Bisher 6 bestätigte, dazu 1 Plausibler und 15 Verdachtsfälle
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September

Saarlouis (SL)

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 17.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:58 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinab reichenden Trichterwolke: "Von Saarlouis aus gesehen in Richtung Gau / Frankreich mit Bodenkontakt. Foto wurde leider zu spät gemacht, da ich erst drehen musste. Vorher war der Rüssel länger bis zum Boden." - Unklar ist, ob der Fall noch in Deutschland oder bereits in Frankreich auftrat.

Trichterwolke bei Saarlouis
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Merzig (Saar) (SL)

 17.09.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des SR vom 17.09.2017: "Möglicherweise Tornado bei Merzig gesichtet - 17.09.2017 | 19:17 Uhr. Ein SR-Hörer hat am Sonntag bei Merzig-Besseringen möglicherweise einen Tornado gesichtet. Laut Wetterexperten sind solche Phänomene bei der derzeitigen Wetterlage durchaus möglich und kommen regelmäßig vor - wenn auch nicht mit der zerstörerischen Kraft wie in den USA. Bei der Polizei gingen bislang keine Meldungen über eine Sichtung ein. Auch über mögliche Schäden ist nichts bekannt. Im nördlichen Saarland hat sich am Sonntagnachmittag möglicherweise ein Tornado gebildet. Ein entsprechendes Bild hat SR-Hörer Lothar Beining geschickt.[...]"

Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Weiteres Foto der Trichterwolke (Facebook)
Möglicher Tornado im Nordsaarland gesichtet (Breaking News Saarland, 17.09.17)
Möglicherweise Tornado bei Merzig gesichtet (SR, 17.09.17)
Mai
März

Erbach (SL)

 04.03.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MEZ. Meldung eines wahrscheinlichen Tornados. Dazu liegt ein Augenzeugenbericht vor.
Januar

Diefflen (SL)

 13.01.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Das Sturmtief "Egon" zog in der Nacht von Westen her über Nordrhein-Westfalen hinweg in Richtung Osten. An seiner Südseite gab es im Saarland Böen bis Orkanstärke. In Dillingen-Diefflen entstand dabei ein markanter Schaden. Aus einer Meldung des SR vom 13.01.2017: "In der Schulgartenstraße in Dillingen-Diefflen fegte der Sturm in der Nacht das Dach eines Wohnhauses – Schindeln plus Balken – zur Hälfte weg. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand."

Sturm "Egon" hinterlässt erhebliche Schäden (SR, 13.01.17)
Einsatzfotos der Feuerwehr Diefflen (Facebook)
Weitere Fotos der Schäden (Facebook)
Windböen zwischen 1 und 2 Uhr (kachelmannwetter.com)
Juni

Blieskastel (SL)

 28.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke. Fotos liegen vor.
Mai

Erbach (SL)

 05.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:30 und 19:45 Uhr MESZ. Dazu wurde dieser Bericht gemeldet: "Am 05.05.2015 kam es im Zeitraum von 19.30-19.45 zu einem eventuellen Tornado in 18516 Süderholz OT Rakow. Laut Aussagen der Anwohner kam es zu Bodenkontakt des Rüssels. Auf einer Breite von ca 700m und einer Länge von 1000m sind Dächer stark beschädigt mindestens 15 Bäume umgekippt bzw abgebrochen und ca 50 Bäume stark beschädigt im Kronenbereich. Ein Biobauer hat an seinem großen Gewächshaus große Schäden, die Aufräumarbeiten laufen noch immer, die Dächer wurden notdürftig repariert. 2 Verkehrszeichen sind auch umgeknickt. Es sind auch Einsatzberichte der Feuerwehr Süderholz im Internet. Leider gibt es kein Foto oder Film von dem Tornado." Die breite Schneise spricht für einen Downburst, es liegt aber auch eine Meldung über die Beobachtung einer Funnelcloud vor. Erste Untersuchungen vor Ort sprechen ebenfalls deutlich für einen Downburst.

Einsätze 2015 (Löschzug Süderholz)
August

Saarbrücken (SL)

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 23.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:20 bis 18:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud oder eines Tornados im Bereich westlich bis südwestlich von Saarbrücken.

Tornadoverdacht bei Klarenthal
Juli

Besch (SL)

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 11.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 20:24 bis 20:34 Uhr MESZ. Funnelcloud im Bereich der Mosel und damit an der Grenze zu Luxemburg (Wintrange).

Funnelcloud bei Besch

Niederwürzbach (SL)

 06.07.2014 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MESZ. Augenzeugenbericht eines möglichen Tornados: "Am Sonntag, 06.07.2014 , waren mein Mann und ich mit dem Hund in Blieskastel/Niederwürzbach, gegen 20.15 Uhr an der Motocrossstrecke unterwegs. Wir dachten uns bevor es noch anfängt zu regnen gehen wir noch schnell eine Runde. Dann plötzlich kamen die Wolken immer schneller auf uns zu und wir dachten...hm dann gehen wir mal lieber schnell zurück. Wir dachten dabei lediglich nur an ein Gewitter und möglicher Hagel. Doch als wir am Waldweg angekommen sind (drumherum viele große Bäume), blieben wir stehen, weil wir ein komisches Grollen und Tosen über uns / hinter uns gehört haben. Und dann ganz plötzlich kam sehr schneller Wind auf ... das war aber kein Wind mehr... Wir sind einfach losgerannt, weil das Grollen direkt über uns war und es wurde immer lauter und es flogen so viele Blätter durch die Luft, dass wir kaum noch was gesehen haben, auch Äste flogen an uns vorbei. Im Wald hörten wir ein Baum nach dem anderen durchbrechen. Das ganze Schauspiel war nach ca 2 Minuten aber schon wieder vorbei. Es war kein normaler Sturm, das wissen wir. Das Geräusch haben wir so vorher noch nie gehört. Dann bei meinen Eltern (die wohnen direkt am Waldrand) angekommen ... 2 Bäume im Garten, die Spitzen von 3 sehr großen Tannen aus unserem Garten lagen ca 100 m weiter weg im Nachbarsgarten. Das grollende-tosende Geräusch hat auch mein Vater vom Balkon aus gehört und hat gesehen wie es plötzlich anfing über den Bäumen zu rotieren. Dann ist er schnell rein ins Haus und hat alles zu gemacht."
August

Namborn (SL),
Hirstein (SL)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Saarländischen Rundfunks vom 26.08.2011: "In Namborn deckte eine Windhose einige Dächer ab. Verletzt wurde niemand." - Aus einer Meldung der Saarbrücker Zeitung vom 27.08.2011: "Durch Hirstein sei, wie es der Sprecher der Kreisfeuerwehr Dirk Schäfer ausdrückte, eine Windhose gezogen. Dort wurden mehrere Dächer beschädigt. Zwei umgeknickte Bäume und abgebrochene Äste blockierten zudem zeitweise die Straße nach Gehweiler. Die Feuerwehr, insgesamt vier Einsätze, hatte aber rasch die Behinderung beseitigt. Wo Dachziegel auf die Straße gefallen seien, hätten Anwohner die Gefahr meist selbst beseitigt."

Kurzer, heftiger Gewittersturm: 27 Einsätze der Wehr (Saarbrücker Zeitung, 27.08.11)

Großrosseln (SL)
[Region: Warndtwald]

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Schneise im Warndtwald. Aus einer Meldung der Saarbrücker Zeitung vom 02.09.2011: "Sturmschäden: Lebensgefahr im Warndtwald - Ein kleiner Tornado hat am vorigen Freitag im Warndtwald großen Schaden angerichtet. Umgeknickte Bäume stehen unter Spannung, Kronen hängen herab. Wer jetzt wandern geht, schwebt in Lebensgefahr. Karlsbrunn. Es passierte ganz plötzlich, beginnt Philipp Klapper, Leiter des Biomassezentrums Warndt, seinen Bericht. Um ihn herum stehen Hans Albert Letter, Leiter des Saarforst-Landesbetriebes, Joachim Stelzer, Leiter des Fachbereiches Waldbau, und Thomas Brill, Leiter des Saarforst-Reviers Warndt-Süd. Die vier haben sich gestern die Schäden angesehen, die das Unwetter vor einer Woche im Warndt-Wald angerichtet hatte. Der Forst gab eine Warnung heraus, nicht mehr den Premiumwanderweg Warndt-Wald-Weg zu betreten. Zwischen drei und halb vier Uhr am vorigen Freitagnachmittag wurde es schlagartig dunkel, Hagelkörner fielen vom Himmel. ?Dann plötzlich setzte eine Windböe ein, so stark wie ein Tornado?, erzählt Klapper weiter. Etliche Bäume waren in angrenzende Gärten gefallen. Sehr stark betroffen waren beispielsweise die Karlsbrunner Anwohner der Straße Im Forstland. Stückeinwärts im Wald eine Schneise der Verwüstung. Buchen liegen mit der Wurzel aus dem Boden gerissen umher, dicke Äste versperren den Weg und Baumkronen hängen wie an einem seidenen Faden noch in luftiger Höhe. Eine Buche, zu der die vier Experten respektvollen Abstand halten, ist in der Mitte aufgesplittert, die Wurzel steckt noch fest im Boden. ?Die steht unter einer enormen Spannung?, erklärt Joachim Stelzer. Unter dieser Buche hindurchzugehen, kann lebensgefährlich ein. Bricht das Holz weiter, könnte der ganze Stamm zur Seite schießen und alles mit sich reißen. Revierleiter Thomas Brill zieht Bilanz: Die tornadoartige Böe hat eine Schneise von der Grenze zu Frankreich bei Merlebach über St. Nikolaus bis nach Karlsbrunn gezogen. Schäden gibt es auch am Wildpark. Brill spricht von einem ?furchtbar großen? wirtschaftlichen und ökologischen Schaden. ?Die Bäume, die die Windhose umgeworfen und umgeknickt hat, hätten noch 20 bis 30 Jahre stehen bleiben können?. Es hat vor allem Buchen getroffen, etwa 1000 Festmeter, so Brill, also 1000 Kubikmeter kompaktes Dazu fielen noch 100 Festmeter Fichten. Viele gesunde Bäume mussten dran glauben. [...]" - Das bisher vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Sturmschäden: Lebensgefahr im Warndtwald (Saarbrücker Zeitung, 02.09.11)
Juli

Losheim am See (SL)

 14.07.2010 / Stärke (F1) Verdacht
Februar

Heusweiler (SL)

 28.02.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Diese Windhose soll nach einer Meldung des THW in Heusweiler aufgetreten sein: "Nach einer Windhose im Heusweiler Ortsteil Dilsburg, war ein Baum auf das Dach eines Wohnhauses gestürzt und hatte dies beschädigt." (Quelle: THW Heusweiler)

THW Heusweiler
Juni

Primstal (SL)

 08.06.2003 / Stärke (F1) Verdacht
Hier wurden Bäume abgeknickt und einige Dächer abgedeckt. Herabfallende Ziegel beschädigten Fahrzeuge (Quelle: sol.de). Es ist nicht ganz sicher, ob die Schäden durch einen Tornado entstanden.
September

Nohfelden (SL),
Nonnweiler (SL)

 30.09.1990 / Stärke (F1) Bestätigt
Zahlreiche Häuser (Dächer) beschädigt. Bäume entwurzelt, Stromleitungen beschädigt. Straßen blockiert. Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998
Juni

Primstal (SL)

 15.06.1981 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht Deutscher Wetterdienst)
April

Emmersweiler (SL)

 27.04.1960 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado bei Saarbrücken ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juli

Saarbrücken (SL)

 08.07.1952 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 09. Juli 1952: "Heftige Gewitter über dem Rheinland haben teilweise die ganze Monatsration an Niederschlägen in einer Nacht geliefert. 75 Liter pro Quadratmeter fielen an der holländischen Grenze, 66 Liter in Essen und 46,6 Liter in Bonn. Ein Wirbelsturm forderte in Saarbrücken zwei Todesopfer. Der Straßenverkehr wurde durch aufgewirbelten Staub völlig lahmgelegt."
Juni

Saarlouis (SL)

 25.06.1910 / Stärke (F1) Bestätigt
In einem bis zu 100 Meter breiten Streifen wurden bei Saarlouis Schäden angerichtet. (Quelle: T. Arendt, 1913: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen im Jahre 1910. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 266, Behrend, Berlin, 68 Seiten)
April

Saarbrücken (SL)

 01.04.1826 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado trat bei Saarbrücken auf, Näheres ist nicht bekannt. (Quelle: Fleming, J.R. and R.E. Goodman, 1994: International Bibliography of Meteorology. Diane Publishing Company, Upland, Pennsylvania, 701 S.)