schwere Schäden in der Bauerschaft Südfelde angerichtet. Sie deckte mehrere Dächer ab. Darunter das eines Schweinestalls der Anlage Schwarze an der Straße Jeddebrock. Zudem entwurzelte die Windhose an mehreren Straßen Bäume. Die Dammer und die Borringhauser Wehr räumten die umgestürzten Bäume von den Fahrbahnen." - Aus einer Meldung der Feuerwehr Damme: "Um 17:08 wurde die Feuerwehr Damme zu einer technischen Hilfeleistung alarmiert. Durch Südfelde war ein Orkan mit Wirbelsturm gezogen und hatte zahlreiche Bäume entwurzelt. Dies lagen über mehreren Straßen und blockierten den Verkehr. In den Straßen Jeddebrok, Hunteburger Straße, Im Pfeil und Speckenwall waren mehrere Bäume und Telefonleitungen umgeknickt, sowie mehrere Dächer von Stallungen und Wohnhäusern abgedeckt worden. Insgesamt hinterließ der Wirbelsturm eine Schneise der Zersörung, die aber im großen und ganzen noch recht glimpflich abgelaufen war. Zur Unterstützung bei der Beseitigung der Sturmschäden wurden noch zusätzlich die Feuerwehr Borringhausen und der Bauhof der Stadt Damme alarmiert." - Foto: Videoauszug Lutz Fricke

Tornado in Damme (Skywarn)
Tornado in Damme
Funnel/Tornado bei Damme (WZ-Forum)
Foto des Tornados (Facebook)
Sturmschadenbeseitigung nach Wirbelsturm in Südfelde (Feuerwehr Damme)
Schwere Schäden (Oldenburgische Volkszeitung, 24.09.12)
Umgestürzte Bäume und Dächer in der Luft (Radio Bremen, 25.09.12)
Tornado über Damme / Südfelde, Niedersachsen (YouTube)
Tornado bei Damme Vechta (YouTube)
Tornado bei Damme (BremenReporter bei YouTube)
Tornado in Damme ("buten un binnen" bei YouTube)
Tornado oder nicht - Tornado in Südfelde, Damme (Hurrikan-Blog)

Heiden (NW)

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 12.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 14:40 bis 14:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud östlich bis ostsüdöstlich von 46359 Heiden im Münsterland: "Also die Funnelcloud wurde ca. 5min. beobachtet, jedoch war sie in den ersten 2 Minuten viel eindeutiger zu erkennen, aber auf der Autobahn konnte ich natürlich nicht anhalten um Fotos zu machen. Deswegen wurde das erste Foto erst ca. 2 Minuten nach dem ersten Sichtkontakt geschossen, als sich die Funnelcloud schon wieder abschwächte."

Funnelcloud bei Heiden
Juli

Bramey-Lenningsen (NW)

 27.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Windhosenmeldung in den Medien. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich sehr wahrscheinlich um einen Downburst. Aus einer Meldung des WDR vom 28.07.2012: "Windhose deckt Hausdächer ab - Im westfälischen Bönen entwickelte sich ein Gewitter zu einer Windhose. Drei Hausdächer wurden abgedeckt. Strom und Gas wurden vorsorglich abgestellt. Verletzt wurde niemand."

Verdachtsfall Bramey (Skywarn)
Windhose deckt drei Häuser ab (wa.de, 27.07.12)
Windhose reisst Dächer dreier Mehrfamilienhäuser in Bönen herab (videonews24.de, 27.07.12)
Folgenschwere Unwetter in NRW (WDR, 28.07.12)
Unwetter-Schaden fast auf halbe Million geschätzt (wa.de, 29.07.12)
Feuerwehr im Dauereinsatz (WAZ, 29.07.12)

Kreuztal (NW)

 27.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einem Bericht der Feuerwehr Kreuztal vom 27.07.2012: "Quergelegt hatte sich gestern Abend dieser Baum "Im Plan" in der Kreuztaler Innenstadt. Der Löschzug Kreuztal musste ausrücken, um dem Windbruch angesichts des plötzlichen Gewitters in der kleinen Nebenstraße zwischen Moltkestraße und Siegener Straße zu Leibe zu rücken. Gleichzeitig rückten die Kollegen in die Bahnhofstraße in Kreuztal aus, wo sich eine Schornsteinabdeckung komplett gelöst hatte und auf Dachpfannen gekracht war. Mit der Drehleiter beseitigten die Wehrmänner Ziegelsteine des eigentlichen Schornsteins, die sich angesichts des Windes bereits gelöst hatten. Nach der provisorischen Hilfe bleibt dieser Schaden jedoch eine Sache für den Fachmann. Ein Kreuztaler Geschäftsmann hatte während des plötzlich aufkommenden Gewitters sogar eine kleine Windhose entdecken können, die sich entlang des Heugrabens und Bahnhofsbereichs schlängelte." Ein zweiter Augenzeuge meldete ebenfalls eine Windhose in den genannten Bereichen.

Gewittereinsätze Kreuztal City (Feuerwehr Kreuztal, 27.07.12)

Remscheid (NW)

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 13.07.2012 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:40 Uhr MESZ. Tornado in der Remscheider Innenstadt mit einigen Schäden wie abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume. Dazu aus einer Meldung des Radiosenders RSG: "Windhose über Remscheid (18:47 Uhr) - Die Feuerwehr hat in Remscheid momentan zahlreiche Einsätze wegen einer Windhose. Insgesamt gebe es 40 Einsätze, sagte uns der Sprecher der Remscheider Feuerwehr. Die Windhose habe in einem Bereich zwischen Morsbachtalstraße und der Blume in Lüttringhausen gewütet. Bäume sind teilweise in Leitungen gestürzt. Dächer wurden abgedeckt. An der Alexander von Humboldt Realschule kamen ca. 200-300 Dachpfannen runter. Außerdem wurden Fenster zerstört. Auf der Morsbachtalstraße herrscht Verkehrschaos wegen umgestürzter Bäume. Bisher wurde niemand verletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Bergisch Born besetzt solang die Wache als Grundschutz." Der Tornado zog von der Morsbachtalstraße durch das Remscheider Stadtzentrum, hier durch die Christianstraße und die Salemstraße nach Oelmühle. Auch in Radevormwald-Dahlerau gab es noch Schäden. Ob diese noch duch denselben Tornado ausgelöst wurden, ist nicht klar.

Tornado in Remscheid (Skywarn)
Tornado in Remscheid
Tornado in Remscheid (WZ-Forum)
Tornado verwüstet Gärten und Dächer (Rheinische Post, 14.07.12)
Windhose wütet über Remscheid (Rheinische Post, 14.07.12)
Tornado fegt über Remscheid hinweg - 500.000 Euro Schaden (Der Westen, 14.07.12)
=136433&cHash=b923e853b2]Tornado-Ausläufer sorgte für Schäden in Rade (Oberberg Aktuell, 15.07.12)
Ausläufer einer Windhose tobten auch durch die Wupperorte (Remscheider Generalanzeiger, 16.07.12)
Video: Tornado (F0 oder F1) in Remscheid (13.07.2012) (YouTube)
Video: Tornado über Remscheid (YouTube)
Video: Tornado in RS (Facebook)

Solingen (NW)

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 12.07.2012 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: zwischenm 16 und 17 Uhr MESZ. Mögliche Funnelcloud von Solingen-Höhscheid aus beobachtet, keine Rotation erkannt. Dauer 2-3 Minuten.

Möglicher Tornado in Solingen
Juni

Weiershagen (NW)

 29.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15 und 15:30 Uhr MESZ. ERhebliche Schäden bei Durchzug eines Gewitters. Dazu der Bericht eines Anwohners: "Nach Aussage meines Schwiegervaters traf das Gewitter (oder die Front?) dann so ca. 15:00 Uhr bis 15:30 Uhr bei uns zu Hause in Weiershagen ein. Mein Schwiegervater vernahm auf einmal eine heftige Geräuschkulisse, überall knallte es. Er rannte zur Terassenfront, um die Rollläden herunter zu lassen. Dabei sah er, wie sich ein starker Wind rotierend durch den Garten bewegte. Ein Blick gegen den Himmel war nicht möglich, da er die Rollläden schnell herunterlassen musste, weil Gegenstände und Äste gegen die Scheiben flogen. Im Garten wurden Sträuche abgedreht. Auf der von der Zugrichtung abgewandten Seite, haben wir ca. 3m Dachüberstand. Obwohl dieser Bereich eigentlich im absoluten Windschatten gelegen hat, wurden von dort Gartenmöbel, schwere untergestellte Blumenkästen, große schwere Kunststoffboxen und Gitterboxen herausgesogen und der Inhalt über den gesamten Garten und Terrasse verteilt. In der Nachbarschaft wurden bei großen Bäumen die Kronen abgedreht bzw. die Bäume umgeworfen. Es kam auch zu Schäden an Dächern. Bei einem Nachbarn wurden die unter einer Dachkonstruktion dicht gestapelten Holzscheite auf einer Seite herausgesogen. Sehr kurz nach diesem Windereignis erfolgte dann wohl der Durchgang mit Starkregen, kleinem Hagel gepeitscht von Sturmböen, so dass die Sichtweite bei weniger als 10m lag. Das Nachbarhaus konnte nicht mehr gesehen werden."

Odenkirchen (NW)

 21.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose in Mönchengladbach-Odenkirchen: "Es gab eine etwa 15m breite Schneise, mehrere Häuser innerhalb dieser Schneise weisen Löcher im Dach auf, weil Dachziegel auf die Strasse gefallen sind, Mülltonnen flogen teilweise weit weg und schwere Bretter des Nachbarn sind auf unser Grundstück gefallen. Man hörte zudem erst ein leichtes Rauschen, das plötzlich und schnell lauter wurde, insgesamt hat das ganze ca. 15 Sekunden gedauert." Im Bereich Kleinenbroich, östlich von Mönchengladbach wurde ein Gustnado (Böenfrontwirbel) beobachtet. Ob es einen Zusammenhang zum gemeldetetn Tornado gibt, ist nicht bekannt.

21.6.2012 Gewitterlinie mit Gustnado vom Rheinland bis zum Sauerland (eifelmomente.de)

Ovenhausen (NW)

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 12.06.2012 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 18:31 und 18:46 Uhr MESZ. Ein Tornado zog über die Straße Steingarten im Süden von Höxter-Ovenhausen hinweg und dann weiter in Richtung Südosten in den Bereich zwischen Bosseborn und der Stadt Höxter. In Ovenhausen gab es Schäden an Dächern und eine Linde wurde entwurzelt, ein Kirschbaum beschädigt. Einige Augenzeugen beschreiben den zeitweiligen Bodenkontakt des Wirbels.

Tornado bei Höxter
Tornado über Höxter (WDR, 14.06.12)
Tornado über Höxter (Westfalen-Blatt, 14.06.12)

Grefrath (NW)

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 07.06.2012 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 09.06.2012: "Windhose ließ in Grefrath Bäume umknicken - In Sachen Sturm blieb es Donnerstagabend im Kreis Viersen fast überall ruhig, nur in Grefrath nicht. "Hier ist eine kleine Windhose rübergefegt", berichtete gestern Löschzugführer Hans Konrad Funken. Der Wind habe plötzlich in zwei Richtungen geweht und eine regelrecht kleine Schneise geschlagen. Der Schaden hielt sich allerdings in Grenzen: Lediglich im Bereich Dorenburg / Ostumgehungen blockierten einige Bäume die Fahrbahn und mussten von der Feuerwehr beseitigt werden."

Verdachtsfall Grefrath (Skywarn)
Analyse zum Tornadoereignis am 07.06.12 in Grefrath / NRW (Stormchaser West NRW)
Tornado in Grefrath/NRW am 07.06.2012 (YouTube)
Windhose ließ in Grefrath Bäume umknicken (Rheinische Post, 09.06.12)
Mai

Wetten (NW)

 23.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:37 Uhr MESZ. Meldung einer möglichen Funnelcloud von Geldern aus in Richtung Kevelaer. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Verdachtsfall Wetten (Skywarn)

Bocholt (NW)

 23.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:07 Uhr MESZ. Nahe Bocholt wurde eine langgestreckte Funnelcloud beobachtet und fotografiert.

Foto der Funnelcloud (Weerword)

Herringhausen (NW)

 10.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: später Abend, Alarmierung der Feuerwehr um 23:47 Uhr MESZ. Aus einem Bericht der Feuerwehr Lippstadt: "Vermutlich durch einen Tornado wurde eine Dachhälfte des Hauses angehoben und versetzt wieder abgelassen. Ein Großteil der angeschraubten Dachpfannen wurden dabei vom Dach gerissen. Der komplette First des Hauses und ein 2.000 Liter Tank im Garten wurden weggerissen. Durch die Feuerwehr wurde die Einsatzstelle abgesperrt und der Fachberater vom THW wurde hinzugezogen."

Einsatzbericht (Feuerwehr Lippstadt)

Stenden (NW),
Neukirchen-Vluyn (NW)

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 10.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Goch (NW)

 10.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:45 Uhr MESZ. Schäden gemeldet: "Windhose richtet schwere Schäden an - Kompletter Dachstuhl stürzt auf Straße - Holzplanken flogen über 100 Meter weit" (Quelle: schulmann.tv) - Bisher gibt es keine weiteren Indizien, die auf einen Tornado als Ursache hindeuten, es ist eher von einer geradlinigen Sturmböe auszugehen.

schulmann.tv
Dach eines Neubaus von Sturmböe heruntergerissen (Rheinische Post, 10.05.2012)
Sturm zerstört Hausdach in Goch (Der Westen, 11.05.2012)
Sturmböe reißt Dach herunter (Rheinische Post, 12.05.2012)

Pulheim (NW)

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 09.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:03 bis 18:08 Uhr MESZ. Markante und sehr weit hinabreichende Funnelcloud mit deutlicher Rotation im Bereich von Pulheim. Zumindest kurzzeitiger Bodenkontakt ist sehr wahrscheinlich, über Auswirkungen am Boden ist aber nichts bekannt. Die Funnelcloud war weithin sichtbar und wurde u.a. auch von Bergheim aus beobachtet. Zahlreiche Fotos - aufgenommen in Bergheim - sind im Beitrag des Wetterzentrum NRW zu finden.

Funnelcloud über Pulheim
Funnel am 09.05.2012 / Rhein-Erft (WetterBM)
März

Voerde (NW)

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 13.03.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 16:00 Uhr MEZ. Funnelbeobachtung am Niederrhein von Dinslaken-Eppinghoven aus in Richtung Nordnordwesten. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. Die Funnelcloud wurde 1-2 Minuten lang beobachtet, bevor sie sich auflöste.

Funnelcloud bei Voerde
Januar

Preußisch Oldendorf (NW)

 03.01.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MEZ. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Neuen Westfälischen Zeitung vom 04.01.2012: "Pr. Oldendorf. Der Jahreswechsel hat es in sich: Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage rückte die Oldendorfer Wehr zu einem Einsatz aus. Eine Windhose hatte gestern Nachmittag die Giebelwand eines ehemaligen Bauernhofs zum Einstürzen gebracht. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Gegen 14 Uhr zog das Unwetter "Ulli" mit starkem Wind und Regen über Pr. Oldendorf hinweg. Die Besitzerin des landwirtschaftlichen Anwesens an der Straße Bolldamm hatte bemerkt, dass sich vom Dach ihres Nachbarn einige Ziegel gelöst hatten. "Da die Familie verreist ist, wollte ich mir den Schaden genauer ansehen. Als ich dann hier um die Ecke kam, habe ich fast einen Schock bekommen", sagt die noch sichtlich mitgenommene ältere Dame. Vor ihr liegen die Überreste der meterhohen Mauer, die wenige Minuten zuvor noch die östliche Wand der Scheune darstellte. Hunderte loser Ziegel türmen sich zu einem breiten Haufen." Eine konkrete Beschreibung der "Windhose" liegt nicht vor, ein Tornado ist eher unwahrscheinlich.

Ziegel fliegen (Neue Westfälische Zeitung, 04.01.12)
August

Ferndorf (NW)

 27.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung von WirSiegen vom 27.08.2011: "Eine Hochzeit, die man nicht so schnell vergessen wird ? eine Windhose erfasste heute Nachmittag ein Festzelt ( 12 X 10 Meter ) und Küchenzelt auf der Anhöhe hoch über Ferndorf." Ferndorf liegt bei Siegen im südlichen NRW.

Ferndorf: Festzelt von Windhose erfasst (WirSiegen, 27.08.11)

Elmpt (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Grenzland-Nachrichten vom 19.01.2012: "Ansonsten lag ein Schwerpunkt bei Sturmeinsätzen. So zum Beispiel am 26. August. Da zog ein Sturm über das Grenzland, der sich in den Javelin-Barracks sogar zu einer Windhose auswuchs, die mächtigen Schaden anrichtete. Hier mussten die Elmpter Wehrleute mit ran und Schwerstarbeit leisten." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 20.05.2014: "Es war nicht das erste Wetterphänomen dieser Art, das es in Elmpt zu beobachten gab. Am 26. August 2011 zog ein Unwetter über den Kreis Viersen, bei dem in Viersen eine Oberleitung beschädigt wurde und ein Zug evakuiert werden musste. Damals hatten Soldaten aus den Javelin-Barracks in Elmpt von einem Wirbelsturm berichtet - aber niemand hatte fotografiert. Deshalb taucht dieses Ereignis in den Statistiken nicht auf."

=61&tx_ttnews[tt_news]=7236&cHash=bc6c1f22ff0ff452139a2af6178be715]Feuerwehr trotzte dem Sturm auch 2011 (Grenzland-Nachrichten, 19.01.12)
Amateur-Aufnahmen zeigen den Tornado von Elmpt (Rheinische Post, 20.05.14)

Herkenrath (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Kölner Stadtanzeigers vom 26.08.2011: "Eine Windhose hinterließ am Freitagnachmittag in einem Waldstück in Bergisch Gladbach-Herkenrath eine Schneise der Verwüstung. Polizei, Feuerwehr und der Bauhof der Stadt waren mehrere Stunden im Einsatz um die Sturmschäden notdürftig zu beseitigen. In dem Waldstück neben der Straße Untervolbach hatte der Sturm eine Schneise von rund 400 Meter Länge und 50 Meter Breite in den Wald geschlagen. 30 Meter hohe Buchen knickte die Windhose wie Streichhölzer um. Meterdicke Bäume waren samt Wurzeln aus dem Erdreich gerissen. Ein Löschzug der Feuerwehr war rund zwei Stunden mit der Räumung der Straße Untervolbach beschäftigt. Gegen 19 Uhr entschieden Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, zusammen mit der Polizei, die mittlerweile freigeräumte Straße nicht für den Durchgangsverkehr freizugeben. Das Risiko das weiter Bäume auf die Straße stürzen könnten, war den verantwortlichen des Bauhofes zu groß. Laut Auskunft der Polizei bleibt die Straße Untervolbach bis auf weiteres gesperrt. Im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach richtete der Sturm glücklicherweise wenig Schaden an." - Die Aussagen der Augenzeugen widersprechen sich, teilweise wird von einer Windhose berichtet, alles hätte sich gedreht, in einer anderen Aussage ist von "herabstürzenden Wolken" die Rede. Das bisher vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Herkenrath (Skywarn)
Schweres Hagelunwetter mit Downburst in Herkenrath am 26.8.2011 (Gerd Bierling)
Unwetter Herkenrath - Video der Schäden (YouTube)
Erheblicher Flurschaden nach Windhose in Bergisch Gladbach ? Herkenrath (Presseblog der FW Bergisch Gladbach, 26.08.11)
Heftiges Unwetter über NRW (Kölner Stadtanzeiger, 26.08.11)
Schneise der Verwüstung nach Windhose (Kölner Stadtanzeiger, 26.08.11)
Windhose knickt Dutzende Bäume um (Radio Berg, 27.08.11)

Sonsbeck (NW),
Lüttingen (NW)

 26.08.2011 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 12:40 bis 12:45 Uhr MESZ. Einzelne Schäden zunächst in Sonsbeck: Die Feuerwehr wurde um 12:43 Uhr wegen umgestürzter Bäume zum westlichen Ortseingang an der Balberger Straße alarmiert. Der Tornado zog in Richtung Nordost und entwurzelte mehrere Bäume, am Sportplatz wurde ein Ballfangzaun beschädigt, zwei Bäume stürzten auf die Trauerhalle am Friedhof und dort geparkte PKW. Außerdem wurden diverse Bäume und Hausdächer beschädigt sowie das Materiallager eines Industriebetriebes durcheinander gebracht. Weiter nordöstlich erhebliche Schäden an einigen Gebäuden in Xanten-Lüttingen. Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 26.08.2011: "Ein heftiges Unwetter fegt seit den Mittagsstunden über den linken Niederrhein hinweg. Besonders betroffen war bislang Xanten. Dort richtete eine Windhose eine Schneise der Verwüstung an. Über Sonsbeck, Xanten und Rheinberg ist das Unwetter zwischen 12.05 und 12.45 niedergegangen. Augenzeugen berichten von einem 40 Meter breiten Wirbelsturm, der Autos und sogar einen Lastwagen mit Anhänger durch die Luft schleuderte (Anm.: am Varusring). Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Ein Haus in Lüttingen wurde völlig zerstört. Zahlreiche Bäume knickten wie Zahnstocher um. Auch durch den Archäologischen Park in Xanten fegte der Sturm und brachte die Bäume zum Einsturz. Die A3 bei Emmerich soll wegen des Unwetters gesperrt sein." Dazu der Augenzeuge Ludger Rodermond: "Auf dem Sportplatzgelände des hiesigen Sportvereins haben wir mit vereinten Kräften die Spuren des Unwetters beseitigt. Dort hatte der Tornado das Dach des Vereinsheims abgedeckt, die Ziegel durchschlugen sogar ein Garagentor. Etliche Bäume wurden regelrecht abgedreht. Den Tornado nahm ich wahr, als gegen 11:45 Uhr die Unwetterfront extrem schnell hereinbrach. Das laute Geräusch "lockte" mich zum Wohnzimmerfenster. Dort sah ich unmittelbar den äußeren Bereich des rotierenden Schlauches und einen Gartenstuhl sowie ein Zaunteil in ca. 20 - 30m Höhe im Kreise fliegen. Instinktiv flüchtete ich erst einmal in den Keller, bis das Geräusch nicht mehr zu hören war. Die entstandenen Schäden sah ich später, entstanden allerdings auf der anderen Seite unseres Hauses. Während das unsrige unbeschadet blieb, wurde bereits das Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite arg in Mitleidenschaft gezogen (hintere Seite des Daches abgedeckt und Dachfenster zerstört). Schäden sind auch in Xanten, insbesondere im Archäologischen Park und am "Haus Erprath" zu verzeichnen. Hier in Lüttingen wurde ein Haus vorübergehend unbewohnbar, ca. 3 Dutzend weitere in unterschiedlicher Heftigkeit beschädigt." Aus einer Meldung von Der Westen vom 26.08.2011: "In mehreren Ortsteilen Xantens hob die Windhose Ziegel von den Dächern. Ein Haus in Lüttingen wurde dabei schwer beschädigt. Auch über das Gelände des SSV Lüttingen fegte der Sturm mit Gewalt. Noch am späten Nachmittag versuchten Vereinsmitglieder die schlimmsten Schäden zu beseitigen, die der Wind ins Dach des Vereinsheimes geschlagen hatte. Der kürzlich erst verlegte Kunstrasen auf dem Fußballplatz wurde durch die Windhose herausgerissen. Insgesamt musste die Feuerwehr zu 20 Einsätzen in Xanten ausrücken. Vier Einsätze fuhren die Blauröcke in Alpen und zwei in Sonsbeck. Im gesamten Kreis Wesel waren es 63 Einsätze."

Tornado in Xanten (Skywarn)
Tornado in Xanten-Lüttingen
Schadensanalyse zum Tornado in Xanten von 26.08.2011 (Stormchaser-Niederrhein)
Weitere Fotos der Schäden (Marc Buschmann)
Weitere Fotos der Schäden (Patrick Tenberken)
Sturmschaden (Feuerwehr Sonsbeck)
LKW durch Sturmböe umgeworfen - weitere Sturmfolgen (Polizei NRW, 26.08.11)
Heftiges Unwetter in Xanten (Rheinische Post, 26.08.11)
Fotos: Windhose verwüstet Xanten (Rheinische Post, 26.08.11)
Schwere Schäden durch Windhosen (Rheinische Post, 26.08.11)
Sturm bricht über Xanten herein (Der Westen, 26.08.11)
Die Feuerwehr im Kreis Wesel ist immer noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. (Radio KW, 26.08.11)
Wirbelsturm zieht durch Xanten (Rheinische Post, 26.08.11)
Tornado in Xanten reißt Bäume und Lkw um (Rheinische Post, 27.08.11)
Echte Nachbarschaft (Rheinische Post, 30.08.11)

Aldekerk (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Wiebold TV vom 27.08.2011: "Innerhalb von Minuten war der Circusplatz in Kerken am Niederrhein verwüstet. Bäume knickten zusammen, Zelte wirbelten durch die Luft und ein grosser Stallwagen stürzte um. Ein kleiner Tornado, der das Circusunternehmen Renz ans Limit brachte. Die drei geplanten Vorstellungen am Wochenende mussten abgesagt werden. Der Schaden und die Gefahr für die Besucher sind zu gross. Zum Glück blieben die Tiere unverletzt. Sie kamen mit nachbarschaftlicher Hilfe vorrübergehend in einem Reiterstall unter. Das Stallungszelt war gerade erst neu erworben worden und ist nun total zerfetzt." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 29.08.2011: "Das Zelt stand leuchtend blau und gelb, alles war für die Gäste bereit. Als sich am Freitag gegen 12 Uhr der Himmel schwarz färbt, braut sich die größte Katastrophe zusammen, die der Familienbetrieb je erlebt hat: Plötzlich rast eine Windhose auf den Zirkusplatz zu, reißt das Tierzelt weg. Die Planen bleiben zerfetzt liegen, die Stahlträger hat der Sturm wie Mikado-Stäbe über den Platz verstreut. Auch ein elf Meter langer Pferdeanhänger kann den Naturgewalten nicht standhalten und liegt auf der Seite." - Aus einem Bericht der Feuerwehr Aldekerk vom 27.08.2011: "Um 12:38 Uhr wurde unter anderen der Löschzug Aldekerk wegen eines Unwetters über Kerken (Anm.: korrekt ist Aldekerk) alarmiert. In einem Gewittersturm war eine Windhose vom Gilbersweg kommend über den Zirkus Renz, der nördlichen Hochstraße und einem dort angesiedelten Gartenbaubetrieb hinweg gefegt und großen Schaden an den Zirkuszelten, Wohnhausdächern und den Gewächshausflächen angerichtet."

Verdachtsfall Aldekerk (Skywarn)
Einsatz 16/2011 - Unwetter über Kerken (Feuerwehr Aldekerk)
Sturm reißt Zirkuszelt weg (Rheinische Post, 29.08.11)
Tornado bei Circus (Wiebold TV, 27.08.11)
Circus Renz: Zelt geflickt (Rheinische Post, 07.09.11)

Wertherbruch (NW),
Liedern (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mittags. Bei Antenne Niederrhein Meldung einer Windhose im Bereich des Autobahnparkplatzes Wertherbruch an der A3 zwischen den Ausfahrten Hamminkeln und Rees. Die Autobahn war durch umgestürzte Bäume blockiert und es bildete sich ein 10 km langer Rückstau. Auch der Ort selbst war betroffen, hier vor allem die Provinzialstraße in Wertherbruch. Aus einer Meldung von Der Westen vom 29.08.2011: "Wertherbrucher Straßen bleiben weiter gesperrt - Die Folgen des Unwetters vom Freitag (die NRZ berichtete) sind für die Wertherbrucher noch längst nicht ausgestanden. Die Rodehorster Allee und der Isseldeich werden voraussichtlich noch eineinhalb Wochen lang gesperrt bleiben, erklärte Hermann Flores vom Hamminkelner Bauhof. Gerade in diesen beiden Straßen hatte der Sturm heftig gewütet und die zum Teil 120 bis 150 Jahre alten Buchen und Eichen schwer in Mitleidenschaft gezogen. ?Solchen Ereignissen, Anwohner haben sogar von einer Windhose gesprochen, können auch kräftige Bäume nicht standhalten?, erläuterte er. Nach und nach müssten nun die Schäden beseitigt werden. Die Antonius­straße in Loikum sei inzwischen zwar wieder für den Verkehr freigegeben, doch das Bruchholz müsse noch entfernt werden, beschrieb Flores die Arbeit. Am Freitag waren nach dem Unwetter rund 60 Hamminkelner Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Am Sonntag mussten außerdem frei hängende Äste aus Bäumen an der Provinzialstraße entfernt werden, berichtete Feuerwehrchef Udo Zurmühlen." Aus einer Meldung des Bocholter-Borkener Volksblattes vom 26.08.2011: "Bocholt/Isselburg - Starke Regenfälle und Sturmböen sind am Freitagmittag durch Bocholt getobt und haben vor allem im Stadtteil Liedern zahlreiche Schäden verursacht. Besonders schlimm war die Milchstraße betroffen. Nach Angaben der Bocholter Feuerwehr hat es keine Verletzten gegeben. Als Folge des Unwetters stürzten Bäume auf die Straße und Dächer wurden teilweise abgedeckt. 40 Feuerwehrleute waren seit 13.39 Uhr unterwegs, um die Sturmschäden zu beseitigen. Es gab etwa 35 Einsätze, berichtete die Feuerwehr. In Höhe der Hausnummer 17 stürzte eine mehrere Meter hohe Eiche auf die Milchstraße und riss eine Telefonleitung mit. Die Einsatzkräfte setzten Kettensägen ein. Schlimm traf es auch Landwirt Ludger Weibring und seine Frau Marie: Auf ihrem Hof wurden die Dächer der Ställe teilweise abgedeckt, zerbrochene Dachpfannen lagen auf dem Boden. Der Strom fiel aus und die Telefonleitung funktionierte nicht mehr. ?Das war wie ein Wirbelsturm?, berichtete Marie Weibring. Alles sei ganz schnell gegangen. ?Der Wind hat sich plötzlich gedreht und dann ging es los. Die Gartenstühle sind uns über das Haus geflogen. So was habe ich noch nie gesehen?, sagte Ludger Weibring. Die Isselburger Feuerwehr beseitigte Sturmschäden unter anderem auf der A3, dem Liederner Höfgraben und dem Isseldeich. Auch hier hat es nach Angaben der Feuerwehr keine Verletzten gegeben. Es waren die drei Löschzüge aus Isselburg, Anholt und Werth mit etwa 60 Feuerwehrleuten im Einsatz." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 31.08.2011: "Auch einige Tage nach der heftigen Windhose vom Freitag hat der Sturm vor allem rund um Haldern Spuren hinterlassen. In der Wittenhorst liegen viele umgestürzte Bäume. Auch in Schledenhorst gab es viele Schäden. Am Parkplatz an der Wertherbrucher Straße hat die Feuerwehr jede Menge Bruchholz aufgestapelt. Wer in nächster Zeit dort den Wald besucht, sollte vorsichtig sein, weil es gut sein kann, dass noch Äste von den Bäumen fallen. [...] Für den größten Schreck hat der Sturm vermutlich auf dem Campingplatz Schulte Hagenhof an der B 8 in Sonsfeld gesorgt. Hier stürzte ein Baum mitten in ein Mobilheim und riss ein Loch ins Dach." Nach den Untersuchtungen vor Ort kann mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Downburst ausgegangen werden.

Verdachtsfall Wertherbruch, Liedern (Skywarn)
Sturmschäden in Wertherbruch (ca. 6 MB)
26.08.2011 - Sturmschäden im Raum Bocholt-Liedern (WZ-Forum)
Wertherbrucher Straßen bleiben weiter gesperrt (Der Westen, 29.08.11)
Unwetter tobte durch Bocholt und Isselburg (Bocholter-Borkener Volksblatt, 26.08.11)
Fotostrecke: Unwetter richtet Schäden in Liedern an (Bocholter-Borkener Volksblatt, 26.08.11)
Sturm: Der Schock bleibt (Rheinische Post, 31.08.11)

Dalheim (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Polizei Reporters vom 26.08.2011: "Am Freitag Mittag traf ein Sturmtief die Ortschaft Dalheim-Rödgen völlig überraschend und mit voller Wucht. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Feuerwehr Wegberg zu mehren Einsätzen in Dalheim-Rödgen gerufen. Besonders viel Glück hatte eine Frau, die während der Fahrt mit dem PKW von einem herabfallenden Ast getroffen wurde. Die Wucht des Astes zerquetschte das Dach des Autos. Nur der schnellen Reaktion der Fahrerin ist es zu verdanken, dass sie nahezu unverletzt das Fahrzeug verlassen konnte. Geistesgegenwärtig beugte sie ihren Oberkörper auf die Beifahrerseite. Das beschädigte Fahrzeug wurde von den Einsatzkräften von dem Ast befreit und anschließend abgeschleppt. Ein weiterer Baum stürzte in eine Zufahrt und versperrte somit den einzigen Zugang zum Haus. Aus Sicherheitsgründen wurde die Zufahrt freigeschnitten, damit die Bewohnerin, eine Rollstuhlfahrerin, das Grundstück sicher verlassen konnte. Ebenso hielt ein 80jähriger Baum den starken Windböen nicht stand und zerbrach in zwei Teile. Das halbe Astwerk stürzte lautstark auf ein Hausdach. Aus Sicherheitsgründen wurde das Astwerk zerkleinert. Erst nachdem die Baumkrone vom Hausdach entfernt worden war, wurde die erhebliche Beschädigung auf der gesamten Dachseite sichtbar. Der verbleibende Baumstamm wurde vorsorglich zurückgeschnitten. In Dalheim-Rödgen musste die Feuerwehr Wegberg auf insgesamt sechs Einsatzstellen 10 Bäume entfernen."


26.08.2011, Technische Hilfeleistung - Baum auf Straße, Dalheim-Rödgen (Feuerwehr Arsbeck, 26.08.11)
26.08.2011: Windböen treffen Dalheim-Rödgen mit voller Wucht (Feuerwehr Wegberg, 26.08.11)

Wegberg: Ast fällt auf fahrendes Auto (Polizei Reporter, 26.08.11)
Weitere Fotos von den Sturmschäden in Wegberg (Polizei Reporter, 26.08.11)

Böddeken (NW),
Wewelsburg (NW)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen Westfälischen: "Tornado zieht Schneise der Verwüstung - Kreis Paderborn (my/cs). Das Unwetter, das am Mittwochabend über den Süden und Osten des Kreises zog (die NW berichtete), hatte es in sich. In Büren und in Etteln spricht die Feuerwehr von Tornados oder Windhosen, die selbst meterdicke Bäume entwurzelten. Insgesamt 125 Feuerwehrleute waren zwischen 18.25 und 22 Uhr im Einsatz, um die größten Schäden zu beseitigen. Die Aufräumarbeiten dauerten auch Donnerstag noch an. Betroffen waren vor allem Teile der Stadt Büren und die Gemeinde Borchen." Im Bereich Böddeken und Wewelsburg haben Kameraden ganz klar den charakteristischen Rüsssel eines Tornados, der sich aus den dunklen Wolken dem Erdboden näherte", sagt Bürens Wehrführer Andreas Müller. Entsprechend fielen auch die Zerstörungen aus. Von Wewelsburg über Böddeken bis zur Autobahn 44 zog der Wolkenwirbel eine Schneise der Zerstörung. Selbst Bäume mit einem Durchmesser von rund 1.20 Metern wurden komplett entwurzelt. Auf der Autobahn 44 kam der Verkehr zum Erliegen. Außerdem wehten die Böen Dachziegel und Kaminplatten von den Häusern. Abgebrochene, armdicke Äste wurden stellenweise 150 Meter weit durch die Feldflur geschleudert. Rund 40 Feuerwehrleute aus Büren, Ahden und Wewelsburg waren bis 22 Uhr im Einsatz. Umstürzende Bäume beschädigten entlang der Landstraße 751 eine 10.000 Volt-Mittelspannungsleitung auf einer Länge von 550 Metern erheblich. Zudem fielen 23 Trafostationen aus. Insgesamt 2.400 Haushalte waren von dem Stromausfall in Wewelsburg und Ahden betroffen, darunter auch zwei Bauernhöfe, so RWE-Pressesprecher Christoph Brommbach. "Einer der Betriebe war auf ein Notstromaggregat zum Melken angewiesen", ergänzt Andreas Müller. Nach etwa einer Stunde waren die meisten Haushalte wieder am Netz. Zur Höhe des Sachschadens machte das Unternehmen noch keine Angaben." Das bisher vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Wewelsburg (Skywarn)
Video: 24.08.2011 / Büren-Wewelsburg / Tornado-Verdacht (vimeo)
Video der Schäden: Büren-Wewelsburg / Tornado-Verdacht (YouTube)
Tornado zieht Schneise der Verwüstung (nw-news, 26.08.11)

Urdenbach (NW)

 21.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "vertical development: 20% of the distance cloud-ground. Well developed funnel below the base of an intensifying shower. Above the sharp funnel, intense convection was observable. The shower was followed by a supercell at the same evening." (Quelle: ESWD)

Diestedde (NW)

 18.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Einige Schäden am nördlichen Ortsrand in Richtung Sünninghausen. Betroffen war vor allem sie Straße Eichenallee. Dazu aus einer Meldung der Glocke vom 19.08.2011: "Das Unwetter am Donnerstagabend hat in der Gemeinde Wadersloh vor allem den Ortsteil Diestedde getroffen. Etwa gegen 21 Uhr sorgte eine Windhose entlang des Altendiestedder Weges und der Straße Am Schloss für Zerstörung: Bäumen wurden entwurzelt, Äste und Kronen knickten ab. [...] Bereits im Jahr 1984 sei eine Windhose durch die Eichenallee gezogen, wusste Michael Schulze Frielinghaus, der in Diestedde wohnt, zu berichten. Die Richtung sei im Vergleich zur Windhose von Donnerstagabend fast identisch, der Schaden damals allerdings noch größer gewesen."

Verdachtsfall Diestedde (Skywarn)
Schadensdokumentation zum Tornadoverdacht 18.08.2011 Diestedde (WZ-Forum)
Bilder: Diestedde (südl. Kreis Warendorf) Tornadoverdacht (WZ-Forum)
Windhose zieht über Diestedde hinweg (Die Glocke, 19.08.11)

Heinsberg (NW)

bild
 18.08.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz nach 19:00 Uhr MESZ. Ein Tornado richtete im Norden der Stadt Heinsberg Schäden an Dächern und Bäumen an. Betroffen waren vor allem die Kempener Straße und die Dresdener Straße. Von Birgelen aus konnte die deutlich rotierende Funnelcloud in Richtung Südwesten etwa 5 Minuten lang beobachtet werden, bis sie sich auflöste. Ob Schäden in Hückelhoven-Altmyhl mit dem Tornado in Zusammenhang stehen, ist noch nicht klar. Dazu aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 19.05.2011: "Starkregen, Sturm und Gewitter haben am Donnerstagabend für zahlreiche Feuerwehreinsätze in Erkelenz, Hückelhoven und Heinsberg gesorgt. Das schwere Unwetter ließ mehrere Bäume umstürzen, außerdem wurden Fahrbahnen überschwemmt. Verletzt wurde durch das Unwetter im Kreis Heinsberg nach Angaben der Feuerwehrsprecher niemand. Windhosen waren für die größten Schäden verantwortlich. Alleine in Hückelhoven-Altmyhl wurden 18 Hausdächer zum Teil abgedeckt."

Tornado in Heinsberg
Donnerstag, 18 Aug 2011 - 19:23 Uhr Sturmschäden (Feuerwehr Karken)
Einsätze August 2011 - Altmyhl (Feuerwehr Millich)
Video der Schäden (YouTube)
Unwetter im Kreis Heinsberg (Facebook)
Windhose räumt Dachziegel ab (Aachener Zeitung, 19.08.11)
Heinsberg: Am Tag nach dem Unwetter (Westreporter, 19.08.11)
Schweres Unwetter richtet zahlreiche Schäden an (Rheinische Post, 19.05.11)
Juli
Juni

Pulheim (NW)

 19.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Sonntags Post vom 21.06.2011: "Pulheim (gp). Eine Mail folgenden Inhalts von Thomas Jaschkowski aus Pulheim erreichte die Redaktion am Montagmorgen: "Gestern Abend gegen 18.15 Uhr fegte ein kurzes aber heftiges Unwetter durch Pulheim. Hierbei sind unter anderem armdicke Äste von den Bäumen an der Barbara-Kapelle abgebrochen. Zeitgleich fegte eine Windhose durch meinen Garten die zum einen unser Trampolin (Durchmesser 3,66 Meter) über eine zwei Meter hohe Hecke zum Nachbarn trug und einen circa 20 Jahre alten, 15 Meter hohen (Stammumfang etwa 1,20 Meter) Walnussbaum entwurzelte und auf mein Haus legte.""

Verdachtsfall Pulheim (Skywarn)
Windhose wütet im Garten (Sonntags Post, 21.06.11)

Leopoldshöhe (NW)

 16.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des WDR vom 17.06.2011: "Eine Tiefdruckfront mit Starkregen und Sturmböen ist am frühen Abend über OWL hinweggezogen. Die Schäden fielen allerdings nicht so stark aus wie befürchtet. In einem Naturschutzgebiet in Leopoldshöhe fällte ein kleinerer Tornado in einem Radius von 100 Metern den Baumbestand. Ein Wohnhaus wurde beschädigt, verletzt wurde aber niemand." Der Ort Leopoldshöhe befindet sich wenige Kilometer östlich von Bielefeld. Bis zu 30 Meter hohe Pappeln erlitten Stammbruch.

Verdachtsfall Leopoldshöhe ( Skywarn )
Wie ein Staubsauger ( WDR, 17.06.11)

Bad Godesberg (NW)

 15.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 14:00 und 14:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich zwischen Bonn - Bad Godesberg und dem Venusberg. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Borgholzhausen (NW),
Versmold (NW)

bild
 05.06.2011 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Wallcloud und einer möglichen Funnelcloud. Ob aufgetretene Sturmschäden zu der möglichen Funnelbeobachtung gehören, ist noch nicht klar.

Verdachtsfall Borgholzhausen, Versmold ( Skywarn)
Organisierte Hagelzelle mit trichterförmiger Wallcloud, Borgholzhausen/Versmold ( WZ-Forum)
Gewittersturm tobte über dem Landkreis Osnabrück ( Neue Osnabrücker Zeitung, 05.06.11)
Wellingholzhausen und Bissendorf-Unwetter ( Nord-West-Media TV, 06.06.11)
April

Rheydt (NW)

 29.04.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Aus einem Bericht der Westdeutschen Zeitung vom 30.04.2011: "Mönchengladbach. Für einen stundenlangen Einsatz der Mönchengladbacher Feuerwehr sorgte am frühen Freitagabend eine Windhose, die über das Stadtgebiet zog. Auf dem Gelände des Rheydter Grenzlandstadions riss sich ein 8 x 24 m großes Partyzelt, trotz Verankerung, los. Ein Teil des Zeltes landete auf dem Dach des Umkleidetraktes, wo es von der Feuerwehr zerlegt und entfernt werden konnte. Ein weiteres Teil landete zwischen Gebäude und Bepflanzung in rund vier Meter Höhe. Höhenretter sicherten das Zeltteil, bevor es mit dem Feuerwehrkran über das Gebäude gehoben werden konnte. Auf dem Vorhof zerlegten Feuerwehrkräfte schließlich das verwehte Zelt." Nach derzeitigem Stand ist ein Tornado eher unwahrscheinlich.

Verdachtsfall Rheydt ( Skywarn)
Windhose tobt durch Gladbach ( Westdeutsche Zeitung, 30.04.11)
August

Elberfeld (NW)

 29.08.2010 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung von Radio Wuppertal vom 30.08.10: "Windhose fällt Bäume - Am Stadion am Zoo hat am Abend eine Windhose mehrere Bäume entwurzelt. Die Feuerwehr war mit mehr als 70 Leuten im Einsatz. Verletzt wurde aber niemand. Die Feuerwehr spricht von ?großem Glück?, dass niemandem etwas passiert ist. Die Windhose hat anscheinend rund um das Stadion am Zoo und den Platz vor der Schwebebahn gewütet, bis hin zum Rutenbecker Weg. An der Siegfriedstraße musste die Feuerwehr einen Kran einsetzen. Die Einsatzkräfte zersägten die Bäume, um die Straßen wieder frei zu machen. Zerstörungen an Gebäuden gab es nicht. Auch das Gerüst und der Bahnhof der Schwebebahn blieben laut Feuerwehr unbeschadet." Direkt vor dem Eingang des Stadions fielen die Bäume in unterschiedliche Richtungen und ein Anwohner gegenüber berichtete, dass er Lärm hörte und draußen einen Wirbel beobachtete, in dem u.a. Äste herumgewirbelt wurden.

Tornadoverdacht Wuppertal-Sonnborn

Ehrsen-Breden (NW),
Quentsiek (NW)

 26.08.2010 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz vor 20 Uhr MESZ. Aus einem Bericht der Neuen Westfälischen vom 26.08.10: "In Bad Salzuflen hat ein Tornado am Donnerstagabend an der Lemgoer Straße in Ehrsen gewütet. Die Windhose hat dort eine mächtige Schneise in den Wald geschlagen. Wie die Polizei mitteilte, wurden auf einer Länge von 1,5 Kilometern und einer Breite von 100 Metern Dächer zerstört und Bäume entwurzelt." Nach weiteren Meldungen sollen die Dächer von vier Häusern beschädigt worden sein. In einer Meldung der Aktuellen Stunde (WDR) vom 27.08.2010 gibt es Augenzeugenbeschreibungen des mutmaßlichen Tornados: "In Bad Salzuflen im Kreis Lippe raste gestern Abend ein Tornado übers Land. Und der hinterließ abgedeckte Häuser und entwurzelte Bäume. So richig fassen kann es hier in Quentsiek, einer Siedlung mit nur fünf Häusern, kaum einer. Ein Tornado verwüstet die Dächer der Häuser, schleudert ein Gewächshaus 50 Meter in den Wald, knickt Bäume wie Streichhölzr ab. Augenzeugen: "Plötzlich kam son Windwirbel, ein relativ gro&szlg;er noch, der sich dann immer weiter fokussiert hat und schmaler geworden ist, eine Windhose - das war so auf der Mitte von dem Feld hier vorne. Dann hatte man noch ungefähr 10 Sekunden Zeit" - "Es sah aus, unten länglich und oben wie son Trichter. Und da ging der bei uns auf dem Feld runter und wurd immer breiter.""

Schadensbilder Tornado Bad Salzuflen ( WZ-Forum)
Tornado wütet in Bad Salzuflen ( Neue Westfälische, 26.08.10)
Windhose beschädigte Dächer und entwurzelte Bäume ( Presseportal, 26.08.10)
Juli

Müssingen (NW),
Einen (NW)

 16.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Borkener Zeitung vom 06.08.2010: "Der größte Anteil der Einsätze, insgesamt 83, waren Unwettereinsätze. So war eine Windhose in den Abendstunden vom 16. auf dem 17. Juli über Müssingen und Einen hinweggezogen, hatte einige Bäume entwurzelt, Gebäude beschädigt und Straßen versperrt. Der Löschzug Einen der mit der Drehleiter aus Warendorf unterstützt wurde, war am Freitagabend und samstags bis zum Mittag im Einsatz." Müssingen befindet sich nur etwa 12 Kilometer nordöstlich von Wolbeck.

Ein heißer Sommer (Borkener Zeitung, 06.08.10)

Wolbeck (NW)

 16.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Schäden innerhalb eines schneisenartigen Bereiches im "Tiergarten" zwischen Wolbeck und Albersloh. Dazu aus einer Meldung der Münsterschen Zeitung vom 19.07.2010: "Der Gewittersturm in der Nacht von Freitag auf Samstag hat nach seinen Angaben und den Aussagen von Stadtförster Hans-Ulrich Menke tausende Bäume umgelegt. Menke sagte mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen, dass sich der Wald erst in 100 Jahren wieder erholt haben werde. Betroffen sind etwa zwei Drittel des Tiergartens." Luftaufnahmen zeigen, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Downburst (Gewitterfallböe) handelte.

Gewittersturm wütet in Wolbeck ( Borkener Zeitung, 18.07.10)
Schwere Sturmschäden im Wolbecker Tiergarten (Münstersche Zeitung, 19.07.10)
Fotos: Schwere Sturmschäden im Wolbecker Tiergarten (Münstersche Zeitung, 19.07.10)

Hervest (NW)

 14.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der WAZ vom 02.01.2011: "Im Juli hatte die Wehr die Folgen einer Windhose abzuarbeiten, die durchs Dorf fegte." - Aus einer Meldung von Lembecker.de vom 14.07.2010: "Eine Windhose hat nach Zeugenaussagen das Obertor der Dorstener Schleuse am Wesel-Datteln-Kanal erheblich beschädigt. In wieweit die Schifffahrt beeinträchtigt ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden."

Neujahrsempfang (Der Westen, 02.01.11)
Neues Unwetter - Dachdecker im Sturm (Lembecker.de, 14.07.10)

Goch (NW),
Bedburg-Hau (NW),
Emmerich (NW)

 14.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von RP Online: "Besonders schwer getroffen war der Gocher Nordring, die Kettlerstraße, Wiesenstraße und die Nordstraße. An der Gustav-Adolf-Schule wie am Bahnhofsvorplatz gab es ebenfalls erhebliche Schäden." - Weitere Berichte liegen aus dem Bereich Goch, Bedburg-Hau, Kleve-Warbeyen, Emmerich vor. Ein Tornado ist in diesem Fall unwahrscheinlich.

Windhosen, Stromausfälle, Stau und Land unter (Der Westen, 14.07.10)
Feuerwehr Goch: Erste Bilanz nach schwerem Unwetter (Pressemeldungen aus NRW, 14.07.10)
Windhose tobt durch Goch (RP Online, 15.07.10)
Die erste Bilanz nach der Windhose (RP Online, 15.07.10)
Windhose tobt durch Goch (RP Online, 15.07.10)
Windhose: der Tag danach (RP Online, 15.07.10)
Windhose in Goch: Bilder vom Sturm (RP Online, 15.07.10)
Windhose in Goch: Bilder von den Aufräumarbeiten (RP Online, 15.07.10)
Nach der Windhose: "Kinder in Lebensgefahr" (RP Online, 21.07.10)
Unwetter (wirbelsturm) in Goch, Marienweg (YouTube)

Monheim (NW)

 12.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 12:05 Uhr MESZ. Nach vorliegenden Meldungen soll am Montagmittag ein Wirbel am Schelmenturm (Wahrzeichen der Stadt) und umliegenden Häusern Schäden verursacht haben. Unter anderem seien etliche Dachziegel und Blumenkübel hochgerissen und in der Gegend verteilt worden. Auch im benachbarten Langenfeld gab es Schäden, u.a. soll im Freibald Langenfeld eine Pappel umgerissen worden sein. - Aus einer Meldung der WAZ vom 12.07.2010: "Monheim: Schelmenturm von Wind abgedeckt - Kreis Mettmann. Über der Monheimer Altstadt wurde laut Feuerwehr eine Windhose beobachtet, die Dächer - darunter das des Schelmenturms - teilweise abdeckte. Das Unwetter vom Montagmittag brachte nicht nur Gesichtsmakeup zum Verlaufen. Bäume wurden umgeknickt, Fenster aus ihrer Verankerung gerissen. Die freiwillige Feuerwehr Monheim rückte zu zwölf sturmbedingten Einsätzen aus, dazu kamen zwei Brände. Auch in Langenfeld und Erkrath traten viele Schäden an Bäumen auf. Bis Redaktionsschluss wurden keine Verletzten gemeldet."

Verdachtsfall Monheim ( Skywarn)
Umwetter im Kreis Mettmann: Feuerwehr im Dauereinsatz ( Westdeutsche Zeitung, 12.07.10)
Monheim: Schelmenturm von Wind abgedeckt (WAZ, 12.07.10)

Hamm (NW)

 03.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von wa.de vom 05.07.2010: "Ein besonderes Ereignis gab es am Samstag. Um 17.20 Uhr fegte eine Windhose durchs Freibad Süd. Diese fegte über das Freibadgelände, durch das Durchschreitebecken, dort nahm sie Wasser auf, riss danach einen sehr starken Ast einer Platane ab und wehte die runden Umkleidekabinen von der Wiese weg. Zu diesem Zeitpunkt regnete und hagelte es sehr stark. Es gab leichte Überschwemmungen im Umkleideraum."

Viele Besucher im Freibad und Windhose weht Kabinen um ([url=http://www.wa.de/] wa.de, 05.07.10)
Juni

Vreden (NW)

 30.06.2010 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Schäden (umgestürzte Bäume, beschädigte PKW) in einem recht eng begrenzten Bereich entlang der Ottensteiner Straße in Höhe des Sportpark-Hotels bis hin zum Vredener Freibad, Augenzeugen berichten über eine "Windhose". Ein Tornado ist sehr unwahrscheinlich, von einem Downburst ist auszugehen.

Verdachtsfall Vreden (Skywarn)
Windhose wütet in Vreden (Westfälische Nachrichten, 01.07.10)
Tornado fegte wie aus dem Nichts über Vreden hinweg ( Münsterland Zeitung, 01.07.10)
Tornado fegte wie aus dem Nichts über Vreden hinweg (Ruhr Nachrichten, 01.07.10)
Unwetter Vreden (WIEBOLD TVnews)

Hille (NW)

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 09.06.2010 / Stärke (F1) Bestätigt

Warendorf (NW)

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 09.06.2010 / Stärke (F1) Bestätigt
Mai

Büren (NW)

 02.05.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Augenzeugenbericht über einen möglichen Tornado bei Büren im Kreis Paderborn.

Verdachtsfall Büren ( [url=http://www.skywarn.de/]Skyw
November

Langenholzhausen (NW)

 23.11.2009 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 20:15 und 20:30 Uhr MESZ. Schäden an einigen Gebäuden, Einsturz einer Scheune, Pressemeldung über eine Windhose. Die Art der Schäden innerhalb eines eng begrenzten Bereiches lassen einen Tornado als plausibel erscheinen.

Verdachtsfall Kalletal-Langenhausen (Skywarn)
Fotos und Video der Schäden

Windhose zerlegt zum Abschied eine Scheune (Lippische Landes-Zeitung, 25.11.09)
Voller Einsatz trotz klammer Kassen (Lippische Landes-Zeitung, 18.01.10)
Oktober
September

Büren (NW)

 13.09.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:32 bis 18:36 Uhr MESZ. Von Büren aus in Richtung Südwesten wurde ein verdächtiges, rotierendes Gebilde beobachtet. Über Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Büren
August

Winterhagen (NW)

 31.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 30.12.2008: "August - Vom Sturm gebeutelt. Eine Windhose erfasst das Zelt des Circus Rondell, der im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg Station macht. Der Schaden ist hoch. Minister auf der Durchreise Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) macht sich zwei Stunden lang ein Bild von der Stadt und dem Konzept des Bürgerbads."

Hückeswagen: Es geht voran (Rheinische Post, 30.12.08)

Anhoven (NW)

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 07.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 17:50 Uhr MESZ, Dauer 6-7 Minuten. Beobachtung eines Funnels von Mönchengladbach-Rheindahlen aus in Richtung Erkelenz, etwa im Bereich Rath-Anhoven.

Funnelbeobachtung im Bereich Rath-Anhoven

Anhoven (NW)

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 07.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 17:45 Uhr MESZ, Dauer 3-4 Minuten. Beobachtung eines Funnels von Mönchengladbach-Rheindahlen aus in Richtung Erkelenz, etwa im Bereich Rath-Anhoven.

Funnelbeobachtung im Bereich Rath-Anhoven
Juli

Seppenrade (NW)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach Mitternacht (22./23.07.). Aus einer Meldung der Ahlener Zeitung vom 23.07.2009: "Seppenrade - Eine Windhose zog in der Nacht zu Donnerstag über das Rosendorf hinweg und sorgte für Verwüstungen. Damit nicht genug: Ein Blitz schlug in eine Leitung ein. Zwischen 0.11 Uhr und 2.50 Uhr waren weite Teile Seppenrades ohne Strom bestätigte die RWE gestern auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten. [...] Die Region rund um den Plümerfeldweg war besonders von der Windhose betroffen. Der Sturm hatte zahlreiche Äste aus den Baumkronen gerissen, die die Straße übersäten. Weitere Zweige drohten aus den Baumkronen auf die Fahrbahn zu fallen: Feuerwehr und Polizei sperrten die Straße kurzerhand. Gestern - bei Tageslicht - waren Mitarbeiter des Kreis-Bauhofes damit beschäftigt, die Äste zu beseitigen. Darüber hinaus wurden eine Reihe von Bäumen, die auch über Nebenstraßen lagen, entwurzelt."

Windhose zog durch das Rosendorf (Ahlener Zeitung, 23.07.09)

Nächtliche Windhose wirbelt Seppenrade durcheinander (Radio Kiepenkerl, 23.07.09)

Bockhorst (NW),
Westbarthausen (NW)

 23.07.2009 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen Westfälischen vom 23.07.2009: "Borgholzhausen (brm). Ein heftiges Unwetter mit Starkregen und Sturm ging am Donnerstagnachmittag über dem Borgholzhausener Ortsteil Westbarthausen im Kreis Gütersloh nieder. Im Bereich der Westbarthauser Straße sahen Zeugen eine Windhose, die mehrere Bäume entwurzelte. Durch einen umstürzenden Baum wurde der Dachstuhl des Hauses Westbarthauser Str. 67 beschädigt. Bei einem weiteren Hausdach wurden durch den Wind die Dachpfannen abgedeckt. An weiteren Häusern in der Nachbarschaft wurden die Dächer leichter beschädigt. Menschen wurden nach bisherigen Ermittlungen der Polizei nicht verletzt." - Aus einer Meldung des Haller Kreisblattes vom 24.07.2009: "Es war gegen 14.20 Uhr, als eine Windhose durch das nördliche Bockhorst zog und auf etwa einem Kilometer Länge die viel zitierte Schneise der Verwüstung hinterließ." Der Tornado hat eine eindeutige Spur hinterlassen, die Schäden gehen bis in den unteren F2-Bereich.

Tornado in Borgholzhausen (Skywarn)
Windhose entwurzelt Bäume (Neue Westfälische, 23.07.09)
Sachschäden durch Unwetter (Radio Gütersloh, 23.07.09)
Windhosen verursachen Schäden (PR Inside, 23.07.09)
Sachschaden durch Windhosen (WDR, 23.07.09)
Windhose wütet in Bockhorst (Haller Kreisblatt, 24.07.09)
Windhose wütet durch Westbarthausen (Haller Kreisblatt, 24.07.09)

Wanne (NW)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen Mittag. Aus einer Meldung von Ad Hoc News vom 23.07.2009: "Herne (ddp-nrw) Eine Windhose hat am Donnerstag für Sachschäden in Herne-Wanne gesorgt Wie die Polizei mitteilte, war es gegen Mittag zu dem etwa 20-sekündigen Wetterphänomen gekommen Dabei wurden vier Pkw und ein Hausdach beschädigt. Auch Bäume wurden umgeweht. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Aufräumarbeiten dauerten am späten Nachmittag noch an. Zur Höhe des Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor."

Windhose sorgt für Schäden in Herne (Ad Hoc News, 23.07.09)

Windhosen verursachen Schäden (PR Inside, 23.07.09)
Sachschaden durch Windhosen (WDR, 23.07.09)
Starker Regen und Sturmböen richten Schäden an (Der Westen, 23.07.09)

Oberhausen (NW)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach Mitternacht (22./23.07.). Aus einer Meldung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 23.07.2009: "Schwere Schäden richtete der Wirbelsturm im Hiesfelder Wald von der Franzosenstraße bis zur Grafenmühle an. In einer 100 m breiten Schneise wurden uralte Buchen getroffen. Wegen der Kronenbrüche wurde der Wald bis Montag komplett gesperrt. Schwere Baumteile könnten herabstürzen." Und aus einer weiteren Meldung derselben Zeitung: "Der Wirbelsturm habe etwa einen 100 Meter breiten Kanal von der Franzosenstraße bis zur Grafenmühle erwischt."

Fotos des Gewitters (Falk Banse)
Der Norden wurde durchgeschüttelt (Der Westen, 23.07.09)
Der Hiesfelder Wald ist gesperrt (Der Westen, 23.07.09)
Kein Vergleich zu Kyrill (Der Westen, 31.07.09)

Orsoy (NW),
Dinslaken (NW)

 22.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 23:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 23.07.2009 zu Schäden an Bäumen und Autos u.a. am Hafendamm und in der Kommandanturstr. in Orsoy: "Wie kam es überhaupt zum weltuntergangsähnlichen Gewitter, das nur in Orsoy wütete. Die umliegenden Stadtteile sind von Blitzeinschlägen und abgeknickten Bäumen verschont geblieben. ?Wir gehen von einer Windhose aus?, sagt Löschzugführer Jürgen Mooslehner." Nach den vorliegenden Erkenntnissen handelte es sich eher um einen Downburst (Gewitterböe).

Spur der Verwüstung (Der Westen, 23.07.09)
Windhose tobt sich über Orsoy aus (RP Online, 24.07.09)
Sturm kam ohne Vorwarnung (RP Online, 24.07.09)
Baum auf Straße (Feuerwehr Rheinberg)
Baum auf Fahrbahn (Feuerwehr Rheinberg)

Schwerte (NW)

 21.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vom 23.07.2009: "Schwerte. Meike Kühne stand am Eschenweg im Wintergarten und schaute nach draußen, wo Sturm und Gewitter tobten. Als ein Blitz den Garten erhellte, glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen, denn der schwere Strandkorb wurde plötzlich meterhoch in die Luft gehoben. Kühne: "Das war eine Windhose." Als der Strandkorb wieder herunterkam, landete er genau dort, wo bis vor Minuten noch das Trampolin der Kinder gestanden hatte. Das aber lag inzwischen im Dach des Gartenhaus."

Windhose tobte im Eschenweg (Der Westen, 22.07.09)

Titz (NW),
Jackerath (NW)

 21.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:00 und 20:30 Uhr MESZ. Medienmeldungen über einen Tornado im Bereich Titz, Jackerath. Der mutmaßliche Tornado soll die Autobahn A44 überquert haben. Aus einer Meldung des General-Anzeigers Bonn vom 21.07.2009: "Die Autobahn 44 musste am Freitagabend am Dreieck Jackerath in Richtung Lüttich gesperrt werden. Der Grund: In dem Gebiet hatte eine Windhose gewütet und entwurzelte Bäume auf die Fahrbahn geweht." Die vorliegenden Beschreibungen und Videos sprechen eher für den Durchzug einer Böenfront und gegen einen Tornado.

Tornadoverdacht Titz-Gevelsdorf
Bericht zur Superzelle von Gerd Bierling
Tornado wütete über Autobahn 44 (General-Anzeiger Bonn, 21.07.09)
Tornado reißt Bäume mit sich (Aachener Zeitung, 22.07.09)
Angeblich Tornado in Titz-Gevelsdorf (WZ-Forum)
Tornado bei Jackerath NRW (A44) (WZ-Forum)
Superzelle mit rotierender Wallcloud (Stormchaser-Europe-Forum)
Video von der Superzelle über dem Kreis Heinsberg (Wetterservice Düren)
Tornado 1/3 in Deutschland/Titz 21. Juli 09 (YouTube)
Tornado 2/3 in Deutschland/Titz 21. Juli 09 (YouTube)
Tornado 3/3 in Deutschland/Titz 21. Juli 09 (YouTube)

Haaren (NW)

 21.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20 und 20:30 Uhr MESZ. Mutmaßlicher Tornado mit kurzem Bodenkontakt bei Haaren (Gemeinde Waldfeucht) gemeldet.

Mutmaßlicher Tornado bei Haaren

Bochum (NW)

 12.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:38 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung im Bereich Bochum-Weitmar-Mark während eines Gewitters. Der Funnel dauerte nur drei Minuten und löste sich dann auf.

Suderwich (NW)

 12.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Wilnsdorf (NW)

 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MESZ. Offenbar Funnel über dem Ort und dann über einem Waldstück wahrscheinlich Bodenkontakt: "ich habe Blätter und mittelstarke Äste erkennen können, die in der Luft rotierten." (Quelle: ESWD)

Nordkirchen (NW)

 06.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Grevener Zeitung vom 07.07.2009: "Eine Windhose fegte am Montagnachmittag gegen 16.30 Uhr kurz aber heftig durch Nordkirchen. Schilder, Äste und Dachpfannen flogen umher. Auf einen Stall in der Nähe der Westumgehung kippte ein Baum, der von dem Sturm umgerissen wurde."

Windhose - Baum fällt auf Pferdestall (Grevener Zeitung, 07.07.09)

Sistig (NW)

 03.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:18 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Kölnischen Rundschau: "In der Gemeinde Hellenthal sichteten Anwohner einen Tornado. Wie hoch die durch Wind und heftigen Regenfälle verursachten Schäden sind, lässt sich derzeit nicht absehen." Augenzeugen berichten von einem Funnel östlich von Hellenthal, in Frage kommt der Bereich zwischen Hellenthal, Kall und Marmagen.

Möglicher Tornado im Raum Sistig
Angeblicher Tornado bei Hellenthal (WZ-Forum)
Unwetter sucht die Eifel heim (Kölnische Rundschau, 03.07.09)
Juni

Herten (NW)

bild
 09.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer aufsteigenden, rotierenden Luftsäule. Unklar ist, ob es sich bereits um einen Tornado handelt, der unterste Bereich war dem Beobachter durch Bäume verdeckt.

Möglicher Tornado bei Herten

Roggendorf (NW),
Worringen (NW),
Monheim (NW)

bild
 07.06.2009 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 17:15 und 17:30 Uhr MESZ. Ein Tornado entstand zwischen Sinnersdorf und der Autobahn A57. Er überquerte die zu Köln gehörenden Orte Thenhoven und Roggendorf (Schäden an Dächern entlang der Berrischstraße sowie am Thenhover-Escher-Wegund am Mörterweg) sowie den Ostrand von Köln Worringen. Auf der anderen Rheinseite gab es dann noch Schäden in Monheim. Auch hier wurde der Tornado von Augenzeugen beobachtet.

Tornado in Roggendorf, Worringen, Monheim
Video des Tornados (Dennis Oswald)
Schadensanalyse zum Tornadofall Köln-Tenhoven, Worringen (Erik Dirksen)
Weitere Fotos der Schäden (Marc Buschmann)
Windhose im Norden Kölns (Wiebold TV, 07.06.09)
Windhose hinterlässt Trümmerfeld (Kölnische Rundschau, 07.06.09)
Windhose fegte über den Kölner Norden (Kölner Express, 07.06.09)
Tornado wütet zehn Sekunden über Köln (KStA, 08.06.09)
Windhose wirbelt durch Köln (Netzeitung, 08.06.09)
Köln: Tornado deckte Dächer ab (RTL, 08.06.09)
Windhose sorgt in Köln für Verwüstungen (WAZ, 08.06.09)
Windhose sorgt für Verwüstungen im Kölner Norden (Yahoo News, 08.06.09)
Hier fegt der Tornado über Köln (Kölner Express, 08.06.09)
Köln: Zerstörungen durch Windhose (WDR, 08.06.09)
Aufräumen nach dem Kölner Tornado (Kölnische Rundschau, 08.06.09)
Fotos der Schäden (Kölnische Rundschau, 08.06.09)
Windhose im Kölner Norden (RP Online, 08.06.09)
Windhose sorgt für Verwüstungen (Grevener Zeitung, 08.06.09)
Windhose sorgt für Verwüstungen im Kölner Norden (Aachener Zeitung, 08.06.09)
Tornado verwüstet Kölner Viertel (RP Online, 09.06.09)
Video: Tornado über Monheim (MyVideo)
Ergänzendes Filmmaterial Verdachtsfall Monheim (WZ-Forum)
Mai
Oktober

Rinkerode (NW)

 01.10.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:00 Uhr MESZ. "Rinkerode. Ein kleiner Tornado ist am Mittwoch gegen 13 Uhr durch die Brockmannstraße gezogen. Auf einer Länge von 100 Metern wurden Dächer abgedeckt, Laternen beschädigt und selbst große Bäume umgeknickt." (Quelle: Münsterländische Volkszeitung). Nach den vorliegenden Berichten handelte es sich sehr wahrscheinlich um einen Downburst (Gewitterfallböe). Nachdem eine Augenzeugin einem Redakteur beschrieb, dass "so etwas wie eine Wi8ndhose" durchgezogen wäre, wurde daraus dann in den Medienmeldungen eine Winhose bzw. ein Tornado.

Fliegende Dachziegel ( Münsterländische Volkszeitung, 01.10.08)
September

Bad Honnef (NW)

 05.09.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:20 und 19:30 Uhr MESZ. Schäden innerhalb eines eng begrenzten Bereiches, aber wahrscheinlich durch Downburst ausgelöst. Schäden gab es in einem Bereich von der Rheininsel Grafenwerth über Bad Honnef und Königswinter bis nach Hennef. Dazu aus einer Meldung der Kölnischen Rundschau vom 07.08.08: "Der Hof lag in einer gut 300 Meter breiten Schneise der Verwüstung, die sich von Ittenbach über Oberpleis und Sand nach Wellesberg, Dahlhausen und Kurscheid zog. [...] So sah es vielerorts aus. Zahlreiche Dächer in Wellesberg und Sand hatten Schaden genommen oder wurden teilweise abgedeckt. Erst am späten Abend und am Samstagmorgen wurde das volle Ausmaß der Schäden sichtbar. Bei Sand hatte der Sturm den Mast einer Stromoberleitung umgefegt, es kam zu kurzzeitigen Stromausfällen. Unzählige Telefonmasten und Bäume waren abgeknickt worden, kleine Äste und abgewehtes Laub übersäten die Straßen zwischen Hennef und Königswinter. Verschiedene Augenzeugen wollen eine Windhose gesehen haben, die vor dem Starkregen und den Böen aufgetreten sein soll."

Eine Art von Windhose zog über Honnef hinweg ( WZ-Forum)
Tornadoverdacht Bad Honnef ( Skywarn)
Schweres Unwetter + Tornadoverdacht südlichstes NRW ( Stormchaser-Europe-Forum)
Sturm fegt über die Region und hinterlässt Chaos ( General-Anzeiger Bonn, 06.09.08)
Unwetter über dem südlichen Bonn ( Presseportal, 06.08.08)
Sturmbilanz: 92 Einsätze ( Rhein-Sieg-Anzeiger, 07.08.08)
Sturm-Chaos im Kreis ( Rhein-Sieg-Anzeiger, 07.08.08)
Gartenmöbel flogen durch die Luft ( Kölnische Rundschau, 07.08.08)

Freckenhorst (NW)

 02.09.2008 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 23:32 Uhr MESZ. Bericht eines Ohrenzeugen: "Am 2.09.2008 um 23:32 Uhr hatten wir in 48231 Warendorf/Freckenhorst Grendelstr. einen Tornado, der bislang nirgendo wo erwähnt wurde. Nach unseren Schätzungen dürfte er keinen größeren Durchmesser als 1m gehabt haben. Aber es war schon ein recht furchteinflößendes Erlebnis, da wir unterm Dach schlafen und er ganz knapp an unserem Haus vorbei ging. Da kriegt man schon Angst, bei dem Lärm (Pfeifen, zischen usw.)"

Bericht und Fotos der Schäden
August

Niederdresselndorf (NW)

 12.08.2008 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:45 Uhr MESZ. Mehrere Hausdächer und ein Schulgebäude wurden beschädigt. Insgesamt waren 22 Gebäude betroffen, bei drei davon wurden die Dächer erheblich beschädigt. Verletzte gab es nicht. Der Tornado wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, darunter auch von Mitarbeitern am Flugplatz Siegerland.

Tornado auch im südlichen Siegerland ( WZ-Forum)
Tornado und Gewitter in NRW ( WDR, 13.08.08)
Tornado der Kategorie 1 ( DerWesten, 13.08.08)
Windhose zog über Burbach ( WIEBOLD TVnews, 13.08.08)
Tornados in Deutschland ( n-tv, 13.08.08)

Oberhausen (NW)

 12.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Eine "Windhose" soll Schäden im Bereich des Friedensdorfes in Oberhausen-Schmachtendorf angerichtet haben, Verletzte gab es aber nicht. Dazu aus einer Meldung der WAZ: "Eine Windhose fegte am Dienstag gegen 14 Uhr über das Friedensdorf in Schmachtendorf hinweg. - Das Unwetter dauerte nur Minuten, reichte aber aus, um schwere Schäden am Rehabilitationszentrum anzurichten. Das Dach des Gebäudes, in dem u.a. Bewegungsbad und Turnhalle untergebracht sind, wurde zu etwa einem Drittel zerstört. Die Dachhaut wurde abgerissen, die Isolierung beschädigt, die Attika auf einer Länge von ca. 12 Metern aus der Verankerung gerissen." Auf Grund vorliegenden Videomaterials ist zumindest von einem Downburst (Gewitterfallböe) auszugehen. Mehrere Augenzeugen vor Ort berichten aber von einem Wolkentrichter und es ist möglich, dass zeitgleich ein Downburst und ein Tornado aufgetreten sind.

Tornadoverdacht in Oberhausen-Schmachtendorf ( Skywarn)
Windhose richtet schwere Schäden an ( DerWesten, 13.08.08)

Weilerswist (NW)

 07.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Aachener Zeitung vom 11.09.08: "Besonders negativ - aber nicht überall so extrem spürbar - war die Windböenwalze vor Gewittertief «Birgit» am Donnerstagabend, dem 7. August. Mit Windgeschwindigkeiten bis 91 km/h (Schöneseiffen und Kalterherberg) zog die Unwetterfront von der belgischen Grenze kommend in Richtung Kermeter und Nationalpark. Innerhalb kurzer Zeit flogen Möbel auf den Terrassen durch die Luft, Äste wurden abgerissen und Fenster gingen zu Bruch. Zwischen Heimbach, Zülpich und Weilerswist entwickelte sich hieraus dann eine Windhose, vor der sogar auf der Autobahn A61 gewarnt wurde."

Eifelwetter: Am Wochenende Bodenfrostgefahr ( Aachener Zeitung, 11.09.08)

Westenholz (NW)

 07.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Kreisfeuerwehrverbandes Paderborn: "Um 16.40 Uhr ging ein heftiges Unwetter über dem Delbrücker Ortsteil Westenholz nieder. Neben Starkregen und Hagelschlag zog eine Windhose über die B 64 in Richtung Westenholz. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und umgestürtzte bildeten Gefahrenstellen für den Verkehr. [...] Nach Augenzeugenberichten zog eine Windhose vom Ortsteil Schöning kommend über die B 64 in Richtung Westenholz. Die B 64 mußte kurzzeitig gesperrt werden da die gesamte Fahrbahn durch Laub und Äste unpassierbar war. Äste schleuderten auf eine Scheune am Adlerweg. Auf zahlreichen Straßen stürtzten Bäume um im Ortsteil Westenholz und Lippling. Auch im Ortsteil Schöning galt es zahlreiche Gefahrenstellen zu beseitigen."

Tornadoverdacht Delbrück-Westenholz ( Skywarn)
Unwettereinsätze im Stadtgebiet Delbrück ( Kreisfeuerwehrverband Paderborn)

Bielefeld (NW)

 07.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von teuto-card.de am 07.08.08: "Am Nachmittag des 7. August 2008 ereignete sich gegen 16:15 Uhr ein schweres Unwetter über der Bielefelder Innenstadt. Innerhalb von wenigen Minuten färbte sich der Himmel von Süd-Westen her dunkel wie die Nacht. Blitze und Donner aus allen Richtungen, Starkregen und schwerer Sturm. In einem Streifen von der Detmolder Straße bis zum Ravensberger Park kam es zu schweren Sachschäden. Bäume wurden entwurzelt, schwere Äste fielen auf Autos, die Gleise der Stadtbahn wurden auf der Detmolder Straße teils unterspült. Punktuell kam es im Innenstadtbereich zur Tornado Bildung. ?Plötzlich sah ich wie sich alles nur kreisförmig bewegte, die Gischt des Regens formte einen regelrechten Rüssel, der Pavillion vom Nachbarn flog durch die Luft, ich hörte wie Dachpfannen fielen?, so ein Augenzeuge."

Tornado über Bielefeld ( teuto-card.de, 07.08.08)
Unwetter bringt viel Arbeit ( Presseportal, 07.08.08)
Juli

Aachen (NW)

 28.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. "Etwa um 17:30 Uhr zog ein starkes Gewitter aus der Eifel nach Aachen.Zuerst sah Sie wie eine Cumulonimbus incus aus mit einer schönen Eiskrone, doch etwa 15-20 Min. später entstanden Mamatuswolken. Hinter den Mamatuswolken ging die Wolke sehr steil bergab. Nun war es eindeutig eine Cumulonimbus Mama (Superzelle. Als sie über Aachen war entstahnt ca.5km westlich von Aachen-Brand ein Wallcloud der rotierte. Es bildete sich ein Rüssel (unter dem Rüssel entstanden kleine Wolken und der Rüssel wuchs). Direkt neben Brand kamen Hagelkörner von etwa 1cm Durchmesser runter, sehr starker Sturm und \"Monsunregen\" lissen Gulideckel hoch schiessen ,so dass ein Auto beschädigt wurde,größere Gegenstände flogen durch die Gegend z.B. große Äste, Stühle etc." (Quelle: Skywarn-Onlineunwettermeldung)

Arpe (NW)

 26.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Nach Medienberichten richtet eine Windhose einige Schäden an: "Eine Windhose zog im Hochsauerlandkreis durch ein Zeltlager, in dem sich rund 100 Kinder aufhielten und verletzte dabei fünf Kinder leicht. Zwei von ihnen kamen zur Beobachtung ins Krankenhaus." (Quelle: zoomer.de). Es handelte sich um ein Zeltlager einer Jugendgruppe mit etwa 100 Kindern und 25 Betreuern, das auf dem Sportplatz in Arpe bei Schmallenberg im Sauerland eingerichtet worden war. Etwa ein Dutzend der Großzelte wurden schwer beschädigt. Nach den Aussagen der Betreuer ist ein Tornado als Ursache unwahrscheinlich. Dazu aus dem Sauerlandkurier vom 29.07.08: "Doch von einer Windhose oder Kyrill-ähnlichen Zuständen kann - nach Aussage der Zeltlagerleitung - nicht die Rede sein."

Windhose wütete auf Sportplatz ( HSK aktuell, 27.07.08)
Unwetter verursacht schwere Schäden in NRW ( Ad-Hoc-News, 27.07.08)
Tolle Hilfe für Zeltlager ( Sauerlandkurier, 29.07.08)

Appelhülsen (NW)

bild
 21.07.2008 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 19:00 und 19:05 Uhr MESZ. Ein Tornado richtete Schäden an einigen Gebäuden an. Dazu eine Eilmeldung des WDR: "Windhose deckt Dächer im Raum Nottuln ab - Nach Informationen des WDR-Studios Münster hat eine Windhose am Montag in Appelhülsen bei Nottuln Zerstörungen verursacht. Innerhalb von weniger als zwei Minuten wurden 30 Dächer abgedeckt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei sind noch in der Nacht mit ersten Reparaturarbeiten beschäftigt." Die Schadensspur ist etwa 2 Kilometer lang, anfangs etwa 5 Meter, später im Ort 20 bis 40 Meter breit. Sie beginnt an der Autobahn A43 und führt am westlichen Ortsrand entlang, wo etwa 20 Häuser beschädigt wurden. Zur Uhrzeit meldet das Badische Tagblatt: "Den kurzzeitig, aber weithin sichtbaren Wirbelsturm, der sich aus einem örtlichen Gewitter entwickelte, hatten Autofahrer auf der nahen A 43 gegen 19.00 Uhr der Polizei gemeldet. Anrufe von Anwohnern gingen nahezu zeitgleich bei den Leitstellen ein."

Tornado in Appelhülsen ( Skywarn)
Fotos des Tornados
Karte mit der Schadensspur
Windhose führt zu Verwüstungen im Raum Nottuln ( WZ-Forum)
Windhose wütet in Appelhülsen ( Westfälische Nachrichten, 21.07.08)

Fotogalerie: Windhose wütet in Appelhülsen ( Westfälische Nachrichten, 21.07.08)
Windhose in Appelhülsen beschädigt zahlreiche Häuser ( ad-hoc-news, 21.07.08)
Tornado im Münsterland ( WDR, 22.07.08)
Schneise der Verwüstung nach Windhose in Nottuln ( Badisches Tagblatt, 22.07.08)
Tornado über Nottuln ( n-tv, 22.07.08)
Mehrere 100.000 Euro Schaden in Appelhülsen ( Westfälische Nachrichten, 22.07.08)
Nicht der einzige Tornado ( Münsterländische Volkszeitung, 22.07.08)
Dramatische Szenen in Kleinstadt ( Kölner Stadt-Anzeiger, 22.07.08)
Windhose deckt Dächer ab ( RP Online, 22.07.08)
Fotostrecke: Windhose wütete in Nottuln ( RP Online, 22.07.08)
Tornadogefahr im Land sehr groß ( RP, 23.07.08)

Vlotho (NW)

 11.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Aus einer Meldung des Mindener Tageblattes vom 14.07.08: "Windhose wütet auf dem Golfplatz an Lindemanns Mühle und entwurzelt Bäume - Vlotho-Exter (va). Sturm über Vlotho: Nicht verschont wurde In der Nacht zu Freitag auch der Golfplatz an Lindemanns Mühle in Exter. In einem breiten Streifen wurden dutzende Äste durch eine Windhose abgeknickt, circa 25 Bäume entwurzelt oder zerteilt. Eine Rieseneiche landete auf dem Herrenabschlag Nummer Sechs und zerlegte Ballwaschgerät, Bank und Papierkörbe. Teile einer Trauerweide vom benachbarten Bauern Eikmeier fanden sich in bis zu hundert Metern Entfernung auf dem Golfplatz wieder. Platzwart Ralf Kuckelkorn ließ aus Sicherheitsgründen die Anlage sofort für den Spielbetrieb sperren."

Verdachtsfall Vlotho ( Skywarn)
Windhose wütet auf dem Golfplatz an Lindemanns Mühle ( Mindener Tageblatt, 12.07.08)
65 Wehrleute kämpfen gegen das Gewitter ( Mindener Tageblatt, 14.07.08)

Münster (NW)

 10.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:45 Uhr MESZ. In der "Lokalzeit Münsterland" (19.30 bis 20.00 Uhr) im WDR-Fernsehen war eine Kurzmeldung zu Schäden durch eine (Zitat) "Windhose" bei oder direkt in Münster zu sehen. Es wurden Bilder umgerissener Bäume sowie eines gesamten, "herausgerissenen" (gemauerten) Hausgiebels gezeigt.

Verdachtsfall Münster ( Skywarn)
Tornadoverdacht in / bei Münster ( WZ-Forum)

Baum legt Bahnstrecke lahm ( Westfälische Nachrichten, 11.07.08)
Juni

Lünten (NW),
Alstätte (NW)

 22.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Im Bereich Lünten bis in den Süden von Alstätte gab es erhebliche Schäden. An der Verbindungsstraße zwischen den beiden Orten wurden zahlreiche Bäume beschädigt, entwurzelt oder gebrochen. Die Straße war daher bis in den Abend des 25.06. gesperrt. Am Südrand von Alstätte flog ein Trampolin mit einem Durchmesser von ca. 3,5 Meter weit in ein Feld, Flugrichtung Nordost. Nachbarn sollen hier den Tornado beobachtet haben.

Verdachtsfall Alstätte ( Skywarn)
Windhose in Lünten I ( Wiebold TVnews)
Windhose in Lünten II ( Wiebold TVnews)
Kreis Borken, witterungsbedingte Einsätze am 22.06.2008 ( Presseportal, 22.06.08)
K 18 zwischen Lünten und Alstätte bleibt bis Mittwoch gesperrt ( Presse-Service, 23.06.08)
Golfplatzverwüstung in Alstätte ( YouTube)
Schäden durch die Windhose ( GLC Ahaus)
Mai

Elsdorf (NW)

 29.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:00 Uhr MESZ. Schäden durch eine "Windhose" gemeldet. Dazu ein Augenzeuge: ""Plötzlich sah ich wie sich einige Wolken zu drehen begannen. Kurze Zeit später bildete sich ein schwarzer Schlauch am Horizont, der sich rasend schnell zur Erde bewegte.""

Tornadoverdacht Elsdorf ( Skywarn)

Hottorf (NW),
Erkelenz (NW),
Wegberg (NW)

 29.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11 Uhr MESZ. Schäden innerhalb eines schmalen, langgezogenen Bereiches gemeldet. Aus einer Pressemeldung: "85 Millimeter Niederschlag binnen einer Viertelstunde verbunden mit einer Windhose, die von Katzem und Hottorf aus über Erkelenz nach Wegberg zog, sorgten für vollgelaufene Keller, überflutete Straßenzüge, eingestürzte Dächer, umgeknickte Bäume, Stromausfall und eine Einstellung des Zugbetriebs." (Quelle: Aachener Zeitung). Ein Anwohner in Katzem konnte den Tornadoverdacht nicht bestätigen, auch weitere Untersuchungen vor Ort lassen wahrscheinlich auf einen Downburst schließen.

Tornadoverdacht Hottorf, Erkelenz, Wegberg ( Skywarn)
Schäden in Erkelenz-Holzweiler
Regen stürzt Städte ins Chaos ( Aachener Zeitung)

Hagen (Westfalen) (NW)

 25.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:15 und 18:30 Uhr MESZ. Mögliche Funnelsichtung (trichterförmig) vom Hagener Stadtteil Vorhalle (Kleingartenanlage Funckenhausen) aus in Richtung Nordosten.

Tornadoverdacht Hagen ( Skywarn)
März

Klieve (NW)

 25.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 16:00 Uhr MEZ. Schäden an zwei Dächern durch ein lokales Windereignis unbekannter Art in Anröchte-Klieve. Dazu aus einer Pressemeldung: "Gestern Nachmittag fegte eine Windhose über zwei Häuser in der Kliever Springbergstraße hinweg und deckte die Dächer ab. Gegen 16.01 Uhr ging bei der Anröchter Feuerwehr der Alarm ein. Vier Fahrzeuge und 20 Feuerwehrleute rückten zu den Bergungsarbeiten aus. In unmittelbarer Nähe zu den beiden Häusern war auch eine große Tanne komplett entwurzelt worden. Sie knickte in voller Länge um und fiel auf die Straße, so dass der Verkehr umgeleitet werden musste. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde eine Photovoltaik-Anlage, die im Windkanal lag. Die Feuerwehrleute räumten die Dachpfannen weg und legten die Straße wieder frei. Verletzt wurde niemand. Gestern Nachmittag wurden im Anröchter Gebiet mehrere Windböen wahrgenommen, ?doch so drastische Ausmaße hatte es nur hier?, so Einsatzleiter Thomas Wienecke." (Quelle: Der Patriot)

Windhose deckte gestern Dächer ab ( Der Patriot, 26.03.08)

Halle (Westfalen) (NW)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung des Haller Kreisblattes vom 03.03.08 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Wie schnell sich der Sturm durch besondere Gegebenheiten des Geländes zu zerstörischer Kraft hätte entfalten können, zeigt sich im Staatswald in der Nähe des Hesseltals. 50 bis 60 stattliche Bäume, vor allem Buchen, wurden von der Gewalt einer örtlich auftretenden Windhose umgerissen. Manche der Bäume wurden mitsamt ihrer Wurzelteller aus dem Boden gerissen, andere zersplitterten zu bizarren Monumenten der beeindruckenden Zerstörungskraft der Naturgewalt Wind."

Tornadoverdacht Halle/Westf. ( Skywarn)
Bericht zum Tornadoverdacht Halle
Sturm »Emma« war weitgehend harmlos ( Haller Kreisblatt, 03.03.08)
Dezember
August
Juli

Sundern (NW)

 29.07.2007 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:15 Uhr MESZ. Innerhalb einer 2 Kilometer langen und schmalen Schneise entstanden im Hochsauerland teils erhebliche Schäden. Dazu aus einer Meldung von Dorfinfo.de vom 30.07.07: "Am Sonntagabend gegen 21.20 Uhr fegte eine Windhose über das Wohngebiet am Brandhagen und in der Kalmecke. Dabei wurden besonders an der Maximilian-Kolbe-Straße durch den starken Sog Dächer abgedeckt, Bäume regelrecht abgedreht und Gartenmöbel flogen durch die Luft. Zum Glück kamen keine Menschen zu Schaden."

Tornadoverdacht Sundern (Skywarn)
Vorab-Analyse des Tornadoverdachtsfalls Sundern (Wetterzentrale)
Windhose in Sundern-Stemel (Dorfinfo.de, 30.07.07)
Wer hat die Windhose über Stemel gesehen? (Westfalenpost, 01.08.07)

Ruppichteroth (NW)

 22.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht ganz sicher. Zeitpunkt: zwischen 17 und 18 Uhr MESZ. Funnelsichtung von Huppach aus, dazu ein Beobachter: "das Wetter war freundlich. Zwar nicht durchweg sonnig aber trotzdem schön. Es war nicht übermäßig heiß, die Temperatur lag am Nachmittag schätzungsweise zwischen 25° und 28°C. Später gab es dann einen kurzen Schauer. Über dem Siegtal, welches auf der gegenüberliegenden Seite von der Nutscheid liegt, muß zum selben Zeitpunkt ein kräftiges Gewitter getobt haben, wir konnten jedenfalls einige Erdblitze sehen und Donner war auch zu hören. Der Schauer über Ruppichteroth gehörte auf jeden Fall zu diesem Gewitter und als er über die Nutscheid abzog, waren die hohen CB zu sehen."

Bad Münstereifel (NW)

 10.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Radio Euskirchen meldete eine Windhose: "In Teilen der Eifel und in Bonn hat ein Gewitter am Dienstagnachmittag für verheerende Folgen gesorgt. In Bad Münstereifel und Iversheim deckte eine Windhose zwei Dächer teilweise ab. Dazu gab es in der Region zeitweise heftigen Hagel."

Windhose in Bad-Münstereifel (Wetterzentrale)

Uedem (NW)

 09.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MESZ. Wolkentrichter auf dem Weg von Winnekendonk in Richtung Uedem von mehreren Augenzeugen beobachtet und gefilmt, über Bodenkontakt ist nichts bekannt. Das Gebilde hielt sich insgesamt 5 bis 8 Minuten.

Video des möglichen Funnels
Tornadoverdacht Uedem (Skywarn)

Hünxe (NW)

bild
 03.07.2007 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Ein Autofahrer beobachtete auf der Landstraße L 463 zwischen Voerde und Hünxe im Kreis Wesel, NRW diesen Tornado. An der Frontseite eines Gewitters bildete sich in kurzer Zeit ein Wolkenschlauch aus, der in etwa 250 m Entfernung die Landstraße von SW nach NO kreuzte. Es wurden am Boden Blätter, Staub und kleinere Gegenstände aufgewirbelt. Die Gesamtdauer des Phänomens betrug etwa 2 Minuten.

Tornado bei Hünxe
Juni

Holzlar (NW)

 18.06.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:20 bis 20:30 Uhr MESZ. Fotos des Gewitters und eine Tornadomeldung aus Bonn-Holzlar liegen vor.

Tornadoverdacht bei Bonn

Nordwalde (NW)

 11.06.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ im Kreis Steinfurt, nordwestlich von Münster. Einige Augenzeugen sollen eine Windhose beobachtet haben, die am südlichen Ortsausgang von Nordwalde Schäden an einer Bahnlinie anrichteten. Laut Zeugenaussagen und Aussagen der Ortsfeuerwehr Nordwalde ist dort im Ort auf der Bahnstrecke zwischen Nordwalde und Altenberge eine Windhose aufgetreten, die etliche Vegetationsschäden hinterlassen hat und sogar die Bahnlinie für mehr als eine Stunde lahm gelegt hat.

Todtenhausen (NW)

 10.06.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:45 und 21:00 Uhr MESZ. Nach einer Meldung des Mindener Tageblattes vom 12. Juni 2007 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Minden-Todtenhausen (mt). Eine Windhose hat am Sonntagabend in Todtenhausen großen Schaden angerichtet. Zuvor hatten sich heftige Gewitter hartnäckig im östlichen Stadtgebiet gehalten. Durch ein Gehölz südlich des Heisterholzes in Todtenhausen schlug die Windhose eine geradezu klar markierte Schneise, warf Bäume auf eine Garage eines Grundstücks am Schinkenkamp, zerstörte einen Wohnwagen völlig und zog auch einen VW Multivan stark in Mitleidenschaft."

Unwetterschäden vom Sonntag in Kutenhausen und Todtenhausen (Wetterzentrale)
Mai

Ostenland (NW)

 25.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 bis 14:45 Uhr MESZ. Der lokale Radiosender Radio Hochstift meldete um 15:30 Uhr eine Windhose: "Auf der Straße zwischen Löwendorf und Fürstenau sind mehrere Bäume umgefallen. [...] Auch in Salzkotten, Delbrück, Ostenland und Paderborn-Sande hat es heftige Regenschauer gegeben. In Ostenland gab es sogar eine kleine Windhose, hier sind einige Bäume und Äste umgeknickt."

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Fotos der Schäden (Matthias Straka-Emden)
Unwettereinsätze in Delbrück Ostenland (Feuerwehr Delbrück)

Lengerich (NW)

 25.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Westfälischen Nachrichten vom 25. Mai 2007 soll eine Windhose aufgetreten sein: "An einigen Stellen drehten Windhosen Bäume ab. Ein Baum deckte auf dem Parkplatz neben der Katholischen Kirche ein Auto zu. Zum Glück war es unbesetzt. Am Fahrzeug entstand erheblicher Schaden. Das Wellblechdach einer Scheune am Schniederhook wurde vom Sturm abgedeckt. Am Aldruper Damm im Bereich Schniederhook und Aakämpe stürzten zahlreichen Eichen und Tannen um. Von einer Unterstellscheune wurde das gerade frisch angebrachte Wellblechdach heruntergerissen und landete in der Wiese. Eine Eiche fiel glücklicherweise nicht auf das nahe liegende Haus sondern im Garten und deckte einen Gastank zu. Der Aldruper Damm musste zeitweise gesperrt werden, bis umgestürzte Bäume entfernt und abgeknickte Äste von der Feuerwehr abgesägt waren." Zudem liegt eine Meldung zu einem beobachteten Funnel vor.

Sturzbach überflutete Lengerichs Innenstadt (Westfälische Nachrichten)

Pleiserhohn (NW)

 22.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 17:00 bis 17:03 Uhr MESZ. Ein schweres Gewitter zog über die Stadt Bonn und die Umgebung hinweg, durch extremen Regen und Sturm gab es erhebliche Schäden. In einzelnen Meldungen war von einem Tornado die Rede, konkrete Hinweise auf einen Bodenkontakt eines Funnels gab es im Stadtgebiet aber nicht. Dagegen traten südöstlich von Bonn Schäden auf: "Die Löschgruppe Bockeroth rückte zu einem Schwelbrand in einem Baum in Scheuren aus. Dieses Feuer hatte ein Blitzeinschlag verursacht. Mehrere Einsätze musste die Löschgruppe Uthweiler im Bereich Thelenbitze/Pleiserhohn bewältigen. Hier hatten starke Windböen mehrere Bäume zum Umstürzen gebracht." (Quelle: Feuerwehr Königswinter) Dazu passt die Beschreibung von zwei Augenzeugen, die unabhängig voneinander einen Tornado beschreiben.

Tornadoverdacht Pleiserhohn

Weitere Links zum Unwetter in Bonn:
Starkes Unwetter derzeit über Bonn (Wetterzentrale)
Bericht zum Bonner Unwetter (Wetterzentrale)
Schwere Schäden in Bonn (n-tv, 23.05.07)
Videos des Unwetters (YouTube)

Bedburg-Hau (NW)

 13.05.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Nach einer Meldung des Radiosenders Antenne Niederrhein ist eine Windhose aufgetreten: "Bedburg-Hau: Windhose zog durch Gemeindegebiet. Eine Windhose hat gestern Abend im Gebiet der Gemeinde Bedburg-Hau Feuerwehr und Polizei in Atem gehalten. Bei dem kurzzeitigen Naturereignis entstand lediglich Sachschaden. Menschen wurden nicht verletzt. Nach Angaben der Kreispolizei hatte sich die Windhose bei einem Gewitter im Ortsteil Louisendorf gebildet. Die Schneise sei 25 Meter breit und 6 Kilometer lang gewesen. Auf ihrem Weg in Richtung Schloß Moyland habe sie dann zahlreiche Autos und Dächer landwirtschaftlicher Gebäude beschädigt. Außerdem seien Bäume umgestürzt." Eine Augenzeugin beschrieb, dass sich die Wolken im Kreis drehten.

13.05.2007 - Gemeinde Bedburg-Hau (Skywarn)


Windhose wütet am Niederrhein (Wetterzentrale)
Windhose über Louisendorf (RP Online, 14.05.07)
Fotos der Schäden (RP Online, 14.05.07)
Windhose raste gen Moyland (RP Online, 15.05.07)

Hellenthal (NW),
Sistig (NW)

 13.05.2007 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19 Uhr MESZ. Über eine Strecke von etwa 24 Kilometern im Bereich Hellenthal - Kall-Sistig gibt es teilweise erhebliche Schäden an Gebäuden und in Wäldern. Die Schneise konnte von Losheimergraben bis hinter Urft durchgehend nachgewiesen werden. Als Ursache gilt ein Tornado als sicher. Ob einen Zusammenhang mit einem gemeldeten Tornado in Ostbelgien im Bereich Wereth - Honsfeld - Buchholz - Losheimergraben besteht, ist noch nicht sicher. Dort hat ein Tornado eine viele Kilometer lange und mehrere hundert Meter breite Schneise hinterlassen. Insgesamt würde sich damit eine Schneisenlänge von mehr als 35 Kilometern ergeben. Auch in St. Vieth - etwa 11 Kilometer südwestlich von Wereth - gab es verdächtige Schäden.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Meldung aus Kall / Hellenthal (Wetterzentrale)
Schadensanalyse zum Tornado Hellenthal, Kall-Sistig (Erik Dirksen)
Weiteres Schadensbild aus Buchholz (Belgien)
Erste Schadensbilder Kall-Sistig 13.05.2007 (Wetterzentrale)
Bericht bei Nordeifelwetter.de (Rainer Fink)
Schwerer Sturm wütet über Euskirchen (KStA)
Windhose jagt durch Eifel-Wälder (KStA)
Tornado fegte durch die Eifel (Rundschau)
Tornado hinterlässt Verwüstung (WZ Newsline, 17.05.07)
Hoher Sachschaden durch Windhose (PR-inside.com)
Mini-Tornado wütete in Buchholz (Input Aktuell)

Frohnhausen (NW)

bild
 10.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa zwischen 20 und 20:30 Uhr. In Essen-Frohnhausen wurde in Richtung Mülheim ein Funnel in Form eines langen, dünnen Schlauches beobachtet und fotografiert.

Funnel oder nicht? (Wetter-Board)

Drensteinfurt (NW)

 07.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa zwischen 20 und 20:15 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Westfälische Nachrichten könnte eine Windhose aufgetreten sein: "Mit einem lauten Knall quittierte der Maibaum am Montagabend bei einem heftigen Regenschauer seinen Dienst. Nur zehn Tage, nachdem ihn die Bürgerschützen mit viel ?Tamtam? in die Höhe gezogen hatten. ?Warum der Maibaum umgestürzt ist, kann niemand so genau sagen. Vermutlich wurde er von einer Windhose gepackt und umgeknickt. Fest steht nur, dass er nicht morsch war?, berichtet Heinz Fels, Vorsitzender des Bürgerschützenvereins [...]"

Maibaum quittiert den Dienst (Westfälische Nachrichten)
Februar
Januar

Essen (NW),
Velbert (NW)

 18.01.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Schneisenartige Schäden ziehen sich durch den Essener Süden und den äußersten Norden Velberts. Die Spur führt über eine Länge von rund 7 Kilometern teilweise durch offenes Land, teils durch Wälder; sie reicht von der Laupendahler Landstraße sehr dicht an der Ruhrlandklinik vorbei und durch das Hespertal bis zur Autobahn A44 Velbert-Essen, wo sich unmittelbar an der Stadtgrenze Essen-Velbert eine deutliche Schneise abzeichnet. Betroffen sind verschiedene Nadel- und Laubhölzer. Auch in einer Meldung des WDR wurde über eine Windhose berichtet: "Im Essener Süden und in Ratingen hat eine Windhose tausende von Fichten und Laubbäumen entwurzelt." Eventuell kommen auch zwei getrennte Ereignisse in Frage.

Nach dem Orkan (RP Online)

Gütersloh (NW)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Zeitungsmeldung wurde innerhalb einer etwa 100 Meter breiten und rund 500 Meter langen Schneise der Baumbestand (Schwarzkiefer, Buchen, Eichen, Erlen) vernichtet. Ein Baum stürzte auf ein Wohnhaus und beschädigte dieses schwer. "... Wohnhaus, neben der Tierarzt-Klinik von ... gelegen, steht im Langenholz, dem Wäldchen an der Neuenkirchener Straße vor und hinter der Autobahnbrücke. Nirgends in Gütersloh wirkte das Sturmtief ?Kyrill? derart zerstörend wie dort. Eine Böe, wohl eher eine Windhose, schlug eine 100 Meter breite und 500 Meter lange Schneise durch den Forst. Schwarzkiefer, Buchen, Eichen, Erlen ? sie knickten um wie Streichhölzer. Zu Dutzenden, mit wechselnden Kräften und der Hilfe eines Krandienstes, bemühte sich die Feuerwehr, den Dschungel zu lichten. Am Nachmittag konnte sie zumindest die Neuenkirchener Straße wieder für den Verkehr freigeben."

Orkan Kyrill in Spexard - Mit Karacho getroffen (Heimatverein Spexard)
Bilder nach dem Orkan (Heimatverein Spexard)

Oberdreisbach (NW)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zitat aus der Meldung des Kölner Stadtanzeigers: "Vermutlich war es eine Windhose, die durch das Waldstück oberhalb von Freitags Wohnstatt gefegt war. Sie hatte auf einer Fläche so groß wie rund fünf Fußballfelder bis zu 20 Meter hohe Nadelbäume wie Streichhölzer umgeknickt. In zwei Dächer schlugen die Stämme ein."

Schadensbilanz des Orkansturms Kyrill (much-heute.de)
Eventuell Tornado in Much-Oberdreisbachhöhe (KStA)
Im Wald wird wieder wild gewütet (KStA)
Fotoserie: Waldrodung in Much (KStA)

Dinslaken (NW)

 18.01.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: am Abend. Innerhalb einer Schneise traten teils erhebliche Schäden an Häusern und Bäumen auf, einige Dächer wurden teilweise abgedeckt. Insgesamt wurden fast 20 Häuser beschädigt. Die Schneise war etwa 500 Meter lang und etwa 30 Meter breit. Betroffene Anwohner berichteten über tosenden Lärm und es gab Verfrachtungen. Zusätzlich beschreibt ein Augenzeuge den Tornado vor einer hell erleuchteten Straßenkreuzung.

Bericht aus Dinslaken
Dezember

Düsseldorf (NW)

 08.12.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
In der NRZ wird von einer Windhose berichtet: "Die Feuerwehr sprach sogar von einer "Windhose", die gegen 16 Uhr 40 bis 50 Sekunden gewütet haben soll." In anderen Medien wird nicht von dieser mutmaßlichen Windhose berichtet. Die Feuerwehr Düsseldorf konnte den Bericht nicht bestätigen, zumal die Einsatzstellen flächig über das Stadtgebiet verteilt waren. Der Ursprung der Bezeichnung Windhose für diesen Fall ist noch ungeklärt. Ein Tornado ist in diesem Fall eher unwahrscheinlich.

68 Einsätze durch Sturmschäden (RP Online)
August

Mettmann (NW)

 28.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18 Uhr bis 18:05 MESZ. Funnelbeobachtung von der Ruhrtalbrücke aus in Richtung Südosten. Der sichtbare Schlauch reichte etwa ein Drittel bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden herunter, bevor er aus dem Blickfeld geriet. Ein weiterer Augenzeuge konnte gegen 18:15 Uhr einen Funnel etwa über dem Neandertal beobachten, der etwas bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden herabreichte. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Wülfrath (NW)

 28.08.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 13:50 Uhr MESZ. Schwacher Tornado bestätigt und von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, meist nur leichte Schäden. Einige Bäume wurden am Südrand der Stadt entwurzelt, ein großer Baum ist abgebrochen, einige Dächer wurden meist leicht beschädigt. Das Dach einer Scheune wurde zu zwei Dritteln abgedeckt.

Schadensanalyse des Wülfrather Tornados

Hilden (NW),
Solingen (NW)

 11.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:10 bis 14:15 Uhr MESZ, Trichter östlich bis nordöstlich von Hilden am Rande von Solingen-Ohligs von mehreren Zeugen beobachtet und gefilmt. Bodenkontakt sehr wahrscheinlich. Eine Autofahrerin südöstlich des Autobahnkreuzes Hilden geriet in einen kleinräumigen Wirbel, eventuell demselben, den auch die Augenzeugen beschrieben.

Wallcloud mit Funnel/Tornado in Solingen am 11.08.06 (Stormchaser Online)
Juli

Westhofen (NW)

bild
 30.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Ein Funnelartiges Gebilde wurde beobachtet und auch fotografiert. Ob es sich tatsächlich um einen Funnel oder Tornado handelte, ist nicht geklärt.

Tornadoverdacht bei Westhofen

Delbrück (NW)

 30.07.2006 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: nach einer Zeitungsmeldung gegen 16:45 Uhr MESZ. Eine Schneise erstreckt sich westlich und nördlich von Delbrück über eine Strecke von mindestens 12 Kilometern, sie reicht von Westenholz über Sudhagen, Schöning, Lippling bis nach Steinhorst und Espeln. Es gab erhebliche Schäden an Bäumen und Gebäuden. Ob es sich um einen Tornado handelte, ist noch nicht geklärt. Die Aufräumungsarbeiten der Rettungsdienste dauerten bis zum 02. August an, einzelne Folgeeinsätze gab es noch bis zum 07. August.

Unwettereinsätze im Stadtgebiet Delbrück (Feuerwehr Delbrück)
Fotos der Schäden (Neue Westfälische)
Räumgerät beseitigt Sturmschäden (THW Paderborn)

Werdohl (NW)

 26.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. "Am 20. Mai kippten - wie berichtet - gleich mehrere Buchen nach einer Windhose, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte, von einem Hang am Kettling auf die Plettenberger- sowie am 26. Juli auf die Versestraße" (Zitat aus einer Meldung der Lüdenscheider Nachrichten). Werdohl liegt im Märkischen Kreis.

Buschhütten (NW)

 22.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr, Kreis Siegen-Wittgenstein. Die Windhose wurde aus Buschhütten gemeldet, etwa 8 Kilometer nördlich des Siegener Stadtzentrums. Hier sollen Büsche und kleine Bäume beschädigt worden sein.

Dingden (NW)

 22.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:20 Uhr, Ort: Hamminkeln-Dingden im Kreis Wesel. Einige Anwohner berichten von einer Windhose, eine Analyse der Schäden lässt aber mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen Downburst (Gewitterfallböe) schließen.
Tornadoverdacht in Hamminkeln-Dingden (René Fischer, Wetterzentrale)

Lahde (NW)

 20.07.2006 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:45 Uhr MESZ. Nach großer Hitze zogen an diesem Tag Schauer und Gewitter von Südwesten her über Ostwestfalen und das Weserbergland hinweg. Umgestürzte Bäume wurden von den Feuerwehren im Kreis Minden aus Petershagen, Lahde und Gorspen-Vahlsen gemeldet, darunter auch an der Bundesstraße B482 in Lahde. Hier wurden mehrere fahrende PKW durch umherfliegende Äste beschädigt. Die Fahrer berichteten darüber in einem lokalen Radiosender (Radio Westfalica).

Bericht Tornadoverdacht in Lahde
Bäume auf Fahrbahn, Sturmschäden
Windhose entwurzelt Bäume (Schaumburger Zeitung)
Feuerwehr Lahde (-> Einsätze -> 2006)
Juni

Schönenbach (NW),
Seifen (NW)

 30.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Juni 2006 - Ende Juni soll diese Windhose über Teile Schönenbachs im Oberbergischen Kreis hinweggezogen sein: "Die Windhose Ende Juni zog eine Spur von Schäden durch Schönenbach: - Spurkenbacher Mühle: 50 junge Tannen in der Schonung gegenüber verloren die Krone, ein schwerer Ast der denkmalgeschützten Eiche am Haus zertrümmerte das Dach. - Am Marienhof wurden Dachziegel abgedeckt. - Bei Duisberg kroch der heftige Regen sogar unter die Dachziegel: durch die oberen Zimmer floss Wasser. - Bäume stürzten um bei Kleins an der Rommener Straße und nebenan auf Peters Weide. - Die Zeder von Peter Eichner stürzte auf den Carport und beschädigte das Dach erheblich. -Von Jupps "Dorfeiche" brachen ein schwerer und viele kleinere Äste ab. - Am Haanacker lief ein Keller bis zu den Knöcheln voll. - das junge Gemüse von Helmo war durchlöchert. Es fielen ca. 20 mm Regen pro Quadratmeter in wenigen Minuten, es hagelte schwer, sehr plötzliche und kräftige Böen waren gar nicht lustig." (Quelle: Schönenbach.Info vom 02.08.2006). Auch ein Hochsitz zwischen Schönenbach und Seifen wurde zerstört.

Riesenbeck (NW)

 25.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 21 Uhr MESZ im Landkreis Steinfurt, bei Ibbenbüren. Mehrere Augenzeugen konnten einen Funnel beobachten, sogar ein Handyfoto existiert. Im Bereich Ibbenbüren - Laggenbeck gab es leichte Schäden. Allerdings ist nicht klar, ob sie auf einen Bodenkontakt eines Tornados oder auf weitere Gewitterböen zurückzuführen sind. (Quelle: Wetterstation Mettingen)

Der Funnel/Tornado von Emsdetten/Riesenbeck (Wetterstation Mettingen)
Tornado / Funnel in Ibbenbüren (NRW)?
Zum Tornado-/Funnel-Verdacht Ibbenbüren
Wahrscheinlich kein Tornado/Funnel bei Ibbenbüren
Funnel/Tornado Ibbenbüren bzw. Emsdetten/Riesenbeck

Werne (NW)

 25.06.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:40 Uhr MESZ im Kreis Unna. Die Schneise der bekannten Schäden zieht sich über eine Länge von mindestens 4,5 Kilometer von der Innenstadt Wernes (im Bereich des Bahnhofs) nach Nord-Nordwest über den Stadtteil Schmintrup hinweg und weiter bis an die Grenze zum Kreis Coesfeld. Der Tornado zog nach Angaben eines Augenzeugen knapp westlich an seinem Haus im Kerstingsweg in Schmintrup vorbei. Neben etlichen entwurzelten oder abgebrochenen Bäumen wurden unter anderem zahlreiche PKW und die Aufbauten für ein Beach-Soccer-Turnier beschädigt.

Tornado am 25.06. nördlich von Werne
Karte der Zugbahn
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Wie Mikadostäbe (westline)

Brühl (NW)

 25.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:00 Uhr MESZ. Eine Windhose soll im Stadion und auf der Laufstrecke des 18. Brühler Zwölf-Stunden-Laufes Schäden angerichtet haben. Die Veranstaltung war allerdings zuvor kurz vor dem Ende wegen einer Unwetterwarnung abgebrochen worden.

Fliegende Zelte, Angst im Stadion (Kölner Stadtanzeiger)

Köln (NW)

 25.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 17:15 Uhr MESZ. Eine Windhose soll beobachtet worden sein. (Quelle: Kölner Express)
Mai

Düsseldorf (NW)

 30.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Gegen 10:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud durch mehrere Augenzeugen.

Radevormwald (NW)

 29.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Dieser mögliche Tornado wurde in Radevormwald im Bergischen Land beobachtet. Über Schäden am Boden und damit über den Bodenkontakt eines Wirbels ist aber nichts bekannt. Die Aufnahme entstand gegen 13:30 Uhr MESZ in Radevormwald, genauer im Stadtteil Bergerhof, an der Rückseite eines Gewitters. Das Foto wurde in Richtung Südwesten aufgenommen, der mögliche Trichter befand sich südlich von Remscheid und westlich von Radevormwald.

Foto des möglichen Trichters (Tobias Pesch)

Paderborn (NW)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Dazu diese Meldung der Neuen Westfälischen: "Die schwersten Schäden befinden sich in einem Korridor, der im Südwesten zwischen Salzkotten-Scharmede und Borchen-Alfen begann und sich dann über das Stadtgebiet Paderborn in Richtung Marienloh/Bad Lippspringe erstreckte."
2 Tornadoverdachtsfälle in Ostwestfalen

Werdohl (NW)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. "Am 20. Mai kippten - wie berichtet - gleich mehrere Buchen nach einer Windhose, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte, von einem Hang am Kettling auf die Plettenberger- sowie am 26. Juli auf die Versestraße" Zitat aus einer Meldung der Lüdenscheider Nachrichten. Dazu noch aus einer Meldung der Westfälischen Rundschau: "Ein schweres Gewitter mit Windhose hatte im vergangenen Sommer erst eine 50 bis 60 Meter breite Schneise in den Wald vom Kettling bis hoch nach Neuenrade geschnitten: 1000 Meter "Windwurfschaden" waren damals die Bilanz."

Rietberg (NW)

 20.05.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 16:45 Uhr MESZ. In Westerwiehe wurde eine gemauerte Scheune zerstört und ein angrenzendes Wohnhaus war einsturzgefährdet und damit unbewohnbar, nachdem ein Schornstein durch das Dach ins Haus geschlagen war. Ein Anwohner berichtet, dass er einen Rüssel gesehen hat.
2 Tornadoverdachtsfälle in Ostwestfalen
Einige weitere Infos zum Fall Rietberg
Zeitungsbericht über die Windhose im Kreis Gütersloh
Rietberg-Westerwiehe: Windhose verursacht schwere Schäden! (rietberg.de)
Karte mit Schadensspur durch Westerwiehe
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)

Augustdorf (NW)

 20.05.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 16:40 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Lippischen Landeszeitung waren vor allem der Drosselweg und der Hermann-Löns-Weg sowie das Industriegebiet betroffen. Hier waren zahlreiche Bäume umgestürzt und an Dächern traten Schäden auf. Im Wald hinter dem Hermann-Löns-Weg wurden große Bäume entwurzelt oder ihre Stämme abgebrochen. Im Augustdorfer Industriegebiet wurden zwei Hallen beschädigt. Eine wies ein etwa 8 Quadratmeter großes Loch auf, an der anderen stürzte eine Wand ein. Die Einsätze der Feuerwehr Augustdorf begannen um 16:41 Uhr.

Tornadoverdachtsfälle in Ostwestfalen (Matthias Straka-Emden, wetterstationen.info)

Allagen (NW)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 15:47 Uhr MESZ. Dazu diese Meldung der Feuerwehr Warstein: "Mit dem Stichwort Sturmeinsatz wurde die Löschgruppe Allagen zu den Haarhöfen gerufen, dort hatte eine Windhose ganze Arbeit geleistet, auf einer Länge von mehreren Kilometern wurden Bäume entwurzelt bzw. regelrecht vom Wind abgedreht und mehrere Meter auf die Felder bzw. Fahrbahn geschleudert. Einige Bäume waren mit Wurzeln umgefallen und hatten die Fahrbahn aufgerissen, so dass diese halbseitig gesperrt werden musste. Die Bäume wurden von der Fahrbahn geräumt und der Kreisbauhof wurde verständigt um die Fahrbahn abzusichern. Auch im übrigen Kreisgebiet herrschte der Ausnahmezustand alle Feuerwehren hatten sehr viel zu tun mit umgestürzten Bäumen und sonstigen Sturmschäden. Die Löschgruppe Allagen war mit 25 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen im Einsatz." Die bisherige Untersuchung spricht für einen Tornado. Eventuell setzt sich die Schadenspur bis nach Anröchte fort, wo ein Tennisligaspiel unterbrochen werden musste und neben der Anlage ein Baum entwurzelt und das Eingangstor der Tennisanlage beschädigt sowie ein danebenstehender PKW Totalschaden erlitt. Die Spieler waren allerdings in das Clubhaus geflüchtet und haben das Geschehen nicht direkt beobachtet.

Ostbevern (NW)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Gegen 15:40 Uhr MESZ soll dieser Tornado aufgetreten sein, dazu ein Augenzeuge: "Bei unz zo gegen ca.15.40 uhr eine windhose über das land die hat so eine kraft gehabt das ein fußgenger und sein hund duch die luft geschleudert wurden und duch ein wunder unferlzt bieben."

Wipperfürth (NW)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Kurz vor 15:00 Uhr MESZ. In Medienberichten wird von einer Windhose in Wipperfürth gesprochen, die Schäden lassen mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich auf einen Tornado schließen. Dazu aus Wikipedia: "Am 20. Mai 2006 zog eine Windhose von Peppinghausen über Küppersherweg nach Egerpohl. Dabei wurde in Peppinghausen erheblicher Schaden an Dächern und einigen Fahrzeugen angerichtet. Außerdem wurden fast alle älteren Obstbäume von der Windhose zu Fall gebracht. Glücklicherweise kam kein Bewohner des Dorfes dabei zu Schaden."
Fotos der Schäden (Thomas Schönstein)
Windhose fegt über Wipperfürth (Kölnische Rundschau, 21.05.06)
Tornadoverdachtsfall in Wipperfürth
Schwere Unwetter in Deutschland: Ein Toter (KSTA, 21.05.06)
Sturmtief verwüstete Oberberg (Oberberg aktuell)
Unwetter über Wipperfürth (Feuerwehr Wipperfürth)

Duisburg (NW),
Oberhausen (NW),
Bottrop (NW)

 20.05.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
Zwischen 14:30 und 14:45 Uhr MESZ richtete der Tornado erhebliche Schäden an Bäumen und Häusern an. Die Schneise zog sich von Duisburg (z.B. Paul-Rücker-Str.) quer durch das gesamte Stadtgebiet von Oberhausen und Bottrop bis nach Gladbeck und war damit etwa 20 Kilometer lang. Dabei waren in Gladbeck teilweise dieselben Straßen wie am Vortag betroffen. Bei Bestätigung beider Fälle wäre dies der zweite Tornado in Gladbeck innerhalb von nur 36 Stunden.

Bericht aus Oberhausen von Thomas Sävert
Sturm über Oberhausen (THW Oberhausen)
Unwetter über Nordrhein-Westfalen (KSTA)
WDR-Meldung über Unwetter und Windhose
Bericht aus Gladbeck von Thomas Sävert
Tornado in Gladbeck? - Bericht von Stephan Br.
Aktuelle Stunde meldet Windhose in Gladbeck
Windhose legte auf dem Weg durch die Stadt 50 Bäume um (Der Westen, 24.05.13)

Sonsbeck (NW)

 20.05.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: Zwischen 13:30 und 14 Uhr MESZ. Der Tornado entstand im Kreis Kleve und zog u.a über das Gut Sandfurt auf der Schwarzen Straße in der Sonsbecker Ortslage Balberg hinweg. Die Gebäude selbst blieben unbeschädigt, da der Tornado nur knapp daran vorbeizog. Allerdings wurden zahlreiche, auch ältere und stabile Bäume umgeworfen.

Fotos der Schäden und Bericht von Thomas Sävert

Butendorf (NW)

 19.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Kurz nach 3 Uhr morgens streifte eine kleinräumige Gewitterzelle mit Starkregen und Hagel den Nordrand des Ruhrgebietes. Dabei traten in einer Schneise von Bottrop über die Autobahn A2 durch den Gladbecker Stadtteil Butendorf bis nach Gelsenkirchen Schäden an Bäumen und Dächern auf. Vor allem in Butendorf konzentrierten sich die Schäden auf einen sehr schmalen Bereich und es gab weitere Hinweise auf einen möglichen Tornado.

Fotos der Schäden und Bericht von Thomas Sävert
September

Bökenförde (NW)

 03.09.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Eine "Windhose" soll nach Medienberichten einen PKW zwischen Lippstadt und Geseke ins Schleudern gebracht haben, dieser überschlug sich mehrfach.
August
Juli

Straelen (NW)

 04.07.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Dieser Tornado hat gegen 14 Uhr am Rande der niederrheinischen Stadt Schäden angerichtet, ein Schornstein knickte um, ein Dach wurde abgedeckt, ein Treibhaus beschädigt. Ein Augenzeuge beobachtete, wie "Gegenstände hochgewirbelt und vom Tornado aufgesaugt" wurden.
Juni

Velbert (NW)

 04.06.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Am Abend des 04. Juni zog ein kleinräumiges Gewitter von Westen her ins südliche Ruhrgebiet. Dabei konnten von Velbert aus kurz nacheinander ein Tornado und eine Funnel Cloud beobachtet werden.

Velbert (NW)

bild
 04.06.2005 / Stärke (F0) Bestätigt
Am Abend des 04. Juni zog ein kleinräumiges Gewitter von Westen her ins südliche Ruhrgebiet. Dabei konnten von Velbert aus kurz nacheinander ein Tornado und eine Funnel Cloud beobachtet werden. Die Trichterform des ersten war deutlich ausgeprägt, von einem Bodenkontakt ist auf Grund von Vegetationsschäden und Zeugenaussagen auszugehen. Zu den Bildern.
Mai

Mettingen (NW)

 10.05.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Augenzeuge Andre Hergemöller)
März
Oktober

Kalldorf (NW),
Buchholz bei Stadthagen (NI)

 05.10.2004 / Stärke (F2) Bestätigt
Im Bereich des Weserberglandes gab es erhebliche Vegetations- und Gebäudeschäden. Nach den Untersuchungen handelte es sich um einen einzigen Tornado, der eine mindestens 16 Kilometer lange Spur von Kalldorf und Eisbergen in den nordrhein-westfälischen Kreisen Lippe und Minden-Lübbecke bis Bucholz (hier gegen 19:36 Uhr MESZ) in Niedersachsen (Kreis Schaumburg) hinterließ.

Meldung im Forum der Wetterzentrale
Tornadolage vom 05.10.04 (Matthias Jaeneke im WZ-Forum)
September

Drensteinfurt (NW)

 22.09.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Dieser Tornado richtete gegen 16 Uhr MESZ im Südwesten des Kreises Warendorf Schäden an. In der Bauernschaft Natorp wurden einige Gewächshäuser leicht beschädigt. Vegetationsschäden gab es unter anderem an der Bahnstrecke Münster-Hamm, die zeitweise gesperrt werden musste, sowie an der Landstraße zwischen Drensteinfurt und Sendenhorst. Baumteile wurden teilweise erheblich verfrachtet.

Tornado im südlichen Kreis Warendorf (Wz-Forum)
Einsatzbericht der Feuerwehr Sendenhorst
August

Frechen (NW)

 18.08.2004 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ebenfalls am Abend des 18. August wurde dieser, wahrscheinlich nur schwache Tornado am Rande von Frechen bei Köln beobachtet. Er entstand im Tagebaugebiet, wo keine Schäden gefunden wurden. Es gab aber mindestens drei Augenzeugen.

Bergheim (NW)

 12.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Frank Rinas)
Juli

Monheim am Rhein (NW)

 21.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Armin Opherden)

Straßfeld (NW)

 18.07.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Dieser Tornado richtete an zwei Wohnhäusern am Rande von Straßfeld bei Bonn Schäden an den Dächern an und riss eine Pappel um. Im weiteren Verlauf gab es noch Astbruch und auf einem Feld fanden sich Spuren. Verschiedene Gegenstände sowie Baumteile wurden hunderte Meter weiter transportiert. Zudem gibt es Augenzeugenberichte der Hausbewohner sowie Filmaufnahmen, die den Tornado wahrscheinlich einige Kilometer weiter südöstlich im Auflösungsstadium zeigen.

Schwacher Tornado nördlich von Bonn (Video)
Tornado bei Bonn - Analyse von Matthias Habel
Weitere Schadensfotos von Matthias Habel
Tornado am So in Swisstal bei Bonn
Bericht von Matthias Habel im Forum von Skywarn
Radarbilder zum Tornado Swisstal-Straßfeld
Radarbilder aufbereitet von Matthias Habel

Duisburg (NW),
Oberhausen (NW),
Essen (NW)

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 18.07.2004 / Stärke (F2) Bestätigt
Der starke Tornado richtete von der Stadtgrenze Krefeld/Duisburg über Oberhausen bis in den Norden von Essen zusammen mit einem zweiten Tornado bei Tönisvorst Schäden von etwa 100 Millionen Euro an. Augenzeugenberichte, Videos und Bilder sind vorhanden. Die Stärke wird im oberen Bereich von F2 mit Windgeschwindigkeiten bis etwa 250 km/h eingeschätzt. Die Schneise konnte durch drei Großstädte auf mindestens 23 Kilometer nachgewiesen werden.

Ausführlicher Bericht zum Tornado Duisburg-Essen

Hahnenweide (NW)

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 18.07.2004 / Stärke (F3) Bestätigt
Der starke Tornado richtete bei Tönisvorst im Landkreis Viersen Millionenschäden an. Augenzeugenberichte, Videos und Bilder sind vorhanden. Die Stärke wird mit F3 (ca. 250-300 km/h) eingeschätzt. Die Schneise konnte auf 6 bis 7 Kilometer nachgewiesen werden.

Ausführlicher Bericht zum Tornado bei Tönisvorst

Bucholtwelmen (NW)

 17.07.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Dieser Tornado konnte von Augenzeugen genau verfolgt werden. Er richtete in Hünxe-Bucholtwelmen am Niederrhein leichte Schäden am Dach eines Stallgebäudes an und entwurzelte zwei Bäume. Gegenstände wie Gartenmöbel wurden etwa 100 Meter weiter transportiert.

Kempen (NW)

 17.07.2004 / Stärke (F1) Verdacht
Zwischen Kempen und Grefrath stürzten einige Bäume um und größere Äste mussten von den Straßen geräumt werden. Ob es sich um einen Tornado handelte, ist offen. Dazu aus einer Meldung der Westdeutschen Zeitung vom 19.07.2004: "Lokalbereich Niederrhein. (...) Zwischen Kempen und Grefrath an der L 509n in Höhe Herlingshof ist eine Windhose durch gezogen, die eine Reihe von Bäumen umgeknickt und Äste auf die Fahrbahn geweht hat. Zu drei Einsätzen seien die Mitarbeiter in Grefrath und Kempen-Schmalbroich am Samstag kurz vor 20 Uhr raus gefahren, heißt es aus der Polizeileitstelle."
Juni

Wattenscheid (NW)

 24.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Die Fahrleitung der BOGESTRA war Ende Juni mehrmals das Opfer von stürmischen Winden. Besonders spektakulär war ein Zwischenfall auf der Linie 302 in Wattenscheid. Am 24. Juni warf eine Windhose einen Baum in der Nähe der Haltestelle Centrumplatz um. Der Baum zerstörte im Fallen nicht nur die Oberleitung sondern auch den Einspeisemast. Der Straßenbahnverkehr war bis zum 26. Juni spätnachmittags zwischen den Haltestellen Elbinger Straße und Lohrheidestraße unterbrochen." (Quelle: BOGESTRA)

Monheim (NW)

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 12.06.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Der Tornado wurde von Armin Opherden beobachtet und fotografiert. Der Fotograf suchte in diesem Falle mehrere Tage lang das möglicherweise betroffene Gebiet ab und fand den Schaden in einem kaum zugänglichen Waldstreifen am Rhein.

Fotos des Tornados von Armin Opherden

Düsseldorf (NW)

bild
 12.06.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Dabei bildete sich im Süden von Düsseldorf dieser schwache Tornado, der nicht die typische Schlauchform annahm. Die Untersuchungen dieses Falls in den Wochen danach haben ergeben, dass von einem Tornado ausgegangen werden kann.

Weilerswist (NW)

 09.06.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Zwischen 18:00 und 18:30 Uhr MESZ. Windhose in Weilerswist deckt Teile des Daches eines Industriebetriebes ab; Schäden 100.000 Euro (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden)

Lavesum (NW)

 04.06.2004 / Stärke (F1) Verdacht
Am späten Abend entgingen 30 Kinder in der Jugendfreizeitstätte Hohe Mark bei Haltern-Lavesum (Nordrhein-Westfalen) nur knapp einer Katastrophe. Nach einer späten Wanderung waren die Kinder gerade im Haus, als ein plötzlicher Sturm unmittelbar neben dem Gebäude mehrere Bäume umstürzen ließ. Dabei ist allerdings nicht klar, ob es sich um einen Tornado oder einen Downburst (Gewitterböe) handelte.

Ausführlicher Bericht zum möglichen Tornado von Lavesum
Mai

Duisburg (NW)

 28.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung aus der Rheinischen Post vom 29.05.04: "Mini-Tornado am Masurensee: Zwei Boote, die gestern am Masurensee kurz nach 13 Uhr von einer Windhose erfasst wurden, wirbelten durch die Luft und wurden schwer beschädigt. Der etwa zehn Meter breite Mini-Tornado schleuderte ein rund 100 Kilo schweres Boot rund acht Meter durch die Luft. Das Boot schlug mit der Spitze auf den Rasen und wurde total beschädigt. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Sekunden später hatte sich der Sturm bereits wieder gelegt. Schon vor einigen Jahren hatte eine Windhose an der Sechs-Seen-Platte für einen Wirbel gesorgt"
(ENDE)
September

Blomberg (NW),
Schieder-Schwalenberg (NW)

 22.09.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Tornado mit Downburst bei Blomberg, Schieder-Schwalenberg in den Abendstunden. Stärke T2-3/F1. Kleinere Schäden in einer Wohnsiedlung" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003). Dazu aus einer Meldung des Radiosenders Radio Lippe: "Sturmschäden: Der Herbst hat sich in der vergangenen Nacht im Kreis Lippe stürmisch angekündigt. Besonders in Blomberg und Schieder-Schwalenberg knickten durch den Sturm zahlreiche Bäume um. Die Feuerwehren hatten die ganze Nacht hindurch alle Hände voll zu tun, die Straßen frei zu räumen. Eine Windhose deckte das Dach eines Wohnhauses in Blomberg ab. Das Unwetter wütete in ganz Ostwestfalen-Lippe. Im Kreis Gütersloh riss eine Windböe ein tonnenschweres Carport aus der Verankerung und schleuderte es 20 Meter durch die Luft. Auf der A2 fällte ein Blitz einen Baum, die Autobahn blockierte. Menschen wurden nicht verletzt. Wie hoch der Schaden ist, lässt sich zur Zeit noch nicht sagen."

Am Abend des 22.09. mögl. 3. Tornado im Lkr. Lippe (Wetterzentrale)

Gütersloh (NW)

 22.09.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Vor dem Durchzug einer markanten Kaltfront, die in der Nacht zum 23. September Deutschland von Nordwest nach Südost überquerte, bildete sich in einer vorlaufenden Zelle dieser Tornado, der im Bereich Langenberg, Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh einige Schäden anrichtete. Auch die Autobahn A2 Dortmund - Hannover war betroffen.

Bilder der Schäden und des Gewitters von Benjamin Meinders
"Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld" (Spiegel Online, 23.09.03)
Windhose in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen - Millionenschaden (Kölner Stadtanzeiger, 23.09.03)
August

Sassenhausen (NW)

 09.08.2003 / Stärke (F2) Bestätigt
In den Wäldern südöstlich von Sassenhausen gab es innerhalb einer schmalen Schneise erhebliche Schäden, auch Stammbruch an Buchen trat auf. Die Landstraße L 903 zwischen Puderbach und Richstein wurde von der Feuerwehr Bad Laasphe (Zitat aus Einsatzbericht: "Windbruch nach Windhose") wieder frei geräumt.

Tornado Schadensbericht (mit Fotos) (Michael Weigel, Wetterzentrale)
Feuerwehr Bad Laasphe
Juli

Daseburg (NW)

 27.07.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Trichterwolke bei Daseburg gegen 15:55. Beobachtungslänge 3 min. Trichterwolke wurde hinter einer Böenfront gesichtet. Quelle: Skywarn Hessen." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Gemen (NW)

 21.07.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
In der Schöppinger Bauernschaft Gemen zwischen Schöppingen und Ahaus entstanden erhebliche Schäden entlang einer Landstraße, zahlreiche Bäume stürzten hier um. (Quelle: u.a. Die Superzelle vom 21. Juli 2003 im Münster- und Osnabrücker Land von Sven Lüke, Skywarn)

Eilendorf (NW),
Eschweiler (NW)

 21.07.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Windhose von Aachen-Forst auf der Autobahn A44; Chaos auf der Autobahn, weil beim Durchgang der Windhose rechts und links der Autobahn Bäume abgedreht und umgeworfen werden. Laut Zeitungsbericht haben die Straßenmeisterei und betroffene Autofahrer von einer Windhose gesprochen. Rechts und links der Überquerungsstelle blieben die Bäume an der Autobahn fast unversehrt. An dieser Stelle wurde damals die Autobahn auf 6 Spuren verbreitert. Nach Augenzeugen muss die Windhose große Massen Sand von der ungeteerten Fahrbahndecke angehoben haben, daher waren einige Autos wie sandgestrahlt, andere dahinter hatten nichts abbekommen. In einer Meldung der Aachener Zeitung wird zwei Wochen nach dem Ereignis ebenfalls von einem Tornado berichtet, der durch einen Meteorologen bestätigt wurde. Der Sturm zog von Aachen-Forst über Eschweiler hinweg nach Nordosten.

Bericht eines Augenzeugen in Eschweiler

Köln (NW)

 21.07.2003 / Stärke (F1) Verdacht
"Tornado mit Downburst und lokalen Überflutungen in Köln-Neubrück in den Nachtstunden. Stärke T3/F1. Quelle Wetterzentrale Forum" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)
Juni

Bergisch Gladbach (NW)

 03.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Sehr schwacher Tornado? Beobachtung einer Funnelcloud, aber kein signifikanter Bodenkontakt bekannt. (Quelle: Augenzeuge Dirk Frangenberg)

Schöneseiffen (NW)

 01.06.2003 / Stärke (F1) Verdacht
Schöneseiffen im Landkreis Euskirchen: "Am Pfingstsonntag wurde Schöneseiffen gegen 15 Uhr im Rahmen eines Gewitters von einer Windhose getroffen, die jedoch auf dem freien Feld keinen großen Schaden anrichtete." Quelle: Karl-Josef Linden.
Mai

Heiden (NW)

 02.05.2003 / Stärke (F1) Verdacht
"Tornado mit Downburst in Heiden bei Borken gegen 20:10 Uhr, Stärke T3/F1" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)
Oktober

Stahle (NW),
Holzminden (NI)

 27.10.2002 / Stärke (F2) Bestätigt
Augenzeugen sahen, wie der Rüssel gegen 14:40 Uhr den Boden erreichte. Der Tornado deckte unter anderem das Straßenverkehrsamt in Holzminden ab. Auf einem Firmengelände wurden mehrere LKW-Anhänger verschoben und einer umgeworfen. - Aus einer Meldung des TAH vom 28.10.2002: "Tornado deckt Dach des Straßenverkehrsamtes ab - Kreis Holzminden (29.10.02). ?Das war ein richtiger Tornado? - Bodo Diesener ist noch immer geschockt. ?Er kam von dort?, weist er in Richtung Stahle. ?Und plötzlich bekam der Rüssel Bodenkontakt und kam direkt auf das Gebäude zu?. Das Gebäude ist das Holzmindener Straßenverkehrsamt. Und die Windhose, die sich am Sonntag gegen 14.40 Uhr gebildet hat, ist so stark, dass sie das ganze Dach abdeckt. Doch damit nicht genug. Wenige 100 Meter weiter würfelt der Mini-Tornado tonnenschwere Lkw-Anhänger wie Spielzeugautos durcheinander, ein sechs Tonnen wiegender Sattelauflieger wird umgeworfen. [...] Schneller hat Transportunternehmer Schäfer die Schäden des Tornados aufgeräumt. Nachdem der Wirbelsturm das Straßenverkehrsamt verwüstet hatte, wütete er nämlich auch auf dem Firmengelände an der Bülte in Holzminden. Mehrere Lkw-Anhänger wurden verrückt, ein sechs Tonnen schwerer Sattelauflieger ganz einfach umgeworfen. Umgeworfen haben die orkanartigen Böen auch viele Bäume im Kreis Holzminden und im Kreis Höxter, viele Straßen mussten voll gesperrt werden, bis die Feuerwehren, die im Großeinsatz waren, die Hindernisse beseitigt hatten. Zwischen 14.40 und 24 Uhr zählte die Holzmindener Polizei 24 Einsätze, im Kreis Höxter mussten die Helfer gar 88 Mal ausrücken. Neben umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen waren es vor allem herumfliegende Dachziegel, die eine Gefahr darstellten. Zwei Personen wurden am Sonntagnachmittag verletzt: In Höxter traf ein umstürzender Bauzaun in der Bismarckstraße einen Jungen. Er erlitt leichte Verletzungen. Und in Bodenwerder auf dem Oktoberfest in der Innenstadt wurde ein Schausteller von einer Werbetafel getroffen. Er brach sich das Schien- und Wadenbein. Unverletzt blieb dagegen der Fahrer eines Firmenwagens, der gegen 18 Uhr einen umgestürzten Baum auf der B 64 zwischen Eimen und Wenzen zu spät erkannte. Er fuhr in den Baum hinein, der Wagen wurde stark beschädigt."

Tornado deckt Dach des Straßenverkehrsamtes ab (TAH, 28.10.02)
August

Wachendorf (NW)

 28.08.2002 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MESZ. Ein riesiger Tornado senkt sich für 200 Meter auf den Boden und zerstört Bauernhof und Pferdestall in Mechernich-Wachendorf; Schaden 500.000 Euro; Trümmer auf 500 m Schneise verstreut (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden) - Nach einer Meldung der Aktuellen Stunde im WDR-Fernsehen wurden Bäume entwurzelt und ein Bauernhof stark beschädigt, das Dach abgedeckt, Balken und Wellblech in den Boden gerammt, das Ganze bis 100 m vom Objekt entfernt. - Aus einer Meldung des Kölner Stadt-Anzeigers vom 29.08.2002: "Der Tornado riss ganze Dächer ab und Mauern um - [...] vom Albertinenhof, der rund 500 Meter außerhalb von Wachendorf liegt, erleichtert. Denn am Mittwochabend fegte ein Tornado über den Pferdehof hinweg, am Morgen danach gleicht die ganze Anlage einem Trümmerfeld. [...] ?Als ich die Tür öffnete, sah ich die Katastrophe?, meinte die Pferdefachfrau. Sie ist noch so geschockt, dass sie sich an den genauen Hergang nicht mehr erinnern kann. Klar ist nur Folgendes: Der Tornado riss zunächst das Dach vom Anbau des Stalls und deckte dann den eigentlichen Stall ab. Das ganze Gewirr aus Balken und Eternitplatten flog anschließend zum Wohnhaus, das in rund 50 Metern Entfernung steht. Wo einst das Dach war, arbeiten nun Dachdecker, denn über dem Einfamilienhaus gähnt ein riesiges Loch. [...] Die Pferde der Willeckes stehen nun bei Familie Breuer gleich nebenan. Aber auch dort hat der Tornado zugeschlagen. An einem Schuppen für Traktoren und Maschinen riss er das Dach ab und legte eine Mauer flach. Die Dachabdeckung ist über eine Entfernung von rund einhundert Metern verstreut."

Gestern Tornado bei Mechernich/Nordeifel ? (Wetterzentrale, 29.08.2002)
Der Tornado riss ganze Dächer ab und Mauern um (Kölner Stadt-Anzeiger, 29.08.2002)
Juli

Dorsten (NW)

 31.07.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
"Tornado in Dorsten, Stärke T3" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2002)

Wenningfeld (NW)

 02.07.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19 Uhr. Der Tornado richtete bei Ahaus einige Schäden an. "Die Windhose zog ihre Linie vom Schützenweg zur Baumwollstraße quer durch einen Wald, drehte dort Bäume ab oder fällte hundertjährige Eichen." (Quelle: westline) - Betroffen war der Ort Stadtlohn-Wenningfeld.

Windhose sorgt für Schäden (westline)
Juni

Weilerswist (NW)

 15.06.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
In Weilerswist-Müggenhausen werden Dachteile und Bäume der bekannten Pferdeklinik beschädigt; Windhose wurde von mehreren Menschen beobachtet; Schäden gering (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden)
Februar

Bünde (NW)

 23.02.2002 / Stärke (F2) Bestätigt
Gegen 14 Uhr zog der Tornado über ein landwirtschaftliches Gehöft und dann auf einer 5 Kilometer langen und bis zu 300 Meter breiten Schneise bis zu einer Siedlung, in der mehrere Häuser beschädigt wurden.
Bericht von Friedrich Föst (WZ)
April

Wassenberg (NW)

 30.04.2001 / Stärke (n. bek.) Verdacht
""Squirrels" heißen wir, weil es derer satt und genug in Wasenberg gibt und das für die reichen Wassenberger Wälder sozusagen ein Wappentier darstellt. Alternativ wäre noch "Gravediggers" gewesen, weil wir in unmittelbarer Nähe zum Friedhof spielen, oder aber "Red Sox" aufgrund der roten Asche, die aus ehemals weißen Socken tatsächlich rote macht, oder aber "Tornados", da uns eine beeindruckende Windhose im April 2001 - also unmittelbar vor unserer Gründung - auf dem Sportplatz eine Spielunterbrechung beschert hat." (Quelle: Jülich Dukes)

Namensfindung
Jülich Dukes
August

Geldern (NW)

 20.08.2000 / Stärke (F2) Bestätigt
Nachts gegen 2 Uhr MESZ zog dieser Tornado über Geldern und hier vor allem über den Ortsteil Aengenesch sowie Issum hinweg. Einige Mauern wurden eingerissen und ein Auto, das mit drei Personen besetzt war, wurde durch die Luft gewirbelt. Aus einem Haus wurden nach Presseberichten Möbel "herausgesaugt" (Quellen: Augenzeugen, u.a. Ludger Rodermond, Mark Vornhusen)

Grevenstein (NW),
Wenholthausen (NW),
Herhagen (NW)

 19.08.2000 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 02 Uhr MESZ. Zugbahnlänge ca. 10 km, Breite bis zu 50 Meter, Verlauf von Westnordwest nach Ostsüdost. (Quelle: Bericht von Martin Bücker)
Juli

Weilerswist (NW),
Vernich (NW)

 24.07.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 17:00 Uhr MESZ. Tornado zerstört Hausdach und dreht 3 Pappeln einer langen Reihe an der Erft ab; Orte: Weilerswist, Klein-Vernich (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden). "Dutzende Dächer abgedeckt oder stark beschädigt, Bäume stürzten um, Äste wurden abgebrochen. In Weilerwist wurde ein Bushaltehäuschen 80 Meter weit auf die Fahrbahn der L 194 gewirbelt. In Vernich wurde ein hölzerner Bauwagen von der Windhose emporgehoben und flog mehrere Meter durch die Luft, worauf er bei der Landung ein Gartenhäuschen und einen Swimmingpool beschädigte." (Mark Vornhusen, Kölnische Rundschau)

Windhose in Weilerswist: Dächer abgedeckt (Wetterzentrale)
Berichte über Großtromben in Deutschland 2000 (Mark Vornhusen)

Bad Honnef (NW)

 01.07.2000 / Stärke (F0) Bestätigt
Der Tornado richtete Schäden an, näheres ist aber nicht bekannt (Quelle: Honnefer Volkszeitung).
Juni

Herkenrath (NW)

 05.06.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Kölner Stadtanzeigers vom 08.06.2000: "Chaos nach Windhose. kv Herkenrath - Das Unwetter am Montagabend hat vielerorts deutliche Spuren im Wald hinterlassen. Ganze Äste brachen im Sturm - auf einem Höhenrücken in der Ortslage Breite bei Herkenrath fiel eine [...]"
Mai

Drensteinfurt (NW)

 28.05.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa zwischen 20 und 20:15 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Westfälische Nachrichten vom 08.05.2007 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Ein Schockerlebnis, das die Schützen nicht das erste Mal erleben mussten. Bereits am 28. Mai 2000, dem Sonntag des Bauernschützenfestes, versagte der Maibaum seinen Dienst, als er von einem Sturmwirbel gepackt und umgeworfen wurde. Glück im Unglück damals wie heute: Zu Schaden kam dabei niemand."

Maibaum quittiert den Dienst (Westfälische Nachrichten)
Juli

Düsseldorf (NW)

 05.07.1999 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ein Tief zog von Frankreich nach Norddeutschland. In seinem Bereich gab es heftige Regenfälle, die teilweise gewittrig durchsetzt waren. "Neben den ergiebigen Regenfällen wurden in den frühen Morgenstunden örtlich auch Großtromben beobachtet, die sich im Rheingebiet im Bereich der Kaltfront entwickelten. Eine diesbezügliche Meldung lag aus Düsseldorf vor, wo erhebliche Schäden zu verzeichnen gewesen waren." (Quelle: Berliner Wetterkarte vom 05.07.1999)

Westerwiehe (NW)

 03.07.1999 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. In Rietberg-Westerwiehe wurden in einer etwa 1 km langen und 10 bis 30 Meter breiten Schneise etwa 25 Bäume entwurzelt, die zwei Häuser und einen PKW beschädigten. (Quelle: Martin Hubrig und Haller Kreisblatt, 05.07.1999)
Juni

Dollendorf (NW)

 03.06.1999 / Stärke (F2) Bestätigt
Starker Tornado über Blankenheim-Dollendorf; ein ganzer Straßenzug wird der Dächer beraubt; Mauern umgeworfen und Autos angehoben; weit über 500.000 Euro Schäden (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden)
Oktober

Roxel (NW)

 12.10.1998 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:10 Uhr MEZ. "Im Oktober 1998 muss es gewesen sein, als eine Windhose über Roxel und direkt durch die Dorffeldstraße fegte. Ich sah mir damals aus dem Wohnzimmer eine Jacke an, die vom Supermarkt Bramlage die Straße herunter flog - vermutlich bis zum Trimm-Dich-Wald." (Quelle: Pustekuchen, Pusteblume). Der Tornado hinterließ eine Schneise mit erheblichen Schäden, die von der Straße Im Rüschenfeld südostwärts bis in den Bereich Am Rohrbusch reichte und damit kurz vor der Aotobahn A1 endete.
September

Soest (NW)

 09.09.1998 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: später Abend. Nach einem Bericht des Soester Anzeigers vom 11.09.1999 entstanden vor allem im Herbstweg im Soester Westen Schäden: "Eine regelrechte Windhose zischte durch die Häuser in ihrer Nachbarschaft. "Zwei Minuten lang wirbelten Tische und Stühle durch die Gegend." [...] Nicht besser erging es den Nachbarn an der Märkischen Sraße, wo ganze Bäume entwurzelt worden waren." Betroffen waren außerdem Paradieser Holzweg, Kölner Ring, Jakobitor und Schwefer Straße. An einer Auto-Waschstraße stürzten u.a. mehrere Staubsauger um. Verletzte gab es nicht.

Burgsteinfurt (NW)

 09.09.1998 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: abends. Nach Versicherungsangaben trat dieser Tornado auf und richtete einige Schäden an. Zudem gab es Schäden am Bahnhof. Dazu aus einer Meldung der Ruhr Nachrichten vom 13.10.2011: "Trotz zahlreicher Widrigkeiten - eine Windhose zerstörte beispielsweise das Bahnhofsdach und zog auch "Gleis 13" in Mitleidenschaft."

AWO Burgsteinfurt wird 65 (Ruhr Nachrichten, 13.10.11)

Ledde (NW)

 09.09.1998 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:55 Uhr MESZ. "Trombe zieht auf einer Strecke von ca. 2km NNO-wärts bis zum Staatsforst Habichtswald durch das offene "Tal" der Ledder Aa - Schadensbilanz : ca. 5 Hausdächer, teilweise samt Dachstuhl beschädigt; zahlreiche Fichten, Pappeln, Birken, Eichen, Obstbäume und ein kleines Buchenwäldchen zerstört." (Quelle: Mark Vornhusen). Nach einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 11.09.1999 wurde u.a. auch ein 1,4 Tonnen schwerer Wohnwagen über eine Strecke von etwa 400 Metern durch die Luft gewirbelt und dabei zerstört. Es gab Stromausfälle, der Gesamtschaden betrug mehrere Hunderttausend DM. Verletzte gab es keine. Leede liegt bei Tecklenburg im Landkreis Steinfurt.
Juni

Billerbeck (NW)

 06.06.1998 / Stärke (F2) Bestätigt
Etwa 15 Kilometer von Dülmen entfernt traten bei Billerbeck erhebliche Schäden auf. Augenzeugen konnten den Tornado beobachten. Aus einer Meldung der Münsterländischen Volkszeitung vom 22.07.2008: "Vor zehn Jahren, am 6.6.1998, rückte die Feuerwehr Dülmen aus, nachdem eine Windhose durch Teile Dülmens raste. Wenige Kilometer weiter schlug der Tornado in Billerbeck zu. Augenzeugen zufolge war es heiß und schwül an dem Tag. Gewittrig. Die Wolken hingen tief und schwer, als berührten sie den Dom in Billerbeck. Bis dann eine Wolke zu rotieren begann und sich zu einem umgedrehten Vulkan formte. Noch heute sind Schäden dieses Ereignisses bei der Berkelquelle in Billerbeck zu sehen. Der Tornado richtete in dem Wald bei dem Wanderweg starke Schäden an. Die Zugbahn ist immer noch zu erkennen - viel Buschwerk und Wildwuchs statt Bäume. Auch umliegende Häuser wurden damals in Mitleidenschaft gezogen."

Fotos der Schäden von Stefanie Mueller
Nicht der einzige Tornado (Westfälische Nachrichten, 22.07.08)

Dülmen (NW)

 06.06.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Das Jahr 1998 bringt für die Dülmener Feuerwehren neben den normalen Einsätzen, wie z.B. Brände, Verkehrsunfälle und technische Hilfeleistungen, auch zwei etwas größere Katastrophen (02. Mai ? Hochwasser in Dülmen und 06. Juni ? eine Windhose zieht durch Teile von Dülmen)." (Quelle: Feuerwehr Dülmen) - Aus einer Meldung der Münsterländischen Volkszeitung vom 22.07.2008: "Vor zehn Jahren, am 6.6.1998, rückte die Feuerwehr Dülmen aus, nachdem eine Windhose durch Teile Dülmens raste. [...]"

Nicht der einzige Tornado (Westfälische Nachrichten, 22.07.08)

Uedemerbruch (NW)

 06.06.1998 / Stärke (F1) Bestätigt
Der kleine Ort im Kreis Kleve wurde am Abend von dem Tornado heimgesucht, viele Bäume wurden umgerissen und auch ein Auto schwer beschädigt. Mehr dazu von Sascha Rogmann.

Hünxe (NW)

 06.06.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres zu diesem Fall ist noch nicht bekannt (Quelle: ESWD, Recherche von Martin Hubrig)
Mai

Hagen (Westfalen) (NW)

 06.05.1997 / Stärke (F1) Bestätigt
Am 6. Mai 1997 zog ein relativ schwacher Tornado über die Stadt Hagen, wenige Kilometer südlich von Dortmund, hinweg. Die Schneise zog sich vom Stadtteil Ischeland bis nach Garenfeld. Einige Dächer wurden beschädigt und einige Bäume umgeworfen. Eine Mutter und ihr Kind wurden damals von dem Tornado erfasst, wobei das Kind Verletzungen erlitt. Ein weiterer Augenzeuge beobachtete damals die deutlich rotierende Wallcloud (Quelle: Augenzeugen).

Tornado in Hagen (Facebook)
August

Istrup (NW)

 24.08.1996 / Stärke (F1) Bestätigt
Am Samstagmittag überquerte dieser Tornado Teile von Blomberg-Istrup, östlich von Detmold. Zahlreiche Bäume stürzten um und eine große Menge an Dachpfannen wurde abgedeckt. Eine Fensterscheibe landete etwa 20 Meter weiter auf dem gegenüberliegenden Grundstück. Gleich mehrere Anwohner sahen die "Windhose" auf sich zukommen, Verletzte gab es aber keine. Mehr auch in einer Meldung der Lippischen Landeszeitung vom 26.08.96 (ca. 490 KB), hier klein (ca. 140 KB).
Juli

Uelzen über Unna (NW)

 21.07.1995 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"21.7.1995: Eine Windhose zieht nördlich der Dorfkerne vorbei. Zahlreiche Äste stürzen auf die Heerener Straße. Einige hölzerne Strommasten zur Borgmühl knicken um, so dass die Stromversorgung des Hofes ausfällt. (Festschrift ?Freiwillige Feuerwehr Mühlhausen Uelzen 1909 ? 2009?, S. 42)" (Quelle: Josef Cornelissen, Dorf-Chronik Unna-Mühlhausen/Uelzen - Von den ältesten Spuren bis heute. Unna 2011)
Mai

Warendorf (NW)

 17.05.1995 / Stärke (F1) Bestätigt
"17. Mai 1995: Eine Windhose entwurzelt in Hannover Bäume, reißt Ziegel von den Dächern und beschädigt Autos. Die gleichen Schäden richtet eine andere Windhose im nordrhein-westfälischen Kreis Warendorf an." (Quelle: RZ-Online) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 19. Mai 1995: "Besonders hart traf es Mittwoch abend Hannover und das Münsterland: Windhosen deckten Dächer ab, zerschlugen Fenster, entwurzelten Bäume, beschädigten Autos."

Windhosen in Deutschland (RZ-Online)

Münster (NW)

 17.05.1995 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado westlich bis südwestlich von Münster ist nicht bekannt (Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998)
Dezember

Jössen (NW)

 Jahr 1994 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1994 - "Einige werden sich noch an das Stadtzeltlager in Petershagen-Jössen im Jahr 1994 erinnern. Der letzte Abend im Zeltlager brachte eine keinesfalls geplante Überraschung. Was war passiert? Nach einem sehr heißen sommerlichen Tag zog plötzlich eine Windhose über das Zeltlager. Mehrere Zelte wurden zerstört und einige Jugendliche erlitten einen Schock. Die Windhose beendete damit das Zeltlager einen Tag früher als ursprünglich geplant. Die Teilnehmer werden diesen Abend wohl nicht so schnell vergessen." (Quelle: Feuerwehr Minden)

Presseartikel der Feuerwehr Minden
Juli

Aachen (NW)

 14.07.1994 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado im südwestlichen Nordrhein-Westfalen ist nicht bekannt (Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998)

Paustenbach (NW),
Lammersdorf bei Aachen (NW),
Raffelsbrand (NW)

 04.07.1994 / Stärke (F2) Bestätigt
Die Aachener Nachrichten schrieben damals: "Der Weg der etwa 300m breiten Windhose zog sich von Paustenbach über Lammersdorf bis nach Raffelsbrand und hinterließ vorwiegend in Waldgebieten eine Spur der Verwüstung. Die Bürger in Lammersdorf und Paustenbach waren teils stundenlang ohne Strom, nachdem der Sturm eine ganze Pappelreihe auf eine Versorgungsleitung der RWE geworfen #hatte. Offenbar bildete sich dieser Tornado über dem belgischen Venn. Blatt-und Astmaterial, Gras+Geröll bedecken die Strassen; selbst stählerne Traversen von Hochspannungsmasten wurden umgebogen. Bei Raffelsbrand wurden ganze Flächen von Wald entwurzelt. Auf der Jägerhaus-und Hahnerstrasse mussten umgestürzte Bäume entfernt werden."

Hagel- und Tornadoereignis am 4.07 1994 (Lars Lowinski)
Dezember
Januar

Erle (NW)

 31.01.1991 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Januar 1991 - An der Turmwindmühle in Erle, einem Ortsteil der Gemeinde Raesfeld im Kreis Borken, entstanden erhebliche Schäden: "Im Januar 1991 erhielt die Erler Mühle ein neues Dach, da ein Wirbelsturm große Schäden angerichtet hatte." (Quelle: Erle (Raesfeld))
Mai

Sinzenich (NW)

 09.05.1990 / Stärke (F2) Bestätigt
Windhose zwischen Zülpich-Sinzenich und Zülpich-Bürvenich; Aussiedlerhof zerstört, Dach abgehoben und aufs Feld gelegt, pflügender Bauer mit Traktor umgekippt; Schäden über 100.000 Euro (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden)
Februar

Burgsteinfurt (NW)

 26.02.1990 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 12:08 Uhr MEZ. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Ruhr Nachrichten vom 01.01.2012: "[...] Es war auch ein Abend der Rückbesinnung auf das schlimme Ereignis, das die Gemeinde vor fast 22 Jahren heimsuchte: die teilweise Zerstörung ihres Gotteshauses. 20 Jahre sind seit der Wiedereinweihung vergangen. Walter Timmers, ehemaliger Kirchmeister, erinnerte daran. Eigentlich sollte der 26. Februar 1990 ein Tag närrischer Späße werden. Doch an jenem Rosenmontag kam alles anders. Orkan "Vivian" tobte über Deutschland. Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern waren keine Seltenheit. Martin Wenning, damaliger Kantor, saß gegen Mittag an der Orgel und übte. Er hörte Dachziegel herunterpoltern. Langsam wurde ihm unheimlich zumute und er verließ die Kirche, um Timmers Bescheid zu sagen. Es dauerte ein wenig, bis er ein Telefon zur Verfügung hatte. Währenddessen spitzten sich die Ereignisse zu. Der Glockenturm drohte einzustürzen, worüber die Polizei den Kirchenmeister informierte. Dann passierte es. Die Giebelwand der Rückseite des Turmes wurde vermutlich von einer Windhose erfasst und aus ihrer Verankerung gerissen. Sie stürzte auf das Mitteldach und hinterließ im Innenraum eine beispiellose Verwüstung. Das historische Tonnengewölbe war eingestürzt, dicke Holzbohlen beschädigten die Barockorgel. Wenning war geschockt. Was wäre ihm geschehen, wenn er die Kirche nur wenige Minuten später verlassen hätte? Das Gotteshaus wurde mit einem Investitionsvolumen von 4,7 Mio. Mark wieder hergestellt. [...]"

Festlicher Ausklang (Ruhr Nachrichten, 01.01.12)
Vor 25 Jahren: Orkan zerstört die Große Kirche (Westfälische Nachrichten, 24.02.15)
März

Düsseldorf (NW)

 16.03.1989 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 16:30 und 17:00 Uhr MESZ. In der südlichen Düsseldorfer Innenstadt entwickelte sich gegen 16:28 Uhr während eines außergewöhnlich kräftigen Gewitters mit nussgroßen Hagelkörnern ein Tornado, der eine Schneise der Zerstörung hinterließ. Die Schneise war etwa 5 Kilometer lang und 300 bis 500 Meter breit. Die Schäden beliefen sich auf ca. 50 Mio. DM. - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 18. März 1989: "Millionenschäden bei Unwetter - Düsseldorf. Schäden von nahezu 50 Millionen D-Mark hat ein nur vier Minuten dauernder Wirbelsturm am Donnerstag in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf angerichtet. Der Sturm, der mit Windstärke zwölf durch die Innenstadt raste, war von sintflutartigen Regenfällen und Hagelschlag begleitet. Fünf Menschen wurden leicht verletzt." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

F2-Tornado in Düsseldorf (Armin Opherden)
September

Darup (NW)

 23.09.1988 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Westfälischen Nachrichten zum Tornado in Nottuln-Appelhülsen (21.07.2008) am 23. Juli 2008: "Unter der Überschrift "Starker Sturm hinterließ Verwüstungen" schrieben die Westfälischen Nachrichten in ihrer Nottulner Lokalausgabe beispielsweise in einem Bericht über Feuerwehreinsätze auch etwas über eine Windhose, die am 23. September 1988 aufgetaucht war: "Nachdem orkanartiger Sturm über das Gemeindegeiet gefegt war, stürzten Auf dem Draum zehn Bäume um. Die Löschzüge aus Nottuln und Darupentfernten die Hindernisse. Heinz Stapper, stellvertretender Löschzugführer aus Nottuln, vermutete gestern, dass sich dort eine Art Windhose gebildet hatte, die die größtenteils älteren Bäume zum Umstürzen brachte." Das war damals allerdings nur die Spitze des Eisberges, denn Augenzeugen berichteten, dass in Darup an diesem Tag auch Dächer teilweise abgedeckt wurden und das Dach einer Scheune heruntergerissen worden war." - Aus einer Meldung der Münsterländischen Volkszeitung vom 22.07.2008: "Schon 20 Jahre ist es her, als eine Windhose Darup und Nottuln in Angst versetzte. Das war am 23. September 1988. Eine Daruperin erinnert sich, dass dabei das Dach eines Melkstalls abgehoben wurde."

Fotos der Schäden von Stefanie Mueller
August

Sundern (NW)

 22.08.1987 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 22.08.1987 fegt über weite Teile der Gemeinde Stemwede ein Sturm hinweg, der große Schäden hinterließ. In Haldem waren etliche Bäume, darunter auch einige Eichen, umgeweht. Die Löschgruppe Haldem war 2 Tage im Einsatz, um die entstandenen Schäden zu beseitigen." (Quelle: Feuerwehr Stemwede)

Chronik der Löschgruppe Haldem (Feuerwehr Stemwede)
Juli

Lienen (NW),
Bad Iburg (NI),
Gesmold (NI)

 14.07.1985 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 14.07.1985 richtete gegen 20:00 Uhr ein Gewittersturm, begleitet von einer Windhose, in der Umgebung von Gesmold bei Osnabrück erhebliche Schäden an. Dabei fielen neben erheblichen Waldschäden in Privatwäldern allein im Forstamt Palsterkamp ca. 5.000 Efm Laub- und Nadelstammholz an. Innerhalb der ca. 100 m breiten Asgardsschneise wurden selbst 170jährige Eichen abgebrochen, geknickt, verdreht oder zersplittert." (Quelle: Martin Hubrig: "Schwere lokale Stürme", 1999) - "Gegen 19:30 Uhr brach über dem südlichen Teil des Osnabrücker Landkreises ein Unwetter mit Gewittern und einer intensiven Windhose herein. Auf dem Weg von Lienen über Bad Iburg, Herrenrest und Borgloh kam es zu schweren Gebäudeschäden in Millionenhöhe. Für die Betroffenen wurde ein Spendenkonto eingerichtet." (Quelle: 1150 Jahre Wallenhorst - Menschen, Natur und Geschichte - Eine Chronik.)
November

Bürvenich (NW),
Schwerfen (NW),
Vernich (NW)

 23.11.1984 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 3 Uhr morgens MESZ. Windhose in Zülpich-Schwerfen; 2 km Bodenkontakt an Getreidefeldern nachverfolgt, große Hausschäden und Baumschäden. Der Tornado entstand über Zülpich-Bürvenich und hatte die größten Auswirkungen über
Zülpich-Schwerfen in der Voreifel. In Zülpich.-Virnich fielen Bäume um. (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden). Zahlreiche Augenzeugen konnten den Schlauch im Blitzschein beobachten.

Tornado bei Zülpich
September

Frotheim (NW)

 21.09.1984 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Möglicher Tornado mit Waldschäden erwähnt im Monatlichen Witterungsbericht des Deutschen Wetterdienstes.
Juli

Diestedde (NW)

 11.07.1984 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1985 Aufforstung der Eichenallee Am Abend des 11.Juli 1984 wütete ein schwerer Sturm über Diestedde. Eine Windhose richtete dabei verheerende Schäden an. Ein Maschinenschuppen wurde damals eingedrückt, Stromleitungen rissen, Dachpfannen flogen durch die Luft und viele der mächtigen Eichen des Straßenabschnittes des Alten Diestedder Weges, der im Volksmund Eichenallee genannt wird, wurden mit den Wurzeln aus der Erde gerissen. Etwa 20 der prächtigen 100 Jahre alten Bäume lagen auf der Straße oder in der Böschung, weitere 40 waren stark beschädigt. Viele Diestedder waren traurig, weil die reizvolle Eichenallee für immer dahin war. [...]" (Quelle: Erich-Werner Brüggemann, Wadersloher Weihnachtsbote) - "11.7.1984 Wirbelsturmkatastrophe in Diestedde. Im gesamten Ortsgebiet waren Sturmschäden zu verzeichnen. Am stärksten betroffen war die Eichenallee. Ein Großteil des alten Baumbestandes war umgestürzt. Die Eichenallee musste später komplett abgeholzt und neu aufgeforstet werden." (Quelle: Es brannte..., Feuerwehr Wadersloh)

Düsseldorf (NW)

 27.07.1983 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einem Bericht in der Rheinischen Post vom 04.07.2008: "1983 saßen wir im Garten bei meinem Vater und feierten Geburtstag. Mein Vater wohnte direkt an der Gefängnismauer. Oben auf der Mauer, waren weiße Kuppelfenster. Mit einem Mal kam eine Windhose auf uns zu, diese wirbelte alles im Garten umher. Auch die Hollywoodschaukel wurde hin- und hergerissen. [...] ich sprang förmlich vom Stuhl. Ich hörte ein Krachen und das Kuppelfenster von der Gefängnismauer, hatte meinen Stuhl in den Grund des Boden gestampft. Das komplette Fenster mit Rahmen war von der Windhose aus den Angeln gehoben worden, um völlig unversehrt in den Boden zu schlagen. Nur der Stuhl sah ziemlich zerbeult aus. Ich stand unter Schock und musste laut lachen, dabei war mir durchaus klar - hätte ich da gegessen, wäre ich dabei umgekommen."

Ist unser Tod vorherbestimmt? (Rheinischen Post)
Juni

Bergisch Gladbach (NW)

 05.06.1982 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Bergische Landeszeitung vom 07.06.1982: "Eine Windhose, die über Heidkamp fegte, entwurzelte Bäume und brachte Dächer zum Einsturz."
März

Essen (NW)

 01.03.1982 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach Berichten der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung soll ein Tornado durch den Essener Grugapark und den Stadtteil Bredeney im Süden des Stadtgebietes hinweggezogen sein. Dabei wurden mehr als 40 Dächer beschädigt und zahlreiche Bäume stürzten um. Dazu aus einer Meldung der WAZ vom 03.03.1982: ""das war ein böser Tag für die Gruga!" Auf Gartenbaudirektor Schröders Schreibtisch liegt die Bilanz des Sturms von Montagabend: 38 Bäume wurden in der Gruga entwurzelt, abgebrochen, im Kronenbereich abgeknickt. Den Essener Erholungspark hat es am schwersten getroffen. Meteorologen des Wetteramtes Essen vermuten, daß ein Klein-Tornado Schuld an den Schäden ist, der sich im Bereich der Gruga gebildet und im Raum Bredeney aufgelöst hat. Soche schweren Sturmschäden hat es seit 1945 im Grugapark bisher nicht gegeben."

Tornado in Essen 1982

Hörste (NW)

 01.03.1982 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MEZ. Nach einem Bericht des Haller Kreisblattes vom 02.03.1982 entstand Sachschaden von mehr als einer halben Million DM. Sechs größere Bauernhäuser wurden abgedeckt und zahlreiche weitere Dächer erheblich beschädigt. Dansch bildete sich der Tornado in den Bruchwiesen südlich der Gaststätte Klack in Hörste. Der Tornado zog weiter ostwärts und erreichte seine größte Stärke im Bereich des Gehöftes Flottmann mit Schäden in einer etwa 200 Meter breiten Spur. Dann zog der Tornado weiter zum Tatenhauser Forst und erfasste gerade noch den Pommernweg in Halle.
August

Eil (NW)

 30.08.1980 / Stärke (F2) Bestätigt
Kurz vor Mitternacht (ca. 23:50 Uhr MEZ) zog dieser Tornado über den Kölner Stadtteil Eil im Süden der Stadt hinweg. Der Tornado richtete hier erhebliche Schäden an Häusern, Bäumen und Autos an. Der Zusammenhang zu weiteren Schäden im Gestüt Röttgen (Köln-Heumar) ist nicht ganz klar.

Bericht zum Tornado in Köln-Eil
Juli

Köln (NW)

 09.07.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Kamp-Lintfort (NW)

 08.07.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung der WAZ vom 09.07.1980: "In Sekunden. Auch in Kamp-Lintfort richtete gestern eine Windhose schweren Sachschaden an: Kurz nach 17 Uhr fegte der Wirbelwind plötzlich über den Südwesten der Bergbaustadt weg. Innerhalb von 10 Sekunden entwurzelte er ganze Reihen von Bäumen, deckte Dächer ab und riß Antennen herunter. Auch hier wurden nach Angaben der Polizei keine Menschen verletzt. Bis in die Abendstunden dauerten die Aufräumarbeiten an. Feuerwehrleute befreiten die verwüsteten Straßen mit Motorsägen." (Quelle: Stadtarchiv Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen - Weitere Quellen: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Wattenscheid (NW),
Bochum (NW)

 08.07.1980 / Stärke (F2) Bestätigt
Etwa zwischen 17:00 und 17:20 Uhr MEZ zog dieser starke Tornado etwa vom Sportplatz in Bochum-Eppendorf durch Stahlhausen und Hamme bis nach Riemke, kur vor der Autobahn A43 Wuppertal-Münster. Die Schneise war etwa 7,5 Kilometer lang. Es gab zahlreiche Augenzeugen. Der Tornado richtete erhebliche Schäden an Bäumen und Dächern an. Über Verletzte ist nichts bekannt. In einigen Quellen wird von zwei Tornados in Wattenscheid und Bochum berichtet, es handelt sich aber um nur einen Fall. - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 09. Juli 1980: "Bonn (ND). Eine Windhose hat am Dienstagnachmittag im Norden der BRD-Stadt Bochum im Ruhrgebiet innerhalb weniger Minuten schwere Zerstörungen angerichtet. Auf einem Gebiet von einem Kilometer Breite und drei Kilometer Länge knickte das Unwetter Masten um, entwurzelte Bäume und deckte Dächer ab." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Bochum: Windhose (Hamburger Abendblatt, 09.07.1980)

Bergisch Gladbach (NW)

 02.07.1980 / Stärke (F2) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado gegen 19 Uhr MEZ ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Herne (NW)

 02.07.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado gegen 19 Uhr MEZ ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Mehlem (NW)

 02.07.1980 / Stärke (F2) Bestätigt
Dieser Tornado traf gegen 18:30 Uhr MEZ die südlichsten Stadtteile Mehlem und Rüngsdorf. Dazu der Ausschnitt aus der Chronik der Feuerwehr Mehlem: "Der Abend des 2. Juli 1980 war ein schwarzer Abend für den Mehlemer Norden und Teile von Rüngsdorf. Eine Windhose entwurzelte Bäume und deckte viele Dächer ab. In den betroffenen Gebieten sah es wie nach einem Bombenangriff aus. Mit allen verfügbaren Kräften und mit allen technischen Geräten war der Löschzug die ganze Nacht im Einsatz." - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 04. Juli 1980: "Platzregen, Hagel, Sturm und Gewitter führten im BRD-Land Nordrhein-Westfalen in der Nacht zum Donnerstag zu pausenlosen Einsätzen der Feuerwehr. In Bad Godesberg verwüstete ein Wirbelsturm einen ganzen Ortsteil." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Mai

Recklinghausen (NW)

 24.05.1979 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
August

Brühl (NW),
Vochem (NW)

 06.08.1978 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach einer Meldung des Kölner Stadt-Anzeigers vom 08.08.1978 trat dieser Tornado auf.

Ihmert (NW)

 06.08.1978 / Stärke (F1) Bestätigt
Bei Hemer im Märkischen Kreis. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, die auf Straßen und ein Gebäude sowie eine Garage fielen. Quelle: Feuerwehr Ihmert.
Juni

Recklinghausen (NW)

 23.06.1978 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 11:35 Uhr MEZ. Mehr als 100 Dächer wurden beschädigt, zahlreiche Bäume entwurzelt, Gesamtschaden ca. 2 Mio. DM, es gab 3 Verletzte. Die Schadensspur erstreckte sich über eine Länge von ca. 7 Kilometern und eine Breite bis zu 200 Metern. U.a. wurde ein Wohnwagen über eine 1,80 Meter hohe Mauer geschleudert, ein Auflieger eines Sattelzuges kippte um. Quelle: u.a. "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998 - Weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 24.06.1978: "Eine Windhose, die auf einer Lange von sieben Kilometern und einer Breite von 200 Metern Recklinghausen überquert hat, richtete einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Mark an. Dächer wurden abgedeckt und zahlreiche parkende Kraftfahrzeuge von herabfallenden Gegenständen beschädigt. (ap)"

Windhose über Recklinghausen (Hamburger Abendblatt, 24.06.1978)

Selfkant (NW)

 10.06.1977 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] In einer Arbeit von D. Fuchs werden diese Fälle jedoch als Tornados beschrieben, zu mindestens einem gab es sogar Augenzeugenberichte: "Ein Beobachter berichtete von einer 'spitzen Wolke, die von dem Gewitter herabhing und zeitweise bis zum Erdboden reichte', ein weiterer Augenzeuge beschrieb die geläufige Elefantenrüsselform."" Quellen: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10.

Gerderhahn (NW),
Wildenrath (NW)

 10.06.1977 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MEZ. Länge der Schadensspur: etwa 10 km, Breite in Gerderhahn etwa 200 Meter. "[...] In einer Arbeit von D. Fuchs werden diese Fälle jedoch als Tornados beschrieben, zu mindestens einem gab es sogar Augenzeugenberichte: "Ein Beobachter berichtete von einer 'spitzen Wolke, die von dem Gewitter herabhing und zeitweise bis zum Erdboden reichte', ein weiterer Augenzeuge beschrieb die geläufige Elefantenrüsselform."" (Quellen: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978)

Havert (NW)

 09.06.1977 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus der Geschichte der FF Schalbruch-Havert (Kreis Heinsberg): "Als am 9.Juni 1977 nach einer über den östlichen Teil des Dorfes hinwegfegenden Windhose die Gebäude von Heinrich Stelten und Donners in Havert in Mitleidenschaft gezogen wurden, half die Einsatzgruppe bei den Aufräumungsarbeiten und Reparatur der Dächer."

FF Schalbruch-Havert

Orsoy (NW)

 09.06.1976 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Mai

Bielefeld (NW)

 07.05.1975 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
September
April

Herkenrath (NW)

 20.04.1973 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Kölner Stadtanzeigers vom 07.04.1998: "Von unserem Redakteur Horst Krieger Erftkreis/Bedburg -- Karfreitag vor 25 Jahren. Theo Schurf ist mit seiner Frau vom Gottesdienst zurückgekehrt, als das Telefon klingelt. Eine Windhose hat in [...]"
Juli

Oelde (NW)

 09.07.1972 / Stärke (F1) Bestätigt
"Der Grüne Weg in Oelde war in Höhe der Steinstraße übersät mit Holzteilen. Die Windhose hatte ein von der Firma Stoll genutztes Lagerhaus auf der Rampe des Güterbahnhofes emporgehoben und auf die Straße geschleudert. [...] Am Güterbahnhof wurde ein Holzschuppen durch die Luft und auf den Grünen Weg geschleudert, der in Höhe der Steinstraße dadurch völlig gesperrt wurde. Auf der Warendorfer Straße stürzte ein Baum auf die Fahrbahn. Das ganze Stadtgebiet war übersät von abgerissenen Aesten. Größere Schäden entstanden hier aber nicht." (Quelle: "Die Glocke", 10.07.1972)

Diestedde (NW),
Sünninghausen (NW),
Wiedenbrück (NW)

 09.07.1972 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MEZ. Der Tornado richtete bei Diestedde, östlich von Beckum, erhebliche Schäden an Gebäuden und Bäumen an. Nach kurzer Auflösung/Abschwächung zog er nach Oelde-Sünninghausen: "Dagegen wurde der Ortsteil Sünninghausen heftiger heimgesucht. An der Straße nach Wadersloh wurden zahlreiche Dächer abgedeckt. Am schlimmsten traf es die Anwesen ..., die schwer beschädigt wurden. Starke Schäden trugen auch die Gehöfte ... in der Bauernschaft Wibberich davon." (Quelle: "Die Glocke", 11.07.1972) In Wiedenbrück wurde unter anderem das St.-Vincent-Hospital schwer beschädigt. Nach einem Bericht der Zeitung "Die Glocke" wurden hier mindestens 15 Menschen verletzt. Ein Bauernhaus in Lintel stürzte ein und eine fünfköpfige Familie wurde obdachlos. Hier wurden mehr als 20 Dächer nahezu komplett abgedeckt. Insgesamt wurden 23 Verletzte und Schäden in Höhe von mehreren Millionen DM gemeldet. In der Nähe des Krankenhauses ereignete sich am Lümernweg folgendes: "In der Nähe wurde ein Junge von einer Windhose erfaßt und rund 20 Meter durch die Luft geschleudert." (Quelle: "Die Glocke", 11.07.1972) - "Das ungemein schwüle Wetter, das den ganzen Sonntag über andauerte, entlud sich gegen 17 Uhr in einem tobenden Gewitter, das eine Windhose in seinem Gefolge hatte. Seine größte Kraft tobte der Wirbelsturm am südlichen Stadtrand von Wiedenbrück aus. Vom Haxthäuser Weg wälzte sich das Unwetter über die Lippstädter Straße, den Burgweg, durchs Stadtholz über das St.-Vincent-Hospital und den Patersweg hinweg nach Lintel. Von dort zog es weiter über ein Teilstück von Varensell (Anm.: Ortsteil von Rietberg), riß noch von der Gastwirtschaft Cordto-Krax einige Dachziegel ab und löste sich auf Verler Gemeindegebiet auf. Zurück blieb eine breite Schneise der Verwüstung. Nach der groben Uebersicht, die Polizei und Feuerwehr gestern hatten, brachte der Wirbelsturm zwei Häuser am Lümernweg und am Patersweg zum Einsturz, zerstörte etliche Stallungen, deckte ungezählte Häuser und Scheunen ab und zertrümmerte obendrein alle erreichbaren Fensterscheiben." (Quelle: "Wiedenbrücker Zeitung", 11.07.1972). Die Schäden allein in Wiedenbrück, Linteln und Varensell beliefen sich auf mehr als 10 Millionen DM.

Bericht zum Tornado bei Diestedde

Versmold (NW)

 09.07.1972 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MEZ. Dazu aus einer Meldung des Haller Kreisblattes: "...gegen 16:30 Uhr im Versmolder Raum. [...] Von Peckeloh über Versmold zieht sich eine etwa 2 km breite Schneise, in der z.T. katastrophale Verwüstungen angerichtet wurden. [...] 25 Dächer von Häusern im Stadtgebiet wurden mehr oder weniger abgedeckt. Die Stromleitungen sind an mehreren Stellen unterbrochen, so daß die Stromversorgung weitgehend zusammengebrochen ist. An verschiedenen Stellen sind parkende Fahrzeuge durch umstürzende Bäume zerstrümmert, [...]" Ein Mensch wurde am Stadtpark durch einen umstürzenden Baum verletzt. - "Eine Windhose riß in den Wald zwischen den Orten Peckeloh und Loxten eine acht Kilometer lange und etwa zwei Kilometer breite Schneise und richtete vor allem im Versmolder Stadtpark schwere Verwüstungen an." (Quelle: "Die Glocke", 11.07.1972)

Waltrop (NW)

 27.07.1971 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum unsicher. Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 30. Juli 1971: "Ein Wirbelsturm schleuderte auf einem Campingplatz bei Waltrop (BRD) etwa 20 Wohnwagen in Sekundenschnelle fast 50 Meter weit auf einen angrenzenden Acker. Es entstand Sachschaden von etwa 200 000 Mark." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juni

Niederbachem (NW)

 14.06.1970 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach Recherchen des Generalanzeigers in Bonn trat dieser Tornado bei Mehlem auf. Am Nachmittag wurden urplötzlich eine Menge Dachziegel in die Luft hochgewirbelt und in der Bedachung eines Hauses entstand ein großes Loch. "Nach Umfang und Art des Phänomens und der Schäden kann es sich nur um eine Windhose gehandelt haben."
Dezember

Wadersloh (NW)

 Jahr 1969 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
1960er Jahre; 1969 oder früher, genaues Datum nicht bekannt. "Holzkreuz am Weg zu Gödecke [...] Am Zufahrtsweg von der Bornefelder Straße zum Hof von Hermann Gödecke und Frau Roswitha, geborene Liesemann, befindet sich ein Holzkreuz, das Frau Maria Brakemper im Jahre 1969 aufstellen ließ. Die 1971 verstorbene Hofeigentümerin erhielt den vorher farbig gefassten Korpus von Dechant Soddemann, der ihn in der Sakristei der St.-Margarethenkirche aufbewahrt hatte. An gleicher Stelle stand vorher ein Steinkreuz mit einer Gebetsinschrift. Die Steintafel mit dem Namen der Auftraggeber wird auf dem Hof gehütet: ?Errichtet 1906 von Heinrich Dreckmeier und Marg. Brakemper?. Dieses Kreuz soll in den sechziger Jahren von einem Wirbelsturm zerstört worden sein. Der Grund für seine Aufstellung war in der Fürbitte für die Heilung einer die Familie Brakemper befallenen Krankheit zu suchen." (Quelle: Reinhard Ottensmann)

Bildstöcke und Wegekreuze in Wadersloh (Reinhard Ottensmann)
September

Kredenbach über Kreuztal (NW)

 03.09.1965 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Ein schwarzer Tag für das nördliche Siegerland war der 02.09.1965. In der Nacht zum 03.09. richtete ein Gewitter mit Starkniederschlägen und Orkanböen extreme Schäden an. Die Unwetterberichterstattung nimmt die gesamte Titelseite der SZ vom 03.09.1965 in Anspruch. In der SZ vom 04.09. schreibt man von Millionenschäden, obwohl das endgültige Ausmaß noch nicht abzusehen war. Noch am 07.09. wird diesem Unwetter eine ganze Seite eingeräumt, mit vielen Fotos von den extremen Waldschäden. Rudolf Flender beobachtete kurz vor dem Unwetter starken Luftdruckfall. Er ist der Überzeugung, dass die schrecklichen Verwüstungen Folgen einer Windhose (Trombe) waren, wenn gleich er selbst keine beobachtet hat. Das Unwetter lies Kredenbach rechts liegen." (Quelle: Bürger- und Kulturverein Kredenbach Lohe e.V.)

Rudolf Flender (Bürger- und Kulturverein Kredenbach Lohe e.V.)
Juni

Bielefeld (NW)

 17.06.1965 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 19. Juni 1965: "[...] Orkanartige Stürme tobten auch über weiten Teilen Westdeutschlands. Windstärke 12 und damit Orkan wurde vom Feldberg im Schwarzwald gemeldet. Im Taunus herrschten bei Windstärke 11 Spitzenböen bis zu 108 Stundenkilometern. Eine Windhose im Bielefelder Stadtgebiet richtete einen Sachschaden von einer Million D-Mark an." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Schaumburg-Lippischen Landeszeitung vom 18. Juni 1965: "Windhose über Bielefeld - Bielefeld. Eine Windhose richtete in der Nacht zum Donnerstag im Bielefelder Stadtgebiet nach Schätzung der Feuerwehr einen Sachschaden von einer Million Mark an. Die Windhose deckte Dächer ab, riß Schornsteine und Bäume um und wirbelte Baubuden durch die Luft. Durch die umgestürzten Bäume wurden mehrere Telefon- und Lichtleitungen beschädigt. Schwerer Sturm, ein heftiger Temperatursturz und peitschende Regenschauer ließen gestern den Ausflugsverkehr in der Bundesrepublik im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen. Von der Nordseeküste bis zur Zugspitze rasten Stürme über das Land, die bei Windstärke elf stellenweise Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern erreichten."
Mai

Mülheim an der Ruhr (NW)

 04.05.1965 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 05.05.1965: "Mit einer Geschwindigkeit von rund 100 km/st raste gestern eine Windhose Aber den Flughafen Essen-Mülheim. Mehrere dort abgestellte Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Der Sachschaden wird auf nahezu 100 000 DM geschätzt." (Weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Windhose raste über Flughafen (Hamburger Abendblatt, 05.05.1965)
Juli

Mülheim an der Ruhr (NW),
Holsterhausen (NW)

 10.07.1964 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: später Nachmittag. Aus einer Meldung der WAZ vom 10.07.2014: "Windhose fegt über die Stadt hinweg - 10. Juli 1964: Von einer Windhose, die über die Stadt hinweggefegt sei, wird vor 50 Jahren in der WAZ berichtet. Am Spätnachmittag sei sie - begleitet von starken Böen, Hagel und heftigem Gewitterregen - von Mülheim kommend in West-Ost-Richtung durch Essen gerast und habe eine Spur von abgedeckten Hausdächern, gefällten Bäumen und beschädigten Autos hinterlassen. Besonders schlimm habe es Holsterhausen getroffen. Nur zehn Minuten dauert der Spuk, den man sich offenbar als Miniatur-Version von Sturmtief Ela (Anmerkung: Unwetter an Pfingstmontag 2014 - dies war eine Gewitterfront, kein Sturmtief) vorstellen muss. Pausenlos wird die Feuerwehr informiert, an dreizehn Stellen beseitigt diese akute Gefahren und Verkehrshindernisse. Autos werden von Bäumen begraben, ein Baum landet im Dach der Annenkapelle in Rellinghausen, eine 18-Jährige wird von einer herabstürzenden Dachpfanne leicht verletzt. Auf dem Baldeneysee kentern vier Segelboote, deren Besatzung aber glimpflich davon kommt. Die Feuerwehr zieht drei Boote in den Hafen Scheppen, der vierte Segler zieht seine Jolle selbst schwimmend in den Hafen."

Windhose fegt über die Stadt hinweg (WAZ, 10.07.2014)
August

Moers (NW)

 20.08.1963 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 23. August 1963: "Flog mit Windhose - Mörs. Unverletzt überstand ein Bauarbeiter in Mörs/Niederrhein den "Flug" mit einer Windhose, die ihn meterweit davontrug." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Hiddesen (NW)

 02.08.1963 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 04. August 1963: "Vorerst ist nur in den westlichen Bezirken am Sonntagvormittag mit Gewittern zu rechnen, über Teilen Westfalens ging bereits Freitag abend ein schweres Gewitter nieder. Wolkenbrüche richteten beträchtliche Schäden in der Landwirtschaft an. Ein Bauernhof in Höchste wurde vom Blitz getroffen und brannte ab. In Hiddesen (Teutoburger Wald) wurde eine Ahornallee von einem Wirbelsturm regelrecht abrasiert." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin).
Juli

Osterfeld (NW)

 11.07.1959 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 13. Juli 1959 über Unwetter in Teilen Deutschlands: "[...] Besonders schwere Gewitterschäden gab es im Ruhrgebiet und in Hamburg. Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und Versorgungsleitungen unterbrochen. In Oberhausen-Osterfeld stürzte durch eine Windhose ein unbewohnter Neubau zusammen.[...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Düsseldorf (NW)

 15.07.1957 / Stärke (F1) Bestätigt
In einigen Quellen 16.07. als Datum genannt. Aus einem Bericht zu einem Staubteufel im Freibad Düsseldorf-Benrath im Sommer 1975: "Glücklicher Weise gab es keine Toten, anders als bei dem vergleichbaren Tornado 1957. Damals wurde unter anderem das Dach einer Kirche heruntergerissen, und zwei Menschen kamen um's Leben." (Quelle: Windhosen - Gar nicht so selten) - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 17. Juli 1957: "Kirmes-Theater eingestürzt. Ein heftiger Windstoß brachte am Montagabend beim großen Düsseldorfer Schützenfest ein Kirmes-Theater zum Einsturz. Dabei wurden 36 Personen verletzt. Einer der Verletzten, ein 22jähriger Mann, starb im Krankenhaus. Die hölzerne Vorderfront eines sogenannten Hänneschentheaters, das etwa 100 Zuschauern Platzt bietet, wurde durch einen starken Wirbelwind umgeworfen. Die meisten Besucher kamen mit dem Schrecken davon. Die Verletzten wurden von Feuerwehr und Polizei ins Krankenhaus gebracht." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 17. Juli 1957: "80 Personen begrub ein Besuchszelt bei der Kirmes auf den Düsseldorfer Rheinwiesen unter sich, als es eine Windhose aus seiner Verankerung riß. 36 Personen wurden dabei verletzt. Ein Schwerverletzter starb im Krankenhaus." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
August

Köln (NW)

 25.08.1956 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 26. August 1956: "Zwei Todesopfer in Paderborn - Im Ruhrgebiet viele Verletzte -- Hannover (NZ/ADN), Ein orkanartiger Sturm, der nach bisherigen Meldungen bis zu Windstärke 11 erreichte, tobt seit Sonnabendmorgen über weiten Gebieten Westdeutschlands. [...] Auf dem Kölner Messegelände verwüstete der Sturm ein Jugendzeltlager. Ein großer Teil der 450 Großzelte wurde in die Luft gewirbelt und weggeschleudert. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Herne (NW)

 21.07.1956 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 23.07.1956: "Ein Wirbelsturm hat am Wochenende die Stadt Herne im Ruhrgebiet heimgesucht. Nur drei Minuten dauerte das Unwetter, das großen Sachschaden in der Stadt verursachte. Obwohl zahlreiche Menschen zum Einkauf in der Stadt waren, konnten sich alle retten, indem sie in die Häuser flüchteten. In der Nähe des Bahnhofs wurden auf einer Strecke von fast 800 Metern die Straßenbäume mit ihren Wurzeln aus der Erde gerissen. Mehrere Hausdächer wurden abgedeckt und unzählige Fensterscheiben zertrümmert." - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 23. Juli 1956: "Mit ungeheurer Geschwindigkeit raste am Samstagnachmittag drei Minuten lang ein Wirbelsturm über Herne hinweg. Gleichzeitig tobte über der Stadt ein schweres Gewitter. Es entstand beträchtlicher Sachschaden. Auf der Bundesstraße nach Recklinghausen wurden in der Nähe des Bahnhofs auf einer Strecke von 800 Metern Straßenbäume mit ihren Wurzeln aus dem Boden gehoben, die Dächer mehrerer Häuser abgedeckt, Fensterscheiben zertrümmert und Fensterkreuze herausgerissen. Kamine sackten in sich zusammen, Wellblechgaragen schleuderten durch die Luft und landeten verbeult wieder auf der Erde. Ein abgestelltes Moped flog in die Schaufensterscheibe einer Eisdiele und zertrümmerte sie." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Wirbelsturm über Herne (Hamburger Abendblatt, 23.07.1956)
Oktober

Düsseldorf (NW)

 06.10.1955 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 07. Oktober 1955: "Windhose über Düsseldorf - Eine Windhose von etwa 60 bis 80 Meter Durchmesser ging am Donnerstagnachmittag über Düsseldorf-Lohausen hinweg. 60 bis 80 Gebäude wurden zum Teil schwer beschädigt, mehrere Bäume wurden ausgerissen. Der Luftwirbel entwickelte im Zentrum Geschwindigkeiten bis zu 80 km/st." (Weitere Quellen: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 sowie Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976)
Dezember

Minden (NW)
[Region: Kreis Minden]

 21.12.1954 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Abends / Nacht zum 22.12.1954. Aus einer Meldung zu Winterstürmen in West- und Mitteleuropa: "Im Kreis Minden warf eine Windhose eine sechzigjährige Frau zu Boden, die später dort tot aufgefunden wurde." (Quelle: Neues Deutschland, 24. Dezember 1954 (Jahrgang 9, Ausgabe 301), Seite 1; recherchiert von der Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Bremer Nachrichten vom 23.12.1954: "In Ostwestfalen / Lippe, vor allem im Teutoburger Wald, richtete der von kurzen Wintergewittern begleitete Sturm erhebliche Waldschäden an." - Aus einer Meldung der Bremer Nachrichten vom 24.12.1954: "Im Kreis Minden wurde eine 60jährige Frau von einer Windböe zu Boden geworfen und später dort tot aufgefunden."

Detmold (NW)
[Region: Lipper Land]

 04.12.1954 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 06. Dezember 1954 zu Unwettern in Norddeutschland: "[...] Im Lipper Land zerstörte eine Windhose Licht- und Telegrafenleitungen und richtete Schäden in den Wäldern an. [...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek) - Aus einer Meldung der Bremer Nachrichten vom 06.12.1954: "Über das Lipper Land raste eine Windhose hinweg und zerstörte mehrere Überlandmasten."
Juli

Essen (NW)

 27.07.1953 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: Raymund Windolf)
Juni

Marl (NW)

 14.06.1952 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: Raymund Windolf)

Mülheim an der Ruhr (NW)

 12.06.1951 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 14. Juni 1951: "Schwere Gewitterschäden - Hamburg (ADN). Schwere Gewitter entluden sich Mittwoch morgen über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. In Pinneherg wurde die Strom- und Wasserversorgung lahmgelegt, in Mülheim (Ruhr) verursachte eine Windhose mehrere Hunderttausend Westmark Sachschaden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Quelle zu diesem Fall: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Dezember

Dülmen (NW)

 Jahr 1949 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1949. Eine "Windhose" hat mindestens eine Scheune zerstört: "Bei der Gratulation sprach Pfarrer Borghoff noch mahnende Worte. Pfarrer Borghoff: "Herr Schulze-Kalhoff, war das denn notwendig in diesem Jahr, wo doch die Scheune von einer Windhose zerstört wurde?" Bernhard Schulze-Kalhoff: "Här Pastor, danke schön owe dat eene will ik jue säggen, ik häff miene Schuer ähr wieer ant stoon es ji uere Kiärk. Die Scheune wurde 1949 neu erbaut, mit der Kirche dauerte es länger." Ob es an den mahnenden Worten von Pfarrer Borghoff gelegen hat, kann nicht beurteilt werden. Mit einem schweren Gewitter klang ein schönes Schützenfest aus." (Quelle: Dernekämper Schützenverein)
Oktober

Velbert (NW)

 26.10.1949 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Am 26./27. Oktober zog ein Sturm-/Orkantief von England nach Südschweden. In vielen Teilen West- und Mitteleuropas gab es erhebliche Schäden sowie zahlreiche Tote und Verletzte. Gegen 18:30 Uhr zog dabei ein lokaler Sturm über Velbert-Langenberg hinweg. Dabei stürzten zwei der drei 50 Meter hohen Masten des Senders Langenberg um. Die genaue Ursache und der Ablauf sind unbekannt.
Juni

Bönninghardt (NW)

 10.06.1946 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum: 09. oder 10.06.1946. "1945 durch Artilleriebeschuss beschädigt, stürzte Pfingsten 1946 der Turmhelm nach einer Windhose auf das Kirchendach. Der Wiederaufbau führte zu einer Vereinfachung des Turmabschlusses." (Quelle: [url=http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5257/teil3.pdf]Verzeichnis der evangelischen Kirchenneubauten im Rheinland 1860-1914, 1927)

[url=http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5257/teil3.pdf]Verzeichnis der evangelischen Kirchenneubauten im Rheinland 1860-1914, 1927 ([url=http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/]DuEPublico)
Dezember

Sankt Tönis (NW)

 Jahr 1940 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Ein orkanartiger Wirbelsturm entwurzelt im Forstwald ein Waldgebiet" Quelle: St.Töniser Jahreszahlen - Spiegel. St. Tönis liegt im Kreis Viersen im Westen Nordrhein-Westfalens. - Möglicherweise gehören die Schäden in Krefeld und in St.Tönis zu einem Fall.

Krefeld (NW)

 Jahr 1940 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1940 - "Die Kirche war zwar vom Krieg verschont geblieben. 1940 deckte allerdings eine Windhose das Dach ab. Notdürftige oder unsachgemäße Reparaturen führten langfristig zu Wasserschäden, die jetzt dringend behoben werden müssen." Westdeutsche Zeitung, 19.08.05) - Möglicherweise gehören die Schäden in Krefeld und in St.Tönis zu einem Fall.
November

Harpen (NW)

 14.11.1940 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Die Turmspitze der St.Vinzentius-Kirche in Bochum wurde im Jahr 1940 von einem "Wirbelsturm" fortgerissen: "Auch am Kirchturm - einem ehemaligen Wehrturm aus der Zeit vor 1000 - hatten die vergangenen Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Er wurde im Jahre 1876 erneuert und blieb bis 1940 unversehrt. In diesem Jahr fiel die Turmspitze einem Wirbelsturm zum Opfer. Erst 1952 wurde der Turm repariert und als Giebelturm mit Dachreiter umgestaltet." Quelle: St. Vinzentius-Kirche. Das Ereignis war nach ersten Recherchen Teil eines großflächigen Orkans mit erheblichen Schäden im Westen und Norden Deutschlands, wobei es durchaus möglich ist, dass im Bereich des Orkantiefs auch einzelne Tornados auftraten.

Herz Jesu damals und heute
August

Münster (NW)

 22.08.1938 / Stärke (n. bek.) Plausibel
"Am 22.8. wurde das Gehöft des Kameraden Bernhard Giesbert von einem Wirbelsturm getroffen. Die Dächer der Wohn- und Wirtschaftsgebäude wurden schwer beschädigt und sonstiges Unheil angerichtet. Der fünfte Löschzug wurde alarmiert, der die Allzuneugierigen vom Gehöft fernhielt und für die notdürftige Bedachung sorgte." (Quelle: Auszug aus dem Dienstbuch des Löschzugs Gievenbeck der Freiwilligen Feuerwehr Münster.)
Juli

Kessel (NW)

 13.07.1938 / Stärke (F1) Bestätigt
Datum unsicher. Tornado bei Kleve am Niederrhein, Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho".
September

Peckeloh (NW),
Versmold (NW)

 15.09.1937 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung des Völkischen Beobachters (Berlin) vom 18.09.1937 und aus der Rheinisch-Westfälischen Zeitung (Essen) in der Morgen-Ausgabe vom 18.09.1937: "Windhose über dem Teutoburger Walde - Bericht aus Bielefeld vom 17.9.37. Von der Windhose seinen die NW-Abhänge des Teutoburger W. betroffen, bes. die Gemeinde Versmold im Kreise Halle und die Nachbardörfer. Im Bericht kommt auch der Ausdruck "Sturmwind" vor. Es seien Dächer von massiven Häusern abgetragen, Hauswände eingedrückt, Fensterscheiben zertrümmert, Obstgärten verwüstet in fast allen Besitzungen. Bes. betroffen sei das Haus des Bauern Potthof in Peckeloh und Stahl in Versmold. Ein Trichter wird nicht erwähnt. Die Windhose hat an verschiedenen Stellen Wirbelstürme entfesselt, jedenfalls alles zerstörend." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Nienberge (NW)

 15.09.1937 / Stärke (F1) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Starke Windhose in den nordwestlichen Vororten der Stadt Münster (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Tornado in Münster 1937
Januar

Düsseldorf (NW)

 10.01.1936 / Stärke (F4) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Der sehr starke Tornado zog über Neuss, Heerdt und Oberkassel hinweg, hier richtete er erhebliche Schäden an. Dabei kamen 2 Menschen ums Leben, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt.

Tornado in Düsseldorf 1936
Oktober

Neuss (NW)

 10.10.1935 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 11.10.1935 zum Orkan im Westen Deutschlands am Vortag: "Durch eine schwere Sturmböe wurde besonders in Neuß großer Schaden angerichtet. In einer am Ausgang der Stadt an der Kölner Landstraße gelegenen Siedlung wurden mehrere Dächer abgedeckt. Ein 50 Meter langes Dach einer umgebauten Baracke wurde von dem Sturm in die Luft gehoben und eine Strecke weit fortgetragen. Straßenlaternen und Bäume wurden umgeknickt. Sechs Familien sind obdachlos geworden. Mehrere Personen trugen Verletzungen davon. Drei durch herabfallende Balken verletzte Kinder fanden Aufnahme im Krankenhaus. Auf der Straße zwischen Neuß und Grimlinghausen wurden von der Gewalt des Sturmes die die Straße einsäumenden Pappeln auf einer Strecke von etwa 500 Meter entwurzelt. Ein Mann im Alter von 33 Jahren und ein etwa zehnjähriger Junge, die hier Holz sammelten, wurden von den umstürzenden Bäumen und herabbrechenden Aesten erschlagen. In einer chemischen Fabrik an der Kölner Landstraße brachte der Sturm einen großen Fabrikschornstein zum Einsturz. Glücklicherweise ist hier niemand verletzt worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Velbert (NW)

 10.10.1935 / Stärke (F2) Bestätigt
Durch diese "Windsbraut" - wie sie am folgenden Tag die Langenberger Zeitung bezeichnete - wurde der ca. 165 Meter hohe Sendemast auf dem Hordtberg in Velbert-Langenberg zwischen 13:00 und 13:30 Uhr MEZ verdreht und komplett zerstört. Die Trümmer lagen weit verstreut. Glücklicherweise fielen die tonnenschweren Trümmer nicht auf die Stadt selbst. Rund um den Berg war beim Einsturz in mehreren Orten ein leichtes Beben zu spüren. Weitere Schäden gab es bei einem Giebeleinsturz eines Gebäudes und erhebliche Vegetationsschäden mit Totalschäden an Buchen und Eichen. Die Schäden lassen auf einen Tornado der Stärke F2-F3 schließen.

Tornado in Langenberg 1935
September

Niederbachem (NW),
Mehlem (NW),
Königswinter (NW)

 15.09.1935 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19 Uhr MEZ. "[...] aus Mehlem werden ebenfalls große Schäden gemeldet. Auf der Koblenzer Straße drehte der Sturm schwere und alte Bäume ab, dicke Äste wurden wie Blumenstengel geknickt. Auch die Oberleitung der Bahn Bonn-Mehlem wurde beschädigt. [...]" (Quelle: Generalanzeiger Bonn vom 16.09.1935; weitere Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

Bielefeld (NW)

 15.09.1935 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.09.1935: "Eine verheerende Windhose - 400 Zentner schweres Dach fortgetragen - Bielefeld, 16. Sept. In der fünften Abendstunde des Sonntags wurde Bielefeld von einem gewaltigen Sturm überrascht, der auf seinem Wege über das Stadtgebiet an den Häusern und in den Baumbeständen beträchtlichen Schaden anrichtete." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornado in Bielefeld 1935

Recklinghausen (NW)

 19.09.1934 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.09.1934: "In Röllinghausen bei Recklinghausen hat ein von einem Gewitter begleiteter Wirbelsturm großen Schaden angerichtet. 24 Gebäude wurden schwer beschädigt; bei zwei Häusern sind die Dächer eingestürzt. Außerdem wurden zahlreiche Bäume entwurzelt und Drahtleitungen abgerissen."
Juni

Lopshorn (NW),
Hiddesen (NW)

 30.06.1934 / Stärke (F1) Bestätigt
"Eine aus westlicher Richtung kommende Windhose quert den Osning von Lopshorn nach Hiddesen bei Detmold und richtet viel Unheil an" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976).
Juli

Aachen (NW)

 19.07.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Aachen, O nach W", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni

Sankt Jöris (NW),
Eschweiler (NW)

 25.06.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"St. Jöris (Rh.), Eschweiler, b. Aachen-Merzbrück", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Kohlhagen (NW)

 17.06.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
In Kirchhundem-Kohlhagen, nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Fall eventuell identisch mit dem Fall Magdeburg.

Rheda (NW)

 17.06.1933 / Stärke (F1) Bestätigt
"1933 - Ein Unwetter unterbrach das Schützenfest. Gefeiert wurde in diesem Jahr auf dem Hof des Schützenbruders Konrad Verhoff. Das Fest begann am Samstagabend mit dem traditionellen Zapfenstreich. Bei strahlendem Sonnenschein nahm das Fest am nächsten Tag, wie in den Vorjahren auch, seinen gewohnten Fortgang. Doch schon bald schauten die Schützen mit sorgenvoller Miene zum Himmel. Der Wettergott hatte diesmal wohl kein Einsehen mit den Bauernschützen. Eine schwarze Wolkenwand türmte sich auf und stürmte rasend heran. Doch so schlimm wie es dann kam, hatten die Schützen das Unheil wohl doch nicht erwartet. Ein Wirbelsturm wütete an den Zelten und zerstörte sie. Da blieb den Schützen keine Wahl, als das Fest abzubrechen." (Quelle: Bauernschützen Rheda)

1933 - Ein Unwetter unterbrach das Schützenfest (Bauernschützen Rheda)
Dezember

Hamminkeln (NW)

 Jahr 1932 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1932. Eine Windmühle in Hamminkeln wurde zerstört: "1932 zerstörte eine Windhose die "Windrose". Eine Reparatur wurde nicht mehr vorgenommen. Stattdessen wurde auf elektrischen Antrieb umgestellt." Quelle: Windmühle Weßling.
August

Overath (NW)

 30.08.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Overath 20 km v. Hömel in NW-Richtung", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juli

Münster (NW)

 06.07.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 07.07.1932: "Windhose über Münster. Münster, 7. Juli. Während eines Gewitters, das sich gestern über der Stadt entlud, bildete sich plötzlich eine Windhose, die im Zentrum der Stadt auf dem Servatiplatz sieben etwa 20 Meter hohe Bäume entwurzelte und die Dächer der umliegenden Häuser abdeckte. Menschen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Die Katastrophe vollzog sich in wenigen Minuten, die Windhose bewegte sich dann nach dem Osten, wo gleichfalls mehrere Häuser abgedeckt und einige Bäume entwurzelt wurden." Am selben Tag erschien eine fast gleich lautende Meldung in der Freiburger Zeitung, wobei hier von 40 Meter hohen Bäumen die Rede war.
Mai

Mülheim an der Ruhr (NW)

 16.05.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Wirbelsturm" (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg). Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.05.1932: "Mülheim an der Ruhr. Ein am zweiten Pfingstfeiertag nachmittags hier niedergegangenes Unwetter richtete schwersten Schaden an. Die ganze Obstbaumblüte ist vernichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg
Juni

Plettenberg (NW)

 17.06.1931 / Stärke (F3) Bestätigt
Am späten Nachmittag (gegen 17:15 Uhr MEZ) zog dieser starke Tornado im Sauerland von Meinerzhagen über Herscheid, Birkenhof, Köbbinghausen, Holthausen, die Oberstadt und dem Dingeringhauser Weg bis zum Grünetal. Insgesamt forderte der Wirbelsturm 2 Tote und 40 Verletzte.

Tornado Plettenberg 1931
Der Wirbelsturm im Elsetal am 17. Juni 1931 (Horst u. Stefan Hassel)
Wirbelsturmkatastrophe am 17.Juni 1931 (Alt-Plettenberg)
Firmengeschichte A. Vieregge im Elsethal
April

Gronau (NW)

 26.04.1930 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado zog von Losser in den Niederlanden nach Gronau. (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Dezember

Aachen (NW)

 Jahr 1929 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1929 - "Das früh entfaltete Talent erregte dort das größte Aufsehen. Kaum dem Knabenalter entwachsen, wurde er im J. 1829 als Schüler in die Düsseldorfer Akademie mit Gewährung eines Stipendiums aufgenommen. Die Vermögensverhältnisse der Eltern waren inzwischen durch Unglücksfälle aller Art sehr geschmälert. Haus Diepenbend wurde durch eine Windhose vollständig zerstört und das übrige heimathliche Besitzthum ging in fremde Hände über. Die Eltern verließen Aachen und siedelten nach Wetter an der Ruhr in Westfalen über, wo der Vater eine Stellung als Buchhalter bekleidete. Diese Veränderung im [256]Leben der Familie traf zusammen mit dem Eintritt Rethel?s in die Akademie." (Quelle: Allgemeine Deutsche Biographie: Rethel, Alfred, ADBRethel, Alfred - Wikisource) Das Haus Diepenbend befand sich im heutigen Aachener Stadtteil Steinebrück, wo noch heute die Stauanlage Diepenbenden zu finden ist.

Püttenbeck (NW)

 Jahr 1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1928 - Aus einer Meldung der Ibbenbürener Volkszeitung: "An einem Nachmittag des Jahres 1928 gab es ein Gewitter. Die 15-jährige Mia und der achtjährige kranke Hermann waren allein im Haus im Schlafzimmer. Es wurde immer finsterer. Auf einmal, so erzählte Mia, war es im Zimmer feuerrot. Es gab einen fürchterlichen Knall und die Haustür sprang auf. In ihrer Angst riss Mia den kleinen Bruder aus dem Bett und trug ihn ins Wohnzimmer nebenan. Zum Glück war der Heuermann im Stall, eilte herbei und tröstete die Geschwister. Eine Stunde später kamen die Eltern vom Krankenhausbesuch zurück und erschraken beim Anblick des Hauses. Der Ackerwagen war durch eine Windhose umgeworfen worden, mit den Rädern nach oben. Die meisten Dachpfannen waren heruntergefallen und viele Fensterscheiben zerstört. Die beiden Kinder liefen den Eltern entgegen und erzählten, was geschehen war.
Juli

Schweicheln (NW)

 28.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 31.07.1928: "Ein Wirbelsturm deckt 20 Häuser ab. Sonnabend mittag wurde die Gemeinde Schweicheln an der Strecke Herford-Löhne-Hannover von einer Windhose heimgesucht, die in Begleitung eines Gewitters hereinbrach. Hunderte von alten Bäumen wurden entwurzelt. Der schwerste Schaden wurde in der Gemeinde selbst angerichtet, wo über 20 Häuser völlig abgedeckt wurden. In verschiedenen Häusern stürzten infolge des zugleich niedergehenden wolkenbruchartigen Regens die Decken ein, doch wurde niemand verletzt. Auch auf den Feldern wurde großer Schaden angerichtet." - Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.08.1928: "Ein Wirbelsturm deckt 20 Häuser ab. Die Gemeinde Schweicheln an der Strecke Herford-Löhne-Hannover wurde von einer Windhose heimgesucht, die in Begleitung eines Gewitters hereinbrach. Hunderte von alten Bäumen wurden entwurzelt. Der schwerste Schaden wurde in der Gemeinde selbst angerichtet, wo über 20 Häuser völlig abgedeckt wurden. In verschiedenen Häusern stürzten infolge des zugleich niedergehenden wolkenbruchartigen Regens die Decken ein, doch wurde niemand verletzt. Auch auf den Feldern wurde großer Schaden angerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Katernberg (NW),
Gelsenkirchen (NW)

 16.07.1926 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus dem Journal de Genève vom 16. Juli 1926: "Une trombe s'abat près d'Essen - Essen, 16 juillet. Une trombe s'est abattue jeudi, au cours d'un violent orage, sur la région de Gelsenkirchen et du Katenberg, causant de grands dommages. Le toit des tribunes du terrain d'aviation a été presque entièrement emporté. Il en est de même de la toiture de plusieurs maisons de la contrée." - Großer Schaden durch Tornado in Essen-Katenberg und in Teilen Gelsenkirchens. (recherchiert von François Paul)
August

Wyler (NW),
Keeken (NW)

 10.08.1925 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Fehrbelliner Zeitung vom 26.08.1925: "Unwetter über dem Niederrhein. Ueber die Schäden, die Ausläufer des Orkans über Holland am Niederrhein verursachten, laufen immer wieder Unglücksnachrichten ein. Ein Boot mit drei Personen, das von Lobith nach Millingen auf dem Rhein unterwegs war, schlug in den meterhohen Wellen um. Alle drei Personen ertranken. In der Rheinwerft in Lobith riß der Sturm mehrere Schiffe los und schleuderte sie gegen das Ufer. Dabei sank ein Schiff in wenigen Minuten. In Bimmen wurde ein Doppelwohnhaus vollständig abgedeckt; die Familien mußten in Baracken untergebracht werden. In Keeken wurden mehrere Dächer abgedeckt und unzählige Bäume umgerissen. Im Gutshof Dankel wurden nicht weniger als 20 Pappeln umgelegt. In Lent wurde das Haus des Schmiedemeisters vollständig abgedeckt und das Dach 20 Meter weit geschleudert. In Wyler sind streckenweise die Bäume völlig niedergelegt. Ein schwerer Lindenbaum stürzte auf das Dach eines Hauses und zerstörte das Haus völlig. Die Hausbewohner entgingen nur wie durch ein Wunder dem Tode." Die genannten Orte befinden sich teilweise in den Niederlanden, Wyler und Keeken dagegen in Deutschland. - Aus einem Kommentar zu dem Fall: "In Leuth wurde das Dach eines Wohnhauses abgedeckt und 20 Meter weit fortgeschleudert." (Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH). Der Ort heißt korrekt Lent und liegt in den Niederlanden am Rhein.

Kleve (NW)

 10.08.1925 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Zum 10.08 1925 habe ich schließlich noch einige Zeilen zu einem Unwetter bei Kleve, dieses Gebiet lag etwa in der Zugbahn der Unwetter von Noord-Brabant und Borculo: "Das schwere Unwetter hat zum Teil schlimm gewütet. In Cranenburg wurde von einer Lohgerberei das ganze Dach abgerissen und weit fortgetragen (Anm.: Hinweis auf möglichen Tornado). Bäume fand man entwurzelt und Telegraphenpfähle umgeweht. In Moog und Berg en Dal (Anm.: NL) wurden ganze Obstplantagen entwurzelt. In Schneppenbaum stürzte die fast neue Scheune des Landwirts Heuvelmann zusammen. Die Züge auf der Strecke Cranenburg-Kleve konnten bis 19h30 nicht verkehren, da die Telegraphenstangen in wüster Unordnung auf den Schienen lagen. Auf der Straße Kleve-Goch wurden viele Bäume entwurzelt. Allein 10 große, eiserne Masten der elektrischen Überlandzentrale wurden umgeworfen. Beim Gutshof Daniels wurden nicht weniger als 20 Pappeln umgelegt."" (Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH) - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 14.08.1925: "Sturmschäden am Niederrhein. Die Ausläufer des Orkans, der in den letzten Tagen in Holland schwere Schäden angerichtet hat, richteten auch am Niederrhein schwere Zerstörungen an. Ein Ruderboot wurde von den hohen Wellen zum Kentern gebracht. Die drei Insassen ertranken. In der ganzen Gegend findet man reihenweise umgeknickte Bäume; zahlreiche Dächer sind vollständig abgedeckt worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Uerdingen (NW)

 02.08.1924 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 05.08.1924: "Schweres Unwetter. Aus Düsseldorf wird gemeldet: Der südliche Stadtteil von Uerdingen wurde am Sonnabend nachmittag von einem Wirbelsturm heimgesucht, der dem Düsseldorfer Unwetter (Anm.: F2/T5-Tornado) vom Pfingstmontag gleichkommt. Binnen weniger Minuten wurden ganze Dächerserien abgerissen und zum Teil auf die Seite geschleudert. Dicke Baumstämme, Telegraphenstangen, Straßenlaternen und Straßenbahnmasten wurden glatt umgerissen; ein schweres Lastfuhrwerk wurde fortgeschleudert und mehrere Rheinschiffe ans andere Ufer geworfen. Das Strandbad und das Fahrhaus sind völlig verwüstet. Ueber Menschenopfer liegen keine Meldungen vor."

Tornado in Uerdingen (Skywarn)
Juni

Flehe (NW),
Volmerswerth (NW),
Unterbilk (NW)

 08.06.1924 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: nach 13:00 Uhr MEZ. Betroffen war der Düsseldorfer Süden von Flehe über Volmerswerth, den südlichen Friedhof bis nach Unterbilk. Die Haube des 105 Meter hohen Turmes der Martinskirche stürzte auf benachbarte Häuser. Dabei kamen ein Mann und ein Kind ums Leben. Auch sonst entstanden erhebliche Schäden an Dächern und an Bäumen.

Berichte zum Tornado in Düsseldorf
Kirchturmeinsturz in Unterbilk (Olaf Seelig)
Zeittafel zur Friedrichstadt und zum Kirchplatz (Wochenmarkt Kirchplatz)
Juli

Gelsenkirchen (NW)

 28.07.1921 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum unsicher. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 30.07.1921: "Eine Windhose über Westfalen. Während eines Gewitters erhob sich über dem Schwarzthal Buer-Resse eine Windhose, die furchtbare Zerstörungen anrichtete. In einigen Straßen wurden, wie man meldet, sämtliche Bäume umgeknickt, Fensterscheiben, sogar große Schaufensterscheiben eingedrückt und zwanzig bis dreißig Dächer abgehoben. Zahlreiche Fernsprechleitungen wurden zerstört. Durch das Unwetter, das von einem wolkenbruchartigen Regen begleitet war, wurde auch eine Anzahl Siedlungsbauten in Mitleidenschaft gezogen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Buer und Resse sind heute Stadtteile von Gelsenkirchen.
Mai

Duisburg (NW)

 12.05.1912 / Stärke (n. bek.) Verdacht
An diesem Tag könnten weitere Tornados aufgetreten sein, es liegen Meldungen über zahlreiche Unwetter in verschiedenen Teilen Deutschlands vor. Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 15.05.1912: "Der Gewittersturm, der gestern im ganzen rheinischen Industrierevier wütete, hat an Häusern, Bäumen und Gärten großen Schaden angerichtet. In Witten entstand eine Panik, als ein von 2000 Personen besuchter Zeltzirkus vom Sturme zerrissen wurde. In Duisburg wurde das Dach einer Bahnhofshalle abgerissen und auf die Gleise geworfen, wodurch Verkehrsstörungen eintraten. Bei mehreren Straßenbahnoberleitungen traten für kürzere Zeit Störungen ein. In Brüssel hat der Wirbelsturm an Telegraphen- und Telephonleitungen wie an Gebäuden schweren Schaden angerichtet. [...] Über die am Sonntag von dem Sturm angerichteten Verwüstungen treffen fortwährend neue Nachrichten ein. In Schlesien wurden zwischen Zawodzie und Rosdzin die Telegraphenstangen auf einer Strecke von 400 Metern abgebrochen. In Sachsen sind unzählige Obstbäume, darunter Stämme von 1/2 Meter Umfang, wie Strohhalme abgeknickt worden. Nach Sehlis, das durch eine Windhose zerstört wurde, sind zwei Pioniere von Riesa zur Hilfeleistung gekommen."
Juni

Bonn (NW)

 19.06.1911 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 22.06.1911: "Wie aus Bonn gemeldet wird, richtete ein Wirbelsturm am Montag abend in verschiedenen Stadtteilen von Bonn und in der Umgebung großen Schaden an. Mehrere Häuser wurden ganz oder teilweise abgedeckt. Auch Bäume wurden umgeworfen, wodurch wiederholte Verkehrsstörungen entstanden. Auch am Niederrhein wurden durch ein Unwetter schwere Verwüstungen angerichtet."
Juli

Bonn (NW),
Beuel (NW)

 22.07.1910 / Stärke (F2) Bestätigt
Starker Tornado (Quelle: Zeitungsbericht vom 23.07.1910) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 25.07.1910: "Aehnlich hauste das Wetter in der Weilburger, Bonner und Kölner Gegend. Am schlimmsten hat das Unwetter im Vorgebirge gehaust. Die Felder zeigen ein wüstes Bild der Zerstörung. Die Getreide- und Gemüseernte ist größtenteils zerstört. Der Blitz hat mehrfach eingeschlagen. In Beuel wurde das Dach eines Hauses abgedeckt. Durch das Unwetter wurde der Verkehr auf den Bahnen sehr beeinträchtigt. Der Schaden, den das Unwetter verursacht hat, ist unberechenbar." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Fleckenberg (NW),
Finnentrop (NW)

 22.07.1910 / Stärke (F2) Bestätigt
Starker Tornado (Quelle: ESWD, u.a. Tagebuchaufzeichnungen). Die Schadensspur zieht sich nach den vorliegenden Erkenntnissen bis in den Bereich Plettenberg-Kahler Asten. Damit würde die Schneise etwa 42 Kilometer lang sein.
Mai

Siegen (NW)

 11.05.1910 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 16.05.1910: "Siegen, 14. ds. Die letzten Gewitter, die von einem starken Sturm begleitet waren, haben namentlich im Siegerlande schweren schaden angerichtet. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und starke Bäume entwurzelt. Die sechs Kilometer lange Seilbahn von Breitscheid nach Niederdresselndorf wurde zertrümmert. Bei der Ortschaft Caan wurden im Umfange von drei Hektar Buchen udn Eichen bis zu einer Dicke von 80 Zentimeter Durchmesser völlig zersplittert." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)
Februar

Zons (NW)

 07.02.1909 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Eine Windmühle in Zons im Süden von Düsseldorf wurde beschädigt: "Zwei Jahre später, am 7. Februar 1909, wurden die Mühlenflügel durch einen Wirbelsturm abgerissen. Nachdem wenige Jahre später auch alle anderen Holzteile bis auf die Haube entfernt wurden, war die Mühle für Jahrzehnte ein Torso. Erst 1965/66 wurde die Mühle wieder vollständig hergerichtet." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Zonser Geschichte (Dr. Thomas Schwabach)
September

Höxter (NW)

 02.09.1908 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: "Berichte über Tromben und ähnliche Erscheinungen", Nachlass von J. Letzmann, Carl Schirren Gesellschaft, Lüneburg)
Mai

Solingen (NW)

 22.05.1907 / Stärke (F2) Bestätigt
Gegen 16 Uhr richtete dieser Tornado erhebliche Schäden in Stöcken an. Mehr zu diesem Tornado in einem Bericht im Solinger Tageblatt (damals: Solinger Kreis-Intelligenzblatt), zu finden auf der Seite von Michael Tettinger. Dazu noch aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 25.05.1907: "Köln, 23.Mai. Zu den Verheerungen, die durch die im nordöstlichen Seitenteile Solingens niedergegangene Windhose angerichtet wurden, wird noch gemeldet, das hauptsächlich die Ortschaft Stöcken arg mitgenommen worden ist. Dort wurden zahlreiche Dächer abgedeckt, starke Bäume entwurzelt und Gärten und Felder verwüstet. Ein an einer Ecke liegendes Wirtshaus wurde völlig zertrümmert. Tausende von Ziegeln bedecken die Straßen. Wunderbarerweise wurden nur etliche Personen leicht verletzt. Schwere Verletzungen sind überhaupt nicht vorgekommen. Vertreter der Regierung begaben sich heute an den Ort der Verwüstung." - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 25.05.1907: "Eine Windhose, die in einem nördlichen Seitentale Solingens herniedergegangen ist, hat dort große Verheerungen verursacht. Dabei wurde die Ortschaft Stöcken besonders arg mitgenommen. Dort wurden unzählige Dächer abgedeckt, starke Bäume entwurzelt, Gärten und Felder verwüstet, eine an einer Ecke liegende Wirtschaft wurde zertrümmert. Wunderbarerweise sind nur etliche Personen leicht verletzt worden. Die Windsbraut prallte später an dem Bergrücken ab und verlor dadurch an Kraft." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Köln (NW)

 14.08.1906 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 16.08.1906: "Köln, 15. August. Gestern nachmittag und abend gingen über das ganze Rheinland schwere Gewitter nieder. In Köln richtete ein Wirbelsturm großen Schaden an." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Opladen (NW),
Solingen (NW)

 14.08.1906 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 15:30 bis 16:00 Uhr MEZ. Durch diesen heftigen Tornado kam im Bereich Solingen - Remscheid und umliegenden Gemeinden ein Mensch ums Leben und etwa 25 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Zahlreiche Häuser stürzten ein oder wurden teilweise fortbewegt. Ein ganzer Baum (Buche mit fast einem Meter Durchmesser) fand sich nach Zeitungsberichten etwa 100 Meter vom Ursprungsort entfernt wieder. Der Tornado kam aus Südwesten und traf auf einer mindestens 15 Kilometer langen Bahn die Orte Opladen, Quettingen, Oberbüscherhof, Balkhausen, Scharfhausen, Schaberg, Dorperhof und Müngsten. Allein in Dorperhof stürzten 10 Häuser ein, ein Stallgebäude wurde von dem Sturm über 150 Meter fortgetragen und fiel dann zur Erde. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 16.08.1906: "Solingen, 14. Aug. In der Umgegend wütet ein folgenschweres Unwetter. Viele Häuser stürzen ein. Zwei Menschen wurden schwer, viele andere leicht verletzt. In Dorperhof (Anm.: heute im Südosten Solingens an der Burger Landstraße) wurde ein 13jähriger Knabe tot unter Häusertrümmern hervorgezogen."

Ausführlicher Fotobericht im Solinger Tageblatt (damals: Solinger Kreis-Intelligenzblatt, zu finden auf der Seite von Michael Tettinger)
Karte und Meldungen der Coburger Zeitung

Kirchhundem (NW)

 11.08.1902 / Stärke (F0) Bestätigt
"11. August: Das zur Fahnenweihe des Kriegervereins aufgestellte Festzelt auf dem Hofacker wird durch einen Wirbelsturm zerstört. Die Fahnenweihe findet einen Tag später planmäßig statt." Quelle: Chronik des Bürgervereins Kirchhundem.
Juli

Merkenich (NW)

 26.07.1902 / Stärke (F3) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 29.07.1902 zu einem schweren Unwetter im Rheinland mit Sturm und Hagel: "In dem benachbarten Merkenich entwickelte sich der Sturm zu einem Wirbelsturm, der Häuser und Scheunen umstürzte und zahlreiche Bäume entwurzelte." Merkenich liegt am Nordrand der Stadt, am Rhein gegenüber von Leverkusen.
Juni

Mülheim (NW)

 23.06.1900 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 26.06.1900: "Sturm. Müllheim am Rhein wurde Samstag von einem furchtbaren Wirbelsturm heimgesucht, ähnlich dem, der vor zwei Jahren Bayenthal und Umgegend verheerte. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Schornsteine umgeworfen, viele Fabrikanlagen schwer beschädigt. Besonders haben auch die Troponwerke gelitten. Sehr viele Einwohner sind obdachlos." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Gemeint ist der heutige Kölner Stadtteil Mülheim.
August

Recklinghausen (NW),
Arnsberg (NW),
Hirschberg (NW)

 07.08.1898 / Stärke (F3) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 13.08.1898: "Eine Windhose zerstörte einen Theil des westfälischen Kreises Arnsberg auf viele Stunden Länge. Während eines schweren Gewitters zeigte sich eine lichthelle Wolke, die blitzschnell hin und herflog und überall wo sie hinkam, große Verheerungen anrichtete. Auf ihrem Wege sind fast sämmtliche Dächer abgedeckt und verschiedene Gebäude zusammengestürzt. Viele tausend Bäume sind entwurzelt, gewaltige Eichen liegen geknickt und zersplittert am Boden. Ein Schäfer rettete sich dadurch, daß er sich flach auf den Boden legte, ein Theil der Schafe wirbelte in der Luft. An der Eisengießerei Christianenhütte wurden die massiven Wände eingedrückt und das ganze Gebäude zerstört, während die benachbarte größere Schreibmaschinenfabrik und Papierfabrik ganz unbeschädigt blieb. An einem großen langen Bauernhof, der die aneinanderstoßenden Behausungen von zwei Besitzern unter einem Dach enthielt, wurde das Haus des einen Bauern fast vollständig zerstört, das Haus des Nachbarn nur ganz unbedeutend beschädigt. Der Gesamtschaden ist bedeutend, und viele der meist mit wenigen Glücksgütern gesegneten Bewohner dieses Theils des Sauerlandes trifft dieser Schaden sehr schwer." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Aus dem "Bensberg-Gladbacher Anzeiger" vom 13. August 1898: "Aus dem Oberbergischen, 10. Aug. Das Unwetter, welches am Sonntag Köln und Umgegend so schwer heimgesucht hat, ist in hiesiger Gegend im allgemeinen noch günstig verlaufen. Nur stellenweise, wie in Derschlag, Bergneustadt, Marienhagen, Bomig und Umgegend, hat der Hagelschlag großen Schaden angerichtet." - Weitere Meldung aus dem "Bensberg-Gladbacher Anzeiger" vom 13. August 1898: "Aus Westfalen, 9. Aug. Das Unwetter vom Sonntag hat hier große Schäden angerichtet. In Ostenfelde äscherte der Blitz ein Bauerngehöft ein, in Ahlen traf der elektrische Strahl den Turm der Pfarrkirche und riß ein großes Loch in das Mauerwerk. In Hirschberg wurden vom Sturm drei Häuser umgeweht, wobei 3 Personen schwere Verletzungen davontrugen. In Belecke wurde ein Rind auf der Weide erschlagen und mehrere Kühe von stürzenden Bäumen getroffen, so daß sie geschlachtet werden mußten. Der durch den Sturm im Belecker und Warsteiner Wald angerichtete Schaden beziffert sich auf 40 bis 50 000 M." (Quelle: Universitäts- und Landesbibliothek Bonn) - Eine Verbindung zum Fall Köln - Wipperfürth ist möglich, aber bisher nicht nachgewiesen.

Tornado im Kreis Arnsberg 1898

Raderthal (NW),
Bayenthal (NW),
Wipperfürth (NW)

 07.08.1898 / Stärke (F4) Bestätigt
Die Schneise zog sich durch die heutigen Kölner Stadtteile Raderthal, Raderberg, Arnoldshöhe, Bayenthal und Poll. Ein Mensch kam bei dem Tornado ums Leben, es gab erhebliche Zerstörungen, darunter z.B. die Gasanstalt der Kölner Maschinenfabrik in Bayenthal. Von Köln aus zog der Tornado weiter nach Osten bis Nordosten, mindestens etwa bis in den Raum Wipperfürth (ca. 40 km). Eine Verbindung zum Fall Arnsberg ist möglich, aber bisher noch nicht nachgewiesen.

Bericht und Fotos der Schäden
Gedenktafel in Köln-Poll
Zeitungsausschnitte von damals (unten auf der Seite)
März

Poppelsdorf (NW)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 21.03.1897: "Unglücksfälle. [...] Bonn, 18. März. Durch einen heftigen Sturm wurde ein Schlot der Wessel'schen Porzellanfabrik in Poppelsdorf umgeworfen. Das Kamin durchschlug das Dach der Blaumalerei und verschüttete die Maler. Einer ist todt, 3 sind schwer und 10 leicht verletzt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Schalke (NW)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 21.03.1897: "Unglücksfälle. Gelsenkirchen, 18. März. Ein Wirbelwind hat große Verheerungen angerichtet. Die "Frankf. Ztg." Berichtet: In Schalke's Spiegelmanufaktur ist die Schleifhalle eingestürzt. Ein Arbeiter ist todt, vier sind verletzt. Zwei Kinder in dem einstürzenden Hause wurden tödtlich verletzt. Viele Häuser, Ziegeleien und Fabriken wurden beschädigt. Der Schaden ist groß." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg). - Aus einer Meldung der Emscherzeitung vom 19.03.1897: "[...] In Braubauerschaft tobte das Unwetter so stark, daß die [...] Schleifhalle der Spiegelmanufaktur, nachdem das Dach emporgehoben und eine Strecke weit fortgetragen, einstürzte, wobei ein Arbeiter getötet und mehrere andere erheblich verletzt wurden. Die Gasfabrik und das Gebäude des [...] Schulz an der Bahnhofstraße wurden ebenfalls schwer beschädigt. [...]" (Quelle: Stadtarchiv Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen) - Dieser zweite Tornado zog über Teile des heutigen Gelsenkirchener Stadtteils Schalke hinweg.

Tornados in Gelsenkirchen

Gelsenkirchen (NW)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Emscherzeitung vom 19.03.1897: "Das erste diesjährige Gewitter begleitet von einer verheerenden Windhose zog gestern Nachmittag über unsere Stadt hinweg und richtete, wie uns von verschiedenen Stellen berichtet wird, großen Schaden an. Viele Dächer in der [...] (Anm.: Nicht lesbar), Bochumer- und Weidenstraße, sowie das Dach des Keilmannschen Saales wurde erheblich beschädigt und zum Teil gänzlich zerstört. Welch ungeheure Kraft die Windhose hatte, geht daraus hervor, daß zwei im Garten des Restaurant Beutner aufgestellte Veranden emporgehoben und das Dach der einen über mehrere Häuser hinweggetragen wurde, wobei es natürlich an Beschädigungen der betr. Dächer nicht fehlte. Auch aus den Nachbarorten Schwarzbach, Ueckendorf und Rotthausen werden arge Verwüstungen gemeldet. [...] Die Gasfabrik und das Gebäude des [...] Schulz an der Bahnhofstraße wurden ebenfalls schwer beschädigt. An der Bächerei des Herrn R. wurde der Schornstein umgeworfen und in die Backstube gestürzt, dort alles zertrümmernd. Mit diesen Unfallmeldungen dürfte bei weitem das Maß noch nicht erschöpft sein, vielmehr dürften die nächsten Tage noch weitere Meldungen bringen." (Quelle: Stadtarchiv Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen) - Der Tornado zog durch Schwarzbach, Rotthausen und Ueckendorf und betraf damit auch das Areal um das heutige Institut für Stadtgeschichte, dem Gelsenkirchener Stadtarchiv.

Tornados in Gelsenkirchen

Solingen (NW)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Emscherzeitung vom 20.03.1897: "Solingen, 19. März. Ein schweres Gewitter mit orkanartigem Sturm richtete gestern Nachmittag schwere Verheerungen an. In Pilzhausen wurde ein 10jähriges Mädchen inmitten seiner Kameradinnen vom Blitz erschlagen, ein anderes teilweise gelähmt. Am Stöckerberg stürzten infolge der Stürme ein Neubau und auf der Krähenhöhe zwei Gebäude ein." (Quelle: Stadtarchiv Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen)

Odenkirchen (NW)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Emscherzeitung vom 20.03.1897: "M.-Gladbach, 19. März. [Unwetter.] In Odenkirchen stürzte bei dem getrigen Sturm der Schornstein der Göbel'schen Gerberei um und erschlug einen Arbeiter. Mehrere andere Arbeiter wurden schwer verletzt. Der Getötete ist Vater von 5 Kindern." (Quelle: Stadtarchiv Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen)
Juli

Wilhelmshöhe (NW)

 01.07.1895 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado trat nachts gegen 02:30 Uhr in Kassel-Wilhelmshöhe auf, Näheres ist nicht bekannt (Quelle: Aus dem Schwarzwald 3(2), Seiten 18-21 und 3(4), Seite 52. 1895)
August

Paderborn (NW)

 09.08.1892 / Stärke (F1) Bestätigt
"Durch einen Wirbelsturm aufgeschlürftes Wasser mit Teichmuscheln geht im Paderbornchen als "Muschelregen" nieder." (Quelle: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976)
Juli

Herzebrock (NW)

 01.07.1891 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MEZ im Kreis Gütersloh. Starker Hagel und ein Tornado richteten schwere Verwüstungen an (Gebäude, Wald und Feld). Nach einem Bericht der Zeitung "Die Glocke" vom 2. Juli 1891 wurden auf einer Breite von 600 Metern Dächer ganz oder teilweise abgedeckt. Zahlreiche Obstbäume brachen ab oder wurden aus der Erde gerissen. Der Schonstein einer Ziegelei brach in der Mitte durch.

Lind (NW),
Dülken (NW),
Anrath (NW)

 01.07.1891 / Stärke (F4) Bestätigt
Am 1. Juli, einem heißen Sommertage, gegen 6 Uhr am Abend, zog ein Tornado, der sich in der Nähe Boisheims gebildet hatte, über Dülken, Süchteln, Anrath bis nach Krefeld. In Anrath gab es mehrere Tote, insgesamt 151 Häuser stürzten ein oder mussten wegen der schweren Schäden abgerissen werden. Danach beantragte die Gemeinde Anrath ihre Selbstauflösung. In Süchteln wurden 124 Häuser zerstört. Auch in Krefeld gab es erhebliche Schäden.

Berichte zum Tornado von Lind 1891
Hagelunwetter und Windhose: Ausführlicher Bericht
Der Tornado von Süchteln und Anrath ( Lars Lowinski)
Der Wirbelsturm von 1891 ( Bürgerverein Anrath e.V.)
Am Nachmittag des 1. Juli 1891 ( Pfarrgemeinde St. Peter Boisheim, 10.09.1995)
Wegekapelle Lind ( Baudenkmäler Viersen)

Giesenkirchen (NW)

 01.07.1890 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum unsicher. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 05.07.1891 zum verheerenden Tornado vom 01.07.1891 am Niederrhein: "Ein Bericht aus Rheydt von einem Augenzeugen, der sich gerade auf einem Ausflug in der Gegend des Unglücks befand, erinnert zunächst an ein ähnliches Naturereignis, welches bei Giesenkirchen (Anm.: Im Südosten von Mönchengladbach) vor Jahresfrist große Verheerungen anrichtete [...]". Aus einer weiteren Quelle: "1890 - Ein Wirbelsturm richtete Schäden in Mülfort und Blaffert an." (Quelle: Geschichte des Stadtteiles Giesenkirchen).
August

Krefeld (NW)

 21.08.1889 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Gegen 20:30 Uhr tritt ein Tornado in Krefeld auf (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Elmpt (NW),
Viersen (NW)

 21.08.1889 / Stärke (F3) Bestätigt
Gegen 20 bis 20:30 Uhr zieht ein Tornado von den Niederlanden kommend über den Ort Elmpt im Westen des Kreises Viersen hinweg und dann weiter über die beiden Städte im Rheinland insgesamt auf einer 45 Kilometer langen Bahn (Quelle: Aachener Zeitung und A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Gewaltige Schäden durch Windhose in Elmpt ( Aachener Zeitung, 10.09.2002)

Altenroxel (NW)

 25.08.1887 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Kurz nach 13 Uhr in Altenroxel bei Münster (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juli

Beuel (NW)

 02.07.1886 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Gegen Mittag zog dieser Tornado über Beuel bei Bonn hinweg. (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Lendringsen (NW)

 31.07.1884 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Monat Juli 1884 - Nach einer Meldung der Westfalenpost vom Juli 2004 trat im Jahre 1884 (vor 120 Jahren) ein Tornado auf. Dabei ist aber nicht klar, welches Lendringsen gemeint ist (Sauerland oder Kreis Soest).

Horn-Bad Meinberg (NW)
[Region: Externsteine]

 16.07.1884 / Stärke (F1) Bestätigt
"Ein mit Gewitter verbundener Wirbelsturm zieht aus der Senne gegen die Externsteine und wirft viele hundert kräftige Bäume im Teutoburger Wald; allein in den Lippischen Forsten 6100 rm" (Quelle: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976).

Euskirchen (NW)

 16.07.1881 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Auch Gewitterschäden durch Blitz und Hagel trafen die Eifelbewohner besonders hart. Am 16. Juli 1881 wurde der Voreifelkreis Euskirchen von einem besonders schweren Gewitter mit Wirbelsturm und Hagelschlag heimgesucht. Der gesamte Kreis war von der Katastrophe betroffen. Ein Aufruf des sofort unter Führung des Bürgermeisters Bachern von Weilerswist zusammengetretenen Hilfskomitees schilderte die Größe des Unglücks wie folgt: "Die ausschließlich Ackerbau treibenden Gemeinden Weilerswist, Vernich, Friesheim und Metternich wurden ebenfalls am Samstag, dem 16. des Monats, von dem alles verheerenden Unwetter heimgesucht. Kaum ein Halm oder eine Staude, geschweige eine Parzelle, wurde von der Katastrophe verschont. Man konnte kaum noch erkennen, was auf den einzelnen Parzellen stand ... Durch diese Kalamität werden Hunderte von Familien an den Bettelstab gebracht, denn leider haben der hohen Prämien und der schon herrschenden Armut wegen außer wenigen Gutsbesitzern fast keine Landwirte ihr Getreide versichert. Wir greifen nicht zu hoch, wenn wir den Schaden für jede der betroffenen Gemeinden auf mindestens eine halbe Million Mark veranschlagen."" (Quellen: Hans-Dieter Arntz, Eifel-Jahrbuch 1986, Seite 123-127 und Euskirchener Volksblatt vom 19.07.1941)

Naturkatastrophen und Notstände in der Eifel ( Hans-Dieter Arntz)
Mai

Lahnhof (NW)

 09.05.1879 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Mehrere Tornados (Quelle: P. Diesner, Über Wind- und Wasserhosen. In: Das Wetter, 35 (1918), Seiten 93-96)
Dezember
Juni

Viersen (NW)

 20.06.1861 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Berliner Gerichtszeitung vom 25.06.1861: "Viersen, den 20. Juni. Das schwere Gewitter, welches sich heute Nachmittag 4 Uhr hier entlud, brachte einen furchtbaren Hagelschlag mit. Es fielen während 10 Minuten Schlossen von der Größe eines Taubeneies und zerschlugen hier und in der Umgegend, auf etwa eine Stunde im Umkreis alle Felder total. In Viersen selbst sind viele Scheiben zerknickt. In Erkelenz ist vom Sturm das Dach des Stations-Gebäudes abgehoben und auf den Güter-Schuppen geworfen, wodurch dieser zertrümmert worden ist." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Hamm (Westfalen) (NW)

 21.07.1858 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Selber Fall unter dem Datum 19.07.? "21. Juli Vormittags eine Wasserhose bei Hamm, Westphalen, mit Verwüstungen an Gebäuden und Feldfrüchten." (Quelle: Oberstudienrath Dr. Plieninger: Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg, Jahrgang 1857 und 1858. Stuttgart, 1862)

Hamm (Westfalen) (NW)

 19.07.1858 / Stärke (F2) Bestätigt
"Vermischte Nachrichten. Windhose. Aus Hamm schreibt man vom 20. Juli: "Gestern Nachmittag um 3 Uhr zog ein seltenes, merkwürdiges Meteor die Aufmerksamkeit der Bewohner unserer Stadt auf sich."" (Quelle: Wochenschrift für Astronomie, Meteorologie und Geographie. Mittwoch, den 11. August 1858; Weitere Quelle: Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917) - "In der Gegend von Hamm hat am vorigen Montag eine ungeheure Windhose große Verwüstungen angerichtet. Die Gebäude, welche sie auf ihrem Zuge berührte, wurden abgedeckt und Ziegeln und Balken weithin geschleudert. Beim Ueberschreiten der Eisenbahn wurden zwei leere Güterwägen in die Höhe gehoben und in 40 Fuß Entfernung von der Bahn wieder niedergelassen. Korngarben wurden auf den feldern in die Höhe geschleudert und zerrissen. Zum Glück betrug die Breite der 2000 Fuß hohen Wettersäule nur 80 bis 100 Fuß." (Quelle: Fortsch, Epheuranken: belletristische Beilage zum Wurzburger Abendblatt, Band 18. 1858; recherchiert bei Google Books) - "Windhose. Aus Hamm schreibt man vom 20. Juli: ?Gestern Nachmittag um 3 Uhr zog ein seltenes, merkwürdiges Meteor die Aufmerksamkeit der Bewohner unserer Stadt auf sich. In Südwesten und Süden der Stadt nämlich zog in der Richtung von Westen nach Osten in langsamer Bewegung eine Windhose von bedeutender Grösse (von 500 bis 800' Höhe) vorbei, die überall auf ihrem Wege durch die Fluren bedeutende Spuren der Verheerung zurückgelassen hat. Dem Zuschauer in der Stadt zeigte sich diese Wettersäule als ein aufrechter, von der Farbe der Wolken stark abstechender dunkelgrauer Kegel, aus dessen Spitze eine hellere Wolkenmasse vaa birnförmiger Gestalt in heftig kreisender Bewegung emporgetrieben wurde. Andern, und näher stehenden Beobachtern ist sie auch als zwei mit ihren Spitzen sich berührende Kegel erschienen, die je nach der Lage des Beobachtungsortes eine andere Gestalt angenommen haben. ? Die Windhose begann im Stadtgebiete unter starkem Gebrause ihr Zerstörungswerk mit dem Abdecken der Fabrikgebäude des Eisenwerks von Witte, deren Dachziegel nach allen Richtungen herumgeschleudert wurden. Dann überschritt sie die Kölner- und Westfälische Bahn. Auf letzterer stösst sie auf zwei leere Güterwagen, die durch die schraubenförmige Bewegung der Luft im Trichter der Windhose in die Höhe gehoben und in 40' Entferung von der Bahn wieder niedergelassen wurden und zwar ohne sichtliche Beschädigung. In der weiteren Bewegung durchschneidet die Windhose die Gärten und Fluren, überall den Weg mit Trümmern bedeckend. Die Bohnenstangen in den Aussen-Gärten sind auf der Linie zerstört, das Kartoffelkraut ist niedergetreten, Roggengarben zertrümmert. Eine Gartenthür wurde in einer der fortschreitenden Bewegung der Hose entgegengesetzten Richtung weit fortgeschleudert. Zum Glück ist die Breite der Hose unbedeutend gewesen; sie übersteigt nicht 100'. Eine halbe Stunde Wegs lässt sich die Bahn leicht verfolgen, welche die Hose genommen hat. Arbeiter auf dem Felde haben, durch das starke Brausen auf die Erscheinung aufmerksam geworden, ihre Rettung in der Flucht gefunden. Ungewöhnliche Erscheinungen in der Atmosphäre waren mit dieser Windhose nicht verbunden, nur zeigten sich einige Gewitterwolken, die sich auch später entladeten. Die Temperatur der Luft war sehr hoch und nicht unter 22 1/2 Grad R."" (Quelle: H. W. Schmidt, Wochenschrift für Astronomie, Meteorologie und Geographie, 1858)
Juni

Königswinter (NW)

 10.06.1858 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:20 MEZ. Der Tornado überquerte zwei Mal den Rhein und sog sich voll Wasser. Bei einer der drei Landberührungen gab es eine 50 bis 60 Schritt breite Spur in einem Kornfeld. Schiffe wurden nur knapp verfehlt. (Quelle: Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917) - "10. Juni eine Wasserhose bei Rolandseck und im Siebengebirge." (Quelle: Oberstudienrath Dr. Plieninger: Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg, Jahrgang 1857 und 1858. Stuttgart, 1862)
April

Düsseldorf (NW),
Elberfeld (NW),
Dortmund (NW)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 10.05.1858: "Deutschland. Die Zeitungen bringen aus Duisburg, Neuwied, Koblenz, Düsseldorf, Elberfeld, Dortmund, Nordhausen, Aschersleben, Halle, Erfurt, Bernburg, Dessau Berichte über eine schauerliche Windsbraut, die am 29. April, ungeheure Staubmassen mit sich führend, auf kurze Zeit alles in Dunkelheit versetzte, und zum Theil sehr schlimme Verheerungen anrichtete. Angstvoll, als ob der jüngste Tag käme, flüchteten die Menschen. [...]" (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Duisburg (NW)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"29. April in den Rheingegenden eine verheerende Windhose, 4-5h zu Duisburg, Neuwied, Coblenz, Elberfeld, Nordhausen, Aschersleben, Halle, Erfurt, Bernburg, Dessau." - "29. April starker Gewittersturm durch ganz Norddeutschland mit Verwüstungen an vielen Orten (Duisburg 3h Nachmittags, Elberfeld 4h, Frankfurt a.M. 5h, Magdeburg, Halle 8h, Berlin 11h)." (Quelle: Oberstudienrath Dr. Plieninger: Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg, Jahrgang 1857 und 1858. Stuttgart, 1862)
März

Bayenthal (NW)

 08.03.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Aus Köln schreibt man unterm 8. März: Heute Morgen gegen 5 Uhr brach hier ein orkanähnlicher Sturmwind los, wie er heftiger gewiß in langen Jahren nicht erlebt wurde und der bis gegen 8 Uhr hauste. Der Himmel war ziemlich heiter, die Richtung des Windes von Nordwest. Während der Sturm, wie wir hören, im Hafen keinen besonderen Schaden angerichtet, hat er überlal in der Stadt an öffentlichen und Privatgebäuden Fenster, Dächer und Schornsteine heimgesucht und in vielen Gärten alte, dicke Bäume theils der Aeste beraubt, theils abgebrochen. Dachschiefer und Ziegel flogen wie Papierschnipsel in der Luft umher und einzelne Dächer sind halb abgedeckt. Der Thurm der Pfarrkirche von St. Johann kam ins Wanken, sodaß die Augen der Zuschauer mit Aengstlichkeit daran hafteten. Der Köln-Crefelder Bahnhof ist beinahe ganz abgedeckt. Noch schlimmer ist es der kölnischen Maschinenbauanstalt im Bayenthale ergangen. Ein Theil der dortigen höher gelegenen Bedachungen wurde zerstört. Die niedriger gelegenen Dächer blieben unversehrt; dagegen hat eine Windhose das neue Eisenmagazin, ein massiv erbautes Gebäude, mit zwei Stein dicken, 26 Fuß hohen Mauern sammt Dach vollständig niedergelegt. Die Windsbraut war so heftig, daß sie zwei Centner schwere Deckplatten 60 bis 80 Fuß und ein einzelnes ziemlich großes Bruchstück des Daches ungefährt 300 Fuß weit durch die Luft getragen. DEr Schaden dürfte sich auf 10,000 ... (nicht lesbar) belaufen. Am Nachmittage konnte indeß der Betrieb des Etablissements ohne weitere Störung wieder eröffnet werden. Mehrere Personen wurden auf der Straße umgewegt, ohne jedoch weiteren Schaden zu nehmen (Vgl. Belgien.)" (Quelle: Leipziger Zeitung, 11. März 1858; Außerordentliche Beilage zu No.59 der Leipziger Zeitung)
Juni

Düren (NW)

 19.06.1853 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 19. Juni Wasserhose im Kreis Düren (Rheinpreussen) mit Verwüstungen in mehreren Gegenden." (Quelle: Ebner u. Seubert, Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg, 1854, recherchiert in Google Books)
Oktober

Sünninghausen (NW)

 15.10.1843 / Stärke (F2) Bestätigt
"1843 wird der Ort von einem Wirbelsturm am 15. Oktober heimgesucht. Das Pfarrhaus wird seines halben Daches sammt Sparren beraubt und das Kampann'sche Haus wird auf die Seite gelegt. Alle Häuser, welcher der Sturm streift wurden mehr oder weniger abgedeckt. Es handelte sich bei dem Sturm um eine Art Windhose. Pfarrer Ferdinand Tigges beschreibt in seiner Familienchronik das Naturschauspiel wie folgt: ?Unser Vater war um die Zeit, als der Sturm im Anzuge war, bereits auf dem Wege nach Beckum, und bis etwa eine viertel Stunde vom Dorfe entfernt, als er über dem HoIsen HeIze, Ksp. Beckum zwei gleichsam spielende Wolken gewahrt, welche sich bald heben, bald senken, bald sich nähern, bald entfernen - und hört dabei bei jedem Niederlassen ein Brausen und Brechen der Bäume und Aste. Als er die gefährlichen Gäste gerade auf sich zukommen sieht, legt er sich zur Vorsicht hinter der Wallhecke in den trockenen Graben. Die Wolken ziehen über ihn hin, drücken die Wallhecke herüber, dass er nachher nicht ohne Mühe sich herausarbeiten kann - schlagen den Weg nach dem Dorfe ein - überall durch den Westernkamp des Meier Südhaus, Spuren der Verwüstung zurücklassend.«" (Quelle: Schützenverein Sünninghausen 1909 e.V.)

Sünninghausen - Das Dorf ( Schützenverein Sünninghausen 1909 e.V.)
November

Solingen (NW)

 29.11.1836 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MEZ. Ein Wirbelsturm zerstörte den gerade wieder aufgebauten Turm der Evangelischen Kirche. Über die Nordhälfte Deutschlands zog an diesem Tag ein großflächiger schwerer Sturm hinweg, durch den verbreitet Schäden auftraten. Lokal gab es schwere Schäden mit eingestürzten Häusern, so in Pattensen bei Hannover, in Osnabrück, in Bramsche (hier zwei Tote und ein Schwerverletzter), in Ibbenbüren und in Bremen.

Ein Wirbelsturm am 29. November 1836 ( Michael Tettinger)
Mein Solingen - Wetter & Klima ( Hans-Georg Wenke)

Zyfflich (NW),
Nütterden (NW)

 29.11.1836 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.12.1835: "Cranenburg, reg.-Bez. Cleve, 30. Nov. Gestern Nachmittag hatten wir von 2 Uhr bis 6 Uhr Abends einen furchtbaren Sturm, welcher sehr vieles Schaden an Gebäuden verursacht hat. In den Dörfern Nutterden, Frasselt, Zyfflich und Wyler blieb kein Gebäude unbeschädigt und sieben Wohnhäuser und eine Scheune stürzten zusammen. Zum Glück hat Niemand dabei das Leben eingebüßt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August
Juni

Volmarstein (NW)

 24.06.1830 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Seite über die ehemalige Burg Volmarstein: "1819 ging die Ruine in den Besitz von Graf Philipp von der Recke-Volmarstein über, der in der Zeit von 1822 bis 1854 auf seine Kosten erhebliche Sanierungsarbeiten durchführen ließ. So entstand auch die Mauerstütze an dem zerspaltenen Turm, das Symbol des heutigen Schlossbergs. Am 24. Juni 1830 wurde zwischenzeitlich die Hälfte des Ostturmes durch einen heftigen Orkan zerstört." (Quelle: Wikipedia).

Burg Volmarstein ( Wikipedia)
Fotos der Burgruine
April

Köln (NW)

 28.04.1830 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Sturm bringt St. Kunibert zum Einsturz - 1830 April 28: Die Kirche St. Kunibert wird am späten Abend durch einen Frühlingssturm schwer beschädigt. Der in Renovierung befindliche Hauptturm und ein großer Teil des Schiffes stürzen ein. Nach längeren Debatten über den Wiederaufbau beginnt dieser erst 1836 und wird 1847 fertiggestellt." (Quelle: Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Band 2: Von 1400 bis zur Gegenwart, Seite 178. Greven Verlag Köln, 1991) - In einem Bericht der Freiburger Zeitung zum Einsturz wurde kein Sturm als Ursache erwähnt.
Mai

Holzheim (NW)

 24.05.1826 / Stärke (F2) Bestätigt
"Eine Windhose von ungewöhnlicher Stärke hat am 24. Mai Nachmittags 2 Uhr in der Bürgermeisterei Holzheim (Kreises Neuß, Regierungebezirks Düsseldorf) große Verwüstung angerichtet. Sie überzog nämlich an diesem Tage das dort liegende Gut Bongards-Hof mit solcher Gewalt, daß die Scheune, ein sonst starkes Gebäude, ganz, die übrigenden Gebäude aber mehr oder minder zerstört wurden. Zwölf Menschen, unter diesen der Verwalter des Gutes, wurden von den Trümmern der Scheune bedeckt, und mit Mühe daraus wieder hervorgezogen. Zwar ist keiner derselben gleich auf der Stelle todt geblieben, doch aber geben die Aerzte für das Aufkommen eines der Arbeiter, welcher eine lebensgefährliche Contusion erhalten hat, wenig Hoffnung. Die andern Männer sind bis auf sechs, welche ganz unbeschädigt davon gekommen sind, mehr oder weniger verletzt worden, und einer ist selbst noch nicht außer aller Gefahr. Ein Bauernjunge, der die ihm fremde Erscheinung herannahen sah, und hinter der Scheune Schutz suchen wollte, wurde mehr als 100 Schritte weit über eine Hecke auf dem Felde weggeschleudert. Ulmen, die mehr als 2 Fuß im Durchmesser hatten, wurden mit ihren Wurzeln aus der Erde heraus gerissen, und die Frucht in dem an das Gut sich anschließenden Kornfelde der Erde gleich nieder gestreckt. Für den Eigenthümer ist es noch ein Glück, daß das Hornvieh und die Pferde, welche im Stalle waren, unverletzt geblieben sind, wahrscheinlich, weil die inneren Queerwände sich gehalten haben. Das Zusammenstürzen der Gebäude war nach der Versicherung der Landleute das Werk eines Augenblicks, und das Unglück im Nu geschehen. Die Windhose hatte die Gestalt einer zur Erde herab gesenkten dicken Wolke, welche wie ein Rauch, der vom Wirbelwind begleitet, sich immer höher und höher erhebt, ihre Richtung nach Süden nahm, während schwere Gewitterwolken derselben von Süden nach Osten entgegenzogen. - Auch von andern Seiten vernimmt man ähnliche Verheerungen, die der Sturm am 24. Mai d. J. angerichtet hat. Auf dem Gute Civecum, Bügermeisterei Norff, Kreises Neuß, stürzte eine Scheune ein, das Dach eines neuerbauten Nebengebäudes wurde abgetragen und die stärksten Bäume entwurzelt." (Quelle: Robert Froriep, Notizen aus dem Gebiete der Natur-und Heilkunde, 1826)

Tornado in Holzheim ( Skywarn)
August

Bonn (NW)

 24.08.1824 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado trat bei Bonn auf, Näheres ist nicht bekannt. (Quelle: Fleming, J.R. and R.E. Goodman, 1994: International Bibliography of Meteorology. Diane Publishing Company, Upland, Pennsylvania, 701 S.)

Wesseling (NW)

 04.08.1824 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
zog gegen 12:45 Uhr als "Wind- und Wasserhose" bei Bonn über den Rhein hinweg: "Am Flusse wurden ein Paar dort spielende Knaben von acht bis zehn Jahren ins Wasser geschleudert und nur durch schnelle Hilfe noch gerettet." (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917) - Weiter: "Zu Wesseling richtet eine Windhose ungeheuern Schaden an. Fürchterliches Luftgeräusch." (Quelle: Graf Johann Berenyi. Chronologische Darstellung der merkwürdigen Weltbegebenheiten 1768-1833. Stuhlweissenburg 1833)

Tornado in Wesseling 1824
Juli

Niederkassel (NW)

 27.07.1821 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer übersetzten Meldung des "L'Echo du Nord" vom 22. August 1821: "Geschrieben von Reuss (in Rhein-Preußen): Am 27. Juli brach ein Gewitter über unsere Stadt, [...] es bildet sich eine Trombe bei Nieder-Kassel auf dem Rhein. In einer Straße nahm sie drei Kinder mit, die sie nur wenige Augenblicke später langsam wieder zu Boden legte, ohne dass sie einen Schaden erlitten. Dann traf die Trombe in Niederkassel ein, verwüstete dort mehrere Gebäude, entfernte einige Dächer und entwurzelte zahlreiche Bäume. Nach Überquerung des Rheins zog die Trombe glücklicherweise zu weit nördlich, dass Düsseldorf sich auf seinem Weg befand. [...] In einigen Orten ist die Spur durch die Zerstörung 140 bis 160 Fuß breit, in anderen nur zwanzig Fuß." (recherchiert von François Paul) - "Am 21. und 27. Juli waren weit umher in und außer Deutschland berüchtigte Hochgewittertage mit zündenden Blitzen; vor allem war am 27. die Atmosphäre sehr elektrisch, und in höchster Gährung, da eine Windhose in der Gegend von Düsseldorf in der Breite von 80 Schritten alle Gegenstände niederrieß, und mit sich fortführte, und z. B. Getreidegarben u. dgl. hoch in die Luft hob." (Quelle: Rudolf M. Rohrer, Mittheilungen der kais. königl. Mährisch-Schlesischen Gesellschaft für Ackerbau, Natur- und Landeskunde in Brünn, 1822; recherchiert bei Google Books)
Oktober

Attendorn (NW)

 25.10.1820 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Tornado gegen Mittag (Quelle: TORRO)
Juli

Ruhrort (NW)

 09.07.1813 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer übersetzten Meldung des "Le Moniteur Universel" vom 25. Juli 1813: "Coblentz am 11. Juli. Am 11. dieses Monats gab es im Thal-Ehrenbretstein eine Trombe, die große Schäden verursachte. Das Gleiche ereignete sich vor wenigen Tagen in Ruhrort. Schließlich trat vorgestern eine Trombe in Mülheim auf der Roer auf, die das Heu auf den Wiesen verstreute." (recherchiert von François Paul)

Mülheim an der Ruhr (NW)

 09.07.1813 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht sicher. Aus einer übersetzten Meldung des "Le Moniteur Universel" vom 25. Juli 1813: "Coblentz am 11. Juli. Am 11. dieses Monats gab es im Thal-Ehrenbretstein eine Trombe, die große Schäden verursachte. Das Gleiche ereignete sich vor wenigen Tagen in Ruhrort. Schließlich trat vorgestern eine Trombe in Mülheim auf der Roer auf, die das Heu auf den Wiesen verstreute." (recherchiert von François Paul)
September

Bad Laasphe (NW)

 04.09.1809 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[...] Die häufigsten meteorischen Erscheinungen waren ganz anderer Art, statt der Meteormassen sah man Wetterwirbel und statt der Erdbeben ungewöhnliche Fluth und Ebbe, oder Orcane von seltener Stärke. [...] dasselbe nur etwas schwächere Phänomen (trombe terrestre) sah man am 29sten May in den östlichen Vorstädten von Paris und wieder am 4ten September in der Nähe von Laasphe (in der Grafschaft Wittgenstein) hier war es auch eine schwarze Wolke, durch welche sich ein heller schlängelnder Streifen zog, das Meteor zog unter Schlägen und Toben heran." (Quelle: Friedrich Schnurrer, Chronik der Seuchen in Verbindung mit den gleichzeitigen Vorgängen in der physischen Welt und in der Geschichte der Menschen. Tübingen. 1823, Seite 483)
Dezember

Güsten (NW)

 Jahr 1800 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1800 - "Die heutige Kirche in Güsten ist wohl ein einheitlicher Neubau aus dem 14. Jahrhundert. Von der Ausstattung des vorhergehenden Baues hat sich der Taufstein und ein großer hölzerner Kruzifixus, beide aus dem 13. Jahrhundert, erhalten. [...] Im Jahre 1800 nahm eine Windhose das Dach weg, ohne der Kirche weitern Schaden anzutun." (Quelle: Welldorf-Güsten)
August

Feudingen (NW)

 15.08.1741 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ein ungewöhnlicher Fall ereignete sich am 15.08.1741 in Feudingen, heute Stadtteil von Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein (NRW). Zunächst richtete ein Tornado erhebliche Schäden an. Dabei entstand ein Brand, der zahlreiche Gebäude zerstörte. Zwei Menschen kamen ums Leben. Ein Besonderer Dank geht an Herrn Otto aus Feudingen für das umfangreiche Material zu der historischen Katastrophe.

Tornado und Feuer in Feudingen
Juli

Bielefeld (NW)

 31.07.1692 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, wahrscheinlich Juli 1692 - "Wirbelsturm über dem Ravensberger Lande (Raum Bielefeld), "wobei auch Erderschütterungen bemerkt werden" (Erdbeben? Vielleicht Ausläufer des starken Bebens vom 18. September in Holland und Belgien?" (Quelle: Seevewetter und Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976))
Februar

Kleve (NW)

 18.02.1526 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Schwerer Sturm in Westdeutschland; in Dortmund, Wesel und Kalkar werden Kirchtürme umgeworfen (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Dietrich Westhoff (gest. 1552): Dortmunder Chronik von 750 - 1550. In Chroniken deutscher Städte, Bd. XV. Leipzig 1878) - "Donderstaegs na Marien Lechtmissen [08.02.] (und was sumpers dag [Anm.: Ueber den Simperstag vgl. Schiller-Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch IV, 208; keiner der dort angeführten Tage paßt auf Westhoffs Angabe. Die Dominikanerchronik (A 18 a) hat das unrichtige Datum: "die Agathe, que erat dies jovis / in Wirklichkeit Montag / volgariter "Simpeldach".] als man in nompt) was binnen und buten Dortmunde und umher so geweldig und stark wint, dat es torne, huser, ja kerken up einander dael geworpen, nam ouch domals die vannen von Sanct Reinholts torn und beide stangen beneven dem klote, und brachte villen menschen groten schaden. / To Calcar heft er einen kerktorn dale geworpen und to Wesel ein deil des torns darneder slagen. To Till [Anm.: Till sö. von Cleve] ein groet isern cruez van dem torne geworpen, desgelijchen ouch binnen Dortmunde van dem Predigercloester torn dat cruez afgeworpen und vel in Johan Wernens unses huesvaders dak [Anm.: Den Sturm erwähnt auch die oben S. 418 Anm. 4 citirte kleine Kölnische Chronik S. 13. - Ueber den Sturz des Kreuzes vom Thurm der Dominikanerkirche berichtet das Chron. Dom. A 18 a: "que crux ceceidit in stramineum tectum Werneri Fabri op der Wort". Auf der Wort (Mönchewort) hieß der Platz, auf dem sich die Dominikanerkirche erhob.). Seint ouch etliche scheppe [Anm.: "Zu Rees" setzt die Dominikanerchronik hinzu.] ufeinander gedrungen durch die gewalt des Wints verdrunken mit villem volke."" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Chronik des Dietrich Westhoff von 750-1550. - In: Die Chroniken der westfälischen und niederrheinischen Städte. Bd. 1. - Leipzig, 1887. - S. 420f)
August
Oktober

Köln (NW)

 07.10.1434 / Stärke (F3) Bestätigt
Erhebliche Schäden, u.a. an mehreren Kirchen. Dazu aus den Daten zur Baugeschichte des Kölner Domes: "1434: Ein starker Sturm wirft eine Fiale vom Dachkranz des Chores hinunter. Der schwere Stein durchschlägt die Gewölbe des Chorumganges und landet vor dem Dreikönigenschrein." (Quelle: Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Band 2: Von 1400 bis zur Gegenwart, Seite 178. Greven Verlag Köln, 1991) - weiter: "Groß St. Martin - Ehemalige Benediktiner-Abteikirche [...] 1434: Absturz von drei Giebeln." (Quelle: Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Band 1: Von den Anfängen bis 1400, Seite 146. Greven Verlag Köln, 1991)
Juni

Köln (NW)
[Region: Raum Köln]

 30.06.1380 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Juni 1380; Ort: bei Köln - "Juni: Bei Köln schweres Gewitter mit Wirbelsturm, Hagel und grosser Überschwemmung" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Chronicon Moguntinum, Mainzer Chronik. In Chroniken deutscher Städte, Bd. 18. Leipzig 1882)
September

Köln (NW)

 15.09.0857 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Blitz tötet im Dom. 857 Sept. 15: Der Kölner EB Gunthar berichtet von einem furchtbaren Sturm, vor dem das Volk sich in den Dom flüchtete, wo aber ein Blitz "wie ein feuriger Drache" plötzlich in die Kirche schlägt und aus der Menge drei Menschen an verschiedenen Stellen, aber mit einem Schlage getötet hat: einen Priester amPetrusaltar, einen Diakon am Altar des hl. Dionysius und einen Laien beim Marienaltar; sechs weitere Menschen werden hingestreckt. (Der an den Bischof von Hildesheim gerichtete Brief wird auf der Synode zu Mainz Anfang Oktober verlesen.)" (Quelle: Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Band 1: Von den Anfängen bis 1400, Seite 86. Greven Verlag Köln, 1991)
April

Aachen (NW)

 05.04.0829 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"In Aachen furchtbares Unwetter mit Erdbeben" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Annalista Saxo, Chronik bis zum Jahre 1133. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788; Annales Fuldenses, Chronik des Klosters Fulda. Bei Marquard Freher: Germanicarum rerum scriptores etc. Frankfurt a.M. 1600-1611; Ann. Laur.; Chr. Pant; Hermannus Contractus: Chronicon de sex mundi aetatibus ab orbe condito usque ad annum 1054. Mit einem Nachtag von Berthold bis 1100. Bei Pistorius und Urstisius; Conrad a Lichtenau, abbas Urspergensis (gest. 1240): Chronicon a Nino Assyriorum Rege usque ad Fridericum II. Strassburg 1540) - weitere Quelle: "829 5. April - Unwetter und Erdbeben in Aachen" (Quelle: Hans-Georg Wenke)

Mein Solingen - Wetter & Klima ( Hans-Georg Wenke)