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| Verdacht = Fall wird noch untersucht | W = Wasserhose | |||||
| Datum | Ort | Stärke | Beschreibung |
| Jahr 1999 Verdacht | Villingen-Schwenningen Baden-Württemberg | n.bek. | Datum nicht bekannt. Nach einer Meldung des Südkuriers vom 15.04.05 soll sechs Jahre zuvor eine Windhose aufgetreten sein: "..."gute und lausige sechs Monate" mit dem Kioskgeschäft. Sechs Einbrüche trugen zur Schmälerung des Gewinns bei. Zudem verwüstete vor sechs Jahren eine Windhose das gesamte Inventar. "Ich habe im Schwimmbad eine Generation aufwachsen sehen", sagte Karin Schlenker. Unverhohlen gesteht sie ein, dass ihr der ..." |
| 25.12.1999 Verdacht | Unterfranken Bayern | n.bek. | "In Teilen von Unterfranken hat es Windhosen mit erheblichen Sachschäden gegeben." (Quelle: Wetterzentrale) Schnelläufer rast auf Mitte Deutschlands zu (Wetterzentrale) |
| 03.12.1999 | Emmeln Niedersachsen | n.bek. | Mehrere Gebäude bei Haren an der Ems wurden zum Teil erheblich beschädigt. Trombe im Emsland? (Wetterzentrale) Berichte über Großtromben in Deutschland 1999 (Mark Vornhusen) |
| 26.10.1999 | Binz / Sellin Mecklenburg-Vorpommern | W | "Gegen Mittag soll es vor der Ostküste Rügens eine Wasserhose zwischen Binz und Sellin gegeben haben." (Bericht von Thilo Kühne) "tagsüber vor Rügen, zwischen Binz und Sellin. War mehrere Minuten sichtbar. Wahrscheinlich keine Landberührung. Trombe wurde auf Video aufgenommen. Dieses Video wurde unter anderem in der Sendung "DAS" (N3) am 26.10.99 gezeigt." (Quelle: Mark Vornhusen) Berichte über Großtromben in Deutschland 1999 (Mark Vornhusen) |
| September 1999 Verdacht | Türkheim Baden-Württemberg | F1 | Aus einer Meldung der Schwäbische Zeitung vom 24.06.08: "Im Raum Geislingen wurde zuletzt Ende September 1999 eine solche örtlich sehr eng begrenzte Windhose bekannt: Am Türkheimer Ortsrand in Richtung Wittingen waren dort sechs Obstbäume entwurzelt worden. Der "Spuk", so berichtete damals ein Augenzeuge, habe nicht mal eine Minute gedauert." |
| 28.09.1999 Verdacht | Oldenburg, Osternburg Niedersachsen | n.bek. | Zeitpunkt: ca. 17:45 Uhr MEZ. "Hatte vermutlich keine Bodenberührung. Passanten sahen den etwa 100-300m langen Wolkenschlauch u.a. von der Brücke am Pferdemarkt aus. Die Trombe bewegte sich ca. 5 min. nach Osten Richtung Elsfleth." (Quelle: Mark Vornhusen) Berichte über Großtromben in Deutschland 1999 (Mark Vornhusen) |
| 26.09.1999 | Nellmersbach Baden-Württemberg | F1 | Mehrere Häuser wurden beschädigt und die Stormversorgung unterbrochen, als gegen 17 Uhr der Tornado über die Gemeinde bei Backnang hinwegfegte (Quelle: Feuerwehr Leutenbach). |
| August 1999 | Homberg/Efze Hessen | n.bek. | "Windhose rollte Strohrundballen bis zu 500m weit weg, Kronen von Bäumen abgedreht, Schneise ca. 150m breit und 2km lang." (Quelle: Mark Vornhusen) Berichte über Großtromben in Deutschland 1999 (Mark Vornhusen) |
| 28.08.1999 Verdacht | Norden Niedersachsen | n.bek. | "So wurde beispielsweise am 28. August 1999 gegen 17:45 Uhr von Varel aus ein Wolkentrichter über Oldenburg gemeldet." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000) |
| 22.08.1999 | Juist Niedersachsen | W | Diese Wasserhose wurde gegen 14:00 Uhr südwestlich der Nordseeinsel Juist beobachtet und fotografiert. Fotos von H. Mercker |
| 18.09.1999 | Allendorf Hessen | F2 | Zeitpunkt: ca. 20:00 Uhr MESZ. "Mühle wurde zerstört. Windhose brach auf ca. 150 m entlang eines Bachslaufes Bäume ab, bis sie dann fast in einem 90 Grad Winkel über eine Straße direkt auf die Mühle zusteuerte. Nach Augenzeugenberichten rollten die ca. 1,5 t schweren runden Strohballen über die Felder. Hinter der Mühle wurden noch in ca. 1 km Entfernung Bäume abgedreht. Das Gewitter zog von West nach NE. Sachschaden: ca. 1 Million DM". Quelle: Tromben 1999 von Mark Vornhusen Tornado in Allendorf (Skywarn) 18.8.1999 Tornado in Allendorf/Lda. (Sturmjagd-Forum) |
| 18.08.1999 Verdacht | Hagen Niedersachsen | n.bek. | "Kleine Windhose am 18. August 1999 östlich von Hagen/Teuteburger Wald" (Quelle: Mark Vornhusen) Berichte über Großtromben in Deutschland 1999 (Mark Vornhusen) |
| 17.08.1999 | St. Peter Ording Schleswig-Holstein
| n.bek. | Dieser Tornado wurde Mitte August 1999 von Andreas Veira am Strand von St. Peter Ording an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste landeinwärts aufgenommen. Der Schlauch reichte kurz zuvor sogar bis zum Boden, näheres über Schäden ist aber nicht bekannt. Der Tornado war etwa drei Kilometer vom Beobachter entfernt und befand sich zum Zeitpunkt des Fotos bereits im Auflösungsstadium. Am Strand selbst gab es an diesem Tag keine Schauer bei Temperaturen bis 20 Grad, Wasser 19 Grad, und leichtem Westwind (Zum Vergrößern des Fotos bitte klicken). |
| 17.08.1999 | Rügen Mecklenburg-Vorp. | W | Vor der Insel Rügen zeigten sich gleich 4 größere Wasserhosen. Mehr zu diesen Wasserhosen mit sensationellen Aufnahmen finden Sie auf der Seite zu den Tromben vor Rügen. Etwa 7 Kilometer nordöstlich von Sassnitz auf der Insel Rügen bildeten sich gleich 4 so genannte Wasserhosen, die wie an einer Perlenkette aufgereiht über das Wasser zogen. Sie wurden von einigen Augenzeugen beobachtet, richteten aber glücklicherweise keine Schäden an. Die Fotos wurden mir freundlicherweise von Herrn Jan Thomsen, Bundesgrenzschutz-Fliegerstaffel Nord im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt zur Verfügung gestellt. Der Hubschrauber des BGS befand sich auf einem Kontrollflug, als die 4 Wasserhosen auftraten. Da sie sich nur sehr langsam bewegten, konnte der Hubschrauber bis auf 300 Meter heranfliegen und dabei diese Aufnahmen machen. Insgesamt 15 Aufnahmen finden Sie in der Fotoserie der Tromben im August 1999. Nach einzelnen Quellen sollen hier insgesamt 7 Wasserhosen aufgetreten sein, eine Bestätigung dafür gibt es aber nicht. Die Wasserhosen wurden auch von Thiessow und Gager auf der Insel Rügen beobachtet. Video: Twister an der Ostsee (MyVideo) |
| 17.08.1999 | Fehmarn Schleswig-Holstein | W | Zeitpunkt: gegen 10 Uhr MESZ. Jan-Heinrich Großkopf konnte die Wasserhose bei Fehmarn von Dahme aus beobachten, sie hatte mehrere Minuten lang Wasserkontakt. Großtromben auf der Ostsee (Jan-Heinrich Großkopf) |
| 13.08.2000 | Ueckermünde Mecklenburg-Vorpommern | W | Zeitpunkt: ca. 11:50 Uhr MESZ. Am 13.08.1999 hat eine Wasserhose auf dem Kleinen Haff, einige Kilometer nördlich von Ueckermünde, einen "Jollenkreuzer" zum Kentern gebracht. Hierzu gibt es eine Augenzeugenaussage und auch Berichte in der Regionalpresse. (Bericht von Thilo Kühne) Foto der Wasserhose (Mark Vornhusen) Berichte über Großtromben in Deutschland 1999 (Mark Vornhusen) |
| 10.08.1999 | Neubrandenburg Mecklenburg-Vorpommern | F0-F1 | "Gegen 18.00 MESZ hat es in Neubrandenburg, Ortsteil Brodaer Höhen, einen Tornado gegeben, der eine Schneise in ein Waldstück geschlagen hat. Überwiegend wurden leichte Schäden angerichtet. Dieses Ereignis lag schätzungsweise im Bereich T1/F0 bis T2/F1. Auch im Nordkurier vom 06.12.1999 wird in einem Jahresrückblick dieses Ereignis erwähnt. Das Datum (10.08.) wurde nicht genannt und ist nicht genau bekannt. der 10.08.1999 könnte aber ein sehr wahrscheinliches Datum für diesen Tornado sein." (Bericht von Thilo Kühne) |
| 09.08.1999 Verdacht | Lübben Brandenburg | n.bek. | Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 11.08.1999 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Drei Dörfer gleich zweimal ohne Saft/Windhose und Relaisfehler ließen Strom ausfallen: Lübben (dh). Unterspreewälder, die sich vorgestern von den /19.30-Uhr-Nachrichten auf ORB über das neueste [...]" |
| Juli 1999 | Hildburghausen Thüringen | n.bek. | Aus einer Meldung des Freien Wortes vom 01.08.2009: "Bürgermeister Steffen Harzer hatte gestern Morgen das Altstadtfest als einen besonderen Höhepunkt im Jubiläumsjahr "775 Jahre der urkundlichen Ersterwähnung Hildburghausens" bezeichnet. Nach zehnjähriger Pause starte die Stadt gemeinsam mit dem Werbering und Bernd Schuldt einen neuen Versuch. Das letzte Fest sei von einer Windhose geradezu hinweggefegt worden, erinnerte Harzer." Hildburghausen Lokal: Altstadtfest (Freies Wort, 01.08.2009) |
| 20.07.1999 | Glinde Schleswig-Holstein | F1 | Nach Recherchen von Uwe Bergholter erreichte dieser Tornado in Glinde bei Hamburg die Stärke F1. In der Nähe wurde Hagel mit einem Durchmesser bis etwa 1 cm beobachtet. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 23.07.1999: "Windhose knickte 20 Bäume wie Streichhölzer: Glinde - Eine Windhose hat im Glinder Ortsteil Wiesental 20 Bäume wie Streichhölzer geknickt. "Der ganze Spuk hat höchstens fünf Minuten gedauert, aber die Feuerwehr war mit 37 Mann und sechs Fahrzeugen zweieinhalb Stunden im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen", berichtet Tom Reher, Pressesprecher der Glinder Feuerwehr. Allein an der Avenue St. Sebastian, am Weidenweg und am Stormarnring waren acht Bäume auf die Straße gestürzt. Etliche weitere drohten umzukippen. Zwei der Bäume kippten auf ein Dach und auf eine Garage. Dennoch entstanden dabei keine größeren Schäden." Windhose knickte 20 Bäume wie Streichhölzer (Hamburger Abendblatt, 23.07.1999) |
| 07.07.1999 | Bodensee Baden-Württemberg | W (3x) | "Die Wasserhose über dem Bodensee war extrem lang und dünn und wirbelte das Wasser bis in eine Höhe von 10-20 Meter." (Quelle: Mark Vornhusen). Insgesamt traten vor Langenargen innerhalb von etwa 40 Minuten drei Wasserhosen auf. Berichte über Großtromben in Deutschland 1999 (Mark Vornhusen) |
| 05.07.1999 | Düsseldorf Nordrhein-Westfalen | n.bek. | Ein Tief zog von Frankreich nach Norddeutschland. In seinem Bereich gab es heftige Regenfälle, die teilweise gewittrig durchsetzt waren. "Neben den ergiebigen Regenfällen wurden in den frühen Morgenstunden örtlich auch Großtromben beobachtet, die sich im Rheingebiet im Bereich der Kaltfront entwickelten. Eine diesbezügliche Meldung lag aus Düsseldorf vor, wo erhebliche Schäden zu verzeichnen gewesen waren." (Quelle: Berliner Wetterkarte vom 05.07.1999) |
| 03.07.1999 | Augustendorf, Selsingen Niedersachsen | F2 | Am Abend zog ein starker Tornado von West nach Ost über Augustendorf, Ober Ochtenhausen und Selsingen im Landkreis Rotenburg/Wümme hinweg. Dabei entstanden erhebliche Schäden, u.a. stürzte eine Scheune komplett ein. Foto der eingestürzten Scheune in Augustendorf (Augustendorf) Foto von zerstörten Bäumen bei Augustendorf (Augustendorf) |
| 03.07.1999 | Rietberg Nordrhein-Westfalen | F1 | Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. In Rietberg-Westerwiehe wurden in einer etwa 1 km langen und 10 bis 30 Meter breiten Schneise etwa 25 Bäume entwurzelt, die zwei Häuser und einen PKW beschädigten. (Quelle: Martin Hubrig und Haller Kreisblatt, 05.07.1999) |
| 17.06.1999 | Bernburg Sachsen-Anhalt | n.bek. | Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung aus dem August 1999 trat südwestlich von Bernburg eine Windhose auf: "Eine Windhose näherte sich der Stadt Bernburg. Bernburg/Poley/MZ. Ein für hiesige Breiten außergewöhnliches Ereignis fotografierte Hans-Ulrich Wanjura aus Poley. Am 17. Juni dieses Jahres beobachtete eine Windhose, die sich der Stadt Bernburg näherte. Wie er sich erinnert, herrschte an diesem Tag schwülwarmes Sommerwetter mit Temperaturen um die 25 Grad Celsius. Die Tagestemperaturen gehören übrigens zu den Wetteraufzeichnungen des Poleyers. Seit 15 Jahren gehören die Te ...". Weitere Augenzeugen beobachteten den Tornado, über Schäden ist nichts bekannt. |
| 03.06.1999 | Blankenheim-Dollendorf Nordrhein-Westfalen | F2 | Starker Tornado über Blankenheim-Dollendorf; ein ganzer Straßenzug wird der Dächer beraubt; Mauern umgeworfen und Autos angehoben; weit über 500.000 Euro Schäden (Quelle: Untersuchungen von Karl Josef Linden) |
| 02.06.1999 | Hofstätten Rheinland-Pfalz | F1 | Bei Hofstätten wütete gegen 16:30 Uhr MESZ ein Tornado, viele Bäume wurden umgerissen und einige Dächer beschädigt. Mehr dazu in der Einsatzchronik der Feuerwehr Landau |
| 01.06.1999 | Straupitz Brandenburg | F1 | "Am 01.06.1999 hat es bei / in Straupitz im südlichen Landkreis Dahme-Spreewald einen Tornado gegeben (Lausitzer Rundschau / Elbe-Elster Rundschau, 02.06.1999). Der Tornado trat gg. 14.15 MESZ auf und richtete Schäden im Bereich T3/F1 an. Genaueres ist mir nicht bekannt." (Bericht von Thilo Kühne). Dazu aus der Meldung der Lausitzer Rundschau vom 02.06.99: "Windhose verwüstete ganze Straßenzüge in Straupitz: Straupitz. Entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer, demolierte Autos. Eine /Windhose ..." und aus einer weiteren Meldung: "Dächer wirbelten durch die Luft/Windhose zog durch Straupitz / 30 Feuerwehrleute, zahlreiche Nachbarn und Betriebe beseitigten bis in den Abend die Schäden: STRAUPITZ. Ein Tag nach dem Schönwalder ..." |
| 31.05.1999 | Lübbenau Brandenburg | n.bek. | "Laut Lausitzer Rundschau und der Elbe-Elster Rundschau (02.06.1999) soll es am 31.05.1999 einen Tornado bei Lübbenau gegeben haben. Die Windhose soll auf einer Breite von 50 Metern Schäden angerichtet haben. Genaueres ist nicht bekannt." (Bericht von Thilo Kühne) - "Am 31. Mai 1999 verwüsteten zwei Wirbelstürme Häuser, Gärten und Waldflächen in Lübbenau und Straupitz (Lausitzer Rundschau vom 2.6.1999 / Ausgabe Lübben)" (Quelle: Hartmut Adler, "Der Sturm kam Himmelfahrt", Heimatkalender für den Altkreis Bad Liebenwerda, 2000/2001) |
| 31.05.1999 | Straupitz Brandenburg | n.bek. | "Am 31. Mai 1999 verwüsteten zwei Wirbelstürme Häuser, Gärten und Waldflächen in Lübbenau und Straupitz (Lausitzer Rundschau vom 2.6.1999 / Ausgabe Lübben)" (Quelle: Hartmut Adler, "Der Sturm kam Himmelfahrt", Heimatkalender für den Altkreis Bad Liebenwerda, 2000/2001) |
| 16.02.1999 | Norderney Niedersachsen | F2 | Zeitpunkt: ca. 19:45 Uhr MEZ. Mitten im Februar richtete dieser Tornado auf der Nordseeinsel Norderney Millionenschäden an. Der Tornado entstand gegen 19:15 Uhr in der Halemstraße. "Sie zog bis zum Denkmal und endete schließlich am Sportplatz, wo sie das Dach der Sporthalle schwer beschädigte." (Quelle: Norderney Chronik. Dächer und Bäume wurden beschädigt, Trümmer wurden fortgetragen. Dazu der Bericht eines Feuerwehrangehörigen: "Ich war abends beim Abendbrotessen und sah, dass es draußen sehr stark hagelte. Körner teils 12 mm groß, die auch noch 1 Stunde später auf der Strasse lagen. Ich selber wurde gg. 19.20 Uhr per Funkmelder zu einer "Gasexplosion" gerufen, weil eine ältere Norderneyerin die Leitstelle der Feuerwehr angerufen und gesagt hatte, dass alles durch die Luft geflogen wäre und nun alles schwarz sei! OK, sie hatte bedingt recht, ihr Dach lag 2 Straßen weiter in Einzelteilen, und die Dämmung der Decken und Wände (schwarze Steinwolle) klebte durch Regen und Hagel überall. Auf der Anfahrt dahin mussten wir durch ein Trümmerfeld von Dachziegeln und Dachpappe. Beim Aussteigen vor Ort fragten mich einige Leute was denn passiert sei, und ich sagte, gehen Sie weit weg.... Gasexplosion! Hinter mir kam ein Bekannter von mir aus einer Ecke, in der er Schutz gesucht hatte, und sagte "Ne, das war ein Tornado, so wie in Amerika, nur nicht so groß" Ich lachte. Aber als wir dann sahen, was passiert war, wusste ich das er recht hatte. Die Spur der Verwüstung zog sich quer über die ganze Insel. Wir wussten nicht, was wir zuerst machen sollten. Mitten in der Nacht mussten wir jede Menge Baumaterialien und Folien / Planen beschaffen, um die betroffenen Dächer und Gebäude notdürftig zu verschließen. Viele Schäden wurden auch erst in den nächsten Tagen entdeckt, da einige Norderneyer nicht zu Hause waren (im Urlaub, da im Sommer keine Zeit). Ich war noch bis morgens um 3.00 Uhr im Einsatz. Am nächsten Tag gab es in der Badezeitung eine Sonderseite mit Schadensbildern." - "Einige Bewohner waren am Dienstagabend Augenzeugen, als sich aus einem gewittrigen, sich senfgelb verfärbenden Abendhimmel, die Windhose wie ein Trichter vom Westkopf auf das Stadtgebiet senkte. Nur einen Augenblick lang dauerte es, bis sie über die Insel in Richtung Hafen fortgezogen war. Ihr blitzartiger Durchzug war von einem lauten Grummeln begleitet. Die Schneise der Schäden war "nur" etwa 20 bis 30 Meter breit aber mit verheerenden Folgen." (Quelle: Norderneyer Badezeitung, 18.02.1999) Trombe überquert Norderney, Graupelgewitter (Wetterchronik) |