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Verdacht = Fall wird noch untersucht W = Wasserhose

Datum Ort Stärke Beschreibung
10.08.1496
Verdacht
Minden
Nordrhein-Westfalen
F3-F4 "1496, 10. August. Ein großes Unwetter und "Erdbeben" bringt in Minden und im Mindener Lande zahlreiche Bauwerke zum Einsturz." (Quelle: Chronik der Stadt Minden)

Unwetter mit "Erdbeben" in Minden (Wetterchronik)

29.08.1487
Verdacht
Kirberg
Hessen
n.bek. Bei einem Unwetter wurden neben dem Dach und dem Turmhelm der Kirche in Kirberg am Nordfuß des Hintertaunus (südliches Limburger Becken) "auch die Glocken vom Thurm über die Stadtmauer ins Feld hineingefegt" Das sind etwa 100 Meter.

1487: Glocken flogen über Stadtmauer

Sommer 1473 Ostsee n.bek. "1473 Sommer extremes Dürrejahr; Windhose an der Ostsee: Fische werden auf Land geschleudert" (Quelle: Hans-Georg Wenke)

Mein Solingen - Wetter & Klima (Hans-Georg Wenke)

Jahr 1453 Rodenberg
Niedersachsen
18 Tote
n.bek. "Ein einstündiger Orkan zerstört alle Scheunen und rd. 50 Häuser in Rodenberg am Deister, tötet 18 Menschen sowie viel Vieh." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) - In einer älteren Auflage der Quelle wird das Ereignis als Wirbelwind beschrieben, der mit fürchterlichem Lärm durch den Ort zieht.

07.10.1434 Köln
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Erhebliche Schäden, u.a. an mehreren Kirchen. Dazu aus den Daten zur Baugeschichte des Kölner Domes: "1434: Ein starker Sturm wirft eine Fiale vom Dachkranz des Chores hinunter. Der schwere Stein durchschlägt die Gewölbe des Chorumganges und landet vor dem Dreikönigenschrein." (Quelle: Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Band 2: Von 1400 bis zur Gegenwart, Seite 178. Greven Verlag Köln, 1991) - weiter: "Groß St. Martin - Ehemalige Benediktiner-Abteikirche [...] 1434: Absturz von drei Giebeln." (Quelle: Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Band 1: Von den Anfängen bis 1400, Seite 146. Greven Verlag Köln, 1991)

07.10.1431
Verdacht
Gangelt
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "1431 am 7. Octobris ein überauss heftiger sturmwindt von sonnennidergang, vermischt mit regen, hat unzalbahre bäume mit den wurtzeln herumb geworffen; es war kein lebendiger mensch, der solchen windt gesehen oder gehört hatte erzehlen." (Quelle: Das Stadtbuch und die Chronik von Gangelt)

Das Stadtbuch und die Chronik von Gangelt (GenWiki)

24.08.1409
Verdacht
Magdeburg
Sachsen-Anhalt
n.bek. "24. August: In Magdeburg Sturm und Erdbeben" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Chronicon Magdeburgense, Magdeburger Schöppenchronik bis 1565. In Chroniken deutscher Städte, Bd. VII und XXVII. Leipzig 1869 und 1899.)

03.06.1403
Verdacht
Eisenach
Thüringen
n.bek. Datum nicht genau bekannt. "ca. 3. Juni: Bei Eisenach und in anderen Teilen Thüringens schwere Gewitter mit furchtbaren Stürmen, welche viele 1000 Bäume umwerfen" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Anonymus Erfordensis, Thüringische Geschichte bis zum Jahre 1427. Bei Johannes Pistorius: Rerum Germanicarum scriptores etc. 3 Bde. Frankfurt a. M. und Hannover 1583 und 1613.; Abraham Rockenbach oder Rogkenbach: De cometis. Wittenberg 1602)

12.06.1395
Verdacht
Rheinland
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "12. Juni: In den Rheinlanden ungeheurer Sturm und schwerer Hagelfall unmittelbar nach einem Erdbeben" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Dietrich Westhoff (gest. 1552): Dortmunder Chronik von 750 - 1550. In Chroniken deutscher Städte, Bd. XV. Leipzig 1878; Trithemius, Johannes (gest. 1516): Annalen des Klosters Hirschau. 2 Bde. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788) - weitere Quelle: "1395 Frühjahr - Im Rheinland erst Erdbeben, dann Sturm und Hagel" (Quelle: Hans-Georg Wenke) - weitere Quelle: "Erdbeben und Hagelschauer - 1395 Juni 11: "Des Freitags nach Fronleichnam" so berichtet eine Chronik, "war ein großes Erdbeben zu Köln, nach Mitternacht des Morgens gegen drei Uhr, so daß die Häuser sich schüttelten und die Töpfe an der Wand rasselten. Acht Tage nachher fielen gewaltige Hagelsteine, so groß wie Hühnereier; sie schlugen die Vögel in der Luft todt, rissen Bäume aus der Erde und mähten das Korn weg, als wenn es abgeschnitten wäre."" (Quelle: Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Band 1: Von den Anfängen bis 1400, Seite 340. Greven Verlag Köln, 1991)

Mein Solingen - Wetter & Klima (Hans-Georg Wenke)

Juni 1380 bei Köln
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Juni: Bei Köln schweres Gewitter mit Wirbelsturm, Hagel und grosser Überschwemmung" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Chronicon Moguntinum, Mainzer Chronik. In Chroniken deutscher Städte, Bd. 18. Leipzig 1882)

Jahr 1345 Ort unbekannt
Bayern
n.bek. "Es soll Schlangen geregnet haben, welche viele Menschen bissen und töteten [? - wo?]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Funck, Johann: Chronologia ab orbe condito. Nürnberg 1545; Crentzheim)

12.01.1245
Verdacht
Franken
Bayern
n.bek. "12. Januar: In Franken während eines Erdbebens heftiger Gewittersturm" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Trithemius, Johannes (gest. 1516): Annalen des Klosters Hirschau. 2 Bde. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788)

12.03.1195 Schleswig-Holstein n.bek. Genauer Ort unbekannt, wird beschrieben als "starker Wirbelwind" (Quelle: Recherche von Martin Hubrig)

Jahr 1163 Meissen
Sachsen
n.bek. "Um Pfingsten: In der Gegend von Meissen regnet es während eines schweren Wirbelsturmes Eisen [vielleicht Meteorfall?]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Fabricius, Georg (gest. 1571): Rerum Germaniae magnae ... volumina duo ... ac rerum Misnicarum libri septem. Herausgegeben von Jacob Frabricius. Leipzig 1609)

29.09.1129
Verdacht
Sachsen? n.bek. "Am 5. Oktober des Jahrs 1129 gab es ein fürchterliches Hagelwetter, (Trith.) auch wurden um Michaelis in vielen Ländern sehr viele Gebäude durch Stürme über den Haufen geworfen. (Annal. Saxo)" (Quelle: Friedrich Schnurrer, Chronik der Seuchen in Verbindung mit den gleichzeitigen Vorgängen in der physischen Welt und in der Geschichte der Menschen. Tübingen. 1823) - Unklar ist, ob es sich eventuell um denselben Fall handelt, der bereits unter "Württemberg" aufgeführt ist.

15.05.1013
Verdacht
Quedlinburg
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Eine schreckliche Finsterniß bei einem heftigen Unwetter erschreckte plötzlich die Leute, ihr folgten Krachen und Feuer, welche an einigen Orten die Kirchen zerstörten und andern großen Schaden thaten, Freitags, 15. Mai, am Neumonde." - Weiter aus derselben Quelle: "Auch in diesem Jahre geschah eine starke Bewegung in der Luft, so daß an vielen Orten Häuser einstürzten und einige kostbare Dinge vom Blitz getroffen und vernichtet wurden. Auch öffnete sich auf dem Lüneburger Berge eine fürchterliche Erdspalte, welche der Kirche selbst den Einsturz drohte und den von Furcht ergriffenen Einwohnern für den Augenblick alle Hoffnung auf diesen Zufluchtsort nahm." (Quelle: Genealogie Mittelalter)

Annalen von Quedlinburg (Genealogie Mittelalter)

Jahr 1011 Württemberg
Baden-Württemberg
n.bek. "Wirbelwind" in Württemberg (Quellen: K. Pfaff: Württembergisches Jahrbuch 1850, "Nachrichten über Witterung, Fruchtbarkeit, merkwürdige Naturereignisse, Seuchen usw. in Süddeutschland, besonders in Württemberg", 807 bis 1815 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)

Jahr 989 Ort unbekannt
Sachsen
n.bek. "In Albanien Getreideregen, in Sachsen Fischregen [offenbar also Windhosen]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Bünting, Heinrich: Braunschweigische und Lüneburgische Chronica. Magdeburg 1584; Lycosthenes oder Wolffhart, Konrad:Chronicon prodigorium ac ostentorum. Basel 1557)

Jahr 933 Trier
Rheinland-Pfalz
n.bek. "Ein Wirbelwind wirft die Maximiuskirche in Trier um" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Funck, Johann: Chronologia ab orbe condito. Nürnberg 1545)

Jahr 867 Ort unbekannt
Sachsen
n.bek. "In Sachsen zerstört ein Wirbelsturm viele Gebäude" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Annalista Saxo, Chronik bis zum Jahre 1133. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788; Wolf, F. Franz: Die klimatischen Verhältnisse der Stadt Meissen. Meissen 1890)

15.09.857
Verdacht
Köln
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Blitz tötet im Dom. 857 Sept. 15: Der Kölner EB Gunthar berichtet von einem furchtbaren Sturm, vor dem das Volk sich in den Dom flüchtete, wo aber ein Blitz "wie ein feuriger Drache" plötzlich in die Kirche schlägt und aus der Menge drei Menschen an verschiedenen Stellen, aber mit einem Schlage getötet hat: einen Priester amPetrusaltar, einen Diakon am Altar des hl. Dionysius und einen Laien beim Marienaltar; sechs weitere Menschen werden hingestreckt. (Der an den Bischof von Hildesheim gerichtete Brief wird auf der Synode zu Mainz Anfang Oktober verlesen.)" (Quelle: Peter Fuchs, Chronik zur Geschichte der Stadt Köln, Band 1: Von den Anfängen bis 1400, Seite 86. Greven Verlag Köln, 1991)

Jahr 855 Württemberg
Baden-Württemberg
n.bek. "Wirbelwind" in Württemberg (Quellen: K. Pfaff: Württembergisches Jahrbuch 1850, "Nachrichten über Witterung, Fruchtbarkeit, merkwürdige Naturereignisse, Seuchen usw. in Süddeutschland, besonders in Württemberg", 807 bis 1815 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - "Viele Stürme, Gewitter und Hagelfälle" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Annalista Saxo, Chronik bis zum Jahre 1133. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788; Lycosthenes oder Wolffhart, Konrad:Chronicon prodigorium ac ostentorum. Basel 1557; Sigebertus Gemblacensis (Sigebert von Gemblours, gest. 1113), Chronographie von 381 bis 1112, mit Nachtrag des Robert de Monte bis 1182. Bei Pistorius, I.) - "8. Juli: Ungeheurer Sturm in Deutschland" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Annales Fuldenses, Chronik des Klosters Fulda. Bei Marquard Freher: Germanicarum rerum scriptores etc. Frankfurt a.M. 1600-1611; Sigebertus Gemblacensis (Sigebert von Gemblours, gest. 1113), Chronographie von 381 bis 1112, mit Nachtrag des Robert de Monte bis 1182. Bei Pistorius, I.; Wolf, F. Franz: Die klimatischen Verhältnisse der Stadt Meissen. Meissen 1890)

Juli 855 Mainz
Rheinland-Pfalz
n.bek. "Gewitter, Wirbelwind und Hagel richteten grosse Verheerungen unter den Gebäuden an: im Julius wurde die Kilians-Kirke zu Maynz durch einen solchen Sturm zerstört." (Quelle: Friedrich Schnurrer, Chronik der Seuchen in Verbindung mit den gleichzeitigen Vorgängen in der physischen Welt und in der Geschichte der Menschen. Tübingen. 1823) - Unklar ist, ob es sich eventuell um denselben Fall handelt, der bereits unter "Württemberg" aufgeführt ist.

05.04.829
Verdacht
Aachen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "In Aachen furchtbares Unwetter mit Erdbeben" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Annalista Saxo, Chronik bis zum Jahre 1133. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788; Annales Fuldenses, Chronik des Klosters Fulda. Bei Marquard Freher: Germanicarum rerum scriptores etc. Frankfurt a.M. 1600-1611; Ann. Laur.; Chr. Pant; Hermannus Contractus: Chronicon de sex mundi aetatibus ab orbe condito usque ad annum 1054. Mit einem Nachtag von Berthold bis 1100. Bei Pistorius und Urstisius; Conrad a Lichtenau, abbas Urspergensis (gest. 1240): Chronicon a Nino Assyriorum Rege usque ad Fridericum II. Strassburg 1540) - weitere Quelle: "829 5. April - Unwetter und Erdbeben in Aachen" (Quelle: Hans-Georg Wenke)

Mein Solingen - Wetter & Klima (Hans-Georg Wenke)

Jahr 828
Verdacht
Wasgau
Rheinland-Pfalz
n.bek. "Im Wasgau fällt eine getreideähnliche Masse vom Himmel" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Lycosthenes oder Wolffhart, Konrad:Chronicon prodigorium ac ostentorum. Basel 1557; Cysat, Renw. (gest. 1614): Collectanea, 16 Bde. Manuscript auf der Bibliothek in Luzern. Bei Amberg.; Stumpf, Johannes: Gemeiner löblicher Eydgnoschaft Stetten, Landen vund Völckeren Chronick wirdiger thaaten beschreybung. 2 Bde. Zürich 1548)

Jahr 788 Freysingen
Bayern
n.bek. "Holzregen [also Windhose] bei Freysingen in Bayern" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Aventinus (Turmair), Johannes (gest. 1534): Annales Boiorum. Mit Nachtrag. Leipzig 1710; Annales Fuldenses, Chronik des Klosters Fulda. Bei Marquard Freher: Germanicarum rerum scriptores etc. Frankfurt a.M. 1600-1611)

Jahr 689 unbekannter Ort n.bek. "Fischregen in einem Sturm" (Quelle: Gallery of Natural Phenomena)

AD 600 - 899 (Gallery of Natural Phenomena)

Anmerkung:
Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Sollte ein Ihnen bekannter Tornado fehlen, dann mailen Sie mir bitte.


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