Bisher 96 bestätigte, dazu 4 Plausible und 155 Verdachtsfälle
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August

Selbitz (ST)

 18.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 18.08.2017: "Windhose im Landkreis Wittenberg richtet Schäden an - Eine Windhose hat auch in Selbitz (Landkreis Wittenberg) großen Schaden verursacht. Mehrere hohe Bäume stürzten um, durch die mindestens ein Mann leicht verletzt wurde. Eine Weide krachte auf ein Auto. Zudem sind Dächer und Zäune beschädigt worden."

Unwetter richtet in Sachsen-Anhalt große Schäden an (Mitteldeutsche Zeitung, 18.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Möst (ST)

 18.08.2017 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 19.08.2017: "Tornadoverdacht in Anhalt-Bitterfeld "Da kam eine schwarze Wolke auf uns zu" - Das Örtchen Möst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat nach den Unwettern am Freitagabend heftige Schäden davongetragen. Auf dem Möster Berg knickten zahlreiche Bäume um und richteten Schäden auf mehreren Grundstücken an. „Ich hatte lange keine Angst mehr, aber das war krass“, sagt Anwohner Mario Langer. Offenbar wütete die Natur in dem kleinen Gebiet zwischen Wolfen und Dessau besonders heftig. Die Winde enthaupteten mehrere Eichen und Kiefern. Die Einwohner sprechen sogar von einem Tornado. "Da kam eine schwarze Wolke auf uns zu, alles drehte sich. Es war so laut, dass wir gar nicht gehört haben, wie die Bäume gefallen sind", erzählt Gerd Könighaus. Er bedankte sich bei der Feuerwehr die noch am späten Freitagabend damit beschäftigt war, die Straßen wieder zu beräumen und gefallene Bäume zu zersagen." - Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 21.08.2017: "Tornadoverdacht in Möst Umgeknickte Bäume und beschädigte Gebäude - Das Geräusch von Motorsägen dominiert am Wochenende im Örtchen Möst. Dort tobte am Freitagabend gegen 19 Uhr ein heftiges Unwetter. Auf dem Möster Berg knickten starke Windböen zahlreiche Bäume um, Kronen von Eichen und Kiefern brachen ab. Mehrere Einwohner sprechen danach von einem Tornado. „Wir saßen gerade draußen bei einem Wein, da kam eine schwarze Wolke auf uns zu, alles drehte sich. Es war so laut, dass wir gar nicht gehört haben, wie die Bäume gefallen sind“, erzählt Gerd Könighaus. Mehrere Bäume stürzten auf sein Grundstück. Der Möster ist froh, dass niemand verletzt wurde. "Das ging alles so schnell, ich habe dagesessen und kein Wort rausbekommen." Seine Frau meint: "So etwas will ich nicht noch mal erleben." Ein Nachbar des Ehepaars ist der gleichen Ansicht: "Ich hatte lange keine Angst mehr, aber das war krass", berichtet Mario Langer. "Ich habe es gar nicht mehr geschafft, meine Jalousie zu schließen, so schnell ging das." Auffällig ist, dass die Bäume auf dem Möster Berg in unterschiedliche Richtungen umgekippt sind. Noch in den Abendstunden zersägten Raguhn-Jeßnitzer Feuerwehrleute viele umgeknickte Bäume und räumten damit wieder die Straßen frei. "Hut ab vor den Männern, die noch tief in der Nacht hier gearbeitet haben", bedankt sich Gerd Könighaus. Laut dem Raguhn-Jeßnitzer Stadtwehrleiter Steffen Münter waren am Freitagabend bis auf Retzau und Jeßnitz alles Ortsfeuerwehren der Stadt im Einsatz. "Möst hat es besonders schlimm erwischt." Aber auch in anderen Ortsteilen seien Schäden aufgetreten. Die Kameraden aus Lingenau und Marke kümmerten sich laut Münter um die B 184, die durch Bäume blockiert war. "Da ging teilweise gar nichts mehr." Der Feuerwehreinsatz war erst gegen 23 Uhr beendet, berichtet der Stadtwehrleiter. "Das war schon eine Herausforderung für uns." Nicht nur auf dem Möster Berg, auch einige hundert Meter weiter im Möster Dorfkern steckt den Einwohnern das Unwetter am Samstag noch in den Knochen: "Ich habe gedacht, die Fenster gehen kaputt. Sowas habe ich noch nicht erlebt, das kam so plötzlich", erzählt eine Frau. Vom Möster Berg her sei das Unwetter über die Häuser gerauscht. Wenige Minuten haben gereicht, um auch hier Bäume umzuknicken und Äste herunterzureißen. Auf einem Dach lösten sich Blechteile und flogen durch die Luft. Ein Teil wurde dabei gegen eine Fassade auf der anderen Straßenseite geweht und verursachte dort einen Schaden. Die Anwohner schlossen das Loch provisorisch mit zwei Holzleisten und Folie. Ansonsten sind 24 Stunden nach dem Unwetter viele Spuren der Naturgewalt in Raguhn-Jeßnitz verschwunden und die Straßen und Wege wieder frei. Gleiches gilt für den Schienenverkehr. Dort sorgte das Extremwetter für Beeinträchtigungen, wie die Deutsche Bahn auf Nachfrage erklärt. Zwischen Bitterfeld und Dessau gab es ab 19.18 Uhr Störungen im Zugverkehr. "Es ist am Abend zu Kollisionen auf der Strecke zwischen Dessau und Raguhn gekommen: Zum einen war ein Ast auf die Oberleitung gefallen, zum anderen lag ein Baum auf dem Gleis", erklärte eine Sprecherin. Die Züge wurden daher notgedrungen über Wittenberg umgeleitet. Ast und Baum mussten in der Nacht beräumt werden. "Das Gleis Raguhn-Dessau war um kurz vor sechs Uhr wieder befahrbar, das Gleis Dessau-Raguhn um 8.20 Uhr."" - Aufgrund der Schäden innerhalb einer mindestens 1,7 Kilometer langen und ca. 25 bis 40 Meter breiten Schneise sowie der Beschreibungen ist ein Tornado bestätigt.

Tornadoverdacht in Anhalt-Bitterfeld (Mitteldeutsche Zeitung, 19.08.17)
Tornadoverdacht in Möst: Umgeknickte Bäume und beschädigte Gebäude (Mitteldeutsche Zeitung, 21.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Morungen (ST)

 18.08.2017 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:00 bis 18:07 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 18.08.2017: "Tornado fegt durch Dörfer. Häuser in Morungen abgedeckt - Feuerwehr im Dauereinsatz. Morungen/Sangerhausen - Ein Tornado hat am Freitagabend für große Schäden im Landkreis Mansfeld-Südharz gesorgt. Betroffen waren nach Angaben der Rettungsleitstelle in Sangerhausen vor allem Gebiete nördlich von Sangerhausen. Der Tornado im Landkreis Mansfeld-Südharz soll in Morungen, Am Kunstteich, in Grillenberg, Dietersdorf, Schwenda sowie Molmerswende Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt haben. Die erste Meldung ging um 18.06 Uhr bei der Leitstelle am Sangerhäuser Schartweg ein. In der MZ-Redaktion meldeten sich Anrufer und berichteten davon, dass es am Kunstteich chaotisch aussehe. Viele Bäume seien umgeknickt. Die Feuerwehren der betroffenen Orte seien alle im Einsatz. In Morungen hatte der Tornado etwa zwölf Dächer teilweise abgedeckt. Darunter waren unter anderem auch ein Garagenkomplex im Ortszentrum und das Feuerwehrgerätehaus. Einwohner des Sangerhäuser Ortsteils sprachen davon, es habe sich angehört, als sei auf einmal ein großer Zug durch den Ort gerauscht. Erschwert wurden die Aufräumungsarbeiten durch starken Regen, der kurz nach 19 Uhr einsetzte. "So etwas war noch nie da", sagte der 71-jährige Günther Neumann aus Morungen. Daniel Henze blickte dort auf seinen Opel Mokka: Der Tornado hatte Steine in die Motorhaube gedrückt. Sangerhausens Oberbürgermeister Sven Strauß (SPD) machte sich am Abend noch selbst ein Bild von den Schäden in Morungen. In sozialen Netzwerken gab es Meldungen über kurzzeitige Stromausfälle. Grund dafür sei ein Blitzschlag in Gonna gewesen. Ortsbürgermeister Volker Kinne (BOS) meldete aus Grillenberg ebenfalls eine ganze Reihe umgestürzte Bäume. "Die Hollywoodschaukel des Nachbarn ist auf die Straße geflogen, am Hühnerberg lag ein Baum auf einer Garage", sagte er. Als Tornado wird eine um sich selbst rotierende Luftsäule bezeichnet. Sie kann, wenn sie den Boden berührt, schwere Schäden anrichten. Früher wurden solche Wettererscheinungen Windhose genannt. Tornado ist heute jedoch der gängigere, international gebräuchliche Begriff." Der Tornado wurde von Sangerhausen aus beobachtet und gefilmt.

Tornado in Morungen
Tornado fegt durch Dörfer (Mitteldeutsche Zeitung, 18.08.17)
Unwetter richtet in Sachsen-Anhalt große Schäden an (Mitteldeutsche Zeitung, 18.08.17)
Schwere Schäden nach Unwetter (MDR, 19.08.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli

Tilleda (Kyffhäuser) (ST)

 19.07.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: möglicherweise gegen 21:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 20.07.2017: "Kinder in Angst - Windhose fegt in Tilleda zwei Zelte weg. Mario Falk hat so etwas noch nie gesehen. "Am Mittwochabend wurde plötzlich der Himmel ganz schwarz und über die Baumwipfel zog eine Windhose hinüber", sagt der Vorsitzender vom Mittelalter-Verein "Corvos - Die Raben" aus Tilleda. Auf der Pfalz in Tilleda fand das vierte Jugend- und Mittelaltercamp statt, und Kinder wie Betreuer waren Zeuge eines Naturschauspiels. "Es ging innerhalb von Sekunden los und war augenblicklich wieder vorbei", schildert Falk. Zwei Zelte wurden durch die Luft gewirbelt, niemand kam dabei zu Schaden. "Ungefähr ein Meter war der Durchmesser der Windhose", schätzt Falk. Sie habe den Boden berührt und sei quer über die Freifläche weitergezogen, schildert er. Natürlich hätten die Kinder Angst gehabt, man habe sie sofort ins angrenzende Bauernhaus gebracht, das aus Stein ist. Dennoch hätten manche der acht- bis zehnjährigen Kinder bis tief in die Nacht hinein vor Aufregung keinen Schlaf gefunden. "Glücklicherweise sind wir mit dem Schreck davongekommen", so Falk. Ansonsten war das Unwetter in der Nacht zu Donnerstag in der Region weitestgehend glimpflich verlaufen. Lediglich zwei Einsätze der Feuerwehren verzeichnete die Rettungsleitstelle des Landkreises. In Unterrißdorf bei Eisleben setzte vermutlich ein Blitzschlag einen Dachstuhl eines Hauses in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, hieß es." - Unklar ist, ob es sich um einen Tornado (Windhose) handelte oder um einen Staubteufel.

Windhose fegt in Tilleda zwei Zelte weg (Mitteldeutsche Zeitung, 20.07.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juni

Töppel (ST)

 22.06.2017 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des MDR vom 26.06.2017: "Nach dem Tornado: Das Dorf Töppel gibt nicht auf - Die heftigen Unwetter am vergangenen Donnerstag haben vor allem den Norden und den Osten Sachsen-Anhalts verwüstet. Besonders heftig traf es Töppel. In dem kleinen Dorf bei Zerbst zerstörte ein Tornado Hauswände und -dächer. Die Bewohner müssen jetzt den Schutt und die Trümmer beseitigen. Der Sturm am vergangenen Donnerstag hat Verwüstungen im ganzen Bundesland angerichtet. Besonders schwer hat es das Dorf Töppel getroffen, ein Ortsteil von Zerbst. Ein Tornado hat in dem 56-Seelen-Dorf Dächer abgedeckt, Autos zusammengeschoben und Wände zerstört. Aus einem Haus mit orangener Fassade ragt ein Balken aus einem Fenster, der Giebel ist schwer beschädigt. Insgesamt wurden sieben Häuser schwer beschädigt. "Der Sturm war in 10 Minuten durch. Dann wurde das ganze Ausmaß des Unglücks sichtbar. Die Nachbarn sind rausgekommen, haben geholfen. Es waren vorwiegend die Frauen zu Hause, die erstmal getröstet werden mussten und die auch völlig überfordert waren", sagte Ortsbürgermeister Thomas Wenzel MDR SACHSEN-ANHALT. Äste und Steine flogen durch die Luft, auch ein Trampolin wurde vom Wind erfasst, mehrere Meter in die Luft gehoben und fortgeweht. Auf seiner Terrasse wollte Michael Ulrich nachsehen, wie stark der Sturm werden würde: "Auf einmal wird es dunkel, dann kommt der Sturm und dann fliegen Steine. Aber wie! Mir kamen die Steine vom Nachbarn entgegengeflogen, da bin ich schnell wieder rein." Trotz der schweren Schäden – verletzt wurde in Töppel niemand. Wie hoch der angerichtete Schaden aber insgesamt ist, ist noch nicht klar. Die Bewohner haben mit dem Wiederaufbau begonnen. Michael Ulrich ist zuversichtlich: "Wir haben noch keine Hilfe gebraucht. Wir in Töppel, wir schaffen das."" - Der Tornado konnte an Hand des Schadenbildes nachgewiesen werden. Die Breite des betroffenen Bereiches beträgt weniger als 40 Meter. Rotation der auslösenden Gewitterzelle wurde analysiert.

Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung (Volksstimme, 24.06.17)
Nach dem Tornado: Das Dorf Töppel gibt nicht auf (MDR, 26.06.17)
Düstere Wetterprognosen nehmen zu (Volksstimme, 29.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt mit Rotation (kachelmannwetter.com)
Mai

Zühlen (ST)

 30.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 01.06.2017: "Eine Windhose bei Zühlen: Baum kracht auf Auto. Glück im Unglück hatte der Fahrer eines VW, der am Dienstag zwischen Zühlen und Heiligenfelde unterwegs war. Ein Baum war auf seinen Wagen gefallen, der Mann blieb unverletzt. Wehren aus Arendsee, Zühlen, Kleinau und Heiligenfelde waren im Einsatz. Arendsee. "Es muss eine Windhose gewesen sein, die zwischen Zühlen und Heiligenfelde acht Bäume beschädigt hat", erklärte Arendsees Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze nach dem Einsatz der Zühlener und Arendseer Feuerwehren am Dienstagabend. Nach eigenen Angaben waren insgesamt acht Bäume oder größere Äste auf die Straße gekracht. In einem Fall hatte ein Autofahrer Glück. Sein Wagen wurde von einem Baum getroffen, doch der Fahrer konnte anhalten und das Fahrzeug verlassen. Das Auto wurde stark beschädigt. Das war gegen 18.45 Uhr. "Es sind auch Bäume am Waldrand Richtung Rathsleben betroffen gewesen", schilderte Hinze das Geschehen am Abend. Im Einsatz waren auch Einsatzkräfte aus Sanne-Kerkuhn, die Bäume von der Straße zwischen Kerkuhn und Thielbeer beseitigen mussten. [...]"

Eine Windhose bei Zühlen: Baum kracht auf Auto (Allgemeine Zeitung, 01.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Loburg bei Magdeburg (ST)

bild
 19.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Möckern aus in Richtung Loburg. In den ersten Sekunden eines Zeitraffer-Videos ist deutlich eine Trichterwolke zu sehen. Dazu der Bericht des Beobachters: "Wir konnten in Sachsen-Anhalt eine sehr schön strukturierte und isolierte Zelle beobachten, die anschließend zum Left-Mover wurde. Hiervon gibt es eine Zeitraffer-Aufnahme. Die Aufnahmen entstanden zwischen 18:20 Uhr und 18:40 Uhr. Es handelt sich um die linke der drei einzelnen Zellen nördlich von Magdeburg. Nachdem die Zelle sich kurz vor 19 Uhr zwischenzeitlich abschwächte, verstärkte sie sich wieder und zog gen Westen, war dann also ein Left Mover, andere Zellen zogen nach NW. Da sich die trichterförmige Wolke rechts neben dem Gewitter über ca. 200 Sekunden hält (ungefähr 40 Bilder im 5 Sekunden Intervall) und ich teilweise eine Rotation erkenne, gehe ich davon aus, dass es ein Funnel war."

Trichterwolke bei Loburg
Beautiful former Thunderstorm Cell + Wind Shear + Funnel (YouTube)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Oktober

Lutherstadt Eisleben (ST)

bild
 22.10.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke: "Am Samstag (22.10.2016 gegen 15 Uhr) habe ich diese Entdeckung gemacht. Das Foto wurde in 06317 Seegebiet Mansfelder Land gemacht und die Richtung ist etwa Rothenschirmbach oder Helfta. Eine Rotation konnte ich aus dieser Entfernung leider nicht feststellen. Allerdings reichte eine Art Rüssel teilweise auch bis nach unten."

Trichterwolke bei Lutherstadt Eisleben
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
September

Silstedt (ST)

 04.09.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich gegen 18:25 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden vor allem auf dem Friedhof in Mörla. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 06.09.2016: "Aufräumarbeiten nach Windhose auf dem Friedhof in Mörla - Das Unwetter hatte am Sonntagabend rund ein Dutzend Bäume in dem Rudolstädter Ortsteil entwurzelt oder Äste abgeknickt."

Fotos: Aufräumarbeiten nach Windhose auf dem Friedhof in Mörla (Thüringer Allgemeine, 06.09.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Aufräumarbeiten nach Windhose auf dem Friedhof in Mörla (Ostthüringer Zeitung, 06.09.16)
August

Querstedt (ST)

 28.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ? Genaue Zeitangabe unsicher. Erhebliche Schäden laut Anwohnern und Fotos: "Mehrere Eichen am Stamm abgeschert, Pappel 1 m abgeschert, diverse Scheunendächer abgedeckt, große Strohballen 100 Meter durch die Luft geschleudert, diverse Anhänger umgeworfen oder gegen Gebäude gefahren."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli
Juni

Alsleben (Saale) (ST),
Trebnitz (ST)

 18.06.2016 / Stärke (F0) Bestätigt

Wernigerode (ST)

 15.06.2016 / Stärke (n. bek.) Plausibel

Rieder bei Quedlinburg (ST)

 01.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Gernrode und Thale aus: "Hallo dieses Foto habe ich gestern um 19 Uhr 30 in Quedlinburg Ortsteil Gernrode am Osterteich aufgenommen. Dieser "kleine Tornado" hat mich beim Spaziergang überrascht. Sowas hatte ich bisher noch nie erlebt und gesehen daß die Mitte sich drehte, ja förmlich nach unten schraubte"

Foto der Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai
April
September
August

Riestedt bei Sangerhausen (ST)

 31.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 31.08.2015: "Carport-Pfosten bohren sich durchs Dach in die Wohnstube - 31.08.2015 21:40 Uhr. Schon wieder hat ein kurzes, kräftiges Unwetter in Riestedt für erhebliche Zerstörung gesorgt. Im Sangerhäuser Ortsteil wurde am Montagabend Bäume entwurzelt, Zaunfelder umgeblasen, Masten umgeknickt und durch Hagel zahllose Pflanzen zerstört. Ganz hart traf es allerdings einen Riestedter, der erst vor kurzem ein Carport gebaut hatte und nun zusehen musste, wie es samt Fundamenten aus der Erde herausgerissen und durch die Luft gewirbelt wurde. Dabei hatte der Mann noch Glück im Unglück. Mehrere der langen Pfosten des Carports, bohrten sich in das Dach des Wohnhauses und landeten direkt in der Wohnstube. Ein anderer Pfosten war gar über das Haus geflogen. Um so erleichterter ist Ortsbürgermeister Helmut Schmidt, dass niemand verletzt wurde. Er selbst war zum Zeitpunkt des Unwetters zu einer Veranstaltung in Sangerhausen und erfuhr erst später, dass seine Feuerwehrleute schon wieder im Einsatz waren. Dort hielt Wehrleiter Helmut Model und sein Stellvertreter Daniel Becker die Fäden in der Hand. "Das war überhaupt nicht abzusehen. Sonst bekomme ich eine Unwetterwarnung, die gab es überhaupt nicht", so Modl. (bl/mz)" - Beobachtungen eines Stormchasers lassen mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Gewitterfallböe (Downburst) als Ursache schließen.

Carport-Pfosten bohren sich durchs Dach in die Wohnstube (Mitteldeutsche Zeitung, 31.08.15)
31.08.2015 Gewitter Riestedt / Sangerhausen (Stormchaser Sachsen-Anhalt)

Wethau (ST)

bild
 14.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 17:52 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud vom Südwestrand der Stadt Weißenfels in Richtung Südwesten.

Funnelcoud bei Wethau
Juli

Sangerhausen (ST)

bild
 18.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 15:06 bis 15:10 Uhr MESZ. Ausgeprägte Funnelcloud nahe Sangerhausen weithin sichtbar. Die Funnelcloud befand sich dicht westlich von Sangerhausen im Bereich des Gewerbegebietes Helmepark oder westlich davon und zog von Nordwest nach Südost.

Funnelcloud über Sangerhausen

Brachwitz bei Halle (ST)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:22 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 08.07.2015: "Ortsbürgermeister der Ortschaft Brachwitz Jan Richter über die Schäden durch das Unwetter - Gegen 20.22 Uhr verdunkelte sich mit einem Mal der Himmel und alles wurde undurchsichtig und grau. So wie die Bilder die Windhose von außen darstellen grau und diesig, genau so sah es aus, nur eben mit einem Blick aus dem Tornadoinneren. Gegen 21.00 Uhr ging das Unwetter dann zum Glück in ein "normales Gewitter mit Regen und Blitzen" über. Eine kurze Sachstandserhebung in Brachwitz ergibt folgendes Bild. Scheinbar baute sich der Tornado aus Richtung Gimritz/Döblitz kommend mitten über Brachwitz zu seiner vollen Stärke auf (vielleicht verstärkt durch das Wasser der Saale) und zerstörte auf seinem Weg von der Aue und der Gimritzer Straße (Höhe Rat der Gemeindeamt) über den Friedhof, Platz der Jugend, weiter über die Morlstraße und den Lindenbergweg bis über den Burgwall weiter in Richtung Saale/ Saale-Kietz/Lettin/Dölau... Dieser Weg zeigt ein Bild der Verwüstung, Sämtliche Bäume in dieser Schneise sind entwurzelt, teilweise wurden Dächer abgedeckt und wo der Wind nicht stark genug war, zerstörten umfallende Bäume den Rest. Die Feuerwehren aus Brachwitz, Friedrichsschwerz, Nauendorf, Döblitz und Wettin sind vor Ort im Einsatz. Die Straßen sind von den Bäumen zu befreien und das Motorsägengeräusch hängt über dem Dorf, um die umgestürzten Bäume so zu kürzen, dass keiner mehr zu Schaden kommen kann." - Nach den vorliegenden Erkenntnissen ist von einer starken Gewitterfallböe (Downburst) auszugehen.

Auswertung Gewitter Brachwitz 07.07.2015 (Wetterstation Brachwitz)
Jan Richter über die Schäden durch das Unwetter (Mitteldeutsche Zeitung, 08.07.15)
Video des Downbursts (YouTube)
Superzelle / Unwetter in Halle am 07.07.2015 | Starkregen in Heide-Nord (YouTube)

Halle (Saale) (ST)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:10 Uhr MESZ. Sehr gut ausgeprägte Wallcloud und Schäden im Hallenser Stadtgebiet. Betroffen sind besonders die Stadtteile Lettin und Trotha. Augenzeugen sprechen von der Beobachtung eines Tornados. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.07.2015: "Besonders erheblich sind die Schäden offenbar im Norden von Halle (Kröllwitz, Dölau). "Hier war die Hölle los", berichtete Online-Redakteur Alexander Schultz per E-Mail, "überall entwurzelte Bäume auf den Straßen, Garagen und Grundstücken. Die Leute sprechen von einem Tornado." In einem Waldstück gegenüber dem Edeka-Markt in Heide-Nord habe der Sturm eine Schneise geschlagen und dabei rund 50 Birken umgeknickt. Vermutlich sei dort eine Windhose durchgefegt. Auch in Trotha wurde ein Tornado beobachtet."

Verdachtsfall Lettin, Trotha (Skywarn)
Schwergewitter 07.07.2015 (Wetter Halle)
Tornadoverdacht Halle (Saale) bis Delitzsch (Beobachtungen/Schäden) (WZ-Forum)
Unwetter verwüstet Region (Mitteldeutsche Zeitung, 07.07.15)
Wallcloud bei Halle (WZ-Forum)
Fotos der Schäden (Facebook)
Radarbild (Kachelmannwetter)

Erdeborn (ST)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Innerhalb weniger Minuten extrem starker Wind, Starkregen, Hagel mit 2-4 cm Durchmesser. Abgerissene Äste, Schäden an Dächern (größere Flächen fehlender Ziegel), zerschlagene Vordächer.

Gewitterfront trifft Mitteldeutschland (MDR)

Röblingen am See (ST),
Erdeborn (ST)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Innerhalb weniger Minuten extrem starker Wind, Starkregen, Hagel mit 2-4 cm Durchmesser. Abgerissene Äste, Schäden an Dächern (größere Flächen fehlender Ziegel), zerschlagene Vordächer. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.07.2015: "Im Seegebiet Mansfelder Land fiel am Dienstagabend der Strom aus, die Feuerwehren sammelten sich in der Einsatzzentrale in Röblingen am See. Auch ein Feuerwehrmann hat einen Tornado beobachtet."

Unwetter verwüstet Region (Mitteldeutsche Zeitung, 07.07.15)
Gewitterfront trifft Mitteldeutschland (MDR, 08.07.15)

Kelbra (Kyffhäuser) (ST)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.07.2015: "Unwetter verwüstet Region - Eine Windhose hat auf dem Zeltplatz Kelbra (Mansfeld-Südharz) und in der Stadt Kelbra eine Schneise geschlagen. Zahlreiche Bäume sind umgestürzt. Auf dem Zeltplatz war unter anderem ein Wohnwagen umgestürzt und hat ein Ehepaar unter sich begraben. Die Frau konnte sich selbst befreien. Der Mann wurde von drei Campern befreit, die sofort Erste Hilfe leisteten. Wie es dem Mann jetzt geht, ist nicht bekannt. Rettungshubschrauber und die Feuerwehr von Kelbra war auf dem Zeltplatz vor Ort. Die Feuerwehren aus Thürungen und Sittendorf waren mit der Beseitigung der Schäden in der Stadt beschäftigt."

Unwetter verwüstet Region (Mitteldeutsche Zeitung, 07.07.15)

Beesenlaublingen (ST)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 08.07.2015: "Windhose deckt Dach ab - Binnen drei Tagen wird die Region Bernburg zum zweiten Mal von einem schwerem Gewitter heimgesucht. Diesmal trifft es Beesenlaublingen und Könnern. Der geschätzte Schaden bewegt sich im unteren fünfstelligen Bereich. Es war eine Rettung in letzter Sekunde: Uwe Liebrecht aus Beesenlaublingen entkam am Dienstagabend nur knapp einer Windhose, die während des Unwetters über sein Grundstück fegte. ?Ich war nur kurz noch einmal draußen, um nach meinem Kater zu sehen, dann wurde plötzlich der Staub aufgewirbelt und ich spürte einen richtigen Druck?, erinnert sich der 49-Jährige an den Sturm. Gerade noch rechtzeitig konnte er sich ins Haus retten und die Tür zuschließen. Weniger Glück hatte seine Garage. ?Als ich ein paar Minuten später aus dem Fenster sah, lag das komplette, dreieinhalb Tonnen schwere Garagendach in meinem Garten. Erkannt habe ich es erst an der Lampe, die noch dran hing?, erzählt der Beesenlaublinger. Für ihn besonders bitter: In seiner Garage parkte sein gerade erst restaurierter Wartburg 311 Pick up, der wie sein Anhänger mitten im Regenwasser stand. Geschätzter Schaden insgesamt: im unteren fünfstelligen Bereich. Aber nicht nur Liebrechts Grundstück am Ortsrand von Beesenlaublingen wurde vom Unwetter heimgesucht."

Windhose deckt Dach ab (Mitteldeutsche Zeitung, 08.07.15)

Magdeburg (ST)

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 04.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20 und 20:30 Uhr MESZ. Der Schlauchförmige Wirbel ging dann in Richtung Boden und löste sich auf, so wie es aussah. In diesem fall ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem so genannten "Horse show vortex" auszugehen. Mehr dazu auch hier: Tornado-FAQ

Horse shoe vortex bei Magdeburg
Juni

Lützen (ST)

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 27.06.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:17 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Espenhain in Richtugn Westnordwest. Der genaue Ort ist nicht bekannt.

Mögliche Funnelcloud bei Lützen
Mai

Alten (ST)

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 12.05.2015 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:11 Uhr MESZ. Beobachtung eines bodennahen Wirbels mit Verbindung zur rotierenden Wolkenbasis im Bereich südwestlich des Flugplatzes Dessau, etwa zwischen Alten und Mosigkau. Definitionsgemäß handelte es sich damit um einen Tornado, der aber nur schwach gewesen sein dürfte.

Tornado in Dessau
Foto des Wirbels (Facebook)
August

Parey (ST)

 09.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Volksstimme vom 10.08.2014: "Sturmböe lässt Pavillon abheben - Parey (sta) l Windhose in Parey (Jerichower Land): Während des Elbauenfestes am Sonnabend Nachmittag gab es auf dem Festplatz an der Mühle heftige Sturmböen, gefolgt von einem ebenfalls kurzen und heftigen Regenguss. Das erste Vereinefest im Rahmen des Elbauenfests wurde deswegen kurz unterbrochen. Die Sturmböe hob einen Pavillon aus seinen Angeln, der als Umkleidezelt hinter der Bühne stand, und beförderte ihn mehrere Meter weiter auf den Mühlenhügel. Ein Teil der Folie hing kurzzeitig im Mühlenflügel. Die anderen Pavillons und Zelte waren gut gesichert und wurden teilweise von Leuten festgehalten. Mehrere große Sonnenschirme kippten um, wobei ein Kind getroffen und mit einer Platzwunde umgehend zum Arzt gebracht wurde. Auf der Bühne musste wegen des heftigen Regens die Musiktechnik schnellstens abgebaut werden, ebenso die Stromzuleitungen. Nach dem Unwetter war in kurzer Zeit fast alles wieder hergerichtet und das Fest ging bei ausgezeichneter Stimmung weiter."

Verdachtsfall Parey (Skywarn)
Tornadoverdacht in Parey im Jerichower Land 9.8.2014 (WZ-Forum)
Sturmböe lässt Pavillon abheben (Volksstimme, 10.08.14)

Wernigerode (ST)

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 04.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 12:41 bis 12:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Südwesten von Wernigerode. "Gegen Mittag zog ein bedrohliches Gewitter auf. Die Wolken rotierten kreis- und spiralförmig und es bildete sich im Verlauf ein Trichter / Wolkenrüssel heraus."
Juli

Merseburg (Saale) (ST)

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 29.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Funnelcloud vom östlichen Merseburg aus in Richtung Süden beobachtet: "Heute Abend ca. 19.15 Uhr konnte ich über Merseburg/ Süd Sachsen - Anhalt etwas beobachten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich den Beginn eines Tornados gesehen habe. Es zog eine Gewitterfront mit starkem Regen und Windböen über Merseburg und andere Teile Süd Sachsen-Anhalts. Zuvor war es den ganzen Tag schwül, sehr hohe Luftfeuchtigkeit bei ca. 27 Grad. Kurz nach 19 Uhr begann das Gewitter. Der Wind kam, wie ich es an den Wolken beobachten konnte aus Nordwesten. Vom Balkon aus konnte ich im Süden dann eine vertikale schnelle Rotation entdecken. Allerdings habe ich keine Verengung nach unten gesehen, also nichts Schlauchartiges. Trotzdem hob sich die "vertikal rotierende Wolkenmasse" von der oberen relativ geraden Wolkendecke ab. Die Rotation war sehr gut zu erkennen und ging relativ weit nach unten, obwohl es, wie bereits gesagt, kein Bodenkontakt gab. Nach ca. 2 Minuten war es vorbei und die Rotationen verschwanden in der Wolkendecke."

Funnelcloud bei Merseburg

Möckern bei Burg (ST)

 27.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Volksstimme vom 28.07.2014: "Windhose fegt über Teile von Möckern - Sturmböen, Hagel und jede Menge Regen sind am Sonntagnachmittag über Teile der Ortschaft Möckern gezogen und haben Schäden an Bäumen und in vielen Gärten verursacht. Die Freiwillige Feuerwehr von Möckern war ab etwa 15 Uhr im Dauereinsatz, um umgefallene Bäume und abgefallene Äste von den Straßen zu räumen. Auch die Drehleiter kam dabei zum Einsatz, so etwa im Hasensprung, wo ein Baum in einen Zaun gekracht war. [...] Der Sturm - andere sprachen von einer Windhose - schien aber nur punktuell zu wüten. Während auch in Pabsdorf und Friedensau prasselnder Regen fiel, bekamen beispielsweise die Stegelitzer deutlich weniger ab. In wieder anderen Orten regnete es gar nicht. Selbst im Gebiet der Ortschaft Möckern richteten Wind und Hagel unterschiedlich viel Schäden an. Über das gesamte Ausmaß gab es gestern keine konkreten Angaben. Personen kamen offenbar nicht zu Schaden, hieß es seitens der Feuerwehr Möckern."

Windhose fegt über Teile von Möckern (Volksstimme, 28.07.14)

Badersleben (ST)

 11.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: später Nachmittag. Aus einer Meldung der Volksstimme vom 12.07.2014: "Glück im Unglück bei Unwetter - Eine Windhose hat am späten Nachmittag in Badersleben gewütet. Die Schäden sind enorm, glücklicherweise nur Sachschäden. Kurz danach beginnen im gesamten Ort die Aufräumarbeiten. Der Schreck sitzt noch tief, als Sönke Dreier den Schaden begutachtet. In seinem kleinen Hof direkt hinter der Wassermühle mitten in Badersleben ist die alte Kastanie umgefallen. Dreier saß mit seiner Familie im Wintergarten direkt daneben. "Plötzlich fragt meine Frau, ob sich der Baum, den es durch den Sturm ordentlich hin und herbewegt hat, nicht mal wieder aufrichten wolle." Und schon habe es gekracht, [...] An einem Flügel der Bockwindmühle hat der Wind die komplette Jalousie weggefetzt. [...] Diese beschriebenen Schäden sind nicht die einzigen, die in Badersleben zu vermelden sind. So sei am Schillerplatz eine Birke umgefallen und habe ein Auto beschädigt, hier habe die Feuerwehr helfen müssen."

Volksstimme-Leser lichtet "Tornado" in Rothensee ab (Volksstimme, 12.07.14)
Juni

Belleben (ST)

 30.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud bzw. eines mutmaßlichen Tornados. "Ich bin mir relativ sicher, heute bei uns Ansätze eines Tornados gesehen zu haben. Wir waren zu dritt mit dem Auto unterwegs von Sandersleben Richtung Alsleben, unmittelbar vor und rechts neben uns befand sich eine riesen Gewitterfront. Wir befanden uns näher an Sandersleben, in Höhe der nebengelegenen Ortschaft Roda, und sind Richtung Alsleben gefahren. Vor uns in der dunkelgrauen Wand befand sich eine hellere Zone, in der sich ein dunkler Rüssel von den oberen Wolken senkrecht nach unten schlängelte. Das Unwetter war unmittelbar vor uns, also vielleicht nen halben km entfernt war die Stelle wo der Rüssel war. Ich sagte noch zu meiner Tochter: "guck mal, das da vorne sieht aus wie ein Tornado", als sich dieser Rüssel kurz nach unten und dann rasch wieder nach oben in die Wolken zog. Im umliegenden Gebiet kam es auch zu starkem Graupelschauer. Es sah unheimlich aus."
Mai
April

Barby (Elbe) (ST)

bild
 18.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, u.a. von Calbe aus in Richtung Nordosten. Die Funnelcloud wurde über einen Zeitraum von etwa 10 Minuten beobachtet. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt. Bei einer Suche vor Ort wurden keine Schäden entdeckt.

Verdachtsfall Barby (Skywarn)
Funnelcloud bei Barby(Elbe)
August

Aken (Elbe) (ST)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Aus einem Kommentar zu einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.08.2013 zu Unwettern im Altkreis Köthen: "Die Feuerwehren im Stadtgebiet von Aken waren ebenfalls wieder im Dauereinsatz. Nach einer Alarmierung am 06.08.2013 um 20:40 Uhr konnte die vorerst letzte Einsatzhandlung gegen 02:30 Uhr beendet werden. Dabei bot sich den Feuerwehrkameraden ein teilweises verwüstendes Bild. Das Dach der Grundschule "Werner Nolopp" ist auf der Nordseite sehr stark beschädigt und die Burgstraße musste in diesem Bereich wegen unzählig herunter gefallener Dachziegel gesperrt werden. In der Kaiserstraße wurden zwei PKWs unter einem Baum begraben. Die L63 zwischen Dessau u. Aken sah aus wie ein Dschungel voller Blätter u. umgestürzter Bäume. Im Bereich der Innenstadt um den Markt wurden mehrere Dächer massiv beschädigt - Dachziegel flogen durch die Luft. Dies nur eine kurze Darstellung einiger Einsatzorte aus der Unwetternacht, in der sich eine leichte Windhose ihren Weg vom Himmel hinab bis auf viele Dächer bahnte. Das Einsatzgeschehen setzte sich dann wegen diverser Sturmschäden den ganzen Mittwoch fort." - Es existiert ein Foto einer Wolkenabsenkung, das auf dem Schützenplatz in Aken aufgenommen worden sein soll. Der Ursprung des Fotos ist unbekannt.

Baum kracht in Köthen auf ein Haus (Mitteldeutsche Zeitung, 07.08.13)
Juli
Juni

Ihlewitz (ST)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 21.06.2013: "[...] In Ihlewitz hat sogar eine Windhose gewütet und ein komplettes Blechdach einer Scheune abgedeckt. ?So etwas habe ich vorher noch nie gesehen?, sagt Ortsbürgermeisterin Barbara Olze. Mehrere Meter lange Blechteile seien wie Papier durch die Luft geflogen und zum Teil auf einem Acker gelandet. Kurzzeitig sei sogar spekuliert worden, dass es sich um einen Flugzeugabsturz handeln könnte. Dem war zum Glück nicht so. ?Wir sind heilfroh, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist?, sagt die Ortsbürgermeisterin. Die umherfliegenden Blechteile hatten eine solche Wucht, dass sie Masten der Stromfernleitung gekappt haben. ?Zwei Masten mussten wir auswechseln?, sagt Maik Hauf von Mitnetz-Strom in Klostermansfeld. [...] Mehrere freiwillige Feuerwehren der Einheitsgemeinde Gerbstedt waren in der Nacht zu Freitag im Einsatz, um die Blechteile von der Straße und vom Acker zu räumen. Nicht auszudenken, wenn eines dieser Blechteile ein vorbeifahrendes Auto getroffen hätte, sagt Barbara Olze. [...]" - Die erheblichen Verfachtrungen sind ein Indiz für einen Tornado. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Scheunendach stürzt ein (Mitteldeutsche Zeitung, 20.06.13)
Windhose in Eisleben (Mitteldeutsche Zeitung, 21.06.13)
Mai

Sangerhausen (ST)

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 28.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 18:52 bis 18:58 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud, u.a. vom Parkplatz Helmetal an der Autobahn A38 in Richtung Osten bis Nordosten, ebenso von Sangerhausen aus. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels im Bereich südöstlich von Sangerhausen ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Sangerhausen

Paplitz bei Genthin (ST)

 09.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:03 Uhr MESZ. Aus dem Skywarn-Forum: "Um 17:03 MESZ wurde von der A2 aus auf Höhe Schopsdorf, ca. 1 km vor der Landesgrenze zu Brandenburg, in Richtung Norden eine ausgeprägte Trichterwolke beobachtet, welche anscheinend Bodenkontakt gehabt haben könnte. Das Ereignis müsste sich zwischen Gehlsdorf und Paplitz (Landkreis Jerichower Land, Sachsen-Anhalt) befunden haben (eher in Richtung Höhe oder westl. von Paplitz). Einem Foto zufolge könnte unterhalb des Trichters ein ausgeprägter Wirbelfuß erkennbar sein." Dazu aus dem Bericht der Stormchaser: "[...] Und dann war da dieser Wirbel direkt am Boden. Der Staub wirbelte umher und wurde nach oben gesaugt. Bäume in der Nähe bogen sich scheinbar bis zum Boden. Und darüber ein kleiner Funnel direkt unter einer kompakten Absenkung, die aufgrund der Lage an der Zelle und einer genauen Studie der Radardaten mit großer Wahrscheinlichkeit eine Wallcloud war. Wir hatten mit einiger Wahrscheinlichkeit einen Tornado gesehen!" (Quelle: Stormchasing Harz-Heide) - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen. Man erkennt unterhalb der beobachteten Funnelcloud auch den Trombenfuß.

Verdachtsfall Paplitz (Skywarn)
Starke Gewitter von Sachsen-Anhalt bis Brandenburg (Stormchasing Harz-Heide)
Starke Gewitter von Sachsen-Anhalt bis Brandenburg (WZ-Forum)

Tryppehna (ST)

 09.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:30 und 16:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von der Autobahn A2 aus, ca. auf Höhe der Anschlussstelle Burg, Ortslage Schermen, in Richtung Südost. Den Angaben zufolge war die Trichterwolke eindeutig ausgeprägt und befand sich im Gebiet nordwestlich von Möckern.

Verdachtsfall Tryppehna (Skywarn)

Micheln (ST)

 07.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. Aus einer Meldung des MDR vom 07.05.2013: "Eigentlich hatte Werner Rademacher gerade aus dem Auto klettern wollen, als er Dienstagnachmittag gegen 16.30 Uhr am Horizont ein seltsames Gebilde bemerkte, das in dem Mann ungute Gefühle weckte. Denn die Wolkenformation, die er beobachtete, sah aus wie ein Tornado - und das ausgerechnet in der Nähe von Micheln, wo schon am 23. Juni 2004 ein Tornado für erhebliche Verwüstungen gesorgt hatte. Rademacher zückte seine Kamera und hielt das seltene Ereignis fest. ?Der Tornado oder was es auch war, war vielleicht einen Kilometer von mir entfernt?, schätzt er, ?und kam auf Micheln zu.? Der Rüssel reichte aber noch nicht bis zum Boden - und nach einer Minute oder anderthalb Minuten löste sich das Ganze wieder auf."

Tornado in Micheln? (MDR, 07.05.13)
Fast ein Tornado (MDR, 08.05.13)
Oktober

Gräfenhainichen (ST)

 04.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 09.10.2012: "Der Sturm am Donnerstagnachmittag ist auch dem Gräfenhainichener Stadtwald zum Verhängnis geworden. "Wir müssen mit bis zu 500 Festmetern Windwurf und Bruch rechnen", zieht Harald Zehler Bilanz. Der Unternehmer bewirtschaftet im Auftrag der Kommune deren 535 Hektar großes Waldgebiet seit Jahren. Schadensereignisse wie das jetzige hat er dort allerdings selten erlebt. Der Fachmann spricht von offensichtlich sehr selten vorkommender Windrichtung aus Südost. "Ähnlich wie damals bei Kyrill." Zehler geht anhand der Situation vor Ort gleichzeitig von einer Windhose aus, die mitten im Wald eine Schneise der Verwüstung gezogen hat. Nicht zuletzt deshalb sind auch Tage nach dem Sturm nur grobe Schätzungen über den Schaden möglich. "Wir müssen das komplette Waldgebiet abgehen. Die umgestürzten Bäume sind von der Straße nicht zu sehen", beschreibt Zehler den momentanen Arbeitsalltag."

Schneise der Verwüstung im Gräfenhainichener Stadtwald (Mitteldeutsche Zeitung, 09.10.12)
August

Volkstedt (ST)

 31.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds, über möglichen Bodenkontakt der Wirbel ist nichts bekannt.

Verdachtsfall Volkstedt (Skywarn)

Genthin (ST)

 02.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des MDR vom 03.08.2012: "Am Donnerstagabend hat sich in Genthin ein schweres Unwetter entladen. Innerhalb weniger Minuten fielen riesige Wassermassen auf die Erde, dazu kam eine Windhose, die erhebliche Schäden anrichtete. Es war kurz und heftig: In Genthin in Sachsen-Anhalt hat am Donnerstagabend ein heftiges Unwetter gewütet. Das Ergebnis waren vollgelaufene Keller, entwurzelte Bäume und zerstörte Autos. Besonders schlimm erwischte es die Bewohner in der Friedhofsstraße. Hier wütete eine Windhose und richtete besonders an parkenden Autos Schäden an. Bei einer Bewohnerin wurde der komplette Zaun zerdrückt, die Garage ist schwer beschädigt. Achim Schmechtig von der Stadtwehr Genthin schilderte: "Wir hatten Einsätze praktisch im Minutentakt. Meist waren es Sturmschäden, Bäume waren umgestürzt und Äste abgeknickt. Dazu kamen vollgelaufene Keller, kurzzeitig war das Abwasser- und Kanalisationssystem überlastet." An ein Unwetter in dieser Heftigkeit konnte sich der Feuerwehrsprecher nicht erinnern." - Wahrscheinlich handelte es sich um einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Genthin (Skywarn)
Geringe Schäden bei heftigem Unwetter (Volksstimme, 04.08.12)
Unwetter zieht über Genthin (MDR, 03.08.12
Juli

Wolfen (ST)

 14.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen Mittag. Meldung einer Windhose in den Medien. Aus einer Meldung des Deutschen Ruderverbandes e.V., vom 22.07.2012: "Die erste RBL-Etappe in der Geschichte Sachsen-Anhalts war eine ganz besondere. Was war passiert? Am Morgen während des Zeitfahrens fegte ein Unwetter über die Goitzsche-Stadthafen-Arena hinweg. "Nachdem sehr starken Südwind des Vormittags zog plötzlich eine Windhose über die Strecke, bei der die gesamte Wetterlage drehte. Hierbei entstand wohl auch die Windhose. Dabei ging leider wertvolle Technik baden, ebenso wie der eine oder andere Achter samt Besatzung. Auch eine Hüpfburg wurde weit aufs Wasser geweht. Das war schon sehr aufregend, aber wir hatten viele helfende Hände die zwischendurch mit angepackt haben und wir sind froh, dass niemand ernsthaft verletzt wurde und die Rennen danach weiter gestartet werden konnten", so RBL-Organisator Nils Budde nach dem schweren Seegang des Vormittags. "

Windige 2. Etappe der flyeralarm Ruder-Bundesliga in Sachsen-Anhalt (Deutscher Ruderverband e.V., 22.07.12)
Juni

Engersen (ST)

 29.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 02.07.2012: "Die am Freitagabend über die Altmark ziehenden Unwetterausläufer sorgten nur für einen Einsatz der Feuerwehren im Altmarkkreis Salzwedel, und zwar bei Engersen. Sonst blieb es zum Glück ruhig. Kurz vor 18.30 Uhr muss eine Orkanböe oder Windhose über die Verbindungsstraße zwischen Engersen und der Bundesstraße 71 gerauscht sein. Denn dort brachen von zwei Kirschbäumen in unmittelbarer Nachbarschaft zwei große Äste ab, die auf die Straße fielen. Aus diesem Grund wurde gegen 18.43 die Ortsfeuerwehr aus Engersen alarmiert, um die Verkehrshindernisse von der Fahrbahn zu räumen. Denn einfach wegziehen ging nicht, da die Äste zu groß waren. [...]"

Süße Belohnung nach dem Einsatz (Allgemeine Zeitung, 02.07.12)
Mai

Mehringen bei Aschersleben (ST)

 11.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 11.05.2012: "Eine Windhose - äußerst begrenzt, aber mit heftiger Gewalt - hat Freitagabend innerhalb von zwei, höchstens drei Minuten rund um die Mehringer Kirche ein Bild der Verwüstung hinterlassen." Die bisherigen Erkenntnisse sprechen deutlich für einen "Microburst" - einer sehr kleinräumigen Gewitterböe.

Downburst Mehringen (Skywarn)
Tornadoverdacht Mehringen (Wetter-Board)
Windhose im Kirchgarten (Mitteldeutsche Zeitung, 11.05.12)
Sturmjäger ermittelt (Mitteldeutsche Zeitung, 14.05.12)
Hagel - Ausnahme oder bald die Regel? (Mitteldeutsche Zeitung, 19.06.12)

Halle (Saale) (ST)

 02.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud: "Es baute sich von Nordost kommend über Halle/Saale Ost auf. Zuerst war die Funnelcloud über den Vorort Merseburg zu sehen, was gegen 20.30 Uhr am selbigen Tag war. Danach zog die Front weiter und sammelte nochmals Kraft über der Saale und der Weißen Elster. Um 21:00 Uhr baute sich schließlich die Front über Halle/Saale und hier Zentral über Halle/Saale-Ost auf. Zum "Ausbruch" kam es von 21:20 an. Mein Standort war zu diesem Zeitpunkt, die Grenzstr. in Halle/Saale. Die Funnelcloud schaffte die halbe Strecke (Anm.: Wolke-Boden), jedoch kein Touchdown. Verwirbelungen waren am Boden nicht zu erkennen, dennoch reichte es um Werbebanner mit zu wirbeln. Einhergehend mit der Bildung der Funnelcloud setzte ein Hagelschauer ein. Die Hagelkörner erreichten Erbsengröße. Insgesamt brauchte die Front zum Entladen ca. 40 min., war danach jedoch als Gewitterfront bis 01:00 Uhr über Halle/Saale aktiv."
September

Dessau-Roßlau (ST)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:10 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 12.09.2011: "Solaranlage fliegt 100 Meter - Die etwa 400 Quadratmeter große Dachfläche des Sanitär- und Umkleidetraktes von Blau-Weiß Dessau sind von einer Windhose zerstört worden. Das Dach war erst 1996 saniert worden. [...] Eine Windhose hatte das Vereinsgelände an der Kreuzbergstraße während des schweren Unwetters am Sonntag in Dessau mit voller Wucht getroffen - Bäume entwurzelt, Schilder umgeknickt, die Auswechselbänke am benachbarten Fußballplatz zerstört - und das 400 Quadratmeter große Dach des Sanitärtraktes abgedeckt. "Ein Anwohnerin hat es beobachtet. Die Windhose hat das Dach regelrecht angehoben und wieder fallen lassen. Die Solaranlage wurde dabei abgerissen, wir haben Teile davon 100 Meter weit entfernt gefunden. Vier zusammen geschlossene Kleinfeld-Fußballtore haben wir nach 80 Metern gefunden", versucht Jaesche, der Geschäftsführer des 900 Mitglieder zählenden Vereins, zu beschreiben, was sich am Sonntagabend auf dem Vereinsgelände abgespielt hat. Die Windhose hat ich mit brutaler Gewalt an der Kreuzbergstraße ausgetobt. Schilder wurden eingedrückt, die Masten der Ballnetzanlage umgeknickt, ein Fahrrad wirbelte durch die Luft, die Frontseite der benachbarten Tennishalle ebenfalls zerstört, Zäune umgerissen, zwei Bäume sind umgekippt."

Einige Fotos der Schäden
Solaranlage fliegt 100 Meter (Mitteldeutsche Zeitung, 12.09.11)
Allee der Holzstapel (Mitteldeutsche Zeitung, 15.09.11)
Keine leeren Versprechungen mehr (Mitteldeutsche Zeitung, 02.01.12)
Firmen und Mitglieder helfen unentgeltlich (Mitteldeutsche Zeitung, 11.05.12)
Solaranlage steht wieder (Mitteldeutsche Zeitung, 11.05.12)

Mosigkau (ST)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:06 Uhr MESZ. Tornado in Mosigkau. Der Fall ist durch das Video zum Fall Rosefeld, Augenzeugenberichte und durch die Art der Schäden bestätigt.

Rosefeld (ST)

bild
 11.09.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Tornado von Osternienburg aus in Richtung Osten beobachtet und gefilmt. Der Tornado trat im Bereich östlich von Elsnigk und nördlich bis nordöstlich von Rosefeld auf. Dort gab es einige Schäden an Bäumen und einzelnen Gebäuden. - Foto: Roman Mehl

Tornado bei Rosefeld (ca. 10 MB)
Tornadoschäden 11.9.2011 bei Rosefeld (Mark Vornhusen)
Tornado über Elsnigk (YouTube)
Tornado Osternienburg, braut sich gerade zusammen (YouTube)
Unwetter in und um Köthen 11.09.2011 Teil.1, Elsdorf bis Köthen (YouTube)
Unwetter in und um Köthen 11.09.2011 Teil.2, in Köthen (YouTube)
Fotos aus Osternienburg (Roman Mehl bei Facebook)
Fotos: Unwetter im SAW-Land (radioSAW, 12.09.11)
Unwetter zieht Schneise der Verwüstung (Mitteldeutsche Zeitung, 12.09.11)

Cörmigk (ST)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:50 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung von KUKKSI.de Nachrichten vom 13.09.2011: "Am Sonntag ist eine Unwetterfront über Deutschland hinweggezogen. Besonders heftig traf es Cörmigk in Sachsen-Anhalt: Dort wütete ein Tornado. In dem Dorf wurden mehrere Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Die Windhose hat ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Am Montagmorgen wurde das Ausmaß sichtbar: Die Menschen standen vor ihren Häusern, welche teils völlig zerstört worden. Zudem haben große Hagelkörner mehrere Scheiben von Autos zerstört." - Allerdings sprechen die bisher vorliegenden Bilder der Schäden deutlich für großen Hagel als Schadensursache.

Die Nacht (13.09.2011) (KUKKSI.de Nachrichten, 13.09.11)
Alles nur noch Bruch (Sächsische Zeitung, 13.09.11)
Gerlebogker Unwetteropfer zieht nach Güsten (Volksstimme, 04.10.11)
August
Juli

Einsdorf (ST)

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 01.07.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 13:12 Uhr bis ca. 13:26-13:28 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados von der Autobahn A38 Leipzig - Göttingen aus, Bodenkontakt konnte von Augenzeugen beobachtet werden. Über das Ausmaß der Schäden ist derzeit nichts bekannt.

Tornado bei Einsdorf
Windhose / Tornado in Mitteldeutschland (YouTube)
(Aufnahmeort: Autobahn A38, ca. 1km westlich der Ausfahrt Allfeld in Richtung Osten)
Juni

Bitterfeld (ST)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Schäden innerhalb einer Schneise in Bitterfeld, etwa 11 Kilometer nordöstlich von Zschernitz. Die Beschreibung von Augenzeugen spricht eher für einen Downburst. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen Bitterfeld und Zschernitz ist sehr wahrscheinlich.

Tornadoverdacht Bitterfeld

Gröbers (ST),
Schwoitsch (ST)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 22.06.2011: "Das Unwetter, das gestern am frühen Abend über den Saalekreis und Halle gezogen war, hatte in Gröbers besonders heftig gewütet. Eine starke Windböe riss das Blechdach einer Baumaschinenfirma aus der Verankerung. Bis zu 20 Meter lange Teile flogen etwa 150 Meter durch die Luft und krachten auf das Haus von Sabine Hackbart. Auch im Garten und im Hof kamen große Dachfetzen herunter, ein Teil versperrte die Eingangstür. Nicht nur das Haus wurde massiv beschädigt, sondern auch ein im Hof geparktes Auto. Mit Schneidbrennern mussten die Helfer anrücken, um die Blechteile wieder abzutrennen. Etwa 20 Feuerwehrleute waren im Ort mit Aufräumarbeiten beschäftigt, da der Sturm auch mehrere Bäume umgeknickt hatte." In Gröbers zieht sich der Bereich der Schäden von der Halleschen Str. (Baufirmagelände) über die Hallesche Str., Lange Str., Kurze Str. und Ringstr. Hier gab es Schäden durch Trümmerschlag (Fenster / Jeallousie). Das Großdach von der Firma flog ca. 150 m weit, die Breite des Schadensbereich könnte man auf 15-20 m eingrenzen. Die "Schneisenlänge" im Ort dürfte sich auf ca. 400 m belaufen. Weiter nordöstlich sind Schäden in Schwoitsch bekannt, dann im Gewerbe- und Industriepark Gröbers an der Autobahn A14. Dort wurde an der Meteomedia-Wetterstation Kabelsketal-Gröbers eine Böe von 169 km/h gemessen. Weiter gab es Schäden im Ort Gottenz. Dazwischen ist praktisch nur offenes Land anzutreffen. Ob ein Zusammenhang zum Fall bei Zschernitz besteht, ist nicht bekannt. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall wegen der enormen Verfrachtungen und der Messwerte als bestätigten Tornado zu führen.

Verdachtsfall Gröbers (Skywarn)
[Verdacht] 22.06.2011 3 Verdachtsfälle bei Leipzig (Stormchaser-Europe-Forum)
Einsätze 2011(Feuerwehr Osmünde)
Das halbe Dach ist weg (Mitteldeutsche Zeitung, 22.06.11)

Braunsbedra (ST)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 23.06.2011: "Eine Windhose raste am Mittwoch gegen 17.30 Uhr durch das Gartencenter im Ortsteil Neumark und hinterließ eine Schneise der Zerstörung. Hohe Bäume am Rande des Areals knickten um wie Streichhölzer, oberarmdicke Äste flogen durch die Luft wie trockene Blätter." Neumark befindet sich ca. 1,5 km nordnordwestlich von Braunsbedra und ca. 11 km südwestlich von Merseburg. Die Schadenanalyse ergab, dass es sich um einen Downburst handelte.

Verdachtsfall Neumark (Skywarn)
Unwetter im Saalekreis, ... das war heftig! (Saalekreis-Treff)
Ich wollte nur noch weg (Mitteldeutsche Zeitung, 23.06.11)
Nach Unwetter Kettensäge im Dauereinsatz (Mitteldeutsche Zeitung[/url], 28.06.11)

Bad Lauchstädt (ST)

 21.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden im Stadtgebiet. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 15.01.2012: "[...] So erinnern sie an die Windhose, die im Juni 2011 durch die Stadt zog, Dächer teilweise abdeckte und Bäume umriß." Die Feuerwehr Bad Lauchstädt wurde um 17:53 Uhr alarmiert und hatte zahlreiche Einsätze bis in den späten Abend.

Einsatzübersicht 2011 (Feuerwehr Bad Lauchstädt)
Das halbe Dach ist weg ( Mitteldeutsche Zeitung, 22.06.11)
Kettensäge wird öfter gebraucht als Wasserspritze ( Mitteldeutsche Zeitung, 15.01.12)

Wasserleben (ST)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:00 und 17:30 Uhr MESZ. Dazu aus einer Meldung der Volksstimme vom 09.06.2011: "Vier Tage nach dem heftigen Hagelsturm sind die genauen Schäden noch immer nicht exakt zu beziffern. [...] Schätzungen zufolge, sind im Bereich rund um Wasserlebens "Ilsestrandbad" fast 50 Bäume umgestürzt oder abgeknickt. Seit Dienstag werden die versperrten Wege freigeschnitten. An der Wiedereröffnung des Schwimmbades am Freitag hofft man, festhalten zu können. [...] Seit Dienstagvormittag wird rund um Wasserlebens "Ilsestrandbad" aufgeräumt. Der schwere Hagelsturm hatte hier am späten Montagnachmittag ganze Arbeit geleistet (wir berichteten). Mehrere Augenzeugen berichteten inzwischen, eine sogenannte Windhose beobachtet zu haben. Und das gleichermaßen in Langeln, wie über Wasserleben. Und tatsächlich scheint die höchstens 50 Meter breite Schneise am Ilsestrandbad, also mitten durch den Wald, im Nachhinein genau dafür zu sprechen. Direkt neben dem Eingang zum Schwimmbad lagen noch am Dienstag kreuz und quer mehrere Eschen- und Ahornbäume, teilweise mit einem Stammdurchmesser von fast 60 Zentimetern. Anzeichen von morschen Stellen? Fehlanzeige! [...]"

Hagelunwetter Langeln / Tornado Wasserleben ( Wetter-Board)
Hagelsturm hinterlässt ein großes Chaos ( Volksstimme, 08.06.11)
Sturm reißt an der Ilse fast 50 Bäume um ( Volksstimme, 09.06.11)
Mai

Hötensleben (ST)

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 22.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:18 bis 12:23 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen, gut ausgeprägten Funnelcloud von zahlreichen Augenzeugen in der Region rund um Hötensleben. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. Foto: Sebastian Jungemann

Möglicher Tornado bei Hötensleben
Verdachtsfall Schwanefeld ( Skywarn)
Möglicher Tornado in Sachsen-Anhalt ( WZ-Forum)
Funnelcloud über Schöningen am 22.5.2011 ( YouTube)
Wolsdorf im Kreis Helmstedt erlebte die Vorstufe eines Tornados ( newsclick.de, 23.05.11)
September

Derenburg (ST)

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 12.09.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:00 und 20:05 Uhr MESZ. Funnelcloud oder Tornado von Blankenburg (Harz) in Richtung Derenburg beobachtet und fotografiert.

Funnel oder Tornado bei Derenburg
Mai

Moschwig (ST)

 24.05.2010 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 14:30 und 14:40 Uhr MESZ. Etwa ein Kilometer südlich von Moschwig (Sachsen-Anhalt) und etwa fünf Kilometer südlich von Bad Schmiedeberg findet sich eine durchgehende, von den übrigen Schäden am 24.05. räumlich deutlich getrennte Schneise von ca. 1,1 km und maximal 220 m Breite. Das Fallmuster der Bäume zeigt ein eindeutiges tornadisches Bild und im fortführenden Bereich ein recht komplexes Wurfmuster. Von einem Tornado als Ursache ist auszugehen.

Tornado bei Moschwig ( Skywarn)
Tornado beginnt seinen Zerstörungsfeldzug in der Dübener Heide ( Dresdner Neueste Nachrichten, 06.06.10)
Juli

Magdeburg (ST)

 01.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des MDR vom 01.07.2009: "Gewitterschäden in Magdeburg - Ein schweres Gewitter hat in Magdeburg und Umgebung Schäden verursacht. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Insgesamt musste die Feuerwehr zu rund 40 Einsätzen ausrücken. Unter anderem stand die zentrale Notaufnahme der Uniklinik unter Wasser. Betroffen war auch die Kindertagesstätte der Uniklinik. Durch vier Blitzeinschläge entstanden drei Dachstuhlbrände. Der Schaden beträgt rund 40.000 Euro. Außerdem geriet ein PKW in Brand. Im Südwesten der Stadt beschädigte eine Windhose die Baumkronen eines Straßenzuges. Gemeinsam mit der Feuerwehr war das Technische Hilfswerk im Einsatz." - Aus einer Meldung der Volksstimme vom 02.07.09: "Eine Windhose köpft auf einer Strecke von rund 500 Metern in der Gernröder Straße die Chausseebäume, einer davon fällt ganz um. Auch hier ist die Feuerwehr bis zum Abend im Einsatz."

Tornadoverdacht Magdeburg (Skywarn)
Gewitterschäden in Magdeburg (MDR, 01.07.09)
Schweres Gewitter: Blitzeinschläge, überflutete Straßen und Keller (Volksstimme, 02.07.09)
Juni

Zscherben bei Halle (ST)

 16.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 17 Uhr. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 17.06.09: "Im Teuschenthaler Ortsteil Zscherben im Saalekreis hat ein Unwetter am Dienstagabend Rettungskräfte von Feuerwehr und Polizei in Atem gehalten. Kurz nach 17 Uhr legten Hagel und Regen den Vekehr in dem kleinen Ort am westlichen Stadtrand von Halle lahm. Angaben vom stellvertretenden Feuerwehr-Chef Steffen Lenz lagen die Hagelkörner auf den Straßen 20 Zentimeter hoch. Anwohner berichteten sogar von einer Windhose, die sich zwischen Halle und Zscherben gebildet haben soll."
Mai
August

Hasselfelde (ST),
Allrode (ST)

bild
 08.08.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: etwa zwischen 19:30 und 19:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Volksstimme vom 15.08.08: "Windhose wirbelt nach Allrode - Diesen Tornado bei Hasselfelde im Bild einzufangen, gelang Marcus Schröter vom Harzer Feuerwehr-Kurier letzten Freitag. Erst wirbelte der Sturm in der Stadt herum, dann zog er Richtung B 81 zur Westernstadt, Marcus Schröter im Auto hinterher. Schließlich gelang ihm gegen 19.30 Uhr (Anm.: Uhrzeit nachträglich korrigiert) noch schnell dieses Foto, während sich die Windhose auf einem Feld Richtung Allrode auflöste." Der Funnel zog später ohne Bodenkontakt weiter nach Osten in Richtung Harzgerode und wurde dann sogar von der Rammelburg aus beobachtet.

Tornado zwischen Hasselfelde und Allrode ( Wetter-Board)
Funnel bei Harzgerode
Juli

Heeren (ST),
Tangermünde (ST)

 11.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Dazu eine Meldung der Volksstimme: "Zurück nach Heeren, das am schlimmsten heimgesuchte Dorf. Eine Windhose brachte hier zwei massive Scheunen zum Einsturz. Die Mauern fielen teilweise auf die Straße, Ziegelsteine fl ogen meterweit und beschädigten in der Groblebener Straße ein Auto, in dem zum Glück niemand saß. Am Weller Weg riss der kleine Tornado das Flachdach eines Wohnhauses weg. " Es hob sich ab wie ein Stück Papier ", sagt der Hausbesitzer. In Tangermünde, wo zahlreiche Bäume kippten und teilweise Stromleitungen beschädigten, wurde das Flachdach der Brunsbergschule teils abgedeckt, teils hochgewellt. Die Feuerwehr sammelte Dachsegmente in der näheren Umgebung ein. In der Lüderitzer Straße brachte der Sturm Bäume und einen Strommasten zu Fall. In der Neuen Straße und der Kirschallee krachten Bäume auf Garagen."

Schweres Unwetter richtet Schäden in Ort in der Altmark an ( MDR, 11.07.08)
Unwetter richtet großen Schaden an ( Mitteldeutsche Zeitung, 11.07.08)
Windhose bringt in Heeren zwei Scheunen zum Einsturz ( Volksstimme, 12.07.08)

Rustenbeck (ST),
Bonese (ST)

 03.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Nach einem Bericht der Volksstimme vom 05.07.08 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Die Region um Bonese traf das für Donnerstagabend angekündigte Unwetter am stärksten. Um 18:08 Uhr löste die Leitstelle in Klötze Alarm in Bonese aus. [...] In Richtung Rustenbeck entwickelte sich das Unwetter zu einer Windhose. Die Schäden begannen schon hinter Dülseberg, [...] beschäftigt, die Dorfstraße in Rustenbeck von Eichenästen zu beräumen. Den Hof von Karl-Heinz Bethge hat es gleich doppelt getroffen. Zwei Stalldächer sind teilweise abgedeckt und haben auch das Hausdach mit beschädigt. Weiter ging es Richtung Bonese. Die Feuerwehren haben ganze Arbeit geleistet und die Kreisstraße nach Schmölau von den vielen Ästen und umgestürzten Bäumen beräumt. Die Waldbsitzer jedoch werden daran noch lange zu tun haben, denn der Sturm hat in einer Schneise von Rustenbeck bis Markau viel Holz zum Liegen gebracht."
Mai

Reddeber (ST)

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 23.05.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MESZ. Der Tornado wurde nördlich von Wernigerode beobachtet und fotografiert. Er entstand im Bereich eines kleinräumigen Schauers.

Tornado bei Wernigerode ( Wetter-Board)
Oktober
Juli
Juni

Badeborn (ST)

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 22.06.2007 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 15 und 17 Uhr MESZ. Zwei kurze Schläuche wurden östlich von Quedlinburg beobachtet, einer davon hielt sich mehrere Minuten und wurde dabei länger. Es liegen Augenzeugenberichte über aufgewirbelten Staub vor, damit ist von Bodenkontakt im Bereich freier Felder auszugehen. Ob eine weitere Beobachtung aus Welbsleben (ca. 14 km ostsüdöstlich von Badeborn) zum selben Fall gehört, ist nicht geklärt.

Tornado bei Badeborn
Video des Funnels bei Badeborn (YouTube)
Verdachtsfall Hoym (Skywarn)
Mai
Januar

Bräsen (ST)

 18.01.2007 / Stärke (F2) Verdacht
Eine etwa 50 bis 100 Meter breite Schneise im Landkreis Anhalt-Zerbst beginnt bei Thießen, weiter ostwärts folgend südlich an Hundeluft vorbei, dann über den äußersten Süden des Ortes Bräsen und den dortigen Friedhof hinweg bis fast an die Autobahn A9 (nahe Abfahrt Köselitz) heran. Ob auch Schäden auf der A9 auf das Ereignis zurückgeführt werden können, ist nicht klar. Ebenso ist der mögliche Zusammenhang zum Fall Zerbst noch nicht geklärt.

Bericht von Jens Fricke
Bericht von Thilo Kühne (Skywarn)
Kyrill legt Kahlschlag im Bräsener Wald (Mitteldeutsche Zeitung)

Jüdenberg (ST),
Schleesen (ST)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zitat aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 24.01.07: "Im Raum Jüdenberg und Schleesen haben Windhosen in ein bis drei Hektar großen Waldgebieten gewütet."

Lutherstadt Wittenberg (ST)

 18.01.2007 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: Am Abend, ca. 18:40 Uhr MEZ. Es gab drei Verletzte und die Schäden beliefen sich auf mehr als 10 Millionen Euro. Von einem Tornado als Ursache kann ausgegangen werden, die genaue Stärke steht noch nicht fest. Besonders große Schäden gibt es in Wittenberg im Bereich der Dresdner Straße und weiter östlich in Mühlanger an der Bundesstraße B 187 am Ortseingang.

Spezial zum Tornado in Wittenberg

Zerbst/Anhalt (ST)

 18.01.2007 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MEZ. Zitat aus der Meldung der Volksstimme: "...Andere berichten, dass sie diese Windhose, den Verlauf des Wirbelsturms bei den hellen Blitzen gegen 18.30 Uhr gesehen haben." Im Ort gab es im Bereich einer etwa 150 bis 200 Meter breiten Schneise Schäden an Bäumen und Gebäuden. Größere Dachteile und ähnliche Gegenstände wurden hunderte Meter verfrachtet. Die Schneise beginnt mindestens 12 Kilometer westlich von Zerbst und setzt östlich fort, eventuell sogar bis nach Bräsen.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)


Fotos der Schäden (Thomas Gahler)

Wernigerode (ST)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MEZ. Hier wurde das Blechdach einer alten Eislaufhalle abgedeckt. Die Teile wurden über den Parkplatz eines Supermarktes verstreut. Die bisherige Untersuchung spricht deutlich gegen einen Tornado als Ursache.

Eventuell Tornado in Wernigerode (Wetterzentrale)
August

Weißandt-Gölzau (ST)

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 06.08.2006 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:15 Uhr MESZ, eventuelle etwas früher im Bereich einer kleinräumigen Schauerzelle, im äußersten Südosten des Kreises Köthen, Mehrere Augenzeugen haben den Tornado und auch den Bodenkontakt mit aufgewirbeltem Material beobachtet, auch Fotos sollen vorhanden sein. In einem Feld konnte eine ca. 300 Meter lange und ca. 30 Meter breite Schneise gefunden werden.

Fotos des Tornados
Tornado am 6.8.2006 bei Köthen (Wetterzentrale)
Tornado bei Gölzau (Köthen) ist gesichert (Andreas Kämmer, WZ)
06.08.2006 Tornado bei Weißandt-Gölzau (LK Köthen) (Thomas Gahler)
Bild des Gölzauer Tornados aufgetaucht (Andreas Kämmer, WZ)
Neue Bilder vom Tornado Gölzau (Thomas Gahler, WZ)
2 neue Fotos vom Tornado bei Gölzau (Thomas Gahler, WZ)
Juli

Quedlinburg (ST)

 27.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 12:20 Uhr MESZ, ein Versicherungsvertreter sprach von Tornadoschäden, möglicherweise gibt es Augenzeugen des Tornados.

Arendsee (Altmark) (ST)

 23.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:30 Uhr MESZ, Kreis Salzwedel. Hier liegen Funnelsichtungen vor, es entstanden erhebliche Schäden. Ob diese auf einen Tornado zurückgeführt werden können, ist offen.
Juni

Elbe (Elster) (ST),
Gielsdorf (ST)

 30.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Juni 2006 - "Wind knickt Bäume um: Elster/MZ. Alarmiert wurde gestern um 15.09 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Elster (Anmerkung: Kreis Wittenberg). Einsatzort war die Gielsdorfer Straße. Kurz hinter dem Bahnübergang von der früheren Tankstelle Schulze bis fast nach Gielsdorf hatte der Sturm, es war sogar von einer Windhose die Rede, mehrere Bäume geknickt. Zahlreiche Äste lagen auf der Fahrbahn. Ein Baum war in eine Telefonleitung gefallen.[...]" (Quelle: Elbe-Elster Kurier, Mitteldeutsche Zeitung)

Kalbe (Milde) (ST)

 20.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18 und 18:45 Uhr MESZ. Von Packebusch aus konnten verdächtige Wolkenstrukturen im Bereich Kalbe (Milde) beobachtet und gefilmt werden. In Kalbe gab es Schäden, ein möglicher Zusammenhang ist aber nicht bekannt.

Möglicher Tornado im Raum Kalbe

Weißandt-Gölzau (ST)

 08.06.2006 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 23:10 Uhr MESZ. Dazu der Bericht eines Augenzeugen: "Die Schneise war ca. 30 m Breit und 300 m lang, die Fallmuster waren durgehend zyklonal, das Stroh fiel auf der Ostseite der Scheise nach Norden und auf der Westseite nach Süden. In der Mitte fand man immer wieder kleine Inseln, wo noch Stroh stand, um diese wurde das Stroh im Kreis plattgedrückt. Der Tornado zog relativ langsam, obwohl starker Höhenwind vorherrschte, die Dauer kann auf 5 - 10 Minuten geschätzt werden. Die genaue länge des Bodenkontaktes ist nicht bekannt, da sonst nur abgeerntete Felder und Rübenfelder vorhanden waren, man kann aber von 1 - 2 km ausgehen. Der Tornado wurde höchstwahrscheinlich wie vermutet durch einen Baggersee, welcher zu dem Zeitpunkt sehr warm war, verursacht. Es sind bis jetzt 4 Augenzeugen bekannt. Ein Augenzeuge machte sogar analoge Fotos, falls diese brauchbar sind, wird sie Tommy nach Entwicklung veröffentlichen. Der Tornado soll als dunkler Schlauch mit Trichter sichtbar gewesen sein, welcher "schwankte" und mindestens einmal kurz den Bodenkontakt verlor. Der Schlauch ging bis auf den Boden und es war Rotation erkennbar. Ein Augenzeuge beschrieb eventuell sogar eine Wallcloud." (Andreas Kämmer)
Mai

Kleinmühlingen (ST)

 31.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Frühjahr 2006 - "Im Sommer rückten die Kleinmühlinger zu einem Feldbrand aus, im Frühjahr mussten sie die Chaussee nach Schönebeck frei schneiden, wo eine Windhose Bäume umgeworfen hatte." (Quelle: Feuerwehrnachwuchs unter dem Fähnchen, Volksstimme). Kleinmühlingen liegt südlich von Schönebeck/Elbe.

Teuchel (ST)

 31.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Mai 2006 - "Gartenhaus fliegt durch die Luft: Wittenberg/MZ/mac. Nicht unerhebliche Schäden hat der starke Wind am vergangenen Wochenende in der Region angerichtet. Betroffen war insbesondere der Winzerweg im Wittenberger Stadtteil Teuchel. Dort sind auf einer Länge von etwa 100 Metern Schäden auf mehreren Grundstücken entstanden. Eine Windhose riss zwei Gartenhäuschen aus der Verankerung und ließ sie mehrere Meter durch die Luft fliegen. Laut Polizei brach auch ein Carport zusammen [...]" (Quelle: Elbe-Elster Kurier, Mitteldeutsche Zeitung)

Wulferstedt (ST)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Ein Konzertveranstaltungsort wurde verwüstet: "Nachdem die Technik und das Festivalzelt bereits aufgebaut waren, fegte plötzlich eine Windhose über das Veranstaltungsgelände und hob das sehr robuste Zelt einen guten halben Meter in die Höhe. Mit Mühe und Not konnten ein paar Helfer die Planen und das Gestänge wieder auf den Boden zurückziehen. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt und die Technik blieb noch einmal verschont. Dabei hatte es ein paar Meter weiter sogar Bäume enthauptet." (Quelle: einheitsschritt)

Spickendorf (ST)

 20.05.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
"In Spickendorf im Saalkreis tobte eine Windhose. Innerhalb von zehn Sekunden zog dieser Mini-Wirbelsturm auf einer Fläche von 30 mal 50 Metern eine Schneise der Verwüstung. Zwei Lagerhallen, mehrere Autos und 30 Bäume wurden beschädigt. Der Schaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Ein Anwohner erlitt einen Schock." Quelle: MDR. Hier liegt ein Fehler vor, die Schneise dürfte eher 500 Meter lang sein. Der Tornado trat gegen 19 Uhr MESZ auf.
Windhose wütet im Saalkreis (ddp)
Sturmtief sorgt für viele Schäden (Mitteldeutsche Zeitung)
Tornado gestern in Sachsen - Anhalt - Diskussion im WZ-Forum
Zurück aus Spickendorf, totale Verwüstung
Erste Bilder zum Tornadoverdachtsfall Spickendorf
Ausführliche Schadensanalyse Tornado. Spickendorf (Andreas Kämmer)
Windhose wütet im Saalkreis (anhaltweb)
Dezember

Rothenschirmbach (ST)

 Jahr 2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Dezember 2005 - Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem Dezember 2005 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Glasstücke fliegen durch die Luft. Rothenschirmbach/MZ/bth. Das hätte ins Auge gehen können. Der Sturm am Freitagmittag riss zwei Lichtkuppeln vom Dach der Firma Wendler Schalung in Rothenschirmbach. Die Bruchstücke der beiden jeweils fast 80 Quadratmeter großen Fiberglasdächer flogen wie Geschosse herum. Der Knall war noch in der 500 Meter entfernten Agrargenossenschaft zu hören. Herumfliegende Trümmerteile des Daches bohrten sich in die Fassade des benachbarten Gebäude ..."
November

Oberröblingen (ST)

 30.11.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, November 2005 - Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem November 2005 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Wirbel erregt Gemüter. Unser Leser Marco Reinhardt stockte fast der Atem, als er gestern gegen 14.15 Uhr mit seinem Pkw auf der A 38 von Rothenschirmbach Richtung Sangerhausen fuhr. In der Nähe von Oberröblingen erblickte er am Himmel eine Windhose, die zum Glück nicht bis zur Erde reichte. Schnell zückte er seine Kamera, um das Naturereignis aufs Bild zu bannen."
September

Wettin (ST)

 30.09.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, September 2005 - "Windhose auf Burg Wettin: Wettin/MZ/rbö. Eine Windhose hat beim Burgfest am Samstagabend in Wettin für Aufregung gesorgt. Das Naturereignis, das sich aus einer Schlechtwetterfront entwickelte, betraf Händler und Handwerker. Ihre Verkaufsstände auf dem Burghof wurden verwüstet. Es entstand beträchtlicher Sachschaden. Ingrid Dobbertin aus Schochwitz beispielsweise meldete den Verlust von 450 Gläsern mit Marmelade. Augenzeugen zufolge mussten auch Camper, die am Saalestrand zelteten [...]" (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, Halle-Saalkreis)
Juli

Merseburg (Saale) (ST)

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 10.07.2005 / Stärke (F1) Verdacht
In einer langen Spur mitten durch Merseburg entstanden an diesem Tag verbreitete Schäden. Zunächst gab es kaum Hinweise auf einen Tornado, allerdings sollten schon damals einige Leute einen "Schlauch" gesehen haben, der sich zum Boden senkte. Monate später tauchte ein Foto auf, das eventuell nach einem Tornadoschlauch aussieht.

Tornadoverdacht mitten über Merseburg (Andreas Kämmer, sehr langer Bericht)
Foto aus Merseburg von Nadine Rahmig
Diskussion im Forum der Wetterzentrale

Micheln (ST)

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 07.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bei Micheln wurde gegen 19:10 bis 19:25 Uhr MESZ dieser Funnel beobachtet. Ob der Schlauch möglicherweise sogar Bodenkontakt hatte und ob hier Schäden auftraten, ist nicht bekannt. Ein Bodenkontakt kann aber nicht ausgeschlossen werden.
Fotos von Jens Fricke
Foto und Video von Matthias Jost
Juni

Bad Kösen (ST)

 25.06.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
In der Kurstadt nahe Naumburg traten erhebliche Schäden an Gebäuden und Vegetation auf. Möglicherweise traten hier ein Tornado und eine kräftige Gewitterböe südlich davon etwa gleichzeitig auf. Etwa 6 Kilometer westlich von Bad Kosen konnte in Hassenhausen ein Funnel beobachtet werden, auch Bodenkontakt wird hier nicht ausgeschlossen.

Unwetter im Burgenlandkreis
Bericht zum möglichen Tornado in Bad Kösen
Juli

Burgsdorf bei Lutherstadt Eisleben (ST)

 31.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum: nicht bekannt; Monat Juli - Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung soll im Mansfelder Land eine Windhose aufgetreten sein.

Allstedt (ST)

 23.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Das Datum ist nicht genau bekannt. Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem Juli 2004 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Sieben Linden sind einfach abgeknickt - Von unserer Redakteurin Beate Lindner. Allstedt/Sangerhausen/MZ. Die Windhose, die am Samstagabend in Allstedt "Unter den Linden" wütete (die MZ berichtete), hat vermutlich sieben Bäumen das Leben ausgehaucht. Eine exakte Höhe des Sachschadens konnte gestern noch nicht beziffert werden. Mit den Aufräumungsarbeiten ist im Rohnestädtchen begonnen worden, vor allem dort, wo es um die Verkehrssicherheit geht. Laut Allstedts Verwaltung ..." Der weitere Text der Meldung liegt leider nicht vor.

Werschen (ST)

 20.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
In Werschen bei Hohenmölsen im Kreis Weißenfels soll dieser Tornado aufgetreten sein: "Am 20.07. gab es ein Unwetter mit Windhose in Werschen und es kam zu größeren Gebäudeschäden. Umstürzende alte Bäume trugen mit zur Schadensverursachung bei. Das Thema Fällgenehmigung zur Gefahrenabwehr musste neu angedacht werden." (Quelle: Amtsblatt der Stadt Hohenmölsen, 31.01.2005). Auch nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem Juli 2004 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Nach Katastrophe regiert die Angst - Von unserer Redakteurin Yvette Meinhardt. Werschen/MZ. Ein großes Loch klafft im Dach, die Fensterscheiben sind vom Steinschlag gezeichnet, der Garten gleicht einer Wüste -Erika und Klaus-Peter Elle stehen vor einem Scherbenhaufen. "Am Dienstagabend ging in Werschen die Welt unter. Eine Windhose brach über uns herein, plötzlich flog das Dach des Saales an der Gaststätte auf und davon, riss den Strommast um, segelte über die B 91 und land ...""
Juni

Micheln (ST),
Trebbichau (ST)

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 23.06.2004 / Stärke (F3) Bestätigt
Am Mittwoch, den 23. Juni 2004, bildeten sich hinter dem Ausläufer eines ungewöhnlich kräftigen atlantischen Sturmtiefs mit Zentrum über England in feuchtmilder südwestlicher Strömung in weiten Teilen Deutschlands zahlreiche Schauer und Gewitter. Dabei gab es nach den vorliegenden Meldungen mehrere mutmaßliche Tornados, darunter ein stärkerer Tornado in Sachsen-Anhalt. Dieser Tornado trat kurz vor 19 Uhr nördlich bis nordwestlich von Köthen auf, in Micheln gab es mehrere Verletzte und erhebliche Sachschäden in Millionenhöhe.

Ausführlicher Bericht zum Tornado von Micheln

Wolfen (ST)

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 12.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:40 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: u.a. Michael Kutscher)

Funnelcloud bei Wolfen

Seeburg bei Lutherstadt Eisleben (ST)

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 12.06.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
In höhenkalter Luft entstanden am Samstag, den 12. Juni, in weiten Teilen Deutschlands zahlreiche Schauer und Gewitter, die örtlich kräftig waren. Tornados bildeten sich unter anderem in Sachsen-Anhalt. Bei Seeburg wurden gegen 16:10 bis 16:20 Uhr direkt an der Grenze zwischen den Kreisen Mansfelder Land und dem Saalkreis kurz nacheinander gleich zwei schwache Tornados beobachtet. Viele Menschen konnten die beiden Schläuche sehen, einige hatten auch Kameras dabei, wobei es nicht jede/r schaffte, die beiden, kurz nacheinander aufgetretenen Tornados noch in voll entwickeltem Zustand zu fotografieren. Unter anderem wegen einer Veranstaltung am Seeufer in Seeburg waren hier zahlreiche Menschen unterwegs, die Schäden am Boden waren aber nur gering und verletzt wurde niemand.

Schochwitz von Holger Schröter (bei Patrick Stoor)
nördlich von Wansleben von Maria Stock
Seeburg von Familie Gauert

Seeburg bei Lutherstadt Eisleben (ST)

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 12.06.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
In höhenkalter Luft entstanden am Samstag, den 12. Juni, in weiten Teilen Deutschlands zahlreiche Schauer und Gewitter, die örtlich kräftig waren. Tornados bildeten sich unter anderem in Sachsen-Anhalt. Bei Seeburg wurden gegen 16:10 bis 16:20 Uhr direkt an der Grenze zwischen den Kreisen Mansfelder Land und dem Saalkreis kurz nacheinander gleich zwei schwache Tornados beobachtet. Viele Menschen konnten die beiden Schläuche sehen, einige hatten auch Kameras dabei, wobei es nicht jede/r schaffte, die beiden, kurz nacheinander aufgetretenen Tornados noch in voll entwickeltem Zustand zu fotografieren. Unter anderem wegen einer Veranstaltung am Seeufer in Seeburg waren hier zahlreiche Menschen unterwegs, die Schäden am Boden waren aber nur gering und verletzt wurde niemand.

Schochwitz von Holger Schröter (bei Patrick Stoor)
nördlich von Wansleben von Maria Stock
Seeburg von Familie Gauert
Mai

Heiligenthal bei Hettstedt (ST)

 11.05.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach den Beschreibungen der in Medienmeldungen zitierten Augenzeugen trat ein Tornado auf. Vor allem wegen der Verfrachtung von zusammengefalteten Dachplatten in das 1,5 Kilometer entfernte Lochwitz muss wohl von einem Tornado ausgegangen werden. Eine Frau wurde durch einen umherfliegenden Dachziegel am Kopf verletzt.

Mitteldeutsche Zeitung, 13.05.2004
(Zusatz: Die Äußerungen des im Zeitungsbericht zitierten Meteorologen stimmen so nicht. Der Begriff "Mini-Tornado" wird nicht verwendet; wenn, dann war es ein ganz normaler Tornado. Und eine Zunahme der Tornados bei uns kann überhaupt noch nicht nachgewiesen werden.)
Mitteldeutsche Zeitung, 14.05.2004
Tornado in Heiligenthal (Skywarn)
Juli

Gleina bei Naumburg (ST)

 24.07.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Laut einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung (Ausgabe der letzten Julitage 2003) soll es wenige Tage zuvor eine Windhose in Gleina gegeben haben. Zu den Schäden wurde nur oberflächlich berichtet, sodass eine Einstufung der Intensität nicht möglich ist. Dieses Ereignis soll laut dem Bericht von Augenzeugen beobachtet worden sein." (Bericht von Thilo Kühne)
Juni

Meitzendorf (ST),
Barleben (ST)

 23.06.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
In Meitzendorf hatte nach einer Meldung der Volksstimme vom 25. Juni 2003 eine Windhose Dächer abgedeckt und uralte Linden entwurzelt.

Lösau (ST)

 07.06.2003 / Stärke (F1) Verdacht
Im Landkreis Weißenfels nach einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung, Näheres ist nicht bekannt.
September

Schlaitz (ST),
Tornau bei Gräfenhainichen (ST)

 22.09.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
"Tornado bei Schleitz gegen 16:34 Uhr. Stärke T1. Spurlänge 10 km, Spurbreite 50m, Dauer des Ereignisses 26 min, Zugrichtung von West nach Ost." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2002)

Bernburg (Saale) (ST)

 22.09.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:51 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Thomas Gahler, Köthen)
August

Bernburg (Saale) (ST)

 01.08.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
"Tornado in Bernburg an der Saale gegen 16:20 Uhr MEZ. Stärke T1" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2002)
Juli

Oschersleben (Bode) (ST)

 31.07.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Juli 2002 - Aus einer Meldung im Amtlichen Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Oschersleben, Jahrgang 5, Nummer 8 vom 07.08.2009: "Auch die Windhose, die im Juli 2002 über das Freibad hinwegfegte und die 385 Hybridpappeln fast gänzlich wie Streichhölzer umknickte, ließ keinen unserer anwesenden Badegäste ernsthaft Schaden nehmen."

[url=http://daten.verwaltungsportal.de/dateien/amtsblatt/august2009.pdf]Amtliches Mitteilungsblatt der
Verwaltungsgemeinschaft Oschersleben, Jahrgang 5, Nummer 8[/url] (Oschersleben, 07.08.09)
Juni

Tollwitz (ST)

 15.06.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Unwetter in Tollwitz: Tollwitz/MZ. Am Samstag Abend zog eine Windhose über Tollwitz und richtete innerhalb von fünf Minuten teilweise erhebliche Schäden an. In der Bergstraße wurden Teile einer Scheune dem Erdboden gleich gemacht. Das Mauerwerk stürzte ein und begrub u. a. ein Wohnmobil. Dachziegel schlugen in ein Auto ein. Stromleitungen wurden gekappt. Zahlreiche Äste krachten auf die Straßen, Wasser und Schlamm behinderten den Straßenverkehr. Garagen standen unter Wasser ..." (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung). Auch Kötzschau und Schladebach werden in anderen Quellen als Schadensorte genannt. Schäden in Spergau und Bad Dürrenberg könnten zu einem weiteren Fall gehören.

Windhose in Tollwitz, Kötzschau und Schladebach (Fährendorfer Jugend)

Lutherstadt Wittenberg (ST)

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 12.06.2002 / Stärke (F2) Bestätigt
Mai

Halle (Saale) (ST)

 31.05.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Mai 2002 - "Windhose lässt Kraft spielen: Halle/Saalkreis/MZ/go/hpo. Das Naturereignis dauerte gerade mal ein paar Minuten, aber es hatte einen Einsatz der Superlative zur Folge. An 40 Orten der Stadt waren Polizei und Feuerwehr am Montagabend damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen, die eine Windhose verursacht hatte, die kurz nach 18 Uhr über Halle hinweggefegt war. Die Berufsfeuerwehr war über Stunden mit sämtlichen verfügbaren 32 Angehörigen unterwegs; hinzu kamen 80 Kameraden [...]" (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, Halle-Saalkreis)
Februar

Steinbach (ST)

 23.02.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:15 Uhr MEZ. Aus einem Bericht von steinbach-im-netz.de: "Am 23. Februar 2002 hatte das neue LF 8/5 seinen ersten Einsatz. Um 15:15 Uhr fegte ein kleiner, aber dennoch kräftiger Wirbelsturm durch die Dorfmitte. Er riss einen Baum auf der Dorfwiese um und deckte vier Dächer ab. Eine viertel Stunde später wurde die FFw Steinbach alarmiert. Ihre Aufgabe bestand darin, die Dächer wieder einzudecken, da es immer noch schneite, und die Straße von den Ästen und dem Dachschutt zu befreien." Steinbach liegt bei Bad Bibra im Burgenlandkreis.

Geschichte (steinbach-im-netz.de)
Januar

Premsendorf (ST)

 31.01.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem April 2002 soll in Premsendorf (Landkreis Wittenberg) eine Windhose aufgetreten sein: "Windwurf in vier Wochen beseitigt - Von unserem Redakteur Detlef Mayer. Premsendorf/MZ. Baumstümpfe ragen auf die Seite geneigt aus dem Waldboden, die frischen Schnittflächen kurz oberhalb vom Wurzelansatz leuchten wie Teller hell in der Sonne. Einzelne Kiefern recken sich wie Antennen in den Frühlingshimmel bei Premsendorf, das Gros der Bäume jedoch liegt als geschnittenes Stammholz aufgestapelt am Wegrand zum Abtransport bereit. Nur mit viel Phantasie lässt sich noch ..." In einer weiteren Meldung derselben Zeitung vom Februar 2002 heißt es: "Schützendes Dach vom Sturm zerstört. Von unserem Redakteur Frank Grommisch. Premsendorf/MZ. Der Schaden, den der Sturm Anfang der Woche in den Wäldern des Forstamtes Annaburg angerichtet hat, ist wesentlich größer als bislang angenommen. Mindestens 830 Kubikmeter Windbruch hat es gegeben, das Gros davon auf privaten Flächen, informierte Forstamtsleiter Frank Ackermann. Besonders betroffen ist der Raum Premsendorf im Revier Holzdorf. Mit 113 Stundenkilometern (Windstärke 11 ..." Und aus einer weiteren Meldung der MZ vom April 2002: "Windwurf ist aufgearbeitet. Premsendorf/MZ. Kiefernflächen bei Premsendorf, die eine Windhose Ende Januar verwüstet hatte, sind, wie andere betroffene Bestände im Forstamt Annaburg, vom umgeworfenen Holz befreit."
Juli

Altenweddingen (ST)

 31.07.2001 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:00 und 18:06 Uhr MESZ. Ob die Sturmschäden bei Altenweddingen in Zusammenhang mit dem oben bereits aufgeführten Tornado in Oschersleben stehen, ist unsicher. Ab dem 30. Oktober wurde im Ferdinand-Döbbel-Haus eine Sonderausstellung mit Berichten und Fotos zum Ereignis gezeigt.

Bericht von Patrick Stoor
Erinnerung: Sechs Minuten des 31. Juli 2001
(Volksstimme, 21.10.11)
"Windhose" von 2001 wird noch lange im Gedächtnis der Menschen bleiben (Volksstimme, 05.11.11)
Blick auf die Sonderausstellung für den Sonntag fest einplanen (Volksstimme, 04.01.12)

Oschersleben (Bode) (ST)

 31.07.2001 / Stärke (F2) Bestätigt
Dazu der Auszug aus dem Archiv der Mitteldeutschen Zeitung: "Windhose entwurzelt 350 Bäume. Die Unwetterfront mit kräftigen Gewittern, Wolkenbrüchen, Hagel und Sturmböen hat in Teilen Mitteldeutschlands Schäden in Millionenhöhe hinterlassen. In Oschersleben (Bördekreis) fegte am Dienstagabend eine Windhose durch ein gut besuchtes Schwimmbad und eine Sportanlage und entwurzelte rund 350 Bäume. Dutzende Menschen wurden verletzt, teilte ein Stadtsprecher mit."
Mai

Preußlitz (ST)

 30.05.2001 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem Juli 2002 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Im Herbst soll aufgeforstet werden. Von unserem Redakteur Andreas Braun. Preußlitz/MZ. Ab Herbst soll im Preußlitzer Wald mit der Aufforstung begonnen werden. Durch eine Windhose Ende Mai 2001 waren hier große Schäden im Baumbestand angerichtet worden (die MZ berichtete). Eine ganze Zeit war das Betreten des Waldes verboten, weil durch abgeknickte Bäume Gefahr bestand, dass Menschen verletzt werden konnten. ..." Aus einer weiteren Meldung derselben Zeitung aus dem Oktober 2001: "Gefahrenstellen sind inzwischen beseitigt: Von unseren Redakteur Aandreas Braun. Preußlitz/MZ. An den 30. Mai kann sich Christel Lux noch gut erinnern. Da erhielt die Pfarrerin aus Preußlitz einen aufgeregten Anruf. Sie solle schnell in den Wald kommen. Gegen 13 Uhr hatte da eine Windhose die Leute aus der Waldsiedlung in Schrecken versetzt und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Zumindestens im Wald, der der Kirche gehört. Auf fünf Hektar wurde großer Schaden angeri ..."
September

Schköna (ST)

 02.09.2000 / Stärke (F0) Bestätigt
Dieser schwache Tornado wurde vom Flugplatz Roitzschjora aus beobachtet. Dazu aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 04.09.2000: "Windhose bei Wittenberg: Wittenberg (ddp/wie). An der Grenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt ist am Samstagabend ein Tornado beobachtet worden. Das für diese Breiten seltene /Naturschauspiel ... [...]" - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 04.09.2000: "Naturschauspiel: dpa - Meteorologen haben in der Nähe von Wittenberg (Sachsen-Anhalt) einen Tornado beobachtet. Ob die 20 Meter breite Windhose Schäden angerichtet hat, ist nicht bekannt."

Naturschauspiel (Hamburger Abendblatt, 04.09.00)
Juni

Bernburg (Saale) (ST)

 17.06.1999 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem August 1999 trat südwestlich von Bernburg eine Windhose auf: "Eine Windhose näherte sich der Stadt Bernburg. Bernburg/Poley/MZ. Ein für hiesige Breiten außergewöhnliches Ereignis fotografierte Hans-Ulrich Wanjura aus Poley. Am 17. Juni dieses Jahres beobachtete eine Windhose, die sich der Stadt Bernburg näherte. Wie er sich erinnert, herrschte an diesem Tag schwülwarmes Sommerwetter mit Temperaturen um die 25 Grad Celsius. Die Tagestemperaturen gehören übrigens zu den Wetteraufzeichnungen des Poleyers. Seit 15 Jahren gehören die Te ...". Weitere Augenzeugen beobachteten den Tornado, über Schäden ist nichts bekannt.
Mai

Jerchel (ST)

 31.05.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum unsicher, entweder Pfingstsonntag (31.05.) oder Pfingstmontag (01.06.). Ein Anwohner berichtet: "Meine Oma berichtete mir, das ein Wirbelsturm an Pfingsten durch ihren Garten gezogen ist, die Polster der Möbel mitgetragen hat und sie am Schelldorfer See hinterlassen hat. Gebildet hat er sich auf einem Feld, neben Jerchel (Sachsen-Anhalt), zog durch den Heckenweg bis zum Schelldorfer See, er schaffte es sogar den schweren Lehmboden mitzutragen, welcher die Felder bedeckt. Meine Oma berichtete: "zuerst war schönes Wetter, dann verdunkelte sich der Himmel schlagartig, es sah aus wie Gewitter, es kam Wind auf und auf dem Feld entstand ein Rüssel. Dieser zog durch den Garten, nahm den Sonnenschirm und die Gartenmöbelpolster mit und zog weiter Richtung Schelldorf. Schlagartig verzogen sich die Wolken und das Wetter war wieder wie zuvor, strahlender Sonnenschein.""
September

Eckartsberga (ST)

 30.09.1995 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat September 1995 - Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem September 1995 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Alte Windmühle wartet noch auf Fördermittel. Windhose machte Träume zunichte - 60 000 Mark für Reparatur. Eckartsberga/MZ/cd. Über mangelndes Interesse brauchte Schmiedemeister Klaus-Peter Hähnert aus Eckartsberga zum Tag des offenen Denkmals wahrlich nicht klagen. 50 bis 60 Gäste zählte er am Sonntag, darunter auch Mühlenfachleute aus der Umgebung. Und der Besucher hä..."
Juni

Schraplau (ST)

 30.06.1995 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Juni 1995 - Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem Juni 1995 soll in Schraplau (Kreis Merseburg-Querfurt) eine Windhose aufgetreten sein: "Windhose verwüstete Seniorenheim Schraplau Gesamtschaden wird auf mindestens 700 000 Mark geschätzt Schraplau/MZ/fre. "Wie die Sintflut", beschreibt Doris Bothur die Ereignisse vom Pfingstmontag. Am Nachmittag tobte eine Windhose über Schraplau. Binnen einer Stunde regnete es 50 Liter pro Quadratmeter - soviel wie sonst im Monat Juni fällt. Straßen und Wiesen verwandelte ... "
Mai

Meuchen (ST)

 31.05.1995 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Mai 1995 - Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem Mai 1995 soll bei Meuchen (Kreis Weißenfels) eine Windhose aufgetreten sein: "Eine Windhose nahm die Entscheidung ab Zu spät für Förderung - Meuchener Mühle ist nur noch Erinnerung - Erhaltungsmühen vergeblich Von unserer Redakteurin HEIKE RIEDEL Meuchen/MZ. Im letzten Sommer wies die Mühle zwischen Meuchen und Kaja manchem Radwanderer noch den Weg. Heute sind ihre Reste nur noch für Leute interessant, die Feuerholz brau ..."
April

Gerbitz (ST)

 30.04.1995 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat April 1995 - Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem April 1995 soll in Gerbitz (Landkreis Bernburg) eine Windhose aufgetreten sein: ""Der Acker kam bis ins Wohnzimmer" Familie Kreiser aus Gerbitz verbarrikadierte sich am Sonnabend in ihrem Eigenheim. Von unserem Redakteur Raimund Leonhardt. Gerbitz/MZ. Auf den ersten Blick wirkt das schmucke Einfamilienhaus der Kreisers, am Teichweg in Gerbitz, wie eine Idylle aus der Häuslebauer-Zeitung: Die roten Klinker des Neubaus glänzen vor Glück in ..."
September

Annaburg (ST)

 30.09.1994 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat September 1994 - Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem September 1994 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Angler hatten Glück. Sturm warf rund 40 Bäume um - Vereinsheim blieb fast unberührt - Samstag Aufräumeinsatz Verwüstungen Angler hatten Glück Sturm warf rund 40 Bäume um - Vereinsheim blieb fast unberührt - Samstag Aufräumeinsatz Von unserem Redakteur KLAUS ADAM Meuselko/MZ. Seit morgens 7 Uhr waren am Sonnabend rings um das Heim des Annaburger Anglervereins "Ausdauer" der Lärm der Motorsägen und das Tuckern des Kleintraktors unüberhörbar. Rund zwanzig Angelfreunde waren zugange, um ..."
August

Balgstädt (ST)

 24.08.1994 / Stärke (F1) Bestätigt
Einige Bäume wurden entwurzelt und ein Gartenzaum zerstört: "Am 24. August ging über Balgstädt ein Unwetter nieder. Eine Windhose fegte über die Unstrut hinweg und hinterließ beträchtlichen Schaden. Bei Fam. Krebs wurde der Gartenzaun auf die Straße geschleudert, Bäume wurden entwurzelt, Felder verwüstet." (Quelle: Chronik Balgstädt). Auch nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem August 1994 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Windhose hinterließ Chaos im Ort Bäume knickten wie Streichhölzer - Ganzer Ortsteil ohne Strom - Umstrittener "Riese" gestürzt Unwetter Windhose hinterließ Chaos im Ort Bäume knickten wie Streichhölzer - Ganzer Ortsteil ohne Strom - Umstrittener "Riese" gestürzt Balgstädt/MZ/wi. Fassungslos standen gestern morgen Balgstädter vor den Schäden, die der Sturm, vermutlich eine Windhose, in der Nacht zuvor angerichtet hat. Am Pfarrgarten hatte ein Baum eine Leitung des Ortsnetzes zerriss ..."

Wetterkapriolen in Balgstädt (Wetterchronik)
Mai

Barleben (ST),
Wolmirstedt (ST)

 16.05.1983 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000: "An diesem Tag werden Geschwindigkeiten von v = 15 - 30 m/s für Höhenströmungen im 500 hPa - Niveau bestimmt. Es kommt zur Ausbildung einer Windhose. Ihre Zugbahnbreite beträgt wenige 100m, die Zugbahnlänge einige km. Besonders betroffen: Raum Stendal / Wolmirstedt." (Weitere Quelle: Schnelle, Martin. Vor 15 Jahren - Windhose verwüstete Barleben. In Volksstimme, Ausg. Ohrekreis, Vol. 52, No. 112 (16. Mai 1998), p. S. 12). Barleben liegt wenige Kilometer nördlich von Magdeburg.
November

Wolmirstedt (ST)

 24.11.1981 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 25. November 1981: "[...] Kreis Wolmirstedt, richtete eine Windhose Schäden an neun Wohnhäusern und vier Stallgebäuden an. In Wismar hatte der Sturm 40 Quadratmeter Dachfläche einer Schule abgetragen. Alle Kinder konnten sicher und Schnell nach Hause gebracht werden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juni

Lockstedt (ST)

 15.06.1980 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Über den Ort fegte ein Wirbelsturm, unter anderem wurde die Bühne von unserem Saal (Hevekels) zerstört." Quelle: Chronik vom Ortsteil Lockstedt. Lockstedt ist ein Ortsteil von Neuendorf bei Klötze in der Altmar

Gatersleben (ST)

 15.06.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach Augenzeugenberichten und nach der Gatersleber Chronik soll dieser Tornado erhebliche Schäden angerichtet haben. Damals gab es am späten Abend einen schweren lokalen "Sturm/Windhose", welcher Dächer fortriss, Bäume entwurzelte und Telefon- und Lichtleitungen zerstörte. Eine Augenzeugin hat damals in einiger Entfernung eine Wolke gesehen, die wie eine schwarze "Säule" aussah und sich in Richtung Gatersleben bewegte. Der Tornado dürfte aus Richtung SW bis W, also aus Richtung Quedlinburg / Halberstadt gekommen sein. Die Augenzeugin beschrieb weiter, dass sie in den Keller flüchtete und dass das Dach Schäden davontrug. Welcher Art die Schäden genau waren, ist nicht geklärt. Die Hoftüren wurden aus den Verankerungen gerissen und davongetragen. (Quelle: Thilo Kühne)

Peckfitz (ST)

 15.06.1980 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"14./15.06. 1980: Wirbelsturm über Peckfitz, 1.30 Uhr eine Windhose hatte sich gebildet, Verwüstung von Krathges Busch, 150jährige Eichen entwurzelt oder in 3 Meter Höhe abgedreht, auch uralte Eichen hinter dem Gehöft von Gustav Lembke betroffen, viele Dächer beschädigt, auch das der Kirche, Schwierigkeiten durch den Stromausfall für Tierpfleger und Melker, Beseitigung der Sturmschäden auf den Straßen durch FFW, Nachbarschaftshilfe bei undichten Dächern" - Quelle: Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Peckfitz. Peckfitz befindet sich ca. 35 km nördlich von Magdeburg im nördlichen Sachsen-Anhalt.

Königshütte (Harz) (ST)

 15.06.1980 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: In der Nacht vom 14. zum 15. Juni 1980 gegen 00:30 Uhr MEZ. Dazu aus einer Meldung: "Eine Windhose, aus Richtung Tanne-Allerbach zog über Königshütte, Ortsteil Königshof, hinweg. Ungezählte Bäume stürzten um, versperrten Wege, schlugen auf Dächer. [...] Für Königshütte wurde der Katastrophenzustand ausgerufen. Noch in der Nacht waren die Feuerwehr und andere Helfer dabei, aufzuräumen und Schaden zu beheben." (Quelle: Neuer Harzbote Nr.9, Dezember 2001)

Windhose in Königshütte
September

Arneburg (ST)

 01.09.1977 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 02. September 1977: "Magdeburg. Im Bezirk Magdeburg verursachten heftige Gewitter Schäden vor allem in der Altmark. So kam es in den Kreisen Genthin und Stendal zu mehreren Bränden durch Blitzschlag. Betroffen waren davon vor allem Strohdiemen und Stallgebäude. Zerstörungen richtete eine Windhose über Arneburg, Kreis Stendal, an. Die Dächer zahlreicher Wohngebäude wurden abgedeckt sowie Licht- und Telefonleitungen beschädigt. Der Schaden beläuft sich in dieser Gemeinde auf rund 80 000 Mark." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Dezember

Egeln (ST)

 Jahr 1976 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht genau bekannt, Jahr 1975/76. Im Kreis Aschersleben-Staßfurt. Der Tornadoverdacht geht auf einen Augenzeugenbericht zurück, über Schäden ist nichts bekannt (Quelle: Thilo Kühne
Januar

Rochau (ST)

 21.01.1976 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 22. Januar 1976 zu einem Wintersturm: "[...] In der Gemeinde Rochau, Kreis Stendal, wurden durch eine Windhose mehrere Dächer beschädigt und dabei drei Personen leicht verletzt. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Dezember
November

Lockstedt (ST)

 13.11.1972 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Über den Ort fegte ein Wirbelsturm, welcher große Schäden an Dächern und in der Flur anrichtete." Quelle: Chronik vom Ortsteil Lockstedt. Lockstedt ist ein Ortsteil von Neuendorf bei Klötze in der Altmark.
Juni

Steinbach (ST)

 28.06.1970 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einem Bericht von steinbach-im-netz.de: "Am 28. Juni 1970 ging ein schweres Unwetter mit Wirbelsturm über Steinbach und Umgebung nieder. Unser Gerätehaus wurde infolge Entwurzelung der davor stehenden Linde schwer beschädigt. Nach den Aufräumungsarbeiten wurde die Linde beseitigt und das Dach vorerst provisorisch repariert." - Steinbach gehört heute zu Bad Bibra.

Geschichte (steinbach-im-netz.de)
Juli

Gatersleben (ST)

 18.07.1967 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Lokales Sturmereignis in Gatersleben (Quelle: Thilo Kühne)
Februar

Dehlitz (Saale) (ST)

 28.02.1967 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 02. März 1967 zu Unwettern am 28.02. und 01.03.: "In der LPG Dehlitz im Kreis Weißenfels wurde am Dienstagnachmittag der Rinderstall von einer Windhose erfaßt und zerstört." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
September

Lutherstadt Wittenberg (ST)

 08.09.1958 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Juli

Schlanstedt (ST)

 02.07.1958 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"2.Juli: In der Zeit von 13.15 Uhr bis 13.35 Uhr zieht eine Windhose über den Ort. In dieser kurzen Zeit richtet sie großen Schaden an. Es werden 50 bis 100 Jahre alte Bäume entwurzelt und mehrere Häuser mehr oder weniger stark beschädigt. Die Windhose bewegt sich aus Richtung Eilenstedt - Gärtnerei Wehrstedt bis Kothes Hof in Richtung Bruch. Außerdem ist ein Menschenleben zu beklagen! Robert Linzmaier, Lehrling bei der Firma Otto- Heinz Bögelsack, wird von einer heruntergerissenen Stromleitung getötet, als er an der Sirene bei der Gaststätte Steinmetz Katastrophenalarm auslösen will." (Quelle: Chronik von Schlanstedt). Schlanstedt liegt in der Gemeinde Huy im Landkreis Halberstadt. - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 05. Juli 1958: "In der DDR tobte über der Gemeinde Schlanstedt im Kreis Halberstadt eine Windhose, die die Dächer von 20 Häusern schwer und weiterer 42 Häuser leicht beschädigte. Entwurzelte Bäume und umstürzende Masten zerstörten Strom- und Telefonleitungen. Ein Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr wurde von einer herabfallenden Starkstromleitung getötet." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 04. Juli 1958: "Berlin (ADN/EB) Am Mlttwochnachmittag tobte über der Gemeinde Schlanstedt (Kreis Halberstadt) von 14 bis 14.45 Uhr eine Windhose, die, wie die Pressestelle des Ministeriums des Innern mitteilt, erhebliche Schäden anrichtete. Durch den Sturm wurden die Dächer von 20 Häusern schwer und weitere 42 Häuser leicht beschädigt. Entwurzelte Bäume und umstürzende Lichtmasten zerstörten Strom- ünd Telefonleitungen. Ein Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr wurde von einer herabfallenden Starkstromleitung getötet. Drei Frauen erlitten leichtere Verletzungen. Unter Leitung der Kreiskatastrophenkommission wurde noch am Mittwochnachmittag mit den Aufraumungsarbeiten und der Beseitigung der Schäden begonnen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Chronik von Schlanstedt

Magdeburg (ST)

 25.07.1955 / Stärke (F0) Bestätigt
Gegen 11:20 Uhr MEZ trat dieser schwache Tornado auf. (Quelle: Z. Meteor. 10, 284-ppp, 1956)

Weißenfels (ST)

 26.07.1953 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 30. Juli 1953: "Zirkuszelt brach zusammen - Halle (M. Eig. Ber.). Über einigen Teilen des Bezirks Halle ging letzten Sonntag nachmittag ein schweres Unwetter nieder, In Zeitz und Weißenfels standen die Straßen in wenigen Minuten 30 Zentimeter unter Wasser. Der in Weißenfels gastierende Zirkus Hill wurde von einer Windhose erfaßt und das Vier-Masten-Zelt brach zusammen. Glücklicherweise war die Kindervorstellung am Nachmittag bereits abgebrochen worden, so daß sich nur noch ein kleiner Teil der Besucher im Zirkus befand. Sechs Personen wurden verletzt." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Calbe (Saale) (ST)

 06.07.1951 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 11. Juli 1951: "158 Häuser wurden ganz oder zum Teil abgedeckt und in den Obstplantagen sowie auch auf den Zwiebelfeldern großer Schaden angerichtet, als über die Gemüsestadt Calbe an der Saale eine Windhose hinwegzog. Dem Wirbelsturm ging ein schwerer Wolkenbruch mit Hagelschlag voraus. Der angerichtete Sachschaden wird auf rund eine halbe Million Ostmark geschätzt." - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 07. Juli 1951: "Windhose über Calbe - Calbe/Saale (FL). Ein schweres Unwetter wütete in den Nachmittagsstunden über Calbe. Der Himmel verfinsterte sich und bei ungewöhnlich starken Regengüssen und Hagelschlägen, fuhr auf die Stadt eine Windhose nieder, deren Wirbel beträchtlichen Schaden angerichtet hat. Die Dächer von 158 Häusern wurden mehr oder weniger schwer zerstört. Vier Gebäude wurden völlig abgedeckt. Nach vorläufigem Schätzungen beläuft sieh der Gebäudeschaden auf 300 000 Mark. Ganz empfindlich betroffen wurden große Obst- und Gemüseanlagen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juni

Halberstadt (ST)

 08.06.1937 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus der Berliner Volkszeitung in der Abend-Ausgabe vom 09.06.1937 zu schweren Unwettern im Bereich des Harzes: "In Halberstadt riß eine Windhose das 200 Zentner schwere Dach eines Schuppens empor, drehte es um und warf es auf das Gebäude zurück. Der angerichtete Schaden läßt sich in seinem ganzen Ausmaße noch nicht abschätzen." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Die Meldung erschien im gleichen Wortlaut auch in der Freiburger Zeitung vom 10.06.1937 (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Naumburg (Saale) (ST)

 02.07.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni

Sohlen (ST)

 17.06.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"n.Sohlen Kr. Wanzleben/Sa.", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Fall eventuell identisch mit dem Fall Magdeburg.

Wolmirsleben (ST)

 16.06.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"2 1/2 km n. von Wolmirsleben", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Magdeburg (ST)

 16.06.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Die häufig beobachtete Neigung der Tromben, die bei der Magdeburger Trombe 1933 und dem Elmwood-Tornado 1919 so groß wird, daß sie als praktisch horizontal bezeichnet werden können." (Quelle: Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940) - Fall eventuell identisch mit dem Fall Sohlen.
August

Kaja (ST),
Lützen (ST)

 01.08.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"zwischen Caja und Lützen", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
September

Hornburg bei Lutherstadt Eisleben (ST)

 01.09.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"7 km v. Hornburg in Fellstein", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
August

Merseburg (Saale) (ST)

 04.08.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Steinbach (ST)

 18.08.1929 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Ort: Steinbach bei Bad Bibra - Aus einem Bericht von steinbach-im-netz.de: "18. August 1929. Orkan in Steinbach (übernommen aus original Unterlagen). Am 18. August, Nachmittag 16 Uhr ertönte das Hornsignal. Es hatte unseren Ort ein Hagelwetter mit Orkan heimgesucht. Die große Dorflinde war geknickt, und auf den Denkmalplatz geworfen worden. Gleichzeitig hatte der Wirbelsturm eine dort stehende Linde auf das Dach von A. Wiegand geschleudert. Die Wehr wurde von der Gemeinde ersucht, die geknickte Linde von dem Gebäude herunter zu holen. Anschließend wurde noch die Dorflinde am Denkmal aufgeräumt."

Geschichte (steinbach-im-netz.de)
Juli

Kuhlhausen (ST)

 04.07.1929 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am Nachmittag des 4.07 fegte über das 10km von Havelberg gelegene Dorf Kuhlhausen eine Windhose hinweg, die große Verwüstungen anrichtete. Dächer von Scheunen, Ställen und Wohnhäusern wurden in die Luft gehoben und stürzten krachend auf Hof und Strasse nieder. Bei einem Gastwirt wurde die Veranda im Nu weggefegt." (Quelle: WZ-Forum und Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho") - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.07.1929: "Gestern nachmittag fegte auch über das 10 Kilometer von Havelberg gelegene große Dorf Kuhlhausen eine Windhose hinweg, die große Verwüstungen anrichtete. Dächer von Scheunen, Ställen und Wohnhäusern wurden in die Luft gehoben und stürzten krachend auf die Straße nieder. Bei einem Hause wurde die Veranda vor der Haustür weggefegt. Zwei Mägde, die Heu aufluden, wurden samt dem Heu zehn Meter weit fortgeschleudert." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Drei Tage später wurde in der Freiburger Zeitung ein Foto einer Scheune gezeigt, von der nur noch ein Teil der Außenmauern stand.

4.07 1929: ein grosser severe weather outbreak (WZ-Forum, 01.02.2002

Bitterfeld (ST)

 04.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 05.07.1928: "Große Schäden im Bitterfelder Bezirk. Aus Bitterfeld wird gemeldet: Am Mittwoch gegen 12 Uhr wurde Bitterfeld von einer starken Windhose in Verbindung mit einem Wolkenbruch heimgesucht, durch die erheblicher Schaden angerichtet wurde. Besonders gelitten haben Teile des Ratswalles, wo starke Bäume an der Birngärtenwiese entwurzelt, Kronen abgebrochen und Dächer beschädigt wurden. In der Röhrenstraße riß vor der katholischen Volksschule eine Starkstromleitung. Auch dort wurden starke Baumkronen wie Glas abgesplittert und Bäume entwurzelt. Erheblich litt auch der Garten der Schule. Vom Gebäude selbst wurde ein Turmaufsatz emporgehoben und weggewirbelt. Glücklicherweise kamen dadurch ebensowenig wie durch abgerissene Dachziegel, Dachfenster usw. Menschen zu Schaden. In der Lindenstraße wurden ebenfalls Bäume vollständig entwurzelt. Von einem Hause in der Steinstraße wurde das Dach abgedeckt. Bei der Sägemühle in der Röhrenstraße wurde ein großer Holzstapel von der Windhose umgerissen. Erheblich war auch der Schaden, der in dem Teil Windmühlenstraße - Ecke Bismarckstraße angerichtet worden ist. Die Verwüstungen in den Birnengärten sind ebenfalls mannigfaltig. Bei der Störungsstelle des Telephonamtes lagen von etwa 30 Teilnehmern Störungsmeldungen vor. Die Leitungen mußten vorübergehend ausgeschaltet werden. Die meisten dieser Anschlüsse befinden sich im Stadtgebiet Bitterfeld. In der Umgebung wurde verschiedentlich schwerer Schaden angerichtet. So liegen aus Pouch Nachrichten vor, nach denen dort Häuser zum Teil vollständig abgedeckt wurden. Große Bäume wurden wie Streichhölzer geknickt. Massenhaft wurden Baumkronen abgebrochen. Die Lichtleitung ist zerstört, während die Telegraphenleitungen nicht beschädigt worden sind."

Wernigerode (ST)

 04.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.07.1928: "Wirbelsturmschäden. Wernigerode, 4. Juli. (WTB.) Heute vormittag nach 11 Uhr setzte ein furchtbarer Wirbelsturm ein, eine Windhose und eine Regenhose wüteten zugleich vom Brocken bis Wernigerode. In etwa 6 Minuten war die Katastrophe zu Ende. Eine Anzahl Dächer wurden abgehoben und fortgeschleudert. In verschiedenen Hotels in der Umgebung der Stadt wurden eiserne Geländerstangen zerschlagen, Stühle und Tische weit weggeschleudert. Auf dem Flugplatz hatte man ein gerade angekommenes Verkehrsflugzeug, nachdem Pilot und Fahrgäste ausgestiegen waren, fest verankert. Die Windhose riß das schwere Flugzeug hoch in die Luft und schleuderte es wieder zur Erde, sodaß es stark beschädigt wurde. Schwerer Schaden wurde auch in den Wäldern angerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Dezember

Gunsleben (ST)

 Jahr 1927 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1927 - "1927 hauste in unserer Gegend ein furchtbares Gewitter. Eine Windhose riß am Rötegraben in der Feldmark nach Gunsleben 53 große Pappeln um, und zwar 30 westlich und 23 östlich der Gunslebener - Aderstedter Chaussee." (Quelle: Gemeinde Aderstedt am Huy). Gunsleben liegt im Landkreis Börde im westlichen Sachsen-Anhalt.

Tornado bei Gunsleben (Skywarn)
Juli

Parey (ST)

 19.07.1926 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 25.07.1926: "Sturm und Hagel. - Montag nachmittag, besonders aber in der Nacht vom Montag zum Dienstag tobte über Parey a.d. Elbe ein Unwetter, wie es wohl seit Menschengedenken nicht vorgekommen ist. Der orkanartige Sturm entwurzelte die größten Bäume, während außerhalb der Ortschaft die Stämme vielfach wie Streichhölzer geknickt und die Kronen vom Sturme 100 Meter ins Feld getragen wurden. Viele Dächer wurden arg mitgenommen, manch ein Giebel vom Sturme eingedrückt. An allen Straßen und Wegen sieht man Menschen damit beschäftigt, die entwurzelten und geknickten Bäume zu beseitigen, um die Wege für den Verkehr freizumachen. Der nächtliche Gewittersturm hat Hagelschlag gebracht, und zwar in einer solchen Stärke, daß noch gegen 10 Uhr vormittags Hagel auf dem Felde lag." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Es folgen weitere Einzelheiten über die Hagelschäden auf den Feldern und die Möglichkeit der Versicherung, die in dem betroffenen Gebiet kaum wahrgenommen worden war.
August

Lutherstadt Wittenberg (ST)

 24.08.1924 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Einen anderen Unfall dieser Art stellt der Absturz einer allerdings nicht im regelmäßigem Luftverkehr, sondern auf einem Überführungsfluge sich befindlichen LVG G VI-Maschine am 24. August 1924 in einer Gewitterböe an der Elbe bei Wittenberg dar. Am Rande der Gewitterböe entwickelte sich eine Windhose mit stark wirbelnden Wolkenmassen, die sich rasch von der [...] Wolkenhöhe von 1000-1300m [...]" (Quelle: Heinrich Seilkopf, Über Luftverkehrsunfälle in Zeitschrift für Flugtechnik und Motorluftschiffahrt, 1925; recherchiert bei Google Books)
Mai

Wolmirstedt (ST),
Elbeu (ST)

 10.05.1924 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht ganz sicher. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 12.05.1924: "Neues Unwetter im Südharz. Nachdem vor einigen Tagen das Dorf Klein-Berndten am Südharz das Opfer einer Windhose geworden war, sind jetzt die Städte Wolmirstedt und Elbeu von einem gleichen Unglück schwer heimgesucht worden. Der Sturm hat fast sämtliche Häuser der Stadt schwer beschädigt, Fensterscheiben zertrümmert, Bäume entwurzelt und sogar ganze Mauern umgelegt. Die Stadt gleicht einem Trümmerfeld."

Tornado Elbeu, Wolmirstedt (Skywarn)
Juni

Oebisfelde (ST),
Weddendorf (ST)

 28.06.1920 / Stärke (F2) Bestätigt
Gegen 17 Uhr MEZ richtete der starke Tornado in Oebisfelde und Weddendorf erhebliche Schäden an. (Quelle: E. Kuhlbrodt, 1922: Über Tromben, insbesondere die sieben norddeutschen Windhosen vom 28. Juni 1920. Meteorologische Zeitschrift, (2), 33-41.)
Juli

Peißen bei Bernburg (ST),
Plömnitz (ST)

 31.07.1911 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Juli 1911 - Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 29.07.1911: "Eine Windhose richtete in den Dörfern Unterpeißen und Plemnitz großen Schaden an. Am ersten Orte wurde eine Mühle zerstört und 6 Fuder Getreide umgeworfen. Der Schaden an den Obstbäumen und am Getreide ist groß. Auf der Kaligrube Plemnitz der Deutschen Solvenwerke wurde ein 40 m hoher Förderturm umgeworfen. Menschenleben sind nicht zu beklagen."

Roda (ST)

 22.07.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: T. Arendt, 1913: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen im Jahre 1910. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 266, Behrend, Berlin, 68 Seiten)

Aschersleben (ST)

 22.07.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: T. Arendt, 1913: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen im Jahre 1910. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 266, Behrend, Berlin, 68 Seiten)

Bartensleben (ST)

 22.07.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einem Bericht zu den Gärten des Schlosses Bartensleben: "Ein schwarzer Tag in der Geschichte der Außenanlagen war der 22. Juli 1910. Steckhan: "Eine Windhose fegte über die Stadt hinweg, zerstörte innerhalb von drei Minuten 300 bis 400 Bäume in den Parks." 1912 ließ Frieda von der Schulenburg den Barockgarten wieder aufbauen ? mit einem Teehaus und einer großen Wiese, umfasst von Hecken." (Quelle: newsclick.de)

Versailles bringt Barockgärten in Mode (newsclick.de, 10.10.08)
Mai

Nitzow (ST)

 17.05.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
gegen 15 Uhr "Windhose" an der Mündung der Havel in die Elbe (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Rötzsch (ST),
Kemberg (ST)

 11.05.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Dieser starke Tornado trat in Rötzsch bei Pratau und in Kemberg auf. (Quelle: T. Arendt, 1913: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen im Jahre 1910. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 266, Behrend, Berlin, 68 Seiten)
März

Korbetha (ST)

 09.03.1906 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 11.03.1906: "Corbetha, 9. März. Eine gewaltige Windhose riß an einem Gebäude das Dach vollständig ab. Es wurde gegen ein anderes Gebäude geschleudert und von diesem sämtliche Fenster und das Mauerwerk zertrümmert. Der Schaden ist groß, doch ist niemand verletzt."
September

Naumburg (Saale) (ST)

 08.09.1905 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 28.08.2005: "Vor 100 Jahren - Starke Gewitter mit Wirbelsturm toben am 8. September zwischen 23 und 23.30 Uhr über Naumburg. Wie das Kreisblatt meldet ging eine Windhose aus Richtung Holländer Mühle über Schulstraße, Markt und Sedanstraße (Bebelstraße) hinweg. Dabei wurden Bäume mit dem Wurzelstock herausgedreht oder geknickt. Vom Richterschen Haus in der Marienstraße / Ecke Kleine Mariengasse seien weiter große Teile des Daches abgedeckt worden. [...]" - Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 12.09.1905: "In Naumburg richtete eine Windhose in der Nacht auf Freitag große Verheerungen an den Häusern und in den Gärten an."

Tornado in Naumburg (Skywarn)
August

Lutherstadt Wittenberg (ST)

 06.08.1904 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
In einem historischen Rückblick berichtet die Mitteldeutsche Zeitung im August 2004 über diesen Tornado.
Juni
Dezember

Stumsdorf (ST)

 Jahr 1902 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1902 - "Bei einem Sturm wurde die Windmühle 1902 wieder von einer -Windhose- erfasst und nochmals umgeworfen." (Quelle: Stadt Zörbig). Bereits am 10. Okt. 1840 wurde die Windmühle durch eine Windhose umgeworfen, danach erfolgte der Wiederaufbau. Stumsdorf liegt etwa 4 Kilometer westsüdwestlich von Zörbig im südlichen Sachsen-Anhalt.

Windmühle zu Stumsdorf OT Stumsdorf (Stadt Zörbig)
Juli

Welfesholz (ST),
Zabenstedt (ST)

 02.07.1902 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
In einem historischen Rückblick berichtet die Mansfelder Zeitung im Juli 2003 über diesen Tornado.
September

Uftrungen (ST)

 01.09.1901 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum unsicher. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 03.09.1901: "Dieser Tage entwickelte sich in der Nähe von Uftrungen eine Windhose mit solcher Wucht, daß sie zwischen der Feuerwerkerei von F.B. Apel und der Schattenbergschen Pulvermühle einen starken Baum abbrach und zwei auf dem Schattenbergschen Grundstück stehende mannesstarke Kastanien in Meterhöhe abriß und ins Wasser warf."
Juli

Solpke (ST)

 21.07.1901 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 28. Juli 2001 trat diese Windhose auf: "Solpke bei Gardelegen wurde von einer Windhose erfasst."
Juni

Nebra (Unstrut) (ST)

 28.06.1893 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 04.07.1893: "Nebra, 28. Juni. Gewittersturm. Bei dem heutigen Gewitter war der Sturm so gewaltig, daße eine große Menge Bäume umgebrochen, Fensterscheiben eingedrückt und viele Dächer stark beschädigt wurden. Den größten Schaden hat Herr Maurermeister Reinecke dadurch erlitten, daß ein ihm gehöriger großer Holzschuppen vom Sturm völlig zerrissen und das Dach mehrere Häuser weit fortgetragen worden ist. Die benachbarten Dächer wurden durch diesen ungewöhnlichen Transport ebenfalls arg mitgenommen. Zwei in dem Schuppen beschäftige Arbeiter erlitten leichte Verletzungen."
Juli

Siegersleben (ST)

 12.07.1887 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
gegen 17:30 Uhr Tornado bei Eilsleben (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Naumburg (Saale) (ST)

 06.07.1862 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 11.07.1862: "Ueber die Verheerungen des großen Sturmes am 6. Abends liegen selbst Berichte aus Berlin und Naumburg vor. Am letzteren Orte wurde eine Vorstellung der Kunstreitergesellschaft Hinne unterbrochen, indem das luftige Gebäude im Nu aus Rand und Band gerissen wurde. Glücklicherweise lief es mit unbedeutenden Quetschungen ab." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
April

Halle (Saale) (ST)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 10.05.1858: "Deutschland. Die Zeitungen bringen aus Duisburg, Neuwied, Koblenz, Düsseldorf, Elberfeld, Dortmund, Nordhausen, Aschersleben, Halle, Erfurt, Bernburg, Dessau Berichte über eine schauerliche Windsbraut, die am 29. April, ungeheure Staubmassen mit sich führend, auf kurze Zeit alles in Dunkelheit versetzte, und zum Theil sehr schlimme Verheerungen anrichtete. Angstvoll, als ob der jüngste Tag käme, flüchteten die Menschen. [...]" (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Magdeburg (ST)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Preußen. Aus Magdeburg, vom 30. April, meldet der "Magdeburger Correspondent": Gestern Abend nach 8 1/4 Uhr verfinsterte sich plötzlich der bis dahin klare Himmel. Eine Windhose, die den Staub in dichten Wolken aufgewirbelt und brausend über die Stadt hinzog, war die Ursache dieser Erscheinung, die besondere zerstörende Wirkungen hier und in der Umgegend nicht hervorgebracht hat. So viel aber steht fest, daß Magdeburg seit Menschengedenken nicht in eine solche Wolke von Staub gehüllt gewesen ist. Leider hat dies Unwetter einen sehr betrübenden Unfall zur Folge gehabt. Der Kommerzienrath Hennige in der neuen Neustadt (Besitzer einer großen Zuckerfabrik daselbst und früher auch Kammermitglied) wollte von hier nach Hause fahren, als auf der Chaussee zwischen hier und der Neustadt ein Windstoß den Wagen umwarf; Herrn Hennige zog man als Leiche darunter hervor. Er scheint bei dem Sturze des Wagens das« Genick gebrochen zu haben." (Quelle: Landshuter Zeitung, 07.05.1858, Zehnter Jahrgang 1858)

Tornado u.a. in Magdeburg (Skywarn)

Aderstedt bei Bernburg (ST),
Bernburg (Saale) (ST),
Dessau (ST)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 10.05.1858: "Deutschland. Die Zeitungen bringen aus Duisburg, Neuwied, Koblenz, Düsseldorf, Elberfeld, Dortmund, Nordhausen, Aschersleben, Halle, Erfurt, Bernburg, Dessau Berichte über eine schauerliche Windsbraut, die am 29. April, ungeheure Staubmassen mit sich führend, auf kurze Zeit alles in Dunkelheit versetzte, und zum Theil sehr schlimme Verheerungen anrichtete. Angstvoll, als ob der jüngste Tag käme, flüchteten die Menschen. Interessante Details gibt eine Mittheilung der Magd. Ztg. aus Aschersleben. "Ich befand mich - schreibt der Correspondent - am 29. Nachmittags 4 Uhr 28 Minuten im Postwagen auf der Straße zwischen Bernburg und Aschersleben, und zwar in der Nähe der Zuckerfabrik Zernitz, als ich bei ganz stiller Luft und halbbedecktem Himmel gegen Süden, rechts vom Dorf Aderstedt und dem Anscheine nach kaum eine Viertelstunde entfernt, eine imposante Wolkenmasse von dunkelbrauner Farbe sich entwickeln sah, welche, von der Erde aufsteigend, sich mit einem noch dunklern Gewölk am Himmel in beträchtlicher Höhe vereinigte. Mit jedem Augenblick wurde das Phänomen dunkler und drohender, der Postillon stieg vom Bock und hielt seine Pferde an; es war dieß jedoch kaum geschehen, als der Postwagen plötzlich von einer dichten Wolke Erde und Sand, ja selbst mit erbsengroßen Steinen überschüttet, von einem furchtbaren Sturm zur Seite geschoben und beinahe umgestürzt wurde. Die Dunkelheit war etwa eine Minute lange eine vollkommen nächtliche, die ganze Erscheinung jedoch in drei Minuten vorüber; der Wind blieb bei gelindem Regen noch etwa eine Viertelstunde ziemlich heftig, während der Himmel sich aufklärte und den schönsten Sonnenschein zeigte."" (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)
Oktober
Juni

Tangermünde (ST)

 06.06.1833 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 6. Juni 9 1/4 Uhr Morgens wurde zu Tangermünde eine Art von Wasserhose beobachtet, bei bewölktem Himmkel; die Wolken kamen von SW. Die Barometer- und Thermometerhöhe war nicht ungewöhnlich. Aus einer schwarzblauen großen, sehr nieder gehenden Wolke sonderte sich eine kleine weiße Stelle merklich ab; plötzlich nahm diese die Gestalt eines mit der Spitze abwärts gekehrten Fächers an, scheinbar mehrere hundert Fuß lang, oben 100 Fuß breit und begann zu wirbeln, so daß bald ein hohler Zylinder, bald ein Trichter entstand, in welchem schneeweiße Wolkenschichten deutlich kreisten. Diese Erscheinung folgte dem Laufe des Tangers und dann der Elbe, die Trombe verlängerte sich während der Dauer von 20 Minuten mehrmals so schnell, daß sie nur noch einige 100 Fuß von dem Wasserspiegel der Elbe entfernt schien, und sich dann plötzlich wieder zur Wolke hinaufzog, um sich aufs Neue wieder zu verlängern. Die sehr seichte Elbe zeigte nichts Ungewöhnliches. Nach einer halben Stunde verlor sich die Erscheinung im NNO." (Quellen: Correspondenzblatt Württembergischer landwirthschaftlicher Verein, Stuttgart. 1833 und Joseph Cölestin Lauer, Brünner Zeitung der k.k. priv. mährischen Lehenbank. 1833) - "Wasser- und Windhosen. Am 6. Juni eine Windhose zu Tangcrmünde;" (Quelle: Correspondenzblatt des Königlich Württembergischen landwirthschaftlichen Vereins, Stuttgart. 1834)
Mai

Aschersleben (ST)

 19.05.1800 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Den 19. (Mai) richtete ein heftiger Wirbelwind vielen Schaden an." (Quelle: K. von Zittwitz, Chronik der Stadt Aschersleben: Mit einem Grundriß der Stadt. Lorleberg, 1835)

Tornado in Aschersleben (Skywarn)
Dezember

Straßberg bei Quedlinburg (ST)

 Jahr 1752 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1752 - "Glasebacher Teich: Kunst- und Triebwerksteich für Hütten, Schächte, Pochwerke und Wassermühlen. Angelegt 1716 unter Bergwerksdirektor Christian Zacharias Koch. Staumenge: 300.000 m³. 1752 infolge eines Unwetters gebrochen und offen gelassen. (Eine mächtige Windhose aus südlicher Richtung überraschte die Menschen bei der Feldarbeit. Die Striegelanlage konnte nicht mehr betätigt werden. Die Bärlochmühle am Talausgang wurde von den Wassermassen fortgerissen." (Quelle: Straßberg/Harz, Stadt Harzgerode)

Bergbautannen Straßberg (Straßberg/Harz, Stadt Harzgerode)
Mai

Erxleben bei Osterburg (ST)

 16.05.1735 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] 16 Mai ist in der Altmark sonderlich bei Erxleben an gebaüden und baümen, und weil hagel dabei gewesen, auch am getreide grosser schaden geschehen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 503. - Berlin, 1751)
Februar

Krüden (ST)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Walsleben (Altmark) (ST)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)
Dezember

Arendsee (Altmark) (ST)

 02.12.1720 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] A. 1720. 1 Dec. wurde zu Arendsee die Schrampische Windmühle umgeschmissen, dabei des Müllers Sohn von 20 jahren vom mühlstein getödtet, die Schwester hart beschädiget, die Dienstmagd aber, welche nach hause laufen und hülfe rufen wollen, ins wasser getrieben, und auf der Gestinischen weide todt gefunden worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)
Juni

Merseburg (Saale) (ST)

 12.06.1715 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Merseburg liegt etwa 30 Kilometer südsüdwestlich von Glebitzsch. "Grosser Sturm in Merseburg" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Theatrum Europaeum. Periodische Zeitung. Frankfurt a.M. 1635-1738)

Glebitzsch (ST)

 12.06.1715 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Glebitzsch liegt etwa 30 Kilometer nordnordöstlich von Merseburg. "Den 12. Junii war abermahl ein grosser Sturmwind mit Hagel, Regen, Donner und Blitz, dadurch sonderlich auf dem Lande viel Schaden geschahe, und zu Glöbitzsch im Amt Bitterfeld 25. Gebäude eingeworffen wurden. Wie dann in diesem 1715. Jahr überhaupt viel greuliche Sturmwinde und Ungewitter gewesen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christoph Dreyhaupt, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...], S. 616. - Halle, 1749)
April

Winningen bei Aschersleben (ST)

 05.04.1685 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 26. Mart. war ein gewaltiger Windsturm, der zu Winningen und anderswo grossen Schaden, eben als der Hagelschlag zwischen Bielveld und Hervorden gethan." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Abel, Caspar, Caspar Abels Stiffts - Stadt - und Land - Chronick, Des jetzigen Fürstenthums Halberstadt. - Bernburg, 1754, S. 589)
November

Halle (Saale) (ST)

 12.11.1660 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Ao. 1660. den 2. Novembr. in der Nacht ist ein ungewöhnlicher Sturmwind entstanden, welcher zu Halle in dem Schulgäßlein eine Mauer nebst etlichen Häusern eingeworffen, in welchen einer bey nahe erschlagen worden, der in 15 Jahren nicht hier gewesen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Dreyhaupt, Johann Christoph, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...]. - Halle, 1749, S. 614)
Oktober

Teuchern (ST)

 09.10.1660 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Zehn Jahre nach Einsturz des Turmes (Anm.: 16.04.1650) wurde die Kirche dreimal kurz nach einander, abermals durch Sturmwind, schwer beschädigt. Sturm schreibt in seiner ?Kleinen Chronik der Stadt Weißenfels? hierüber: ?Ein fürchterlicher Orkan wüthete am 9.October, entdachte Häuser und Scheunen, stürzte Häuser über den Haufen und entwurzelte Tausende von Bäumen; zu Teuchern wurden Rathaus, Pfarre, Kirche, Schule und viele andere Gebäude über den Haufen gestürzt. Leute, welche sich im Freien befanden, wurden von den Winde fortgerissen, stellenweise viele Schritte weit fortgetragen und oft bewusstlos zu Boden geschleudert?." (Quelle: Heimatverein Teuchern e.V.)
April

Teuchern (ST)

 16.04.1650 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 16. April 1650 gegen Abend erhob sich ein orkanähnlicher Sturm, der überall die größten Verwüstungen anrichtete. In Teuchern stürzte er den starken westlichen Kirchturm um, der im fallen das Schulhaus, einen Teil der Pfarrgebäude und das Kirchendach zertrümmerte. Die Bruchstücke der drei zerschlagenen Glocken wurden bis in den Steinweg hineingeschleudert, nur eine Glocke blieb unversehrt. Es war dies ein harter Schlag für die durch den 30jährigen Krieg fast ganz verarmte Gemeinde, die nicht einmal die Kosten für die Wiederinstandsetzung der Pfarr- und Schulgebäude aufbringen konnte. An einen Wiederaufbau des Turmes war unter solchen Umständen nicht zu denken." (Quelle: Heimatverein Teuchern e.V.)
Juli

Halle (Saale) (ST)

 31.07.1647 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Ao. 1647. den 21. Julii ist ein grausamer Sturmwind, fast wie ein Erdbeben gewesen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Dreyhaupt, Johann Christoph, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...]. - Halle, 1749, S. 614). Nach heutiger Zeitrechnung dürfte es sich um den 31.07.1647 handeln.
November

Magdeburg (ST)

 26.11.1630 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Die Einwohner ahnten nichts Gutes, und hielten den schrecklichen, unerhörten Sturmwind, der sich vom 26sten Novembr. 1630 erhob, und den Johannis- und Catharinen Thurm, die Thürme von St. Annen, Gertrud und der Sudenburg umwarf, den steinernen Gang aus dem Bischofshofe in den Dom niederstürzte, 5 Wind- und 6 Wassermühlen zerstörte und an Gebäuden großen Schaden anrichtete, - eine Vorbedeutung der Zerstörung Magdeburgs." (Quelle: Chronik der Stadt Magdeburg, Ausgaben 6-9. 1831)

Verdachtsfall Magdeburg ( Skywarn)
Juli
August

Aschersleben (ST)

 06.08.1596 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Den 27. Jul. kam ein grausamer Sturm, der die Schwad von den Stücken weit wegführete, und grosse Korn-Wagen umwarff;" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Chronicon Ascaniense, [-1728], S. 643. - In: Abel, Caspar, Sammlung etlicher noch nicht gedruckten Alten Chronicken [...]. - Braunschweig, 1732, S. 524-688)
Juli

Mansfeld (ST),
Hettstedt (ST)

 27.07.1571 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[KB S. Andreaskirche:] Den 17. Julij ist ein eilendes greulich wetter komen, desgleichen kein alter Mensch gedenckt, vnd hat weit vnd breit schaden gethan, sonderlich an gebeuden, welche es zerschlagen, eingeworffen vnnd auffgedeckt hat. Zu Hettstedt hat es die Kirchspitze niedergeworffen vnd das halbe Rathaus verderbet; ist eine greuliche Windbraut gewesen vnd verstockte Finsternis, als legen die Wolken vff der Erden; an etlichen enden ist plitz vnd hagel mit vnter gewesen, an andern ortten ist es nur ein hefftiger wind gewesen; hie zu Eisleben hat es nit grossen Schaden gethan." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Grössler; Sommer, S. 40) - "[17.07., Nachmittag] [...] hat gar ein wenig zuregnen oder zuspreen mit angefangen / aber plötzlich / und ehe man sichs versehen können / ist der Himel gantz schwartz worden [...] Und ist zugleich gar ein ungestummes hart und starckes Wetter mit grewlichen Sturmen / Donderschlegen / Blixen / Wetterleuchten Regen und Schlossen herein gefallen [...] Und war der Platzregen / so mit drein kam / so starck / das er wie eine grosse Flut vom Himmel herab schos / und zugleich Schlossen mitbrachte / erstlich wie Kirschkernen / darnach wie gantze Kirschen und grösser / darunter auch etlich so gros als Ortgroschen uns halbe Thaler im Thal Mansfeld gefallen [...] Wiewol nue dieser Sturm und ungehewres Wetter nicht gar eine viertel stunde geweret / hat es doch trefflich grossen schaden gethan an vielen orten / im Thall Mansfeld hat es viel Heuser abgedecket und zerissen [...] In den Garten umb das Thall Mansfeld / ist unermeßlicher schaden an Bewmen und Zeunen geschehen [...]" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Spangenberg, Cyriacus, Mansfeldische Chronica [...]. Der erste Theil. - Eisleben, 1572, S. 498) - "Ao. 1571. den 17. Julii hat das Ungewitter mit Wind und Schlossen allhier an Getreyde, Obst und Wein, zu Hettstedt und andern Orten aber auch an Gebäuden und Kirchthurm grossen Schaden gethan." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Dreyhaupt, Johann Christoph, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...]. - Halle, 1749, S. 613)
Oktober

Biesenrode (ST)

 08.10.1564 / Stärke (n. bek.) Plausibel
"Den 29. Septembris / als es ein feiner mittelmessiger tag gewesen / ists gegen den Abend umb 6. uhr / gar schweles Wetter worden / und ein so warme Lufft gangen / als der Brodem aus einer Badestuben / das auch feisten Leuten gleich bange dabey worden. Darauff ein starcker ungehewrer Sturmwind erfolget / so an etlichen Gebewden schaden gethan / und unter andern dasselbige mall das Pfarrhauß zu Wiesenrode im Ampt Rammelburg / uber einen hauffen geworffen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Spangenberg, Cyriacus, Mansfeldische Chronica [...]. Der erste Theil. - Eisleben, 1572, S. 485) - Anmerkung: Der im Text genannte Ort Wiesenrode heißt heute "Biesenrode". In der betreffenden Zeit hieß der Ort aber, was mehrere Quellen, z.B. auch Karten etc. belegen: Wiesenrode. Wiesenrode gehörte damals zum Amt Rammelburg. Der heutige Ort Rammelburg ist Ortsteil der Gemeinde Friesdorf; Biesenrode ist seit 2005 Ortsteil der Stadt Mansfeld, gehörte als Gemeinde zuvor zur gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.
März

Globig-Bleddin (ST)

 21.03.1562 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[Michaelis 1561 bis Ostern des Folgejahres] Die Sonne erschien bei der Annäherung an den Punkt der Frühlings- intersectio [?] am Tag der Tag- und Nachtgleiche [21.03] mit seltsamen Wehen der Winde, durch das viele Häuser zerstört oder abgedeckt wurden und auf der Elbe einige mit Getreide beladene Schiffe untergingen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Album Academiae Vitebergensis ab A. Ch. MDII usque ad A. MDCII. Volumen secundum sub auspiciis Bibliothecae Universitatis Halensis ex autographo editum. - Halle, 1894)
Mai

Mansfeld (ST)

 09.05.1560 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Gleicher Gestalt war den 29. Aprilis ein ungestümmer Wind / und gegen Nacht ein schreckliches Donderwetter mit grossen Regen / der Wind hub an etlichen orten die Dache von den Heusern auff / und fürete sie hinweg / riß Bewme aus der Erden. So schlug das Wetter und der Hagel die Saat in die Erde. Zum Arnstein sind viel Fenster zurschlagen / und sunst an Dachen schaden geschehen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Cyriacus Spangenberg, Mansfeldische Chronica [...]. Der erste Theil, S. 480. - Eisleben, 1572)
November

Mansfeld (ST)

 23.11.1555 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 13. Nouembris / entstund zu Nacht ein grawsamer Sturmwind mit solchem Brausen / als wolt er das Schloß in hauffen stossen / rieß auch auf dem Lande / etliche wiewol wiewol wenig Gebewe und Bewme umb." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Spangenberg, Cyriacus, Mansfeldische Chronica [...]. Der erste Theil. - Eisleben, 1572, S. 473)
August

Magdeburg (ST)

 31.08.1552 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 21 Augusti dieses 52 Jares zu nacht umb mitternacht entstundt ein ungeheurer windt, desgleichen in ettlichen hundert Jaren nicht gewesen war, das viel leut meineten, der jüngste tagk würde komen. Er warff die eine hohe spitzen von S. Jacobs thurm, die vor dem feinde war bestehen blieben, und die eine spitzen von S. Ulrichs thurm, die da stundt nach der Sudenburgk warts umb, und wurden diese beide kirchen von dem fall schendtlich zerfallen, dan die thürme und sonderlich der zu S. Ulrich fiel auff die kirche und Orgell. Er warff auch den steinern gangk, der von des Bischoffs hofe auffm Newenmarckte in die thumbkirche gehet, hernieder. Er riß große beume aus der Erden und that großen schaden an gebew, menschen und viehe. Desgleichen windt war auch im lande zu Doringen, Meißen und der Margke etc. Zu Brunschwig warff er auch einen großen thurm hernieder. An etlichen orten (wie woll ungleublich düncken mocht) hats die menschen aufgehoben und in den lüfften viel wegs umbgefüret und ohne schaden wider nider gesatzt. Viel leut wolten halten, es were ein Erdbibungk gewesen, welchs dan auch woll gleublich ist." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Forts. Magdeb. Schöffenchr., S. 77)
Juli

Naumburg (Saale) (ST)

 09.07.1536 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Jn Petri-Pauli Markt ist ein solch großer Sturm zu Mittage ungefähr um 1 Uhr und Regen darauf kommen, dergleichen kein Mann gedenkt, und dieser Sturm führte den Buchführern die Bücher aus den Buden, etliche viele Quadern auf S. Wenzelsturm hinaus, der Spitze gleich und höher, auch weit und ferne in die Gassen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Braun, S. 231)
August

Magdeburg (ST)

 24.08.1409 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"24. August: In Magdeburg Sturm und Erdbeben" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Chronicon Magdeburgense, Magdeburger Schöppenchronik bis 1565. In Chroniken deutscher Städte, Bd. VII und XXVII. Leipzig 1869 und 1899.)
Mai

Quedlinburg (ST)

 15.05.1013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Eine schreckliche Finsterniß bei einem heftigen Unwetter erschreckte plötzlich die Leute, ihr folgten Krachen und Feuer, welche an einigen Orten die Kirchen zerstörten und andern großen Schaden thaten, Freitags, 15. Mai, am Neumonde." - Weiter aus derselben Quelle: "Auch in diesem Jahre geschah eine starke Bewegung in der Luft, so daß an vielen Orten Häuser einstürzten und einige kostbare Dinge vom Blitz getroffen und vernichtet wurden. Auch öffnete sich auf dem Lüneburger Berge eine fürchterliche Erdspalte, welche der Kirche selbst den Einsturz drohte und den von Furcht ergriffenen Einwohnern für den Augenblick alle Hoffnung auf diesen Zufluchtsort nahm." (Quelle: Genealogie Mittelalter)

Annalen von Quedlinburg ( Genealogie Mittelalter)