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Verdacht = Fall wird noch untersucht W = Wasserhose

Datum Ort Stärke Beschreibung
Jahr 1993
Verdacht
Gühlen-Glienicke
Brandenburg
F1 Westlich von Gühlen-Glienicke wurde eine 100 m breite Schneise mit abgeknickten und verdrehten Bäumen gesichtet, es sollen auch Augenzeugenberichte vorliegen. Das genaue Datum des Ereignisses ist aber nicht bekannt.

1992/1993
Verdacht
Obercarsdorf
Sachsen
F1-F2 Nach Augenzeugenberichten soll dieser mutmaßliche Tornado aufgetreten sein, über Schäden ist nichts bekannt.

1992/1993 Neuglobsow
Brandenburg
n.bek. Ein Tornado bildete sich über dem Stechlinsee und zog am Rande von Neuglobsow an Land. Hier gab es erhebliche Schäden in einem Waldstück sowie meist leichte Schäden in Neuglobsow selbst an. Ein Augenzeuge berichtet in einem Bericht des Deutschlandradio: "Mensch, 'ne Windhose haben wir mal gesehen vor ein paar Jahren. Mein Vater war grade unten im großen Schuppen und da war es noch windstiller wie heute. Da sag ich zu meinem Vater: 'Vater hör doch mal, wir haben doch noch nie von Rheinsberg drüben den Zug gehört'. Und dann kam die schwarze Wand. Dann hat sich so eine Wassersäule hochgeschoben im See, grad auf dem Weg zum Badestrand. Dann auf halber Strecke, als wenn jemand ein Kommando gegeben hätte, ging die Säule rein in den Wald. Das war Wahnsinn, als wenn die Förster Holz gemacht haben. Wie ein Strich ist sie durch Neugblobsow gewandert. Bei mir auf' Grundstück ist oben bloß die Kiefer abgebrochen, ...war schon irre..." Das genaue Datum konnte auch in einem Gespräch mit dem Augenzeugen bisher nicht geklärt werden.

Der Stechlinsee (Deutschlandradio, 14.10.07)
Tornado in Neuglobsow (Skywarn)

22.09.1993
Verdacht
Hausach i. Schwarzwald
Baden-Württemberg
F1 Nach Angaben von Forstämtern soll dieser Tornado aufgetreten sein (Quelle: TorDACH)

22.08.1993 Glasehausen
Thüringen
F1 Die Thüringer Allgemeine berichtet: "Ein weiterer Tornado wütete ebenfalls im Eichsfeld, am Abend des 22. August 1993. In Glasehausen wurden in drei Minuten fast alle Grabsteine umgerissen und die Leichenhalle beschädigt, im benachbarten Neuendorf waren Schäden an 94 Häusern zu beklagen. Ein vom Kindergarten gerade gekauftes Holzhaus flog durch die Luft. Wie durch ein Wunder wurde keiner verletzt." Weiterer Bericht: "22.08.1993 wird Glasehausen von einer Windhose heimgesucht, die schlimme Schäden anrichtet. die 290 Jahre alte Linde am Anger wird ihrer Krone enthoben, Verwüstungen auf dem Friedhof, das Dach der Leichenhalle wird zum größten Teil abgedeckt. Innerhalb weniger Minuten waren 14 Wohnhäuser und ebenso viele Scheunen Opfer des Sturmes. Grabsteine wurden wie Streichhölzer umgeknickt, ebenso das alte ehrwür-dige Friedhofskreuz." (Quelle: Verwaltungsgemeinschaft Leinetal)

Historie (Verwaltungsgemeinschaft Leinetal)

04.08.1993 Grünhain
Sachsen
F2 Erhebliche Schäden an einigen Dächern, zahlreiche Bäume wurden umgeworfen.

Tornado in Grünhain am 4. August 1993 (Wetterzentrale)

30.07.1993
Verdacht
Wedelheine
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: Gegen 21:50 Uhr MESZ. Schwere Unwetter im Raum Braunschweig / Wolfsburg / Gifhorn: "Der Rundschau schilderte Ralf Röder seine Eindrücke: "Etwa zehn Minuten vor Zehn gab es plötzlich einen Knall, das Licht ging aus und wir spürten, wie sich der Bretterboden unter unseren Füßen erhob und wir regelrecht fortgetragen wurden. Es knackte und krachte im [Fest-]Zelt. In der Aufregung hörten wir noch die Rufe des Zeltverleihers, das Zelt sofort zu verlassen, da es einzustürzen drohe. Draußen wurden wir dann von einem kräftigen Hagelregen empfangen, der unsere Kleider im Nu durchnäßte." Inzwischen sei auch das Zelt wie ein Kartenhaus zusammengebrochen, berichtete Röder weiter. "Unsere Sorge galt jetzt möglichen Verletzten. Es stellte sich heraus, daß drei Personen Platzwunden und Prellungen davongetragen beziehungsweise einen Schock erlitten hatten. Ein Schütze mußte ins Krankenhaus gebracht werden." Als Ursache des Unglücks wird eine Windhose vermutet, die mit hoher Geschwindigkeit über Wedelheine inmitten der Gewitterfront hinwegfegte und Spuren durch abgeknickte Baumkronen hinterließ." (Quelle: Braunschweiger Zeitung, 2. August 1993 und Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine) - ""Alles geschah innerhalb von Minuten. Es blieb keine Zeit mehr", schilderte Festwirt Reinhard Sonntag die Geschehnisse vom Freitag Abend. Kurz nach 22 Uhr kündigte sich durch Wetterleuchten ein Gewitter an. Heftiger Regen- und Hagelschauer folgten, so daß fast alle Besucher des Festzeltes in das Zelt flüchteten. Eine Sturmböe, die laut Aussage von Diplom-Meteorologen Bernd-Lothar Richter vom Wetteramt Hannover mit mehr als 80 Stundenkilometern über Wedelheine hinwegfegte, erfaßte das Zelt. Zu diesen Zeitpunkt befanden sich mehr als 100 Menschen darin. Die Aluminiumträger-Konstuktion brach zusammen. Durch die herabstürzenden Pfosten wurden drei Personen leicht verletzt. Sie erlitten laut Angaben der Gifhorner Polizei Rippenbrüche, Schnittwunden und Prellungen. Die Verletzten wurden in das Gifhorner Kreiskrankenhaus gebracht. Ein Aluminiumträger zertrümmerte die nagelneue Musikanlage der Band "Trio Sound". [...] Im gesamten Dorf fiel bis kurz nach Mitternacht der Strom aus. Zahlreiche Bäume wurden umgeknickt und einige Dächer abgedeckt." (Quelle: Aller-Zeitung, 2. August 1993 und Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine) - Der Ablauf spricht eher für einen Downburst als Ursache.

Pressespiegel 1993 (Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine)

26.07.1993 Großenaspe
Schleswig-Holstein
F2 Gegen 11 Uhr vormittags zog ein Tornado südlich an Neumünster vorbei und richtete hier enorme Schäden an. Glücklicherweise streifte der Wirbel nur wenige kleinere Ortschaften, und niemand wurde ernsthaft verletzt oder sogar getötet. Mehr zum Ablauf des Sturms finden hier in einem ausführlichen Bericht von Thomas Sävert. (Quelle: Eigene Beobachtungen, Feuerwehr, Straßenbauamt, Versicherungen)

16.07.1993 Pfreimd
Bayern
F2 Auf einer Breite von etwa 150 Meter und einer Länge von 500 Meter zog dieser Tornado zwischen Weiden und Schwandorf hindurch. (Quelle: Seite der Stadt Pfreimd) - Dazu aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 19. Juli 1993: "Ein Wirbelsturm richtete im oberpfälzischen Pfreimd verheerende Schäden an: Eine Lagerhalle fiel zusammen, ein Dachstuhl brach ein, mehrere PKW wurden von ihren Parkplätzen hinweggefegt. Nach Augenzeugenberichten dauerte der Spuk lediglich eine Minute." - Aus einer Meldung der Weidener Tageszeitung "Der neue Tag" vom 19. Juli 1993: "Am stärksten betroffen war Pfreimd im Landkreis Schwandorf. Innerhalb kürzester Zeit wurde in der Nacht zum Samstag von dem Wirbelsturm eine leerstehende Lagerhalle niedergedrückt, in einer Schreinerei brach der Dachstuhl ein, mehrere PKW wurden von ihren Parkplätzen hinweggefegt. Außerdem entwurzelte der Sturm eine Reihe von Alleebäumen, knickte einen Strommast ein und deckte mehrere Hausdächer teilweise ab. Nach Augenzeugenberichten dauerte der Spuk lediglich eine Minute. Personen kamen laut Polizei nicht zu Schaden. Allein in Pfreimd liegt die Schadenshöhe bei mindestens 1,5 Millionen Mark."

Bericht und Foto des Tornados (Der Session-Kreis)

10.07.1993 Ramspau
Bayern
n.bek. Schwacher Tornado in Ramspau i.d. Oberpfalz, von West nach Ost ziehend (Quelle: Helmut Birk, Maxhütte-Haidhof)

05.07.1993 Steinweiler
Baden-Württemberg
n.bek. "(...) Am 5. Juli 1993 fegte ein ähnlicher Wirbel an Steinweiler vorbei und riss eine hundert Meter breite und fünfhundert Meter lange Schneise in einen alten Fichtenbestand. Auch die stärksten Stämme wurden abgedreht und lagen haushoch wie beim Mikadospiel kreuz und quer durcheinander." Quelle: Das Wetterglas, Ausgabe Nr.10

Das Wetterglas, Ausgabe Nr.10 (Wetterwarte Süd)

05.07.1993
Verdacht
Apolda
Thüringen
n.bek. Erhebliche Schäden durch Überflutungen und Sturm in Apolda. Zahlreiche Bäume abgebrochen oder entwurzelt.

Schweres Unwetter in Apolda am 05. Juli 1993 (YouTube)

Mai 1993 Landsberg
Bayern
n.bek. "Im Mai 1993 konnten meine Frau und ich bei einem Hagelunwetter bei Landsberg einen Tornado beobachten. Die Hagelschneise mit Hagelschicht reichte von Landsberg bis in den Münchner Westen." Quelle: Walter Stieglmair

Meine heftigsten Gewittererlebnisse (Wetterzentrale)

15.01.1993
Verdacht
Rupboden
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 05:10 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Saale-Zeitung vom 16.01.1993: "Windhose hob in Rupboden Dach einer Lagerhalle ab und schleuderte Teile gegen Nachbarhaus. Zeitlofs-Rupboden. "Als ich gegen 5.10 Uhr wach wurde, hörte ich ein ganz komisches Geräusch. Dann folgte gleich ein fürchterlicher Krach und der ganze Spuk war vorbei", so beschreibt Angelus A. die Auswirkungen des Sturmes, der sich gestern Morgen im Sinntal austobte. Der Randstreifen einer Windhose hatte einen Teil des Lagerdachs im Hirschgraben aufgehoben. Stücke davon walzten den Zaun des Nachbaranwesens nieder und trafen den Anbau. Deutlich ließen sich die Spuren verfolgen: Am Verwaltungsgebäude des Holzwerkes Würfel waren Ziegel heruntergeschlagen, dann hatte der Sturm im Hirschgraben gewütet und das Eternit-Plattendach der Lagerhalle aufgerissen. Meterlange Streifen bohrten sich im Rasen ein, warfen den etwa 40 Meter entfernten Zaun des Nachbaranwesens nieder, schlugen im Anbau ein und zerbrachen einige Dachziegel. Weiter oben im Wald hatte der Sturm einige Bäume wie Streichhölzer umgeknickt. [...]"

Anmerkung:
Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird ständig erweitert. Sollte ein Ihnen bekannter Tornado fehlen, dann mailen Sie mir bitte.


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