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Verdacht = Fall wird noch untersucht W = Wasserhose

Datum Ort Stärke Beschreibung
1950er Jahre Rodder
Rheinland-Pfalz
n.bek. Über diesen Tornado wird noch heute erzählt. Er muss gegen Ende der fünfziger Jahre aufgetreten sein und zwar in Rodder bei Niederzissen. Er hat Bäume umgeknickt, sich ca 2 km weit bewegt und genau zwischen Ober- und Unterdorf einen Hühnerstall zerstört. Näheres ist nicht bekannt..

29.09.1960 Wiesmoor
Niedersachsen
n.bek. Im Bereich der Fehn entwickelte sich dieser Tornado, der Wasser weit nach oben riss, aber keine größeren Schäden anrichtete. Mehrere Augenzeugen erlebten den Tornado in unmittelbarer Nähe. (Quelle: Helmut Bohlen, Wunder Sturm - Interviews, 2003)

19.07.1960
Verdacht
Limberg, Weitgassing
Bayern
n.bek. "Am 19. Juli 1960 wütete ein Wirbelsturm, der große Schäden im Bereich Limberg, Salling, Hörgassing, Schröckenbauer und Weitgassing verursachte. Bei den Aufräumarbeiten waren Strafgefangene von der Jugendstrafanstalt Laufen-Lebenau sieben Tage im Einsatz. Die einzige Kettensäge in der Gemeinde aus der Moosmühle leistete wertvolle Dienste." (Quelle: FC Leutenbach). Die betroffenen Orte liegen im Landkreis Traunstein im Süden Bayerns.

Verdachtsfall Limberg, Weitgassing (Skywarn)
Chronik der FF Taching am See (Feuerwehr Taching am See)

25.06.1960 Heidelberg
Baden-Württemberg
F1 In Handschuhsheim werden mehrere Dächer abgedeckt, Glasflächen zertrümmert und einige Bäume entwurzelt. Quelle: Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV
13.06.1960
Verdacht
Bad Hersfeld
Hessen
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14.06.1960: "Der Wirbelsturm löste kurze Zeit später auf der Autobahn bei Bad Hersfeld eine ganze Serie von Unfällen aus. 16 Personen erlitten schwere Verletzungen. Auf einer Gefällstrecke in der Nähe der Aulatalbrücke be! Kirchheim riß der Sturm ein Personenauto aus Berlin von der Fahrbahn. Der Wagen überschlug sich viermal und stürzte in einen Graben. Ein vollbesetzter Omnibus fuhr an der gleichen Stelle auf einen ebenfalls vom Sturm zur Seite gedrückten Lastzug auf. Elf Fahrgäste erlitten dabei Verletzungen."

Wirbelsturm und Hagelschlag richteten schwere Schäden an (Hamburger Abendblatt, 14.06.1960)

13.06.1960 Leese
Niedersachsen
n.bek. "Wirbelsturm zerstört den Ortskern des Dorfes Leese bei Lemgo; Hagelschlag setzt die Straßen unter Schlammfluten und vernichtet im Sturmzentrum die gesamte Ernte." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14. Juni 1960: "Wirbelsturm und Hagelschlag richteten schwere Schäden an - Das Dorf Leese bei Lemgo wurde am schwersten getroffen.
" - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14.06.1960: "Sechs Familien wurden innerhalb von acht Minuten obdachlos, als ein mit schweren Hagelschlägen verbundener Wirbelsturm am Montagmittag die 700-Einwohner-Gemeinde Leese bei Lemgo (Lippe) heimsuchte. [...]
Der Sturm deckte fast sämtliche Gebäude des Dorfes ab und brach eine mitten im Ort stehende 200jährige Eiche. Der gewaltige Baum, ein unter Landschaftsschutz stehendes Naturdenkmal Llppes, zerschmetterte beim Sturz das Dach eines Landarbeiterhauses. Die Reste des Gebäudes Bind nicht wieder aufzubauen und müssen abgebrochen werden.
Wie Augenzeugen berichteten, ballte sich das Sturmzentrum über Leese zusammen. Der Himmel verdüsterte sich, und dann brach urplötzlich wie ein gewaltiges Inferno das Unwetter über dem Dorf aus. Die Dorfbewohner flüchteten in ihre Häuser. Doch auch hier fühlten sie sich keineswegs sicher, als Dächer abgedeckt wurden und die Ziegel durch die Luft flogen."

Wirbelsturm und Hagelschlag richteten schwere Schäden an (Hamburger Abendblatt, 14.06.1960)

27.04.1960 Emmersweiler
Saarland
F1 Näheres über diesen Tornado bei Saarbrücken ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Jahr 1959
Verdacht
Wesenberg
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Es traten Schäden an großen Pappeln und auf einem Werksgelände auf. In dem Zusammenhang wird in einer Quelle von einer Windhose berichtet.

Sturmschaden 1959 / Windhose (Sykwarn)

30.07.1959 Hörnum/Sylt
Schleswig-Holstein
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

12.07.1959 Schwerin
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. "Wirbelsturm in Schwerin" (Quelle: G. Schubert, R. Schultz, W. Hänsch: Die Trombe von Lübesse am 22. Juni 1965, Zeitschrift für Meteorologie, Bd. 19, 1967, Seiten 305-311)

12.07.1959 Marzahn
Berlin
n.bek. Tornado mit erheblichen Schäden im ehemaligen Dorf Marzahn.

Tornado in Marzahn (Skywarn)

21./22.06.1959 Hüttenkofen
Bayern
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

Jahr 1958 Deckbergen
Niedersachsen
n.bek. "Damals wurden in der Deckberger Badeanstalt Schwimmfeste ausgerichtet. Hieran nahmen u.a. Vereine aus Hannover, Hameln, Bückeburg und Rinteln teil. In 1958 war das Schwimmfest begleitet von einer sich bei Gut Echtringhausen aufbauenden Windhose, die in einer Breite von 300 m eine Schneise durch den Ort zog und sich erst oberhalb von Ostendorf langsam auflöste. Halsüberkopf verließen Hauseigentümer und Feuerwehrleute das Freibad." (Quelle: Chronik des SC - Deckbergen - Schaumburg)

Chronik des SC Deckbergen - Schaumburg

08.09.1958 Wittenberg
Sachsen-Anhalt
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

11.08.1958 Erpen-Timmern
Niedersachsen
n.bek. "In Erpen-Timmern wurde ein schweres Gewitter von einem Wirbelsturm begleitet. Dächer wurden schwer beschädigt und Fensterscheiben eingedrückt. Bei einem Neubau in Timmern wurde eine 2,50 m hohe Wand zum Einsturz gebracht. Ein Motorradanhänger wurde 25 bis 30 m weit in einem Koppelzaun geschleudert." (Quelle: 1150 Jahre Wallenhorst - Menschen, Natur und Geschichte - Eine Chronik.)

01.08.1958 Haßberge, Sulzdorf
Bayern
F1 "Ein Beispiel gibt Abbildung 84 über eine Sturmgasse, die im Gefolge eines Frontalgewitters am 1. August 1958 in den Haßbergwäldern entstand." (Quellen: Dr. Phil. Joachim Blüthgen, Allgemeine Klimageographie. Berlin. 1964 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978)

01.08.1958
Verdacht
Altenburg
Thüringen
n.bek. "Ein Sturm mit größerem Ausmaß gab es am 01.August 1958 in den frühen Abendstunden. Damals wurde von einer Windhose gesprochen, die in nicht mal zwei Minuten über Altenburg hinwegzog und große Schäden hinterlassen hatte. Die Feuerwehr u. andere Organe waren tagelang damit beschäftigt, die umgestürzten Bäume zu beseitigen und die Schäden zu beheben." (Bericht von Andre Bock)

01.08.1958 Sitzendorf
Thüringen
n.bek. "Ein Wirbelsturm entwurzelt am 1. August einige der großen Linden vor dem "Hotel zur Linde" und richtet auch sonst Schäden an einigen Wohnhäusern an." (Quelle: Die Linde nach dem Wirbelsturm, Sitzendorfer Chronik)
01.08.1958 Saale-Stausee
Thüringen
n.bek. Datum nicht sicher - im August 1958. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 25.05.1960: "Durch die Unbeweglichkeit der kommunistischen Planwirtschaft sind in Thüringen große Holzmengen verfault. Noch heute liegt der größte Teil von rund 300 000 Festmetern Holz, die im August 1958 von einem Wirbelsturm geknickt wurden, ungeborgen um den Saale-Stausee. Das Windbruchholz konnte nicht geborgen werden, weil der durch den Sturm verursachte plötzliche Holzanfall nicht eingeplant war. Die Schäden gehen in die Millionen.
Während die Baumstämme am Saale-Stausee verfaulen, wurden die Holzkontingente der Tischlereien der Bezirke wegen Materialmangels um 75 v. H. gekürzt. Alle Anträge der Handwerksmeister, das Holz selbst zu bergen, wurden von den kommunistischen Behörden abgelehnt."

... und das Holz verfault (Hamburger Abendblatt, 25.05.1960)

01.08.1958 Allendorf bis Frankenbach
Hessen
F2 Innerhalb einer rund 25 km langen Schneise entstanden erhebliche Schäden durch einen Tornado. Es ist von einem Tornado im oberen Bereich der Stufe F2 auszugehen. Näheres in dem ausführlichen Bericht des Herborner Tageblattes vom 10.08.2008.

Unwetter am 1. August 1958 (www.mittelhessen.de)
01.08.1958
Verdacht
Schwarzenfels
Hessen
n.bek. Bericht eines Augenzeugen, Verfrachtungen über rund 100 Meter.

01.08.1958
Verdacht
Niedergründau
Hessen
n.bek. "1958 Wirbelsturm mit verheerender Wirkung, am 01. August." (Quelle: Niedergründau).

Niedergründauer Zeittafel (Niedergründau)

31.07.1958
Verdacht
Weckersdorf
Thüringen
n.bek. "1959 war der Turmknopf letztmalig geöffnet. Eine gewaltige Windhose hatte am 31. Juli 1958 die Kirchturmspitze abgebrochen." (Quelle: Presseberichte Greiz November 2004). Weckersdorf liegt im Landkreis Greiz, südwestlich von Zeulenroda.
13.07.1958 Hannover, Burgdorf
Niedersachsen
F2 Zeitpunkt: abends. "Ein Gewitterorkan deckt in Hannover Häuser ab, überschwemmt viele Straßen und zieht als Bäume entwurzelnde Windhose weiter durch den Kr. Burgdorf." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14. Juli 1958: "Schweren Schaden richtete am Sonntagnachmittag eine Gewitterböe mit anschließender Windhose an, die in einer Breite von drei und einer Tiefe von sechs Kilometern über die Südheide hinwegraste. Auf der Strecke von Burgdorf nach Gifhorn wurden dicke Straßenbäume wie Streichhölzer geknickt und zahlreiche Dächer abgedeckt. Dabei gab es zwei Schwerverletzte."

03.07.1958 Dissen, Bad Rothenfelde
Niedersachsen
n.bek. "In Dissen und Bad Rothenfelde kam es in den Nachmittagsstunden zu einem schweren Gewitter, das von wolkenbruchartigen Regenfällen und einer Windhose begleitet wurde. An Hausdächern sowie auf Feldern und in Gärten entstanden erhebliche Sachschäden. Bäume wurden entwurzelt." (Quelle: 1150 Jahre Wallenhorst - Menschen, Natur und Geschichte - Eine Chronik.)

02.07.1958 Schlanstedt
Sachsen-Anhalt
1 Toter
n.bek. "2.Juli: In der Zeit von 13.15 Uhr bis 13.35 Uhr zieht eine Windhose über den Ort. In dieser kurzen Zeit richtet sie großen Schaden an. Es werden 50 bis 100 Jahre alte Bäume entwurzelt und mehrere Häuser mehr oder weniger stark beschädigt. Die Windhose bewegt sich aus Richtung Eilenstedt - Gärtnerei Wehrstedt bis Kothes Hof in Richtung Bruch. Außerdem ist ein Menschenleben zu beklagen! Robert Linzmaier, Lehrling bei der Firma Otto- Heinz Bögelsack, wird von einer heruntergerissenen Stromleitung getötet, als er an der Sirene bei der Gaststätte Steinmetz Katastrophenalarm auslösen will." (Quelle: Chronik von Schlanstedt). Schlanstedt liegt in der Gemeinde Huy im Landkreis Halberstadt.

Chronik von Schlanstedt

20.06.1958 Niederbayern
Bayern
F2 Näheres über diesen Tornado in Niederbayern ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

22.09.1957 Beesten
Niedersachsen
F2 "In der Gemeinde Beesten (Kr. Lingen) deckt eine von SW nach NO ziehende Windhose 20 Gebäude ab und legt einige Giebel um." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
26.08.1957 Innien
Schleswig-Holstein
F2-F3 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 28. August 1957: (Bildunterschrift auf der Titelseite:) "Nur noch Trümmer blieben von dieser massiven Scheune in Innien (Kreis Rendsburg) übrig. Eine Windhose hatte sie in wenigen Sekunden vollkommen zerstört." Weiter aus derselben Ausgabe: "Schwere Schäden hat eine Windhose im südlichen Kreis Rendsburg angerichtet, die während eines kurzen Morgengewitters das Land verwüstete. In Innien, das von dem Sturm am schwersten betroffen wurde, sind zwölf Gebäude, darunter ein Bauernhaus, zum Teil schwer beschädigt worden. Eine Frau wurde durch eine zuschlagende Tür verletzt. Der Gesamtschaden beträgt nach vorläufiger Schätzung weit über 100 000 DM.
Ein Betroffener in Innien beschreibt: "Gerade wollte ich zu meiner Frau sagen: "Nun ist es aber genug, was soll nur aus der Ernte werden?" als uns plötzlich die Luft knapp wurde. Im nächsten Augenblick wurden wir durch ein ungeheures Getöse aufgeschreckt. Ich stürzte hinaus. Da sah ich schon Teile von unserem Hausdach im Garten liegen. Die 30 Meter lange und 15 Meter breite massive Scheune war in sich zusammengefallen. Ihre Mauern hatten das einzige Ferkel erschlagen, das im Stall war."
Eine Nachbarin des Bauern, Frau Bruse, hatte zur gleichen Zeit in ihrem Haus aus dem Fenster gesehen. Sie beobachtete, wie die Scheune von einer unsichtbaren Riesenhand hochgehoben und sofort zusammengedrückt wurde. Später fand man bei Aufräumungsarbeiten ein sechs Zentner schweres Stück des Daches etwa 200 Meter vom Hof entfernt. Es lag in einer Siedlung auf der Straße. Hier und an einer anderen Stelle des Ortes wurden elf Zweifamilien-Siedlungshäuser beschädigt.
In der Nachbargemeinde Böken zerstörte der Sturm zwei richtfertige Einfamilienhäuser. Ein Maurer, der mit seinem Kollegen während des Unwetters Schutz hinter einer Mauer gesucht hatte, wurde von einem herabstürzenden Stein leicht verletzt.
"Wir konnten durch unser Bürofenster den Sturm sehen: ein schneeweißer Wirbel, höher als jedes Bauernhaus, fegte durch den Ort. [...]" berichtete der Bürgermeister."

Windhose über Holstein (Hamburger Abendblatt, 28.08.1957)

26.08.1957 Ehndorf
Schleswig-Holstein
F2 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 28. August 1957: "Bei Ehnsdorf riß die Windhose das schwere Holzdach eines Bauernhauses ab und schleifte es 50 Meter weiter in einen Garten. Auf dem Hof sah es wie nach einem Bombenangriff aus.
Bauer Hugo Wurr stand während des Gewitters vor seinen Gebäuden. "Innerhalb einer Minute war alles vorbei", sagte er. "Ich habe den Sturm nicht kommen sehen. Das Dach eines massiven Anbaus klappte er wie den Deckel einer Spielzeugschachtel auf. Wie durch ein Wunder wurde niemand bei uns verletzt.""

Windhose über Holstein (Hamburger Abendblatt, 28.08.1957)

22.08.1957 Lübeck
Schleswig-Holstein
F1 Näheres über diesen Tornado in Lübeck ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

20.07.1957 Heide
Schleswig-Holstein
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

16.07.1957 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus einem Bericht zu einem Staubteufel im Freibad Düsseldorf-Benrath im Sommer 1975: "Glücklicher Weise gab es keine Toten, anders als bei dem vergleichbaren Tornado 1957. Damals wurde unter anderem das Dach einer Kirche heruntergerissen, und zwei Menschen kamen um's Leben." (Quelle: Windhosen - Gar nicht so selten)

15.07.1957 Sönke-Nissen-Koog
Schleswig-Holstein
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

07.07.1957 Berlin n.bek. "Ein Unwetter beendet eine Hitzewelle, bei der die Temperatur bis 34,5 °C ansteigt. Über 80 Straßenbäume werden in West-Berlin entwurzelt. Eine Bö drückt ein Dach des S- Bahnhofs Südende ein und begräbt eine Menschengruppe unter sich. Über Lichtenrade, Britz und Rudow rast eine Windhose mit nachfolgendem Hagelschlag. In Spandau schlägt ein Blitz in eine vollbesetzte Straßenbahn. In Ost-Berlin werden ebenfalls Dächer abgedeckt, Straßenbäume umgeknickt und Oberleitungen der Straßenbahn heruntergerissen. Eine Tote und 12 Verletzte sind die Opfer des Tages. Das zwei Tage vorher, am 5. Juli am Institut für Meteorologie der FU Berlin in Betrieb genommene, erste nichtmilitärische Radargerät leistete bei diesem Unwetter »gute Arbeit«; es war eine große Hilfe." (Quelle: Wetter und Witterung von 1950 bis 1961) - "Einer über die Ortsteile Lichtenrade, Britz und Rudow im Süden der Stadt hinwegziehenden Windhose folgt ein Hagelschlag mit taubeneigroßen Körnern, der etwa auf einem Kilometer Breite die gesamte Getreide- und Gemüseernte vernichtet und in einem Gartenbaubetrieb 1000 Glasscheiben eines Gewächshauses zerschlägt" (Quelle: Landesarchiv Berlin)

21.06.1957 Stuttgart
Baden-Württemberg
n.bek. Betroffen waren die südlichen Stadtteile Echterdingen und Hohenheim. "An 13 Tagen traten im Juni 26 Gewitter auf und in den Nachmittagsstunden des 21.6. zog ein über der nördlichen Filderebene entstandener Kleintornado mit stürmischen Winden, Blitz- und Hagelschlag über Hohenheim hinweg und richtete schwere Schäden an." (Quelle: Waltraud Düwel-Hößelbarth, Chronik der Hohenheimer Meteorologischen Beobachtungen der Jahre 1878 - 1977. Stuttgart. Mai 1982) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 22. Juni 1957: "Luftschiff zerstört - Stuttgart, 22. Juni. Das schwerste Unwetter, das seit hundert Jahren über Stuttgart tobte, hat gestern auf dem Flugplatz Echterdingen das Reklameluftschiff einer Schokoladenfabrik zerstört. Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten von über 120 km/st rissen die Hülle des Luftschiffes, das am Ankermast hing, wie einen Spielball auf.
Die dreiköpfige Besatzung und das Maskottchen, eine Drossel, wurden aus der Kanzel gerettet. Wie durch ein Wunder hat das Unwetter in der württembergischen Hauptstadt keine Todesopfer gefordert."

20.03.1957 Ostenholz
Niedersachsen
F2 Zeitpunkt: ca. 19:15 Uhr MEZ. Nach einem Bericht in der Chronik "Die Heidmark - Wandel einer Landschaft" von Hinrich Baumann und in einem Artikel der Celleschen Zeitung vom 22.03.1957 wird von einer "Windhose" bzw. einer "Orkanböe" auf dem Gutshof der Domäne Petersen berichtet, die insgesamt vier Wirtschaftsgebäude ("zum größten Teil Holzgebäude") zum Einsturz brachte (ein Dach um 50m verfrachtet) und das Wohngebäude beschädigte (Einsturz Schornstein, abgedecktes Dach): "Direkt über unseren Hof war eine starke Windhose hinweggefegt, hatte den halben Hof umgerissen und in einigen hunderte Meter Entfernung noch eine Schneise durch einen Kiefernwald geschlagen." Der Hof liegt im Ostenholzer Moor im Grenzgebiet der beiden Kreise Soltau-Fallingbostel und Celle.
06.09.1956 Hannover
Niedersachsen
F2+ In einer Meldung des Langenhagener Echos vom 06.09.2006 wurde über den "Wirbelsturm" vor 50 Jahren berichtet. Betroffen waren vor allem Langenhagen (im Norden Hannovers) und die damals noch eigenständigen Gemeinden Godshorn, Schulenburg, Engelbostel, Kaltenweide und Krähenwinkel. Hier knickten Bäume und Strommasten um, die Stromversorgung war lahmgelegt. In Langenhagen wurde der Tower des Flughafens beschädigt. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und zwei Behelfsgebäude zerstört. Die schlimmsten Schäden entstanden in Kaltenweide. In Engelbostel gab es zwei Verletzte, glücklicherweise kam niemand ums Leben. Nach der Katastrophe folgte ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr (Quelle: Langenhagener Echo).
21.07.1956 Herne
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 23.07.1956: "Ein Wirbelsturm hat am Wochenende die Stadt Herne im Ruhrgebiet heimgesucht. Nur drei Minuten dauerte das Unwetter, das großen Sachschaden in der Stadt verursachte. Obwohl zahlreiche Menschen zum Einkauf in der Stadt waren, konnten sich alle retten, indem sie in die Häuser flüchteten. In der Nähe des Bahnhofs wurden auf einer Strecke von fast 800 Metern die Straßenbäume mit ihren Wurzeln aus der Erde gerissen. Mehrere Hausdächer wurden abgedeckt und unzählige Fensterscheiben zertrümmert."

Wirbelsturm über Herne (Hamburger Abendblatt, 23.07.1956)

04.12.1955 Harksheide
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 05.12.1955: "Wie nach einem Bombenangriff sah es gestern in Harksheide, gleich hinter Ochsenzoll, aus: Um 10.30 Uhr fegte eine Windhose über den Ort, erfaßte einen hundertjährigen Chausseebaum und entwurzelte ihn. Der mehr als 30 Meter hohe Ahornbaum fiel auf das von vier Partien bewohnte Haus der Familie Prokop an der Segeberger Chaussee 34, zerstörte den Dachfirst, einen Teil des Daches und viele Fensterscheiben. Er knickte einen Leitungsmast und riß die Leitungen herunter, so daß Harksheide einige Stunden ohne Strom war."

Windhose riß Baum um (Hamburger Abendblatt, 05.12.1955)

06.10.1955 Düsseldorf-Lohausen
Nordrhein-Westfalen
F1 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 07. Oktober 1955: "Windhose über Düsseldorf - Eine Windhose von etwa 60 bis 80 Meter Durchmesser ging am Donnerstagnachmittag über Düsseldorf-Lohausen hinweg. 60 bis 80 Gebäude wurden zum Teil schwer beschädigt, mehrere Bäume wurden ausgerissen. Der Luftwirbel entwickelte im Zentrum Geschwindigkeiten bis zu 80 km/st." (Weitere Quellen: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 sowie Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976)

07.06.1955 Bodensee
Baden-Württemberg
W/F1 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 08. Juni 1955: "Unwetter über dem Bodensee [...] - Ein schweres Unwetter hat gestern nachmittag das Bodenseegebiet heimgesucht. Mit subtropischer Gewalt raste ein Gewittersturm über den See und verwandelte ihn innerhalb weniger Minuten in einen Hexenkessel. Die zwei Meter hohen Wellen richteten am Ufer schwere Schäden an.
Nach einem ungewöhnlich schwülen Tag, der Temperaturen bis 29 Grad gebracht hatte, schien das gestrige Unwetter am Bodensee fast eine Erlösung zu sein. Mehrere Windhosen fegten über die weite Wasserfläche und warfen am deutschen Ufer eiserne Gartenstühle und -tische um und deckten Dächer ab.
Das ganze Unwetter dauerte nur knapp 30 Minuten. Es brachte für das gesamte Bodenseegebiet einen Temperatursturz von 14 bis 15 Grad. Der angerichtete Schaden ist noch nicht zu übersehen."

07.06.1955 Bodensee
Baden-Württemberg
W (2x) Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 08. Juni 1955: "Unwetter über dem Bodensee [...] - Ein schweres Unwetter hat gestern nachmittag das Bodenseegebiet heimgesucht. Mit subtropischer Gewalt raste ein Gewittersturm über den See und verwandelte ihn innerhalb weniger Minuten in einen Hexenkessel. Die zwei Meter hohen Wellen richteten am Ufer schwere Schäden an.
Nach einem ungewöhnlich schwülen Tag, der Temperaturen bis 29 Grad gebracht hatte, schien das gestrige Unwetter am Bodensee fast eine Erlösung zu sein. Mehrere Windhosen fegten über die weite Wasserfläche und warfen am deutschen Ufer eiserne Gartenstühle und -tische um und deckten Dächer ab.
Das ganze Unwetter dauerte nur knapp 30 Minuten. Es brachte für das gesamte Bodenseegebiet einen Temperatursturz von 14 bis 15 Grad. Der angerichtete Schaden ist noch nicht zu übersehen."

24.03.1955 Velgen bis Bruchtorf
Niedersachsen
n.bek. "Eine Windhose zieht in den Abendstunden ihre Straße der Verwüstung vom Süsing im Westen über die Dörfer Velgen, Bornsen, Varendorf und Bruchtorf (Kr. Uelzen) nach Osten (Anmerkung: Schneise ca. 10-12 km). Wälder, Straßen und Häuser erleiden schwere Schäden." (Quellen: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 25. März 1955: "In Bruchtorf bei Bienenbüttel knickte gestern abend gegen 19.20 Uhr eine Windhose mannsdicke Eichen und Telegraphenmasten wie Streichhölzer. Mehrere Bäume fielen über die Gleise der Strecke Hamburg - Hannover. Am benachbarten Bahnübergang zerschmetterte ein umgerissener Telegraphenmast die Schranken. Ein anderer Baum zertrümmerte das Wärterhäuschen.
Mit einer Taschenlampe gab der unerschrockene Bahnwärter dem heranbrausenden Schnellzug Warnsignale, um ein schweres Eusenbahnunglück zu verhindern."

24.03.1955 Lüneburg
Niedersachsen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

Jahr 1954
Verdacht
Hohenfichte
Sachsen
n.bek. "Teure Flutschäden an Holzbrücke: Dieses Jahr wird sie 401 Jahre alt und ist immer noch von großen Nutzen. Welcher Mensch kann das schon von sich behaupten? Die Rede ist von der Hohenfichtner Holzbrücke. In ihrer bewegten Geschichte wurde sie gleich 4 mal neu aufgebaut, 1680, 1720 und 1732 nach vernichtenden Eisfahrten auf der Flöha und 1832, nachdem plündernde österreichische Soldaten sie mit Stroh niederbrannten. Auch von einer Windhose blieb sie 1954 nicht verschont." (Quelle: Freiepresse work -Robert Schulze)

Jahr 1954
Verdacht
St.Tönis
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Wirbelsturm zerstörte Vereinsheim der Turnerschaft (Neubau 1957)" Quelle: St.Töniser Jahreszahlen - Spiegel. St. Tönis liegt im Kreis Viersen im Westen Nordrhein-Westfalens.

04.12.1954 unbekannt
Niedersachsen
n.bek. "In den Abendstunden rast ein orkanartiger Gewittersturm von mehr als 120 km/st mit Hagelschlägen und Windhosen über Niedersachsen. Überschwemmungen und entwurzelte, bis zu 1 m dicke Bäume hemmen stundenlang den Verkehr. PKWs, Barackenteile und abgedeckte Dächer wirbeln bis zu 100 m weit durch die Luft; Starkstromleitungen reißen. Im Harz starke Schneefälle. Schiffe geraten in Seenot; allein in Cuxhaven suchen 220 Schiffe Schutz. Auf Baltrum starke Dünenabbrüche." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
28.07.1954 Rhede
Niedersachsen
F2 "Bei Rhede (Kr. Aschendorf) wirbelt eine Windhose einen fahrenden Sechssitzer-PKW umher und dreht ihn mit den Rädern nach oben." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 30. Juli 1954: "Windhose warf PKW um - Aschendorf, 30. Juli. Am deutsch-holländischen Grenzübergang Rhede-Bellingwolde (Kreis Aschendorf) ist ein schwerer sechssitziger Personenwagen von einer Windhose erfaßt, herumgewirbelt und mit den Rädern nach oben auf die Straße geworfen worden. Wie durch ein Wunder ist der Fahrer nur geringfügig verletzt worden. Der Wagen wurde kaum beschädigt."

Windhose warf Pkw um (Hamburger Abendblatt, 30.07.1954)

20.06.1954 Lüneburg
Niedersachsen
n.bek. "In den Kreisen Lüneburg und Uelzen werden mehrere Windhosen beobachtet." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
20.06.1954 Uelzen
Niedersachsen
n.bek. "In den Kreisen Lüneburg und Uelzen werden mehrere Windhosen beobachtet" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976).
11.06.1954 Giebelstadt
Bayern
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

11.04.1954 Rhede
Niedersachsen
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 12.04.1954: "Eine Windhose stand gestern urplötzlich Über einem Gärtnereibetrieb in Farmsen. Sie hob sechs Fenster einer Mistbeetanlage hoch und ließ sie als Scherbenregen wieder zur Erde fallen. Ebenso plötzlich War der Spuk vorbei."

Windhose warf Pkw um (Hamburger Abendblatt, 12.04.1954)

07.04.1954 Wohlerst
Niedersachsen
n.bek. Erhebliche Schäden an Dächern in Wohlerst (Kreis Stade), zahlreiche umgestürzte Bäume in der Umgebung. Die Windhose wurde von den Anwohnern beobachtet. (Quelle: u.a. D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10

Tornado Stade 1954 (Wetterzentrale)

07.04.1954 Stade
Niedersachsen
F1 Näheres über diesen Tornado in Stade ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Jahr 1953 Bremen-Oberneuland
Bremen
n.bek. "Kaisenhaus im Parzellengebiet am Heinrich-Kaemena-Weg zwischen Eisenbahnstrecke Bremen-Hamburg und heutigem Universitätsgelände (NW 1). [...] 1953 beschädigte eine Windhose das bereits fertiggestellte Dach und einen Giebel." (Quelle: Kaisenhaus)

22.08.1953 Weinheim
Baden-Württemberg
F1 Näheres über diesen Tornado in Weinheim ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

22.08.1953 Blunk, Tensfeld
Schleswig-Holstein
F1 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 24. August 1953: "Schäden in Höhe von fast 100 000 DM hat eine Windhose verursacht, die am Wochenende über den Nordostteil des Kreises Segeberg dahinraste. Das Dach der Schule in Tensfeld wurde abgerissen und mehrere hunderte Meter weit weggetragen. In Blunk sind zahlreiche Bauernhäuser stark beschädigt worden." (Weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Windhose in Tensfeld (Hamburger Abendblatt, 24.08.1953)

21.08.1953 Cuxhaven
Niedersachsen
W (4 X) Aus einer Meldung der Cuxhavener Zeitung vom 22.08.1953: "Wasserhose in der Grimmershörnbucht. Gestern nachmittag war über dem Elbstrom bei Cuxhaven die seltsame Erscheinung einer Waserhose zu beobachten. Bei böigem Südwestwind bildete sich um 15:36 Uhr unterhalb einer dunklen Schauerwolke in der Grimmershörnbucht ein Luftwirbel, der in Sekundenschnelle von der Wolke auf die Wasseroberfläche hinabgriff und ein aus Gischt bestehenden weißen Schlauch nach oben ansaugte. Die Erscheinung nahm bald die charakteristische gebogene Schlauchform an und zog unter heftigem Wirbeln langsam nach Osten bis Nordosten. Die Höhe der Wassersäule betrug schätzungsweise 10 bis 12 Meter, vorauf liefen drei kleinere Säulen von 1 bis 2 Metern Höhe. Die große Säule lief oben spitz zu, die Spitze war leicht abgebogen. Die Wasserhose konnte fünf Minuten lang beobachtet werden. Um 15:41 Uhr zerfiel sie ziemlich rasch etwa über der Mitte des Fahrwassers. Da die Wasserhose auf ihrer Bahn kein Fahrzeug traf, wurde kein Schaden angerichtet.
[...]Die gestrige Wasserhose in der Grimmershörnbucht war also nur verhältnismäßlig niedrige, in seinem ganzen Erscheinungsbild aber ein typisches und gut ausgewchsenes Exemplar, das zweifellos jedem kleineren Wasserfahrzeug zum Verhängnis hätte werden können." - Weitere Quelle: "In der Elbmündung beobachtet man bei Cuxhaven gleichzeitig vier Wasserhosen" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976) - weiter aus einer weiteren Meldung des Hamburger Abendblattes vom 24. August 1953: "Wasserhose vor Cuxhaven - Cuxhaven, 24. August. Über der Elbmündung vor Cuxhaven sah die Cuxhavener Wetterwarte am Wochenende eine zehn bis zwölf Meter hohe Wasserhose, die von drei anderen Wassersäulen begleitet wurde. Diese Säulen maßen allerdings nur eine Höhe von ein bis zwei Metern. In etwa fünf Minuten zog die Wasserhose von der Grimmershörnbucht bis zum Elbefahrwasser. Sie erfaßte glücklicherweise keine Schiffe."

Wasserhose vor Cuxhaven (Hamburger Abendblatt, 24.08.1953)

17.08.1953 Quickborn
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 18.08.1953: "Eine Windhose wirbelte gestern anf der Straße nach Quickborn. Die Sturmsäule erfaßte einen Pkw. und riß ihn vorn hoch. Der Wagen raste gegen einen Baum und überschlug sich zweimal im Graben. Alle vier Insassen wurden schwer verletzt."

Hamburger Rundblick (Hamburger Abendblatt, 18.08.1953)

02.08.1953 Plön
Schleswig-Holstein
F1 Genaues Datum nicht ganz sicher. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 04. August 1953: "Wirbelsturm über Plön - Plön, 4. August. Ein Wirbelsturm hat im Stadtgebiet von Plön Sachschäden von ungefähr 100.000 DM angerichtet. Unter anderem sind 20 Dächer aufgerissen, Hunderte von Obstbäumen entwurzelt und 20 im Bootshafen am Plöner See ankernde Segelboote zum Kentern gebracht worden.
In der Rosenstraße zerstörte der Sturm eine Wohnbaracke. Vier Flüchtlingsfamilien wurden obdachlos. Der Bahnhofsvorplatz glich einem Trümmerfeld. Ein dem Wirbelsturm folgender Wolkenbruch erschwerte die Arbeit der Rettungsmannschaften. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden." (Weitere Quellen: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 sowie Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976)

Wirbelsturm über Plön (Hamburger Abendblatt, 04.08.1953)

27.07.1953 Essen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: Raymund Windolf)

19.07.1953 Arnis
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 24.07.1953: "Inmitten der Schlei-Woche, die beinahe am Sonntag gleich nach dem ersten Start vor der Stadt Arnis durch die über die Ostküste Schleswig-Holsteins ziehende Windhose ein frühes Ende gefunden hätte, wobei die Jachten nur wie durch ein Wunder einer schweren Katastrophe entgingen, stehen die drei Hegatien der 20-Quadratmeter-Jollenkreuzer um die Schlei-Glocke." (Weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Berliner Segler in großer Form (Hamburger Abendblatt, 24.07.1953)

19.07.1953 Region Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein
F1 Näheres über diesen Tornado in Schleswig-Holstein ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

19.07.1953 Region Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein
F1 Näheres über diesen Tornado in Schleswig-Holstein ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

13.07.1953 Region Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein
F1 Näheres über diesen Tornado in Schleswig-Holstein ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

13.07.1953 Region Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein
F1 Näheres über diesen Tornado in Schleswig-Holstein ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

27.06.1953 Völkersen
Niedersachsen
n.bek. "Nördlich von Verden a.d. Aller richtet eine Windhose zwischen Holtebüttel und Völkersen schweren Schaden an Bäumen und Fernsprechleitungen an." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
26.05.1953 Kaltenkirchen, Hartenholm
Schleswig-Holstein
F2-F3 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 27. Mai 1953 zu Unwettern im Raum Hamburg: "Unter der Gewalt einer Windhose brachen in der Gegend von Kaltenkirchen Gebäude wie Kartenhäuser zusammen." - Aus einer weiteren Meldung des Hamburger Abendblattes vom 27. Mai 1953 zu den Unwettern im Raum Hamburg: "Die größten Verwüstungen richtete eine Windhose an, die über dem westlichen Teil des Kreises Segeberg hinwegging. Minutenlang war die ganze Gegend wie in eine ägyptische Finsternis gehüllt. In Hartenholm wurde das Obergeschoß eines zweistöckigen Hauses hunderte von Metern weit weggetragen. Zahlreiche Scheunen und Baracken wurden völlig zertrümmert. Die Strecke Ulzburg-Kaltenkirchen der Altona-Kaltenkirchener Eisenbahn waren längere Zeit blockiert, da die Windhose von der 50 Meter entfernten Provinzialstraße Lentföhrden-Ochsenzoll 20 Jahre alte Bäume auf die Schienen geschleudert hatte. Der Gesamtschaden im westlichen Teil des Kreises beträgt über 500 000 DM."

Unwetter über Hamburg mit Windstärke 12 (Hamburger Abendblatt, 27.05.1953)

26.05.1953 unbekannt
Niedersachsen
n.bek. "Starke Gewitterböen mit Wirbelstürmen richten in vielen Teilen des Landes Schaden an und führen zu starken Sandverwehungen" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976).
20.05.1953 unbekannt
Niedersachsen
n.bek. "Starke Gewitterböen mit Wirbelstürmen richten in vielen Teilen des Landes Schaden an und führen zu starken Sandverwehungen" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976).
19.05.1953 unbekannt
Niedersachsen
n.bek. "Starke Gewitterböen mit Wirbelstürmen richten in vielen Teilen des Landes Schaden an und führen zu starken Sandverwehungen" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976).
16.05.1953 Region Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein
F2 Näheres über diesen Tornado in Schleswig-Holstein ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

02.05.1953 Büsum
Schleswig-Holstein
F1 Zeitpunkt: gegen 16:45 Uhr MEZ. Der Tornado entstand auf dem Festland zwischen Büsum und Wesselburen und zog nach Süden bis Südwesten. Zunächst wirbelte er etwa 15 Minuten lange vor allem Staub auf, dann wurden die Dächer von mehreren Häusern beschädigt. An der Küste angekommen zog der Tornado noch etwa 200 Meter ins Watt hinaus, bevor er sich auflöste. Es gab zahlreiche Augenzeugen, die auch ein deutliches Brausen vernahmen. Der Durchmesser des Tornados wird mit etwa 20 Metern beschrieben, sie soll mit einer Zuggeschwindigkeit von nur 10 km/h über Büsum hinweggezogen sein. (Quelle: Beilage zur Wetterkarte des DWD)
13.08.1952 Garrey
Brandenburg
n.bek. "RÜCKBLICK: Windhose und Hagelschlag. GARREY. Am Mittwoch, dem 13. August, hatten die Gemeinden Garrey, Zixdorf, Zeuden, Lobbese, Hohenwerbig und Dietersdorf unter einem besonders starken Unwetter zu leiden. Eine Windhose und ein Hagelschlag mit etwa taubeneiergroßen Hagelkörnern gingen über die genannten Gemeinden hinweg. Einige der Obstalleen sind fast vollständig umgeknickt oder entwurzelt worden. Einige Feldscheunen sind eingestürzt und Scheunen wie Hausdächer wurden abgedeckt. Auf den noch nicht geräumten Getreidefeldern wurden die Getreidegarben vollkommen durcheinandergewirbelt und zum Teil über 300 Meter mitgenommen. MV vom 16.August 1952" (Quelle: MAZ, 17.10.2005). Von Garrey bis Dietersdorf ergibt sich im Südteil des Landkreises Potsdam-Mittelmark eine ca. 10 bis 12 Kilometer lange Schadensspur.

13.08.1952 Pforzheim
Baden-Württemberg
n.bek. Erhebliche Gebäudeschäden in einem Stadtteil in Pforzheim (Quelle: Christian Groh, "Der Tornado in Pforzheim 1968. Fakten und inzenierte Erinnerungen" - aus Informationen zur modernen Stadtgeschichte, Heft 1/2003) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15. August 1952: "Schwere Gewitter gingen in Baden-Württemberg nieder und richteten an vielen Stellen erheblichen Schaden an. In Stuttgart wurden Keller unter Wasser gesetzt. In Pforzheim riß ein Wirbelsturm das Dach des wiederaufgebauten alten Rathauses ab und entwurzelte Bäume. Das etwa 200 Zentner schwere Dach der Tribüne auf einem Sportplatz wurde abgerissen und 50 Meter weit fortgetragen. Große Verwüstungen richtete ein orkanartiger Sturm mit Wolkenbruch und Hagelschlag in Obstanlagen, Tabakfelder und Weinbergen in Nordbaden an."

08.07.1952 Saarbrücken
Saarland
(2 Tote)
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 09. Juli 1952: "Heftige Gewitter über dem Rheinland haben teilweise die ganze Monatsration an Niederschlägen in einer Nacht geliefert. 75 Liter pro Quadratmeter fielen an der holländischen Grenze, 66 Liter in Essen und 46,6 Liter in Bonn. Ein Wirbelsturm forderte in Saarbrücken zwei Todesopfer. Der Straßenverkehr wurde durch aufgewirbelten Staub völlig lahmgelegt."

14.06.1952 Marl
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: Raymund Windolf)

07.06.1952 Karlsruhe
Niedersachsen
n.bek. Nach einem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten zog dieser Tornado über den Nordwesten von Karlsruhe (KA-Knielingen) hinweg. (weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Frühjahr 1952
Verdacht
Ruest
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. "Es war für uns ein besonders schweres Jahr, denn auch in diesem Frühjahr wurde in einer Nacht durch einen heftigen Wirbelsturm das ganze Scheunendach (Rohrdach) abgehoben und weggetragen. Mitten auf dem Hof blieb es völlig zerschlagen liegen. Wirtschaftlich war es ein heftiger Schlag. Die Aufräumungsarbeiten und das Aufbringen eines neuen Daches (jetzt Pappdach) nahmen zusätzlich Zeit und Kraft in Anspruch, verursachten große Kosten." Quelle: Ursel Zülck/Liesbeth Dau, Ruest - Vom Werden und Vergehen meines Heimatdorfes. Ruest liegt etwa 22 Kilometer nordnordöstlich von Parchim in Mecklenburg.

04.05.1952 Seesen, Hahausen
Niedersachsen
F3 Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MEZ. "Spätnachmittags reißt eine Windhose im Harz zwischen Seesen und Lautenthal eine 7 km lange Schneise von wechselnder Breite (100 bis 500 m) in die Wälder und wirft rd. 60 000 fm Holz. In der Gem. Reyershausen (Kr. Göttingen) beschädigt sie zahlreiche Hausdächer" (Quellen: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978). Länge der gesamten Zugbahn ca. 50 km; betroffen sind u.a. der Norden Göttingens, Göttingen-Weende, Reyershausen, Suterode, Gittelde, der Bereich zwischen Seesen und Lautenthal bis östlich von Hahausen) - Aus dem Hamburger Abendblatt vom 06.05.1952: "Eine Windhose, die über den südwestlichen Harz raste, hat dort beträchtlichen Schaden angerichtet. Es wird befürchtet, daß einige Spaziergänger dem Unwetter zum Opfer gefallen sind. Mit dumpfen Dröhnen pflügte der Wirbelsturm eine 100 Meter breite und sieben Kilometer lange Schneise in den Buchenund Fichtenhochwald. Das Gebiet ist durch entwurzelte Bäume, die kreuz und quer durcheinanderliegen, so stark versperrt, daß sich die Räumtrupps noch nicht hindurcharbeiten konnten, um nach etwaigen Opfern zu suchen. Man schätzt, daß 50 000 Festmeter Holz verlorengegangen sind."

Windhose im Harz (Hamburger Abendblatt, 06.05.1952)
Wettlauf mit dem Borkenkäfer (Hamburger Abendblatt, 31.05.1952)

04.05.1952 Weende
Niedersachsen
F3 Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MEZ. "Spätnachmittags reißt eine Windhose im Harz zwischen Seesen und Lautenthal eine 7 km lange Schneise von wechselnder Breite (100 bis 500 m) in die Wälder und wirft rd. 60 000 fm Holz. In der Gem. Reyershausen (Kr. Göttingen) beschädigt sie zahlreiche Hausdächer" (Quellen: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978). Länge der gesamten Zugbahn ca. 50 km; betroffen sind u.a. der Norden Göttingens, Göttingen-Weende, Reyershausen, Suterode, Gittelde, der Bereich zwischen Seesen und Lautenthal bis östlich von Hahausen)

31.08.1951
Verdacht
Mittelgrund
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 01. September 1951: "Im Gewittersturm gesunken - Cuxhaven, 1. September. Ein Büsumer Fischkutter mit zwei Mann Besatzung an Bord ist bei einem Gewittersturm, der über die Elbmündung und die Deutsche Bucht hinwegraste, gesunken. Das Seenotrettungsboot "Carl Laeisz" entdeckte das Wrack an der Nordspitze des Mittelgrundes. Der zersplitterte Mast ragte etwa drei Meter aus dem Wasser heraus. Von der Besatzung fehlt jede Spur. Der zersplitterte Mast deutet darauf hin, daß das Boot vom Blitz getroffen oder von einer Windhose erfaßt worden ist."

Im Gewittersturm gesunken (Hamburger Abendblatt, 01.09.1951)

31.08.1951
Verdacht
Lamprechtshausen
Österreich
n.bek. "Schwere Schäden" durch Windhose in Lamprechtshausen, knapp 5 km östlich der Grenze zu Bayern (Quelle: u.a. Anton Pühringer, Windhosen in Österreich - Katalog österreichischer Tromben, Wien, 1972)

09.08.1951 Ebern, Staffelstein
Bayern
F2 Näheres über diesen Tornado in Bayern ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

11.07.1951 Brunsbüttel, Averlak
Schleswig-Holstein
n.bek. Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Cuxhavener Zeitung vom 12. Juli 1951: "Windhose über Schleswig-Holstein - Brunsbüttelkoog, 11. Juli. Schwere Schäden an Gebäuden und auf Felödern richtete eine heftige Windhose an, die am Mittwochnachmittag während eines Hagelunwetters über Brunsbüttelkoog und Umgebung hinwegfegte. Besonders hart getroffen wurden die Gemeinden Averlak und Blangenmoor. Bäume mit einem Durchmesser von 40 cm brachen wie Streichhölzer, Starkstromkabel und Telefonleitungen wurden zerfetzt und lagen wirr durcheinander. Die Ernte gilt als zum größten Teil vernichtet. Der Schaden wird auf mindestens 100 000 DM geschätzt. Fast zur gleichen Stunde ging über Stadt und Kreis Rendsburg ein wolkenbruchartiger Regen nieder."

11.07.1951 Hude, Bremen, Ritterhude
Bremen, Niedersachsen
(mehrere Tote)
F3 "Schwerste Gewitter mit Hagelschauern richten in ganz Nordwestdeutschland große Schäden durch Blitzschlag, Überschwemmungen und Wirbelstürme an Ernte und Gebäuden an; mehrere Tote. Im Kr. Osterholz-Scharmbeck werden durch eine Windhose über 1000 Bäume entwurzelt, 1,5 km weit Fernsprechmaste geknickt, Wagen umgeworfen oder fortgewirbelt; in Ritterhude fällt ein 50 m hoher Schornstein um, 200 Häuser werden größtenteils unbewohnbar. Diese Windhose zieht mit 100-150 m breiter Bahn von Hude (Oldbg.) über Nord-Bremen und Ritterhude nach Gnarrenburg (Kr. Bremervörde)" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976). Diese Spur ist damit mehr als 50 Kilometer lang. In Ritterhude erinnern ein neu gepflanzter Baum und eine Tafel an das Ereignis.

Neue Friedenseiche in Ritterhude (Kyffhäuserbund, pdf, Seite 13)

10.07.1951 Calbe
Sachsen-Anhalt
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 11. Juli 1951: "158 Häuser wurden ganz oder zum Teil abgedeckt und in den Obstplantagen sowie auch auf den Zwiebelfeldern großer Schaden angerichtet, als über die Gemüsestadt Calbe an der Saale eine Windhose hinwegzog. Dem Wirbelsturm ging ein schwerer Wolkenbruch mit Hagelschlag voraus. Der angerichtete Sachschaden wird auf rund eine halbe Million Ostmark geschätzt."

03.07.1951 Bremen
Bremen
F1 Näheres über diesen Tornado in Bremen ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

01.07.1951
Verdacht
Döhren
Niedersachsen
n.bek. "Ein Wirbelsturm zwischen Döhren und Hemmingen bei Hannover, der fast eine halbe Stunde lang auf der Stelle verharrt, saugt viele Heuhaufen mehrere hundert Meter hoch in die Luft" (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976). Wird bei TorDACH als Tornado geführt, könnte aber bei zunehmendem Hochdruckeinfluss ein starker Staubteufel gewesen sein.
28.06.1951 Potsdam
Brandenburg
F1-F2 "Eine Windhose rast mit einer Breite von 100 m durch den Park von Sanssouci, entwurzelt eine 25 m hohe Tanne, knickt andere Bäume wie Streichhölzer, reißt am Schloss Charlottenhof mehrere 40 cm starke Zementsäulen ein und zertrümmert zusammen mit Hagelschlag Fensterscheiben. Das Unwetter dauert nur drei Minuten." (Quelle: Wetter und Witterung von 1950 bis 1961)

Gegen 15 Uhr warf der Tornado auf einer Bahn von Südwest nach Nordost 30-40 Bäume mit einem Stammdurchmesser bis etwa 50 cm um und am Schloss Charlottenhof wurden 10 gemauerte Pfeiler umgestoßen:
Tornado im Park Sanssouci (Wetterchronik)

19.06.1951 Rohrbrunn
Bayern
F1 Näheres über diesen Tornado in Rohrbrunn ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

12.06.1951 Mülheim a.d. Ruhr
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

27.05.1951 Einsiedel
Sachsen
F2+ Erhebliche Schäden entstanden im Bereich einer 6 bis 7 Kilometer langen Schneise: "Windhose vom 27. Mai 1951. Ein in unseren Breiten Gott sei Dank seltenes Naturereignis bahnte sich am 27. Mai 1951 seinen Weg. An diesen Sonntagnachmittag entwickelte sich etwa in Höhe “Volkshaus Eibenberg” eine Windhose. Dieses bis in die Gewitterwolken reichende Luft-Gewirr aus aufgewirbelten Dreck, Heu, Ästen und auch kleineren Gebäudeteilen nahm seinen Weg über das “Weißholz” bei Berbisdorf bis zum “Felberholz”, vorbei an der “Pappel” und dann durch den “Eibichbusch” Richtung Niedereinsiedler Wald, raste weiter durch den Schusterberg in Erfenschlag und kam schließlich in Kleinolbersdorf (Schösserholz) zum Erliegen. Der Windhose folgte ein Starkregen, der die Felder im Niederdorf unterspülte und die gelegten Kartoffeln wieder zum Vorschein brachte. Die Schäden waren gigantisch. Zwar sind keine Personen zu Schaden gekommen, wohl aber mehrere Gebäude. So verloren die Baracke in der Vinora und zwei Wohnhäuser auf der Kurt-Franke-Straße ihre Dächer. Noch größer war der Waldschaden. Wie auf dem Foto (Eibichbusch) ersichtlich, knickten die Bäume wie Streichhölzer. Es dauerte viele Jahre, bis die gerissenen Schneisen wieder aufgeforstet waren." (Quelle: Windhose vom 27. Mai 1951, Bericht mit Fotos, einsiedel.info). Auch in der Chronik der Stadt Einsiedel wird die Windhose vom 27.05.1951 über dem Eibischbusch erwähnt.

26.05.1951 Lieblos
Hessen
F1 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 28. Mai 1951: "Das schlimmste Unwetter seit mehr als zwanzig Jahren tobte über das Wochenende in Hessen. Wolkenbrüche ließen in wenigen Stunden mehr Wasser vom Himmel stürzen als sonst innerhalb eines ganzen Monats. Überschwemmte Keller, niedergeschlagene Saaten und von den Hängen gespülter Wein waren in vielen Gegenden die Folge dieses Sturmregens.
Durch knöcheltiefes Wasser mußten die Einwohner von Marburg und Bad Nauheim waten. Besonders lieblos wurde die Gemeinde Lieblos im Kreise Gelnhausen an der Straße nach Hanau vom Wettergott behandelt. Ein starker Wirbelsturm deckte mehr als 130 Häuser ab. Entwurzelte Bäume, wie Streichhölzer zerknickte Telephonmasten lagen an den Zufahrtsstraßen. Allein den Schaden an den bstbäumen schätzt die Gemeinde auf über 20 000 DM. Zum Glück wurden weder Mensch noch Tier verletzt. Noch am Sonntag ist der hessische Innenminister Zinnkann nach Lieblos gereist." (Weitere Quellen: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 sowie Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976)

14.03.1951 Roge
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15.03.1951: "Der Kreis Oldenburg (Holstein) und die Insel Fehmarn waren zwölf Stunden ohne Strom. Eine große Windhose, die über Roge bei Neustadt hinwegbrauste, hatte die beiden Überlandleitungen aus Lübeck zerstört. Personen kamen durch die Windhose, eine der größten, die in letzter Zeit in Schleswig-Holstein beobachtet worden ist, nicht zu Schaden."

Zwölf Stunden ohne Strom (Hamburger Abendblatt, 15.03.1951)

Anmerkung:
Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Sollte ein Ihnen bekannter Tornado fehlen, dann mailen Sie mir bitte.


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