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| Verdacht = Fall wird noch untersucht | W = Wasserhose | |||||
| Datum | Ort | Stärke | Beschreibung |
| 20.09.1950 | Neuburger Wald, Fraunhof Bayern, Österreich | n.bek. | Tornado südlich von Passau. Dabei zunächst Schäden im Neuburger Wald, dann wahrscheinlich Grenzübertritt über den Inn nach Oberösterreich, wo in Fraunhof (etwa 1 km östlich der Grenze und ca. 4 km südlich von Passau) viele Häuser abgedeckt wurden. (Quelle: u.a. Anton Pühringer, Windhosen in Österreich - Katalog österreichischer Tromben, Wien, 1972) |
| 15.09.1950 | Hannover Niedersachsen | F3 | Zeitpunkt: nachmittags. "Ein Wirbelsturm zieht von SW nach NO über Hannover. Dessen hüpfender Trombenrüssel hebt am Maschsee einen Menschen 1,50 m hoch, zerstört im NO der Eilenriede 17 ha Wald in 200 m breiter Bahn und richtet auch noch südostw. von Gr. Burgwedel Schäden an" (Quellen: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976, und Forum der Wetterzentrale, weitere Quellen: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978). Ausführlich beschrieben wird das Ereignis in der "Hannoverschen Presse" und in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" ab dem 16. September 1950 sowie in "Die List" - 700 Jahre Umschau aus der Dorf- und Stadtgeschichte des Arbeitskreises Stadtteilgeschichte List von Ernst Bohlius und Wolfgang Leonhardt: "Die erste große Einbruchstelle liegt am Zoo, wo eine Reihe kräftiger Buchen umgeworfen wurde. Dann kommt in Richtung Podbielskistraße ein Stück unversehrten Waldes, bis einige hundert Meter vor der Walderseestraße das Trümmerfeld der Bäume beginnt. Hier sieht es aus, als wenn eine Riesenfaust sinnlos in den Wald geschlagen hätte. Mannsstarke Bäume, 20 bis 30 Meter hoch, und mitsamt ihrem Wurzelwerk aus dem Erdreich gerissen. Andere sind mitten im Stamm abgebrochen, und ihre weißen Stümpfe stehen wie bizarre Säulen inmitten des grünen Gewirrs. Der Schaden ist außerordentlich und läßt sich zur Zeit noch gar nicht abschätzen. Es handelt sich ausnahmslos um gesunde und kräftige Bäume. Wo die Natur nicht standhielt, hielten es die Bauwerke noch viel weniger. Von der Walderseestraße ab über die Podbi hinweg bis zum Kanal hat der Orkan eine breite Trümmergasse gezogen. Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff. Für die Kraft des Windes zeugt der fast 60 Meter hohe Schornstein der Grammophon-Gesellschaft, der zu zwei Drittel einfach abgedreht wurde und in den Fabrikhof stürzte. Wie durch ein Wunder richteten die Steinmassen verhältnismäßig nur geringen Schaden an. Vor allem war kein Menschenleben bei diesem Einsturz zu beklagen. Dann folgen über die Pidbi hinweg immer die gleichen Bilder. In der Liliencronstraße, Klopstockstraße, Hebbelstraße, Mörickestraße und Constantinstraße war das Pflaster von den heruntergerissenen Dachziegeln hoch bedeckt, die Fenster herausgeschlagen und zahlreiche Schornsteine abgebrochen. Eine große Baracke an der Klopstockstraße mit Werkstatträumen und Wohnungen bildete nur noch einen einzigen Trümmerhaufen. Schwere Maschinen waren aus ihren Sockeln gerissen. Die Trümmer begruben mehrere Menschen, die sich aber glücklicherweise ohne schwere Verletzungen wieder herausarbeiten konnten. Den Fahrzeugen, die auf den Straßen hielten, ging es ähnlich. Ganze Lastzüge kippte der Sturm um, und leichtere Wagen oder Schiebkarren wurden in Gegenden wiedergefunden, wo sie nie vorher gestanden hatten. [...] Wie gesagt, das Ganze dauerte nicht lange, und die Bahn des Sturms war auch verhältnismäßig schmal, sie betrug 300 bis 500 Meter. [...] Die Bahn des Unheils war in nördlicher Richtung bis zu den Holzwiesen hin zu verfolgen. Neben zahlreichen Gartenlauben, die abgedeckt und neben einer Gärtnerei, die durch Glasbruch schwer geschädigt wurde, fielen einige dauerbewohnte, halbmassive Gebäude fast völlig der Zerstörung anheim." Durch den Tornado stürzten u.a. ein Kohlenlastwagen und ein beladener Möbelwagen um, etwa 130 Häuser in List wurden zum Teil abgedeckt. Der Wirbel wütete am Nordufer des Maschsees, wo Bäume und Boote zerstört wurden. |
| 15.09.1950 | Quakenbrück Niedersachsen | F1 | Näheres über diesen Tornado am Nachmittag ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) |
| 30.08.1950 | Dethlingen, Munster Niedersachsen | n.bek. | "Zwischen Dethlingen und Munster entwurzelt eine Windhose viele Bäume und richtet Gebäudeschäden an" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976). |
| 28.08.1950 | Östringen Baden-Württemberg (2 Tote, 12 Verletzte) | n.bek. | Genaues Datum unsicher - vor dem 29.08.1950. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 29. August 1950: "Karlsruhe, 29. August - In Östringen (Landkreis Karlsruhe) sind zwei Menschen getötet und zwölf schwer verletzt worden, als in dem neuen Schwimmbad die Aufbauten einstürzten. Während eines schweren Hagelschlages, der mit einem orkanartigen Wirbelsturm verbunden war, brachen die Aufbauten des Schwimmbades zusammen, unter denen mehrere Badegäste Schutz gesucht hatten." Schwimmbad stürzte ein (Hamburger Abendblatt, 29.08.1950) |
| 28.08.1950 | Heitersheim Baden-Württemberg | n.bek. | Genaues Datum unsicher - vor dem 29.08.1950. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 29. August 1950: "Unwetter in Südbaden - Freiburg/Breisgau, 29. August. Ein schweres Unwetter mit Wirbelsturm und Hagelschlägen hat im Markgräflerland und im südlichen Breisgau große Schäden angerichtet. In zahlreichen Gemarkungen sind innerhalb von zwölf Minuten die gesamte Obsternte und ein Großer Teil der Weinernte vernichtet worden. Auf der Bundesstraße zwischen Mühlheim und Bad Krozingen knickte der Wirbelsturm sämtliche Telegraphenmasten und schleuderte an der Straße liegende Teefässer 20 bis 30 Meter weit in die Felder. Eine Sturmböe warf einen Wagen des Straßenbauamtes um. Dabei wurde ein Mann erdrückt, der hinter dem Wagen vor dem Unwetter Schutz gesucht hatte." Unwetter in Südbaden (Hamburger Abendblatt, 29.08.1950) |
| 07.08.1950 | Andernach Rheinland-Pfalz | n.bek. | Genaues Datum unsicher - einige Tage vor dem 11.08.1950. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 11. August 1950: "[...] Eine etwa 100 Meter breite und an die sechs Kilometer lange Schneise verwüsteter Felder, geknickter Obstbäume, fortgewirbelter Leitungsmasten bezeichnete den verheerenden Weg des Naturereignisses. Zentnerschwere Stämme waren Hunderte von Metern weit fortgewirbelt worden. Wenn keine Menschen zu Schaden kamen, so war das nur auf einen sehr glücklichen Zufall zurückzuführen. [...]" Zudem entstanden auf einer Hühnerfarm erhebliche Schäden und aus einem Feld wurden die Rüben herausgerissen. Daher muss es sich um einen starken Tornado gehandelt haben. Eine Windhose verwüstete eine Hühnerfarm (Hamburger Abendblatt, 11.08.1950) |
| 07.08.1950 | Denkiehausen Niedersachsen | n.bek. | "Eine Windhose richtet in den Feldern von Denkiehausen (Kr. Holzminden) großen Schaden an" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976). |
| 31.07.1950 | Hammah Niedersachsen | n.bek. | Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 01. August 1950: "Neun Eichen mit einem Durchmesser von etwa einem Meter sind von einer plötzlich auftretenden Windhose bei Hammah (Kreis Stade) entwurzelt worden. Außerdem wurde ein Gehöft beschädigt." In wenigen Zeilen (Hamburger Abendblatt, 01.08.1950) |
| 27.07.1950 | Gifkendorf Niedersachsen | n.bek. | "Eine Windhose sucht die Feldmark Gifkendorfs (Kr. Lüneburg) heim" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976). |
| 23.07.1950 | Borod Rheinland-Pfalz | F2 | "Am 23.7.1950 zieht ein nur wenige Minuten anhaltender Wirbelsturm von West nach Ost am Dorfrand vorbei. An vielen Häusern wurden die Dachpfannen weggerissen, Bäume wurden wie Stangen aus dem Boden gezogen und einige Häuser verloren ihr gesammtes Dach samt Sparren und Brettern." (Quelle: Ortsgemeinde Borod). Chronik der Ortsgemeinde Borod (Ortsgemeinde Borod) |
| 05.07.1950 | Wunstorf Niedersachsen | n.bek. | "12:45 Uhr sucht eine Windhose Wunstorf bei Hannover heim, entwurzelt Bäume, reißt 20 Grabsteine aus dem Friedhof und deckt Häuser ab" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976). |
| 05.07.1950 | Helmstedt Niedersachsen | n.bek. | Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976). |
| 03.07.1950 | Berkhof Niedersachsen | n.bek. | Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976). |
| 30.06.1950 | Bingen Rheinland-Pfalz | n.bek. | Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 01. Juli 1950: "Rekordhitze und Windhose - Wärme, Gewitter, Sturm, Wassernot und Blitz-Witz [...] Ein solcher Hundstag blieb nicht ohne Folgen. In Hessen und der Rheinpfalz brachen schwere Gewitter über die klangvollsten deutschen Weinlagen herein. In Bingen fegte eine Windhose über den Hafen und wirbelte ganze Deckaufbauten von Rheinschleppern mit sich fort. Ankerketten rissen. Es gab ein heilloses Durcheinander. [...]" |
| 30.06.1950 | Niederschmölen Sachsen | n.bek. | Nach einer Meldung der Leipziger Volkszeitung vom 06.04.2006 trat eine Windhose auf: "Aus der Geschichte der Ballendorfer Mühle (3)/Wie eine Katze ohne Schwanz - Ballendorf/Bad Lausick (wt). Am 30. Juni 1950 nachmittags hat ein Gewittersturm mit Windhose großen Schaden angerichtet. Die Windmühlenflügel [...]" |
| 25.06.1950 | Kniebis Baden-Württemberg | n.bek. | Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 26. Juni 1950: "Über Südwestdeutschland gingen gestern sehr schwere Gewitter nieder. [...] Mächtige Tannen wurden am Kniebis im mittleren Schwarzwald abgeknickt und wie Strohhalme durch die Luft gewirbelt, als während eines Gewitters eine Windhose entstand. Die Schwarzwald-Hochstraße zwischen Freudenstadt und dem Kniebis war stundenlang auf eine Strecke von 8 km von zentnerschweren Felsbrocken und entwurzelten Bäumen blockiert." |
| 28.05.1950 | Lüneburger Heide Niedersachsen | n.bek. | "Eine Windhose entwurzelt Eichbäume und deckt im Heide-Naturschutzpark Häuser ab" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976). |
| 26.04.1950 | Walsrode Niedersachsen | n.bek. | Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976). |
| Jahr 1949 | Dülmen-Dernekamp Nordrhein-Westfalen | n.bek. | Eine "Windhose" hat mindestens eine Scheune zerstört: "Bei der Gratulation sprach Pfarrer Borghoff noch mahnende Worte. Pfarrer Borghoff: „Herr Schulze-Kalhoff, war das denn notwendig in diesem Jahr, wo doch die Scheune von einer Windhose zerstört wurde?“ Bernhard Schulze-Kalhoff: „Här Pastor, danke schön owe dat eene will ik jue säggen, ik häff miene Schuer ähr wieer ant stoon es ji uere Kiärk. Die Scheune wurde 1949 neu erbaut, mit der Kirche dauerte es länger. Ob es an den mahnenden Worten von Pfarrer Borghoff gelegen hat, kann nicht beurteilt werden. Mit einem schweren Gewitter klang ein schönes Schützenfest aus." (Quelle: Dernekämper Schützenverein) |
| 27.10.1949 | Dannenberg Niedersachsen | n.bek. | Datum nicht ganz sicher, eventuell auch am 26.10.1948. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 28. Oktober 1949: "[...] Der orkanartige Sturm, der auch über die Lüneburger Heide hinwegbrauste, verursachte zahlreiche Wald- und Moorbrände. Besonders in der Göhrde wurden viele Morgen Kiefern- und Mischwald vernichtet. Die Brände entstanden durch alte Feuerstellen, an denen vor Tagen Abräumholz verbrannt worden war. Ein Wirbelsturm, der über den Kreis Dannenberg hinwegfegte, verwehte große Flächen Wintergetreide. In Maschen wurde ein Lastwagen in den Straßengraben geschleudert." |
| 26.10.1949 Verdacht | Velbert Nordrhein-Westfalen | n.bek. | Am 26./27. Oktober zog ein Sturm-/Orkantief von England nach Südschweden. In vielen Teilen West- und Mitteleuropas gab es erhebliche Schäden sowie zahlreiche Tote und Verletzte. Gegen 18:30 Uhr zog dabei ein lokaler Sturm über Velbert-Langenberg hinweg. Dabei stürzten zwei der drei 50 Meter hohen Masten des Senders Langenberg um. Die Ursache ist noch nicht klar. |
| 09.04.1949 | Dasing Bayern | F1 | Näheres über diesen Tornado bei Augsburg ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) |
| Jahr 1948 | Prasdorf Schleswig-Holstein | n.bek. | Genaues Datum nicht bekannt. Eine Augenzeugin berichtet über diesen Tornado. Die Windhose entstand im Bereich eines sehr starken Gewitters. Sie ließ den Kuhstall in der Mitte zusammenbrechen, die Kühe im Erdgeschoss konnten aber gerettet werden. Das Dachgeschoss wurde weitgehend zerstört. |
| Jahr 1948 Verdacht | Freienbessingen Thüringen | F2 | "Ein Wirbelsturm brachte die ziegelgedeckte sogenannte alte Feldscheune de VEG Freienbessingen am Neuen Weg, Ecke Mörstedter Weg zum Einsturz. Mehrere Pflüge und Mähbinder, die darin abgestellt waren, wurden beschädigt. Da die Scheune total zerstört wurde, wurde sie nicht wieder aufgebaut. Heute erinnert nur noch ein Flurstück 50 Morgen "Alte Feldscheune" daran" (Quelle: Brände und andere Katastrophen in Freienbessingen, Freiwillige Feuerwehr Freienbessingen). |
| 22.07.1948 | Nürnberg Bayern | n.bek. | "Am 22.07.1948 ereignete sich im Bereich Nürnberg zwischen 14:55 und 16:00 Uhr ein schweres Gewitter mit vorgelagerter Böenwalze und einem Wirbelfeld. Dadurch wurden erhebliche Sachschäden in Nürnberg sowie 69.000 Fm Windbruch und Windwurf verursacht." (Quelle: W. Müldner: Die Windbruchschäden des 22.7.1948 im Reichswald bei Nürnberg, 1950). |
| 22.07.1948 Verdacht | Waldmünchen Bayern | n.bek. | In Waldmünchen, Landkreis Cham, trat vermutlich ein stärkerer Tornado auf. Dazu aus der Meldung des Bayerwald-Echo vom 03.02.2007: "Als am 23. Juli 1948 ein ebenso kurzer wie schwerer Wirbelsturm die Trenckstadt traf, wurden die Bürger überrascht. Viele Fenster wurden durch dessen Wucht zertrümmert, berichtet der Chronist, kleinere Fahrzeuge von der Straße geschleudert und Telefonmasten geknickt." Außerdem fiel eine 300jährige Linde auf eine Kapelle und blieb waagerecht - frei schwebend - auf ihr liegen. Möglicher Tornado 1948 (Wetterzentrale) |
| 22.07.1948 | Region Bayern Bayern | F1 | Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) |
| 24.05.1948 | Ahrenshagen Mecklenburg-Vorpommern | F2-F3 | Am 24.05.1948 zog ein Tornado über Ahrenshagen. Er beschädigte das allein stehende Pfarrhaus und zerstörte die Pfarrscheune (Steinbau) vollständig. Das Dach des Hauses wurde mehrere Meter verfrachtet. Recherchen von Thilo Kühne |
| 30.04.1948 | Region Bayern Bayern | F1 | Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) |
| 30.04.1948 | Region Bayern Bayern | F1 | Näheres über den zweiten Tornado in Bayern an diesem Tag ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) |
| 07./08.01.1948 | Ulfa Hessen | F1 | Der Tornado trat in der Nacht auf (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) |
| 29.07.1947 Verdacht | Schweinfurt Bayern | n.bek. | Aus einem Bericht zum Sturmereignis von Geisenheim bis Darmstadt: "Am Abend dieses heißen Tages trat auch noch nordostwärts von Frankfurt im Kreis Hanau örtlich ein Gewitter mit größeren Hagel- und Sturmschäden auf und ein weiterer schwerer Gewittersturm gegen 19 Uhr im Gebiet von Schweinfurt, der ebenfalls große, ausgedehnte Verheerungen anrichtete." (Quelle: Karlheinz Hommel, Bad Kissingen. Meteorologische Rundschau 1, 491-492 (1948). Der Wirbelsturm am 29. Juli 1947 im Raum von Geisenheim bis Darmstadt)
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| 29.07.1947 Verdacht | Hanau Hessen | n.bek. | Aus einem Bericht zum Sturmereignis von Geisenheim bis Darmstadt: "Am Abend dieses heißen Tages trat auch noch nordostwärts von Frankfurt im Kreis Hanau örtlich ein Gewitter mit größeren Hagel- und Sturmschäden auf und ein weiterer schwerer Gewittersturm gegen 19 Uhr im Gebiet von Schweinfurt, der ebenfalls große, ausgedehnte Verheerungen anrichtete." (Quelle: Karlheinz Hommel, Bad Kissingen. Meteorologische Rundschau 1, 491-492 (1948). Der Wirbelsturm am 29. Juli 1947 im Raum von Geisenheim bis Darmstadt)
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| 29.07.1947 | Geisenheim Hessen | F2-F3 | "Literatur: Hommel, K. (1948): Der Wirbelsturm am 29. Juli 1947 im Raum von Geisenheim bis Darmstadt. In: Meteorologische Rundschau, I 15/16, 491-492" (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980) Wirbelsturm von Geisenheim bis Darmstadt 1947 Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz) |
| 14.05.1947 | Einbeck Niedersachsen | n.bek. | Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976). |
| 28.07.1946 Verdacht | Rothschwaig Bayern | n.bek. | "An dessen Stelle richtete sich der Blick der zuständigen Stellen auf Schleißheim oder den Westen von Fürstenfeldbruck. In letzterem Bereich hatte der Wirbelsturm des Jahres 1946 in einer Breite von mehreren Kilometern den gesamten alten Waldbestand niedergewalzt." (Quelle: Homepage Stadt Fürstenfeldbruck) Verdachtsfall Rothschwaig (Skywarn) Juni 2009 - Münchner Trabantenstadt in Bruck? (Homepage Stadt Fürstenfeldbruck) |
| 13./14.06.1946 Verdacht | Oberhof Thüringen | n.bek. | Aus einem Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen vom 17.02.2007: "... da traf sie am 13. und 14. Juni 1946 erneut ein Schicksalsschlag. Ein schweres Gewitter am Nachmittag über dem Thüringer Wald entwickelte sich rasch zu einem sehr heftigen Wirbelsturm. Ganze Bäume, überwiegend Fichten, wurden entwurzelt oder knickten wie Streichhölzer. Diese Windbruchkatastrophe machte 1,8 Millionen Festmeter Fichtenhochwald dem Erdboden gleich. 10 000 Waldarbeiter, Helfer und russische Soldaten kamen bei der Aufarbeitung und Aufforstung zum Einsatz. Bis 1956 wurden insgesamt 4,5 Millionen Festmeter Schadholz aufgearbeitet. Das Denkmal der Holzarbeiter am Rondell bei Oberhof erinnert heute noch daran." 28.8.1944: Nach dem großen Brandbombenangriff (www.ahnendaten.de) |
| 09./10.06.1946 | Alpen-Bönninghardt Nordrhein-Westfalen | n.bek. | "1945 durch Artilleriebeschuss beschädigt, stürzte Pfingsten 1946 der Turmhelm nach einer Windhose auf das Kirchendach. Der Wiederaufbau führte zu einer Vereinfachung des Turmabschlusses." (Quelle: Verzeichnis der evangelischen Kirchenneubauten im Rheinland 1860-1914, 1927) Verzeichnis der evangelischen Kirchenneubauten im Rheinland 1860-1914, 1927 (DuEPublico) |
| Juli 1945 | Raum Mettingen Nordrhein-Westfalen | n.bek. | Ein Augenzeuge beobachtete Mitte Juli 1945 diese "Windhose" vermutlich zwischen Ibbenbüren und Bramsche, der genaue Ort ist nicht bekannt. Es sei ein schmaler Wolkentrichter gewesen, der Staub von der Oberfläche aufhob. |
| 28.08.1944 Verdacht | Kiel Schleswig-Holstein | n.bek. | "Gegen 16 Uhr wurde sehr plötzlich der Himmel schwarz und es brauste eine Art Windhose von Westen her über uns weg, daß einem unheimlich werden konnte. Wir hatten gerade vorher vier Betten, einige Kissen und Decken von unserem Stapelplatz auf die große Wiese zum Trocknen hingelegt. Es kam so plötzlich, daß ich nur gerade noch hin eilen und die vier Betten ergreifen, um mich herumschlingen, zum Teil nachschleifen konnte. Auf der Hohenbergstraße draußen hätte mich der Sturm fast umgeweht, von der Westseite her prasselte von den Giebeln der ausgebrannten Ruinen der Schutt bis in die Mitte der Straße, sodaß ich die kurze Strecke vom Tor bis zum Eingang des Geologischen meinen Kopf mit den Kissen umhüllte. Es sind in diesen paar Minuten mehrere Häuser eingestürzt und Straßen neu verschüttet worden. Dazu ein Platzregen. Und die armen Menschen, die noch im Martiuspark mit ihren geretteten Sachen kampieren!" (Quelle: www.ahnendaten.de) 28.8.1944: Nach dem großen Brandbombenangriff (www.ahnendaten.de) |
| Jahr 1942 | Brunsbrock Niedersachsen | n.bek. | Über die Schmomühle in Brunsbrock: "Durch Blitzschlag wurde 1910 die Windmühlenflügel zerschlagen. Schlimmer war eine Windhose, die 1942 von Kreepen herüberkam. Die Flügel begannen sich mit unheimlicher Geschwindigkeit zu drehen und sämtliche Zahnräder wurden ausgezahnt.Die Flügel wurden hoch in die Luft gehoben und mit Donner zur Erde geschleudert. Fast alle Gebäude waren abgedeckt. 1926 wurde ein elektrischer Motor eingebaut. Ab 1945 wurde nur noch elektrisch gemahlen." (Quelle: Gemeinde Kirchlinteln) Die Schmomühle in Brunsbrock (Gemeinde Kirchlinteln) |
| Jahr 1942 | Emden Niedersachsen | n.bek. | Die Windmühle "Zeldenrust" in Emden-Krummhörn erlitt erhebliche Schäden: "Im Jahre 1937 verlor die Mühle durch einen Sturm ihre Flügel, die aber bald wieder angebracht wurden. Fünf Jahre später riss eine Windhose ihr abermals die Flügel herunter. Seit diesem Tage erledigte sie, wie auch die meisten der ostfriesischen flügellosen Mühlen, die Malarbeit nur noch mit Motorenantrieb." (Quelle: Emden Mühlengeschichte, pdf, Emder Mühlenverein e.V.). |
| 10.07.1942 Verdacht | Stadtilm Thüringen | n.bek. | "Urplötzlich erhob sich nach einem Donnerschlag ein regelrechter Wirbelsturm, der alles zerstörte, was seiner nicht mehr standhalten konnte. Dächer drohte er abzudecken und Bäume drehte er ab oder warf sie um. So fiel diesem Wirbelsturm auch eine der 5 Linden in der Lindenstraße die sämtlich unter Denkmalschutz stehen, zum Opfer. Die mittelste der drei oberen wurde in Stammhöhe abgedreht und darauf die Lichtleitung zerstört, sodaß die Stadt oder zumindest der obere Stadtteil ohne Licht war. Außerdem zerstörte der Sturm bei dem Fleischermeister Richard K. in der Hindenburgstraße ein Teil des Daches des Wohnhauses durch Abdecken." (Quelle: Jens Neubauer, aus einem Tagebuch) |
| 24.08.1941 Verdacht | Nordschleswig Schleswig-Holstein | n.bek. | Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung der Grazer Tagespost vom 26.08.1941: "In 2 Dörfern Nordschleswigs richtete eine Windhose große Verheerungen an. Von den Wirtschaftsgebäuden eines Hofes wurden die Dächer abgerissen und eine Kornscheune glatt umgelegt. Auf einem anderen Gehöft wurden ebenfalls drei Gebäude vollkommen dem Erdboden gleichgemacht." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg). Wahrscheinlich ereignete sich der Fall im südlichen Dänemark. |