Kleinbardorf (Bayern)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mainpost vom 19.08.2017: "Unwetterschäden im nördlichen Unterfranken - Ein Sturm, starker Regen und Hagelschlag haben am Freitagabend im Landkreis Rhön-Grabfeld Schäden verursacht. In Bad Königshofen wurde unter anderem eine Fotovoltaikanlage vom Dach eines Marktes gerissen. Unwetter, die am Freitag in mehreren Bundesländern gewütet haben und unter anderem in Südbayern und Mittelfranken schwere Schäden angerichtet haben, haben auch Unterfranken berührt. Während im südlichen Unterfranken, im Spessart und im Raum Würzburg, zu keinen größeren Schäden kam und die Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsdiensten nach Auskunft der Integrierten Leitstelle Würzburg nur zu einem wetterbedingten Einsatz ausrücken mussten, sah in den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen und Haßberge anders aus. Knappe zehn Minuten dauerte ein Sturm mit starkem Regen und Hagelschlag, der am Freitagabend kurz vor 19 Uhr wie eine Windhose über Teile des Altlandkreises Königshofen hinweg zog. In Kleinbardorf (Lkr. Rhön-Grabfeld) stürzte ein Baum auf die Straße und beschädigte das Dach eines Hauses. Schäden entstanden auch am dortigen Sportgelände. Nur wenigen Minuten später lag ein Baum auf der Straße im Bereich der Postamtskreuzung und am Rennweg. An vielen Stellen wehte der Sturm die zur Leerung am Samstag aufgestellten Mülltonnen um und gelbe Säcke flogen oft weit davon. Dann kamen Einsätze für die Feuerwehr in Großbardorf (Lkr. Rhön-Grabfeld) hinzu, wo das Eternitdach einer Scheune teils abgedeckt wurde. Die Platten und Balken flogen teils auf aber auch über ein angrenzendes Wohnhaus und beschädigten dort das Dach. Schaden richtete der Sturm auch an einem Auto an, das in der offenen Garage stand. Eingedrückt wurde der Zaun des daneben liegenden Kindergartens. Ein weiterer Baum lag dann in der Raiffeisenstraße in Bad Königshofen (Lkr. Rhön-Grabfeld) und schließlich schlug der Blitz in einen Baum in Sulzfeld (Lkr. Rhön-Grabfeld) ein, der daraufhin Feuer fing. Eine richtige Schneise pflügte der Sturm in ein Feld in Aubstadt (Lkr. Rhön-Grabfeld), dort mussten die Feuerwehrleute auch einen Baum in der Nähe des Aussiedlerhofes beseitigen. Das gleiche Bild bot in Alsleben sowie in Herbstadt (beide Lkr. Rhön-Grabfeld). An der Umgehungsstraße Trappstadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) hatte das Unwetter die Ampelanlage regelrecht umgeweht. Sie wurde von Feuerwehrleuten wieder aufgestellt, gesichert und das Straßenbauamt informiert. Ziegel flogen vom Rathaus in Bad Königshofen und ein dort aufgestelltes Baugerüst drohte umzufallen. Ausrücken mussten die Wehrleute aus Althausen (Lkr. Rhön-Grabfeld), weil in Richtung Sambachshof ein Baum die Straße blockierte. In Sulzfeld wurde zudem ein Haus in Mitleidenschaft gezogen, ebenso eine Scheune, die gesichert werden musste. Die Feuerwehren Leinach und Eyershausen rückten ebenfalls aus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Im Gewerbegebiet Nord in Bad Königshofen hatte der Sturm fast die gesamte Fotovoltaikanlage vom Dach geweht. Die Einsatzkräfte mussten hier mit Vorsicht arbeiten, denn durch die Helligkeit bestand die Gefahr, dass auf den Leitungen noch Strom war. Laut einer Pressemitteilung der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt trafen die ersten Notrufe aufgrund von Unwetterschäden im Bereich Main-Rhön gegen 18.30 Uhr ein. Betroffen war zunächst der östliche Landkreis Haßberge, wo die Feuerwehren im Bereich von Ebelsbach, Stettfeld und Eltmann zu vier Einsätzen ausrückten. Im Landkreis Bad Kissingen waren es bis zum späten Abend 18 Feuerwehreinsätze, berichtet die ILS. In den meisten Fällen waren Bäum umgestürzt. Einsatzschwerpunkte lagen in und um Bad Kissingen sowie im Bereich Hammelburg. Grabfeld traf es am schwersten Die zahlreichsten Einsätze, 27 an der Zahl, gab es am Freitagabend jedoch im Landkreis Rhön-Grabfeld, vor allem im Bereich von Bad Königshofen. Die diesen Einsätzen, zu denen die ILS alarmiert hatte, kamen weitere, die den Feuerwehren vor Ort direkt gemeldet worden waren und die diese eigenständig abarbeiteten. Angesichts der Vielzahl von Notrufen während der wetterbedingten Ausnahmesituation verstärkte die ILS Schweinfurt am Freitagabend ihr diensthabendes Personal um vier zusätzliche Mitarbeiter."

Unwetterschäden im nördlichen Unterfranken (Mainpost, 19.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt mit Rotation (kachelmannwetter.com)