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Verdacht = Fall wird noch untersucht W = Wasserhose

Datum Ort Stärke Beschreibung
Jahr 1800 Güsten
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Die heutige Kirche in Güsten ist wohl ein einheitlicher Neubau aus dem 14. Jahrhundert. Von der Ausstattung des vorhergehenden Baues hat sich der Taufstein und ein großer hölzerner Kruzifixus, beide aus dem 13. Jahrhundert, erhalten. [...] Im Jahre 1800 nahm eine Windhose das Dach weg, ohne der Kirche weitern Schaden anzutun." (Quelle: Welldorf-Güsten)

Geschichte - historische Ortsbeschreibung von Güsten (Welldorf-Güsten)

19.05.1800 Aschersleben
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Den 19. (Mai) richtete ein heftiger Wirbelwind vielen Schaden an." (Quelle: K. von Zittwitz, Chronik der Stadt Aschersleben: Mit einem Grundriß der Stadt. Lorleberg, 1835)

Tornado in Aschersleben (Skywarn)

25.04.1800
Verdacht
Göttingen
Niedersachsen
n.bek. "Gewaltige Wolkenbrüche hagelreicher Gewitter überschwemmen das Dransfelder und Göttinger Gebiet. In Roßdorf, Grohne u.a. O. ertrinken Menschen und sehr viel Vieh (allein im Kloster Merienhagen 68 Rinder, über 100 Schweine und fast alle Schafe); man will mehrere Wasserhosen gesehen haben. Die Schloßen lagen 12 Fuß hoch." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) - Anmerkung: Der Begriff "Wasserhose" beschrieb früher u.a. in Sachsen, Thüringen und einigen angrenzenden Regionen ein eng begrenztes Starkregenereignis, das von weitem ein schlauchförmiges Aussehen anahm und daher diese Bezeichnung trug. Aus diesem Grund ist der Fall nur als Verdachtsfall eingetragen.

23.04.1800 Arnsdorf, Dittersdorf, Etzdorf
Sachsen
(5 Verletzte)
F5 Dieser Tornado ist einer der beiden bisher bekannten F5-Fälle in Deutschland. Nach einigen Gewittern, die sich bereits mittags zusammenbrauten, baute sich in der Nähe von Freiberg eine besonders hohe Wolke auf, "in deren Mitte sich ein langer Schlauchähnlicher weißer Nebelstrahl zu bilden anfieng, an Größe immer zunahm, und sich abwechselnd zur Erde neigte, bald sich wieder der schwarzen Wolke näherte. Dieses geschahe unter steten schnellen Fortschwimmen der erwähnten Wolke. Nach wenigen Minuten näherte sich die Spitze dieses Schlauches ganz der Erde und strich mit unglaublicher Schnelligkeit mit Staub und Verwüstung begleitet, von Südwest nach Ost an der Oberfläche der Erde fort."(Quelle: Alfred Wegener: "Wind- und Wasserhosen in Europa")

Tornado in Hainichen 1800

17.04.1800
Verdacht
Göttingen
Niedersachsen
n.bek. "Gewaltige Wolkenbrüche hagelreicher Gewitter überschwemmen das Dransfelder und Göttinger Gebiet. In Roßdorf, Grohne u.a. O. ertrinken Menschen und sehr viel Vieh (allein im Kloster Merienhagen 68 Rinder, über 100 Schweine und fast alle Schafe); man will mehrere Wasserhosen gesehen haben. Die Schloßen lagen 12 Fuß hoch." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) - Anmerkung: Der Begriff "Wasserhose" beschrieb früher u.a. in Sachsen, Thüringen und einigen angrenzenden Regionen ein eng begrenztes Starkregenereignis, das von weitem ein schlauchförmiges Aussehen anahm und daher diese Bezeichnung trug. Aus diesem Grund ist der Fall nur als Verdachtsfall eingetragen.

Jahr 1799 Rosenhagen
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. "[...] Und weil der Fall von 1746 weggefallen ist, so beruft er sich statt dessen ferner auf das "mit Steinen beladene, ziemlich weit hinaus auf der Rhede bey Rosenhagen befindliche Wadeschiff", das 1799 vor Rosenhagen im Wirbelsturm sank." (Quelle: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 91, 1927, S.98)

Jahrbücher für Geschichte, Band 91, 1927 (Landesbibliothek MV)

05.09.1792 Crivitz
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Windhose um und über Crivitz. "Der so genannte "Crivitzer Fischregen" ereignete sich anno 1792. Angeblich soll eine "Windsbraut" über Crivitz getobt und eine Wasserhose aus dem See gehoben haben, in den Gärten und Gassen blieben dann nach Abflauen des Windes die Fische liegen ..." (Quelle: 750 Jahre Crivitz)
Auch die Schweriner Volkszeitung berichtet am 26.09.2006 über das Ereignis: "Zu den bekanntesten Geschichten, die sich der Volksmund in Crivitz erzählt, gehört jene vom Fischregen. Im September des Jahres 1792 soll sich nach einem regenreichen Vormittag eine ungewöhnliche, dunkle Wolke gebildet haben – in Form eines Trichters. Diese Windhose deckte Wohnhäuser und Scheunen ab, entwurzelte Bäume. Über dem See nahm die Windhose so viel Wasser auf, so dass der Grund zu sehen gewesen sein soll. Diese Wassermengen wurden auf den Plätzen, in den Gassen und Gärten der Stadt fallen gelassen – dabei regnete es Fische vom Himmel."

Zeittafel von Crivitz
Fischbrunnen von Crivitz

05.06.1792
Verdacht
Guben
Brandenburg
n.bek. "Im Jahre 1792, den 8. Juni, war ein starker Sturm, welcher in Gehölzen, insbesondere in der Gubener Heide, viel Bäume umgeworfen und großen Schaden gemacht hat." (Quelle: Karl Gander: Geschichte der Stadt Guben unter Benutzung der Vorarbeiten des verstorbenen Professors Dr. H. Jentsch., 1925)

17.07.1787 Schwäbische Alb
Baden-Württemberg
n.bek. Im Zusammenhang mit dem Fall Stuttgart-Heslach erwähnt: "Ein ähnlicher Wind richtete am 17. Juli desselben Jahres auf der Alb Verheerungen an." (Quellen: K. Pfaff: Württembergisches Jahrbuch 1850, "Nachrichten über Witterung, Fruchtbarkeit, merkwürdige Naturereignisse, Seuchen usw. in Süddeutschland, besonders in Württemberg", 807 bis 1815 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)

21.06.1787 Stuttgart-Heslach
Baden-Württemberg
n.bek. "1787 erhob sich ein Wirbelwind am 21. Juni bei Heslach (Stuttgart) und verwüstete mit großem Geräusch und mit dichtem Nebel dahinziehend auf 100 Schritt Breite alles, was ihm in den Weg kam; er dauerte nur wenige Minuten." (Quellen: K. Pfaff: Württembergisches Jahrbuch 1850, "Nachrichten über Witterung, Fruchtbarkeit, merkwürdige Naturereignisse, Seuchen usw. in Süddeutschland, besonders in Württemberg", 807 bis 1815 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)

18.08.1785 Springe
Niedersachsen
n.bek. "Um die Mittagszeit zieht von NW her ein Wirbelsturm als schwarzer Trichter mit fürchterlichem Geheule durch das Amt Springe am Deister und reißt Büsche und Getreide aus dem Boden" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) - Weiter aus M., O.C. Beschreibung einer im Amte Springe gesehenen Windsbraut. In: Hannoverisches Magazin. 1763-1790. 1785 , 23.Jg. , S. 1245 - 1248 (recherchiert über Uni Bielefeld): "Am 18ten Aug. dieses Jahres Mittags um 12 1/2 Uhr zog ein, dem Anscheine nach, nicht starkes Regenschauer, mit einem Nordwestwinde, über die Diesterberge. Kaum waren die ersten Wolken, bei einer stillen niedern Luft, über diese hohen Berge gekommen, so senkte sich aus diesen ersten Wolken, ein schwarzer Kegel, in das Thal, nach dem Vorwerke Thale zu, dessen nach der Erde gekehrte Spitze sich beständig verlängerte und so sehr verdünnte, daß sie in einer Länge von etwa 200 Fuß, so viel man solche, nach dem daneben liegenden Berge, mit den Augen abmessen konnte, nur etwa 6 Zoll, am Ende aber, nur wie ein starker Strick, dick zu sein schien." Fortsetzung siehe Link.

Beschreibung einer im Amte Springe gesehenen Windsbraut

Jahr 1785 Menslage
Niedersachsen
n.bek. Genaues Jahr und Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung des Cuxhavener Tageblattes vom 06.10.1852: "Dergleichen Windhose oder Wirbelwolken kommen hier selten vor; doch erinnere ich mich hiebei der Erzählung eines alten Mannes, wonach in seiner Knabenzeit etwa im dritten Viertel des vorigen Jahrhunderts im Kirchspiele Menslage eine ähnliche Windhose bemerkt worden. Dieselbe soll damals einen Schäfer in seinem großen grauen Mantel eine Strecke Weges mit sich fortgetragen, dann einige Fuder Heu von einer Wiese in sich aufgenommen und zuletzt in eine Wasserhose sich verwandelnd, den ganzen Fischteich eines Bauern mit vielen schönen Karpfen in seinem Strudel hineingesogen und ganz ausgeleert haben. Diese Waserhose ist später auf der Wiese eines anderen Bauern geplatzt, der dann die Fische aufgesammelt und verkauft habe. Hieraus soll ein langjähriger kostspieliger Proceß des Fischteichbesitzers gegen den sonderbaren Fischfänger entstanden sein. Auch soll im vorigen Jahrhundert durch einen Wirbelwind an einem Sonntage während der Frühkirche zu Quakenbrück ein großer Hecht durch den Schornstein eines Hauses auf den Herd geworfen sein. (Osn.-B.-Bl.)"

02.07.1785 Bennersdorf
Hamburg
W, F1 (2x) Bei Bennersdorf unweit Altonas entstehen auf der Elbe zwei Wasserhosen. Beide gingen an Land und richteten hier Schäden an Bäumen und Dächern an: "... ließ sich gegen 6 Uhr abends unweit Bannersdorf eine Wolke, wie ein zugespitzter Schlauch, auf die Elbe nieder, schwankte einige Male hin und her, vereinigte sich dann mit dem Wasser und zog [es in die' Höhe. In einiger Entfernung senkte sich eine andere Wolke gleichfalls wirbelnd herab, schwankte über zehnmal hin und her ... Nach etlichen Minuten rissen sich diese Tromben wieder vom Wasser los ... zogen sich wirbelnd über die Stadt". (Quellen: Alfred Wegener: "Wind- und Wasserhosen in Europa" 1917 und F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976 sowie Recherche von François Paul, Mercure de France, Mars 1785, pp. 52-53)

24.04.1784
Verdacht
Hamburg n.bek. Aus einer Meldung des "Mercure de France" vom 22. Mai 1784: "Orage à Hambourg le 24 Avril" (recherchiert von François Paul)

12.05.1783 Schwabelweis
Bayern
F1 Aus einer Meldung des "Mercure de France" vom Juni 1783: "Paris, den 17. Juni. Neben diesem außerordentlichen Phänomen, legen wir die Details eines anderen vor au einem Bericht in Straßburg, das sich am 12. des letzten Monats in der Nähe des Dorfes Schwabelweiss am Ufer des Flusses Danube (Anm.: Donau) ereignete." Es folgen Berichte über Geräusche und umgestürzte Bäume. "[...] Dieser Wirbel dauerte drei Minuten, danach war alles ruhig." (recherchiert von François Paul)

01.05.1779 Wünschendorf, Mildenfurth, Veitsberg
Thüringen
F3 "Wiederholt heftige Wirbelstürme: am 1. Mai bei Gera und Weyda [Thüringen]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Bildersaal, Zeitschrift des 18. Jahrhunderts, Zeitungsauszüge. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788)

Tornado in Wünschendorf 1779

01.05.1779 Gera
Thüringen
n.bek. "Wiederholt heftige Wirbelstürme: am 1. Mai bei Gera und Weyda [Thüringen]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Bildersaal, Zeitschrift des 18. Jahrhunderts, Zeitungsauszüge. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788)

08.06.1778 Gräfenberg
Bayern
7 Tote, 10 Verletzte
F3 In Gräfenberg bei Erlangen gab es schwere Schäden: "Ein großes Unglück mit sieben Toten und vielen Verletzten brachte ein im Jahre 1778 niedergegangenes Gewitter, das von einem geradezu entsetzlichen Wolkenbruch begleitet war. Der Sturm brach am 2. Pfingstfeiertag, dem 8. Juni abends nach sieben Uhr aus und kam aus Richtung Erlangen. Die Verheerungen, die er in und bei dem Städtchen an Feldern und Gebäuden anrichtete, waren fürchterlich und gaben sogar Veranlassung zur Herausgabe eines Albums, in dem das Ereignis in Wort und Bild dargestellt wurde. Dieses Werk ist in Nürnberg erschienen und trägt den Titel: „Abbildung der vorzüglichsten Ruinen, welche ein am 8. Junius 1778 Abends zwischen acht und neun Uhr zu Gräfenberg niedergegangener Wolkenbruch in dasiger Vorstadt veranlaßte.“" Quelle: Die Geschichte der Stadt Gräfenberg (Stadt Gräfenberg)

Jahr 1774 Schwedt
Brandenburg
n.bek. "Viel Zeit seines Wirkens beanspruchten repräsentative Bauten in Schwedt. So hatte er die Orangerie in ein Operettenhaus mit 400 Plätzen und modernster Theatertechnik umzubauen. Die Freude über das gelungene Werk war kurz. Die arme Stadtgemeinde konnte nach des Markgrafen Tod 1783 die Bühne nicht mehr unterhalten und zwang Berlischky, es baulich in einen Getreideschüttboden umzuwidmen. Als ein Wirbelsturm 1774 den Glockenturm des Rathauses zum Einsturz brachte, war das gesamte Gebäude "dem Einfall nahe". Es wurde abgerissen und unter Berlischkys Leitung in nur vier Jahren ein neues Rathaus errichtet." (Quelle: Die Spur der Steine des Landbaumeisters)

Die Spur der Steine des Landbaumeisters (city-map Region Uckermark)

19.06.1774
(3 Tote)
Egelsbach, Götzenhain, Dietzenbach
Hessen
3 Tote
F2+ Ein starker Tornado zog von Egelsbach über Götzenhain bis nach Dietzenbach. Dazu aus der Dietzenbacher Chronik: "19. Juni - eine Unwetterkatastrophe - wahrscheinlich eine "Windhose", begleitet von starkem Hagel und Erdstößen - richtet in Dietzenbach großen Schaden an: 35 Gebäude, meist Scheunen, vor allem in der Borngasse, stürzen zusammen, eine Frau wird getötet. Am härtesten aber traf die Dietzenbacher der Verlust von rund 2000 Obstbäumen, die der Sturm vernichtet hatte". In Götzenhain wurde das ganze Kirchendach abgerissen und viele Häuser und Scheunen abgedeckt. In Dietzenbach stürzten zahlreiche Scheunen ein. Hier wurden von den Obstbäume viele auch um einige Meter verfrachtet. Weiter stürzten in Patershausen in der Bieber Mark tausende Bäume um. Das entspräche einer Zugbahn von Südwest nach Nordost.

19.06.1774 Dreieich- Götzenhain, Dietzenbach (Skywarn)
Schwere Schäden offenbar durch Windhose in Dietzenbach (Wetterchronik)
Als ein Tornado über Götzenhain fegte (rhein-main.net, 11.07.2008)

19.06.1774
Verdacht
Umstadt
Hessen
Einige Tote
n.bek. "Nicht bloß in Götzenhain, sondern auch in Dietzenbach und Umstadt und in weiteren Kreisen richtete er gewaltige Zerstörungen an. [...] In Umstadt wurden (nach der dortigen Chronik) 17 Häuser von dem Ungewitter zerstört und ebenfalls einige Leute erschlagen." (Quelle: Kirchenbuch "Chronik der Gemeinde Götzenhain")

19.06.1774 Dreieich- Götzenhain, Dietzenbach (Skywarn)

08.09.1773 Arbergen
Niedersachsen
n.bek. Arbergen bei Bremen und Dreye (Grafsch. Hoya) werden von einem als dunkler, hüpfender Trichter über das Land fahrenden Wirbelsturme heimgesucht (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)

01.09.1768 Meiningen
Thüringen
n.bek. "Am I. Sept. war Abends um 6 Uhr ein sehr heftiges Gewitter, welches mit schwarzen Wolken, hinter welchen sich weiße zeigten, über die Geba heranzog. Die stärksten Blitze, von heftigen Donnerschlägen begleitet, folgten sich unaufhörlich. Während des sich in Strömen ergießenden Regens vernahm man ein außerordentliches Brausen in der Luft, es erhob sich ein Wirbelwind und nun kam ein Alles verheerender Hagel." (Quelle: F. Keyssner, Hennebergischer altertumsforschender Verein, 1834)

Tornado in Meiningen (Skywarn)

27.06.1767 Hirzenhain, Merkenfritz, Gedern
Hessen
n.bek. Am "Hagelfeiertag", dem 27. Juni, wird in einigen Teilen des Wetteraukreises und des Vogelsbergkreises teils noch heute an ein schlimmes Unwetter erinnert. In einem Bericht der Gemeinde Usenborn heißt es: "Gegen halb zwei war das Unwetter über Hirzenhain, Merkenfritz und Gedern. Auf dieser Linie muß es mit einer Wetterfront aus dem Vogelsberg zusammengetroffen sein. Es bildeten sich gewaltige Windhosen, die in kurzer Zeit ganze Wälder niederlegten. Dann ging ein furchtbarer Hagel nieder, der die gesamte Jahresarbeit der Landwirte mit einem Schlag vernichtete."

Der Hagelfeiertag (Usenborn)

17.07.1764 Grimma
Sachsen
n.bek. "17.07.1764. "Wirbel-Wind". ca. zwei Minuten Dauer, 100 Schritt breite; schwere Schäden an Dächern, Wasser der Mulde "hatte berghoch gestanden und gleichsam in seinem ordentlichen Lauf aufgehalten"." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Christoph Albrecht, Grimmische Chronicka, 1761)

29.06.1764
Verdacht
Möhringen
Polen
n.bek. Gegen 14:30 Uhr trat eine halbe Meile diesseits Stettin ein Wirbel auf, der einen Wagen fast umwarf. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Berlin und Stettin, 1765) - Möhringen (polnisch Mierzyn) liegt etwa fünf Kilometer hinter der heutigen deutsch-polnischen Grenze im Westen von Stettin.

Bericht von Gottlob Burchard Genzmer (pdf-Datei bei TorDACH

29.06.1764 Stralsund
Mecklenburg-Vorpommern
F3 Größere Trümmerteile sollen aus der Nähe von Stralsund über die Stadt und bis nach Rügen verfrachtet worden sein. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Berlin und Stettin, 1765)

Bericht von Gottlob Burchard Genzmer (pdf-Datei bei TorDACH
29.06.1764 Woldegk
Mecklenburg-Vorpommern
F5 Zwischen 13 und 14 Uhr richtete der Tornado auf einer 30 Kilometer langen Bahn teilweise unglaubliche Schäden an. Es ist einer von zwei bisher bekannten F5-Tornados und der stärkste bekannte Tornado überhaupt in Deutschland. Auf einem Feld wurden die Baumstümpfe von zuvor gefällten Bäumen aus der Erde gerissen und verfrachtet. Die Zugbahn verlief vom Startpunkt ca. 2 km südlich von Feldberg, dann sehr dicht westlich an Feldberg vorbei, über den Haussee, dann östlich an Schlicht vorbei, weiter über Lichtenberg, dicht östlich an Neugarten vorbei, östlich an Hinrichshagen vorbei, dann nach Canzow bis nach Helpt. Dazu liegen Hinweise vor, dass der Tornado bis nach Rattey weitergezogen ist. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Berlin und Stettin, 1765)

Tornado bei Woldegk am 29.06.1764
29. Juni 1764: Der Jahrtausendtornado von Woldegk (NDR, 28.06.2014)
Bericht von Gottlob Burchard Genzmer (pdf-Datei bei TorDACH)
Bericht von Bernold Feuerstein im WZ-Forum

22./23.05.1763 Kölleda
Thüringen
n.bek. Genauer Tag nicht bekannt. "Im J. 1763 [...] In demselben J. stand um Pfingsten ein wirklicher Wolkenbruch über unserer Stadt, welchen ein heftiger Sturmwind vom Johannisthore herein, über die Johannis-Thurmspitze hinweg, sodann zum Brückenthore hinaus, über das Backlebische Feld hinwegtrieb. Mehrere Personen haben mit Verwunderung gesehen, wie sich die schwere Wolke, die so recht einem strotzenden Sacke gleich war, erst ganz niedrig zeigte; hingegen, sobald sie an die Thurmspitze kam, sich recht augenscheinlich in die Höhe hob, und sobald sie über denselben Thurm hinweg war, sich wiederum senkte, und sodann in solcher Tiefe durch den Sturm ins Holz getrieben wurde und an den Bergen und Bäumen hängen blieb. Besagter Sturm riß die beiden großen Schafställe an der Kloster- und Stadt-Schäferei nieder; drehte die Bäume in den Gärten bei der Johanniskirche sammt den Wurzeln aus der Erde heraus, und richtete, wo er hinkam, große Zerstörungen an." (Quelle: Neue vervollständigte Chronik der Stadt Cölleda von Friedrich Heinrich Grüning, Cölleda, 1833)

Tornado in Kölleda (Skywarn)

Jahr 1760 Wollaberg-Jandelsbrunn
Bayern
n.bek. Genaues Jahr nicht bekannt. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 29. Juli 1960: "[...] Wenn dann erst eine Windhose über die Fluren rast, besteht allergrößte Gefahr. So passierte es vor etwa 200 Jahren in der Gegend von Wollaberg-Jandelsbrunn nach der glaubwürdigen Erzählung des Hochschulprofessors Dr. Schmöller, daß eine Windhose eine junge Dirn erfaßte, in die Höhe wirbelte, und mit sich fortriß. Sie entschwand den Blicken ihrer Arbeitsgenossen. Man hat nie mehr etwas von dem Mädchen gehört. Es dürfte bis über die Wälder des Sreisessels getragen worden und dort in die Bäume abgestürzt sein.[...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek). Wollaberg-Jandelsbrunn liegt im heutigen Landkreis Passau.

20.07.1758 Hannover
Niedersachsen
n.bek. "Von einem dergleichen an den Gewitterwolken herannahenden Körper, wodurch der electrische Erschütterungsschlag mit Blitz und Knall gegangen, will ich folgende merkwürdige Erfahrung an einer von dem Hrn. Wilken den 2o. Julius i758. bemerkten Staubsäule anführen. Herr Wilke bemerkte nemlich bey stiller Luft, als es wittern wolte, daß eine ganze Gegend um ihn herum mit einem dicken Staube, von andern aufsteigenden Dünsten und Nebel sehr unterschieden, bedecket wurde, der nicht nur das Feld bedeckte, sondern auch in der Stadt zwischen den Häusern und besonders zwischen den Bäumen einer grossen Spazier-Allee ganz sanfte gegen Osten emporstieg, und nachgerade dergestalt stark zunahm, und so dicke wurde, daß man die entfernte Gegend, auch sogar die hundert Schritte von ihm gelegene Häuser nur noch undeutlich sehen konte. Und da der allgemählige Zug dieser Staubsaule gegen Osten gieng, so machte ihn solches desto aufmerksamer, diese Gegend insbesondere wahrzunehmen. Alsobald sahe er von Osten her eine grosse schwarze Wolke herauf treiben, die durch ihr electrisches Anziehen, welche Kraft er an seiner Gewitterstange schon bemerkte, als die Wolke noch von seinem Scheitelpunkte etwas entfernet gewesen, das Aussteigen des Staubes verursachte. Als nun diese Wolke mit zunehmender Stärke seiner an der Gewitterstange bemerkten Eletricität, die sich nach dem Electricitätszeiqer auf 60. Grade erstreckte, über den Scheitelpunkt gegen Westen gezogen, so hat der Staub ihr gleichsam zu folgen geschienen, und sich immer mehr und mehr gegen diese schwarze Wolke zusammen gezogen, bis derselbe endlich angefangen, in einer dicken Säule in der Figur eines Kegels gegen dieselbe herauf zu steigen, und mit der Wolke zur Berührung gekommen. Unterdessen, daß dieser Staub sich dergestalt gegen diese Wolke, welche positiv elektrisch gewesen, so sichtbar empor gehoben, war derselben eine andere grosse Wolke, welche noch mit einer ganzen Reihe von Wolken zusammen gehangen, etwas schneller qefolget, und hatte während dem Herüberziehen seine Einrichtung an der Gewitterstange negativ electrisch gemacht. Als nun diese negative electrische Wolke sich der ersten positiven Wolke immer mehr und mehr genähert, und derselben so nahe gekommen, daß sie in einander zu fliessen geschienen, so ist ein starker Schlag und Blitz, welcher sich von der Erde durch den Staub, durch die positive und negative electrische Wolke erstrecket, enstanden. Die electrische Atmosphäre dieser grossen schwarzen Wolke mußte sich also so weit bis an die Erde erstrecket haben: denn sonst hätte sie den Staub nicht an sich ziehen können. Und so gehet es auch bey allen Gewittern zu, da die electrische Atmosphären der electrischen Wolken andere unelectrische Wolken zusammen ziehen, daraus im Augenblick Blitze und Schläge erfolgen müssen." (Quelle: Hannoverische Beyträge zum Nutzen und Vergnügen. 1762)

15.06.1758 Frohnau
Sachsen
n.bek. Der Tornado trat in Frohnau bei St. Annaberg auf, Näheres ist nicht bekannt (Quelle: Fleming, J.R. and R.E. Goodman, 1994: International Bibliography of Meteorology. Diane Publishing Company, Upland, Pennsylvania, 701 S.)

Jahr 1756 Unterelbe
Niedersachsen
W Eine Wasserhose durchzieht das Unterelbegebiet (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)

26.06.1756 Groden
Niedersachsen
F4 Verheerende Schäden im heutigen Cuxhavener Stadtteil Groden: "Durch einen Wirbelsturm werden fast das ganze Dorf Groden und zwei nördlich gelegene Höfe vormittags zwischen 11 und 12 Uhr "über den Haufen geworfen"" (Quelle: Hermann Borrmann, Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven). Aus einer weiteren Quelle: "1756 den 26. Juni Vormittages zwischen 11 und 12 Uhr wurde in einer Viertel Stunde bei einem starken Hagel und Regen begleiteten Donnerwetter, durch einen Wirbelwind, fast das ganze Dorf Groden, nebst zwei zu Norden nach gelegenen Höfen, gänzlich über den Haufen geworfen." (Quelle: Stadtarchiv Cuxhaven und Johann Scherder, Chronik des Landes Hadeln, Otterndorf, 1843) - Weitere Recherchen in Originalquellen aus dem Jahre 1756 haben ergeben, dass tatsächlich ein starker Tornado (in damaligen Originaldokumenten "Wirbelwind" genannt) die Schäden angerichtet hat.

01.07.1755 Stechlin
Brandenburg
W? (2x) "Als das Lissaboner Erbeben war, 1755, waren hier Strudel und Trichter, und stäubende Wasserhosen tanzten zwischen den Ufern hin[...]." (Quelle: "Märkischer Bilderbogen", S.40, G.Heller, Berlin, 1976 (1.Auflage DDR)). Der Stechlin (oder auch Großer Stechlin/Großer Stechlinsee)ist ein See (ca. 300 ha groß) in der Menzer Heide im äußersten Nordwesten des brandenburgischen Landkreises Oberhavel. Der naheste besiedelte Ort ist, neben dem Gehöft Stechlin, das Dorf Neuglobsow (ca. 15 km NO von Rheinsberg).

Neue Rechercheergebnisse Region Nordost, Jahre 1648 bis 1972 (Skywarn)

Jahr 1753
Verdacht
Canzow
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. 11 Jahre vor dem Tornado von Waldegk stürzte in Canzow eine Scheune durch Sturmwind ein. (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 505. - Berlin, 1751)

14.01.1753
Verdacht
Wolbrechtshausen
Niedersachsen
n.bek. Aus einer übersetzten Meldung der "Gazette de France" vom 3. Februar 1753: "Hannover, den 14. Januar 1753. Ein heftiger Sturm verursachte viele Schäden in der Umgebung von Wilbrechtshaufen. Er hob eine große Anzahl von Bäumen, unter anderem die berühmte Tanne mit einem Umfang von neun Ellen." (recherchiert von François Paul)

Jahr 1752
Verdacht
Straßberg im Harz
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Glasebacher Teich: Kunst- und Triebwerksteich für Hütten, Schächte, Pochwerke und Wassermühlen. Angelegt 1716 unter Bergwerksdirektor Christian Zacharias Koch. Staumenge: 300.000 m³. 1752 infolge eines Unwetters gebrochen und offen gelassen. (Eine mächtige Windhose aus südlicher Richtung überraschte die Menschen bei der Feldarbeit. Die Striegelanlage konnte nicht mehr betätigt werden. Die Bärlochmühle am Talausgang wurde von den Wassermassen fortgerissen." (Quelle: Straßberg/Harz, Stadt Harzgerode)

Bergbautannen Straßberg (Straßberg/Harz, Stadt Harzgerode)

Jahr 1752
Verdacht
Ziebingen, Drossen
Polen
n.bek. "Indessen ist doch dergleichen vor einigen Jahren in Schlesien vorgefallen, davon mir ein werther Freund berichtet, daß er 1752 die Wirkungen desselben an einer breiten geöffneten Allee in dem Walde zwischen Ziebingen (Anm.: poln. Cybinka) und Trossen (Anm.: heute Drossen, poln. Osno Lubuskie) bey seiner Reise gesehen, da alle, auch die größesten Bäume in diesem Striche, so weit das Auge reichte, umgeworfen, theils mit den Wurzeln und der dazwischen sitzenden Erde zu drey und mehr Ellen im Durchmesser, ausgehoben gewesen.". Im Bereich Ziebingen (poln.: Cybinka ), Trossen: In einer breiten Schneise sämtliche Bäume umgeworfen. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Seite 14-15, Berlin und Stettin, 1765). Wegen der Nähe zur deutsch-polnischen Grenze (ca. 5 bis 15 Kilometer) sind Auswirkungen in Deutschland nicht auszuschließen.

12./13.12.1747
Verdacht
Deindrup, Strohe
Niedersachsen
n.bek. "12./13.12.1747 war ein „grausahmer erschröcklicher sturmwindt gewesen, das auf Strohe an die 6000 Pfannen, auch viel Latten sonstiges holtz von den häusern gewehet sind, auch eine Scheune von 5 bis 6 Fack ist niedergelegt“, auch die Stroher Heuerhäuser haben stark gelitten. Die Frucht ist 1748 sehr schlecht geraten, dass man Brotkorn habe kaufen müssen." (Quelle: Homepage Deindrup). An diesem Tag tobte in weiten Teilen Mitteleuropas ein schwerer Wintersturm, bei dem lokal extreme Schadensereignisse auftraten.

Gut Strohe (Homepage Deindrup)

Jahr 1745 Tessin
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. "1745 herrschte ein großer Wirbelsturm, der riesigen Schaden anrichtete, die Dächer abdeckte und Bäume umknickte" (Quelle: v.Weltzien, Wolf L.: Das Land Werle: Groß und Klein Tessin, 1996; S. 77)

15.08.1741 Feudingen
Nordrhein-Westfalen
(2 Tote)
n.bek. Ein ungewöhnlicher Fall ereignete sich am 15.08.1741 in Feudingen, heute Stadtteil von Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein (NRW). Zunächst richtete ein Tornado erhebliche Schäden an. Dabei entstand ein Brand, der zahlreiche Gebäude zerstörte. Zwei Menschen kamen ums Leben. Ein Besonderer Dank geht an Herrn Otto aus Feudingen für das umfangreiche Material zu der historischen Katastrophe.

Tornado und Feuer in Feudingen

11.08.1740 Baumgarten
Brandenburg
n.bek. "[...] und am 11 Aug. nachm. gegen 2 uhr kam mit einem mahl, wie mans zu Baumgarten bemerket, von osten her ein schneller fürchterlicher windstoß an, welcher in einem schmahlen strich fortgegangen, und wo er hingekommen, in einer minute strohdächer zerissen, äste von baümen sonderlich linden abgerissen, zu gedachtem Baumgarten auch eine scheune heruntergeworfen, welche zwar auf 3 pferde, iedoch so gefallen, daß selbige unbeschädiget wieder hervorgezogen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 505. - Berlin, 1751)

23.06.1740
Verdacht
Postlin, Dallmin
Brandenburg
n.bek. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] A. 1740 am 23 Jun. nachm. zwischen 12 und 1 uhr hat solcher Sturm bei Dalmin, Postlin etc. Perlb. Insp. gewütet, der zugleich mit einem Hagel vergesellschafftet gewesen, [...]." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 505. - Berlin, 1751)

22.07.1739
Verdacht
Strehlen
Brandenburg
n.bek. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] A. 1739. 22. Jul. ist zur Strehlen ein neues haus und scheune eingerissen, sonst auch schaden geschehen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751)

11.07.1739
Verdacht
Reppen
Polen
n.bek. "Der am 11 Jul. entstandene Sturm ist mit einem starken hagel und wasserguß über Reppen gekommenn, fast alle schlechte dächer abgenommen, Leute und wagen und sonst alles auf dem felde anderthalb meilen in der breite und etliche meilen in der länge niedergeworfen, so gar den Meiern die sensen und gestelle vnd den stielen abgeschlagen und wiet weggeworfen, sonst aber in den beiden auch sehr übel gehauset. Hat auch die Mittelmark sonderlich an der Havel betroffen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504-505. - Berlin, 1751). Reppen liegt in Polen, etwa 20 Kilometer östlich von Frankfurt/Oder. Wegen der erwähnten "etlichen Meilen" besteht die Möglichkeit, dass der Tornado bereits im heutigen Deutschland auftrat.

22.06.1739 Töpen-Tiefendorf
Bayern
n.bek. "22. Juni: Wirbelsturm in Tieffendorf bei Hof" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Johannes Matthaeus Barth: Von einer seltsamen Begebenheit, die sich im Voigtlande u.s.w. zugetragen. Regensburg 1739) - Weiterer Bericht: "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] welcher in der Nähe von Prenzlau einen Schäfer samt seinen Schafen aufgehoben, und auf das nähste feld gesetzet: welches um destoweniger unglaublich sein darf, da wir zu unsern zeiten 1738. von dergleichen Wind vernommen haben, daß er in Franken zu Tiefendorf gleichmäßige würckung gehabt, und unter andern ein Bauerhaus aufgehoben, und an eine andere stelle versetzet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1., Seite 499 - Berlin, 1751)

07.08.1738 Liebenwalde
Brandenburg
n.bek. Datum nicht genau bekannt. "Windhosen und Blitzschläge: Zwei Jahre zuvor, 1738, ging ein Sturm über die Stadt hinweg, der die Gebäude in ihren Grundfesten erschütterte, Dächer abhob, Scheiben zerstörte, Bäume ausriss, das Vieh über die Wiesen fegte und die Windmühle zerstörte. Durch Blitzschlag brannten 1717 kurz vor der Ernte 42 Scheunen nieder, nur sieben blieben stehen. Das gleiche Schicksal ereilte den Scheunenkomplex 1754, als am 12. September 77 Scheunen niederbrannten. Der Autor ist Bürgermeister in Liebenwalde." (Quelle: MAZ, 05.11.2004). Ein Zusammenhang zum Fall Pausin, Oranienburg vom 07.08.1738 ist wahrscheinlich.

07.08.1738 Liebenberg
Brandenburg
n.bek. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. A. 1738. 7. Aug. ist nachmittags ein gewaltiger Orkansturm mit regen, an einigen orten mit gewitter eingebrochen, der bei Liebenberg ein ganzes Bruch von den stärkesten Eichen, Büchen und Eschen übern haufen geworfen, viel gebaüde eingestürzt, und an einigen orten 3 stunden, in der gegend oranienburg aber nur wenig minuten vor dem Donnerwetter gedauert, und dennoch unsäglichen schaden gethan. Bei Pausin, Spand. Insp. sein die wolken so tief gegangen, daß man sich eines wolkenbruchs befürchtet. Bei Straußberg, Müncheberg, Trebnitz, Johannisfelde und der gegend, da anfangs kein regen gefallen, ist die Luft von aufgetriebenen sand und staub ganz dunkelgelb und so finster worden, als wanns nacht wäre gewesen, daß man auch licht anzünden müssen, welches eine gute halbe stunde gedauert, und ist bald hernach wieder ein schönes wetter geworden. Zu Angermünde ist der Kirchturm abgeworfen, zu Schievelbein das Kirchdach auf der einen seite abgedekket, die Kirchthürme zu Dobberzin und Selchow umgeworfen, bei Prizerbe alle heuwagen umgestürzet, sonst auch hin und wieder ställe und gebaüde eingeschmissen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751)

07.08.1738 Pausin
Brandenburg
n.bek. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. A. 1738. 7. Aug. ist nachmittags ein gewaltiger Orkansturm mit regen, an einigen orten mit gewitter eingebrochen, der bei Liebenberg ein ganzes Bruch von den stärkesten Eichen, Büchen und Eschen übern haufen geworfen, viel gebaüde eingestürzt, und an einigen orten 3 stunden, in der gegend oranienburg aber nur wenig minuten vor dem Donnerwetter gedauert, und dennoch unsäglichen schaden gethan. Bei Pausin, Spand. Insp. sein die wolken so tief gegangen, daß man sich eines wolkenbruchs befürchtet. Bei Straußberg, Müncheberg, Trebnitz, Johannisfelde und der gegend, da anfangs kein regen gefallen, ist die Luft von aufgetriebenen sand und staub ganz dunkelgelb und so finster worden, als wanns nacht wäre gewesen, daß man auch licht anzünden müssen, welches eine gute halbe stunde gedauert, und ist bald hernach wieder ein schönes wetter geworden. Zu Angermünde ist der Kirchturm abgeworfen, zu Schievelbein das Kirchdach auf der einen seite abgedekket, die Kirchthürme zu Dobberzin und Selchow umgeworfen, bei Prizerbe alle heuwagen umgestürzet, sonst auch hin und wieder ställe und gebaüde eingeschmissen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751)

04.08.1738 Buckow
Brandenburg
F3 "Am 04.August 1738 wurden durch einen gewaltigen Orkan die stärksten Bäume entwurzelt und viele Gebäude umgerissen." (Quelle: Chronik der Stadt Buckow)

Bäume in Buckow entwurzelt Gebäude umgerissen (Wetterchronik)

Juli 1738 Barnewitz
Brandenburg
n.bek. "Im Jul. ist auch ein strich vom Sturmwind über Parnewitz, Spand. Insp. gegangen, wodurch ein schafstall übern haufen geworfen worden, worin 300 schafe, 3 ochsen und 3 Menschen sich aufgehalten. Weil aber die sparren sich auf einen darneben stehenden gelehnet, ist alles darin bis auf 15 erschlagene schafe gerettet worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751)

20./21.01.1737
Verdacht
diverse
Brandenburg
n.bek. Ein großer Wintersturm richtete verbreitet Schäden an. Einzelne größere Schäden deuten auf lokale stärkere Ereignisse hin. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet.[...] zu verschiedenen zeiten, und zu 6. 7. 8 mahl das Land befallen. [...] A. 1737. hat am 20 und 21 Jan. wiederum ein fürchterlicher general Sturm die Mittel- Uker und Neumark erschrekket; in der Strausbergischen Statheide 500 nuzbare baüme, bei Marwitz, Landberg. Insp. viel 1000 der stärkesten baüme, bei Nörenberg 300 büchen und 500 Eichen, bei Bernstein 400 Eichen niedergerissen, bei Neuenwedel die Heiden um den sechsten theil vermindert, in der Boizenburgischen Heide aber an die 10000 baüme aus der Erde gerissen, und neben einander hingeworfen; zu Klempzig, Züllich Insp. den Kirchthurm von seiner stelle gerükket. Zu Seeren, Sonnenburg Insp. aber den Thurm bis auf die schwellen heruntergerissen und zerschmettert, dabei iedoch die glokke und uhr unversehrt geblieben, und zu Dechtow einen schaffstall, und darin 100 hammel erschlagen, dergleichen auch zu Torno geschehen, Prenz. Insp." [...] "A. 1737. 21 Jan. hat sich unter Donnern un Blitzen ein gewaltiger sturm in der gegend Reutwen erhoben, welcher hin und wieder auch grossen schaden gethan, sonderlich bei Sauen Beeßk. Insp. in eine Eiche geschlagen, davon die schoppe auch so gleich zu brennen angefangen. Welches zwar weil die Eiche nicht im grünen laub und vollen saft gestanden leichter sich begreifen läßt, indem das feuer weniger wiederstand gefunden: iedoch überhaupt zur sache nichts thut; weil die kraft des Blitzes vermögend ist dergleichen feuchtigkeiten zu verzehren und auf die seite zu bringen. Und finden sich auch beispiele da grüne baüme in ihrem laub angezündet worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christoph Dreyhaupt, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...], S. 503-504 + S. 517. - Halle, 1749) - Weiterer Hinweis: "Insonderheit aber brachte dieses dem Lande den größten Schaden, da in der Nacht zwischen dem 21. und 22. Januar. ein erschrecklicher Sturm auf dem Lande, entweder die Häuser und Ställe gäntzlich, zum wenigsten die Dächer eingerissen, oder die Schoben auf den Dächern das oberste zu unterste gekehret, viele Menschen erqvetschet; Pferde, Rind-Vieh, und gantze Heerden Schaafe durch Einstürtzung der Ställe erschlagen, deßwegen hernach, Viehe und Menschen nicht trocken stehen, oder vor der Kälte sich bewahren können. Ferner sind viele Bäume in den Wäldern umgeleget, oder zerbrochen, in Gärten die Obst-Bäume zerrissen, und der unverwündlichste Schaden geschehen. Auf unsern Stadt-Gütern war der Schaden noch erträglich, da es nur im Ranserischen Wald über 600. Thal. Windbrüche gemachet, und im Riembergischen Walde gegen 2000. Bäume darnieder gelegt. Viel ärger aber hat der Sturm in anderen Orten Schlesiens gehauset. In keinem Orte aber hatten die verarmten Unterthaner mehr Erholung, als auf dem Kayserl. Cammer-Gütern, auf welchen, da unsägliches Holtz umgeworffen worden, damit es nicht verspohrete oder verfaulete, so wurde von EinemHoch-Löbl. Königl. Cammer-Collegio beschlossen und erlaubet, den Unerthanen, so nichts mehr zu leben hätten, dieses Holtz zu schlagen und zu verkauffen; bey guten Zeiten aber, oder wenn sie sich in etwas erholet, nach wenigem Anschlage von diesem Holtze die Bezahlung nach und nach zu leisten. Es hatte aber dieser hefftige Sturm in dem Hertzogthum Schlesien nicht allein seine ausserordentliche Gewalt gewiesen, sondern aus Engelland, Franckreich, Holland, Niederland, Dännemarck, Schweden, gantz Teutschland ja durch gantz Europam, hörte man in den öffentlichen Post-Zeitungen dergleichen noch mehr höchst betrübliche Nachrichten, insonderheit sehr häuffige Schiffbrüche. Der König von Groß-Britannien, welcher den 18. Decembr. An. 1736. seine Rückreise von Hannover nach Engelland antrat, mußte sich zu Helvoet-Sluis lange Zeit aufhalten, biß er zur See gehen können, wurde aber dennoch genöthiget, wegen hefftigen Sturmes wieder zurück zukehren, und über 6. Wochen allda liegen zu bleiben: so daß die Wiedersinnigen in Engelland vorgegeben, der König würde gar nicht wieder ins Reich kommen: Oder andere sagten: dieses sey eine Würckung von der Allerhöchsten Macht, wodurch der König zur Erkäntniß solle gebracht werden, dero Königreich so offt nicht zu verlassen. Ja in Stettin wolte man gar ein Erdbeben gemerckt; in Italien aber dieses hefftig empfunden haben, mit dem Beybericht, daß der Vesuvius bey Neapolis und der Ætna in Sicilien bey Menschen Gedencken nicht so häuffige Flammen, als zu dieser Zeit, oder kurtz vorhero ausgeworffen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christian Kundmann, Die Heimsuchungen Gottes in Zorn und Gnade über das Herzogthum Schlesien in Müntzen. - Leipzig, 1742, S. 85-87. - Halle, 1749)

04.03.1736
Verdacht
diverse
Brandenburg
n.bek. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] zu verschiedenen zeiten, und zu 6. 7. 8 mahl das Land befallen. [...] Am Sonntag Sexages. hat ein heftiger Sturmwind den Teltowischen, Lebusischen und Sternbergischen Krais, auch die Neumark durchstrichen, und in der Beerwaldischen Heide fast den dritten theil baüme niedergerissen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 503. - Berlin, 1751)

18.07.1735
Verdacht
Strausberg
Brandenburg
n.bek. "Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] Am 18. Jul. ist in der Gegend Strausberg das Getreide, so auf dem schwat gelegen, oder in mandeln gestanden, zerstreuet, ein wagen mit getreide umgeworfen, [...]." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 503. - Berlin, 1751)

16.05.1735
Verdacht
Erxleben
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] 16 Mai ist in der Altmark sonderlich bei Erxleben an gebaüden und baümen, und weil hagel dabei gewesen, auch am getreide grosser schaden geschehen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 503. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Drehnow
Brandenburg
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Ahrensdorf, Beeskow
Brandenburg
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Woltersdorf
Brandenburg
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Niederfinow
Brandenburg
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Prädikow
Brandenburg
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Kienitz
Brandenburg
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Görne
Brandenburg
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Falkenrehde
Brandenburg
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734
Verdacht
Walsleben
Sachsen-Anhalt
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

28.02.1734 Krüden, Breitenfelde
Sachsen-Anhalt
n.bek. "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

25.12.1733
Verdacht
Oderberg, Freienwalde u.a.
Brandenburg
n.bek. "A. 1733. 25 Dec. hat zwischen 10 bis 12 uhr ein solches gewitter die gegend Zedenik, Oderberg, Freienwalde, Küstrin, Landsberg a. d. W. betroffen, da die feuerstrahlen bis auf die erde geschossen, und ausser dem donner ein schreckliches getöse vom sturmwind gehöret worden, dabei das vieh in den ställen gebrüllet, zu Königswalde auch durch einen schornstein in die stube, iedoch ohne entzündung eingeschlagen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 516. - Berlin, 1751)

11.07.1733
Verdacht
Reitwein
Brandenburg
n.bek. "Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] am 11 Jul. aber haben die örter Christindorf Zoß. Insp. Reutwen Frf. Insp. und dieser Landstrich sonderlich gelitten, und ist die Luft mit staub und sand ganz angefüllet und finster gewesen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 502)

16.08.1732 Gorgast
Brandenburg
n.bek. Genannt werden mehrere, weit auseinander liegende Orte. Daher ist auch von mehr als einenm Tornado auszugehen. Genaueres ist nicht bekannt. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] und am 16 Aug. ein windstrich über Biegen, Gorgast, Neuenwedel gegangen mit einem getöse als wanns gedonnert hätte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

16.08.1732 Biegen
Brandenburg
n.bek. Genannt werden mehrere, weit auseinander liegende Orte. Daher ist auch von mehr als einenm Tornado auszugehen. Genaueres ist nicht bekannt. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] und am 16 Aug. ein windstrich über Biegen, Gorgast, Neuenwedel gegangen mit einem getöse als wanns gedonnert hätte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Jahr 1728 Nürnberg
Bayern
n.bek. Aus den Anmerkungen zu der im 78ten Stück des Hannoverschen Magazins enthaltenden Beschreibung der am 18ten Aug. d. J. im Amte Springe gesehenen Windsbraut. In: Hannoverisches Magazin. 1763-1790. 1785 , 23.Jg. , S. 1575 - 1584 (recherchiert über Uni Bielefeld): "Der Professor Molker zu Altorf hat bei Gelegenheit eines im Jahr 1728 in der Stadt Nürnberg großen Schaden angerichteten Wirbelwindes hierüber eine besondere Dissertation unter dem Titel "de Anemocaeris" geschrieben."

06.07.1721 Freising
Bayern
F2 Nach Recherchen von Raymund Windolf trat dieser Tornado gegen 13 Uhr in Freising bei München auf und richtete hier erhebliche Schäden an.

01./02.12.1720 Arendsee
Sachsen-Anhalt
(2 Tote)
n.bek. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] A. 1720. 1 Dec. wurde zu Arendsee die Schrampische Windmühle umgeschmissen, dabei des Müllers Sohn von 20 jahren vom mühlstein getödtet, die Schwester hart beschädiget, die Dienstmagd aber, welche nach hause laufen und hülfe rufen wollen, ins wasser getrieben, und auf der Gestinischen weide todt gefunden worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

25.06.1718 Berlin n.bek. "In Berlin tritt ein heftiger Wirbelsturm und starker Gussregen auf" (Quellen: Berlin am 25. Juni; Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Collectanea Vratislaviensia oder Bresslauer Sammlung. Herausgegeben von Dr. Johann Kanold. Breslau und Erfurt 1718-1730)

26.02.1718 Geest
Schleswig-Holstein
F3-F4 Nach Recherchen von Martin Hubrig trat dieser Tornado in der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1718 vor allem auf der Geest auf. Nach einer Chronik sollen sogar ganze adlige Steinhäuser zerstört worden sein.

02.07.1715 Weißbach
Sachsen
n.bek. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 25.05.2011 über die Geschichte des Kretschamweges in Langenweißbach bei Zwickau: "Unwetter schlug Schneise durch den Ort - Vor 295 Jahren ist in Langenweißbach der Kretschamweg entstanden. Nach Überlieferungen geschah am 2. Juli 1715 Folgendes: Am frühen Abend verdunkelte sich der Himmel. Ein schweres Unwetter bahnte sich an. Bis in die frühen Morgenstunden prasselte sintflutartiger Regen nieder. Starker Sturm und eine Windhose schlugen auf 150 Meter Breite eine Schneise quer durch den Ort, Bäume und Sträucher wurden entwurzelt. Durch Schlamm und Geröll sind Straßen, darunter auch die alte Weißbach-Kirchberger Straße, unpassierbar geworden. Etwa 400 Meter parallel zu dieser Straße entstand durch die Unwetterschneise ein neuer Weg in Richtung Kirchberg. Da dieser in der Nähe des damaligen Erbkretscham lag, erhielt er den Namen Kretschamweg."

12.06.1715
Verdacht
Glebitzsch
Sachsen-Anhalt
n.bek. Glebitzsch liegt etwa 30 Kilometer nordnordöstlich von Merseburg. "Den 12. Junii war abermahl ein grosser Sturmwind mit Hagel, Regen, Donner und Blitz, dadurch sonderlich auf dem Lande viel Schaden geschahe, und zu Glöbitzsch im Amt Bitterfeld 25. Gebäude eingeworffen wurden. Wie dann in diesem 1715. Jahr überhaupt viel greuliche Sturmwinde und Ungewitter gewesen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christoph Dreyhaupt, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...], S. 616. - Halle, 1749)

12.06.1715
Verdacht
Merseburg
Sachsen-Anhalt
n.bek. Merseburg liegt etwa 30 Kilometer südsüdwestlich von Glebitzsch. "Grosser Sturm in Merseburg" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Theatrum Europaeum. Periodische Zeitung. Frankfurt a.M. 1635-1738)

12./13.02.1715
Verdacht
diverse
Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg
n.bek. Ein großer Wintersturm richtete verbreitet Schäden an. Einzelne größere Schäden deuten auf lokale stärkere Ereignisse hin. "Ao. 1715. zwischen den 12. und 13. Febr. zur Nacht ist ein erschrecklicher Sturmwind gewesen, dergleichen sich kein Mensch erinnern können, der überaus grossen Schaden an Gebäuden gethan, auch viel tausend Bäume in denen Anhaltischen, Sächsischen und Märckischen Holtzungen nieder gerissen, auch weit und breit in Teutschland grossen Schaden gethan; wie dann zu Ringeln einem Closter nicht weit von Lutter 6. Mönche durch ein eingeworffenes Gebäude erschlagen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christoph Dreyhaupt, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...], S. 616. - Halle, 1749)

21.04.1713
Verdacht
Großmonra
Thüringen
n.bek. "21.04.1713 wütete ein ähnlicher Sturm [wie am 01.05.1712], der viel Schaden anrichtete." (Quelle: Ahnenforschung der Familie Hahn)

Chronik von Großmonra (Ahnenforschung der Familie Hahn)

01.05.1712
Verdacht
Großmonra
Thüringen
n.bek. "01.05.1712 deckte ein heftiger Sturm viele Häuser und Scheunen ab und brach in den Gärten, an der Landstrasse und in den Forsten viele Bäume um." (Quelle: Ahnenforschung der Familie Hahn)

Chronik von Großmonra (Ahnenforschung der Familie Hahn)

12.04.1712 Leipzig
Sachsen
n.bek. "Am Sonntage Jubilate, war der 17. April, erhub sich nach Mittag gegen drey Uhr ein gewaltiger und entsetzlicher Sturm-Wind, welcher viel Leute als sie aus der Kirche giengen, und viele auffgeschlagene Buden übern Hauffen warff, viel Dach-Ziegel zerbrach und herunter warff, auch in den Höltzern hin und wieder starcke Bäume ausrisse, und grossen Schaden verursachte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Jacob Vogel, Leipzigisches Geschicht-Buch oder Annales, S. 1054. - Leipzig, 1714)

17.07.1709 Glücksburg, Siegum
Schleswig-Holstein
F3 Dieser Fall geht auf Recherchen von Martin Hubrig zurück, ein starker Tornado zog gegen 14 Uhr MEZ von West nach Ost durch.

25.04.1708
Verdacht
Krossen
Polen
n.bek. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] Ferner A. 1708 25 Apr. eben da die grosse Feuersbrunst in Krossen war, wurden viele der flamme entrissene sachen durch heftigen Sturm fortgerissen, und eine Frau samt einem Kinde in die höhe gehoben und wieder niedergeworfen, die zwar keinen schaden genommen, dem Kinde aber ein arm zerbrochen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 501. - Berlin, 1751). Krossen - heute Krosno Odrzanskie in Polen - liegt etwa 28 Kilometer ostnordöstlich von Guben.

23.07.1707 Döbeln
Sachsen
n.bek. "Den 23. Julii e. a. ließ sich ein hefftig Gewitter und schrecklicher Sturm-Wind hören, welcher Christian Glöckners, Christian Güldners, und August Rosts Häuser an denen Dächern sonderlich beschädigte, die grosse Linde auff dem Ober-Wehrde umstürtzete, und insonderheit derer Schweden Pagage-Wägen fast Gassenlang fort triebe, worauff den 21. August e. a. der Schwedische Abzug erfolgete. Alles Geträyde war währender ihrer Einqvartirung im leydlichen Preiße, massen der Schffl. Korn 1. Thlr. 12. gl. Gerste 1. Thlr. Hafer 18 gl. galt. Aber stracks nach ihrem Abzuge stieg das Korn auff 2. Flk. und das andere Getrayde nach der Proportion." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Mörbitz, Constantin, M. Constantini Mörbitzens, Archi-Diac. zu Döbeln, Chronica Doebelensia, oder Ausführliche Beschreibung Der Churfl. Sächsischen Stadt Döbeln, [...], S. 355. - Leisnig, 1726)

06.05.1706
Verdacht
Wurtzen, Lüptitz, Zschorna, Hohburg
Sachsen
n.bek. "... den 6. Mayi Abends gegen 5 Uhr erhub sich aus West-West Süden ein schrecklicher Donner und Wettersturm mit greulichen Hagel und Schlossen und ungeheuren Wassergüssen, so hauptsächlich Wurtzen, Lüptitz, Zschorna und Hohburg betroffen, die Winter Früchte erbärmlich zerschlagen, als wenn sie abgemäht gewesen, das Laub die Blumen und Reiser in die Rinden von Bäumen geschlagen. Und einer unerhörten Wasserfluth erregnet, dadurch Felder Wege greuclich inmaßen und wir große Noth hatten das Vieh zuretten wie dann etl. Rindvieh unter anderem eine Kuh etl. Schweine und viele Gänse umbt kommen sind. Gedencke dazu Hohburg!" (Quellen: Sterberegister Hohburg bzw. Manfred Müller, Hohburg - Beiträge zur Geschichte und Natur des Dorfes, Teil 1/1986). Weiteres zu diesem Sturmereignis: "Den 6. May entstund ein hefftiges Sturm-Donner-und Hagel-Wetter, welches durch den Wind gegen Morgen getrieben wurde, und unersetzlichen Schaden an Bäumen, Getraydig, Rindvieh, Schaafen hin und wieder thate, gestalt in Wurtzen die Ziegel auff den Dächern zerschlagen, die Fenster meistentheils zerschmettert, die Bäume von Laub und Blüthen kahl gemacht und abgestreiffet, das Getraide auff dem Felde nieder geschlagen und verderbet, auch viel Schaden und etliche Stück Rind-Vieh durch die grossen Hagel-Steine getödtet, und durch die Kälte bey anhaltenden starcken Regen und Ergiessung der Wasser entkräfftet wurden und erstarreten. Nichtsdestoweniger ließ der reiche GOtt seinen Seegen auff denen Wiesen und denen Feldern, welche die Schlossen nicht betroffen hatten, reichlich spühren." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Vogel, Johann Jacob, Leipzigisches Geschicht-Buch oder Annales, S. 977-978. - Leipzig, 1714)

06.12.1704
Verdacht
Frankfurt/Oder
Brandenburg
n.bek. "Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen.
Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501)

06.12.1704
Verdacht
Lenzen
Brandenburg
n.bek. "Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen.
Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501)

06.12.1704
Verdacht
Freyenstein
Brandenburg
n.bek. "Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen.
Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501)

Anmerkung:
Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Sollte ein Ihnen bekannter Tornado fehlen, dann mailen Sie mir bitte.


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