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Verdacht = Fall wird noch untersucht W = Wasserhose

Datum Ort Stärke Beschreibung
Jahr 1940
Verdacht
Krefeld
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Die Kirche war zwar vom Krieg verschont geblieben. 1940 deckte allerdings eine Windhose das Dach ab. Notdürftige oder unsachgemäße Reparaturen führten langfristig zu Wasserschäden, die jetzt dringend behoben werden müssen." Westdeutsche Zeitung, 19.08.05) - Möglicherweise gehören die Schäden in Krefeld und in St.Tönis zu einem Fall.

Das Kleinod im Süden ist aus einem Guss (Westdeutsche Zeitung, 19.08.05)

Jahr 1940
Verdacht
St.Tönis
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Ein orkanartiger Wirbelsturm entwurzelt im Forstwald ein Waldgebiet" Quelle: St.Töniser Jahreszahlen - Spiegel. St. Tönis liegt im Kreis Viersen im Westen Nordrhein-Westfalens. - Möglicherweise gehören die Schäden in Krefeld und in St.Tönis zu einem Fall.

14.11.1940 Westerholt
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Eine Kapelle bei Herten in der Nähe von Gelsenkirchen wurde zerstört.

Das Siebenschmerzenskapellchen im Westerholter Wald
Bäume erzählen Geschichten

14.11.1940
Verdacht
Bochum
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Die Turmspitze der St.Vinzentius-Kirche in Bochum wurde im Jahr 1940 von einem "Wirbelsturm" fortgerissen: "Auch am Kirchturm - einem ehemaligen Wehrturm aus der Zeit vor 1000 - hatten die vergangenen Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Er wurde im Jahre 1876 erneuert und blieb bis 1940 unversehrt. In diesem Jahr fiel die Turmspitze einem Wirbelsturm zum Opfer. Erst 1952 wurde der Turm repariert und als Giebelturm mit Dachreiter umgestaltet." Quelle: St. Vinzentius-Kirche. Das Ereignis war nach ersten Recherchen Teil eines großflächigen Orkans mit erheblichen Schäden im Westen und Norden Deutschlands, wobei es durchaus möglich ist, dass im Bereich des Orkantiefs auch einzelne Tornados auftraten.

Herz Jesu damals und heute

18.09.1939 Nürnberg
Bayern
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

24.07.1939 Todtmoos, St. Blasien, Bernau
Baden-Württemberg
F2 Starke Schäden durch einen Tornado (Quellen: Recherche von Raymund Windolf (1997/1998), ), Pforzheimer Zeitung vom 03.08.1968 und H. Duhm, Meteorologische Zeitschrift, Nr. 57, Seiten 403-406, 1940)

24.07.1939 Bad Neuenahr, Heppingen
Rheinland-Pfalz
F1 "Aus Richtung Bad Neuenahr kommend, raste heute nachmittag eine Windhose durch Heppingen. Sie riß alles mit sich, was ihr im Wege stand. In wenigen Sekunden waren viele Hausdächer abgedeckt oder beschädigt und zahlreiche Bäume entweder entwurzelt oder abgeknickt. An zahlreichen Häusern gingen auch die Fensterscheiben in Trümmer." (Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH und Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho")

23.07.1939 Schwarzwald
Baden-Württemberg
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

23.07.1939
Verdacht
Basel
Schweiz
n.bek. "23. Juli 1939: Eine Windhose richtet auf dem Ruchfeld und beim Schänzli beträchtliche Verwüstungen an Häusern, Gärten und Feldern an." (Quelle: Basler Stadtbuch). Das Ruchfeld und das Schänzli befinden sich südöstlich der Baseler Innenstadt. Wegen der Nähe zur deutschen Grenze (Schänzli ca. 2,5 km entfernt) ist es möglich, dass auch auf deutscher Seite Schäden auftraten. Weiterer Bericht: "Um 14 Uhr entwurzelt ein 50 Meter breiter Zyklon auf einer 2 Kilometer langen Strecke zwischen dem Wasserturm auf dem Bruderholz und dem Naturschutzpark an der Birs zahlreiche Bäume und deckt Dächer ab." (Quelle: )

Tornado in Basel 1939
Einträge im Jahr 1939 (Basler Stadtbuch)
Chronik für den Monat Juli 1939 (Kanton Basel-Landschaft)

16.07.1939 Neschwitz
Sachsen
n.bek. "[...] so die Windhose vom 16.Juli 1939, die sich auf das Neschwitzer Revier beschränkte und hier in wenigen Minuten etwa 1.500 FM niederlegte. [...]" (Quelle: Vietinghoff-Riesch, Arnold Freiherr: Der Oberlausitzer Wald: Seine Geschichte und seine Struktur bis 1945, Oberlausitzer Verlag, 2004. S.247)

17.04.1939 Passau
Bayern
n.bek. Am 17. April 1939 richtete ein Tornado großen Schaden in der Stadt an. In der Sailerwöhr wurden zwei Hausdächer abgedeckt (Quelle: Passauer Neue Presse).

Jahr 1938 Bad Mergentheim
Württemberg
n.bek. "Unwetterschäden (Hochwasser) in den Kreisen Balingen, Calw, Ehingen, Göppingen, Horb, Leonberg, Mergentheim (Windhose), Ravensburg (Hagel), Reutlingen (Hagel und Überschwemmung) [...]" (Quelle: Wolfgang Schmierer, Staatsarchiv Ludwigsburg, Karl Hofer, Regina Schneider)

25.07.1938 Rhön
Hessen
n.bek. "Nach Mitteilungen, die ich erst nach Abschluß dieser Untersuchung erhalten habe, trat am 25. Juli 1938, an dem vier Segelflugzeuge in Gewitterwolken Höhen über 4000m erreichten, über der Rhön tatsächlich eine Trombe auf." (Quellen: W. Schwabel, Luftwelt 5, 300, 1938 und Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940)

13.07.1938 Kirchdorf, Niedereulenbach
Bayern
F2 Datum unsicher. Tornado von Nordwest nach Südost ziehend, Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho".

13.07.1938 Kessel
Nordrhein-Westfalen
F1 Datum unsicher. Tornado bei Kleve am Niederrhein, Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho".

08.07.1938 Nienhagen
Niedersachsen
n.bek. "Ein Wirbelsturm schädigt die Kreise Burgdorf, Celle und Uelzen; er legt in Nienhagen eiserne Bohrtürme um" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976).

24.06.1938 Lausitz
Brandenburg
n.bek. "24.06.1938 Einsturz der Windmühle durch eine Windhose" (Quelle: Freiwilligen Feuerwehr Lausitz)

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Lausitz (Freiwilligen Feuerwehr Lausitz)

24.06.1938
Verdacht
Heiligkreuztal
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 26.06.1938: "Riedlingen (Württbg.), 24. Juni. Ueber die Gemarkung Heiligkreuztal brauste im Verlauf eines Gewitters ein orkanartiger Sturmwind, der in dem großen Staatsforst rings um das Dorf schweren Schaden anrichtete. 90 Jahre alte Fichten wurden durch die Gewalt des Sturmes umgerissen oder geknickt und zersplittert. Etwa 1000 Festmeter Wald wurden durch den Sturm gefällt. Der Schaden ist sehr beträchtlich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

03.04.1938 Stocksee
Schleswig-Holstein
n.bek. "April 1938: Die ersten Apriltage waren sehr stürmisch. Am 3. April, gegen 13.30 Uhr, fegte eine Windhose mit Hagelschlag über unsern Ort. Das Strohdach des Wohnhauses Hans Ehlers wurde gehoben u. brach mit den Sparren zusammen. Glücklicherweise blieben der Schornstein und die beiden letzten Fachwerke stehen. Die Windgilde in Tarbek ersetzt das Dach." (Quelle: Geschichte Stocksee)

Chronik für die Schule zu Stocksee (Geschichte Stocksee)

16.02.1938 Spessart
Bayern
n.bek. Trat bei einem Schneesturm auf (Quelle: Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Jahr 1937
Verdacht
Husum
Schleswig-Holstein
n.bek. Foto eines Funnels, gefunden bei Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940.

15.09.1937 Münster
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Genaues Datum nicht bekannt. Starke Windhose in den nordwestlichen Vororten der Stadt Münster (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Tornado in Münster 1937

15.09.1937 Peckeloh, Versmold
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung des Völkischen Beobachters (Berlin) vom 18.09.1937 und aus der Rheinisch-Westfälischen Zeitung (Essen) in der Morgen-Ausgabe vom 18.09.1937: "Windhose über dem Teutoburger Walde Bericht aus Bielefeld vom 17.9.37. Von der Windhose seinen die NW-Abhänge des Teutoburger W. betroffen, bes. die Gemeinde Versmold im Kreise Halle und die Nachbardörfer. Im Bericht kommt auch der Ausdruck "Sturmwind" vor. Es seien Dächer von massiven Häusern abgetragen, Hauswände eingedrückt, Fensterscheiben zertrümmert, Obstgärten verwüstet in fast allen Besitzungen. Bes. betroffen sei das Haus des Bauern Potthof in Peckeloh und Stahl in Versmold. Ein Trichter wird nicht erwähnt. Die Windhose hat an verschiedenen Stellen Wirbelstürme entfesselt, jedenfalls alles zerstörend." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

15.09.1937 Rügen
Mecklenburg-Vorpommern
W Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung der Rheinisch-Westfälischen Zeitung (Essen) in der Morgen-Ausgabe vom 18.09.1937 zur Windhose über Münster: "Ebenfalls vor einigen Tagen beobachteten Badegäste von der Insel Rügen aus den gespenstischen Schlauch einer Wasserhose üner der Ostsee." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

29.08.1937 Unholzing
Bayern
F1 Aus einer Meldung des Völkischen Beobachters, Süddeutsche Ausgabe (München) vom 31.08.1937: "Windhose über niederbayerischem Dorf. Landshut, 30. August. Über die Ortschaft Unholzing bei Postau ging bei einem schweren Gewitter ein Wirbelsturm hinweg, der die Form einer Windhose annahm. Im Nu waren von zwölf Häusern die Dächer abgerissen, während die anderen völlig unbeschädigt blieben. In den Höfen der betroffenen Anwesen und auf den Straßen lagen ganze Haufen von zerbrochenen Ziegeln. Außerdem wurden Obstgärten verwüstet, Bäume ausgerissen, Bäume abgedreht, umgeworfen oder geknickt und viel Obst von den Bäumen geschleudert. Ein Blechdach im Ausmaß von 10 X 10 X 20 Meter wurde fortgetragen, Kamine stürzten ein und die Lichtleitung wurde unterbrochen. Der schwere Gewitterregen drang in die Abgedeckten Häuser und schädigte die Betroffenen schwer." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

29.08.1937 Zicker See
Mecklenburg-Vorpommern
W "Nach dem Verschwinden der Haupttrombe bildete sich eine neue Trombe auf dem Groß-Zicker-See, von der jedoch nur der Wasserstaubfuß zu sehen war, der mindestens 2-3m hoch gewesen sein soll und etwa 2 Minuten anhielt. Das Rauschen des Wassers war deutlich zu hören." (Quelle: Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940)

29.08.1937
Verdacht
Thiessow (Rügen)
Mecklenburg-Vorpommern
W Zahlreiche Fotos zeigen die Wasserhose vor Rügen, mindestens zwei weitere Funnel traten auf. Über deren Bodenkontakt ist nichts bekannt. Eine ausführliche Untersuchung erfolgte durch Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940.

Wasserhosen

29.08.1937
Verdacht
Thiessow (Rügen)
Mecklenburg-Vorpommern
W Zahlreiche Fotos zeigen die Wasserhose vor Rügen, mindestens zwei weitere Funnel traten auf. Über deren Bodenkontakt ist nichts bekannt. Eine ausführliche Untersuchung erfolgte durch Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940.

Wasserhosen

29.08.1937 Thiessow (Rügen)
Mecklenburg-Vorpommern
W Zahlreiche Fotos zeigen die Wasserhose vor Rügen, mindestens zwei weitere Funnel traten auf. Über deren Bodenkontakt ist nichts bekannt. Eine ausführliche Untersuchung erfolgte durch Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940.

Wasserhosen

Juli 1937 Lobbe, Thiessow (Rügen)
Mecklenburg-Vorpommern
W "Bemerkenswert ist, daß 1937 noch eine 2. Trombe hart nördlich von Thiessow bei Lobbe aufgetreten ist." (Quelle: Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940) - Ältestes bekanntes Tornadofoto aus Deutschland zeigt die Wasserhose vor Rügen. Eine Untersuchung erfolgte durch Harald Koschmieder.

25.07.1937 Prenzlau
Brandenburg
F1 Aus einer Meldung der Zeitung "Der Bund" in Bern, Abendausgabe vom 28.07.1937: "Windhosee deckt ein ganzes Städtchen ab. Berlin, 28.7. Ueber das bei Berlin gelegene Städtchen Prenzlau ging am Sonntag (Anm.: 25.07.) eine Windhose hinweg, die schweren Sachschaden anrichtete. Sämtliche Häuser wurden abgedeckt und zahlreiche Bäume entwurzelt. Auch im Kreise Liegnitz (Anm.: heute Polen) hat eine Windhose schwere Verheerungen angerichtet." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).

25.07.1937
Verdacht
Thüringen, Bayern n.bek. Aus der Tübinger Chronik vom 28.07.1937: "Obstkarren durch die Luft Windhosen in Sachsen, Thüringen, Bayern - Dresden, 27. Juli. Ein schweres Unwetter richtete Sonntag in Dresden und in Pirna starken Schaden an. Die Dresdener Feuerwehr mußte 340 mal eingreifen. In Prina wurden durch eine Windhose zahlreiche Bäume entwurzelt, Scheunen abgedeckt. Taubeneigroßer Hagel drosch förmlich auf den Feldern das Getreide." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).

25.07.1937 Pirna
Sachsen
n.bek. Aus der Tübinger Chronik vom 28.07.1937: "Obstkarren durch die Luft Windhosen in Sachsen, Thüringen, Bayern - Dresden, 27. Juli. Ein schweres Unwetter richtete Sonntag in Dresden und in Pirna starken Schaden an. Die Dresdener Feuerwehr mußte 340 mal eingreifen. In Prina wurden durch eine Windhose zahlreiche Bäume entwurzelt, Scheunen abgedeckt. Taubeneigroßer Hagel drosch förmlich auf den Feldern das Getreide." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).

24.07.1937 Straubing
Bayern
n.bek. Aus der Tübinger Chronik vom 28.07.1937: "Obstkarren durch die Luft Windhosen in Sachsen, Thüringen, Bayern - Eine riesige Windhose suchte auch die Gegend von Straubing in Niederbayern heim. Zahlreiche Scheunen und Häuser wurde in Mitleidenschaft gezogen. Besonders schwerer Schaden ist durch das Unwetter bei Eggenfelden im Kulbachtal angerichtet worden. Auch der Waldbestand hat stark gelitten." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).

24.07.1937 Vögisheim
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 27.07.1937: "Windhose verursacht schweren Schaden Vögisheim (Amt Müllheim), 27. Juli. Das schwere Gewitter, das am Samstagabend über die hiesige Gegend hinwegzog, war von einer Windhose begleitet, die schweren Schaden anrichtete. Zahlreiche Obstbäume und einige Tannen wurden entwurzelt und auch die hundertjährige Linde konnte dem Sturmwirbel nicht standhalten. Zahlreiche Dächer wurden von der Windhose teilweise abgedeckt. Da auch die elektrische Leitung gestört war, blieb der Ort die ganze Nacht ohne Licht." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

24.07.1937 Erfurt
Thüringen
n.bek. Aus der Tübinger Chronik vom 28.07.1937: "Obstkarren durch die Luft Windhosen in Sachsen, Thüringen, Bayern - Ein orkanartiger Hagelsturm richtete in der Innenstadt von Erfurt Verheerungen an. Bäume bis zu einem Meter Durchmesser wurden in den Parkanlagen umgebrochen oder entwurzelt. Die umgestürzten Stämme unterbrachen mehrfach den Straßenverkehr. In einigen Straßenzügen sind fast sämtliche Hausdächer abgedeckt. Eine Windhose erfaßte einen Schornstein und knickte ihn um. Eine vom Blitz getroffene riesige Pappel durchschlug das Dach eines Wohnhauses. Ein Obstkarren auf der Straße wurde von der Windhose in die Luft gewirbelt und flog in hohem Bogen über die Straße. Das Unwetter dauerte nur wenige Minuten." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg). Auch in einem Bericht der Berliner Morgenpost vom 25.07.1937 wird als Datum für diesen Fall der 24.07. angegeben: "Windhose über Erfurt Schwere Verwüstungen durch Stürme und riesige Hagelstücke, Telegramm unseres Korrespondenten - Erfurt, 24. Juli. Am Sonnabend nachmittag ging über Erfurt ein schweres Unwetter nieder. Gegen 1/2 3 Uhr etwa trat nach einigen Blitz- und Donnerschlägen eine Windhose auf, die außer ungeheuren Regenmassen haselnußgroße Hagelstücke auf die Stadt niederschleuderte. In den Parkanlagen wurden Bäume bis zu einem Meter Durchmesser mitsamt den Wurzeln aus der Erde gerissen. In zahlreichen Straßen war der Verkehr durch umgestürzte Bäume und abgesplitterte, armdicke Aeste unterbrochen. Dächer wurden zum Teil abgedeckt, Hausessen stürzten krachend auf die Straßen und Fensterscheiben zersplitterten. Eine uralte Pappel im ältesten Teil der Blumenstadt, dem sogenannten "Dämmchen", wurde vom Blitz getroffen und legte sich in ihrer ganzen Länge in einem etwa zwölf Meter breiten Wasserarm der Gera auf das gegenüberliegende Ufer, im Sturz ein Haus beschädigend. Das Unwetter war nach zehn Minuten vorüber. Die Feuerwehren waren bis in die späten Abendstunden beschäftigt."

24.07.1937 Weißig, Schullwitz, Dittersbach
Sachsen
n.bek. Aus dem Völkischen Beobachter in Berlin vom 27.07.1937: "Windhose über Sachsen Dresden, 26. Juli. Am Wochenende gingen über Dresden und seiner weiteren Umgebung mehrere schwere Unwetter nieder, die großen Schaden anrichteten, Telephonleitungen zerstörten und Hunderte von zum Teil sehr starken Bäumen umlegten. Während die Stadt Dresden weniger betroffen wurde, lag der Brennpunkt des Unwetters über den Dörfern Dittersbach, Weißig und Schullwitz. Dort brach aus der dunklen schweren Wolkenwand eine Windhose hervor, die in rasend schnellem Lauf wahre Verwüstungen anrichtete. Dächer wurden abgedeckt, Bäume wurden gegen die Giebelwände von Scheunen gedrückt, große Linden und Eichen wurden entwurzelt.
Regen und Hagelschlag waren so stark, daß die Luft von einer einzigen Wassermasse erfüllt wurde, die in einem Gemisch von Hagel, Regen, abgerissenen Zweigen auf den Erdboden brauste. Lichtleitungen und Fernsprechleitungen wurden zerstört. In kaum mehr als einer halben Stunde war das Unheil geschehen." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).

21.07.1937 Osten
Niedersachsen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

15.07.1937 Biberach a.d. Riß
Baden-Württemberg
n.bek. Aus der Eßlinger Zeitung vom 16.07.1937: "Eine Windhose Biberach. Eine in den Abendstunden plötzlich aufgetretene Windhose verursachte in der Birkenharder Gegend Störungen in der elektrischen Hochspannungsleitung. Die Stromversorgung war für eine Stunde unterbrochen. In der Birkenharder Straße wurden 46 Beinzen umgeworfen, so daß sich das Heu im weiten Unkreis verstreute." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

10.07.1937 Lampertheim
Hessen
F1 Zeitpunkt: gegen 09:25 Uhr MEZ. Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho". Dazu aus dem Schwarzwälder Boten (Oberndorf/N.) vom 13.07.1937: "Eine gefährliche Wasserhose? Lampertheim (Hessen), 13. Juli. Samstag vormittag zwischen 9 und 10 Uhr wurde unser südöstlicher Ortsteil von einer furchtbaren Wind- und Wasserhose betroffen. Riesige, in voller Blüte stehende Linden und andere Bäume der Römer- und angrenzenden Straße wurden zerschmettert und mit den Wurzeln aus dem Boden egrissen. Ein Erntewagen ohne Gespann wurde durch die Gewalt des Wetters um etwa 50 (?) Meter fortgefahren. Eine Scheune wurde auf der Nordseite in einer Länge von etwa 25 Meter abgedeckt und die Ziegel über viele Dächer in der ganzen Umgebung zerstreut. Ebenso erging es zahlreichen Dächern der angrenzenden Gebäude. Eine Anzahl Fensterscheiben wurden zertrümmert. Teilweise wurden sogar Fenster mitsamt den Rahmen fortgetragen. Sogar Schornsteine wurden abgebrochen, riesige Scheunentore ausgehoben und zerschmettert. Eine neue Mauer wurde glatt umgelegt. Wie durch ein Wunder kamen Menschen nicht zu Schaden. Dagegen ist der Materialschaden an Häusern und in den Gärten enorm groß" (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

22.06.1937 Rügen
Mecklenburg-Vorpommern
W Aus der Pommerschen Zeitung in Schwerin vom 23.06.1937: "Insel Ruden (Greifswalder Bodden). Seltenes Naturereignis. In dem zwischen der Südostküste von Mönchgut und dem Bodden gelegenen Seengebiet wurden in den späten Nachmittagsstunden zwei Wasserhosen beobachtet, von denen die eine mit ihrem schätzungsweise zweihundert Meter hohen, bis in die Wolken reichenden Schlauchwirbel schon tropische Ausmaße erreichte. Die Wasserhosen hatten sich rasch an der Rückseite einer Gewitterfront entwickelt, der sie in nordöstlicher Richtung ungefähr zehn Minuten lang folgten, um danach - anscheinend ohne Schaden angerichtet zu haben - bei Annäherung an die Küste in Kaskaden zu verfallen." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Am 03.07.1937 druckte die Pommersche Zeitung sogar ein gutes Foto eines Tornados vor Rügen ab.

22.06.1937 Rügen
Mecklenburg-Vorpommern
W Aus der Pommerschen Zeitung in Schwerin vom 23.06.1937: "Insel Ruden (Greifswalder Bodden). Seltenes Naturereignis. In dem zwischen der Südostküste von Mönchgut und dem Bodden gelegenen Seengebiet wurden in den späten Nachmittagsstunden zwei Wasserhosen beobachtet, von denen die eine mit ihrem schätzungsweise zweihundert Meter hohen, bis in die Wolken reichenden Schlauchwirbel schon tropische Ausmaße erreichte. Die Wasserhosen hatten sich rasch an der Rückseite einer Gewitterfront entwickelt, der sie in nordöstlicher Richtung ungefähr zehn Minuten lang folgten, um danach - anscheinend ohne Schaden angerichtet zu haben - bei Annäherung an die Küste in Kaskaden zu verfallen." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Am 03.07.1937 druckte die Pommersche Zeitung sogar ein gutes Foto eines Tornados vor Rügen ab.

11.06.1937 Lentföhrden, Nützen
Schleswig-Holstein
n.bek. In der Lentföhrdener Schulchronik wird über eine Windhose berichtet: "Sogar Aufzeichnungen übers Wetter wurden in den alten Schriften gefunden: Unter anderem wird beschrieben, wie im Juni 1937 eine Windhose im Dorf wütete." (Quelle: Gemeinde Lentföhrden) - Dazu aus den Kieler Neuesten Nachrichten vom 12./13.06.1937: "Bad Bramstedt: Etwa 1000 Meter hohe Windhose. Zwischen Nützen und Lurup im Kreise Segeberg wurde gestern eine gewaltige Windhose beobachtet, die etwa in der Zeit von 17:15 Uhr bis 17:45 Uhr die Gegend in Schrecken versetzte. Etwa 1000 Meter hochragend, zog die Windhose an der Aue und der Chaussee entlang, knickte die Telegraphenmasten um, entwurzelte die Straßenbäume und richtete auf den Feldern arge Verwüstungen an. Auf den Wiesen wurden die Heuhaufen im tollen Wirbel entführt, ja sogar ein Wagen mit Heu soll von seiner Stelle verschwunden sein." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Gemeinde Lentföhrden

08.06.1937 Halberstadt
Sachsen-Anhalt
n.bek. Aus der Berliner Volkszeitung in der Abend-Ausgabe vom 09.06.1937 zu schweren Unwettern im Bereich des Harzes: "In Halberstadt riß eine Windhose das 200 Zentner schwere Dach eines Schuppens empor, drehte es um und warf es auf das Gebäude zurück. Der angerichtete Schaden läßt sich in seinem ganzen Ausmaße noch nicht abschätzen." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Die Meldung erschien im gleichen Wortlaut auch in der Freiburger Zeitung vom 10.06.1937 (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Jahr 1936
Verdacht
Rothschwaig
Bayern
n.bek. "In der fast 120jährigen Geschichte der Kirche gab es natürlich auch schmerzliche Ereignisse. 1936 riss ein Wirbelsturm das Dach herunter und drehte zentnerschwere Kreuzblumen vom Turm ab." (Quelle: Initiativkreis Nordstadt)

Das alte Weissenberg und die Pfarrkirche St. Josef (Initiativkreis Nordstadt)

Jahr 1936 Außenjade
Niedersachsen
n.bek. Lüders, K.: Beobachtungen bei einem Wirbelsturm im Gebiet der Außenjade, Quelle: Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie. Organ des Hydrographischen Bureaus und der Deutschen Seewarte. Hrsg. von der Kaiserlichen Admiralität. Jg. 64, 1936.

Jahr 1936 Hartenholm
Schleswig-Holstein
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Kieler Nachrichten vom 12.05.1973 und vom 24.05.1983)

Jahr 1936 Thiessow
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Jahr unsicher, nichts Näheres bekannt (Quelle: H. Koschmieder, Ueber Tromben, Wiss. Abh. Reichsamt Wetterd. 6, 1940)

22.08.1936 Helgoland
Schleswig-Holstein
n.bek. Wassserhose südlich von Helgoland (Quelle: Dr. Fritz Rossmann, Probevorlesung am 25. Januar 1950 vor der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität München, recherchiert im Juli 2009 im Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

30.07.1936 Waldshut
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 31.07.1936: "Windhose schleudert 40 Treibhausfenster fort Waldshut, 30. Juli. Am Donnerstag nachmittag ging über der Waldshuter Gegend ein schweres Gewitter nieder, das sich in starkem Regen und Hagelschlag entlud. Im Verlauf des Gewitters bildete sich im Zentrum der Stadt Waldshut eine Windhose, die in der Gärtnerei Krieg erheblichen Schaden anrichtete. Durch die Gewalt des Luftwirbels wurde das ganze Treibhaus abgedeckt und etwa 40 an der Wand aufgestellte Treibhausfenster etwa haushoch in die Höhe gehoben und etwa 100 Meter weit fortgeschleudert, so daß sie sämtlich in Trümmer gingen. Außer diesem Schaden von etlichen hundert Mark hat die Windhose an anderer Stelle kein Unheil angerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

28.07.1936
Verdacht
Hamburg n.bek. Beobachtung einer Funnelcloud, nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

28.07.1936 Hamburg n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

27.07.1936 Leoni
Bayern
F2 "Schweres Unwetter in einem Korridor zwischen dem nördlichen Starnberger See und dem Raum Glonn-Ebersberg. Besonders betroffen waren die Orte Leoni, Berg (Starnberger See), Baierbrunn, Aying, Höhenkirchen-Siegertsbrunn. In Leoni fielen Hagelschloßen mit einem Gewicht bis 75 Gramm. "Felder in der Umgebung wurden restlos zerschlagen, Bäume stehen zum Teil völlig kahl da, Straßen und Plätze sind übersät mit Schutt, Sand, Scherben, Ziegelsteinen, Zweigen und Ästen. Einige Schwimmer im Starnberger See wurden von den Hagelschloßen blutig geschlagen und halb bewußtlos an Land gebracht. Auf dem Dampfer "Starnberg", der sich gerade auf der Fahrt nach Starnberg befand, wurden auf der Backbordseite alle Fenster eingeschlagen. Augenzeugen sahen vom Ort Berg aus nach 18h den typisch fahlen, gelblichen Rand der Hagelwolke. Im Seehotel Berg mussten die Gäste ins Innere des Hauses (sprich in Räume ohne Fenster) flüchten, da die Hagelkörner auf der Westseite des Hauses fast alle Fensterscheiben durchschlugen.(...) In Baierbrunn wurden Dächer beschädigt, Fenster eingeschlagen, Bäume umgerissen, entlaubt oder in der Rinde zerfetzt.(...) Bei Aying wurde ein Personenzug vom Hagelsturm überrascht. Zahlreiche Fenster wurden zertrümmert, zudem stürzten einige Wagen aus den Gleisen. Zum Glück war der Zug nur schwach besetzt.(...) Über größere Verletzungen ist noch nichts bekannt. Weiter wurde in Aying ein neuerbauter Stadel umgerissen, ein Hausdach vom Sturm fortgetragen sowie starke Bäume umgelegt. Auf den Feldern und Gärten wurde überall schwerer Schaden angerichtet." Soweit die Berichte einen Tag später. In der Ausgabe vom 29.07 wurde dem Unwetter sogar eine ganze Seite gewidmet. Leider hatte ich nicht mehr genügend Zeit, um den gesamten Artikel durchzugehen. Ich versuche an eine Kopie zu kommen, da es zum rausschreiben doch etwas viel ist. Es sind auch einige Fotos vorhanden, u.a. von einem völlig zerstörten Waldstück, dem zerstörten Stadel und einem Zirkus zu sehen, von dem nur noch ein paar Trümmer übrig sind. Es wird einige Male von einem Wirbelsturm gesprochen, allerdings gibt es keine Augenzeugenberichte und der Schadenspfad scheint dafür auch zu breit zu sein (es wurden bis 8km Breite angegeben, jedoch ohne Details, ob damit nur der Hagel oder auch der Sturmschaden gemeint ist). Es scheint sich hier also um ein Ereignis zu handeln, welches sowohl dem 24.07.1988 als auch dem 3.08.2001 ähnlich ist. Vorläufig gehe ich von DH T5/F2 aus." Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH. - Dazu aus einer Bildunterschrift der Freiburger Zeitung vom 30.07.1936: "Der furchtbare Zyklon, der in der Umgebung des Starnberger Sees tobte und riesigen Schaden anrichtete, deckte auch zahlreiche Bauernhäuser ab." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

15.07.1936 Ottingen
Nordrhein-Westfalen
F2 "Am 15. Juli 1936 zog ein schweres Gewitter mit Hagel, Sturm und einem Tornado bei Ottingen durch, dieser verursachte einen Weg der Verwüstung durch das Holz. In einer Breite von ca. 60 bis 70 Meter wurden sämtliche Bäume umgeknickt oder entwurzelt, so auch die Birken an der Landstraße von Ottingen bis zur Kreisgrenze. Die Birken hatten ungefähr einen Durchmesser von 60 cm." (Quelle: Chronik Ottingen).
15.07.1936 Wiepkenhagen
Mecklenburg-Vorpommern
F4 Am Abend des 15. Juli 1936 zog ein Tornado von Südwesten her über Teile von Ahrenshagen, Trinwillershagen, Wiepkenhagen und Lüdershagen, er zerstörte mehrere Gebäude in der Gemeinde Wiepkenhagen bei Ahrenshagen in Vorpommern. Insgesamt war die Schneise etwa 11 Kilometer lang und 50 bis 70 Meter breit. In der Chronik der Kirche Ahrenshagen ist zu lesen: "Am 15. Juli ging ein verheerendes Unwetter über unsere ganze Gegend dahin. Am meisten gelitten hat die Gemeinde Wiepkenhagen in Kirchspiels Ahrenshagen. Mit ungemein starkem Regen ging ein orkanartiger Sturm über große Teile der Siedlung dahin; eine Windhose richtete große Zerstörungen an, wie nebenstehende Abbildungen es zeigen. Standen sich die Siedler schon sowie so in Wiepkenhagen nicht gut, so ist darum dies Naturereignis besonders schmerzlich und verhängnisvoll für einen Teil der Siedler. Zeitungsbericht: Durch die Windhose wurden im Laufe von kaum 5 Sekunden drei Wohnhäuser, drei Ställe und zwei weitere Gebäude mit Stall und Scheune vollkommen abgedeckt und zum Teil dem Erdboden gleich gemacht ... Unweit der Hauptstraße Stralsund-Rostock ist eine Siedlerscheune vollkommen zusammen gestürzt, ... 14 kinderreiche Familien wurden von dem Unwetter betroffen ... Nach bisheriger Schätzung beträgt der entstandene Gebäudeschaden etwa 40.000 Reichsmark." Eine Augenzeugin beschreibt, wie der Tornado etwa 1 Kilometer nördlich von nördlich von Trinwillershagen Futterrüben aus dem Boden reißt. Ein toter Hund wurde 4 Kilometer weiter transportiert, Pflastersteine wurden aus einer Straße herausgerissen. Vor allem auf diese enormen Verfrachtungen mit dem Herausreißen der Rüben und Steine beruht die Einstufung in F4, wobei F5 nicht ganz ausgeschlossen werden kann.

Wiepkenhagen-Tornado(MV) - Recherchen von Thilo Kühne

01.06.1936 Nahe NL-Grenze
Niedersachsen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: R. Hennig: Das Wetter in Deutschland - Kosmos Verlag, S. 84., 1947).

10.01.1936 Hamm an der Sieg
Rheinland-Pfalz
F3 Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MEZ. "Heute Nachmittag wurde der Ort Hamm an der Sieg von einem fürchterlichen Unwetter heimgesucht. Gegen 16h00 ging ein schweres Gewitter mit Hagel nieder. Plötzlich erhob sich ein orkanartiger Sturm, der in einer Breite von etwa 170 Metern schwere Verheerungen anrichtete. Der 45 Meter hohe Turm der evangelischen Kirche wurde in halber Höhe abgedreht und die Spitze auf das Dach des Kirchenschiffs geschleudert. Dieses brach unter lautem Getöse ein. Die Trümmer flogen auf die Adolf-Hitlerstraße. Alle im Wirkungsbereich des Sturmes liegenden Dächer wurden abgedeckt, Schornsteine umgerissen und schwere Bäume zersplitterten. Der Teil des Ortes, über den der Orkan hinwegbrauste, liegt voller Bäume, Trümmer und Dachziegel." (Quelle: Eupener Zeitung vom 12.01 1936).

Tornado in Hamm 1936
Verheerendes Unwetter vor 75 Jahren in Hamm (AK-Kurier, 17.01.2011)

10.01.1936 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
(2 Tote)
F4 Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Der sehr starke Tornado zog über Neuss, Heerdt und Oberkassel hinweg, hier richtete er erhebliche Schäden an. Dabei kamen 2 Menschen ums Leben, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt.

Tornado in Düsseldorf 1936

10.10.1935 Velbert
Nordrhein-Westfalen
F2-F3 Durch diese "Windsbraut" - wie sie am folgenden Tag die Langenberger Zeitung bezeichnete - wurde der ca. 165 Meter hohe Sendemast auf dem Hordtberg in Velbert-Langenberg zwischen 13:00 und 13:30 Uhr MEZ verdreht und komplett zerstört. Die Trümmer lagen weit verstreut. Glücklicherweise fielen die tonnenschweren Trümmer nicht auf die Stadt selbst. Rund um den Berg war beim Einsturz in mehreren Orten ein leichtes Beben zu spüren. Weitere Schäden gab es bei einem Giebeleinsturz eines Gebäudes und erhebliche Vegetationsschäden mit Totalschäden an Buchen und Eichen. Ein erster Eindruck des vorliegenden Materials lässt auf einen Tornado der Stärke F2-F3 schließen, genaueres muss noch untersucht werden.

10.10.1935
Verdacht
Neuss
Nordrhein-Westfalen
(2 Tote)
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 11.10.1935 zum Orkan im Westen Deutschlands am Vortag: "Durch eine schwere Sturmböe wurde besonders in Neuß großer Schaden angerichtet. In einer am Ausgang der Stadt an der Kölner Landstraße gelegenen Siedlung wurden mehrere Dächer abgedeckt. Ein 50 Meter langes Dach einer umgebauten Baracke wurde von dem Sturm in die Luft gehoben und eine Strecke weit fortgetragen. Straßenlaternen und Bäume wurden umgeknickt. Sechs Familien sind obdachlos geworden. Mehrere Personen trugen Verletzungen davon. Drei durch herabfallende Balken verletzte Kinder fanden Aufnahme im Krankenhaus.
Auf der Straße zwischen Neuß und Grimlinghausen wurden von der Gewalt des Sturmes die die Straße einsäumenden Pappeln auf einer Strecke von etwa 500 Meter entwurzelt. Ein Mann im Alter von 33 Jahren und ein etwa zehnjähriger Junge, die hier Holz sammelten, wurden von den umstürzenden Bäumen und herabbrechenden Aesten erschlagen.
In einer chemischen Fabrik an der Kölner Landstraße brachte der Sturm einen großen Fabrikschornstein zum Einsturz. Glücklicherweise ist hier niemand verletzt worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

15.09.1935 Kirrlach, Heidelberg
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.09.1935: "Bruchsal, 17. Sept. Das Unwetter, das am Sonntag abend nach einem außerordentlich schwülen Tag vom Süden des Landes heraufzog, ging in seiner vollen Wuchtüber dem Kraichgau und dem unteren Neckartal nieder. Die Gemarkungen Hambrücken, Kirrlach und Rheinhausen erlitten sehr großen Schaden an Bäumen, besonders an Obstbäumen, die vielfach wie Streichhölzer geknickt wurden. In Kirrlach wurden sehr viele Häuser mehr oder weniger beschädigt. Einer Windhose gleich fegte der Sturmwirbel mitten durch das Dorf. Eine strohgefüllte ältere Scheuer wurde eingedrückt. Die Schadenshöhe läß sich noch nicht übersehen, die der Sturm, der nur kurze Zeit dauerte, im Kraichgau angerichtet hat." - Weiter: "Heidelberg, 17. Sept. Hier und in der Umgebung richtete ein Sturmwirbel am Sonntag abend großen Schaden an. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt; dadurch gab es zahlreiche erhebliche Verkehrsstörungen nach den Vororten Rohrbach und Leimen. In Kirchheim stürzte ein Schornstein ein. Das Obst wurde so gut wie vollständig von den Bäumen geschüttelt und bedeckte am Montag früh Felder und Gärten. Im Stadtteil Handschuhsheim wurde die uralte Berglinde, unter der alljährlich der Handschuhsheimer Lindentanz abgehalten wird, ziemlich stark beschädigt. Auch hier ist der Gesamtschaden beträchtlich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

15.09.1935 Niederbachem, Mehlem, Königswinter
Nordrhein-Westfalen
F2 Zeitpunkt: gegen 19 Uhr MEZ. "[...] aus Mehlem werden ebenfalls große Schäden gemeldet. Auf der Koblenzer Straße drehte der Sturm schwere und alte Bäume ab, dicke Äste wurden wie Blumenstengel geknickt. Auch die Oberleitung der Bahn Bonn-Mehlem wurde beschädigt. [...]" (Quelle: Generalanzeiger Bonn vom 16.09.1935; weitere Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

15.09.1935 Bielefeld
Nordrhein-Westfalen
F2 Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.09.1935: "Eine verheerende Windhose - 400 Zentner schweres Dach fortgetragen Bielefeld, 16. Sept. In der fünften Abendstunde des Sonntags wurde Bielefeld von einem gewaltigen Sturm überrascht, der auf seinem Wege über das Stadtgebiet an den Häusern und in den Baumbeständen beträchtlichen Schaden anrichtete." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornado in Bielefeld 1935

Juni 1935 Becklinger Holz
Niedersachsen
n.bek. "Ein Wirbelsturm erzeugt im Becklinger Holz des Falkenberges (Lüneburger Heide) viel Windbruch" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976).

28.06.1935 Chemnitz-Adelsberg
Sachsen
n.bek. "Am Freitag, den 28. Juni 1935 wurde Adelsberg von einem schweren Unwetter heimgesucht. Morgens gegen acht Uhr ging über Teilen des Niederdorfes plötzlich ein Wolkenbruch nieder, der mit einer Windhose verbunden war. Das Chemnitzer 8-Uhr-Abendblatt berichtete unter dem Titel "Windhose wütete vor Chemnitz" bereits ausführlich über das Ereignis und die entstandenen Schäden: "Nach nur knapp drei Minuten waren die Straßen und Wege mit Dachziegeln, Zweigen und starken Ästen übersät, auch große Bäume waren umgestürzt. Vom neuerrichteten Feuerlöschgerätehaus war der Turm mit der Sirene heruntergerissen, sodaß nicht einmal Alarm ausgelöst werden konnte."" (Quelle: Adelsberger; Heimat - und Stadtteilzeitung; 9. Ausgabe Mai/Juni 2010; S.12)

Tornado in Adelsberg (Skywarn)

28.06.1935 Hasselbach
Rheinland-Pfalz
n.bek. Aus einer Meldung der Taunus Zeitung vom 30.05.2012: "Vor 75 Jahren: Wettersturz nach Hundstagshitze - Hasselbach Zentrum eines furchtbaren Unwetters. - Hasselbach. Am schwersten hat sich das Unwetter in der Nacht zum Freitag in Hasselbach ausgetobt. Gegen 2.30 Uhr fiel plötzlich ein starker Blitz und Donner, als ob die Welt untergehen wolle. Gleichzeitig wurde damit ein heftiges Rauschen vernommen. In der gleichen Sekunde prasselte im Gefolge einer Windhose ein Hagelschlag nieder, der so stark war, dass die Graupeln 10 Zentimeter hoch die Erde bedeckten. Unter der Gewalt des Sturmwindes und des Hagels wurden die Getreideäcker vollkommen platt gewalzt. Wie sehr die Windhose tobte, lässt sich aus folgender vorläufiger Zusammenstellung der Unwetterschäden ersehen: 200 Obstbäume wurden vom Sturm abgebrochen, in den Hasselbacher Waldungen liegen 5 bis 600 Festmeter Holz geknickt und abgeschlagen. Im Dorf wurden annähernd dreißig Dächer abgedeckt, von einer Scheune im Dorf flog das ganze Dach ein Stück weg. Von einer Feldscheune riß der Orkan das Dach ab und trug es 15 Meter weit fort. Eine zweite, massiv erbaute Scheune wurde durch den ungeheuren Druck des Wirbelsturms wie ein Kartenhaus zusammengeworfen, so dass man annehmen kann, die Scheune sei durch Granateinschlag zerstört worden. Kreisleiter Lommel weilte heut morgen bereits in Hasselbach und an den anderen Orten, die vom Unwetter betroffen wurden." - Aus einer Meldung der Frankfurter Neuen Presse vom 13.06.2012: "Nicht nur baulich hat Hasselbach Potenzial: In den 30er Jahren hat eine Windhose über dem Dorf gewütet und vieles dem Erdboden gleichgemacht, nicht jedoch die Kiefer am Weg nach Rod an der Weil oberhalb des Girrtals. Der damals noch recht junge Baum trotzte den gewaltigen Böen, verbog und verdrehte sich dabei und heißt seitdem "Schlangenkiefer", weil er danach in Schlangenlinien gewachsen ist und an drei Stellen im Waldboden gewurzelt hat. Inzwischen zum Naturdenkmal erhoben, erinnert der Baum mit seinem skurrilen Wuchs ein wenig an die Darstellung von Nessie, dem Ungeheuer von Loch Ness, das ja auch wie eine Ziehharmonika gefaltet durchs Wasser pflügt und Touristen "fängt". Der Vorschlag, den Baum auf die Liste zu nehmen, kam von Werner Jeck, er hatte den Sturm damals als Bub miterlebt und kann sich an die zerstörerische Gewalt noch gut erinnern."

So einen Baum hat nur Hasselbach (Frankfurter Neue Presse, 13.06.12)

05.06.1935 Hetendorf
Niedersachsen
F3 Dieser Tornado richtete im Ort Hetendorf im Landkreis Celle erhebliche Schäden an Gebäuden an, dazu wurden sehr viele Bäume umgeworfen. Mehr dazu: Der Wirbelsturm vom 05. Juni 1935.

05.06.1935 Bad Homburg
Hessen
n.bek. Trombe am Taunusfuß (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

24.04.1935 Birkigt, Harth-Pöllnitz
Thüringen
F3 Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 25.04.1935: "Wirbelsturmkatastrophe in Thüringen - Vier Gehöfte vernichtet Gera, 24. April. Ostthüringen wurde am Mittwoch nachmittag von einem Wirbelsturm heimgesucht, unter dem vor allem der etwa 40 Einwohner zählende Ort Birkigt schwer zu leiden hatte. Von den fünf Gehöften des Ortes sind vier vollkommen dem Erdboden gleichgemacht. Die Häuser sind bis auf die Grundmauern zusammengebrochen. Einrichtungsgegenstände und landwirtschaftliche Maschinen liegen weit verstreut umher. Wie durch ein Wunder sind Menschenleben nicht zu beklagen.
Augenzeugen berichten, daß kurz vor 15.45 Uhr aus einer schwarzen Gewitterwolke unter ungeheurem Donnergrollen eine Windhose niederging und innerhalb weniger Minuten alles vernichtete. Noch ehe die Einwohner wußten, was eigentlich vor sich ging, war das Unglück geschehen. Die oberen Stockwerke der Häuser wurden glatt abrasiert und von dem Sturm kilometerweit fortgetragen. Ein vollkommen mit Stroh beladener großer Leiterwagen, der in einem 15 Meter langen Hof stand, wurde von einem Ende zum anderen geschleudert. Eine Hundehütte, in der mehrere Hunde Schutz gesucht hatten, flog über ein hohes Dach.
Auch die benachbarten Dörfer sind von dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen worden, wenn auch nicht in dem Ausmaße wie Birkigt. Der durch das Unwetter verursachte Schaden ist bei weitem noch nicht abzusehen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Weiter zu den Schäden in Harth-Pöllnitz: "Ein Wirbelsturm verursachte in wenigen Minuten enorme Schäden an zwei Bauerngehöften." (Quelle: www.meinestadt.de)

Tornado in Birkigt 1935

17.02.1935 Düderode
Niedersachsen
n.bek. Durch eine Windhose wurde eine Scheune zerstört, die im Laufe des Jahres 1935 wieder aufgebaut wurde. (Heimatfreunde Altes Amt)

Mühle Westphal (Heimatfreunde Altes Amt)

17.02.1935
Verdacht
Canitz
Sachsen
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 18.02.1935 zum Orkan in Teilen Deutschlands: "Auch in der näheren und weiteren Umgebung (Anm.: von Leipzig) wütete der Sturm, namentlich im Muldetal unterhalb von Wurzen. Hier wurde im Arbeitslager Canitz durch die Gewalt des Sturmes das 60 Meter lange und 12 Meter breite Dach des Lagergebäudes über die 80 Meter entfernt liegende Dorfstraße hinweg gegen die gegenüber liegenden Häuser geschleudert. Personen kamen auch hier nicht zu Schaden. Die Fernsprech- und zahlreiche Ueberlandleitungen wurden vielfach zerstört." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Jahr 1934 Potsdam-Bornim
Brandenburg
n.bek. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 24.11.2008: "So stapfte die Gruppe der winterfesten Wanderer durch das verschneite Wegenetz und lauschte Geschichten wie jener über die gewaltige Windhose, die 1934 über Foersters Staudengärtnerei fegte."

Führung mit dem Kirchenbauverein über den Alten Friedhof von Bornim (Märkische Allgemeine, 24.11.2008)

19.09.1934 Recklinghausen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.09.1934: "In Röllinghausen bei Recklinghausen hat ein von einem Gewitter begleiteter Wirbelsturm großen Schaden angerichtet. 24 Gebäude wurden schwer beschädigt; bei zwei Häusern sind die Dächer eingestürzt. Außerdem wurden zahlreiche Bäume entwurzelt und Drahtleitungen abgerissen."

19.09.1934 Warnhofen
Bayern
F1 "Am 19. September 1934 kommt ein furchtbares Gewitter. Es dauert eine ganze Stunde von 14:30 - 15:30 Uhr, bringt viel Regen und Hagel. Die Straßen werden tief ausgeschwemmt (sie waren noch nicht asphaltiert, sondern nur wassergebunden). Die daumennagelgroßen Hagelkörner vernichten die Gärten, schlagen das Obst von den Bäumen, zerfetzen die Blätter von Rüben, Kohl und Weißkraut. Zwischen Diemantstein und Warnhofen entwickelt sich eine Windhose, die über Warnhofen wandert und dort großen Schaden anrichtet. Beim Bürgermeister (Hs.Nr. 5) deckt sie das Dach ab, nimmt bei Gutöhrlein (Hs.Nr. 7) 50 Dachziegel mit, bei Rieder (Hs.Nr. 13) auch einige, beschädigt die Häuser Nr. 16, 17, 18, 19, reißt bei Rieder (Hs.Nr. 22 ½) das halbe Dach mit (300 Ziegel) und wirbelt gegen Osten weiter. Der wahnsinnige Wind drückt an vielen Häusern in Diemantstein und Warnhofen die Fenster ein." (Quelle: Geschichtliche Materialsammlung, Diemantstein) Warnhofen liegt im Landkreis Dillingen a.d. Donau.

19.08.1934 Lübesse
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. "Wirbelsturm mit viel Niederschlag einschließlich Hagel" (Quelle: G. Schubert, R. Schultz, W. Hänsch: Die Trombe von Lübesse am 22. Juni 1965, Zeitschrift für Meteorologie, Bd. 19, 1967, Seiten 305-311)

03.08.1934 Schenefeld
Hamburg
n.bek. "[...] Schenefeld bei Altona am 3. August 1934 -, fiel mir das anfänglich kleine, sehr hohe und noch weit (> 10km) entfernte Gebilde gleich als trombenverdächtig auf, obgleich der Wolkenhimmel so gar nicht für eine Trombenbildung sprach." (Quellen: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 1937 und Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

Juni 1934 Lopshorn
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Eine aus westlicher Richtung kommende Windhose quert den Osning von Lopshorn nach Hiddesen bei Detmold und richtet viel Unheil an" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976).
20.06.1934 Oettingshausen
Bayern
n.bek. Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 22.06.1934: "Oettingshausen, 22. Juni. Windhose. Eine über unsere Gegend ziehende Windhose richtete im Gehöfte der hiesigen Domäne insofern Schaden an, daß sie einen noch tragenden Nußbaum völlig zersplitterte. Einige Aeste fielen auf das Dach und beschädigten es." Oettingshausen bei Bad Rodach, etwa 12 Kilometer nordwestlich von Coburg.

03.05.1934 Bruchhausen-Vilsen
Niedersachsen
n.bek. Datum unsicher. Eine Mühle wurde durch eine Windhose stark beschädigt: "Die Behlmer Mühle ist ein achteckiger, zweistöckiger Galerie-Holländer. Sie wurde von Müllermeister Heusmann im Jahre 1876 erbaut. 1934 wurde die Mühle nach einem Wirbelsturm stark beschädigt. Beim Wiederaufbau wurde anstatt des Krühwerks eine Windrose aufgesetzt." (Quelle: Wikipedia).

03.05.1934 Bruchhausen, Unkel-Scheuren
Rheinland-Pfalz
F2 Der Tornado überquerte zunächst die Bruchhausener Höhe, wo es erhebliche Schäden gab, richtete dann größere Schäden in Scheuren (Stadtteil von Unkel am Rhein, rechte Rheinseite) an und überquerte den Rhein mit Westkurs nahe Oberwinter (linke Rheinseite).

Tornado in Bruchhausen, Unkel 1934
Familien Chronik der Familie Westhofen und der Gemeinde Rheinbreitbach (Heimatverein Rheinbreitbach)

03.05.1934 Gönnersdorf, Namedy
Rheinland-Pfalz
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.05.1934: "Rheinwasser von einer Wasserhose 200 Meter hoch geschleudert Andernach, 4. Mai. Am Donnerstag wurde das Gebiet von Wollendorf (Anm.: Ortsteil des Neuwieder Stadtteils Feldkirchen) und Gönnersdorf auf der rechten Rheinseite unterhalb Neuwied von einer Windhose heimgesucht. Das Dach der Turnhalle und viele Wohnhäuser in Gönnersdorf wurden abgedeckt. Von der Berghöhe senkte sich der Wirbel ins Rheintal und verwandelte sich über dem Fluß in eine Wasserhose. Gewaltige Wassermassen wurden etwa 200 Meter in die Luft geschleudert." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornado in Gönnersdorf 1934

Jahr 1933
Verdacht
Taubenheim a.d. Spree
Sachsen
n.bek. "1680 starben mehrere Einwohner Taubenheims durch die Schwarze Pest, 1771 durch den Hungertod aufgrund sehr schlechter Ernten und 1933 suchte ein starker Wirbelsturm Taubenheim heim, um nur einige Katastrophen zu nennen." (Quelle: Taubenheim/Spree - Geschichte (taubenheim-spree.de)

Verdachtsfall Taubenheim (Skywarn)

07.09.1933 Heuckewalde
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Heuckewalde (Zeitz) NO nach SW", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

28.08.1933 Prienbach
Bayern
F2 Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 29.08.1933: "Eine Windhose richtete nördlich von Prienbach großen Schaden an. Innerhalb einer Minute, in der sie wie ein Orkan wütete, wurden in einem Umkreis von einigen hundert Metern die Häuser halb abgedeckt, Obstbäume entwurzelt und der Aeste beraubt und in einem Falle die Giebelmauer eines Stadels umgeworfen. Auch die umliegenden Waldbestände wurden verschiedentlich beschädigt." Prienbach liegt etwa vier Kilometer nordöstlich von Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn.

22.08.1933 Borkumriff
Niedersachsen
W "o.n.o. Borkumriff", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

22.08.1933 Borkumriff
Niedersachsen
W "s.ö. Borkumriff", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

20.08.1933 Hellingen
Thüringen
F2 Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 23.08.1933: "Hellingen, 23. Aug. Verheerende Windhose. Am Sonntag wurde ein Teil der Hellinger Flur von einer starken Windhose heimgesucht. In langen Linien liegen die entwurzelten Obstbäume auf den Feldern. Starke Aeste wurden Hunderte von Metern fortgeschleudert, ganze Baumkronen abgedeckt und über die Straße geworfen. Von Augenzeugen wird berichtet, daß starke Aeste hoch in die Luft flogen, den Vögeln gleich; und in der Nähe der Unglücksstelle war starkes Sausen zu hören. Ein Landwirt, der gerade übers Feld ging, wurde zu Boden geworfen. Den größten Schaden richtete die Windhose im Ermshäuser Grund und an der Maroldweisacher Straße an. Auch nach Volkmannshausen hin wurden mannshohe Obstbäume entwurzelt oder abgedreht, desgleichen Telegraphenstangen. Die betroffenen Flurteile bieten das Bild erschütternder Verheerung, da zugleich auch noch ein wolkenbruchartiger Regen niederging."

20.08.1933 Großheirath
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 21.08.1933: "Unwetter. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ging über die Stadt sowie das ganze Coburger Land ein Sturmwetter nieder, dem am Sonntagnachmittag ein gleiches folgte. Nach uns vorliegenden Meldungen wurden in Coburg sowie in der Umgegend besonderer Schaden in den Obstbaumbeständen angerichtet. In Großheirath wurde eine Windhose festgestellt."

12.08.1933 Bodensee
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 14.08.1933: "Schweres Unwetter am Bodensee Friedrichshafen, 13. Aug. Am Samstag abend gegen 7 Uhr entlud sich über Friedrichshafen und den Bezirk Tettnang ein schweres Unwetter, das von einem Wolkenbruch begleitet war. Das Unwetter kam so plötzlich, daß viele kleine Fahrzeuge, die sich auf dem See befanden, in Not gerieten. Bei der Hafeneinfahrt schlug ein Boot um. Ein junger Mann aus Friedrichshafen ertrank. Das Unwetter, das zum Teil noch mit einem Wirbelsturm verbunden war, richtete großen Schaden an." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

12.08.1933 Oppurg
Thüringen
F2+ Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 15.08.1933: "Pößneck, 15. Aug. Furchtbare Verwüstungen durch eine Windhose. Ueber dem Nachbarort Oppurg ging am Sonnabendnachmittag eine Windhose nieder, die in dem Fürst zu Hohenloheiden (?) Schloßpark große Verwüstungen anrichtete. Eine große Anzahl alter Bäume, meist zweihundertjähriger Bestand, darunter eine uralte Fichte, die etwa neun Festmeter Holz ergibt und die die größte in weiter Umgebung war, wurden durch den orkanartigen Sturm glatt aus dem Boden herausgerissen. Von dem im Park stehenden alten Schießhaus wurde das Dach erheblich zertrümmert. Auf der Straße Oppurg-Kolba wurden 48 Obstbäume entwurzelt. Der Ort Oppurg sowie das Scho&szlg; sind von dem Unwetter weniger betroffen worden, dagegen bietet der Park ein unbeschreibliches Chaos durch die sieben gestürzten Riesenbäume. Auch die Telephon- und Lichtleitungen waren auf einige Zeit gestört. Menschen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen." (Weitere Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

12.08.1933 Meckenheim
Rheinland-Pfalz
n.bek. "Meckenheim (Im Heidelberger Tageblatt berichtet)", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

12.08.1933 Neustadt a.d. Weinstraße
Rheinland-Pfalz
n.bek. "Neustadt (Haardt)", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

12.08.1933 Steinheid
Thüringen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

08.08.1933
Verdacht
Weißenburg
Bayern
n.bek. Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 10.08.1933: "Weißenburg, 10. Aug. Ein eigenartiges Vorkommnis ereignete sich vor einigen Tagen in der Nähe Weißenburgs. Anscheinend durch eine plötzliche Windhose wurde auf dem Felde liegendes Getreide in die Luft gewirbelt. Es berührte die beiden Drähte der Hochspannungsleitung vom Walchenseeewerk. Dadurch entstand Kurzschluß und zwei der hohen eisernen Masten schmolzen bis auf kleine Stumpen zusammen."

02.08.1933 bei Swinemünde
Mecklenburg-Vorpommern?
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

29.07.1933 Pirna, Copitz, Lohmen
Sachsen
F3 Im Bereich Pirna - Lohmen richtete dieser starke Tornado enorme Schäden an. Dabei kamen 6 Menschen ums Leben und zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 31.07.1933: "Unwetter über Pirna fordert 4 Tote (Anm.: Zahl später gestiegen). Die Ernte vernichtet, Tausende von Bäumen entwurzelt. Pirna, 31. Juli. Erst heute zeigt sich der ganze Umfang eines furchtbaren Unwetters, das am Sonnabend-Abend über Pirna niedergegangen ist. Tausende von Bäumen sind umgebrochen oder entwurzelt worden. Die Felder der ganzen Umgebung von Pirna bieten einen trostlosen Anblick. Die Ernte ist vollständig vernichtet. Die Felder sind teilweise förmlich plattgewalzt. Das Unwetter kam so schnell, daß keinerlei Schutzmaßnahmen mehr getroffen werden konnten. Während des Unwetters herrschte fast völlige Dunkelheit, die nur von grellen Blitzen erhellt wurde. Dazu tobte der Sturm, krachten die Einschläge, prasselten die Ziegeln von den Dächern, polterten die großen Fabrikschornsteine zusammen, stürzten Scheunen ein. Die Zahl der Toten beträgt vier, 20 Verletzte, darunter sechs Schwerverletzte, liegen im Pirnaer Krankenhaus. Dutzende von Dächern wurden abgedeckt. Die Feuerwehr pumpt noch immer das Wasser aus den überschwemmten Wohnungen und Kellern. Arbeiter sind damit beschäftigt, die zerstörten Telefonleitungen wieder herzustellen. Die Straßen sind überall wieder passierbar. In der Glashütte Pirna und am Pirnaer Stahlwerk wurden vier hohe Schornsteine umgerissen. Das Freibad Copitz ist vollständig dem Erdboden gleichgemacht worden. Auf der Copitzer Festwiese, wo zurzeit das Schützenfest vorbereitet wird, wurden große Verwüstungen angerichtet. Mehrere Artisten wurden verletzt. Bei der Reichsbahn waren nach dem Unwetter alle Blockstationen und viele Signalanlagen außer Betrieb gesetzt. Jedoch konnte der Verkehr, wenn auch verlangsamt, aufrechterhalten werden. Die Aufräumungsarbeiten der Feuerwehr, Polizei, SA, Stahlhelm, Technischen Nothilfe und der Mitglieder des benachbarten Arbeitslagers wurden mit größter Energie und Opferbereitschaft in Angriff genommen." Weitere Hinweise: "1933 (29.07.) Orkanartiger Wirbelsturm mit schweren Hagelschlägen. Besonders schlimme Schäden in Pirna und im Uttewalder Grund." Quelle: Pirnaer Anzeiger Ein weiterer Hinweis findet sich in der Ortschronik (pdf-Datei) vom 20.02.99: "Im Fundus des Stadtmuseums befinden sich Filmdokumente aus längst vergangenen Zeiten. Die Filme zeigen verschiedene Ereignisse in Pirna: den Wirbelsturm im Jahr 1933,..."

29.07.1933 Elbtal
Sachsen-Anhalt?
n.bek. "über dem Elbtal", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Eventuell selber Fall wie Pirna?

25.07.1933 Haaren, Plattenburg, Zernikow
Brandenburg
F3 Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 27.07.1933: "Windhose reißt Häuser ein. Wirbelsturmkatastrophe in der Prignitz. Wittenberge, 27. Juli. Ein schweres Unwetter, das von einem Wirbelsturm begleitet war, ging vorgestern abend über einen Teil der Prignitz nieder. Längs der Berlin-Hamburger Bahn zerstörte eine Windhose in einer Ausdehnung von 40 Kilometer zahlreiche Häuser und richtete in dem Plattenburger Forst sowie auf den Feldern ungeheuren Schaden an. In ganz kurzer Zeit wurden über 50 Millimeter Niederschlag gemessen. Das noch auf dem Felde stehende Getreide wurde völlig zu Boden gedrückt. Die Roggenstiegen wurden umgeworfen und fortgeweht. Auf dem Gut Haaren wurden zahlreiche Dächer abgedeckt und eine Scheunenwand eingerissen. Große Waldbestände wurden entwurzelt. Auf der Feldmark Zernikow wurde die Hochspannungsleitung durch umstürzende Bäume zerstört, so daß zahlreiche Dörfer ohne Licht waren. Auch der Fernsprechverkehr erlitt Unterbrechungen. Im Wilsnacker Sägewerk entstand durch Blitzschlag ein Brand, der glücklicherweise schnell gelöscht werden konnte."

23.07.1933 Oberschur
Bayern
n.bek. "Am 23. Juli bildete sich über dem oberen Prischoß eine Windhose, die im Alzenauer Ortsteil Oberschur große Schäden verursachte. Von dem erst kurz vorher fertiggestellten "Christkönigshaus" wurde das komplette Dach abgehoben und in den Wald getragen." (Quelle: Veröffentlichungen von Werner B. Kempf)

Leben und Zusammenleben im ehemaligen "Freien Gericht vor dem Berge Welmisheim" (Veröffentlichungen von Werner B. Kempf). Alzenau liegt im Landkreis Aschaffenburg im Nordwesten Bayerns.

19.07.1933 Aachen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Aachen, O nach W", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

04.07.1933 Hornbostel
Niedersachsen
n.bek. "Hornbostel, nach N.W.", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

03.07.1933 Neunhofen
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Neunhofen, 2 km westl. Neustadt (Orla)", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

02.07.1933 Naumburg
Sachsen-Anhalt?
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

29.06.1933 Heuckewalde
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Heuckewalde (Zeitz)", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

25.06.1933 St. Jöris, Eschweiler
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "St. Jöris (Rh.), Eschweiler, b. Aachen-Merzbrück", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

18.06.1933 Borkumriff
Niedersachsen
W "Borkumriff o nach w", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

17.06.1933 Schleswig
Schleswig-Holstein
n.bek. "Schleswig jenseits der Schlei", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

17.06.1933 Rheda
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "1933 - Ein Unwetter unterbrach das Schützenfest. Gefeiert wurde in diesem Jahr auf dem Hof des Schützenbruders Konrad Verhoff. Das Fest begann am Samstagabend mit dem traditionellen Zapfenstreich. Bei strahlendem Sonnenschein nahm das Fest am nächsten Tag, wie in den Vorjahren auch, seinen gewohnten Fortgang. Doch schon bald schauten die Schützen mit sorgenvoller Miene zum Himmel. Der Wettergott hatte diesmal wohl kein Einsehen mit den Bauernschützen. Eine schwarze Wolkenwand türmte sich auf und stürmte rasend heran. Doch so schlimm wie es dann kam, hatten die Schützen das Unheil wohl doch nicht erwartet. Ein Wirbelsturm wütete an den Zelten und zerstörte sie. Da blieb den Schützen keine Wahl, als das Fest abzubrechen." (Quelle: Bauernschützen Rheda)

1933 - Ein Unwetter unterbrach das Schützenfest (Bauernschützen Rheda)

17.06.1933 Kohlhagen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Fall eventuell identisch mit dem Fall Magdeburg.

17.06.1933 Sohlen
Sachsen-Anhalt
n.bek. "n.Sohlen Kr. Wanzleben/Sa.", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Fall eventuell identisch mit dem Fall Magdeburg.

16.06.1933 Magdeburg
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Die häufig beobachtete Neigung der Tromben, die bei der Magdeburger Trombe 1933 und dem Elmwood-Tornado 1919 so groß wird, daß sie als praktisch horizontal bezeichnet werden können." (Quelle: Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940) - Fall eventuell identisch mit dem Fall Sohlen.

16.06.1933 Wolmirsleben
Sachsen-Anhalt
n.bek. "2 1/2 km n. von Wolmirsleben", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

07.05.1933 Greiz
Thüringen
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 10.05.1933: "Am Sonntagnachmittag brach plötzlich ein Wirbelsturm über Greiz herein, dem ein schwerer Gewitterregen folgte. In den umliegenden Wäldern wurde durch den Sturm schwerer Schaden angerichtet; stellenweise sind 200 bis 300 Bäume umgeknickt und entwurzelt worden."

17.04.1933 Hamburg-Lokstedt n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

23.03.1933 Mühringen
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung des Schwarzwälder Volksblattes vom 27.03.1933: "Mühringen, 25. März. Am Donnerstag brauste ein mächtiger Ostwind durch das Enachtal, der sich gegen Mittag zum Sturm verstärkte. Doch das Schlimmste sollte eine Windhose mit sich bringen, die sich in der Nähe des Schwesternhauses und im Oberdorf gebildet hatte. Ein lautes Rasseln, Klirren und Poltern erscholl plötzlich und die Leute eilten erschreckt aus den Häusern. An der kleinen Hütte des Schneiders Wilhelm Schlatter hatte der heftige Luftwirbel die Kaminplatte, die darauf liegenden Ziegel- und Kalksteine emporgewirbelt und unter lautem Krachen stürzten die Steine, die Ziegel samt dem schweren Blechstück auf das Dach nieder. Auf beiden Seiten wurden eine größere Anzahl Dachplatten vollständig zertrümmert."

Jahr 1932
Verdacht
Hamminkeln
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Eine Windmühle in Hamminkeln wurde zerstört: "1932 zerstörte eine Windhose die "Windrose". Eine Reparatur wurde nicht mehr vorgenommen. Stattdessen wurde auf elektrischen Antrieb umgestellt." Quelle: Windmühlen der Stadt Hamminkeln.

Jahr 1932 Ludwigslust
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Eine Windhose richtete nach einer der Meldung der Schweriner Volkszeitung vom 13.01.2007 große Schäden u.a. im Schlosspark von Ludwigslust an: "Unweit des Chausseehauses an der Straße nach Hamburg entwickelte sich eine Windhose mit einer Ausdehnung von 300 Metern Breite, die in Richtung des Forsthauses weiter durch den Park fegte. Auf ihren Weg entwurzelte sie Eichen, Buchen und Fichten, viele mit einem Alter von über 100 Jahren."

18.10.1932 Leipzig
Sachsen
n.bek. Windhose aufgetreten (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 20.10.1932: "Ein Kirchturm infolge des Sturmes eingestürzt Leipzig, 19. Okt. Infolge des heftigen Sturmes stürzte gestern abend in Rötha der Turm der Marienkirche ein. Da infolgedessen die Licthleitungen zerrissen wurden, war die Stadt auf lange Zeit ohne Licht. Von dem Turm steht nur noch ein kurzer Stumpf. Sofort wurden Absperrungen vorgenommen. In dem Augenblick des Einsturzes ging gerade eine Einwohnerin von Rötha an der Kirche vorüber. Sie kam jedoch glücklicherweise ohne Schaden davon, da die Trümmer etwa 5 Meter von ihr entfernt niederfielen."(Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

18.10.1932 Hamburg n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

18.10.1932 Reinsbüttel
Schleswig-Holstein
n.bek. "Dithmarschen, Reinsbüttel b.Heide", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

13.10.1932 Laudenbach
Baden-Württemberg
F2 Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 14.10.1932: "Wirbelsturm an der Bergstraße Weinheim, 14. Okt. Das Dorf Laudenbach an der Bergstraße wurde am Donnerstag abend gegen 3/4 9 Uhr während eines heftigen Regens von einem Wirbelsturm heimgesucht, der aus südwestlicher Richtung kam und einen Teil des Ortes streifte. In wenigen Sekunden wurden etwa 150 Hausdächer meist völlig abgedeckt und das Holzwerk teilweise abgerissen. Im Ort wurden zahlreiche Bäume entwurzelt, darunter die alte Dorflinde auf dem Lindenplatz sowie etwa 200 meist 30-40jährige Apfelbäume, von denen viele bis zu zehn Meter weit fortgeschleudert wurden. Die von dem Wirbelsturm abgerissenen Dachziegel wurden bis drei Kilometer in der Umgebung aufgefunden. Hauseinstürze haben sich glücklicherweise nicht ereignet, jedoch weist das Mauerwerk verschiedentlich Risse und Verschiebungen auf. Das Unwetter wütete kaum eine halbe Minute und hat einen Schaden von etwa 40 000 Mark angerichtet. Menschenleben sind glücklicherweise keine zu beklagen." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.10.1932: "Die Auswirkungen des Wirbelsturms über Laudenbach Der Schaden auf über 80 000 RM. geschätzt. Laudenbach (Bergstraße), 15. Oktober. Die Gemeinde Laudenbach bei Weinheim, die am Donnerstag abend von einem Wirbelsturm heimgesucht worden ist, war schon einmal, und zwar vor zwei Jahren, von einer Windböe außerordentlich stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Damals waren etwa 5000 Ziegel notwendig, um den angerichteten Schaden wieder auszubessern, eine verschwindend kleine Summe, gemessen an dem Schaden, der jetzt in der Donnerstagnacht angerichtet wurde. Der ungedeckte Sachschaden wird nämlich auf 80 000 Reichsmark geschätzt; man glaubt aber, daß diese Summe sich noch bedeutend erhöhen wird. Es werden mehr als 100 000 Ziegel nötig sein, um die an mehr als 200 Häusern angerichteten Dachschäden wieder ausbessern zu können. Der an den Obstbäumen angerichtete Schaden wird allein auf etwa 30 000 RM. beziffert."(Quelle jeweils: Universitätsbibliothek Freiburg)

12.10.1932 Niebüll
Schleswig-Holstein
n.bek. "Niebüll 38 km v. Flensburg westl.", "Wirbelsturm", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

27.09.1932 Borkumriff
Niedersachsen
n.bek. Von West nach Ost, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

26.09.1932 Frankenhain
Hessen?
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

30.08.1932 Overath
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Overath 20 km v. Hömel in NW-Richtung", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

21.08.1932 Hittfeld, Maschen
Niedersachsen
F2 Hittfeld, Eddelsen, Marmsdorf, Sinsdorf und Maschen (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 26.08.1932 zu Unwettern in Norddeutschland: "Das Unwetter in Norddeutschland. Große Teile der Nord- und Ostseeküste, sowie des Weser- und Unterelbegebietes sind von einem folgenschweren Unwetter heimgesucht worden, das im Anschluß an die brütende Hitze der letzten Tage ausbrach. Eine mächtige Windhose deckte zahlreiche Häuser ab und sperrte ganze Chausseezüge durch umgestürzte Bäume. Besonders schwer hauste das Unwetter in Hittfeld. Hier wurden in wenigen Sekunden 40 Häuser vollkommen abgedeckt und, wie unser Bild zeigt, mehr als manndicke Bäume wie Streichhölzer geknickt." - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 22.08.1932: "Starke Unwetterschäden Hamburg, 21. August. Ueber Schleswig-Holstein und in den Elbgebieten ging heute nachmittag ein schweres Unwetter nieder. Dabei entwickelte sich eine Windhose, die vielfach größeren Schaden anrichtete. Allein in Hitfeld sind nach privaten Berichten 40 Wohnhäuser durch die Windhose vollkommen abgedeckt worden und haben sonst schweren Schaden genommen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

21.08.1932 Meyenburg
Brandenburg?
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

16.08.1932 Holzsußra
Thüringen
n.bek. Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 17.08.1932 zu Unwettern im Raum Schlotheim: "In Holzsusera traf der Blitz eine moderne, 60 Meter lange Scheune des Gutsbesitzers Armin Schwabe. Die Scheune brannte mit Erntevorräten und Maschinen nieder. Mit dem Gewitter machte sich ein Wirbelsturm bemerkbar, durch den einem Landwirt zwei hochbeladene Erntefuder im Augenblick in alle Winde zerstreut wurden." Holzsußra liegt 5 bis 6 Kilometer nordöstlich von Schlotheim, Unstrut-Hainich-Kreis im nordwestlichen Thüringen.

04.08.1932 Helgoland
Schleswig-Holstein
n.bek. Weitere Wasserhose zwischen Helgoland und St. Peter-Ording (Quelle: Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

04.08.1932 Helgoland
Schleswig-Holstein
n.bek. Weitere Wasserhose zwischen Helgoland und St. Peter-Ording (Quelle: Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

04.08.1932 Helgoland
Schleswig-Holstein
n.bek. Wasserhose zwischen Helgoland und St. Peter-Ording (Quelle: Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

01.08.1932 Kaja, Lützen
Sachsen
n.bek. "zwischen Caja und Lützen", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

26.07.1932 Petersdorf
Schleswig-Holstein
n.bek. "Wirbelsturm", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

07.07.1932 Türkheim
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.07.1932 zu Unwettern im bayerischen Teil Schwabens: "Mindelheim, 8. Juli. Unwetter über Schwaben. Das Unwetter, das in verschiedenen Teilen des Gaues vorgestern nachmittag großen Schaden angerichtet hat, ist auch in der Kaufbeurer, Wörishofer, Türkheimer und Buchloer Gegend mit großer Heftigkeit niedergegangen. [...] In Türkheim wurden durch den Wirbelsturm Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt."

06.07.1932 Münster
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 07.07.1932: "Windhose über Münster. Münster, 7. Juli. Während eines Gewitters, das sich gestern über der Stadt entlud, bildete sich plötzlich eine Windhose, die im Zentrum der Stadt auf dem Servatiplatz sieben etwa 20 Meter hohe Bäume entwurzelte und die Dächer der umliegenden Häuser abdeckte. Menschen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Die Katastrophe vollzog sich in wenigen Minuten, die Windhose bewegte sich dann nach dem Osten, wo gleichfalls mehrere Häuser abgedeckt und einige Bäume entwurzelt wurden." Am selben Tag erschien eine fast gleich lautende Meldung in der Freiburger Zeitung, wobei hier von 40 Meter hohen Bäumen die Rede war.

06.07.1932 Boel
Schleswig-Holstein
n.bek. "1,4 km n. Brebel in Boel, von s. nach n.", "Wirbelsturm", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

05.07.1932 Hornbostel
Niedersachsen
n.bek. "in Hornbostel, von o. nach w.", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

04.07.1932 Hornbostel
Niedersachsen
n.bek. "1,5 km n.ö. Hornbostel, von o. nach w.", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

01.07.1932 Ottoschwanden-Buhler
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.07.1932: "Ottoschwanden, 2. Juli. Der Ortsteil Buhler hiesiger Gemarkung wurde gestern mittag von einer Windhose heimgesucht. Ein beladener Heuwagen war im Nu seiner Ladung beraubt, ein auf die Hochspannungsleitung gewirbeltes Heubündel geriet in Brand. Ebenso rasch wie sie gekommen, war die Windhose auch wieder verschwunden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

30.06.1932 Dörth
Rheinland-Pfalz
n.bek. Gegen 07:00 Uhr, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

20.06.1932
Verdacht
Uffheim
Frankreich
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 21.06.1932: "Wirbelsturm im Elsaß. Straßburg, 21. Juni. Der Sundgau wurde gestern nachmittag von einem Wirbelsturm heimgesucht. Hunderte von Bäumen wurden entwurzelt und viele Häuser abgedeckt. In Uffheim wurden fünf Scheunen eingerissen. Der Schaden, den das nur wenige Minuten dauernde Unwetter angerichtet hat, wird auf mehrere Millionen geschätzt." Uffheim liegt ca. 1,5 km südwestlich von Sierentz und damit 5 bis 6 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Wegen der Nähe zur Grenze kann nicht ausgeschlossen werden, dass der starke Tornado auch deutsches Gebiet erreichte. Die Meldung erschien nahezu gleich lautend in der Freiburger Zeitung vom 22.06.1932.

18.06.1932 Erlangen
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.06.1932: "Erlangen, 18. Juni. Der Sturmwind trägt Obstbäume davon. Nachdem erst am letzten Sonntag eine Windhose in der Gärtnerei Petsch größeren Schaden verursacht hat (Anmerkung: Hierbei handelte es sich vermutlich um einen sehr starken Staubteufel), strich vorgestern nachmittag eine Windsbraut über den Marktplatz, warf vier Obstbäume um und trug ihre einzelnen Teile gegen die an der Westseite des Marktplatzes stehenden Häuser. Die Kirschen und das übrige zum Verkauf stehende Obst wurden auf den Platz und die Straße zerstreut."

02.06.1932 Treysa
Hessen
n.bek. "Freysa 12-14 km v. Frielendorf", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

29.05.1932 Homburg v.d.Höhe
Hessen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

20.05.1932 Maingau, Frankfurt a.M.
Hessen
n.bek. "Homburg 0800 meldet i/Maingau u.um Frkf/M.", "Wirbelsturm", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

16.05.1932 Mühlheim a.d. Ruhr
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Wirbelsturm" (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg). Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.05.1932: "Mülheim an der Ruhr. Ein am zweiten Pfingstfeiertag nachmittags hier niedergegangenes Unwetter richtete schwersten Schaden an. Die ganze Obstbaumblüte ist vernichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

08.04.1932 Greiz
Thüringen
n.bek. Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.04.1932 zu Unwettern im Raum Greiz: "Eine Windhose riß einen Parkspaziergänger glatt in die Höhe und warf ihn auf die Wiese."

08.04.1932 Greiz
Thüringen
W Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.04.1932 zu Unwettern im Raum Greiz: "Eine besondere Naturmerkwürdigkeit wurde im Greizer Park beobachtet. Dort bildete sich über dem Parksee eine hohe Wasserhose, die in den Regenbogenfarben prächtig aufleuchtete und dann zerplatzte."

01.09.1931 Hornburg
Sachsen-Anhalt
W "7 km v. Hornburg in Fellstein", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

26.08.1931 Wachenbuchen
Hessen
n.bek. Im Landkreis Hanau von West nach Ost ziehend, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

25.08.1931 Bad Homburg
Hessen
n.bek. Trombe in der südlichen Wetterau (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

20.08.1931 Großbreitenbach
Thüringen
n.bek. Gegen 11:05 Uhr. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 21.08.1931: "Großbreitenbach, 21. Aug. Windhose. In der Nacht zum Donnerstag ging über der Umgegend Großbreitenbachs ein furchtbares Unwetter nieder. Eine Windhose vernichtete zwischen Großbreitenbach und Ölze 12 Aker Wald. Durch die niederstürzenden Bäume wurde die Staatsstraße Großbreitenbach - Ölze gesperrt. Die Aufräumungsarbeiten sind noch im Gange. Das sausende Geräusch der Windhose und das Krachen der zusammenstürzenden Bäume hörte sich an, als ob Maschinengewehre abgefeuert würden." Großbreitenbach liegt etwa 13 Kilometer südöstlich von Ilmenau im Ilm-Kreis. (Weitere Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

12.08.1931 Kap Arkona
Mecklenburg-Vorpommern
W Von West nach Ost ziehend, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

04.08.1931 Merseburg
Sachsen-Anhalt
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

19.07.1931 Rothenbergen, Gelnhausen, Kassel
Hessen
F2 Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

07.07.1931 Neetzendorf, Bleckede
Niedersachsen
n.bek. Neetzendorf, Dahlem, Harmstorf, Köstorf bis nach Bleckede, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976, weitere Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).

05.07.1931 Tegel
Berlin
W Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 07.07.1931 zu Unwetter in Berlin: "Vor der Insel Scharfenberg bei Tegelort entwickelte sich während des Gewitters plötzlich eine Wasserhose. Drei Paddelboote wurden von dem Wellenstrom erfaßt und kenterten. Während sich die meisten Insassen durch Schwimmen retten konnten, mußten einige vom Wasserschutz-Boot geborgen werden. Einer der Wassersportler wird zur Zeit noch vermißt; man befürchtet, daß er ertrunken ist." - Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.07.1931: "Während des Gewitters trat auf dem Tegeler See bei Scharfenberg eine Wasserhose auf. Drei Paddelboote wurden von dem Strudel ergriffen. Eines von ihnen kenterte. Die Nachforschungen nach den Insassen sind bisher ergebnislos verlaufen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

20.06.1931 Raum Hannover
Niedersachsen
n.bek. Genaues Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 23.06.1931 mit zwei Fotos der angerichteten Schäden: "So wütete die Windhose. Verschiedene Gebiete im Westen des Reiches wurden von einem verheerenden Unwetter heimgesucht, das auch von einer Windhose begleitet war. Ueberall wurden Bauten zerstört und zahllose Bäume entwurzelt. Auch Menschenleben sind zu beklagen. - Das Bild zeigt die verheerenden Wirkungen der Windhose in der Umgebung von Hannover. Oben eine Eiche, die der Sturm entwurzelte; der Baum stürzte auf eine große Scheune, die vollständig vernichtet wurde. Unten ein zum Teil zerstörtes Gehöft."

20.06.1931
Verdacht
Rosenheim
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 20.06.1931: "Furchtbares Unwetter in Oberbayern. Samstag nachmittag ging über Rosenheim ein furchtbares Hagelwetter nieder, wie es in diesem Ausmaß schon seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt wurde. Es prasselte ein gewaltiger Hagelschlag nieder, der mit orkanartigem Sturm und wolkenbruchartigem Regen begleitet war. Nach dem Unwetter bot die Stadt ein vollkommen winterliches Bild. Bäume waren entlaubt und Dächer abgetragen. Auf dem Friedhof wurde das Dach der Leichenhalle 100 Meter weit fortgeschleudert. Schlimmer noch als im Stadtbezirk Rosenheim hauste das Unwetter in der näheren Umgebung. Hier ist die Ernte vollständig vernichtet worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

17.06.1931 Plettenberg
Nordrhein-Westfalen
(2 Tote, 40 Verl.)
F3 Am späten Nachmittag (gegen 17:15 Uhr MEZ) zog dieser starke Tornado im Sauerland von Meinerzhagen über Herscheid, Birkenhof, Köbbinghausen, Holthausen, die Oberstadt und dem Dingeringhauser Weg bis zum Grünetal. Insgesamt forderte der Wirbelsturm 2 Tote und 40 Verletzte.

Tornado Plettenberg 1931
Der Wirbelsturm im Elsetal am 17. Juni 1931 (Horst u. Stefan Hassel)
Wirbelsturmkatastrophe am 17.Juni 1931 (Alt-Plettenberg)
Firmengeschichte A. Vieregge im Elsethal

17.06.1931 Hassenhausen
Hessen
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 19.06.1931 zum Tornado von Plettenberg: "Ein weiterer Wirbelsturm hat am Mittwoch im Waldgebiet der Lahnberge zwischen Hassenhausen (Kreis Lumda) und Staufenberg furchtbare Verheerungen angerichtet. Etwa 40 Morgen alte Riesenfichten mit meist 1-2 Festmetern wurden vernichtet. Der Sturm hob die Stämme entweder aus dem Boden oder knickte sie in Mannshöhe ab, sodaß der alte, herrliche Fichtenbestand jetzt ein Chaos von kreuz und quer durcheinanderliegenden Stämmen bildet. Es handelt sich um 5000 Festmeter Fichten."

Juni 1931 Morgenitz
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 15.06.1931: "Schwerer Schaden durch eine Windhose. Swinemünde, 14. Juni. Über das Dorf Morgenitz auf Usedom ging in der vorigen Woche eine Windhose nieder, die ungeheuren Schaden anrichtete. Die Hälfte der Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Dorfes wurde beschädigt. Durch die Gewalt des Sturmes wurden Stallgebäude und Wohnhäuser abgedeckt und zerstört, Bäume bis zu einem Meter Durchmesser im Stamm wurden entwurzelt, zum Teil glatt durchgebrochen. Auf dem Kirchhof des Ortes stürzte der Sturm zahlreiche Grabsteine um. In dem benachbarten Dorf Kriene (Anm.: heute Krienke) wurde ein Gespann mit Pferden zwei Meter hoch vom Erdboden emporgehoben. Dabei wurde ein Pferd schwer verletzt; der Kutscher kam mit dem Schrecken davon. In Morgenitz arbeiten die Bewohner angestrengt, um die Dorfstraße, die einem Trümmerfeld gleicht, wieder gangbar zu machen."

09.06.1931 Scherzheim
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 12.06.1931: "Windhose und Tornado über dem unteren Hanauerland. Kehl, 11. Juni. Nach Meldungen, die aus Helmlingen, Muckenschopf, Scherzheim und Lichtenau vorliegen, hat das zweite Unwetter, das am Dienstag abend über dem unteren Hanauerland zur Entladung gekommen ist, ungeheuren Schaden angerichtet. Hauptsächlich durch die Vernichtung eines großen Teils der Kirschen- und Obsternte. Das Unwettergebiet zeigt einen 300 bis 400 Meter breiten Landstrich, der sich südlich von Helmlingen und nördlich zwischen Muckenschopf, Scherzheim und Lichtenau hinzieht, auf dem alles dem tornadoähnlichen Sturm zum Opfer fiel. Eine plötzlich auftretende Windhose knickte 10 bis 15 Telegraphenstangen wie Streichhölzer. Auf der ganzen Strecke steht kein einziger Baum mehr. Die schöne Kirschbaumallee vor Helmlingen wurde gleichfalls zerstört. auf den Feldern wurde an der schön stehenden Frucht erheblicher Schaden angerichtet. Alle Telephon- und Lichtleitungen wurden zerstört. Arbeitskolonnen der Reichspost und des Elektrizitätswerks sind mit der Behebung der größten Schäden beschäftigt. In Helmlingen schlug der Blitz in die Waschküche des Grenzbeamtenhauses, ohne jedoch zu zünden. Auch im staatlichen Striethwald bei Muckenschopf hat der Sturm gewaltigen Schaden an den wertvollen Baumbeständen angerichtet. Bis jetzt ist es noch unmöglich, die Höhe des gewaltigen Flur- und Sachschadens zu übersehen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

09.06.1931 Grünberg, Altenhain
Hessen
n.bek. Zeitpunkt: Dienstagabend, kurz nach 6 Uhr. "Insgesamt liegen zwei, möglicherweise auch drei unabhängige Trombenereignisse vor. Am bedeutendsten von diesen Fällen ist eine Trombe, die sich südlich des Lumdatals formiert und der zwischen dem Salzbödetal und dem Lumdatal ein sehr heftiger Downburst vorangeht. Die Trombe (bzw. eine zweite parallel nördlich verlaufende) zieht WNW-ESE über Grünberg hinweg und von dort über das Ohmtal hinweg in Richtung Altenhain, um sich in den Höhen des Vogelberges aufzulösen." Auch Wohnfeld und Kölzenhain waren nach einer Beschreibung betroffen, zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, viele Bäume stürzten um. (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980; weitere Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

09.06.1931 Felda
Hessen
n.bek. Im Zusammenhang mit dem Grünberg-Ereignis erwähnt: "Weitere Sturmschäden werden isoliert nördlich davon zwischen Homberg/Ohm und Lauterbach angerichtet, wobei von dort von einer weiteren Trombenerscheinung berichtet wird." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

01.06.1931 Königsberg
(welches?)
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

31.05.1931 Heilsberg
Hessen
n.bek. Eventuell auch Heilsberg in Thüringen. Gegen 20:40 Uhr, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

29.05.1931 Frankfurt-Heiligenstock
Hessen
n.bek. Gegen 17:15 Uhr, Schäden, Näheres folgt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

29.05.1931 Taunuskamm
Hessen
n.bek. Gegen 08:00 Uhr aus Großauheim gemeldet, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

29.05.1931 Frankfurt a.M.
Hessen
n.bek. Gegen 08:00 Uhr aus Großauheim gemeldet, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

19.05.1931 Homburg
Hessen?
n.bek. Ort unsicher, im Original: "nördlich Homburg", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

30.04.1931 Moxa
Thüringen
n.bek. Ort unsicher, Im Original "Moya". Gegen 09:45 Uhr, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

14.05.1931 Bad Kissingen
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.05.1931: "Bei dem schweren Gewitter am Himmelfahrtstage über Kissingen schlug der Blitz im benachbarten Garitz in die Scheune des Landwirtes Dominikus Hemmel, die mit allen Futtervorräten vollkommen niederbrannte. - In Bad Kissingen entstand bei dem Gewitter eine Windhose, die die Hallen des städtischen Licht-, Luft- und Sonnenbades einriß und beträchtlichen Schaden anrichtete."

03.05.1931
Verdacht
Bodensee
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 04.05.1931: "Katastrophe auf dem Bodensee - 10 Tote. Lindau, 4. Mai. Als am Sonnabend ein Kutter mit 11 Mann Besatzung zu einer Uebungsfahrt in Richtung Schweizer Ufer ausfuhr, kam auf halber Seehöhe plötzlich ein sehr schwerer Föhn auf - man spricht davon, daß eine Windhose sich auf dem See befunden habe -, der das Boot zum Kentern brachte." Weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 05.05.1931: "Am Sonntag früh wurde die Fahrt an der Insel Mainau vorbei nach Konstanz fortgesetzt. Gegen 10 Uhr vormittags geriet das Boot in einen starken Wellensturm, der viel Wasser in das Boot warf. Der Bootsführer ordnete sofort das Anlegen von Korkwesten an. Sämtliche Insassen waren gute Schwimmer. Trotz größter Anstrengungen gelang es der Mannschaft nicht, das Wasser aus dem Boot herauszuschöpfen. Plötzlich fiel der Kutter um und sämtliche Insassen stürzten ins Wasser."

30.04.1931 Bieben
Hessen
n.bek. Ort unsicher, Im Original "Biebel". Der Tornado kam aus Südwesten, zog im Süden und Südosten vorbei, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

27.04.1931
Verdacht
Bremen
Bremen
n.bek. Beobachtung einer Funnelcloud westnordwestlich des Flughafens Bremen (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976 sowie Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).

01.01.1931 Großkahl
Bayern
F1 "1931 beginnt relativ mild aber zu naß. Am 1. Januar reißt eine Windhose in Großkahl an mehreren Gebäuden viele Ziegel von den Dächern." (Quelle: Veröffentlichungen von Werner B. Kempf)

Leben und Zusammenleben im ehemaligen "Freien Gericht vor dem Berge Welmisheim" (Veröffentlichungen von Werner B. Kempf). Großkahl liegt im Landkreis Aschaffenburg im Nordwesten Bayerns.

Anmerkung:
Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Sollte ein Ihnen bekannter Tornado fehlen, dann mailen Sie mir bitte.


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