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Verdacht = Fall wird noch untersucht W = Wasserhose

Datum Ort Stärke Beschreibung
Jahr 1980 Geeste-Dalum
Niedersachsen
F1 Das Datum ist nicht genau bekannt. Ein Augenzeuge erinnert sich an abgedeckte Dächer und abgebrochene Kiefernkronen.

Jahr 1980 Königshütte
Sachsen-Anhalt
n.bek. "1980- Eine Windhose überzieht Königshütte" (Quelle: Zeitgeschichtliche Sammlung - 70 Jahre Königshütte im Harz. April 2006, Stadtarchiv Elbingerode (Harz))

25.09.1980 Norderney, Norddeich
Niedersachsen
n.bek. "Eine Wasserhose am 25. September 1980 zwischen Norderney und Norddeich - und Reimer Siemon hat seine Kamera parat." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000)

Sommer 1979-81 Hamwarde
Schleswig-Holstein
n.bek. Genaues Datum nicht bekannt, in Frage kommen jeweils die Sommermonate der Jahre 1979 bis 1981. Ein Augenzeuge erinnert sich: "Das war während eines schweren Sommergewitters, in den Abendstunden/Dämmerung. Der Schlauch kam aus der Erinnerung aus Richtung des "Paradies" (damals eine Art Gärtnerei), zwischen Geesthacht und Worth, zog auf unser Haus zu (21502 Hamwarde), hatte einen ausgeprägten Fuß, hat Stroh und Staub/Sand vom Acker sichtbar mit aufgewirbelt. Knickte in der Zugrichtung dann Richtung Worth ab. Wie lange das dauerte, vermag ich kaum noch zu schätzen, der sichtbare Schlauch vermutl. unter 3-4min, vielleicht sogar deutlich weniger, fand aber m.W. nirgendwo Niederschlag in der Presse o.ä. und ernste Schachschäden gabs wohl auch nicht - bis heute nur Felder und Äcker dort."

30./31.08.1980 Köln-Eil
Nordrhein-Westfalen
F2 Kurz vor Mitternacht (ca. 23:50 Uhr MEZ) zog dieser Tornado über den Kölner Stadtteil Eil im Süden der Stadt hinweg. Der Tornado richtete hier erhebliche Schäden an Häusern, Bäumen und Autos an. Der Zusammenhang zu weiteren Schäden im Gestüt Röttgen (Köln-Heumar) ist nicht ganz klar.

Bericht zum Tornado in Köln-Eil

08.08.1980 Dahlem
Berlin
F0 "Zuletzt wurde in Berlin vor fast zwei Jahren eine Windhose beobachtet: Sie war in der Nacht vom 8. zum 9. August 1980 direkt über das Meteorologische Institut in Dahlem hinweggezogen ( s. auch Beilage zur Berliner Wetterkarte vom 11.8.1980, SO 17/80)." (Quelle: Berliner Wetterkarte, 23.05.1982; weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

06.08.1980 Lichtenrade
Berlin
F1 Keine näheren Einzelheiten bekannt (Quelle: Berliner Wetterkarte)
05.08.1980 Wakendorf II
Schleswig-Holstein
n.bek. "Unter der Schlagzeile "200jährige Eiche von Windhose gefällt" berichtet die NZ (Norderstedter Zeitung) über ein schweres Unwetter in Wakendorf II. Der umstürzende Baum fiel auf Hochspannungsleitungen. Für mehrere Stunden fiel in der Gemeinde der Strom aus." Wakendorf II liegt im Kreis Segeberg, zwischen Henstedt-Ulzburg und Nahe.

04.08.1980 Dasing
Berlin
F1 Dieser Tornado bei Augsburg trat am Abend auf. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

03.08.1980
Verdacht
Sembzin
Sachsen-Anhalt
n.bek. Nach dem monatlichen Witterungsbericht der damaligen "DDR" soll diese Windhose im Bereich der Müritz aufgetreten sein.

03.08.1980 Echternach, Kordel
Rheinland-Pfalz
F2 Dieser Tornado im Bereich Echternach/Trier trat am Abend gegen 21 Uhr MEZ auf. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

03.08.1980 Tornesch, Pinneberg, Quickborn
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 04.08.1980: "In Hamburg schien die Sonne. Aber im Kreis Pinneberg hat ein schweres Gewitter gestern nachmittag eine breite Spur der Verwüstung hinterlassen. Eine Orkanbö raste ab 14.08 Uhr wie ein Wirbelsturm halbkreisförmig durch den bevölkerungsreichsten Kreis des Landes, entwurzelte Bäume, zerriß Stromleitungen, deckte Dächer in Pinneberg und Quickborn ab."

14.08 Uhr brach das Unwetter los (Hamburger Abendblatt, 04.08.1980)

15.07.1980 Grettstadt
Bayern
F2 "Auf über eine Million DM wird der Schaden geschätzt, den eine Windhose in der unterfränkischen Gemeinde Grettstadt im Landkreis Schweinfurt anrichtete. Der Sturm von höchstens drei Minuten Dauer hatte gegen 19.20 Uhr eine schmale Schneise durch den Ort und in den Gemeindewald geschlagen. Bis Anlieger erschreckt auf die Straße laufen konnten, war bereits alles vorbei." Mehr als 50 Wohnhäuser wurden beschädigt, dazu ebenso viele landwirtschaftliche Gebäude. Im Wald wurden 450 Festmeter Holz zerstört. Der Tornado zog von West nach Ost über den Ort hinweg. Dabei wurden Äste und Baumteile aus dem Wald bis in den Ort getragen. (Quelle: Schweinfurter Volkszeitung)

Der Gruselsommer 1980 - ein Rückblick (Wetterzentrale)
Weitere Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998

09.07.1980 Köln
Nordrhein-Westfalen
F1 Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

08.07.1980 Kamp-Lintfort
Nordrhein-Westfalen
F1 Aus einer Meldung der WAZ vom 09.07.1980: "In Sekunden. Auch in Kamp-Lintfort richtete gestern eine Windhose schweren Sachschaden an: Kurz nach 17 Uhr fegte der Wirbelwind plötzlich über den Südwesten der Bergbaustadt weg. Innerhalb von 10 Sekunden entwurzelte er ganze Reihen von Bäumen, deckte Dächer ab und riß Antennen herunter. Auch hier wurden nach Angaben der Polizei keine Menschen verletzt. Bis in die Abendstunden dauerten die Aufräumarbeiten an. Feuerwehrleute befreiten die verwüsteten Straßen mit Motorsägen." (Quelle: Stadtarchiv Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen - Weitere Quellen: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

08.07.1980 Bochum
Nordrhein-Westfalen
F2 Etwa zwischen 17:00 und 17:20 Uhr MEZ zog dieser starke Tornado etwa vom Sportplatz in Bochum-Eppendorf durch Stahlhausen und Hamme bis nach Riemke, kur vor der Autobahn A43 Wuppertal-Münster. Die Schneise war etwa 7,5 Kilometer lang. Es gab zahlreiche Augenzeugen. Der Tornado richtete erhebliche Schäden an Bäumen und Dächern an. Über Verletzte ist nichts bekannt. In einigen Quellen wird von zwei Tornados in Wattenscheid und Bochum berichtet.

Bochum: Windhose (Hamburger Abendblatt, 09.07.1980)

02.07.1980 Herne
Nordrhein-Westfalen
F1 Näheres über diesen Tornado gegen 19 Uhr MEZ ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

02.07.1980 Bergisch-Gladbach
Nordrhein-Westfalen
F2 Näheres über diesen Tornado gegen 19 Uhr MEZ ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

02.07.1980 Bonn
Nordrhein-Westfalen
F2 Dieser Tornado traf gegen 18:30 Uhr MEZ die südlichsten Stadtteile Mehlem und Rüngsdorf. Dazu der Ausschnitt aus der Chronik der Feuerwehr Mehlem: "Der Abend des 2. Juli 1980 war ein schwarzer Abend für den Mehlemer Norden und Teile von Rüngsdorf. Eine Windhose entwurzelte Bäume und deckte viele Dächer ab. In den betroffenen Gebieten sah es wie nach einem Bombenangriff aus. Mit allen verfügbaren Kräften und mit allen technischen Geräten war der Löschzug die ganze Nacht im Einsatz."
15.06.1980
Verdacht
Lockstedt
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Über den Ort fegte ein Wirbelsturm, unter anderem wurde die Bühne von unserem Saal (Hevekels) zerstört." Quelle: Chronik vom Ortsteil Lockstedt. Lockstedt ist ein Ortsteil von Neuendorf bei Klötze in der Altmark.

15.06.1980
Verdacht
Peckfitz
Sachsen-Anhalt
n.bek. "14./15.06. 1980: Wirbelsturm über Peckfitz, 1.30 Uhr eine Windhose hatte sich gebildet, Verwüstung von Krathges Busch, 150jährige Eichen entwurzelt oder in 3 Meter Höhe abgedreht, auch uralte Eichen hinter dem Gehöft von Gustav Lembke betroffen, viele Dächer beschädigt, auch das der Kirche, Schwierigkeiten durch den Stromausfall für Tierpfleger und Melker, Beseitigung der Sturmschäden auf den Straßen durch FFW, Nachbarschaftshilfe bei undichten Dächern" - Quelle: Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Peckfitz. Peckfitz befindet sich ca. 35 km nördlich von Magdeburg im nördlichen Sachsen-Anhalt.

14./15.06.1980 Wilhelmsthal
Thüringen
(6 Tote, 9 Verl.)
F1 In der Nacht vom 14. zum 15. Juni 1980 hat gegen 1 Uhr MEZ ein "Wirbelsturm" am Altenberger See bei Wilhelmsthal (in der Nähe von Eisenach/Thüringen) zahlreiche Bäume umgestürzt. Einige der Bäume trafen Wohnwagen auf einem Campingplatz. Dabei kamen 6 Menschen ums Leben und 9 weitere wurden schwer verletzt.

Bericht im Forum der Wetterzentrale
Augenzeugenbericht aus Eisenach
Bericht von Anke Gernhardt (Armin Opherden)
Zeitungsartikel vom 16.06.1980 (Armin Opherden)
Skywarnseite mit Augenzeugenbericht (Skywarn)
Der Altenberger-See-Tornado (Anke Gernhardt)
Wirbelsturm am Altenberger-See (MDR Mediathek)
Vor 30 Jahren: Orkan über Thüringen fordert acht Menschenleben (Ostthüringer Zeitung, 12.06.2010)
Vor 30 Jahren fegte ein Tornado über den Campingplatz am Altenberger See (Tthüringer Allgemeine, 18.06.2010)

15.06.1980 Königshütte
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: In der Nacht vom 14. zum 15. Juni 1980 gegen 00:30 Uhr MEZ. Dazu aus einer Meldung: "Eine Windhose, aus Richtung Tanne-Allerbach zog über Königshütte, Ortsteil Königshof, hinweg. Ungezählte Bäume stürzten um, versperrten Wege, schlugen auf Dächer. [...] Für Königshütte wurde der Katastrophenzustand ausgerufen. Noch in der Nacht waren die Feuerwehr und andere Helfer dabei, aufzuräumen und Schaden zu beheben." (Quelle: Neuer Harzbote Nr.9, Dezember 2001)

Windhose in Königshütte

14./15.06.1980
Verdacht
Freienbessingen
Thüringen
F1-F2 Freienbessingen liegt etwa 48 Kilometer nordöstlich von Wilhelmsthal. "Durch ein Unwetter in der Nacht vom 14. zum 15. Juni entstanden in der Gemeinde schwere Schäden. Der orkanartige Sturm entwurzelte Bäume, von denen einer auf einen parkenden PKW Wartburg 311 stürzte. An der Karosserie entstand Totalschaden. Außerdem wurden mehrere Dächer abgedeckt. Durch den Einsatz der Feuerwehr und vieler anderer Helfer konnten die Schäden im Ort schnell beseitigt werden. Um weitere Sturmschäden in der Lindenstrasse (Einfahrt zum VEG) zu verhindern, wurden von der Feuerwehr sämtliche Bäume gefällt. Das war nicht der erste Einsatz dieser Art. Bereits 1971 wurde vor dem Gehöft Fritz Wolfram eine große alte Linde gefällt. Diese war abgestorben und stellte eine Gefahr für Menschen und Gebäude dar." (Quelle: Brände und andere Katastrophen in Freienbessingen, Freiwillige Feuerwehr Freienbessingen)
Jahr 1979
Verdacht
Basbeck
Niedersachsen
n.bek. "In den Einsatzbüchern findet man unter „Besonderes“ in diesem Jahr zwölf aufeinanderfolgende Einsätze bei einem schweren Sturm, der mit einer Windhose über Basbeck fegte. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und mußten gesichert werden, ebenso waren etliche umgestürzte Bäume zu beseitigen. Unvergessen ist auch der tagelange Einsatz der Wehr bei der großen Schneekatastrophe." (Quelle: Chronik 1923 - 1998 der Feuerwehr Basbeck). Basbeck liegt bei Hemmoor im äußersten Osten des Landkreises Cuxhaven.

1978/1979 Ratekau
Schleswig-Holstein
n.bek. Genaues Datum nicht bekannt, in den Sommerferien (Mitte Juni - Anfang August). Aus einer Meldung des Lübecker Sonntagsjournal vom 28.09.08: "Vor einigen Jahren knickte ein Tornado in Ratekau, in der Blücher Eiche, unzählige Bäume wie Streichhölzer um und verschwand genauso schnell wie er gekommen war - berichteten die Anwohner, die gerade noch mit heiler Haut davon gekommen waren." Die "Blücher Eiche" ist ein Teil der Gemeinde Ratekau und eine ehemalige Raststätte an der alten B207 nahe der Stadtgrenze zu Bad Schwartau, in einem Waldgebiet gelegen, das die Einwohner ebenfalls Blücher Eiche nennen, obwohl das Flurstück offiziell einen anderen Namen hat. Die besagte Tornado-Stelle befindet sich jedoch von der eigentlichen "Blücher Eiche" ein Stück in Richtung Südosten, nahe der Straße von Ratekau nach Sereetz, wo ein recht großes Waldstück mit umgeworfenen Bäumen liegt, das heute mit niedrigerem Bewuchs weitgehend wieder zugewachsen ist.

06.11.1979 Cloppenburg
Niedersachsen
(15 Verletzte)
F2 Gegen 13:10 Uhr MEZ richtete der Tornado bei Cloppenburg an etwa 130 Gebäuden Schäden in Millionenhöhe an. Es gab 15 Verletzte.

Windhose fegte durch Cloppenburgs Vororte (Hamburger Abendblatt, 07.11.1979)
15 Verletzte durch Windhose in Cloppenburg (Wetterchronik)
Weitere Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998

21.09.1979 Lichtenfels
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MEZ. Ein Tornado zog u.a. über einen Campingplatz hinweg und warf die Wohnwagen durcheinander.

Windhose über Lichtenfelser Campingplatz (Feuerwehr Lichtenfels-Main - Gefahrenschutzzug)

13.06.1979 Bad Lauterberg
Niedersachsen
(1 Verletzte)
F1 Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14.06.1979: "Bad Lauterberg, 14. Juni. Eine Windhose (schlauchartiger Wirbelwind) hat in der Innenstadt von Bad Lauterberg (Harz) auf einer Länge von 1200 Meter Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und parkende Autos beschädigt Eine Passantin wurde von einem herabfallenden Dachziegel getroffen und brach sich einen Fuß. Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Mark. Der ganze "Spuk" - so ein Polizeibeamter - dauerte nur wenige Minuten." (Weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Windhose verwüstet Bad Lauterberg (Hamburger Abendblatt, 14.06.1979)

24.05.1979 Bad Liebenwerda, Lübben
Brandenburg
F4 Zu diesem Fall liegen neue Erkenntnisse vor, die im März 2010 auf dem Extremwetterkongress in Bremerhaven vorgestellt wurden. Einzelheiten dazu und auch Fotos der Schäden folgen demnächst.

Schwerster Tornado der letzten Jahre entdeckt (wetter.info, 09.03.2010)

24.05.1979 Tramnitz
Brandenburg
n.bek. "Am Himmelfahrtstag, dem 24. Mai 1979, wurde Tramnitz von einem Wirbelsturm heimgesucht, dem sämtliche alten Bäume an der Dorfstraße zum Opfer fielen und der fast alle Gebäude mehr oder weniger beschädigte. Die Kirche kam glimpflich davon. Glücklicherweise gab es weder Tote noch Verletzte." (Quelle: Kirchenkreis Kyritz Wusterhausen)

Tramnitz (Kirchenkreis Kyritz Wusterhausen)

24.05.1979 Stadtilm
Thüringen
n.bek. "Ein Unwetter mit Wirbelsturm richtet am Himmelfahrtstag, dem 24.05., großen Schaden an." (Quelle: Stadtilm)

Unwetter mit Windhose in Stadtilm (Wetterchronik)

24.05.1979 Altenburg
Thüringen
n.bek. Das Datum ist nicht ganz sicher. Eine Familie beschreibt, wie der Wirbel entstand und dann Schäden zunächst in einem Kleingartengelände anrichte, danach wurden Dächer abgedeckt und starke Bäume umgerissen. Besonders große Schäden entstanden im Stadtwald. Der Wirbel war mindestens 3 bis 4 Minuten sichtbar.

Tornado in Altenberg (Skywarn)
24.05.1979
Verdacht
Steinburg
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 25. Mai 1979 zu Unwettern im Raum Hamburg: "Im Hamburger Umland ging es dagegen nicht immer so glimpflich ab. So wurden im Kreis Steinburg mehrere Häuser vom Sturm abgedeckt und ein Haus wurde fast völlig zerstört."

24.05.1979 Recklinghausen
Nordrhein-Westfalen
F1 Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

09.08.1978 Pellworm
Schleswig-Holstein
F1 Näheres über diesen Tornado gegen 11 Uhr im Bereich der Insel Pellworm ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

09.08.1978 Fehmarn
Schleswig-Holstein
F1 Näheres über diesen Tornado gegen 11 Uhr im Bereich der Insel Fehmarn ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

07.08.1978 Südbayern
Bayern
n.bek. Schwere Unwetter und Tornado in Südbayern, Bäume und Strommasten geknickt. Quelle: u.a. "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998
06.08.1978 Ihmert
Nordrhein-Westfalen
F1-F2 Bei Hemer im Märkischen Kreis. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, die auf Straßen und ein Gebäude sowie eine Garage fielen. Quelle: Chronik der Feuerwehr Ihmert.
06.08.1978 Pulheim
Nordrhein-Westfalen
F2 Größere Schäden richtete dieser Tornado in Pulheim-Stommeln bei Köln an. Erik Dirksen war Augenzeuge des Geschehens.

Verifikation Tornado Pulheim-Stommeln am 06.08.1978 (Erik Dirksen)
03.08.1978 Echterdingen-Bernhausen, Esslingen
Baden-Württemberg
n.bek. "Die Verfasserin beobachtete am 3. August 1978 um 12.15 Uhr von Hohenheim aus einen Wirbelsturm, der über den Wäldern des Uhlbergs entstand und etwas südlicher über Echterdingen - Bernhausen nach Esslingen zog. In Hohenheim betrug 12.20 Uhr die Windstärke: 27.1 m/s)." (Quelle: Waltraud Düwel-Hößelbarth, Chronik der Hohenheimer Meteorologischen Beobachtungen der Jahre 1878 - 1977. Stuttgart. Mai 1982)

03.08.1978 Schechingen
Baden-Württemberg
(6 Verletzte)
F3 Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MEZ. Etwa 70 Häuser wurden durch den Tornado zum Teil schwer beschädigt. Von einem Fertighaus standen nur noch einzelne Wände, das Dach und die Möbel wurden weit verfrachtet. Ein landwirtschaftliches Gebäude wurde teilweise zerstört. Ein Scheunendach flog etwa 600 Meter, Gartenmöbel bis etwa einen Kilometer. Sieben PKW wurden hochgehoben, ein VW-Käfer landete 150 Meter weiter auf einer Hecke. Durch Schechingen zog sich eine etwa 50 Meter breite und 600 Meter lange Schneise mit schwersten Schäden. Es gab sechs Leichtverletzte, aber keine Toten.

26.07.1978 Naunheim
Hessen
n.bek. "In den Beobachtungen der Niederschlagsstation Niederkleen vom 26.7.1978 heißt es: "Wetterschäden (alte Eiche 5km entf), Windhosen an der Lahn bei Naunheim. In meinem Bezirk keine Schäden!!"" (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

23.06.1978 Recklinghausen
Nordrhein-Westfalen
F1-F2 Zeitpunkt: gegen 11:35 Uhr MEZ. Mehr als 100 Dächer wurden beschädigt, zahlreiche Bäume entwurzelt, Gesamtschaden ca. 2 Mio. DM, es gab 3 Verletzte. Die Schadensspur erstreckte sich über eine Länge von ca. 7 Kilometern und eine Breite bis zu 200 Metern. U.a. wurde ein Wohnwagen über eine 1,80 Meter hohe Mauer geschleudert, ein Auflieger eines Sattelzuges kippte um. Quelle: u.a. "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998 - Weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 24.06.1978: "Eine Windhose, die auf einer Lange von sieben Kilometern und einer Breite von 200 Metern Recklinghausen überquert hat, richtete einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Mark an. Dächer wurden abgedeckt und zahlreiche parkende Kraftfahrzeuge von herabfallenden Gegenständen beschädigt. (ap)"

Windhose über Recklinghausen (Hamburger Abendblatt, 24.06.1978)

19./20.06.1978
Verdacht
Neumünster
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 21.06.1978: "Nachts gingen in Neumünster für 14 Minuten alle Lichter aus. Ursache des "black outs" waren große Mengen Heu, die von einer Windhose getragen worden waren und sich auf spannungsführenden Teilen abgelagert hatten. Nächtlicher Tau bewirkte die Kurzschlüsse In der 60 OOO-Volt-Sammelschiene. Mehrere Isolatoren wurden zerstört. (dpa)"

Heu verursachte Kurzschluß (Hamburger Abendblatt, 21.06.1978)

Jahr 1977
Verdacht
Leutenbach
Bayern
n.bek. "1977: Ein Wirbelsturm verbunden mit heftigen Regenfällen deckt das ganze Sportheim ab. Die Innenräume sind bis zu 0,5 Meter unter Wasser." (Quelle: FC Leutenbach). Leutenbach liegt in Oberfranken im Landkreis Forst.

Verdachtsfall Leutenbach (Skywarn)
Chronik FC Leutenbach (FC Leutenbach)

Jahr 1977
Verdacht
Mirow
Mecklenburg-Vorpommern
F1-F2 Nach Angaben der Chronik der Feuerwehr Mirow (Kreis Mecklenburg-Strelitz) soll ein "Wirbelsturm" im Frühjahr/Sommer den Schlauchturm der Feuerwehr zerstört haben.
10.06.1977 Gerderhahn, Wildenrath
Nordrhein-Westfalen
F2 Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MEZ. Länge der Schadensspur: etwa 10 km, Breite in Gerderhahn etwa 200 Meter. "[...] In einer Arbeit von D. Fuchs werden diese Fälle jedoch als Tornados beschrieben, zu mindestens einem gab es sogar Augenzeugenberichte: "Ein Beobachter berichtete von einer 'spitzen Wolke, die von dem Gewitter herabhing und zeitweise bis zum Erdboden reichte', ein weiterer Augenzeuge beschrieb die geläufige Elefantenrüsselform."" (Quellen: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978)

10.06.1977
Verdacht
Selfkant
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "[...] In einer Arbeit von D. Fuchs werden diese Fälle jedoch als Tornados beschrieben, zu mindestens einem gab es sogar Augenzeugenberichte: "Ein Beobachter berichtete von einer 'spitzen Wolke, die von dem Gewitter herabhing und zeitweise bis zum Erdboden reichte', ein weiterer Augenzeuge beschrieb die geläufige Elefantenrüsselform."" Quellen: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10.

09.06.1977 Havert
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus der Geschichte der FF Schalbruch-Havert (Kreis Heinsberg): "Als am 9Juni 1977 nach einer über den östlichen Teil des Dorfes hinwegfegenden Windhose die Gebäude von Heinrich Stelten und Donners in Havert in Mitleidenschaft gezogen wurden, half die Einsatzgruppe bei den Aufräumungsarbeiten und Reparatur der Dächer."

FF Schalbruch-Havert

1975/1976
Verdacht
Egeln
Sachsen-Anhalt
n.bek. Im Kreis Aschersleben-Staßfurt. Der Tornadoverdacht geht auf einen Augenzeugenbericht zurück, über Schäden ist nichts bekannt (Quelle: Thilo Kühne).
1975/1976
Verdacht
Userin
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Im Kreis Mecklenburg-Strelitz. Der Tornadoverdacht von Userin und Groß Quassow geht auf einen Augenzeugenbericht zurück, über Schäden ist nichts bekannt (Quelle: Thilo Kühne).
09.06.1976 Rheinberg-Orsoy
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

03.09.1975 Bad Waldsee
Baden-Württemberg
F1 Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

23.06.1975 Weisweil
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung zu schweren Unwettern im Klettgau: "In Weisweil kam noch eine Windhose hinzu, die 50 Ar Wald zu Boden drückte. Außerdem stürzten Stallungen ein, gaben Häuserwände den Wassermassen nach." (Quelle: )

FF Schalbruch-Havert

07.05.1975 Bielefeld
Nordrhein-Westfalen
F1 Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

15.04.1975 Schwürbitz
Bayern
F2 Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MEZ. Der Tornado zog eine Schneise durch die Gemeinde Schwürbitz bei Lichtenfels, er beschädigte 20 Häuser und einige Autos.

Schwürbitzer Geschichte
Ein Wirbelsturm wütete in Schwürbitz (Feuerwehr Lichtenfels-Main - Gefahrenschutzzug)

17.03.1975 Bremen n.bek. Nichts Näheres über diesen Tornado im Bereich des Flughafens bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

Jahr 1974 Sierksdorf
Schleswig-Holstein
n.bek. "1974 wurde die Rundbogen-Flughalle gebaut und weil die "Flugleitung", bis dato in einem Wohnwagen untergebracht, von einer Windhose zerlegt wurde, packten alle Clubmitglieder kräftig an und es entstand unser schmuckes Vereinsheim." (Quelle: Flugplatz Sierksdorf)

Geschichte des Platzes und Clubs Hof-Altona (Flugplatz Sierksdorf)

17.08.1974 Region Niedersachsen
Niedersachsen
n.bek. Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

04.07.1974 Tatenberg
Hamburg
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 05.07.1974: "Wie ein Bombeneinschlag wirkte eine Windhose, die am Donnerstagmittag an einem Bauernhaus am Tatenberger Deich 209 in Tatenberg erheblichen Schaden anrichtete. Durch die Gewalt des Wirbelwindes wurde ein Teil des reetgedeckten Daches eingerissen (Foto). Menschen und Vieh kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr mußte im Stall einige Deckenbalken abstützen. Die Familie hatte sich eben zum Mittagessen niedergesetzt, als sie von einem unheimlichen Sausen erschreckt wurde. Altbauer Willi Annen (69): "Ein Krachen folgte, und als ich ins Freie lief, war ein Teil des Daches eingestürzt.""

Windhose riß Dachstuhl ein (Hamburger Abendblatt, 05.07.1974)

01.07.1974
Verdacht
Grünbach
Sachsen
n.bek. "1974, 1 Juli: Eine Windhose verwüstet den Krugler, beim Wolfen Richard wurde die Scheune zerstört." (Quelle: Freiwillige Feuerwehr Grünbach). Grünbach liegt im Vogtland im westlichen Sachsen.

Verdachtsfall Grünbach (Skywarn)
Einsatzchronik der FF Grünbach/V. (Freiwillige Feuerwehr Grünbach)

Jahr 1973 Bad Kösen
Sachsen-Anhalt
n.bek. "1973 Eine Windhose zerstört mehrere Gebindefelder, die ab 1974 wieder erneuert werden." (Quelle: Gradierwerk Bad Kösen)

Geschichte der Saline zu Kösen (Gradierwerk Bad Kösen)

Sommer 1973 Usedom
Mecklenburg-Vorpommern
W Diese ausgeprägte Wasserhose wurde vor der Insel Usedom 3 bis 5 Minuten lang beobachtet.

08.08.1973 Königstein
Sachsen
n.bek. "Ein unerwartet heftiger Wirbelsturm, der sich am vergangenen Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr vom Osterzgebirge zur Sächsischen Schweiz zog, brachte auf der Festung Königstein die bereits mehrmals ausgemauerte sogenannte Blitzeiche zu Fall." (Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Pirna vom 11.8.73 sowie Dieter Weber, damaliger Direktor der Festung, Recherche durch den Festungsverein Königstein e.V.)

29.06.1973 Cloppenburg
Niedersachsen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

29.06.1973 Ammerland
Niedersachsen
n.bek. Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

05.05.1973 Hademarschen bis Kiel
Schleswig-Holstein
(1 Toter, viele Verl.)
F3 Der Tornado vom Mai 1973 war mit dem von Pforzheim im Jahre 1968 fast vergleichbar. Mitten durch die Innenstadt führte die Schneise der Verwüstung. Dabei kam ein 14jähriger ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Der Tornado zog auf einer ungewöhnlich langen Bahn über das mittlere Schleswig-Holstein hinweg und überquerte die Kieler Innenstadt in der Nähe des Bahnhofs, wo die Autos von dem Parkplatz fortgetragen wurden. Auch die Werft HDW wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Schäden beliefen sich allein im Stadtgebiet auf rund 30 Millionen DM (damaliger Wert).

Ausführlicher Bericht zum Tornado von Kiel 1973

Jahr 1972
Verdacht
Nienborstel
Schleswig-Holstein
n.bek. Nach einer Meldung der Landeszeitung trat eine Windhose auf: "Eiche, Buche oder auch Ahorn sind den meisten Waldspaziergängern vertraut, doch im Haaler Gehege wächst inmitten einer üppigen Naturverjüngung auch ein seltsam anmutender Baum: Der Mammutbaum. ... Von einer Windhose im Jahr 1972 arg gebeutelt, verlor er..."
13.11.1972
Verdacht
Lockstedt
Sachsen-Anhalt
n.bek. "Über den Ort fegte ein Wirbelsturm, welcher große Schäden an Dächern und in der Flur anrichtete." Quelle: Chronik vom Ortsteil Lockstedt. Lockstedt ist ein Ortsteil von Neuendorf bei Klötze in der Altmark.

15.08.1972 Tübingen
Baden-Württemberg
n.bek. Tornado richtet nach einem Bericht des Schwäbischen Tagblattes vom Mittwoch, 16. August 1972, Schäden im Bereich des Neckars an.

15.08.1972 Hain, Wiesthal, Frammersbach
Bayern
n.bek. In der Nacht vom 14. zum 15. August richteten mehrere Sturmereignisse im Sepessart erhebliche Schäden an. Dazu berichtet ein Wanderer: "Ich lag damals nachts etwa 1,3 km südlich des kleinen Örtchens Hain i. Spessart. Ich erwachte morgens unbeschadet, während der Tornado etwa 50 Meter an mir vorbei gezogen war und eine ca. 200 m breite Schneise in den Wald geschnitten hatte, in der nichts mehr stand. Tags zuvor war sonnig warmes Wetter, ein schöner klarer Abend. Der Tornado muss am frühen Morgen durchgezogen sein. Meine Wanderung führte mich nach Bergrothenfels am Main (Burg, Jugendherberge) und ich sah unterwegs immer wieder Schäden verschiedener Stärke. Was mich nahe Hain so frapiert hatte, war, daß alle Bäume um waren, aber die wenigsten entwurzelt, sondern in ca. 3 m Höhe abgeknickt oder abgedreht. Viel geregnet kann es nicht haben und morgens war das Wetter wieder sehr freundlich." - Weiter berichtete das Lohrer Echo am 14.08.08: "1972: Sturmnacht in Frammersbach und Wiesthal: Gegen 22 Uhr bringt ein Gewitter sintflutartigen Regen. Eine Windhose knickt 25 000 Festmeter Fichtenbestand des Gemeindewaldes um. Alle Straßen nach Frammersbach sind durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Hauptstraße ..." (Weitere Quelle: u.a. D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

09.07.1972 Oelde
Nordrhein-Westfalen
F1 "Der Grüne Weg in Oelde war in Höhe der Steinstraße übersät mit Holzteilen. Die Windhose hatte ein von der Firma Stoll genutztes Lagerhaus auf der Rampe des Güterbahnhofes emporgehoben und auf die Straße geschleudert. [...] Am Güterbahnhof wurde ein Holzschuppen durch die Luft und auf den Grünen Weg geschleudert, der in Höhe der Steinstraße dadurch völlig gesperrt wurde. Auf der Warendorfer Straße stürzte ein Baum auf die Fahrbahn. Das ganze Stadtgebiet war übersät von abgerissenen Aesten. Größere Schäden entstanden hier aber nicht." (Quelle: "Die Glocke", 10.07.1972)

09.07.1972 Diestedde, Oelde-Sünninghausen, Wiedenbrück, Varensell
Nordrhein-Westfalen
F2 Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MEZ. Der Tornado richtete bei Diestedde, östlich von Beckum, erhebliche Schäden an Gebäuden und Bäumen an. Nach kurzer Auflösung/Abschwächung zog er nach Oelde-Sünninghausen: "Dagegen wurde der Ortsteil Sünninghausen heftiger heimgesucht. An der Straße nach Wadersloh wurden zahlreiche Dächer abgedeckt. Am schlimmsten traf es die Anwesen ..., die schwer beschädigt wurden. Starke Schäden trugen auch die Gehöfte ... in der Bauernschaft Wibberich davon." (Quelle: "Die Glocke", 11.07.1972) In Wiedenbrück wurde unter anderem das St.-Vincent-Hospital schwer beschädigt. Nach einem Bericht der Zeitung "Die Glocke" wurden hier mindestens 15 Menschen verletzt. Ein Bauernhaus in Lintel stürzte ein und eine fünfköpfige Familie wurde obdachlos. Hier wurden mehr als 20 Dächer nahezu komplett abgedeckt. Insgesamt wurden 23 Verletzte und Schäden in Höhe von mehreren Millionen DM gemeldet. In der Nähe des Krankenhauses ereignete sich am Lümernweg folgendes: "In der Nähe wurde ein Junge von einer Windhose erfaßt und rund 20 Meter durch die Luft geschleudert." (Quelle: "Die Glocke", 11.07.1972) - "Das ungemein schwüle Wetter, das den ganzen Sonntag über andauerte, entlud sich gegen 17 Uhr in einem tobenden Gewitter, das eine Windhose in seinem Gefolge hatte. Seine größte Kraft tobte der Wirbelsturm am südlichen Stadtrand von Wiedenbrück aus. Vom Haxthäuser Weg wälzte sich das Unwetter über die Lippstädter Straße, den Burgweg, durchs Stadtholz über das St.-Vincent-Hospital und den Patersweg hinweg nach Lintel. Von dort zog es weiter über ein Teilstück von Varensell (Anm.: Ortsteil von Rietberg), riß noch von der Gastwirtschaft Cordto-Krax einige Dachziegel ab und löste sich auf Verler Gemeindegebiet auf.
Zurück blieb eine breite Schneise der Verwüstung. Nach der groben Uebersicht, die Polizei und Feuerwehr gestern hatten, brachte der Wirbelsturm zwei Häuser am Lümernweg und am Patersweg zum Einsturz, zerstörte etliche Stallungen, deckte ungezählte Häuser und Scheunen ab und zertrümmerte obendrein alle erreichbaren Fensterscheiben." (Quelle: "Wiedenbrücker Zeitung", 11.07.1972). Die Schäden allein in Wiedenbrück, Linteln und Varensell beliefen sich auf mehr als 10 Millionen DM.

Bericht zum Tornado bei Diestedde

09.07.1972 Versmold
Nordrhein-Westfalen
F1 Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MEZ. Dazu aus einer Meldung des Haller Kreisblattes: "...gegen 16:30 Uhr im Versmolder Raum. [...] Von Peckeloh über Versmold zieht sich eine etwa 2 km breite Schneise, in der z.T. katastrophale Verwüstungen angerichtet wurden. [...] 25 Dächer von Häusern im Stadtgebiet wurden mehr oder weniger abgedeckt. Die Stromleitungen sind an mehreren Stellen unterbrochen, so daß die Stromversorgung weitgehend zusammengebrochen ist. An verschiedenen Stellen sind parkende Fahrzeuge durch umstürzende Bäume zerstrümmert, [...]" Ein Mensch wurde am Stadtpark durch einen umstürzenden Baum verletzt. - "Eine Windhose riß in den Wald zwischen den Orten Peckeloh und Loxten eine acht Kilometer lange und etwa zwei Kilometer breite Schneise und richtete vor allem im Versmolder Stadtpark schwere Verwüstungen an." (Quelle: "Die Glocke", 11.07.1972)

01.03.1972 Arnsberg
Nordrhein-Westfalen
(1 Toter, 3 Verl.)
n.bek. "1972: Am 01. März stürzt nach einer Windhose die Kfz.-Halle der Jägerkaserne ein. Hierdurch wird ein Mensch getötet und drei schwer verletzt." (Quelle: Feuerwehr Arnsberg)

Geschichte der Feuerwehr (Feuerwehr Arnsberg)

18.10.1971 Kiel, Behrensdorf
Schleswig-Holstein
(1 Toter, 13 Verl.)
F3 Mitten im Herbst zog dieser Tornado über den Norden Kiels und richtete hier sowie in einer langen Schneise bis zur Hohwachter Bucht enorme Schäden an (Quellen: Eigenrecherchen in Kiel, Kieler Nachrichten, Schriften des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schleswig-Holstein).

Tornados in Schleswig-Holstein (Mario Lehwald)
Tornado in und um Kiel 1971
Freiwillige Feuerwehr Behrensdorf

01.09.1971 Schönberg
Schleswig-Holstein
n.bek. Eventuell am 03.09.? Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

15.07.1971
Verdacht
Altenmarhorst
Niedersachsen
n.bek. "ich glaube, hier in meinem Ort, dem schönen Altenmarhorst, gab es auch mal einen Tornado. Ich glaube, es war am 15.07.1971." Quelle: Michael Brinkmann, Feedback bei TorDACH. Altenmarhorst ist ein Ortsteil von Twistringen, südlich von Delmenhorst.

18.05.1971 Heiligenstadt, Westhausen
Sachsen-Anhalt
n.bek. Nach den Recherchen von Pierre Gremmler zog das Unwetter am 18.05.71 gegen Abend über Heiligenstadt auf und zog weiter über Westhausen / Bodenrode nach Nordosten über Bischofferode (Kreis Worbis) in Richtung Nordhausen ab. Nach einigen Augenzeugen, die er spechen konnte, haben diese so etwas noch nicht erlebt. Der Himmel hatte eine seltsame Färbung, Dächer sind geflogen, ein ganzer, neu gebauter Kuhstall in Westhausen sei eingestürzt. Andere wiederum berichteten über starken Hagelschlag der ungefähr 3 cm Durchmesser hatte, Telegraphenmasten seien reihenweise abgeknickt worden und in einem Wald bei Bodenrode soll eine etwa 30m breite und 120m lange Schneise gewesen sein, in der wo die Bäume regelrecht abgedreht gewesen seien und ein Jägersitz d.h. die Überreste davon hätten auf einem ganz anderen Feld gelegen, wo auch umgeworfene Getreideanhänger lagen. - Weiter aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000 zu Unwettern vom 22.-24. November 1984: "Im Zusammenhang mit einem Unwetter kommt eine Großtrombe zur Ausbildung. Besonders betroffen: Heiligenstadt, Worbis. Totalschäden treten in der Landwirtschaft auf. Viele Dächer von Gebäuden sind abgedeckt."

Anmerkung:
Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Sollte ein Ihnen bekannter Tornado fehlen, dann mailen Sie mir bitte.


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