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Verdacht = Fall wird noch untersucht W = Wasserhose

Datum Ort Stärke Beschreibung
17.11.1990 Erbgericht
Sachsen
F1 "Am 17. November wird durch eine Windhose in der Nähe vom Erbgericht ein Dach abgetragen. Durch umherfliegende Teile werden Stromleitungen, Gebäude und PKW´s beschädigt." Quelle: Feuerwehr Nassau. Das "Erbgericht" ist eine Pension in Nassau, Kreis Freiberg.
29.10.1990 Lindern
Niedersachsen
n.bek. "Am 29. verursachten Windhosen in Barßel und Lindern (Münsterland) große Schäden. Häuser wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und Fahrzeuge zerstört." (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht, Oktober 1990).

29.10.1990 Barßel
Niedersachsen
n.bek. "Am 29. verursachten Windhosen in Barßel und Lindern (Münsterland) große Schäden. Häuser wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und Fahrzeuge zerstört." (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht, Oktober 1990).

30.09.1990 Nohfelden, Nonnweiler
Saarland
F1 Zahlreiche Häuser (Dächer) beschädigt. Bäume entwurzelt, Stromleitungen beschädigt. Straßen blockiert. Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998
09.08.1990 Wintermoor
Niedersachsen
n.bek. "Am 09. August 1990 fegt eine Windhose über Wintermoor hinweg und entwurzelt zahlreiche Bäume." Quelle: Rückblick über 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ehrhorn/Wintermoor). Wintermoor liegt bei Schneverdingen in der Lüneburger Heide.
05.07.1990 Bullenhausen
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 06.07.1990: "Über die Gemeinde Bullenhausen (Landkreis Harburg) südlich der Elbe ist gestern nachmittag eine Windhose hinweggefegt. Der Sturmwirbel deckte mehrere Hausdächer ab, knickte Bäume um und ließ vertäute Boote auf der Elbe kentern. Niemand wurde verletzt.
Das seltene Naturereignis hatte sich nach einem Gewitter aufgebaut. In Sekundenschnelle schlug die Windhose von der Ortschaft Moor über Meckelfeld nach Bullenhausen eine Schneise der Verwüstung. Die Windhose fegte unter einer Hochspannungsleitung hindurch und löste sich über der Elbe in Höhe des Oortkatener Sees auf.
Besonders betroffen von dem Unglück waren die Anwohner des Lührsweges in Bullenhausen, wo die Dächer mehrerer Reihenhäuser abgedeckt wurden. Ziegel flogen wie Geschosse bis zu 400 Meter weit. Flachdächer der am Ende der Straße liegenden Garagen wurden abgehoben. Feuerwehrleute der Ortswehren aus Moor, Meckelfeld, Over und Bullenhausen deckten beschädigte Häuser mit Planen zum Schutz gegen Regen ab und bargen auf der Straße liegende Trümmer.
Hinter dem Eibdeich gelegene Wochenendhäuser wurden ebenfalls stark beschädigt. Auf Stromleitungen stürzende Bäume unterbrachen für einige Zeit die Stromverbindung."

Windhose schlug eine Schneise der Verwüstung (Hamburger Abendblatt, 06.07.1990)

09.05.1990 Zülpich-Sinzenich
Nordrhein-Westfalen
F2 Windhose zwischen Zülpich-Sinzenich und Zülpich-Bürvenich; Aussiedlerhof zerstört, Dach abgehoben und aufs Feld gelegt, pflügender Bauer mit Traktor umgekippt; Schäden über 100.000 Euro (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden)
09.03.1990 Wülfel/Döhren
Niedersachsen
n.bek. Das Flachdach des Feuerwehrgerätehauses in Wülfel wurde zerstört: "Am 09. März 1990 ereignete sich für die Feuerwehr Wülfel ein wohl hoffentlich einmaliger Einsatz: Durch eine Windhose wurde das Flachdach des Gerätehauses zerstört und die losen Dachteile umhergeweht. Durch das undichte Dach drang Wasser in das Gebäudeinnere und sammelte sich im Bereich des Lehrsaales. Kräfte der Berufsfeuerwehr und der mitalarmierten Ortsfeuerwehr beseitigten den Schaden." Quelle: Freiwillige Feuerwehr Wülfel.
26.01.1990 Jesteburg
Niedersachsen
n.bek. Während eines Wintersturms trat dieser Fall auf: "In Jesteburg wütete eine Windhose am Ortsausgang Richtung Bendestorf, ließ dicke Äste und ganze Bäume niederkrachen - die Harburger Straße wurde für eine halbe Stunde total gesperrt. Blauröcke agierten mit Motorsäge und Seilwinde." (Quelle: Wochenblatt). Jesteburg liegt im Landkreis Harburg, 5 bis 6 Kilometer südöstlich von Buchholz i.d. Nordheide.

06.08.1989 Wichmannshausen
Hessen
F2 "Eine Windhose hat am 6. August 1989 meinen Heimatort Datterode (PLZ 37296) um 500 Meter verfehlt, im Nachbarort Wichmannshausen Häuser recht schwer beschädigt, eine Schneise durch den Wald geschlagen (diese war noch jahrelang gut zu sehen) und ist dann nur etwa 1,5 km vor der Kreisstadt Eschwege verschwunden." Quelle: Martin Beck aus Datterode, Feedback bei TorDACH
Jahr 1989
Verdacht
Rußheim
Baden-Württemberg
n.bek. "1989: Windhose beschädigt zwei Tennisplätze." Quelle: Fußballverein Rußheim 1912 e.V.
16.03.1989 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
F2 Zeitpunkt: zwischen 16:30 und 17:00 Uhr MESZ. In der südlichen Düsseldorfer Innenstadt entwickelte sich gegen 16:28 Uhr während eines außergewöhnlich kräftigen Gewitters mit nussgroßen Hagelkörnern ein Tornado, der eine Schneise der Zerstörung hinterließ. Die Schneise war etwa 5 Kilometer lang und 300 bis 500 Meter breit. Die Schäden beliefen sich auf ca. 50 Mio. DM.

Bericht bei wetterchronik.de

08.03.1989 Trossin
Sachsen
n.bek. Eine "Windhose" soll mehrere Dächer abgedeckt und einige Dachziegel bis zu 40 Meter weit geschleudert haben: "Am 8. März 1989 deckte eine mächtige Windhose Dächer ab und schleuderte Dachziegel 40 Meter weit." (Quelle: Torgauer Zeitung).

Von Windhosen bis Wolkenbrüchen (Torgauer Zeitung, 18.03.2004)

07.10.1988 Trier
Rheinland-Pfalz
F2 In der Stadt Trier wurden innerhalb einer kilometerlangen Schneise Dächer abgedeckt, Kamine umgestürzt und etwa 65 PKW durch umstürzende Bäume beschädigt.

Bericht zum Tornado in Trier

23.09.1988
Verdacht
Nottuln
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus einer Meldung der Westfälischen Nachrichten zum Tornado in Nottuln-Appelhülsen (21.07.2008) am 23. Juli 2008: "Unter der Überschrift "Starker Sturm hinterließ Verwüstungen" schrieben die Westfälischen Nachrichten in ihrer Nottulner Lokalausgabe beispielsweise in einem Bericht über Feuerwehreinsätze auch etwas über eine Windhose, die am 23. September 1988 aufgetaucht war: "Nachdem orkanartiger Sturm über das Gemeindegeiet gefegt war, stürzten Auf dem Draum zehn Bäume um. Die Löschzüge aus Nottuln und Darupentfernten die Hindernisse. Heinz Stapper, stellvertretender Löschzugführer aus Nottuln, vermutete gestern, dass sich dort eine Art Windhose gebildet hatte, die die größtenteils älteren Bäume zum Umstürzen brachte." Das war damals allerdings nur die Spitze des Eisberges, denn Augenzeugen berichteten, dass in Darup an diesem Tag auch Dächer teilweise abgedeckt wurden und das Dach einer Scheune heruntergerissen worden war."

Sommer 1988
Verdacht
Guben
Brandenburg
n.bek. Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau (von Barbara Remus) zu einer Ausstellung des Gubener Hobbyfotografen Dieter Karpinski im Gubener Stadt- und Industriemuseum: "Veränderungen in ganz anderem Sinne hat Karpinski im Sommer des Jahres 1988 festgehalten. Da sei er am Tag durch die Stadt geradelt, um im Bild die Schäden festzuhalten, die der Orkan hinterlassen hatte."

Bilder von Veränderungen (Lausitzer Rundschau)

01.09.1988 Neuhof
Hessen
n.bek. Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000 zu Unwettern vom 22.-24. November 1984: "Besonders betroffen: Gebiet in Fulda. Es kommt zur Zerstörung einer Maschinenhalle in Neuhof. Auf 2km Weglänge entwurzeln Bäume, sind Dächer beschädigt."

August 1988 Londorf
Hessen
n.bek. Nach einem Bericht des Gießener Anzeigers vom 08.06.2005 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Im August 1998 hatte eine Windhose eine Schneise in den Wald geschlagen. Dabei brach und fiel auch eine etwa 300 Jahre alte Buche, sie wurde "Die Braut" genannt. An diesem Baum erläuterte Krautzberger den Prozess der Verrottung im Wald mit seinen vielen Helfern: Pilze, Bakterien und Insekten sind dabei am Werk. Auch die Lücke im Dach des Waldes schließt sich wieder, man erkennt so den Wald als sich stetig veränderndes Ökosystem."

Naturkundliche Wanderung (Gießener Anzeiger)

Aug. 1987/88
Verdacht
Bosenheim
Rheinland-Pfalz
F1-F2 Datum nicht genau bekannt. Deutliche Schneise vom Ortsrand Bosenheims (Kreis Bad Kreuznach) in nordöstliche Richtung zum Ortsrand Pfaffen-Schwabenheim, Länge ca. 1-2 km.

Tornadoverdacht August 1987 oder 1988 (Skywarn)

28.08.1988 Bosenbüttel
Niedersachsen
n.bek. Um 22:01 Uhr MESZ erfolgte die Alarmierung der umliegenden Feuerwehren im Bereich Nordholz-Midlum im Landkreis Cuxhaven nach einer Windhose. Auch in der weiteren Umgebung fielen zahlreiche Bäume um, darunter einige bei Wremen auf eine Starkstromleitung.
22.08.1988 Bodensee
Baden-Württemberg
W Die Wasserhose vor Langenargen war nach Beschreibungen sehr lang, zylinderförmig, leicht schräg. Sie konnte wahrscheinlich von einem Schiff aus fotografiert werden.
21.08.1988
Verdacht
Cuxhaven
Niedersachsen
n.bek. "Eine Trombe verursachte am 21. große Schäden in Bremerhaven und Cuxhaven." (Quelle: Monatl. Witterungsbericht des DWD). Das Ereignis in Bremerhaven ist gesichert, aus Cuxhaven liegt nichts vor. Wegen der Lage der beiden Orte und der herrschenden Wetterlage ist von zwei getrennten Ereignissen auszugehen, wahrscheinlich gab es nur einen Tornado in Bremerhaven.

21.08.1988 Bremerhaven
Bremen
F3 Aus einer Meldung der Cuxhavener Zeitung vom 24.08.1988: "Windhose. Das Inferno brach kurz vor 21 Uhr los: Eine Windhose fegte über die Marina am Bremerhavener Fischereihafen, wirbelte Autos und Boote durch die Luft. "Die Fahrzeuge flogen teilweise 100 Meter weit und 50 Meter hoch, stapelten sich übereinander", beobachteten Helmut Kuhlmann und seine Frau Ilse von der Nordsee-Yachting. "Wie bei einem Wirbelsturm in Florida." Dabei blieben die Ausmaße des Unwetters räumlich eng begrenzt - die Windhose fegte in einer etwa fünf Meter breiten (Anm.: Angabe scheint etwas zu gering) Schneise "nur" über den Parkplatz und den Jachthafen. Nicht einmal die Wasserschutzpolizisten an der Doppelschleuse hatten etwas bemerkt."

Weitere Berichte zum Tornado in Bremerhaven

11./12.08.1988
Verdacht
Königsbronn
Baden-Württemberg
n.bek. Der mutmaßliche Tornado zog um 12 Uhr durch Königsbronn, von den Höhen bei Zang kommend, ins Brenztal durch Königsbronn, verschwand nach den vorliegenden Berichten wieder in den Wolken, um dann abermals ein paar Kilometer weiter nordöstlich über das Härtsfeld mit Bodenkontakt zu ziehen. Die Schadensspur war mit 50 bis 100 m Breite sehr eng begrenzt.
05.07.1988
Verdacht
Mittweida
Sachsen
n.bek. Mehr folgt.

Tornado 1988 in Mittweida

05.07.1988 Petzow
Brandenburg
F1 Nach einem Bericht der Potsdamer Neusten Nachrichten vom 04. Juli 2002 soll dieser Tornado in Petzow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) aufgetreten sein. Er richtete Schäden im Ort und auf einem Campingplatz an. Hier wurden einige Wohnwagen zerstört und zahlreiche Zelte fortgetragen.

05.07.1988 Berching
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 07. Juli 1988: "Orkanartige Stürme, Hagel und starke Regenfälle haben in Bayern Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Bei Berching ließ eine Windhose eine Scheune einstürzen."

Regen Blitz Hagel (Abendblatt, 07.07.1988)

01.07.1988 Salzgitter
Niedersachsen
F2 Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Der Tornado wurde von einem Reiterhof am NW-Rand von Sehlde aus beobachtet, wie er eine Bresche in eine Pappelreihe schlug. Von hier aus zog er in Richtung Nordost bis Nordnordost und erfasste dann Salzgitter-Lichtenberg, wo er auch von der ehrenamtlich betriebenen Klimamessstation aus gesichtet wurde. Im Ostteil der Lichtenberge fielen dem Tornado etwa 10.000 Festmeter Holz zum Opfer. Danach zog der Tornado weiter nach Salzgitter-Lebenstedt. Der damalige Leiter der Schwimmhalle in Lebenstedt beobachtete den Tornado, der das gesamte Hallendach während des Badebetriebes um ca. 3 Meter verschob. Danach zog der Tornado weiter nach Broistedt, wo am Bahnhof die Bahnlinie blockiert wurde. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Das Dach musste komplett neu errichtet werden. Verletzte oder Tote gab es durch diesen Tornado nicht.

Tornado in Salzgitter (Skywarn)

01.07.1988 Goslar
Niedersachsen
F2 Zeitpunkt: 15:40 Uhr MESZ. Betroffen waren vor allem die Bundesstraße B 241 zwischen Goslar und Hahnenklee sowie die Innenstadt von Goslar. Quelle: Stadtforstamt Goslar, Martin Hubrig
25.03.1988 Maisach
Bayern
4 Verletzte
F1 Zeitpunkt: kurz nach 15 Uhr MEZ. Dächer von 60 Häusern, Ampelanlagen und Autos beschädigt, Stromausfall, 4 Verletzte. Gesamtschaden: ca. 1 Mio. DM. Quellen: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998 sowie Tageszeitungen am folgenden Tag.
Jahr 1987 Großbeuthen
Brandenburg
n.bek. Kommentar eines Anwohners: "Ein weiterer schwerer Sturm war 1987. bei diesem Sturm bildete sich eine Windhose, in deren Bereich 70 dicke Bäume (Eichen bis zu einem Meter Durchmesser) entwurzelt wurden. Zum Glück ging diese Windhose seitlich am Dorf vorbei. Sie hinterlies eine kilometerlange Spur der Verwüstung. " (Quelle: Tornado im Münsterland, WDR, 22.07.08)

23.09.1987 Gertenbach
Hessen
F2 Im Ort Gertenbach (Stadt Witzenhausen) im Norden Hessens gab es schwere Schäden an zahlreichen Gebäuden, der Tornado zog eine etwa 200 Meter breite Schneise durch den Ort.

Tornado in Gertenbach (ca. 2 MB)

04.09.1987 Gedern
Hessen
n.bek. Trombe im Bereich des Gederner Sees (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

Juli 1987 Villmar
Hessen
F0 "Trat in den Sommermonaten 1987 (Juni oder Juli, eher nicht August) um die Mittagszeit auf. Dauer wenige Minuten, einige km WSW von Villmar Richtung Limburg wohl über freiem Feld (Gemarkung Lindenholzhausen). Rückseitenlage mit 7/8 Cu con unc Cb cal - erste leichte Fallstreifen sichtbar. Aus einer dunkleren Wolkenbasis zunächst zapfenartige leicht konische Absenkung - dann darunter zunächst unterbrochene Kondensation, schlangenförmig, leicht gewunden, rasch verändernd, schließlich geschlossen und offenbar Bodenkontakt (genau wegen der großen Entfernung nicht erkennbar, zumal Baumreihen und Hecken die Sicht auf den Trombenfuß behinderten. Allmählich Rückbildung des Funnels, Wolkenzapfen noch einige Zeit sichtbar. Keine Schäden bekannt - schätze T0-T1/F0." Quelle: Bernold Feuerstein, Feedback bei TorDACH.

30.07.1987 Datzeroth
Rheinland-Pfalz
n.bek. Im Landkreis Neuwied wurden gegen 17.00 Uhr etwa 20000 fm Starkholz umgeworfen. Die Schneise von ca. 7 km Länge und bis zu 300 Meter Breite ist heute noch zu sehen.
18.07.1987 Insel Juist
Niedersachsen
F1 Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Es gab 4 Verletzte und erhebliche Sachschäden. (Quelle: Forum der Wetterzentrale) - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 20. Juli 1987: "Windhosen tobten über Niedersachsen. dpa Hitzacker - Drei Wirbelstürme haben am Sonnabend in Niedersachsen eine Spur der Vernichtung gezogen. [...] Zur gleichen Zeit tobte über der Nordseeinsel Juist eine Windhose. Vier Menschen wurden verletzt, als eine Kutsche umgeweht wurde." - Aus einer Meldung der WAZ vom 10.10.2008: "Unvergessener Moment der Geschichte: Die Windhose vom Sommer 1987. Diese riss das Flachdach von Haus Altena weg."

Aus Arbeiterpavillon wurde Haus Altena (DerWesten, 10.10.2008)

17.07.1987 Geeste-Dalum
Niedersachsen
F1 Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen OZ: "Windhose zog Schneise der Verwüstung - Meppener Tagespost, 17.07.2007: Windhose zog Schneise der Verwüstung (mf). Geeste-Dalum. In weniger als drei Minuten hat am 17. Juli 1987 eine Windhose die Dalumer Siedlung Großer Sand in ein Trümmerfeld verwandelt. Mehr als 70 Wohnhäuser wurden ganz oder teilw ... " Es gab 3 Verletzte. Die Siedlung Großer Sand liegt etwa 8 Kilometer nordwestlich von Lingen im Emsland. - Weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 20. Juli 1987: "Windhosen tobten über Niedersachsen. dpa Hitzacker - Drei Wirbelstürme haben am Sonnabend in Niedersachsen eine Spur der Vernichtung gezogen. Die erste Windhose deckte gegen 17 Uhr in Geeste (Kreis Emsland) 80 Wohnhäuser ab, zwei Menschen wurden schwer verletzt." Ein Gedenkstein in der Siedlung Großer Sand erinnert an den Tornado.

Denkmal in Geeste-Dalum

17.07.1987 Hitzacker
Niedersachsen
F2 Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Die Windhose bildete sich bei Sarenseck und zog von hier aus in Richtung Nordosten ins rund 3 Kilometer entfernte Hitzacker. Hier wurden zahlreiche Dächer von Wohnhäusern abgedeckt, Dachziegel und Holztrümmer flogen durch die Straßen, die zum Teil zwei Tage lang gesperrt blieben. Insgesamt 70 Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt. Augenzeugen berichten davon, dass aus einem Feld Erde herausgerissen und gegen ein Haus geschleudert wurde. - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 20. Juli 1987: "Windhosen tobten über Niedersachsen. dpa Hitzacker - Drei Wirbelstürme haben am Sonnabend in Niedersachsen eine Spur der Vernichtung gezogen. [...] Der zweite Wirbelsturm raste um 21 Uhr für nur eine Minute über Hitzacker. Das Ausmaß der Schäden erreicht zehn Millionen Mark."

Spezial zum Tornado in Hitzacker
50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Metzingen 1950 - 2000 (Feuerwehr Metzingen)

13.06.1987 Gauaschach
Bayern
F2 Im unterfränkischen Hammelburg (Kreis Bad Kissingen) gab es am Nachmittag - etwa zeitgleich zum Tornado in Poppenhausen - erhebliche Schäden an Häusern, Bäumen und Autos. Dabei wurden 3 Menschen in ihrem Gartenhaus ca. 20 Meter durch die Luft gewirbelt, zwei Menschen wurden dabei verletzt. Augenzeugen beobachteten die "Windhose", als sie aufzog. - Dazu aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15. Juni 1987: "Windhose wirbelte Haus 20 Meter durch die Luft. dpa/ap Bad Kissingen - Es war wie ein Spuk. Es dauerte nur eine Minute, da war alles vorbei - zurück blieb eine 150 Meter breite Schneise der Verwüstung.
Eine Windhose hat am Sonnabend in Gauaschach bei Hammelburg (Unterfranken) zwölf Häuser und zwölf Scheunen abgedeckt, sechs Autos umgestürzt, unzählige Bäume entwurzelt und ein Gartenhäuschen mit drei Menschen durch die Luft gewirbelt.
Hausbesitzer Josef Scherpf: "Erst regnete und hagelte es. Dann rief meine Schwägerin plötzlich: "Da kommt eine Windhose" Wir flüchteten in unser Gartenhaus. Erst flog die Türklinke ab, dann die ganze Tür, dann war auf einmal die Wand weg, und plötzlich hob das ganze Haus ab..."
20 Meter flog das Gartenhäuschen durch die Luft. Josef Scherpf fand sich festgeklammert an einem Zaun wieder. Seine beiden Verwandten blieben ebenfalls unverletzt."

Beitrag im Forum der Wetterzentrale
Tornados tobten über Rhön und Franken (Fuldaer Zeitung)
Liste von Wetterereignissen im 20. Jahrhundert
Windhose wirbelte Haus 20 Meter durch die Luft (Hamburger Abendblatt, 15.06.1987)

13.06.1987 Poppenhausen
Hessen
F1-F2 An diesem Samstagnachmittag wurden im Gemeindegebiet Gackenhof und Poppenhausen Bäume entwurzelt, Autos beschädigt und ganze Dachflächen abgedeckt.

Feuerwehr der Gemeinde Poppenhausen
Tornados tobten über Rhön und Franken (Fuldaer Zeitung)

10.05.1987
Verdacht
Göbelnrod
Hessen
n.bek. Foto der Schneise mit folgender Bildunterschrift: "Durch Sturm (Micro-Burst, evtl. Trombe) im Wald entstandene Schadensgasse - Ereignis vom 10.05.1987, nahe Göbelnrod bei Grünberg" (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

Jahr 1986 Flörsheim-Dalsheim
Rheinland-Pfalz
n.bek. "Erläuternd möchte ich hinzufügen, dass im Jahre 1986 das Dach unserer Maschinen- und Gerätehalle von einer Windhose komplett hochgehoben, und "verwirbelt" wurde. Massive Bauteile flogen über 300 m, vier riesige Leimbinder 30-50 m weit, entsprechend waren die entstandenen Schäden, die unsere Haftpflichtversicherung partout nicht übernehmen wollte." (Quelle: Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland)

Der Flächenbedarf für neue Windkraftanlagen ist groß (Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland)

Jahr 1986
Verdacht
Drosedow, Ahrensberg
Mecklenburg-Vorpommern
F2 Im Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Die schweren Schäden werden in der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Wesenberg über Einsätze in den 1980er Jahren erwähnt. Demnach dürfte der mutmaßliche Tornado eine rund 10 Kilometer lange Spur durch Drosedow und Ahrensberg hinterlassen haben. Die Chronik der Einsätze der FFW Wesenberg schreibt dazu, dass es etliche sturmbedingte Einsätze an einem Tag im Juli 1986 gab. Vor allem die Allee von Wesenberg nach Wustow war betroffen - hier gab es beidseitig der Straße auf einer kurzen Distanz einige entwurzelte und abgeknickte Laubbäume. Nördlich von Drosedow (bzw. am nördlichen Ortseingang) soll es Bäume geben, die noch heute (Herbst 2006) den Schadenszustand von 1986 haben.
Dezember 1986
Verdacht
Gladitz
Sachsen-Anhalt
n.bek. Aus einer Meldung der Mitteldeutsche Zeitung vom 31.10.2008 zum 120jährigen Bestehen der Kirche in Gladitz (Burgenlandkreis): "Im Dezember 1986 hatte eine Windhose in jener schlimmen Sturmnacht die Turmhaube aus ihrer Verankerung gehoben."

120 Jahre steht diese Kirche im Dorf (Mitteldeutsche Zeitung, 31.10.08)

22.10.1986 Nersingen
Bayern
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 22. Oktober 1986 zu den Auswirkungen eines Orkantiefs in Europa: "Eine Windhose wirbelte durch die bayerische Gemeinde Nersingen und beschädigte 30 Häuser. Schaden: eine Million Mark." Nersingen liegt im bayerischen Landkreis Neu-Ulm.

15.09.1986 Prüm
Rheinland-Pfalz
F2 In der Eifel wurden von einigen Häusern die Dächer abgedeckt, Schornsteine fielen herab. Mehr in einem Bericht von Lars Lowinski im Forum der Wetterzentrale - Dazu aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 17. September 1986: "Windhose verwüstet eine deutsche Stadt. dpa Prüm - Eine Windhose, die nach Angaben von Wissenschaftlern den "Energiegehalt einer Atombombe" besaß, hat in der Eifel Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Der Wirbelsturm raste in der Nacht zum Dienstag mit einer Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern durch die Kreisstadt Prüm (11 000 Einwohner). Die Dächer der Stadthalle, des Schulzentrums und eines Hotels wirbelten durch die Luft. Umknickende Bäume demolierten rund 50 Autos. Viele Kühe mußten notgeschlachtet werden, weil sie in Panik über Gräben setzen wollten und sich dabei die Beine brachen. Menschen wurden nicht verletzt."

Der Tornado von Prüm am 15.09.1986 (Lars Lowinski)
Windhose verwüstet eine deutsche Stadt (Hamburger Abendblatt, 17.09.1986)
Die Windhose kam wie ein Spuk (Hamburger Abendblatt, 17.09.1986)

29.07.1986 Lübeck
Schleswig-Holstein
n.bek. Nach einer Meldung der Lübecker Nachrichten vom 08.11.2007 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Ein Kunstobjekt flog damals durch die Luft. Eine Windhose hatte das begehbare Kunstwerk aus 64 farblich genau aufeinander abgestimmten PVC-Kammern im Brügmanngarten aus der Verankerung gerissen - fünf Menschen wurden verletzt." - Dazu aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 31. Juli 1986: "Bei den schweren Unwettern über Schleswig-Holstein mit Sturmböen bis zu 117 Stundenkilometern sind am Dienstag fünf Menschen verletzt worden. Die Schäden dürften einen Millionenwert erreichen. Rund 200 Bäume wurden entwurzelt, zahlreiche Wagen beschädigt, Straßen und Keller überflutet. Am schlimmsten wütete die gewittrige Kaltfront in Lübeck, wo orkanartige Böen eine Schneise der Zerstörung hinterließen. Im Stadtteil Travemünde riß der Sturm eine etwa 900 Quadratmeter große Freilufthalle aus der Verankerung und schleuderte sie rund zehn Meter weiter auf die Kurpromenade." - "29.07.1986: Eine Windhose fegt über Travemünde und dem Priwall. Die FF Dummersdorf wird mit weiteren Wehren zur Beseitigung der Sturmschäden auf dem Priwall und in Travemünde eingesetzt. Bei den Aufräumarbeiten verletzt sich ein Kamerad am Fuß." (Quelle: Feuerwehr Dummersdorf)

21 Jahre nach Kunstwerk-Unglück (Lübecker Nachrichten)
Chronik (Feuerwehr Dummersdorf)

23.07.1986 Büchelberg
Baden-Württemberg
F2 Westlich von Karlsruhe hinterließ der Tornado eine 9 Kilometer lange und 100 bis 300 Meter breite Schneise in Wäldern ("Bienwald"). Es gab Millionenschäden, unter anderem ca. 1000 Festmeter Kleinholz. (Quelle: Forum der Wetterzentrale und D. Fuchs). Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Stuttgart fielen mehrere 10.000 Festmeter Holz. Der Waldscahden beläuft sich auf mehr als 3 Millionen DM.

23.07.1986 Hochdorf, Möglingen, Ludwigsburg
Baden-Württemberg
1 Toter
F2 Schäden in Millionenhöhe entstanden in einem Bereich von Hochdorf über Möglingen bis nach Ludwigsburg. Bei Möglingen stürzte ein Kran der ICE-Baustelle um, wobei der Kranführer ums Leben kam.

23.07.1986 Calmbach
Baden-Württemberg
F2 "Am 23.07.1986 warf und brach ein Tornado im Raum Calmbach, Nordschwarzwald auf einer 200-500 m breiten und ca. 10 km langen Bahn ca. 70.000 Fm Sturmholz und verursachte eine Kahlfläche von ca. 150 ha." (G. Kenk et al.: Natürliche Wiederbewaldung von Sturmwurfflächen? 1991).

22.07.1986 Denzlingen
Baden-Württemberg
n.bek. "Am 16. traten in einem Freibad in Offenbach/Main und am 22. in Denzlingen bei Freiburg i.Br. Tromben auf." (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht, Juli 1986).

22.07.1986
Verdacht
Offenbach
Hessen
n.bek. "Am 16. traten in einem Freibad in Offenbach/Main und am 22. in Denzlingen bei Freiburg i.Br. Tromben auf." (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht, Juli 1986). In diesem Fall handelte es sich vermutlich um einen Staubteufel.

13.05.1986 Weisenbach
Baden-Württemberg
F1 Gegen 21:00 Uhr fegte ein Tornado durch den Ort: "13. Mai: Unwetter in Weisenbach: Durch eine Windhose werden gegen 21:00 Uhr auf der linken Murgseite einige Qadratmeter Dachziegel von mehreren Häusern gefegt. Fensterscheiben zerspringen und Bäume werden herausgerissen. Autos werden durch die herabstürzenden Dachziegeln und Bäumen zum Teil stark beschädigt. Die Feuerwehr aus Weisenbach und Au sowie das Rote Kreuz sind mehrere Stunden im Einsatz." (Quelle: Chronik von Weisenbach)

Die Geschichte Weisenbachs (Gemeinde Weisenbach)

Jahr 1985 Betzendorf
Niedersachsen
F2-F3 Genaues Datum (Jahr, Tag) nicht bekannt. Nach genauen Angaben eines Waldbesitzers trat dieser Fall bei Betzendorf auf.

24.09.1985 Bremen-Bürgerweide
Bremen
F1 "Windhose warf Campingwagen um: (eb) Bisher, so die Wetterexperten, in Bremen einmalig: Innerhalb von zwei Minuten richtete gestern eine Windhose auf der Bürgerweide verheerenden Schaden an. Gegen 18:30 Uhr wirbelten plötzlich vier Campingwagen von frühzeitig zum Freimarkt angereisten Schaustellern durch die Luft, wurden arg beschädigt. Auch rund 100 Quadratmeter neu verlegter Holzlatten, die die Basis für ein Bierzelt bilden sollen, sausten in die Höhe, blieben zersplittert liegen. Die Höhe des Schadens ist bisher unbekannt.
Ein Mitarbeiter des Wetteramtes Bremen: "Für mich ist die Windhosenbildung um diese Jahreszeit unerklärbar. Leichte Regenschauer sind angesagt, aber keine Temperatur, die solche Naturerscheinung begünstigt."" (Quelle: Bremer Nachrichten, 25.09.1985)

Aug. 1985 Mittweida
Sachsen
F1-F2 Mitte August wurden in Schlunzig nahe Glauchau mehrere Dächer abgedeckt sowie mehr als 100 Bäume entwurzelt. Mehr bei Claudia Hinz, Windhosen im Erzgebirge.

14.07.1985 Lienen, Bad Iburg, Borgloh, Gesmold
Niedersachsen
F2 "Am 14.07.1985 richtete gegen 20:00 Uhr ein Gewittersturm, begleitet von einer Windhose, in der Umgebung von Gesmold bei Osnabrück erhebliche Schäden an. Dabei fielen neben erheblichen Waldschäden in Privatwäldern allein im Forstamt Palsterkamp ca. 5.000 Efm Laub- und Nadelstammholz an. Innerhalb der ca. 100 m breiten Asgardsschneise wurden selbst 170jährige Eichen abgebrochen, geknickt, verdreht oder zersplittert." (Quelle: Martin Hubrig: "Schwere lokale Stürme", 1999) - "Gegen 19:30 Uhr brach über dem südlichen Teil des Osnabrücker Landkreises ein Unwetter mit Gewittern und einer intensiven Windhose herein. Auf dem Weg von Lienen über Bad Iburg, Herrenrest und Borgloh kam es zu schweren Gebäudeschäden in Millionenhöhe. Für die Betroffenen wurde ein Spendenkonto eingerichtet." (Quelle: 1150 Jahre Wallenhorst - Menschen, Natur und Geschichte - Eine Chronik.)

07.06.1985 Blumenthal
Bremen
F1-F2 In einigen Teilen Bremens richtete dieser Tornado erhebliche Schäden an Hausdächern an und brach viele Bäume ab. Mehr dazu von Volker Laborius bei www.blitzwetter.de.
1983/1984
Verdacht
Gatersleben
Sachsen-Anhalt
F1-F2 Nach Augenzeugenberichten und nach der Gatersleber Chronik soll dieser Tornado erhebliche Schäden angerichtet haben.
23.11.1984 Westerwald
Rheinland-Pfalz
n.bek. Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000 zu Unwettern vom 22.-24. November 1984: "Es kommt zur Ausbildung einer Windhose im Westerwald"

23.11.1984 Zöllnitz
Thüringen
Tornado Zöllnitz
F2-F3 Mehr zu dem starken Tornado im Bericht von Andre Bock und Jens Neubauer, durch deren Recherche der Tornado überhaupt in den Archiven auftaucht. Hier finden Sie auch Fotos der Schäden, wobei sogar Eisenbahnwaggons umgestürzt sind.
23.11.1984 Grünberg
Hessen
n.bek. "Zum Zwecke der Begutachtung näher untersucht werden das Trombenereignis von Grünberg/Oberhessen vom 22./23.11.1984 von Mohr und Terpitz (1986) und die Trombe vom 11.4.1983 in Hanau von Terpitz (1983)." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

23.11.1984 Bürvenich, Zülpich-Schwerfen, Vernich
Nordrhein-Westfalen
F1-F2 Windhose in Zülpich-Schwerfen; 2 km Bodenkontakt an Getreidefeldern nachverfolgt, große Hausschäden und Baumschäden (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden). Zahlreiche Augenzeugen konnten den Schlauch im Blitzschein beobachten.

06.08.1984 Unterallgäu
Bayern
n.bek. Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000: "Eine Unwetterserie mit Sturm, Hagel, Blitzschlag sucht einige Landkreise heim. 2 Menschen sterben. In der Oberpfalz erschlägt ein Baum eine Frau. Im Unterallgäu zerstört eine Windhose 1 Dorf. und reißt eine 200m breite, 5km lange Schneise in den Wald. In Niederbayern in Landshut kommt es zu Hagelschäden."

13.07.1984 Brieselang
Brandenburg
F2 "Am Dach des zuvor beschriebenen ersten AWG-Block richtete eine Windhose einen beträchtlichen Schaden an. Nach einigen Hitzetagen im Juli 1984, genau gesagt am Freitag den 13., zog am Nachmittag eine kleine Gewitterwolke auf. In Sekundenschnelle zog eine Windhose eine Schneise der Verwüstung durch die Gemeinde. Sie erfasste zunächst das Dach des AWG-Blocks, zog weiter in Richtung Rotdornallee, bis hin zum Kirmesplatz. In einem zirka 80m breiten Streifen wurden Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt, Lichtleitungen beschädigt sowie Platten und Wäschestücke in die Luft geschleudert. Zum Glück wurden keine Personen verletzt, doch der Schaden war enorm. Trotz des akuten Mangels an Dachsteinen, konnte der Schaden in kurzer Zeit beseitigt werden." (Quelle: Brieselanger Chronik von Arno Heinrich
13.07.1984
Verdacht
Unterwittbach
Bayern
n.bek. "1984: Am 13.7. zieht ein Wirbelsturm durch den Ort und hinterlässt neben erheblichem Sachschaden bei vielen Unterwittbachern Angst und Schrecken." (Quelle: Unterwittbach). Unterwittbach gehört zur Gemeinde Markt Kreuzwertheim im Kreis Main-Spessart, unweit von Würzburg.

Verdachtsfall Unterwittbach (Skywarn)
Chronik Unterwittbach (Unterwittbach)

12.07.1984 Wichmannshausen
Hessen
F2 Am Schlimmsten traf es Wichmannshausen, wo gegen 23 Uhr ein Tornado über den Ort fegte und kaum ein Haus unbeschädigt ließ. Feuerwehr, THW und Bundeswehr waren noch am folgenden Nachmittag damit beschäftigt, die Straßen freizuräumen. Einen Schutzengel muss ein junges Mädchen gehabt haben, das mit dem gesamten Dachstuhl des Elternhauses einige Meter weiter unverletzt im Garten landete. Mehrere Scheunen und andere landwirtschaftliche Gebäude brachen in sich zusammen oder wurden so stark zerstört, dass sie einzustürzen drohten. Der Tornado bahnte sich seinen Weg über eine Hügelkette, schlug eine regelrechte Schneise in den Wald und wütete auch auf dem Eschweger Friedhof wo zahlreiche Bäume umgeworfen wurden. (Quelle: Eschweger Wetterchronik von Torsten Rost / Werra-Rundschau).

Eschweger Wetterchronik (Torsten Rost)
Windhose im Werra-Meißner-Kreis (Wetterchronik)

12.07.1984 Töttelstädt
Thüringen
F2-F3 "Ein Ereignis, welches unseren Einwohnern noch lange in unangenehmer Erinnerung bleiben wird ist ein Unwetter, das über unser Dorf hereinbrach. Anfang Juli war eine Hitzeperiode mit tagelangen extrem hohen Temperaturen. Am 11. Juli zeigte das Thermometer abends um 20.00 Uhr noch 32,0 Grad Wärme an. Kurz nach Mitternacht, um 00.15 Uhr des 12. Juli kam in wenigen Minuten ein Wirbelsturm auf, der unser Dorf sehr in Mitleidenschaft zog. Innerhalb von 3 Minuten, so lange tobte das Unwetter, waren 80 % aller Häuser beschädigt. Am schlimmsten wurden die Kirche und ihre Umgebung betroffen. Der Kirchturm wurde abgehoben und weggeschleudert. Dabei wurde die Bushaltestelle zertrümmert. Die 130 Jahre alten Linden- und Kastanienbäume, die den Kirchhof säumten, wurden vernichtet. Einige Bäume wurden sogar entwurzelt. Auch die in der Allee stehenden Bäume, die auch über 100 Jahre alt sind, wurden stark beschädigt. Die Schäden an Gebäuden waren beträchtlich. Eine Scheune wurde zertrümmert, zwei Dachstühle wurden abgehoben und hinweggefegt. Die Aufräumungsarbeiten dauerten tagelang." (aus der Geschichte Töttelstädts. Der Kirchturm wurde erst zwei Jahre später neu erbaut. Möglicherweise wurde auch die Stufe F3 erreicht, für eine genaue Einstufung wären aber weitere Beschreibungen der Schäden und Fotos nötig. Töttelstädt ist ein kleiner Ortsteil von Erfurt, im Westen der Stadt in Richtung Gotha, ca. 675 Einwohner.

11.07.1984 Diestedde
Nordrhein-Westfalen
n.bek. "1985 Aufforstung der Eichenallee
Am Abend des 11.Juli 1984 wütete ein schwerer Sturm über Diestedde. Eine Windhose richtete dabei verheerende Schäden an. Ein Maschinenschuppen wurde damals eingedrückt, Stromleitungen rissen, Dachpfannen flogen durch die Luft und viele der mächtigen Eichen des Straßenabschnittes des Alten Diestedder Weges, der im Volksmund Eichenallee genannt wird, wurden mit den Wurzeln aus der Erde gerissen. Etwa 20 der prächtigen 100 Jahre alten Bäume lagen auf der Straße oder in der Böschung, weitere 40 waren stark beschädigt. Viele Diestedder waren traurig, weil die reizvolle Eichenallee für immer dahin war. [...]" (Quelle: Erich-Werner Brüggemann, Wadersloher Weihnachtsbote) - "11.7.1984 Wirbelsturmkatastrophe in Diestedde. Im gesamten Ortsgebiet waren Sturmschäden zu verzeichnen. Am stärksten betroffen war die Eichenallee. Ein Großteil des alten Baumbestandes war umgestürzt. Die Eichenallee musste später komplett abgeholzt und neu aufgeforstet werden." (Quelle: Es brannte..., Feuerwehr Wadersloh)

28.06.1984 Gedern
Hessen
n.bek. Trombe im Bereich des Gederner Sees (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

04.06.1984 Leipzig-Eutritsch
Sachsen
F1 Bericht vom 25. Mai 2004: "Am 4.Juni jährt sich zum 20.Mal ein Tornado in Leipzig-Eutritzsch. Ich habe für diesen Tag nur ein Gewitter mit starken Böen in Erinnerung (wohnte damals in Leipzig-SW, Eutritzsch ist im Norden von Leipzig). In den Medien wurde von einer "Staubtrombe" berichtet, welche in Eutritzsch eine Baumreihe abdrehte! Die synoptische Situation sprach eindeutig für Tornadopotential." (Quelle: Wetterzentrale)

Tornado vor 20 Jahren (Wetterzentrale)

August 1983 Ruttel
Niedersachsen
n.bek. Ein Augenzeuge berichtet über diesen starken Tornado bei Ruttel.

Tornado bei Ruttel 1983

27.07.1983
Verdacht
Düsseldorf-Derendorf
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Aus einem Bericht in der Rheinischen Post vom 04.07.2008: "1983 saßen wir im Garten bei meinem Vater und feierten Geburtstag. Mein Vater wohnte direkt an der Gefängnismauer. Oben auf der Mauer, waren weiße Kuppelfenster. Mit einem Mal kam eine Windhose auf uns zu, diese wirbelte alles im Garten umher. Auch die Hollywoodschaukel wurde hin- und hergerissen. [...] ich sprang förmlich vom Stuhl. Ich hörte ein Krachen und das Kuppelfenster von der Gefängnismauer, hatte meinen Stuhl in den Grund des Boden gestampft. Das komplette Fenster mit Rahmen war von der Windhose aus den Angeln gehoben worden, um völlig unversehrt in den Boden zu schlagen. Nur der Stuhl sah ziemlich zerbeult aus. Ich stand unter Schock und musste laut lachen, dabei war mir durchaus klar – hätte ich da gegessen, wäre ich dabei umgekommen."

Ist unser Tod vorherbestimmt? (Rheinischen Post)

21.06.1983 Rengsdorf
Rheinland-Pfalz
F1-F2 Aus einer Meldung der Rhein-Zeitung vom 23.06.1983: "Eine Windhose fegte am Dienstagnachmittag während eines Gewitters von Oberbieber an Rengsdorf vorbei bis nach Melsbach und beschädigte schätzungsweise 800 Bäume." (Quelle: Feuerwehr Rengsdorf). Zehn große Bäume blockierten die Bundesstraße B256, eine Tennisanlage in Melsbach wurde beschädigt. Insgesamt wurden etwa 300 Fichten sowie 500 Eichen und Buchen gebrochen oder entwurzelt.

Einsatzbilder der letzten Jahrzehnte (Feuerwehr Rengsdorf)

21.06.1983 Ottobrunn, Hohenbrunn
Bayern
F1 Schwere Unwetter im Süden Bayerns. Bauwagen umgestürzt, Dächer beschädigt, Bäume umgeworfen. Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998. In der Süddeutschen Zeitung erschien ein Foto eines sehr gut ausgepägten, bis zum Boden reichenden Schlauches.

Mai/Juni 1983 Pfuhlsborn
Thüringen
n.bek. Ende Mai / Anfang Juni 1983 (eventuell 1982) deckte eine Windhose die rund 40 Häuser in Pfuhlsborn am Nordrand der Saaleplatte im Weimarer Land ab. Ein Augenzeuge beobachtete den dunklen Schlauch. Durch extremen Niederschlag wälzten sich durch die Kartoffeläcker mehrere Hecktar groß Schlammlawinen.

Mai 1983
Verdacht
Zehma
Thüringen
n.bek. An einem späten Vormittag gab es größere Schäden im Raum Zehma, etwa 7 Kilometer südlich von Altenburg. (Bericht von Andre Bock)

21.05.1983
Verdacht
Kiel
Schleswig-Holstein
F2+ Eine Kaltfront überquerte Schleswig-Holstein von Südwest nach Nordost. In ihrem Bereich entstanden verbreitet teils kräftige Gewitter. In Kiel gab es innerhalb einer etwa 12 Kilometer langen und bis etwa 600 Meter breiten Schneise erhebliche Schäden. Betroffen davon waren vor allem die Stadtteile Russee, Kronshagen, Wik, Holtenau und Friedrichsort. Hier stürzten mehr als 120 größere Bäume um, bei einem Autohändler wurden 10 Wohnwagen und 6 PKW bis zu 100 Meter fortbewegt. An etwa 160 Gebäuden entstanden Schäden. Die Wetterstationen in Friedrichsort und in Holtenau meldeten Windspitzen von 133 bzw. 126 km/h. In einzelnen Medienmeldungen wurde berichtet, dass die Schneise nur etwa 100 Meter breit gewesen wäre. Die Ursache für die Millionenschäden ist offen. In einer ersten Untersuchung durch den Hamburger Meteorologen Wolfgang Klockow ergab sich kein eindeutiger Hinweis auf einen Tornado.

Windhose warf Autos in die Luft (Hamburger Abendblatt, 24.05.1983)

16.05.1983 Barleben, Wolmirstedt
Sachsen-Anhalt
n.bek. Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000: "An diesem Tag werden Geschwindigkeiten von v = 15 - 30 m/s für Höhenströmungen im 500 hPa - Niveau bestimmt. Es kommt zur Ausbildung einer Windhose. Ihre Zugbahnbreite beträgt wenige 100m, die Zugbahnlänge einige km. Besonders betroffen: Raum Stendal / Wolmirstedt." (Weitere Quelle: Schnelle, Martin. Vor 15 Jahren - Windhose verwüstete Barleben. In Volksstimme, Ausg. Ohrekreis, Vol. 52, No. 112 (16. Mai 1998), p. S. 12). Barleben liegt wenige Kilometer nördlich von Magdeburg.

16.05.1983 Steudnitz, Abtlöbnitz, Freiroda
Thüringen, Sachsen-Anhalt
F2 Dietmar Lange berichtet dazu: "Ich kann mich noch ganz gut an den 16.05.1983 erinnern. Ich war zu jener Zeit Schüler in Schulpforte. Dort hagelte es gegen 18 Uhr sehr stark (3 bis 4cm Durchmesser) und der Himmel war schwarz. Da zog eine "Windhose" von Steudnitz bei Camburg über Abtlöbnitz, Freiroda bis zum Buchholz nach Naumburg. Das sind etwa 20km. In Freiroda wurde die Hälfte der Dächer abgedeckt, unterwegs wurden Straßenbäume abgebrochen und 50m weit weg gerollt. Der größte Schaden entstand aber im Buchholz, einem Wald mit 100 Jahre alten Buchen, die auf einer Schneise von ca. 100m mal 1000m regelrecht abgeholzt wurden (Stämme im Durchmesser 60 bis 70cm). Der damalige Förster kann das bestätigen. Ich habe mir die Pressemitteilungen von damals aus der LDZ aufgehoben und den Weg größtenteils noch mal angeschaut. Personenschäden gab es wie durch ein Wunder nicht."

Gewitter und Stürme (WZ-Forum / LDZ, 18.05.1983)
Gewitter - Hagel - Windhose (WZ-Forum / LDZ, 18.05.1983)
Jeder, der helfen konnte, half (WZ-Forum / LDZ, 19.05.1983)
Unwetterschäden werden zügig beseitigt (WZ-Forum / LDZ, 31.05.1983)
Mit schwerer Technik im Windbruch (WZ-Forum / LDZ, 10.06.1983)
Pressemitteilung des Rates des Kreises (WZ-Forum / LDZ)

16.05.1983 Wedding
Berlin
n.bek. Mehrere Dächer wurden abgedeckt, von einem vierstöckigen Haus wurden Teile des Dachstuhls abgerissen.

Tornados in Deutschland

11.04.1983 Hanau
Hessen
n.bek. "Zum Zwecke der Begutachtung näher untersucht werden das Trombenereignis von Grünberg/Oberhessen vom 22./23.11.1984 von Mohr und Terpitz (1986) und die Trombe vom 11.4.1983 in Hanau von Terpitz (1983)." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

Jahr 1982 Sehestedt
Niedersachsen
n.bek. Der Tornado soll auf einem Campingplatz in Sehestedt (Butjadingen, am Jadebusen) mehrere Wohnwagen umgeworfen haben.

06.09.1982 Frohnau
Berlin
F0 Keine näheren Einzelheiten bekannt (Quelle: Berliner Wetterkarte)
13.08.1982 Lohne
Niedersachsen
F1 "Windhose verwüstete in Sekunden drei Gebäude - Niemand verletzt, Hof Meistermann in Zerhusen war Zentrum des Unwetters". Quelle: THW Lohne.
August 1982
Verdacht
Hohenbrunn
Bayern
F2 "Ausgedehnte Schäden hat das Unwetter Anfang August im Gebiet von Hohenbrunn angerichtet. Stark betroffen ist der Waldgrütel bei der Luitpoldsiedlung und der Höhenkirchner Forst im Bereich des Möschenfelder Weges. Am auffälligsten sind jedoch die Verheerungen am Pframmerer Weg, wo der Sturm 200 Jahre alte gesunde Eichen entwurzelt hat. Der Eichenwald am östlichen Rand der Rodungsinsel ist wegen seiner Seltenheit erst kürzlich zum flächenhaften Naturdenkmal erklärt worden. Text und Photo: Rieck" (Quelle: Münchener Stadtanzeiger, 17.09.1982).

23.05.1982 Lichtenrade
Berlin
F1 "[...] in der von Westen heranwehenden feuchten und mäßig-warmen Meeresluft traten insbesondere östlich von Elbe-Saale wiederholt Schauer und Gewitter auf, die auch Berlin überquerten. In den Abendstunden zog ein kräftiger Schauer ohne Gewittererscheinungen über das Stadtgebiet hinweg, doch bildete sich offenbar im Stadtteil Lichtenrade eine Trombe, die auf einem ca. 400 m langen Streifen erheblichen Schaden verursachte: Ein Flachdach wurde abgedeckt und 200 m weit fortgetragen, gleichzeitig wurden Bäume umgeknickt." (Quelle: Berliner Wetterkarte, 23.05.1982)

01.03.1982 Hörste
Nordrhein-Westfalen
F1 Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MEZ. Nach einem Bericht des Haller Kreisblattes vom 02.03.1982 entstand Sachschaden von mehr als einer halben Million DM. Sechs größere Bauernhäuser wurden abgedeckt und zahlreiche weitere Dächer erheblich beschädigt. Dansch bildete sich der Tornado in den Bruchwiesen südlich der Gaststätte Klack in Hörste. Der Tornado zog weiter ostwärts und erreichte seine größte Stärke im Bereich des Gehöftes Flottmann mit Schäden in einer etwa 200 Meter breiten Spur. Dann zog der Tornado weiter zum Tatenhauser Forst und erfasste gerade noch den Pommernweg in Halle.
01.03.1982 Essen
Nordrhein-Westfalen
F1 Nach Berichten der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung soll ein Tornado durch den Essener Grugapark und den Stadtteil Bredeney im Süden des Stadtgebietes hinweggezogen sein. Dabei wurden mehr als 40 Dächer beschädigt und zahlreiche Bäume stürzten um.

19.08.1981 Helgoland
Schleswig-Holstein
W/F1 "[...] Tiefdruckgebiet "Z", dessen Zentrum heute früh mit einem Kerndruck von 992 mbar die Deutsche Bucht überquerte. Dabei wurde gegen 10 Uhr MESZ auf der Insel Helgoland eine gut ausgeprägte Trombe beobachtet, die eine Orkanböe Stärke 11 (63 Knoten) verursachte. Wie eine telefonische Rücksprache ergab, zog der bodennahe Kleinwirbel vom Tonnenhafen zur Badedüne und wirbelte dort eine Anzahl von Strandkörben durcheinander." (Quelle: Berliner Wetterkarte vom 20.08.1981)

16.08.1981 Malzhausen, Schrobenhausen
Bayern
F1 Schwerer Hagel in Malzhausen; Etwa 3 Kilometer lange Schadensspur nordwestlich von Schrobenhausen, zwischen Sandizell und Malzhausen. Betroffen waren vor allem freie Flächen und Maisfelder. (Quelle: Martin Hubrig)

27.05.1981 Delmenhorst
Niedersachsen
F1 Zeitpunkt: 12 Uhr mittags (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Anmerkung:
Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Sollte ein Ihnen bekannter Tornado fehlen, dann mailen Sie mir bitte.


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