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| Verdacht = Fall wird noch untersucht | W = Wasserhose | |||||
| Datum | Ort | Stärke | Beschreibung |
| Jahr 1997 Verdacht | St. Michaelisdonn Schleswig-Holstein | n.bek. | Nach einer Meldung der Dithmarscher Landeszeitung trat eine Windhose auf: "Einer der jüngsten Vereine in St. Michaelisdonn ist der 1981 erstmals geplanten Tennisclub. ... Beim TC St. Michel ist man besonders stolz darauf, nie Zuschüsse beantragt zu haben. Als vor sieben Jahren die Plätze durch eine Windhose zerstört..." |
| 06.09.1997 | Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern | W | Zwischen 13 und 14 Uhr wurde diese Wasserhose von der Wetterstation in Warnemünde beobachtet. |
| 09.08.1997 Verdacht | Koblenz Rheinland-Pfalz | n.bek. | Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 11.08.1997: "dpa Koblenz - Eine Windhose hat am Sonnabend in Koblenz das Dach eines Großmarktes abgedeckt. Die herumwirbelnden Wellblech- und Eternitplatten beschädigten fast 100 Autos." Windhose (Hamburger Abendblatt, 11.08.1997) |
| Juli 1997 Verdacht | Morsum/Sylt Schleswig-Holstein | n.bek. | Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 20.07.1998: "Zum 22. Male luden er und seine Frau Katharina etwa 100 Gäste in ihr Haus in Morsum ein. Und während noch im vergangenen Jahr das angebaute Zelt Opfer einer Windhose wurde und in die Binsen ging, meinte Petrus es diesmal mit den Baumanns gut: Der Regen wich strahlendem Sonnenschein, als die Gäste - zwar windumtost - erschienen." Sylt: Start in die Party-Saison (Hamburger Abendblatt, 20.07.1998) |
| 29.07.1997 | Trampe Brandenburg | n.bek. | Nach Augenzeugenberichten soll dieser mutmaßliche Tornado bei Eberswalde im Landkreis Barnim aufgetreten sein, über Schäden ist aber nichts Näheres bekannt. Ein Tornado nordöstlich von Berlin im Landkreis Barnim ist damit gesichert. Der genaue Ort ist nicht bekannt, dürfte aber im Bereich zwischen Lanke / Ladeburg / Taerfelde / Trampe liegen. (Bericht von Thilo Kühne, weitere Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998). |
| 20.07.1997 | Königshorst Brandenburg | F1 | Dieser Tornado wird im Witterungsbericht des DWD sowie in einer Pressemitteilung erwähnt, er soll bei Königshorst-Lobeofsund im äußersten Süden des Landkreises Ostprignitz-Ruppin aufgetreten sein: "Die großflächig intensivsten Regenfälle traten am 20.07. auf. Dieser Tag brachte jedoch nicht nur Dauerregen, sondern in Nordbrandenburg auch Gewitter. Dabei wurde in der kleinen Gemeinde Königshorst-Lobeofsund (Havelländische Luch, 25 km südlich Neuruppin) eine Windhose beobachtet. An sich schon sehr selten, ist die Entstehung der Windhose von Lobeofsund doch ziemlich ungewöhnlich, fehlte an diesem Tag doch eine Reihe von Grundvoraussetzungen wie intensive Einstrahlung und damit bodennahe Überhitzung und kräftiges Gewitter." (Quelle: Beilage zur Berliner Wetterkarte, 162/1997). In dem Bericht werden dann zwei Augenzeugenberichte aufgeführt, die die Windhose ausführlich beschreiben. Der Wirbel überquerte zunächst eine Gartenanlage ohne größere Schäden, dann entwurzelte er an der Straße nach Buschmühlen eine 100jährige Linde, umstehende Bäume wurden erheblich beschädigt. |
| 29.06.1997 | Fahle Heide, Ummern Niedersachsen | F2 | Erhebliche Waldschäden traten in einer Schneise auf, die sich westlich bis nordwestlich von Gifhorn erstreckt. |
| 29.06.1997 | Peine, Celle, Wietzendorf Niedersachsen | F2 | Erhebliche Waldschäden traten in einer langen Schneise auf, die westlich von Peine beginnt, dann nordwärts an Celle vorbeiläuft und bis nach Wietzendorf reicht. Dazu auch aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 01. Juli 1997: "In Schwüblingsen wütete ein Wirbelsturm, der 70 alte Eichen wie Streichhölzer umknickte. Gemeindedirektor Hans Steding: "Ein Schock. Die Bäume waren mehr als hundert Jahre alt."" Bericht mit Luftbild von Martin Hubrig (Wetterzentrale) Ein Park nach barockem Vorbild - Schwicheldt bei Peine (Wetterzentrale) |
| 29.06.1997 | Bissendorf Niedersachsen | F2 | Am 29. Juni 1997 wurde die Gegend bei Bissendorf im Landkreis Osnabrück von einem starken Tornado getroffen, der sich während eines starken Gewitters gebildet hatte. Glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden. Mehr dazu von Martin Hubrig. Gegen 17.30 Uhr fegte der Tornado durch die Gemeinde Bissendorf bei Osnabrück. Er richtete erhebliche Schäden an, Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Verkehrsunfälle ereigneten sich aufgrund umgestürzter Bäume. Begleitet wurde der Tornado von ergiebigen Regenfällen, die Keller voll laufen ließen und Straßen überfluteten. Die Feuerwehr der Gemeinde war tagelang im Einsatz. Der Tornado ließ ein Dach eines Schweinestalls einstürzen, hier verendeten einige Tiere unter dem Druck des Daches. Ein Wohnhaus wurde komplett abgedeckt, es wurde dann durch die Feuerwehr mit einer Plane notdürftig abgedeckt. Es entstand enormer Schaden, ein Ortsteil war für einige Stunden ohne Strom (Quelle: Sascha Broedel, örtliche Feuerwehr). Gewittersturm in Niedersachsen (Wetterchronik) |
| 29.06.1997 Verdacht | Frauenwald Thüringen | n.bek. | "Wie erheblich der Schaden einer Naturkatastrophe sein kann, zeigte der 29. Juni 1997. Als gegen 20.45 Uhr eine Windhose in wenigen Minuten unterhalb des Tillyfelsens an der B 4 (Thomasmühle) einen verheerenden Kahlschlag über eine Waldfläche von 3,5 bis 4 Hektar anrichtete." (Quelle: Thüringer Allgemeine) Wetterkapriolen in der Vergangenheit (Thüringer Allgemeine, 16.02.07) |
| 21.06.1997 Verdacht | Suhl Thüringen | n.bek. | Näheres über diesen mutmaßlichen Tornado bei Suhl ist nicht bekannt (Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998) |
| 21.06.1997 | Neubukow, Bad Doberan Mecklenburg-Vorpommern | n.bek. | Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000: "Eine Windhose hinterlässt eine 20m breite Spur der Verwüstung." - Aus einer weiteren Quelle: "Am 21. bei Neubukow (Kr. Bad Doberan) eine Windhose, ohne daß ein Gewitter damit in Zusammenhang stand. Ein Partyzelt wurde zerstört und Bäume umgestürzt." (Quellen: Wetterkarte Offenbach, Beilage 141/1997 und Ostsee-Zeitung am 08.08.2001) |
| 21.06.1997 | Westenfeld Thüringen | n.bek. | "Bei Westenfeld (südl. Meiningen) wurde auf einem Sportplatz ebenfalls eine Trombe (Windhose) beobachtet. Mehrere Bäume wurden geknickt." (Quelle: Wetterkarte Offenbach, Beilage 141/1997) |
| 06.05.1997 | Hagen Nordrhein-Westfalen | F1 | Am 6. Mai 1997 zog ein relativ schwacher Tornado über die Stadt Hagen, wenige Kilometer südlich von Dortmund, hinweg. Die Schneise zog sich vom Stadtteil Ischeland bis nach Garenfeld. Einige Dächer wurden beschädigt und einige Bäume umgeworfen. Eine Mutter und ihr Kind wurden damals von dem Tornado erfasst, wobei das Kind Verletzungen erlitt. Ein weiterer Augenzeuge beobachtete damals die deutlich rotierende Wallcloud. |
| 05.05.1997 | Paaren im Glien Brandenburg | n.bek. | Der Tornado wurde in der Märkischen Allgemeine Zeitung und in der Neuen Nauener Rundschau beschrieben. Er trat aber nur über Wiesen und Ackerland auf. |
| 11.04.1997 | Hundersingen Baden-Württemberg | n.bek. | "Um 13.15 Uhr (MEZ) wird am Ortsrand von Hundersingen eine Windhose beobachtet. Die Windhose (Durchmesser: ca. ein Meter) wirft etwa 20 Dachplatten eines Wohnhauses im Bohlerweg" (Quelle: Wetterwarte Süd) Wetterdaten für April 1997 (Wetterwarte Süd, pdf) |
| 11.04.1997 | Berlin | n.bek. | Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000: "Orkantief "Waltraud" [...] Berlin: Auf dem Wannsee surfen ganz Verwegene bei kräftigem Wind und Wellen. Die Feuerwehr dagegen ruft den Notstand aus. Bäume (189) entwurzeln. Schornsteine stürzen ein. 4 Dächer sind abgedeckt. 243 mal stürzen Bauteile auf Plätze und Straßen. Um 11.00 Uhr unterstützen Blitz und Donner und Hagel das Unwetter. Auf mehreren Flughäfen der Stadt muss der Flugverkehr unterbrochen werden. Die Lufttemperaturen liegen 3K unter den Normalwerten. Am U - Bahnhof Warschauer Straße bildet sich eine Trombe in Form einer Windhose aus, die Fußgängern schwer zusetzt." |
| 28.03.1997 | Falkensee Brandenburg | F2 | Das Orkantief "Sonja" richtete in Berlin und Brandenburg Schäden in Millionenhöhe an. Nach einer Meldung der Berliner Zeitung wurde im märkischen Golzow eine 19jährige von einem umgewehten Bauwagen erschlagen. In Falkensee (westlich von Berlin) wurde das 300 Quadratmeter große Dach eines Hauses in der Wohnsiedlung der Herlitz AG durch eine Windhose abgedeckt: "Am heftigsten wütete der Orkan in der Herlitz-Siedlung Falkenhöhe: Ein 100 Meter langes Flachdach wurde abgedeckt. Die Holz- und Blechkonstruktion des Gebäudes war von einer Windhose erfaßt worden, wirbelte durch die Luft und stürzte auf etwa 20 parkende Autos und beschädigten zwei Nachbarwohnungen." (Quelle: Tagesspiegel. Die Feuerwehr bestätigt das Auftreten einer Windhose mit enormen Schäden und einem dreitägigen Einsatz von THW, Rotem Kreuz, Hundestaffel, Feuerwehr und Polizei. - Weiter aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000: "Bei Falkensee deckt der Orkan in einem Neubau-Wohngebiet (Falkenhöh, Havelland; Herlitzsiedlung) Dächer ab. 300 m² Dachfläche fliegen durch die Luft. Hier soll eine Trombe die Ursache für die hohen Schadwirkungen in Größenordnungen von mindestens 1,5 Mio. Mark sein." Orkan hinterlässt Tote und Millionenschäden (Berliner Zeitung) |
| 18.02.1997 Verdacht | St. Pauli Hamburg | n.bek. | Schäden am Fußballstadion in Hamburg-St.Pauli, das Spiel gegen Bochum musste abgesagt werden. "18. Februar 1997: In Hamburg demoliert eine Windhose das Haupttribünendach eines Fußballstadions, zerstört Fangnetze hinter den Toren und entwurzelt Bäume. Die Sturmschäden betragen mehrere tausend Mark." (Quelle: RZ-Online) Windhosen in Deutschland (RZ-Online) |