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Verdacht = Fall wird noch untersucht W = Wasserhose

Datum Ort Stärke Beschreibung
Jahr 1970 Dürrfeld
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung zum Tornado in Grettstadt am 15.07.1980: "Landrat Beck erinnerte sich an eine ähnliche Windböe vor zehn Jahren im benachbarten Dürrfeld, die jedoch bei weitem nicht den hohen Schaden wie in Grettstadt angerichtet hatte." (Quelle: Schweinfurter Tagblatt, 16.07.1980)

06.10.1970 Wolfsburg
Niedersachsen
n.bek. Eventuell schon am 04. oder 05.10.? Häuser und Autos wurden beschädigt. Quelle: u.a. "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998

02.10.1970 Lauterbach
n.bek.
n.bek. Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

25.07.1970 Grafenberg
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Südwest Presse vom 10. August 2010, entnommen aus dem Zeitungsarchiv von 1970: "Die Windhose - Einen bösen Schreck bekamen am Samstagabend die Anwohner in der Kirchstraße in Grafenberg. Eine Windhose, ein seltenes Naturereignis, deckte gegen 19.45 Uhr innerhalb einer knappen Minute die Dächer von sechs Häusern und Scheunen ab, entwurzelte auf dem schmalen Streifen Bäume und richtete Verwüstungen in den Gärten an. Vor Kirche und Pfarrhaus hatte die Windhose gerade noch abgedreht. Der Schaden wird auf rund 20 000 Mark geschätzt."

IM ARCHIV GEBLÄTTERT vom 10. August (Südwest Presse, 10.08.10)

28.06.1970
Verdacht
Steinbach
Sachsen-Anhalt
n.bek. Aus einem Bericht von steinbach-im-netz.de: "Am 28. Juni 1970 ging ein schweres Unwetter mit Wirbelsturm über Steinbach und Umgebung nieder. Unser Gerätehaus wurde infolge Entwurzelung der davor stehenden Linde schwer beschädigt. Nach den Aufräumungsarbeiten wurde die Linde beseitigt und das Dach vorerst provisorisch repariert."

Geschichte (steinbach-im-netz.de)

28.06.1970
Verdacht
Stadtroda
Thüringen
n.bek. Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 30. Juni 1970: "Wirbelsturm und Wolkenbruch - Unwetterschäden in Thüringen und im Bezirk Halle -- Stadtroda/Halle. ADN/BZ Spezialistenbrigaden und freiwillige Helfer aus den Wohngebieten beseitigten gestern in der ostthüringischen Kreisstadt Stadtroda die Auswirkungen eines Unwetters vom Vortage. Ein mit wirbelsturmartigen Windböen verbundener Wolkenbruch hatte am Sonntagnachmittag in der Kleinstadt und mehreren umliegenden Gemeinden schwere Schäden verursacht. Von der Gewalt des Gewitters zeugten verschlammte Straßen, abgedeckte Dächer, entwurzelte Baume und zerstörte Garagen. Erhebliche Schäden durch schwere Gewitter mit wolkenbruchartigen Niederschlägen wurden am Sonntagnachmittag und in der Nacht zum Montag auch im Bezirk Halle angerichtet. Davon waren besonders die Harzkreise Naumburg, Nebra, Aschersleben, Quedlinburg und Querfurt betroffen. Zahlreiche Straßen und Keller wurden überflutet. Durch Blitzschläge kam es zu Stromausfällen. Der Verkehr war zeitweise gestört." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

14.06.1970 Niederbachem
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Nach Recherchen des Generalanzeigers in Bonn trat dieser Tornado bei Mehlem auf. Am Nachmittag wurden urplötzlich eine Menge Dachziegel in die Luft hochgewirbelt und in der Bedachung eines Hauses entstand ein großes Loch. "Nach Umfang und Art des Phänomens und der Schäden kann es sich nur um eine Windhose gehandelt haben."

Jahr 1969 Wadersloh
Nordrhein-Westfalen
n.bek. 1960er Jahre; 1969 oder früher, genaues Datum nicht bekannt. "Holzkreuz am Weg zu Gödecke [...] Am Zufahrtsweg von der Bornefelder Straße zum Hof von Hermann Gödecke und Frau Roswitha, geborene Liesemann, befindet sich ein Holzkreuz, das Frau Maria Brakemper im Jahre 1969 aufstellen ließ. Die 1971 verstorbene Hofeigentümerin erhielt den vorher farbig gefassten Korpus von Dechant Soddemann, der ihn in der Sakristei der St.-Margarethenkirche aufbewahrt hatte. An gleicher Stelle stand vorher ein Steinkreuz mit einer Gebetsinschrift. Die Steintafel mit dem Namen der Auftraggeber wird auf dem Hof gehütet: „Errichtet 1906 von Heinrich Dreckmeier und Marg. Brakemper“. Dieses Kreuz soll in den sechziger Jahren von einem Wirbelsturm zerstört worden sein. Der Grund für seine Aufstellung war in der Fürbitte für die Heilung einer die Familie Brakemper befallenen Krankheit zu suchen." (Quelle: Reinhard Ottensmann)

Bildstöcke und Wegekreuze in Wadersloh (Reinhard Ottensmann)

12.11.1969 Oldersum
Niedersachsen
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 13.11.1969: "Oldersum, 13. November. Einen noch nicht übersehbaren Schaden hat am Mittwoch eine Windhose in der Gemeinde Oldersum (Kreis Leer) angerichtet. Der nur wenige Minuten dauernde Wirbelsturm deckte zahlreiche Dächer ab und wirbelte Ziegel und Teile von Dachgerüsten wie Spielzeug durch die Luft. Stromleitungsmasten knickten im Zentrum der Windhose wie Streichhölzer. Stromversorgung und Fernsprechverkehr wurden weitgehend lahmgelegt. Instandsetzungstrupps der Energieversorgung und der Post bemühten sich in den Abendstunden die Leitungen notdürftig zu reparieren. Menschen kamen nicht zu Schaden."

Windhose deckte Dächer ab (Hamburger Abendblatt, 13.11.1969)

18.10.1968 Bremenhain
Sachsen
n.bek. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 18.10.2008: "Das stand in der SZ - Windhose haust über Bremenhain. Vor 40 Jahren. Ein über Bremenhain niedergegangenes Herbst-Unwetter verursachte durch eine Windhose erhebliche Schäden an Gebäuden, Energie- und Telefonleitungen. Die Straße nach Neusorge war vorübergehend blockiert. Zahlreiche Helfer beseitigten die ersten Schäden, so dass schon nach kurzer Zeit die Straße wieder befahrbar war. Nach ersten Schätzungen entstanden Schäden in Höhe von 60000 Mark. [...]" Bremenhain ist ein Ortsteil von Rothenburg/O.L., etwa 10 Kilometer nordöstlich von Niesky.

17.10.1968 Berlin n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quellen: Richard Scherhag, "Ein Mini-Tornado über dem Meteorologischen Institut", Beilage 145/68, SO 44/68 zur Berliner Wetterkarte und Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

13.09.1968 Oldenburg
Niedersachsen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

15.08.1968 Teublitz
Bayern
n.bek. Datum nicht genau bekannt ("Mitte August"), 500 bis 1000 Meter lange und bis zu 50 Meter breite Schneise, von Westnordwest nach Ostsüdost verlaufend (Quelle: Helmut Birk)

01.08.1968 Flöha
Bayern
F0 Schwacher Tornado in Flöha, östlich von Chemnitz (Quelle: Meldung der Freien Presse Chemnitz)

21.07.1968 Roffhausen, Wilhelmshaven
Niedersachsen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976 sowie Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 22.07.1968).

10.07.1968 Ittersbach, Pforzheim
Baden-Württemberg
(2 Tote, 300 Verl.)
F4 Der Tornado von Pforzheim ist wohl der schlimmste, der in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland gewütet hat. Er zog am Abend des 10. Juli über den Süden Pforzheims hinweg, insgesamt war die Zugbahn 30 Kilometer lang. Dabei entstanden Schäden in Höhe von rund 130 Mio. DM, und allein in Pforzheim wurden mehr als 2.000 Häuser beschädigt. Zwei Menschen kamen in Ottenhausen (westlich von Pforzheim) ums Leben, und im Stadtgebiet wurden mehr als 200 Menschen zum Teil schwer verletzt. In den Wochen danach verunglückten noch einmal 130 bei den Aufräumarbeiten, ein Dachdecker starb dabei.

Bericht zum Tornado in Pforzheim

06.07.1968 Landsberg a. Lech
Bayern
F0 Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: Monatsarbeit der Wetterdienst-Referendarausbildung, 1978, 56 S., Recherchen von Dietwald Fuchs)

06.07.1968 Oldenburg
Niedersachsen
F0 Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: Recherchen von Raymund Windolf sowie Meldung der Pforzheimer Nachrichten vom 08.07.1968)

28.06.1968 Uetersen, Tornesch, Quickborn
Schleswig-Holstein
n.bek. Eventuell mehr als ein Tornado. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 29.06.1968: "Eine Schneise der Verwüstung hinterließ am Freitagabend eine Windhose, die sich beim Durchzug eines Tiefdruckkerns nördlich von Hamburg gebildet hatte. Begleitet von einem Gewitter riß der Wirbelsturm in Uetersen, Tornesch, Quickborn und anderen Orten Bäume heraus und zerstörte Hausdächer. Nach den bisher vorliegenden Meldungen sind Menschen nicht verletzt worden." Aus einem weiteren Bericht: "Erhebliche Schäden an Häusern / Bäume entwurzelt - Eine Gewitterfront mit einer Windhose richtete am Freitagabend nördlich von Hamburg erhebliche Schäden an. In Uetersen, Tornesch, Quickborn, Kayhude und anderen Orten wurden Häuser abgedeckt und Bäume entwurzelt.
Die schwersten Schäden entstanden im Raum von Quickborn. Die niederstürzenden Bäume rissen teilweise die Stromleitungen herunter. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um die Straßen von den umgestürzten Bäumen zu räumen. In Tornesch hat der Sturm an der Rathausstraße drei Häuserblocks beschädigt. Die Fenster wurden eingedrückt, und der wolkenbruchartige Regen schlug in die Wohnungen. Mehrere Autos wurden von herabstürzenden Dachziegeln beschädigt.
Die schwersten Schäden entstanden im Raum von Quickborn. Die niederstürzenden Bäume rissen teilweise die Stromleitungen herunter. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um die Straßen von den umgestürzten Bäumen zu räumen. In Tornesch hat der Sturm an der Rathausstraße drei Häuserblocks beschädigt. Die Fenster wurden eingedrückt, und der wolkenbruchartige Regen schlug in die Wohnungen. Mehrere Autos wurden von herabstürzenden Dachziegeln beschädigt.
Das Hamburger Seewetteramt erklärte dazu, daß ein Tiefdruckkern rasch von der Nordsee zur Ostsee durchzog. In der Gewitterfront hätten sich Windhosen entwickelt, die auf scharf begrenztem Raum erhebliche Schäden anrichten können. Dieses Naturereignis ist in Norddeutschland verhältnismäßig selten. Die Schiffahrt war bereits am Freitagmittag vor Sturmböen gewarnt worden.
Den Dachstuhl dieses Rethdachhauses in Kayhude im Kreis Segeberg traf die Windhose mit voller Wucht."

Wirbelsturm in Uetersen und Quickborn (Hamburger Abendblatt, 29.06.1968)
Windhose wütete nördlich von Hamburg (Hamburger Abendblatt, 29.06.1968)

11.06.1968 Tangendorf
Niedersachsen
n.bek. Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: Chronik der Feuerwehr Tangendorf bei Winsen)

06.05.1968 Crailsheim
Baden-Württemberg
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Martin Hubrig, "Schwere lokale Stürme", 1999)
06.05.1968 Münchberg
Bayern
F1 Auszug aus der Chronik der Feuerwehr Münchberg in Oberfranken: "Bei der Wirbelsturmkatastrophe am 6.Mai 1968 war die gesamte Wehr eingesetzt um die im Siedlungsgebiet südl. des Kreuzberges entstandenen Schäden mit Dachabdeckungen beseitigen zu helfen. 15 schwere Einsätze hielten die Wehr und die Einwohnerschaft in Atem."
21.04.1968 Falkenau
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 11:30 Uhr MEZ. "Ein erheblicher Schaden entstand der Freifläche des Bades im Jahre 1968. Eine Windhose entwurzelte alle Obstbäume und zwei Linden." (Quelle: 80 Jahre Falkenauer Naturbad, pdf, auf der Seite der Gemeinde Falkenau). Dabei sollen zahlreiche Obstbäume entwurzelt worden sein. Laut Aussagen alt eingesessener Falkenauer waren keine anderen Gebiete von dieser Windhose betroffen.
Jahr 1967
Verdacht
Birklar
Hessen
n.bek. Nach einem Bericht des Gießener Anzeigers soll eine Windhose aufgetreten sein: "Im Jahre 1967 konnte mit dem Ankauf einer ehemaligen Militärbaracke auch für eine Umkleidemöglichkeit gesorgt werden. Eine riesige Windhose zerstörte das Gebäude allerdings, so dass an gleicher Stelle ein Blockhaus errichtet wurde."

Erste Fußbälle auf Schwarzmarkt erstanden (Gießener Anzeiger)
Historisches (SG Birklar)

Jahr 1967
Verdacht
Kappeln
Schleswig-Holstein
n.bek. "...und eine Windhose, die in den 1960er Jahren über Kappeln hinweggefegt sein soll." (Quelle: Schleibote). Im Hüholz stürzten zahlreiche Buchen um, in der Stadt wurden einige Dächer abgedeckt. Der Tornado soll auch über die Schlei gezogen sein und dort einen Teil eines Heringsschwarms hochgerissen haben. Der anschließende Fischregen ist aber nicht bestätigt.

Politische Parolen aus prominenter Rentner-Runde (Schleibote, 07.11.2007)
Das Hüholz - der Wald an der Klaus-Harms-Schule (KHS)

26.08.1967 Cramme
Niedersachsen
n.bek. "Als pfeifender, trichterförmiger, braungelber Staubwirbel zieht eine Windhose über das Dorf Cramme (Kr. Wolfenbüttel), deckt Häuser ab und dreht Bäume sowie auch Telefonmaste ab." (Quellen: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
02.08.1967 Mainaschaff
Bayern
F1+ Eine Unwetterfront zog an diesem Tag über den Ort im Landkreis Aschaffenburg hinweg. Dabei ertrank im Mainparksee eine 17jährige und am Strand sowie in der Umgebung entstanden erhebliche Sturmschäden. Augenzeugen können sich noch heute an den Tornadoschlauch erinnern.
Unwetter u. Tornado Mainaschaff und Untermainregion 02.08.67 (Skywarn)

Juli 1967 Barchfeld
Thüringen
n.bek. Im Juli 1967 (genaues Datum nicht bekannt) richtete dieser Tornado in Barchfeld an der Werra tagsüber zwischen 10 und 15 Uhr MEZ Schäden an. Dazu aus dem Freien Wort Thüringen: "Der historische Rundgang führte zunächst zum Wohngebiet „Erlich“. Mitte der 1960er- Jahre habe hier eine Windhose, ähnlich wie Kyrill, große Pappeln umgerissen und viele Dächer abgedeckt." Zusätzlich entstanden in der Gemarkung Barchfeld noch in einem kleinen Waldgebiet Schäden – Größenordnung ca. 5 ha.

Tornado in Barchfeld (Skywarn)
Historischer Rundgang (Freies Wort)

18.07.1967
Verdacht
Gatersleben
Sachsen-Anhalt
n.bek. Lokales Sturmereignis in Gatersleben (Quelle: Thilo Kühne)
24.06.1967 Göhlsdorf
Brandenburg
n.bek. Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 27. Juni 1967: "Starke Gewitter verursachten Schäden - Berlin (ADN). Am Wochenende und in der Nacht zum Montag richteten starke Gewitter in verschiedenen Bezirken der DDR zahlreiche Schäden durch Blitzschlag, Hagel und Sturmböen an. Im Bezirk Leipzig setzten Blitzschläge zwei Scheunen in Brand. Sturmböen deckten in Bad Düben Dächer ab, entwurzelten Bäume and beschädigten Mauern und Zaune. In der Gemeinde Göhlsdorf, Kreis Jüterbog, zerstörte ein Wirbelsturm drei Scheunen und Schuppen. In einer LPG des Kreises Oschatz tötete ein Blitz 13 Jungbullen. Auch Im Bezirk Cottbus gerieten Scheunen und Stallgebäude durch Blitzschläge In Brand. Zu einem Stromausfall kam es in der Nacht zum Montag im ostthüringischen Kreis Rudolstadt, als ein Blitz in eine Hochspannungsleitung einschlug. Bereits am Sonnabend waren im Bezirk Gera zahlreiche Schäden durch schwere Gewitter angerichtet worden. In allen betroffenen Gebieten leiteten die Räte der Kreise Sofortmaßnahmen zur Beseitigung der Schäden ein." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Quelle: DWD, Regionalzentrale Potsdam).

07.06.1967 Reinheim
Hessen
n.bek. Nach Recherchen von Raymund Windolf (1997/1998) trat dieser Tornado in Reinheim im Odenwald auf.

28.02.1967 Dehlitz
Sachsen-Anhalt
n.bek. Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 02. März 1967 zu Unwettern am 28.02. und 01.03.: "In der LPG Dehlitz im Kreis Weißenfels wurde am Dienstagnachmittag der Rinderstall von einer Windhose erfaßt und zerstört." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

23.02.1967 Runding
Bayern
F2 Große Schäden in Runding bei Cham innerhalb einer etwa 2 Kilometer langen und etwa 50 Meter breiten Schneise.

Verheerender Sturm über Runding (Wetterchronik)

23.02.1967
Verdacht
Hirrlingen
Baden-Württemberg
n.bek. "Der Wirbelsturm am 23.02.1967 hat indirekt den beschleunigten Bau unseres Sportheimes verursacht. Aus dem Sturmholzanfall im Geisterwald durfte der Verein Bauholz für das geplante Haus aufbereiten. Dieses wurde am 15.07.1967 in der Säge Zug geschnitten." (Quelle: Chronik SV Hirrlingen 1930 e.V.). Hirrlingen liegt im Landkreis Tübingen.

05./06.09.1966 Reckendorf
Bayern
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

25.08.1966 Lehnerz
Hessen
Edgar Zimmerer
n.bek. Ein langer, schmaler und gut ausgeprägter, weit herabreichender Schlauch wurde bei Fulda beobachtet.

Fotos des mutmaßlichen Tornados von Edgar Zimmerer
Tornadoverdacht Lehnerz (Skywarn)

23.07.1966 Hopfgarten
Thüringen
n.bek. Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 25. Juli 1966 über schwere Unwetter in Sachsen: "In der Gemeinde Hopfgarten bei Weimar wird der durch eine Windhose verursachte Schaden auf rund eine viertel Million Mark geschätzt. 120 Gebäude waren hier beschädigt worden. Handwerker halfen im Tag- und Nachteinsatz die Schäden beheben." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

19.07.1966 Küllstedt
Thüringen
F2+ "Einen schwarzen Tag erlebte die Kirche am 19. Juli 1966. Eine Windhose raste um 15.10 Uhr durch Küllstedt, beschädigte 330 Häuser - und rasierte den halben Kirchturm weg. "Ein Nachbar hat am Fenster gestanden und gesehen, wie der Turm sich hob, drehte und in die Tiefe stürzte", so die Chronik der Vinzentinerinnen." (Quelle: Thüringische Landeszeitung) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 23. Juli 1966: "[...] Drei Minuten wirbelte am Dienstag gegen fünfzehn Uhr eine Windhose über das Dorf Küllstedt, Kreis Worbis. Beinahe eine Million Schaden verursachte sie an Wohnhäusern, dem Krankenhaus, an Scheunen, am Lagerhaus und an der Trockenanlage der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 25. Juli 1966: "[...] Aus dem Bezirk Erfurt berichtet unser Redaktionsmitglied Siegfried Ozladek: Fünf Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm über Küllstedt, Kreis Worbis, sind die Schäden an den Wohnhäusern beseitigt. Zügig voran geht es auch beim Neubau der Mehrzweckhalle und der Trockenanlage, die von der Windhose zerstört worden waren. In 14 Tagen kann die Genossenschaft das Getreidelager und die Trockenanlage wieder benutzen.
Davon überzeugten sich am Sonntag Minister Heinz Kuhrig, 1. Stellvertreter des Vorsitzenden des DDR-Landwirtschaftsrates, sowie Bruno Kiesler, Leiter der Abteilung Landwirtschaft beim ZK. Gemeinsam berieten sie mit Bauern sowie mit Partei- und Staatsfunktionären weitere Hilfsmaßnahmen.
Stellvertretend für alle Einwohner Küllstedts und Hunderte freiwillige Helfer aus den Nachbarorten ehrte Minister Kuhrig 20 Bäuerinnen und Bauern, Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, der Volkspolizei, Bauarbeiter und Rentner. An die Einwohner gewandt, betonte der Minister: "Ihre große Gemeinschaft der gegenseitigen Hilfe hat gezeigt, zu welchen beeindruckenden Leistungen die sozialistische Gesellschaft fähig ist. Gemeinsam zupacken - so lautet auch das Rezept, um die Ernte ohne Verluste zu bergen."
Im Namen der Küllstedter versicherte Parteisekretär Paul Schäfer: "Die sofortige Hilfe der Partei und des Staates wissen wir Bauern gerade jetzt vor der Ernte am besten zu schätzen."[...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 06. August 1966: "[...] Eine Windhose hatte an diesem Tag innerhalb von drei Minuten in der Gemeinde einen Schaden von etwa 1,4 Millionen Mark angerichtet, 80 Prozent der Häuser beschädigt, 1050 Hektar Getreide schwer in Mitleidenschaft gezogen und 3600 Festmeter Holz durch Windbruch zerstört. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Schwarzer Tag in Küllstedt (Thüringische Landeszeitung)
Chronik Küllstedt (Vimalao)
Katholische Kirchengemeinde St. Georg
Neuer Turmhelm in Küllstedt wächst heran (Thüringische Landeszeitung, 12.09.2013)
Neuer Turmhelm: Küllstedts Kron und Zier ist wieder am alten Platz (Thüringische Landeszeitung, 11.11.2013)

19.07.1966 Wiederitzsch, Plaußig
Sachsen
F2 Datum unsicher, Juli oder August 1966. Augenzeuge Gerold Weber. Der Tornado richtete in einer ca. 6 Kilometer langen und ca. 150 Meter breiten, von Westnordwest nach Ostsüdost verlaufenden Schneise erhebliche Schäden an.

19.07.1966 Harzvorland, Weserbergland
Niedersachsen
n.bek. "Schwerste Gewitter mit stundenlangen Wolkenbrüchen, Hagelschlägen und Windhosen suchen vor allem das Harzvorland und das Weserbergland heim." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
Juli 1966 Dirlammen, Rimlos
Hessen
n.bek. "...Besonders arg betroffen ist das Gebiet zwischen Dirlammen und Rimlos, wo eine Windhose mit überaus starken Sogkräften zerstörerisch wirkte. In Dirlammen stürzte die neu errichtete Scheune des Landwirts Robert Seling um, in Allmenrod wurden die Dächer mehrerer Anwesen abgedeckt, wobei zum Teil die Dachstühle mit zerstört wurden. Am ärgsten betroffen wurde hier das Anwesen des Landwirts Karl Greb, dessen flach geneigter Dachteil vollständig weggerissen wurde. Auch die völlige Zerstörung des am Dorfrand gelegenen Geräteschuppens von Altbürgermeister Zinn bedeutet einen erheblichen Schaden. Auf dem Wege von Allmenrod über Sickendorf nach Heblos wütete der Sturm in den Baumbeständen. Alte, im Fels verwurzelte Alleebäume wurden entwurzelt, elastische Pappeln und Birken geknickt, Obstbäume gespalten. Den größten Schaden aber richtete der Sturm bei dem Anwesen des Landwirts Schmelz in Rimlos an. Hier wurde die an das Wohnhaus angebaute Scheune förmlich abgedreht, so daß das Dach mit einem Teil der Giebelwand neben das Haus zu liegen kam. Der Rest der Scheune stürzte in sich zusammen und begrub unter anderen Geräten einen Mähdrescher und einen Heustapelwagen. Bemerkenswert bei den Dachschäden war, daß die schwereren und stärker geneigten Ziegeldächer dem Sog eher widerstanden als die leichter konstruierten und flacher geneigten Eternitdächer. Wie hoch der durch den Sturm verursachte Gesamtschaden ist, läßt sich noch nicht ganz absehen. Der reine Gebäudeschaden dürfte um die 20000 bis 30000 DM liegen..." (Quellen: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 sowie Lauterbacher Anzeiger vom 06.07.1966)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

18.06.1966 Speicher (Eifel)
Rheinland-Pfalz
F1 Näheres über diesen Tornado gegen 18 Uhr MEZ ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

22.05.1966 Cuxhaven
Niedersachsen
F2 Aus einer Meldung der Cuxhavener Zeitung vom 24.05.1966: "Verwüstungen durch Windhose - Die Trümmer einer Bauernscheune weit verstreut. nn. Altenbruch/Groden. Schwere Schäden richtete Sonntagabend, wie bereits kurz berichtet, eine Windhose im Altenbrucher Gemeindebezirk Westerende an und berührte auch das ländliche Stadtgebiet Cuxhaven-Groden. Noch in der Nacht wurden Einsatztrupps verschiedener Dienststellen zur Hilfeleistung angefordert, die bis zum Morgen fast ununterbrochen an der Beseitigung der gröbsten Schäden arbeiteten.
In Altenbruch-Westerende wurden an der Kreisstraße 18 mehr als 30 starke Straßenbäume entwurzelt, während in der Grodener Abschnede eine Maschinenscheune des Landwirts Christian Kamps völlig vernichtet wurde. Personen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen und Verluste von Tieren, die bei solchen Unwettern Schutz unter Bäumen zu suchen pflegen, bisher nicht bekannt geworden. Dagegen haben manche Strohdächer und auch Hartbedachungen erheblich unter dem Sturm gelitten.
Die Einwohner des sogenannten "Kleinen Westerendes" zwischen der Gastwirschaft von Emil Oldenburg und der Bahnkreuzung der Strecke Cuxhaven - Bremerhaven mußten schreckliche Minuten überstehen. Kurz nach 20 Uhr, so berichteten sie, verfinsterte sich nach der Schwüle des Nachmittags im Südwesten plötzlich der Himmel, und der Gewitterregen begann mit ohrenbetäubendem Lärm und Rauschen, in das sich das Krachen und Bersten der stürzenden Bäume mischte. In keinem Haus brannte mehr das elektrische Licht. Durch die an der Nordseite der Kreisstraße entwurzelten Bäume, besonders zwischen den Gehöften von Theodor Tamm, Walter Martens und Hinrich Kleentof, waren die Stromleitungen an vielen Stellen durchgeschlagen worden und Grundstückseinfriedungen teilweise erheblich beschädigt.
In der Grodener Abschnede zog der Schwerpunkt der Windhose über das Gehöft des Landwirts Christian Kamps eine mehr als 100 Quadratmeter große Gerätescheune, die nördlich des Wohn- und Wirtschaftgebäudes stand, wurde von der Gewalt des Sturmes abgedeckt und das Mauer- und Balkenwerk wie ein Kartenhaus zusammengedrückt. "Es war ein Sausen und Brodeln, als wenn die Welt untergehen wollte." sagten mehrere Einwohner dazu. "Durch die grellen Blitze und den harten Donner wurden die Lage nur noch unheimlicher." Aber ebenso überraschend, wie der Gewittersturm hereingebrochen war, verschwand er auch wieder."

02./03.09.1965
Verdacht
Kredenbach
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "Ein schwarzer Tag für das nördliche Siegerland war der 02.09.1965. In der Nacht zum 03.09. richtete ein Gewitter mit Starkniederschlägen und Orkanböen extreme Schäden an. Die Unwetterberichterstattung nimmt die gesamte Titelseite der SZ vom 03.09.1965 in Anspruch. In der SZ vom 04.09. schreibt man von Millionenschäden, obwohl das endgültige Ausmaß noch nicht abzusehen war. Noch am 07.09. wird diesem Unwetter eine ganze Seite eingeräumt, mit vielen Fotos von den extremen Waldschäden. Rudolf Flender beobachtete kurz vor dem Unwetter starken Luftdruckfall. Er ist der Überzeugung, dass die schrecklichen Verwüstungen Folgen einer Windhose (Trombe) waren, wenn gleich er selbst keine beobachtet hat. Das Unwetter lies Kredenbach rechts liegen." (Quelle: Bürger- und Kulturverein Kredenbach Lohe e.V.)

Rudolf Flender (Bürger- und Kulturverein Kredenbach Lohe e.V.)

15.08.1965 Gothen
Mecklenburg-Vorpommern
W Von Heringsdorf auf Usedom aus wurde gegen 13:10 Uhr MEZ über dem Gothensee eine Wasserhose beobachtet. (Quelle: Zeitschrift für Meteorologie, Band 19, 1967, S.125)

15.08.1965 Lemsahl
Hamburg
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 16.08.1965: "In Lemsahl wurde gestern eine Windhose beobachtet, die als dunkle Säule über die Felder zog und das Heu aufwirbelte. Ganze Büschel blieben in den Freileitungen hängen."

Hamburger Rundblick (Hamburger Abendblatt, 16.08.1965)

15.08.1965 Usedom
Mecklenburg-Vorpommern
W (4x) Von Heringsdorf aus wurden zwischen 09:00 und 09:30 Uhr MEZ nordöstlich bis östlich von Usedom mindestens vier Wasserhosen beobachtet. (Quelle: Zeitschrift für Meteorologie, Band 19, 1967, S.125)

15.07.1965 Heidenau
Sachsen
n.bek. Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 18. Juli 1965: "Durch einen Wirbelsturm wurde zeitweilig die Eisenbahnverbindung Heidenau—Altenburg unterbrochen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

15.07.1965
Verdacht
Hamburg (Hafen) n.bek. Zeitpunkt: gegen 17:59 Uhr MEZ, Dauer etwa 2 Minuten. Beobachtung einer Funnelcloud über dem Hamburger Hafen.

15.07.1965 Hanau
Hessen
n.bek. Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 17. Juli 1965: "Zwei Dachdecker kamen beim Unwetter in Hanau ums Leben, als eine Windhose das Holzdach abriß, auf dem sie arbeiteten. Die Männer wurden unter den Trümmern des Daches und einstürzendem Mauerwerk begraben." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

30.06.1965 Losheim, Udenbreth, Berk
Nordrhein-Westfalen
F2 Windhose mit Baumschäden (Schneise), u.a. in Hellenthal-Udenbreth (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden)

Tornado Losheim, Udenbreth, Berk (Skywarn)
Tornado bei Udenbreth

22.06.1965 Lübesse
Mecklenburg-Vorpommern
F2 Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MEZ. "Am 22. Juni 1965 zog, von Südwesten kommend, eine Trombe mit zerstörender Wirkung über das Dorf Lübesse (17 km südlich der Stadt Schwerin) hinweg." Es gab erhebliche Gebäude- und Waldschäden, u.a. stürzte eine gemauerte Scheune komplett ein. (Quelle: G. Schubert, R. Schultz, W. Hänsch: Die Trombe von Lübesse am 22. Juni 1965, Zeitschrift für Meteorologie, Bd. 19, 1967, Seiten 305-311) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 24. Juni 1965: "Gewitter, Wolkenbruch und Windhose - Schwerin (ADN/ND). Im Bezirk Schwerin fielen am Dienstag, von Gewittern und stürmischen Winden begleitet, ergiebige Niederschläge. Das überaus schwüle Sommerwetter an diesem Tage führte besonders im nordwestlichen Teil des Agrarbezirkes in den Nachmittagsstunden sowie in der Nacht zum Mittwoch zu heftigen Gewittern mit wolkenbruchartigem Regen. Der starke Platzregen überschwemmte zeitweilig Straßen, da die Gullys die Wassermengen nicht fassen konnten. An einigen Stellen wurde das Getreide regelrecht niedergewalzt. Die Niederschläge betrugen 20 Liter pro m². Das ist sehr viel, denn der durchschnittliche Normalniederschlag des ganzen Monats Juni beträgt in diesem gebiet 55 Liter je m².
In den Abendstunden richtete eine Windhose in der Gemeinde Lübesse im Kreis Schwerin-Land beträchtlichen Sachschaden an. Zwei Scheunen wurden zerstört, Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt. Menschen kamen nicht zu Schaden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

22.06.1965 Adenbüttel
Niedersachsen
n.bek. 22./23.01.: "Der Süden des Kr. Gifhorn ("Papenteich") erleidet Millionenverluste infolge eines 20 Min. lang wütenden Unwetters. Hühnereigroße Hagelschloßen schaffen Häuserschäden und verletzen Weidevieh; viel Feldfrucht wird verwüstet, auch die Heuernte wird fast ganz vernichtet. Sturm fällt mächtige Bäume reihenweise und schleudert in Adenbüttel ein mehrere Zentner schweres Eisentor 50 m durch die Luft." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)

17.06.1965 Bielefeld
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 19. Juni 1965: "[...] Orkanartige Stürme tobten auch über weiten Teilen Westdeutschlands. Windstärke 12 und damit Orkan wurde vom Feldberg im Schwarzwald gemeldet. Im Taunus herrschten bei Windstärke 11 Spitzenböen bis zu 108 Stundenkilometern. Eine Windhose im Bielefelder Stadtgebiet richtete einen Sachschaden von einer Million D-Mark an." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

16./17.06.1965 Bersenbrück
Niedersachsen
n.bek. "Eine Windhose raste gegen Mitternacht über die Landkreise Tecklenburg und Bersenbrück hinweg. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und große Schaufensterscheiben zerstört." (Quelle: 1150 Jahre Wallenhorst - Menschen, Natur und Geschichte - Eine Chronik; weitere Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

16.06.1965
Verdacht
Leherheide
Bremen
n.bek. Aus einer Meldung der Nordsee-Zeitung vom 19.02.2009: "16. Juni 1965: ein Orkan deckt das 50 Meter lange Dach eines Wohnblock in Leherheide ab." - Leherheide ist ein Stadtteil im Norden der Stadt Bremerhaven, die zum Land Bremen gehört.

Im Blickpunkt: Extremes Wetter in Bremerhaven (Nordsee-Zeitung, 19.02.2009)

18.05.1965 Heber
Niedersachsen
F2 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 19.05.1965: "Bei einem Wirbelsturm, der am Dienstag um 17.45 Uhr für nur wenige Minuten die Gemeinde Heber in der Lüneburger Heide heimsuchte, wurden schwere Verheerungen angerichtet. "Eine Windhose brauste innerhalb von Sekunden durch unseren Ort", sagt heute morgen der Bürgermeister von Heber dem Hamburger Abendblatt.
"Sie hinterließ auf einem etwa 100 Meter breiten Streifen nur noch Trümmer", sagte der Bürgermeister weiter. Zwei Scheunen brachen unter ihrem Anprall zusammen. Von drei Häusern wurden die Dächer abgedeckt und die Dachstühle zum Teil zertrümmert. Augenzeugen sahen, wie das Dach einer Scheune fast 150 Meter hoch geschleudert wurde.
Zahlreiche umgestürzte Bäume sperrten die Ortsstraße längere Zeit für den Verkehr. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen."

Windhose in der Heide (Hamburger Abendblatt, 19.05.1965)

04.05.1965 Essen
Nordrhein-Westfalen
F1 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 05.05.1965: "Mit einer Geschwindigkeit von rund 100 km/st raste gestern eine Windhose Aber den Flughafen Essen-Mülheim. Mehrere dort abgestellte Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Der Sachschaden wird auf nahezu 100 000 DM geschätzt." (Weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Windhose raste über Flughafen (Hamburger Abendblatt, 05.05.1965)

Jahr 1964 Holzhausen (Leipzig)
Sachsen
n.bek. "1964: durch eine Windhose abgedecktes Dach bei Mifeu" (Quelle: FF Zuckelhausen/Holzhausen)

Festschrift 100 Jahre Feuerwehr (FF Zuckelhausen/Holzhausen)

Jahr 1964 Dresden
Sachsen
n.bek. "Dresden - Ein außergewöhnliches Bauwerk, das außergewöhnlichen Einsatz auch bei seinem Wiederaufbau erforderte. Nicht nur an jenem Tag im Jahr 1964. Vom Georgentor beobachtete Baumeister Hermann Ulrich, wie sich eine gefährliche Windhose der Katholischen Hofkirche näherte. Dass die noch nicht befestigten Kupferbleche der Dachbedeckung vielleicht ein wenig dünn sein könnten, hatte er von Anfang an geahnt. Als aber die Ausläufer des Sturmes unter die Bleche fuhren und die ersten von ihnen anhoben, wurde die Ahnung zur bösen Gewissheit. Die Zimmerleute waren die letzte Rettung. Aufs Dach, schnell, rief Ulrich ihnen zu. Alle neun stürzten nach oben und legten sich mit ausgebreiteten Armen und Beinen auf die Bleche. Dank dieser Kühnheit blieb das Dach unversehrt." (Quelle: Erinnerungen an den Wiederaufbau der Katholischen Kirche)

Erinnerungen an den Wiederaufbau der Katholischen Kirche

16.09.1964 Schessinghausen
Niedersachsen
F3 Am 16. September wurde Schessinghausen, südlich von Nienburg, durch eine starke Windhose schwer geschädigt. Es sei das "schlimmste Unwetter seit Menschengedenken im Kreis Nienburg" gewesen: "Ein Augenzeuge berichtete: "Ich sah, wie sich das Unwetter unmittelbar neben einer großen Gewitterwolke zusammenballte. Alles vernichtend raste der schwarze Wirbel mit einem dumpfen Heulen auf das Dorf zu. Es war schrecklich. So etwas habe ich noch nie gesehen." Innerhalb von zwei Minuten war alles vorbei. Was übrig blieb, war ein großes Trümmerfeld. Am schlimmsten wurden die Gehöfte im Südwest-Teil des Dorfen betroffen. Hier brachen drei massive Stall- und Scheunengebäude in sich zusammen und begruben Trecker, andere landwirtschaftliche Maschinen und sämtliches Inventar unter sich. In den Wohnhäusern barsten die Fensterscheiben, umherfliegende Dachziegel und Gesteinsbrocken richteten in den Wohnräumen erhebliche Schäden an. Die glatte Asphaltdecke auf einer Gemeindestraße wurde vom Sturm aufgerissen. Auf dem Friedhof stürzten die Grabsteine um. Das steinerne Kriegerdenkmal wurde durch die Gewalt des Wirbelsturms glatt abgebrochen. Türen und Scheunentore wurden aus den Angeln gerissen. Einige fand man mehrere hundert Meter weiter auf den Feldern wieder. Überall versperrten umgestürzte Bäume, abgerissene Baumkronen die Straßen und Wege. Auf seinem zerstörenden Weg riß der Sturm mit stählernem Finger große Löcher in die Dächer der Gebäude. Die Telefonverbindungen wurden unterbrochen, bei einem Drittel der Häuser in Schessinghausen fiel der Strom aus." (Quelle: "Die Harke" am 17.09.1964; weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefsflugs durch Tornados, 1981)

Dorf bei Nienburg schwer verwüstet (Hamburger Abendblatt, 17.09.1964)

16.09.1964 Mellendorf
Niedersachsen
F3 Dieser Fall ergab sich bei Recherchen von Martin Hubrig zu den kleinräumigen Sturmschäden am 29.06.1997 mit umgestürzten Strommasten: Nach Angaben des Stromnetzbetreibers standen die damals zerstörten Stahlgittermasten in einer 200 m breiten Schneise, innerhalb der die Schäden viel schlimmer als 1997 (F2) gewesen seien.

15.09.1964 Bückeburg, Stadthagen
Niedersachsen
(1 Toter, 20 Verl.)
F3 Der Tornado zog gegen 16:13 Uhr MEZ aus dem Raum Minden über Bückeburg bis nach Stadthagen. Allein am Bückeburger Militärflughaben (Heeresflieger) wurden 3,5 Mio. DM Schäden an Flugzeugen, Hubschraubern und Gebäuden verursacht. Bei einer Windgeschwindigkeit von 80 Knoten (148 km/h) brach der Mast des Windmessers. "Von der Gewalt des plötzlich auftretenden Sturmwindes zeugt die Tatsache, daß zwei Flugzeuge vom Typ Do-27, die wegen der angesagten Gewitterböen an Betonklötze vor den Flugzeughallen gekettet waren, mitsamt den Betonklötzen ca. 1500m weit über den Flugplatz Achum geschleift wurden. [...] Längs der Strecke Porta Westfalica-Bückeburg-Achum-Stadthagen wurden auf etwa 25 km Länge die üblichen Schadenswirkungen festgestellt, die im Wirkungsbereich eines Tornados erscheinen: Gebäudeschäden, abgedrehte Bäume, weggetragene Kraftfahrzeuge." (Quellen: Dietwalt Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigkeit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. April 1978 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978).

Sommer 1964 Schillig
Niedersachsen
F1? Im Sommer 1964 fegte eine Windhose über den Campingplatz von Schillig/Ostfriesland, dazu Fotos im KrefeldWetter Fotoalbum (Krefeld Wetter).
10.07.1964 Mülheim, Essen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: später Nachmittag. Aus einer Meldung der WAZ vom 10.07.2014: "Windhose fegt über die Stadt hinweg - 10. Juli 1964: Von einer Windhose, die über die Stadt hinweggefegt sei, wird vor 50 Jahren in der WAZ berichtet. Am Spätnachmittag sei sie – begleitet von starken Böen, Hagel und heftigem Gewitterregen – von Mülheim kommend in West-Ost-Richtung durch Essen gerast und habe eine Spur von abgedeckten Hausdächern, gefällten Bäumen und beschädigten Autos hinterlassen. Besonders schlimm habe es Holsterhausen getroffen. Nur zehn Minuten dauert der Spuk, den man sich offenbar als Miniatur-Version von Sturmtief Ela (Anmerkung: Unwetter an Pfingstmontag 2014) vorstellen muss. Pausenlos wird die Feuerwehr informiert, an dreizehn Stellen beseitigt diese akute Gefahren und Verkehrshindernisse. Autos werden von Bäumen begraben, ein Baum landet im Dach der Annenkapelle in Rellinghausen, eine 18-Jährige wird von einer herabstürzenden Dachpfanne leicht verletzt. Auf dem Baldeneysee kentern vier Segelboote, deren Besatzung aber glimpflich davon kommt. Die Feuerwehr zieht drei Boote in den Hafen Scheppen, der vierte Segler zieht seine Jolle selbst schwimmend in den Hafen."

Windhose fegt über die Stadt hinweg (WAZ, 10.07.2014)

23.06.1964 Langeoog
Niedersachsen
(7x) "[...] Außerdem gibt es einen Bericht von dem Langeooger Gerold Leiß und zwei Schulaufsätze über sieben Trombenbeobachtungen auf der Insel am 23. Juni 1964." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000)

Jahr 1963
Verdacht
Bärenstein
Sachsen
n.bek. "1963 Schäden durch einen Wirbelsturm in Bärenstein" (Quelle: Bärenstein im Osterzgebirge)

Verdachtsfall Bärenstein (Skywarn)
Zeittafel (Bärenstein im Osterzgebirge)

20.08.1963 Moers
Nordrhein-Westfalen
F2 Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 23. August 1963: "Flog mit Windhose - Mörs. Unverletzt überstand ein Bauarbeiter in Mörs/Niederrhein den "Flug" mit einer Windhose, die ihn meterweit davontrug." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

11.08.1963 Harburg
Hamburg
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 12.08.1963: "Besonders Harburg wurde von dem gestrigen Unwetter heimgesucht. Eine Windhose entwurzelte dort Bäume, deckte Häuser ab und knickte einen Fabrikschornstein. Gewitterböen, die in fast allen Stadtteilen Wolkenbrüche verursachten, rissen auch das Hotelschiff "Orion" vom Ponton der Überseebrücke.
Besonders heftig tobte das Unwetter in Harburg. Eine Windhose beschädigte insgesamt 83 Häuser, so an der Harburger Sehloßstraße, an der Straße Karnapp, an der Blohmetraße, am Autobahnzubringer, in der Woellmerstraße, Gazertstraße und in der Buxtehuder Straße. Mit einer Riesenfaust packten Böen vor allem in Heimfeld zu: Über 100 Straßenbäume wurden entwurzelt, geknickt oder verloren armstarke Äste. Bei einer Firma in der Blomstraße stürzte ein 20 Meter hoher Fabrikschornstein um. Wie nach einem Bombenangriff sah es in den Sehwarzenberg-Anlagen aus.
Die Aufräumungsarbeiten dauerten Stunden. Polizei und Feuerwehr hatten Großalarm. Einer der Schwerpunkte ihres Einsatzes: die Eisenbahnbetriebswerkstätten der Schlachthofstraße, deren Dach auf die Fahrbahn geschleudert war. Es grenzt fast an ein Wunder, daß nur ein Mensch bei dem Unwetter zu Schaden kam.
Die 12jährige Schülerin Marina L. aus Neugraben lief auf die Fahrbahn der Buxtehuder Straße, als um sie herum Dachpfannen auf den Bürgersteig prasselten. Dabei wurde das Mädchen von einem Personenwagen erfaßt und lebensgefährlich verletzt. (Bildunterschrift:) So wütete die Windhose: über 40 Baume wurden allein Im Schwarzenbergpark entwurzelt. Heute hatten die "Säge-Trupps" den ganzen Tag zu tun."

Windhose beschädigte Häuser in Harburg (Hamburger Abendblatt, 12.08.1963)

02.08.1963 Hiddesen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 04. August 1963: "Vorerst ist nur in den westlichen Bezirken am Sonntagvormittag mit Gewittern zu rechnen, über Teilen Westfalens ging bereits Freitag abend ein schweres Gewitter nieder. Wolkenbrüche richteten beträchtliche Schäden in der Landwirtschaft an. Ein Bauernhof in Höchste wurde vom Blitz getroffen und brannte ab. In Hiddesen (Teutoburger Wald) wurde eine Ahornallee von einem Wirbelsturm regelrecht abrasiert." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin).

31.07.1963 Lichtenfels
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 02. August 1963: "WIRBELSTURM. Die oberfränkische Kreisstadt Lichtenfels ist am Mittwochnachmittag durch einen Wirbelsturm schwer verwüstet worden. Im Zentrum der Stadt deckte der Sturm, der Spitzengeschwindigkeiten bis zu 120 km/h erreichte, nahezu sämtliche Dächer ab." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

30.06.1963
Verdacht
Büchlberg
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 02. Juli 1963 über Unwetter im Landkreis Passau: "[...] In Büchlberg richtete das Unwetter verheerende Schäden an. Landrat Hans Karl fuhr gestern nach Büchlberg, um sich von den Ausmaßen der Verwüstungen ein Bild zu machen. Besonders betroffen wurde das sogenannte "Bergholz" an der Kreisstraße Büchlberg - Obermühle. In das etwa acht Plannummern umfassende Waldstück hat der Sturm tiefe Schneisen gerissen, zahlreiche Bäume entwurzelt und geknickt. Es sieht aus, als hätte ein Wirbelsturm gewütet. Baumriesen mit mehr als drei Kubikmeter Holz wurden wie Streichhölzer in halber Höhe geknickt und durch die Luft gewirbelt. Etwa 30 Bäume lagen kreuz und quer über die Kreisstraße nach Obermühle, erst nach Stunden konnten sie von der Büchlberger Feuerwehr entfernt werden. [...] Der Sturm war von solcher Gewalt, daß verschiedenen, besonders geschützt stehenden Bäumen, etwa einem Meter unterhalb des Wipfels die Spitzen abgerissen wurden. [...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

21.06.1963 Johnsbach
Sachsen
n.bek. "21. Juni: Windhose über Johnsbach" (Quelle: Freiwillige Feuerwehr Stadt Lauenstein)

Einsätze der Freiwillige Feuerwehr Stadt Lauenstein

18.06.1963
Verdacht
Nürnberg
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 20. Juni 1963: "Nürnberg (lb). Franken wurde am Dienstagabend von einem schweren Unwetter heimgesucht, bei dem mehrere Menschen verletzt und erheblicher Sachschaden angerichtet wurde. Der Schwerpunkt des kurzen, aber um so heftigeren Gewittersturms lag bei Nürnberg. Am Dutzendteich entwurzelte der Wirbelsturm zahlreiche bis zu 80 Zentimeter starke Bäume. Einer der Baumriesen stürzte krachend auf ein Bootshaus, unter dem vier junge Ruderer vor dem Unwetter Schutz gesucht hatten. Sie erleitten durch das zusammenstürzende Gebäude zum Teil schwere Verletzungen. Boote für rund 5000 DM wurden vernichtet. [...]" (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Jahr 1962 Altfriedland
Brandenburg
n.bek. Nach einem Zeitungsbericht wurde die Nonneneiche in Altfriedland beschädigt: "Eine Windhose habe im Jahr 1962 einen großen Teil des Baumes einfach abgerissen." (Quelle: Märkische Oderzeitung)

Rekord-Eiche Altfriedland bietet mit (Märkische Oderzeitung, 27.02.07)

Jahr 1962 Sindlingen
Hessen
n.bek. Aus der Geschichte der Ev. Kirchengemeinde in Frankfurt am Main - Sindlingen: "1962 ist durch eine Windhose der alte Wetterhahn auf dem Glockenturm zerstört worden. Seit dem darauf folgenden Jahr trägt er einen neuen, diesmal vergoldeten Hahn."

Ev. Kirchengemeinde Sindlingen

18.07.1962 Ziezow
Brandenburg
n.bek. "CHRONIK: Windhose richtete starke Verwüstung an. ZIEZOW. Am vergangenen Freitagabend richtete eine Windhose in Ziezow erhebliche Verwüstungen an. Gegen 19 Uhr wurde es schlagartig dunkel. Hagelkörner in der Größe eines 5-Mark-Stückes prasselten herunter, und ein Orkan fegte über das Dorf. Innerhalb von fünf Minuten stand hier alles kopf. Scheunentore wurden ausgehängt, Fensterscheiben eingedrückt und Bäume entwurzelt. Auch Dachziegel hob der Sturm ab, und die örtliche Stromversorgung war für Stunden unterbrochen. Einer der vielen freiwilligen Helfer stürzte von einer Leiter und mußte mit sechsfachem Beinbruch in ein Krankenhaus eingeliefert werden. MV vom 21.Juli 1962" (Quelle: MAZ, 30.04.2005)

22.06.1962 Lübbesee
Brandenburg
n.bek. nichts näheres bekannt (Quelle: Forum der Wetterzentrale)
05.06.1962 Mühlacker
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 07. Juni 1962: "Umgepflügt. In wenigen Sekunden hat eine Windhose den Tennisplatz des Tennisklubs Mühlacker regelrecht umgepflügt. Der Sturm riß aus dem festgewalzten Boden metergroße Erdplatten und wirbelte sie durch die Luft." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

02.04.1962 Maisach
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 03.04.1962: "Eine Windhose raste durch eine Straße des bayrischen Dorfes Maisach (Landkreis Fürstenfeldbruck). Dabei wurden das zentnerschwere Wellblechdach einer Garage und das Lager eines Schuppens 200 Meter weit durch die Luft gewirbelt. Auch eine Holzhütte landete auf der Dorfstraße. Menschen sind glücklicherweise nicht verletzt worden." - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 04. April 1962: "Windhose verwüstete Dorfstraße - Fürstenfeldbruck. In Furcht und Schrecken wurden die Bewohner des Pfarrdorfes Maisach im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck durch eine Windhose versetzt, die durch die Bräuhausstraße raste. Nachdem die Naturerscheinung wie ein Spuck vorbeigebraust war, sah es auf einer Strecke von etwa 250 Metern wie nach einem Fliegerangriff aus. Das zentnerschwere Wellblechdach der Garage und des Lagerschuppens einer Spenglerei war von der Windhose 200 Meter weit durch die Luft gewirbelt worden und hatte auf seinem gefährlichen Flug einen Birnbaum und eine dickstämmige Tanne abrasiert. Das Dachgebälk der Garage und des Schuppens können nur noch als Brennholz verwendet werden. Eine Holzhütte wurde meterweit durch die Luft auf die Straße geschleudert. Menschen kamen nicht zu Schaden." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Windhose im Dorf (Hamburger Abendblatt, 03.04.1962)

16.02.1962
Verdacht
Uelvesbüllerkoog, Sandkrug
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung der Husumer Nachrichten vom 11.02.2012 zum 50. Jahrestag der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962: "Im Uelvesbüller Koog erlebte der damals 25-jährige [...] die dramatische Nacht mit. [...] Größeren Schaden hatte das Gehöft aber nicht durch das Wasser, sondern durch eine Windhose genommen, die durch den Koog gelaufen war. "Die hatte mir eine Stallwand eingedrückt."" - Die Schadenspur zog sich vom Uelvesbüllerkoog nach Sandkrug, wo Dächer beschädigt wurden. Eine Mauer soll hier eingestürzt sein. Der mutmaßliche Tornado trat zwischen 21 und 21:20 Uhr MEZ auf.

Als das Meer Eiderstedt holen wollte (Husumer Nachrichten, 11.02.2012)

22.01.1962 Stellichte
Niedersachsen
n.bek. 22./23.01.: "SW-Sturm mit Hagelgewitter bringt im Oberweser- u. Emsgebiet Überschwemmungsschäden; eine Windhose wütet in der Gemeinde Stellichte (Kr. Fallingbostel) an Dächern und Wald; Orkanstärke reißt in der Deutschen Bucht Seetonnen los und legt die Schiffahrt lahm; die Häfen Cuxhaven und Brunsbüttelkoog werden wegen Überfüllung gesperrt." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
31.12.1961
Verdacht
Göppingen
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung der Südwest Presse vom 07.01.2012: "Windhose im Filstal - Göppingen. Mit "Blitz und Donner" ist nicht die Silvesterknallerei gemeint, sondern ein in dieser Form recht seltenes Wintergewitter, das am 31. Dezember 1961 gegen 17 Uhr durchs Filstal zog und Schäden hinterließ. 134 Kilometer pro Stunde war die Spitzengeschwindigkeit der Windbö, die in Stötten gemessen wurde. Das entspricht Windstärke 13. Die NWZ berichtete in der Ausgabe vom 2. Januar 1962 von diesem Wintersturm. In Göppingen, insbesondere in den nördlichen Stadtteilen, richtete der Wind einen Schaden von etwa 4000 D-Mark an, wie die NWZ berichtete. Es wurden Fenster eingedrückt und Dachziegel heruntergeschleudert, an der Nördlichen Ringstraße wurde ein Lichtmast abgeknickt und im Stadtgarten brach ein sechs Meter hoher Kamin zusammen. An der Hallenbad-Baustelle wurden dort gelagerte Korkplatten für eine Dachisolierung durch die Luft und auf die Straßenkreuzung gewirbelt. Kurz vor 17 Uhr begann aus Westsüdwest eine dunkle Wolkenwand das Filstal heraufzuziehen. Ihre Geschwindigkeit war nicht sonderlich hoch. Genau über dem Raum Göppingen und Uhingen entlud sich dann aber das Gewitter. Grelle Blitze zuckten durch die Dunkelheit und kurze Zeit später grollte auch schon der Donner. Im gleichen Augenblick fegte mit heftigen Regenschauern eine Windhose über das Filstal. Ursache des Gewitters und der Windhose war eine Kaltfront, die die über Württemberg lagernde warme Luft verdrängte. So kam es sowohl in der NWZ-Wetterwarte in Göppingen als auch in Stötten fast schlagartig zu einem Temperatursturz um knapp fünf Grad. Damit fiel auch der Luftdruck um 400 Pascal, woraus die Windhose entstand. Tatsächlich dauerte der heftige Regenguss nur etwa eine viertel Stunde, dann klarte der Himmel wieder auf und hinterließ dort, wo zuvor die schwarze Wand war, eine Färbung von eigenartiger Schönheit. [...]" Die Windhose wird nicht näher beschrieben, daher wird der Fall nur als Verdachtsfall aufgeführt.

Windhose im Filstal (Südwest Presse Online, 07.01.12)

August 1961
Verdacht
Oberbayern
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 25. August 1961: "[...] Kürzlich war in der PNP ein Bild von einem Haus in Oberbayern abgebildet, das durch einen Wirbelsturm verwüstet wurde. [...] Zum Glück gab es beim Einsturz des Hauses keine Verletzten." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

12.08.1961 Spiegelau
Bayern
F2+ Am 12. August 1961 wirft ein Tornado bei Spiegelau im Landkreis Regen 5000 Festmeter Holz im Bereich der Graupsäge um (Quelle: Zeittafel zur Spiegelauer Geschichte).
Gewaltige Windhose im Bereich Graupsäge (Wetterchronik)

08.08.1961 Diverse Orte
Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen
. Schwere Unwetter in vielen Teilen Norddeutschlands. Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 21. Juni 1961: "Schwere Unwetterschäden - Hamburg (ADN/BZ). Ein starker Wirbelsturm hat in der Nacht zu Mittwoch im norddeutschen Raum zwischen Elbe und Weser große Waldflächen verwüstet und in Landgemeinden Häuser abgedeckt oder völlig eingedrückt. Die 19jährige Ellen K 1 i n c k aus Nordholz bei Cuxhaven wurde vor den Augen ihrer Mutter von einem Blitz erschlagen. In den Randgebieten Hamburgs tobten zwei "Windhosen", die Bäume von 50 Zentimeter Durchmesser wie Streichhölzer knickten." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

08.08.1961 Hoisdorf
Schleswig-Holstein
F2 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 09.08.1961: "Ein seltenes Naturereignis von unvorstellbarer Gewalt richtete gestern abend schwere Schäden in den Hamburger Randgebieten an. Zwei "Windhosen" genannte Wirbelstürme tobten über Wedel hinweg und durch das Gebiet Hoisdorf-Siek und rissen breite Schneisen der Verwüstung ins Land. In Hoisdorf wurde ein Bauernhaus total zertrümmert. Hinter Wedel mähte die Windhose einen ganzen Wald nieder. Die Zahl der abgerissenen und entwurzelten Bäume geht in die Tausende. Mehrere Dächer wurden abgedeckt! Zum Glück sind Menschen dabei nicht zu Schaden gekommen."

Schwere Schäden (Hamburger Abendblatt, 09.08.1961)

08.08.1961 Rissen
Schleswig-Holstein
n.bek. Ein Zeitzeuge berichtet: "Am 09. August 1961 zerstörte ein Tornado ein Waldstück nördlich von Rissen und Wedel (westlich von Hamburg). Damals sprach man von einer Windhose. Vom Tornado selbst gibt es keine Fotos, nur von der Zerstörung. Der Wirbel war rotbraun durch die aufgewirbelte Erde."

Bericht und Fotos der Schäden

08.08.1961 Haseldorfer Marsch
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 09.08.1961: "Der Wald beim Fährenkamp hinter Wedel wurde regelrecht niedergemäht. Die Windhose über der Elbe, photographiert gestern 18 Uhr vom Eibufer bei Wedel."

Schwere Schäden (Hamburger Abendblatt, 09.08.1961)

08.08.1961 Stade
Niedersachsen
F1 "In einem Forst westnordwestlich der Stadt Stade entstand ein Gesamtschaden von insgesamt schätzungsweise 300 bis 400 Festmetern. An zwei 600 m voneinander entfernten, im Lee kleinerer Bodenerhebungen liegenden Stellen wurden zahlreiche Bäume entwurzelt oder abgebrochen. Die Fallrichtungen lassen auf zyklonalen Drehsinn schließen, wobei die Rotationsenergie zwischen der ersten und zweiten Schadenstelle offenbar zugenommen hatte." (Quelle: H. Markgraf, Eine Folge von fünf Windhosen an einer Kaltfront, Seewetteramt Hamburg, 1964; weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

08.08.1961 Drochtersen
Niedersachsen
F1 Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 10. August 1961: "Wirbelsturm über Norddeutschland. Ein starker Wirbelsturm hat in der Nacht zum Mittwoch (Anm.: 09.08.) im norddeutschen Raum zwischen Elbe und Weser große Waldflächen verwüstet und in den weniger geschützten Landgemeinden ganze Häuser abgedeckt oder völlig eingedrückt. Die 19jährige Ellen Klinck aus Nordholz (bei Cuxhaven) wurde vor den Augen ihrer Mutter von einem Blitz erschlagen. Der Touristenverkehr zu den Nordseeinseln war bereits tagsüber durch starke böige Winde behindert. Das Zentrum des Wirbelsturmes lag im Gebiet zwischen Klint (Kreis Land Hadeln) und Drochtersen (Kreis Stade), wo er in unverminderter Stärke zwei Stunden lang über einen zehn Kilometer langen Landstreifen hinwegfegte, zahlreiche Bauernhäuser abdeckte und leichtgebaute Feldscheunen eindrückte." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek, weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

08.08.1961 Klint
Niedersachsen
F1 Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 10. August 1961: "Wirbelsturm über Norddeutschland. Ein starker Wirbelsturm hat in der Nacht zum Mittwoch (Anm.: 09.08.) im norddeutschen Raum zwischen Elbe und Weser große Waldflächen verwüstet und in den weniger geschützten Landgemeinden ganze Häuser abgedeckt oder völlig eingedrückt. Die 19jährige Ellen Klinck aus Nordholz (bei Cuxhaven) wurde vor den Augen ihrer Mutter von einem Blitz erschlagen. Der Touristenverkehr zu den Nordseeinseln war bereits tagsüber durch starke böige Winde behindert. Das Zentrum des Wirbelsturmes lag im Gebiet zwischen Klint (Kreis Land Hadeln) und Drochtersen (Kreis Stade), wo er in unverminderter Stärke zwei Stunden lang über einen zehn Kilometer langen Landstreifen hinwegfegte, zahlreiche Bauernhäuser abdeckte und leichtgebaute Feldscheunen eindrückte." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek, weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

05.08.1961 Wietmarschen, Bad Bentheim
Niedersachsen
F1 "Ein die Grft. Bentheim querender Wirbelsturm schädigt besonders die Gemeinde Wietmarschen" (Quellen: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
05.08.1961 Bersenbrück
Niedersachsen
F1 Näheres über diesen Tornado in Bersenbrück ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

12.07.1961 Ammerland
Niedersachsen
n.bek. "Zwei Windhosen ziehen über das Ammerland und richten schwere Schäden an." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
12.07.1961 Ammerland
Niedersachsen
n.bek. "Zwei Windhosen ziehen über das Ammerland und richten schwere Schäden an." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
20.06.1961
Verdacht
Blumberg
Brandenburg
n.bek. Erhebliche Schäden innerhalb einer Schneise, über die Ursache ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht Blumberg (Skywarn)

13.06.1961 Alt Buchhorst
Brandenburg
n.bek. Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 15.06.1961 (Jahrgang 17, Nr. 163, Seite 6): "Der Campingplatz des ADMV bei Alt-Buchhorst wurde Dienstag durch eine Windhose teilweise zerstört. Ein Teil der Zelte und Ausrüstungen wurde in den Wald getrieben." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Alt Buchhorst befindet sich in der Landgemeinde Grünheide in der Mark, im Landkreis Oder-Spree, ca. 15 km östl. der Berliner Stadtgrenze. - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 21. Juni 1961: "In der vergangenen Woche, am 13. Juni, erlebten wir auf dem Campingplatz des ADMV Kiessee bei Alt-Buchhorst einen schönen Schreck. Eine Windhose überquerte den Platz. Baume wurden wie Streichhölzer urngeknickt, ein Zelt wurde aus seinen Befestigungen gerissen, zehn Meter hoch gehoben und ungefähr 50 Meter weiter auf dem See abgesetzt, wo es versank. Der kleine See hatte eine Springwelle von einem Meter. Andere Zelte und Ueberzelte landeten auf den Bäumen. Der Campingplatz ähnelte einem Schlachtfeld. Menschen kamen bei dem Unwetter nicht zu Schaden. Bei der Bergung der Zelte und des Zubehörs leisteten Angehörige der Nationalen Volksarmee vorbildliche Hilfe. Unter vielem anderen, wofür ihnen zu danken ist, holten sie sogar drei Kilometer vom Campingdorf entfernt eine Luftmatratze von einem Baum herunter." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

14.05.1961 Gangkofen
Bayern
F3 "1961, 14.05.: Ein Wirbelsturm quer durch den Landkreis Eggenfelden verursacht auch in und um Gangkofen große Schäden." (Quelle: Chronik der FF Markt Gangkofen, pdf). Gangkofen liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich von Eggenfelden. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 16.05.1961: "Wie von einer scharfen Sichel, die dicht über das Land fegte, abrasiert, wurden am Sonntag durch den Wirbelsturm in Niederbayern Dächer, Wälder und auch ganze Häuser. Besonders schwer betroffen von dieser in Deutschland ungewöhnlichen Unwetterkatastrophe wurde, wie berichtet, die Gemeinde Gangkofen (Kreis Eggenfelden).
Noch heute morgen boten sich diese Bilder schlimmster Verwüstungen, und es wird noch Wochen dauern, bis die Spuren des "Schwarzen Sonntags" wieder verwischt sind. Die Bewohner des Bauernhauses (oberes Bild) werden vorläufig nicht wieder in ihr Haus einziehen können, dessen Dach von den Sturmböen mitgerissen wurde.
Vielen Besitzern von Kraftfahrzeugen erging es wie jenem Gangkofener, der sein Fahrzeug nach dem Sturm völlig demoliert unter einem Trümmerberg wiederfand (rechtes Bild). Nach den vorläufigen Feststellungen wurden insgesamt 42 Anwesen zerstört oder schwer beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf etwa zwei bis drei Millionen DM geschätzt." - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15.05.1961: "[...] In den betroffenen Gebieten, vor allem in den Gemeinden Mitterskirchen, Hirschhorn, Gangkofen, Vorder- und Hinterreisach wurde sofort Katastrophenalarm gegeben. Noch in den späten Abendstunden waren Feuerwehr, Landpolizei und technische Nothilfe mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Auf der Bahnstrecke Gangkofen - Frontenhausen blockierten umgestürzte Bäume mehrere Stunden lang den Zugverkehr.
Besonders schwere Verluste haben die Bauern unter ihren Obstbaumbeständen zu verzeichnen. Im Landkreis Vilsbiburg wurde ein etwa drei Kilometer langer und hundert Meter breiter Streifen mit über hundertjährigem Baumbestand völlig abrasiert Bewohner der am schwersten betroffenen Ortschaften sagten: "Als das Unwetter hereinbrach, glaubten wir, das Ende der Welt sei gekommen.""

Wirbelsturm über Niederbayern (Hamburger Abendblatt, 15.05.1961)
Nach dem verheerenden Wirbelsturm in Niederbayern (Hamburger Abendblatt, 16.05.1961)

14.05.1961 Mitterskirchen, Hirschhorn
Bayern
F2-F3 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15.05.1961: "Zahlreiche Dörfer wurden verwüstet / Über zwei Millionen DM Sachschaden - Weite Gebiete der niederbayerischen Landkreise Eggenfelden und Vilsbiburg wurden gestern nachmittag von einem heftigen Wirbelsturm heimgesucht. Das urplötzlich hereinbrechende Unwetter richtete einen Sachschaden von über zwei Millionen DM an. Menschenleben sind nicht zu beklagen.
Die Sturmböen fegten mit solcher Gewalt über die Dörfer, daß mehrere Gebäude wie Streichholzschachteln zusammenfielen. Zahlreiche Dächer wurden vom Sturm abgerissen, alte Baumbestände entwurzelt und sogar Stahlmasten einer Hochspannungsleitung geknickt. In den betroffenen Gebieten, vor allem in den Gemeinden Mitterskirchen, Hirschhorn, Gangkofen, Vorder- und Hinterreisach wurde sofort Katastrophenalarm gegeben. Noch in den späten Abendstunden waren Feuerwehr, Landpolizei und technische Nothilfe mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt." (Weitere Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976)

Wirbelsturm über Niederbayern (Hamburger Abendblatt, 15.05.1961)

07.05.1961 Tegel
Berlin
F1 "Eine Trombe (Windhose) zerstört an diesem Sonntag in Tegel Teile einer Kindertagesstätte." (Quelle: Wetter und Witterung von 1950 bis 1961) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 09. Mai 1961: "Windhose riß Dach herunter - Berlin (EB). Starke Stürme, die zum Teil Windstärke 9 erreichten, und außergewöhnlich umfangreiche Regenfälle gab es Sonntag in Berlin, als drei Gewitterfronten über die Stadt hinwegzogen. Der Sturm verursachte teilweise beträchtlichen Schaden. Viermal mußte die Feuerwehr im demokratischen Berlin ausrücken, um größerem Schaden vorzubeugen oder Verkehrshindernisse zu beseitigen. In der Oeserstraße (Tegel) riß eine Windhose, die mit orkanartiger Geschwindigkeit dahinraste, das Dach einer Kindertagesstätte herunter und wirbelte die 45 kg schweren Eternit- Platten im Umkreis bis zu 100 m durch die Lüfte. Der Schaden soll sich auf 15 000 Westmark belaufen. Am Hohenzollerndamm in Wilmersdorf mußte längere Zeit der Verkehr umgeleitet werden: Ein 50 breites dreistöckiges Baugerüst war eingestürzt und hatte die Straße blockiert." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 10. Mai 1961: "Sturm mit Windhose und Kälte - Frühiahrsstürme, Gewitterregen und Kälte, die am Sonntag Berlin heimgesucht haben, hielten auch am Dienstag weiter an. Mit dem Sturm bildete sich Sonntag über dem westberliner Ortsteil Tegel — zum ersten Mal seit Menschengedenken — eine Windhose." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 10. Mai 1961: "Sturm mit Windhose - Frühjahrsstürme, Gewitterregen und Kälte hielten auch gestern weiter an. Mit dem Sturm bildete sich am Sonntag über dem Westberliner Ortsteil Tegel — zum erstenmal soweit Menschengedenken reicht — eine Windhose. Mit gewaltigem Sog knickte sie Bäume, Aeste und Baugerüste, hob das Dach einer Kindertagesstätte gleich einem Goliath ab und schleuderte Dachbalken und Ziegel bis zu hundert Meter weit durch die Gegend." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Anmerkung:
Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Sollte ein Ihnen bekannter Tornado fehlen, dann mailen Sie mir bitte.


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