![]() |
| Newsletter | Impressum | Links zur Tornadoliste | Gästebuch |
| Verdacht = Fall wird noch untersucht | W = Wasserhose | |||||
| Datum | Ort | Stärke | Beschreibung |
| Jahr 1800 | Güsten Nordrhein-Westfalen | n.bek. | "Die heutige Kirche in Güsten ist wohl ein einheitlicher Neubau aus dem 14. Jahrhundert. Von der Ausstattung des vorhergehenden Baues hat sich der Taufstein und ein großer hölzerner Kruzifixus, beide aus dem 13. Jahrhundert, erhalten. [...] Im Jahre 1800 nahm eine Windhose das Dach weg, ohne der Kirche weitern Schaden anzutun." (Quelle: Welldorf-Güsten) Geschichte - historische Ortsbeschreibung von Güsten (Welldorf-Güsten) |
| 25.04.1800 Verdacht | Göttingen Niedersachsen | n.bek. | "Gewaltige Wolkenbrüche hagelreicher Gewitter überschwemmen das Dransfelder und Göttinger Gebiet. In Roßdorf, Grohne u.a. O. ertrinken Menschen und sehr viel Vieh (allein im Kloster Merienhagen 68 Rinder, über 100 Schweine und fast alle Schafe); man will mehrere Wasserhosen gesehen haben. Die Schloßen lagen 12 Fuß hoch." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) |
| 23.04.1800 | Hainichen Sachsen (5 Verletzte) | F5 | Dieser Tornado ist einer der beiden bisher bekannten F5-Fälle in Deutschland. Nach einigen Gewittern, die sich bereits mittags zusammenbrauten, baute sich in der Nähe von Freiberg eine besonders hohe Wolke auf, "in deren Mitte sich ein langer Schlauchähnlicher weißer Nebelstrahl zu bilden anfieng, an Größe immer zunahm, und sich abwechselnd zur Erde neigte, bald sich wieder der schwarzen Wolke näherte. Dieses geschahe unter steten schnellen Fortschwimmen der erwähnten Wolke. Nach wenigen Minuten näherte sich die Spitze dieses Schlauches ganz der Erde und strich mit unglaublicher Schnelligkeit mit Staub und Verwüstung begleitet, von Südwest nach Ost an der Oberfläche der Erde fort." Zwischen 16 und 17 Uhr wütete der Tornado hier, riß alles mit sich, außerhalb der Bahn war es windstill. In der Ortschaft Arnsdorf werden alle Dächer zerstört, danach ganze Häuser und Ställe in Dittersdorf. Dabei starben viele Kühe und Menschen wurden schwer verletzt. Dann folgte eine 50 Meter breite Schneise durch ein Waldgebiet, kein Baum blieb stehen. Einige Bäume wurden mehrere hundert Meter weiter geschleudert oder sogar der Rinde beraubt. In Etzdorf bei Roßwein wurden mehrere Häuser dem Erdboden gleichgemacht, trotzdem kam erstaunlicherweise niemand ums Leben, da die meisten Menschen um diese Zeit auf den Feldern außerhalb des Tornados waren, insgesamt gab es 5 Verletzte. (Quelle: Alfred Wegener: "Wind- und Wasserhosen in Europa") |
| 17.04.1800 | Göttingen Niedersachsen | n.bek. | "Gewaltige Wolkenbrüche hagelreicher Gewitter überschwemmen das Dransfelder und Göttinger Gebiet. In Roßdorf, Grohne u.a. O. ertrinken Menschen und sehr viel Vieh (allein im Kloster Merienhagen 68 Rinder, über 100 Schweine und fast alle Schafe); man will mehrere Wasserhosen gesehen haben. Die Schloßen lagen 12 Fuß hoch." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) |
| 05.09.1792 | Crivitz Mecklenburg-Vorpommern | n.bek. | Windhose um und über Crivitz. "Der so genannte "Crivitzer Fischregen" ereignete sich anno 1792. Angeblich soll eine "Windsbraut" über Crivitz getobt und eine Wasserhose aus dem See gehoben haben, in den Gärten und Gassen blieben dann nach Abflauen des Windes die Fische liegen ..." (Quelle: 750 Jahre Crivitz) Auch die Schweriner Volkszeitung berichtet am 26.09.2006 über das Ereignis: "Zu den bekanntesten Geschichten, die sich der Volksmund in Crivitz erzählt, gehört jene vom Fischregen. Im September des Jahres 1792 soll sich nach einem regenreichen Vormittag eine ungewöhnliche, dunkle Wolke gebildet haben – in Form eines Trichters. Diese Windhose deckte Wohnhäuser und Scheunen ab, entwurzelte Bäume. Über dem See nahm die Windhose so viel Wasser auf, so dass der Grund zu sehen gewesen sein soll. Diese Wassermengen wurden auf den Plätzen, in den Gassen und Gärten der Stadt fallen gelassen – dabei regnete es Fische vom Himmel." Zeittafel von Crivitz Fischbrunnen von Crivitz |
| 05.06.1792 Verdacht | Guben Brandenburg | n.bek. | "Im Jahre 1792, den 8. Juni, war ein starker Sturm, welcher in Gehölzen, insbesondere in der Gubener Heide, viel Bäume umgeworfen und großen Schaden gemacht hat." (Quelle: Karl Gander: Geschichte der Stadt Guben unter Benutzung der Vorarbeiten des verstorbenen Professors Dr. H. Jentsch., 1925.) |
| 17.07.1787 | Schwäbische Alb Baden-Württemberg | n.bek. | Im Zusammenhang mit dem Fall Stuttgart-Heslach erwähnt: "Ein ähnlicher Wind richtete am 17. Juli desselben Jahres auf der Alb Verheerungen an." (Quellen: K. Pfaff: Württembergisches Jahrbuch 1850, "Nachrichten über Witterung, Fruchtbarkeit, merkwürdige Naturereignisse, Seuchen usw. in Süddeutschland, besonders in Württemberg", 807 bis 1815 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) |
| 21.06.1787 | Stuttgart-Heslach Baden-Württemberg | n.bek. | "1787 erhob sich ein Wirbelwind am 21. Juni bei Heslach (Stuttgart) und verwüstete mit großem Geräusch und mit dichtem Nebel dahinziehend auf 100 Schritt Breite alles, was ihm in den Weg kam; er dauerte nur wenige Minuten." (Quellen: K. Pfaff: Württembergisches Jahrbuch 1850, "Nachrichten über Witterung, Fruchtbarkeit, merkwürdige Naturereignisse, Seuchen usw. in Süddeutschland, besonders in Württemberg", 807 bis 1815 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) |
| 18.08.1785 | Springe Niedersachsen | n.bek. | "Um die Mittagszeit zieht von NW her ein Wirbelsturm als schwarzer Trichter mit fürchterlichem Geheule durch das Amt Springe am Deister und reißt Büsche und Getreide aus dem Boden" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) - Weiter aus M., O.C. Beschreibung einer im Amte Springe gesehenen Windsbraut. In: Hannoverisches Magazin. 1763-1790. 1785 , 23.Jg. , S. 1245 - 1248 (recherchiert über Uni Bielefeld): "Am 18ten Aug. dieses Jahres Mittags um 12 1/2 Uhr zog ein, dem Anscheine nach, nicht starkes Regenschauer, mit einem Nordwestwinde, über die Diesterberge. Kaum waren die ersten Wolken, bei einer stillen niedern Luft, über diese hohen Berge gekommen, so senkte sich aus diesen ersten Wolken, ein schwarzer Kegel, in das Thal, nach dem Vorwerke Thale zu, dessen nach der Erde gekehrte Spitze sich beständig verlängerte und so sehr verdünnte, daß sie in einer Länge von etwa 200 Fuß, so viel man solche, nach dem daneben liegenden Berge, mit den Augen abmessen konnte, nur etwa 6 Zoll, am Ende aber, nur wie ein starker Strick, dick zu sein schien." Fortsetzung siehe Link. Beschreibung einer im Amte Springe gesehenen Windsbraut |
| 02.07.1785 | Bennersdorf Hamburg | W, F1 (2x) | Bei Bennersdorf unweit Altonas entstehen auf der Elbe zwei Wasserhosen. Beide gingen an Land und richteten hier Schäden an Bäumen und Dächern an. (Quellen: Alfred Wegener: "Wind- und Wasserhosen in Europa" 1917 und F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976 sowie Recherche von François Paul, Mercure de France, Mars 1785, pp. 52-53) |
| 24.04.1784 Verdacht | Hamburg | n.bek. | Aus einer Meldung des "Mercure de France" vom 22. Mai 1784: "Orage à Hambourg le 24 Avril" (recherchiert von François Paul) |
| 12.05.1783 | Schwabelweis Bayern | F1 | Aus einer Meldung des "Mercure de France" vom Juni 1783: "Paris, den 17. Juni. Neben diesem außerordentlichen Phänomen, legen wir die Details eines anderen vor au einem Bericht in Straßburg, das sich am 12. des letzten Monats in der Nähe des Dorfes Schwabelweiss am Ufer des Flusses Danube (Anm.: Donau) ereignete." Es folgen Berichte über Geräusche und umgestürzte Bäume. "[...] Dieser Wirbel dauerte drei Minuten, danach war alles ruhig." (recherchiert von François Paul) |
| 01.05.1779 | Weida Thüringen | n.bek. | "Wiederholt heftige Wirbelstürme: am 1. Mai bei Gera und Weyda [Thüringen]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Bildersaal, Zeitschrift des 18. Jahrhunderts, Zeitungsauszüge. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788) |
| 01.05.1779 | Gera Thüringen | n.bek. | "Wiederholt heftige Wirbelstürme: am 1. Mai bei Gera und Weyda [Thüringen]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Bildersaal, Zeitschrift des 18. Jahrhunderts, Zeitungsauszüge. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788) |
| 08.06.1778 | Gräfenberg Bayern 7 Tote, 10 Verletzte | F3 | In Gräfenberg bei Erlangen gab es schwere Schäden: "Ein großes Unglück mit sieben Toten und vielen Verletzten brachte ein im Jahre 1778 niedergegangenes Gewitter, das von einem geradezu entsetzlichen Wolkenbruch begleitet war. Der Sturm brach am 2. Pfingstfeiertag, dem 8. Juni abends nach sieben Uhr aus und kam aus Richtung Erlangen. Die Verheerungen, die er in und bei dem Städtchen an Feldern und Gebäuden anrichtete, waren fürchterlich und gaben sogar Veranlassung zur Herausgabe eines Albums, in dem das Ereignis in Wort und Bild dargestellt wurde. Dieses Werk ist in Nürnberg erschienen und trägt den Titel: „Abbildung der vorzüglichsten Ruinen, welche ein am 8. Junius 1778 Abends zwischen acht und neun Uhr zu Gräfenberg niedergegangener Wolkenbruch in dasiger Vorstadt veranlaßte.“" Quelle: Die Geschichte der Stadt Gräfenberg (Stadt Gräfenberg) |
| Jahr 1774 | Schwedt Brandenburg | n.bek. | "Viel Zeit seines Wirkens beanspruchten repräsentative Bauten in Schwedt. So hatte er die Orangerie in ein Operettenhaus mit 400 Plätzen und modernster Theatertechnik umzubauen. Die Freude über das gelungene Werk war kurz. Die arme Stadtgemeinde konnte nach des Markgrafen Tod 1783 die Bühne nicht mehr unterhalten und zwang Berlischky, es baulich in einen Getreideschüttboden umzuwidmen. Als ein Wirbelsturm 1774 den Glockenturm des Rathauses zum Einsturz brachte, war das gesamte Gebäude "dem Einfall nahe". Es wurde abgerissen und unter Berlischkys Leitung in nur vier Jahren ein neues Rathaus errichtet." (Quelle: Die Spur der Steine des Landbaumeisters) Die Spur der Steine des Landbaumeisters (city-map Region Uckermark) |
| 19.06.1774 | Egelsbach, Götzenhain, Dietzenbach Hessen 3 Tote | F2+ | Ein starker Tornado zog von Egelsbach über Götzenhain bis nach Dietzenbach. Dazu aus der Dietzenbacher Chronik: "19. Juni - eine Unwetterkatastrophe - wahrscheinlich eine "Windhose", begleitet von starkem Hagel und Erdstößen - richtet in Dietzenbach großen Schaden an: 35 Gebäude, meist Scheunen, vor allem in der Borngasse, stürzen zusammen, eine Frau wird getötet. Am härtesten aber traf die Dietzenbacher der Verlust von rund 2000 Obstbäumen, die der Sturm vernichtet hatte". In Götzenhain wurde das ganze Kirchendach abgerissen und viele Häuser und Scheunen abgedeckt. In Dietzenbach stürzten zahlreiche Scheunen ein. Hier wurden von den Obstbäume viele auch um einige Meter verfrachtet. Weiter stürzten in Patershausen in der Bieber Mark tausende Bäume um. Das entspräche einer Zugbahn von Südwest nach Nordost. 19.06.1774 Dreieich- Götzenhain, Dietzenbach (Skywarn) Schwere Schäden offenbar durch Windhose in Dietzenbach (Wetterchronik) Als ein Tornado über Götzenhain fegte (rhein-main.net, 11.07.2008) |
| 19.06.1774 Verdacht | Umstadt Hessen Einige Tote | n.bek. | "Nicht bloß in Götzenhain, sondern auch in Dietzenbach und Umstadt und in weiteren Kreisen richtete er gewaltige Zerstörungen an. [...] In Umstadt wurden (nach der dortigen Chronik) 17 Häuser von dem Ungewitter zerstört und ebenfalls einige Leute erschlagen." (Quelle: Kirchenbuch "Chronik der Gemeinde Götzenhain") 19.06.1774 Dreieich- Götzenhain, Dietzenbach (Skywarn) |
| 08.09.1773 | Arbergen Niedersachsen | n.bek. | Arbergen bei Bremen und Dreye (Grafsch. Hoya) werden von einem als dunkler, hüpfender Trichter über das Land fahrenden Wirbelsturme heimgesucht (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) |
| 27.06.1767 | Hirzenhain, Merkenfritz, Gedern Hessen | n.bek. | Am "Hagelfeiertag", dem 27. Juni, wird in einigen Teilen des Wetteraukreises und des Vogelsbergkreises teils noch heute an ein schlimmes Unwetter erinnert. In einem Bericht der Gemeinde Usenborn heißt es: "Gegen halb zwei war das Unwetter über Hirzenhain, Merkenfritz und Gedern. Auf dieser Linie muß es mit einer Wetterfront aus dem Vogelsberg zusammengetroffen sein. Es bildeten sich gewaltige Windhosen, die in kurzer Zeit ganze Wälder niederlegten. Dann ging ein furchtbarer Hagel nieder, der die gesamte Jahresarbeit der Landwirte mit einem Schlag vernichtete." Der Hagelfeiertag (Usenborn) |
| 17.07.1764 | Grimma Sachsen | n.bek. | "17.07.1764. "Wirbel-Wind". ca. zwei Minuten Dauer, 100 Schritt breite; schwere Schäden an Dächern, Wasser der Mulde "hatte berghoch gestanden und gleichsam in seinem ordentlichen Lauf aufgehalten"." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Christoph Albrecht, Grimmische Chronicka, 1761) |
| 29.06.1764 | Stettin Mecklenburg-Vorpommern | n.bek. | Gegen 14:30 Uhr trat eine halbe Meile diesseits Stettin ein Wirbel auf, der einen Wagen fast umwarf. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Berlin und Stettin, 1765) Bericht von Gottlob Burchard Genzmer (pdf-Datei bei TorDACH |
| 29.06.1764 | Stralsund Mecklenburg-Vorpommern | F3 | Größere Trümmerteile sollen aus der Nähe von Stralsund über die Stadt und bis nach Rügen verfrachtet worden sein. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Berlin und Stettin, 1765) Bericht von Gottlob Burchard Genzmer (pdf-Datei bei TorDACH |
| 29.06.1764 | Woldegk Mecklenburg-Vorpommern | F5 | Zwischen 13 und 14 Uhr richtete der Tornado auf einer 30 Kilometer langen Bahn teilweise unglaubliche Schäden an. Es ist einer von zwei bisher bekannten F5-Tornados und der stärkste bekannte Tornado überhaupt in Deutschland. Auf einem Feld wurden die Baumstümpfe von zuvor abgesägten Bäumen aus der Erde gerissen und verfrachtet. Die Zugbahn verlief vom Startpunkt ca. 2 km südlich von Feldberg, dann sehr dicht westlich an Feldberg vorbei, über den Haussee, dann östlich an Schlicht vorbei, weiter über Lichtenberg, dicht östlich an Neugarten vorbei, östlich an Hinrichshagen vorbei, dann nach Canzow bis nach Helpt. Dazu liegen Hinweise vor, dass der Tornado bis nach Rattey weitergezogen ist. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Berlin und Stettin, 1765) Bericht von Gottlob Burchard Genzmer (pdf-Datei bei TorDACH Bericht von Bernold Feuerstein im WZ-Forum |
| Jahr 1756 | Unterelbe Niedersachsen | W | Eine Wasserhose durchzieht das Unterelbegebiet (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) |
| 26.06.1756 | Groden Niedersachsen | F3-F4 | Erhebliche Schäden im heutigen Cuxhavener Stadtteil Groden: "Durch einen Wirbelsturm werden fast das ganze Dorf Groden und zwei nördlich gelegene Höfe vormittags zwischen 11 und 12 Uhr "über den Haufen geworfen"" (Quelle: Hermann Borrmann, Daten zur Geschichte des Amtes Ritzebüttel und der Stadt Cuxhaven). Aus der ursprünglichen Quelle: "1756 den 26. Juni Vormittages zwischen 11 und 12 Uhr wurde in einer Viertel Stunde bei einem starken Hagel und Regen begleiteten Donnerwetter, durch einen Wirbelwind, fast das ganze Dorf Groden, nebst zwei zu Norden nach gelegenen Höfen, gänzlich über den Haufen geworfen." (Quelle: Stadtarchiv Cuxhaven und Johann Scherder, Chronik des Landes Hadeln, Otterndorf, 1843) |
| 01.07.1755 Verdacht | Stechlin Brandenburg | W (2x) | "Als das Lissaboner Erbeben war, 1755, waren hier Strudel und Trichter, und stäubende Wasserhosen tanzten zwischen den Ufern hin[...]." (Quelle: "Märkischer Bilderbogen", S.40, G.Heller, Berlin, 1976 (1.Auflage DDR)). Der Stechlin (oder auch Großer Stechlin/Großer Stechlinsee)ist ein See (ca. 300 ha groß) in der Menzer Heide im äußersten Nordwesten des brandenburgischen Landkreises Oberhavel. Der naheste besiedelte Ort ist, neben dem Gehöft Stechlin, das Dorf Neuglobsow (ca. 15 km NO von Rheinsberg). Neue Rechercheergebnisse Region Nordost, Jahre 1648 bis 1972 (Skywarn) |
| Jahr 1753 Verdacht | Canzow Mecklenburg-Vorpommern | n.bek. | 11 Jahre vor dem Tornado von Waldegk stürzte in Canzow eine Scheune durch Sturmwind ein. (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 505. - Berlin, 1751) |
| 14.01.1753 Verdacht | Wolbrechtshausen Niedersachsen | n.bek. | Aus einer übersetzten Meldung der "Gazette de France" vom 3. Februar 1753: "Hannover, den 14. Januar 1753. Ein heftiger Sturm verursachte viele Schäden in der Umgebung von Wilbrechtshaufen. Er hob eine große Anzahl von Bäumen, unter anderem die berühmte Tanne mit einem Umfang von neun Ellen." (recherchiert von François Paul) |
| Jahr 1752 Verdacht | Straßberg im Harz Sachsen-Anhalt | n.bek. | "Glasebacher Teich: Kunst- und Triebwerksteich für Hütten, Schächte, Pochwerke und Wassermühlen. Angelegt 1716 unter Bergwerksdirektor Christian Zacharias Koch. Staumenge: 300.000 m³. 1752 infolge eines Unwetters gebrochen und offen gelassen. (Eine mächtige Windhose aus südlicher Richtung überraschte die Menschen bei der Feldarbeit. Die Striegelanlage konnte nicht mehr betätigt werden. Die Bärlochmühle am Talausgang wurde von den Wassermassen fortgerissen." (Quelle: Straßberg/Harz, Stadt Harzgerode) Bergbautannen Straßberg (Straßberg/Harz, Stadt Harzgerode) |
| Jahr 1752 Verdacht | Ziebingen, Drossen Polen | n.bek. | "Indessen ist doch dergleichen vor einigen Jahren in Schlesien vorgefallen, davon mir ein werther Freund berichtet, daß er 1752 die Wirkungen desselben an einer breiten geöffneten Allee in dem Walde zwischen Ziebingen (Anm.: poln. Cybinka) und Trossen (Anm.: heute Drossen, poln. Osno Lubuskie) bey seiner Reise gesehen, da alle, auch die größesten Bäume in diesem Striche, so weit das Auge reichte, umgeworfen, theils mit den Wurzeln und der dazwischen sitzenden Erde zu drey und mehr Ellen im Durchmesser, ausgehoben gewesen.". Im Bereich Ziebingen (poln.: Cybinka ), Trossen: In einer breiten Schneise sämtliche Bäume umgeworfen. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Seite 14-15, Berlin und Stettin, 1765). Wegen der Nähe zur deutsch-polnischen Grenze (ca. 5 bis 15 Kilometer) sind Auswirkungen in Deutschland nicht auszuschließen. |
| 12./13.12.1747 Verdacht | Deindrup, Strohe Niedersachsen | n.bek. | "12./13.12.1747 war ein „grausahmer erschröcklicher sturmwindt gewesen, das auf Strohe an die 6000 Pfannen, auch viel Latten sonstiges holtz von den häusern gewehet sind, auch eine Scheune von 5 bis 6 Fack ist niedergelegt“, auch die Stroher Heuerhäuser haben stark gelitten. Die Frucht ist 1748 sehr schlecht geraten, dass man Brotkorn habe kaufen müssen." (Quelle: Homepage Deindrup). An diesem Tag tobte in weiten Teilen Mitteleuropas ein schwerer Wintersturm, bei dem lokal extreme Schadensereignisse auftraten. Gut Strohe (Homepage Deindrup) |
| 15.08.1741 | Feudingen Nordrhein-Westfalen (2 Tote) | n.bek. | Ein ungewöhnlicher Fall ereignete sich am 15.08.1741 in Feudingen, heute Stadtteil von Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein (NRW). Zunächst richtete ein Tornado erhebliche Schäden an. Dabei entstand ein Brand, der zahlreiche Gebäude zerstörte. Zwei Menschen kamen ums Leben. Ein Besonderer Dank geht an Herrn Otto aus dem Stadtteil Feudingen für das umfangreiche Material zu der historischen Katastrophe. Tornado und Feuer in Feudingen |
| 11.08.1740 | Baumgarten Brandenburg | n.bek. | "[...] und am 11 Aug. nachm. gegen 2 uhr kam mit einem mahl, wie mans zu Baumgarten bemerket, von osten her ein schneller fürchterlicher windstoß an, welcher in einem schmahlen strich fortgegangen, und wo er hingekommen, in einer minute strohdächer zerissen, äste von baümen sonderlich linden abgerissen, zu gedachtem Baumgarten auch eine scheune heruntergeworfen, welche zwar auf 3 pferde, iedoch so gefallen, daß selbige unbeschädiget wieder hervorgezogen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 505. - Berlin, 1751) |
| 23.06.1740 Verdacht | Postlin, Dallmin Brandenburg | n.bek. | "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] A. 1740 am 23 Jun. nachm. zwischen 12 und 1 uhr hat solcher Sturm bei Dalmin, Postlin etc. Perlb. Insp. gewütet, der zugleich mit einem Hagel vergesellschafftet gewesen, [...]." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 505. - Berlin, 1751) |
| 22.07.1739 Verdacht | Strehlen Brandenburg | n.bek. | "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] A. 1739. 22. Jul. ist zur Strehlen ein neues haus und scheune eingerissen, sonst auch schaden geschehen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751) |
| 11.07.1739 | Reppen Brandenburg | n.bek. | "Der am 11 Jul. entstandene Sturm ist mit einem starken hagel und wasserguß über Reppen gekommenn, fast alle schlechte dächer abgenommen, Leute und wagen und sonst alles auf dem felde anderthalb meilen in der breite und etliche meilen in der länge niedergeworfen, so gar den Meiern die sensen und gestelle vnd den stielen abgeschlagen und wiet weggeworfen, sonst aber in den beiden auch sehr übel gehauset. Hat auch die Mittelmark sonderlich an der Havel betroffen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504-505. - Berlin, 1751) |
| 22.06.1739 | Töpen-Tiefendorf Bayern | n.bek. | "22. Juni: Wirbelsturm in Tieffendorf bei Hof" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Johannes Matthaeus Barth: Von einer seltsamen Begebenheit, die sich im Voigtlande u.s.w. zugetragen. Regensburg 1739) - Weiterer Bericht: "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] welcher in der Nähe von Prenzlau einen Schäfer samt seinen Schafen aufgehoben, und auf das nähste feld gesetzet: welches um destoweniger unglaublich sein darf, da wir zu unsern zeiten 1738. von dergleichen Wind vernommen haben, daß er in Franken zu Tiefendorf gleichmäßige würckung gehabt, und unter andern ein Bauerhaus aufgehoben, und an eine andere stelle versetzet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1., Seite 499 - Berlin, 1751) |
| Jahr 1738 | Liebenwalde Brandenburg | n.bek. | "Windhosen und Blitzschläge: Zwei Jahre zuvor, 1738, ging ein Sturm über die Stadt hinweg, der die Gebäude in ihren Grundfesten erschütterte, Dächer abhob, Scheiben zerstörte, Bäume ausriss, das Vieh über die Wiesen fegte und die Windmühle zerstörte. Durch Blitzschlag brannten 1717 kurz vor der Ernte 42 Scheunen nieder, nur sieben blieben stehen. Das gleiche Schicksal ereilte den Scheunenkomplex 1754, als am 12. September 77 Scheunen niederbrannten. Der Autor ist Bürgermeister in Liebenwalde." (Quelle: MAZ, 05.11.2004). Ein Zusammenhang zum Fall Pausin, Oranienburg vom 07.08.1738 ist wahrscheinlich. |
| 07.08.1738 | Pausin, Liebenberg Brandenburg | n.bek. | "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. A. 1738. 7. Aug. ist nachmittags ein gewaltiger Orkansturm mit regen, an einigen orten mit gewitter eingebrochen, der bei Liebenberg ein ganzes Bruch von den stärkesten Eichen, Büchen und Eschen übern haufen geworfen, viel gebaüde eingestürzt, und an einigen orten 3 stunden, in der gegend oranienburg aber nur wenig minuten vor dem Donnerwetter gedauert, und dennoch unsäglichen schaden gethan. Bei Pausin, Spand. Insp. sein die wolken so tief gegangen, daß man sich eines wolkenbruchs befürchtet. Bei Straußberg, Müncheberg, Trebnitz, Johannisfelde und der gegend, da anfangs kein regen gefallen, ist die Luft von aufgetriebenen sand und staub ganz dunkelgelb und so finster worden, als wanns nacht wäre gewesen, daß man auch licht anzünden müssen, welches eine gute halbe stunde gedauert, und ist bald hernach wieder ein schönes wetter geworden. Zu Angermünde ist der Kirchturm abgeworfen, zu Schievelbein das Kirchdach auf der einen seite abgedekket, die Kirchthürme zu Dobberzin und Selchow umgeworfen, bei Prizerbe alle heuwagen umgestürzet, sonst auch hin und wieder ställe und gebaüde eingeschmissen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751) |
| 04.08.1738 | Buckow Brandenburg | F3 | "Am 04.August 1738 wurden durch einen gewaltigen Orkan die stärksten Bäume entwurzelt und viele Gebäude umgerissen." (Quelle: Chronik der Stadt Buckow) Bäume in Buckow entwurzelt Gebäude umgerissen (Wetterchronik) |
| Juli 1738 | Barnewitz Brandenburg | n.bek. | "Im Jul. ist auch ein strich vom Sturmwind über Parnewitz, Spand. Insp. gegangen, wodurch ein schafstall übern haufen geworfen worden, worin 300 schafe, 3 ochsen und 3 Menschen sich aufgehalten. Weil aber die sparren sich auf einen darneben stehenden gelehnet, ist alles darin bis auf 15 erschlagene schafe gerettet worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751) |
| 20./21.01.1737 Verdacht | diverse Brandenburg | n.bek. | Ein großer Wintersturm richtete verbreitet Schäden an. Einzelne größere Schäden deuten auf lokale stärkere Ereignisse hin. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet.[...] zu verschiedenen zeiten, und zu 6. 7. 8 mahl das Land befallen. [...] A. 1737. hat am 20 und 21 Jan. wiederum ein fürchterlicher general Sturm die Mittel- Uker und Neumark erschrekket; in der Strausbergischen Statheide 500 nuzbare baüme, bei Marwitz, Landberg. Insp. viel 1000 der stärkesten baüme, bei Nörenberg 300 büchen und 500 Eichen, bei Bernstein 400 Eichen niedergerissen, bei Neuenwedel die Heiden um den sechsten theil vermindert, in der Boizenburgischen Heide aber an die 10000 baüme aus der Erde gerissen, und neben einander hingeworfen; zu Klempzig, Züllich Insp. den Kirchthurm von seiner stelle gerükket. Zu Seeren, Sonnenburg Insp. aber den Thurm bis auf die schwellen heruntergerissen und zerschmettert, dabei iedoch die glokke und uhr unversehrt geblieben, und zu Dechtow einen schaffstall, und darin 100 hammel erschlagen, dergleichen auch zu Torno geschehen, Prenz. Insp." [...] "A. 1737. 21 Jan. hat sich unter Donnern un Blitzen ein gewaltiger sturm in der gegend Reutwen erhoben, welcher hin und wieder auch grossen schaden gethan, sonderlich bei Sauen Beeßk. Insp. in eine Eiche geschlagen, davon die schoppe auch so gleich zu brennen angefangen. Welches zwar weil die Eiche nicht im grünen laub und vollen saft gestanden leichter sich begreifen läßt, indem das feuer weniger wiederstand gefunden: iedoch überhaupt zur sache nichts thut; weil die kraft des Blitzes vermögend ist dergleichen feuchtigkeiten zu verzehren und auf die seite zu bringen. Und finden sich auch beispiele da grüne baüme in ihrem laub angezündet worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christoph Dreyhaupt, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...], S. 503-504 + S. 517. - Halle, 1749) - Weiterer Hinweis: "Insonderheit aber brachte dieses dem Lande den größten Schaden, da in der Nacht zwischen dem 21. und 22. Januar. ein erschrecklicher Sturm auf dem Lande, entweder die Häuser und Ställe gäntzlich, zum wenigsten die Dächer eingerissen, oder die Schoben auf den Dächern das oberste zu unterste gekehret, viele Menschen erqvetschet; Pferde, Rind-Vieh, und gantze Heerden Schaafe durch Einstürtzung der Ställe erschlagen, deßwegen hernach, Viehe und Menschen nicht trocken stehen, oder vor der Kälte sich bewahren können. Ferner sind viele Bäume in den Wäldern umgeleget, oder zerbrochen, in Gärten die Obst-Bäume zerrissen, und der unverwündlichste Schaden geschehen. Auf unsern Stadt-Gütern war der Schaden noch erträglich, da es nur im Ranserischen Wald über 600. Thal. Windbrüche gemachet, und im Riembergischen Walde gegen 2000. Bäume darnieder gelegt. Viel ärger aber hat der Sturm in anderen Orten Schlesiens gehauset. In keinem Orte aber hatten die verarmten Unterthaner mehr Erholung, als auf dem Kayserl. Cammer-Gütern, auf welchen, da unsägliches Holtz umgeworffen worden, damit es nicht verspohrete oder verfaulete, so wurde von EinemHoch-Löbl. Königl. Cammer-Collegio beschlossen und erlaubet, den Unerthanen, so nichts mehr zu leben hätten, dieses Holtz zu schlagen und zu verkauffen; bey guten Zeiten aber, oder wenn sie sich in etwas erholet, nach wenigem Anschlage von diesem Holtze die Bezahlung nach und nach zu leisten. Es hatte aber dieser hefftige Sturm in dem Hertzogthum Schlesien nicht allein seine ausserordentliche Gewalt gewiesen, sondern aus Engelland, Franckreich, Holland, Niederland, Dännemarck, Schweden, gantz Teutschland ja durch gantz Europam, hörte man in den öffentlichen Post-Zeitungen dergleichen noch mehr höchst betrübliche Nachrichten, insonderheit sehr häuffige Schiffbrüche. Der König von Groß-Britannien, welcher den 18. Decembr. An. 1736. seine Rückreise von Hannover nach Engelland antrat, mußte sich zu Helvoet-Sluis lange Zeit aufhalten, biß er zur See gehen können, wurde aber dennoch genöthiget, wegen hefftigen Sturmes wieder zurück zukehren, und über 6. Wochen allda liegen zu bleiben: so daß die Wiedersinnigen in Engelland vorgegeben, der König würde gar nicht wieder ins Reich kommen: Oder andere sagten: dieses sey eine Würckung von der Allerhöchsten Macht, wodurch der König zur Erkäntniß solle gebracht werden, dero Königreich so offt nicht zu verlassen. Ja in Stettin wolte man gar ein Erdbeben gemerckt; in Italien aber dieses hefftig empfunden haben, mit dem Beybericht, daß der Vesuvius bey Neapolis und der Ætna in Sicilien bey Menschen Gedencken nicht so häuffige Flammen, als zu dieser Zeit, oder kurtz vorhero ausgeworffen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christian Kundmann, Die Heimsuchungen Gottes in Zorn und Gnade über das Herzogthum Schlesien in Müntzen. - Leipzig, 1742, S. 85-87. - Halle, 1749) |
| 04.03.1736 Verdacht | diverse Brandenburg | n.bek. | "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] zu verschiedenen zeiten, und zu 6. 7. 8 mahl das Land befallen. [...] Am Sonntag Sexages. hat ein heftiger Sturmwind den Teltowischen, Lebusischen und Sternbergischen Krais, auch die Neumark durchstrichen, und in der Beerwaldischen Heide fast den dritten theil baüme niedergerissen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 503. - Berlin, 1751) |
| 18.07.1735 Verdacht | Strausberg Brandenburg | n.bek. | "Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] Am 18. Jul. ist in der Gegend Strausberg das Getreide, so auf dem schwat gelegen, oder in mandeln gestanden, zerstreuet, ein wagen mit getreide umgeworfen, [...]." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 503. - Berlin, 1751) |
| 16.05.1735 Verdacht | Erxleben Sachsen-Anhalt | n.bek. | "Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] 16 Mai ist in der Altmark sonderlich bei Erxleben an gebaüden und baümen, und weil hagel dabei gewesen, auch am getreide grosser schaden geschehen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 503. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Drehnow Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Ahrensdorf, Beeskow Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Woltersdorf Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Niederfinow Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Prädikow Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Kienitz Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Görne Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Falkenrehde Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 Verdacht | Walsleben Brandenburg | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 28.02.1734 | Krüden, Breitenfelde Sachsen-Anhalt | n.bek. | "[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 25.12.1733 Verdacht | Oderberg, Freienwalde u.a. Brandenburg | n.bek. | "A. 1733. 25 Dec. hat zwischen 10 bis 12 uhr ein solches gewitter die gegend Zedenik, Oderberg, Freienwalde, Küstrin, Landsberg a. d. W. betroffen, da die feuerstrahlen bis auf die erde geschossen, und ausser dem donner ein schreckliches getöse vom sturmwind gehöret worden, dabei das vieh in den ställen gebrüllet, zu Königswalde auch durch einen schornstein in die stube, iedoch ohne entzündung eingeschlagen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 516. - Berlin, 1751) |
| 11.07.1733 Verdacht | Reitwein Brandenburg | n.bek. | "Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] am 11 Jul. aber haben die örter Christindorf Zoß. Insp. Reutwen Frf. Insp. und dieser Landstrich sonderlich gelitten, und ist die Luft mit staub und sand ganz angefüllet und finster gewesen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 502) |
| 16.08.1732 | Gorgast Brandenburg | n.bek. | Genannt werden mehrere, weit auseinander liegende Orte. Daher ist auch von mehr als einenm Tornado auszugehen. Genaueres ist nicht bekannt. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] und am 16 Aug. ein windstrich über Biegen, Gorgast, Neuenwedel gegangen mit einem getöse als wanns gedonnert hätte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 16.08.1732 | Biegen Brandenburg | n.bek. | Genannt werden mehrere, weit auseinander liegende Orte. Daher ist auch von mehr als einenm Tornado auszugehen. Genaueres ist nicht bekannt. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] und am 16 Aug. ein windstrich über Biegen, Gorgast, Neuenwedel gegangen mit einem getöse als wanns gedonnert hätte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| Jahr 1728 | Nürnberg Bayern | n.bek. | Aus den Anmerkungen zu der im 78ten Stück des Hannoverschen Magazins enthaltenden Beschreibung der am 18ten Aug. d. J. im Amte Springe gesehenen Windsbraut. In: Hannoverisches Magazin. 1763-1790. 1785 , 23.Jg. , S. 1575 - 1584 (recherchiert über Uni Bielefeld): "Der Professor Molker zu Altorf hat bei Gelegenheit eines im Jahr 1728 in der Stadt Nürnberg großen Schaden angerichteten Wirbelwindes hierüber eine besondere Dissertation unter dem Titel "de Anemocaeris" geschrieben." |
| 01./02.12.1720 | Arendsee Sachsen-Anhalt (2 Tote) | n.bek. | "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] A. 1720. 1 Dec. wurde zu Arendsee die Schrampische Windmühle umgeschmissen, dabei des Müllers Sohn von 20 jahren vom mühlstein getödtet, die Schwester hart beschädiget, die Dienstmagd aber, welche nach hause laufen und hülfe rufen wollen, ins wasser getrieben, und auf der Gestinischen weide todt gefunden worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751) |
| 25.06.1718 | Berlin | n.bek. | "In Berlin tritt ein heftiger Wirbelsturm und starker Gussregen auf" (Quellen: Berlin am 25. Juni; Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Collectanea Vratislaviensia oder Bresslauer Sammlung. Herausgegeben von Dr. Johann Kanold. Breslau und Erfurt 1718-1730) |
| 26.02.1718 | Geest Schleswig-Holstein | F4? | Nach Recherchen trat dieser Tornado in der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1718 vor allem auf der Geest auf. Nach einer Chronik sollen sogar ganze adlige Steinhäuser zerstört worden sein. |
| 12.06.1715 Verdacht | Glebitzsch Sachsen-Anhalt | n.bek. | Glebitzsch liegt etwa 30 Kilometer nordnordöstlich von Merseburg. "Den 12. Junii war abermahl ein grosser Sturmwind mit Hagel, Regen, Donner und Blitz, dadurch sonderlich auf dem Lande viel Schaden geschahe, und zu Glöbitzsch im Amt Bitterfeld 25. Gebäude eingeworffen wurden. Wie dann in diesem 1715. Jahr überhaupt viel greuliche Sturmwinde und Ungewitter gewesen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christoph Dreyhaupt, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...], S. 616. - Halle, 1749) |
| 12.06.1715 Verdacht | Merseburg Sachsen-Anhalt | n.bek. | Merseburg liegt etwa 30 Kilometer südsüdwestlich von Glebitzsch. "Grosser Sturm in Merseburg" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Theatrum Europaeum. Periodische Zeitung. Frankfurt a.M. 1635-1738) |
| 12./13.02.1715 Verdacht | diverse Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg | n.bek. | Ein großer Wintersturm richtete verbreitet Schäden an. Einzelne größere Schäden deuten auf lokale stärkere Ereignisse hin. "Ao. 1715. zwischen den 12. und 13. Febr. zur Nacht ist ein erschrecklicher Sturmwind gewesen, dergleichen sich kein Mensch erinnern können, der überaus grossen Schaden an Gebäuden gethan, auch viel tausend Bäume in denen Anhaltischen, Sächsischen und Märckischen Holtzungen nieder gerissen, auch weit und breit in Teutschland grossen Schaden gethan; wie dann zu Ringeln einem Closter nicht weit von Lutter 6. Mönche durch ein eingeworffenes Gebäude erschlagen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Christoph Dreyhaupt, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...], S. 616. - Halle, 1749) |
| 21.04.1713 Verdacht | Großmonra Thüringen | n.bek. | "21.04.1713 wütete ein ähnlicher Sturm [wie am 01.05.1712], der viel Schaden anrichtete." (Quelle: Ahnenforschung der Familie Hahn) Chronik von Großmonra (Ahnenforschung der Familie Hahn) |
| 01.05.1712 Verdacht | Großmonra Thüringen | n.bek. | "01.05.1712 deckte ein heftiger Sturm viele Häuser und Scheunen ab und brach in den Gärten, an der Landstrasse und in den Forsten viele Bäume um." (Quelle: Ahnenforschung der Familie Hahn) Chronik von Großmonra (Ahnenforschung der Familie Hahn) |
| 12.04.1712 | Leipzig Sachsen | n.bek. | "Am Sonntage Jubilate, war der 17. April, erhub sich nach Mittag gegen drey Uhr ein gewaltiger und entsetzlicher Sturm-Wind, welcher viel Leute als sie aus der Kirche giengen, und viele auffgeschlagene Buden übern Hauffen warff, viel Dach-Ziegel zerbrach und herunter warff, auch in den Höltzern hin und wieder starcke Bäume ausrisse, und grossen Schaden verursachte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Jacob Vogel, Leipzigisches Geschicht-Buch oder Annales, S. 1054. - Leipzig, 1714) |
| 17.07.1709 | Glücksburg, Siegum Schleswig-Holstein | F3 | Dieser Fall geht auf Recherchen von Martin Hubrig zurück, ein starker Tornado zog gegen 14 Uhr MEZ von West nach Ost durch. |
| 25.04.1708 Verdacht | Krossen Polen | n.bek. | "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] Ferner A. 1708 25 Apr. eben da die grosse Feuersbrunst in Krossen war, wurden viele der flamme entrissene sachen durch heftigen Sturm fortgerissen, und eine Frau samt einem Kinde in die höhe gehoben und wieder niedergeworfen, die zwar keinen schaden genommen, dem Kinde aber ein arm zerbrochen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 501. - Berlin, 1751). Krossen - heute Krosno Odrzanskie in Polen - liegt etwa 28 Kilometer ostnordöstlich von Guben. |
| 23.07.1707 | Döbeln Sachsen | n.bek. | "Den 23. Julii e. a. ließ sich ein hefftig Gewitter und schrecklicher Sturm-Wind hören, welcher Christian Glöckners, Christian Güldners, und August Rosts Häuser an denen Dächern sonderlich beschädigte, die grosse Linde auff dem Ober-Wehrde umstürtzete, und insonderheit derer Schweden Pagage-Wägen fast Gassenlang fort triebe, worauff den 21. August e. a. der Schwedische Abzug erfolgete. Alles Geträyde war währender ihrer Einqvartirung im leydlichen Preiße, massen der Schffl. Korn 1. Thlr. 12. gl. Gerste 1. Thlr. Hafer 18 gl. galt. Aber stracks nach ihrem Abzuge stieg das Korn auff 2. Flk. und das andere Getrayde nach der Proportion." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Mörbitz, Constantin, M. Constantini Mörbitzens, Archi-Diac. zu Döbeln, Chronica Doebelensia, oder Ausführliche Beschreibung Der Churfl. Sächsischen Stadt Döbeln, [...], S. 355. - Leisnig, 1726) |
| 06.05.1706 Verdacht | Wurtzen, Lüptitz, Zschorna, Hohburg Sachsen | n.bek. | "... den 6. Mayi Abends gegen 5 Uhr erhub sich aus West-West Süden ein schrecklicher Donner und Wettersturm mit greulichen Hagel und Schlossen und ungeheuren Wassergüssen, so hauptsächlich Wurtzen, Lüptitz, Zschorna und Hohburg betroffen, die Winter Früchte erbärmlich zerschlagen, als wenn sie abgemäht gewesen, das Laub die Blumen und Reiser in die Rinden von Bäumen geschlagen. Und einer unerhörten Wasserfluth erregnet, dadurch Felder Wege greuclich inmaßen und wir große Noth hatten das Vieh zuretten wie dann etl. Rindvieh unter anderem eine Kuh etl. Schweine und viele Gänse umbt kommen sind. Gedencke dazu Hohburg!" (Quellen: Sterberegister Hohburg bzw. Manfred Müller, Hohburg - Beiträge zur Geschichte und Natur des Dorfes, Teil 1/1986). Weiteres zu diesem Sturmereignis: "Den 6. May entstund ein hefftiges Sturm-Donner-und Hagel-Wetter, welches durch den Wind gegen Morgen getrieben wurde, und unersetzlichen Schaden an Bäumen, Getraydig, Rindvieh, Schaafen hin und wieder thate, gestalt in Wurtzen die Ziegel auff den Dächern zerschlagen, die Fenster meistentheils zerschmettert, die Bäume von Laub und Blüthen kahl gemacht und abgestreiffet, das Getraide auff dem Felde nieder geschlagen und verderbet, auch viel Schaden und etliche Stück Rind-Vieh durch die grossen Hagel-Steine getödtet, und durch die Kälte bey anhaltenden starcken Regen und Ergiessung der Wasser entkräfftet wurden und erstarreten. Nichtsdestoweniger ließ der reiche GOtt seinen Seegen auff denen Wiesen und denen Feldern, welche die Schlossen nicht betroffen hatten, reichlich spühren." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Vogel, Johann Jacob, Leipzigisches Geschicht-Buch oder Annales, S. 977-978. - Leipzig, 1714) |
| 06.12.1704 Verdacht | Frankfurt/Oder Brandenburg | n.bek. | "Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen. Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501) |
| 06.12.1704 Verdacht | Lenzen Brandenburg | n.bek. | "Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen. Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501) |
| 06.12.1704 Verdacht | Freyenstein Brandenburg | n.bek. | "Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen. Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501) |